Bücher mit dem Tag "schifffahrt"
107 Bücher
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.128)Aktuelle Rezension von: Bookworm26Passagier 23 ist für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe – ein absoluter Favorit! Schon von der ersten Seite an wird man komplett in die Geschichte hineingezogen. Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet; man bekommt das Gefühl, jeden einzelnen Passagier wirklich zu kennen.
Besonders gefallen hat mir, wie alle Handlungsstränge und Figuren harmonisch zusammengeführt werden. Man fiebert mit, versucht selbst zu rätseln und fühlt die emotionale Tiefe der Geschichte. Für alle, die psychologisch spannende Thriller mit einer dichten Atmosphäre, cleveren Wendungen und unvergesslichen Charakteren lieben, ist Passagier 23 ein absolutes Muss.
- J. J. Abrams
S. - Das Schiff des Theseus
(122)Aktuelle Rezension von: kaelleDieses Buch ist definitiv aufgrund seiner speziellen äußeren Form in mein Bücherregal gewandert: Es steckt in einem Schuber, ist mit imitiertem Leineneinband und fleckigen Seiten auf alt getrimmt, hat zahlreiche "handschriftliche" Anmerkungen in unterschiedlichen Farben auf den Seiten und mehrere Einlagen in Form von Briefen, Postkarten, Servietten, Fotos etc. Aber wozu das alles und worum geht es eigentlich?
Textebene 1:
Im Zentrum steht der fiktive Roman "Das Schiff des Theseus" des berühmt-berüchtigten Autos V.M. Straka. In dieser kafkaesken Geschichte findet sich der Protagonist S. zu Beginn mit einer Amnesie in einem ihm unbekannten Stadtviertel wieder. In einer Kneipe trifft er auf eine Frau, mit der er sich unterhält. Währenddessen wird er plötzlich gekidnappt und auf ein Schiff verschleppt, wo mysteriöse Dinge vor sich gehen. Warum er dort ist, weiß er nicht. Irgendwann gelingt ihm die Flucht, woraufhin er sich einer wiederum mysteriösen Gruppe anschließt, die fälschlicherweise für einen Anschlag verantwortlich gemacht wird und sich folglich auf der Flucht befindet. So setzt sich die Odyssee des Protagonisten fort. Auch wenn sich irgendwann die Zusammenhänge ein wenig erhellen, habe ich sie in ihrer Gänze nicht verstanden oder verstehen wollen. Durch zahlreiche surreale Elemente wurde ich verwirrt. Ich mag nicht-realistisches Erzählen aber auch nicht sonderlich.
Textebene 2:
Der Roman ist mit einem Vorwort eines fiktiven Herausgebers versehen, der auch für die zahlreichen Fußnoten sowie einen Teil des letzten Kapitels verantwortlich zeichnet. Wir Leser erfahren dadurch, dass die Identität Strakas unklar ist (ähnlich wie bei Shakespeare).
Textebene 3:
Die Studentin Jen und der Doktorand Eric sind große Straka-Fans und tauschen sich über "Das Schiff des Theseus" aus, indem sie abwechselnd Unterstreichungen vornehmen und Anmerkungen in das Bibliotheksexemplar des Buches hineinschreiben. Diese Anmerkungen sind teilweise Interpretationen des fiktiven Romans, teilweise Versuche, hinter die Identität von Straka zu kommen. Ist er evtl. sogar identisch mit dem Herausgeber? Handelt es sich um einen der Autoren, die im Vorwort präsentiert werden? Diese Diskussion nimmt einen sehr großen Teil der Anmerkungen ein und hat mich irgendwann nur noch ermüdet. Irgendwann war es mir egal, wer wirklich hinter Straka steckt. Auch mit den angeblich im Roman und in den Fußnoten versteckten Codes konnte ich nichts anfangen. Ehrlich gesagt hatte ich aber auch keine Lust, mich eingehender damit zu beschäftigen und zu suchen, denn sooo superspannend war die Geschichte dann doch wieder nicht. Jen und Eric tauschen sich darüber hinaus auch noch über die Vorgänge an der Uni sowie ihr Privatleben aus, wodurch sie sich Schritt für Schritt näher kommen. Übrigens sind ihre Anmerkungen in unterschiedlichen Farben geschrieben, die für unterschiedliche Zeitpunkte der Einträge stehen. Man sollte sie also wahrscheinlich in der entsprechenden Reihenfolge lesen. (Hab ich nicht gemacht.)
Insgesamt fand ich sowohl die Kerngeschichte als auch die zusätzlichen Storylines ganz interessant, aber nicht packend. Vermutlich erfordert das Buch mehrere Lesevorgänge, wozu es mir jedoch nicht spannend und realistisch genug war. Vom reinen Inhalt her lande ich bei drei Sternen. Durch die wirklich kreative Aufmachung vergebe ich allerdings noch einen weiteren Stern. Es gefällt mir, dass durch die Anmerkungen ein weiterer Plot entsteht.
- Herman Melville
Moby Dick
(542)Aktuelle Rezension von: CCCMoby Dick ist ein literarischer Gigant – unbestritten ein Klassiker, der in seinem thematischen Kern bis heute Relevanz besitzt. Die Geschichte von Kapitän Ahabs wahnhaftem Rachefeldzug gegen den weißen Wal ist eine tiefgründige Allegorie auf menschliche Besessenheit, Macht und Selbstzerstörung. Gerade dieser Teil – das Psychogramm eines Getriebenen – hat mich fasziniert und gepackt. Hier wird ein innerer Abgrund sichtbar, der auch heute noch in vielen Figuren unserer Welt wiederzuerkennen ist.
Aber so eindrucksvoll die Erzählung um Ahab und Ishmael auch ist, so sperrig sind weite Teile des Romans. Die detaillierten Abhandlungen über den Walfang, die Biologie der Wale, das Leben auf See und technische Erläuterungen wirken aus heutiger Sicht oft ermüdend. Zwar merkt man Melville seine enorme Bildung und sein literarisches Können an – manches Kapitel liest sich fast wie ein philosophischer Essay –, doch gerade diese Abschweifungen fordern einiges an Geduld. Wer sich darauf einlassen kann oder will, findet in dem Buch eine tiefe, vielschichtige Welt. Wer vor allem an der eigentlichen Handlung interessiert ist, wird jedoch oft ausgebremst.
Der Sprachstil ist reich, teils poetisch, aber auch altmodisch und komplex – eine Herausforderung, insbesondere in der deutschen Übersetzung. Dennoch: Es lohnt sich, dieses Werk gelesen zu haben. Nicht weil jede Seite begeistert, sondern weil es einen Eindruck hinterlässt. Einen bleibenden.
Fazit: Ein wichtiges Buch, das nicht leicht zugänglich ist – aber wer durchhält, wird mit einer zeitlosen Erzählung über Obsession, Menschlichkeit und Schicksal belohnt.
- Diana Gabaldon
Outlander - Ferne Ufer
(1.151)Aktuelle Rezension von: traumweltenwandererClaire erfährt, dass ihre große Liebe Jamie Fraser die Schlacht von Culloden überlebt hat und reist erneut zurück in der Zeit, um ihn zu finden. Doch mittlerweile sind für beide 20 Jahre vergangen. Können sie ihre alte Liebe wiederfinden oder wäre es besser gewesen, wenn Claire nie durch den Steinkreis zu Jamie zurückgekehrt wäre?
Meine Gedanken:
Spannung, Verrat, Liebe, Humor, dieses Buch und diese Reihe hat einfach alles. Der Roman ist grandios geschrieben, sodass es einen nicht mehr loslässt und mit allen Charakteren mitfühlen lässt. Besonders hat mir hier wieder der Anfang gefallen, wo die zwei Zeitebenen, eine in der Gegenwart bei Claire und eine in der Vergangenheit bei Jamie, aufeinander treffen und von den Leben erzählt, die sie ohne einander geführt haben. Das hat die Spannung auf das Wiedersehen gut aufgebaut.
Der Schreibstil von Diana Gabaldon ist packend und gerade durch den Detailreichtum einzigartig. Die Atmosphäre wirkt anziehend und auch die Handlung sorgt dafür, dass man so schnell wie möglich weiterlesen möchte. Die Seitenanzahl ist dabei eher abschreckend und auch die langen Kapitel lassen einen teils vorm Lesen zögern.
Outlander liest man nicht gerade so nebenher. Doch wenn man sich darauf einlässt, erwartet einen ein historisches Meisterwerk, eine epische Liebesgeschichte, sympathische, liebevolle und dreidimensionale Charaktere und eine Handlung zwischen Realität und Fiktion, die einen mitreißen und begeistern kann.
Es wurde nie langweilig, eigentlich eher im Gegenteil, denn zwischendurch und ganz stark am Ende laufen viele Fäden und Informationen, die man für unwichtig hielt zusammen und ergeben ein großes überraschendes Bild. Viele Wendungen waren unvorhersehbar und das Ende konnte die Spannung bis zur letzten Seite gut aufrecht erhalten.
Für mich ist Outlander ein einzigartiger Epos, den man so schnell nicht nachmachen kann. Hier passt wirklich alles zusammen und trotz der Länge des Romans und der einzelnen Kapitel fiebert man sofort den Fortsetzungen entgegen.
- Jojo Moyes
Über uns der Himmel, unter uns das Meer
(688)Aktuelle Rezension von: Alinchen600 Frauen besteigen das Schiff Victoria, das sie von Australien nach England bringen soll. Sie alle haben englische Soldaten geheiratet und oft nur kurze Zeit mit ihnen verbracht, bevor der Krieg sie wieder trennte. Nun reisen sie in eine ungewisse Zukunft. Unter ihnen sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, Avice aus reichem Hause und die erst 16-jährige Jean. Die vier teilen sich eine Kabine. Das Buch wird aus ihren unterscheiden Perspektiven erzählt, dazu noch aus Kapitän Highfields Sicht und aus der eines Marinesoldaten, der auf der Victoria dient und jede Nacht die vier Frauen bewacht. Während die Frauen mehr oder weniger zusammen wachsen und der ungewissen Zukunft entgegen blicken, nähern sich Frances und der Soldat an. Da bricht eine Katastrophe aus...
Das Buch ist fiktiv, doch es basiert auf einer wahren Geschichte: auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Jojo Moyes hat es wieder mal geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist wunderbar. Trotz ein paar Längen fliegt man nur so durch das Buch. Die Frau weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt!
- Max Frisch
Homo faber
(3.289)Aktuelle Rezension von: Jiko_TunaEin Klassiker, der Eindruck hinterlässt - vielleicht auch keinen guten :-). Das Buch hat den Mut einen unsympathischen Hauptprotagonisten zu haben, dessen Verhalten man (nach Nachdenken) nachvollziehen kann aber nicht nachahmen möchte. Wenn man leichte Unterhaltung möchte sicher nicht geeignet. Es thematisiert schwierige Tabu-Themen ohne moralisch sein zu wollen. Ein Buch seiner Zeit, könnte aber auch in der heutigen Zeit Relevanz haben kann (man redet halt nicht darüber).
Ich wollte es unbedingt fertig lesen, um zu wissen wohin die Handlung geht und endet. Es ist ein kurzes Buch und daher nicht sehr zeitaufwändig. Mich hat es erst später zum Nachdenken angeregt als ich indirekt mit dem offensichtlichen Hauptthema betroffen war.
Empfehlen kann ich das Buch, wenn man gerne Bücher liest, die den Zeitgeist bestimmter Epochen widerspiegeln. Ich mag etwas skurrile und morbide Bücher, daher hat es mir gefallen.
- Stefan Zweig
Schachnovelle
(1.507)Aktuelle Rezension von: BernaIn dem Roman „die Schachnovelle“ von Stefan Zweig aus dem Jahre 1942 geht es um Dr. B., einen Vermögensberater, der von der Gestapo in Isolationshaft dauerhaft verhört wird. Dieser beginnt aus Not Schach zu spielen, um der Situation in Isolation zu entfliehen.
Schach ist kein Spiel, das man alleine spielt, denn erst die Unkenntnis des nächsten Zuges des Gegners macht das Spiel interessant.
Was ist aber, wenn man keine andere Möglichkeit hat?
Was macht es mit einem, wenn eine Person Schach in der Rolle als „Ich-Weiß“ und „Ich-Schwarz“ zugleich spielt?Eins ist klar, wenn man keine andere Möglichkeit hat, sich abzulenken, spielt man es alleine. Nun so macht es der Protagonist.
Wenn Sie mehr über die Folgen wissen wollen, dann lesen Sie das Werk. Sie werden es nicht bereuen. 🙂
- Robert Louis Stevenson
Die Schatzinsel
(639)Aktuelle Rezension von: ZamsIch glaube, was dieses Buch letztendlich vor einer schlechteren Bewertung gerettet hat war der Disney-Film "Der Schatzplanet", den ich sehr liebe. Das Buch ist ja die Vorlage dazu, nur leider konnte ich dafür weit weniger Begeisterung aufbringen, wenn ich nicht Menschen gehabt hätte, mit denen ich mich darüber unterhalten konnte, hätte ich es vermutlich deswegen nicht zu Ende gelesen.
Die Schreibweise lies bei mir irgendwie keine rechte Spannung aufkommen, die Geschichte brauchte sehr lange, um mal etwas Schwung aufzunehmen, was aber nicht an der Handlung lag, denn die hätte ja einige Ereignisse geliefert.Leider konnte mich auch die Charaktere nicht überzeugen, sie waren zwar konstant in ihrer Persönlichkeit, allerdings waren alle Figuren sehr eindimensional, die Hauptakteure hatten ihren einen Wesenszug, der sie ausmachte, und die Nebenfiguren waren Großteils Einheitsbrei, manche davon sogar scheinbar komplett willen- und persönlichkeitslos. Einige der Personen wirkten teilweise schon wie Karikaturen gewisser Wesenszüge, weil das ihr einziger Antrieb und Gedankengang war.
Leider fand ich zu dem noch, dass die Logik sehr hinkte. Das kann man vielleicht noch etwas abmildern, weil es ein Jugendbuch ist, aber ich finde man sollte auch die jüngere Leserschaft nicht für dumm verkaufen.
- Jeffrey Archer
Spiel der Zeit
(504)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterDer Auftaktband Spiel der Zeit aus Jeffrey Archers Clifton-Saga entführt den Leser in das England des frühen 20. Jahrhunderts und beginnt mit der Geschichte von Harry Clifton. Harry wächst ohne Vater auf, lebt mit seiner Mutter Maisie und den Großeltern bei seinem Onkel – in einfachen Verhältnissen und ohne große Perspektiven. Doch Harry besitzt ein außergewöhnliches Talent: Seine einzigartige Gesangsstimme verschafft ihm ein Stipendium für eine Eliteschule.
Harry ist eine bemerkenswerte Figur. Zielstrebig, wissbegierig und klug kämpft er sich Schritt für Schritt aus seiner schwierigen Herkunft heraus. Besonders spannend ist die Erzählweise des Buches: Zunächst erlebt man die Handlung aus Harrys Ich-Perspektive, was eine direkte Nähe zu ihm schafft. Später wechselt die Erzählform jedoch, was anfangs etwas irritierend wirkt, sich im weiteren Verlauf aber als geschicktes Mittel entpuppt.
Denn nach und nach kommen weitere Figuren zu Wort, darunter auch Maisie Clifton, Harrys Mutter. Durch diese verschiedenen Perspektiven verknüpfen sich die Handlungsstränge kunstvoll miteinander. Die Geschichten überschneiden sich, ergänzen sich und lassen so ein vielschichtiges Bild entstehen.
Besonders beeindruckend ist der Aufbau des Romans: Die Erzählstränge sind so geschickt miteinander verwoben, dass man als Leser stets wissen möchte, wie es weitergeht. Der Roman lebt von seinen Figuren, ihren Träumen und Herausforderungen – und von der Art, wie ihre Geschichten ineinandergreifen.
Ein gelungener Start einer Familiensaga, die Lust auf mehr macht.
- Jeffrey Archer
Das Vermächtnis des Vaters
(320)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteWeiter geht es mit Harrys Geschichte in New York, über seine Zeit im Gefängnis und was es dort erlebt. Währenddessen begleiten wir Emma, die versucht auch nach Amerika zu kommen und aufzuklären was Harry passiert ist. Und wir folgen Hugo Bartington durch seine Missetaten und dessen Folgen. Auch dürfen wir erfahren, wie Giles den Krieg erlebt und sich auszeichnet.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Auch der Titel passt sehr gut, weil er an vielen Stellen zur Story passt. Aber was mir besonders gut gefällt ist die historische Darstellung. Wie realistisch die unlauteren Mittel im damaligen Amerika waren um seine Ansichten durchzubribgen und wie genau auf alles einzugehen ist. Das selbe gilt aber auch für alles in Großbritannien. Wie es Hugo gelingt sich durchzuwinden und den anderen übel mitzuspielen.
Es ist realistisch, bewegend und äußerst unterhaltsam. Dabei steht nicht der zweite Weltkrieg im hauptsächlichen Vordergrund.
- Tanya Stewner
Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers
(344)Aktuelle Rezension von: Lia_BischoffIch liebe dieses Buch! Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, und die Charaktere sind so interessant, einzigartig und geheimnisvoll, dass ich am liebsten ohne Pause weiterlesen möchte. Besonders gefällt mir, wie viele Fragen offenbleiben und wie sehr die Figuren neugierig machen. Man spürt auf jeder Seite, dass da noch so viel mehr verborgen liegt, das entdeckt werden will. Lennox geht mir mit seiner übermäßig beschützenden Art zwar stellenweise echt auf die Nerven , trotzdem hoffe ich sehr, dass er und Alea zusammenkommen. Gleichzeitig habe ich diese leise Sorge im Hinterkopf, dass sie am Ende vielleicht irgendwie verwandt sein könnten … bitte nicht.
- Anthony Ryan
Das Erwachen des Feuers
(148)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraAnthony Ryans „Draconis Memoria“ Reihe stand schon sehr lange auf meiner Leseliste, doch hat mich der Umfang der Werke ein klein wenig abgeschreckt. Nicht das ich etwas gegen seitenstarke Bücher hätte. Ganz im Gegenteil, aber bei sehr begrenzter Lesezeit ist es schwer so eine Reihe anzufangen und dann auch noch in halbwegs akzeptabler Zeit zu beenden.
Der Autor hat mich dem Auftaktband seiner Reihe mehr als nur ein klein wenig überrascht. Denn erwartet hatte ich mir einen mehr oder weniger klassischen Drachen-Fantasy-Roman mit Abenteuerkomponenten. Bekommen habe ich allerdings Steampunk, Seeräuber und Spione. Die Zutaten für einen Abenteuerroman waren auch vorhanden und gewürzt war das ganze mit ein wenig Drachenblut. Denn ja, über den Großteil des Buches hinweg, geht es weniger um Drachen, sondern nur um deren Blut, um das Produkt, dass die Welt am Laufen hält. Im ersten Augenblick war ich fast ein wenig enttäuscht, denn das war nicht das, worauf ich mich gefreut habe, doch dann hat mich diese irrsinnige Mischung in seinen Bann gezogen.
Wobei ich schon anmerken muss, dass mich Anthony Ryan zwischendurch immer mal wieder verloren hat und ich meine Entscheidung das Buch zu lesen mehrmals bereut habe. So interessant seine Mischung an Genres auch ist und so sehr er sich bemüht alles unter einen Hut zu bringen, für mich haben die Zahnräder nicht immer perfekt ineinandergegriffen.
Die Geschichte teilt sich in drei große Handlungsstränge ein und werden jeweils aus einer anderen Perspektive erzählt. Da gibt es Lizanne Lethridge, die Agentin der Abteilung Außergewöhnliche Maßnahmen, Clay Torcreek, ein Krimineller und Blutgesegneter und Leutnant Hilmore, Offizier auf der „Guten Gelegenheit“. Während Lizanne und Clays Geschichten sich von Anfang an verweben und ineinandergreifen, schwebt der Teil um Hilmore wie ein loser Faden im Wind. Durch die doch sehr komplexe Welt und die vielen Details, die der Autor einstreut, habe ich mir beim Perspektiven- bzw Kapitelwechsel manchmal etwas schwergetan.
Ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass Anthony Ryan hier ein Meisterwerk erschaffen hat, doch muss ich ihm meine Hochachtung aussprechen, welche komplexe Welt er sich ausgedacht hat. Gerade die Steampunk Komponenten waren für mich in einem Fantasyroman eher Neuland haben sich aber sehr gut in das Gesamtbild eingefügt und meine Neugier geweckt. Auch die Kombination aus Drachen und Piraten fand ich eine spannende Sache. Die ganzen politischen Komponenten waren mir dafür an manchen Stellen ein wenig zu viel und zu prominent. Gerade an diesen Stellen hat sich das Buch für mich ein wenig gezogen. Dennoch muss ich sagen, dass es eine akzeptable Spannungskurve in dem Buch gibt. Diese erreicht natürlich am Ende des Buches ihren Höhepunkt. Wenig überraschend bei Auftaktband einer Trilogie, endet das Buch mit einem Cliffhanger.
Meiner Meinung nach muss man sich für dieses Buch wirklich Zeit nehmen. Wie oft im Fantasy Genre ist dies kein Buch für schnell, schnell zwischendurch. Dafür ist sowohl die Welt als auch die Handlung zu komplex. Auch bin ich mir nicht sicher, ob dies das richtige Buch für einen Neuling in dem Genre ist. Man braucht für dieses Buch definitiv Durchhaltevermögen, denn gegen Ende hin, wenn sich die Lage mehr und mehr zuspitzt und alles so richtig ins Rollen kommt, wird es erst so richtig interessant. Und auch die Drachen werden gegen Ende immer präsenter.
- Jack London
Der Seewolf (Graphic Novel)
(144)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich finde die Geschichte nur mittelmäßig gut. Die Kämpfe sind schön spannend und auch der Zusammenhalt des Kerns der Mannschaft. Was ich jedoch nicht wirklich mochte, war der raue Umgang des Kapitäns und dass er seine besten Leute umgebracht hat, ohne dass jemand sich traute, etwas dagegen zu unternehmen. Die Geschichte ist nicht schlecht, jedoch hätte ich sie an einigen Stellen, wie eben aufgeführt, anders geschrieben besser gefunden.
- Jeffrey Archer
Im Schatten unserer Wünsche
(175)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteEs ist wieder ein spannender Teil. Wir begleiten die Familie Klifton und Barrington weiter bei dem Kampf gegen Ihre Feinde.
Das Cover verrät bereits ein wenig das es diesmal stärker um die Firma geht. Dabei schafft es der Autor, immer wieder die Spannung auf die Spitze zu treiben, ob die Intrigen von den Feinden funktionieren oder ob der Gegenplan trotz Widrigkeiten aufgeht. Doch es gibt genauso auch abseits davon schöne, liebevolle wie leider auch traurige Momente.
Besonders gefallen hat mir das Ende, wobei ein mieser Kliffhanger bleibt. Ich freie mich bereits auf den nächsten Teil.
- Robert Seethaler
Der letzte Satz
(222)Aktuelle Rezension von: CCCIch habe 4 von 5 Sternen vergeben, denn Seethaler überzeugt mit einer imposanten Sprache und einer klar strukturierten Komposition, die mich tief bewegt hat.
In der Rahmenhandlung sitzt Gustav Mahler, gezeichnet von Krankheit, im April 1911 auf dem Dampfer Amerika auf dem Weg von New York nach Europa. Eingehüllt in Decken, fiebrig und schwach, lässt er sein Leben noch einmal Revue passieren . Diese stille Reise öffnet den Raum für innere Monologe – gegenwärtige Eindrücke treffen auf Erinnerungen an Kindheit, Jugend, die glanzvollen Wiener Jahre, seine revolutionäre Arbeit an der Hofoper, den tragischen Tod seiner Tochter Maria, die komplexe Beziehung zu Alma, die brisanten Affären und sogar Freud-Besuche.
Seethaler erzählt in schnörkelloser, fast knapper Prosa, die dennoch voller Emotionen und Klang ist – eine Art literarische Symphonie, in der jedes Motiv sitzt (z. B. der Tee mit dem Schiffsjungen, das Zwiegespräch mit Alma) . Ich fühlte mich nah an Mahler, spürte sein Ringen mit Krankheit, Versagen und Ruhm. Doch ebenso spürte ich Respekt, wie behutsam Seethaler den sterbenden Giganten portraitiert – die Sprache atmet die Würde der Figur.
Die Komposition des Romans – zwei Tage auf See mit Rückblenden in Mahlers Leben – wirkt wie ein musikalisches Werk mit Themen, Variationen und einem leisen Rückzug ins Unausgesprochene. Für mich eine sehr gelungene Struktur.
Seethaler verzichtet bewusst auf ausführliche Musik‑Analysen oder detaillierte biografische Daten. Mahler selbst sagt: „Man kann über Musik nicht reden, es gibt keine Sprache dafür“ . Das fand ich mutig: Der Fokus liegt auf dem Menschen hinter dem Genie, nicht auf der Kunst als solche. Das lässt Raum zum Nachdenken – perfekt für eine gute Buchclub‑Diskussion.
Punkteabzug?
Ich hätte mir gelegentlich etwas mehr Tiefe in den Dialogen gewünscht – manche Szenen wirkten fast wie filmische Skizzen, eindrücklich, aber etwas kurz entfaltet. Auch die bewusste Reduktion auf das Wesentliche mag Lesende, die mehr Fleisch um die Knochen erwarten, irritieren.
⸻
Fazit:
Seethalers imposante, scheinbar zurückhaltende Sprache und die fein gesetzte Komposition machen „Der letzte Satz“ zu einem kurzweiligen, dennoch tief berührenden Porträt eines großen Künstlers. Er hat eine literarische Mini‑Sinfonie geschrieben, die mich zum Nachdenken über Leben, Tod, Kunst und Erinnerung gebracht hat. Klug, ehrlich, rhythmisch – ein würdiger Abschied
- Tom Hillenbrand
Der Kaffeedieb
(114)Aktuelle Rezension von: Leser_AndreasAus einer Notlage heraus nimmt Obediah Chalon, der Held des Romans, einen scheinbar aussichtslosen Auftrag an. Für die Niederländische Ostindienkompanie soll er Kaffee stehlen. Wie er in dieses Dilemma gerät, ist eine der vielen großarrigen Ideen in diesem Roman.
Da Chalon den Auftrag nicht allein bewältigen kann, braucht er Helfer und Unterstützer. Die Personen, die sich ihm dafür anschließen gehören nicht gerade zu den angenehmensten und sympathistischten Menschen, was bei so einem Unternehmen ja durchaus erwartbar ist. Dennoch muss er sich mit diesen Persönlichkeiten arrangieren, was dem ganzen Geschehen einiges an Würze verleiht. Es entwickelt sich ein Abenteuer voller Spannung, politischer Intrigen und unerwarteter Wendungen. Mehrwert über die Handlungsspannung hinaus entsteht durch die Vernetzung der gelehrten Hauptfigur mit anderen Gelehrten wie Newton und Leibnitz, mit denen er Briefe und Schriften austauscht. Es wird debattiert und nachgedacht, was den Roman aus meiner Sicht aufwertet.
Besonders ungewöhnlich: der Höhepunkt der Handlung, ein eigentlich spektakuläres Ereignis, wird ganz unspektakulär und nüchtern in der Rückblende erzählt und zwar von einem alt gewordenen Augenzeugen. Toll, ich mag solche unerwarteten Brüche sehr! - Tanya Stewner
Alea Aquarius - Das Geheimnis der Ozeane
(180)Aktuelle Rezension von: CRRSamy10Alea Aquarius Bücher sind Supergut und sehr empfehlenswert für Jugendliche die gerne Magie haben. Auch die anderen Bücher dieser reihe sind mega spannend und empfehlenswert!! Woher hat Tanja Stwener nur diese Ideen? Die Charaktäre sind super erfunden und haben einen perfekten Charakter. Einfach toll!!!
- Adrienne Young
Fable – Der Gesang des Wassers
(138)Aktuelle Rezension von: readinglikekidult★3,5 | Fable zeigt seine Stärke in erster Linie in der Atmosphäre, die es schafft - es wird gerade zu Beginn viel Zeit damit verbracht, das Meer und die Umgebung zu beschreiben, sodass man gut in das Setting eingeführt wird und in die Geschichte eintauchen kann. Auch wenn der Weltenbau für mich an einigen Stellen noch Lücken hat und ich gerne ein paar mehr Informationen erhalten hätte, kann man den Geschehnissen innerhalb der Welt trotzdem gut folgen. Zwar hatte ich durch die Empfehlungen, die ich zu dem Buch erhalten hatte, mehr mit einer Piratengeschichte gerechnet und diese Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt, aber das Seefahrer- und Handelsschiff-Setting hat mir trotzdem gut gefallen.
Etwas verwirrend war allerdings das Pacing, sowohl von der Story als auch der Charaktere(ntwicklungen). In der ersten Hälfte ist das Buch eher langsam - es wird, wie bereits erwähnt, viel das Meer und das Tauchen beschrieben und eher ein Fokus auf atmosphärisches Erzählen gelegt. Als es dann aber richtig mit dem Plot losgeht, kommt alles ziemlich Schlag auf Schlag, und die einzelnen Szenen sind recht kurz und wirken fast schon gerade so auf das Mindeste, um die Handlung voranzutreiben, begrenzt. So hat mich das zügige Tempo zwar am Lesen gehalten, aber gleichzeitig habe ich mich auch ein wenig durch die Story gedrängt gefühlt, als ob möglichst schnell alles auf den verbleibenden Seiten abgehandelt wurde. Insgesamt hat mir daher in der zweiten Hälfte des Buches die schöne Atmosphäre und das Drumherum etwas gefehlt und ich hätte mir mehr Zeit mit den einzelnen Orten und Charakteren gewünscht.
Etwas zu kurz kamen mir auch die Nebencharaktere. Sie bekommen zwar alle jeweils eine Hintergrundgeschichte, sodass man sie einordnen kann, aber darüber hinaus konnten sie mich nicht wirklich berühren und blieben mir auch nicht lange im Gedächtnis - einschließlich West, obwohl er als Kapitän das "Zentrum" der Crew bildet, und der Love Interest der Protagonistin ist.
Womit wir bei dem Punkt wären, der mir an diesem Buch leider gar nicht gefallen hat: die Romance. Fable und West haben eigentlich eine interessante Dynamik, die vor allem durch die Natur ihrer Begegnung und die Geheimnisse und Offenbarungen, die im Verlauf der Geschichte aufkommen, entsteht, und in der ich absolut Potential für eine schöne Liebesgeschichte gesehen habe. Ich hatte daher damit gerechnet, dass diese sich über beide Bände hinweg entwickelt (vor allem in Anbetracht des Tempos, in dem es in diesem Band voranging) - aber dann kam alles viel zu schnell und plötzlich ohne richtige Grundlage, sodass ich die romantischen Szenen wirklich gar nicht nachvollziehen konnte, und mich das Buch in dem Aspekt nicht mehr überzeugen konnte.
Spannend fand ich dann aber wieder die Vater-Tochter-Dynamik zwischen Fable und Saint, und welche Rolle ihre Vergangenheit für ihre Handlungen und Prinzipien heute spielt. Auch hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht, einfach weil es so ein interessanter Plotpoint war und die Begegnung zwischen den beiden dann doch recht kurz war.
Abschließend hatte ich auf jeden Fall Spaß mit dem Buch und habe vor allem die Atmosphäre und das Seefahrer-Setting mit seinen Elementen genossen. An vielen Stellen hätte ich mir einfach noch ein bisschen mehr gewünscht, und war leider gar nicht begeistert von der Liebesgeschichte. Den zweiten Band würde ich bei Gelegenheit trotzdem noch lesen, da ich neugierig bin, wie die Geschichten der Mitglieder der Marigold ausgehen, vor allem nach dem Ende des ersten Bandes.
Vielen Dank an arsEdition und NetGalley für das Rezensionsexemplar. - Ross King
Das Labyrinth der Welt
(43)Aktuelle Rezension von: TheSaintLondon, Mitte des 17. Jahrhunderts: Der mit Asthma und Kurzsichtigkeit gestrafte und mit einem Klumpfuss beeinträchtigte Buchhändler Isaac Inchbold lebt ein zurückgezogenes und bescheidenes Leben in seinem kleinen Laden "Nonsuch Books". Von dem lärmenden London draußen nimmt er wenig Notiz - lieber vergräbt er sich in seine Arbeit und die Bücher. Ein Brief von Lady Alethea Marchamont mit einer Einladung nach Pontifex Hall lockt den Bücherwurm aus seiner sicheren Umgebung und die Erteilung eines Suchauftrages nach einem mysteriösen Pergament hinein in ein labyrinthisches Verwirrspiel voller Gefahren und Geheimnisse. Dieses mystifizierte Schriftstück ist Bestandteil des "Corpus Hermeticum", eines von der Kirche als ketzerisch verrufenen und konfiszierten Buches. Im Laufe der detektivischen Spurensuche wird Inchbold immer klarer, dass es noch andere Parteien gibt, denen eine Beschaffung dieses Schriftstücks mit dem Titel "Das Labyrinth der Welt" mit allen Mitteln Recht ist. Es beginnt eine spannende Jagd nach diesem Schriftstück, dessen Inhalt Kirche und Staat bei Veröffentlichung erschüttern würden...
Ross King (* 1962) offeriert mit seinem zweiten 1998 erschienenen Buch eine wahre Ode an das Buch. Hier liegt ein Roman vor, der an Ecco's "Der Name der Rose" denken lässt und ein Werk über Bücher schlechthin ist - über ihre Entstehung und Geschichte. King erzählt in zwei Handlungssträngen, die er dann ineinander fließen lässt, einerseits von Inchbold's Suche in England um 1660 und andererseits von den Hintergründen jener Bücher, die von Kirche und Staat verboten waren. Der Leser erfährt vom Prager Fenstersturz, dem 30jährigen Krieg sowie über das England Cromwell's und den spanisch-englischen Auseinandersetzungen. Der gesundheitlich Mitgenommene findet sich inmitten von rücksichtslosen Katholiken und Protestanten, von Spionen, Buchhändlern und -schmugglern... der Leser sich konfrontiert mit Informationen über Alchemie, Astronomie, Kartographie, Esoterik und religiösem Fanatismus.
Der Roman ist für Leser, die Zeit haben. Die Geschichte eignet sich nicht zum drüber lesen... man muss sich hineinfallen und sich von der Schwelgerei über Bücher mitreißen lassen. Hier wird nicht nur die Auseinandersetzung der Kirche mit Galilei und anderen vermeintlichen Ketzern geschildert, sondern Ross bietet auch eine kleine Bibliographie zu verschiedenen Lebensbereichen. Es wird eine Welt dargeboten, in welcher ein Buch noch die Welt zu verändern vermochte. Für bibliophile, geographisch und historisch interessierte Leser ein unvergleichlicher Genuss!
- Ann-Kathrin Karschnick
Trümmerwelten - Das Geheimnis der Alice Sparrow
(37)Aktuelle Rezension von: Meine_Welt_aus_BuchstabenEine etwas andere, aber schöne Geschichte.
Hier haben sich zwei Autoren vereint und ein echt gutes und spannendes Buch verfasst.
Im Buch gibt es zwei Haupt Protagonisten die unterschiedlicher nicht sein können. Beide haben nichts miteinander gemeinsam und doch verfolgen sie, unwissentlich ein und das selbe Ziel. Normalerweise mag ich es nicht, in einem Buch zwischen Charakteren hin und her zu springen aber hier hat es sich definitiv gelohnt.
Noemi ist die draufgängerin während Charlie ehr der man mit dem Herz ist. Jeder von ihnen hat einen Jahrelangen begleiter an seiner Seite, die ebenfalls das komplette Gegenteil voneinander sind. Hier kommt das Sprichwort : „Gegensätze ziehen sich an“ super zur geltung.
Die Geschichte an sich ist ein großes Abenteuer, dass zum Träumen einlädt. Städte die auf Bruchkanten in den Wolken schweben hört sich schon gut an. Aber auf einem Schiff durch die Wolken zu fliegen ist einfach traumhaft.
Jeder der auf Piraten steht sollte dieses Buch gelesen haben. - Tanya Stewner
Alea Aquarius - Die Farben des Meeres
(193)Aktuelle Rezension von: meisterlampeInhalt siehe Klappentext.
Direkt im Anschluss an Teil 1 habe ich Band 2 von Tanya Stewners Alea Aquarius-Reihe gelesen: Die Farben des Meeres. Der Schreibstil der Autorin ist locker, frisch und sowohl für Kinder/Jugendliche als auch für Erwachsene geeignet. Die Kapitel haben eine hübschen Schriftzug als Titel, verziert mit einer schönen Zeichnung, die zum Text passt. Diesmal sind Alea und ihre Cru gefühlt mehr auf dem Festland als auf oder unter Wasser unterwegs. Inzwischen besteht die Gruppe aus 5 Personen, die Brüder Ben und Sammy sowie Tess, Alea und als neustes Mitglied Lennox. Die Freunde versuchen, an Land mit Bandauftritten etwas Geld zu verdienen, außerdem gilt es, einer geheimnisvollen Nachricht in einer Schneekugel zum Loch Ness zu folgen. Was hat es damit auf sich, wo kommen Lennox und Alea her, sind sie verwandt, warum hat er keine Kiemen? Viele Fragen, die auf Antworten warten. Alea kann im Wasser anhand von Farben lesen, was Menschen fühlen, wie es ihnen geht - hilfreich oder Last? Das gilt es rauszufinden; ebenso, was mit den Meermenschen geschehen ist. Ein weiteres spannendes Abenteuer, mir hat allerdings Teil 1 etwas besser gefallen, der zweite Band war düsterer, gefährlicher, nicht immer legal, zu viel an Land (obwohl der Weg zum Ziel dazu gehört). Interessant, aber sehr umfangreich und weit ausgeholt, welche Arten von Meermenschen und Magischen es gibt, wer wo lebte, und wie der Virus über alles kam. Dadurch gefühlt lang. 4 Sterne für „Die Farben des Meeres“.
- C.M. Spoerri
Die Greifen-Saga (Band 3)
(51)Aktuelle Rezension von: elviraFür mich ist Band 3 der "Greifen-Saga" ein absolut würdiger Abschluss einer großartigen Reihe. Wie immer ist Corinnes Schreibstil sehr bildhaft. Ich konnte mir alles so gut vorstellen, ja es war so als ob ich dabei wäre. Wir begleiten weiterhin die Geschwister Mica und Faim. Beide haben sich weiter entwickelt und sind an ihren Erfahrungen gewachsen. Mica im Greifenorden und Faim in einer Schiffsmannschaft. Die Reise der beiden ist einfach episch und ich hätte nie gedacht, was uns alles erwarten wird. Die Wendungen sind unvorhersehbar, doch am Ende fügt sich einfach alles zusammen.
Fazit: Eine unglaublich tolle Reihe! Die Reihe steigert sich von Band zu Band und ist für jeden Fantasyfan ein absolutes Muss!
- Beate Maly
Mord auf der Donau
(35)Aktuelle Rezension von: oztrailCover: Die Serie geht weiter, passt genau zum Stil.
Prolog: Ungarn im Jahr 1873. Szenerie der kleinen Ilona, die als Baby zu diesem Bauernhof als Pflegekind gebracht wurde. Dort abgegeben weil ein Gutsherr das Kind nicht wollte aber dafür jeden Monat einen Obolus an die Bauernfamilie bezahlt damit das Kind dort heranwachsen kann. Aber das Schicksal der Kleinen ist nicht sehr rosig. Bekommt weder Liebe noch sehr viel zu Essen. Eines Tages wird Ilona erwischt, dass sie etwas Milch aus der Kanne nimmt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, auf der Flucht vor der Bäuerin versinkt das Kind in einem Teich. Hier endet der Prolog und lässt ein offenes Ende.
Inhalt: Und wieder sind Ernestine Kirsch und Anton Böck in den Genuss von Karten gekommen. Wie immer von Frau Rosenstein. Ernestine gibt dem Sohn der Familie Rosenstein Nachhilfeunterricht in Latein und wenn die Rosensteins etwas nicht unternehmen können, gibt’s Karten für Frau Kirsch. Diesmal eine Fahrt mit den Donaudampfer „Jupiter“ nach Budapest und zurück. Anton Böck ist wie immer nicht begeistert, hat aber gegen die Überredungskünste von seiner Familie, Tochter Heide und Enkelin Rosa keine Chance. Also auf zum nächsten Abenteuer.
Und es wird ein Abenteuer, schon das Einchecken auf dem Schiff klappt nicht so wie es sein sollte. Die Kabinen stehen so nicht zu Verfügung. Naja, es kriegt aber jeder sein Plätzchen. Dann das erste Abendessen Szegediner Fischsuppe, hier ist schon das Drama in der Küche. Der Koch erkältet, hat keinen Geschmack. Sein Gehilfe kann die Suppe nicht. Wir es schon mal kein Abendessen geben. Armer Anton, der hat doch immer Hunger.
Und zack schon ist der erste Tote an Bord, Graf von Jesenky. War die Fischsuppe vergiftet oder eines der Pfefferminzzuckerl von Anton Böck? Fragen über Fragen. Ernestine ist wieder auf höchster Stufe neugierig und fängt schon mit den Ermittlungen an. Man kann sagen Miss Marple aus Wien ist wieder da.
Fazit: Auch der 3.Band war wieder ein leichtes zu lesen. Meiner Meinung war alles Stimmig. Die Charaktere wieder sehr gut gezeichnet und man konnte als Leser mit ermitteln. Das natürlich wieder alles aufgeklärt wird, verdankt man natürlich der Hartnäckigkeit von Fräulein Kirsch.
Es gibt auch hier wieder 5 Sterne und freue mich auf die nächste Geschichte.
- Ian McGuire
Nordwasser
(85)Aktuelle Rezension von: Nadine_BreitensteinDieser durchaus kontroverse Roman hat mir unheimlich gut gefallen. Der Schreibstil und die Geschichte an sich zieht einen bereits auf den ersten Seiten in seinen Bann, weil permanent etwas passiert und bereits der Anfang ziemlich heftig ist. Man muss Brutalität, Blut, Vergewaltigungen, Tierquälerei, Mord etc. auf jeden Fall abkönnen.
Das Buch ist unfassbar atmosphärisch und der Autor beschreibt die dreckigen, stinkenden, verrohten Verhältnisse in dem englischen Hafenviertel, in dem wir uns befinden, so dermaßen realistisch und widerlich, dass man als Leser eine Gänsehaut bekommt. Ähnlich schafft es m. E. nur Laura Purcell und zeitweise habe ich mich auch an Patrick Süßkinds „Das Parfüm“ erinnert gefühlt.
Unser Hauptprotagonist, der Arzt Patrick Sumner, heuert auf dem Walfangschiff VOLUNTEER an, das Kurs auf die Arktis nimmt. Wir befinden uns in den 1850er Jahren. Kaum an Bord ereignet sich ein schlimmes Verbrechen. Aber wer war der Mörder? Des Weiteren ahnt Sumner noch nicht, dass Kapitän Brownlee eigene, gefährliche Interessen verfolgt, die die gesamte Mannschaft betreffen.
Aufgrund eines verhängnisvollen Vorfalls, werden die Männer in der Eiswüste von ihrem Schiff vertrieben und müssen fortan in unerträglicher Kälte und Hunger ums Überleben kämpfen. Nicht nur dem Harpunierer Henry Drax kommt in dieser Geschichte eine besondere Rolle zu, sondern auch einem Eisbären.
Eigentlich wäre es perfekt gewesen, NORDWASSER im Winter zu lesen, was ich empfehlen würde. Übrigens ist der Roman als 6-teilige Miniserie mit Colin Farrell verfilmt wurden und ich werde sie mir definitiv angucken. Ihr bekommt sie für 12€ auf YouTube in HD Qualität.























