Bücher mit dem Tag "schiffe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schiffe" gekennzeichnet haben.

274 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.569)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Dieser dritte Teil des Liedes von Eis und Feuer ist genauso hervorragend geschrieben, wie die beiden Vorgänger. Als Fan der HBO-Serie vergleiche ich natürlich immer Serie und Vorlage und in diesem Band treten die Unterschiede schon deutlicher hervor. Mein Eindruck ist, dass die Personen in der Romanvorlage damit noch mehr Tiefe bekommen. 

    Ich finde es beeindruckend, wie es George R.R. Martin gelingt eine solche Menge von Personen zu handeln und jeden/jede einzigartig zu charakterisieren. 

    Dieser Band ist vor allem geprägt vom Machtkampf der Lennister Geschwister in Königsmund, von Bran der lernen muss in Abwesenheit von Rob den Lord von Winterfell zu spielen und Aryas Erlebnissen auf ihrem Weg in den Norden. Die Mutter der Drachen erreicht Quarth. Jon Schnee verlässt mit einem großen Kontingent an Grenzern die Schwarze Festung Richtung Norden. Mit Stannis Bartheon und Lord Graufreund betreten neue Akteure die Bühne. 

    Aufgrund dieser Weichenstellungen fällt dieser Band in puncto Spannung ein wenig zurück, was mich aber nicht gestört hat.

    Fazit: Für jeden High Fantasy Fan ein muss und jeden Fan der Serie eine lohnende Lektüre.

  2. Cover des Buches Siren (ISBN: 9783733502911)
    Kiera Cass

    Siren

     (659)
    Aktuelle Rezension von: _wordsmeetheartbeats_

    Da ich von Kiera Cass Selection-Reihe sehr begeistert war, wollte ich auch Siren lesen. Das Buch lässt sich recht schnell lesen und ist als Einzelband gut für eine Lektüre zwischendurch geeignet. Die Idee der Geschichte fand ich sehr spannend, und man hätte sie meiner Meinung nach noch viel weiter ausbauen können.


    Die Liebesgeschichte zwischen Kahlen und Akinli war für mich leider zu oberflächlich und ging ungewöhnlich schnell vonstatten (wäre aus Siren eine Reihe geworden, hätte ich mir hier viel mehr Tiefgang gewünscht). Das Verhältnis zwischen den Sirenen untereinander und den Sirenen und der See war für mich viel interessanter. Das Band zwischen den Schwestern hat mich fasziniert (und ich habe bei Kahlens Rückverwandlung auch ein Tränchen vergossen, da ich wusste, dass sie sich an die anderen nicht mehr erinnern wird). Die Stellen, in denen nur die Sirenen und die See vorkamen, haben mich persönlich mehr interessiert, als die Liebesgeschichte.


    Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, aber man hätte aus dem Stoff einfach viel mehr machen können. Es ist Kiera Cass Erstlingswerk, daher will ich nicht zu harsch sein. Das Buch bekommt von mir insgesamt 3,5 Sterne.

  3. Cover des Buches Spiel der Zeit (ISBN: 9783453471344)
    Jeffrey Archer

    Spiel der Zeit

     (475)
    Aktuelle Rezension von: sollhaben

    Harry Clifton wächst als Einzelkind bei seiner Mutter, seinem Onkel und seinen Großeltern unter ärmlichen Verhältnissen in Bristol auf. Sein Gesangstalent bringt ihn auf eine bessere Schule und er begreift schnell, dass Bildung ihn aus seinem bescheidenen Leben befreien kann. Als er auf eine höhere Schule kommt, lernt er zwei gleichaltrige Jungen kennen, die ihm gute Freunde werden. Giles, Sohn aus gutem Hause, in dessen Schwester Emma er sich verliebt. 

    Die Familien Clifton und Barrington sind jedoch enger in einander verwoben, als hinlänglich bekannt und als der 2. Weltkrieg beginnt, trennen sich die Wege.


    Mein Fazit: 

    Eine mitreißende Geschichte aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, zeitlich überlappend mit vielen Handlungssträngen, die sich im Laufe der Story erklären. Das fand ich sehr gelungen. Dem Autor gelingt es die Spannung mit seinem Erzählstil zu halten, auch wenn einige Wendungen schon im Vorfeld zu erkennen sind. Auch mit der letzten Entscheidung Harrys konnte er mich nicht wirklich überraschen, aber das hat mich nicht gestört.

    Nun komme ich allerdings zum großen Manko: Die Figurenentwicklung und die Verteilung der Charaktere. Es läuft einfach alles ein wenig zu glatt, zu samtartig. Es gab keine Ecken und Kanten. Die Figuren waren entweder sehr gut oder böse. Wobei es da nur eine Figur gab, die den Schwarzen Peter zugeschoben bekam. 

    Insgesamt ist die Geschichte wie ein Stein, der über die Jahre mittels Wasser glatt geschliffen wurde und sich gut anfühlt. Es liest sich angenehm und die Erwartungen werden erfüllt, ohne auch nur kurz in Gefahr zu sein, gekippt zu werden. 

    Ein solides Buch mit Potential und ich werde mir Teil 2 auf jeden Fall auch noch holen, um zu sehen, wie sich die Figuren und die Geschichte weiterentwickelt. Somit hat der Autor doch einiges richtig gemacht.

  4. Cover des Buches Das Leben fällt, wohin es will (ISBN: 9783404175222)
    Petra Hülsmann

    Das Leben fällt, wohin es will

     (438)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Für Marie zählt nur eins im Leben: Hauptsache möglichst viel Spaß im Leben haben! Mit ihren Freunden zieht sie fast jeden Abend über die Reeperbahn und versackt in irgendwelchen Kneipen. Arztbesuche, Überstunden oder der überzogene Dispo - Marie schafft es, sich vor unangenehmen Dingen stets zu drücken. Doch dann erhält ihre große Schwester Christine die Diagnose Krebs. Sie bittet Marie, vorübergehend bei ihr einzuziehen und ihr mit den Kindern Toni und Max zu helfen. Außerdem erwartet ihr Vater, dass wenigstens ein Familienmitglied sich in der eigenen Werft sehen lassen muss. Da er selbst und Christine gesundheitlich nicht in der Lage sind, muss Marie ran. Darauf hat sie ja mal gar keine Lust! Sie hat nicht nur 12 Jahre zuvor das Segeln an den Nagel gehängt, sondern sie kann auch Geschäftsführer Daniel, diesen Spießer, nicht ausstehen. Da kann der noch so schöne Augen und einen noch so knackigen Hintern haben...

    Ich liebe die Bücher von Petra Hülsmann! So auch dieses! Auch wenn Marie zu Beginn noch etwas unsympathisch wirkt, so ändert sich das von Seite zu Seite. Obwohl sie schnell an ihre Grenzen stößt in Bezug auf Arbeit, Kinder und Haushalt, versucht sie, sich tapfer zu halten. Dass es zwischen Daniel und Marie bald knistert, überrascht niemanden, aber es ist einfach wunderschön zu lesen, wie die beiden sich nähern. 

    Und dabei ist das Buch mehr als eine Liebesgeschichte. Ehebruch, Krebserkrankung, Tod der Mutter, (ungewollte) Schwangerschaft - es werden viele ernste Themen angesprochen und wirklich gut behandelt. Ganz große Empfehlung für das Buch!

  5. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.388)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Nachdem der Mensch jahrhundertelang die Meere ausgebeutet hat, schlagen seine Bewohner plötzlich zurück. Wale und Orcas greifen Menschen an, Krebse fallen über Strände her, Tsunamis zerstören ganze Küstenstreifen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern sucht zusammen mit US-Militärs nach der Ursache und wird fündig…

    Auf  ca. 1000 Seiten hat Schätzing auf der einen Seite einen Weltuntergangsthriller geschrieben mit den dazugehörigen guten und (unerwartet) bösen Charakteren, der einen oder anderen Liebes- und Selbstfindungsgeschichte sowie vielen, vielen Toten. Nebenbei ist es auch gute Science-Fiction, auch wenn die „Aliens“ nicht aus dem Weltall, sondern aus der Tiefsee kommen.

    Auf der anderen Seite liest sich das Buch teilweise wie ein Sachbuch mit gut aufbereiteten Infos über die Tiefsee, ihre Bewohner und das Ökosystem Erde.

    Mich hat an diesem Buch vor allem beeindruckt, wie gründlich Schätzing mit der landläufigen Meinung von der Vorherrschaft des Menschen,  der „Krönung der Schöpfung“,  aufräumt. Unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, ob die Geschehnisse im Buch zur Realität werden könnten, hat mich dieses Buch dazu gebracht, noch einmal aus einem anderen Blickwinkel über das Thema Umweltschutz und meine Rolle dabei nachzudenken. Schätzing führt uns gnadenlos unsere eigene Hybris und Bedeutungslosigkeit vor, mit dem Kerngedanken „Die Erde braucht uns nicht zum Überleben, aber wir brauchen die Erde…“

    Fazit: Es ist eine gute Mischung aus allem, aber eben mit seinen 1000 Seiten kein Buch für zwischendurch. Man muss sich auf das Thema und Schätzings Erzähltempo einlassen, dann erlebt man einen fundiert erzählten, spannenden und auch beängstigenden Wissenschaftsthriller.

  6. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Nach ihrer Scheidung zieht Annabel Hansen mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie von Bremen nach Rügen und mietet ein Häuschen in Binz. Die Werbefachfrau will noch einmal ganz neu anfangen. Im Hafen von Sassnitz sieht sie einen alten Fischkutter und ist sofort begeistert. In ihr reift die Idee, die "Sturmrose" wieder heraus zu putzen und ein schwimmendes Café mit Kunst und Kultur daraus zu machen. Annabel findet heraus, dass die "Sturmrose" eine bewegte Vergangenheit hat und vor der Wende Flüchtlinge aus der DDR in den Westen gebracht hat. Sie wurde selbst in Leipzig geboren und vieles aus ihrer Kindheit ist nur noch verschwommen in ihrer Erinnerung. Als sie auf dem Schiff den Brief einer jungen Frau findet, die anscheinend in den Westen geflüchtet ist, wächst in ihr der Wunsch, auch mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Aber beim Besichtigungstermin trifft sie mit Christian Merten auf einen Konkurrenten, der sich ebenfalls sehr für das Schiff interessiert. Hat sie da überhaupt eine Chance? Und was verbindet Merten mit der "Sturmrose"? 


    In "Die Sturmrose" kann man deutsch-deutsche Geschichte hautnah miterleben. Fesselnd, aufwühlend und authentisch erzählt. Geschrieben in der 1. Person aus Sicht von Annabel ist man immer direkt mitten im Geschehen. 

    Natürlich habe ich schon viel gehört und gelesen von den damaligen Zuständen in der DDR und es ist gut, dass die Mauer gefallen ist. Die Beschreibungen, wie der Staat mit den Bürgern umgegangen ist, die nicht "systemtreu" waren, sich nicht von der Stasi haben rekrutieren lassen, die einfach nur frei ihr Leben leben und ihre Meinung äußern wollten, das hat mich heute noch wütend gemacht beim Lesen. 


    Annabel ist eine sympathische Hauptfigur, die für sich und ihre Tochter ein schönes und ruhiges Leben haben möchte, einen Platz, an dem sich beide wohlfühlen. Und  die dabei auch ihren Traum vom Ausflugsschiff mit Kaffee und Kultur verwirklichen will. 

    Die zweite Hauptfigur ist eigentlich das Schiff, denn die "Sturmrose" hat über die Jahre auf viele Schicksale Einfluss genommen. Ihre bewegte Vergangenheit hat heute noch Wirkung auf die Gegenwart. 

    Schön dargestellt wird auch das Verhältnis von Annabel zu ihren Adoptiveltern, die sie aus dem Kinderheim holten, als ihre Mutter sie verlassen hat und die ihr ein liebevolles Zuhause gaben.  


    Sehr anschaulich beschreibt die Autorin die Umgebung auf Rügen, das Häuschen, den Hafen von Sassnitz. Auch das "Drumherum" passt einfach. 

     

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch über ein unschönes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das zum Nachdenken anregt, mal traurig macht, aber auch mal schmunzeln lässt. 

  7. Cover des Buches Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen (ISBN: 9783551557285)
    Rick Riordan

    Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen

     (1.892)
    Aktuelle Rezension von: good_books_bad_books

    Titel: Im Bann des Zyklopen

    Autor: Rick Riordan

    Reihe: Percy Jackson #2/5

    Verlag: Carlsen

    Genre: Jugend|Fantasy|Mythologie

    Seiten: 329

    „....Du kennst doch die Geschichte von Jason und den Argonauten ?“

    „Ja“, sagte ich. „Das ist dieser alte Film mit den Tonskeletten.“

    Annabeth verdrehte die Augen.„ Bei allen Gottheiten, Percy. Du bist ja total hoffnungslos.“

    //S.104//

     Klappentext:

    Percys siebtes Schuljahr verläuft einigermaßen ruhig - einigermaßen. Wenn da nicht diese Albträume wären, in denen sein bester Freund in Gefahr schwebt. Und tatsächlich: Grover befindet sich in der Gewalt eines Zyklopen. Zu allem Übel ist Camp Half-Blood nicht mehr sicher: Jemand hat den Baum der Thalia vergiftet, der die Grenzen dieses magischen Ortes bisher geschützt hat. Nur das goldene Vlies kann da noch helfen. Wird es Percy gelingen, Grover und das Camp zu retten? Das dürfte für einen Halbgott wie ihn eigentlich kein Problem sein. Doch seine Feinde haben noch einige böse Überraschungen auf Lager ...

    Meine Meinung:

    Was ich an Riordans Büchern so sehr schätze, ist sein besonderer Humor. Ich liebe seinen Einfallreichtum und wie spielerisch er einem die griechische Mythologie nahe bringt. Ja, es ist alles etwas abgemildert, aber dennoch fand ich es so super, wieder Circe, dem Zyklopen und Co zu begegnen. 

    Die Geschichte gefiel mir besser als der erste Band und vor allem dieses Mal. Es ist mittlerweile das dritte Mal, dass ich dieses Buch lese und bis auf ein paar Längen, vor allem zum Ende hin, konnte es mich super unterhalten.

    Eines meiner Highlights ist definitiv Tantalus, bei dessen Szenen ich teils vor Lachen geheult habe. Er tat mir so Leid, aber es war zu komisch, wie sich seine Strafe auch im Camp fortsetzte. Und auch die Begegnungen mit Luke und dem Zyklopen waren mega interessant. Manchmal kam die eine oder andere Länge auf, aber das störte mich so sehr, weil immer wieder eine Actionszene kam oder die Geschichte vorangetrieben wurde.

    Mir gefielen auch die ganzen Anspielungen an die Mythen und Götter. So kamen eben auch Skelette aus dem Unabhängigkeitskrieg und todbringende süße Schäfchen vor. Aber auch die tiefgründigeren Momente, wenn Percy an sich zweifelte, Clarisse um Anerkennung und Tyson um Akzeptanz kämpfen musste, fesselten.

    Generell gefiel mir die Einführung von Percys Bruder sehr, weil es eine gewisse Dynamik reinbrachte und es mich trotz re-read sehr interessierte, wie sich diese Beziehung entwickeln würde.

    Nach dem großen Showdown flachte es leider wieder sehr ab. Das ist leider eine von Riordans Schwächen. Egal, wie spannend und interessant seine Geschichten auch sind, das Ende ließt sich für mich recht anstrengend, weil da einfach die Luft raus ist. 

    Die Charaktere fand ich wieder super und ich mag die Entwicklungen von einigen Personen sehr.

    Percy ist manchmal etwas anstrengend, aber ich fühlte mich ihm immer noch am nächsten, weil ich auch ADHD habe und vieles so gut nachvollziehen kann. Er überlegt meistens nicht vorher, was am klügsten wäre und handelt lieber, aber genau das finde ich ja so sympathisch an ihm, da es so an mich selber erinnert :D Ihm sind seine Freunde und Familie am wichtigsten und er kämpft mit allen Mitteln für ihre Sicherheit.

    Annabeth ist quasi das Hirn, was erst nachdenkt und dann handelt, auch wenn sie manchmal ziemlich heißblutig sein kann. Manchmal finde ich sie arg zickig, aber wenn man ihre Hintergrundgeschichte kennt, versteht man sie besser. 

    Grover gehört zu meinen Lieblingscharakteren. Ich liebe seine tollpatschige und etwas unbeholfene Art und wie er für seine Überzeugungen kämpft. Wie er sich in seiner Gefangenschaft behaupten kann, fand ich sehr mutig.

    Und auch Clarisse wird mir so langsam sympathischer. Sie ist anstrengend und gleich auf Krawall aus, was bei dem Vater ja auch kein Wunder ist, aber irgendwo ist es auch verständlich bei dem ganzen Druck, den sie bekommt. Ich mochte ihre störrische Art aber sehr.

    Der Schreibstil ist etwas besonderes für mich. Zwar gibt es auch einige Längen, aber die meiste Zeit flog ich quasi durch die Seiten, weil der Stil meist sehr flüssig, spannend und humorvoll ist.

    Fazit:

    Es hat seine Längen und vor allem zum Schluss fand ich es etwas anstrengend, aber ich liebe es, wie der Autor hier die griechische Mythologie einarbeitet und es mit Action, Humor und Tiefgang würzt. Von mir gibt es:

    4 von 5 Sterne


  8. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453354760)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

     (1.186)
    Aktuelle Rezension von: Mazeixx

    Der Roman von Kate Morton spielt in Australien und England (London, Cornwall). Es geht um drei Frauen aus drei Generationen in drei Zeitebenen.
    Tatsächlich erfordern die ständigen Zeitsprünge maximale Aufmerksamkeit und Flexibilität im Denken, aber das ist ein besonderer Reiz dieses außergewöhnlichen Romans. Ganz toll, wie es die Autorin schafft, die Geschichten erst nach und nach zusammenzuführen und die zahlreichen Rätsel aufzulösen. Manches kann man erahnen, anderes ist wirklich überraschend, teilweise aber auch schockierend.

    Absolute Leseempfehlung für ale die gerne tief in eine Geschichte eintauchen!

  9. Cover des Buches Magonia (ISBN: 9783453270176)
    M. D. Headley

    Magonia

     (180)
    Aktuelle Rezension von: ariadne
    Mein Book of the Month war im November Magonia, das ich jetzt auch schon gefühlt ewig auf meinem SuB habe. Die ganzen positiven Reviews haben mich echt neugierig gemacht und zum Glück ist diesmal der Hype auch nicht umsonst gewesen.
    Die Vorstellung von Schiffen in den Wolken, die ganze Welt von Magonia und ihre Wesen ist so originell und packend, dass ich es schade fand, dass das Buch nicht noch weiter darauf aufgebaut hat. 

    Aza und Jason waren mir beide sehr sympathisch und ihre Beziehung/Freundschaft auch glaubhaft. Das gefürchtete Love Triangle zeigt sich zwar ganz kurz, konnte aber glücklicherweise umgangen werden.

    Der 2. Teil ist meines Wissens noch nicht auf Deutsch erschienen, was sehr schade ist. Die englischen Rezensionen zum 2. Band fallen auch eher gemischt-negativ aus, bin also noch zögerlich, ob ich weiterlesen werde.
  10. Cover des Buches Der Tod und das dunkle Meer (ISBN: 9783608504910)
    Stuart Turton

    Der Tod und das dunkle Meer

     (190)
    Aktuelle Rezension von: zeilenrauschen

    Es ist schon sehr lange her, dass ich zuletzt einen Krimi gelesen habe. Und auch dieser hier unterscheidet sich sehr von den typischen Krimis, die mich kaum noch begeistern können.

    Hat er mir gefallen? Ja, sogar sehr. Die Charaktere waren großartig dargestellt. Ich mochte den Zusammenhalt der Frauen, die Freundschaft zwischen Sammy und Arent und die zarte Liebesgeschichte. Die Spannungen unter den Matrosen und Passagieren haben immer wieder für explosive Situationen gesorgt. Auf dem Schiff ging es sehr rau zu. Es wurde gekämpft, gestohlen und gehasst.

    Irgendwann habe ich so ziemlich jeden verdächtigt. 🤣Auch bis zum Ende war ich mir mit meinen Vermutungen nicht sicher. Das Miträtseln hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.

    Ich mochte auch die kritische Beleuchtung von Kolonialismus.

    Einziger Kritikpunkt: Der Autor weist daraufhin, dass er es mit den historischen Fakten nicht so genau genommen hat. Er möchte auch nicht, dass sein Buch als historischer Roman bezeichnet wird. Ich bin ich der Meinung, dass er dann aber auch auf die (heute nicht mehr zeitgemäße) ableistische Sprache hätte verzichten können.

  11. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (616)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Eigentlich bin ich gar kein Fantasy-Fan, das Buch hatte ich nur gekauft, da es spannend geklungen hatte, die dunkle Seite hinter Peter Pan zu erfahren. Allerdings musste ich feststellen, dass das Buch bis auf den Aspekt, dass einer der Protagonisten Peter hieß und Kinder auf eine Insel brachte, auf der sie nicht erwachsen wurden, nicht viel mit dem Original zu tun hatte. Ich hatte eigentlich gehofft, Captain Hook und andere Bekannte wiederzufinden, doch das blieb mir verwahrt. Stattdessen bekam ich ein Buch mit Charakteren, zu denen ich nicht wirklich eine Verbindung aufbauen konnte, die ich nicht einmal mochte. Deshalb war es mir auch egal, als diese alle nach der Reihe starben. Peter konnte man ja quasi gar nicht mögen, da er in dieser Geschichte schließlich als böse dargestellt werden sollte, die „Teufel“ oder Elfen blieben mir zu blass und der zweite Protagonist Nick handelte auch nicht immer nett. Der anfängliche Teil in Manhattan und auch der danach, als Peter noch einmal zurück gekommen war, um noch zwei Jungen zu holen hatte mir eigentlich wirklich gut gefallen, doch sobald es nach Avalon gegangen war, traten für mich einige Längen und langweilige Stellen auf. Das Buch ist mit sechshundert Seiten wirklich dick, doch es kam mir nicht so vor, als wäre wirklich viel passiert. Ich denke, ich bin einfach mit einer falschen Erwartung in das Buch hereingegangen. Sicher steckt viel Arbeit darin, was auch die genannten Einflüsse zeigen, doch ich gehöre wohl einfach nicht zur Zielgruppe. Für Fantasy-Fans, die viele Schlachten und dergleichen lieben ist das Buch sicher etwas, für Leute, die einfach nur Peter Pan mögen und durch die angebliche böse Seite dessen angelockt werden eher nicht. Ob das, was er tat nun böse war, wurde nur am Rande von Nick, besonders am Ende thematisiert, im Vordergrund stand das Thema jedoch nie. Noch eine kleine Anmerkung: Als Peter Nick in New York rekrutierte kam eine Person namens Freddie vor. Diese wurde mal mit „y“ und dann wieder mit „ie“ geschrieben. Auf Seite einunddreißig liegen zwischen den zwei Varianten sogar nur drei Zeilen.

  12. Cover des Buches Möge die Stunde kommen (ISBN: 9783453421677)
    Jeffrey Archer

    Möge die Stunde kommen

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Eine unterhaltsame Familiensage geht weiter, mit Spannung und Intrigen. Am Ende ist auf das nächste Buch gespannt.

  13. Cover des Buches Ascheherz (ISBN: 9783570308233)
    Nina Blazon

    Ascheherz

     (681)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Das Buch lag schon eine Weile auf meinem SuB, nachdem ich es einmal im Secondhandladen gefunden habe und nun war ich einmal dazugekommen, es endlich zu lesen. Das Konzept, welches vom Klappentext her vorgeschlagen wird, klang vielversprechend und das mysteriöse um Summers Vergangenheit wird auch lange aufrecht gehalten. Das gesamte Buch scheint auch vom Schreibstil her dieses mysteriöse auszustrahlen, was mir auch gut gefallen hat.

    Die Geschichte selbst war auch okay, auch wenn es, wie gesagt, ein ganzes Weilchen dauerte, bis man irgendetwas mehr erfährt. Lange Zeit ist es nur eine Flucht vor dem geheimnisvollen Blutmann. Das hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können.

    Der erste Abschnitt zum Beispiel, der einem in die Welt eines Theaters einführt und so viele interessante Charaktere einführt, führt zum Beispiel leider ins Nichts. Es wäre so viel Potential darin gewesen, denn mir hat es absolut gefallen, wie beschrieben wurde, wie Summer und die anderen in die Rollen schlüpften. Es konnte mich richtig packen und ich wollte mehr davon, aber sobald sie ging, war es vorbei damit und spielte auch keine Rolle mehr. Wieso wird so eine Welt dann eigentlich überhaupt aufgebaut? Das war leider etwas schade.

    Nach dem packenden Anfang hat dann auch das gewisse Packende gefehlt, welches mich ans Buch gefesselt hätte. Das Buch war keineswegs schlecht und die Geschichte war, trotz der Länge sehr toll, aber das gewisse Etwas hat einfach irgendwie gefehlt. Ich mochte es, wie alles beschrieben wurde und habe das Buch auch gerne gelesen, aber etwas hat einfach gefehlt.

    Generell kann ich es sicher empfehlen. Es ist kein schlechtes Buch und lässt sich eigentlich auch ganz locker lesen, trotz der geheimnisvollen Atmosphäre. Für Fantasyfans ist es sicher noch ein interessantes Buch. Mir persönlich hat einfach das gewisse Etwas gefehlt, welches für die fünf Sterne gereicht hätte, weshalb das Buch von mir vier Sterne bekommt.

  14. Cover des Buches Ein Hauch von Schicksal (ISBN: 9783959910675)
    Lara Wegner

    Ein Hauch von Schicksal

     (87)
    Aktuelle Rezension von: jessi_here

     Inhalt:

    Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen.
    Quelle: goodreads.com

    Meinung:

    Das Cover gefällt mir super und war auch ein Grund, wieso ich mir das Buch genauer angeschaut habe. Man sieht schon, dass es sich um eine Seefahrergeschichte handelt, und das hat mich neugierig gemacht.

    Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen, ich kam gut voran. Einzig die Beschreibungen der Welt, der Umgebung, hätten besser sein können. Geschireben ist das Buch aus Sicht von Grace.

    Zu Beginn lernt man Grace kennen, die depressiv ist. Durch ein magisches Amulett reist sie ins 17. Jahrhundert, wo sie Rhys kennenlernt und ihn auch heiraten muss.

    Der Einstieg in das Buch ist mir nicht gerade leicht gefallen, da Grace nicht froh mit ihrem Leben ist und auch schon über ein Ende nachgedacht hat. Das war alles schon recht bedrückend. Doch sehr schnell reisen wir in der Zeit zurück und ab da war dann alles anders. Ab diesem Moment habe ich mir auch viel leichter mit dem Buch getan.

    Grace selbst mochte ich gerne. Mich hat nur gestört, dass sie zuerst depressiv war und nur durch einen Mann und ein anderes Leben sofort geheilt scheint. Man merkt nichts mehr von ihren negativen Gefühlen und sie hat Spaß am Leben, das ging mir doch irgendwie zu leicht. Abgesehen davon ist sie impulsiv aber auch leideschaftlich, was ich sehr an ihr mochte.

    Rhys mochte ich zuerst echt gern, aber dann passierte etwas in dem Buch und er verhielt sich abweisend Grace gegenüber und ich habe keinen guten Grund dafür gesehen. In dem Moment habe ich ihn wirklich gehasst, weil er dem Klischee von Mann in der damaligen Zeit entsprochen hat. Davor war er nett und hat sich um Grace gekümmert, aber ab diesem Moment hat meine Sympathie für ihn sehr nachgelassen.

    Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Zwar habe ich mir die Handlung auf einem Schiff vorgestellt mit vielen Piraten, aber dass sie anders war, war nicht unbedingt schlecht. Grace und Rhys werden von Piraten gefangen genommen und auf eine Plantage gebracht. Die Handlung spielt sich dann dort ab. Zuvor ist man zwar auf einem Schiff, aber das dient eher dem Kennenlernen von Rhys und Grace, da diese verheiratet wurden.

    Die Liebesgeschichte ging mir etwas zu flott, denn sie kennen sich nicht, finden sich körperlich aber anziehend und fallen übereinander her. Plötzlich ist es Liebe. Es gab leider keinen Moment, in dem ich die Gefühle, außer Lust, spüren konnte und daher konnte ich ihre Gefühle auch beim besten Willen nicht nachvollziehen. Gegen Ende dann schon, weil sie da schon viel zusammen erlebt haben, aber am Anfang ist es reine Lust und nicht mehr. Hier wurde das aber zu romantisch dargestellt und das vermittelt einfach ein falsches Bild, es soll so aussehen, als ob da mehr wäre, als es tatsächlich ist.

    Grace und Rhys werden dann auf der Plantage gefangen gehalten, sozusagen. Es passiert recht viel, aber für mich wirkte die Handlung nicht überladen, es war alles gut und passend. Wie man es nicht anders von der Zeit kennt werdne Menschen versklavt und Frauen wird wenig Respekt entgegen gebracht. Einige Darstellungen waren schon recht hart und es hätte hier einer Triggerwarnung für bestimmte Themen bedurft. Für mich persönlich hat es aber in die Zeit und zum Buch gepasst. Erst die Handlungen von Rhys und einige Reaktionen von ihm führten zu Unverständnis bei mir, da er an vielen Dingen Grace die Schuld gab, für die sie gar nichts konnte.

    Die Auflösung von den ganzen Konflikten fand ich widerum sehr gelungen. Nicht von Seiten von Rhys, aber wie Grace sich eingesetzt hat und Hilfe geholt hat fand ich großartig. Wäre es zwischen ihr und Rhys anders gelaufen wäre das Buch um so viel besser gewesen, aber so hat Rhys für mich vieles kaputt gemacht.

    Fazit:

    Ich habe ein Piratengeschichte erwartet, und irgendwie auch eine bekommen. Sie war anders, hatte andere Schauplätze als ich dachte, war aber auf ihre Weise gut. Ich mochte die Nebencharaktere sehr gerne und auch Grace hat mir meist gefallen. Mit Rhys hatte ich ein paar Schwierigkeiten, aber abgesehen davon war es ein gutes Buch. Ich vergebe 3 Sterne.          

           

                      

             

             


  15. Cover des Buches Ein Meer aus Tinte und Gold (ISBN: 9783551317285)
    Traci Chee

    Ein Meer aus Tinte und Gold

     (258)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Sefia ist ein sagen wie mal  normales Mädchen, dass mit ihrer Tante Nin durch Kelanna zieht. Nur durch  gaunerreien da sie in Not sind , halten sie sich am Leben. Als Tante Nin gefangen genommen wird  kann Sefia nichts dagegen unternehmen, und doch setzt sie alles daran ihre Tante zu finden und sich zu rächen. Begleitet wird  sie von dem  stumme Jungen Archer und ein mysteriöses Buch. 

    Wir lernen auch  Kapitän Less kennen dessen  Abteteuer auch dazu  gehören , genauso wie die des Jungen der Meisterbibliothekar werden will.

    Was hat das Buch nur mit allem  zu tun?

    Findet es am besten selbst heraus. 

    Das Buch ist wunderschön gestaltet und auf einigen Seiten sind Worte zu finden die man unbedingt aufschreiben und zusammen setzten sollte .

    Ein wirklich toller erster Band .😊

  16. Cover des Buches Der Anfang (ISBN: 9783732552511)
    Eva Völler

    Der Anfang

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Eine nette Bonusgeschichte zur Trilogie, die mit unter 100 Seiten schnell gelesen ist. 

    Mir hat sie gut gefallen. Die Trilogie habe ich bereits gelesen, aber ich denke, wer sie noch nicht kennt, wird durch diese Bonusgeschichte neugierig darauf. 

    Eva Völler hat einen sehr schönen und fesselnden Schreibstil.

  17. Cover des Buches Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht (ISBN: 9783570307274)
    Jenny-Mai Nuyen

    Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht

     (389)
    Aktuelle Rezension von: Felicitas_Brandt

    „Unten servieren sie Cremetörtchen. Ich habe eins für dich mitgenommen, aber Gesten der Freundlichkeit verärgern dich ja. Also habe ich dein Törtchen auf dem Weg gegessen.“

    Seite 201

     

    Hel weiß nicht wo sie herkommt oder wer sie ist, bis zu dem Zeitpunkt, Kapitain Gharra sie aus ihrem Schicksal befreit und zur Sturmjägerin ausbildet. Das Schwebeschiff Schwalbe ist ihre Heimat – bis sie abstürzt. Plötzlich findet Hel sich mitten im Toten Land wieder, umgeben von tödlichem Nichts und einem geheimnisvollen Retter. Aber wer ist der Junge, der von jetzt an mit ihr durch das Land zieht? Und über welche Kräfte verfügt er? 

    Als Hel es zurück in die Stadt und unter ihre Leute schafft, erfährt sie von einem schrecklichen Dämon, der das Land heimsucht. Gemeinsam mit einer neuen Gruppe von Sturmjägern macht sie sich auf die Suche nach dem Dämon – und steht plötzlich Mercurin gegenüber, dem Jungen, der ihr das Leben gerettet hat …

     

    „Ich war nicht darauf gefasst, dass ich zweifeln würde.“

    Seite 81

     

    Jenny Mai Nuyen hat einen unverkennbaren Schreibstil der mich total in die Geschichte hineingesogen hat. Er ist poetisch und ein bisschen schwer, aber wunderschön darin. Ich liebe die Bilder, die sie mit ihren Worten zeichnen kann. Das Setting ist gewaltig, eine unberechenbare Wüstenwelt in der die Jagd nach magischen Stürmen die Wirtschaft und das Leben ermöglicht. Das Reich Aradon ist dadurch reich und mächtig geworden. Doch dann erheben sich fünf Dämonen von dem Alten Volk, um die Menschheit für ihr Verhalten zu vernichten.  Dafür müssen Totenlichter gefunden werden, denn sie geben die nötige Macht.

     

    Die Autorin schafft es in ihrer Geschichte politische Themen anzusprechen, die uns heute genauso betreffen, das hat mich sehr beeindruckt.

    Hel ist ein toller Charakter, stark, aber verletzlich und herrlich sarkastisch. Mercurin ist verschlossen, er hilft Hel, obwohl er es nicht müsste, obwohl sie seinem Ziel eigentlich im Weg steht. Und doch kann er nicht anders. Ich fand die Beiden unglaublich toll zusammen.

     

    Ich liebe das Buch, das Cover, die Figuren, die Handlung – einfach alles ♥

     

    „Ein zwergischer Name für ein Menschenkind. Licht für eine Halbblinde.“

    Seite 16

  18. Cover des Buches Eragon - Der Auftrag des Ältesten (ISBN: 9783734162145)
    Christopher Paolini

    Eragon - Der Auftrag des Ältesten

     (2.891)
    Aktuelle Rezension von: Danu_Senpai

    Eragons Geschichte und insbesondere dessen Welt blühen in diesem Band erst so richtig auf. Wie bei so vielen Fantasy-Epen hat der erste Band die leidliche Aufgabe das Setting und den Ton der Geschichte zu setzen, deshalb hinkt die Handlung anfangs immer ein kleinwenig hinterher.

    Im zweiten Band nehmen die allermeisten Geschichten dann also erst richtig Fahrt auf und genauso verhält es sich auch mit Eragon - Im Auftrag des Ältesten.


    Die Handlung knüpft nahtlos an den Vorgänger und nach einigen Kapiteln, die uns wissen lassen wo die Reise des jungen Eragon hingeht, wechselt die Geschichte zwischen drei Handlungsfäden.

    Und zwar die von Eragon, Roran und Nasuada, die zum Schluss hin zu einem großartigen Ende zusammengewoben werden.


    Die Struktur schafft ein unglaublich befriedigendes Lesevergnügen, da wir am Ende des jeweiligen Erzählstrangs eines Charakters neugierig bei der Stange gehalten werden. Die Geschichte wird dann aber wieder aus den Augen eines anderen Charakters fortgeführt. Diese vielen, mal kleinen, mal großen Cliffhanger bringen einen dazu das Buch regelrecht verschlingen zu wollen.

    Das hat mir wahnsinnig gut gefallen!


    Und auch wenn ich mich inhaltlich natürlich zurückhalte, muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Porträtierung der verschiedenen Kulturen, namentlich Zwerge und Elfen, überaus gut gelungen ist.

    Diese stehen nun deutlich stärker im Fokus und ihren kulturellen Hintergründen wird dementsprechend auch mehr Zeit und Tiefgang eingeräumt. Vor Allem die elfische Kultur lernen wir intensiv kennen, während die Zwerge, für meinen Geschmack, ein kleinwenig zu kurz kommen.

    Besonders die blankärschigen Stripper-Elfinen waren wirklich faszinierend☝️

    (und ob das jetzt der Wahrheit entspricht oder ich mir nur ausgedacht habe, erfahrt ihr wenn ihr das Buch lest) 


    Auffallend ist wie häufig die Geschichte an alltagsphilosophischen Themen kratzt wie bspw. Religionskritik, Vegetarismus oder utilitaristischen Rechtfertigungen. Das geht alles nicht in die Tiefe, aber Eragon setzt sich damit durchaus auseinander. Gerade als Heranwachsender spielen diese Punkte eine große Rolle in der individuellen Entwicklung und so auch im Leben des jungen Eragon, der uns mit durch seine Gedankenwelt führt und ohne zu richten, was falsch oder richtig wäre , seine eigenen Konklusionen zieht.


    Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass das sprachliche Niveau und der kreative Umgang mit Sprache ein kleinwenig zugenommen hat. Immer noch Kindgerecht, aber eben ein Fortschritt zu seinem Vorgänger. Es scheint als würde Paolini seinen Stil hier gekonnt weiter ausgebaut haben.

  19. Cover des Buches Skyward - Der Ruf der Sterne (ISBN: 9783426526866)
    Brandon Sanderson

    Skyward - Der Ruf der Sterne

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Mine_B

    Der bekannte Autor Brandon Sanderson hat mit „Skyward – Der Ruf der Sterne“ den Reihenauftakt einer Science- Fiction- Reihe geschrieben, in dem die Geschichte von Spensa erzählt wird.

     

    Klappentext:

    Seit Hunderten von Jahren wird die Welt der jungen Spensa von den Krell angegriffen – nur die Flotte der Raumschiff-Piloten steht noch zwischen den überlegenen Aliens und den Menschen. Hoch oben bei den Sternen als Pilotin ihre Heimat zu schützen ist alles, wovon Spensa jemals geträumt hat. Doch ihre Chancen dafür stehen gleich null: Spensas Vater gilt als Verräter, seit der Pilot urplötzlich sein Team im Stich gelassen hatte und dabei getötet worden war. Jedoch könnte eine unerwartete Wendung Spensa, allen Widerständen zum Trotz, doch noch hinauf zu den Sternen führen ...

     

    Der Autor Brandon Sanderson ist einer der ganz großen Sterne im Fantasy- Genre und auch ich lese seine Werke mit dem größten Vergnügen. Daher habe ich mich an sein Werk „Skyward – Der Ruf der Sterne“ herangewagt, obwohl ich eigentlich kein Leser von Science- Fiction- Literatur bin. Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil von Sanderson ist, wie ich bereits aus anderen Werken aus seiner Feder gewohnt bin, wieder sehr flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Gekonnt schafft es der Autor, dass eine Atmosphäre aufgebaut wird und dabei entsteht eine Art Sogwirkung. Mir ist es schwergefallen, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen, weil ich einfach wissen wollte, wie die Handlung weitergeht. Auf vielseitige Weise wird Spannung aufgebaut, trotzdem gibt es auch ruhigere Passagen, in denen man die Charaktere und dessen Denkweise näher beleuchtet werden. Der Stil ist humorvoll und packend, zeitgleich unterhaltsam und angenehm. Auch schafft es Sanderson gekonnt, das Worldbuilding in Szene zu setzten und dabei die Handlung mit einfließen zu lassen. Die fiktive Welt ist gut eingearbeitet und man erfährt hierbei einiges aus der Vergangenheit, welche Schicksalsschläge die Bevölkerung schon erleben musste. Dies wird aus der Perspektive unserer Helden erzählt und im Verlauf der Handlung fängt sowohl die Protagonistin als auch der Leser an diese zu hinterfragen. Im Wesentlichen ist „Skyward – Der Ruf der Sterne“ ein Kampf Gut gegen Böse – in diesem Fall die Krell. Doch irgendwann hinterfragt man, wer eigentlich der Böse ist und ob die bisherigen Erzählungen alle ihre Richtigkeit haben. Es gilt, dass die Vergangenheit hinterfragt und aufgearbeitet werden muss. Das Altbewährte wird in Frage gestellt und mit solchen Gedanken sollte man immer vorsichtig umgehen, denn viele berufen sich gerne auf die altbekannten Denkweisen. Die Umsetzung hiervon hat mir gut gefallen, wie man Stück für Stück an diese Denkweise herangeführt wird. Zusammen mit Spensa lernen wir die Welt immer besser kennen und erfahren dabei so einiges über diese.

    Die junge Frau Spensa ist in dieser Reihe die Protagonistin. Zu Beginn wirkt sie noch recht oberflächlich und hitzköpfig. Ihr Vater ist früher auch geflogen, um die Krell zu bekämpfen. Doch dieser ist als Verräter gestorben und daher hatte es Spensa nicht leicht und musste sich durchs Leben kämpfen und sich stetig beweisen. Sie ist stur und kämpferisch. Spensa möchte in die Flugschule aufgenommen werden und muss dabei viele Hürden meistern. Doch sie schafft es schließlich und zusammen mit ihr lernt der Leser die Flugschule und dessen Traditionen und Sichtweisen besser kennen. Spensa kommt in die Skyward- Staffel und zusammen mit ihren Mitstreitern lernen sie das Fliegen von Raumschiffen. Die Identitätsschwierigkeiten, die Vorurteile wegen ihrem Vater werden auch hier ersichtlich. Doch im Verlauf der Handlung lernen wir Spensa besser kennen und mir ist ihre kämpferische und teilweise auch draufgängerische Art ans Herz gewachsen.

    Aber auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Seien es die anderen Mitglieder der Skyward- Staffel, die man immer besser kennen lernt und wo jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Oder auch ein reparaturbedürftiges Schiff, welches mit einer humorvollen KI ausgestattet ist. Angetan hat es mir auch die Schnecke, welche quasi ein Freund von Spensa wird. Über Schreckschneck hätte ich gerne einfach noch mehr gelesen. Es hat einfach Spaß gemacht, ihren Geschichten zu folgen. Sie wirkten alle auf mich so lebendig und haben dieses Science-Fiction- Buch sehr bereichert.

    Auch der Showdown konnte mich in seinen Bann ziehen und hat auf jeden Fall mein Interesse an der Fortsetzung gesteigert. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Story rund um Spensa weitergeht.

     

    Insgesamt konnte mich Brandon Sanderson mit seinem Reihenauftakt „Skyward – Der Ruf der Sterne“ sehr gut unterhalten. Er hat eine tolle Welt und wunderbare Charaktere geschaffen, sodass es wahrer Genuss war, die Story von Spensa zu verfolgen. Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Leser von Sanderson oder auch Science-Fiction.

  20. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (547)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Bernard Cornwell ist ein hochgelobter Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe, als Einstieg in sein Werk entschied ich mich für „Das Letzte Königreich“, den Beginn der sog. Uhtred-Saga. Leider wurde ich sehr enttäuscht, habe ich den Schreibstil doch als sehr langatmig empfunden und fand die Geschichte insgesamt seelenlos. Ich habe mich durch das Buch gekämpft, war aber häufiger davor das Lesen abzubrechen. Bei mir entstanden bei der Lektüre keinerlei Emotionen, auch einen Bezug zu den Figuren konnte ich nicht aufbauen. Weitere Bände aus dieser Reihe werde ich nicht lesen, aber ich gebe dem Autor noch eine Chance und werde mir als nächstes seine Artus-Reihe genauer anschauen. Doch nun zum Buch.

    Uhtred, Sohn des Aldermanns Uhtred, wohnhaft auf der Bebbanburg, begegnet 866 im Alter von zehn Jahren erstmals den Dänen. Sein ältester Bruder wird ermordet, als dieser die Dänen näher auskundschaften soll. Im Jahr 867 zieht Uhtreds Vater dann in den Krieg gegen die Dänen, wird aber vernichtend geschlagen und der Zehnjährige wächst fortan bei den Feinden auf, und zwar bei seinem Ziehvater Ragnar und dessen blindem Vater Ravn. Er freundet sich auch mit Rorik, dem zweiten Sohn Ragnars an, und wird schon bald von Ragnar als seinesgleichen akzeptiert. Ab 868 beginnen die Nordmänner ihren Machtbereich zu erweitern, Uhtred ist an Ragnars Seite mittendrin. Zuerst fällt Northumbrien, dann Mercien, später Ostanglien. Der Autor betont dabei auch, dass es vor allem um einen Aufeinanderprall zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen geht. Uhtred durchläuft eine Ausbildung und integriert sich mit der Zeit so gut, dass er als Däne, als einer von den ihren, akzeptiert wird. Dann geht es gegen Wessex, man eilt von Schlacht zu Schlacht. Doch diese werden weder opulent, noch mitreißend in Szene gesetzt. Als einzige Ausnahme kann die Schlacht am Ende des Buchs angeführt werden, in der der gereifte Uhtred gegen Ubba in den Kampf zieht. Anders als die anderen Provinzen Englands erringt Wessex jedoch einen Sieg gegen die Wikinger, keine Seite kann sich danach so richtig durchsetzen. 871 wird Alfred neuer König von Wessex, es kommt zu einem Friedensvertrag. Als Uhtred 16 Jahre alt ist, wird sein Ziehvater Ragnar brutal und heimtückisch von einem alten Feind ermordet. Uhtred schwört Rache. Er begibt sich mit Brida in den Süden von Mercien, von dort verschlägt ihn das Schicksal nach Wessex zu König Alfred. Uhtred gibt ihm wichtige Informationen zu den Dänen und Alfred will, dass Uhtred auf einem seiner Schiffe das Kommando führt. Jahre später treffen die Dänen und Alfred erneut im Kampf aufeinander, diesmal kämpft Uhtred auf englischer Seite, beide Seiten können sich nicht durchsetzen. Uhtred heiratet und er erhält das Kommando über die Flotte von Alfred. Er reift zu einem Anführer heran. 

    Das Problem bei der Darstellung dieser Ereignisse ist aber, dass keinerlei Emotion beim Lesen aufkommt, der Stil ist viel zu sachliche, nüchtern und distanziert. Die Charaktere bleiben flach, die Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren sind oberflächlich. Die Protagonisten besitzen keinerlei psychologische Tiefe. Dies wird allzu deutlich, wenn man sich z.B. das Verhältnis von Uhtred und seiner Freundin Brida anschaut, die praktisch nicht vorkommt. Das alles ist richtig enttäuschend. Das einzige, was dieses Buch in Hülle und Fülle bietet ist Brutalität in Kampfhandlungen, doch diese wird nicht einmal sonderlich kreativ oder gar fesselnd in Szene gesetzt, sondern sie langweilt. Insgesamt fehlte mir in dieser Geschichte eine Art übergeordnetes Ziel. Worauf zielt die Handlung ab? Wo geht die Reise hin? Dass ein Handlungsziel fehlt, darunter leidet die Motivation, überhaupt weiterzulesen, denn man weiß überhaupt nicht, worauf die Entwicklung Uhtreds hinauslaufen soll, zumal er wie ein emotionsloser „Brocken“ dargestellt wird. 

     

    Fazit: Ein langatmiger historischer Roman, der keinerlei Emotion beim Lesen auslöst und nur flache Charaktere sowie oberflächliche Beziehungsverhältnisse aufweist. Eine herbe Enttäuschung!

  21. Cover des Buches Joli Rouge (ISBN: 9783959910736)
    Alexandra Fischer

    Joli Rouge

     (56)
    Aktuelle Rezension von: wundervolle_buchwelten

    "Joli Rogue" ist ein historischer Roman der Piratenfans begeistern wird. Er stammt aus der Feder von Alexandra Fischer.

    Inhalt:

    La Española, 1656: Das Gesicht der Westindischen Inseln beginnt sich zu verändern. Einst von Spanien dominiert, beginnen sich die Mächte mit den eintreffenden Seefahrernationen England, Frankreich und Holland zu verschieben. Es ist die Welt der Bukaniere, in der die junge Jacquotte Delahaye aufwächst. Eine Welt der Männer, wie sie sehr bald feststellt, beherrscht von der Bruderschaft der Küste, die nach ihren eigenen Regeln lebt und in der Frauen nicht erwünscht sind. Mit dem ihr eigenen Stolz stellt sie sich den Herausforderungen dieser unsteten Zeit, in der man nur selbstbestimmt leben kann, wenn man ein Mann ist. Wird es ihr gelingen, der Bruderschaft beizutreten und ihren eigenen Weg zu gehen?

    Meinung:

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Größtenteils aus der Sicht von Jacquotte, aber eben auch von anderen Seefahrern bzw Piraten. Dadurch erhält man einen umfassenden Überblick. Egal aus wessen Sicht gerade geschrieben wurde, mich hat es von Anfang an gefesselt und mitgerissen. Die verschiedenen Handlungsstränge greifen ineinander über und verbinden sich zu einer einzigartigen Geschichte.

    Jacquotte, im Laufe der Geschichte auch als rote Jacquotte oder untote Rote betitelt, ist eine starke Persönlichkeit, die, genau wie die meisten anderen Charaktere im Buch, tatsächlich vor langer Zeit gelebt hat. Allein das finde ich schon immer sehr faszinierend. Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen. 

    Ich konnte mich mit Jacquotte von Anfang an identifizieren, denn auch ich wäre in dieser Zeit ein rebellischer Dickkopf gewesen. Sie hat sich von niemanden etwas sagen lassen und sich ihren eigenen Platz in der von Männern dominierten Welt gesucht. Auch wenn es für sie oft ein harter Kampf voller Entbehrungen und Unannehmlichkeiten war. Überall lauerten Gefahren, Intrigen und Verrat, denn in diesen Zeiten war man als Frau einfach nichts wert, außer um den Männern in allen Bereichen zu dienen. Aber eine Frau die zur See fährt, kämpft oder gar ihr eigenes Schiff steuert und eine Crew befiehlt? Undenkbar. Doch die rote Jacquotte belehrt sie alle eines besseren.

    Neben Jacquotte's Entwicklung lässt die Autorin geschichtliche Hintergründe und Entwicklungen einfließen, im perfekten Maße. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Dadurch erhält man als Leser ein realistisches Bild von den damaligen Zeiten inklusive politischer Bewegungen. Aber das ist nicht das einzige, was in diese Geschichte verwebt wurde. Eine zarte Liebesgeschichte, ehrliche Freundschaft, Respekt, aber auch Verrat, List und Täuschung, sowie beeindruckende Landschaften/ Inseln finden ihren Weg in diesen Roman.

    Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten bei dem ein oder anderen französischen Namen, die teilweise für Knoten in der Zunge sorgten 😅 Das schmälert den Lesegenuss aber in keinster Weise. Ich war durchgehend gefangen in einer atemberaubenden Piraten Atmosphäre, oftmals hatte ich das Gefühl das Meer zu riechen oder den teils stürmischen Seegang zu spüren. 

    Fazit:

    Dieser historische Roman nimmt einen mit auf eine abenteuerliche, spannende Reise voller Entbehrungen und Gefahren. Mein Piratenherz hat es höher schlagen lassen, die starke Protagonistin hat mich in ihren Bann gezogen. Also an alle Piratenfans, und solche die es werden wollen, erobert dieses Buch! Segelt gemeinsam mit Jacquotte unter der roten Flagge der Piraterie!

  22. Cover des Buches Der Pirat (ISBN: 9783426517482)
    Mac P. Lorne

    Der Pirat

     (48)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    »Der Pirat« ist ein Buch bei dem ich ins Schwärmen geraten könnte! Schon das Thema, Francis Drake und englische Geschichte, faszinieren mich schon seit Langem. In Kombination mit guter Recherche und spannender Vermittlung ergibt das für mich nicht weniger als den perfekten historischen Roman!

    An historische Romane stelle ich sehr hohe Erwartungen was Recherche und Wahrheitsgehalt angeht. Das Werk von Mac P. Lorne konnte mich in beiderlei Hinsicht absolut überzeugen, ja mehr noch: begeistern! Auch die Vermittlung der geschichtlichen Inhalte gelingt ihm meisterhaft. Er lässt Drake, Elizabeth I und andere historische Figuren lebendig werden, nimmt den Leser mit auf spannende Kaperfahrten und erklärt ganz nebenbei Englands beginnenden Aufstieg zur Weltmacht. 

    Ein gewisses Interesse für Seefahrt sollte der Leser aber mitbringen, denn Lorne schildert die Seemanöver sehr detailliert und geht auch auf die Besonderheiten bei der Konstruktion der neuen englischen Schiffe ein. Dabei verwendet er natürlich einige nautische Fachbegriffe, den Lesefluss hat das aber nicht gestört und notfalls hilft das angehängte Glossar gut weiter. Für mich war dieser Teil sehr faszinierend und lehrreich, denn dass die Engländer so große Vorteile aus moderneren Schiffen mit besseren Kanonen zogen wusste ich noch gar nicht. Der Leser kann mitverfolgen wie England modernisiert und aufrüstet, Spanien aber an vergangenem festhält, während alle Zeichen auf einen Krieg hindeuten.

    Der Höhepunkt des Romans ist natürlich die Schlacht gegen die Spanische Armada. Lorne beschreibt diese so detailreich, dass man sich die Manöver und die Scharmützel sehr gut vorstellen und den Kanonendonner fast hören kann. Kurze Perspektivwechsel zu den Spaniern ermöglichen dem Leser auch einen Einblick in deren Denkweise und runden die Erzählung ab.

  23. Cover des Buches Herrscher des Nordens - Thors Hammer (ISBN: 9783426520024)
    Ulf Schiewe

    Herrscher des Nordens - Thors Hammer

     (51)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Zwei Dinge sichern diesem Roman einen Platz unter den besseren Wikinger-Abenteuern der letzten Jahre: Erstens die konsequente Wahl der Ich-Perspektive Haralds. Näher dran kann man an seinen Protagonisten kaum sein, außerdem erspart es dem Leser ablenkende Nebenhandlungen. Harald hat als angehender Anführer mit manchem Wagnis zu kämpfen, seine Situation als verfolgter Halbbruder des norwegischen Königs Olav II. Haraldsson sorgt für einen bleibenden Hintergrundkonflikt, der auch durch die wildesten Heldentaten nicht so einfach ausgelöscht werden kann.

    Zweitens birgt die offizielle Biografie des später als Harald Hardråde bekannten Protagonisten reichlich Abwechslung jenseits der üblichen Klischees von Stammesscharmützeln mettrunkener Krieger. Da er in Norwegen als Verwandter Olavs unerwünscht war, verschlug es ihn zu anderen Dienstherren, etwa dem Slawenfürsten Jaroslaw und später bis nach Byzanz an den Hof der Kaiser Michael und Konstantin, bevor er später in Norwegen Anspruch auf die Krone erhob. Eine abenteuerliche, aber reale Biografie, die genug Stoff für eine Trilogie mit zahlreichen Wendungen bietet.

    Obwohl Haralds Beiname sich als "der Harte" übersetzen lässt, vermeidet Ulf Schiewe es, seinen Helden zum Übermenschen oder zu einer Kopie von "Vikings"-Held Ragnar Lothbrok zu stilisieren. Vielmehr muss er sich den Respekt seiner wenigen Mitstreiter und dafür umso zahlreicheren Feinde erst verdienen und fängt im wahrsten Sinne des Wortes ganz unten an. Daher fiebert es sich mit seiner kleinen Mannschaft umso mehr mit und selbst die kleine Affäre mit einer Ex-Sklavin stört da nicht weiter.

    Der Trilogie-Auftakt erreicht unterm Strich zwar nicht die Größe von Einar Kárasons Sturlungen-Saga, doch im Vergleich zu manch anderem Schnellschuss, der im Fahrwasser einer gewissen Wikinger-Serie erschien, bietet der Roman für Freunde besserer Historienromane dieser Epoche einiges Lesevergnügen.

    Bonusmaterial: Landkarte im Vorsatz

  24. Cover des Buches Das Herz von Libertalia (ISBN: 9783407811875)
    Anna Kuschnarowa

    Das Herz von Libertalia

     (51)
    Aktuelle Rezension von: L_Ryan

    Anna Kuschnarowa hat mal wieder einen richtig guten Roman zu Papier gebracht! Ich liebe ihren Schreibstil und die Geschichte der Anne Bonny fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Man konnte geradezu ins Piratenleben eintauchen und hatte schlichtweg das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Eine spannende Schiffsreise mit der verruchten, berühmten Piratin Anne Bonny gefällig? Dieser Roman ist perfekt dafür!!! 

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