Bücher mit dem Tag "schicksa"
60 Bücher
- Jojo Moyes
Ein ganzes halbes Jahr
(11.882)Aktuelle Rezension von: Magische_BuchweltMeine Meinung:
"Ein ganzes halbes Jahr" ist für mich eine der bewegensten Liebesgeschichten überhaupt. Eine Geschichte über Liebe und Hoffnung.
Manchmal ändert ein Schicksalsschlag alles.
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
Lou und Will haben mein Herz erobert beide sind authentisch gezeichnet, so dass man sich gut identifizieren und ihre Gefühle nachvollziehen konnte. Während Lou eine Lebensfreude pur ist Will auf Grund eines Unfalls verständlicher weiße oft depressiv. Beide machen im Verlauf eine große Charakterliche Entwicklung. Lou gewinnt an Stärke und Selbstbewusstsein, und Will sieht dass Leben Überraschungen bereit hält, wenn man es am wenigsten erwartet.
Ich fande die Reise die die beiden gemeinsam erleben wunderschön.
Die Autorin hat hier eine gelungene Balance zwischen Dramatik und einem zarten Humor gefunden, der die Handlung immer wieder Leichtigkeit verlieh.Tortz Wendungen, gab es Zwischenzeitlich dennoch einige Längen. Ich habe bis zum mit den beiden mitgeliefert, gelacht und geweint.
Das Ende hat mich wirklich traurig gemacht. - John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.810)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."
Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.
Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.
"-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."
Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...
Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.
"Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."
Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:
"Das Leben ist schön, Hazel Grace."
Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.
Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
Das also ist mein Leben
Die Nackten
Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman. - Jojo Moyes
Ein ganz neues Leben
(1.945)Aktuelle Rezension von: Katrin1Ich habe dieses Buch in einer Bücherecke gesehen und kannte nur die Autorin aufgrund des Films "Ein ganzes halbes Jahr" welcher mich tief berührt hat. Als ich feststellte, dass es sich bei Ein ganz neues Leben um die Fortsetzung handelte, konnte ich es kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, eine gelungene Fortsetzung mit allen Gefühlen, die nach so einem Erlebnis dazugehören um zurück in ein ganz neues Leben zu finden.
- John Green
Eine wie Alaska
(2.553)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Als der 16-jährige Miles auf das Internat Culver Creek wechselt ahnt er nicht, welch unvergesslichen, aufregenden, glücklichen, dramatischen und traurigen Momente ihm bevorstehen. Er findet neue Freunde, die immer für ein Abenteuer zu haben sind und mit denen er das Leben in vollen Zügen genießt. Besonders die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Alaska hat es Miles angetan...
Aber mir fehlte der Mut, und sie hatte einen Freund, und ich war linkisch, und sie war wunderschön, und ich war hoffnungslos langweilig, und sie war unendlich faszinierend. (S. 122)
Meine Meinung:
Mit Miles hat man einen sehr sympathischen und nahbaren Protagonisten in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man sich sehr gut hineinversetzen kann. Weder Miles noch seine Freunde wirken austauschbar. Sie alle werden in einer Weise beschrieben, die dafür sorgt, dass sie einem beim Lesen als Menschen mit Persönlichkeit und Charakter erscheinen. Man erfährt von ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten, wodurch sie beim Lesen lebendig werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Interessensgebiet, das es Miles angetan hat: Er ist fasziniert von den allerletzten Worten, die berühmte Persönlichkeiten unmittelbar vor ihrem Tod gesagt haben. Dieses interessante und ungewöhnliche Thema ist mir zuvor noch in keinem anderen Buch begegnet.
Eine große Stärke des Buches ist das Lebensgefühl, das die Geschichte versprüht. Wie die Jugendlichen neue Freundschaften schließen, sich verlieben, Streiche planen, gegen Internatsregel aufbegehren und welche Träume, Hoffnungen, Sorgen und Ängste sie haben wird sehr lebendig beschrieben.
Bereits zu Beginn des Buches steht fest, dass ein einschneidendes und bedeutsames Ereignis bevorsteht: Jedes der kurzen Kapitel beginnt nämlich mit den Worten „X Tage davor“. Der besagte Tag rückt unaufhaltsam näher und man ist gespannt welches Ereignis am Tag 0 eintreten wird. Dieser Countdown ist eine interessante Idee und trägt zusammen mit dem angenehmen Schreibstil dazu bei, dass man das Buch in kürzester Zeit gelesen hat.
Die erste Hälfte des Buches ist von lustigen Momenten und Leichtigkeit geprägt. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte dann eine dramatische und nachdenklich stimmende Wendung und gewinnt an Tiefe: Das geheimnisumwobene und dramatische Ereignis, das am Tag 0 eintritt stellt das Leben von Miles und seinen Freunden auf den Kopf. Es lässt sie Manches aus einem neuen Blickwinkel betrachten und konfrontiert sie mit dem Ernst des Lebens.
Das Ende des Buches ist dann aber dennoch vorwiegend hoffnungsvoll. Es gibt noch ein sehr lustiges Ereignis und die Geschehnisse werden in einer Weise abgerundet, die dafür sorgt, dass man nicht betrübt zurückgelassen wird und trotz allem insgesamt mit einem guten Gefühl aus der Geschichte geht.
Warum vergebe ich dennoch nur 3 Bewertungssterne?
Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte über weite Strecken eher „dahinplätschert“ und die Spannung eigentlich ziemlich künstlich aufrechterhalten wird (Stichwort Countdown). Das am Tag 0 eintretende Ereignis gibt den Geschehnissen dann zwar eine unerwartete und dramatische Wendung, aber man kann nicht sagen, dass dies einen richtigen Höhepunkt der Geschichte markiert. Außerdem flacht die Handlung anschließend auch relativ schnell wieder ab. Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat ist eine überflüssig wirkende erotische Szene, die etwas zu plump und vulgär beschrieben wird.
Fazit:
Trotz kleinerer Schwächen handelt es sich insgesamt um eine schöne und bewegende Geschichte über das Leben, Freundschaft, Liebe und Verlust, die neben lustigen Momenten auch einige nachdenklich stimmende Momente zu bieten hat.
Es ist mein erstes Buch von John Green gewesen und ich möchte auf jeden Fall auch noch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ lesen.
Zum Schluss noch einige besonders schöne und nachdenklich stimmende Zitate aus dem Buch:
„Von der Zukunft zu träumen, ist auch eine Art Nostalgie. […] Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“ (S. 76)
Der Mensch, glaubte ich, braucht Sicherheit. Er erträgt die Vorstellung nicht, dass der Tod nichts sein soll als ein großes schwarzes Nichts, er erträgt den Gedanken nicht, dass seine Liebsten aufhören zu existieren, er kann sich nicht vorstellen, selbst einmal nicht mehr zu existieren. Am Ende, schloss ich, glauben die Menschen an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil nicht ertragen können. (S. 138)
Es kommt die Zeit, da wir begreifen, dass unsere Eltern weder uns retten können noch sich selbst, dass jeder Einzelne von uns, die wir durch den Fluss der Zeit waten, irgendwann von der Strömung weggerissen wird – kurz, dass wir alle gehen. (S. 166)
Thomas Edisons letzte Worte waren: „Es ist wunderschön hier drüben.“ Ich weiß nicht, wo sie ist, aber ich glaube, sie ist irgendwo, und ich hoffe, dass es wunderschön dort ist. (S. 295)
- Anna McPartlin
Die letzten Tage von Rabbit Hayes
(1.203)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Anna McPartlin schafft mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eine eindringliche und bewegende Geschichte, die das Thema Tod und Abschied auf eine sehr ehrliche und zugleich humorvolle Weise behandelt. Rabbit Hayes ist schwer an Krebs erkrankt und weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Das Buch begleitet diese letzten Tage aus den wechselnden Perspektiven ihrer Familie und Freunde, die alle auf ihre eigene Art mit dem bevorstehenden Verlust umgehen. Neben Trauer und Verzweiflung gibt es auch viel Wärme und Witz, sodass die Geschichte nie zu schwer oder deprimierend wirkt. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Rabbit selbst und ihre Familie sind facettenreich und authentisch dargestellt, mit Ecken und Kanten, die sie lebendig machen. Die Rückblicke auf Rabbits Vergangenheit und ihre große Liebe Johnny fügen der Handlung zusätzliche Tiefe hinzu. Das Buch schafft eine hervorragende Balance zwischen den traurigen Momenten und einer lebensbejahenden Botschaft. Ein emotionales, kluges und berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.
- Colleen Hoover
Weil ich Layken liebe
(3.953)Aktuelle Rezension von: LidenBedingte Leseempfehlung
Datum : 13.09.2025
✨Handlung✨
Layken zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder um, nachdem ihr Vater überraschend verstorben ist. In der neuen Stadt verliebt sie sich Instant und die Liebe wird auch erwidert. Allerdings „darf“ die Liebe nicht sein.
✨Protagonisten✨
Charakter zeichnen ist das, was CoHo kann - auch wenn ich einige Dinge übertrieben und stark artifiziell empfand, so mochte ich die Charaktere. Besonders der kleine Bruder von Layken hat mein Herz erobert.
✨Setting✨
Okay come one. Die große Liebe nach 3 Tage ? Really? Ich bin kein großer Verfechter von Liebesromanen oder Jugendbüchern, vielleicht liegt es daran.
Es gab so 2 große Plottwist (ich Spoiler nicht) wovon mir einer ein Augenrollen entfacht hat, der andere mich aber echt mitgenommen hat. Ich mag es, dass CoHo tiefgründige Themen in ihren Büchern behandelt.
✨Schreibstil✨
CoHo schreibt wie immer schnörkellos - passend zu einem Thema im Buch, Poetry Slam (daher auch der englische Buchname Slammed, den ich soviel besser finde als die sperrige deutsche Übersetzung). Ich mag Poesie, ich mag Metaphern und um die Ecke denken. Allerdings fand ich die Poesie in dem Buch ausdruckslos. Naja, ich fand sie wirklich schlecht und sie hat mich 0 berührt.
✨Fazit✨
Man hat gemerkt, das es eines der ersten Bücher von CoHo ist. Nach dem ersten Buch wusste ich, ich werde die Reihe nicht fortführen, dafür ist mir die Story um Will und Layken zu gleichgültig. Ich würde es bedingt weiterempfehlen, die passende Altersgruppe wäre wohl 14-25 Jahre.
- Josephine Angelini
Fates & Furies 3. Unleashed
(2.785)Aktuelle Rezension von: CarlyCookieDer letzte Band dieser Reihe hat mir nicht so gefallen. Es gibt zu viele Stellen die sich unnötig ziehen und dann wiederum wird das Ende in gefühlt 2 Zeilen gequetscht und lässt auch noch Tausende von Fragen offen. Es gab allgemein einige Dinge die mir persönlich nicht gefallen haben, gewisse Charakter Entwicklungen usw. Ich habe aber schon um Welten schlechtere Bücher gelesen und eventuell lese ich die Reihe in ein paar Jahren auch noch Mal. Damit möchte ich nicht sagen das mir das Buch nicht gefallen hat. Es ist okay und lohnt sich trotzdem als Abschluss der Reihe gelesen zu werden.
Ich würde mir wünschen dass die Autorin ein kurzes Büchlein nochmal raus bringen und alle offenen Fragen klären würde. Wird zwar niemals passieren aber man darf ja träumen.
Was mir allerdings SEHR gut gefallen hat ist das am Ende des Buches ein detaillierter Glossar vorhanden ist. Ich habe schon viele Bücher gelesen und ich würde mir wünschen dass jedes Fantasy-Buch so einen hätte (oder überhaupt einen). Allein nur dafür verdient das Buch einen Stern mehr
- Charlotte Lucas
Dein perfektes Jahr
(335)Aktuelle Rezension von: LennySo ein schönes Buch, aktuell das Beste 2025, dass ich gelesen habe. Filofax, den Begriff kannte ich nicht, es handelt sich um einen schönen Kalender.... Google hat mir dazu viele Fotos gezeigt. Ich fülle meinen Jahreskalender auch immer mit Tätigkeiten, die mich interessieren und wo ich eventuell hin möchte. Habe hier aber noch viele neue Ideen sammeln können. Verschenkt habe ich einen vorgefertigten Kalender auch schon Mal. Es waren nicht für jeden Tag Aktivitäten eingetragen, aber schon einiges. Vielleicht hat mich deshalb auch dieses Buch so überzeugt. Eine sehr schöne Geschichte.
- Nicola Yoon
The sun is also a star
(282)Aktuelle Rezension von: belamourNicola Yoons Roman "The Sun is also a Star" ist eine moderne Liebesgeschichte, die weit über das klassische "New-Adult-Genre" hinausgeht und essenzielle Fragen zu Liebe, Identität, Immigration und Schicksal aufwerfen. Das Buch hat mich vor allem durch seine Atmosphäre und Themen überzeugt, weniger durch klassische Spannung oder Handlung.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Grundhaltung des Buches. Nicola Yoon schreibt mit einer spürbaren Sensibilität für gesellschaftliche Fragen und persönliche Identität. Man merkt, dass sie mehr erzählen möchte als nur eine romantische Geschichte. Das Buch fühlt sich stellenweise fast philosophisch an und lädt dazu ein, über Zufall, Entscheidungen und die eigene Lebensrealität nachzudenken. Gerade diese reflektierende Ebene hebt den Roman für mich von vielen anderen Jugendbüchern ab.
Auch der Schreibstil ist ein klarer Pluspunkt. Er ist leicht, modern und emotional, ohne übertrieben kitschig zu wirken. Viele Gedanken und Formulierungen bleiben im Gedächtnis und eignen sich gut zum Markieren oder Zitieren. Besonders mochte ich die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel, da sie das Lesen sehr angenehm machen und dem Buch eine gewisse Dynamik verleihen. Dadurch fühlt sich das Lesen flüssig und nie langatmig an.
Trotzdem hatte ich auch einige Kritikpunkte. Emotional wirkte das Buch auf mich manchmal etwas zu konstruiert. Einige Gefühle schienen sehr intensiv, ohne dass ich sie immer vollständig nachvollziehen konnte. Dadurch fehlte mir stellenweise die Tiefe, die nötig gewesen wäre, um wirklich vollkommen mitzugehen.
Insgesamt ist "The Sun Is Also a Star" aber ein wirklich emotionales, kluges und gut geschriebenes Buch, das sich besonders für Leserinnen und Leser eignet, die gern über Liebe, Identität und Lebenswege nachdenken. Es ist kein perfekter Roman, aber einer, der lange nachwirkt und definitiv lesenswert ist.
- Bodo Kirchhoff
Widerfahrnis
(95)Aktuelle Rezension von: gstReither hat sich auf seinen Altersruhesitz im Weißbachtal zurückgezogen. Seinen Verlag hat er verkauft, weil er feststellte, „dass es allmählich mehr Schreibende als Lesende gab“ (Seite 10). Noch hat er sich alte Gewohnheiten erhalten: er liebt nach wie vor Bücher, überlegt bei jedem Satz, ob er druckreif ist und spricht dem Rotwein zu. Als er ein Büchlein aus der hauseigenen Bibliothek mitnimmt, wird er von Leonie Palm, der Leiterin des Lesekreises, beobachtet. Da sie es geschrieben hat, wüsste sie gerne sein Urteil. Deshalb besucht sie ihn abends, um für den nächsten Tag einen Termin zu vereinbaren. Doch es kommt anders als gedacht. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Gespräch, das sie noch in der Nacht zu einem Ausflug an den Achensee aufbrechen lässt. Der erhoffte Sonnenaufgang ist noch weit und zum Warten darauf ist es zu kalt, also geht die Fahrt weiter. Die beiden kommen sich zögernd näher und das späte Glück scheint zum Greifen nah zu sein.
Ich habe die beiden gerne auf ihrer Reise über den Brenner und durch Italien begleitet. Ich spürte richtig, wie es nach und nach wärmer wurde und die kalten Tage im Gebirge in den Hintergrund rückten. Die im Alter der Protagonisten ungewohnte Spontanität lud mich zum Träumen ein. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches häuften sich die Überraschungen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Fazit: Kirchhoff ist ein begnadeter Erzähler.
- Rafik Schami
Sophia oder Der Anfang aller Geschichten
(115)Aktuelle Rezension von: gstSalman, in Syrien aufgewachsen und zur Schule gegangen, mochte die Korruption in seinem Heimatland nicht. Er zog es vor, in Europa zu studieren. Inzwischen lebt er Rom, wo er mit Stella eine Familie gegründet hat. Als Geschäftsmann kann er auf große Erfolge blicken. Lange hat er gewartet, um endlich seine Mutter Sophia und seinen Vater Jusuf zu besuchen. Schließlich wurde er einst als politischer Feind verfolgt. Das scheint nun „bereinigt“ zu sein. Niemand ahnte, welche Probleme auf Salman in der alten Heimat warteten.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich in dem Buch zurecht zu finden. Der Autor springt in den Zeiten und in seinen Erzählungen hin und her. So konnte ich zwar die Eigenheiten der Syrer und ihre Lebensweise kennenlernen, doch der Zusammenhang der einzelnen (Liebes-)Geschichten erschloss sich mir erst relativ spät. Dann allerdings wollte ich unbedingt wissen, ob und wie es Salman gelingt, das Land wieder zu verlassen.
Der Handlungsstrang ist auf Weihnachten 2009/2010 festgelegt, also gerade in die Zeit, als in Tunesien der arabische Frühling begann.Rafik Schami lässt uns Leser tief eintauchen in diese Zeit, in der die Geheimdienste das Sagen hatten. 1946 wurde er in Damaskus geboren und lebt seit 1971 in Deutschland, wo er 1979 mit der Promotion sein Chemie-Studium abschloss. Inzwischen zählt er zu den bedeutendsten Schriftstellern in deutscher Sprache.
- Nicola Yoon
Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
(1.220)Aktuelle Rezension von: Darcys_LesestuebchenMaddie darf nicht raus. Nicht heute, nicht morgen, niemals, denn sie hat einen selten Immundefekt, der ihr bei der kürzestens Auseinandersetzung mit Viren, Pollen oder dergleichen das Leben kosten könnte. Sie hat sich auch mit diesem Leben arrangiert, bis nebenan ihr neuer Nachbar Olly mit seiner Familie einzieht und sie sich trotz der der Barrieren zwischen ihnen immer näher kommen. Sie will mehr und würde dafür alles riskieren.
Meine Meinung:
Als ich das Buch vor etlichen Jahren das erste Mal las, war es völlig um mich geschehen. Ich fand es unglaublich spannend, gefühlvoll und fieberte mit Maddie und Olly von Anfang bis Ende mit, wobei mir das Herz mehr als einmal gefühlt stehen blieb und ich atemlos war. Es war ein absolutes Jahreshighlight für mich und als es nun für eine Challange passte, traute ich mich auch an einen re-read ran.
Leise, laut, schmerzvoll, traurig, unglaublich lebensbejahend, mutig und vor allem sensibel. Als ich wieder dieses Buch las, hatte ich keine großen Erwartungen, da in der Regel ein Buch einfach nicht die selben Emotionen in mir wecken kann wie beim ersten Mal, aber Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt kam in der Hinsicht verdammt nah dran. Es mag vielleicht nicht mehr so spannend gewesen sein, weil ich ja den Ausgang kannte, aber dennoch fieberte ich wieder mit den Figuren mit. Das lag vor allem an Yoons Stil, der unglaublich sensibel die fragile Emotionswelt ihrer Hauptfigur nachzeichnete, die trotz ihres Schicksals alles vom Leben haben wollte, auch, wenn sie nicht nur sich selbst, sondern vor allem die Menschen in ihrem Umfeld verletzen könnte.
Maddie war eine unglaublich starke Persönlichkeit, die manchmal ein wenig ungerecht werden konnte, dafür aber durchaus auch ihre Gründe hatte. Ihr ganzes Leben spielte sich in einen sterilisierten Umfeld ab und sie kannte nichts von der Welt da draußen. Kein Wunder, dass sie sich irgendwann nach mehr sehnte, vor allem, als diese Wünsche von ihrem neuen Nachbarn Olly geweckt wurden, der mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hatte und sie genauso brauchte, wie sie schließlich ihn. Sie war kreativ, fleißig, forderte sich selbst immer heraus und manchmal etwas alber, was ich süß fand.
Die Chemie zwischen den beiden jungen Menschen passte vom ersten Moment an perfekt und ich liebte es, wie sie miteinander kommunizierten. Das war manchmal sehr schwer und ich fand ihre Kreativität sehr süß. Ihre Chats, Gespräche und Nachrichten gaben viel Aufschluss über ihre Wünsche, Träume und Hoffnungen und zeigten auch ihre Unsicherheiten und Ängste.
Die Geschichte spielte sich auf kleinsten Raum ab und machte zum Ende einen großen Sprung, der mir auch dieses Mal eine fette Gänsehaut bescherte. Es ging viel um Maddies persönliche Entwicklung, um ihre Wünsche, Träume und das Erwachsen werden. Olly blieb für mich dabei manchmal etwas auf der Strecke, weil es auch ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt wurde und ich gerne mehr Informationen über ihn und seine Hintergrundgeschichte gehabt hätte, aber dennoch konnte ich mir auch wieder ein gutes Bild von ihm machen. Seine Probleme waren anders als die von Maddie, aber auch bei ihm drehte es sich um seine Entwicklung und die Befreiung seiner "Dämonen". Es war etwas verschlossener, aber auch sensibler Teenager, der seine Talente im Verbrogenen ausüben musste.
In den letzten Kapiteln war leicht die Luft raus, bevor das Ende mich wieder völlig mitriss. Sehr tragisch fand ich die Geschichte von Maddies Mutter, die mir das Herz zeriss. So war ihr Verhalten durchaus verständlich, auch wenn sie einen großen Fehler machte, der weitere nach sich zog, aber sie machte mich auch so unglaublich wütend.
Yoon erzählte ihre Geschichte nicht nur rein mit Worten, die sie gekonnt einsetzte, sondern auch mit vielen Zeichnungen, die einem einen tiefen Einblick in Maddies Gefühlswelt gaben. Es ist etwas schwer für mich, dies gut zu erklären, aber ohne diese liebevollen Extras wäre das Buch nicht ganz so gut geworden. Sie wurden passend in die Geschichte eingesetzt und es kamen auch Tabellen, Artikel aus dem Internet und Zeichnungen von Maddie vor. Wie sie sich im Weltall vorstellte oder sich selbst sah; ein Kuss-Trainingsplan, ihre Schulaufgaben oder ihr Tagesplan. All das machte das Buch zu etwas Besonderen, was ich so auch nicht zuvor kannte. Der Stil der Autorin war sehr sensibel und ohne Effekthascherei. Er las sich sehr flüssig und war für mich ein auf und ab der Emotionen.
Fazit:
Das Buch in Worten wiederzugeben ist nicht einfach für mich und ich würde noch so viel mehr schreiben, aber ich denke, es passt so ganz gut. Die Geschichte ist auch nach all den Jahren immer noch ein kleines Kleinod für mich, etwas ganz besonderes, was ich wieder sehr genossen habe. Die Figuren waren gut ausgearbeitet und wirkten authentisch. Zwar hätte ich Olly gerne etwas mehr im Zentrum gehabt, aber auch so erfuhr man viel über ihn. Die Liebesgeschichte wurde sehr sensibel erzählt und all die kleinen Zeichnungen und liebevollen Details machten das Buch sehr schön.
- Astrid Fritz
Henkersmarie
(57)Aktuelle Rezension von: MalkaMit Henkersmarie gelingt Astrid Fritz ein eindrucksvoller historischer Roman, der lange nachhallt. Im Mittelpunkt steht Marie, die Tochter eines Henkers, die im spätmittelalterlichen Freiburg lebt – gesellschaftlich ausgegrenzt, zwischen Schuldzuweisung und Vorurteilen gefangen. Die Autorin erzählt Maries Lebensweg mit großer Nähe zur Figur und macht ihre innere Zerrissenheit, ihren Wunsch nach Anerkennung und ihre leise Rebellion gegen die ihr zugedachte Rolle eindringlich spürbar. Dabei verwebt Fritz persönliche Schicksale geschickt mit historischen Ereignissen und zeichnet ein authentisches Bild einer Zeit, in der Herkunft über Leben und Chancen entschied.
Der Schreibstil ist klar, bildhaft und zugleich angenehm unaufgeregt. Astrid Fritz versteht es, historische Details präzise einzubauen, ohne den Erzählfluss zu bremsen. Besonders überzeugend ist ihre Sprache in den leisen Momenten: Gedanken, Ängste und Hoffnungen der Protagonistin wirken glaubwürdig und emotional, ohne pathetisch zu sein. Die Atmosphäre der Stadt, der Gerüche, der Enge und der sozialen Härte wird sehr plastisch dargestellt und zieht Leserinnen und Leser tief in die Handlung hinein.
Kritisch ließe sich anmerken, dass einige Nebenfiguren etwas blasser bleiben und bestimmte Konflikte – gerade gegen Ende – schneller aufgelöst werden, als man es sich wünschen würde. Dennoch mindert das den Gesamteindruck kaum. Henkersmarie ist ein starkes, bewegendes Buch über Ausgrenzung, Selbstbehauptung und weibliche Stärke in einer gnadenlosen Zeit. Ein historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt – absolut lesenswert.
- Jeffrey Archer
Kain und Abel
(111)Aktuelle Rezension von: VeeziIch habe Kain und Abel aus unserer Bücherei ausgeliehen und war direkt in der Geschichte und habe alle Bücher davon verschlungen. Der Autor schreibt flüssig, kann einen gut in die Geschiche ziehen und man verfolgt gebannt das Leben der Protagonisten, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Es zeigt die Schrecken des Krieges, den eigenen Mut und Schaffenskraft und war eine absolute Bereicherung.
- Andy Jones
Zwei für immer
(186)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinIvy und Fisher kennen sich noch nicht lange, verbringen ein paar leidenschaftliche Nächte miteinander und dann ist Ivy schwanger. Ohne lang zu diskutieren, ob sie beide das Kind möchten, ob sie überhaupt eine Beziehung haben und das Kind gemeinsam großziehen möchten, übernimmt Fisher Verantwortung und zieht kurzerhand bei Ivy ein.
Fisher ist verliebt in die knapp zehn Jahre ältere Ivy, ist sich ihrer Gefühle jedoch nicht so sicher. Die beiden müssen sich erst richtig kennenlernen, um herauszufinden, ob sie mehr verbindet als das gemeinsame Kind, was nicht ohne Reibereien vonstatten geht.
"Zwei für immer" ist eine Liebesgeschichte, die aus der Perspektive des Mannes, Fisher, geschrieben ist, was für mich schon einmal eine Abwechslung zu vielen anderen ähnlichen Romane darstellt. Es fällt leicht, sich in ihn und seine Gedanken hineinzuversetzen. Seine Unsicherheit in Bezug auf Ivys Gefühle und auch in Bezug auf die Rolle, die er in ihrem Leben und dem der Kinder (es sind Zwillinge) einnehmen wird, sind spürbar.
Der Roman ist humorvoll geschrieben, wiederholt sich jedoch im Mittelteil in ermüdenden Alkoholexzessen, was die Geschichte etwas in die Länge zieht. Es ist keine romantische Liebesgeschichte, denn wirklich schöne gemeinsame Momente zwischen Ivy und Fisher gibt es am Anfang kaum. Es fehlt eine Nähe, was vor allem der Distanziertheit Ivys geschuldet ist. Es ist eine ungleiche Paarbeziehung, die unter Druck entstanden ist und sich zunächst nicht merklich weiter entwickelt. Lange hat man als Leser*in hat man das Gefühl, dass die beiden keine Chance nutzen, sich anzunähern, für den anderen Interesse zu zeigen oder sich bewusst um eine gemeinsame Zukunft Gedanken machen. Erst als die Schwangerschaft voranschreitet und die beiden am Ende mit einem Unglück konfrontiert werden, dass sie nur gemeinsam bewältigen können, wird die Geschichte emotionaler und kann den etwas behäbigen Mittelteil ausgleichen.
Es ist ein Beziehungsroman aus der Sicht eines Mannes, den man zunächst mehr bemitleiden, als beglückwünschen möchte. Am Ende ist trotz der Zurückhaltung Ivys aber dennoch eine emotionale Basis spürbar, die auf eine Zukunft des Paares als Familie hoffen lässt. Diese ungeschönte Art der Paarbeziehung hat mir an dem Roman gut gefallen. - Ava Reed
Spiegelstaub
(153)Aktuelle Rezension von: Jessie1995So wie Band 1 hat mich band zwei in seinem Bann gezogen. Dieses Mal spielt alles nicht in Irland sondern an einem Magischen Ort der mir recht gefiehl. Fand es toll das neue Personen dazu kamen so wie Deegan - Firi & Kian. Koan konnte ich am Anfang nicht wirklich einschätzen doch es stellte sich raus das er ein guter Mensch und ein Herz besitzt. Locans tot kam unerwartet ich mochte ihn wirklich sehr. Auch gut fand ich den Epilog aus der sich von Kohana. Kurz und knapp ein toller Abschluss
- Wally Lamb
Die Musik der Wale
(223)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt"Mein ganzes Leben lang verließen mich die besten Leute, fuhren einfach weg. Ich wollte nicht sterben. Aber leben wollte ich auch nicht." - S. 305
Auf 571 Seiten liest man hier ausführlich (und teilweise leider auch mit einigen Längen) über das Leben der Dolores Price.
Vom aufwachsen, erwachsen werden und (Über-)Leben eines Mädchens, dass im Leben einige schwerwiegende Schicksalsschläge erleiden muss und welches sich immer wieder durchgekämpft hat.
Ich möchte jedoch noch kurz darauf hinweisen, dass es in diesem Buch um Themen wie Vergewaltigung, Abtreibung, häusliche Gewalt, Verlust naher Angehöriger etc. geht, weshalb es für sehr empfindsame Personen vielleicht nicht die richtige Lektüre ist.
- Karine Lambert
Und jetzt lass uns tanzen
(151)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMarguerite steht vor dem Grab ihres Mannes und verabschiedet sich und ist danach einfach nur leer, einsam und weiß gar nicht genau wohin mit ihrem Leben. Er hat doch immer alles geleitet und geführt und sie hat ihm als treue Ehefrau den Wunsch erfüllt ihr Haar immer als Knoten zu tragen und ihn immer zu Sie-zen. Nun ist sie auf sich gestellt und wird von ihrem Sohn, der ihrem Mann mehr als ähnlich ist, etwas unterstützt. Ihre Schwester dagegen ist wild und nimmt alles vom Leben und bekräftigt ihre Schwester nochmal durch zu starten. Dann gibt es noch Marcel. Er muss mit dem Tod seiner geliebten Ehefrau fertig werden. Ihre Energie, ihre Kraft und auch ihre Zartheit fehlen ihm sofort. Er will ohne sie eigentlich gar nicht sein und auch die Kinder können ihn nicht unbedingt aufheitern. Durch Zufall begegnen sich die Beiden und sind mit Ende 70 fasziniert vom Anderen, vom Neuen und sind doch auch ängstlich und wissen nicht, wie sie die Gefühle und die Anziehung einsortieren sollen. Als die Kinder dann auch den Unmut äußern und es nicht so ganz toll finden, dass die Eltern nach dem Tod des Partners irgendwie weiter ziehen, werden in Marguerite und Marcel aber die Kampfgeister geweckt. Sie sind zwar alt, aber sie haben noch Lust am Leben, an neuen Erfahrungen und Plänen und Zielen und dies wollen sie Leben! Der Roman hat mich von Anfang an gepackt und durch seinen Humor, seiner tollen Sprache und dem großen Gefühl fasziniert und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Karine Lambert hat ein besonders Gespür für intime Momente und schreibt auf eine ganz großartige Art und Weiße und man taucht in das Buch ein und möchte dann unbedingt mit den Helden gemeinsam tanzen. Eine ganz wunderbare Geschichte.
- Kylie Scott
Dirty, Sexy, Love
(157)Aktuelle Rezension von: Michi_93Die Geschichte von Joe und Alex ist sehr niedlich und auch wirklich witzig. Ich mochte die beiden sehr gerne also Hauptprotagonisten.
Aber es hat doch etwas Feuer gefehlt, wie bei Band eins. Aber das ist wirklich „Meckern“ auf höchstem Niveau. Denn ich habe auch dieses Buch sehr genossen. Kylie Scott hat einen wirklich angenehmen Schreibstil und ein gutes Gefühl für Spannung. Es gab auch keine unnötigen Längen in dem Buch. Eine lockere und leichte Liebesgeschichte.
Ganz besonders finde ich toll, dass die Hauptcharaktere aus Band eins sowie die Nebencharaktere auch in diesem Buch genug Platz bekommen haben und wir erfahren, wie alles so weitergeht.
Natürlich liegt in diesem Band der Schwerpunkt noch etwas mehr auf der Drive-Bar, vor allem weil Joe der Barkeeper ist.
Die Liebesgeschichte von Joe und Alex war eher vorhersehbar, aber ganz ehrlich: ich fand es absolut nicht schlimm und war froh mal etwas Leichteres lesen zu können, dass mir dennoch sehr gut gefallen hat.
Definitiv bin ich gespannt auf den dritten Teil, in dem es um Eric geht.
Fazit: Eine Buchreihe, die ich sehr empfehlen kann.
- Haroon Gordon
Palast aus Staub und Sand
(22)Aktuelle Rezension von: angies_bücherTatsächlich fiel es mir etwas schwer den Einstieg in das Buch zu finden. Man wird direkt mitten in die Geschichte hinein geworfen und eine ganze Weile laufen die verschiedenen Erzählstränge nebeneinander ohne,dass man einen Zusammenhang erkennt. Als die Fäden dann zusammen laufen war ich vollkommen fasziniert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und ich mochte das Buch sehr sehr gerne!
- Eve Chase
Black Rabbit Hall
(273)Aktuelle Rezension von: MazeixxDie zentrale Handlung des Buches dreht sich um die Familie Alton in den späten 1960er Jahren. Das Anwesen „Black Rabbit Hall“ dient der Familie als Rückzugsort und Ferienhaus. Während der Osterferien ereignet sich jedoch ein tragisches Unglück, das die gesamte Familie erschüttert. Amber muss fortan die Verantwortung für ihren Zwillingsbruder sowie für die jüngeren Geschwister übernehmen. Mit 15 Jahren lernt sie, schnell erwachsen zu werden und die Kontrolle zu behalten. Doch als eine neue Frau und ihr Sohn in das Leben der Familie treten, verändert sich alles grundlegend und nichts ist mehr wie zuvor.
Mehr als drei Jahrzehnte später sucht Lorna nach einem Ort, an dem sie endlich die Liebe ihres Lebens heiraten kann. „Black Rabbit Hall“ kennt sie noch aus ihrer Kindheit, denn ihre verstorbene Mutter und sie haben das Anwesen in den Ferien oft besucht. Dabei ahnt sie nicht, dass sie mehr entdecken wird als nur ein etwas verfallenes Haus. Das Anwesen birgt den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit und wird einige ihrer persönlichen Rätsel lösen.
Der flüssige Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, jedoch gab es teilweise unötig in die Länge gezogene Passagen, die mich etwas gestört haben. Andere Abschnitte waren dann wieder sehr spannend und man ist gefühlt schnell im Buch vorangekommen.
Dennoch kann ich das Buch an alle weiterempfehelen, die auf Geschichte über düstere Familiengeheimnisse, alte englische Häuser und Erzählungen auf unterschiedlichen Zeitebenen stehen. - Susanna Ernst
Der Herzschlag deiner Worte
(72)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraEs gibt Bücher, die möchte man eigentlich unbedingt lesen und trotzdem tut man es nicht. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Für mich war "Der Herzschlag deiner Worte" so ein Buch, dass ich immer wieder in die Hand genommen habe und es trotzdem nicht gelesen habe. Meistens lag es daran, dass meine Stimmung gerade auf dem Tiefpunkt war und ich Angst hatte, dass mich die Geschichte noch weiter runterziehen könnte. Denn nach Lektüre des Klappentextes habe ich eine interessante, gefühlvolle, aber auch äußerst traurige Geschichte erwartet.
Ich bin sehr froh, dass ich endlich über meinen Schatten gesprungen bin und das Buch gelesen oder soll ich besser sagen inhaliert habe. Denn kaum hatte ich angefangen, wollte ich es nicht mehr aus der Hand nehmen. Autorin Susanna Ernst hat eine wundervolle Art Geschichten zu erzählen und ich verstehe jetzt, warum sie mir so oft empfohlen wurde. Sie findet genau die richtigen Worte, um Bilder in meinem Kopf zu erzeugen und mich die Emotionen fühlen zu lassen. An mehreren Stellen im Buch war ich zu Tränen gerührt, denn ja, die Geschichte ist manchmal traurig. Doch gab es auch die andere Seite der Medaille, an der ich beim Lesen lächeln und träumen konnte. In diesem Buch ist wirklich eine Bandbreite an Gefühlen verarbeitet.
Liebesgeschichten sind immer ein wenig kompliziert. Entweder dauert es lange bis die beiden sich finden oder sie finden sich schnell, trennen sich dann aber wieder aufgrund eines Missverständnisses oder eines Vorfalls oder es ist gerade einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Die Irrungen und Wirrungen der Liebe nerven teilweise, aber sie trafen sich, sie verliebten sich und leben glücklich bis an ihr Lebensende, ist halt nicht buchfüllend. Oft wirken die Schwierigkeiten stark konstruiert und man merkt, dass es nur darum geht die Seiten zu füllen. Hier war das anders, also natürlich war die Liebesgeschichte zwischen Alex und Maila alles andere als einfach, aber für mich war es immer glaubhaft. Ich habe mit den beiden mitgefiebert, mitgelitten und wollte unbedingt wissen, wie ihre Geschichte endet.
Aber nicht nur Alex und Maila haben mich in ihren Bann gezogen. Denn es gibt ja noch weitere Handlungsstränge, wie die Geschichte rund um Tante Jane, Vincent und Vivian. Ich mag Bücher, in denen es mehrere Erzählstränge gibt, die sich dann auch noch auf mehreren Zeitebenen verteilen. Vor allem wenn es die Autorin so geschickt beherrscht, die einzelnen Stränge miteinander zu verflechten. Wenn man Seite für Seite lesen kann, wie sich die einzelnen Puzzleteile zu einem großen Bild zusammensetzen.
Der einzige Kritikpunkt, der mir einfallen würde, ist, dass ich viel zu lange gewartet habe, um das Buch zu lesen. Denn hätte ich das Buch schon vor Jahren gelesen, dann könnte ich es jetzt noch einmal lesen. Glücklicherweise hat die Autorin aber bereits mehrere Bücher veröffentlicht, die jetzt auch auf meiner Leseliste stehen.
- Mary Rickert
Sommergeister
(39)Aktuelle Rezension von: BuechertraeumeMeine Meinung:
Dieses Buch ist das Debüt der Autorin Mary Rickert und ich war so gespannt auf dieses Buch, da es sich echt toll anhört und war sehr gespannt was auf mich im Buch zukommt.
Der Schreibstil der Autorin war für mich sehr locker und ziemlich leicht lesbar. Dazu kam dann auch zu einem späteren Zeitpunkt das bildiche beschreiben einzelner Szenen, was mich einfach unfassbar fesselte.
Ich weiß nicht, was ich von Bay, der Protagonistin, halten soll. Neben den anderen, liebevoll ausgemalten Charakteren, wirkt sie auf mich stellenweise echt irgendwie durchsichtig und kaum richtig anwesend und dann von jetzt auf gleich war sie wieder da und war stark. Diese Auffälligkeit habe ich allerdings nur bei Bay beobachtet und nicht bei den anderen Nebencharakteren.
Die Geschichte rund um Bay war eine schöne Geschichte für Zwischendurch. Mary Rickert erzählt in "Sommergeister" über einen Bund, den die Mutter von Bay mit zwei mysteriösen Frauen schloss und ich fieberte richtig mit Bay mit um herauszufinden, was es mit Bay und ihrer Mutter auf sich hat. Die Story ist spannend und mysteriös zugleich, was als Mischung super zusammengespasst hat.
Coveranalyse:
Das Cover ist komplett eben und glatt gehalten, was in diesem Fall, durchaus hübsch wirkt. Auch farblich ist das Cover eher schlicht gehalten, in den verschiedenen Blautönen die am Rand in Schwarz übergehen. Das alles insgesamt auf einem weißen Hintergrund gestaltet wurde, lässt es gleich noch einmal edler wirken. Was mir auch sehr gut gefällt, sind die Federn, sie verleihen dem Ganzen etwas wunderschönes. Der Schriftzug des Titels ist zwar schlicht aber hebt das Gesamtbild noch einmal hervor. Auf jeden Fall ist es ein sehr gelungenes Cover und deshalb vergebe ich dem Cover 9 von 10 Punkte.
Mein Fazit:
Sommergeister von Mary Rickert ist eine schöne Lektüre für zwischendurch. Mary verzaubert ihre Leser/innen nicht nur mit einem sauberen und lockeren Schreibstil, nein, auch die gesamte Geschichte ist verzaubernd. Wer auf Geheimnisse im Fantasy Genre mag, der kommt hier auf seine Kosten. Deshalb gibt es 4 von 5 Diamanten für dieses tolle Buch.
- Kathryn Taylor
Wildblumensommer
(172)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinSeitdem Zoe die Diagnose Aneurysma erhalten hat, steht sie vor der Entscheidung, ob sie sich operieren lassen soll oder nicht. Bevor sie das Risiko einer rettenden Operation eingeht, möchte sie die Todesumstände ihres älteren Bruders Chris klären, der vor vierzehn Jahren in Cornwall ums Leben gekommen ist. Zoe hat ein schlechtes Gewissen, da sie sich am Abend zuvor mit Chris gestritten hatte und möchte endlich Gewissheit darüber haben, ob sein Sturz ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord gewesen ist. Ohne die wahren Hintergründe ihrer Reise mit ihrem Verlobten oder Vater zu besprechen, reist sie zurück nach Cornwall, dorthin, wo sie mit Jack ihre erste Liebe erlebte. Der Roman ist nicht nur aus der Perspektive von Zoe geschrieben, sondern auch aus der von Rose, der Schwester von Jack und eine ehemalige Freundin von Zoe, mit der sie für den Aufenthalt in Cornwall ihr Haus tauscht. Während die geschiedene Dreifachmutter Rose, die in London einfach nur etwas Ablenkung und ein klärendes Gespräch mit ihrem Exmann suchte, lernt sie dort einen Anwalt kennen und verliebt sich in diesen. Sie hatte nicht ernsthaft damit gerechnet, eine Beziehung zu beginnen und es deshalb versäumt, Simon zu sagen, dass sie drei Kinder hat. Je länger sie es ihm verschweigt, desto schwieriger wird es, ihn nicht vor den Kopf zu stoßen. Aber hat ihre Liebe überhaupt eine Chance, da sie aus zwei völlig unterschiedlichen Welten kommen? Zoe verschweigt auch in Cornwall, wie krank sie ist und versucht durch Einsicht in die Polizeiakten und Gespräche mit Einwohnern mehr über ihren Bruder Chris und seinen Unfall zu erfahren. Über sein Tagebuch findet sie heraus, dass er zu dem Zeitpunkt verliebt war, was er ihr damals nicht anvertraut hatte. Unweigerlich knüpft sie in Cornwall auch wieder Kontakt zu Jack, der noch immer enttäuscht von ihr und ihrer überstürzten Abreise vor 14 Jahren ist. Die beiden nähern sich jedoch schnell wieder an und merken beide, dass sie nach wie vor Gefühle für einander haben. Der Roman handelt von zwei Liebesgeschichten, die sich zwar mit allen Hürden und Gefühls-Auf-und-Abs vorhersehbar entwickeln, aber durch den Perspektivwechsel und den Wechsel der Handlungsorte Cornwall und London für Abwechslung sorgen. Das Buch liest sich leicht und auch die Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet, dass man sich gut in sie und ihre jeweilige Situation hineinversetzen kann. Beide Romanzen entwickeln sich für meinen Geschmack viel zu schnell, insbesondere da Zoe in London verlobt ist. Spannung entwickelt die Geschichte nur durch Zoes Recherchen zu Chris' Tod, wobei ihre Diagnose Aneurysma ein etwas arg konstruierter Auslöser für ihre Suche nach Wahrheit ist. Auch ist fraglich, warum sie meint, nach so langer Zeit mehr herauszufinden, als die Polizei bei ihren Ermittlungen. Trotzdem finden sich immer wieder Erklärungen, die die Geschichte nicht unglaubwürdig wirken lassen. "Wildblumensommer" handelt von Trauerbewältigung, der Suche nach Wahrheit und die Rückkehr an einen Ort, der mit viel Leid, aber auch viel Glück verbunden ist. Beide Handlungsstränge sind lebendig und abwechslungsreich, auch wenn die Ereignisse durch die Kürze der Darstellung ein wenig oberflächlich bleiben. Es ist eine Mischung aus Drama und Liebesgeschichte, die durch ein Geheimnis aus der Vergangenheit für ausreichend Spannung und unterhaltsame Lesestunden sorgt.























