Bücher mit dem Tag "schlacht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schlacht" gekennzeichnet haben.

129 Bücher

  1. Cover des Buches Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter (ISBN: 9783423718882)
    Sarah J. Maas

    Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter

    (2.141)
    Aktuelle Rezension von: Chiara_M_

    Eine Achterbahn der Gefühle! 😍✨☀️🤩😮‍💨😫🤯😭🥰✨Ich habe Teil 3 direkt begonnen, nachdem ich Band 2 beendet hatte, da ich so dringend wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Dieses Buch ist mindestens genauso gut wie der vorherige Teil - wenn nicht sogar noch besser. Ich habe mitgefiebert, ich war empört, ich habe geflucht und geweint, ich habe gelächelt und gelacht. Die Story hat mich absolut in ihren Bann gezogen und es war ein Leichtes für mich, alles um mich herum zu vergessen! Das Buch hat mich einige Stunden Schlaf gekostet, weil ich mit Lesen nur ungern aufhören wollte. 😂 Und weil ich in dieser Rezension nicht spoilern möchte, bleibt mir lediglich übrig, zu sagen, dass ich alles daran geliebt habe! 🥰✨

  2. Cover des Buches Der kleine Hobbit (ISBN: 9783423715669)
    J. R. R. Tolkien

    Der kleine Hobbit

    (4.762)
    Aktuelle Rezension von: AndreasW

    Ich habe Der Hobbit nach den Filmen gelesen, um zu sehen, wie die ursprüngliche Geschichte aufgebaut ist.

    Was direkt auffällt:
    Das Buch ist deutlich kompakter und einfacher erzählt als die Filme.

    Die Handlung folgt einer klassischen Reise:
    Ein eher unscheinbarer Charakter wird aus seinem Alltag gerissen und entwickelt sich Schritt für Schritt weiter.

    Genau das macht für mich den Reiz aus.

    Was mir gefallen hat

    • klare, verständliche Struktur
    • starke Entwicklung von Bilbo
    • eine Welt, die einfach wirkt, aber trotzdem lebendig ist

    Besonders spannend fand ich, wie wenig es eigentlich braucht, damit die Geschichte funktioniert.
    Es gibt keine überladene Handlung, keine unnötige Komplexität – und trotzdem wirkt alles stimmig.

    Unterschied zu den Filmen

    Die Filme erweitern die Geschichte deutlich:

    • mehr Handlung
    • zusätzliche Figuren
    • neue Nebenstränge

    Das macht sie größer und epischer, aber auch umfangreicher als nötig.

    Das Buch hingegen bleibt fokussiert und wirkt dadurch sehr rund.

    Fazit

    Der Hobbit zeigt, dass eine gute Geschichte nicht kompliziert sein muss, um zu funktionieren.

    Wer eine klare, klassische Fantasy-Geschichte sucht, wird hier definitiv fündig.
    Wer die Filme kennt, bekommt hier die kompaktere und ursprüngliche Version der Geschichte.


    Einen ausführlichen Analyse-Artikel aus Autorenperspektive zu Der Hobbit habe ich hier veröffentlicht:

    https://open.substack.com/pub/andreaswoelfel/p/was-ich-als-autor-aus-der-hobbit?r=476xu4&utm_campaign=post&utm_medium=web&showWelcomeOnShare=true

  3. Cover des Buches Onyx Storm – Flammengeküsst (ISBN: 9783423284509)
    Rebecca Yarros

    Onyx Storm – Flammengeküsst

    (673)
    Aktuelle Rezension von: Ellisbookshelf

    Ich mochte Fourth Wing wirklich gerne und Iron Flame fand ich dann so langweilig, aber Onyx Storm hat mich wieder zurückgeholt. LET´S GOOOOO! Vorsicht: fieser Cliffhanger am Ende! Und macht euch bereit für world Building und ne Travel quest (alles genau mein Ding). Außerdem hab ich vor dem Lesen schon gesagt, dass POV Wechsel gut wären und LEUTE es gibt POV Wechsel!!

  4. Cover des Buches Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter 7) (ISBN: 9783551322876)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter 7)

    (9.854)
    Aktuelle Rezension von: LiJen

    Die Heiligtümer des Todes

    Drei magische Gegenstände die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden werden. 

    Ein Jahr auf der Flucht mit seinen Freunden. Spannungen und Freude. 

    Das lösen des Rätsels und Suchen der Gegenstände. 

    Wie werden Sie richtig angewendet. 

    Die entscheidende Schlacht. 

    Wer wird fallen und wer stehen. 

    Werden es alle überleben. 


    Spannung pur. Muss man gelesen haben


  5. Cover des Buches Outlander - Die geliehene Zeit (ISBN: 9783426518106)
    Diana Gabaldon

    Outlander - Die geliehene Zeit

    (1.486)
    Aktuelle Rezension von: Glenn_Harrow

    Gabaldon wirft eine Frau aus dem 20. Jahrhundert in den schottischen Hochlanden des 18. Jahrhunderts und schaut was passiert. Was passiert, ist mehr als erwartet – ein Roman der sich nicht entscheiden kann ob er Abenteuer, Liebesgeschichte oder Historienroman sein will, und der genau deshalb funktioniert. Vier Sterne weil die Länge gelegentlich auf Kosten der Präzision geht. Aber wer einmal drin ist, kommt nicht leicht raus.

  6. Cover des Buches Krieg und Frieden (Leo Tolstoi) (ISBN: B0CH3HX6TW)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden (Leo Tolstoi)

    (516)
    Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_Happyendings

    Tolstois "Krieg und Frieden" ist ein zeitloses Meisterwerk, das die Schicksale russischer Adelsfamilien während der napoleonischen Kriege verfolgt, insbesondere die Entwicklungen von Pierre Besuchow, Andrej Bolkonski und Natascha Rostowa. Der Roman verbindet persönliche Geschichten mit historischen Ereignissen und zeigt die psychologische Tiefe der Charaktere. Besonders eindrucksvoll sind Pierres und Nataschas Wandlungen. Tolstois schonungslose Darstellung des Krieges, insbesondere der Schlacht von Borodino, entlarvt heroische Mythen und thematisiert die Sinnlosigkeit des Krieges sowie die Rolle des Individuums in der Geschichte.

    Die Detailtreue des russischen Gesellschaftslebens im 19. Jahrhundert ist bemerkenswert, auch wenn die Vielzahl an russischen Namen und die Länge des Romans eine Herausforderung darstellen können.

    Empfohlen für:

    • Liebhaber komplexer Literatur
    • Geschichtsinteressierte
    • Leser philosophischer Themen
    • Fans tiefgehender Charakterentwicklung

    Weniger geeignet für:

    • Leser, die schnelle Unterhaltung suchen
    • Personen, die lange philosophische Passagen vermeiden
    • Leser, die Schwierigkeiten mit vielen Charakteren und Handlungssträngen haben

    Ein hilfreicher Tipp für das Lesen ist, eine Liste der Hauptcharaktere und deren Beziehungen zu erstellen.


  7. Cover des Buches Eragon - Der Auftrag des Ältesten (ISBN: 9783734162145)
    Christopher Paolini

    Eragon - Der Auftrag des Ältesten

    (2.964)
    Aktuelle Rezension von: LiJen

    Es ist der zweite Teil. 

    Die Reise geht weiter. Neue Charaktere. Neue Aufgaben. Neue Verbündete und Feinde. 

    Eragon wird wieder viel lernen und ab seine Grenzen kommen. 

    Und auch Saphira entwickelt sich weiter. 

    Es ist denn Autor sehr gut gelungen alles visuell und super zu schreiben. 

    Ich liebe das Buch. 

  8. Cover des Buches Eragon - Das Erbe der Macht (ISBN: 9783734162190)
    Christopher Paolini

    Eragon - Das Erbe der Macht

    (1.620)
    Aktuelle Rezension von: LiJen

    Mit diesem Teil ist Christopfer ein episches Finale gelungen. 

    Die entscheidende Schlacht. Wer wird siegen

    Wer wird fallen? 

    Werden Familienbande bestehen. 

    Werden Freunde zusammen bleiben oder sich trennen? 

    Was passiert nach der Schlacht? 

    Viele fragen die beantwortet werden. 

    Wieder sehr schön und visuell geschrieben. 


    Sehr zu empfehlen

  9. Cover des Buches Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3) (ISBN: 9783551320957)
    Victoria Aveyard

    Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3)

    (713)
    Aktuelle Rezension von: HazalReads

    Band 3 der Reihe (Goldener Käfig) von Victoria Aveyard hat mich emotional komplett zerstört – und zwar von der ersten bis zur letzten Seite.

    Die gesamte Reihe fühlt sich ohnehin wie ein Strudel aus Verzweiflung, Hoffnung und ständigem Kampf an, aber dieser Band hebt das nochmal auf ein ganz anderes Level. Es gibt kaum Momente zum Durchatmen. Selbst wenn sich etwas zum Guten wendet, wird diese Hoffnung gefühlt sofort wieder zerstört. Dieses ständige Auf und Ab macht das Buch unglaublich intensiv – aber auch emotional extrem belastend.

    Besonders stark fand ich die Darstellung der Gefangenschaft und des Ausgeliefertseins. Diese Passagen waren kaum zu ertragen, weil man nicht nur mitfiebert, sondern wirklich mitleidet. Es hat mich emotional sehr an die düsteren, schmerzhaften Momente aus Throne of Glass erinnert, wo Figuren an ihre absoluten Grenzen gebracht werden.

    Was die Charaktere angeht, hatte ich sehr gemischte Gefühle. Mare Barrow macht in diesem Band eine enorme Entwicklung durch. Ihre Reifung ist deutlich spürbar – auch wenn sie durch Trauma, Schmerz und Verlust geprägt ist. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und stark, auch wenn sie emotional sehr schwer zu lesen ist.

    Ganz anders ging es mir mit Cal. Seine Entscheidungen haben mich oft frustriert und enttäuscht. Gerade im Vergleich zu Mares Entwicklung wirkt er unsicher, hin- und hergerissen und teilweise nicht konsequent genug. Diese Dynamik zwischen den beiden hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt.

    Was dieser Band besonders gut schafft, ist dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Man wartet die ganze Zeit auf Erlösung – auf einen Moment, in dem sich alles zum Guten wendet. Aber dieser Moment kommt nicht. Und genau das macht die Geschichte so real und gleichzeitig so schmerzhaft.

    Am Ende bleibt vor allem eines: das Gefühl, dass noch ein langer, harter Weg vor den Figuren liegt. Ein klares Happy End ist noch lange nicht in Sicht – und genau das macht mich gleichzeitig neugierig und traurig.

    Dieser Band ist intensiv, düster und emotional extrem fordernd. Er hat mich zerrissen – und genau deshalb bleibt er so stark im Gedächtnis.

  10. Cover des Buches Throne of Glass – Herrscherin über Asche und Zorn (ISBN: 9783423765367)
    Sarah J. Maas

    Throne of Glass – Herrscherin über Asche und Zorn

    (703)
    Aktuelle Rezension von: Nataliteratur

    Ich habe „Herrscherin über Zorn und Asche“ regelrecht verschlungen – für mich ganz klar ein 5/5-Sterne-Buch. Selten hat mich eine Geschichte so gepackt und emotional mitgerissen.  


    Was mich besonders begeistert hat, war die Intensität der Handlung. Die Welt wirkt düster, roh und gleichzeitig unglaublich lebendig. Jede Szene hatte Gewicht, nichts fühlte sich überflüssig an. Vor allem die Entwicklung der Protagonistin fand ich phänomenal – sie ist komplex, stark, verletzlich und in ihren Entscheidungen absolut nachvollziehbar.  


    Auch der Schreibstil hat mich total überzeugt. Er ist bildgewaltig, ohne überladen zu wirken, und schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die einen komplett in die Geschichte hineinzieht. Ich hatte mehrfach Gänsehaut-Momente und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.  


    Die Dynamiken zwischen den Charakteren sind ebenfalls ein Highlight. Beziehungen fühlen sich echt an, Konflikte sind greifbar, und nichts ist zu einfach oder klischeehaft gelöst. Gerade diese Mischung aus Emotion, Spannung und moralischer Grauzone macht das Buch für mich so besonders.  


    Für mich war es eine durch und durch fesselnde Leseerfahrung – intensiv, mitreißend und absolut unvergesslich. Ich kann es nur jedem empfehlen, der starke Charaktere und eine packende, düstere Geschichte liebt.

  11. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9783423761833)
    Amie Kaufman

    Illuminae

    (575)
    Aktuelle Rezension von: LeseEule28

    Ich wusste nicht genau, was mich mit den Illuminae-Akten erwartet und habe bewusst vorher nicht viel darüber gelesen, um mich nicht zu spoilern. Auch in meiner Rezension möchte ich nichts spoilern.

    Zunächst ein großes Lob an die Autoren, aber auch an die Übersetzer und den Verlag, so ein Projekt anzugehen, denn es ist mehr als ein Buch. Der gestalterische Aufwand war mit Sicherheit immens, aber meiner Meinung nach war er es auf jeden Fall wert. So erlebt man das Buch in einer Eindringlichkeit, die ich so noch nicht kannte.

    Die Protagonisten sind noch Teenager, könnten praktisch meine Enkel sein, und ich gehöre somit sicher nicht zur anvisierten Altersgruppe. Trotzdem war ich unheimlich gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der sich mal auf ein ganz anderes Buchabenteuer einlassen möchte. Die Serie gehört sicher zu meinen Lese-Highlights!

    Wenn man 6 Sterne vergeben könnte, würde ich die sicher vergeben.

  12. Cover des Buches Plötzlich Fee - Winternacht (ISBN: 9783453314450)
    Julie Kagawa

    Plötzlich Fee - Winternacht

    (1.615)
    Aktuelle Rezension von: JbambiM

    Hat mir leider deutlich schlechter gefallen, alles Band1. Es hat sich unfassbar gezogen, war streckenweise so langweilig. Das hin und her zwischen Meghan und Ash und später auch Puck, ging mir auch tierisch auf die nerven. Allgemein fand ich Meghan in diesem Band super nervig und unsympathisch. 

    Ashs mal so/mal so Laune war auch schwer zu ertragen. Was gut war, war die Rückkehr von Puck und die letzten 2-3 Kapitel. 


    Ich habe jetzt öfter gelesen, das es vielen bei Band 2 so erging und das eher so ein lückenfüller Band sei.. und das es nun wieder besser und spannender wird.

    Ich lese jetzt noch die zweite Novelle und dann mal sehen, wann ich mit Band 3 starte

  13. Cover des Buches Der Glanz der Dunkelheit (ISBN: 9783846602409)
    Mary E. Pearson

    Der Glanz der Dunkelheit

    (1.263)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Books

    Was für eine tolle Reihe und sie wird mit einem echt spannenden finalen Band abgeschlossen. Die Geschichte war total fesselnd und immer wieder sind neue Sachen passiert, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Die ganze Reihe war absolut genial und den Abschluss hatte ich so nicht wirklich erwartet. Es waren alle Gefühle mit dabei - Freude, Trauer, Wut, Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit und noch viele mehr. Ich hab die Charaktere mittlerweile so sehr ins Herz geschlossen, dass ich mit allen in diesem Teil mitgefiebert habe. Es gab so viele unerwartete Wendungen in denen sich auch die Charaktere entscheiden müssen, und das waren keine leichten Entscheidungen. Da fühlt man mit jedem mit. Ich hab die Welt wirklich lieben gelernt, auch wenn es etwas gebraucht hat, aber sie war einfach nur genial. Ich bin jetzt wirklich etwas traurig, dass es vorbei ist.

    Der Schreibstil war wieder absolut genial. Man wurde direkt in die Geschichte reingezogen und man konnte sich alles so gut vorstellen.

    Fazit: Absolute Empfehlung für die ganze Reihe.

  14. Cover des Buches A Court of Wings and Ruin (English Edition) (ISBN: 9781526617170)
    Sarah J. Maas

    A Court of Wings and Ruin (English Edition)

    (276)
    Aktuelle Rezension von: Melinar

    A Court of Wings and Ruin von Sarah J. Maas hat mir, genau wie die vorherigen Bände, richtig gut gefallen.

    Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der Charaktere. Feyre wird im Laufe der Geschichte immer stärker, selbstbewusster und wächst spürbar über sich hinaus. Aber auch die Nebenfiguren bekommen mehr Tiefe – vor allem Nesta, die anfangs eher kühl und unnahbar wirkt, zeigt nach und nach eine ganz andere Seite.

    Trotz der Länge von rund 700 Seiten und teilweise längeren Kapiteln bleibt die Geschichte durchgehend fesselnd. Es passiert immer genug, um einen am Weiterlesen zu halten, sodass das Buch sich wie ein echter Page-Turner anfühlt.

    Auch das Worldbuilding ist wieder ein großes Highlight. Die Welt ist detailliert ausgearbeitet und es macht einfach Spaß, in sie einzutauchen und mehr darüber zu erfahren.

    Insgesamt ein epischer und mitreißender Band mit starker Charakterentwicklung, spannender Handlung und einer unglaublich gut aufgebauten Welt.


  15. Cover des Buches Kinder des Nebels (ISBN: 9783492704793)
    Brandon Sanderson

    Kinder des Nebels

    (442)
    Aktuelle Rezension von: Jennifer-Gneiting

    Zitat:

    But you can’t kill me, Lord Tyrant. I represent that one thing you’ve never been able to kill, no matter how hard you try. I am hope.

    Schreibstil:

    Brandon Sanderson erzählt klar, durchdacht und gleichzeitig spannend. Besonders beeindruckend sind die kurzen Einschübe zu Beginn vieler Kapitel. Ihre Perspektive ist zunächst rätselhaft, doch sie schaffen sofort eine Stimmung und setzen subtile Grundhaltungen für das kommende Kapitel. Durch ihre Vielseitigkeit wirken sie frisch, bereichern die Geschichte und erinnern ein wenig an die Illustrationen und erklärenden Einschübe anderer Bücher des Autors. 

    Die Perspektivwechsel innerhalb der Haupthandlung sind ebenso elegant umgesetzt. Sie wirken nie abrupt, sondern organisch und fügen sich harmonisch in den Fluss der Geschichte ein. Sanderson verwendet einen personalen Erzähler, was erlaubt, Figuren ganz nah zu beleuchten oder gleichzeitig mehrere Handlungsstränge im Blick zu behalten. Gerade in einer komplexen Welt wie dieser sorgt das für Klarheit und Tiefe, ohne die Erzählung zu überladen.

    Darüber hinaus schafft Sanderson es, Tempo, Spannung und Atmosphäre geschickt zu kombinieren: frühe Kämpfe, kleine Details und Andeutungen bauen direkt Spannung auf, während gleichzeitig die Welt, die Magie und die Charaktere subtil eingeführt werden. Die Mischung aus actionreichen Szenen, ruhigen Reflexionen und clever gesetzten Einschüben macht den Schreibstil abwechslungsreich und fesselnd.

    5/5 ⭐

    Charaktere:

    Eine der größten Stärken des Buches sind seine Figuren. Besonders positiv fällt auf, dass mit Kelsier ein erwachsener, erfahrener Protagonist im Zentrum steht. Seine Klugheit, Bedachtheit und Lebenserfahrung wirken erfrischend und vermeiden typische Naivität. Gleichzeitig bleibt er impulsiv und offen für neue Ideen – eine Balance, die ihn sehr lebendig macht.

    Die Beziehung zwischen Kelsier und Vin empfinde ich als besonders gelungen: weniger romantisch, sondern eher wie eine Vater-Tochter-Konstellation. Beide brauchen einander, passen aufeinander auf, nerven sich – und genau das macht ihre Dynamik so glaubwürdig.

    Vin selbst überzeugt durch ihre Ehrlichkeit. Sie zweifelt weiter am Plan, bleibt misstrauisch und schreckhaft – Eigenschaften, die angesichts ihrer Vergangenheit realistisch und nachvollziehbar sind. Dass sie bei der Gruppe bleibt, weil sie die Menschen liebgewonnen hat, wirkt leise, aber sehr stark.

    Neben den Hauptfiguren überzeugen auch die zahlreichen Nebenfiguren. Manche von ihnen spielen eine zentrale Rolle, andere treten nur zeitweise in den Vordergrund – doch alle wirken einzigartig, lebendig und liebevoll ausgearbeitet. Keine Figur fühlt sich austauschbar oder bloß funktional an. Gerade dadurch entsteht das Gefühl einer echten Gemeinschaft. Beim Lesen hatte ich nicht den Eindruck, einfach nur einer Geschichte zu folgen, sondern selbst mitten unter den Freunden zu stehen und Teil dieser Welt zu sein.

    5/5 ⭐

    Geschichte:

    Die Geschichte überzeugt durch ihre außergewöhnlich gute Balance: Politik, Magie, Quest, Freundschaft, Glamour und Verrat greifen ineinander, ohne sich gegenseitig zu verdrängen. Besonders das Magiesystem ist genial konzipiert – logisch, klar begrenzt und voller spannender Konsequenzen. Dass mächtigere Metalle schneller verbrennen und selten sind, sorgt für taktische Spannung statt bloßer Überlegenheit.

    Der frühe erste Kampf gibt der Handlung sofort Tempo und Spannung und dient gleichzeitig als natürliche Einführung in die Allomantie. Auch die Gesellschaft wirkt durch zahllose kleine Details erstaunlich echt.

    Besonders wirkungsvoll ist zudem die Darstellung des Herrschers: Seine fast vollständige Abwesenheit macht ihn bedrohlicher als jede direkte Konfrontation. Gerüchte, Angst und Andeutungen erschaffen eine mysteriöse, allgegenwärtige Macht, die ständig über der Geschichte schwebt.

    5/5 ⭐

    Fazit:

    Kinder des Nebels ist ein durchdachtes, vielschichtiges Fantasybuch mit einem außergewöhnlich klugen Magiesystem, starken Charakteren und einer beeindruckenden erzählerischen Balance. Brandon Sanderson nimmt sich Zeit für Details, psychologische Glaubwürdigkeit und strukturelle Feinheiten – und genau das macht die Geschichte so fesselnd. Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern zum Mitdenken einlädt.

    5/5 ⭐

  16. Cover des Buches Percy Jackson - Die letzte Göttin (ISBN: 9783551557315)
    Rick Riordan

    Percy Jackson - Die letzte Göttin

    (1.475)
    Aktuelle Rezension von: ariadne

    Die Percy-Jackson Reihe von Rick Riordan gehört einfach seit Langem zu einer meiner absoluten Lieblingsreihen und das ist auch nach Jahren noch so. Einfach toll mit wie viel Liebe, Witz und Spannung diese Bücher gemacht worden sind.

    Lese die gesamte Reihe regelmäßig wieder und kann es auch kaum erwarten wieder die Fortsetzung in Angriff zu nehmen. Ich vermisse Percy und Co. jetzt schon!

  17. Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492957939)
    Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit

    (460)
    Aktuelle Rezension von: Pjero

    In einer Welt, die dem Schnellen huldigt, ist Sten Nadolnys Roman eine literarische Verneigung vor der Langsamkeit – nicht als Mangel, sondern als Gabe. Der historische John Franklin, langsam im Denken und Handeln, wird hier zur Projektionsfläche eines tiefer liegenden menschlichen Themas: das Recht, das Leben im eigenen Takt zu begreifen.

    Nadolny schreibt mit ruhiger Eleganz, unaufgeregt und doch durchdrungen von feiner Ironie und existenzieller Tiefe. Die Sprache spiegelt, was sie beschreibt: ein Dahinfließen jenseits des Getriebenseins, ein Lauschen auf den eigenen inneren Rhythmus. Franklin wird dabei zu einem Gegenbild der modernen Rastlosigkeit – und gerade deshalb zu einem Helden des Geistes.

    Ein Roman, der nicht laut sein muss, um lange nachzuhallen. Wer sich darauf einlässt, wird beschenkt: mit Gelassenheit, Erkenntnis – und dem Gefühl, dass Zeit nicht vergeht, sondern sich entfaltet.

  18. Cover des Buches Codex Alera 1 (ISBN: 9783442269372)
    Jim Butcher

    Codex Alera 1

    (268)
    Aktuelle Rezension von: Wanderdrache

    Das Allermeiste an diesem Roman ist gut gemacht. Und auch, wenn das Setting eigentlich interessant ist und auch ein paar gute Ideen vorhanden sind, konnte mich der Roman nie wirklich einfangen. Mir haben die Überraschungen gefehlt.

     

    Schreibstil:

     

    Der Schreibstil ist sehr professionell. Will heißen: Der Text liest sich absolut glatt, die Dialoge funktionieren, Atmosphäre kommt auf. Manche Passagen fühlten sich für mich aber etwas lieblos an. Ähnlich ging es mir auch bei der Handlung.

     

    4,5 Sterne

     

    Charaktere:

     

    Die Figuren sind ausgearbeitet und überzeugen. Mir wurden ihre Gedanken manchmal zu ausführlich beschrieben, das hat mich etwas gebremst.

     

    4,5 Sterne

     

    Handlung und Struktur:

     

    Das Buch ist spannend geschrieben – man merkt, dass der Autor Profi ist und genau weiß, wie er die Leser*innen bei Laune hält. Dadurch war der Roman zwar unterhaltsam, aber für mich hat er sich teilweise ein bisschen wie ein Baukasten angefühlt. Ein versiert zusammengebauter Baukasten zwar, aber nichtsdestotrotz eine Aneinanderreihung von vielen konventionellen Elementen. Ich hatte deshalb meistens schon eine Idee, was als nächstes kommt und das hat den Spaß getrübt. Außerdem fand ich die Kapitel von Fidelias nicht recht interessant.

     

    4 Sterne

     

    Tiefgang:

     

    Hier steht Unterhaltung im Fokus, nicht Tiefgang.

     

    Was mir leider gar nicht gefallen hat, ist, dass Frauenkörper immer wieder sexualisiert beschrieben werden (Männerkörper nicht). Wenn es nun nur eine Figur wäre, deren Wahrnehmung nun einmal so ist, wäre das natürlich in Ordnung. Aber hier machen sich ja sogar die Frauen selbst noch schmerzvoll Gedanken darüber, dass ihre Oberweite zu klein sei. Da kann ich ehrlich nur den Kopf schütteln.

     

    Was außerdem auffällt: Jung und schön sind sie natürlich alle, die Frauen. Wenn sie nicht jung sind, dann sehen sie nämlich jung aus. Und sie schmachten ihre Männer an. Auch (oder vor allem), wenn diese viel älter sind. In meinen Augen ist das problematisch.

     

    Man muss natürlich bedenken, dass das Buch nun nicht mehr taufrisch ist. Seit dem Erscheinungsjahr 2004 hat sich das Frauenbild sicherlich verändert. Ob es der Autor heute genauso schreiben würde, weiß ich deshalb natürlich nicht. Fakt ist aber: Diese Aspekte machten das Ganze stellenweise etwas ungenießbar für mich.

     

    2 Sterne

     

    Worldbuilding:

     

    Das Antike-Setting hat mir gut gefallen. Für den Fantasyanteil sorgten dann die Elementare. Allerdings ist Elementarmagie an sich nun nicht unbedingt originell und dass viele neue Wesen erfunden wurden, empfand ich nicht unbedingt als Vorteil. Es wirkte auf mich oft überflüssig und bremsend, weil man als Leser*in Energie damit verschwendet, sich die Viecher zu merken statt sich auf Handlung und Figuren zu konzentrieren. Das hätte ich also so tatsächlich nicht gebraucht und gibt einen halben Stern Abzug.

     

    4,5 Sterne

     

    Ich bin sicher, die Reihe hat viele Fans. Man muss einfach ehrlich sagen: Das hier ist hervorragende Handwerkskunst. Dass das Buch von mir die 5 Sterne aber trotzdem nicht bekommt, liegt zu einem erheblichen Teil an der Frauendarstellung, zum anderen daran, dass es sich für mich im Gesamten betrachtet einfach ein wenig uninspiriert angefühlt hat. Ich fand einfach nichts, was mich wirklich interessiert hätte und so war die Leseerfahrung eher zäh. Deshalb werde ich die Reihe auch nicht fortsetzen.

     

    Gesamtwertung: 3,9 Sterne, macht gerundet 4 Sterne

  19. Cover des Buches Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis (ISBN: 9783846600788)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis

    (215)
    Aktuelle Rezension von: JulieFlamingo

    Teil drei dieser wunderbaren Geschichte und weiterhin auf hohem Niveau.

    Was Tahir hier für eine Welt erschaffen hat, lässt mich jedes Mal bewundern. Aber die Charaktere sind Einzigartig. Das beides zusammen macht diese Reihe zu etwas besonderem.

    Wir begleiten weiterhin Elias, Laia und Helena. Diese drei könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch fiebert man mit jedem Charakter mit. Und dann ist da auch noch der Schattenbringer, zwar lesen wir hier nichts mehr aus seiner Sichtweise und dennoch ist er sehr präsent. Obwohl er Teil des Bösen ist, lässt auch er mich nicht kalt. Der Inbegriff des Bösem - Keris - auch ich durchschaue sie nicht, aber wenn ich jemanden in der Geschichte verabscheue, dann sie. Auch das hat die Autorin einfach meisterhaft beschrieben.

    Minimal bemängeln muss ich leider, das ich es teilweise etwas als langatmig, aber irgendwie wieder auch nicht als langatmig empfunden hatte. Ich hab es nicht richtig zu fassen bekommen. Insbesondere die Geschichte um Elias war natürlich schmerzhaft, aber zu einem großen Teil hatte ich bei ihm das Gefühl er tritt auf der Stelle. Aber genau so sollte es wohl auch sein.

    Ich glaube Band 4 wird grandios.

  20. Cover des Buches Im leuchtenden Sturm (ISBN: 9783745701203)
    Jennifer L. Armentrout

    Im leuchtenden Sturm

    (406)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    „Im leuchtenden Sturm“ ist der zweite Teil der Jugendbuch Fantasy Serie „Götterleuchten“, welche von Jennifer L. Armentrout geschrieben wurde. Es ist unbedingt notwendig davor das Buch „Erwachen des Lichts“ zu lesen.

     

    Im ersten Buch der Reihe erfährt Josie das sie eine Halbgöttin ist und wird von Seth mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen und muss sich daran gewöhnen, dass sich ihr Leben grundlegend verändert hat. Das man von ihr erwartet zusammen mit anderen Halbgöttern, welche erst noch gefunden werden müssen, die Titanen zu besiegen, da die Götter dazu nicht mehr in der Lage sind. In diesem Buch geht es darum wie Josie mit ihren Kräften umgeht, welche am Ende des letzten Buches nach ihrem sterblichen Tod geweckt wurden und wie sich zusammen mit Seth wie auch anderen auf die Suche nach weiteren Halbgöttern macht.

     

    Die Geschichte wird weiterhin in der ersten Person Singular abwechselnd aus Seths wie auch Josies Sicht erzählt. Dabei muss ich sagen, dass mir Seth als Hauptfigur inzwischen sogar noch lieber ist als Josie, auch wenn ich ihn manches Mal am liebsten schütteln würde. Josie dagegen ist genau der Gegenpart, welchen Seth braucht. Denn sie liebt ihn bedingungslos und hält trotz seiner Taten zu ihm, was bei allem was er getan hat nicht gerade einfach ist. Im Buch tauchen neue interessante Nebencharakter auf, aber mein Lieblingsnebencharakter bleibt nach wie vor Solos, was irgendwie traurig ist. Die Mischung im Freundeskreis, wenn man diese Gruppe so beschreiben kann, wird angespannt, weil nicht jeder Seth über den Weg traut.

     

    Mir hat die Liebesgeschichte zwischen Josie und Seth sehr gefallen. Bei diesem Buch ist mir aufgefallen, dass man schon fast wusste wie Band zwei endet, wenn man mehrere Reihen von der Autorin bereits gelesen hat. Mich stört es nicht, weil mir das inzwischen bei einigen Autorinnen aufgefallen ist. Ich fand spannend wie sich die neuen Kräfte von Josie zeigten und die Kampfhandlungen im Buch wurden sehr gut beschrieben, nicht zu detailliert, aber so dass ich mir das alles gut vorstellen konnte. Der Kampf gegen die Titanen nimmt langsam Fahrt auf und wird immer spannender. Da fragt man sich wer von den geliebten Nebencharakteren wird am Ende noch am Leben sein. Mir hat das Buch sehr gut gefallen da es für mich die perfekte Mischung aus dem war was ich bei Büchern der Autorin schätze. Zudem lässt sich der sehr angenehme Schreibstil flüssig lesen.

  21. Cover des Buches Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant (ISBN: 9783423762632)
    Sally Green

    Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant

    (304)
    Aktuelle Rezension von: Marceline

    Als erstes war ich etwas erschlagen von der Anzahl an Geschichten und Charakteren, wie viele verschiedene Umgebung auf einen zukommen und wie unterschiedlich diese Personen sind. Aber nach ein paar Seiten und ein paar Wechseln, freundete sich mein Gehirn mit der Flut an Informationen an. 

    Es gibt hier einige sehr liebenswürdige Charaktere im Buch und jeder davon trägt zu einer sehr vielschichtigen Handlung bei, die auf eine Sache hinausläuft: Am Ende führen alle Wege zusammen. 

    Die einzelnen Stories bleiben sehr spannend. Wir bekommen ein umfassendes Reich vorgestellt dessen politische Situation den Stein ins rollen bringt. Als Leser aller Geschichten hat man aber schneller den Durchblick um was es bei der Verschwörung geht, da wir alle Informationsfetzen haben. Die Spannung rührt also eher daher, wie die Charaktere sich verhalten und ob ihre nächsten Entscheidungen sie zueinander oder voneinander weg führen.


    Sehr empfehlenswert, ich freue mich auf Band 2

  22. Cover des Buches Everflame 3. Verräterliebe (ISBN: 9783841504227)
    Josephine Angelini

    Everflame 3. Verräterliebe

    (343)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Mit „Everflame – Verräterliebe“ endet die sogenannte Everflame-Trilogie von Josephine Angelini. Obwohl der dritte Band bereits 2016 erschien, ist er in Deutschland bislang das aktuellste Werk der US-amerikanischen Autorin, die mit ihrer Familie und drei Katzen in Los Angeles lebt. Der 2020 in den USA erschienene Jugendthriller „What she found in the woods“, scheint es wohl nicht mehr auf den deutschen Buchmarkt zu schaffen. Auch in Zukunft wird es wohl keine deutschen Neuerscheinungen der Autorin mehr geben. Wer von Angelini und der Everflame-Reihe aber nicht genug bekommen kann, kann sich die Novelle über Rowan, dem männlichen Protagonisten, als E-Book kaufen. 

    Die 17-jährige Lily Proctor und ihre Verbündeten konnten nur knapp den Angriff des sogenannten Schwarms überleben. Sie sind von den Bienenwirkern allerdings an die Westküste des Landes verschleppt worden, in eine Stadt namens Bower City. Lily hat kaum Zeit den Tod ihres Kindheitsfreundes Tristan zu verarbeiten, denn die augenscheinlich harmonische Stadt scheint düstere Geheimnisse zu hegen. Die Hexe Grace Bendingtree, die die Bürgermeisterin ist, stellt die Gruppe vor zwei Optionen: entweder sie werden Mitbürger von Bower City oder sie verlassen die Stadt für immer. Doch eine Rückkehr in den Osten nach Salem werden die regierenden Bienenwirker nicht erlauben. 

    „Lily Proctor schlief nicht.“, ist der erste, zugegeben eher nichtssagende Satz des ersten Kapitels. Der Leser wird dort abgeholt, wo er zuletzt stehen geblieben ist, nämlich mit Lily vor den Toren von Bower City. Es gibt also keinen Zeitsprung zwischen den Bänden. Mit fast 450 Seiten und 15 Kapiteln plus Epilog ist „Everflame – Verräterliebe“ genauso lang wie der zweite Band. Erneut wird aus der personalen Erzählperspektive im Präteritum berichtet, dabei ist meist Lily die Erzählerin, teilweise aber auch Carrick oder Toshi, ein neuer Charakter. Leider gibt es hier wieder das Problem, das die Erzählperspektive ungeschickt gebrochen wird und einzelne Sätze Gedanken oder Gefühle von Figuren wiedergeben, die in diesem Abschnitt nicht die Erzähler sind. Weitere Beschreibungen oder Zitate spare ich mir aber, da ich mich über Angelinis Hang zu Perspektivbrüchen schon zur Genüge ausgelassen habe.

    Ebenfalls bemängelt wurde ihr Schreibstil und die merkwürdigen Vergleiche, die sie verwendet. Auch das bessert sich hier nicht. Beispielsweise bezeichnet Lily Rowan in Kapitel 4 als „eine dunkle Flamme, die zwischen den anderen brennt.“, wobei sich Flamme und dunkel eher ausschließt. Lily meint das wohl als Kompliment. Welchen Sinn hat jedoch eine Flamme, die kein Licht spendet? Sollte dies der klägliche Versuch eines Oxymorons sein, ist er eindeutig gescheitert. Ein anderes Beispiel wäre ein Satz aus Kapitel 11: „die schweren Körper schwangen in einem ungeheuren Tempo zwischen den aufgestützten Fingerknöcheln hindurch.“ Dieser Satz ist so ambig formuliert, dass er auf Anhieb kaum korrekt zu verstehen ist. Für ihren Schreibstil wird Angelini bei mir wohl keinen Blumentopf mehr gewinnen.

    In der Parallelwelt der Hexenwelt lernt Lily ihr anderes Ich kennen: Lillian. Sie ähneln sich aufs Haar, doch bei ihren Persönlichkeiten sieht das etwas anders aus. Lillian ist als Tochter von Samantha in der Hexenwelt geboren und aufgewachsen. Schon mit 13 Jahren wird sie zur herrschenden Hexe von Salem gekrönt, da sie extrem mächtig ist. War sie anfangs noch eine gute Regentin, schlägt dies schon nach wenigen Jahren ins Gegenteil um. Mithilfe ihrer magischen Fähigkeiten erfährt sie von Parallelwelten, die aufgrund von Atombomben unbewohnbar sind, weshalb die Menschheit dort ausgestorben ist. Um dies in der Hexenwelt zu verhindern, schreckt Lillian nicht davor zurück Wissenschaftler, Lehrer und Ärzte zu verfolgen und hinzurichten, um die Entwicklung oder Einsetzung einer Atombombe zu verhindern. Zwar zeigt Lillian Lily ihre Erinnerungen, um ihrer Doppelgängerin klarzumachen, warum sie Forscher exekutieren lässt, doch das rechtfertigt nicht ihre irrationale Angst vor Atomenergie und die Willkür, mit der sie Exekutionen erlässt. Lillian ist ein machthungriger und jähzorniger Charakter, bei der zu Beginn von „Everflame – Verräterliebe“ zwar noch nicht feststeht, ob sie einfach nur verrückt geworden oder so bösartig und manipulativ ist, wie Rowan Lily stets gewarnt hat. Eine Sympathieträgerin ist sie definitiv nicht. Umso weniger lässt sich nachvollziehen, warum Lily Lillian immer mehr in ihre Gedanken lässt und sich so entschieden auf ihre Seite stellt, auch wenn die Angst vor Atombomben an sich erst einmal verständlich ist. So büßt auch Lily einige Sympathiepunkte ein, denn der Charakterwandel, den sie im Verlauf der Reihe durchlebt, macht sie nicht gerade liebenswürdiger. Sie ist deutlich gereizter und aggressiver. Außerdem genießt sie ihre Macht als Hexe zu sehr, und muss sich zum Beispiel immer wieder zügeln, ihre Anhänger nicht einzunehmen und wie willenlose Marionetten zu steuern.

    Allgemein wird das Thema der Atomenergie, das in der gesamten Trilogie eine große Rolle spielt, zu einseitig beleuchtet. Es werden immer wieder die negativen Aspekte benannt: Schäden durch Atombomben, Nuklearkatastrophen und gesundheitliche Schäden durch Radioaktivität. Natürlich sind das ernstzunehmende Probleme, aber diese Argumente sind bekannt und wirken veraltet. Andere wichtige Themen wie der Klimawandel werden von Angelini völlig ignoriert, genauso wie die Pro-Argumente für Kernenergie, vor allem unter Berücksichtigung neuer Methoden wie Flüssigsalzreaktoren. Mit dem Klimawandel hätte Angelini ein aktuelleres und bedrohlicheres Thema als Atombomben verwenden können, welche mit dem Kalten Krieg den Klimax der Relevanz erreicht hatten.

    Neben den Wunschsteinen sind auch die Wirker ein wichtiges Motiv im Urban Fantasy-Universum. Wirker sind tierähnliche Monster, die zu verschiedenen Zwecken gezüchtet und gezähmt werden. Sie dienen beispielsweise dazu Häuser zu bewachen oder schwere Transporte auszuüben. Es gibt aber auch wilde Wirker, die außerhalb der Stadtmauern leben. Sie sind stark, aggressiv und gefährlich. Ihr Fleisch ist giftig, sodass es sich nicht als Nahrung eignet. Dabei können sie ganz unterschiedlich groß sein und aussehen, meist sind es jedoch Hybride unterschiedlicher Tiere. Im Vorgänger erfährt Lily, dass Wirker in ihren Körpern Wunschsteine haben. Der Zweifel wird immer größer, dass es sich bei ihnen nur um wild gewordene Bestien handelt. Möglicherweise haben Wirker ein Bewusstsein oder sie wurden von jemandem mit magischen Fähigkeiten erschaffen. Wirkte das Konzept der Wirker anfangs eher einfallslos, könnten sie durch Lilys Entdeckung nun doch von größerer Wichtigkeit sein. Vor allem die Bienenwirker, die Bower City regieren, werfen ein völlig neues Licht auf diese Wesen. Sie erlauben es den Bewohnern der Stadt in Luxus und Überfluss zu leben, solange sie die Stadt sauber und sich selbst emotional im Zaum halten. Doch damit hat gerade die impulsive Lily ihre Probleme, denn schon Streitgespräche und Disharmonien können die Bienenwirker mit ihrem tödlichen Gift bestrafen.

    Wenn man damit beginnt, den dritten Teil einer Trilogie zu lesen, ist das sozusagen der Anfang vom Ende. Umso mutiger ist es, noch einmal einen neuen Handlungsort zu eröffnen mit neuen Gesetzen, Regeln und Figuren. War ich anfangs skeptisch, konnte ich der Idee von Bower City und dem, was sich dahinter verbarg, schnell etwas abgewinnen. Ohne zu spoilern kann man sagen, dass das, was Lily und ihr Zirkel dort erfahren, essenziell für einen runden Abschluss des Plots ist. Die Geschichte erhält noch einen spannenden Twist und eine stark dystopische Atmosphäre. Zum ersten Mal gab es keine nennenswerten Längen.

    Das Ende bietet ein spannendes Finale. Die Geschichte wirkt gut abgeschlossen, wenn auch etwas runter gebrochen und schnell abgehandelt. Im Vergleich zum letzten Band ihrer anderen Trilogie, ist „Everflame – Verräterliebe“ um Längen besser. Es ist irgendwo schade, dass die bessere Fantasy-Reihe von Angelini diejenige ist, die weniger erfolgreich war.

    „Everflame – Verräterliebe“ ist ein würdiger Abschluss der Urban Fantasy-Reihe, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Dennoch ist der letzte Band der Trilogie aus verschiedenen Gründen kein Highlight. Die regelmäßigen Perspektivbrüche, der unrunde Stil und die einseitige Kritik an Atomkraft beweisen, dass das Jugendbuch von Josephine Angelini Schwächen hat. Hinzu kommt ein Ende, das zu abrupt ist und Fragen offen lässt. Trotz allem ist die Everflame-Trilogie insgesamt gut und lesenswerter als die Göttlich-Trilogie der Autorin. Deshalb gebe ich dem dritten Band der Everflame-Reihe drei von fünf Federn. Somit habe ich alle Bücher der Autorin gelesen, die bislang auf Deutsch erschienen sind, weshalb ich vorerst keine weiteren Bücher von ihr lesen werde.

  23. Cover des Buches IZARA – Verbrannte Erde (ISBN: 9783570314449)
    Julia Dippel

    IZARA – Verbrannte Erde

    (491)
    Aktuelle Rezension von: Leni_Melia_Ebert

    Es war am Anfang etwas traurig doch dann hat man herausgefunden das Tristan sie gerettet hat. Und sie war dann plötzlich ein ganzer Brachion!! Wie toll es war nur traurig das sie Lucian dann erst wieder „zurückholen“ musste. Doch dann wurde ja alles gut, sie haben den angriff gewonnen und haben dann am Ende auch noch die Geschichte gewonnen.

  24. Cover des Buches Löwenblut (ISBN: 9783744874755)
    Monika Pfundmeier

    Löwenblut

    (34)
    Aktuelle Rezension von: SteffiVS

    Man sollte diesen Band nur lesen, wenn man den ersten gelesen hat, da sich viele Ereignisse auf den ersten beziehen. 

    Cäcilia spielt auch in diesem wieder eine tragende Rolle. Konradin zieht in den Krieg um sein rechtmäßiges Erbe zurückzuerlangen. Doch Charles D'Anjou führt den 16-Jährigen in einen Hinterhalt.

    Die Sprache des Buches ist sehr speziell, da es im mittelalterlichen Sprachstil geschrieben ist. Dies liegt sicherlich nicht jedem. Auch fehlt diesem im Gegensatz zum ersten etwas die Spannung.

    Man findet sehr viel Hintergrundwissen, sowohl am Anfang des Buches gibt es eine Kurzeinführung, als auch am Ende des Buches nochmals eine ausführlichere geschichtliche Erklärung.

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