Bücher mit dem Tag "scheidungskind"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "scheidungskind" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Shadow Falls Camp - Entführt in der Dämmerung (ISBN: 9783596190478)
    C.C. Hunter

    Shadow Falls Camp - Entführt in der Dämmerung

     (1.303)
    Aktuelle Rezension von: Medeas_bookstore

    Nach einiger Zeit wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Kylie weitergeht und habe deshalb nach dem dritten Band der Shadow Falls Camp Reihe gegriffen. Da etwa ein Jahr vergangen ist, seit ich den zweiten Teil gelesen habe, konnte ich mich an fast nichts mehr erinnern. Den Teil zu rereaden wollte ich aber nicht, weshalb ich mich einfach in Band drei gestürzt habe. Die ersten Seiten vielen mir wirklich ein bisschen schwer, aber spätestens ab Seite 40 wusste ich wieder was Sache ist. Was auch an den Wiederholungen zu dem zweiten Teil lag.


    Dank dem flüssigen Schreibstil bin ich schnell durch das Buch gekommen. Auch der Reiz weiter zu lesen war immer da. Man will einfach endlich auf die ganzen Fragen Antworten haben.
    Dennoch habe ich mir etwas mehr von allem gewünscht. Ein Tick mehr Spannung und Gefühle wären kein Fehler.

    Es wird ja aus der Er-/ Sie-Perspektive geschrieben, aber manchmal denke ich mir, ob es nicht besser wäre aus Kylies Ich-Perspektive zu lesen. So würden auf jeden Fall mehr Gefühle vermittelt werden. Wobei das natürlich bei jedem anders ist. Ich bevorzuge jedoch die schreibweise aus der Ich-Perspektive.

    Was auch noch zu erwähnen wäre, ist die tolle Kapitelgestaltung. Es sind wieder Schatten des Covers auf den Kapitelseiten gedruckt. Dies wirkt magisch und mysteriös, was perfekt zum Inhalt passt.

    Besonders gefällt mir die Entwicklung der Charaktere. Miranda und Della. Holiday und Burnett. Derek und Lucas. Perry und Kylie. Alles wunderbare Charaktere die man im Laufe der Reihe liebgewinnt. Jeder einzelne hat seine Merkmale die man sich schnell merken kann um die verschiedenen Personen auseinanderzuhalten.

    In den vorherigen Teilen konnte ich mich schon gut mit Kylie identifizieren und auch diesesmal erinnert sie mich oft an mich. Sie stellt Freunde und Familie über alles andere. Das macht sie in meinen Augen ausgesprochen sympathisch.

    Lucas oder Derek? Ich weiß nicht woran es liegt, aber manchmal kommt mir Lucas etwas unhöflich und zu direkt rüber. Derek dagegen hat es mir wirklich angetan. Weshalb ich mich eher zu #TeamDerek bekenne. Wie siehts bei euch aus? Wahrscheinlich bin ich mit meiner Meinung zu Lucas eher in der Unterzahl. Was mich aber nicht daran hindert, sofort den vierten Band zu schnappen. Das tue ich jetzt auch sofort.


  2. Cover des Buches Glücksmädchen (ISBN: 9783548288444)
    Mikaela Bley

    Glücksmädchen

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Rotelfe

    Die Geschichte um die kleine achtjährige Lycke, die spurlos verschwindet und um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die über den Fall berichten soll und von einem schweren Schicksalsschlag aus ihrer Vergangenheit geprägt ist, versprach zunächst wirklich interessant zu werden...

    Leider weckt "Psychothriller" hier die falschen Erwartungen. Wer hier einen nervenaufreibenden schwedischen Thriller a la Stieg Larsson erwartet, der wird maßlos enttäuscht werden. Anstatt auf der Spannung liegt der Fokus der Geschichte viel eher auf Familiendrama, Liebe, Trennung... und ist sich da auch bei Klischees nicht zu schade: Klischees werden in dem Buch maßenhaft bedient. 

    Die Charaktere sind sehr flach und es fehlt der Zugang zu ihnen. Über die verschwundene Lycke beispielsweise erfährt man immer mal wieder ein paar Fakten nebenher, aber diese vereinzelten Fakten sind so nüchtern und sorgen daher nicht für eine Bindung zu ihr. Ähnlich ergeht es mir mit den anderen Charakteren. Sie wirken so stumpf und an manchen Stellen wirkt ihr Handeln und Denken nicht nachvollziehbar.

    Mich hat es gestört, dass die (und das ist mein persönlicher Geschmack) uninteressante Nebengeschichte zwischen Ellen und Jimmy manchmal sehr arg im Fokus liegt und viel Raum einnimmt. Die Stellen hätte ich beim Lesen gerne manchmal einfach übersprungen. 

    Viele "Twists" in der Geschichte sind sehr vorhersehbar, andere wiederum tauchen aus dem Nichts auf und sind nicht wirklich logisch oder gut durchdacht... eher so "gewollt und nicht gekonnt"-überraschend. 

    Die Atmosphäre in der Geschichte konnte mich leider nicht greifen. Zu keiner Zeit habe ich wirklich Spannung, Trauer oder Rührung gespührt. Selbst bei den vermeintlich "spannenden" Szenen wurde überhaupt keine Spannung erzeugt... Der Schreibstil der Autorin ist zudem sehr sehr seicht. Man merkt, dass es ihr Erstlingswerk ist.

    Aber ich möchte nicht nur nörgeln: bis zum Schluss war ich immerhin gespannt, was nun hinter dem Fall Lycke steckt und von der Auflösung war ich auch einigermaßen überrascht. Das möchte ich nicht leugnen. Sehr positiv sind mir auch die vereinzelten Versuche in der Geschichte aufgefallen, auf gesellschaftliche Probleme hinzudeuten.  

    Das Buch kann ich allen denjenigen nahelegen, die gerne durch seichte Lektüre stöbern und Interesse an Themen, wie Scheidungskonflikten, allgemein Familiendramen und Liebeskummer haben... für Thrillerfans ist dieses Buch eher nicht das Gelbeste vom Ei...













  3. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.232)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  4. Cover des Buches Nur einen Horizont entfernt (ISBN: 9783596521401)
    Lori Nelson Spielman

    Nur einen Horizont entfernt

     (800)
    Aktuelle Rezension von: Musikpferd

    Hannah Farr ist Mitte 30 und Moderatorin von WNO.

    Ihr Leben ist gut in New Orlands und ihr Freund ist der Bürgermeister. 

    Doch dann kommt Fiona Knowles in ihr Leben mit ihren Versöhnungssteinen. Das Prinzip mit den Versöhnungssteinen geht so:

    Man schickt einen Brief mit 2 Steinen und etwas geschriebenem zu jemandem, den man um Vergebung bitten möchte. Wenn derjenige die Entschuldigung annimmt, schickt er einen Stein zurück. Den anderen schickt man an eine Person, der man selbst verzeihen möchte.

    Hannah Farr erhält auch von Fiona Knowles einen solchen Stein. Sie ärgerte und schickanierte Hannah früher in der Schule. Ganze zwei Jahre lässt Hannah sich Zeit und hat den Stein noch nicht zurück geschickt. Denn Fiona hat ihre Familie und ihr Leben zerstört.

    Das war so:

    Hannah wollte nicht mehr zur Schule gehen und meldete sich ständig krank. Bis sie ein Gespräch mit dem Schulleiter und ihrer Mutter erhielt. Hannah hatte viel zu viel Angst, Fiona zu verraten, weil sie ihr das Leben noch schwerer gemacht hätte. Durch dieses Gespräch lernte Hannahs Mutter Bob kennen. Wenig später waren sie zsm. Hannah beschuldigte Bob immer und zog mit ihrem Vater fort. Über zwanzig Jahre hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter.

    Nun soll sie ihrer Mutter verzeihen? Dorothy - eine gute alte Freundin und Mutter ihres Exfreundes - möchte das so. Sie hält es für richtig ihr zu verzeihen. 

    Doch das krämpelt alles um. Sie fährt nach Michigan und lernt dort RJ kennen. Doch zu ihrer Mutter traut sie sich nicht. 

    Es wird immer komplizierter. Claudia hat es auf Hannahs Job abgesehen, ihrem Freund Michael ist nur seine Karriere wichtig und am Ende entpuppt sich RJ auch noch als Sohn von Bob.

    Es wird sehr verzwickt...


    Der Schreibstil ist toll und man kann sich gut in die Geschichte einfinden. Es ist übersichtlich und man versteht alles.

  5. Cover des Buches Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein? (ISBN: 9783570302088)
    Cecily von Ziegesar

    Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein?

     (388)
    Aktuelle Rezension von: Simba99
    Als Fan der Fernsehrserie musste ich nun auch mal mit den Büchern beginnen. Eins vorweg, der Aufbau der Familien ist ganz anders als in der Serie. Ich hoffe das lässt drauf schließen, dass auch die Story eine ganz andere ist. Das fänd ich super!

    Der Einstieg mit dem ersten Buch war schonmal super! Bin ich mal gespannt wies weitergeht!
  6. Cover des Buches Die Liebe, die uns bleibt (ISBN: 9783404175321)
    Jenny Eclair

    Die Liebe, die uns bleibt

     (40)
    Aktuelle Rezension von: BeaSurbeck

    Die Liebe die uns bleibt

    hat mich persönlich etwas enttäuscht zurückgelassen. Obwohl mir der Schreibstil gefallen hat und es auch viele schöne Momente gegeben hat, wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

    Das Cover ist wirklich gut gelungen und auch der Titel klingt vielversprechend. Beides, aber auch die Leseprobe, haben mich sofort in den Bann gezogen und ich war gespannt auf Edwinas Geheimnis und wie am Schluss alles zusammen passen würde. 

    Die Geschichte wird in drei Handlungssträngen erzählt und zwar aus Sicht von Edwina, Fern und Lukas. Der Handlungsstrang rund um Edwina hat mich am meisten gefesselt, ich konnte von Anfang an mit ihr fühlen und mich in sie rein versetzen. Man spürt die Liebe zu ihren Kindern, aber auch die Liebe zu ihrem Haus von dem sie sich nun trennen möchte. Beim Rundgang mit dem Makler kommen viele Erinnerungen zurück, schöne Momente, traurige Momente, tragische Momente. Man spürt wie alleine sie ist und wie sehr es sie mitnimmt sich von dem Haus, von ihren Erinnerungen zu trennen. Teilweise sind diese Erinnerungen etwas zäh zum Lesen was dazu führt das man sich lange Zeit kein so richtiges Bild von ihrem Leben machen kann. Es dauert lange bis man diese einzelnen Bruchstücke aus ihrem Leben zu einem Ganzen zusammensetzen kann. Schön hingegen fand ich das die Autorin einem ein Bild vor Augen zauberte, ich konnte mir das Haus und seine einzelnen Zimmer bildlich vorstellen.

    Die Handlungsstränge rund um Fern und Lukas fand ich nicht so prickelnd. Mit den beiden wurde ich einfach nicht warm und ich brauchte meine Zeit bis ich auch sie verstand und ihren Anteil in die Geschichte einbauen konnte. Lukas war mir anfangs absolut nicht sympathisch, aber mit der Zeit konnte ich ihn besser verstehen und auch nachvollziehen warum er so war, wie er war.

    Alles in allem war es eine traurige Geschichte, von Anfang bis Ende. Der Handlungsstrang rund um Edwina war eigentlich der Beste, aber meines Erachtens viel zu lang. Ich glaube der Geschichte hätte es gut getan wenn sie nicht ganz so lang gewesen wäre. Sie wäre einfacher zum Lesen gewesen, denn vieles war mit dabei das man nicht so ausschweifend erzählen hätte müssen.


    Obwohl die Geschichte einige Überraschungen und Wendungen bereit hielt, sie  konnte sie mich nicht wirklich packen. So toll die Leseprobe auch war, das Buch selbst konnte in meinen Augen nicht mithalten. Es zog mich einfach nicht in den Bann, konnte mich immer nur phasenweise fesseln. Schade, ich hatte mich so auf diese Geschichte gefreut.

    Von mir bekommt das Buch drei Sterne.

  7. Cover des Buches Das verborgene Lied (ISBN: 9783453356801)
    Katherine Webb

    Das verborgene Lied

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Der Galeriebesitzer mit Schreibambitionen Zach, hat ein besonderes Faible für Gemälde des berühmten Malers Charles Aubrey, was auch ein wenig daran liegt, dass Zach glaubt, seine Großmutter hätte einst eine Liaison mit Aubrey gehabt. Als Zachs Galerie schwächelt und er auch noch von seiner Frau verlassen wird, die mit ihrem neuen Mann und Zachs kleiner Tochter ans andere Ende der Welt zieht, braucht Zach unbedingt ein neues Betätigungsfeld.

    Als er durch Zufall die alte und sehr zurückgezogen lebende Dimity Hatcher kennenlernt, die in dem Ort lebt, in dem Charles Aubrey einst mit seinen Töchtern und seiner Lebensgefährtin seine Urlaube verbrachte und die sich als eine der bevorzugten Musen entpuppt, die Charles einst auf seinen Bildern verewigte, kommt Zach die Idee ein Buch über das persönliche Leben von Charles Aubrey zu schreiben, doch dafür braucht Zach Dimitys Einverständnis und mehr noch, er hofft, dass die vorsichtige alte Dame sich darauf einlässt, aus vergangenen Zeiten zu erzählen. Zeiten, in denen sich Dimity unsterblich in den viel älteren Charles verliebte. Was Zach nicht ahnt, dass er in dem kleinen idyllischen Ort am Meer nicht nur eine neue Liebe findet, sondern auch ein Geheimnis lüften kann, dass ihn und alle Beteiligten in den Grundfesten erschüttern wird.

    Im Jahre 1937 ist Dimity noch ein junges Mädchen, das eher eine Außenseiterposition im Dorf inne hat, da ihre Mutter als Dorfhexe und Prostituierte verschrien ist. Als Charles Aubrey mit seiner Familie dort Urlaub macht und sich seine jüngste Tochter mit Dimity anfreundet, fühlt sich Dimity wie im Paradies. Doch Unheil naht, als Dimity sich Hals über Kopf in den viel älteren Mann verliebt…

    Der dritte Roman von Katherine Webb ist wieder mit den gleichen Zutaten gewürzt, wie auch die Vorgängerbände. Gleich auf zwei Zeitebenen treibt die Autorin ihre Story voran, doch im Gegensatz zu „Das geheime Vermächtnis“ und „Das Haus der vergessenen Träume“ kommt die Geschichte diesmal sehr langsam in Fahrt. Erst nach knapp 150 Seiten stellte sich beim Lesen bei mir der übliche Sog ein, der mich bislang stets an Bücher der Autorin gefesselt hat und offenbart dann Stück für Stück ein Puzzleteilchen mehr, das nötig ist, um die Handlungsstränge am Ende zu einem Ganzen zu verknüpfen und das Geheimnis, das Dimity und noch eine weitere Person umgibt, zu lüften.

    Ein wenig sperrig sind diesmal leider trotz aller Spannungsmomente auch die weiblichen Charaktere geraten. Besonders Dimity machte es mir etwas schwer, sie zu mögen, denn ihre Vernarrtheit in Charles mag zwar im Kern nachvollziehbar erläutert werden, hat sie aber auch eine Spur unsympathisch wirken lassen, da ihre Besessenheit Charles gegenüber ein wenig „too much“ auf mich wirkte. Auch hinsichtlich Hannahs Figur benötigte ich eine gewisse Eingewöhnungszeit um sie in mein Leserherz schließen zu können, doch dafür fand ich diesmal die männliche Hauptfigur des Romans, Zach sehr gut charakterisiert. Hier hat die Autorin sehr gut Zachs Unsicherheit was seine berufliche und private Zukunft angeht verdeutlichen können und zudem trägt er auch sein Herz auf dem rechten Fleck.
    Auch die dunklen Geheimnisse, die am Ende aufgelöst werden, haben es durchaus in sich und diesmal konnte ich noch nicht einmal im Ansatz erahnen, was sich die Autorin für ihre Leser hat einfallen lassen. Der Schreibstil von Katherine Webb ist wie gewohnt sehr eingängig und die bildhaften Beschreibungen des Settings runden den Roman sehr gut ab.

  8. Cover des Buches Der rote Swimmingpool (ISBN: 9783446259096)
    Natalie Buchholz

    Der rote Swimmingpool

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Handlung

    Adam ist sehr behütet aufgewachsen. In einem großen Haus in München, mit seinen Eltern, einem Polen und einer Französin. Alle lieben vor allem Adams schöne Mutter und alle bewundern die perfekte Beziehung seiner Eltern.

    Aber auf einmal wird alles anders. Das Ende vom Lied: Adam muss Sozialstunden ableisten und dabei alten Menschen pflegen.

    Dabei trifft er eines Tages auf die Urenkelin einer seiner zu pflegenden Leute, Nina. Er verliebt sich direkt in sie und trifft sie auch wieder. An der Isar, in Baierbach, in München in seiner WG: Aber es gibt ein Problem: Nina möchte auch von seiner Vergangenheit erfahren: Warum er ihre Uroma pflegt...


    Meinung

    Sehr schön und vorallem ehrlich erzählte Geschichte eines Jugendlichen, der Mist gebaut hat, well ihn die ganze Situation überfordert und dann eins zum anderen führt.

    Der Schreibstil hat super zu dem Buch gepasst, der Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft. Dadurch, dass die Vergangenheit aber nicht lange her war, hat es sich im Laufe des Buchs nach und nach angenähert, bis man schließlich nur noch in der Gegenwart war. Das hat dem Buch einen schönen Charakter gegeben und gleichzeitig hat man Adam besser kennen gelernt.

    Auch super fand ich die Geschichte an sich, wie das Verschweigen von gewaltigen familiären Veränderungen so große Auswirkungen auch noch auf einen jungen Erwachsenen haben können.

    Es war so schön und realsitisch erzählt. Niemand wurde idealisiert in seiner Art und Weise, sondern jeder Charakter hatte seinen ganz eigenen Charme. Dass Adam gleichzeitig zu seinem Fehlverhalten super in der Schule war, hat mir auch super gefallen, weil das auch so realistisch ist! Nicht nur die schlechten Schüler bauen Mist. Auch der Umgang mit dem Sex war super! Keine ausführlichen Szenen, einfach eine sehr ehrliche Schilderung und auch keine Beschönigung der Unerfahrenheit.
    Alles in allem eine volle Leseempfehlung! Es hat mir Spaß gemacht alle kennen zu lernen und die Geschichte von Adam zu lesen.

  9. Cover des Buches Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (ISBN: 9783551582737)
    Jennifer E. Smith

    Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

     (512)
    Aktuelle Rezension von: hatschivy

    Klappentext:

    Hadley könnte sich wirklich etwas Schöneres vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Dass sie dann allerdings ihr Flugzeug verpasst und erst einmal auf dem überfüllten New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie dann doch nicht gewollt. Und genauso wenig hatte sie vor, sich ausgerechnet hier unsterblich zu verlieben: in den Jungen mit den verwuschelten Haaren und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen ...


    Meinung:

    Hadley ist eine Teenagerin, die einfach Null-Bock auf ihren Vater geschweige denn seine Hochzeit hat, zumal er sie und ihre Mutter dafür verlassen hat. Wir können uns also vorstellen, wie viel Spaß ihr dann der Flug nach London macht (den sie unabsichtlich oder nicht verpasst hat). Sie lernt auf dem Flughafen/im Flugezeug einen Jungen namens Oliver kennen, der auch eine Familienangelegenheit in London hat. Die beiden verstehen sich blendend, auch wenn jeder seine eigenen Geister der Vergangenheit hat und nicht preisgibt, so können sie nicht umhin aber ihre Anziehung zu einander spüren. 

    Oliver ist ein guter Zuhörer und ohne weg sympathisch durch seine offene Art und Weise. Auch er ist nicht gut auf seinen Vater zu sprechen ein weiterer Punkt den die beiden gemeinsam haben. Auf dem Flughafen in London scheinen sich ihre Wege zu trennen (auch wenn ich insgeheim gehofft hat, dass Oliver aus irgendeinem Grund auch auf die selbe Hochzeit geht wie Hadley). Doch Hadley wird klar, dass sie die Gelegenheit nutzen muss um den Jungen ihrer Träume wieder zu sehen....

    Die Lektüre war lockerflockig und ich habe sie zwischendurch in meinem hektischen Alltag genossen.


    Fazit:

    Was nettes für zwischendurch, was uns etwas über Vergebung und Liebe lehrt!

  10. Cover des Buches Der Trick (ISBN: 9783257244007)
    Emanuel Bergmann

    Der Trick

     (159)
    Aktuelle Rezension von: nati51

    Dies ist ein bemerkenswerter Debütroman von Emanuel Bergmann, der mich gleichermaßen verzaubert, berührt und gefesselt hat.

    Mosche Goldenhirsch lebt in Prag und hat schon früh seine Mutter verloren. 1934 besucht er als fünfzehnjähriger einen Zauberzirkus mit dem berühmten Magier, dem Halbmondmann. Als ein Freiwilliger gesucht wird und Mosche auf die Bühne geht, um die reizende Assistentin zu küssen, ist es um ihn geschehen. Er läuft von zu Hause fort und schließt sich dem Zirkus an. Vom Halbmondmann lässt er sich in die Welt der Illusionen und der magischen Tricks einführen. Nach einem Brand im Zirkus flüchtet Mosche mit der Assistentin Julia Klein und tritt unter seinem neuen Namen „Der große Zabbatini“ im Berliner Wintergarten auf. Einige Zeit kann er seine jüdische Herkunft verschleiern, bis er verraten wird und nach Auschwitz kommt.

    Im Jahr 2007 erfährt Max Cohn, dass seine Eltern sich scheiden lassen wollen. Dieses belastet ihn sehr. Als sein Vater auszieht, entdeckt er eine alte Schallplatte vom Großen Zabbatini. Auf der gibt es einen Zauberspruch zur ewigen Liebe und Max hofft, dass dieser Spruch seine Eltern wieder zusammenbringen kann. Doch als Max die Platte abspielt, hat sie gerade an dieser wichtigen Stelle einen Kratzer und er kann den Spruch nicht verstehen. So macht er sich auf die Suche nach dem Großen Zabbatini.

    Die beiden Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt. Ich bin mit Mosche Goldenhirsch auf eine Reise gegangen von der Geburt in Prag über Dresden nach Berlin, weiter nach Auschwitz und von dort in die USA, wo er allein in einem Seniorenheim auf seinen Tod wartete. Gleichzeitig habe ich Max bei der Suche nach dem Großen Zabbatini begleitet und war angetan von seiner Hoffnung und seinem Glauben an die Magie, die seine Eltern wieder zusammenbringen soll. 

    Emanuel Bergmann hat für mich einen wunderschönen Erzählstil. Es gibt in dem Buch schöne, aber auch sehr grausame Schilderungen, die sehr nahe an der Realität liegen. Vieles wird abgemildert, weil zwischen durch immer wieder ein leichter Humor aufblitzt. Zum Schluss schließt sich der Kreis mit einem für mich überraschendem Ende.

    Ein empfehlenswertes Buch, dass mich bewegt und nachdenklich gestimmt hat, vom dem aber ein ganz besonderer Zauber ausgeht.

  11. Cover des Buches Das wirst du bereuen (ISBN: 9783843210973)
    Amanda Maciel

    Das wirst du bereuen

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Es geht in der Geschichte um Mobbing und Suizid.
    Die Protagonistin ist eine der Täter:innen, die jetzt angeklagt werden soll. Diese Perspektive fand ich sehr interessant.
    Die Protagonistin ist sehr gut gestaltet. Mal versteht man sie total gut, mal ist sie einem total unsympathisch und mal hat man Mitleid mit ihr. Man wartet die ganze Geschichte über auf eine Charakterentwicklung, darauf, dass ein Aha-Moment kommt und ihr bewusst wird, was sie getan hat. Es ist also nicht die typische Protagonistin, mit der man sich total identifizieren kann, sondern das Verhältnis ist zwiegespalten, was ich sehr treffend und mal spannend fand.
    Erzähltechnisch wird die Ich-Perspektive genutzt und das Buch spielt in zwei Zeitebenen: Einerseits nach dem Suizid von Emma, andererseits in der Zeit, in der Emma neu an die Schule kam, sodass die Ereignisse nach und nach enthüllt werden.

    Leider finde ich, dass das Buch Potential verschenkt hat. Zwar wird eine Charakterentwicklung sichtbar, diese hätte aber deutlich stärker sein können. Ich hätte mir mehr Zusammenbrüche und reflektierende Gedanken von Sara gewünscht und ihre Entwicklung gerne mehr miterlebt. Irgendwie ist sie auf einmal einfach weiter, man hat aber nicht immer miterlebt, wie es dazu kam.
    Außerdem finde ich den Titel des Buches im Nachhinein irgendwie unpassend.

    Trotzdem stellt das Buch die Perspektive der Täterin total gut und nachvollziehbar da und ich kann es auf jeden Fall empfehlen, um für das Thema Mobbing zu sensibilisieren.


    Da mir die Charakterentwicklung leider zu schwach war und ich diese thematisch total wichtig und zentral finde, bekommt "Das wirst du bereuen" von mir 3,6 (also gerundet noch knapp 4)/5 Sterne.


  12. Cover des Buches Der Honigbus (ISBN: 9783596703067)
    Meredith May

    Der Honigbus

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Emkeyseven

    In dieser Autobiografie geht es um die Erlebnisse der Autorin nach der Scheidung ihrer Eltern als sie fünf Jahre alt war. Während ihre Mutter in Depressionen und Selbstzweifeln versinkt und Meredith und deren kleinen Bruder stark vernachlässigt, kümmern sich die Großeltern um die beiden Kinder. Meredith ist besonders fasziniert von der Arbeit ihres Großvaters und lernt viel über Bienen, Honig und die Natur.

    Zwischendurch hatte ich zwar Mitleid mit ihr, aber ich habe die Mutter trotzdem als Verursacherin der meisten Probleme empfunden. Sie hatte es nicht leicht, auch andere Menschen hatten einen Anteil daran, dass sie so geworden ist, aber das entschuldigt ihr Verhalten auch nicht. Nach der Scheidung benimmt sie sich, als sei ihr Leben vorbei und die Kinder leiden darunter. Das bietet zwar eine spannende Geschichte, aber es ist auch so furchtbar traurig.

    Meredith findet aber Trost in den Bienen. Wegen ihrer eigenen kaputten Familie bewundert sie noch mehr, wie sie sich um einander kümmern, wie jede Biene ihre Aufgabe erledigt und Teil eines großen Ganzen ist. Man begleitet Meredith durch ihre Kindheit, die davon geprägt ist, dass ihre Mutter nicht da ist und ihre Großmutter diese wieder aufpäppeln möchte.

    Aber dann sind da eben noch der wunderbare, herzliche Großvater und seine Bienen! Man lernt hier wirklich eine ganze Menge und kann auch so gut spüren, wie viel der Autorin nicht nur die gemeinsame Zeit mit ihrem Großvater bedeutet und mit wie viel Liebe sie diese Zeit verbindet, man fühlt auch richtig, wie sehr ihr die Bienen am Herzen liegen und das konnte mich wirklich berühren.

    Fazit
    "Der Honigbus" hat mich positiv überrascht. Merediths Kindheit mit ihrer schwierigen Mutter und ihrer Liebe zu den Honigbienen konnte mich wirklich berühren!

  13. Cover des Buches Loyalitäten (ISBN: 9783832165031)
    Delphine de Vigan

    Loyalitäten

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


                                                    Wow, dieses Buch weist einen wirklich in seine Schranken. Es zeigt, wie schnell man eine Kinderseele zerstören kann, ohne es wirklich zu merken oder gar absichtlich zu tun. Am liebsten würde ich es direkt einigen jungen Eltern zum Lesen geben. Auch ich wünschte mir auf mancher Seite, diese Einsicht schon vor 20 Jahren gehabt zu haben.
    Lieblingszitat: "Im Grunde weiß ich es. Ich weiß, dass Kinder ihre Eltern schützen und dass dieser Pakt des Stillschweigens sie manchmal sogar das Leben kostet. Manchmal denke ich, das Erwachsenwerden ist nur dazu da: die Verluste und Schäden der Anfänge zu reparieren. Und die Versprechen des Kindes zu halten, das wir gewesen sind."
  14. Cover des Buches The Curious Incident of the Dog in the Night-time (ISBN: 9781782953463)
    Mark Haddon

    The Curious Incident of the Dog in the Night-time

     (449)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Christopher findet im Garten der Nachbarin einen toten Hund. Er beschließt rauszufinden, wer den Hund getötet hat und darüber ein Buch zu schreiben.

    Bewertung:
    Ich bin um dieses Buch sehr lange geschlichen, weil so ein Hype drumherum entstanden ist, dass ich es irgendwie gar nicht lesen wollte. Ich bin aber zufrieden, dass ich es getan habe.
    Der Stil des Buches ist ungewöhnlich, was natürlich dem Erzähler geschuldet ist, ein ungewöhnlicher Junge, kann nicht in einem gewöhnlichen Stil schreiben. Ich finde es aber sehr authentisch und auch sehr gut gelungen, man kann sich schon durch den Stil in die Welt des Protagonisten reinversetzen. Dadurch wird es dem Leser sehr viel leichter gemacht.
    Dadurch dass es ein Jugendbuch ist, ist die englische Sprache auch nicht komplex und gut lesbar. Ich hatte wirklich keine Probleme und ich würde sagen, dass es auch ein durchdchnittlicher Jugendlicher mit normalen englischen Wortsachtz schaffen kann.
    Die Geschichte ist auch sehr interessant, man denkt am Anfang, dass es langweil ist, es entwickelt sich aber zu etwas anderen, als man erwartet hat. Und das im positiven Sinne.
    Was mich etwas eingeschränkt hat, war dass die Perspektive teilweise sehr einschränkt, einige Sachen wären mit einem anderen Erzähler etwas klarer und verständlicher, aber darum schien es in diesem Buch nicht wirklich zu gehen.
    Eine Empfehlung von mir!
  15. Cover des Buches Mit dir an meiner Seite (ISBN: 9783453534193)
    Nicholas Sparks

    Mit dir an meiner Seite

     (1.423)
    Aktuelle Rezension von: J_buecher_and_more

    Den Film zu diesem Buch hab ich bestimmt schon hundert Mal gesehen und ich liebe ihn.

    Auch das ich ein großer Nicholas Sparks Fan bin, ist allen bekannt. Trotzdem hatte ich, genau wie bei "Wie ein einziger Tag", Angst es zu lesen, da ich befürchte das mir der Film nicht mehr gefallen würde oder ich das Buch langweilig finde, da ich ja schon weiß was alles passiert.

    Aber , meine Ängste waren alle komplett unbegründet. Ich liebe es. Das Buch ist so toll und auch der Film. Klar gibt es einige unterschiede, trotzdem mag ich beides so, so gerne.

    Ich brauch nichts zum Schreibstil sagen, Nicholas Sparks hat einfach einen tollen Schreibstil, ich liebe seine Bücher und die lassen sich alle gut lesen. Ich liebe den Schreibstil einfach.

    Die Handlung war auch mega schön und ich liebe das Setting.

    Die Charaktere sind fast gleich beschrieben, wie im Film dargestellt wurden, außer Ronnies lila Haarsträhne und Jonahs Brille.

    Ich habe diesem Buch 5 Sterne gegeben, weil ich ein riesen Nicholas Fan bin, ich das Cover mag, den Schreibstil und vor allem die Handlung und Charaktere. 


  16. Cover des Buches Die Ausreißer – Sehnsucht nach Meer (ISBN: 9783038481409)
    Melissa C. Feurer

    Die Ausreißer – Sehnsucht nach Meer

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Yomiko
    In dem Buch "Die Ausreißer - Sehnsucht nach Meer" beschreibt die Autorin Melissa C. Feurer wie die Schülerin Nele sich eines Tages mit Lars ihrem Mitschüler und dem geheimnsivollen Noah und seinem Hund aufmacht, um aus dem süddeutschen Karlstadt zur Nordesse zu gelangen. Mit ein paar Klamotten im Rucksack und kaum Geld in der Tasche machen sie sich zu Fuß auf den Weg.
    Natürlich nicht einfach so. Neles Vater hat die Familie verlassen und Lars, der unter der Gewalttätigkeit seines alkoholkranken Vaters leidet, bittet sie mit zukommen. Sie, die sonst kaum Freunde hat und von den anderen Mitschülerinnen gehänselt wird. Eigentlich würde Nele soetwas nicht tun, nicht ihre kleine Schwester und ihre alleinerziehende Mutter einfach so zurücklassen und sich auf ein unebkanntes Abenteuer einlassen. Aber ihr Mutter hatte ihr angekündigt, dass in der nächsten Woche im Religionsunterricht das Thema Mobbing dran wäre. Initiiert von der Lehrerin, die Neles Tante ist. Dem möchte sie sich auf keinen Fall aussetzen und lässt sich auf das Abenteuer ein. Sie will ihren Vater in Glückstadt finden und wieder anch Hause holen.
    Auf dem Weg lernen sich die Jugendlichen Stück für Stück besser kennen und als dann noch Angel zu ihnen stößt, Noahs frühere Freundin, wird klar, jeder von ihnen hat ein großes Paket zu schleppen. Wie werden sie es schaffen? Kommen sie am Ziel an und bewältigen sie dabei ihre Last? Nele ist gläubig aufgewachsen, hilft der Glaube in solchen schwierigen Situationen und Lebenskrisen? Wird sie ihren Vater finden und was wird dann geschehen?
    Mir hat der Jugendroman sehr gut gefallen. Die Themen betreffen viele von uns und jeder hat etwas anderes mit dem er sich auseinandersetzen muss. DIe Autorin beschreibt sehr schön die widerstrebenden Gedanken und Gefühle der vier Ausreisser und als Leserin und Mutter frage ich mich wieviel wir als Eltern oder Erwachsene wohl von den Sorgen unserer Kinder mitbekommen und ob wir es durch unser gutgemeintes Eingreifen nicht manchmal noch schlimmer machen, wie in Neles Fall.
    Wie können wir für sie da sein, so wie Nele es sich wünscht: "Aber das ist genau das was sie sich wünscht: Jemanden der sie auch dann tröstet, wenn sie selbst schuld ist. Wie bei dem Schaf in Noahs Geschichte". Noah hatte die Geschichte vom verlorenen Schaf aus der Bibel erzählt. So bringt die Autorin den christlichen Glauben mit ins Spiel, der uns einen Gott zeigt, der seine Geschöpfe so liebt wie sie sind. Auch wenn sie von sich aus weg laufen geht er ihnen nach und sucht nach ihnen, um sie wieder in seine shcützende Geborgenheit zu holen.
    Eine sehr nachdenklich machende Geschichte, bei der einem die Protagonisten ans Herz wachsen und man mit ihnen bangt und für sie hofft, dass alles gut ausgeht.
    Empfohlen für Jugendliche ab 14 Jahren.
  17. Cover des Buches Hin und weg (ISBN: 9783462049626)
    Ethan Hawke

    Hin und weg

     (123)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Ein Liebesroman, so kurz, das man verzweifelt ist, wenn er endet.

    Ethan Hawke hat einfach ein Händchen für gute Geschichten. Der junge William trift auf Sarah und schon ist es um ihn geschehen. Viel mehr gibt es eigentlich gar nicht darüber zu schreiben, außer das diese Geschichte so wunderbar bezaubernd erzählt wird, das einem die Seiten nur so davonrennen und das Ende des Buches unaufhaltsam ist.
  18. Cover des Buches Engel im Schnee (ISBN: 9783499223631)
    Stewart O'Nan

    Engel im Schnee

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    1974, eine Kleinstadt in Pensylvania. An einem Winternachmittag fallen die Schüsse, die Annie Marchand töten. Der 15jährige Arthur Parkinson ist gerade bei einer Bandprobe und weiß nicht, dass gerade seine ehemalige Babysitterin ermordet wurde.

    Annie war eine junge Frau, die allerdings nicht mit dem Leben zurecht kam. Ihr Mann Glenn wurde von ihr betrogen und darauf zum Alkoholiker, der sich das Leben nehmen wollte. Aber auch mit der Tochter Tara kommt sie trotz ihrer Liebe nicht aus und es kam zu Misshandlungen. Ihre beste Freundin Barb betrog sie mit ihrem Ehemann.

    Arthurs Leben, das hier im zweiten Erzählstrang behandelt wird, ist ebenfalls nicht gradlinig. Die Eltern lassen sich scheiden, die Mutter verfällt ebenfalls dem Alkohol und der Depression. Er versteht die Erwachsenenwelt nicht, doch eine Schulfreundin erweckt in ihm die Liebe, die er zuhause vermisst.

    Annie wird währenddessen die Geister, die sie rief, nicht los und gerät in einen Strudel ausufernder Auseinandersetzungen und Gewalt …

    „Engel im Schnee“ ist O'Nans erster Roman und legte den Grundstein für eine Reihe weiterer großartiger Werke. Doch schon hier gelingt es ihm zu zeigen, was für ein großartiger Erzähler er ist. Seine Fähigkeit, aus den kleinen, gewöhnlichen Szenen des Lebens die großen Zusammenhänge zu schaffen, ist schon ausgeprägt. Mit seinen zwei Handlungssträngen, die er parallel entwickelt, schafft er keine notwendige Zusammenführung der beiden Schicksal seiner Protagonisten, sondern lässt ihre Lebenswege sich eher zufällig annähern, aber nie voneinander abhängen. Dennoch scheint alles irgendwie verbunden, ohne Einfluss zu nehmen. Das ist schon große Kunst, wenn man Verknüpfungen herstellt, ohne dass diese direkte Auswirkungen auf die geschilderten Lebenswege der Einzelnen nehmen.

    O'Nan erzählt sensibel, um die inneren Konflikte seiner Personen glaubhaft zu machen. Wie überhaupt alle seine Bücher durch Empathie glänzen, dazu kommt noch die Fähigkeit, die Atmosphäre seiner Handlungsorte so gut zu beschreiben, dass dem Leser klare Bilder suggeriert werden.

    Ein Debüt, das seinerzeit schon mit dem William-Faulkner-Preis ausgezeichnet wurde und dem noch zahlreiche Bücher in der gleichen Qualität folgten. Leseempfehlung!

  19. Cover des Buches Heath Ledger (ISBN: 9783866081031)
    Brian J. Robb

    Heath Ledger

     (13)
    Aktuelle Rezension von: sarahkolumbus
    Obwohl der Autor versucht das Leben von Heath Ledger anhand von Zitaten von Freunden und Bekannten oder Kollegen des Schauspielers darzustellen, ist die Umsetzung sehr schwach. Die Zitate wirken zusammenhanglos aneinander gereiht und stammen vielleicht in ein oder zwei fällen mal aus eigener Recherche, der Rest stammt aus der Boulevardpresse. Da schaffen es auch nicht die wahren Zahlen der Filmeinnahmen die Qualität dieser Biografie nach oben zu reissen, denn abgesehen von der inhaltlichen Lapaile, setzt der Verlag mit der Übersetzung noch eins oben drauf. Fehlende Wörter, fehlende Buchstaben, undurchsichtiger Satzbau und schwache Übersetzungen runden die Biografie in ihrer schwachen Qualität ab. Einfach nicht empfehlenswert.
  20. Cover des Buches Augustas Garten (ISBN: 9783832163891)
    Andrea Heuser

    Augustas Garten

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Sanni

    Leider ist nicht meine. Daher habe ch es nach 60 Seiten abgebrochen.

  21. Cover des Buches Und du kommst auch drin vor (ISBN: 9783423718448)
    Alina Bronsky

    Und du kommst auch drin vor

     (158)
    Aktuelle Rezension von: marion_gallus

    Kim ist 15 Jahre alt und besucht gemeinsam mit ihrer Schulklasse eine Lesung. Das artet dann aber eher aus, denn die Klasse benimmt sich furchtbar, die Referendarin hat Angst und die Autorin liest leise, desinteressiert und hinter ihrem fettigen Pony versteckt, aus ihrem Buch.

    Aber Kim ist wie elektrisiert. Denn das, was die Autorin da liest, kann eigentlich nicht sein. Die Geschichte handelt nämlich von ihr. Gut, die Namen lauten anders, aber die Handlung, das ist ihr Leben! Sie will das Buch noch an Ort und Stelle kaufen, da macht ihr die Autorin aber glatt einen Strich durch die Rechnung. „Sie solle gefälligst in einen Buchladen gehen“, wird Kim eiskalt abserviert.

    Das tut sie. Kim kauft das Buch und ist gleichzeitig schockiert, ängstlich, total neugierig und gefesselt. Sie liest immer nur einige Seiten und immer trifft dann genau das dann auch ein. Sie liest z.B. dass die Mutter der Protagonistin in der Küche Haferflocken abwiegt, geht dann in die Küche und sieht exakt dasselbe dann vor sich.

    Kim vertraut sich ihrer besten Freundin Petrowna an. Zunächst glaubt sie ihr nicht. Nachdem sie das Buch gelesen hat, hilft sie Kim das unschöne Ende des Buches abzuwandeln. Denn dort stirbt ein Klassenkamerad der beiden. Sie versuchen Kontakt mit der Autorin aufzunehmen und ihr von ihrem Problem zu erzählen, die aber hat überhaupt kein Interesse an ihnen.

    ***

    Ich lese Alina Bronskis Bücher unheimlich gerne. Sie hat eine ganz tolle Art, Geschichten zu erzählen. Immer aus dem Leben, aus dem Bauch raus und immer einfach echt. Sei es ihr Debütroman „Scherbenpark“ (immer noch wöchentlich die meistgelesene Rezension auf meinem Blog), „Die schärfsten Gerichte der tartarischen Küche“ oder zuletzt „Baba Dunjas letzte Liebe“. Sie alle sind einfach wunderbar und lesenswert.

    Dies hier ist ein Jugendbuch, empfohlen ab 12 Jahre, so schreibt der Verlag.
    Und das passt genau. Der Leser erhält einen vollen Einblick in den Alltag und die Gefühlswelt von Teenagern, erhält einen Blick durch ihre Augen. Ich als ältere Leserin habe eine Zeitreise in meine Schulzeit erlebt. Oh ja, wir waren selbst als Klasse oft, denke ich, genauso unerträglich.

    Diese Geschichte hat aber auch viel tiefgründiges in den 190 Seiten voller Witz und Humor. Ein bisschen erste Liebe, die Freundschaft zwischen Kim und Petrowna. Kim als gutsituiertes Kind aus einer „normalen“ Familie, die zum Scheidungskind wird und damit leben muss, dass ihre Mutter völlig abdreht. Ein Vater, der in seiner Midlife Crisis eine jüngere Frau hat und dann Vater wird.

    Auf der anderen Seite Petrowna, ein Mädchen mit Migrationshintergrund, die einerseits der Leitwolf der Klasse ist, weil ihr durch ihre rigorose Art jeder gehorcht durch ihre rigorose Art und sie andererseits die Klassenbeste ist. Ein Mädchen das mit man-weiss-nicht-genau wie vielen Familienmitgliedern in einer Wohnung zusammenlebt, die aber 100 x schlauer und klüger ist als Kim.
    Diese Charaktere zeigen auf, dass man nie voreilige Schlüsse aus irgendetwas ziehen und man Menschen nicht „abstempeln“ sollte. Kim, die Protagonistin, hat immer an ihrer Freundschaft festgehalten, obwohl ihre Eltern Petrowna in der ersten Klasse bereits Hausverbot erteilt hatten

    Es gibt noch einiges mehr in dieser Geschichte, was ich nicht verraten möchte. Ich gebe hier gerne eine Leseempfehlung.


  22. Cover des Buches Ein zufälliger Irrtum über die Liebe (ISBN: 9783959671330)
    Brianna Wolfson

    Ein zufälliger Irrtum über die Liebe

     (19)
    Aktuelle Rezension von: 0_Lavender_0
    Zum Cover:

     

    Ein zweidimensional wirkendes Titelblatt, das auch aus Kartonage hergestellt sein könnte, über dem ein gesichtloses Mädchen in den Wolken schaukelt, zieht den Blick auf sich, es ist außergewöhnlich. Da die Worte „zufälliger“ und „Liebe“ entweder färbig anders bzw. in einer anderen Schriftart verfasst sind, geben sie dem Inhalt des Buches bereits hier eine besondere Bedeutung.

     

    Zum Inhalt:

     

    Willow ist ein außergewöhnliches elfjähriges Mädchen, das in und zwischen zwei Welten lebt – die eine Welt besteht für sie aus umfassender Liebe, in der keine Zwänge herrschen, in der nichts verboten ist und Fantasie bzw. Kreativität in aller Intensität erlebt werden können, die andere besteht aus Normen, Regeln, Zwängen, Gefühlskälte und der Vorstellung, wie man zu sein hat.

    So zumindest erlebt Willow den Unterschied zwischen der Welt ihrer Mutter und der ihres Vaters, in der Welt ihrer Mutter Rosie fühlt sie sich geborgen, die Welt ihres Vaters Rex kann sie nicht ausstehen, daher zieht sie sich gefühlsmäßig in ihr Schneckenhaus zurück. Man kann gar nicht glauben, dass sich zwei so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Rex und Rosie sich einmal geliebt bzw. zusammengelebt haben.

    Willow fühlt die alles umfassende Liebe ihrer Mutter, doch die Liebe ihres Vaters bleibt ihr versagt. Ihr jüngerer Bruder Asher hat mit der Trennung seiner Eltern weniger Probleme. Doch die Veränderungen lassen nicht auf sich warten und führen zu weitreichenden Konsequenzen.

    Willow ist eigenwillig, störrisch, konsequent und wird in der Schule gemobbt, was oft dazu führt, dass sie einnässt. Als eines Tages etwas Schreckliches passiert, wird die Situation für sie noch schlimmer. Wird sie daraus entfliehen können und doch noch die Liebe ihres Vaters entdecken?

     

    Zum Stil:

     

    Das Buch erzählt in angenehmem, flüssig zu lesendem Schreibstil nicht nur von Willows Leben sondern in Rückblenden dazu auch davon, wie ihre Eltern sich kennen- und liebengelernt haben bis zu den Faktoren, die zur Trennung geführt haben. Die unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen lassen den Leser Partei einmal für den einen, dann wieder für den anderen Protagonisten ergreifen, mit dem man mitfühlt, mitleidet, sich über ihn ärgert oder sich mit ihm freut.

    Wie schnell das Urteil über eine Person revidiert werden muss, wenn man nähere Umstände kennenlernt, führt dieses Buch vor Augen, das ans Herz geht.

     

    Fazit:

    Ein Buch wie dieses ist eine Besonderheit, da es viele Seiten einer Persönlichkeit aufzeigt. Es hat mich berührt, ja sogar zu Tränen gerührt. Obwohl es leicht zu lesen ist, ist es tiefgehend und zeigt die vielschichtigen zarten Facetten, in denen Liebe zu finden sein kann.

     

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

     

  23. Cover des Buches Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter (ISBN: 9783551583000)
    Susin Nielsen

    Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter

     (43)
    Aktuelle Rezension von: JenniferKrieger
    Klappentext:
    Da hat Violets Mutter doch tatsächlich schon mal mit George Clooney zusammengearbeitet, zwar nur, um ihm die Haare zu machen – aber immerhin. Doch auf die Idee, dass er der perfekte Stiefvater für Violet und ihre Schwester Rosie sein könnte, kommt sie nicht. Also muss Violet die Sache selbst in die Hand nehmen. Und beschließt den verhassten Besuch bei ihrem Vater und dessen neuer Frau in Hollywood für ein Treffen mit dem Filmstar zu nutzen. Für irgendwas muss es ja gut sein, dass ihr Vater gerade an einer neuen Fernsehserie arbeitet. Und so schwer wird es doch wohl nicht sein, in der berühmtesten Filmstadt der Welt auf einen Filmstar zu treffen.

    Einordnung:
    Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

    Rezension:
    Das Buch beginnt etwas ruppig, weil die beschriebenen Szenen mit jedem Absatz (also teilweise alle fünf Zeilen) wechseln. Das liegt wohl daran, dass die Erzählung etwas in der Vergangenheit beginnt und der Leser zunächst auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht werden muss. Dabei informiert die Protagonistin Violet auf den ersten acht Seiten in einem halsbrecherischen Tempo über alle Geschehnisse des bisherigen Tages. Der Leser rennt geradezu durch das nachträgliche Weihnachtsfest, das sie mit ihrer Schwester bei ihrem Vater und dessen neuer Frau verbracht hat. Auch wenn es nett ist, kurz in die Situation eingeführt zu werden, ist der Einstieg durch dieses Tempo nicht so richtig gelungen.

    Vielleicht entstand auch dadurch anfangs der Eindruck, dass es sich um ein ganz lustiges, aber nur mäßig interessantes Kinderbuch handeln könnte. Doch nach und nach entwickelt sich eine wirklich tiefgehende, berührende Geschichte. Da die Handlung aus der Perspektive der 12jährigen Violet geschildert wird, erfährt der Leser hautnah, wie sie mit der Scheidung ihrer Eltern umgeht, was sie von den neuen Freunden ihrer Mutter hält und wie ihr die Verantwortung für ihre kleine Schwester auf den Schultern lastet. Es gibt keine übertriebene Dramatik und keine niederschmetternden Schicksalsschläge, aber einige Szenen werden so eindringlich und emotional beschrieben, dass mir Violets mit Händen greifbare Verzweiflung wirklich die Tränen in die Augen getrieben hat. Ich habe lange nicht mehr so mit einer Protagonistin gelitten.

    Mir persönlich haben außerdem die vielen (vor allem korrekten!) psychologischen Details in der Geschichte gefallen. Nicht nur Violet entwickelt nach der Scheidung ihrer Eltern eine psychische Störung, auch ihre kleine Schwester Rosie reagiert mit Problemen wie Bettnässen. Hinzu kommt Violets beste Freundin Phoebe, deren Eltern Psychologen sind, sodass auch von dieser Seite immer wieder Verhaltensanalysen erfolgen, nicht zuletzt auch zu Violets Bemühungen, George Clooney als Stiefvater zu gewinnen. Die Darstellungen sind alle korrekt, aber trotzdem wirkt es nicht überpsychologisiert. Die Probleme und Reaktionen sind vollkommen normal in die Erzählung eingebunden, sodass das Buch eindeutig nicht als Oberlehrer daherkommt, um über die Emotionen und Gedankengänge von Scheidungskindern zu belehren. Diese Details sind einfach nur einige und vielen.

    Fazit:
    Anfangs schien es sich um ein lockeres Kinderbuch zu handeln, doch ziemlich bald hat sich daraus eine berührende Geschichte entwickelt. Die Verzweiflung der Protagonistin Violet hat mir Tränen in die Augen getrieben, denn sie ist vollkommen machtlos gegen die Scheidung ihrer Eltern und die neuen Freunde ihrer Mutter. Eindringlich beschriebene Szenen werden mit psychologischen Details ausgeschmückt, ohne das Thema Scheidungskinder jedoch zu überpsychologisieren. Lediglich der Beginn der Geschichte ist für meinen Geschmack zu hektisch und zu ruppig. Daher bekommt „Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter“ insgesamt vier Schreibfedern.
  24. Cover des Buches Das Gegenteil von oben (ISBN: 9783839001325)
    Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Bluesky_13

    <><><>Inhalt<><><>

    Ein fünfzehnjähriger Junge beobachtet aus dem zwölften Stock seine Nachbarn in den darunter liegenden Stockwerken. So versorgt er Frau Närdemann aus dem Achten Stock mit Rätselheften, doch er achtet dabei auf ein gewisses Niveau. Er weiß, dass sie die sehr gerne macht.

    Er sieht das ganze aus der Perspektive, das Häuser Geschichten erzählen, wenn man nur genauer hinschaut. Der Junge heißt Dennis und er lebt hier mit seiner Mutter, die im Pflegeheim am Stadtrand arbeitet und dort eine ganze Etage leitet.

    Dennis möchte mehr über seinen Vater wissen, doch seine Mutter weicht ihm bei der Frage immer aus. Das ärgert Dennis und er wird zornig. Er ist ein so sensibler Jung, der wenn er der Meinung ist, dass andere Hilfe brauchen, den Code Yellow benutzt. Das heißt er schreibt den Leuten einen Brief auf gelbem Papier und steckt es in einen gelben Umschlag. Darin erwähnt er die positiven Dinge, die er von den betreffenden Personen durch Recherche und Beobachtung weiß. Doch wenn er mit seiner Mutter Differenzen hat, dann ist da niemand, der versucht zu schlichten.


    Dennis spielt sehr viel auf seinen Konsolen und begibt sich da in seine eigene Welt. Dennis sah im Fernseher den Fall Kampusch und das beschäftigte ihn sehr, er wollte das nicht sehen und auch nichts mehr davon hören. Wie konnte ein Mensch so pervers sein und jemanden acht Jahre einsperren?

    Dennis verstand nicht, warum sie diesen Fall immer wieder aufrollten.


    Im vierzehnten Stock wohnt der Hausmeister mit seiner Familie, das war so der Ruhepol für Dennis, denn die Familie wirkt immer sehr harmonisch.

    Der Vater macht mit den Sohn Hausaufgaben, sie spielen gemeinsam Wii.

    So eine Familie hätte Dennis auch gerne, doch er kennt seinen Vater gar nicht. Eines Abends will Dennis zu der Familie schauen, um sich zu beruhigen, doch war er sieht, beruhigt ihn gar nicht.

    In der Familie gibt es Streit.

    Dennis kann es nicht glauben.



    <><><>Meine Meinung<><><>

    Dennis ist ein ganz normaler Jugendlicher, der so seine Ideen und Interessen hat. Alles ist gar nicht so einfach, die Lehrer nerven, die Mitschüler beachten ihn nicht wirklich und Mädchen,? Oje.

    Mit Mädchen das klappte auch nicht, Mädchen interessieren sich nicht für Dennis. Das sind alles ganz normale und alltägliche Themen für Jugendliche in dem Alter.

    Seine Mutter wollte ihm nichts über seinen Vater sagen, wo er doch ein Recht darauf hatte. Das machte ihn sehr wütend, er wollte wissen, wer er war. Doch seine Mutter verstand das nicht. Da war er doch lieber in seiner Welt, da musste er sich nicht ärgern.

    Er spielt wie die meisten Jugendlichen bei uns Konsolenspiele, die er noch gar nicht spielen darf. Es gibt immer einen älteren, der die Spiele besorgt. Das ist so ein Problem, das wir wahrscheinlich nie in den Griff bekommen werden.


    Er ist mit verschiedenen Dingen total auf sich allein gestellt und das überfordert ihn, aber irgendwie macht es ihn auch stark. Es ist nicht gut, wenn ein Jugendlicher mit Problemen allein gelassen wird, denn das geht meist nach hinten los. Die Kids werden dadurch nur noch aggressiver und sie fühlen sich nicht verstanden.

    Dennis beobachtet seine Nachbarn im Nebenhaus, auch Turm genannt. Durch dieses Beobachten und nichts hören können, geschehen für ihn Dinge, die ihn beunruhigen. Aber er kann ja mit seiner Mutter nicht darüber reden, sie versteht ihn ja nicht.

    Er ist mit diesen Dingen völlig auf sich gestellt. Er meint es nur gut mit seinen Nachbarn und will ihnen nur helfen. ©Bluesky_13

    Er ist ein guter Junge und er macht sich über die Gewalt die hier herrscht sehr große Gedanken. Er findet es absolut widerlich, wenn Erwachsene sich an Kindern vergehen. Er kann so etwas nicht verstehen, das erschüttert ihn.


    Das sind alles Themen, die wirklich präsent sind. Es sind auch Themen in diesem Buch übernommen, die tatsächlich passiert sind. Das ist ein super gutes Jugendbuch, weil es die Jugendlichen mit Tatsachen konfrontiert, die nicht frei erfunden sind. Das Buch ist wirklich nah an der Jugend dran. Ich kann das Buch auf jeden Fall an Jugendliche weiter empfehlen, die sich Gedanken um ihre Mitmenschen machen.



    Eure Bluesky_13

    Rosi      

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