Bücher mit dem Tag "scharia"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "scharia" gekennzeichnet haben.

7 Bücher

  1. Cover des Buches Das karibische Kalifat (ISBN: 9783748163404)
    Bernhard Grdseloff

    Das karibische Kalifat

    (13)
    Aktuelle Rezension von: dieschmitt

    Zum Inhalt:

    Eine reiche Familie in Kairo. Ein Abend an dem Faisah ihren 18. Geburtstag feiert. Ein Onkel, der mehr von ihr will und sie entgeht nur knapp ihrer Vergewaltigung. Dies ändert alles für die junge Frau und sie sucht Halt. Den findet sie im Glauben, aber auch dort gibt es eine Kehrseite. Fanatiker die Rache wollen sind gefährlich und mitunter auch mörderisch.

     

    Meine Meinung:

    Zunächst hat mich das Cover auf das Buch aufmerksam gemacht. Die Beschreibung hat mich dann neugierig gemacht. Und nach dem Ende des Buches kann ich sagen, das ist gut so. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Da er so anschaulich ist, hatte ich immer wieder Bilder vor Augen.

    Die Charaktere des Buches sind gut beschrieben und wirken – teilweise erschreckend – authentisch. Das was Faisah erlebt prägt sie und das alles nachzulesen ist glaubhaft und aufrüttelnd.

     

    Das Buch beginnt schon spannend, aber dennoch baut sich die Spannung immer weiter auf, so dass man es kaum erwarten kann weiter zu lesen.

     

    Der Autor hat es geschafft in seinem Buch hochaktuelle Themen aufzugreifen und diese zu einem sehr spannenden Buch zu verarbeiten, welches ich sehr gerne gelesen habe, was mich aber auch sehr nachdenklich – wegen der beschriebenen Mechanismen – zurück lässt.

     

    Fazit:

    Topaktuelles Thema hochspannend verpackt.
  2. Cover des Buches Sterblich (ISBN: 9783442378098)
    Thomas Enger

    Sterblich

    (97)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit Henning Juul musste ich auch erst warm werden, aber je länger man ihn begleitet, umso mehr mochte ich ihn. Der Fall, in den Henning verwickelt wird ist zwar spannend, aber doch etwas vorhersehbar. Das hat mich gestört, vor allem als es auf das Ende zuging. Zwar konnte mich der Reihenstart nicht komplett überzeugen, aber da ich den Folgeband schon habe, gebe ich dem Autor eine zweite Chance.

  3. Cover des Buches Die 33. Hochzeit der Donia Nour (ISBN: 9783351050276)
    Hazem Ilmi

    Die 33. Hochzeit der Donia Nour

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Ägypten ist im Jahr 2048 ein theokratischer Staat, der seine Bevölkerung mit einer Mischung aus Konsumzwang und islamistischer Unterwerfung unter Kontrolle hält. Für die Einhaltung der Gebete gibt es Punkte, die auf einem Gute-Taten-Konto festgeschrieben werden. Je mehr Gebete, desto mehr Punkte, desto angenehmer das Jenseits. Alles wird digital gesteuert und überwacht, selbst in die Träume werden Erlösungs- und Werbebotschaften infiltriert. Shariatainment und Sleepvertising nennt man das dann.

    Das Land ist vollständig von der übrigen Welt abgeschottet, jede Einmischung von außen strengstens untersagt. Es gibt drei Zonen: Nordägypten (ein schmaler Streifen entlang der Mittelmeerküste), wo hohe Würdenträger in Pomp und Gloria leben; Mittelägypten (die Metropolregion Kairo und den nahezu wasserlosen Nil entlang), wo die arbeitende Bevölkerung wohnt, betet und einkauft; und Südägypten (ab Assuan bis zur Grenze zum Sudan), wo diejenigen, die die Gesetze des Landes missachtet haben, ein Dasein in harter Arbeit fristen.

    In Kairo lebt die junge und schöne Donia Nour, die seit Jahren einen gefährlichen Gedanken hegt: Sie will Ägypten verlassen. Das Gerücht kursiert, dass es Schiffe gibt, die Flüchtlinge übers Mittelmeer aus dem Land bringen. Der Preis für eine Überfahrt: Ein Kilogramm Gold. Seit Jahren verdient sie sich neben ihrer offiziellen Beschäftigung kleine Goldstücke, indem sie sich den gierigen Machthabern aus der Oberschicht als Braut anbietet, mit ihm eine Nacht verbringt und sich wieder scheiden lässt. Sehr wichtig ist den Freiern die Jungfräulichkeit Donias, die sich aber mittels illegaler Technik immer wieder herstellen lässt. Nach 32 Hochzeiten dieser Art hat sie das Kilo fast zusammen, ein Freier fehlt noch, die letzten Gramm sind in greifbarer Nähe … doch sie gerät an den Falschen, ein hohes Tier der Regierung, ein Sadist und Egomane, der sie auffliegen lässt, ihr alles nimmt und in den Süden verbannt.

    Zur selben Zeit erscheint wie aus dem Nichts ein nackter Mann im Zentrum von Kairo, der behauptet, vor hundert Jahren von Außerirdischen entführt und jetzt als Zeitreisender auf die Erde zurückgeschickt worden zu sein. Sein Auftrag: Suche Donia Nour und führe sie ins Licht, damit sie ihr Volk in eine bessere Zukunft lenkt. Und tatschlich: Er findet sie, klärt sie auf und bringt damit eine Revolution ins Rollen…

    FORM: Hazem Ilmis Roman ist ein klassischer Dreiteiler mit Exposition, Entwicklung und Lösung; da werden trotz des heiklen Themas keine Experimente gewagt. Stilistisch sind die Kapitel um Donia Nour eher nüchtern, die um Ostaz Mukhtar (den Zeitreisenden) eher flapsig-sarkastisch geschrieben. Der für eine Dystopie typische ruhige und kalte Erzählton weicht im dritten Teil einem mit mehr Spannung; das Ganze kippt dann (leider) auch eher in eine Art Thriller.

    Dass es Ilmi bei seinem Debütroman nicht darum ging, ein literarisches Meisterwerk abzuliefern, ist zu vermuten und auch verständlich. Hauptziel war es wohl, die eigene Vorstellung von Religiösität zu vermitteln und Gedanken zu Begriffen wie Selbstbestimmung, Menschenrechte, Macht und Gleichberechtigung zu veröffentlichen – Kein ungefährliches Vorhaben dieser Tage. Der Roman ist mitten im Arabischen Frühling entstanden, als die ganze Welt auf den Tahrir-Platz blickte, und wurde im Selbstverlag mit großem Echo veröffentlicht. Hazem Ilmi ist ein Pseudonym, der Autor dahinter lebt nicht mehr in Ägypten, seine wahre Identität hält er aus Angst vor Fanatikern weiterhin geheim.

    FAZIT: Als Vergleiche mit Ilmi liest man überall George Orwell und Michel Houellebecq … das ist zwar schmeichelhaft aber doch stark übertrieben. Die ersten beiden Teile waren gut, der dritte schwach. Dennoch ist DIE 33. HOCHZEIT DER DONIA NOUR ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung und auch den Mut des Autors möchte ich nicht unterbewerten – vier Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  4. Cover des Buches Der Koran (ISBN: 9783426301265)
    Hamed Abdel-Samad

    Der Koran

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Antonia_Salomon
    Hamed Abdel-Samad beweist sich erneut als kluger, wissender Kopf, der der westlichen ebenso wie der arabischen Welt viel zu sagen hat über den möglichen Wert und Nutzen von Religion, die Notwendigkeit ihrer historischen Einordnung und Differenzierung und die Gottlosigkeit jener, die im Namen der Religion andere unterdrücken und abschlachten.
  5. Cover des Buches Mein Mann, seine Frauen und ich (ISBN: 9783453428232)
    Hera Lind

    Mein Mann, seine Frauen und ich

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es geht um eine Frau, Nadia, die schon eine Ehe hinter sich hat, und ein unabhängiges Leben führt, lernt durch Hinzutun von Freunden einen Moslem, Karim, kennen. Sie verlieben sich. Was dann passiert, ist fast unvorstellbar! Karim trägt sie auf Händen. Als Nadia erfährt, dass er schon verheiratet ist und Kinder hat und heiratet sie ihn trotzdem, weil im Islam die Liebe ohne Ehe verboten ist, wie ihr Mann zu verstehen gebt. Die Liebe ist zu starkt. Sie gibt sogar alles auf: Heimatort, Familiennähe, Beruf, Selbstständigkeit... und zieht mit ihm in den Oman. Die erste Frau bleibt mit Kindern in Deutschland. Im Oman darf Nadia  nur noch verschleiert aus dem Haus. Und dann zieht die erste Frau auch noch in die Nähe. Und weil das noch nicht genug ist, bringt ihr Mann plötlzich eine neue, dritte Ehefrau ins Haus. Wie Nadia wohl nun reagiert und wie es mit ihr und Karim weitergeht, sollte man selbst lesen.

  6. Cover des Buches Verkauft (ISBN: 9783800080014)
    Constanze Dennig

    Verkauft

    (43)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt. 

    Als Alma Liebekind eine seltsame Beobachtung in einem Wiener Sanatorium macht, in dem sie wegen einer Fehlgeburt behandelt wird, fragt sie sich, ob man hier ein Verbrechen verschleiern möchte und beginnt sich zusammen mit ihre Mutter auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche...

    Constanze Dennig streift im Buch das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik, aber das auch nur am Rande und das ist etwas schade, weil das hätte man etwas mehr einbinden können. Es fehlt hier einfach etwas der Fokus auf die Herkunft der Frau, die nachts ins Sanatorium eingeliefert wird. 

    Alma ist als Hauptprotagonistin etwas schwierig, sie ist irgendwie keine Figur, die man ins Herz schliesst, aber so ergeht es dem Leser mit allen Figuren, sie bleiben etwas blass, man kann sie nicht wirklich greifen. 

    Constanze Dennig beginnt nicht gleich mit dem wirklichen Fall, sie legt die Geschichte so an, dass man erstmal etwas die Charaktere und deren Einbettung in ihr Leben, so das es zu Beginn nicht wirklich wie ein Krimi anmutet, leider wird das auch im Verlauf des Buches nicht besser, weil der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden ist. 

    Constanze Dennig hat einen sehr interessanten Schreibstil, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und durch ein paar kleine wienerische Feinheit kommt auch etwas der österreichische Charme des Buches durch. Sie hat eine sehr auffallende Sprachwahl, so dass man immer wieder Begriffe aus dem lateinischen oder dem Dialekt als Fussnote erklärt werden muss. Gewollt spannend legt sie kleine Spuren, die sie dann später im Buch wieder aufnimmt und deren Bedeutung erst dann klar wird, aber die auch nicht wirklich zur Spannung beitragen. 

    Dieser Band ist bereits der 4. Band der Reihe, an sich ist der Fall abgeschlossen, wer sich aber für die Figuren an sich interessiert und gerne mehr als den Steckbrief zu Beginn des Buches haben möchte, sollte mit Band 1 der Reihe starten. Wenn man erst mit Band 4 einsteigt, ist es etwas schwierig, die Personen immer klar zuzuordnen und sich die Beziehungen der Charaktere zu erschliessen. 


    Fazit: 

    Die Idee des Krimis ist wirklich gut, aber in der Umsetzung ist es eher ein spannender Roman als ein Krimi. Irgendwie steht der Fall eher so neben den Beziehungen zwischen den Charakteren und gewinnt nicht wirklich die Oberhand. 

    Constanze Dennig hat einen etwas spezielle Art zu schreiben, an die man sich gewöhnen muss und die sicher nicht jeder so gut findet, weil man manchmal eben erstmal die Fussnoten lesen muss und das schon im Lesefluss etwas stört. 

    Alles im allem kann man sagen, der Plot ist gut, das Cover auch, aber der Schreibstil, die Charaktere und auch der Fortgang der Handlung überzeugt nicht. Man muss sich sehr auf das Buch einstellen, weil der Humor und auch das Ermittlerduo aus Mutter und Tochter nicht wirklich zu der Krimiidee passen wollen. 

  7. Cover des Buches Ich, Prinzessin Sultana, und meine Töchter (ISBN: 9783732575329)
    Jean Sasson

    Ich, Prinzessin Sultana, und meine Töchter

    (2)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    "Außerdem musste ich meinen Schmuck ablegen, auch die zehnkarätigen Diamantohrringe, die mir mein Ehemann vor einem Jahr geschenkt hatte und ich sie selten abnahm." Wie soll mir bloß eine Figur leidtun, wenn sie ständig mit ihrem Reichtum angibt?

    Mag sein, dass das Leben in Saudi-Arabien für eine Frau nicht leicht ist, denn durch die Scharia werden die Frauen systematisch unterdrückt. Ich kenne das aus etlichen anderen Geschichten und es schmerzt immer, so etwas zu lesen. Aber diese Figur hier gibt ständig an!

    Ihre Tochter wird hysterisch, also fliegen sie mit dem Privatjet nach London, ruhen sich in ihrem Penthaus aus, während die Tochter von einem Spezialisten behandelt wird, der mich normalerweise nicht einmal ansehen würde. Sie hat eine philippinische Haushälterin, sie wird mit der Limousine kutschiert, man behandelt sie bevorzugt, First-Class überall und sie schwelgt in Luxus. Scheiße, ich würde meine Freiheit gerne für so einen Luxus aufgeben. Nie wieder arbeiten, kutschiert werden und reich sein! Nicht mehr in einer winzigen Wohnung leben und zehn Stunden am Tag schuften? Wo müsste ich da unterschreiben?

    Außerdem meint sie, dass das Land nicht vom Öl reichgeworden wäre, sondern von dem Einfallsreichtum der Araber. Das stimmt nicht und das weiß jeder. Hätte es das Öl nie gegeben, wären die Araber jetzt verbittert arm. Seht euch die anderen arabischen Länder ohne Öl an!

    Hinzu kommt, dass die Erzählerin genauso verlogen ist wie die Männer, denen sie das ständig vorwirft. Als ihre Tochter sich als eine Lesbe outet, glaubt sie, ihre Tochter wäre besessen, geistig gestört, vor allem psychisch krank und sie wird dementsprechend behandelt. Als die Tochter später fragt, wieso sie nur so ist und Männer hasst und eine Frau liebt, erklärt sie, dass irgendwann ihre Tochter schon den richtigen Mann finden wird. Wo bleibt ihr eigenes Verständnis? Wieso akzeptiert sie ihre Tochter nicht, sondern versucht alles, um ihre sexuelle Vorliebe zu ändern? Wieso ist die Figur so verlogen?

    Die Erzählerin gibt ständig an, vielleicht unbewusst, aber sie tut es. Das allein macht natürlich das Buch nicht schlecht, dafür sorgt die Autorin selbst, die zwar schreckliche Geschichten über das Land kennt, aber nicht in der Lage ist, Gefühle wirklich zu zeigen. Es ist vielmehr ein Bericht, der schnell das Leben der Prinzessin in kleine Abschnitte zerteilt und so viel wie möglich in die winzigen Kapitel zu pressen versucht, ohne großartig auf die Figuren einzugehen. Die Figuren blühen nicht wirklich auf, ihre Gefühlswelt wird nur angeschnitten und sobald eine Krise überwunden wird, lässt die Autorin das Ereignis links liegen und erzählt einfach weiter.

    Die Protagonistin ist keine Rebellin, sondern fügt sich dem bösen System. Aber wie sollte sie auch eine Rebellin sein? Könnte so eine Figur jemals ihren Reichtum, ihren Status als Prinzessin für die Freiheit aufgeben? Ihre geliebten Diamantohrringe? Das Buch ist schlecht, die Autorin kann nicht schreiben, die Figuren bleiben schwarz und weiß, keine Leidenschaft, keine Seele, kein Herz, sondern ein Buch, das nur provozieren möchte, aber total versagt.

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