Bücher mit dem Tag "scheiterhaufen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "scheiterhaufen" gekennzeichnet haben.

107 Bücher

  1. Cover des Buches Everflame - Feuerprobe (ISBN: 9783791526300)
    Josephine Angelini

    Everflame - Feuerprobe

     (1.109)
    Aktuelle Rezension von: Eve_Wae

    Klappentext:

    Liebe schmerzt. Welten kollidieren. Feuer tötet. Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden – und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser "Crucible" ist Lillian – und Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe? In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit begegnet Lily sich selbst – und einer unerwarteten Liebe. Ein mitreißender Pageturner mit starken Gefühlen: schicksalhafte Entscheidungen, Magie, Spannung und Liebe mit einer Heldin zwischen zwei Männern, zwei Welten und zwei Identitäten.

    Meine Meinung:

    Ich hatte vorher noch nie ein Buch der Autorin gelesen, umso mehr hat es mich überrascht, wie schnell ich Zugang zu der Geschichte gefunden habe.

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und einfach zu lesen.

    Die Handlung war durchwegs spannend, ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.

    Die Protagonistin Lily Proctor war mir von Anfang an sympathisch. Sie leidet an lebensbedrohlichen Allergien, die sie in ihrem Alltag stark einschränken. Zu Beginn des Buches fehlt es ihr sehr an Selbstbewusstsein aber im Laufe der Geschichte macht sie eine erstaunliche Entwicklung durch. Lily hat noch eine ältere Schwester namens Juliet, die Dynamik zwischen den Geschwistern hat mir sehr gut gefallen. Die Beiden passen immer auf und sein so lieb zueinander.

    Im alternativen Salem treffen wir dann auf Lilys Doppelgängerin Lilian. Die Beiden haben ähnliche Charakterzüge, sind aber letztendlich total verschieden. Lilian hat in der Vergangenheit viele grausame Dinge getan und tut sie auch immer noch, dennoch glaube ich nicht, dass sie gänzlich böse ist.

    Der männliche Protagonist heißt Rowan, er ist ein vielschichtiger und interessanter Charakter. In der Vergangenheit musste er sehr viel erleiden, dass in dann auch entsprechend geprägt hat. Aus diesem Grund konnte ich es auch gut nachvollziehen, dass er Lily gegenüber erstmal ziemlich skeptisch war und ihr misstraut hat.

    Das Ende war super spannend und unerwartet, ich bin sehr froh, dass ich mir bereits die nächsten Bände gekauft habe.

    Fazit:

    Dieser Auftakt der Everflame-Trilogie konnte mich vollkommen überzeugen. Aus diesem Grund bekommt das Buch auch eine dicke Leseempfehlung von mir.

  2. Cover des Buches Everflame - Tränenpfad (ISBN: 9783791526317)
    Josephine Angelini

    Everflame - Tränenpfad

     (519)
    Aktuelle Rezension von: FunkensBuecherwelt

    Da ich mich beim ersten Band ausführlich um den Schreibstil der Autoren gekümmert habe, lass ich es hier aus und komme direkt zum Inhaltlichen.


    Der Roman ist, genau wie der Vorgänger, sehr verständlich und Mitfühlend geschrieben.

    Allerdings stolpert man ab und an über mehrere Seiten und es bedarf eine kleine Eingewöhnungszeit da hier die Sichtweisen verschiedener Menschen (und Welten) aufeinandertreffen.

    Aufgrund dieser Tatsache hatte ich persönlich anfangs noch große Schwierigkeiten alles nachempfinden zu können. Ab der Mitte des Buches war der Dam dann aber gebrochen, zum Schluss flossen sogar Tränchen.

    Apropos Schluss, dieser regt eindeutig zum Weiterlesen an und lässt viele kleine Fragen offen.
    ich werde keinen weiteren Tag davonkommen lassen, um den dritten und letzten Teil anzufangen.



    Alles in einem, hat mir der erste Band zwar besser gefallen aber der zweite ist auch nicht weg zu denken! Daher 3/4 Sternen

  3. Cover des Buches Everflame - Verräterliebe (ISBN: 9783791526324)
    Josephine Angelini

    Everflame - Verräterliebe

     (316)
    Aktuelle Rezension von: FunkensBuecherwelt

    Der tolle Schreibstil ist, glücklicherweise, verständlich und mitfühlend geblieben aber das wars dann auch irgendwie..

    Nach dem mich der erste Band (Feuerprobe) total mitgerissen hat und der zweite etwas untergangen ist, habe ich auf ein großes Finale gehofft.
    Dieses blieb mir leider allerdings leider erspart.
    Die Kapitel sind relativ lang und wirr. Zeitweise war ich sogar am überlegen das Buch abzubrechen doch ich wollte unbedingt das Ende der Reihe lesen.
    Tja das Ende war nun leider nicht wie erhofft, das Buch bestand großenteils aus der Vorbereitung des großen Endes (mit kleinen spannenden stellen und herzzerreißenden Toden), doch das große Ende nahm dann nur einen kleinen teil des Buches ein und war auch nicht grade befriedigend. Es wirkte eher als würde noch ein vierter teil kommen (bis jetzt habe ich davon allerdings noch nichts gehört).
    Ich bin ehrlicherweise schon fast froh es hinter mir zu haben.

    Abschießend sage ich das ich den ersten Teil auf jeden fall empfehle aber den Rest kann man dann doch weg lassen. Daher 2/5 Sterne.

  4. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.170)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Dass sich, wie Wikipedia verrät, einige historische Ungenauigkeiten in den Roman geschlichen haben, sei vergeben. Mich hat es beim Lesen nicht gestört, und hätte ich es nicht an anderer Stelle nachgelesen, wäre es mir überhaupt nicht aufgefallen. Ein bisschen fiktionale Freiheit ist vollkommen okay.

    Für mich stößt Noah Gordon die Tür zum Mittelalter sperrangelweit auf. Die Art, wie er das Leben damals beschreibt, liest sich so authentisch und echt, dass man komplett in diese Zeit versinkt. Schmutz, Dreck, Gestank – das Mittelalter war kein Zuckerschlecken, und das wird schonungslos und detailreich gezeigt. Vor allem das Handwerk des Baders wird spannend geschildert: Hausmittelchen, Quacksalberei und bedenkliche Tinkturen werden ohne tieferes Wissen angewandt in dem Versuch, Menschen vor Krankheit und Tod zu bewahren. Für einen modernen Menschen sind viele Vorgehensweisen total unvorstellbar.

    Später, wenn Rob in Isfahan, eine Stadt im heutigen Irak, ankommt und dort wahre Medizin kennenlernt, werden die damaligen Möglichkeiten der Heilung plastisch und spannend geschildert. Es ist bemerkenswert, wie viel Wissen über die Medizin im 11. Jahrhundert schon bekannt war. Mich hat es total fasziniert, mehr über die Geschichte der Medizin zu erfahren.

    Und Rob ist der perfekte Protagonist, um diese Geschichte zu vermitteln. Seine Gabe, den nahen Tod eines Menschen zu spüren, wird nicht als (unpassendes) Fantasy-Element in den Mittelpunkt gestellt; vielmehr ist es ein Werkzeug, seine Hingabe und seine Leidenschaft für die Heilung noch stärker herauszuarbeiten. Rob Cole ist der geborene Medicus – und ich als Leserin habe sein Leben und seine Reisen begeistert mitverfolgt.

    Auch stilistisch kann „Der Medicus“ von vorne bis hinten überzeugen. In einem leichten, sehr unterhaltsamen Stil beschreibt Gordon die Ereignisse, webt historische Fakten (mal mehr, mal weniger, wie wir schon wissen) ein und lässt das Mittelalter lebendig werden. In dem zweiten Band der Trilogie, „Der Schamane“, springt Gordon übrigens ein paar Jahrhunderte weiter.

    Für mich war, ist und bleibt „Der Medicus“ von Noah Gordon einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. Ein bisschen auch, weil es mein erster Erwachsenenroman in diesem Genre war. Aber vor allem, weil Gordon seine Leser auf eine spannende, atmosphärisch dichte und authentische Zeitreise mitnimmt. Und auch heute noch hat dieser Roman eine ganz starke Wirkung auf mich. Das können nicht viele Bücher von sich behaupten.

  5. Cover des Buches Entfesselt (ISBN: 9783596198856)
    P.C. Cast

    Entfesselt

     (627)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das ist jetzt das 11te Buch dieser Serie und man könnte da schon glauben, dass es der letzte Teil ist. Zoe gibt sich vollkommen auf und denkt, dass sie jemanden getötet hat. Irgendwie plätschert die Geschichte seit einigen Bändern schon vor sich. So einen tiefen Fall hatte Zoe ja schon als sie zerborsten war und in der Anderwelt feststeckte. Dass sich auch durch die ganzen Bänder sich dieses Liebeschaos zwischen Zoe und ihren Kerlen hindurch zieht, fand ich auch etwas lästig. Außerdem waren Erik und auch ihr Wächter ewig eifersüchtig. Das ist schon ziemlich ermüdend, weil es immer um das gleiche geht, nur halt mit anderen Person Heath hatte einen super tollen Charakter. Im Gegensatz zu dem Hörbuch hat mein bei dem Buch ein paar mehr Sätze, die man lesen muss. Meiner Meinung ein Paar Passagen die man hätte weglassen können. Dennoch eine klare Weiterempfehlung.

  6. Cover des Buches Black Heart: Ein Märchen von Gut und Böse (ISBN: B075Z7W7PV)
    Kim Leopold

    Black Heart: Ein Märchen von Gut und Böse

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Ruby-Celtic

    Beim Durchstöbern meines Kindle ist mir ein kleines aber feines Büchlein in die Hände geraten. Da habe ich mir wohl tatsächlich mal einen ersten Band zu einer Buchserie gekauft. Normalerweise mache ich da ja eher einen Bogen rum, aber scheinbar ist es mir hier nicht aufgefallen ^^° Blöd nur, dass mir dieser erste Band wirklich sehr gut gefallen hat.

    Man erhält einen Einblick in die Geschichte in drei verschiedenen Bereichen. Ein Unbekannter, erzählt seine Geschichte, welche er 2018 erlebt. Dabei ist er auf der Suche nach einer ganz bestimmten Hexe, welche ihm scheinbar etwas gestohlen hat. Er möchte es zurück und gibt dafür einiges.

    Dann springen wir ab und zu in die Vergangenheit zu Feye, welche eigentlich mit Ihrer Mutter in einer ruhigen Gegend lebt. Auf Grund eines unschönen Ereignisses muss Feye mit einem nur flüchtig Bekannten fliehen. Man erhält einen schönen, wenn auch kurzen Einblick in beide und ich wollte unbedingt mehr von ihnen :)

    Als dritte Partei lernen wir Louisa kennen, welche kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag steht. Sie wird von ihrer Mutter kurzerhand verdonnert mit einem Kerl namens Alex auszugehen und schon beginnt ihr Leben sich rasant zu verändern.

    Tatsächlich wird man von Beginn bis Ende dieser kleinen Episode ordentlich durchgerüttelt. Man kommt sehr gut mit, erhält aber immer mehr neue Brotkrümmel und wird mit einer anhaltenden Spannung vorangetrieben.

    Mir hat diese erste Episode wirklich gut gefallen und ich bin total neugierig wie es weitergeht, gerade da zum Ende dieser ein weiterer sehr interessanter Brotkrümmel ausgelegt wurde. Ich bin es mehr als gewillt unbedingt weiterlesen zu wollen. :(

    Mein Gesamtfazit:

    Mit „Black Heart – Ein Märchen von Gut und Böse“ hat Kim Leopold eine starke, mitreisende und interessante erste Episode geschaffen. Sie konnte mich sofort fesseln und hat mich neugierig auf die folgenden Episoden gemacht. Auch die Charaktere waren greifbar, nachvollziehbar und machen Lust auf mehr.

  7. Cover des Buches Moorfeuer (ISBN: 9783734102127)
    Nicole Neubauer

    Moorfeuer

     (92)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch

    INFOS ZUM BUCH

    Titel: Moorfeuer
    Autor: Nicole Neubauer
    Seiten: 416
    Verlag: Blanvalet
    Handlungsort: München, Erding (Bayern) [Deutschland]
    ISBN: 978-3-7341-0212-7 € 9,99 [D] Taschenbuch
    Erstveröffentlichung: 18. Januar 2016


    Infos zum Autor

    „Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«. Nach »Kellerkind« ist »Moorfeuer« der zweite Roman um Hauptkommissar Waechter und sein Team.Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie in München im Herzen Schwabings.“ (Quelle)

    Rezension

    Es ist doch schon etwas länger her, dass ich den 1. Teil dieser Reihe gelesen habe. Sonst stört mich das immer sehr selten. Hier ist es mir aber manchmal etwas schwer gefallen, aber dazu später mehr. Generell würde ich es aber auch empfehlen diese Reihe auf jeden Fall chronologisch zu lesen. 

    Eva Nells Leiche wird auf einem Scheiterhaufen gefunden. Keiner kann sich vorstellen, wer die alte Dame umgebracht haben soll. Alle Spuren führen zu dem Bauernhof auf dem ihre Tochter mit deren Familie lebt. Sophie die Enkelin von Eva Nell sieht den Geist eines kleinen Mädchens. Die Kommissare Michael Waechter und Hannes Brandes sind so in die Vermittlungen vertieft, dass diese Auswirkungen auf ihr Privatleben haben. Doch wirklich voran schreiten die Ermittlungen nicht.

    Die Farben des Covers finde ich zum Titel Moorfeuer sehr passend. Auch der Titel im Allgemeinen passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Cover selbst finde ich nicht unbedingt passend, hier hätte ich mir auch gut das Foto eines Scheiterhaufens oder eines Feuers vorstellen können. Allerdings finde ich auch, dass das Cover trotzdem sehr ansprechend und düster genug für einen Krimi ist.

    Der Einstieg ins Buch war wirklich gruselig. So gruselig, sodass ich erst überlegt hatte das Buch erstmal wieder zur Seite zu legen und abzubrechen. Dann dachte ich aber „Das ist nur ein Krimi, so schlimm kann’s gar nicht sein“ – wars auch nicht. Dieses Buch war wirklich nett, viel mehr aber auch nicht. Den Einstieg fand ich tatsächlich generell am spannendsten, danach flachte die Spannung recht stark ab. Dies kann aber auch vor allem damit zusammen hängen, dass mir die Unterschiedlichkeit der Ermittler nicht immer klar war. Ich habe die beiden Charaktere oft verwechselt und somit auch ihr Privatleben, welches in diesem Buch bei beiden eine große Rolle gespielt hat. Auch die anderen Charaktere waren von mir und meiner Identifikation mit ihnen recht weit entfernt. Dies lag vor allem daran, dass die Namen gar nicht von allen bekannt waren. Die richtigen Namen von „Der Chefin“ und „Der Hüter des Schweigens“ wurden in diesem Buch gar nicht erwähnt, somit wären hier die Informationen aus dem vorherigen Buch wichtig gewesen – dafür war es für mich einfach zu lange her. 

    Die Story war gut, aber nicht herausragend. Die Handlung und vor allem die Ermittlungen der Polizei plätscherten so vor sich hin. Die eigenen Ermittlungen von Hannes Brandl und die Handlungen im Privatleben der Ermittler waren definitiv das spannendste am gesamten Buch. Schade fand ich, dass das Ende dann doch recht abrupt kam und die Aufklärung dann erst später erklärt wurde. 

    Ich fand das Buch zwischenzeitlich wirklich unspektakulär, aber es war ein gutes Buch, welches sich recht flüssig lesen ließ. Von mir gibt es 4 Blutstropfen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile.

  8. Cover des Buches Sündenkammer: Thriller (ISBN: 9783944676227)
    Catherine Shepherd

    Sündenkammer: Thriller

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Ramona_H

    Wie bisher jedes Buch das ich von Catherine Shepherd gelesen habe, ist auch dieses richtig super. Ich kam sofort wieder gut ins Buch rein. 

    Ich finde in der alten Zeit Bastian Mühlenberg einfach klasse. Genauso finde ich in der Gegenwart Oliver Bergmann und seine Freundin Emily einfach klasse. 

    In Zons im Mittelalter sterben junge Novizen des Franziskanerklosters auf unerklärliche Weise. Als Bastian Mühlenberg nach kurzer Nachforschung dies herausfindet, stoßen seine Ermittlungen auf Gegenwehr in den Klostermauern.  

    In der Gegenwart hat es Oliver Bergmann mit einem brutalen Mörder zu tun, der junge Frauen auf einem Scheiterhaufen verbrennt. In Verdacht gerät ein Sektenführer, der sich und seine Untertanen in schwarz kleidet und verschiedene Ritual durchführt. Welche Gründe hat der Mörder, die Frauen umzubringen? 

    Es ist wieder sehr spannend wie Catherine Shepherd wieder eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit schlägt. Am Ende wird dem Leser wieder der Zusammenhang klar. 

    Ein super spannender Thriller, der mich wie immer nicht losgelassen.hat. Sehr empfehlenswert.  

  9. Cover des Buches Die Hüter der Rose (ISBN: 9783404156832)
    Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose

     (775)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    England im frühen 15. Jahrhundert: Dem jungen John of Waringham, Robins jüngstem Sohn,  droht eine klerikale Laufbahn, was absolut nicht dessen Vorstellungen entspricht. Und so beschließt der Dreizehnjährige, Waringham hinter sich zu lassen, und flieht auf den Hof in Westminster. Dort legt er eine Steilkarriere hin, findet neue Freunde und Feinde und wird zum gefeierten Kriegshelden im Hundertjährigen Krieg gegen Frankreich. Ein Sammelsurium von höfischen Intrigen, Abenteuern, Freundschaft und Liebe. 

    Der zweite Teil der Waringham-Saga steht dem ersten in keinster Weise nach. Auch hier legt die Autorin einen bildgewaltigen Epos hin, der sich über mehrere Jahrzehnte der englischen und auch französischen Geschichte zieht, und dabei das Hochmittelalter wieder auferstehen lässt. Der fesselnde und bildhafte Schreibstil von Rebecca Gablé reißt einen beim Lesen derart mit, dass man das Buch kaum noch aus den Händen legen kann. dazu trägt auch der Spannungsbogen, der sich beständig aufbaut, und immer wieder in kleinen und auch größeren actionreichen Szenen wieder entlädt. Zum vollkommenen Lesegenuss tragen sicherlich auch die Protagonisten bei. Zwar ähnelt John in gewissen Zügen seinem Vater Robin aus dem ersten Band, allerdings ist John trotzdem facettenreich und tief gestaltet und vor allem ein enormer Sympathieträger. Bemerkenswert ist aber auch die Recherchearbeit, die die Autorin hier geleistet hat. Die Intrigen am Hof, der lange andauernde zermürbende Krieg, aber auch das Leben von Adel und einfacher Bevölkerung im mittelalter werden anschaulich und authentisch dargelegt, und man kann hier wirklich beim Lesen einiges Lernen. 

    In meinen Augen ist das Buch einfach rundum gelungen und eine große Leseempfehlung für Fans des Mittelalters. 

  10. Cover des Buches Purpurmond (ISBN: 9783426283660)
    Heike Eva Schmidt

    Purpurmond

     (427)
    Aktuelle Rezension von: Readrat

    Dies ist keine Rezi sondern eine kurze Erklärung:

    Ich habe das Buch mit Seite 36 abgebrochen. Der Schreibstil war mir zu einfach. Die Wortwechsel waren sehr flach. Ich finde es darf für Jugendliche ruhig etwas mehr Tiefgang haben und auch anspruchsvoller vom Text her sein. Ich möchte dem Buch aber auch kein Unrecht tun - mag durchaus sein, dass sich dies im Fortlauf der Geschichte noch ändert, aber meine Lesezeit ist mir zu kostbar, um mich durch Bücher zu "quälen". Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für dieses Buch ;-)...

  11. Cover des Buches Verlockung der Nacht (ISBN: 9783442379163)
    Jeaniene Frost

    Verlockung der Nacht

     (335)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly
    Eckdaten
    Blanvalet Verlag (Verlagsgruppe Random House)
    Roman
    8,99 €
    ISBN: 978-3-442-37916-3
    Übersetzung. Sandra Müller
    Band 6
    2012
    Cat & Bones-Reihe
    375 Seiten + 1 Seite Danksagung + 3 Seiten Buchvorstellungen

    Cover
    Das erste Cover, das Licht ins Dunkle bringt. Es passt aber trotzdem zu den eher düsteren, vorherigen Covern. Aber ich frage mich seit dem ersten Cover, wer die Frau sein soll. Cat hat ja bekanntlich rote Haare und graue Augen. Hätte der Verlag besser machen können.

    Inhalt
    Die Auseinandersetzung mit Apollyn, dem dunklen Propheten der Ghule, ist vorüber – eine Auseinandersetzung, die beinahe zu einem Krieg zwischen Vampiren und Ghulen geführt hätte und in der Cat nur bestehen konnte, weil sie von der Voodoo-Königin Marie Laveau Macht über Geister erhalten hatte. Jetzt ist Cat nur noch müde, und sie will weiter nichts als endlich wieder einmal ein bisschen Zweisamkeit mit ihrem geliebten Bones zu genießen. Doch ihre neuen Fähigkeiten erwecken das Interesse eines uralten heimtückischen Geistes, der sie für seine eigenen Zwecke nutzen will. Vor vielen Jahrhunderten war er ein Hexenjäger, und jetzt nimmt er jedes Jahr am Abend vor Allerheiligen wieder körperliche Gestalt an, um unschuldige Frauen zu foltern und dann bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Unzählige Frauen hat er auf diese Weise schon getötet, doch einer Frau wie Cat ist er noch nie begegnet. Das merkt er, als er Bones aus dem Weg zu räumen versucht – und Cat so richtig wütend wird…

    Autorin
    Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie Wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Und obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen. Zurzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman.

    Meinung
    Der fiese Cliffhanger vom letzten Band hat mich unglaublich neugierig und hibbelig auf den diesen Band werden lassen. XD Ihr Onkel ist gestorben, aber er weilt dennoch als Geist unter ihnen. Weshalb? Hoffentlich steht ihr Vater dann auch nicht wieder auf… Das wäre fatal!
    Seit dem Tod ihres Onkels herrschen auf ihrer Arbeit für das Militär ganz neue Töne, denn der neue Controller ist ein ziemlicher Idiot. Es scheint, als wolle er etwas ganz anderes als Don.
    Ein neuer Feind taucht auf. Dieses Mal haben Cat und Bones es mit einem fiesen und gewalttätigen Geist zu tun. Da fragt man sich doch, wie ein Geist Gewalt anwenden kann, aber ja, dieser Geist kann es und er tut es auch. Es ist doch sehr gruselig. Kramer, der Geist, ist echt fies und den schien es sogar wirklich zu geben! Echt krass, welche Taten er vollbracht hat und auch noch damit durchgekommen ist. Ich sage nur: Hexenverbrennung.
    Wir sehen, im Leben von Cat und Bones wird es nie langweilig, denn es wird immer jemanden geben, der es entweder auf ihrer beider Leben abgesehen hat oder die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Immerhin stellen sich beide gemeinsam den Herausforderungen und meistern sie eigentlich immer, auch wenn es immer brenzlig zu werden scheint. ^^
    Super! Ich liebe Cat und Bones und kann einfach nie genug von ihnen bekommen! Dieser Band war spannend und abwechslungsreich! Die Autorin weiß einfach, wie sie ihre Leser halten kann. Ich habe nicht mit so einem Feind gerechnet und dachte, die beiden hätten doch eigentlich schon gegen alles gekämpft, was es gibt, aber da habe ich mich wohl geirrt. ;)

    ❤❤❤❤❤ von ❤❤❤❤❤
  12. Cover des Buches Die Henkerstochter (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Jacqueline___

    Ein schöner historischer Krimi, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und sehr bildlich. Man hat das Gefühl, man ist mittendrin.

  13. Cover des Buches Witch Hunter (ISBN: 9783423717557)
    Virginia Boecker

    Witch Hunter

     (901)
    Aktuelle Rezension von: fierybooks

    Inhalt: Elizabeth Grey ist gerade einmal 16 und schon eine der besten Hexenjägerinnen ihres Landes. Magie ist in Anglia verboten, daher ist es ihre Aufgabe, Hexen und Zauberer ausfindig zu machen und zu verhaften, sodass diese ihrer gerechten Strafe zugeführt werden können – welche nicht selten der Scheiterhaufen ist. Eines Tages passiert das Undenkbare: Elizabeth wird selbst der Hexerei angeklagt, denn man findet bei ihr Hexenkräuter. Ihre einzige Rettung vor dem Scheiterhaufen ist meistgesuchte und gefährlichste Zauberer des Landes … Doch kann sie ihm trauen? Und was will er überhaupt von ihr?

    Gleich vorweg: Witch Hunter (Teil 1) war für mich ein Reread. Ich habe das Buch bereits damals nach Veröffentlichung gelesen, jedoch nie den zweiten Teil. Nun wollte ich das nachholen, musste jedoch Band 1 erneut lesen, da ich kaum noch etwas wusste. Dementsprechend war die Geschichte nicht völlig neu für mich. So viel: Das Buch gefiel mir nicht mehr so gut wie vor fünf Jahren.

    Ich liebe Hexengeschichten und habe mich daher erst einmal sehr auf den Reread gefreut, meine Erinnerungen an die Geschichte waren ja auch positiv. Dass wir es bei der Protagonistin nicht mit einer Hexe zu tun haben, ist nicht weiter schlimm. Das Buch beginnt an sich direkt spannend, es passiert einiges und man steigt schnell in die Geschichte ein. Spannend fand ich es auch, dass wir es hier nicht mit einer erfundenen Welt zu tun haben, wie es oft in derartiger Fantasy der Fall ist, sondern die Geschichte im 16. Jahrhundert unserer Welt spielt. Handlungsort ist eine magische Version Englands, genannt Anglia (Kreativität lässt grüßen, ne). Die Ausübung von Magie ist in diesem Land durch den König verboten worden – der Inquisitor Blackwell ist dafür zuständig, mittels seiner Hexenjäger dafür zu sorgen, all jene zu verhaften, die gegen die antimagischen Gesetze verstoßen.
    Das ist alles nichts Neues, aber nichtsdestotrotz kann das Buch mit einer gewissen Spannung aufwarten. Ich konnte mich nicht mehr an alles erinnern, daher gab es wieder den ein oder anderen Aspekt, der mich überraschen konnte, zugleich waren manche Dinge jedoch allgemein recht vorhersehbar. Gerade gegen Ende wird es spannend und stellenweise wusste ich nicht, was nun real ist und was nicht oder wie es weitergeht. Das Finale strahlt eine gewisse Ausweglosigkeit aus, die ich immer sehr packend finde.

    Mein Problem mit dem Buch ist, dass es ihm sehr an Tiefe mangelt. Das mag zum einen daran liegen, dass es ein Jugendbuch ist, zum anderen an den nur 380 Seiten. Allerdings gibt es viele Jugendbücher, die das besser hinkriegen, ohne dicke Schinken zu sein.
    Der Schreibstil der Autorin verrät meiner Meinung nach stets nur das Nötigste aus Elizabeths Innenleben. Zu Beginn hasst sie Hexen und Zauberer, im Laufe der Handlung vollzieht sich ein Wandel, da sie merkt, dass nicht alle böse sind und ihr viele Unwahrheiten über diese erzählt wurden. Diesen Wandel sieht man, aber man fühlt ihn kaum. Er passiert halt einfach. Allgemein wird hier mehr Telling als Showing betrieben.
    Ähnlich verläuft es mit der Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Heiler John. Ich will nicht sagen, dass da gar nichts rüberkam, aber es kam sehr wenig rüber. Zu Anfang passiert hier eher wenig, was ich begrüße, ab einem gewissen Punkt ist es dann plötzlich Liebe. Ich habe einfach nicht verstanden, wo diese Liebe plötzlich herkam. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben, weswegen man natürlich nicht viel zu Johns Gedanken erfährt. Das Problem: Er hat allen Grund, die Hexenjäger zu hassen, dennoch findet er sich nach einem kurzen Schock relativ schnell damit ab, was sie ist/war. Es gibt eine Kurzgeschichte als E-Book, die aus Johns Sicht ist. Hier erhält man ein bisschen mehr Einblick in ihn, was definitiv hilft, ihn im Buch besser zu deuten, aber diese Kurzgeschichte ist ja rein optional, normalerweise sollte das Buch alleine ihm ausreichend Tiefe verleihen, was es jedoch nicht schafft.
    Ähnlich bei den anderen Figuren. Die meisten bleiben recht konturenlos, man erfährt entweder nichts oder nur ein Minimum. Fifer und Skyler sind ganz interessant, zu Letzterem gibt es ebenfalls noch eine Kurzgeschichte. Der Rest der Figuren wird meist auf eins, zwei Wesenszüge beschränkt.
    Elizabeth selbst mangelt es leider auch an Tiefe, und das, obwohl es ihre Geschichte ist. Sie soll eine der besten Hexenjägerinnen sein, was man jedoch kaum merkt. Ganz im Gegenteil, direkt zu Beginn wird erwähnt, dass ihr in letzter Zeit immer wieder Patzer passiert sind, wobei aber nicht gesagt wird, woran das liegt. Es wäre hier auch interessant gewesen, noch mehr über ihre Ausbildung zu erfahren. Einiges erfährt man, was weiß zum Beispiel auch, dass sie nur Hexenjägerin wurde, weil ihr bester Freund Caleb dies ebenfalls wollte und es einfach keine bessere Alternative gab. Sie wurde dann eben eine der besten, wird zugleich aber als klein und zierlich beschrieben, vermöbelt aber im Laufe des Buches eine Menge größerer Soldaten. Auch hier hält sich die Autorin nicht mit langen Beschreibungen auf, weswegen es für mich manchmal etwas unrealistisch wirkte. Wir müssen bedenken: Sie ist 16!
    Elizabeth beschreibt sich selbst immer wieder als knallharte Hexenjägerin, ist aber oft das genaue Gegenteil. Dass eine knallharte Hexenjägerin sich aufgrund von Liebeskummer in einer Bar fast besinnungslos säuft und dann mit Wildfremden weggeht, passt halt nicht zu „knallhart“. Sie ist ebenfalls ziemlich naiv – klar ist es keine Kleinigkeit, wenn alles, woran man geglaubt hat, sich als Lüge entpuppt, aber wie sie teilweise an ihrem Glauben festhalten will und alles andere eine direkt ablehnt, ist einfach albern. Sie wird als sehr gebildet und intelligent beschrieben, wovon man wenig merkt. Ferner blieb sie für mich während des Lesens so unbesonders, dass ich einmal sogar kurz ihren Namen vergessen hatte …
    Generell strotzen nicht nur ihr Charakter, sondern auch die Welt und die allgemeine Handlung vor Plot Holes. Die Geschichte soll wohl düster wirken und es sind definitiv Anzeichen dafür da, es ist Potenzial da! Es wird aber nicht genutzt, da es an vielen Stellen einfach oberflächlich bleibt.

    Nun zu meinem größten Kritikpunkt, der bei mir mit maximalem Unverständnis und Irritation verbunden ist.

    [Spoiler!]

    Grund für Elizabeths Verhaftung und Anklage sind Kräuter, die sie bei sich trägt. Wofür sie die braucht? Zur Verhütung. Warum genau? Der König steht auf sie.
    Man erfährt in diesem Buch so lächerlich wenig zu dieser ganzen Sache, dass ich in erster Linie nicht glauben möchte, dass wir es hier wirklich mit sexuellem Missbrauch zu tun haben – denn wenn ja, dann ist es unfassbar schlecht, sogar schon verantwortungslos dargestellt –, aber es gibt doch einige Hinweise, die die Vermutung naheliegen.
    Wir erfahren nämlich nur so viel: Der König (der im Übrigen erst 19 ist, jung König wurde, da sein Vater an der Pest starb, und nie vorkommt) hat ein Auge auf sie geworfen, laut einer anderen Person sei er sogar in sie verliebt. Klingt erst mal ganz nett, allerdings erfahren wir ferner, dass er mehrmals versuchte, ihre Nähe zu suchen, was sie ignorierte, und ihr Briefe schrieb, die sie ebenfalls ignorierte. Irgendwann ließ er sie jedoch zu sich in seine Gemächer bringen und sie sagt, dass sie dann keine andere Wahl hatte(!), er ist ja immerhin der König. Dann erhalten wir von Elizabeth nur noch die Info: Sie konnte es (Sex) nicht verhindern, aber zumindest eine Schwangerschaft – daher die Hexenkräuter.
    Eins, zwei Sätze lassen darauf schließen, dass der König sie seither wiederholt vergewaltigt hat, aber wirklich deutlich gesagt wird das nie. Was alles dagegen spricht? Na ja, die schlechte, schwammige Darstellung. Man könnte meinen, Elizabeth kann das gar nicht egaler sein. Sie erweckt nicht den Anschein, traumatisiert zu sein, hat kein spezifisches Problem mit Nähe zu anderen Männern, ja, sie hat nicht einmal eine negative Meinung zum König, sie ist erschreckend neutral ihm gegenüber. Anhand der Erzählweise will ich Missbrauch ausschließen, wären da nicht diese Sätze wie „Ich hatte keine Wahl“ oder „Nach Mitternacht passiert einem Mädchen nie etwas Gutes.“
    Was für ein Bild wir hier vermittelt? Gezwungener Sex ist gar nicht so schlimm, schließlich macht’s ihr ja danach nichts aus? Und wie kann man eine Geschichte schreiben, in der zumindest der nicht völlig abwegige Verdacht einer Vergewaltigung entsteht, ohne es klarzustellen, falls dem NICHT so war? Ich hoffe nämlich wirklich, es war nicht so. Sonst bin ich doch erschrocken.
    Oder war das Ganze nur nötig, damit sie, die perfekte Hexenjägerin, einen Grund hat, Hexenkräuter bei sich zu tragen, damit sie wiederum verhaftet werden kann? Hmmm. Es hätte auch gereicht, ihr einen normalen Liebhaber an die Hand zu geben, mit dem sie bewusst Spaß hatte. Ist das nicht genug Drama, nicht düster genug?
    Denn düster könnte die Geschichte sein, wenn sie nicht eben solche wichtigen Themen komplett unter den Teppich kehren würde. Da hätte der Geschichte, wenn gut gemacht, wirklich viel Inhalt schenken können.
    Es ist ja auch der Gedanke naheliegend, dass Elizabeth deshalb in letzter Zeit bei der Arbeit Fehler unterlaufen sind, weil sie eben vom König missbraucht wird. Aber auch das wird nicht gesagt, alles reine Vermutungen.
    Ich hoffe auf eine Erklärung in Band 2, die Licht ins Dunkel bringt und mir zeigt, dass das Ganze nicht ganz so grausig ist, wie es in Band 1 wirkt ...
    [Spoiler Ende!]

    Auch an anderen Stellen wurde Potenzial verschenkt und auf ausreichend Tiefe verzichtet, was sehr schade ist. Das Buch konnte mich zwar hin und wieder unterhalten und ich habe es auch schnell durchgehabt, aber es wird wohl nicht lange in Erinnerung bleiben.
    Positiv hervorheben kann ich allerdings, dass Elizabeth bislang noch nicht plötzlich das Hexen-Dasein in sich entdeckt hat. Das wäre ja doch sehr zu erwarten gewesen.
    Da ich das Buch aber auch nicht absolut grottig fand und mich das Ende ja auch unterhalten konnte und ich daher gerne wissen möchte, wie es weitergeht (nicht zuletzt wegen eben genannter Problematik), und weil ich Band 2 bereits lange im Regal habe, werde ich diesen zweiten Band auch noch lesen. Ich hoffe, dass die Geschichte noch mit einigen überraschenden Wendungen daherkommt und die Figuren noch etwas mehr Tiefe bekommen.

    Fazit: Nichts Neues, aber dennoch hatte „Witch Hunter“ durchaus Potenzial, eine düstere, spannende Geschichte zu werden. Aufgrund mangelnder Tiefe, Plot Holes und einer recht unbesonderen Protagonistin ist es jedoch eher ein durchwachsenes Leseerlebnis. Es gelingt dem Buch allerdings auch, stellenweise zu unterhalten und einen zu packen, weswegen ich 2,5 von 5 Sternen vergebe.

  14. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Wir befinden uns hier im 17Jh. in Bamberg. Es werden unschuldig Hexen verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Angst geht in der Stadt um. Johanna wurde auch festgenommen und bangt um ihr Leben.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und ist sehr gut recherchiert,  so werden immer wieder Augenzeugenberichte von damals abgedruckt. Diese waren auf Grund der Sprache von damals, nicht ganz so einfach zu lesen und mein Lesefluss wurde so ein bisschen ausgebremst. Ansonsten war es eine sehr erschreckende Geschichte, da man weiss, dass es diese Hexenverbrennungen wirklich gab.

  15. Cover des Buches Hades' Hangmen - Kyler (ISBN: 9783736308121)
    Tillie Cole

    Hades' Hangmen - Kyler

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin72

    Wie im ersten Teil geht es auch diesmal um eine junge Frau, die ihr ganzes Leben in einer unmenschlichen Sekte verbracht hat. Doch im Gegensatz zu ihrer Schwester Mae wollte sie die Sekte nie verlassen. Nun ist sie unfreiwillig in einer neuen Hölle gelandet und kommt mit diesem Leben nicht klar. In ihren Augen sind sie Hangmen Sünder, vom Teufel besessene Männer. Trotz ihrer Angst vor ihnen fühlt sie sich in Ky's Gegenwart sicher und beschützt. Der ist einserseits von ihr fasziniert, kann aber nichts mit der hirngewaschenen Psychobraut anfangen.
    Spannend, actionreich, brutal und blutig geht es weiter. nichts für schwache Nerven, denn die beschriebenen Mißhandlungen gehen an die Nieren. Mußte manchmal das Buch weglegen und durchatmen.
    Von mir gibt's fünf Sterne für die Story und eine ganz klare Kaufempfehlung.

  16. Cover des Buches Die weiße Flamme (ISBN: 9783492268295)
    Richard Schwartz

    Die weiße Flamme

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Kagali
    Weiter geht‘s im Epos rund um Askir. Nachdem Havald am ende des letzten Bandes wieder erwacht ist, hatte ich die Hoffnung ihn in diesem Band wieder zu sehen. Leider müssen wir uns da noch etwas gedulden. Dennoch war ich sehr gespannt auf diese Fortsetzung.

    Meine Meinung

    Kampf um den Thron von Illian
    Während es im ersten Band der Götterkriege sehr actionreich von statten ging, stehen Leandra und ihre Gefährten in Die weiße Flamme vor ganz anderen Herausforderungen. Statt gegen ein Fein in die Schlacht zu ziehen, müssen Intrigen durchschaut, Ränkespiele überwunden und Verräter enttarnt werden. Denn der Weg nach Illian mag nun frei sein, ganz so leicht lässt sich ein Thron dann aber doch nicht gewinnen. Aus diesem Grund geht es in diesem Band vom Tempo her etwas ruhiger zu, der Fokus der Handlung liegt bei den Ränkespielen in der Stadt der Rose, über die wir endlich etwas mehr erfahren. Richard Schwartz gelingt es dabei gut, die Stimmung in der Stadt zu vermitteln. Die nahende Verzweiflung und die Bedrohung der Feindlegion, die wir ein Damoklesschwert über der Stadt schwebt.


    In der Warteschlange
    Diese Machtspiele und Intrigen sind alles andere als uninteressant, dennoch habe ich wie bei Die Rose von Illian das Gefühl, dass etwas fehlt. Die beiden Bände sind nicht umspannend, aber sie reißen nicht so mit wie die Bände der Askir Saga. Man hat irgendwie das Gefühl, dass diese beiden Bücher eher eine Art Zwischenband darstellen die den Leser auf einen erneuten „ Havalds Zyklus“ vorbereiten sollen. Als würden die Götterkriege erst ab Das blutige Land starten und diese beiden Bände wären der Prequel dazu.
    Aus diesem Grund konnte mich das Buch nicht ganz so begeistern, auch wenn das Meckern auf hohem Niveau ist und ich trotzdem behaupte, dass auch diese Beiden Bände Spaß machen, nur eben nicht ganz so sehr wie die Askir Bände. Immerhin: Das Ende deutet an (oder eher winkt mit dem Zaunpfahl), dass Havald im dritten Teil der Götterkriege wieder der Erzähler sein wird. Ich bin also sehr guter Dinge, dass es besser werden wird.

    Fazit:

    Die Reihe macht weiterhin Spaß, allerdings wird es dennoch Zeit, dass Havald zurückkommt, denn ohne ihn, ist es einfach nicht dasselbe.

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner
  17. Cover des Buches Flammen des Himmels (ISBN: 9783426504093)
    Iny Lorentz

    Flammen des Himmels

     (60)
    Aktuelle Rezension von: there_are_apples
    Teilweise sehr langatmig aber trotzdem entsteht manchmal Spannung und man fiebert mit den Protagonisten mit.
    Besonders die "Flucht" hat mir sehr gut gefallen.

  18. Cover des Buches Sündenkammer (ISBN: 9783958625327)
    Catherine Shepherd

    Sündenkammer

     (42)
    Aktuelle Rezension von: MissStrawberry

    Im Zons von 1500 kämpft der Novize Balthasar nicht nur um die endgültige Aufnahme im Kloster, sondern auch gegen die Sünden. Er ist ziemlich allein damit, denn wem kann er sich wirklich anvertrauen? Stadtsoldat Bastian Mühlenberg verfolgt derweil die Spuren eines Mörders, denn vor den Toren der Stadt lag ein toter Knabe.

     

    In der Gegenwart hat es Oliver Bergmann mit einer Hexenverbrennung zu tun. Noch verwirrender wird der Fall, als er ein Paket mit einer Nachricht vom Täter erhält.

     

    Wieder ein Fall für die mir langsam schon ans Herz gewachsenen Ermittler aus dem mittelalterlichen und gegenwärtigen Zons. Bastian Mühlenberg und Oliver Bergmann ähneln sich auf gewisse Weise stark. Es ist, als sei der eine die Wiedergeburt des anderen und mache im Grunde da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Das Bindeglied hier ist Anna. So hat man hier einen Thriller in Händen, der zur Hälfte ein historischer Roman ist und eine kleine Prise Mystik. Die Wechsel sind gelungen und beide Teile kommen gut voran.

     

    Die Atmosphäre im Kloster und die Zweifel der Novizen, ihre „Prüfungen“ und die Schwierigkeiten durch die Brüder und Äbte werden sehr schön geschildert. Überhaupt gefällt mir, wie die Autorin diese Zeit lebendig werden lässt. Stadtsoldat Bastian Mühlenberg ist relativ modern, doch das passt zu seinem Job. Er muss allen ein bisschen voraus sein, um diesen gut auszuführen. Doch wird hier nicht übertrieben, es bleibt in sich stimmig. Die Auflösung ist zugleich passend, als auch „filmreif“.

     

    Leider gefällt mir die Arbeit von Oliver Bergmann und seinem Team in diesem Fall weniger gut. Zu viele Fehler und zu wenig Logik für meinen Geschmack. So sympathisch mir Bergmann ist, so erstaunt bin ich, wie planlos er diesmal angelegt ist. Die blutigen Szenen wurden zum Glück nicht zu extrem ausgeschlachtet (für Insider ein Wortspiel). Die Auflösung dieses Stranges mag stimmig sein, ist für mich aber ein bisschen weit hergeholt.

     

    Diesen Band hat Erich Wittenberg eingelesen. Bisher war ich Wolfgang Berger gewöhnt. Wittenberg ist nicht schlechter als Sprecher, mir gefällt seine Stimme sehr. Es ist allerdings schon gewöhnungsbedürftig, wenn mitten in einer Reihe ein anderer Sprecher auftaucht.

     

    Insgesamt hat mir „Sündenkammer“ gut gefallen. Es ist ruhig und leise, nicht der beste Zons-Thriller, aber auch nicht der schlechteste. Es ist kein Problem, mitten in der Reihe einzusteigen, chronologisch lesen ist natürlich von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Ich gebe diesem Band vier Sterne.

  19. Cover des Buches Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit (ISBN: 9783423718004)
    Virginia Boecker

    Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

     (311)
    Aktuelle Rezension von: fierybooks

    Inhalt: Elizabeth Grey, die ehemals beste Hexenjägerin des Landes Anglia, hat ihr wertvolles Stigma an ihren Geliebten John abgegeben, um sein Leben zu retten. Nun hat sie ihre größte Stärke verloren und muss sich ohne die heilenden Kräfte des Stigma ihrem schlimmsten Feind stellen – dem Hexenmeister Blackwell, der nun König von Anglia ist, und plant, Elizabeth und all ihre Verbündeten zu vernichten, um seine Herrschaft zu festigen. Doch hat sie ohne das Stigma überhaupt eine Chance?

    Diese Rezension enthält Spoiler für Band 1 und 2.

    Nachdem bereits Band 1 für mich nur mäßig war, hatte ich nur minimale Hoffnungen, dass Band 2 besser würde. Ja, was soll ich sagen … ich wurde nicht überrascht, zumindest nicht positiv. Dieses Buch macht dort weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat.
    Es ist nicht sterbenslangweilig, das nicht, man kann es ganz gut lesen, wenn man über die vielen Macken hinwegsieht und sich über die offensichtlichen Probleme nicht aufregt. Leider überwiegen die Probleme jedoch und fern von ihnen bietet die Geschichte auch einfach nicht allzu viel Spannung und Überraschungen.
    Eines der größten Probleme ist, dass „show, don’t tell!“ für dieses Buch ein Fremdwort ist. Emotionen kommen überhaupt nicht rüber, ich habe beim Lesen nichts gefühlt (außer Ärgernis). Protagonistin Elizabeth ist nach wie vor leider eine unfassbar langweilige, nichtssagende und flache Figur, so leid es mir tut. Alles ist aus ihrer Sicht, aber sie schafft es nicht, Emotionen auszulösen. Denn statt zu fühlen, wie es ihr geht, statt wahrzunehmen, wie es ihr geht, kriegen wir immer nur gesagt, wie es ihr geht. Man merkt nie, dass sie Angst hat, dass sie wütend ist, verzweifelt, erleichtert, was auch immer. Es wird uns immer nur von ihr gesagt, von wegen „Ich habe Angst“, „Ich bin wütend“, „Erleichterung durchströmt mich“ (keine 1 zu 1 Beispiele, aber so in der Art läuft es das ganze Buch über ab). Man kann meist nur erahnen, was in ihr vorgeht. Der Schreibstil ist generell recht knapp und hält sich nicht lange auf, in Elizabeth hineinzuschauen, Dialoge haben oft den Vorrang (was grundsätzlich nicht schlimm ist, auch über Dialoge kann viel Charakterisierung stattfinden!). In diesem Buch bleibt leider jedoch (fast) jeder flach und oberflächlich.
    Ich habe bereits im ersten Band nur mittelmäßig verstanden, warum Elizabeth so eine begnadete Hexenjägerin sein soll. Sie hat nichts Besonderes an sich und dass sie mit gerade einmal 16 so badass sein soll … kann natürlich passieren, muss aber gut gemacht sein. Irritierend ist, dass sie nun, da sie ihr Stigma nicht mehr hat, plötzlich super viel trainieren muss. Musste sie das vorher etwa nicht? Im ersten Band hieß es, dass Stigma heilt alle Wunden, nun ist das Stigma plötzlich die ultimative Waffe – dazu später mehr. Ich weiß, dass Elizabeth zwischen Band 1 und 2 verletzt ist und eine gewisse Zeit vergeht, aber dass sie ausgerechnet mit u. A. Fifer (!?) trainiert, war schon seltsam.
    Überhaupt, und es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen, ist mir selten eine sinnlosere Protagonistin untergekommen. Ich habe es im ersten Band sehr begrüßt, dass Elizabeth nicht plötzlich eine Hexe ist – das wäre zu erwarten. Hexenjägerin findet plötzlich heraus, dass sie selbst eine Hexe ist. Puh. Nun in Band 2 habe ich mich öfters dabei erwischt, wie ich mir dachte, dass das womöglich spannender gewesen wäre. Denn Elizabeth hat nun, ohne Stigma, nichts mehr, dass sie besonders hervorhebt. Sie ist austauschbar, öde.
    Wenn die Hexen so mächtig und gefürchtet sind, dass man sie seit Jahren gejagt hat, wieso spielen diese plötzlich kaum noch eine Rolle? Wieso hoffen alle, dass ein unbesonderes Mädchen sie rettet? Elizabeth trägt nämlich so lächerlich wenig zu allem bei, dass ich nicht verstehe, warum sie zwanghaft im Mittelpunkt sein soll. Mir ist bewusst, dass kaum jemand weiß, dass nun John ihr Stigma besitzt, aber ich habe mich ja bereits vorher gefragt, warum sie so besonders sein soll. Für mich hat sie ferner einfach keine Persönlichkeit – vielleicht liegt es auch daran, dass emotional nichts rüberkommt, aber ich werde sie wohl schnell vergessen. Für mich einfach keine Protagonistin, die im Gedächtnis bleibt.

    Auch andere Figuren verhalten sich merkwürdig. Dass John durch das Stigma plötzlich ein anderer ist, kriegen wir auch immer nur gesagt. Ich konnte diese Entwicklung nicht nachempfinden, weil man sie nicht gesehen hat. Er ist halt plötzlich der kampfwütige, stets Stress suchende Arsch. Diese Entwicklung des Stigmas hat mich auch verwirrt, plötzlich ist es mehr als ein Allheilmittel bei Verletzungen. Erklärt wurde Johns Wandel damit, dass das Stigma, welches aus Blackwells böser Magie besteht, im Kontrast steht zu Johns friedlicher Heiler-Magie. Verstehe ich, aber wenn nur eins von beidem existieren kann (Nicholas erzählte nämlich, dass Magie nicht addiert werden kann, es gibt entweder das eine oder das andere), wieso können dann beiden Seiten in John um die Vorherrschaft ringen? Denn erst hat das Stigma die Oberhand, später plötzlich ist das wieder vorbei und John wird wieder friedfertiger, was ja mit seinem Wesen als Heiler in Verbindung gebracht wurde, obwohl er das Stigma noch hat. Komisch, mir haben mal wieder Erklärungen gefehlt.
    Na ja, zurück zu Johns Wandel. Der ergab für mich wenig Sinn bzw. hatte in der Geschichte irgendwie keine andere Funktion, als Drama hervorzurufen. Oh nein, John ist so kampfwütig, alle werden merken, dass er das Stigma hat, dann wird Blackwell das wissen und ihn töten! Oh nein, John ist so gemein zu mir, dabei liebt er mich doch! Oh nein, oh nein, oh nein! So in etwa läuft das in Elizabeths Kopf ab.
    Für uns ist John halt plötzlich ein Arsch. Am Ende dient das Ganze neben dem Drama auch nur dazu, ihn aus dem Weg zu haben, damit Elizabeth losziehen kann, um erfolgreich darin zu scheitern, Blackwell zu erledigen (oh Wunder, dass sie das nicht schafft, sie hat ja keine besonderen Kräfte …). Nun, und wie schafft sie es, John zurückzuhalten? Indem sie ihn verhaften lässt. Auch diese Sache war für mich von vorne bis hinten unlogisch. Klar, John hat verbotene Kräuter – verboten, als folgt eine Strafe. Dass man den besten Heiler weit und breit allerdings wegen ein paar Kräutern, die er wohl kaum nutzt, um den Dorfbewohnern zu schaden (ich weiß gar nicht mehr, ob gesagt wurde, warum er die hatte), wegsperrt, während man eigentlich jeden Mann und (!) einen fähigen Heiler gebrauchen kann, ist mir ein Rätsel.
    Das Beste an der Sache ist aber, dass das Ganze nur so lange von Bedeutung ist, wie es eben vonnöten ist, dass John aus dem Weg ist und Elizabeth nicht dazwischen fuscht. Er ist dann einige Zeit weg – die gefüllt ist von jede Menge Drama, weil die zwei Liebenden entzweit sind und John zuvor meinte, er wolle sie nie wieder sehen, denn sie habe ihn ja verraten –, nur um später einfach wieder draußen zu sein. Warum? Vielleicht weil man eingesehen hat, dass man jeden Mann braucht. Aber auch als alles vorbei ist, wird sein ausstehender Gefängnisaufenthalt nie wieder erwähnt. War dann wohl doch nicht so schlimm mit den Kräutern.
    Letztlich diente das Ganze dann auch noch dazu, Raum für eine große Versöhnung zwischen Elizabeth und John zu haben. Na ja, so in etwa. Man erfährt wieder nicht, was los ist. Plötzlich ist John wieder der Alte, das kriegt man zumindest gesagt. Ich weiß wirklich nicht, wie da die Entwicklung war. Er ist wieder er selbst, verzeiht Elizabeth, sie verzeiht ihm, alles binnen zwei Seiten, und die Welt ist wieder heil. Wow. So viel Drama für genau nichts, richtig? Ach nee, warte. Es war notwendig, um den Weg zu ebnen für das erste große Näherkommen der beiden. Ja, ich mag es auch, wenn es zu einer Art Versöhnungssex kommt und vorher alles in Schutt und Asche lag, aber das muss dann gut gemacht sein und darf nicht so schlecht konstruiert sein, wie es hier nun mal der Fall war. Schade.

    Dann gibt es noch Nicholas, von dem wir immer nur hören, dass er (neben Blackwell) der gefährlichste und mächtigste Zauberer des Landes sein soll. Im ersten Band hatte er eine Ausrede, das nicht zu zeigen, er war ja verflucht – dennoch hat man im ersten Band mehr davon gesehen. Hier habe ich nicht verstanden, warum er noch mal genau stark sein soll. Bis auf die Sache am Ende könnte er als gewöhnlicher Mensch durchgehen. Ach, man. Sag mir nicht nur, dass er stark ist, zeig es mir bitte auch.
    Von Fifer kommt in diesem Band auch nicht mehr viel, dabei war sie in Band 1 noch eine der Figuren mit mehr Persönlichkeit. Georg kommt kaum vor und kriegt bloß ein paar Sätze. Mein Liebling ist tatsächlich noch Skyler. Bei ihm liegt das meiste Potenzial, die meiste Persönlichkeit. Auch hier ist Luft nach oben, aber wenn jemand interessant war, dann er. Leider hat auch hier die Autorin Dinge, die einst für Spannung sorgen sollten, anscheinend im Laufe der Geschichte vergessen.
    In Band 1 erfährt man, dass Skyler von Blackwell den Auftrag bekommt, das Schwert Azoth zu besorgen. Mehr darüber erfährt man auch in der Kurzgeschichte zu Skyler, die interessanter ist als die ganze Dilogie zusammen. Es dauert eine ganze Weile, bis Blackwell das Schwert dann bekommt, allerdings hat Skyler nichts damit zu tun. Ich fand es schade, dass diese Sache nicht mehr angesprochen wird – zu Blackwell würde es passen, es nun ebenfalls auf Skyler abgesehen zu haben, da dieser ja nicht das tat, was er wollte. Wir erfahren aber bloß, dass Skyler ein bisschen Schiss vor ihm hat, das war’s. In der Kurzgeschichte erfährt man übrigens auch, dass Skyler Caleb bereits früher einmal begegnet ist – warum wird das in Band 2 nie erwähnt? Caleb kommt doch immerhin sogar wieder vor (was im Übrigen auch keine Überraschung war).

    Dann noch wenige Worte zu Blackwell. Der Antagonist dieser Geschichte ist einfach nur der Böse. Er ist böse, weil er es sein soll, und nicht mal darin kann er meiner Meinung nach glänzen. Später wird ihm dann noch ein entstelltes, gruseliges Aussehen verpasst, damit es stimmig ist. Der Böse ist verbittert, hässlich und machtgierig. Mehr hat Blackwell auch nicht. Er will Macht und ist gierig. Man erfährt fast nichts über ihn. Blackwell wäre für mich ein Beispiel für einen „No-Go-Antagonisten“. So sollte man es lieber nicht machen. Ich habe nichts gegen Böse, die machthungrig sind. Aber wenn das alles ist, ist es halt schnell langweilig.
    Was bei Blackwell ebenfalls komisch war: Mal hieß es, er hat keine Magie mehr, weil er sie beim Stigma abgab, dann hat er wieder ordentlich Magie … es war verwirrend.

    Und was sollte denn bitte die Sache mit dieser Keagan? Sinn, wo bist du? Mit ihr wird ein neuer Charakter eingeführt, der von der Persönlichkeit her zwar gegebenenfalls, unter Umständen, Potenzial hat, der zugleich aber für die Geschichte wieder mal sinnlos ist und nicht viel beiträgt. Klar, sie befreit Malcom, aber auch der trägt nicht viel bei – seine paar Leutchen da haben den Krieg jetzt nicht gerissen und zu ihm selbst komme ich gleich noch ausführlich. Gut war auch, wie Keagan erst meinte, dass Malcom nicht wieder auf den Thron kommen würde – ähm, sorry, so scheiße er auch sein mag, er ist nun mal der rechtmäßige König –, und etwas später sagt sie dann: Er muss wieder König werden, gibt ja keinen anderen, der den Thron halten kann und einen Anspruch darauf hat. Ach, was du nicht sagst!
    Es war generell komisch, als plötzlich dieser Orden der Rose (I see what you did there, Ms. Boecker …) eingeführt wurde, der vorher auch nie erwähnt wurde. Hat für mich nicht wirklich viel zur Geschichte beigetragen und Keagan hatte eben einfach keine Rolle, außer ständig der Flammenwerfer zu sein. Ich habe die ganze Zeit vergeblich auf ihre Bedeutung gewartet.

    Nun zum größten Kritikpunkt, der dafür sorgt, dass diese Dilogie einfach höchst fragwürdig ist. Ich hatte im ersten Band gehofft, alles sei ein großes Irrtum, aber nein.
    Malcom, der König, hat Elizabeth über einen geschätzten Zeitraum von mindestens einem Jahr regelmäßig vergewaltigt. Wird das als schlimm adressiert? Na ja, geht so. Während ich in Band 1 das Gefühl bekam, Elizabeth habe das alles null ausgemacht, gibt es in Band 2 immerhin eine kurze Stelle mit John, wo man merkt, dass sie durchaus auch traumatisiert ist vom Geschehenen – ist ja logisch!
    Aber was ist die Lösung des Ganzen? Nun, Malcom, der arme, wusste nicht, dass er sie vergewaltigt hat. Also war es technisch gesehen keine Vergewaltigung, richtig? Sie wollte es zwar nicht, hat es gezwungenermaßen getan, weil sie sich nicht getraut hat, Nein zum König zu sein, aber er … er dachte, sie wäre nur schüchtern, aber es würde ihr gefallen. Was zur Hölle? Wie verblendet, blind, dumm und egoistisch muss man sein, um nicht zu merken, wenn es hier wieder und wieder und wieder nicht gefällt?! Das hat mich beim Lesen so sehr aufgeregt, wie dieses wichtige Thema behandelt wurde. Ja, Malcom sagt tatsächlich selbst, er wäre nicht davon ausgegangen, dass sie es nicht wollen könnte, denn es hat noch nie jemand bei irgendetwas Nein zu ihm gesagt. Somit schließt sich der Kreis und es entsteht fast der Eindruck, Elizabeth sei selbst schuld, denn sie hat ja nicht Nein gesagt … holy … Nur weil man nicht ausdrücklich NEIN sagt, sagt man damit nicht direkt JA!
    Meine Güte. Ich habe beim Lesen durchaus verstanden, dass Malcom nicht der brutale, bösartige Typ ist, den man sich vielleicht zuerst vorgestellt hat. Aber er hat trotzdem hochgradig falsch gehandelt, er war trotzdem nur auf seine Lust und Interessen bedacht, er hat sie dennoch gegen ihren Willen gezwungen, mit ihm zu schlafen. Du kannst nicht so blind sein für dein Gegenüber und das dann damit entschuldigen, dass halt noch nie jemand Nein zu dir gesagt hat. Ja, meine Güte, warum wohl? Du bist der König. Und trotzdem hättest du aufmerksamer sein können. Die Unwissenheit ändert nichts an der Tat. Er hat sie monatelang missbraucht, was man Elizabeth halt auch kaum anmerkt. Sie ist ihm erst wieder viel zu neutral gegenüber eingestellt und relativ schnell empfindet sie sogar Sympathie, als wenn nichts gewesen wäre.
    Überhaupt wird Malcom in eine Position gerückt, in der wir Leser Mitleid mit ihm haben sollen, in der wir ihn mögen sollen … der arme Kerl, entthront und in den Kerker geworfen worden vom eigenen Onkel.
    Die ganze Behandlung dieses Themas ist ein Armutszeugnis. Das, was hier vermittelt wird, ist höchst verantwortungslos. Es ist ein Jugendbuch ab 14 und man bekommt sowohl den Eindruck, dass Elizabeth das Ganze nicht viel ausgemacht hat (show, don’t tell …), als auch den, dass sie teils selbst schuld sei. Über allem steht die Tatsache, dass Malcom sich nie wirklich einer Schuld bewusst ist. Für ihn ist es eigentlich kein Missbrauch gewesen, denn er hat sich bloß geirrt und es gut gemeint … Elizabeth verzeiht ihm auch ganz schnell, als wäre nie was gewesen. Es ist und bleibt aber Vergewaltigung, ob Malcom das in dem Moment bewusst war oder nicht.

    Wie das ganze Buch über konnte mich auch das Ende spannungsmäßig einfach nicht packen. Ich habe es einfach nur runtergelesen und wollte es beenden. Das Finale ist nicht todlangweilig, aber auch nicht überragend spannend. Die Tode (oder eher der Tod) haben es leider nicht geschafft, etwas auszulösen – wundert aber nicht, denn auch bei Elizabeth wird nichts ausgelöst Wir kriegen allerhöchstens gesagt, was sie dazu fühlt. Generell wurde auch am Ende wieder deutlich, was ich vorhin bereits schrieb: Elizabeth hat nichts Besonderes an sich. Sie trägt zum Ende kaum etwas bei. Man kann sie eigentlich rausstreichen. Die eine Sache, die sie am Ende macht, hätte früher oder später irgendjemand anderes geschafft. Es ist wichtig, dass man seine Protagonisten nicht zu sehr overpowered, da es sonst schnell langweilig wird. Bei Elizabeth ist eher das Gegenteil der Fall. Wie gesagt, ich werde sie nicht in Erinnerung behalten.
    Wie das ganze Problem am Ende aufgelöst wird, ist auch sehr unspektakulär gewesen. „Ja, ups, Blackwell hat sich halt geirrt.“ Wow.

    Ganz zu Schluss ist dann plötzlich alles perfekt. Es werden diverse Länder erwähnt, wie vorher auch schon, bei denen man, da es dem Buch an einer Karte mangelt, sich fragt, wo genau diese eigentlichen liegen, wie deren Beziehung zu Anglia ist usw. Das World Building lässt leider zu wünschen übrig. Wir haben es hier irgendwie mit unserer Welt im 16. Jahrhundert zu tun, aber bis auf ein paar Hinweise merkt man dies nicht. Man könnte sagen: Zu wenig Kontext für historische Fantasy, zu viel Bezug zu unserer Welt für eine eigenständige Fantasywelt.

    Fazit: Alles in allem bin ich froh, die Dilogie beendet zu haben. Band 1 war ein Reread, damals gefiel es mir besser, ich weiß auch nicht, warum. Witch Hunter strotzt leider vor flachen Figuren, einer langweiligen Protagonistin, unnötigem Drama, fehlenden Erklärungen, Widersrpüchen und, was das Malcom-Thema angeht, vor Verantwortunslosigkeit. Ich kann die Reihe daher nicht guten Gewissens weiterempfehlen, da es einfach bessere Bücher gibt, mit denen man seine Zeit verbringen kann. 2/5 Sterne.

  20. Cover des Buches Der Ritter und die Bastardtochter (ISBN: 9783733781200)
    Annika Dick

    Der Ritter und die Bastardtochter

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Anjamaus

    Rayne wurde ausgepeitscht und ist jetzt auf einen Scheiterhaufen und warte dass man es anzündet, womit sie das verdient hat? Es wird ihr hexerei vorgeworfen. Sie ist Heilerin aber ein Dorn im Auge ihres Halbbruders, er will sie brennen sehen. Sie wird gerettet von neuem Earl of Ravenglass, er braucht sie als Heilerin da sein Vater an einer Krankheit gestorben ist und sein jüngerer Bruder die gleichen Symptome aufweist. Er nimmt sie auf die Burg mit die sie geschworen hat niemals wieder zu betreten. Rayne kommt eine Intrige auf die Spur und auch dem Earl kommt sie näher doch kann sie sich das erlauben?

    Fazit: Eine tolle Geschichte, ich liebe es ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil ist flüssig daher ist das Buch einfach zu lesen. Rayne ist eine starke junge Frau die vieles in ihrem kurzen Leben schon durch machen musste und Nicholas ist vom Krieg gezeichnet und trotzdem so mitfühlend. Es ist spannend, erotisch und liebevoll geschrieben. Für mich verdiente 5 Sterne. Ich kann es nur jedem empfehlen es zu lesen. 🙂

  21. Cover des Buches ELBFANG (ISBN: 9783751952835)
    Nicole Wollschlaeger

    ELBFANG

     (26)
    Aktuelle Rezension von: janaka

    *Klappentext (übernommen)*

    »Hol över!«, hallt es durch die nächtliche Stille, als Moritz und Hanna bei einem romantischen Picknick an der Krückau sitzen. Gefährlich nah schippert eine unheimliche Gestalt an ihnen vorbei und jagt den beiden eine Höllenangst ein.
    Als die Kophusener Beamten Hauke Thomsen und Peter Brandt den scheinbar scherzhaften Vorfall untersuchen sollen, passt ihnen das gar nicht in den Kram. Schließlich müssen sie gerade ohne ihren Chef Philip Goldberg auskommen, der Kophusen fluchtartig verlassen hat.
     Notgedrungen beginnen die beiden Beamten ohne Goldberg mit ihren Ermittlungen und erkennen schon bald, dass sie es nicht mit einem Dummejungenstreich zu tun haben. Sondern mit einem Sensenmann aus Fleisch und Blut, der nur auf den richtigen Augenblick wartet, um sein erstes Todesurteil zu vollstrecken.

     

    *Meine Meinung*

    "Elbfang" von Nicole Wollschlaeger ist bereits der fünfte Fall der sympathische Ermittler Philip Goldberg, Hauke Thomsen und Peter Brandt. Gleich mit der ersten Szene, dem Sensenmann auf dem Kahn, hat mich die Autorin in den Bann gezogen. Ich mag ihren spannenden und fesselnden Schreibstil, der an manchen Stellen auch humorvoll ist. Auch werden die Szenen oder auch die Landschaften sehr bildhaft beschrieben und lassen Bilder in meinem Kopf entstehen. Beim Sensenmann auf dem Kahn lief es mir eiskalt den Rücken runter. Die Spannung ist die ganze Zeit präsent und endet mit einem fulminanten Finale.

     

    Bis jetzt habe ich alle Bände der drei gelesen, habe die Entwicklung von den drei Hauptcharakteren mitbekommen und sie lieben gelernt. Am liebsten ist mir Philip, auf den ich am Anfang leider verzichten musste. Keiner weiß, wo er ist und wann bzw. ob er wiederkommt? Peter und Hauke mussten anfangen, in diesem kuriosen Fall allein zu ermitteln. Und auch die Nebencharaktere sind lebendig und authentisch.

     

    Die Mischung Kriminalfall und Privatleben der Ermittler ist wieder gut gelungen, was mir sehr gut gefällt. Ich mag es zu erfahren, was in deren Leben so passiert.

     

    *Fazit*

    Dieser Fall hat mich wieder von Anfang an gepackt und ich mag das Buch nicht aus der Hand legen. Von mir gibt es eine klar Lese- und Kaufempfehlung und 5 Sterne.

    Nun heißt es wieder warten auf den nächsten Teil.

     

    Mein Dank geht an Nicole Wollschlaeger, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat, was aber meine Meinung nicht beeinflusst.

  22. Cover des Buches Die Puppenspieler (ISBN: 9783442481125)
    Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

     (416)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ
    Mir hat die Lektüre nach dem Schauen des Filmes sehr gut gefallen. Die schöne Sarazenin wird als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt, ihr Sohn muss dabei zusehen. Man kann sie nicht retten. Der Vater ist kein Geringerer als ein bekannter schwäbischer Kaufmann, was Richard aber erst im Lauf seines weiteren Lebens mitbekommt. Er kann nicht vergessen, was man seiner Mutter angetan hat, dass man ihm die Mutter genommen  hat. Die Bilder sind in dem Jungen, den man im Buch zum Mann werden "sieht". Jakob Fugger gibt dem Neffen seiner Frau ein Zuhause. Richard arbeitet für ihn, reist mit ihm .... Die Medici und die Borgia lernt der Leser kennen und die Zusammenhänge von diesen Dynastien.

    I Der Albtraum
    II Die goldene Stadt
    III Die Blume der Hölle
    IV Feuer der Eitelkeiten
    Schlussbemerkungen

    Die Hexenverfolgungen sind einführendes Hintergrundthema. Richard ist gerade mal 12 und verliert seine Mutter. Dieser Richard ist eine fiktive Person, ihn gab es in der Historie nicht.

    Das Buch ist extrem klug aufgebaut, man wird an der Handlung festgehalten, in sie involviert und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind in ihren Handlungen und Empfindungen sehr intensiv beschrieben und die Szenen bildhaft und authentisch lebendig dargestellt. Man kann sich sehr gut in die Zeit hinein versetzen und die historischen Zusammenhänge begreifen.

    Buch und Film sind gelungen, wobei man sagen muss, dass das Buch ebenso bildhaft geschrieben ist. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich für das Buch entscheiden. Mir hat es rundherum gefallen, hat mich angesprochen und mitgenommen. Die Figuren konnte ich mir bildhaft vorstellen und sie wurden sehr gut in die historische Handlung integriert.
  23. Cover des Buches Das Hexenmal (ISBN: 9783442467051)
    Deana Zinßmeister

    Das Hexenmal

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Rabentochter

    Klappentext: Thüringen 1617. Kurz von dem Dreißigjährigen Krieg vergiftet Missgunst die Herzen der Menschen, und Unschuldige werden der Hexerei bezichtigt. In dieser dunklen Zeit sind fünf junge Menschen vor ihrem Schicksal auf der Flucht: Katharina will der Ehe mit ihrem Schwager entgehen. Der reiche Erbe Johann flieht mit der Magd Franziska, die als Hexe angeklagt ist. Der Franziskanermönch Burghard will ein neues Leben beginnen. Und Clemens, beinahe Opfer eines Mordkomplotts, sucht Zuflucht im Wald. Doch die Häscher sind ihnen dicht auf den Fersen...


    Rezension: Bei historischen Romanen bin ich immer etwas skeptisch, gerade wenn sie sich mit dme Thema der Hexenverfolgung befassen. Oft ist es dann der Fall, dass gerade die Frauenfiguren (aber auch teilweise die Männer) im Roman nicht handeln oder den Mund nicht aufbekommen. Dies ist hier jedoch nicht der Fall, weshalb mich das Buch durchaus überzeugt hat. Die Hexenverfolgung ist zwar Thema, aber nicht übermäßig dominant und spielt auch nicht in allen Geschichten eine Rolle. Die Figuren sind weder übertrieben schwach, noch überaus mächtig geschrieben. Stattdessen wirken sie in ihrem Handeln und Denken authentisch und menschlich. Ihre Wünsche, Gefühle und Gedanken sind anschaulich ohne dabei übertrieben emotional zu sein.

    Die einzelnen Handlungsstränge sind spannend, gut und logisch aufgebaut und hinterlassen jeweils so gemeine Cliffhanger, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

    Wie man sich sicherlich schon denken kann, werden die einzelnen Geschichten am Ende zusammen gewoben, was allerdings ebenso geschickt gelöst ist, wie der Spannungsaufbau. Das Buch ist Auftakt zu einer Trilogie, steht aber auch wunderbar als eigene Geschichte da. Da mir das Ende gut gefiel, bin ich noch unentschlossen, ob ich es mir kaputt machen will, indem ich weiterlese. Ich habe ein bisschen Angst, was den Figuren noch passieren könnte. Allerdings bin ich auch neugierig. Der Schreibstil ist sehr gut verständlich und schafft einen angenehmen Lesefluss, der erneut dazu beiträgt, dass man das Buch eigentlich gar nicht mehr weglegen kann. Alles in allem kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Es hat alles, was man sich von einem historischen Roman erhoffen kann: Authentizität, Spannung und fesselnde Figuren.

  24. Cover des Buches Die Hexe von Freiburg (ISBN: 9783499252112)
    Astrid Fritz

    Die Hexe von Freiburg

     (215)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Hauptcharakter ist natürlich eine Frau und demnach werden ihre sozialen Verhaltnisse in dieser Zeit dargestellt. Für mich eine gute  Handlung, die einen in diese dunkle Zeit zurückversetzen. 

    das Thema ,,Hexerei,, wird mehr im Hintergrund behandelt, aber  es genügt um grobe Zusammenhänge wahrzunehmen. 

     Für mich ein HHistorienroman nach meinem Geschmack.

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