Bücher mit dem Tag "schicksalsroman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schicksalsroman" gekennzeichnet haben.

74 Bücher

  1. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499266720)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

     (11.722)
    Aktuelle Rezension von: EinganzeshalbesBuch

    Die Identifikation mit der Protagonistin viel mir sofort sehr leicht. Wie sie andere Menschen beschreibt, voller Vorurteile und Klassen-Stereotypen ist so unterhaltsam und bildlich. Besonders gut finde ich, dass Louisa auf viele verschiedenen Ebenen vorgestellt wurde: im Beruf, in einer Beziehung, in der Familie. Sie müsste durch ihre interessanten und problematischen Familienverhältnisse, ihre ungesunde Beziehung und ihren verlorenen Job eigentlich in einem Loch stecken, allerdings hat sie sich im Laufe der Zeit einige Mechanismen angeeignet um all das auszublenden. Umso schöner ist es mitzuerleben wie sie immer weiter ihr Leben selbst bestimmt und lebt.

    Auch wenn ich gern mehr über das Leben von Camilla Traynor und ihre Gefühlswelt erfahren hätte, wurden alle Charaktere gut herausgearbeitet und jede Figur hat seine eigenen Eigenarten.

    Der einzige Charakter, der mich wirklich gestört hat, ist Patrick. Ich habe selten eine so unsympathische Figur kennengelernt und habe kein Verständnis für die lange Beziehung von ihm und Louisa. 

    Die Entwicklung Wills hingegen ist so gut gelungen, dass ich trotzdem 5 Sterne gebe. Jedes Motiv von ihm war klar und jede Laune irgendwie begründet. Dass er einen so guten Einfluss auf Louisa ausübt und sie nachhaltig beeinflusst, ist einfach inspirierend. Obwohl sein Leben (für ihn) bereits endete, nutzt er seine Energie, um sie zu verändern.
    Von ihm habe ich gelernt, wie wichtig es ist an sich selbst zu denken und Die Welt zu erleben,

    Ich hoffe man spürt Wills Einfluss (nachhaltig) in Louisas Leben. 

    Alle Charaktere (außer Patrick natürlich) sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich bin sehr froh, dass die Fortsetzung bereits auf mich wartet und ich viele von ihnen wieder sehen (lesen) werde.

    Neben den tollen Figuren, empfehle ich das Buch auch wegen des unfassbar wichtigen und schönen Themas weiter. Es ist sehr wichtig, dass Themen wie Sterbehilfe mehr in der Gesellschaft ankommen und dieses Buch leistet seinen Teil dazu. 

  2. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.532)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung! Enthält Spuren von Spoilern.• Ein absolut berührendes und emotionales Buch welches einen den Alltag der Deutschen in der Zeit des zweiten Weltkrieges aufzeigt.
    Eine einzigartige Erzählweise, schreckliches, aber auch schrecklich schönes gepaart mit Freundschaft und Aufklärung. Ein Buch welches man gelesen haben sollte! Gänsehaut vorprogrammiert.

    Cover: Das Cover des Buches ist vom ersten Eindruck her sehr schlicht gehalten worden, aber dabei absolut aussagekräftig und auf seine ganz eigene Weise wunderschön.
    Der Hintergrund ist in einer tollen Farbe gehalten worden, die an altes Pergamentpapier erinnert, dadurch passt es natürlich wie die Faust auf's Auge zu dem Inhalt des Buches. :)
    Der Eyecatcher des Buches befindet sich jedoch in der Mitte- man erkennt ein kleines Mädchen, die rechts von dem Sinnbild des Todes an der Hand gehalten wird. Der Tod besteht aus einem Skelett und trägt einen schwarzen, dicken zerfranzten Umhang mit einer Kapuze. Das Mädchen hat zwei typische geflochtene Zöpfe und trägt ein gepunktetes Kleid. Sie ist barfuß.

    Schreibstil: Der Schreibstil des Autors war wirklich erfrischend anders.
    Insgesamt kann man ihn als sehr poetisch und philosophisch, mit Liebe zum Detail beschreiben. Das Buch war voller Metaphern und anderen sprachlichen Mitteln, so dass man wirklich mit klaren Kopf lesen muss. Ich würde sagen, dass es kein Buch ist, welches man eben mal Zwischendurch lesen kann.
    Nichts desto trotz, ließ es sich sehr angenehm lesen und es herrschte eine schöne, wenn auch beklemmende Leseatmosphäre. Anders kann man dieses Gefühl, welches einen ständig zwischen erwartungsvoller Spannung und beklemmender Hoffnung zurücklässt, nicht beschreiben.
    Ein wundervolles, besonderes Werk!

    Idee: Einfach Wow!
    Natürlich gibt es unzählige Bücher über den zweiten Weltkrieg. Aber dieses Buch ist für mich persönlich nochmal etwas ganz besonderes.
    Der Sprecher, der die ergreifende und tragische Geschichte über Liesel und ihre Liebsten erzählt, ist kein geringender als der Tod selbst.
    Liesel lernen wir schon als kleines Mädchen kennen und irgendetwas in ihr- vielleicht die Reinheit ihrer Seele, lässt den Tod neugierig werden. Ab sofort ist er ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder also, dass er jeden ihrer Schritte mitverfolgt und uns berichten kann.
    Aber der Tod ist zunächst ganz anders als erwartet- er hat stellenweise soetwas wie Mitgefühl, ist oft zynischer als man denkt.. und er spoilert im Vorfeld soviele Tode, dass man ständig wenn etwas schlimmes passiert, unweigerlich die Luft anhält. Man fiebert mit Liesels Schicksal mit, denn in ihrem jungen Alter muss sich Liesel schon schrecklichen Schicksalsschlägen stellen. Aber man schließt auch dutzende andere Menschen, abgesehen von Liesel, ins Herz, die auch für sie eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielen.
    Dieses Buch erzählt den Alltag der ganz normalen Leute- deren Problematiken, der Hunger.. Der ständige Kampf von moralischen Konflikten.. Judenverfolgungen.. aber auch die Wichtigkeit von Familie und Freundschaften.
    Berührend.. tränenreich.. besonders!

    Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel erfahren wir mehr über die Situation im zweiten Weltkrieg. Die Spannung steigt. Der Krieg scheint schließlich sogar Molching entgültig erreicht zu haben.. Wir erleben mit wie Liesel ihr erstes Buch stiehlt. Dann das zweite und schließlich das Letzte.
    Die Bücherdiebin zeigt uns eine ganz andere Welt- eine hoffnungslose, graue.. Fast schon grausame, aber greifbare Welt.
    Das Einzige was mich tatsächlich störte, waren einige sehr langatmige Stellen. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass die Story etwas auf der Stelle festhängen blieb. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Und der einzige Grund, warum ich leichten Punktabzug gebe.
    Das Ende hat mich komplett zerstört. Ich habe tatsächlich weinen müssen- obwohl uns der Tod, den ein oder anderen voraussagt, war es doch sehr schmerzhaft es schließlich doch erleben zu müssen.

    Charaktere: Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Sie wurden wundervoll mit Liebe zum Detail beschrieben.
    Unser Hauptcharakter ist natürlich Liesel- sie hat ein riesiges Herz, ist neugierig, mutig und leidenschaftlich. Ihre Freundschaft zu dem wildfang Rudi rein und echt. Man kann die beiden nur mögen- sie sind einfach naiv für ihr Alter, eben Kinder. Aber gleichzeitig müssen sie schon so erwachsen sein. Ihre Eltern Hans und Rosa Hubermann haben mich jedoch wohl mit am meisten berührt.
    Hans Hubermann ist ein ganz besonderer Mensch und ein wundervoller, einfühlsamer Vater. In jeder Sekunde wusste er wie er mit Liesel umgehen muss, was er sagen muss.. und war immer für sie da. Ein Mann der zu seinem Wort steht.
    Rosa Hubermann scheint eine etwas füllige, sehr imposante und auch schnell reizbare Person zu sein.. Sie meckert viel, ist laut und energisch. Aber hinter jedem "Saumensch", "Saukerl" oder was man auch sonst mit Sau verfeinern kann, steckt sehr viel liebe. Sie ist immer da, zwar im Hintergrund, aber allgegenwärtig.
    Und dann noch Max- voller unterdrückter Wut, aber auch Dankbarkeit und voller Freundschaft für Liesel, dass es weh tat.

    Mein Fazit: Ich vergebe absolut herzliche 4 Sternchen. Der Inhalt ist nicht nur wichtig, sondern auch lehrreich und emotional wachrüttelnt. Kann ich einfach nur wärmstens empfehlen.
    Eine Geschichte, die Bombennächte, Bücherverbrennungsabende und Judenmärsche beinhaltet, aber auch Freundschaft, Liebe und Hoffnung.

  3. Cover des Buches So wie die Hoffnung lebt (ISBN: 9783426519059)
    Susanna Ernst

    So wie die Hoffnung lebt

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist nett und auch der Klappentext war ansprechend.

    Am Anfang konnte mich der Schreibstil leider überhaupt nicht erreichen, was dazu geführt hat, dass ich für wenige Seiten ewig gebraucht und ziemlich schnell keine Motivation mehr hatte.

    Nach ein paar Wochen habe ich das Buch erneut zur Hand genommen und irgendwann ist der Knoten geplatzt. Ich habe mich auf den Schreibstil eingelassen und dann wurde die Geschichte doch noch recht angenehm zu lesen.

    Am Ende konnte ich dann doch noch auf eine berührende Geschichte zurückblicken, die mich nach und nach doch fesseln konnte.

  4. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (233)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    Corina Bomanns Roman „Die Sturmrose“ handelt von der Werbefachfrau Annabel Hansen, die mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie nach Binz zieht, weil sie auf Rügen ein neues Leben beginnen will. Nachdem die beiden ihr Traumhaus bezogen haben, entdeckt Annabel im Sassnitzer Hafen auch noch ihr Traumschiff: die titelgebende „Sturmrose“, einen alten Kutter, der demnächst versteigert wird. Für Annabel ist es Liebe auf den ersten Blick, doch schnell stellt sich heraus, dass sie einen äußerst entschlossenen Mitbieter hat. Christian Merten trägt einige Geheimnisse mit sich herum, doch auch die „Sturmrose“ hat eine bewegtere Geschichte hinter sich, als Annabel ahnt.

    Als Ich-Erzählerin lässt Annabel die Lesenden an jedem kleinsten Gedanken, jeder aufkeimenden Gefühlsregung teilhaben. Ich habe mir oft gewünscht, dass dem nicht so wäre, bewegt sich doch alles eher auf Soap-Niveau. Besonders fiel das auf, als drei andere Charaktere kapitelweise zu Wort kamen und ihre Geschichte erzählten: Der Stil blieb stets der gleiche, Gedanken und Dialoge waren einfach platt und so wirkten diese anderen Protagonisten ähnlich naiv wie die Hauptfigur, was mich beim Lesen doch ziemlich störte.

    Insgesamt scheinen komplexe Charaktere nicht Bomannns Sache zu sein; es gibt viel Gut, etwas Böse und kaum Schattierungen. Der schmierige Ex-Stasi-Mitarbeiter, der verantwortungslose Exmann, die überaus patente Adoptivmutter und die so goldige wie pflegeleichte Fünfjährige – alle wirkten wie aus dem Bilderbuch. Und auch die Handlung mit ihren dramatischen Wendungen und ein paar unglaubwürdigen Zufällen überzeugte mich nicht, da wurde einfach viel zu viel zwischen die Buchdeckel gepresst: deutsch-deutsche Geschichte, Republikflucht, Adoption, Trennungsdrama, Liebesgeschichte, Schiff-Restaurierung … weniger wäre hier mehr gewesen, auf allen Ebenen. „Die Sturmrose“ konnte mich leider so gar nicht überzeugen.

  5. Cover des Buches Der Klang deines Lächelns (ISBN: 9783426519356)
    Dani Atkins

    Der Klang deines Lächelns

     (156)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    …so empfand ich diese Geschichte. Zuerst wird der Leser mit zwei Männern konfrontiert, der eine auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, der andere in einem Kaufhaus, um ein Geschenk für seine Frau zu besorgen.

    Dann wird die Erzählung abwechselnd von den Protagonisten Charlotte und Ally weitergeführt – im heute auf der Intensivstation und jeweils in der Vergangenheit, Jahre zurück.

    Denn die beiden Frauen kennen sich….

    Es ist wirklich eine Achterbahn der Gefühle und ich konnte auch gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der flüssige Schreibstil und die genaue Beschreibung der jeweiligen Situationen und Gefühle haben mich bewegt und gepackt. Selten habe ich soviel mitgelitten, mit dem Schicksal gehadert und doch gab es auch  immer wieder kleine Lichtblicke.

    Es gab zwar keine überraschende Wendung zum Schluss hin, was ich auf der einen Seite bedauert habe, auf der anderen aber als folgerichtig empfand.

    Ein wirklich schöner, hochemotionaler und packender Roman !

  6. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453354760)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

     (1.183)
    Aktuelle Rezension von: buchstaben_worte_buecher

    Eines meiner liebsten Büchern ist "Der verborgene Garten" von Kate Morton aus dem Diana Verlag. 

    Es handelt dabei von der jungen Australierin Cassandra, die nach dem Tad ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt - ein Cottage, von dem sie noch  nie etwas gehört hat - ein Cottage das von einem verwunschenen Garten umgeben ist und das an ein geheimnisvolles Anwesen, Blackhurst Manor, grenzt. Der Frage, was hat dieses Haus mit ihrer Großmutter und auch mit ihr selber zu tun, versucht Cassandra auf den Grund zu gehen. Dabei muss sie in die Vergangenheit eintauchen zu zwei Freundinnen, die sich ein folgenschweres Versprechen gaben. Was geschah wirklich vor hundert Jahren auf Blackhurst Manor?

    Es ist ein wunderbares Familiendrama mit einem verwunschenem Garten, einer adlingen Famliie, einem dunklen Geheimnis. Es handelt von Liebe, Freundschaft, Eifersucht, Verlust und Verrat. 

    Kate Morton schreibt sehr ausführlich und bildlich. Gleichzeitig ist es aber nicht langatmig. Es ist wie ein Film, der sich vor dem inneren Auge abspielt. Vor allem die Atmosphäre ist großartig eingefangen. Sie ist geheimnisvoll, mysteriös, sogar etwas unheimlich. Sie erinnert an die Stimmung in den Klassikern Jane Eyre oder Sturmhöhe von den Brontë-Schwestern. 

    Da es auf drei Zeitebenen spielt, wirkt es am Anfang etwas verwirrend, bis man die Charaktere und die Umgebung kenenn gelernt hat. Aber das Durchhalten lohnt sich, denn es ist wirklich wundervoll. 

    Wer die Bücher von Lucinda Riley mag, der wird dieses Buch lieben. Es ist eine absolute Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Mängelexemplar (ISBN: 9783596511891)
    Sarah Kuttner

    Mängelexemplar

     (1.199)
    Aktuelle Rezension von: Hexenlady70

    Leseeindruck zu

    Mängelexemplar von Sarah Kuttner


    Ich habe gerade das Buch welches in der ich Perspektive geschrieben ist beendet. 

    Ich sortiere gerade noch meine Gefühle und Gedanken. 


    Erstmal vorweg, das Buch ist in seinem sehr flapsigen Schreibstil geschrieben. Voll gepackt mit ganz viel Selbstironie und etwas Situationskomik.


    Ich mochte das Buch sehr. Ganz viel von mir spiegelt sich in diesem Buch wieder. Ganz viele Gefühle und Emotionen sind mir nicht unbekannt. Es wird quasi Karo durch die Erkrankung begleitet. Und da ich selber betroffene bin kann ich sagen das das Buch sehr authentisch ist.

    Ich denke dieses Buch spiegelt die Komplexität einer Depression sehr gut wieder. 

    Jemanden der bisher noch keine Erfahrung mit der Thematik hatte, kann mit dem Buch vielleicht im Ansatz verstehen was in einem Menschen mit Depressionen vorgeht. Wer zum Beispiel Angehörige hat die erkrankt sind, dafür finde ich es einen tollen Roman. 


    Ich gebe dem Buch volle 5 von 5 Sternen und würde mir wünschen das noch ganz viele Menschen dieses wie ich finde sehr besondere Buch lesen.


    Klapptext:

    Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne glatte Fraktur des Schädels.«

    Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Als auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr helfen, tritt sie verzweifelt und mit wütendem Humor ihrer Depression entgegen.

    Dem Wahnwitz unserer Gegenwart gibt Sarah Kuttner eine Stimme. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von der Verlorenheit, die manches Leben heute aushalten muss.

  8. Cover des Buches Für jede Lösung ein Problem (ISBN: 9783431039498)
    Kerstin Gier

    Für jede Lösung ein Problem

     (1.577)
    Aktuelle Rezension von: ZIMT-ZICKE

    ... habe ich dieses Buch. Es ist sehr gut geeignet für einen Sommernachmittag. So locker, flockig, leicht. Ich mag die Bücher der Autorin, sie schreibt wirklich schön und entspannend. Man taucht ab in eine andere Welt und kommt dann wieder mit positiven Energien zurück. Dieses Buch kann ich empfehlen. 

  9. Cover des Buches Zeit deines Lebens (ISBN: 9783596511860)
    Cecelia Ahern

    Zeit deines Lebens

     (1.142)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Ein Junge wirft aus Wut auf die neue Familie seines Vaters an Heiligabend mit einem gefrorenen Truthahn die Fensterscheibe ihres Wohnzimmers ein und verletzt damit fast seine kleinen Halbgeschwister. Er gelangt vorläufig in Gewahrsam, wo ihm der diensthabende Polizist die Geschichte von  Lou Suffern erzählt.

    Lou Suffern ist seit zehn Jahren mit seiner Frau Ruth verheiratet, hat zwei Kinder, kümmert sich aber vielmehr um seine Karriere als seine Familie. Seine Ehefrau hat er bereits mehrfach betrogen, zu seinen Kindern hat er keine Bindung und den 70. Geburtstag seines Vaters lässt er von seiner Sekretärin organisieren. 

    Eines Tages begegnet er vor dem Bürogebäude, in dem er arbeitet, einem Obdachlosen und spendiert ihm einen Kaffee. Wenig später verhilft er ihm sogar zu einer Arbeitsstelle in seiner Firma. Seit diesem Zeitpunkt ist Gabe wie ein Schatten an seiner Seite und wirkt auf ihn ein. Er gibt ihm zudem eine Pille, durch die Lou sich selbst mit anderen Augen sieht und beginnt, sich und sein eigenes Verhalten zu reflektieren. 

    Die zu vermittelnde Botschaft des Romans springt einem schon auf den ersten Seiten derart plakativ ins Auge, dass der Verlauf des Romans vorhersehbar und langweilig ist. 

    Selbst wenn man in Betracht zieht, dass die Geschichte wie ein Gleichnis einem fehlgeleitetem Teenager erzählt wird und der Roman zur Weihnachtszeit spielt, wirkt das Geschehen aufgesetzt. 

    Gerade der Hauptcharakter Lou ist keine authentische Figur, denn es ist nicht klar, warum er dem Obdachlosen plötzlich hilft und warum er sich ihm gegenüber geradezu menschlich verhält. Auch benimmt er sich bei der Arbeit so unsouverän, dass man kaum nachvollziehen kann, wie er so Karriere machen konnte. 

    Gabe, der stets aus dem Nichts auftaucht und Lou offensichtlich auf den rechten Weg führen möchte, erscheint wie eine Märchenfigur. Würden ihn andere nicht sehen, könnte man glatt meinen, dass er nur in Lous Einbildung existiert. Der Kniff mit Gabes Pille und deren Auswirkungen ist dann jedoch noch abwegiger, dass die fragwürdige Rolle Gabes in den Hintergrund tritt. 
    Die Botschaft des Romans, die richtigen Prioritäten zu setzen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, weniger Wert auf Karriere und materielle Dinge zu legen, ist unstrittig moralisch korrekt und vorbildhaft. Wie diese jedoch vermittelt wird, ist mir jedoch nicht nur zu penetrant und monoton sondern auch zu fantasievoll. Wendungen und glaubwürdige Charaktere sowie mehr Symbolik statt einer Moralkeule hätten dem Roman gutgetan.
  10. Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548284033)
    William Paul Young

    Die Hütte

     (600)
    Aktuelle Rezension von: readingsarah

    Die Hütte beschreibt den Weg eines Mannes zu Gott, allerdings ist es auch für unreligiöse Leser sehr empfehlenswert, da es gute Denkanstöße gibt und Halt in einer Zeit in der vieles haltlos ist.


    Mack ist ein Mann mittleren Alters. Er ist verheiratet, hat einen Job und 4 Kinder. Alles wirkt wie ein normales Leben, allerdings leidet Mack an der „großen Traurigkeit“, was sich mit einer Depression gleich setzen lässt. Ausgelöst wurde diese durch den tragischen Verlust seiner jüngsten Tochter Missy. Diese wurde bei einem Campingausflug entführt und ermordet.

    Drei Kahre danach erhält Mack einen mysteriösen Brief von Gott, der ihn an den Ort des Geschehens einlädt. Getrieben von Neugier und Wut entschließt sich Mack der Einladung zu folgen. Die Erlebnisse dieses Wochenendes mit Gott lassen ihn allerlei hinterfragen. Er vergibt, lässt Gefühle zu und söhnt sich letztendlich mit Gott aus, was dazu führt, dass all seine Beziehungen an Tiefe gewinnen und er den Verlust seiner Tochter verarbeiten und die Depression besiegen kann.


    Das Buch ist wunderbar geschrieben. Man fühlt direkt mit dem Protagonisten. Vor allem die Szenen, wo Missy entführt wird, sind mir als Mutter sehr ans Herz gegangen. Beim Lesen hinterfragt man auch seine eigenen Beziehungen und lernt so einige Dinge über sich selbst.


    Mich hat vor allem der religiöse Aspekt lange abgeschreckt das Buch zu lesen, aber ich bin froh es dennoch getan zu haben. Man benötigt nicht unbedingt einen Bezug zu Gott um viel Gutes aus dem Buch zu ziehen.

  11. Cover des Buches Charleston Girl (ISBN: 9783442473991)
    Sophie Kinsella

    Charleston Girl

     (642)
    Aktuelle Rezension von: M-Valerius

    Leider konnte mich diese aufgesetzte, unrealistische Geschichte nicht packen. Zwar habe ich mich durch das Buch gekämpft, aber auch nur, weil mein Sub abgebaut war und dies das letzte Buch davon war.

  12. Cover des Buches Beim Leben meiner Schwester (ISBN: 9783492262668)
    Jodi Picoult

    Beim Leben meiner Schwester

     (1.855)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    Das ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult handelt von der Familie Fitzgerald und dem Designer-Baby Anna, welches sie als Ersatzteillager für ihre Leukämie-kranke Tochter Kate zeugen. Um den Krebs von Kate besiegen zu können, brauchen sie Knochenmark mit der DNA von Kate. Deshalb wird Anna im Reagenzglas gezeugt. Als kleines Kind kann sich Anna nicht gegen die Eingriffe wehren, in denen ihr unter Schmerzen Knochenmark aus dem Rücken entnommen wird. Sie lebt damit, dass sie das von Zeit zu Zeit eben für ihre Schwester machen muss. Doch dann erleidet Kate Nierenversagen und braucht eine Spenderniere. Nun soll Anna eine Niere spenden. Und sie fängt an sich zu wehren. Sie nimmt sich einen Anwalt, weil sie das Recht auf ihren eigenen Körper einklagen möchte. Das Buch ist der Hammer gewesen. Es ist so toll geschrieben. Nicht nur das Thema ist genial. Wie das Buch ausgeht, schreibe ich jetzt nicht. Jedenfalls anders, als im Film. Und das Filmende habe ich, ehrlich gesagt, besser gefunden. Dennoch lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Ich kann es jedem empfehlen. Ich habe kurze Zeit nach diesem Roman noch ein weiteres Buch der Autorin gelesen, was auch echt gut war. Kürzlich habe ich in der Buchhandlung ein weiteres Buch von ihr erstanden, was eines meiner nächsten Bücher sien wird, die ich lesen werde.

  13. Cover des Buches For Good (ISBN: 9783959919616)
    Ava Reed

    For Good

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Schlaflosleser

    Ava Reed hat es wieder einmal geschafft ein schwieriges Thema ungemein gefühlvoll niederzuschreiben.

    Die etwas verlorene Charlie ist mit ihrer besten Freundin Mia auf einer College Party, die sie bald darauf frühzeitig wieder verlässt. Auf dem Weg zu ihrem Auto wird sie auf dem Campus von zwei betrunkenen Männern belästigt, zum Glück kommt ihr ein hilfsbereiter junger Mann zur Hilfe. Er begleitet sie sicher zum Parkplatz, doch leider kann sie in ihrer Unsicherheit nicht mal nach seinem Namen fragen. Wenigstens bekam sie einigermaßen stammelnd ein Dankeschön über die Lippen und eine Ansprache über seine hervorstechenden Qualitäten Leute zu beschützen wie ein richtiger Polizist.
    Eigentlich war es nur eine kurze Begegnung, doch genau diese kann Charlie nicht loslassen. Das Gefühl der Sicherheit in seiner Nähe, seine tiefe Stimme und seine schönen braunen Augen, kann sie nicht vergessen.

    Sechs Jahre später, als sie schon als gelernte Tierärtzin praktiziert, bescherrt ihr das Schicksal eine erneute Begegnung mit dem netten Fremden.

    Ben platzt mit seiner Hündin nach Feierabend in die Tierarztpraxis, wo Charlie arbeitet. Da sie so konzentriert auf die verletzte Pepper ist, bemerkt sie erst einen Moment später, wer da vor ihr steht...der hilfsbereite Fremde, den sie nie vergessen konnte. Etwas unsicher und zögerlich machen sich die beiden miteinander bekannt und merken bald darauf wie viel sie einander bedeuten...

    Durch Ava Reeds unfassbar gefühlvollen Schreibstil erzählt sie mit genau den richtigen Worten von der anfangs zarten Liebe, die durch die gemeinsame Zeit und Erlebnisse zu einem starken Band wird, das völlig unerwartet und schmerzhaft getrennt wird. Ihre Beschreibung der Emotionen tiefster Trauer und Verzweiflung sind treffend und realitätsnah. Für den positive Ausgang der Geschichte war ich sehr dankbar. Der Wechsel der Erzählungen zwischen Erinnerung, also Vergangenheit und der Gegenwart fand ich sehr gut. Die ausgewählten Verse und Gedichte von bekannten Poeten zur Kapiteleinleitung der Gegenwart haben mir unheimlich gut gefallen, genauso wie die zarten Illustrationen am Seitenrand. Kurzum wurde hier mit viel Liebe und Bedacht das Thema Liebe, Trauer, Verlust und Verlustbewältigung bearbeitet und ein sehr gelungenes Buch verfasst, wie ich finde

  14. Cover des Buches Ich hab dich im Gefühl (ISBN: 9783596297191)
    Cecelia Ahern

    Ich hab dich im Gefühl

     (1.214)
    Aktuelle Rezension von: miss_loori

    Joyce überlebt nur knapp einem Unfall - und weiß, dass sie ab jetzt ganz anders leben will.
    Sie krempelt ihr Leben um, trennt sich von ihrem Ehemann und zieht bei ihrem alten und leicht senilen Vater ein.


    Der geschiedene Justin ist als Gastdozent für Kunst an der Universität in Dublin..

    Frisch im Datingleben angekommen fängt Justin wieder mehr und mehr an, auf sich und seinen Körper zu achten und entscheidet sich kurzentschlossen beim Frisör anzuhalten.
    In dem kleinen Laden trifft er auf Joyce, bei der er das seltsame Gefühl hat sie zu kennen.
    Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch und laufen sich dann ständig zufällig über den Weg.

    Die Geschichte ist packend, rührend und liebenswürdig.

    Im Vordergrund wird Joyce’ Geschichte, die Suche nach Justin und die Beziehung zu ihrem Vater erzählt.
    Der Vater bringt mich immer wieder zum Lachen und hat den besten und authentischsten Charakter der Geschichte.

    Prinzipiell könnte man das Buch als Liebesroman sehen, aber dafür war mir zu wenig Zweisamkeit bei Joyce und Justin vorhanden.

    Justin war mir ein bisschen zu unsympathisch, da er ständig die Augen verdreht und auf Angriff mit allen möglichen Charakteren geht.

    Das Highlight war für mich die Beziehung zwischen Joyce und ihrem Vater!
    Einfach sehr rührend 💓

    Der Roman lies sich gut und flüssig lesen und ich würde ihn weiterempfehlen.


  15. Cover des Buches Aimées geheimer Wunsch (ISBN: 9783462049879)
    Kelly Doust

    Aimées geheimer Wunsch

     (65)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Der Roman beginnt durchaus vielversprechend! Im Jahre 1891 lernen wir Aimee, eine junge Französin kennen, die von ihrem Vater wie eine Gefangene in dem weitläufigen Haus der Familie gehalten wird und die kurz vor der Verheiratung mit einem ihr weitgehend unbekannten Mann steht. Ängste vor der Zukunft nehmen sie völlig gefangen, sie möchte fliehen, wagt es aber nicht und ergibt sich so in
    ihr unvermeidliches Schicksal.
    Doch vorher stickt sie noch etwas, dem Leser bis zum Ende des Buches Vorenthaltenes, in die Innenseite des von ihr kunstvoll mit Perlen angefertigten Kragens...
    Dieser Handlungsstrang bricht mit dem Tag ihrer Heirat unvermittelt ab und die Engländerin Maggie aus der Gegenwart kommt ins Bild!
    Sie ist eine überforderte junge Frau mit mannigfachen Problemen, die vergeblich versucht, Berufstätigkeit und ihre Rolle als Mutter miteinander zu vereinbaren.
    Eben diese Maggie gelangt nun in den Besitz des Kragens, den sie aber nicht als solchen erkennt. Vielmehr sieht sie in ihm ein Diadem...

    Und nach dem Auftritt dieser beiden Charaktere reißt der rote Faden ab! In einer Aufeinanderfolge von weitgehend zusammenhanglosen Szenen erfährt der Leser über einen Zeitraum von etwa hundert Jahren von den weiteren Besitzerinnen der Handarbeit, deren eigentliche Bestimmung aber allen unbekannt bleibt.
    Eine Art Bindeglied zwischen diesen Frauen, denen der Besitz des Kragens ausnahmslos Unglück beschert, bleibt Maggie - eine blasse, blutleere, problembehaftete Person, die für mich niemals greifbar wurde, deren nicht nachvollziehbare Handlungsweise gepaart mit einem laufend sich verändernden Charakter entweder auf eine Persönlichkeitsstörung hinweist oder auf die Möglichkeit, dass die Autorin bis zum Schluss nicht wusste, wie sie ihre Hauptfigur denn nun anlegen sollte...

    Der Roman selbst wirkt mühsam konstruiert, er ist überfrachtet mit unglaubwürdigen Personen und ebensolchen Schicksalen, an denen es mir unmöglich war, Anteil zu nehmen.
    Die Verbindungen, die zwischen einigen wenigen der Handlungsstränge ebenso mühsam hergestellt wurden, erscheinen mir unbeholfen und ungeschickt. Das gleiche gilt für die Entwicklung, die die Autorin ihren Protagonisten mit Gewalt aufdrückt und die ich als an den Haaren herbeigezogen beschreiben möchte.
    Leider bedient sie sich auch noch zusätzlich einiger abgegriffener Klischees, die das Niveau des Romans noch weiter senken, auf, so möchte ich fast sagen, Groschenheftniveau nämlich.
    Dabei stecken in dem Buch jede Menge guter Ansätze - und ein großer, ein begabter Erzähler hätte daraus womöglich auch einen großen Roman machen können.
    Aber Kelly Doust konnte das nicht! Weniger wäre entschieden mehr gewesen. Denn hätte sie sich auf die Französin Aimee und eine ausgefeiltere Maggie beschränkt, wäre sie gut beraten gewesen, und es hätte ihr vielleicht sogar gelingen können, eine glaubhafte, mitreißende Geschichte zu erzählen, denn ihre Art des Ausdrucks ist nicht schlecht, wobei hier auch die Übersetzerin ihren Anteil hat.
    Da Mrs. Doust dies aber versäumt hat, ist ein Buch entstanden, das mich über weite Strecke schlicht und einfach nur gelangweilt hat und das mich nur ein einziges Mal wirklich erfreut hat - in dem Moment nämlich, als ich es endlich zuklappen konnte!
  16. Cover des Buches Am Ende aller Zeiten (ISBN: 9783596037056)
    Adrian J Walker

    Am Ende aller Zeiten

     (175)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:

    Edgar Hills' Leben plätscherte vor sich hin. Als Familienernährer und Angestellter war der tägliche Kreislauf zwischen Arbeit, Alkohol, Kindern und Frau ungebrochen - bis das Ende in Gestalt Asteroidenhagels über Großbritannien hereinbrach. In einer Militärbasis fand die Familie nach kurze Zeit eine Art gesicherte Zuflucht - bis zu dem Tag, während Ed mit seinen männlichen Schicksalsgenossen auf einer weiteren Versorgungstour in Edinburgh war, ein Hubschrauber der neuen Vereinigung 'Sauver' einige der Menschen rettend mitnimmt, darunter Eds Frau Beth und seine Kinder Alice und Arthur. Ziel der Hubschrauber ist der Westen von Cornwall, wo Schiffe die Briten aufnehmen und zu anderen Kontinenten sowie in eine neue Zukunft bringen soll. Die versprochenen nächsten Rettungshubschrauber tauchen an keinem der nächsten Tage auf. So macht sich Ed gemeinsam mit dem verbliebenen Rest Leuten auf den fast unmöglich zu bewältigenden Weg nach Südwest England - eine Strecke mit vielen natürlichen wie katastrophenbedingten Tücken, die tödlich enden können. Aber es ist der einzige Weg, damit Ed seine Familie wiedersehen kann!


    KOMMENTAR:
    Es ist schon interessant, dass sich in nicht gerade wenigen Büchern der zentrale Handlungsrahmen um die urtypischste Fortbewegung des Menschen dreht: dem Gehen und Laufen. Spontan fallen mir da Hape Kerkelings Pilgerreise 'Ich bin dann mal weg' als Erfahrungsbericht sowie Stephen Kings unter seinem Pseudonym geschriebenen Buch 'Todesmarsch', in dem diese Fortbewegung ein tödliches Spiel darstellt, ein. Ich habe mir mal zwei Bücher herausgepickt, die ebenfalls ganz schön viel Laufen beinhalten. Faszinierenderweise geht es in dem Buch 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry' von Cornwall nach Schottland und in dem folgenden 'Am Ende aller Zeiten' genau in die andere Richtung. Der zweitgenannte Roman des britischen Autors Adrian J Walker war dessen persönlichstes Werk, welches im Jahre 2016 erschien. Er verbindet in dem über 400 Seiten starken Roman seine Leidenschaft zu post-apokalyptische Szenarien, dem Laufen und seine Erfahrungen als Vater - allesamt Dinge, die sein Leben stark beeinflussten. Mit dem trägen Ed, der zu seiner Familie möchte hat er wohl einen ziemlich typischen Durchschnitts-Daddy von heute erschaffen, der jede Menge Hürden überwinden muss. Mit dessen Verbündeten macht sich dann der Leser auf den Weg, welcher manchmal ziemlich spannend, aber auch stellenweise etwas gestreckt erscheint. Das Szenario eines durch Asteroiden zerstörten Großbritanniens hat mir sehr gut gefallen, die Ergebnisse in der Umwelt erscheinen logisch und die Gruppen- bzw. Bandenbildung von Menschen ist glaube in jedem post-apokalyptischen Roman zu lesen. Oftmals kann Walker die Empfindungen seiner Hauptcharaktere sehr gut herüber bringen, manchmal klingen die Ereignisse allerdings auch oberflächlich beschrieben. Am besten gefielen mir die Kapitel in Bartonmouth Hall und dessen vereinsamten Lord - sehr heimelig zu lesen. Bizarr hingegen waren die Schweinefarmer und ihre verrückte Nachbarin wie Jung-Mutter Gloria. Insgesamt ist der Roman eine ziemlich gute Fiktion, die Lesern von eben post-apokalyptischen Szenarien gefallen wird. Der Roman ragt nun nicht heraus, aber hat definitiv seine starken Seiten. Eigenartigerweise ist bis dato kein anderes Werk des Autors ins Deutsche übersetzt worden. Zumindest den Roman aus der Sicht von Edgars Frau Beth hätte ich schon gerne noch gelesen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...

    8,0 Sterne

  17. Cover des Buches Jesus liebt mich (ISBN: 9783499268281)
    David Safier

    Jesus liebt mich

     (1.341)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Im Leben von Marie überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Sie lässt ihren Verlobten stehen, ihr Vater durchlebt einen zweiten Frühling mit einer 25jährigen, dessen Tochter irgendwie nicht ganz so süß ist, das Dach geht kaputt und ein wahnsinnig sexy Zimmermann wird ihn reparieren und verkündet ihr beiläufig: Die Welt wird untergehen! Schnell versucht Marie, alles Düstere aus ihrem Leben zu verbannen, sie versucht ein besserer Mensch zu we den und das Jüngste Gericht abzuwenden. Doch irgendwie sind George Clooney/ Alicia Keys und die apokalyptischen Reiter bereits eingetroffen, dabei ist noch gar nicht Dienstag!

    Ein amüsant geschriebenes Buch, das dadurch teilweise von seinem Tiefgang ablenkt, dadurch aber so wunderbar leicht zu lesen ist. 

  18. Cover des Buches Tante Inge haut ab (ISBN: 9783423253086)
    Dora Heldt

    Tante Inge haut ab

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau
    Das Buch hat mir meine Freundin in die Hand gedrückt. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, war mir klar das ich eigentlich „Urlaub mit Papa“ hätte zuerst lesen sollen. Ich bin ein absoluter Reihenfanatiker, ich muss vorne beginnen. Gut jetzt ist das nicht mehr möglich. Aber ich habe recherchiert: https://www.buechertreff.de/buchreihe/30628-christine-dora-heldt-reihenfolge/ Hier ist die korrekte Reihenfolge hinterlegt. Es ist nicht dramatisch wenn man soe durcheinander liest. Aber für diejenigen die die Reihenfolge so sehr wie ich lieben :) Nun zum Buch. Es ist ja schon etwas älter. Ich wollte es damals schon mal lesen. Ich finde es super Bücher zu lesen, wo man nicht ständig das Internet zur Verfügung hat. Die Familie von Christine ist stellenweise sehr anstrengend aber es ist immer lustig. Mich persönlich erinnert es stark an das Ohnsorg Theater :) Also wer Ohnsorg liebt, liebt auch dieses Buch. Ich hab es ziemlch schnell durchgelesen, weil man auch wissen will was Tante Inge denn nun auf Sylt will. Johann ist Christines Freund und ich beneide sie sehr um ihn. Das Buch ist lustig aber zeigt auch auf, dass es bei uns in Schleswig-Holstein speziell in den Küstenorten das Problem gibt, dass die Einheimischen Probleme haben bezahlbaren Wohnraum zu finden. Das wird in diesem Buch nebenbei charmant rübergebracht ebenso wie dubiose Geschäfte, Klischees und Schubladendenken. Mich hat das Buch sehr unterhalten und es stimmt auch ein bisschen nachdenklich. Aber zu lachen gibt es immer was!
  19. Cover des Buches Schwerelos (ISBN: 9783499247743)
    Ildikó von Kürthy

    Schwerelos

     (403)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Ein bittersüßer Frauenroman. Süß, ob seiner herrlich schwarzhumorigen Formulierungen und Pointen, die mich manches Mal beim Lesen laut auflachen ließen! Ein solches Lesevergnügen braucht frau heutzutage in diesen Zeiten, um einen Gewinn an Freude und Spaß zu haben, der einem momentan doch sehr abgeht. Süß außerdem, weil es ein Liebesroman ist, der eigentlich als sehr leichte Kost durchgeht. – Eigentlich.

    Denn die Sorgen, Nöte und Ängste der Protagonistin im Roman entsprechen durchaus denen einer jeden modernen jungen Frau. Und auch wenn sich die Autorin hier vielleicht selbst auf die Schippe nimmt, fühlt sich die Leserin hier verstanden und erkennt sich in ihrem gewöhnlichen Alltag wieder. Es geht um die weiblichen Existenzängste, für die die Autoren natürlich keine Lösung anbietet. Aber zu lernen, über diese Ängste zu lachen und sich selbst nicht mehr so bitterernst zu nehmen, ist doch schon ein Schritt in die richtige Richtung. Ein kurzweilig geschriebener Roman, der Spaß macht!

  20. Cover des Buches Der Mut zur Freiheit (ISBN: 9783426520086)
    Katja Maybach

    Der Mut zur Freiheit

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    In dem Buch geht es um drei Spanierinnen, die im Leben einige Hürden überwinden müssen. Es geht um Valentina und ihre Tochter Olivia und um Margarita. Die Mutter von Valentina. Drei Frauen, drei Generationen.

    Ich war am meisten gespannt auf die Geschichte von Olivia und ihre Liebe zu einem Matador und muss leider sagen, dass ihre Geschichte mich am meisten enttäuscht hat. Zum einen war die Liebesgeschichte unfassbar platt und vorhersehbar und zum anderen wusste sie anfangs gar nicht, dass er ein Matador ist. Ich habe mir ihren Kampf gegen den Stierkampf und diese Liebesgeschichte etwas anders vorgestellt und was ich in dem Buch bekommen habe, hat mich sehr enttäuscht.

    Valentina und Margarita haben mir etwas besser gefallen, aber so richtig mitreissend waren ihre Geschichten auch nicht.
  21. Cover des Buches Solange es Liebe gibt (ISBN: 9782496705843)
    Hanni Münzer

    Solange es Liebe gibt

     (43)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume

    „Solange es Liebe gibt“  aus der Feder von Hanni Münzer ist das Prequel zu ihrem Spiegel-Bestseller „Solange es Schmetterlinge gibt“, sozusagen der Roman vor dem Roman. Jeder dieser außergewöhnlichen Romane kann jedoch einzeln gelesen werden. Doch ich würde es euch ans Herz legen beide zu genießen.

    Der Inhalt: Bayern, 1932: Klara wächst ohne Mutter auf Der Vater ist streng, die Brüder haben für sie nur Spott übrig. Das einsame Mädchen flüchtet in ihre eigene Welt und in die heimliche Liebe zu dem jungen Kaffee-Erben Friedrich. Um Friedrich für sich zu gewinnen, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Berlin, 2010: Nach einem tragischen Schicksalsschlag findet die junge Julie lange nicht zurück ins Leben. Dann stirbt ihr Vater und sie muss in ihren bayerischen Heimatort reisen. Hier wird sie nicht nur mit ihrer herrischen Großmutter konfrontiert, sondern auch mit den unbeantworteten Fragen ihrer Kindheit. Und nicht nur das: Plötzlich muss sie Verantwortung übernehmen für die Mitarbeiter der Kaffeemanufaktur, die seit Generationen im Besitz ihrer Familie ist.

    Wow! Noch jetzt nach Beendigung des Buches – das viel zu schnell zu Ende ging – bin ich total geplättet. Ein wahres Familiendrama, das in mir viele Emotionen geweckt hat und das jetzt noch für Gänsehautfeeling sorgt. Beim Lesen des Prologs hatte ich noch ein Grinsen im Gesicht, das sich jedoch nach dem Lesen der ersten Seiten gleich ins Gegenteil gewandelt hat, denn dann war Taschentuchalarm angesagt. Unsere liebenswerte Protagonistin Julie, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, musste einen schweren Schicksalsschlag erleiden, von dem man sich eigentlich nicht mehr erholen kann. Und als dann noch ihr Vater, zu dem sie jahrelang keinen Kontakt hatte, stirbt, wird sie vor eine große Herausforderung gestellt. Sie soll das Erbe ihres Vaters antreten und dann kommt auch noch ein Familiengeheimnis ans Tageslicht, das ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Der Schreibstill der Autorin ist einfach gigantisch. Die Charaktere sind alle wunderbar beschrieben, ich kann mir jeden einzelnen gut vorstellen. Die Geschichte spielt ja abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit, die uns bis in die 30er Jahre zurückführt. Es gibt in dieser berührenden Geschichte viele liebenswerte Menschen, die Julie eine große Hilfe sind und ihr Kraft und Mut spenden. Natürlich habe ich den Besuch in der Kaffeemanufaktur auch genossen, ich habe jetzt noch einen wunderbaren Duft in der Nase.

    Für mich ist diese Lektüre ein absolutes Lesehighlight, eine Geschichte, die wirklich unter die Haut geht und die Seele berührt. Für dieses Meisterwerk, das mir Traumlesestunden beschert hat, vergebe ich sehr gerne 5 Sterne. Ich freue mich jetzt schon riesig auf das nächste Buch der Autorin.

  22. Cover des Buches Wie der Wind und das Meer (ISBN: 9783734106811)
    Lilli Beck

    Wie der Wind und das Meer

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Handlung

    Im April 1945 hat der elfjährige Paul nach einem Fliegerangriff  in München seine letzten Familienmitglieder verloren und läuft alleine, bestückt mit einem kleinen Koffer und einem Kochtopf, durch die Trümmer.

    Unverhofft trifft er das kleine Mädchen Sarah, das auch ohne Familie ist. Da sie seiner Halbschwester zum verblüffen ähnlich sieht und Paul Ausweispapiere hat, schließen sich die beiden zusammen und geben sich als Geschwister aus, um nicht alleine zu sein.

    Von da an sind sie überall zusammen und schlagen sich durch, so gut es geht. Doch nie hätten sie ahnen können, dass ihnen ihre Lüge mal so zum Verhängnis wird ...


    Meinung

    Der Anfang des Buchs hat mich richtig gepackt. Lilli Beck hat sehr berührend beschrieben, wie die Situation in München um 1945 war, wie zerstört die Stadt tatsächlich war und wie es sich darin lebte. 

    Auch die ersten Jahre, die das Buch noch abdeckt, haben mir gut gefallen. In welchen Behausungen sie gelebt haben, wie alles beschrieben wurde und wie gut und schlecht es ihnen dabei ging.

    Im Laufe des Buchs war ich aber leider immer enttäuschter von der Geschichte. Mir war klar, dass die beiden sich lieben und wie stark die Liebe der beiden ist. Allerdings kam bei mir dieses Gefühl, dass sie sich tatsächlich so verbunden fühlen nicht so an, weshalb für mich vieles von dem Buch eher aufgesetzt war und ich nicht im Zauber der Gefühle war und für die beiden mitgefiebert habe.

    An sich aber echt super beschrieben, wie auch eins zum anderen führt, die erste Lüge nicht die letzte bleibt und welche Umstände ihnen immer wieder im Weg standen. Auch die Nettigkeit anderer Leute.

    Manche Sprünge gingen mir auch zu schnell, plötzlich waren sie älter und haben noch ein paar Jahre erlebt, die nur in wenigen Sätzen abgehandelt werden. Das fand ich etwas schade. 

    Tatsächlich behandelt das Buch das Leben der beiden von 1945 bis 1989. Ich finde das gut zu wissen, damit man sich darauf einstellen kann, dass es nicht nur darum geht, dass die beiden nur ein bisschen älter werden, sondern das ganze Leben der beiden in diesem Buch steckt.

    Schön war, dass der Titel des Buchs einen Sinn hat und immer wieder eine Rolle spielt.

    Insgesamt fand ich die Idee gut und habe das Buch am Anfang sehr gerne gelesen. Gerade dafür finde ich, dass sich ein Blick in das Buch lohnt.

  23. Cover des Buches Die Stille meiner Worte (ISBN: 9783841505941)
    Ava Reed

    Die Stille meiner Worte

     (693)
    Aktuelle Rezension von: Mileam

    Für mich ist dieses Buch so viel mehr als eine Geschichte.

    Es bedeutet für mich das Gefühl von Verstanden werden. Von nicht allein sein. Von Trost.

  24. Cover des Buches Weiberabend (ISBN: 9783426510858)
    Joanne Fedler

    Weiberabend

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    So ist die Überschrift des Klappentextes, die mich neben dem zarten Cover dazu bewog, das Buch bei mir aufzunehmen.

    Das Thema wurde so oder ähnlich schon mehrmals be- und geschrieben, doch von diesem "Weiberabend" war ich etwas enttäuscht. Die Autorin schreibt sich an ihrem Hobby, dem Kochen fest und geht - mir - zu wenig auf die Freundinnen, die sich treffen ein. Selbst dann, wenn mal nicht über die vielen Kinder, sondern
    tatsächlich um die Frauen, die sich einen wunderschönen Abend machen wollen, gesprochen wird, kommt Joanne Fedler nicht richtig auf den Punkt, sondern zieht die Probleme ins Lächerliche. Wobei es für mich nicht lustig war, was ich mir erhofft hatte, sondern eher traurig.

    Schade, aus der Thematik hätte die Schreiberin viel mehr machen können, 2 Sterne.

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