Bücher mit dem Tag "schimpfwörter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schimpfwörter" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.379)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Der Tod ist grausam endgültig, während das Leben voller Möglichkeiten bleibt."


    "Die Herren von Winterfell" ist der Auftakt zum umfangreichen High-Fantasy-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" vom amerikanischen Autor George R. R. Martin. Obwohl die Bücher schon etwas älter sind, erfreuen sie sich noch immer auf Grund der erfolgreichen HBO-Serie "Game of Thrones" großer Beliebtheit. Nachdem das Ende der Serie nun schon einige Zeit her ist, und ich Anfang Herbst immer in düsterer Fantasy-Stimmung bin, widme ich mich nun den Büchern. Band 1 unterscheidet sich noch nicht wirklich von der Serie, weil der Auftakt trotz der vielen Seiten rein zum Kennenlernen dieser umfangreich ausgearbeiteten High-Fantasy-Welt und dessen zahlreichen Haupt-Charakteren dient.

    Inhalt: Im Königreich Westeros herrscht seit 7 Jahren Sommer und nach einer langen Sommerzeit folgt bekanntlich ein um so härterer Winter. Doch der nächste Winter wird Jahrzehnte andauern, dessen ist sich Eddard Stark, der Lord von Winterfell, im Norden Westeros, sicher. Die Anzeichen dafür sind erkennbar. Der Winter naht und mit ihm seine Schrecken.
    Während sich der Norden für den Winter rüstet und bereit macht, kümmert sich der Süden und die Königsstadt von Westeros wie gewohnt um Macht, Wohlstand und Intrigen.

    Cover: Das Cover des Taschenbuchs ist für mich sehr ansprechend, vor allem durch das schlichte aber doch prägende Design. Der Hintergrund ist in Pergament-Optik gestaltet. Im Vordergrund das Wappen der Starks mit Leitspruch. Durch die Drachen und Ritterrüstung erkennt man sofort, dass es sich nicht um einen historischen Roman handelt, sondern um ein Fantasy-Werk mit mittelalterlichem Setting. Der Buchrücken gefällt mir besonders gut, weil dort die Nummer des Bandes, in diesem Fall die 1, noch einmal extra detailliert herausgearbeitet wurde.
    Die Inhaltangabe auf der Hinterseite fehlt, was mir weniger gut gefällt. Da "Game of Thrones" mittlerweile aber so ziemlich jedem ein Begriff ist, weiß vermutlich auch der Großteil worum es geht. Ansonsten findet sich eine kurze Inhaltsangabe im Inneren der Klappenbroschur.
    Zu Beginn und am Ende findet sich eine schön illustrierte und sehr detailreiche Karte von Westeros. Auf der ersten Seite findet sich der Norden und auf der Letzten der Süden. Am Ende des Buches befindet sich auch ein Glossar, mit allen wichtigen Persönlichkeiten und Anmerkungen und Beschreibungen zu allen Häusern von Westeros. Wenn man noch gar keine Ahnung von "Game of Thrones" hat, rettet die Karte und das Glossar vermutlich Leben und ist wirklich hilfreich. Bei all den Namen und Orten, kommt man ansonsten sehr schnell durcheinander.

    Meine Meinung: Ich habe die Serie "Game of Thrones" bereits gesehen und geliebt und da das Ende der Serie schon einige Zeit her ist und ich in düsterer Fantasy-Herbst-Stimmung bin, habe ich beschlossen mich nun den Büchern zu widmen. Der Schreibstil von George R. R. Martin ist perfekt für düstere High-Fantasy und anders als ich es von anderen Autoren kenne. Er legt irrsinnig viel Wert darauf, einzigartige und unglaublich detailliert ausgearbeitete Charaktere zu erschaffen. Ich habe bisher noch kein Fantasy-Werk gelesen, in denen es so viele Protagonisten gibt. Und jeder dieser Protagonisten hat eine eigene Persönlichkeit, manche sympathisch, andere weniger, aber trotzdem einzigartig und umfassend gestaltet. Ich werde jetzt nicht alle Charaktere vorstellen, dann würde diese Rezension vermutlich den Rahmen sprengen. 😅 Da ich die Serie bereits kenne, habe ich schon meine Lieblingscharaktere und so mancher Plottwist konnte mich leider nicht mehr überraschen, aber ich bin sehr gut darin, Bücher und dessen Verfilmung trennen zu können. Es hat mich daher etwas überrascht, dass sich Tyrion trotzdem zu meinem Lieblingscharakter des Buches entwickelt hat. Ich hätte eher angenommen, dass seine Persönlichkeit erst im Laufe der Geschichte zu strahlen beginnt, aber falsch gedacht. Tyrion ist von Anfang an ein unglaublicher Charakter und nicht ohne Grund gehört er zu meinen absoluten Lieblingscharakteren überhaupt. Trotz seiner mangelnden Erscheinung hat er das Köpfchen eines Riesen und das Herz eines Helden.
    Während mir einige Charaktere sofort ans Herz gewachsen sind, konnten mich Andere noch nicht wirklich überzeugen, so zum Beispiel Sansa Stark, die älteste Tochter des Lords von Winterfell, und Catelyn Stark, die Lady von Winterfell, war mir sogar sehr unsympathisch, obwohl ich sie in der Serie eigentlich mochte. Der Charakter und die Persönlichkeit von Daenaeys wirkt im Buch sehr viel realer und naher als in der Serie. Ich konnte sie sehr viel besser verstehen und habe den Anfang von ihrer Geschichte vom unschuldigen und unwissenden Kind zu einer selbstbewussten jungen Frau sehr gerne verfolgt.

    Das Buch lässt sich schnell und zügig lesen, ist einfach geschrieben, auch wenn man für die Einführung in diese fantastische Welt, mit seinen Legenden und Geschichten und seinen Machtspielchen und Intrigen, viel Aufmerksamkeit benötigt. Da sich der Autor für das Kennenlernen der Charaktere und der Welt sehr viel Zeit gelassen hat, geht die Story trotz der 570 Seiten noch nicht wirklich voran. Da der Verlauf der Story noch nicht so viel Fahrt aufnimmt, hat das Buch gewisse Längen. Das Eintauchen in diese fantastische High-Fantasy-Welt macht das aber wett und da ich ja weiß, dass die Story noch sehr spannend wird, gibt es da so einiges auf das ich mich noch freuen kann. Einige Andeutungen im Buch schüren dabei meine Vorfreude. Ich bin schon sehr gespannt, ab wann und wie stark die Bücher von der Serie abweichen. Bisher unterscheidet sich das Buch noch nicht so stark von der Verfilmung, außer in der äußerlichen Darstellung einiger Charaktere. Das Buch ist bisher auch bei Weitem nicht so blutrünstig und brutal. Durch das mittelalterliche Setting ist ein bisschen Blut und Grausamkeit ja auch vonnöten, um überzeugend zu sein.

    Ich muss sagen, dass ich mir von Band 1 ein bisschen mehr erhofft habe, aber ich verstehe, dass das bei so einem umfangreichen Epos mit so vielen einzigartigen Charakteren kaum möglich gewesen wäre. Dann wäre diese fantastische Geschichte vermutlich nur halb so episch. Der Autor hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass man diese umfangreiche Geschichte aus mehreren Blickwinkeln und Perspektiven betrachten kann und hat wunderbar detaillierte Charaktere geschaffen, die man nicht so schnell wieder vergessen wird.

    George R. R. Martin hat mit "Lied von Eis und Feuer" wirklich ein Meisterwerk geschaffen und auch wenn er sich jetzt auf seinen Lorbeeren ausruht, hat er für diese ideenreiche und einzigartige Welt wirklich Hochachtung und Anerkennung verdient. Wer braucht schon einen Ritter in glänzender Rüstung, wenn man stattdessen Drachen haben kann?! 😉

  2. Cover des Buches A Long Way Down (ISBN: 9783426615362)
    Nick Hornby

    A Long Way Down

     (2.395)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Ich hatte von Anfang an Schwierigkeiten mich in das Buch hineinzufinden. Die Dialoge fand ich sehr langweilig und eintönig, die Charaktere haben mir ebenfalls nicht gefallen und waren sehr überzogen.
    Sehr schade!

  3. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.241)
    Aktuelle Rezension von: rotkehlchen

    Das Buch ist ein Jugendbuch, welches häufig als Schullektüre verwendet wird um mit den Schülern das Thema Holocaust zu bearbeiten. Das Buch ist aus Brunos Sicht geschrieben und mit 270 Seiten und größerer Schrift relativ kurz.

    Das Buch nimmt einen beim Lesen mit und ist sehr eingängig geschrieben. Bruno als Protagonist ist gut gelungen, allerdings dachte ich manchmal, dass er für seine neun Jahre vielleicht manchmal etwas zu naiv ist (damit meine ich keineswegs die Punkte bei denen es um den Holocaust geht), habe mich aber auch gefragt ob das altersgerecht ist. Andererseits ist es dem Autor wunderbar gelungen wie Bruno die Dinge hinterfragt, bspw. Was so schlimm an Juden ist und wenn „die anderen“ Juden sind, was sind dann sie? Oder wer entscheiden darf wer Pyjamas und wer Uniformen tragen darf?

  4. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Haifischherz (ISBN: 9783888979255)
    Jenni Fagan

    Das Mädchen mit dem Haifischherz

     (112)
    Aktuelle Rezension von: GrauerVogel
    Anais steht unter dem Verdacht, eine Polizistin ins Koma geprügelt zu haben und wird daher in das Panoptikum eingeliefert, einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche. Sie ist ohne Eltern aufgewachsen und ihr ganzes bisheriges Leben war ein Strudel aus Drogen, Sex und Gewalt. Im Panoptikum schafft sie es erstmals wieder, Menschen an sich heran zu lassen.

    Ich finde dieses Buch sehr beeindruckend. Es gibt viele Denkansätze und ich halte es auch für sehr realitätsnah, im Gegensatz zu vielen anderen Rezensionen, die es für übertrieben halten. Das hier geschilderte deckt sich recht gut mit vielen Biografien, die ich gelesen habe oder von Menschen, die ich persönlich kenne. 

    Die Sprache ist sehr vulgär, es passt aber absolut zum Buch, zu Anais und zu ihrem Umfeld.

    Die Geschichte rund um die Polizistin wurde mir im späteren Verlauf nicht mehr ausreichend thematisiert, obwohl es am Anfang doch so wichtig war. Und das Ende hat mich auch nicht überzeugt. Das sind aber im Grunde alle Kritikpunkte, die ich an diesem Buch vielleicht habe. 

    Insgesamt finde ich es sehr gelungen, es ist mir manchmal sehr nahe gegangen und wirkt unglaublich echt. Nur, wenn man noch nie konfrontiert war mit solch einer Thematik und auch keine eigenen Erfahrungen damit hat, findet man möglicherweise schwer Zugang dazu, wie viele andere Rezensionen auch zeigen. Absolute Empfehlung für jeden, der sich mit solchen Themen gerne beschäftigt!
  5. Cover des Buches Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City (ISBN: 9783038961444)
    Fanny Bechert

    Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City

     (48)
    Aktuelle Rezension von: MaRe

    Was machst Du, wenn Du plötzlich in Deinem eigenem Wunderland stehst? Schaust Du Dich nur um? Versuchst Du nach Hause zu kommen oder versuchst Du die Rolle auszufüllen, die Dir das weiße Kaninchen gibt?
    So ergeht es Andrew. Computernerd, Mitte zwanzig und Nickelbrille trifft sich nach einem missglückten Raid mit seinen Kumpels im Stripclub "Dark Hole". Hier hat es ihm gleich mal die Kellnerin im weißem Hasenkostüm angetan. Er folgt ihr in die Hinterzimmer um festzustellen, dass nur ein Fläschchen mit der Aufschrift "Follow the white Rabbit" auf ihn wartete. Wem würde es schon schaden wenn er es trank. Somit beginnt die unglaubliche Reise nach Ludens-City.


    Fazit:
    Alice im Wunderland ist ja toll, aber Andrew im Wunderland ist der Hammer. @fannybechert hat hier wieder ein tolles Buch abgeliefert. Eine Reise in eine fantastische, düstere Welt, mit tollen Mitstreitern, die man so nicht erwartet hätte. Die Figuren aus meiner Kindheit sind erwachsen geworden und haben auch ihre großen und kleinen Probleme. Mitfiebernd mit Andrew in einer etwas düsteren und fettnäpfchenhaltigen Geschichte, habe ich das Buch mal wieder verschlungen. Mit der Alice-Geschichte aus meiner Kindheit nicht zu vergleichen. Zum Glück steht der nächste Teil schon in den Startlöchern.

  6. Cover des Buches One Shot Love (BitterSweets) (ISBN: 9783646601527)
    Patricia Rabs

    One Shot Love (BitterSweets)

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Zum Inhalt:
    Hannas Sommer ist ruiniert. Ihr Vater fährt auf Geschäftsreise nach Japan und sie muss mit. Voll ätzend! Entnervt vergräbt sie sich hinter ihren Skizzenblock. Doch der charmante Japaner Koichi macht es ihr furchtbar schwer, sich dem Zauber seiner Heimat zu entziehen.


    Eigentlich hatte sie sich mit ihren Freunden treffen wollen in diesem Sommer. Doch anstatt am See zu liegen und das Teeniealter und die Ferien zu genießen, sitzt Hanna in Japan fest. Auf einem Geschäftsessen, zu dem ihr Vater sie mitgenommen hat, lernt sie den Sohn des Chafs ihres Vaters kennen. Koichi ist der süßeste Junge den Hanna je gesehen hat und sofort ist sie von ihm verzaubert und auch Koichi scheint nicht von Hanna abgeneigt zu sein. Als er ihr seine Heimat zeigt beginnt Hanna sich in Koichi zu verlieben, aber hat eine solche Sommerliebe eine Chance, wenn man aus verschiedenen Kulturen kommt und man nicht weiß, ob man sich je wieder sehen wird?


    Diese supersüße Liebesgeschichte habe ich regelrecht gefressen. Auf knapp 70 Seiten entführt die Autorin den Leser in die fremde Welt Japans. Durch Hannas lernt der Leser nicht nur die japanische Kultur kennen und lieben, man steckt sofort drin in ihren Gedanken und Emotionen. Gemeinsam mit Hanna erlebt der Leser einen turbulenten und faszinierenden Sommer in Japan und man verliebt sich mit in Koichi, der mit seiner Art einfach zuckersüß und so gar nicht typisch japanisch ist. Man hofft und bangt mit den Beiden und man ist tieftraurig, als sich die Wege der beiden wieder trennen sollen. Man möchte einfach, dass sie für immer beisammen bleiben können. Was beim Lesen immer wieder ein bisschen bedrückend wirkt ist, wenn eine neues Kapitel beginnt - diese werden als Countdown bis zur Abreise dargestellt. Allein das macht schon Herzrasen und man fiebert mit, ob die beiden noch zueinander finden und wie es für die beiden eventuell dann weiter geht. Das ist wirklich gut gemacht.


    Empfehlen möchte ich diese kurze, aber zuckersüße Geschichte allen Lesern, die eine leichte Lektüre für Zwischendurch suchen, in der es um japanische Kultur und Bräuche sowie um die Liebe geht. Ihr kommt hier voll und ganz auf eure Kosten. Ich persönlich mag den Schreibstil von Patricia Rabs ganz besonders und werde mir sicher noch die eine oder andere Geschichte von ihr durchlesen.


    Idee: 5/5
    Emotionen: 5/5
    Schreibweise: 5/5
    Charaktere: 5/5
    Logik: 5/5


    Gesamt: 5/5
  7. Cover des Buches Großer Bruder Zorn (ISBN: 9783847906018)
    Johannes Ehrmann

    Großer Bruder Zorn

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Fascination
    Johannes Ehrmann, dem ein oder anderen Leser womöglich durch seine Beiträge für den Tagesspiegel bekannt, legt mit „Großer Bruder Zorn“ seinen ersten Roman vor. Schauplatz ist der Berliner Wedding, Brennpunkt von Kulturen und sozialen Schichten, den der Autor aus eigener Erfahrung so gut wie seine Westentasche kennt. Genauer gesagt fokussiert sich die Handlung auf den fiktiven, aber dennoch echten Orten angelehnten, Bellermannplatz.  Hier beobachten wir Aristoteles Andreadakis, Box-Promoter kurz vor der Privatinsolvenz, Sedar Schröder, gute Seele vom Spätkauf, Jessi, Angestellte im roten Netto, Heinz Hönow, Opfer eines Überfalls in seinem Schmuckgeschäft sowie last but not least den Flaschenfascho, auf seiner täglichen Tour durch seinen persönlichen Wahnsinn. Die Einblicke in verschiedene Leben sind zusammengefasst ähnlich einer Daily Soap, man schaut den Protagonisten bei allen möglichen Szenarien über die Schulter. Für die Figuren mag das alles gar nicht so witzig sein, für den Leser bedeutet es hingegen amüsanten Lesespaß! Der Einstieg in die Story geschieht in medias res. Johannes Ehrmann nimmt kein Blatt vor den Mund. Gerade die ungeschönte Ausdrucksweise wirkt schließlich lebensnah. Man findet schnell in die parallel laufenden Handlungsstränge hinein. Ob die Figuren nun stellvertretend alle Anwohner der Umgebung ausmachen, sei dahingestellt. Hier winkt schon in der Vorstellungsrunde das eine oder andere Klischee. Aber ehrlich gesagt, es stört nicht. Schon eingangs finden sich Hinweise, dass sich die Schicksale der Charaktere später in der Erzählung kreuzen und machen neugierig auf das große Ganze. Der Schreibstil ist natürlich kein Einheitsbrei, gerade das macht allerdings einen gewissen Reiz aus. Die Dialoge fügen sich nahtlos ein, sind trotz fehlender Anführungszeichen dennoch als solches erkennbar. Die relativ kurzen Kapitel, 86 an der Zahl, und Perspektivenwechsel springen im hohen Tempo durchs Geschehen, machen es dadurch aber auch irgendwie spannend. Langsam aber sicher gewinnen die Charaktere im weiteren Verlauf an Substanz und ihre Beziehungen werden deutlich. Selbst der Flaschenfascho bringt seine Vergangenheit ein und Verhalten und Denkweisen bekommen ihren Sinn. Der Leser kann hier und da spekulieren, sich Dinge zusammenreimen und erkennt Missverständnisse - das ist ein großer Pluspunkt des Buches! Man hat in der Tat das Gefühl, als kenne man diese Menschen, wenn auch nur vom Sehen oder Beobachten im Alltag. Es sind schon eine Menge Schicksale, die da Knall auf Fall aufeinandertreffen. Ein bisschen Normalität täte der Geschichte hier und da ganz gut. Aber vielleicht wird das Geschehen dadurch auch umso interessanter und vor allem unterhaltsamer. Die Story lebt gerade von diesen überspitzten Darstellungen. Nebenbei erwähnt seien aber auch recht feinfühlige Passagen. Ob im Buch nun Wedding dran steht oder nicht, es könnte genauso gut ein anderer Knotenpunkt diverser Kulturen und Bevölkerungsschichten sein. Das Ende ist in sehr vielen Belangen offen und bis dato dem Leser überlassen. Ein ungewöhnliches Debüt, ein Buch, das irritiert, schmunzeln lässt aber schlussendlich auch zum Nachdenken anregt.
  8. Cover des Buches Ein Schlag ins Gesicht (ISBN: 9783608502169)
    Franz Dobler

    Ein Schlag ins Gesicht

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Punk Armin, einer der ältesten seiner Species, ist sich vollkommen sicher, dass Fallner einen groben Fehler gemacht und vielleicht einen noch weitaus größeren in Arbeit hat. Robert habe wohl nicht nur seinen Job als Kriminalhauptkommissar aufgegeben und gekündigt, sondern gleich "sein Gehirn mit abgegeben". 

    Es könne nicht gutgehen, wenn er nun stattdessen mit seinem großen Bruder zusammenarbeiten würde. Tatsächlich hat Robert Fallners Bruder, ebenfalls Ex-Polizist, einen Job in seiner Security-Firma anzubieten. Simone Thomas, "die späte deutsche Antwort auf Jane Mansfield", wird von einem Stalker bedroht. Fallner will dieses Problem aus der Welt schaffen.         

    Robert muss auch und am heutigen Silvesterabend sowieso seiner "Sozialstation", auch "Bertls Eck" genannt, einen Besuch abstatten. Mit einem der anwesenden "Veteranen" will er seinen Frust und seine schlechte Laune teilen, da zu Hause niemand mehr ist. Seine Lebensgefährtin ist zu einer Freundin gezogen. Es besteht ein Mitteilungsbedürfnis, "ob mit oder ohne Sinn und Verstand".

    Seine Reisetasche stellt er unter den Tisch. Gut, dass keiner der Anwesenden weiß, dass zwei Handfeuerwaffen, eine Glock28 und eine Makarow, die eine ein Beweisstück, die andere nicht registriert, enthalten sind. Gut auch, dass Fallner nicht ahnt, wie sich dieser Abend noch weiterentwickeln sollte. Auch dass die Zeit plötzlich stehenbleiben sollte, konnte niemand wissen ...

    ... denn zunächst kann sich keiner erklären, was eine junge Frau in einem roten Plastikmantel in einem derart bescheidenen Etablissement verloren hat. Aber am Silvesterabend scheint vieles möglich zu sein. Und die Wunder gehen weiter, selbst wenn man die ersten noch gar nicht verarbeitet hat.

    Franz Dobler hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Stets formuliert er rücksichtslos auf den Punkt, ohne dabei auf die entstehende allgemeine Verunsicherung von Leserinnen und Lesern auch nur im Entferntesten Rücksicht zu nehmen.

    Er vergibt in Tagtraumpassagen dem schlechten Gewissen ebenso eine Rolle wie alkoholgetränkten Kneipen-Monologen, die sich als Dialoge tarnen. Seine Sprache ist unbequem, kantig, vulgär und herrlich unangepasst. 

    So auch sein musikalischer Sachverstand, der ihn beispielsweise so diametral Veranlagte wie Debbie Harry oder Lee Morgan zitieren lässt. Ähnlich divergent gestaltet sich die Auswahl an zitierten Filmproduktionen, wie "Manhattan" (Allen), "Détective" (Godard) oder den unsäglichen Sex-Streifchen der 70er Jahre. 

    Apropos, in Schlafzimmereinstellungen muss der imaginäre Kameramann an den entscheidenden Stellen nicht ausblenden. Wen das erschreckt, nennt es "nicht jugendfrei". So auch die stattliche Anzahl von Schimpfwörtern und den damit verbundenen Formulierungen, die sich jenseits der guten Kinderstube etabliert haben.

    Mit "Ein Schlag ins Gesicht" bekommt daher jeder wohlerzogene Krimi-Liebhaber und der staunende Rest eine Milieustudie, die des mehrmaligen Lesens wert ist und somit ein adäquates Gegengewicht zum insgesamt preiswert gestalteten Handlungsgerüst darstellt.
  9. Cover des Buches Tide, Tat und Tod (ISBN: 9783898418119)
    Bernd Mannhardt

    Tide, Tat und Tod

     (26)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Bernd Mannhardt – Tide, Tat & Tod


    „Tide, Tat & Tod“ ist ein Kriminalroman von Bernd Mannhardt, der 2015 im M Schardt Verlag erschienen ist.


    Autor:


    Bernd Mannhardt wurde 1961 in Berlin geboren und ist ebendort aufgewachsen. Er verfasste Feature und Hörspiele für das Radio, sowie Einakter, die in Off- und Stadttheatern aufgeführt wurden. Im Schardt Verlag erschienen 2013 die Regio-Krimi-Anthologie „Mordskohl“ mit Mannhardt als Herausgeber sowie 2014 die eigene Textsammlung „Du kommst mir gerade richtig! Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser“. Sein Roman-Debüt „Schlussakkord“, ein Moabit-Krimi, veröffentlichte er 2015 beim be.bra-verlag, Berlin.


    Klappentext:

    Der Regio-Krimi boomt. Da kommt der süddeutsche Autor Franz Xaver Stegmayer gerade recht. Stegmayer wird von seinem Verleger, auf Recherchereise geschickt: Schleswig-Holstein, Westküste, Nachsaison. Er soll herausfinden, wo am Watt der Mordshund begraben liegt. Dumm nur, dass Stegmayer mit Land und Leuten nicht die Bohne was anfangen kann. Ein Brandbrief an den Verleger wird fällig …

    Meine Meinung:

    Mit diesem Buch hatte ich so meine Schwierigkeiten. Fast das komplette Buch besteht aus einem Brief, den Stegmayer an seinen Verleger schreibt. Dazu gibt es jede Menge von Anmerkungen, die als Fußnoten abgelegt worden sind. Die Anmerkungen stammen von den verschiedensten Personen, die ja alle diesen Brief gelesen haben müssen. Man weiß oftmals nicht, ob Stegmayer es ernst meint oder ob er parodiert. Auf jeden Fall tut er sich schwer an der Küste. Ein Highlight ist die Beschreibung seines Boxkampfes mit dem Wind, als er auf den Deich steigt.

    Der Brief erstreckt sich weit über 100 Seiten, und da Stegmayer uns immer wieder von seinem Leid klagt, bleiben inhaltliche Wiederholungen nicht aus. Insbesondere aus den Anmerkungen des Verlegers wird deutlich, dass Stegmayer und er zwar miteinander geredet haben, aber völlig unterschiedliche Erinnerungen an den Gesprächsinhalt haben. Auch dies wiederholt sich.

    Unproblematisch waren die bayrischen Wortgebilde, die Stegmayer benutzt hat. Immerhin kenne ich mich nun mit Flüchen in verschiedenen Steigerungsformen aus. Man muss das Buch sehr konzentriert lesen, um nichts zu versäumen. Dies fiel mir sehr schwer. Ich brauchte für die 140 Seiten 10 Wochen, auch weil ich mehrfach neu begonnen habe. Dabei spürt man an vielen Stellen die Verzweiflung Stegmayers ob seines traurigen Schicksals. Auch ich habe zumindest lächelnd mit ihm gelitten. Es gibt wundervolle Episoden, aber auch viele inhaltliche Wiederholungen.

    Fazit:

    Dieses Buch wird auf dem Cover als Küsten-Krimi angekündigt, doch es gibt am Ende nur einen möglichen Betrugsfall und einen ungeklärten Todesfall, die nicht weiter verfolgt werden. Trotz wunderbarer Abschnitte überwiegt am Ende das Gefühl der Wiederholungen. So kann ich nur drei von fünf Sternen (60 / 100 Punkte) geben. Ich habe einfach nicht den richtigen Draht zum Buch gefunden. Leider.



  10. Cover des Buches Spanisch schimpfen (ISBN: 9783821849645)
    Stephanie Gonsior

    Spanisch schimpfen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Fettnäpfchenführer China (ISBN: 9783958891883)
    Anja Obst

    Fettnäpfchenführer China

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Schimpfologie (ISBN: 9783939435259)
    Christoph Mett

    Schimpfologie

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Buchhandlung_Schmitz_Junior
    Wer seinen Kindern mal wieder neue Schimpfwörter beibringen und auch gleich mit passendem Hintergrundwissen glänzen möchte, für den ist dieses Buch perfekt! Dreißig bekannte Schimpfwörter werden hier erklärt, Verwandtschaften unter anderem zwischen Schreckschraube und Giftzwerg oder Knallfrosch und Scherzkeks aufgedeckt. Wunderbar im Retrolook gestaltet, finden sich in diesem kleinen Buch gleich auch die Lieblingssprüche, an denen man Unsympathen erkennt und es bietet Hilfestellungen, wie man sich gegen sie zur Wehr setzt. Ab 8 und für die Großen (Sandra Rudel)
  13. Cover des Buches Plattdeutsches Schimpfwörterbuch für Westfalen (ISBN: 9783796303012)
  14. Cover des Buches Das verrückte Schimpfwörter-ABC (ISBN: 9783480223169)
  15. Cover des Buches Die Krumpflinge - Egon zieht ein! (ISBN: 9783570158586)
    Annette Roeder

    Die Krumpflinge - Egon zieht ein!

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Großonkel Artich zieht es in den Süden und so ziehen Vater Bertram, Mutter Rosalie und Sohn Albert (Albi) Artich in dessen alte, leerstehende Villa.

    Im Gerümpelkeller versteckt leben die Krumpflinge. Kleine grüne Kerlchen, die aus den Schimpfwörtern der Menschen köstlichen Tee brauen. 

    Wer nun glaubt, es wird nach dem Einzug der Familie Artich fürchterlich geflucht - sehr zur Freude der Krumpflinge - irrt gewaltig. Das Motto der Familie lautet: "Wir heißen Artich und sind artig!" Es fällt wochenlang kein böses Wort.

    Was soll nur aus den Krumpflingen werden, sobald die letzten Brösel für den Kumpftee aufgebraucht sind?


    Altersempfehlung:

    ab 5 Jahre (zum Vorlesen)
    oder für geübte Leser (2. Klasse), große Schrift, aber viel Text. 
    Dank der 15 Kapitel lässt sich das Lesen gut einteilen.



    Illustrationen: 

    Das Buch ist reich an Illustrationen; auf jeder Doppelseite finden sich kleine bis ganzseitige Zeichnungen.

    Die farbigen Abbildungen spiegeln die Handlung wider ohne vorzugreifen oder zu viel zu verraten. 

    Die Gestaltung der Krumpflinge gefällt sehr gut: wuschelige Frisuren und grasgrünes Fell, meist fröhlich lachend oder grinsend. Egon ist immer sehr gut erkennbar, denn er hat einen hellen, herzförmigen Fleck rechts auf seiner Brust.


    Mein Eindruck:

    Dies ist der erste von inzwischen elf Bänden und für uns die zweite Begegnung mit den Krumpflingen. Wir sind passend zur Vorweihnachtszeit zunächst mit Band sieben gestartet.

    Da sich Egon kurz vorstellt mit einem Auszug aus einem Freundebuch (Steckbrief und Foto), kann man mit jedem Buch beginnen.

    Zusätzlich findet sich auf der Buchrückseite in roter Schrift eine kurze Beschreibung: Krumpflinge leben in einer alten Villa, genauer gesagt in deren Keller inmitten von Gerümpel. Egon, der Jüngste von ihnen, ist zwar bemüht, frech und gemein zu sein, aber meist ist er herzensgut. Hierfür wird er von den anderen oft aufgezogen: "Herzfleck-Krumpflingschreck".

    Im ersten Abenteuer wird der Menschenjunge Albi (eigentlich Albert) Artich sein bester Freund.

    Die Charaktere gefallen sehr, denn die Krumpflinge sind frech, chaotisch aber liebenswert und sie schimpfen für ihr Leben gern. Bei Ausdrücken wie "Quatschquark" oder "Trottelolm" braucht man sich aber über unpassende Ausdrücke nicht zu sorgen.

    Wenn es ganz schlimm kommt, flucht Frau Artich ein lautes "Kack...ao!" oder "Kack...adu!". 

    Leider lässt sich ohne ordentliche Flüche der Menschen kein Krumpftee brauen.

    Die Krumpflinge brauchen den Tee zwar nicht zwingend zum Überleben, aber ohne ihn bekommen sie schlechte Laune. Fast so wie bei einem Verzicht auf Schokolade für uns Menschen ;-)

    Oma Krumpfling ruft daher zur Krisensitzung: Egon soll zu den Menschen ziehen, Streiche spielen und kräftig für Chaos sorgen, damit endlich wieder geschimpft wird.

    Doch das ist bei der äußerst wohlerzogenen Familie zunächst gar nicht so einfach. Die Friede-Freude-Eierkuchen-Familie mit "mein Liebling" hier und "mein Liebling" da ist sehr überzogen dargestellt, was mir beim Vorlesen zu viel vorkam, wurde vom Zuhörer aber nicht als störend empfunden. Gleiches beim plötzlichen Dauergeschimpfe in der Villa.

    Die Geschichte ist humorvoll und kurzweilig erzählt, der Schreibstil und die Handlung sind einfach gehalten, die kindgerechten Streiche und Flüche lustig und unterhaltsam. Trotz seiner Streiche kann man Egon nicht böse sein. 

    Das neue Umfeld, d.h. Nachbarskinder, neue Schule usw. wird kaum/gar nicht angeschnitten und bietet daher genug Spielraum für weitere Abenteuer.

    Wir sind gespannt auf die folgenden Geschichten rund um Albi und Egon!


    Fazit:

    Eine unterhaltsame Geschichte, kindgerecht und einfach gehalten, mit liebenswerten Charakteren und zauberhaften, farbenfrohen Illustrationen. 

    Zudem der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und mit Potential für weitere lustige Abenteuer.


    ... 

    Rezensiertes Buch "Die Krumpflinge - Egon zieht ein!" aus dem Jahr 2014

  16. Cover des Buches Du hast angefangen! Nein du! (ISBN: 9783794152780)
    David McKee

    Du hast angefangen! Nein du!

     (12)
    Aktuelle Rezension von: JennysKinderbuchwelt

    Ein sehr nettes Buch über das Thema Streit, wo deutlich wird das man sich auch über Dinge streiten kann obwohl man eigentlich das gleiche meint.

    Ein anderer Blickwinkel auf die Welt haben schon so manchen Streit ausgelöst, obwohl es doch gut ist Dinge Mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

    Gerade die Schimpfwörter finden Kinder super witzig und spannend. Man darf auch Mal was blödes sagen, das ist beim Vorlesen oder erzählen dieser Geschichte erlaubt 👍🏻😊

  17. Cover des Buches Fluggemeinschaft (Kaffeesucht, Sex und ein Ticket ins All 1) (ISBN: B015WWVP5Y)
    Kiki Blu

    Fluggemeinschaft (Kaffeesucht, Sex und ein Ticket ins All 1)

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lin_Rina

    Wow! Ganz anders als erwartet und sehr genial!
    Was soll ich sagen? Es ist SciFi-Bitch-Trash vom Feinsten. Es ist witzig, es ist originell, es ist genau den richtigen Grad schräg und spannend ist es auch.
    Im Bücherregal steht es bei mir neben „Per Anhalter durch die Galaxis“. Nur mit einer Kaffeesüchtigen Kosmetikverkäuferin als Protagonistin.
    Da muss man reinlesen!

  18. Cover des Buches Holy Shit! (ISBN: 9783352008504)
    Rolf-Bernhard Essig

    Holy Shit!

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Janna_Stati
    Inhalt Man geht gut gelaunt über die Wiese und denkt über den kommenden Tag nach, plötzlich stolpert man. Dann kommt es: "Potz Blitz, ey! Dieser verdammte Stein! Der Teufel soll ihn holen!..." Niemand kann ihm entfliehen, denn es kommt unvorbereitet: Das Fluchen! Wir tun es jeden Tag, aber wir denken nie darüber nach, wieso? Meinung Früher ein Tabu-Thema. Aber heute? Warum sollte es heute Tabu sein? Sollte es nicht. Denn jeder Flucht praktisch jeden Tag und denkt nie länger darüber nach als die Paar Sekunden, wenn man es tut. Dabei kann fluchen und schimpfen so spannend sein! Genau das zeigt Rolf-Bernhard Essig in diesem kleinen Fluchbuch! Mit jedem Kapitel erzählt er dem Leser mehr über das Häufigste Phänomen in unserer Welt. Mal ist es "nur" Geschichte, die er mit pfiffigen Beispielen aufpeppt und schmackhaft macht. Ein anderes Mal sind es die Beispiele aus unserem täglichen Leben: Autofahren, Arbeiten und Sport. Lustig, zynisch und offen, so erzählt Rolf-Bernhard Essig! Ein mancher würde sagen es ist zu indiskret, zu direkt, aber ich bin anderer Meinung. Für mich ist es spannend immer wieder neue Themen anzusprechen und hin und wieder auch mal aus dem Rahmen zu fallen. Warum? Weil jeder manchmal gerne ein Tabu brechen will. Das Büchlein heitert auf, macht gute Laune und ist perfekt für unterwegs, weil die Abschnitte niemals zu lang sind und das Buch selber ein sehr handlicher Format aufweist. Rolf-Bernhard Essigs Geschichten werden mit den Illustrationen von Papan zum totalen Knaller. Ich habe die kleinen Bildchen geliebt, weil sie den Kern der Dinge treffen! Fazit Ein absolut gelungenes Fluchbüchlein, dass jedem Spaß macht und in jede Tasche passt! Ich empfehle es jedem, klein und groß, die sich auch mal trauen wollen "böse" Wörter zu lesen!
  19. Cover des Buches Vorsicht Französisch! (ISBN: 9783468791574)
    Anne-Claire Paumard

    Vorsicht Französisch!

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Alienor
    Es gibt ja eine große Menge an kleinen Büchlein, die auf spaßige Weise einen thematischen Wortschatz in allen möglichen Sprachen vermitteln wollen. Oft hält sich der Nutzwert allerdings in engen Grenzen. Mit "Vorsicht Französisch" ist es jedoch gelungen, Spaß und Wissen zu verbinden. Vom ersten Blick auf Einband und Klapptext her schien der Witz eindeutig im Vordergrund zu stehen und man erhielt den Eindruck, man könnte hier lediglich ein paar Phrasen "cooler" französischer Jugendsprache lesen. Das Buch geht jedoch deutlich darüber hinaus: Neben Begrüßungen, Verabschiedungen, Themen rund ums Shoppen, Einkaufen, Essen, Ausgehen, Flirten und Familie werden Eigenheiten wie der Gebrauch des Verlan, der SMS-Kurzsprache und andere Merkmale des "francais familier" kurz und knapp geschildert. Man erhält einen guten Gesamteinblick ins aktuelle Alltagsfranzösisch, den man wirklich selten in der Schule bekommt. Und tatsächlich: Als ich für ein halbes Jahr in Frankreich gelebt habe, konnte ich viele Ausdrücke und Sätze dieser Art täglich gut gebrauchen. Weitere Tipps und Hinweise zum kulturellen Alltag in Frankreich runden das Buch ab. Schimpfwörter kommen natürlich auch nicht zu kurz und sorgen für jede Menge Heiterkeit. Besonders gut fand ich, dass, wenn auch leider nur teilweise, wörtliche Übersetzungen der Redewendungen angegeben waren, so dass man auch etwas genauer versteht, was man da eigentlich von sich gibt. Für blutige Anfänger ist das Buch meiner Meinung nach leider nur beschränkt geeignet, da, wie gesagt, an vielen Stellen die Übersetzungen zu undifferenziert sind oder sogar fehlen. Außerdem ist keine Lautschrift dabei. Fazit: Ein tolles Buch für Fans der französischen Sprache und Leute, die es einmal für einen längeren Urlaub oder Aufenthalt nach Frankreich verschlagen sollte und die sich dann nicht nur mit gestelztem Standard-Französisch verständlich machen wollen.
  20. Cover des Buches Der kleine Rabe Socke: Alles erlaubt? (ISBN: 9783480201938)
    Nele Moost

    Der kleine Rabe Socke: Alles erlaubt?

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Leselady
    Zum Inhalt...
    Der Dachs hat seine Freunde eingeladen, doch bei Spaghetti und Sauce kann sich nicht jeder am Tisch so benehmen, wie es sich für ein wohlerzogenes Jungtier gehört. Es wird geschmatzt, gespuckt und mit vollem Mund gesprochen, bis Frau Dachs der Kragen platzt und sie den kleinen Raben Socke augenblicklich nach Hause schickt. Hinterher schickt sie die Ermahnung, wenn er nicht das bravste Tier im Wald wird, dann gibts zu seinem Geburtstag keine Geschenke. Diese Androhung verfehlt nicht seine Wirkung und der kleine Rabe überlegt, wie man das eigentlich lernt. Und was ist überhaupt Bravsein?
    Also rollt "Aktion-immer-brav-sein" an und mit Hilfe seiner Freunde durchlebt er eine beachtliche Wandlung, bis... ja bis ihm eines Tages tolle Idee einfällt...

    Informationen zu Buch und Verlag:
    • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
    • Verlag: Esslinger Verlag Schreiber (1. Januar 1997)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3480201938
    • ISBN-13: 978-3480201938
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 5 Jahre
    • Größe und/oder Gewicht: 30,4 x 22,4 x 0,6 cm
    Quelle: http://www.amazon.de/Alles-erlaubt-Immer-schafft-keiner/dp/3480201938

    Eindrücke / eigene Meinung:
    Und wieder einmal besuchte mich der kleine Rabe Socke, dieses Mal mit einem Thema, das Eltern, wie Kinder gleichermaßen oft im Alltag beschäftigt. "Alles erlaubt? Oder immer brav sein?"

    Wie wir das bereits aus vielen anderen kleine-Rabe-Büchern kennen, setzt sich auch diese Geschichte hier mit kind- und alteresgerechten Stärken, Schwächen und deren Lösungsansätzen auseinander. Bedeutet brav zu sein ausschließlich das dogmatische Befolgen von unzähligen Regeln? Gibt es Ausnahmen und wann sind diese erlaubt? 

    Die Grundidee und Motivation hinter dieser Geschichte ist fabelhaft, die Umsetzung recht ordentlich gelungen und dennoch gehört diese Geschichte, meiner Meinung nach, nicht zu den ganz starken Rabe-Büchern, von denen es mittlerweile ca. 40 veschiedene Bücher gibt.

    Traumhaft schön jedoch wieder die Illustrationen von Annett Rudolph, deren bezaubernde Ausdrucksstärke,  ich außerordentlich schätze!

    Fazit: Durchaus empfehlenswert, wenn auch etwas schwächer, als gewohnt. Ein optischer Augenschmaus für Jung und Junggebliebene..
  21. Cover des Buches Italienisch schimpfen (ISBN: 9783821849522)
    Dr. Michele Lodeserto

    Italienisch schimpfen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Ottokar und die neuen Deutschen (ISBN: 9783320018788)
    Ottokar Domma

    Ottokar und die neuen Deutschen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Tod im Hopfengarten (ISBN: 9783740800345)
    Alexander Bálly

    Tod im Hopfengarten

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomarie

    Seit der Metzgermeister Wimmer seinen Betrieb an den Schwiegersohn übergeben hat, versucht er sich mit diversen Hobbys, denn dem Jungen dreinreden ist seine Sache nicht. Aber nichts hat ihn so recht fesseln können, bis auf seine eher zufällig entdeckte Begabung als Hobbydetektiv. So hat er schon einige Fälle lösen können, nicht nur zur Freude der zuständigen Polizeidienststellen. Aber Kommissar Konrad erkennt durchaus, wo Wimmers Stärken liegen. Wenn der alte Herr in breitestem bayrisch mit eventuellen Zeugen schwatzt, erfährt er meist einiges mehr, als die „Offiziellen“.
    Gleich zwei Fälle beschäftigen die Polizei in der Holledau. Zum einen die zunehmenden Kirchendiebstähle. Es gibt kaum einen Ort, der nicht den Verlust von Heiligenfiguren verzeichnen muss. Es gibt so gut wie keine Spuren. Zum anderen wurde zufällig am Rande eines Hopfenfeldes eine skelettierte Leiche gefunden. Bald gibt es Hinweise, die zu einem Vermissten führen, aber die Eltern wollen davon nichts wissen.


    Konrad will Wimmer mit den Kunstdiebstählen beschäftigen, damit die Ermittlungen im Mordfall in amtlicher Hand bleiben. Aber es kommt anders als er denkt.


    Wolnzach, das beschauliche Kleinstädtchen in der Holledau ist der Wirkungskreis dieses überaus sympathischen und auch erfolgreichen Ermittlers. Dabei agiert Wimmer nicht allein, zum Missfallen seiner Tochter hat er seine Enkelin mit dem Sherlock-Holmes-Fieber angesteckt und die zwei sind wirklich ein patentes Team. Wo bei Wimmer Lebenserfahrung und Leutseligkeit vorherrschen, kann Anna mit Computerkenntnissen punkten.


    Ich finde die Geschichten einfach klasse geschrieben, lebensnah und realistisch, dabei immer mit Augenzwinkern und bodenständigem bayrischen Humor. Dazu tragen auch die Dialektpassagen bei, denn Wimmer kann alles, nur nicht Hochdeutsch. Der verzwickte Mordfall birgt menschliche Abgründe in sich und das wird sehr spannend erzählt.


    Der Oberbayern Krimi hat mir wieder ausgezeichnet gefallen, die Mischung aus Regionalität, Humor, Spannung und gut dargestellten Charakteren ist perfekt.

  24. Cover des Buches PONS Wörterbuch der Jugendsprache 2006 (PONS-Wörterbücher) (ISBN: 9783125176492)

    PONS Wörterbuch der Jugendsprache 2006 (PONS-Wörterbücher)

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Nele
    Zum Nachschlagen und sich ein paar Minuten vertragen sicherlich ganz nett. Mehr als das allerdings nicht. Da ich zu der Zeit als das Buch rauskam selber noch "jugendlich" war konnte ich manche Ausdrücke die dort standen nicht nachvollziehen, was sicherlich daran lag, dass die Bücher immer noch die "erwachsenen" schreiben. Ich würde nicht sagen, dass es ein Fehlkauf war, denn unterhaltsam ist es allemal. Vielleicht gibt es aber andere "Wörterbücher der Jugendsprache" die irgendwie näher an den Jugendlichen sind...

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