Bücher mit dem Tag "schamanismus"
65 Bücher
- Paulo Coelho
Untreue
(238)Aktuelle Rezension von: Laura-SuphieIch weiß gar nicht wo ich anfangen soll... dieses Buch hat mich einige Nerven gekostet, zwischendrin wollte ich es auch abbrechen, aber es ist von meinem Lieblingsautor, weswegen ich mich dann dafür entschieden habe, es abwechselnd zu lesen und als Hörbuch zu hören, was mich schlussendlich gerettet hat.
Aber dennoch konnte mich das Buch nicht überzeugen, ich habe nach einem Sinn, nach einem roten Faden gesucht, den ich bisher in jedem seiner Bücher, die ich gelesen habe, gefunden habe.
Die Protagonistin Linda ist für mich kein starker Charakter, der auch keine nennenswerte Entwicklung durchläuft. Es ist immer gleichbleibend, deprimierend und zum Haare raufen.
Klar habe ich versucht tiefer in das Thema zu gehen und zu analysieren, weswegen ich jetzt sagen könnte: Hey, ja die Gesellschaft die uns, dieses Leben in seiner Perfektion aufzwingt, Kinder zu bekommen, dem Ehemann zu huldigen, kochen, putzen, noch nebenbei einen Job zu absolvieren und natürlich perfekt auszusehen und und und.
Genau das spiegelt in einigen Teilen das Buch wieder, aber ganz ehrlich - ich habe bis zum Schluss den Autor nicht verstehen können.
Es ist zu einfach geschrieben, zu plump, zu nichtssagend, die Protagonistin dümpelt still schweigend vor sich hin und frisst alles in sich hinein, statt einfach mal zu kommunizieren!
Ja, Kommunikation, ist das A und O - und das wird in diesem Buch sehr deutlich, dass viel zu viel verschwiegen wird und sich stattdessen in irgendwelche halsbrecherische Affären zu stürzen.
Auch die zusammengesetzten Sätze ergaben für mich kein Bild, sind die Bücher: der Alchimist, Veronika beschließt zu Sterben und Schutzengel von literarischen Sätzen geprägt, finde ich nicht einmal eine Handvoll Sätze, die es lohnen sich zu merken.
Manchmal hatte ich auch beim Lesen das Gefühl, dass selbst der Autor verwirrt von seiner eigenen Geschichte war und einfach weitergeschrieben hat um des Schreibens willen, dass dann vielleicht irgendetwas dabei herauskommt.
Wie man unschwer erkennen kann, bin ich enttäuscht vom Buch und rate jedem, der sich an diesen Autor ran wagt, erst einmal mit seinen anderen Werken zu starten, wie der Alchimist, Schutzengel, der Weg des Bogens oder die Spionin (die auf einer wahren Begebenheit beruht). - Carlos Castaneda
Die Lehren des Don Juan
(45)Aktuelle Rezension von: CyatonMit seinen Buchveröffentlichungen erregte Carlos Castaneda seinerseits in der Fachwelt und in der alternativen Szene viel Aufsehen und zunächst wurden seine Geschichten als authentische Zeugnisse indigener Kulturen betrachtet. Erst nach und nach stellte sich Aufgrund zahlreicher Details, wie zum Beispiel in Sprache oder der Beschreibung von Ritualen oder verwendeter Materialien heraus, dass Castanedas Geschichten keine Echtheit beanspruchen konnten. Während die Wissenschaft Castaneda schnell aus ihren Kreisen verbannte haben die Werke Castanedas bis heute für viele ihre Gültigkeit nicht verloren.
Die Handlung beschreibt die Abenteuer des jungen Castanedas, der die Bekanntschaft eines zauberkundigen Yaqui-Indianers "Don Juan Matus" macht und von diesem lernt. In Episoden wird über das Leben Don Juans, der inneren Entwicklung des Autors durch die Erlebnisse mit dem Indianer und über spirituelle Aspekte berichtet.
Fazit:
Das Buch bediente schon seit seiner Veröffentlichung den spirituellen Hunger etlicher. Ungeachtet dessen, dass die Erzählungen Aufgrund vieler falscher Angaben über die Yaqui-Indianer erfunden sein müssen, stellte das Buch für viele Leser, so auch für mich eine wirklich Erweiterung des persönlichen Horizontes dar mit unzähligen interessanten und überdenkenswerten Sichtweisen. Für mich ist dieses Buch das spirituelle Universum eines außergewöhnlichen Autors, welches in einer bezaubernden Geschichte verpackt wurde und vermutlich auch aus vielen kleinen Elementen anderer zu der Zeit bekannter spiritueller Strömungen besteht. - Colin Cotterill
Dr. Siri und seine Toten
(169)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeLaos 1976 - Das Land ist frisch im Kommunismus angekommen. Nach dem Umsturz muss ein systemtreuer Rechtsmediziner her. Und so wird Dr. Siri Paiboun mit 72 Jahren befördert, statt in den Ruhestand zu gehen. Soll es doch in der neuen Volksrepublik möglichst wenig Verbrechen oder ungeklärte Tode geben. Nur der Arzt versteht seine Aufgabe etwas medizinischer und beginnt prompt mit einiger Unterstützung von Assistenten, Polizei und einem alten Freund seine Fälle genauer zu untersuchen.
Die Autoren erschaffen hier einen authentisch-skurrilen Charakter, der ohne entsprechende Ausbildung oder das benötigte Handwerkszeug, aber mit viel Geist, Intuition und Herzblut an seine Aufgabe geht, der nicht im System befangen ist, über den Tellerrand schauen kann, aber trotz alledem im System gefangen ist. Aber nicht nur die Figur des Doktors, sondern auch seine Assistenten, sein Freund, die Lehrerin Oum und Inspektor Phosy sind interessante, Charaktere, die mit einem Augenzwinkern zu genießen sind und Leben in die Geschichte bringen. Das Buch überzeugt mit einem wunderbaren Humor, viel klugem Wortwitz und flüssigem Schreibstil. Dabei bleibt der klare, ernüchternde Blick auf das kommunistische Laos aber absolut präsent. Das alltägliche Leben im Laos der 70er Jahre spielt eine mehr als wichtige Rolle.
Mein Fazit: Ein wunderbares Buch, dass mit viel Humor zu lesen ist, dabei spannend und fesselnd von Anfang bis Ende und mit einer durchaus eigenwilligen, aber passenden mysteriösen Note. Hinzu kommen starke Charaktere, die viel Potenzial für Band 2 bieten.
- Polly Clark
Tiger
(68)Aktuelle Rezension von: Anna_BubeEin sehr intensives Leseerlebnis hatte ich mit diesem Buch über sibirische Tiger, ihr Leben in Gefangenschaft und in Freiheit und ihre Berührungspunkte mit dem Menschen. Die wilde sibirische Taiga ist ihr natürlicher Lebensraum, genau wie der des Volkes der Udehe, für die das Töten eines Tigers das größte Verbrechen ist.
Das Buch ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt, die jeweils die Geschichte einer Person erzählen, die eine Verbindung mit dem bedrohten Amurtiger hat. Ein Abschnitt ist auch aus Sicht eines Tigers geschrieben.
Mich hat das Buch sehr gefesselt und die verschiedenen Blickwinkel waren interessant zu lesen, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, noch ein wenig bei dem aktuellen Protagonisten zu bleiben, in den ich gerade so richtig eingetaucht war, um zu erfahren wie es dort weitergeht. Letztlich hat sich aber alles sehr gut zusammengefügt und die Abschnitte waren bewusst und gut so gewählt. Einzig das Ende hat mich nicht so überzeugt, aber das ist Geschmackssache und dazu verrate ihr hier natürlich nichts.
- Harald Meller
Das Rätsel der Schamanin
(9)Aktuelle Rezension von: dracomaEigentlich sind die Landesgartenschau in Bad Dürrenberg, geplant für 2024, und die Umgestaltung des Kurparks schuld. Im Bereich dieses Kurparks liegt nämlich ein 9000 Jahre altes, steinzeitliches Grab, das bereits 1934 ausgegraben wurde und schon damals wegen seiner überreichen Grabbeigaben für Aufsehen sorgte. Wegen der geplanten Neugestaltung des Kurparks fand nun eine Nachgrabung statt, und deren Ergebnisse legt das Autorenduo Meller und Michel vor. Dazu nutzen sie die Elemente des Kriminalromans: sie sprechen von einem „cold case“ gehen investigativ vor, stellen Hypothesen auf und verwerfen sie wieder, und der Leser verfolgt gespannt den Gang der Entdeckungen.
Es ist tatsächlich eine außerordentliche Geschichte, die der Leser erfährt. Die Archäologen von 1934 hielten aufgrund der damals üblichen patriarchalischen Sichtweise ein reich ausgestattetes Grab stets für das eines Mannes. Und dieser Fund wurde nun eingepasst in das völkische Geschichtskonstrukt: dieser Mann war ihrer Meinung nach weiß und blond und diente daher als Beweis für eine Art Ur-Arier, der nicht durch Migration nach Mitteldeutschland fand, sondern der sich hier bodenständig entwickelt habe. Ein Beweis für die völkische Ideologie der Nationalsozialisten. Sehr umfassend wird der Leser informiert, wie diese ideologisch verblendeten (und zudem unwissenschaftlich arbeitenden) Prähistoriker ihre üble Rolle als „Vordenker der Vernichtung“, wie Götz Aly sie nennt, spielen.
Was hätten diese Archäologen zu der Tatsache gesagt, dass ihr „Mann“ nicht nur eine Frau war, sondern zudem dunkelhäutig? Eine Person of Colour? So wie auch der noch ältere Fund, der sog. Neuessinger Mann aus dem Altmühltal?
Die Ergebnisse der Nachgrabung und ihre umfangreichen Auswertungen werden dem Leser umfassend und auch für archäologische Laien immer verständlich vorgestellt. Die beiden Autoren nehmen ihren Leser mit an die Schnittstelle zwischen Mesolithikum und Neolithikum. Nachdem unsere Ahnen jahrtausendelang als Jäger und Sammler gelebt hatten- immerhin die längste Zeit der Menschheitsgeschichte! - wandelt sich allmählich ihre Lebensweise: sie werden sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter. Und sie spezialisieren sich, und dafür sprechen die reichen Grabfunde: hier wurde eine Heilerin bestattet, eine spirituelle Expertin, eine charismatische, reiche und äußerst angesehene Frau, deren Grab noch Jahrhunderte nach ihrem Tod Besucher an sich zog, quasi ein „Lourdes der Steinzeit“.
Da drängt sich der Begriff „Schamane“ auf. Auch hier holen die Autoren weit und differenziert aus. Sie informieren nicht nur über die Geschichte des Schamanentums, das vom Christentum verteufelt wurde und Opfer ideologischer Anschauungen wurde, sondern stellen auch die angewendeten bewusstseinserweiternde Praktiken vor. Ebenso umfassend und reflektiert sind die Darstellungen der animistischen, d. h. allbeseelten Sichtweise der Welt.
Sehr spannend fand ich die Darstellung der sozialen Konsequenzen, die die veränderte Lebensweise nach sich zog. Die Sesshaftwerdung führte zu kleinräumigeren sozialen Netzen und es entstehen neue soziale Hierarchien. Aber immer noch betrachtet sich der einzelne Mensch als Knotenpunkt eines Netzes unterschiedlicher Lebewesen – und der Verlust dieser Netzwerke quält den modernen Menschen.
Aber: Muss ich eine Grabbeigabe „fancy“ nennen und eine Persönlichkeit „sparkling“? Ab und zu eine Streichung einiger Redundanzen hätte dem Buch auch gutgetan.
Das Hörbuch wird eingelesen von Helge Heynold: eine angenehme Stimme, sauber artikuliert, sinngerecht betont, perfekt!
Fazit: Ein kluges, faktenreiches, informationsreiches, immer reflektierendes Buch, das die ferne Steinzeit heranrückt und zudem Auskunft gibt über die vielen wissenschaftliche Methoden des Erkenntnisgewinns.
Absolute Lese- und Hörempfehlung.
- Kai Michel
Das Rätsel der Schamanin
(20)Aktuelle Rezension von: SchneeflammeDieses Buch habe ich als Hörbuch. Die Erzählstimme ist unaufgeregt, sodass man gerne zuhört. Egal ob als Audioversion oder Print- das Buch ist ein Muss. Der Untertitel lautet „eine archäologische Reise zu unseren Anfängen“ und das Buch nimmt uns auf eine interessante Reise mit. Es geht um den Fund einer Schamanin. Erzählt wird die Geschichte dahinter von der Fehlinterpretation aus der Nazizeit hin zu den neusten Erkenntnissen der Forschung. Dabei wird auch beleuchtet wie es zu der Begrifflichkeit der Schamanen kam und was die Merkmale sind. Dabei wird vor allem der Entwicklungsweg in Amerika und in Russland beleuchtet- den beiden Hauptstromarten. Es ist erfrischend neutral und überraschend informativ. Egal ob Geschichtsfans, Liebhaber vom Medical Crime oder Schamanismusinteressierte- jeder kommt hier auf seine Kosten. ISBN 9783955679163
- Patrícia Melo
Gestapelte Frauen
(34)Aktuelle Rezension von: Elenchen_hAls ihr Partner Amir ihr auf einer Party in der Kanzlei eine Ohrfeige gibt, nimmt sie eine Stelle im entlegenen Cruzeiro do Sul an. Sie soll als beobachtende Anwältin an Gerichtsprozessen zu Femiziden teilnehmen und diese für ihre Kanzlei dokumentieren. Einer der Fälle, der Mord an der 14-jährigen indigenen Txupira beschäftigt sie besonders. Die drei Täter, junge Männer aus reichen Elternhäusern, werden frei gesprochen. Sie setzt alles daran, doch noch eine Verurteilung zu erwirken, und tut sich mit einer lokalen Journalistin und der Rechtsanwältin zusammen. Als die Journalistin ermordet wird und Amir in Acre auftaucht, spitzen sich die Ereignisse zu.
Die brasilianische Autorin Patrícia Melo schreibt in ihrem Roman "Gestapelte Frauen", übersetzt von Barbara Mesquita, über Femizide in ihrer Heimat, die von der vorwiegend männlichen Politik geduldet werden. Die brutalen Morde an Frauen, weil sie Frauen sind, werden gerichtlich kaum geahndet. Hier setzt Melo an und lässt ihre namenlose Ich-Erzählerin an Gerichtsprozessen teilnehmen, die Geschichten der ermordeten Frauen sammeln und dokumentieren. Von allen Seiten lauert in diesem Buch Gefahr: Amir, der gewalttätige Partner der Protagonistin, belästigt sie mit Telefonterror und lauert ihr in Acre, einer entlegenen Gegend Brasiliens, auf, der Vater der Protagonistin hat ihre Mutter ermordet, als diese gerade drei Jahre alt war, Männer aus dem Umfeld des Prozesses um die ermordete indigene Txupira bedrohen die Protagonistin und schrecken auch vor weiteren Morden nicht zurück. Trotz dieser schweren, gewaltvollen Thematik schafft Patrícia Melo einen spannenden, mit wechselnden Erzählstimmen ausgestatteten Roman, der im Kopf bleibt. Abgesehen von den an magischen Realismus grenzenden Kapiteln im Drogenrausch der Protagonistin habe ich "Gestapelte Frauen" mit Begeisterung gelesen, das Buch mutet fast wie ein Kriminalroman an, nur besser!
- Daniel Pinchbeck
Den Kopf aufbrechen
(3)Aktuelle Rezension von: Kaivai" Man muß gründlich forschen und das Unvorstellbare glauben,um die neuen Wahrheitsspuren zu entdecken,die in einem Ozean der Bedeutungslosigkeit umhertreiben." (Joseph Conrad) Mit diesem Vorwort beginnt die Reise eines New Yorker Journalisten mitten hinein in das Herz der Finsternis.Daniel Pinchbek ist Materialist mit rationaler Sicht auf die Wirklichkeit und ohne religiösen Glauben.Ein Mann von heute.Lebendig an ihm ist seine Neugier.Ein Thema packt ihn und er wills wissen: warum sind Psychedelika bei schamanistischen Stammesgesellschaften so hoch geschätzt,in unserer Kultur dagegen verteufelt.Um das zu erfahren erforscht Pinchbek die Welt der haluzinogenen Drogen,erst theoretisch via Internet,dann praktisch indem er die weltweit verstreuten Nutzer aufsucht und sich dort die unterschiedlichsten Psychedelika einverleibt.Was dann passiert ist die Geschichte einer Verwandlung, die Welt zerfällt in eine Geisterwelt,feurig spukend bricht der Kopf auf.David Pinchbek gelingt es,seine Erlebnisse,die ihm in einem kaum mitteilbaren Weltinnenraum geschehen,so zu erzählen,daß ich ihm folge,ohne zu zweifeln.Selbst als es haarsträubend wird und er von einem Trip nicht runterkommt,die Geisterwelt in seinen Alltag hineinträgt,schildert er keine Fantasy,sondern genau das was sich in solch einem Fall abspielt: unheimliche Gefühle verzahnen sich in sinnvolle Zufälle und spalten die gewohnte Welt.Aus dem Spalt kriechen lauter unvorstellbare Bedeutungen.Ein umstürzender Spiegel hat dann einen bestimmten Sinn und ein Käfer im Besteckkasten ist ein Seelenvogel.Einer rationalen Kultur ist das natürlich ganz fremd,doch "in schamanistischen Kulturen gelten Synchronizitäten einhellig als Zeichen,daß man sich auf dem richtigen Weg befindet." Am Ende seiner Recherche sehen wir den Autor genau dort,auf wackligen Beinen,doch mit wackerem Mut: "Ja freilich ist es lächerlich,aber hier kommt es: Ich hatte eine klassische spirituelle Erweckung;sie wurde katalysiert durch den Gebrauch von Psychedelika,jener unterdrückten Chemikalien,die die zerschlagenen Hoffnungen einer gescheiterten Ära symbolisieren.Ich bin ein >verrückter Narrihnen<,denjenigen,mit denen diese Welt nichts mehr zu tun haben will,deren Visionen man mit Spott,Verwerfung oder Angst begegnet.Und ich fühle mich deswegen innerlich viel wohler." - Diana L. Paxson
Die Keltenkönigin
(24)Aktuelle Rezension von: MeinNameistMenschWer Shakespeare kennt wird dort wahrscheinlich schon einmal auf die Geschichte von König Lear und seinen Töchtern gestoßen sein. Die Autorin Diana L. Paxson verbindet diesen Erzählstoff nun mit den Geschichten um die Eroberung Britanniens durch die Kelten und lässt diese Umbruchszeit vor den Augen der Leser_innen lebendig werden. König Leir hat Britannien zwar mit Waffengewalt erobert, sich aber durch Heirat und Rituale auch dem Land geweiht und so die spirituelle Verbindung beibehalten. Zwei seiner Töchter träumen davon, die nun etablierte Männerherrschaft durch eine Königinnenherrschaft zu ersetzen und scheinen dem greisen König scheinbar die Treue zu geloben, die dritte hingegen - Cridilla - liebt ihren Vater so sehr, dass ihr im entscheidenden Moment keine Lüge gelingt und sie ins Exil gehen muss. Doch am Ende wird sie es sein, die die einzige ist, auf die er im Moment der Not setzen kann.
Diana L. Paxson gelingt mit "Die Keltenkönigin" ein wundervolles Buch über die spirituelle Verbindung zu einem Land, wahre Liebe und Freundschaft und auch die Kraft die unterschiedlichen Kräfte von Gött_innen. Cridilla ist mehr als nur Tochter: Sie ist auch Kriegerin, Schamanin, Priesterin und auch Liebende und gerade diese Vielfalt und ihre Treue zu ihrem Land und ihrem Vater macht das besondere dieses Buches aus. Ein sehr lohnenswertes Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann.
- Banana Yoshimoto
Lebensgeister
(86)Aktuelle Rezension von: HerbstroseZuvor waren sie noch beim Baden in einer heißen Quelle und hatten viel Spaß, dann kam der Autounfall – die achtundzwanzigjährige Sayoko überlebt schwer verletzt, ihr Freund und Lebenspartner Yoichi ist tot. Zwei Jahre braucht sie, bis die körperlichen Blessuren verheilt sind und sie wieder alleine im Leben zurechtkommt, doch sie wird nie wieder die sein, die sie vorher war. Den Schmerz ihres Verlustes versucht sie allabendlich in einer Bar zu ertränken, bis sie eines Tages merkt, dass sie mehr sehen kann als andere Menschen. Durch ihre Nahtoderfahrung lebt sie in einer anderen Sphäre, in einer Zwischenwelt, und ist plötzlich in der Lage, Verstorbene zu sehen und die Lebenden neu wahrzunehmen. „Er fehlte mir, meine Trauer war unbeschreiblich. Doch als ich das Schlimmste überstanden hatte, merkte ich auf einmal, wie sich die Welt um mich herum lichtete und durchsichtig wurde – eine verblüffende Erfahrung“ (S. 31). In diesem Bewusstseinszustand versucht sie nun, Yoichis Atelier zu räumen und seinen Nachlass zu verwalten …
Banana Yoshimoto ist der Künstlername der am 24.7.1964 in Tokio geborenen japanischen Schriftstellerin Mahoko Yoshimoto, für den sie sich aufgrund der Schönheit der roten Bananenblüten entschieden hat. Sie ist seit dem Jahr 2000 verheiratet und hat einen Sohn.
Sehr feinsinnig und empfindsam beschreibt die Autorin in diesem Buch die Zeit die ein Mensch benötigt, um Tod und Leben, den vorigen und den jetzigen Zustand, wieder in Einklang zu bringen. Die Protagonistin lebt zwischen Trauern und Hoffen, zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie lässt die schönen Erinnerungen zu und durchstreift Orte in Kyoto, an denen das Paar gemeinsam glücklich war. Sayoko wendet sich aber auch dem Heute zu, knüpft neue Freundschaften, besucht die Eltern des Verstorbenen in Tokyo und bemüht sich um ein besseres Verhältnis auch mit ihren eigenen Eltern. Sie lernt zu akzeptieren, dass der Tod allgegenwärtig ist und die Toten im Herzen weiter leben.
„Lebensgeister“ ist eine besinnliche, eine nachdenkliche Geschichte, die sich mit okkulter Gedankenwelt, japanischer Lebensanschauung und buddhistischer Denkart auseinandersetzt. Die bildhafte Schreibweise ist vielleicht etwas ungewohnt und fremdartig, hindert jedoch nicht den Lesefluss. Sich häufig wiederholende Gedanken und Erinnerungen der Protagonistin sind hier ein gutes Stilmittel, um ihre innere Zerrissenheit und Verzweiflung auszudrücken. Spezielle japanische Ausdrucksweisen und Begriffe sind durch Fußnoten erklärt, was ich als sehr hilfreich empfand.
Fazit: Ein feinfühlig geschriebenes Buch, das trotz seiner Thematik nicht traurig stimmt, sondern den Leser eher zum Nachdenken anregt.
- Tom Cowan
Die Schamanen von Avalon. Reisen in die Anderswelt der Kelten
(2)Noch keine Rezension vorhanden - Vadim Tschenze
Vadims schamanischer Kalender
(2)Aktuelle Rezension von: Engel1974Schon lange beschäftige ich mich mit alternativen Heilmethoden und bin dabei ganz besonders von den Schamanischen Methoden und Ritualen angetan. Im Buch „Vadims Schamanischer Kalender“ habe ich nun jede Menge russischer Heilrituale für das ganze Jahr gefunden. Wobei das Wort „Kalender“ im Titel etwas irreführend ist. Vielmehr handelt es sich bei diesem Buch um ein Nachschlagewerk für jeden Tag, hier werden für jeden Tag die Tagesenergie, schamanische Schutzzahl, der Tagestipenergie, Charakter und Lebensziele sowie Zeremonien und Rituale angegeben.
Zum Anfang des Buches wird in einem kurzen Kapitel die Geheimnisse des russisch – schamanischen Kalenders und die Arbeit damit beschrieben, so dass leicht fällt diesen dann später zu nutzen.
Meinung:
Vom Titel her habe ich etwas ganz anderes Erwartet, etwas in Form eines Abreißkalenders der mir in Kürze noch mehr Informationen über die Schamanischen Heilmethoden gewährt. Vorgefunden habe ich etwas ganz anderes, worüber ich aber auch nicht enttäuscht bin. Die Idee für jeden Tag des Jahres alle Rituale, Energien aufgezählt zu bekommen und dann noch fundiert hat mich überrascht und man kann sagen sogar überwältigt.
Da ich mich als Reikilehrerin viel mit spirituellen Menschen zu tun bekommen sind die Anregungen und die Arbeit mit Düften und Kräutern, aber auch die beschriebenen Zeremonien und Rituale sehr wertvoll für mich.
Insgesamt kann man sagen werden spirituelle Menschen, und Menschen die sich für alternative Heilmethoden interessieren hier eine wahren „Schatz“ finden. In dieses Buch wird man immer wieder hineinschauen, um sich Anregungen für den Tag oder schwierige Phasen im Leben zu holen.
- Galsan Tschinag
Der Wolf und die Hündin
(5)Aktuelle Rezension von: SchmiesenInhalt:
Ein ungleiches Paar - der Wolf, ein wilder Einzelkämpfer, und die Hündin, ein Hirtenhund der Nomaden. Dennoch schließen die beiden sich zusammen, lernen voneinander und gehen auf die Jagd. Doch die Menschen spüren sie auf, und nun sind sie selbst die Gejagten...
Meine Meinung:
Ein sehr poetisches kleines Büchlein, das die wunderbare Weite der Mongolei vor dem geistigen Auge aufleben lässt. Die kühle Beschreibung der grausigen Jagdszenen ist sehr ungewohnt, schafft aber die nötige Distanz. Man kann alles durch das ungerührte Auge der Natur betrachten, die eben so ist, wie sie ist. Grandios sind die vagen, dennoch hochpoetischen Gefühlsbeschreibungen der beiden Tiere. Tschinags Einfühlungs- und Vorstellungsvermögen scheint grenzenlos. Kleiner Abzug nur für teilweise falsche, unverständliche Sätze. Hier hätte der Lektor wohl ein bisschen besser aufpassen müssen.
Fazit:
Poesie für alle, die keine Gedichte mögen. Tschinag entführt in eine andere Welt, in seine Heimat: Die Mongolei. - Paul Bryers
Der Winter des Bären
(12)Aktuelle Rezension von: Henny16Eigentlich lese ich keine Krimis. Dennoch kaufte ich mir das Buch, weil ich mich für Schamanismus interessiere und auf spannende und informative Lesestunden aus war. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Paul Bryers verknüpft historische Informationen mit der Aufklärung eines mysteriösen Mordfalls rund um Ausgrabungsarbeiten in einem kleinen Küstenort im Bundesstaat Maine. Mit seinem Erzählstil erschafft er eine dichte, kühle und nebelverhangene Atmosphäre in der alles möglich scheint. Ein Sternchen abzug gibt es, weil ich manchmal bei den Dialogen den Faden verlor, da für ein und dieselbe Person unterschiedliche Namen verwendet wurden, aber ansonsten lesenswert.
- Monika Herz
Alte Heilrituale
(3)Aktuelle Rezension von: Booklover246Selbstheilung im Medizinkreis
Erscheinungstermin: 10. August 2015
Inhalt:
Seit Jahrhunderten wissen die Schamanen Nordamerikas um die Kraft des Medizinkreises – ein heiliges Feld, in dem es möglich wird, den Kontakt zu höheren Ebenen herzustellen. Monika Herz verbindet diese schamanische Weisheit mit dem uralten Heilwissen unseres Kulturraums. Sie bringt einen wahren Schatz an fast vergessenen Ritualen ans Licht, mit denen sich auf höchst wirksame Weise die Selbstheilungskräfte von Körper und Seele aktivieren lassen.
Das Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut und passt auch gut zum Inhalt. Es ist in hellblau gehalten und im Hintergrund ist ein Wald und eine Berglandschaft zu sehen.
Autoreninfo:
Monika Herz, Mutter von 5 Kindern, ist im oberbayrischen Hohenpeißenberg in einer gläubigen, christlichen Familie aufgewachsen. Schon als Kind wurde sie Zeugin von Heilerfolgen, die mit Gesundbeten bewirkt wurden. Sie arbeitet als Autorin und Heilerin mit Schwerpunkt "Spirituelle Therapie".
Meine Meinung:
Die Autorin wuchs mit Gebetsheilern im Verwandten- und Bekanntenkreis auf und suchte später nach Erklärungen für Wunderheilungen, Visionen und dem Kern der Religionen. Dabei reise sie zu spirituelle Menschen in der ganzen Welt. Ihre Reise führte sie in die Reservate Süddakotas im Westen und in Ashrams in Südindien im Osten.
Monika Herz hat eine gut verständliche Schreibweise und animiert den Leser dazu verschiedene Rituale und Meditationen durchzuführen und beschreibt genau deren Durchführung. Sie schildert eigenen Erfahrungen und ihre Erklärungen werden auch schlüssig dargelegt.
Fazit:
Dieses Buch eignet sich auch hervorragend für Anfänger, denn die jeweiligen Rituale sind einfach erklärt und leicht umzusetzen. Für mich war es eine echte Bereicherung dieses Buch zu lesen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch absolut lesenswert ist und ich freue mich schon ´darauf mehr von der Autorin zu lesen. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.
- Carlos Castaneda
Reise nach Ixtlan
(24)Aktuelle Rezension von: ElisabethBOb Carlos das alles "wirklich" erlebt hat oder nicht, spielt meines Erachtens keine Rolle, zeigt er uns doch auf, wie routiniert wir leben und wie man diese Routine ganz bewusst unterbrechen kann. Gerade das Buch "Reise nach Ixtlan" ist der optimale Einstieg zu Castanedas wundervollen Büchern. Prädikat: absolut lesenswert! - Gerhard Buzzi
Begegne deinem Krafttier
(2)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerGerhard Buzzi hat zwar ein kleines, aber denoch umfassendes Buch über Krafttiere geschrieben. Nach einer kurzen Einführung in der Buzzi erklärt was ein Krafttier ist und was es kann, erläutert er ausführlich verschiedene Methoden (Träumen, Tanzen, Trommel) mit denen man seinem Krafttier begegnen kann. Der schamanischen Reise widmet er eine eigenes Kapitel, welches sehr ausführlich beschrieben ist. Hat man sein Krafttier gefunden, gibt Buzzi eine fundierte Anleitung und viele Tipps wie man mit seinem Krafttier arbeiten und Freundschaft schliessen kann. Natürlich werden im Buch auch die Krafttiere selbst vorgestellt. 26 Tiere werden mit einem einfühlsamen Text und einem schönen Foto porträtiert. Dies ist ein Buch mit dem man sehr gut arbeiten kann. Ich finde die Texte sehr ansprechend und zutreffend. Die Anleitungen sind detailiert, einfach zu verstehen und umzusetzten.























