Bücher mit dem Tag "scharfrichter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "scharfrichter" gekennzeichnet haben.

53 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter und der Gefangene von Askaban (ISBN: 9783551557438)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Gefangene von Askaban

     (10.730)
    Aktuelle Rezension von: Verostrasza

    Dieser Teil gehört nun definitiv zu meinem Lieblingsteil! Ich finde die Bücher mit Abstand besser als die Filme, da sie zu viel aus den Büchern auslassen oder abändern.  Harry Potter lesen wird einfach NIE langweilig!

  2. Cover des Buches Geliebte der Nacht (ISBN: 9783802581304)
    Lara Adrian

    Geliebte der Nacht

     (1.267)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Wieder eine Romantasy-Geschichte mit Vampiren, an der ich mich versucht habe. Dieses Mal jedoch wurde ich positiv überrascht. Zwar verlief das meiste nach dem üblichen Schema, doch es wurden neue Ideen eingewebt, die das Ganze überraschender machten. Auch, dass es hier gegen die dem Blutrausch verfallenen der eigenen Art ging, war mal etwas anderes. Trotzdem war es im Ganzen gesehen genau das, was ich erwartet hatte. Das macht es jedoch nicht unbedingt schlecht.

    Ein guter Einstieg in die Reihe, bei der ich aber noch nicht weiß, ob ich sie weiterverfolgen werde.

  3. Cover des Buches Stadt der Finsternis - Die Nacht der Magie (ISBN: 9783802582141)
    Ilona Andrews

    Stadt der Finsternis - Die Nacht der Magie

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1

    Der Schreibstil war anfangs für mich gewöhnungsbedürftig, aber einmal eingelesen, ist er sehr flüssig. In die Story selbst kam ich nur schwer rein. Es wird mit Wörtern um sich geschmissen, deren Erklärung erst viel später oder auch gar nicht kommen. Dadurch ist man erstmal ziemlich aufgeschmissen und versteht nur Bahnhof. Das hat mich schon etwas genervt, weil es nicht grad zum Lesevergnügen beiträgt. Aber es wird irgendwann besser, denn nach und nach wird einiges dann doch erklärt, auch wenn dies häufig nur nebenbei geschieht. Ab ungefähr der Hälfte kommt dann auch richtig Spannung auf und immer wieder blitzt eine gute Portion Humor hervor. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, könnten aber manchmal etwas mehr Tiefe gebrauchen. Aber vielleicht kommt das noch mit den Folgebänden.

    Gute 3,5 Sterne vergebe ich hier

  4. Cover des Buches Die Meisterin: Der Beginn (ISBN: 9783426226759)
    Markus Heitz

    Die Meisterin: Der Beginn

     (64)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Ich mochte Markus Heitz durch seine früheren Werke bereits unglaublich gern.

    Deshalb wanderte seine neue Mystery Thriller Reihe auch sofort auf meine Liste.


    Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr einnehmend und fesselnd. 

    Die Atmosphäre mystisch, düster und beklemmend. 

    Man bekommt hier eine bunte Vielfalt an Charakteren geboten, doch den meisten Eindruck haben bei mir Geneve, Alessandro und Dara hinterlassen. 

    Manche sind nicht so sehr mit Tiefe geprägt, aber was sie tun und wie sie es tun, brennt sich unwiderruflich ein. So das man direkt begeistert ist.

    Dara z.b. hat keinen allzu großen Auftritt, dennoch hat mich ihre Art einfach total begeistert und mitgerissen. 

    Andere Charaktere wiederum hatte ich sofort wieder vergessen, weil sie mir persönlich einfach nichts gegeben haben.

    Anders Geneve und Alessandro.

    Ich mochte beide auf Anhieb.

    Besonders Geneve hat mich mit ihrer Menschlichkeit und Wärme total mitgerissen und berührt. 

    Bei Alessandro wusste ich eigentlich gar nicht so genau, warum ich ihn so gern mochte, ich tat es einfach.

    Vielleicht weil er etwas ehrliches und reines an sich hatte.

    Insgesamt sehr greifbare und vielschichtige Charaktere. Aufgrund der Vielzahl an Protagonisten gingen einige etwas unter, weil sie nicht allzu intensiv gezeichnet wurden, was aber im Endeffekt nicht wirklich schlimm ist.


    Der Einstieg fiel mir total leicht.

    Die Handlung begann sofort sehr spannend und ich war direkt infiziert. 

    Ich mochte die Idee mit der Kirche und dem Vatikan Ermittler sehr gern. Weil es zeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. 

    Hier bilden sich enorm viele Gräben und diese haben es definitiv in sich.

    Des Weiteren bekommen wir es mit der Fehde der Bugattis und Cornelius' zutun.

    Zunächst kann man sich keinen Reim darauf machen, warum und weshalb das so ist. Doch der Autor versteht es meisterhaft den Hintergründen nach und nach auf die Spur zu kommen. Was enorm interessant zu beobachten ist.

    Geneve will mit dem Ganzen eigentlich gar nichts zutun haben. Aber sie kann die Füße nicht still halten, weil es sie durch die Ermordung ihres Bruders unmittelbar betrifft. 


    Mir hat vor allem die Zusammenarbeit zwischen Geneve und Alessandro unglaublich gut gefallen. 

    Denn die Spannung zog dadurch immens an und es gab einfach auch richtige schöne Momente, in denen Geneves starke Persönlichkeit sehr gut hervorkam.

    Probleme hatte ich anfangs mit den unterschiedlichen magischen Wesen, weil es so viel wirkte. Aber es war ein elementarer Bestandteil, da ja Geneve auch unsterblich ist. Und alles ja irgendwie miteinander zusammenhängt. 

    Und man gewöhnt sich irgendwann daran.

    Zudem gab es ziemlich interessante und faszinierende Aspekte zu beobachten, da hätte ich mir jedoch noch eine etwas intensivere Betrachtung gewünscht. 


    Etwas Probleme hatte ich mit Vergangenheit und Gegenwart, da ich oft nicht wusste, wo ich jetzt eigentlich bin.

    Die Erklärungen dahinter mochte ich jedoch unglaublich gern.

    Dennoch hat die Story unglaublich viel Vibe und Feuer im Blut.

    Durch Geneves wundervolles Wesen kommen auch die Emotionen nicht zu kurz.

    Der Autor versteht es doch die ein oder andere Wendung zu erzielen, so dass die Handlung auch nicht ins stocken Gerät.

    Die Story selbst hat einen runden Abschluss. 

    Als Auftakt dieser Trilogie hat es mir enorm gut gefallen und ich bin mega gespannt wie es weitergeht.


    Fazit:

    Markus Heitz bringt mit "Die Meisterin" eine etwas andere Reihe an den Start, die mich fast ausnahmslos mitgerissen und begeistert hat.

    Eine alte Fehde, magische Wesen und überall lauert Tod und Gefahr.

    Klingt gut, ist es auch.

    Obwohl der Autor es wirklich gut ausgearbeitet hat, hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Tiefgang und Intensität gewünscht. 

    Fakt ist jedoch, Geneve ist eine herausragende Persönlichkeit, die mich mit ihrer Art absolut begeistert hat.

    Eine gelungener und sehr nervenaufreibender Auftakt seiner Mystery Thriller Reihe, bei der jedoch noch etwas Luft nach oben ist.

    Ich bin gespannt auf mehr.

  5. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf (ISBN: 9783548288376)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

     (79)
    Aktuelle Rezension von: liselotte20

    Als Jakob Kuisl zu einem Henkerstreffen in München gerufen wird ist seine Freude groß. Dort angekommen erfährt er von mehreren Morden die die Handschrift eines Schafrichters tragen. Selbst zum Verdächtigen geworden fängt er wieder an zu ermitteln. Auch Barbara seine Tochter ist mitgekommen für die der Henker einen Ehemann suchen will. Ein aufregendes neues Abenteuer beginnt und es erwarten den Leser viele unerwartete Handlungssträngen. Wie gewohnt ermittelt der schrullige Schafrichter mit Witz, Herz und Verstand. Dem Autor gelingt es wie immer die Geschichte Historisch Korrekt und mit viel Liebe zum Detail wiederzugeben. Als absoluter Fan dieser Reihe war dieses Buch ein Muss. Keineswegs lassen die Bucher mit der Zeit nach,im Gegenteil jeder Neue Band ist anderes aufregend und es gibt immer viele Geschichten rund um den Henker und seine Familie zu erzählen.

  6. Cover des Buches Die Henkerstochter (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter

     (307)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Ein unterhaltsamer historischer Roman vermischt mit vielen Fiktiven Begebenheiten. Leichte Lektüre die schnell gelesen werden kann. Eigentlich spielt in dem Buch der Henker J.Kuisl die Hauptrolle, warum das Buch Die Henkerstochter heißt bleibt ein Geheimnis des Autors.

  7. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

     (162)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaP

    Nachdem ich den ersten Teil gelesen hatte und total begeistert war, habe ich mir die Folgebände gebraucht gekauft.
    Auch hier beim 2. Teil wurde ich von dem fesselnden Prolog sofort ins Jahr 1660 entführt und in den Bann bis zum Epilog und Nachwort gezogen.

    Bekannte Charaktere trifft man erneut, aber auch viele neue kamen dazu.
    Ein Giftmord an den Pfarrer, Händler werden ausgeraubt und ermordet, viele Rätsel müssen gelöst werden und Magdalena in großer Gefahr.
    Was haben all diese Ereignisse nur gemeinsam? Was haben die Templer damit zu tun? Wer steckt hinter der oder den Räubern?
    Alles wird bis zum Epilog hin aufgelöst und ich hätte nicht gerechnet, dass eine bestimmte Person ein falsches Spiel spielt.

    Historisches sehr gut recherchiert, Ahnen des Autors, (die Kuisl Familie gab und gibt es wirklich).

    Bilder entstehen sehr gut durch den fantastischen Schreibstil.
    Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne für diese tolle Fortsetzung

  8. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (241)
    Aktuelle Rezension von: BookishJulii
    Als absoluter geschichtlicher Fan von Anne Boleyn und ihrer Schwester und allen Film- und Serienadaptionen die es zu diesen historischen Figuren gibt, musste ich natürlich auch das Buch dazu lesen. Der Film zu diesem Roman hat mich schon auf ganzer Länge überzeugt und auch das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte ist sicher bekannt: Obwohl zuerst Anne Boleyn für den König Heinrich VIII auserwählt wurde, verliebt sich dieser in ihre Schwester Mary. Er nimmt sie als seine Mätresse mit zu sich in den Palast, wo sie streng nach Protokoll und den Anweisungen ihrer Familie dem König dienlich sein muss. Doch als sie schwanger wird und ihm eine Tochter gebärt, verliert er das Interesse an ihr. Danach tut Anne alles in ihrer Macht stehende, um den König um ihren Finger zu wickeln. 

    Die Geschichte ist voller Intrigen und Ränkespiele innerhalb des Palastes. Die Familie verschachert ihre beiden Töchter als Lustgespielinnen für den König, ganz egal wie viel sie dafür aufs Spiel setzen. Der König ist wie ein verzogener Bengel, Anne dagegen wie ein störrisches Kind, das solange bockt bis sie bekommt was sie will.
    Marys Geschichte ist herzergreifend und zeigt Wendungen und Schicksalsschläge, die mir im Film verborgen blieben.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und fand es grandios. Es ließ mich nicht nur einmal mit absoluter Gänsehaut zurück. Ein Muss für alle, die englische Geschichte lieben.
  9. Cover des Buches Die Henkerstochter und das Spiel des Todes (ISBN: 9783548287379)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und das Spiel des Todes

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Tudde

    Der Roman war leicht lesbar und kurzweilig. Er hatte überraschende Wendungen, so daß ich mich gut unterhalten fühlte. Als einzig Negatives kann ich anführen, daß der Autor viele neuzeitliche Redewendungen und Ausdrücke gebrauchte. So sprach man bestimmt nicht im 17. Jahrhundert. Teilweise war es doch sehr befremdlich und paßte gar nicht.

  10. Cover des Buches Die Ratsherrentochter (ISBN: 9783839215029)
    Petra Waldherr

    Die Ratsherrentochter

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Durch die Heirat ihrer Mutter müssen auch die 20jährige Anna, ihr Bruder Peter und die treue Magd Walburga ihre Heimat verlassen und im Februar 1523 nach Wymphen, dem Wohnort ihres Stiefvaters und Ratsherren Steffen Brel ziehen. Bereits wenige Monate nach ihrer Ankunft wird Anna durch eine gemeine Intrige des Mordes beschuldigt und zum Tod durch das Schwert verurteilt. Der junge Scharfrichter Michael Kremer soll sie hinrichten, doch er hat sich bereits seit Annas Ankunft in Wymphen heimlich in die hübsche junge Frau verliebt. So macht er von seinem Recht der „Freibitte“ Gebrauch, sie zu ehelichen und so vor der Hinrichtung zu bewahren. Damit entgeht Anna zwar dem Tode, lebt aber nun als Weib eines Henkers ausgestoßen und verachtet am Rande der Gesellschaft. Verzweifelt versucht sie, mit Michaels Hilfe, den wahren Mörder zu entlarven. Wird ihnen das gelingen und wird Anna ihre bürgerlichen Rechte zurück erhalten? … 

    Die Autorin Petra Waldherr wurde 1974 in Möckmühl (Kreis Heilbronn) geboren. Sie ist in der Finanzbuchhaltung tätig und schreibt nebenher historische Geschichten aus einer Vergangenheit, die sie schon immer faszinierte. Neue Ideen dafür findet sie in der Natur ihrer schönen Heimat, wo auch die Schauplätze des Romans „Die Ratsherrentochter“ angesiedelt sind. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Süddeutschland nahe der Burgenstraße und der Württembergischen Weinstraße. 

    In einem angenehm gefälligen Schreibstil, die wörtliche Rede leicht der Zeit angepasst, entführt uns die Autorin ins ausgehende Mittelalter und lässt uns am damaligen Leben teilhaben. Da sie dabei sehr gut recherchiert hat und auch die örtlichen Gegebenheiten stimmen, kann man gut in das Geschehen eintauchen und fühlt sich bald selbst als Bewohner von Wymphen. Man erhält Einblick in das alltägliche Leben, erfährt Aufschlussreiches über den Beruf des Henkers, ist beim Sammeln von Kräutern dabei und lernt ganz nebenbei noch die Herstellung von Seife. Eine einfühlsame Liebesgeschichte und die spannende Verfolgung des tatsächlichen Mörders sind die Grundlage des Romans und machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Neben den fiktiven Protagonisten sind auch einige historische Personen in die Handlung einbezogen. Diese sind am Ende des Buches gelistet. Ein Glossar über die wichtigsten damals verwendeten Begriffe und ihre Bedeutung ist ebenfalls im Anhang zu finden. 

    Fazit: Ein historischer Roman vom Feinsten, informativ und unterhaltsam. 

  11. Cover des Buches Rabenfraß (ISBN: 9783839218327)
    Biggi Rist

    Rabenfraß

     (23)
    Aktuelle Rezension von: chipsletty
    Hölzle hat Urlaub, 4 Wochen.Eigentlich wollte er diese mit seiner Christiane in Australien verbringen, aber wie das Leben so spielt, kommt es meist anders als man denkt. Hölzle ist ausgezogen und er und Christiane haben sich getrennt. Zu groß war die Eifersucht und die Unstimmigkeiten. Es war doch eigentlich überhaupt nichts passiert mit Sabine Adler-Petersen. Hätte mal Heiner nur nicht Sabine diesen Gefallen getan.

    Da ihm zusätzlich noch ein vergangener Fall nachhängt, beschließt Hölzle, wenn es schon nicht Australien wird, dann sollen es 14 Tage entspannter Wanderurlaub im Harz werden. Die Harzer wird es freuen, dass man ihre schöne Gegend als Ersatz für Australien betrachtet.

    In einem kleinen Gasthof angekommen, ist Heiner auch gleich mit ganzer kriminalistischer Aufmerksamkeit dabei, so ganz kann man das als leidenschaftlicher Polizist wohl nicht ablegen. In dem kleinen Dorf, in dem er untergekommen ist, ist eine junge Frau bestialisch ermordet worden. Der passende Täter wird auch gleich verhaftet. Ein eifersüchtiger Ehemann hat immer ein Motiv und den hat passenderweise das Opfer auch gehabt. Das Dorf ist entsetzt, hätte man es doch niemals dem Ehemann zugetraut! Gleich am Stammtisch aufgenommen, hört sich Hölzle ein bissel um, und auch ihm kommt die Sache doch zu „glatt“ vor. Er beginnt sich mal ein bissel umzuschauen.

    Da er ja nebenbei auch noch ein bissel Urlaub machen will, besucht er all die schönen Städte, die der Harz rund um sein Urlaubsdomizil zu bieten hat. Dabei erfährt er, dass die Harzer ein sehr mordlustiges Völkchen sein müssen, denn in der Vergangenheit sind in der Gegend noch mehr seltsame Morde geschehen.

    Bei einem Besuch in dem wunderschönen Städtchen Quedlinburg findet Hölzle in einer Buchhandlung eine sehr interessante Lektüre und stellt fest, dass die Morde in der Vergangenheit und auch der jüngste Mord erstaunliche Ähnlichkeiten mit mittelalterlichen Hinrichtungsmethoden haben. Haben denn all die Opfer auch etwas mit dem Grund für diese Hinrichtungsmethoden gemeinsam? Ist Hölzle in seinem Urlaub einem Serienkiller auf der Spur, der sein Unheil im beschaulichen Harz anrichtet?

    Ungeahnte Hilfe naht aus Bremen. Zu Anfang ist sich Heiner nicht sicher, ob er diesen Überraschungsgast freudig empfangen oder doch lieber gleich wieder zurück an die schöne Weser schicken soll, aber dann wird es doch noch ganz nett! Er hat nicht nur eine hervorragende Hilfe bei der Mördersuche, sondern auch noch sehr angenehme Gesellschaft in den doch im Harz zu dieser Zeit oft empfindlich kalten Nächten.

    So langsam kommt er dem Täter immer näher und plötzlich gerät er selber ins Visier und gerät in tödliche Gefahr!

    Kann Hölzle weitere Morde verhindern und unschuldig Verurteilten zu Gerechtigkeit verhelfen? Kann er sich selber aus  der Gefahrenzone bringen und am Ende doch noch ein paar Tage entspannten Urlaub genießen, und was wird mit ihm und dem netten Überraschungsgast?

    Wenn ich einen Krimi lesen möchte, der mich richtig fesselt, dann habe ich da so eine Hand voll Autoren wo ich mir sicher bin, dass mich das Buch so fesselt, das ich es nicht aus der Hand legen werde. Zu diesen Autoren gehören auch Biggi Rist und Liliane Skalecki. Alle Krimis aus der Feder dieses sympathischen Duos haben mich bisher beim Lesen alles um mich herum vergessen lassen.  Mit entspannter Lesezeit ausgestattet war der Krimi dann auch in anderthalb Tagen weggelesen. Wie immer war ich total begeistert.

    Den beiden Autoren ist es wie immer gelungen, den Spannungsbogen weit oben zu halten und sogar noch zu steigern. Ich hatte mir ja schon so gut ausgemalt, wer mein Serienkiller ist und musste wieder mal feststellen, dass mich die beiden Krimispezialisten am Ende mehr als überraschten. Als es zum Showdown auf Harzer Bergen kam, musste ich erstmal mein Buch weglegen und ein „Ach Ne? Echt? Der?“ in den Raum werfen! Es ist den beiden Autorinnen nicht nur gelungen mich wieder zu überraschen, sondern sie haben auch dem Hauptprotagonisten noch mehr Kontur gegeben und mein Bild von Heiner Hölzle, dem Schwaben in Bremen, hat sich nochmal gewandelt. Fast alleine im Mittelpunkt der Ermittlungen, lernt man ihn nochmal anders kennen und auch amouröse Abenteuer sind ihm da nicht fremd. Ich selber war zwar schon im Harz, aber nach diesem Buch drängt es mich geradezu dort einen Urlaub zu verbringen. Liliane Skalecki und Biggi Rist ist es gelungen, einen kleinen Reiseführer mit in das Krimigeschehen einzubauen. Perfekt recherchiert zeigen sie dem Leser nicht nur die Abgründe der menschlichen Seele, sondern auch einige der schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten des Harzes. Die genaue Vorbereitung und die genaue Beschreibung der Orte des Geschehens zeigte sich ja schon in den vorangegangenen Krimis um den schwäbisch-bremerischen Hauptkommissar, aber hier wird es nochmal deutlich wie sorgfältig das Duo vorgeht. Denn um den Harz so genau zu beschreiben und auch stimmungsbildlich einzufangen, muss man schon einige Zeit dort verbringen und sich genau umschauen! Im Anschluss an das Lesen wundere ich mich auch überhaupt nicht, dass dieses Buch aus dem Gmeiner Verlag dort in fast jeder Touristeninfo und in den Buchläden zu haben ist. Aber hat mich das überhaupt gewundert…?
    Eine klare Leseempfehlung!
  12. Cover des Buches Die Henkerin (ISBN: 9783404166329)
    Sabine Martin

    Die Henkerin

     (105)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    Zunächst ein kleiner Hinweis: Ich habe "Die Henkerin" als Hörbuch gehört und dieses ist anscheinend gekürzt gewesen.


    Ich habe mich ein bisschen schwer getan in die Geschichte zu finden, doch dann fand ich "Die Henkerin" von Sabine Martin (übrigens keine Autorin, sondern ein Autorenduo) wirklich unterhaltsam. Ich mochte die Protagonistin sehr gerne und fand ihre Entwicklung ziemlich interessant. Ob ihre Handlungen alle realistisch sind wage ich zwar zu bezweifeln, aber das finde ich in diesem Fall gar nicht mal so schlimm.

    Ich möchte die Reihe auf jeden Fall fortsetzen und freue mich schon auf Teil 2.

  13. Cover des Buches Titan (ISBN: 9783453419360)
    Robert Harris

    Titan

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Robert Harris ist für mich eigentlich ein Autor, zu dem ich greife, wenn ich Spannung, Historisches lesen will. Bisher las ich "Pompeji" und " Konklave". Das ist mein drittes Buch und ich wurde wieder nicht enttäuscht.  

    Hier erzählt Harris aus der Sicht von Ciceros Sklaven und Schreiber Tiro den Aufstieg Ciceros im Senat zum Konsul und auch dessen Leben als Anwalt. Allen Widrigkeiten stellt er sich mit schlauen Schachzügen entgegen und schafft es, so manchen Gegner mit Wort und Tat zu schlagen. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere jedoch werden seine politischen Gegner zahlreicher und gefährlicher. Cäsar gewinnt zunehmend an Macht und erhält Legionen, Clodius stachelt das Volk gegen Cicero auf und der einst so mächtige Heerführer Pompeius scheint zu schrumpfen. Spannender historischer Politthriller mit wenigen Längen.

  14. Cover des Buches Die Henkerstochter und der König der Bettler (ISBN: 9783548612324)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Es geht weiter mit dem dritten Teil der Geschichte des Henkers Jakob Kuisl und seiner Tochter Magdalena.

    Den Scharfrichter Jakob Kuisl hat es ja tatsächlich gegeben, und er stammt aus einer der wohl bekanntesten bayerischen Henkersdynastien. 

    Kurz zur Geschichte:

    Dieses Mal entführt uns der Autor Oliver Pötzsch nach Regensburg Anno 1662; der Schongauer Henker bekommt Post von seiner jüngeren Schwester, die in Regensburg mit einem Bader verheiratet ist. Aus dem Brief geht hervor, dass es seiner Schwester gesundheitlich sehr schlecht geht und so macht sich Jakob Kuisl, wohlwissentlich dass er seine Scharfrichterstelle in Schongau ohne Genehmigung nicht verlassen darf und sich sicherlich Ärger einhandeln wird, auf den Weg nach Regensburg. Schon auf dem Weg dorthin, welcher ihn per Floß auf der Donau nach Regensburg bringt, wird Kuisl das Gefühl nicht los, das etwas nicht stimmt. Kaum in Regensburg angelangt beginnt der Ärger für Jakob Kuisl und er merkt, dass er in eine Falle getappt ist. Aber wer hat ihm diese Falle gestellt und warum?

    Es beginnt für mich als Leser wieder eine turbulente und spannende Geschichte, in der ich dem Jakob Kuisl gerne helfen möchte. Jetzt sitzt er eingesperrt im Regensburger Gefängnis und ihn erwartet der Regensburger Henker.  Was ihm droht ist ihm als Henker wohlbekannt. Er darf nur einfach nicht gestehen für etwas, das er nicht getan hat. Aber wer soll ihm denn zu Hilfe kommen. 

    Der Roman spielt wieder, und das schätze ich sehr an dieser Reihe, an wirklich gut recherchierten, geschichtlich belegbaren Orten, Plätzen und Stellen. 

    Dieses mal kann Jakob Kuisl nicht viel selbst ausrichten, und ist somit auf Hilfe von anderen angewiesen. Ein wildes, undurchsichtiges Katz-und-Maus-Spiel beginnt und selbst für mich als Leser bleibt lange verborgen, wer ist Freund und wer ist Feind, wer meint es gut mit unserem Henker, seiner Tochter Magdalena und ihrem Simon Frohnwieser? Turbulent geht es allemal zu in Regensburg.

    Das Cover ist wieder gelungen in bewährter Art und Weise und der Roman liest sich ob des guten Schreibstils wieder flüssig. Ich muss es so sagen: Ich bin ein  Fan von Oliver Pötzsch und seiner Henkerstochter. 

    Auch in diesem dritten Teil gelingt es dem Autor die Spannung schnell aufzubauen und bis zum Schluss beizubehalten, viele unerwartete Wendungen, viele verschiedene Personen aus ebenso vielen Schichten der damaligen Zeit begegnen mir in Regensburg und wieder gelingt es Oliver Pötzsch ein sehr gutes und spannendes Finale am Ende zu präsentieren.

    Ich finde die vielen kleinen Nebenschauplätze, die vielen Gestalten in Regensburg sehr abwechslungsreich und sie passen sehr gut ins große Ganze und ergeben so ein gutes Gesamtkonzept. Aber dieser Teil hat ein paar Längen, die es tapfer zu bestehen gilt, und auch hier ist Kuisls Tochter Magdalena in ihrem Handeln wieder naiv und äußerst töricht, („störrisches Weibsbild“) was mich teilweise gestresst hat, was dem Roman aber irgendwie auch gut tut.

    Mit gefallen die  Originalschauplätze, auch wenn Heute vielleicht nicht mehr alles vor Ort zu finden ist. Aber wieder findet sich im Epilog  eine ausführliche und sehr schöne Beschreibung über die Örtlichkeiten vor Ort und wer Regensburg noch nicht kennt, sollte sich diesen Band unbedingt holen und Regensburg zu Fuß erkunden. Man wird sicherlich nicht enttäuscht werden.

    Also auch Heute wieder eine klare Leseempfehlung für den dritten Teil.

  15. Cover des Buches Die Versuchung der Ratsherrentochter (ISBN: 9783839221600)
    Petra Waldherr

    Die Versuchung der Ratsherrentochter

     (23)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaBe

    Die Versuchung der Ratsherrentochter geschrieben von der Autorin Petra Waldherr ist der Nachfolgeband zu Die Ratsherrentochter. Die Geschichte rund um Anna und Michael wird weiter erzählt und beide wollen einen Neuanfang in Haydelberch starten. Nicht ganz freiwillig nehmen sie die Hübschlerin Bertha und den Jungen Jost mit. Auf ihrem Weg geraten sie in den Strudel eines Todesfalls und müssen um ihr Leben fürchten.


    Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte hinein gekommen da es einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse des Vorbandes gibt. Die Geschichte selber wird flüssig erzählt und die Handlung geht beständig voran. Wobei es immer wieder Längen durch ausführliche Beschreibungen gibt, die der Geschichte ein wenig die Fahrt nehmen. Da hätte es an einigen Stellen straffer zugehen können. Die Hauptakteure werden gut und mit Tiefe dargestellt, weitere Personen bleiben eher flach, aber das stört nicht, weil sie zur eigentlichen Geschichte nicht so viel beitragen. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar das Personen und Begriffe aufführt und erklärt. Wer historische Romane mag wird Die Versuchung der Ratsherrentochter mit Vergnügen lesen, obwohl es einige Längen gibt.

  16. Cover des Buches Bittersüße Tode (ISBN: 9783404770809)
    Laurell K. Hamilton

    Bittersüße Tode

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieses Buch habe ich schon sehr lange auf meinem Print Sub. Es wurde mir damals (ca 2013) empfohlen da ich gerade eine der berüchtigten "Vampirphasen" durchgemacht habe.

    Die Rezension nun viele Jahre später fällt mir nicht leicht, der Einstieg in die Story fiel mir auch nicht leicht und ich bin mit den Charakteren leider gar nicht warm geworden. Es war keiner im ganzen Buch an dem ich mich festhalten konnte, der greifbar war. Alle waren unnahbar und total uninteressant.

    Anita Blake ist eine berüchtigte Vampirjägerin, eine die nichts umhaut und die vor kaum etwas Angst hat. Sie hatte immer (ich meine wirklich IMMER) einen Spruch auf den Lippen - in den meisten Fällen fand ich die total unpassend und einfach nur wie von einem pubertierenden Teenie der seine Grenzen austesten möchte. Es war nicht witzig - es war nervig.

    Die Charaktere waren nicht wirklich ausgearbeitet und es gab absolut keine Weiterentwicklung. Ich habe nix gespürt, war überhaupt nicht in der Story drin - sie plätscherte an mir vorüber ohne mich anzusprechen. Sie entwickelte sich furchtbar langsam und es dauerte eine schiere Unendlichkeit bis sie endlich auf den Obermufti der Vampire traf und ihren Auftrag bekommen hat. Von da an wurds teilweise etwas spannender und es kam ein wenig Action auf, aber nicht wirklich genug. Wie es weitergeht war mir eigentlich egal, die Charaktere waren mir einfach egal - das ist so schade, weil diese Reihe so hochgelobt war (und ich noch 4 weitere Bände davon besitze) aber ich bin sicher, dass ich sie nicht weiter verfolgen werde.

    Es tut mir leid, ich weiß dass viele Fans der Reihe nun aufschreien werden, aber ich kann nicht mehr als 2 Sterne geben. Und dieses mal KEINE Leseempfehlung von mir.
  17. Cover des Buches Die Pestheilerin von Straßburg: Die Straßburg-Saga Band 2: Historischer Roman (ISBN: B08B7KCBCL)
    Heidrun Hurst

    Die Pestheilerin von Straßburg: Die Straßburg-Saga Band 2: Historischer Roman

     (28)
    Aktuelle Rezension von: L_Ryan

    Oh man, diese Buchreihe war so schön und ich werde die Charaktere sehr vermissen. Man leidet mit ihnen, freut sich für sie und rätselt mit.
    Die Straßburg Reihe kann ich wärmstens empfehlen! 

  18. Cover des Buches Brennen muss die Hexe (ISBN: 9783426508558)
    Sven Koch

    Brennen muss die Hexe

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Andie

    Spannend von der ersten Seite an. Gleich von Beginn an ist man mitten im Geschehen, am Schauplatz des ersten Verbrechens. Sven Koch versteht es, den Leser sofort zu fesseln. Am Liebsten wollte ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Auf detaillierte Art und Weise beschreibt er, was mit den Opfern passiert. Ich konnte regelrecht den Schmerz nachvollziehen, den er den Frauen zufügte.

    Das Buch war bis zum Schluss spannend, man konnte nicht sagen, wer der Täter ist. Immer wieder kommen neue potenzielle Täter zum Vorschein, nur wer wirklich dahinter steckt, darauf kommt man nicht. Warum tötet der Mörder die Frauen, warum verbrennt er sie wie Hexen? Und was hat das ganze mit dem Fluch des ehemaligen Scharfrichters von Lemfeld zu tun? Diese Fragen gehen einem die ganze Zeit durch dem Kopf.

    Der Autor versteht es sehr gut, die Spannung bis zum Schluss zu halten. Selbst das Finale endet mit einem großen Knall und es ist nicht sicher, wer siegt – das Gute oder das Böse. Genau so stelle ich mir einen guten Krimi vor. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher von Sven Koch lesen.

  19. Cover des Buches Der Henker von Lemgo (ISBN: 9783897058644)
    Bettina Szrama

    Der Henker von Lemgo

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Karina_Lenhart
    Ich war von Anfang an gefesselt. Maria ist eine extrem starke Frau, die allen Vorwürfen trotzt. David finde ich super sympathisch, seine Gefühle zu Maria... Respekt, dass er ihr im Bezug auf Hermann hilft. Das Ende war ziemlich brutal, ich hätte nicht mit diesem Finale gerechnet
  20. Cover des Buches Henkersmarie (ISBN: 9783499268403)
    Astrid Fritz

    Henkersmarie

     (56)
    Aktuelle Rezension von: MarySophie

    Handlung:

    Maria wird um 1528 als Tochter des Rothenburger Scharfrichters geboren. Zusammen mit ihren beiden Brüdern wächst sie in einfachen Verhältnissen heran und wird schon im Kindesalter damit konfrontiert, dass die Bürger die Henkersfamilie scheuen und meiden. Doch bisher ist Maria noch zu jung, um die Geschichte ihrer Herkunft zu verstehen. Auch über den Beruf des Vaters besitzt sie nur wenige Kenntnisse.

    Dies ändert sich, als sich der Vater dazu entschließt, seine einzige Tochter mit auf eine Hinrichtung zu nehmen. Maria ist entsetzt von den Szenen, die sich vor ihren Augen abspielen. Sie ist fest dazu entschlossen, aus dieser Welt auszubrechen und ein anderes Leben zu führen. Ein Leben, in dem sie zu den normalen Bürgern gehört und sich nicht mehr als Henkerstochter zu erkennen lassen hat. Doch ihre Eltern haben andere Pläne mit der Tochter. Sie planen die Hochzeit von Maria mit dem Freiburger Henker. Wird es Maria gelingen, sich ihrem Schicksal zu entziehen?

    Meinung:
    Seitdem ich das erste Mal den Klapptext gelesen hatte, ging mir der Roman einfach nicht mehr aus dem Kopf. Er hat mich sofort angesprochen und am liebsten hätte ich ihn mir sofort gekauft, um in die Geschichte einzutauchen. Doch erst vor einigen Wochen hatte ich mir den Roman dann tatsächlich gekauft und mich riesig darauf gefreut, endlich mit dem Lesen zu beginnen und mich davon zu überzeugen, ob die Geschichte wirklich so spannend ist, wie ich es mir vorgestellt habe.


    Schon nach wenigen Seiten hat mir die Geschichte gut gefallen und ich habe mich auf das Weiterlesen gefreut. Dazu beigetragen hat besonders die tolle Schreibweise, welche ein flüssiges Lesen ermöglicht hat und die Ereignisse eindrucksvoll dargestellt hat. Außerdem wurden noch Begriffe eingebunden, die aus der Zeit des Mittelalters stammen und dem ganzen Roman viel Authentizität verliehen haben. Alle Begriffe, die heutzutage nicht mehr umgangssprachlich sind, wurden im Glossar erklärt, welches sich am Ende des Romans befindet.


    Meine Erwartungen an dem Roman waren andere. Ich hatte erwartet, dass man als Leser Maria in einem jugendlichen und für die damalige Zeit heiratsfähigen Alter kennenlernt und während dieser Zeit ihren Kampf gegen die gesellschaftlichen Konventionen miterlebt. Doch die Geschichte war anders und hat mich positiv überrascht. Man lernt Maria als kleines Kind von fünf Jahren kennen und kann ihr beim auwachsen und erwachsen werden zusehen. Dabei fand ich es sehr gelungen dargestellt, wie sich das Mädchen verändert hat und reifer geworden ist. Ein Stück lernt man den ersten Teil von Marias Lebensgeschichte kennen, von einem zarten Alter von fünf Jahren, bis zu ihrem 18 Lebensjahr.


    Die Protagonisten fand ich alle sehr lebendig und einzigartig, besonders gefallen hat mir der Einblick in das Leben einer Henkersfamilie mit allen positiven, aber auch negativen Aspekten. Die Dynamik, welche in der Familie von Maria geherrscht hat, empfand ich als authentisch und eindrucksvoll dargestellt. Es wirkte sehr natürlich und nicht gestellt oder zu erfunden.

    Besonders die erwachsenen Charakter sind sich selbst treu geblieben und haben ihre Prinzipien verfolgt. Die kindlichen Personen, allen voran Maria und ihre beiden Brüder haben eine Wandlung vollzogen und verschiedene Phasen durchgemacht, eh sie sich am Ende selbst gefunden haben.


    Astrid Fritz ist es gelungen, das Schicksal einer Henkersfamilie eindringlich wiederzugeben und nicht zu beschönigen. Mir war schon vor dem Lesen des Romans bewusst, dass die Familien gemieden und von dem Volk gefürchtet wurden. Jedoch waren auch viele Aspekte dabei, die mir unbekannt waren, u.a. dass die Henker auch noch diverse andere Aufgaben hatten, u.a. hatten sie die Aufsicht über die Prostituierten in der Stadt und waren dafür zuständig, um tote Tiere zu entsorgen. Auch von der Gesellschaft wurden sie gemieden, durften die Kirchen erst betreten, wenn alle anderen Bürger ihren Platz eingenommen hatten oder durften bestimmte Kneipen gar nicht erst betreten oder mussten viel Abstand zu den anderen Bürgern halten. Hierbei gab es immer wieder Erwähnungen dessen, dass sich kein Henker sein Amt aussuchte, sondern dies vererbt wurde. Diesen Fakt finde ich unglaublich wichtig und musste ihn mir während des Lesens immer wieder selbst vor Augen führen.

    Fazit:
    Meine hohen Erwartungen an den Roman wurden vollkommen erfüllt. Er hat mich nicht nur wunderbar unterhalten, sondern mir gleichzeitig auch neue Fakten vermittelt, die mir vorher unbekannt waren. Ein toller Roman, der eindrucksvoll das Leben einer Scharfrichterfamilie wiedergibt!

  21. Cover des Buches Der Puppenkönig (ISBN: 9783426509623)
    Wolf Serno

    Der Puppenkönig

     (78)
    Aktuelle Rezension von: smutcop
    Offensichtlich gespaltene Persönlichkeiten, sorgen in der Stadt an der Elbe für eine Reihe grausamer Morde. Was tun, wenn es dieses Krankheitsbild noch gar nicht gibt und wen dafür hinrichten?
  22. Cover des Buches Die Tochter des Gewürzhändlers (ISBN: 9783740802196)
  23. Cover des Buches Tanz der Toten (ISBN: 9783404156269)
    Laurell K. Hamilton

    Tanz der Toten

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Anita Blake 06: Als hätte Anita nicht auch so schon genug Probleme, hat jemand eine halbe Million auf Anitas Kopf ausgesetzt. Edward der Kopfgeldjäger hat den Auftrag abgelehnt und beschützt sie stattdessen. Eine schöne Abwechslung, dass Anita mal Gejagte statt Jägerin ist. Aber Anita wäre nicht Anita, würde sie den Spieß nicht umdrehen. Sie erfährt außerdem, dass sie mehr Macht über die Toten hat, als sie dachte. Und dass auch die Untoten (Vampire) zu den Toten gehören, was einer Totenbeschwörung eine ganz neue Richtung gibt. ...

    Diesmal halten sich alle Beteiligten mit endlosem Gequatsche auf  - es wird gegrübelt und diskutiert, meist ohne ein Ergebnis. Besonders was die Beziehungsfragen betrifft. Das ist zwar legitim und realistisch, aber manchmal möchte man dabei die Augen verdrehen. Und dieser ganze Rudelmist mit Werwölfen und Werleoparden ist einfach nicht meine Welt. Aber zum Glück reißt mein Lieblingsvampir Jean-Claude alles wieder raus, die Spannung steigt. Zum Ende wurde es dann sogar emotional und ich fühlte mich tatsächlich etwas mitgenommen. Anita trifft spontan ihre Entscheidung zwischen zwei Männern.

    Fazit: spannend und grausam, mit einigen Längen zwischendurch. Der Unterhaltungswert bleibt für mich bei 5 Sternen


  24. Cover des Buches Die rechte Hand Gottes (ISBN: 9783442413713)
    Michel Folco

    Die rechte Hand Gottes

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Wenn es das vorrangige Ziel einer Hinrichtung war, zu töten, um vor Augen zu führen, dass man nicht töten soll, dann mußte der Anblick dieses Schauspiels abschreckend sein; daher war das Schafott ein unentbehrlicher Bestandteil, wenn man wollte, daß der größte Teil der Zuschauer aus diesem abschreckenden Beispiel eine Lehre zog.«

     

    Bellerocaille, ein kleines Städtchen in Südfrankreich im August 1683. Hinrichtungen gehören ganz selbstverständlich zur Rechtsordnung, niemand zweifelt daran, dass die Todesstrafe Gottes Wille ist und zudem ein hervorragendes Mittel der Abschreckung darstellt. Daher ist auch klar, dass dieser Koch, der auf ganz abscheuliche Weise ein Baby und seine Amme tötete, auf ebenso furchtbare Weise ins Jenseits gebracht werden muss. Die Frage ist nur, wer Gottes Willen vollstrecken soll, denn Bellerocaille verfügt zurzeit über keinen Henker. Ein Problem, das schwer zu lösen ist, denn…

    » Wenn ihn auch alle sterben sehen wollen, so will doch niemand etwas damit zu tun haben, weder aus der Nähe noch aus der Ferne.«

     

    So wird dem jungen Justinien, der derzeit wegen einer Kombination aus kleineren Vergehen und Unbeherrschtheit im Kerker schmort, ein Angebot gemacht, dass er nicht ablehnen kann. 20 Jahre Frondienst auf einer Galeere oder…

    »Ich habe vor allem Angst, daß ich nicht den Mut haben werde. Ich kann mir noch so oft sagen, daß sein Verbrechen schrecklich war und er die Hinrichtung verdient hat, aber es will mir einfach nicht gelingen, wirklich wütend auf ihn zu sein. Er hat mir nichts getan, dieser Koch, also ihn einfach so zu schlagen, ganz kaltblütig…« »Du mußt einfach an jemanden denken, der dir verhaßt ist. … In diesem Fall, wenn es soweit ist, wird Gott dich lenken.« »Gott wird mich vielleicht lenken, aber ich muß dann zuschlagen, und nicht Er.«

    Mit dem Rädern des Kochs beginnt Justinien sein neues Leben als „rechte Hand Gottes“. Das Buch begleitet ihn eine ganze Weile, erzählt von seinen Ängsten und Skrupeln, von der Erfahrung, einerseits den Willen des Volks zu vollziehen und andererseits genau aus diesem Grund aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.

     

    Der zweite Teil des Buchs spielt dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Justinien Pibrac, der Scharfrichter von Bellerocaille, ist zum Begründer der ältesten und bemerkenswertesten Henkerdynastie geworden. Von Generation zu Generation wurde das Amt „weitervererbt“, wurden die Söhne frühzeitig in der Familientradition unterwiesen. Hippolyte Pibrac, oder „Der Siebte“, wie er genannt wird, wurde vor 30 Jahren unfreiwillig in den Ruhestand versetzt, da nur noch der Scharfrichter der Hauptstadt vollstrecken darf. Ein unerträglicher Zustand für Hippolyte, der inständig hofft, dass dieses Dekret bald wieder aufgehoben wird. Sein Sohn Léon hingegen hat nicht im Geringsten den Wunsch, „Der Achte“ zu werden. Als erster aus der Familie hat er sich mit einem Mädchen vermählt, das nicht aus einer anderen Scharfrichterfamilie kommt und versucht nun, sich in die städtische Gemeinschaft einzufügen.

     

    Meine Güte, was hatte ich einen Spaß an diesem Buch! Gut, jetzt mag man mir unterstellen, dass ich einen Hang zum Makabren hätte, aber ich finde diese Geschichte ungemein spannend. Heute verurteilen wir natürlich – und zu Recht! – die Todesstrafe und blicken mit Abscheu auf grausame Hinrichtungsarten wie das Rädern, aber für jemanden, der im 17. Jahrhundert lebte, gehörten diese Dinge nun mal zum ganz normalen Alltag. Besonders interessant ist dabei, dass man diese Strafen befürwortete, ihrem Vollzug mit großem Vergnügen beiwohnte und gleichzeitig den Vollstrecker verachtete. Ein Verhalten, das sich übrigens auch zu Zeiten des „Siebten“ nicht geändert hatte.

     

    Das Buch bietet einen guten Überblick, ist an manchen Stellen grausig, an anderen sehr unterhaltsam. Übrigens wird keineswegs nur Mitgefühl mit dem aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Scharfrichter geweckt, im Gegenteil wird auch deutlich, welche Privilegien und Vorteile zu diesem Stand gehörten. Zu meiner eigenen Überraschung stellte ich fest, dass mir Hippolyte ungeheuer sympathisch war, auch und gerade dann, wenn er sich so benahm, wie man es von ihm erwartete. Die 350 Seiten lasen sich viel zu schnell weg, ich hätte gerne noch länger am Leben dieser ungewöhnlichen Familie teilgenommen.

     

    Fazit: Toller historischer Roman mit schwarzem Humor. Informativ und gleichzeitig sehr unterhaltsam!

     

    Den Titel der Rezi habe ich mir übrigens aus dem Familienwappen der Pibracs ausgeliehen. Und als Schlusszitat habe ich noch einen kleinen Einblick in die Ausbildung eines angehenden Henkers…

    »Es ist sehr wichtig, daß die beiden Holme genau senkrecht stehen, sonst gleitet das Fallbeil nicht richtig und schneidet schlecht. Dann mußt du den Kopf mit dem Messer abtrennen. Das ist eine schmutzige Arbeit und macht bei den Zuschauern keinen guten Eindruck.«

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks