Bücher mit dem Tag "schiffbruch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schiffbruch" gekennzeichnet haben.

131 Bücher

  1. Cover des Buches Stadt der verschwundenen Köche (ISBN: 9783813506051)
    Gregor Weber

    Stadt der verschwundenen Köche

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Schiffskoch Carl Juniper ist ein forscher Typ, der offenbar seinen Job als Koch sehr gut macht. Er wacht nach einem Schiffbruch, bei dem er im kalten Wasser eigentlich hätte ertrinken sollen, in einer anderen, unbekannten Welt auf. Dort hat er Glück und wird von Bren, einem mutigen Einwohner, aufgelesen und aufgenommen. 

    Bren begibt sich damit selbst in Gefahr, weil in dieser Welt so gut wie alles außer arbeiten, schlafen und "einnehmen" einer Breimahlzeit verboten ist. Der Genuss ist hier vollkommen ausgeschaltet. Sowohl das Essen, als auch Zwischenmenschlichkeit finden eigentlich gar nicht statt. Selbst verheirateten Paaren ist es nicht erlaubt, zusammen zu leben. 

    Carl gelingt es, in dieser seltsamen Welt Fuß zu fassen, einen Job zu finden und sich zu arrangieren. Bis er durch Zufall auf eine Küche stößt, in der ein paar finstere und ruppige Gesellen kochen und fluchen was das Zeug hält. Die High Society hat so nämlich doch Zugang zu Gaumenschmaus und Fleischeslust. 

    Hier fühlt der Koch sich gleich wohl und ist ganz in seinem Element. Da er in illegalen Gefilden gelandet ist, muss er sich natürlich erst einmal beweisen. 

    Dann trifft er auch noch die Liebe seines Lebens... aber kann er bei ihr bleiben?

    Meine Meinung zum Buch:

    Leider ist dieses Buch absolut nicht meins gewesen. 

    Ich bin sehr beeindruckt davon, dass Gregor Weber eine neue Welt geschaffen hat, die schlüssig und detailreich daher kommt. Die Idee, dass eine Masse an Menschen einfach nur mit dem nötigsten gefüttert wird, um zu funktionieren - Genuss ist zum Überleben schließlich nicht zwingend erforderlich - ist interessant. Ebenso ist es nachvollziehbar, dass es dann doch eine privilegierte Gruppe gibt, die Zugang zu allem hat und diesen in vollen Zügen genießt. Irgendwie ist die Welt auch in Wirklichkeit manchmal ähnlich, oder nicht?

    Man merkt, dass der Autor selbst Koch ist. Ich habe selbst mal eine Gastronomieausbildung gemacht und weiß, dass der Ton in Küche und Service rau sein kann. Die Art, wie die Köche hier sprechen, fand ich sehr krass und eher abstoßend. Vielleicht ist das auch die Art, wie sie im echten Leben sprechen, wenn keine Frau anwesend ist...das würde ich zumindest nicht ausschließen. :-)

    Achtung, kleiner Spoiler:

    Außerdem mag ich es nicht so gern, wenn eine Liebesgeschichte so "holter die polter" die große Liebe des Lebens mit völliger Ergebenheit und verstehen ohne Worte etc. funktioniert. Vielleicht bin ich dafür zu pragmatisch. 

    Spoiler Ende

    Carl Juniper ist mir eher unsympathisch gewesen und auch zu den meisten anderen Charakteren habe ich keinen Zugang gefunden.

    Gut fand ich allerdings das Ende! Es ist ja nicht wirklich leicht, ein gutes Ende für ein Buch hinzubekommen. Das ist Gregor Weber hier meiner Meinung nach gelungen. 

  2. Cover des Buches These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1) (ISBN: 9783551317742)
    Amie Kaufman

    These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)

     (859)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Eins der Bücher, das mich seit langem wieder in richtiges Lesefieber versetzt hat.


    Die Geschichte

    Die Story ist super aufgebaut, in sich logisch und immer, wenn man denkt, die nervenaufreibende Spannung ist vorbei, baut sich ein neuer Spannungsbogen auf, wodurch ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte!
    Das einzige, das mir nicht so wirklich gefallen hat, war das Ende, weil ich nicht hundertprozentig verstehen konnte, was da überhaupt passiert.


    Die Charaktere

    Dadurch, dass es lediglich zwei Charaktere gibt, von denen man mehr erfährt, hatten sie beide eine unheimliche Tiefe, sodass man beide gut nachvollziehen konnte. Die jeweiligen Gefühle und Beziehungen wurden besonders durch die wechselnden Perspektiven super deutlich.


    Der Schreibstil

    Der Schreibstil war locker und einfach geschrieben, sodass man einfach folgen konnte und dennoch konnte er mich super in seinen Bann ziehen. 


    Fazit

    Ein tolles, wirklich spannendes und emotionales Buch, das mich wirklich überzeugt hat. Obwohl das Ende ein wenig überstürtzt war und mich nicht hundertprozentig überzeugt hat, verdient das Buch dennoch 5 Sterne, weil es mich wirklich in seinen Bann gezogen hat. Unbedingt Empfehlenswert!

  3. Cover des Buches Under Water (ISBN: 9783423716864)
    Matt De la Peña

    Under Water

     (52)
    Aktuelle Rezension von: JaMoin2021

    Ich finde den Klappentext etwas irreführend da an glaubt es geht nur um Shy und Addie, die versuchen nach einem Schiffsunglück auf hoher See zu überleben. Doch das wirklich ums überleben kämpfen nimmt weniger als die Hälfte des Buches ein.

    Es geht um Shy der um seine Familie nach dem Tod seiner Großmutter finanziell unterstützten zu könne auf einem Kreuzfahrtschiff jobbt. Dort trifft er auf Carmen, die aus der gleichen Gegend stammt und mit ähnlichen Problemen zu dealen hat. Als Shy Zeuge eines Selbstmordes wird fangen die Fragen an, seltsame Typen tauchen auf und in seine Kajüte wird eingebrochen. Dann wird das Schiff von einem Tsunami getroffen und auf einmal steht überleben an erster Stelle. Doch auch sicher in einem Boot bleiben die Fragen. Wer waren die Typen? Warum wurde er verfolgt? Wer war der Selbstmörder und warum hat er Selbstmord begangen? Gesellschaft findet er in Addie, der einzigen Überlebenden die in seinem Boot sitzt.

    Ich hatte gedacht das es langweilig werden könnte nur zwei Personen in einem Boot doch meine Erwartungen wurden *zum Glück* nicht erfüllt. Mit hat das Buch sehr gut gefallen was auch an dem flüssigen Schreibstil lag. 

    Die Geschichte hatte mich sofort gefangen auch die Hintergrundstory der Protagonisten fand ich bewegend. Ich mochte die Charaktere und sie wurden langsam aufgebaut so das man nicht den Überblick. Ich fand es gut das es sich nicht nur um Shy und Addie dreht, denn auf einem Kreuzfahrtschiff kommen viele Menschen zusammen und jeder hat seine eigen Geschichte zu erzälen.

    Eine weitere Thematik die angesprochen wurde ist die Schere zwischen arm und reich doch für mich kam es etwas zu kurz.

    ~langsam begegnete ich dem Tod mit Gelassenheit~

    Dies empfindet Shy nachdem der Tsunami über dem Schiff zusammengebrochen ist und weitere Riesen Wellen hervorgerufen vom Nachbeben auf das Schiff zu rollen. Diese Abgebrühtheit zum Tod hin lässt auch der Autor langsam durchsickern indem er die Art und Wiese ändert wie er den Tod beschreibt. Generell hat Matt de la Pena eine sehr Bildliche Sprache.

    Das Buch ist eine Mischung aus Thriller und etwas Romantik, dahinter etwas viel größeres, etwas dazu erschaffen alles zu zerstören und regiert von reichen Menschen

    4,5 / 5 ⭐ 





  4. Cover des Buches Herz auf Eis (ISBN: 9783442487745)
    Isabelle Autissier

    Herz auf Eis

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Louise und Ludovic, ein Liebespaar, wollen dem Stress ihrer Welt entfliehen und fahren zu zweit zur See, wollen Teile der Welt mit ihrem Segelschiff bereisen und geraten bei der Anlandung auf der Insel Stromness in Gefahr. Ein gefährlicher Sturm zwingt sie auf der Forschungsinsel zu verweilen. Am nächsten Tag können sie nur noch den Untergang ihres Segelschiffes " Jason"  feststellen.  

    Ab hier fängt die eigentliche Geschichte an. Wie gehen die beiden mit der " Robinson" - Situation um? Raufen sie sich zusammen oder kommt es zur Eskalation? Eigentlich darf man hier nicht zu viel verraten, finde ich. Klar ist bei dieser Geschichte von vornherein, dass Autissier hier die Charaktere stärker zeichnet und heraus kommt, ob in schlimmsten Situationen wie dieser, die Liebe hält und man den anderen überhaupt kennt.

    Da Stromness eine Forschungsinsel ist, hätten die beiden hier nicht ankern dürfen. Aber was isst man auf dieser Insel? Ausser Pinguine und Robben, gab es abundzu noch Muscheln. Der große Wendepunkt kommt mit der Sichtung eines Schiffes, das jedoch ohne sie zu bemerken, vorbei fährt. Die Aktion Ludovics mit dem Beiboot hinterherzufahren, hat nichts als Frust hinterlassen.  Zudem erkrankt Ludovic daraufhin sehr stark an einem bronchialem Husten. Louise, beschließt nun voller Überlebensdrang nach einer weiteren Station auf der Insel zu suchen, um möglicherweise Lebensmittel zu finden.                                 Im 2. Teil des Buches wird das Auffinden und die  Rückkehr Louises beschrieben und natürlich auch die Reaktion der Medien darauf. Als sie daraufhin fast zerbricht, beschließt sie wo anders ein neues Leben anzufangen. Dieser letzte Teil war für mich aufgrund der Umstände  verständlich, aber doch etwas schwach geschrieben.  Im Großen und Ganzen jedoch eine große  Leseempfehlung.

    Genre: Abenteuer, Überleben, Liebe


  5. Cover des Buches Die Sehnsucht der Albatrosse (ISBN: 9783733783372)
    Karin Seemayer

    Die Sehnsucht der Albatrosse

     (65)
    Aktuelle Rezension von: smaragdeidechse
    Karin Seemeyer 

    Die Sehnsucht der Albatrosse 

    Historischer Roman 


    Das Cover ist wunderschön.
    Das Meer, ein Segelschiff und 
    im Vordergrund 2 Möwen und 
    natürlich Wellen,
    man kann bei diesem Anblick wirklich
    Fernweh bekommen und ich 
    finde es passt auch ganz 
    wunderbar zur Geschichte.


    Worum es geht, Klappentext:

    Eine Frau, die nur für ihre Musik lebt.
    Ein Mann, der nur für die See auf alles verzichtet.
    Eine Reise, auf der beide an ihre Grenzen kommen.


    Als die Sängerin Sarah nach einem Schiffbruch von einem
    Robbenschoner an Bord genommen wird, findet sie sich 
    in einer harten Männerwelt wieder.
    Ausgerechnet hier trifft sie auf ihre verloren geglaubte
    Jugendliebe John Brandon, den Kapitän 
    des Schiffes.
    Jenseits von Vernunft und Interessen erwachen die 
    widersprüchlichsten Gefühle in ihr:
    Denn nicht nur Brandon bringt sie aus dem 
    Gleichgewicht.
    Mehr und mehr fühlt sie sich zu dem Matrosen
    Per Svensson hingezogen.
    Seine Geschichte von dem geheimnisvollen Flug
    der Albatrosse berührt sie ebenso wie sein Mut.
    Auf einer Fahrt durch das stürmische Eismeer will
    sie mit ihrer Vergangenheit abschliessen.
    Doch als die Robbenjagd erfolglos bleibt,
    kommt es zu einer blutigen Auseinandersetzung.
    Plötzlich steht Sarah zwischen den Fronten des 
    Kapitäns und der Mannschaft - zwischen John und Per ...


    Meine Meinung:

    Ein ganz wundervoller historischer Roman, 
    den Karin Seemeyer ihren Lesern beschert hat.
    Ich war vom ersten Wort an gefangen und 
    gefesselt von ihrer Geschichte.

    Sie hat eine herrliche Art zu schreiben,
    ungeheuer mitreissend und superspannend.
    Ausserdem ist die Geschichte vollkommen 
    authentisch und obendrein noch sehr lehrreich.

    Ihre Figuren sind glaubwürdig und 
    selbst ihre Bösewichter haben Charakter.

    Mich hat der Roman absolut überzeugt 
    und ich bin echt begeistert von dem Buch !
    Es ist unbedingt empfehlens- und 
    lesenswert und ich kann
    Karin Seemeyer nur aus ganzem Herzen
    5 Sterne für "Die Sehnsucht der Albatrosse"
    geben.


  6. Cover des Buches Dünengeister (ISBN: 9783404177806)
    Nina Ohlandt

    Dünengeister

     (43)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Bisher habe ich alle Vorgängerromane aus der Reihe mit John Benthien gelesen und war immer zufrieden. "Dünengeister" hat mich leider enttäuscht.
    Es will keine rechte Spannung aufkommen und die Geschichte dümpelt sehr langatmig vor sich dahin. Die vielen auftauchenden Charaktere führen dazu, dass sich alles nur sehr oberflächlich liest. Auch die Beziehung zwischen John Benthien und Lilly ist eher emotionslos und könnte auf jeden Fall etwas Pepp vertragen.
    Ich hoffe, dass "Schweigende See" wieder spannender wird.

  7. Cover des Buches Das Echo der Schuld (ISBN: 9783442383542)
    Charlotte Link

    Das Echo der Schuld

     (506)
    Aktuelle Rezension von: Sultanine

    Ein absolutes Must-read für alle Krimi-Liebhaber, die es psychologisch tief und mit viel Innenschau der Protagonisten mögen. Mich hat das Buch nicht losgelassen, bis es zu Ende war. Das interessante finde ich an Charlotte Links Schreibweise, die inneren Motivationen ihrer Figuren im Sinne eines Psychogramms nachzuzeichnen und die zunächst getrennten Wege und Handlungen  miteinander zu verdichten. Wer es anspruchsvoll mag und sich zudem für Beziehungen interessiert, der ist hier goldrichtig. Charlotte Link ist für tolle Krimis mit psychologischer Komponente immer eine sichere Bank! 

  8. Cover des Buches Pommes! Porno! Popstar! (ISBN: 9783960872313)
    Thomas Kowa

    Pommes! Porno! Popstar!

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Zimmermann

    Anfangs lustig mit der Zeit viele Wiederholung teilweise mir viel zu flach. Ich liebe die Musik der 80 Jahre aber ich bin weder gut ins Buch reingekommen noch hat es mich mitgenommen. Alles sehr klischeehaft, alles schön mal dagewesen. Leider so garnicht mein Humor. Mir hat das Buch nicht gefallen. 

  9. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

     (87)
    Aktuelle Rezension von: frenx1

    Mit seinem Buch „Das Floß der Medusa“ gelingt es dem österreichischen Schriftsteller Franzobel, die Frage nach Wert und Beständigkeit der Zivilisation mit einem historischen Stoff zu kombinieren. Sein Sujet ist der Untergang der Medusa, ein Schiff, das 1816 auf dem Weg nach Afrika war und auf eine Sandbank lief.

    Historisch ist an Franzobels Buch vieles – gerade auch die Tatsache, dass rund 150 Passagiere auf einem Floß ausgesetzt wurden, da es nicht genügend Rettungsboote gab. Und auch, dass nur 15 von ihnen noch lebten, als das Floß entdeckt wurde.

    Dennoch: ein historischer Roman ist „Das Floß der Medusa“ nicht und er will es auch gar nicht sein. Zunächst einmal rollt Franzobel die Geschichte um Menschlichkeit, Zivilisation und Führungsversagen von hinten auf. Er beginnt damit, die Leben der Überlebenden zu schildern. Erst nach und nach kommt er auf die Katastrophe des Untergangs der Medusa zu sprechen. Schließlich erzählt Franzobel nicht nur nicht in chronologischer Reihenfolge, er setzt markante erzählerische Kontrapunkte, um dem bombastisch-grausigen Historiengemälde zu entgehen.

    Was am Anfang des Romans noch als störend empfunden wird, ist der Sprung in die Perspektive der Gegenwart. Die historische Annährung entgleitet dem Lesenden, der vielmehr in den Zuschauerraum eines Theaters katapultiert wird. Sympathie und Empathie werden so nicht dem Leser abverlangt, sondern vielmehr das genaue Beobachten und Hinterfragen. Immer wieder baut Franzobel á la Brecht Unterbrechungen ein, indem die Perspektive der Gegenwart eingenommen wird, sodass man sich im historischen Stoff nicht verlieren kann.

    Beim Betrachten und Beobachten von Schiffbruch, Rettung und dem Umgang mit der Schuld wird dem Leser recht viel abverlangt. Grausamkeiten wie auch der Kannibalismus auf dem Floß sind allzu detailreich dargestellt. Unweigerlich muss man zu dem Schluss kommen, dass der Mensch von Natur aus „böse“ ist, dass Thomas Hobbes hier zu uns spricht. Menschlichkeit lässt sich eben nicht mehr leben, wenn Menschen um ihr Überleben kämpfen. Doch verwundert es dennoch, wie schnell Menschlichkeit und Zivilisation auf dem Floß über Bord geworfen werden.

    Zudem gelingt es Franzobel, mit nur wenigen Handstreichen seine Figuren so zu skizzieren, dass sie als Karikatur ihrer selbst auftreten: Der entscheidungsschwache oder besser: unfähige Kapitän, der sich von einem Betrüger übers Ohr hauen lässt. Die Opfer, die schließlich nicht einmal mit einer Abfindung des Staates rechnen dürfen – geschweige denn Anerkennung. Desillusioniert wird das verklärte Afrika genauso wie auch die Seefahrts-Idylle. Und nicht zuletzt der Glaube daran, dass Zivilisation nicht immer wieder neu erkämpft werden muss.

    Mag der Roman an manchen Stellen zu ausufernd und zu grausam erzählen: „Das Floß der Medusa“ ist gerade in seiner Vielschichtigkeit ein grandioses Buch.

  10. Cover des Buches Die Perlenfarm (ISBN: 9783471360156)
    Liza Marklund

    Die Perlenfarm

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Luluuu

    Die Perlenfarm von Liza Marklund


    Uiui..was soll ich sagen?


    Zum Inhalt:

    Eine Frau names Kioana, die im Paradies lebt (eine schöne, kleine Insel) erlebt die Hölle auf Erden. Ihre Schwester verunglückt während eines Tauchvorgangs und sämtliche Inselbewohner geben ihr die Schuld daran. 


    Während eines kräftigens Sturmes strandet ein Segelboot an das Riff. Der Mann (Erik) überlebt haarscharf. Erik zieht Kiona in seinen Bann und die Unglücke nehmen ihren Lauf. 


    Kiona wird reisen, aus Zwang und dem Drang alles wissen zu wollen.


    Fazit:

    Uff..an sich ist es..nein anders, es hätte eine gute Story werden können. Ich bin ehrlich mit euch, nach den ersten paar Seite wollte ich schon aufgeben. Das Buch ist gerade am Anfang nicht gut geschrieben worden. Das ändert sich allerdings, wobei sich die Autorin teilweise in Details verennt. Schade, schade. Zwischendurch hatte es mich gepackt, leider recht kurzweilig. Das Buch hat 447 Seiten..200 hätten gereicht. In der Kürze liegt die Würze. Ich weiß nicht warum aber mich hat es nicht berührt. Vielleicht hatte ich mir zu viel unter Reisen, Romanze und Paradies vorgestellt. Das Ende war ein Reinfall. Kurz kam die Hoffnung auf eine blutige Rache auf, die aber im Sande verlief. Manno!

  11. Cover des Buches In einem Boot (ISBN: 9783839001509)
    Charlotte Rogan

    In einem Boot

     (90)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Vorneweg: Dieser Roman hat mir gut gefallen. Allerdings stufe ich den Roman "In einem Boot" von Charlotte Rogan in die Kategorie „Gute Unterhaltung“ ein, während ich das Werk von Franzobel über einen historischen Schiffbruch „Das Floß der Medusa“ in die Kategorie der "Anspruchsvollen Literatur" einordne.  Während aber der erste Roman wirklich gut zu lesen ist, grauste es mich beim zweiten ziemlich, sehr, überaus. Noch heute schüttelt es mich, wenn ich an das betreffende Ereignis denke. Wenige Romane haben mich so mitgenommen. 

    Bei beiden Romanen geht es um Schiffbruch und Schiffbrüchige. Die „Zarin Alexandra“ verunglückt zwei Jahre nach dem spektakulären Versinken der Titanic auf dem Weg von London nach New York, das ist die Zeitangabe, die geliefert wird, man schreibt also anno 1914. Vor kurzem „wurde der Erzherzog und Thronfolger Österreich-Ungarns von serbischen Nationalisten ermordet“, der Schiffsverkehr ist infolge des heraufziehenden Ersten Weltkriegs eingeschränkt, ein entscheidender Nachteil für die Schiffbrüchigen, die sich in einem aus Sparsamkeitsgründen viel zu kleinen Rettungsboot zusammendrängen und ums Überleben kämpfen werden.

    Die vierzehn Tage und Nächte auf hoher See werden aus der Sicht der Romanheldin Grace, einer jungen Frau erzählt, die sich aus Berechnung einen jungen vermögenden Mann geangelt hat. Sie ist alles andere als eine Feministin und hat nichts dagegen, sich von einem vermögenden und naiven Mann ein Leben in Luxus ermöglichen zu lassen. Dass Henry verlobt war, nun, die Verlobte war weit und Grace Körper verlockend und verfügbar. Er hätte „nein“ sagen können. Er hatte die Wahl, meint Grace. Hat man nicht immer eine Wahl?

    Jetzt aber sitzt sie im Rettungsboot und ist keineswegs am Ziel ihrer Träume. Von jetzt auf gleich muss sie sich umstellen, sich von Glamour und der Jagd auf Juwelen aufs nackte Überleben konzentrieren. Aber Grace ist ein Chamäleon, eine Überlebenskünstlerin. Sie schaut sich um und in sich hinein und beobachtet die anderen. Kalt wägt sie ihre Chancen ab. Sie ist eine Meisterin der Verstellung und wird sich immer auf die Seite derer schlagen, die die Oberhand haben. Denn alsbald beginnt ein gefährlicher Machtkampf. 

    Der Kommentar: 
    Das Lavieren von Grace mag man moralisch verurteilen, aber es geht ums Überleben. Da hört der Altruismus in der Regel auf. Der Bericht von den 14 Tagen und Nächten auf See in dem kleinen Rettungsboot, von den menschlichen Tragödien, die sich abspielen, ist mitnehmend. Man freut sich, dass man selbst auf dem trockenen Sofa sitzt und weigert sich sogar, ins Schwimmbad mitzugehen. Es wird Tote geben, soviel ist sicher. Wasser hat keine Balken. Da will man nicht dabei sein. Auch ein Schwimmbad ist kein sicherer Ort.

    Dass Grace und einige andere nach ihrer Rettung wegen Mordes vor Gericht stehen, ist der geneigten Leserin unverständlich. Was für eine Arroganz, sich anzumaßen, darüber zu urteilen, was andere in extremer lebensgefährlicher Situation tun oder auch nicht tun. Ja, es gab Abstimmungen darüber, wer im Boot bleiben darf und wer nicht. Aber es gab Gründe. Oder etwa nicht?

    Fazit: Der Bericht über das Schiffsunglück fesselt bis zum Schluss, gerade wegen des eher psychologischen Ansatzes des Buches. Im Mittelpunkt stehen die Gedanken der Schiffbrüchigen und die Taktik von Grace. Die Kombination mit einer anschließenden Gerichtsverhandlung ist originell.

    Kategorie: Gute Unterhaltung
    Verlag: script 5, Inprint von Loewe, 2013

  12. Cover des Buches Der eiserne Herzog (ISBN: 9783785728185)
    Ulf Schiewe

    Der eiserne Herzog

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Streifi

    Der eiserne Herzog erzählt die Geschichte, wie es zur Schlacht bei Hastings kam. Dabei lernen wir die Hauptbeteiligten intensiv kennen. Einmal Wilhelm (Guilhem), Herzog der Normandie, der nach einer Kindheit in Furcht das ererbte Herzogtum endlich unter Kontrolle hat und das Angebot der Krone von England als neue Herausforderung sieht.

    Auf der anderen Seite steht Harold Godwinson, seines Zeichens ein einflußreicher Earl in England, der die Herrschaft eines fremden Normannen nicht anerkennen mag und darin eine Bedrohung des Landes erkennt.

    Nicht außen vor lassen darf man aber auch Edward, der Wilhelm als Nachfolger benennt und damit den Streit erst heraufbeschwört. Eine tragische Figur, der man als Leser ein anderes Schicksal gewünscht hätte.

    Ulf Schiewe zeichnet die Figuren des Romans menschlich und weitab der gängigen Klischees. Da gibt es nicht einfach weiß und schwarz, Gut und Böse. Jeder der Beteiligten hat seine Gründe, die man als Leser gut nachvollziehen kann und sich am Ende nicht auf eine Seite schlagen mag. Zu mindestens bei den Hauptfiguren. Das Buch liest sich trotz der vielen Personen, die oft miteinander verwandt sind, flüssig. Hilfreich ist hierbei auch das vorangestellte Personenverzeichnis. Die geschichtsgetreuen Namen sind etwas ungewohnt, aber am Ende hat es mich nicht weiter gestört.

    Durch das gewählte Präsens hat man immer das Gefühl direkt dabei zu sein. Auch wenn es nicht meine bevorzugte Erzählzeit ist, fand ich es hier sehr passend. Für mich wurde so die Nähe zu den Personen und den Ereignissen erhöht.

    Hier wird ein Teil der Geschichte erzählt, der wohl nicht so bekannt ist. Was nach Hastings geschah, wissen wohl viele, was davor wohl weniger. Dem Autor gelingt es auf jeden Fall diese Zeit lebendig und unterhaltsam zu schildern. Dabei verzichtet er weitgehend auf ausführliche Schlachten- und Kampfbeschreibungen, was ich als sehr angenehm empfunden habe. So hat man das tägliche Leben besser kennenlernen können.

    Von mir daher eine Leseempfehlung!

  13. Cover des Buches Wenn das Schlachten vorbei ist (ISBN: 9783423216258)
    T. C. Boyle

    Wenn das Schlachten vorbei ist

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Der von vielen Kritikern angekündigte «furiose» Roman war das aus meiner Sicht nicht. Boyle kann fantastisch schreiben, keine Frage! Er verschachtelt viele Sätze, aber das mag ich durchaus, zumal sie auch beim Punkt noch Sinn ergeben.

    Nur leider plätschert die Geschichte, trotz der vielen Perspektiv- und Zeitwechsel enorm dahin. Teilweise kommt eine Form von fast greifbarer Spannung auf, nur um zügig wieder zu versanden. Ich habe bis zur letzten Seite auf einen Knall gewartet, darauf, dass etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hätte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch eine andere, denn das Buch ist kein Öko-Thriller, sondern eine Erzählung, eine Geschichte, wie sie realistischer kaum sein könnte. Mir fehlte das Besondere. Das Buch lässt mich mit gespaltenen Gefühlen zurück, denn das Thema an sich bietet viel Potenzial zum Nachdenken oder eben für einen Roman. Aber irgendwie wurde das hier nicht genutzt.

  14. Cover des Buches Die Sehnsucht der Albatrosse (ISBN: 9783746635743)
    Karin Seemayer

    Die Sehnsucht der Albatrosse

     (26)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    „Der Albatros hat nur einen Partner, sein Leben lang. Mit diesem fliegt er nicht über die Meere, er fliegt allein. Doch alle zwei Jahre trifft sich das Paar. Immer am gleichen Ort, zur gleichen Zeit.“

     

    Ich lese wenig Liebesromane und schaue auch wenig entsprechende Filme, weil diese meist Wendungen nehmen, die mir gar nicht gefallen, unsympathische Charaktere haben, sich einfach zu stark aus der Klischeekiste bedienen oder zu rührselig sind. Das erstere traf auch hier zu, mit Klischees geht Seemayer aber sehr sparsam um und die Charaktere sind fein gezeichnet.

     

    Worum geht es? 

    San Francisco, 1904. Die Opernsängerin Sarah verliert ihre Stimme. Da kein Anzeichen auf eine körperliche Ursache deutet, beschließt sie, eine Auszeit zu nehmen. Ihre Tochter Anne ist bereits achtzehn Jahre alt und beginnt, auf eigenen Beinen zu stehen. Sarah reist mit dem Schiff in Richtung Hawaii, als sie plötzlich in einen Sturm gerät. Das Schiff sinkt und Sarah wird in letzter Sekunde gerettet. Als sie aufwacht, findet sie sich inmitten von raubeinigen, bärbeißigen Seeleuten an Bord des Robbenjägers „Victory“ mit Kurs auf die japanische Küste wieder. Es gibt keine Chance, dass sie in den kommenden Monaten an Land gehen kann. Sie muss sich wohl oder übel mit der Situation arrangieren. Und dann ist da noch dieser seltsame Kapitän, der irgendetwas zu verbergen scheint.

     

    Eine Frau um die Jahrhundertwende an Bord eines Robbenjägers gibt eine neue und recht spannende Perspektive auf das alte Thema „Wal- oder Robbenfang“, das in vielen historischen Romanen rund um das Meer behandelt wird, denn Sarah hinterfragt die harschen Bedingungen und das rüde und zum Teil auch sehr gewalttätige Verhalten der Männer an Bord. Gleichzeitig ist es auch ein Entwicklungsroman, denn Sarah kritisiert nicht nur, sie muss auch viel über das Leben auf einem Schiff und über sich selbst lernen. Dieser Prozess ist ansprechend und überzeugend dargestellt. Von der zimperliesigen gefeierten Operndiva, die wie selbstverständlich annimmt, dass die Männer ihr auch an Bord zu Diensten sind, bis zu einem bodenständigen Fast-Mitglied einer Crew von Seeleuten.

    Und dann sind da noch zwei Männer, der Kapitän und der Matrose Peer. Und da kommt auch meine sehr persönliche, sehr subjektive Kritik an diesem Roman. Die Handlung nahm einen völlig anderen Verlauf, als ich mir gewünscht hatte. Rieb ich mir am Anfang in freudiger Erwartung einer klassischen Liebesgeschichte die Hände (endlich mal eine mit spannenden Protagonisten), so schlug ich sie bald darauf vor Entsetzen über dem Kopf zusammen. Was für mich nicht funktionierte, kann aber für andere Leser der große Vorteil des Romans sein. Das Ende ist ebenfalls stimmig und passt gut zum Roman und den Hauptfiguren.

    Wem könnte dieser Roman gefallen?

    Allen, die genug von Geseufze und gefühlsduseliger Handlung mit erratischen und zimperlichen Protagonistinnen und knurrigen, verstockten Protagonisten haben, deren weicher Kern durch die Kraft der Liebe freigelegt werden muss, haben oder zumindest mal eine Abwechslung möchten. Seemayer setzt nicht auf Klischees, nicht auf Geseufze und heiße Liebesschwüre. Was sie stattdessen bringt, ist eine überzeugende Liebesgeschichte, die über ¾ des Romans nicht dominant im Vordergrund steht, sondern die Erzählung um die Sängerin Sarah auf dem Schiff eher bereichert oder ergänzt.

     

    Wem könnte dieser Roman nicht gefallen? 

    Allen, die lieber einen Roman möchten, in dem die Liebesgeschichte durchgängig im Zentrum steht. Natürlich spielt sie eine große Rolle, sie ist aber nicht im Vordergrund. Auch werden diejenigen, die Wohlfühlromane bevorzugen, möglicherweise nicht auf ihre Kosten kommen.

     

    Insgesamt trenne ich also für mich die unterschiedlichen Ebenen. Auch wenn die Liebesgeschichte auf mich nicht wirkte, so ist es dennoch ein gut und flott geschriebener Roman, der gute Unterhaltung bietet. Ich bin mit dem historischen Hintergrund nicht vertraut, er wirkte aber vollkommen überzeugend und gut recherchiert auf mich.   

  15. Cover des Buches Winterblüte (ISBN: 9783548289953)
    Corina Bomann

    Winterblüte

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Im Jahr 1902 hat Johanna eine persönliches Problem. Sie steht zwischen den Wünschen ihrer Familie und ihren eigenen. Gleichzeitig findet ihr Bruder Christian eine Frau am Starnd. Durchgefroren und fast tod. Er nahm sie mit und hat sich schließlich gerettet. Aber der Frau war das wichtigste, was mit ihrem Zweig passiert ist. 

    Eine sehr schöne Geschichte, mit Rätseln und familiären Verstrickungen. 

  16. Cover des Buches Der Atem der Welt (ISBN: 9783458359692)
    Carol Birch

    Der Atem der Welt

     (53)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Londoner Docklands, 1857: Die Begegnung mit einem aus Jamrachs Menagerie entlaufenen Tiger ändert das Leben Jaffy Browns, dessen Kindheit und Zuhause bisher von Armut, Gestank und Unrat geprägt war. Jamrach bietet dem Jungen, der das mächtige Gebiss des Tigers auf so wundersame Weise unbeschadet überstanden hatte, einen Job in seiner Tierhandlung und damit den Zugang in eine völlig neue Welt voller magischer Geschöpfe und bisher unbekannter Tiere.
    Zwischen Jaffy und Tim, der ebenfalls bereits bei Jamrach arbeitet, entsteht eine nicht immer ausgeglichene Freundschaft, die gemeinsam mit ihrem Fernweh dafür sorgt, dass beide Jungen auf einem Walfänger anheuern. Ebenfalls mit an Bord geht Dan, der im Auftrag eines reichen Exzentrikers für Jamrachs Menagerie in der Südsee einen Drachen fangen soll, über deren Spezies es bisher nur in Spelunken erzählte Gerüchte gibt.
    Anfangs ist den Seeleuten auch das Glück noch hold, aber Abenteuer, Schrecken und Wahnsinn warten...

    Ein Großteil der Handlung dreht sich um die Schiffsreise, die Jaffy als Teenager macht. Besonders in der zweiten Hälfte des Romans sind teils starke Nerven gefragt. 

    Ein wunderbares Buch zum Wegträumen, Alpträume eingeschlossen.

  17. Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783104915715)
    William Golding

    Herr der Fliegen

     (863)
    Aktuelle Rezension von: bookstories
  18. Cover des Buches Schweigeminute (ISBN: 9783455405699)
    Siegfried Lenz

    Schweigeminute

     (311)
    Aktuelle Rezension von: bookstories
  19. Cover des Buches Der Eid des Highlanders (ISBN: 9783736309807)
    Lynsay Sands

    Der Eid des Highlanders

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Isa_bella723

    Die Lovestory von Jetta und Aulay ist für mich etwas vollkommen Neues gewesen. Ich fand sie wunderschön! Die Beiden sind wie füreinander geschaffen und ich glaube jede Frau wünscht sich einen so wundervollen Partner wie Aulay. Er ist ein starker, fürsorglicher Mann zum wohlfühlen und strahlt Geborgenheit, Stärke und Sicherheit aus. 

    Darum gehts: 

    Aulay Buchanan ist Highlander. Eine Narbe teilt sein Gesicht, auf die viele Leute mit Entsetzen reagieren. Sie nennen ihn Monster und Teufel, wodurch er glaubt nie von einer Frau geliebt werden zu können. Um eine Auszeit von den Blicken der Menschen zu nehmen, zieht er sich in seine Jagdhütte zurück. Dort entdeckt er eine Frau, die gefesselt an einen Mast im Meer treibt und rettet sie vor dem sicheren Tod. 

    Als sie aufwacht hält sie ihn für ihren Ehemann und um ihr nach den schweren Verletzungen und dem Gedächtnisverlust nicht noch mehr zuzumuten, lässt Aulay sie in dem Glauben. 

    Er findet die sanftmütige und liebevolle Frau betörend und kann ihren Reizen nur schwer widerstehen. Jetta ist absolut unschuldig und unwissend in Bezug auf Männer, Liebe und Leidenschaft. Aulay zeigt ihr das Verbotene und Jetta sehnt sich immer mehr nach seinen Küssen und Berührungen. Doch Aulay darf ihr ihre Unschuld nicht rauben. Seine Beherrschung hängt am seidenen Faden und Jetta fordert ihn regelrecht heraus. Sie ist neugierig und will ihn erforschen, seine rohe Männlichkeit raubt ihr den Verstand. Wird Aulay der Versuchung widerstehen können?

    Der Gedächtnisverlust von Jetta wirft viele Fragen auf: Wer ist sie? Was ist passiert und warum war sie an den Mast des Schiffes gebunden? Wer will ihr schaden oder sogar ihren Tod? 

     

    Fazit:

    Dieses Buch war für mich Urlaub in den Highlands von Schottland und ein komplett neues Genre. Das Setting war einfach ein Traum! Ich habe mich nach Schottland und in vergangene Zeiten versetzt gefühlt. Der Schreibstil und die Wortwahl waren zeitgemäß und haben sich sehr flüssig lesen lassen. Ich mag das Sittsame und Züchtige aus dieser Zeit, denn es lässt schon die unschuldigsten Berührungen verboten wirken. Die Story fand ich spannend und rätselhaft. Ich wollte unbedingt herausfinden was Jetta zugestoßen ist und ob Aulay es schafft ihr Herz zu gewinnen. 

    Der Eid des Highlanders war mein erster Historischer Roman und wird definitiv nicht mein letzter sein!

  20. Cover des Buches Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym (ISBN: 9783868203035)
    Edgar Allan Poe

    Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym

     (9)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Fangen wir von anfang an an. Die Geschichte wird von Arthur Gordon Pym selbst erzählt der von seinen Erfahrungen berichtet. 

    Den Anfang der Geschichte fand ich etwas langatmig da Pym von einem anderen kleinen Abenteuer erzählt um den Leser in die Geschichte einzuführen. Der Teil hätte etwas kürzer gehalten werden können. 

    Nun zur eigentlichen Geschichte: Arthur schleicht sich auf das Walfangschiff des Vaters von seinem Freund Augustus. Doch die Reise entwickelt sich ganz anders als gedacht. Die Geschichte erinnert an ältere Abenteuergeschichten von Jules Verne plus langatmige Stellen. Dennoch hatte ich meinen Spaß beim lesen bzw. beim hören des Buches. Die Geschichte schafft es wirklich den Leser auf trapp zu halten da man nicht genau weiß was als nächstes passiert. Es gibt wirklich sehr viele Stellen, in denen eine Flucht oder gar das Überleben ausweglos erscheint. An Stoff fehlt es in der Geschichte nicht. Es gab sogar Momente die mich wirklich mitgenommen haben, da immer wieder schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden mussten. Außerdem wusste ich persönlich nicht in welche Richtung die Geschichte gehen würde da die meisten Geschichten von Poe die ich bisher gelesen habe, sehr düster und sogar etwas schaurig und gruselig waren.

    Dennoch kann ich sagen diese Geschichte war interessant zu lesen und eher etwas für die die Abenteuerromane bevorzugen

  21. Cover des Buches Im Krebsgang (ISBN: 9783423252898)
    Günter Grass

    Im Krebsgang

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Farbwirbel

    Günther Grass' Novelle 'Im Krebsgang' lag schon Jahre auf meinem SuB und nun habe ich es endlich geschafft, sie zu lesen.

    Inhaltlich war ich tatsächlich überrascht, denn ich dachte, dass es ein historienbezogenes Werk ist und wusste nicht, dass er auch hochgradig aktuell ist.

    In der Novelle geht es um Paul Pokriefke, der selbst als Journalist arbeitet und dem Leser einen Schweinsgalopp durch Vergangenheit und Gegenwart eröffnet.

    Zu Beginn geht es um Gustloff, Frankfurter und Marinesko, drei historische Personen, die im Zusammehang mit dem NS-Regime stehen. Dabei sei kurz erklärt, dass Gustloff als Nazi von Frankfurter, einem Juden, erschossen wurde. Später, als Hitler die KDF-Fahrten eingeführt hatte, wurde eines der Schiffe Gustloff genannt. Wie es der Zufall so will, ist eben jene Gustloff das Boot, mit dem Mutter Pokriefke später mit ihrem Sohn Paul im Bauch vor den Russen flüchtet. An dem Abend, als die Gustloff abgeschossen wird, wird Paul geboren und Mutter Pokriefke erzählt diese Geschichte ein ums andere Mal ihrem Sohn und später auch ihrem Enkel Konrad.

    Wie sich im Lauf der Geschichte herausstellt, ist Konrad sehr vereinamt von dieser Geschichte und entwickelt sich Stück für Stück zu einem Neonazi. Sein Vater beobachtet im Web diese Entwicklung, denn Konny schreibt auf einer Website darüber, doch wirklich einzugreifen wagt er nicht, hat er doch nicht wirklich Kontakt zu ihm.

    Die Geschehnisse spitzen sich zu und die Geschichte wird wiederholt. Am Ende kann man tatsächlich die letzte Phrase der Novelle als Kern dieser erkennen:

    Das hört nicht auf. Nie hört das auf. - S. 216

    Grass fragt in seiner Novelle nach der Idiotie, die Menschen inne haben, die nationalsozialistisches Gedankengut in sich tragen. Vor allem aber trägt er hier einen Sachverhalt vor, der gar nicht so oft thematisiert wird: Intelligtente Menschen und wie diese so denken können und auch, was die Geschichte der Familie in einem jungen Menschen machen kann, wie sie sich weiterträgt. Das war hochinteressant.

    […] Wolfgang Stremplin, der sich online David genannt hatte, einen, wie er sagte, „Nachweis arischer Herkunft“ vorlegte und sich dabei ironisch gab. Den Kommentar zu dem, was er ohnehin wußte, lieferte mein Sohn aus ruhiger Gewißheit: „Das ändert nichts am Sachverhalt. Allein ich mußte entscheiden, ob die mir als David bekannte Person als Jude sprach und handelte.“ - S. 182

    Auf der anderen Seite habe ich das Werk nur schleppend fertig bekommen. Gerade der Einstieg mit all den historischen Persönlichkeiten und dem fast abgehackten Schreibstil war für mich nur schwer anzunehmen. Das Buch wurde zum Schluss hin immer interessanter und dennoch blieb der erste Eindruck für mich sehr präsent. Da ist der Titel dann aber wieder sehr genial gewählt. Im Krebsgang. Genau so wird die Geschichte nämlich erzählt.

    Den Ich-Erzähler Paul mochte ich sehr gern. Gefangen in dem Rahmen seines Lebens und mit einer großen Schippe Ironie erzählt er daraus.

    Schluß mit Gernegroß! Wer sich mit funfunddreißig und beginnendem Haarausfall noch ein Kind andrehen läßt, ist nicht zu retten. Was heißt hier Liebe! Die gibt’s allenfalls wieder ab siebzig, wenn ohnehin nichts mehr läuft. - S. 42

    Seine Mutter war für mich so etwas wie das Ebenbild der Nachkriegsgeneration, die danach in der DDR lebte. Irgendwie politsch verwildert im Kopf, wenn man das so sagen kann.

    Da ich vom Schreibstil und dem Aufbau der Geschichte nicht zu 100 % überzeugt bin, ich aber mit der Aussage d'accord gehe, bin ich mal wieder im Sternekonflikt. Ich vergebe drei Sterne und würde gerne noch einen imaginären, halben Sternd dazugeben.

  22. Cover des Buches Nordwasser (ISBN: 9783442488681)
    Ian McGuire

    Nordwasser

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    1859 macht sich die Volunteer mit einer  äußerst fragwürdigen Mannschaft, rauen Kerlen und schmutzigen Hintergedanken auf Walfang und Robbenjagd. Zumindest glaubt der Großteil der Crew, dass das der eigentliche Sinn der Reise ist. Baxter, der Besitzer des Schiffes schmiedet mit Carvendish, der an Bord anheuert, aber andere Pläne. Mit Drax, einem weitern Mitglied des Schiffs, legt man sich lieber nicht an, tut man es doch, läuft man Gefahr tags darauf  nicht mehr aufzuwachen. Ein verformter Charakter ohne Gewissen. 

    Es geht rauh und brutal zu auf dem Schiff der Volunteer, zwischenmenschlich und während des Jagens auf die Tiere. Zwischen all diesen derben Charakteren, ist Sumner der Schiffsarzt das zarteste Gemüt und wohl auch der klügste Kopf auf der Volunteer. Als er eine Misshandlung an einem Schiffsjungen entdeckt,  nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und wandelt sich in eine Abenteuergeschichte mit kriminalistischen Zügen. 

    Eine Geschichte wie Moby Dick, blutig, rauh und eiskalt. In diesem Buch wurde mir klar, wie furchtbar wir mit den Tieren unserer Welt umgehen und umgegangen sind. Das Buch war furchtbar erschreckend, hat mir aber mal wieder verdeutlicht, wer hier eigentlich das größte Raubtier ist. Es war aufregend und sehr lesenswert. Mit der Umgangsweise und Ausdrucksweise der Crew muss man sich erst einmal anfreunden, aber zum Buch selbst hat es 100 pro gepasst. Ich mochte das Buch. Es wird ein Buch sein, dass ich nicht vergesse. Lesen!


  23. Cover des Buches Die Insel des Dr. Moreau (ISBN: 9781543036985)
    H. G. Wells

    Die Insel des Dr. Moreau

     (92)
    Aktuelle Rezension von: SorenVC

    Ich finde das war ein schönes kurzes Buch, jedoch habe ich ein wenig mehr erwartet. Der oder die Höhepunkte des Buches waren nicht sehr ausführlich. Ich habe gehofft mehr von Dr. Moreau zu hören als nur ein paar Seiten. Wells hätte mehr erfinden und Dr. Moreau mehr zur Schau bringen sollen.

    Man hätte das Buch noch länger machen können und ich wollte die ganze Zeit mehr Gerede von Dr. Moreau hören. Leider kam dieser glaube ich nur in einem oder zwei Kapiteln vor. Aber das Ende war gut. Ein toller Roman, aber wie gesagt ein wenig kurz und unkreativ. Viel mehr als Tierexperimente gibts da nicht.

  24. Cover des Buches Oceano Mare (ISBN: 9783455650877)
    Alessandro Baricco

    Oceano Mare

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Luise_Kenner

    "Oceano Mare" von Alessandro Baricco erzählt die Geschichte verschiedenster Menschen, die in einer kleinen Pension aufeinandertreffen und natürlich nicht zu vergessen: Die Geschichte des Meeres. 

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, denn ich liebe den ausführlichen und auf Kleinigkeiten konzentrierten Schreibstil des Autors, der nach wie vor auch in diesem Buch wundervoll ist.

    Leider habe ich überhaupt nicht in die Geschichte hereingefunden, da es weder einen zeitlichen noch einen räumlichen Rahmen gibt, hängt man als Leser in der Luft und weiß die Geschehnisse nicht richtig einzuordnen. 

    Auch die Protagonisten waren sehr weit von mir entfernt und ich konnte mich mit keinen von ihnen anfreunden, wodurch ich nach 80 Seiten aufgegeben habe. 

    Trotzdem liebe ich die Bücher von Alessandro Baricco sehr und kann jedem empfehlen, lieber einmal "Novecento" statt "Oceano Mare" zu lesen! 

    Fazit

    Ich finde die Idee, ein Buch über das Meer zu schreiben, wunderbar und auch der Schreibstil ist so schön wie immer, aber leider konnte die Geschichte mich überhaupt nicht in Beschlag nehmen. Ich habe das Buch aus Langeweile leider nach 80 Seiten abgebrochen. 

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