Bücher mit dem Tag "schiller"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schiller" gekennzeichnet haben.

160 Bücher

  1. Cover des Buches Tell (ISBN: 9783257072006)
    Joachim B. Schmidt

    Tell

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    In den Schweizer Alpen lebt der eigenbrötlerische Wilhelm Tell, der eigentlich nur ein ruhiges und überschaubares Leben führen will. Doch die Herrschaft des Habsburger Landvogtes Gessler und seine tyrannischen Soldaten unter dem Befehl des Macht- und Blutdurstigen Harras zerstören den ländlichen Frieden und schikanieren die arme Bevölkerung. Durch seine Wilderei gerät Tell in Harras Visier. Die Herausgabe des Fleisches genügt nicht, so wird auch der Leiterwagen konfisziert und Wilhelms Mutter schwer verletzt. Als Tell sich in seiner Überlebensnot dazu genötigt sieht ihre Kuh zu verkaufen und auf dem Weg zum Markt unwissentlich einen Faupax gegenüber dem Landvogt begeht, spitzt sich die Lage zu und eine Heldensage nimmt ihren Lauf…

    Meine Meinung

    Wer, so wie ich, die sagenhafte Geschichte um den Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell aus Schillers Feder nicht kennt, ist bei Joachim B. Schmidts Neuerzählung »Tell« genau an der richtigen Adresse. Ein einfühlsames und bewegendes Buch, mit viel Herz und rasant wie ein spannender Pageturner.

    Ich kann nun zwar keinen Vergleich zu Schillers Originalversion aus dem Jahr 1804 anstellen, doch kann ich das grandiose Handwerk Joachim B. Schmidts loben, denn genau wie in seinem Debüt »Kalmann« ist es dem Autor gelungen den Mensch in den Vordergrund einer mitreißenden Geschichte zu stellen, die einen so schnell nicht mehr loslässt.

    Erzählt wird in knackig-kurzen Episoden aus der Perspektive von 20 unterschiedlichen Protagonisten – von Bauern, Männern wie Frauen, Töchtern, Söhnen, Soldaten, dem Dorfpfarrer sowie natürlich Tell, Gessler und Harras selbst – die in ihrem schnell aufeinanderfolgenden Takt für ein fesselndes Leseerlebnis sorgen, bei dem die Menschen im Mittelpunkt der Handlung stehen.

    Titelheld Tell lernt man zunächst durch die Brille seiner Familie kennen und bekommt durch die Wahrnehmung seiner Söhne, Ehefrau, Mutter und Schwiegermutter einen ersten Eindruck des eigenwilligen und grummeligen Mannes, der trotz seiner verschrobenen Art ein guter Mensch ist, der genau spürt, was sich gehört und was nicht. Tell gerät dabei jedoch nicht zum geschönten Abziehbild eines glorreichen und perfekten Helden, sondern wird durch eine Vergangenheit geprägt, die ihn mit sich und seinen Fehlern hadern lässt.

    In diesem Stile wird auch Landvogt Gessler mit seiner warmen Seite als Ehemann und Vater gezeichnet, der sich nach seiner Familie verzehrt und die politischen Ziele der Habsburger gegenüber den Bauern nur widerwillig mit Gewalt durchsetzt, wodurch er zu einem Dorn im Auge des listigen Harras wird und auch gegen seine Einstellung handeln muss, um seine Position nicht zu gefährden.

    Das alles vor der eindrucksvollen Kulisse der Schweizer Alpen, welche fast unmerklich durch die Handlung zum Leben erweckt wird. Ein absolut mystisches Setting, das den perfekten Hintergrund für diesen fulminanten Lesekracher mit mehr als nur einem Helden liefert. Denn auch die weiblichen Figuren werden hier mit Stärke ausgestattet und der junge Walter verfügt über ein aufgeschlossenes Wesen, dass im starken Kontrast zu Tell besonders hell leuchtet.


    Die idyllische Romanze der Bergwelt wird von einer immer größer werdenden Gewaltspirale beherrscht, die sich in vielerlei Gestalt – seien es Plünderungen, Missbrauch oder Unterdrückung – zeigt. Da ist der sagenumwobene Schuss eines Apfels vom Kopfe des Sohnes mit der Armbrust nur ein Mosaiksteinchen im Gesamtbild.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Weltlage ist »Tell« eine durchaus aktuelle Lektüre, die unbedingt zum mitfiebern einlädt.

    Fazit

    Joachim B. Schmidts Neuinterpretation der Tell-Saga ist ein fulminantes Erzählkino von der ersten bis zur letzten Seite und auch für alle, die den Mythos um den Schweizer Volkshelden noch nicht kennen bestens geeignet.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 01.05.2022

  2. Cover des Buches Rattenkinder (ISBN: 9783404172641)
    B. C. Schiller

    Rattenkinder

     (118)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Uff. Tony Braun, Chefinspektor der Mordkommission Linz, bekommt von einem Patienten der Psychiatrie einen Zettel in die Hand gedrückt. Auf dem Zettel sind Zahlen – Koordinaten für eine Parkbank mit einer Frauenleiche. Einiges ist hier mysteriös – wer ist dieser Patient, der nur einen Namen zu haben scheint – Viktor Maly – aber keinerlei Geschichte? Wie kann jemand in der geschlossenen Psychiatrie so viel wissen? Und wer hat die Frau ermordet, warum? Dazu gibt es Wechsel zu einem Roma-Ghetto in Tschechien, „Dog City“, heute und in der Vergangenheit. Worin besteht der Zusammenhang?

    Positiv: ja, war teils spannend. Ich mochte George und Gilbert.

    Negativ: Häufig vorhersehbar. Wer die Schwester ist, wurde schon früh mit ganz ganz dicken Zaunpfählen gewunken. Das gesamte Personal wirkt wie zusammengebaut aus einem Bausatz für Ermittler-„Typen“: der ITler im Rollstuhl, der sich in Daten hackt, der trinkfreudige Chef mit Faible für Springerstiefel, die Assistentin des Gerichtsmediziners, die ihr Gesicht weiß schminkt. Ja, klar. Rechtschreibung ist nicht so ganz die Stärke des Autoren-Ehepaars, besonders bei der Kommasetzung. Die irreführenden Spuren sind irgendwie sehr brachial und führen selbst bei den Autoren ins Leere: Der Obdachlose, der die Essensausgabe nicht kennt, führt ebensowenig zu Konsequenzen wie eine Erklärung fehlt für die Manipulationsversuche eines Verdächtigen gegenüber Franka. Auch ist nicht klar, warum man einen erwachsenen Menschen damit einschüchtern kann, unrechtmäßig adoptiert worden zu sein? Der Käs' ist doch gegessen... Der absolute Kracher ist aber das Pathos – das trieft. Beispiel? Achtung, festhalten:
    „Aber die Stunde des Todes war für sie schon bestimmt gewesen, und ihre Zeit war mit unerbittlicher Hast dem Ende entgegengerast.
    Tief in seinem Innern wusste Braun, dass er viele Nächte mit diesem hässlichen Mord verbringen und nicht eher ruhen würde, bis die Tote Gerechtigkeit erfahren hatte.
    Mit der Spitze seines Kugelschreibers schob Braun die riesige Sonnenbrille der Frau nach oben auf die Stirn. Er sah ihr in die Augen, die leblos und starr geradeaus blickten. Die Panik in ihrem Gesicht, der Ausdruck nackter Angst, war für immer auf ihrem Antlitz eingefroren. Sie hatte gewusst, dass es Zeit war zu sterben, dass sie ihr Kind nie würde aufwachsen sehen, dass sie nie mehr die Liebe erfahren würde.
    Das Baby schien diesen Schmerz zu spüren, denn sein Schreien war in ein Schluchzen übergegangen, das todtraurig und leise den Nebel dieses kalten Dezembermorgens zerriss und einfach nicht enden wollte.“ S. 27

    Ich musste kurz den Pathos-Eimer entleeren. Ansonsten ist der Handlungs-Baukasten ähnlich wie bei etlichen Andreas-Franz-Romanen: ganz ganz böse reiche Leute, die den Hals nicht vollkriegen und unsägliche Perversionen durchziehen. Ist jetzt nicht besonders originell. Bei Franz sind die Männer-/Frauen-Klischess altbackener, ebenso einige Meinungen zu Sexualität, dafür wirkt hier der ganze Aufbau gewollter. Das Lektorat macht’s dann leider aus.

    Das Buch ist Teil 5 einer Serie; ich hatte es irgendwo gratis dazu bekommen und würde mir kein weiteres kaufen. Ich konnte den Band lesen ohne Kenntnis der Vorgänger, könnte mir allerdings vorstellen, dass diese doch reichlich gespoilert werden.

    Hm. 2 Sterne?

    die Ermittler:
    - Tony (Anton) Braun, Chefinspektor der Mordkommission Linz
    geschieden von Margot, die mit Sohn Jimmy in Finnland lebt. Jimmy dürfte 18 sein.
    - Franka Morgen. 24, jüngste Polizeiinspektorin Österreichs. Blond gefärbt (ja, das ist wichtig. Echt)
    - Bruno Berger, Mitte Fünfzig, Hippielook, anerkannter Verhörspezialist
    - Gerichtsmediziner Paul Adrian. Kahl rasierter Schädel
    - seine Assistentin Anthea. Weiß geschminkt
    - Elena Kafka. Polizeipräsidentin, > 50. Wirft mit einem Gummiball um sich, als Raucher-Entwöhnung
    - Staatsanwalt Johannes Schuster
    ...ehrlich, reicht das? Bitte???         

  3. Cover des Buches Die Affäre Carambol (ISBN: 9783608503548)
    Stefan Lehnberg

    Die Affäre Carambol

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Frankfurt zur Zeit der Vorherrschaft Napoleons über Europa. Goethe besucht mit seinem Freund Schiller seine Mutter. Am Tag der Abreise werden sie zu einem Gespräch beim Fürsten Thurn und Taxis gebeten. Dort informieren sie zwei Stadträte über rätselhafte Vorgänge in und um Frankfurt, die alle befürchten lassen, dass es zu einer erneuten Besetzung Frankfurts durch die  Franzosen kommen könnte. Goethe schlägt vor, den Gesandten Frankreichs offen zu informieren, doch zu dem anberaumten Gespräch kommt es nicht mehr, denn der Gesandte und sein Gesinde werden ermordet, sein Schloss abgebrannt. Wer ist der mächtige und scheinbar allwissende Gegner? Goethe und Schiller beschließen, vorerst in Frankfurt zu bleiben und den ungleichen Kampf aufzunehmen. Beide geraten mehrfach in Lebensgefahr, können eine wahrhaft gigantische Intrige aufdecken, bleiben aber letzten Endes die Verlierer.

    Mit "Die Affäre Carambol" legt der Autor Stefan Lehnberg bereits den zweiten Roman mit den Ermittlern Goethe und Schiller vor, Parallelen  zu Holmes und Watson sind unübersehbar und gewollt. Ebenso wie Holmes hat der Dichterfürst Goethe so seine Macken und Befindlichkeiten, auf die es Rücksicht zu nehmen gilt. Wer es mit der Wahrheit nicht so ganz genau nimmt, wird mit dieser Räuberpistole bestens unterhalten.

  4. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  5. Cover des Buches Durch Nacht und Wind (ISBN: 9783608503760)
    Stefan Lehnberg

    Durch Nacht und Wind

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ceciliasophie
    Goethe und Schiller werden von Anna Amalia und dem Regenten Weimars Carl August gebeten, den Irrglauben des Großherzogs von N. Einhalt zu gebieten. Dieser ist nämlich der festen Überzeugung, dass ein Ring seiner Familie mit einem Fluch beladen sei. Kurzerhand machen sich Goethe und Schiller auf den Weg ins Lustschloss Belvedere bei Weimar. Doch in der Nacht ihrer Ankunft verstirbt der Großherzog auf mysteriöse und unerklärliche Art und Weise. 

    Die Idee, diese beiden Größen der deutschen Literatur in einem Krimi agieren zu lassen, machte mich wirklich ganz neugierig. Zumal Goethe und Schiller wirklich befreundet waren. 
    In einer Sherlock Holmes und Dr. Watson Art machen sich die beiden dann auch gleich ans Werk und versuchen, die mysteriösen Umstände des Todes vom Großherzog zu klären. Doch gestaltet sich dies schwieriger als erwartet.
    Woran ich mich aber wirklich erst einmal gewöhnen musste, war der Schreibstil. Dieser war angepasst an die damalige Zeit, weshalb einige Ausdrucksweisen und die Rechtschreibung mich öfters aus dem Konzept brachten. Irgendwann legte sich dies jedoch und kaum hatte ich mich an den Schreibstil gewohnt, so konnte ich ein sehr rasches Lesetempo aufrecht erhalten. 
    Begünstigt wurde das Tempo durch die wirklich spannende Handlung. Ja, es erinnert schon etwas zu sehr an Sherlock Holmes, doch da ich die Geschichten von Holmes und Watson sehr gerne mag, hatte ich auch an „Durch Nacht und Wind“ große Freude. 
    Der Autor baute geschickt auch Informationen über Goethe und Schiller und ihre Werke mit in die Geschichte ein, so dass der Leser noch ein wenig mehr über diese erfahren konnte und die Figuren noch lebendiger wirkten. 
    Die Auflösung stellte mich wirklich zufrieden und alle losen Fäden der Geschichte wurden gekonnt miteinander verknüpft. 
    Auf den zweiten Band bin ich nun doch gespannt. 

  6. Cover des Buches Die Gabe der Sattlerin (ISBN: 9783404180790)
    Ralf H. Dorweiler

    Die Gabe der Sattlerin

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Saphir610

    4,5 Sterne

    Im Jahr 1781 flieht Charlotte überstürzt vor einer arrangierten Ehe von ihrem zu Hause. Von ihrem Vater hat sie das Sattlerhandwerk gelernt und kann sich auf dem Gestüt Marbach in Württemberg beweisen. Das passiert natürlich nicht ohne Verwicklungen, hier mit einer Räuberbande, einen dichtenden Regimentsarzt, dem Herzog und Verehrern.

    Das Geschehen auf dem Hofgestüt hätte mich noch mehr interessiert, doch aufgrund der recht umfassenden Geschichte kann man nur einen groben Eindruck gewinnen. Wie auch von den Fertigkeiten eines Sattlers. Wobei ich mir gedacht habe, dass sich heutzutage einige der sog. Fachleute von dem Wissen und Können von Charlotte was abschneiden können.

    In der Geschichte von Charlottes Flucht spielen so viel weitere Personen mit rein. Als Leser trifft man auf einen damals bekannten Räuber, dem Herzog von Württemberg und Friedrich Schiller. Dabei empfand ich beim Lesen keine Längen und war bei manchen Wendungen doch überrascht. Klasse, was hier alles reingepackt wurde. Ob das in der damaligen Zeit so alles möglich gewesen wäre kann ich nicht beurteilen. Ich habe Charlottes Geschichte gerne gelesen und sie hat mich wirklich gut unterhalten.

  7. Cover des Buches Böses Geheimnis (ISBN: 9782919808137)
    B. C. Schiller

    Böses Geheimnis

     (66)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Levi Kant - ein Mann mit Vergangenheit der aus dem Polizeidienst ausgeschieden ist und versucht als Dozent ein "normales" Leben mit seiner Frau Rebecca zu leben! Allerdings gibt es in seinem Leben vieles was dieses unmöglich macht! Als durch einen angeblichen Suizid ein alter ungelöster Fall wieder in den Fokus der Polizei gerät, ermittelt Kant zusammen mit der Psychotherapeutin Dr. Olivia Hofmann auf eigene Faust! 

    Mir hat dieser kurzweilige Thriller richtig gut gefallen, rasant und spannend und ich wusste bis zum Schluss nicht wer der Täter war. Der Weg bis dorthin wurde geebnet mit einem herrsüchtigen und sadistischen Vater, einen Assistenzarzt ohne Rückrad, einen Klinikleiter mit Hang für sehr junge Mädchen  und eine gefühllose grausame Mutter wie ich noch nie eine kennengelernt hatte. Das Buch erhält 5/5 ⭐⭐⭐⭐⭐

    Der 2. Teil steht bereits im Regal und ich bin gespannt wie es vor allem auch mit Olivia und "ihrem Postkartenproblem" weitergeht 😉


  8. Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783744864763)
    Friedrich Schiller

    Die Räuber

     (658)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Das Buch ist gehasst, geliebt, verflucht und gefeiert. In der Schule tat ich mich schwer, aber später wurde es zu einem meiner Favoriten. Franz Moor ist nur der zweitgeborene und vom Erbe ausgeschlossen. Er schmiedet einen Plan und will so seinen Bruder Karl ausbooten und den Vater für sich gewinnen. Durch eine List gelingt es ihm und er will auch Karls Geliebte Amalie für sich gewinnen, aber nicht alles läuft so, wie er es haben möchte und auch Karl geht plötzlich neue und ganz eigene Wege. Ich finde das Buch immer noch spannend und toll und vielschichtig. Das Thema wurde schon so oft beschrieben, gespielt und gezeigt, aber Schiller hat es so formidabel gemacht und das Buch verliert nie von seiner Wucht.

  9. Cover des Buches Die Geisterseher (ISBN: 9783746633183)
    Kai Meyer

    Die Geisterseher

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen Schiller ihre Aufwartung, doch finden sie ihn todkrank vor. Verlegen überreichen sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen.

    Ich liebe ja die Reihen von Kai Meyer. Die Geisterseher sind gut, aber nicht sein bestes Werk.

    Der Storyaufbau war gut strukturiert und hat mir sehr gut gefallen. Man hat hier ja wirklich alles: Die Gebrüder Grimm, sie Dichter Ghoete und Schiller, der Stein der Weißen, Nicolas Flamel. Unheimlich viele Dinge, worüber es natürlich eigene Werke gibt.

    Die Story an sich fand ich ziemlich spannend, weil doch einiges in dem Buch passiert.

    Die Charaktere sind liebenswert und gut ausgearbeitet und vieles fügt sich am Ende zusammen.

    Eine klare Weiterempfehlung.

  10. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783328102113)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  11. Cover des Buches Geheimnisvolle Bibliotheken (ISBN: 9783940036155)
    Carolin Gmyrek

    Geheimnisvolle Bibliotheken

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Bibliotheken sind Orte voller Geheimnisse. Sie enthalten Wissen, Schätze, Reichtümer … und manchmal ist das alles ein und dasselbe.

    Bibliotheken beherbergen wandelnde Träume, verschlossene Märchen, geheimnisvolle Kreaturen, die sich zwischen den Regalen verstecken und verborgene Welten hinter jedem Bücherdeckel. Der Geruch von altem Papier und Staub weht wie ein ruheloser Geist durch die dunklen Räume und in der Luft liegt das leise Wispern von tausenden Gedanken und Ideen. Wie ein Labyrinth breiten sich kilometerlange Gänge vor einem aus und in jeder Ecke wartet ein Geheimnis, dass einem den Atem rauben kann.

    Begleitet uralte Bibliothekare hinein in dieses Labyrinth …


    Rezension:

    Enthaltene Geschichten:
    Ohne Worte – Stefanie Hammes *
    Im Anfang war das Wort – Christian Damerow
    Wissen ist Macht – Gregor Eder
    Der Bibliothekar – Karsten Klein-Ihrler
    Das besondere Buch – Thomas Lohwasser, Vanessa Kaiser
    Ein Schatz von unermesslichem Wert – Susamme Haberland
    Schöne Aussicht – Ju Hornisch
    Das Herz des Theaters – Fabienne Siegmund
    Der 31. September – Bettina Ferbus
    Staub der Ewigkeit – Rainer Baumgärtel
    Maledictus – Isa Theobald
    Bücher des Lebens – Karin Jacob
    Von Staubquasten und Engerlingsschnüfflern – Serena Hirano
    Schreiend – Irene Bressel *
    Allein zwischen Regalen – Andrea Spille
    Elly – Jan-Christoph Prüfer
    Die Bibliothek der Drachen – Christian Endres
    Der Bibliothekar – Charlotte Erpenbeck
    Die älteste Schrift – Daniel Schenkel
    Zwei Kisten Weisheit – Christian von Aster
    Das letzte Pergament – Paul Sanker
    Frater Anselm – Benjamin Nemeth
    Die Bibliothek von Bärbel – Olaf Lahayne
    Die siebte Bibliothek – Cornelia Röser
    Bestandserhaltung – Carolin Gmyrek
    Schweigend – Gabriel deVue *

    Wer gerne liest, kennt natürlich die Magie, die in Bibliotheken herrscht. Während das aber natürlich Magie im übertragenen Sinne ist, geht es in den Kurzgeschichten dieser Anthologie um echte. Mit 26 Beiträgen und 400 Seiten fällt diese Zusammenstellung relativ umfangreich aus. Eine Besonderheit hebt diese allerdings aus der Vielzahl anderer Anthologien heraus: Bei 3 der 26 Geschichten handelt es sich um Bildgeschichten, praktisch Comics ohne Text. (Diese sind in der Liste mit einem * gekennzeichnet.) Jede der 23 Textgeschichten wird von einem Titelbild eingeleitet, dass jeweils ein Buch auf einem Lesepult darstellt, wobei die Umgebung an die jeweilige Story angepasst ist. Bei den einzelnen Geschichten handelt es sich um Fantasy, teils Urban Fantasy, wobei auch leichte Anklänge an Horror und Mystery und sogar Steampunk zu erkennen sind.

    Der Bogen der Protagonisten reicht von einer antiken Gelehrten über einen mittelalterlichen Mönch bis zu Studenten aktueller Zeiten, vom Zauberlehrling über eine unsterbliche Bibliothekarin bis zum alternden Gelehrten, der sein Wissen in Sicherheit bringen möchte. Da fliegt eine Bibliothek in einem Zeppelin um die Welt, um neue Bücher zu suchen, in einer fast vergessenen Bibliothek muss nach der Lösung für sich ins Nichts auflösende Landschaften gesucht werden, oder Bücherwürmer brauchen Futter. Fast alle Geschichten finden neue Aspekte, um das Thema aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Da fällt es schwer, einzelne herauszugreifen, um sich ihnen separat zu widmen, zumal es eigentlich keine gibt, die in besonderem Maße aus den anderen herausstechen – weder in negativer noch in positiver Hinsicht. Das Gesamtniveau liegt allerdings hoch. Zumindest was die Textgeschichten betrifft. Bei den textlosen Bildgeschichten fällt es mir dagegen teilweise schwer, die Aussage zu erkennen.

    Die Vielzahl der Blickwinkel macht den Reiz dieser Kurzgeschichtensammlung über magische Bibliotheken aus.


    Fazit:

    In dieser Anthologie dürfte sich für jeden bibliophilen Fantasy-Fan das Passende finden.


    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

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  12. Cover des Buches Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft (ISBN: 9783596187430)
    Rüdiger Safranski

    Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Auch beim zweiten Lesen war dieses Buch wieder ein reines Vergnügen. Safranski beschreibt die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller so lebendig und unterhaltsam, daß es sich wie ein Roman liest. Der Stil ist flüssig, untermalt mit zahlreichen Zitaten, die sich angenehm in den Text einfinden und diesen nicht unterbrechen (wie es bei anderen Sachbüchern leider manchmal vorkommt). Der Autor hält sich selbst angenehm zurück (dies fiel mir gerade im Gegensatz zu den kürzlich gelesenen Büchern "Schillers Doppelliebe" und "Unser armer Schiller" sehr erfreulich auf), läßt Goethe und Schiller aber durch ihre eigenen Aussagen und jene ihrer Zeitgenossen sehr lebendig werden.

    Es wird gut beschrieben, aus welchen Motiven und Gedanken die beiden großen Dichter anfangs nicht angetan voneinander waren, wie sie sich annäherten, welche Wirkung dies auf ihr jeweiliges Werk hatte. Auf die zur Zeit der Freundschaft entstandenen Werke geht Safranski jeweils ein und liefert dadurch auch für das Verständnis dieser wertvolle Informationen und Einsichten. Es ist beeindruckend zu lesen, wie sehr sich Goethe und Schiller austauschten, welchen Gewinn - und welches Vergnügen - beide dadurch zogen, wie aber auch Mißerfolge erlebt wurden. Ihre sehr gegensätzlichen Charaktere und Weltsichten werden hervorragend ausgearbeitet und ermöglichen dadurch ebenfalls einen neuen Blick darauf, warum und wie sie vieles taten, sahen, schrieben. Diese Gegensätze führten zur anfänglichen Abneigung, wurden dann aber vorzüglich zum beiderseitigen Vorteil genutzt, was beide auch erkannt haben. Die philosophischen Erläuterungen waren mir manchmal, wie auch in Safranskis Goethebiographie, zu ausführlich, aber das liegt in meinem mangelnden Interesse an diesem Thema begründet.

    Nun war diese Freundschaft aber kein reines Zweckbündnis, und auch das wird in diesem Buch sehr angenehm dargestellt - die kleinen gegenseitigen Gesten der Freundschaft, der Sympathie werden anschaulich geschildert und so erfährt man viel nicht nur über die Dichter Goethe und Schiller, sondern auch die Menschen Goethe und Schiller. Es ist eine anschauliche detaillierte Rundumbetrachtung der Freundschaft und der beiden Männer. Wenn Information und Unterhaltung so angenehm verbunden werden, ist es eine Freude, ein Buch zu lesen.
  13. Cover des Buches Das Leben des Friedrich Schiller (ISBN: 9783458351092)
    Sigrid Damm

    Das Leben des Friedrich Schiller

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    In "Das Leben des Friedrich Schiller" entwirft Sigrid Damm ein sehr gründliches Bild Schillers, unterstützt durch zahlreiche, gelungen in den Text eingefügte Zeitzeugenzitate. Es gelingt nicht immer so gut, solche Zitate derart angenehm in den Text einzubauen, und obwohl dies die dritte oder vierte Schillerbiographie ist, die ich las, erfuhr ich doch noch neue Informationen. Hauptsächlich sind es die Worte von Schiller selbst, die wir hier lesen können, gut in den Kontext gesetzt, aber auch viele Weggefährten kommen zu Wort. Auf viele Aspekte, die in anderen Biographien nur am Rande (wenn überhaupt) vorkommen, geht Sigrid Damm angenehmer Ausführlichkeit ein. Die Beziehung Schillers zu seinen Eltern ist zum Beispiel in diesem Buch gut beleuchtet worden, auch über die Eltern selbst gibt es Hintergrundinformationen. Das, was mir in Safranskis Biographie oft gefehlt hat: der Mensch Schiller, findet sich hier auf sehr erfreuliche Weise. Die Persönlichkeit, das Wesen Schillers, sein Umgang mit seiner Vaterrolle, seine sehr direkte Art, die Mischung aus Empfindlichkeit und fehlender Diplomatie, all dies wird hier gut dargestellt, hilft, auch den Menschen hinter dem Werk kennenzulernen. Lediglich die Ehe kommt ein wenig zu kurz.

    Schillers Werk selbst wird ebenfalls gut dargestellt, wenn auch manchmal ein wenig mehr Ausführlichkeit hier willkommen gewesen wäre. Interessant die spannungsreiche Beziehung zwischen Schiller und Herzog Carl August, die auch durch einige Zitate aus Briefen Carl Augusts gut illustriert wird. Normalerweise kommt der Herzog selbst in derlei Biographien kaum zu Wort, so wurde auch er hier für den Leser etwas anschaulicher.

    Sigrid Damm schafft es sehr gut, dem Relevanten genug Raum zu geben und sich nicht zu sehr in Nebensächlichkeiten zu verlieren. Dadurch liest das Buch sich flüssig. Etwas störend fand ich, daß sie sich selbst immer wieder ins Spiel brachte. Am Anfang des Buches steht ein ausführlicher Bericht, wie sie früher zu Schiller stand, wie sich dem Werk und dem Menschen näherte. Auch später kommen immer wieder Einschübe über ihre Besuche an manchen Orten, ihre Gedanken bei diesem und jenem - ich finde es immer eher unangenehm, wenn ein Autor sich derart in den Vordergrund schiebt. Wenn ich eine Biographie über Schiller lese, dann, weil ich etwas über Schiller erfahren möchte. Wann und warum der Autor der Biographie Schiller für sich entdeckt hat, oder welche Gedanken beim Anblick des Grabes der Mutter aufkommen, ist für mich nicht relevant.
    Der andere Kritikpunkt ist die - mir schon aus anderen Büchern bekannte - Vorliebe Sigrid Damms für unvollständige Sätze bei der Einleitung oder Zusammenfassung eines Themas (zB "Die Nachricht vom Tod der Schwester. Die Trauer der Eltern um den Verlust der Tochter. Elisabetha Dorotheas Angst um den Ehemann." oder "Schillers Vorliebe für Geschichte. Sein Interesse am Wallenstein-Stoff, den er bereits als Historiker bekundet hat."). Gerade inmitten des ansonsten so angenehm lesbaren Stils fallen sie auf und sind zumeist ohnehin überflüssig.
    Manche Absätze bestehen lediglich aus einer Aneinanderreihung von Fragen ohne Antworten. Auch dies finde ich überflüssig. An manchen Stellen können wir nur mutmaßen, das ist normal. Die Mutmaßungen müssen dem Leser aber nicht vorgekaut werden.

    Erfreulich ist es, daß Sigrid Damm meistens die Zeitzeugen sprechen läßt und ihre Interpretationen den Leser nicht aufdiktiert (was die Autorinnen von "Schillers Doppelliebe" leider nur zu gerne taten). Sie schildert zum Beispiel zwar ihre Eindrücke des Goethe-Schiller-Denkmals (welche sich von meinen grundlegend unterscheiden), maßt sich aber nicht an, die Freundschaft der beiden Dichterfürsten zu beurteilen oder kleinzureden. Sie läßt die beiden Freunde und andere Zeitzeugen zu Wort kommen. Das geschieht auch bei anderen Punkten und gefiel mir sehr gut (leider wurde diese Neutralität aber nicht durchgängig beibehalten).

    So ist dieses Buch recht lebendig und erfreulich zu lesen, für mich eine hervorragende Ergänzung zu Safranskis Schillerbiographie, weil der Mensch und sein Umfeld hinter dem Werk hervortritt. Die oben genannten Eigenheiten der Autorin haben für mich an manchen Stellen das Lesevergnügen ein wenig beeinträchtigt, im Ganzen kann ich das Buch aber sehr empfehlen.
  14. Cover des Buches Schiller (ISBN: 9783596033607)
    Rüdiger Safranski

    Schiller

     (33)
    Aktuelle Rezension von: TinSoldier

    Wer sich auf die Lektüre des Buches einlässt, den nimmt der Autor mit auf eine spannende Reise in eine Vergangenheit der Dichter und Denker, welche die deutschen Geistes- und Humanwissenschaften, Philosophie, lyrische und prosaische Literatur sowie das Theater auf bislang einmalige Höhenflüge katapultierten. Gleiches gilt übrigens weitgehend auch für die Musik, die aber hier nicht unser Thema ist. Später wird man für die Epoche der beiden Geistesgrößen Goethe und Schiller den Begriff "Weimarer Klassik" prägen. Diese beiden waren es nicht allein, aber sie waren zweifellos die beiden großen "Gravitationskerne" der Weimarer Klassik, die viele andere in ihre geistigen Umlaufbahnen zogen.
    Rüdiger Safranski schildert dem Leser das Leben Friedrich Schillers spannend und immer hautnah an der historischen Quellenlage. Das Buch ist flüssig zu lesen, aber auch anspruchsvoll. Eine ausführliche Rezension lesen Sie unter  https://litterae-artesque.blogspot.com/2020/04/rudiger-safranski-schiller-oder-die.html

    https://litterae-artesque.blogspot.com/2020/04/rudiger-safranski-schiller-oder-die.html



  15. Cover des Buches Wallenstein I. Wallensteins Lager. Die Piccolomini (ISBN: 9783150000410)
    Friedrich Schiller

    Wallenstein I. Wallensteins Lager. Die Piccolomini

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Mephistopheles
    So sind sie, meine Pappenheimer. Wer den Hintergrund des Zitats erfahren möchte, der ist hier richtig. Das Wesen des Kriegs wird hier sehr deutlich. Und es hat sich bis heute nicht geändert.
  16. Cover des Buches Was geschah mit Schillers Schädel? (ISBN: 9783453600805)
    Rainer Schmitz

    Was geschah mit Schillers Schädel?

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Liedie
    In diesem Buch finden sich 1200 Stichwörter von A bis Z und fast 4000 Namen. Hier kann der Leser herrlich schmöckern und fast alles über die Literatur erfahren - ob wichtig oder unwichtig. Muss man wissen, ob Ernest Hemingway zehn oder zwanzig Bleistifte spitzte, bevor er einen neuen Roman begann oder ob Celan Platanenrinde knetete, bevor er sich an die Arbeit begab? Nein - aber so manche Dinge sind doch sehr amüsant und vieles auch sehr interessant. Für mich ein unverzichtbares Buch, in dem ich immer mal wieder gerne lese und schon viele interessante Informationen zu meinen Lieblingsautoren gefunden habe.
  17. Cover des Buches Die Geisterseher (ISBN: 9783936558005)
    Kai Meyer

    Die Geisterseher

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Vieles erleben die Brüder Grimm, Goethe, Schiller und viele andere im alten Weimar, um 1805. Besonders, als Goethe den beiden Brüdern ein rätselhaftes Manuskript überreicht und dieses dann entwendet wird …

    Stil:
    Zu Beginn war ich wahrlich angetan von der Schreibe. Der Duktus war gut gewählt und auch die Gedanken der Charaktere wurden gut dargestellt. Jedoch wurde die Handlung mit zunehmender Dauer immer absurder und auch die vielen Charaktere, ihr auftauchen und verschwinden reizten meine Synapsen aufs stärkste. So wurde die Geschichte dann eher anstrengend als erfüllend und auch die Stimme von Peter Bieringer, welche ausgesprochen gut zu Grimm passte, konnte die Geschichte nicht mehr retten. Das Ende hat es dann vollkommen zerledert und sorgt auch für einen Stern Abzug.

    Charaktere:
    Alle sind gut gezeichnet. Die Figuren scheinen wirklich zu leben und sie agieren, bevor sie reagieren – zumindest größtenteils – das macht sie sympathisch.

    Cover:
    Das Cover passt sehr gut zur Geschichte, schließlich geht es um ein geheimes Manuskript.

    Fazit:
    Super gelesen von Peter Bieringer und die Ausdrucksweise der Charaktere könnte so wohl gewesen sein, auch beginnt die Geschichte sehr spannend. Dafür 3 Sterne. Eine Lese-/Hörempfehlung gibt es nur bedingt, weil die Handlung später verwirrend und das Ende eher schlecht ist. Daher eher was für Liebhaber der alten Sprache und für Fans von Kai Meyer.

  18. Cover des Buches Die heilige Johanna der Schlachthöfe (ISBN: 9783518732304)
    Bertolt Brecht

    Die heilige Johanna der Schlachthöfe

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    War leider nicht sehr begeistert von diesem Buch, der Schreibstil war sehr holbrig und von der Sprache her etwas schwierig.
  19. Cover des Buches Geschichte der deutschen Literatur (ISBN: 9783407755254)
    Manfred Mai

    Geschichte der deutschen Literatur

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Manfred Mais Buch über deutsche Literatur richtet sich vorwiegend an Jugendliche, ist aber auch für Erwachsene informativ und gut zu lesen. Mai nimmt uns auf eine zweitausendjährige Reise durch die deutsche Geschichte und Literatur. Jedes Kapitel beginnt mit einem geschichtlichen Überblick, der auch sehr hilfreich ist, um die Literaturströmungen der jeweiligen Zeit zu verstehen. Natürlich ist dieser Überblick denkbar knapp, eine halbe bis eine Seite jeweils. Das ist aber in diesem Zusammenhang völlig ausreichend und es gelingt dem Autor ausgezeichnet, die wesentlichen Punkte in dieser geschichtlichen Zusammenfassung immer gut zu erwähnen und zu betonen.

    Dem geschichtlichen folgt der literarische Überblick. Zu Beginn der deutschen Literaturgeschichte fällt dieser naturgegeben noch mager aus, da schlichtweg noch nicht so viel Literatur vorhanden war. Einzelne relevante Autoren der jeweiligen Epoche werden vorgestellt, eine gezeichnete Kopfskizze illustriert sie recht gut. Zitate aus den Werken reichern die Informationen an und bieten gleich einen Einblick in den Schreibstil. Einige der mittelalterlichen Texte werden teilweise oder ganz auch in modernes Deutsch "übersetzt". Die Textstellen sind gut gewählt, teils ein wenig erklärt, an anderen Stellen wären einige erklärende Woche hilfreich gewesen. Manche der Textstellen waren mir für einen solchen Überblick zu lang, aber im Allgemeinen ist die Gewichtung gut.

    Um so mehr wir uns der heutigen Zeit nähern (das Buch erschien 2004 und behandelt auch die literarische Entwicklung bis dahin), um so detaillierter werden die Informationen, um so zahlreicher die Autoren. Sehr unerfreulich fand ich es, daß Walter Kempowski, der als Chronist des 20. Jahrhunderts Günter Grass mindestens ebenbürtig ist und zudem die deutschsprachige Literatur um seinen ganz eigenen, sprachlich interessanten, Stil bereicherte, mit keiner Silbe erwähnt wurde. Das ist mehr als ärgerlich.

    Es ist gut gelungen, Autoren, Geschichte und Zeitgeschehen zu verbinden, Motive und Strömungen zu erklären. Gerade angesichts der Kürze des Buches ist es erfreulich, wie gut wichtige Themen vermittelt und auch manch nicht so bekannte Information eingebunden wurde. Der Schreibstil ist gut lesbar und schnörkellos, so eben auch für Jugendliche zugänglich. Ein sehr empfehlenswerter Überblick.
  20. Cover des Buches Kabale und Liebe (ISBN: 9783947894918)
    Friedrich Schiller

    Kabale und Liebe

     (1.199)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    «Kabale und Liebe» ist ein Drama von Friedrich Schiller. 

    Luise Miller ist die Tochter des Musikers Miller. Luise liebt den Sohn des Präsidenten im Namen des Herzogs Ferdinand von Walter. Doch sie kommen nicht aus derselben Gesellschaftsschicht. Der Vater von Ferdinand hat andere Pläne und möchte, dass Ferdinand eine Frau seines Standes heiratet. Als Ferdinand sich weigert, kommen Intrigen im Spiel. Die Handlung beschreibt die gesellschaftlichen Verhältnisse zu der damaligen Zeit.

    Der Schreibstil kann für einige kompliziert sein, aber für mich war es einer der schönsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Für mich persönlich hat diese Geschichte berührt. Friedrich Schiller beschreibt die «Kabale und Liebe» so bildlich und leidenschaftlich, dass ich während des Lesens ein Theaterstück vor mir sah. 

    «Kabale und Liebe» ist ein sehr lesenswertes, bürgerliches Trauerspiel, mit dem man zum Teil mitleidet und mitfiebert und möchte, dass letztendlich alles aufgedeckt und aufgeklärt wird. 

  21. Cover des Buches Anna Amalia (ISBN: 9783492246576)
    Ursula Salentin

    Anna Amalia

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Eine kurze, einfach zu lesen und interessante Biografie von Anna Amalie, die der Feder von Ursula Salenti entsprungen ist. Eine Biografie, die den Lebensweg mit Höhen und Tiefen, Verlusten, Liebe und Hass der bekannten Revolutionärin der Klassik und Kunst in Weimar wiedergibt.
    Interessant zu erfahren, das Goethe, Schiller und Napoleon eine Rolle im Leben Anna Amalias spielen.
    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich werde es hoffentlich mal schaffen in Weimar die Anna Amalia Bibliothek mit Museum zu besuchen.
  22. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 5051890161413)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.407)
    Aktuelle Rezension von: NoaJael

    Die letzten Tage hat es mich umgehauen mit Corona. Ich habe die Zeit genutzt ein Buch zu lesen, welches schon lange ungelesen in meinem Bücherregal stand. Nachdem ich es die letzten Tage zwischen meinen Schlafeinheiten verschlungen habe frage ich mich, wie es so lange da stehen konnte.
    Daniel Kehlmann nimmt uns mit in die Leben von zwei der bedeutendsten Wissenschaftler Ende des 18. Jahrhunderts: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein, der eine abenteuerlustig in der Ferne Südamerikas, daran alles zu messen und vermessen was er finden kann, der andere eins der größten mathematischen Genies in der deutschen Heimat unterwegs, um diese zu vermessen, um sein täglich Brot zu verdienen. Das Buch ist für mich ein Buch über Leidenschaft und Entdeckertum, über zwei Genies die immer ruhelos auf der Suche nach mehr Antworten sind und denen die Fragen nicht ausgehen...

    Nachdem ich das Buch jetzt durch habe, freue ich mich darauf, bald aus der Quarantäne zu dürfen und kleine Dinge in meiner Umgebung zu erforschen...

  23. Cover des Buches Über die ästhetische Erziehung des Menschen (ISBN: 9783772527180)
  24. Cover des Buches Deutsche Balladen (ISBN: 9783492241434)
    Hans J Hoof

    Deutsche Balladen

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden

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