Bücher mit dem Tag "schlachten"
56 Bücher
- George R. R. Martin
Feuer und Blut - Erstes Buch
(155)Aktuelle Rezension von: Kevin_WDas Werk beginnt mit Aegons Eroberung der sieben Königreiche und erzählt die Geschichte der Targaryen-Könige der ersten 140Jahre nach der Eroberung. Hier wird auch der Tanz der Drachen beschrieben und dient als Vorlage der Serie „House oft he Dragon“.
Was nach einem spannenden Buch voller Abenteuer, Intrigen, Helden und Opfer klingt, entpuppt sich aufgrund des Schreibstils jedoch als dröges, langatmiges und in Teilen verwirrendes Werk. Es erinnert mehr an schlechte Geschichtsbücher aus Schulzeiten als an die epischen Romane der Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“, zu dem es die Vorgeschichte sein soll. Als Blindkauf eine große Enttäuschung.
Zumindest bereitet das Intro den Leser auf das kommende vor. „Eine Chronik der Targaryen-Könige von Westeros“. Stichwort Chronik, hier bleibt sich George Martin während des gesamten Werkes treu. Es handelt sich um eine emotionslose und distanzierte Zusammenfassung von 140 Jahren Geschichte, ohne echten Einblick in die Charakterperspektiven und ohne merklichen Spannungsbögen.
Mit großer Regelmäßigkeit wird über das Leben und den Tod der verschiedensten Angehörigen der großen wie auch kleinen Häuser Westeros berichtet, sei es durch Intrigen, Schlachten oder auch Seuchen. Dies geschieht jedoch so komprimiert und dicht gepackt, dass die Spannung gänzlich fehlt und auch schnell der Überblick verloren geht. Dadurch notiert man gedanklich vielleicht ein Drittel der Hausnamen der betroffenen Personen, es fühlt sich aber ab wie ein großer Einheitsbrei aus Leid und Tod.
Dies ist auch ein Problem für die „Protagonisten“ der Geschichte. Es dauert eine Weile, bis man diese in der schieren Masse unbekannter Namen erkennt. Dennoch ist es schwer, sich in irgendeiner Form mit den Charakteren tiefer auseinanderzusetzen, da die Egoperspektiven und damit auch der Blick hinter die Fassaden der Charaktere fehlen.
Man kann George Martin jedoch zugutehalten, dass er dem gewählten Stil konsequent treu bleibt und auch sehr gut umsetzt, jedoch passt dieser leider überhaupt nicht zu meinem Geschmack, weshalb das Buch auch lediglich eine zwei Sterne Bewertung erhält.
Wer eine Vorliebe für einen emotionslosen und distanzierten Blick auf eine fiktive Geschichte hat wird an diesem Buch seine Freude finden, ich leider nicht.
- Brandon Sanderson
Der Weg der Könige
(308)Aktuelle Rezension von: Yvonne_GeiselerIch schaue meist bevor ich lese. Gott sei Dank! Nichts ist so furchtbar, wenn man eine so lange Serie beginnt und dann ist sie noch nicht fertig geschrieben. Diese schon und sie ist von Anfang bis Ende fesselnd. Sie gehört zu den Reihen, an deren Ende man das Gefühl hat eine liebgewordenen Begleiter zu verlieren....
- Bianca Iosivoni
Sturmtochter - Für immer verboten
(559)Aktuelle Rezension von: RabeaDas Setting in Schottland ist einfach großartig und schafft von Anfang an eine Atmosphäre, die einen sofort in den Bann zieht. Die raue Landschaft, die Traditionen und die mystische Stimmung passen perfekt zur Geschichte.
Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist – wie man es von ihr kennt – lebhaft, leicht und sehr angenehm zu lesen. Dadurch fliegt man regelrecht durch die Seiten, ohne dass es je schwerfällig wird.
Auch die Charaktere sind sehr gelungen: Ihre Gedanken und Emotionen werden so eindringlich beschrieben, dass man gut mitfühlen und sich in sie hineinversetzen kann. Besonders spannend fand ich es außerdem, mehr über die Clans und die Magie der Elemente zu erfahren – diese Welt wirkt durchdacht und macht neugierig auf weitere Hintergründe.
Das Ende schließlich hat mir richtig große Lust auf die Fortsetzung gemacht, weil es genügend Fragen offenlässt und gleichzeitig Vorfreude schürt.
Insgesamt also eine gelungene Mischung aus atmosphärischem Setting, lebendiger Sprache und einer faszinierenden Welt, die Lust auf mehr macht. Ein Punkt Abzug, da mich dieses Buch nicht so gefesselt hat, wie Iosivonis andere Geschichten. Da geht noch ein Fünkchen mehr!
- Bernard Cornwell
Das letzte Königreich
(570)Aktuelle Rezension von: H-LshIn diesem Genre ist das vorliegende Buch eines von vielen. Jeder, der sich ein wenig auskennt, versteht meine Bemerkung. Die Erzählung und die Charaktere sind in Ordnung, aber als Ganzes empfinde ich es als etwas überladen und polemisch. Vielleicht ist das Pantheon auf Netflix oder ähnlich, nun kritisch zu sehen.
- Brandon Sanderson
Der Pfad der Winde
(207)Aktuelle Rezension von: DrachenbuecherhortMit „Der Pfad der Winde“ präsentiert Brandon Sanderson den zweiten Teil seiner epischen Fantasy-Saga, den Sturmlicht-Chroniken, die die Leser in die faszinierende Sturmwelt Roschar wirft. Dieser Band setzt direkt dort an, wo der erste Teil mit spannenden Cliffhangern endete, und wirft uns unmittelbar in das Geschehen.
Kaladin überlebt den Großsturm auf wundersame Weise, doch seitdem scheint etwas anders an ihm zu sein. Teft beobachtet Kaladins Genesung aufmerksam und löchert ihn mit – aus Kaladins Sicht – merkwürdigen Fragen, die ihn zunehmend irritieren. Auch Syl, das kleine Windsprengsel, zeigt ein immer seltsameres Verhalten, das Kaladin vor neue Rätsel stellt. Gleichzeitig wächst der Druck auf Kaladin weiter: Seine Brückenmannschaft bekommt einen neuen Hauptmann, der zusammen mit seiner Frau nichts lieber sehen würde, als Kaladin und seine Männer tot. Kaladin muss sich diesen Gefahren stellen, während er mit seinen eigenen Veränderungen und den immer größeren Herausforderungen zu kämpfen hat.
Durch die Entscheidung, den zweiten Part des englischen Originals in einem eigenständigen Buch zu veröffentlichen, gelingt ein nahtloser Übergang in die Handlung. Ohne unnötige Wiederholungen oder lange Einleitungen können Fans der Reihe genau dort weiterlesen, wo sie zuletzt gebannt aufgehört haben – mitten in der dynamischen Entwicklung der Geschichte und den packenden Konflikten der Charaktere.
Da man inzwischen tief in die Welt von Roschar eingetaucht ist, wirken die spezifischen Begriffe und Eigenheiten dieser fantastischen Welt vertraut und intuitiv. Ohne lange Eingewöhnungszeit versteht man die Handlung sofort und findet sich mühelos in der Geschichte zurecht. Brandon Sanderson beweist erneut sein meisterhaftes Geschick in der Gestaltung von Dialogen. Diese sind nicht nur lebendig und fesselnd, sondern auch ein Schlüssel, um die Welt von Roschar noch besser zu begreifen. Die Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Ständen, Kulturen und sogar den regionalen Dialekten treten in den Gesprächen besonders klar hervor. Zudem spiegelt sich in den Dialogen die Persönlichkeit jeder Figur wider – von den charmanten Nuancen bis hin zu den tiefsten Konflikten. Es ist genau diese Detailverliebtheit, die Sandersons Welt so lebendig und seine Charaktere so glaubwürdig macht.
Die Charaktere verleihen dem Roman eine besondere Stärke und Tiefe. Kaladin sticht dabei als herausragende Figur hervor, doch es geht nicht nur darum, seine Kapitel zu verfolgen – jede Perspektive ist faszinierend und trägt auf ihre Weise zur Geschichte bei. Die Figuren sind auf beeindruckende Weise ausbalanciert: Zwar gibt es Momente, in denen man einen besonders spannenden Handlungsstrang weiterverfolgen möchte, doch schnell wird klar, dass alle Erzählstränge gleich bedeutend sind und auf ein gemeinsames Ziel zusteuern. Mit jedem Kapitel wachsen die Charaktere einem mehr ans Herz, und ihre Herausforderungen und Konflikte lassen einen mitfiebern und mitfühlen. Interessanterweise sind längst nicht alle Figuren einander begegnet, doch es zeigen sich bereits subtile Verbindungen und Parallelen zwischen ihnen, die die Geschichte umso spannender machen.
„Der Pfad der Winde“ ist, wie bereits sein Vorgänger, eine klare Empfehlung für Fans epischer High-Fantasy-Romanreihen, die Wert auf eine detailliert ausgearbeitete Welt und tiefgründige Charaktere legen. Das Buch bietet eine fesselnde Leseerfahrung und überzeugt auf ganzer Linie. Aufgrund der Komplexität der Handlung und der zahlreichen Verbindungen zwischen den Figuren und Ereignissen ist es jedoch ratsam, mit „Der Weg der Könige“ zu beginnen, um die Geschichte in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen.
- Bianca Iosivoni
Sturmtochter - Für immer verloren
(314)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneWeiter geht es mit dem zweiten Band der Sturmtochter-Trilogie! Leider ist das hier ein „typischer“ zweiter Band und alle, die viele Trilogien lesen, wissen wahrscheinlich jetzt schon, was ich damit meine.
Die Charaktere sind wie schon im ersten Band wundervoll dargestellt und trugen mich durch die Geschichte. Wieder hatten sie viel Raum um sich zu entfalten und wir konnten wieder neue Seiten an ihnen entdecken - gute, aber auch schlechte.
Es gab einige neue Verstrickungen zwischen ihnen, neue Charaktere und die immer wieder eingestreuten Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters gaben mir viele Einblicke in deren Gedanken und Gefühle, was sie mir leider, leider viel zu sympathisch machte - dadurch wurde das Messer in meiner Brust am Ende des Buches noch einmal schön herumgedreht.
Die Handlung schließt nahtlos an den ersten Band an und sofort war ich wieder drin, litt mit Ava und verfluchte alles. Der erste Knall kam ziemlich schnell, doch was dann folgte, war ein ständiges hin und her, viele Ortswechsel und einige Wiederholungen, sprich, es drehte sich im Kreis. Und das zog sich für mich sehr.
Das Ende hat vieles, was die Story anging, wieder herausgerissen, weshalb ich mich sehr auf den letzten Band der Trilogie freue! Das, was hier jedoch auf den letzten Seiten angedeutet wird, lässt mich jetzt schon schreckliches ahnen.
- Bianca Iosivoni
Sturmtochter - Für immer vereint
(223)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneZeit, für das Finale! Ich musste es gleich nach dem zweiten Band lesen, das Ende hat mir keine andere Wahl gelassen. Und ich habe meine schlimmsten Befürchtungen zwar nicht bestätigt bekommen, aber das, was es wurde, fand ich sogar noch schlimmer.
Aber eines nach dem anderen. In diesem Band gab es ein kleines „Was bisher geschah“, was ganz gut war, weil es hier das erste Mal einen zeitlichen Sprung gab. Das Buch beginnt also einige Wochen nach dem Ende vom zweiten Band und überging damit etwas, das sich, meiner Meinung nach, ziemlich gezogen hätte. Dadurch ging es in diesem Band auch Schlag auf Schlag, jede neue Eröffnung ließ mich atemlos zurück und ich MUSSTE einfach weiterlesen!
Auch gab es in diesem Band deutlich mehr Kapitel aus anderen Sichten, denn die Handlung konzentriert sich nicht mehr nur auf Ava, die ihre Kräfte jetzt kontrollieren kann, sondern springt durch ganz Schottland und alle Clans. Das verdeutlichte für mich die Hektik und das drohende Chaos, um das es hier geht, noch einmal mehr.
Positiv vermerken möchte ich hier zusätzlich noch, dass bei jedem Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters, immer gleich zu Beginn stand, bei wem wir gerade sind. Da es einige Charaktere und Wechsel gab, fand ich das super!
Die Auflösung, also die Ursache von allem, genau wie das Ende, fand ich klasse! Ich mag es ja auch, wenn nicht alles glatt läuft und es kein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende gibt (obwohl das hier schon sehr nah dran war).
Zusammengenommen hat mir die Trilogie sehr gut gefallen und der letzte Band sogar am Besten! Und ich habe für mich beschlossen, dass das definitiv nicht die letzten Bücher waren, die ich von der Autorin lesen werde.
- Sabine Ebert
1813 - Kriegsfeuer
(116)Aktuelle Rezension von: AMCLiestDie ca 800 Seiten dieses Buches haben mich am Anfang etwas abgeschreckt, diesen Roman von Sabine Ebert zu lesen, der schon so lange bei mir auf dem Bücherregal steht.
Es hat auch etwas gedauert, mit der Geschichte um die Völkerschlacht von Leipzig warm zu werden, denn zu viele Menschen und deren Schicksale tummeln sich auf den ersten Seiten, sodass es mühsam wird, einen roten Faden zu finden, obwohl ich ziemlich schnell auf bekannte historische Persönlichkeiten gestossen bin: Napoleon, Jean Baptiste Bernadotte, Kronprinz von Schweden , Zar Alexander, Blücher, der sächsische König Friedrich August I.. Auch das Städtchen Freiberg habe ich schon kennen gelernt:
Hier wohnt der Buchdrucker Friedrich Gerlach mit seiner Frau Johanna und versucht trotz des Krieges sein Geschäft weiter zu führen. Als seine Nichte Henriette mit ihrem Bruder zu ihm stößt, nimmt er sie auf. Die französische Besatzung wird auf ihn und das hübsche Mädchen aufmerksam, und so entspinnt sich neben den Geschichten um die Schlachten der Generäle ein getreues Bild der Bevölkerung und seiner Sorgen. Die männliche Jugend möchte in den Krieg ziehen und die Mütter vermissen ihre Söhne. Dem Schicksal dieser einfachen Menschen und die Entscheidungen der großen Persönlichkeiten, die zu Leben und Tod in den Schlachten führen, wird großes Augenmerk geschenkt. Über allem aber thront die Sehnsucht nach Frieden, die von Henriette verkörpert wird. Sie ist hin und her gerissen von ihren Gefühlen zu einem französischen Leutnant namens Etienne und dem preussischen Premierleutnant Maximilian, hat mehrere Verehrer und ein Geheimnis, das sie dazu bringt, im Lazarett Dienst zu leisten. Anfangs ist sie etwas blaß, gewinnt aber bald zwischen den vielen historische Personen an Kontur.
Sabine Ebert hat die historischen Fakten der Völkerschlacht von Leipzig akribisch recherchiert, jede Schlacht, jede Entscheidung der Generäle und der Herrscher wird mehr oder weniger detailgetreu dargestellt. Damit ist es nicht nur ein historischer Roman, sondern fast ein Sachbuch geworden, der fesselt und dabei ein fast vollkommenes Bild auf die historischen Persönlichkeiten schafft. Sie bleibt dabei sachlich und verknüpft geschickt die einzelnen Handelsstränge, sodass eine höchst interessanter Abriss der Geschichte entstanden ist.
- Anthony Ryan
Das Erwachen des Feuers
(148)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraAnthony Ryans „Draconis Memoria“ Reihe stand schon sehr lange auf meiner Leseliste, doch hat mich der Umfang der Werke ein klein wenig abgeschreckt. Nicht das ich etwas gegen seitenstarke Bücher hätte. Ganz im Gegenteil, aber bei sehr begrenzter Lesezeit ist es schwer so eine Reihe anzufangen und dann auch noch in halbwegs akzeptabler Zeit zu beenden.
Der Autor hat mich dem Auftaktband seiner Reihe mehr als nur ein klein wenig überrascht. Denn erwartet hatte ich mir einen mehr oder weniger klassischen Drachen-Fantasy-Roman mit Abenteuerkomponenten. Bekommen habe ich allerdings Steampunk, Seeräuber und Spione. Die Zutaten für einen Abenteuerroman waren auch vorhanden und gewürzt war das ganze mit ein wenig Drachenblut. Denn ja, über den Großteil des Buches hinweg, geht es weniger um Drachen, sondern nur um deren Blut, um das Produkt, dass die Welt am Laufen hält. Im ersten Augenblick war ich fast ein wenig enttäuscht, denn das war nicht das, worauf ich mich gefreut habe, doch dann hat mich diese irrsinnige Mischung in seinen Bann gezogen.
Wobei ich schon anmerken muss, dass mich Anthony Ryan zwischendurch immer mal wieder verloren hat und ich meine Entscheidung das Buch zu lesen mehrmals bereut habe. So interessant seine Mischung an Genres auch ist und so sehr er sich bemüht alles unter einen Hut zu bringen, für mich haben die Zahnräder nicht immer perfekt ineinandergegriffen.
Die Geschichte teilt sich in drei große Handlungsstränge ein und werden jeweils aus einer anderen Perspektive erzählt. Da gibt es Lizanne Lethridge, die Agentin der Abteilung Außergewöhnliche Maßnahmen, Clay Torcreek, ein Krimineller und Blutgesegneter und Leutnant Hilmore, Offizier auf der „Guten Gelegenheit“. Während Lizanne und Clays Geschichten sich von Anfang an verweben und ineinandergreifen, schwebt der Teil um Hilmore wie ein loser Faden im Wind. Durch die doch sehr komplexe Welt und die vielen Details, die der Autor einstreut, habe ich mir beim Perspektiven- bzw Kapitelwechsel manchmal etwas schwergetan.
Ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass Anthony Ryan hier ein Meisterwerk erschaffen hat, doch muss ich ihm meine Hochachtung aussprechen, welche komplexe Welt er sich ausgedacht hat. Gerade die Steampunk Komponenten waren für mich in einem Fantasyroman eher Neuland haben sich aber sehr gut in das Gesamtbild eingefügt und meine Neugier geweckt. Auch die Kombination aus Drachen und Piraten fand ich eine spannende Sache. Die ganzen politischen Komponenten waren mir dafür an manchen Stellen ein wenig zu viel und zu prominent. Gerade an diesen Stellen hat sich das Buch für mich ein wenig gezogen. Dennoch muss ich sagen, dass es eine akzeptable Spannungskurve in dem Buch gibt. Diese erreicht natürlich am Ende des Buches ihren Höhepunkt. Wenig überraschend bei Auftaktband einer Trilogie, endet das Buch mit einem Cliffhanger.
Meiner Meinung nach muss man sich für dieses Buch wirklich Zeit nehmen. Wie oft im Fantasy Genre ist dies kein Buch für schnell, schnell zwischendurch. Dafür ist sowohl die Welt als auch die Handlung zu komplex. Auch bin ich mir nicht sicher, ob dies das richtige Buch für einen Neuling in dem Genre ist. Man braucht für dieses Buch definitiv Durchhaltevermögen, denn gegen Ende hin, wenn sich die Lage mehr und mehr zuspitzt und alles so richtig ins Rollen kommt, wird es erst so richtig interessant. Und auch die Drachen werden gegen Ende immer präsenter.
- Anthony Ryan
Das Heer des Weißen Drachen
(95)Aktuelle Rezension von: Bookreader34Das Heer des weißen Drachen ist der zweite Band der Draconis-Memoria-Trilogie von Anthony Ryan und eine Mischung aus Steampunk und Fantasy.
Nach den Ereignissen im ersten Band wollen die Langgewehre und die Besatzung der Gute Gelegenheit unter dem Kommando von Hilemore ins Südpolargebiet zu dem Ort reisen, den Clay in seiner Vision gesehen hat. Sie hoffen, dort etwas zu finden, das gegen den weißen Drachen und sein Heer von anderen Drachen und Verderbten hilfreich ist.
Lizanne wird in der Zwischenzeit als Mitglied einer diplomatischen Delegation zum corvantinischen Kaiserreich geschickt. Diese soll eine Allianz vereinbaren, um sich der Bedrohung durch den weißen Drachen gemeinsam zu stellen. Doch sie selbst soll währenddessen als Häftling getarnt in die gefährliche Gefängnisstadt Scorazin eingeschleust werden. Denn es gibt einen Hinweis, dass der Verrückte Tüftler, der mehr über den weißen Drachen zu wissen schien, dort lebt, obwohl er schon vor langer Zeit gestorben sein soll.
Diesmal gibt es noch einen vierten Hauptcharakter und zwar einen überlebenden Morstaler, der durch den weißen Drachen in einen Verderbten umgewandelt wird. Dieser zwingt ihn, an den Vorbereitungen und dem Beginn seines Eroberungszugs teilzunehmen. Doch er behält anders als viele andere seine Persönlichkeit und versucht das zu verheimlichen.
Das Heer des weißen Drachen ist wieder sehr spannend und es gibt wieder eine gute Portion Action und ein paar überraschende Wendungen und Enthüllungen. Zu letzteren gehört auch der Ursprung der Drachen und Blutgesegneten. Im Lauf der Handlung gibt es natürlich wieder einige Kämpfe und manche der Gewaltschilderungen sind auch wieder recht brutal.
Die Welt wird wie im Vorgänger ziemlich detailreich beschrieben und die Handlung wird wieder abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere erzählt. Ihre Gefühle und Gedanken werden ebenfalls wieder gut geschildert, so dass ich ihre Handlungen meistens gut nachvollziehen konnte. Der Schreibstil ist wie im Vorgänger flüssig und gut zu lesen.
Der Hauptteil ist erneut in drei große Abschnitte mit jeweils einem eigenen Titel geteilt, die wiederum jeweils aus diversen nur durchnummerierten Kapiteln bestehen. Jeder der drei Abschnitte beginnt diesmal mit einem mehrseitigen Zeitungsartikel einer mandinorianischen Zeitung über Fälle von Brandstiftung, die natürlich mit der Handlung zusammenhängen.
Noch vor der Handlung befinden sich wieder die gleichen Karten wie in Das Ewachen des Feuers. Zusätzlich gibt es diesmal aber eine Karte, die den Teil des Kaiserreichs zeigt, in dem Lizannes Handlungsstrang stattfindet, und eine Karte des Gebiets, zu dem die Langgewehre und die Crew der Gute Gelegenheit wollen. Beide Karten sind wieder hilfreich zur Orientierung.
Nach der Handlung gibt es diesmal auch wieder ein Personenregister mit so ziemlich allen vorkommenden Charakteren. Außerdem gibt es einen Anhang mit den Regeln von Pastasch, einem corvantinischen Kartenspiel, das wohl ein bisschen Poker ähnelt, aber zusätzlich mit Würfeln gespielt wird.
Das detailreiche Titelbild finde ich zwar hübsch. Nicht gut finde ich aber, dass neben dem weißen Drachen darauf Ritter mit Speeren zu sehen sind. Das erweckt den falschen Eindruck, dass Das Heer des weißen Drachen in einer mittelalterähnlichen Welt spielt, was eben nicht stimmt.
Insgesamt hat mir auch Das Heer des weißen Drachen gut gefallen.
- Eleanor Herman
Schattenkrone
(145)Aktuelle Rezension von: MiiaAchtung! 1. Teil einer Reihe!
Inhalt:
Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht ...
Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden.
Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen.
Wem kannst du trauen?
Und was ist am Ende stärker?
Das Schicksal?
Magie?
Oder deine Feinde?
Meine Meinung:
Da das Buch schon ewig auf dem Sub dümpelte, habe ich es einfach mal ohne Erwartungen begonnen. Zu Beginn bin ich total gut in die Geschichte reingekommen. Pro Kapitel lernen wir anfangs unterschiedliche Charaktere und Geschichtsstränge kennen. Dies scheint zu Beginn wirklich sehr viel, weil es gefühlt tausende kleine Anfänge und Persönlichkeiten gibt, in die man sich erstmal reinfuchsen muss. Schwer war, dass man sich gerade an eine Person gewöhnt hat, dann aber das Kapitel endet und man wieder bei wem anders landet. Teilweise dauert es dann sogar recht lange bis man wieder zurück zu dieser Person kommt. Das ist manchmal schade, weil man gewisse Personen ja eher ins Herz schließt als andere und mehr über sie erfahren möchte (ich finde zum Beispiel schade, dass Zo nur so einen kleinen Part der Geschichte ausgemacht hat).
Doch trotz der vielen Charaktere hat mir die Atmosphäre in der Geschichte extrem gut gefallen. Hier trifft griechische Mythologie auf dunkle Magie. Ich mag Geschichten in denen es um griechische Götter geht oder zumindest Geschichten, die rund um die Zeit von Aristoteles spielen, immer nur bedingt, aber ich muss sagen, dass es mir hier wirklich gefallen hat, weil es der Geschichte viel Charme und Leben verleiht. Die Einbindung von Magie passt einfach in diese Atmosphäre und gibt dem ganzen einen geheimnisvollen Touch. Das Weltsetting ist demnach wirklich cool. Aber trotzdem konnte mich das Ganze irgendwie nicht komplett überzeugen. Ab der Mitte des Buches wurde es für mich persönlich leider zäh. Ich war nicht mehr so gefesselt, die Geschichte dümpelte etwas vor sich hin, jeder Charakter war irgendwie nur mit sich selbst beschäftigt.... das war anstrengend und ermüdend. Die Stränge werden am Ende zwar bedingt zusammengeführt, es werden einige Fragen aufgedeckt und erklärt, aber das Ende bleibt eben auch stellenweise offen. Das ist durchaus logisch, weil es ja in einem zweiten und wahrscheinlich noch mehreren Bänden weitergehen soll (bisher ist nur der Zweite auf Deutsch erschienen), aber dafür fesselt es mich am Ende einfach zu wenig. Ich werde diese Reihe daher nicht weiter verfolgen, auch wenn das Ende dem ein oder anderen sicherlich Lust auf Mehr macht.
Fazit:
Eine schönes Weltsetting, in der griechische Mythologie auf dunkle Magie trifft. Es gibt viele Charaktere, in die man sich erst einmal reinfuchsen muss, und es gibt viele offene Fragen, die nur stellenweise am Ende erklärt werden. Mir persönlich war das Buch ab der Mitte leider etwas zu zäh und ich bin irgendwie mit der ganzen Geschichte nicht so warm geworden. Ich vergebe 3 Sterne und werde die Reihe nicht weiter verfolgen.
- Ulf Schiewe
Herrscher des Nordens - Thors Hammer
(61)Aktuelle Rezension von: DoschoDer Norweger Harald Sigurdsson reist im 11. Jahrhundert ins Land der Rus, nachdem sein Bruder Olaf, der König von Norwegen, in der Schlacht bei Stikla Stad gefallen ist.
„Thors Hammer“ ist der erste Band der Wikingersaga „Herrscher des Nordens“ von Ulf Schiewe, welcher Haralds Kindheit und frühe Jugend behandelt.
Dies geschieht spannend und mit Liebe zum Detail. Zwar gibt es nichts, was es nicht auch in anderen historischen Romanen gibt, – Schlachten, Politik, Liebe und rachelüsterne, hasserfüllte Gegenspieler – dennoch ist die Wikingerzeit ein eher selten behandeltes Thema, was dem Ganzen einen frischen Anstrich verleiht.
Was man mögen muss, ist der teilweise doch eher berichtartig geratene Schreibstil Ulf Schiewes. Zwar erleben Harald und seine Gefährten zahlreiche Abenteuer, teilweise gerät die Erzählung jedoch fast schon ins Sachlich-nüchterne und büßt so an Lebendigkeit ein.
Dennoch ist „Thors Hammer“ ein absolut lesenswerter Start in die Geschichte rund um Harald Sigurdsson, den man nicht nur Wikingerfans empfehlen kann. Ich werde die Reihe gespannt weiterverfolgen.
- Stephan M. Rother
Ein Reif von Eisen
(106)Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Der Auftakt der Trilogie besitzt ein hübsches Worldbuilding, welches in die Handlung eingearbeitet wurde. Allerdings war es zu Beginn schwierig, die wichtigen Charaktere zu identifizieren, denn es gibt sehr sehr viele Figuren und manchmal verlor ich ein bisschen den Überblick. Drei Handlungsstränge erleichterten die Zuordnung auch nicht wirklich. Aber der Hälfte des Buches hatte ich mich akklimatisiert und dann startete auch endlich die Spannung, die vorher nur leicht angestiegen war.
Die Hauptcharaktere waren klasse. Die drei Frauen sind jede auf ihre Art stark und gehen ihren Weg, der nicht unbedingt einfach ist. Endlich mal Fantasy, in denen die Frauen nicht nur Beiwerk sind. Obwohl sie nicht zu den Herrschern gehören.
Rothers Schreibstil ist eine hübsche Mischung aus detailfreudigen Beschreibungen und kurz-knackigen Action-Szene. Deshalb war es mir auch egal, wenn ich mal nicht genau wusste, wer mit wem wie zusammenhängt. Die Handlung wurde vorangetrieben und nur das zählte.
Alles in allem hat mir der Auftakt gefallen und ich halte mal die beiden Folgebände im Hinterkopf. Es gibt klare 4 Eisen-Sterne.‘*‘ Klappentext ‘*‘
Im Kaiserreich der Esche herrscht Unruhe. Die Blätter des heiligen Baumes beginnen zu welken – ein Machtwechsel steht kurz bevor.
Stammesfürst Morwa sucht in der düsteren Zeit die Völker des Nordens unter seinem Banner zu einen. Nur einen Stamm gilt es noch zu besiegen. Eile ist geboten, er spürt sein Ende nahen. Einzig die Kräfte einer geheimnisvollen Sklavin erkaufen ihm eine letzte Frist. Doch welchem seiner Söhne soll er den Reif des Anführers anvertrauen? Die falsche Entscheidung könnte die Welt in Dunkelheit stürzen.
Zur selben Zeit will die junge Leyken aus dem Oasenvolk des Südens einen Schwur erfüllen: Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester Ildris und fällt dabei in die Hände von Söldnern. Kurz darauf findet sie sich in der kaiserlichen Rabenstadt im Netz höfischer Intrigen wieder.
In der längsten und kältesten Nacht des Jahres spitzen sich die Ereignisse zu, das Schicksal der Welt liegt in den Händen dreier Frauen: Ildris’, die ein Geheimnis mit sich trägt, der ehrgeizigen Leyken und Morwas unehelicher Tochter Sölva. Können sie gegen die Dunkelheit bestehen? Kann eine von ihnen das Land aus der Dunkelheit führen?
- Pia Backmann
Der Elbische Patient
(14)Aktuelle Rezension von: KadlinIch hatte am Anfang meine Probleme mit den Gendersternchen. Aber nachdem ich diese überwunden habe, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen!
Ich bin ein großer Fan des Einstiegs. Ein großes Fest am Ende eines Krieges. Schön dargestellt, aber ich mag die dunklen Schatten, die bereits angedeutet wurden. Trotzdem dachte ich zu beginn noch, dass die erst im späteren Verlauf relevant werden, und nicht, dass das erste Kapitel unmittelbar nach dem Prolog mich als Leser bereits wieder auf das Schlachtfeld führt.
Gut fand ich auch den Wechsel zwischen den beiden Seiten des Konfliktes. Man konnte zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, warum etwas passiert ist - ein Punkt, der mir in vielen anderen Fantasy-Geschichten nicht gefällt und der häufig zu Verwirrung geführt hat, da nicht immer alles schlüssig dargestellt wurde. Hier aber ist es wunderbar dadurch umgesetzt worden, dass auf beiden Seiten Hauptpersonen existieren, die die Handlung vorantreiben.
Und wo wir bei Hauptpersonen oder Personen generell sind: Ich mag die meisten sehr. Sie sind toll gezeichnet, haben alle einen gut durchdachten Hintergrund und man schließt sie gerne ins Herz und fiebert mit ihnen mit, je weiter die Handlung voranschreitet und umso näher die Armee an die Hauptstadt und den Wohnort herannaht.
Es mochte absehbar sein, dass es so kommt, aber ich hab auch gerne die Liebesgeschichte verfolgt und war sehr gespannt darauf, wie Klara und Ionathan am Ende zueinander finden werden, trotzdem sie doch so unterschiedliche Ansichten und Motive hatten, denen sie über die Handlung hinweg gefolgt sind.
Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen (auch wenn ich zugeben muss, das Buch wohl nie in die Hand genommen zu haben, wenn ich einzig nach dem Cover gegangen wäre - das ist nun wirklich nicht mein Fall)
- Bernard Cornwell
Der leere Thron
(63)Aktuelle Rezension von: SamaireWir sind nunmehr im achten Band der Uthred Saga angekommen und diese hat bisher nichts von ihrer Sogkraft verloren. So auch in diesem Band.
Æthelred liegt im Sterben, etliche Nachfolger bringen sich in Stellung, wird Mercien von Wessex verschlucht und was wird aus Æthelreds Frau Æthelflæd, der eigentlichen Herrscherin. Kann sie auch formell als Frau den Thron besteigen und ihrem Mann nachfolgen? Und was wird dann aus ihrer Affäre mit Uthred?
Den quälen hingegen ganz andere Sorgen, seit der Schlacht mit Knut quält ihn die Wunde, die ihn fast umgebracht hätte. Es scheint fast, als wäre die Klinge verflucht, weswegen die Wunde Uthred nun quält. Neben seiner Loyalität für Æthelflæd muss Uthred sich auf die Suche nach der Klinge begegeben, um endlich wieder frei zu sein.
Acht Bände begleite ich nun Uthred und keines der Bücher lässt bisher federn. Es ist immer wieder ein Fest aus Schlachten, Intrigen und religiösen Streitigkeiten, der in seiner Gesamtheit einfach überzeugt.
Für alle Fans der Netflix-Serie sei jedoch gesagt: Wir verlassen in der Tat den Pfad der Serie, was ich aber nicht als negativ empfunden habe.
- Peter A. Flannery
Battle Mage - Kampf der Magier
(29)Aktuelle Rezension von: Janis_NebelFalco Dante kennt nur Schuldgefühle. Der kränkliche junge Mann ist der Sohn eines Verräters und sehnt sich danach, wie die Helden von einst zu kämpfen. Stattdessen bringt er noch mehr Schande über sich, als er eine Drachenbeschwörung unterbricht und es einer Dämonenhorde ermöglicht, sein Dorf zu zerstören. In der Hoffnung, dies wiedergutzumachen, tritt Falco in die Kriegs-Akademie ein. Und obwohl er beginnt, die Magie in sich zu spüren, fürchtet er, dass es nicht ausreichen wird, um die Dämonen zu besiegen.
Falco ist ein unscheinbarer Underdog, der sich im Laufe der Geschichte zum Helden mausert. An Tropes findet man: die klassischen Gefährten, Freundschaft, Ausbildung in Kampfkunst und Magie, und natürlich Herausforderungen, spannende Duelle und epische Schlachten.
Ich fand Battle Mage wirklich gut geschrieben!🥰 Neben den zahlreichen spannenden Herausforderungen spielt auch Zwischenmenschliches eine große Rolle. Vor allem Falcos Freundschaft zu Maliki, dem Sohn des Waffenschmieds, und der Bogenschützin Bryna gibt der Geschichte eine emotionale Tiefe. Und auch Falcos Vergangenheit, mit seinem Vater als Verräter, hängt wie ein böses Omen über ihm und gibt der Hauptfigur eine gewisse Tragik mit.
Obwohl ich in den letzten Jahren wenig epische High Fantasy gelesen habe, hat mich Battle Mage von der ersten Seite an mitgerissen. Eine klare Leseempfehlung also! Vielleicht sollte ich mich diesem Untergenre in Zukunft wieder mehr zuwenden.😊
- Thilo Corzilius
Die Lüge von Feuer und Ewigkeit
(20)Aktuelle Rezension von: Annika_bookshelfDie Fantasy-Welt gefällt mir vom Aufbau sehr gut und hat großes Potenzial. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich es zu Beginn etwas überfordert fand einzuordnen wie sie zusammenhängen. Zum Ende hin hätte es etwas ausführlicher sein können, vor allem was die Erklärungen betrifft. Im großen und ganzen eine runde Geschichte.
4 Sterne, weil mir diese Fantasy-Welt rund um Amarelle so toll gefallen hat.
- Daniel Voigtländer
The Dragon's Secret: Das Nachtkönigreich
(35)Aktuelle Rezension von: justryuureadingDerik, ein junger Mann, der alles tut, um zu überleben, nimmt an dem Runier teil, der den stärksten Krieger der vier Reiche ernennen soll,... und das freiwillig. Etwas hat ihn dazu gebracht. Und während er es mit Lug und Trug ins Königshaus hineingeschafft hat, muss er feststellen, dass nicht alles so scheint, wie es ist und und es ein dunkles Geheimnis in der Königsfamilie zu geben scheint.
Leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht zugesagt. Der Schreibstil war irgendwie nichtssagend und hat sich wie aus einem Kinderbuch angefühlt. Die Charaktere fand ich platt und konnte mich nicht wirklich mit ihnen anfreunden und auch von der Welt hat man kaum etwas erfahren. Vieles hat nicht wirklich Sinn ergeben und auch die meisten Dialoge empfand ich eher als statisch und unrealistisch.
Vieles wird angeschnitten, aber sogut wie nichts aufgelöst. Und ja klar, es gibt noch mehr Teile, aber mich hat es einfach nicht genug motiviert, um den nächsten Band in die Hand zu nehmen.
Für mich war das Buch leider nichts, aber da das Buch nur knapp 200 Seiten hat, kann man sich sonst quch noch gut selbst ein Bild von der Geschichte machen. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
- Ulf Schiewe
Der eiserne Herzog
(65)Aktuelle Rezension von: BlintschikDurch den flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil kommt man gut in die Geschichte und lernt auch nach und nach die Personen kennen. Allerdings brauchte ich hier ein bisschen um mich mit den Hauptpersonen anzufreunden, da man sie erst langsam kennenlernt und zwischendurch Zeitsprünge die Handlung beschleunigen. Dennoch erlebt man mit den Personen zusammen sehr viel und sieht so wie sie sich weiterentwickeln und genau dadurch wachsen sie einem ans Herz. Und das sowohl bei dem Gegner, als auch dem Herzog. So hat man keinen typischen Bösewicht, sondern kann mit beiden Seiten mitfiebern. Nebenbei lernt man auch, wie es bei dem Autor immer ist, viel Geschichtliches und das auf eine sehr unterhaltsame und leicht erklärte Art. So macht es einfach Spaß historische Begebenheiten kennenzulernen, da sie durch die Erzählung so lebendig wirkt und man sich gut vorstellen kann, dass es so oder so ähnlich wirklich passiert sein kann. Ich bin auf jeden Fall immer sehr begeistert von den Büchern des Autors. Es gibt immer sympathische Charaktere, eine Handlung bei der man einfach mitfiebern muss und man erfährt etwas über Geschichte, was weder langweilig ist noch zu komplex erklärt wird. Immer wieder eine gute Unterhaltung!
- Dan Jones
Essex Dogs
(81)Aktuelle Rezension von: BuchkometMit Essex Dogs wagt sich Dan Jones, den man sonst eher aus dem Sachbuchbereich kennt, erstmals auf das Terrain der historischen Romane. Der britische Historiker ist für seine fundierten, aber gleichzeitig unterhaltsamen Bücher über das Mittelalter bekannt. Dass er nun einen Roman über den Hundertjährigen Krieg schreibt, fand ich sofort spannend. Ich war neugierig, ob er es schafft, seine historische Expertise mit einem spannenden Erzähltalent zu verbinden und ja, das gelingt ihm erstaunlich gut, auch wenn mich nicht alles überzeugt hat.
Die Handlung führt uns ins Jahr 1346. Der englische König Edward III. landet mit seiner Armee an der französischen Küste. Mitten im Chaos begleiten wir die „Essex Dogs“, eine Truppe aus zehn Söldnern, die als Vorhut für die englische Armee kämpfen. Sie sind ein wilder Haufen: Pismire, der flinke Späher, Scotsman, der Riese, Millstone, der Beschützer, der abgedrehte Father und natürlich Loveday, der erfahrene Anführer, der seine Männer irgendwie lebend durchbringen will.
Jones zeigt das Mittelalter nicht als romantisierte Welt voller Ritter und Glorie, sondern so, wie es wohl wirklich war: brutal, schmutzig und gnadenlos. Gleichzeitig lässt er die Figuren so nah an uns heran, dass man meint, neben ihnen durch den Matsch zu ziehen. Besonders Loveday ist dabei eine Figur, die hängen bleibt: müde vom Töten, aber entschlossen, seine Leute zu retten.
Die Sprache ist direkt, rau und bodenständig, perfekt passend zu dieser Truppe. Und obwohl Jones Historiker ist, verliert er sich nicht in Fakten. Stattdessen fließt sein Wissen ganz natürlich in die Handlung ein, was die Geschichte glaubwürdig macht.
Natürlich merkt man, dass Jones eher aus dem Sachbuchbereich kommt. Der Roman ist sehr genau, fast dokumentarisch. Die Schlachten sind eindrucksvoll, aber im Mittelteil zieht es sich etwas. Zudem fehlt mir eine übergeordnete Handlung. Wir folgen eher den persönlichen Figuren, und ihren Geschichten, klar ergibt das am Ende auch ein großes Ganzes, dennoch wäre ein zentraler Plot nicht schlecht gewesen. Dennoch und das will ich auch nochmal sagen, bleibt das Ganze spannend, allein weil die Figuren gut ausgearbeitet sind und man Interesse an ihrem Schicksal hat.
Wer historische Romane mag, in denen es nicht um Glanz und Gloria, sondern um das Leben „von unten“ geht, sollte hier auf jeden Fall mal reinschauen. Aber auch Leser, die sonst vielleicht eher zu Thrillern oder Action greifen, könnten überrascht sein, wie spannend und mitreißend das Mittelalter sein kann, wenn man es mal ohne Romantik betrachtet.
- T.S. Orgel
Die Blausteinkriege - Der verborgene Turm
(44)Aktuelle Rezension von: AriusDer Einstieg in das Finale der Blausteinkriege ist brutal, der Leser beginnt dort, wo »Die Blausteinkriege 02 – Sturm aus dem Süden« aufgehört hat. Für alle, die eine Gedächtnisstütze brauchen, gibt es vor dem ersten Kapitel eine kurze Zusammenfassung der vorherigen Bände.
Die Gebrüder Orgel konnten mich erneut in die Geschichte der Blausteinkriege ziehen. Wo Band 2 geschwächelt hat, konnte dieser finale Teil punkten. Doch auch dieser Teil wies Schwächen auf. Ich fand einige Wendungen sehr vorhersehbar und hätte da die eine oder andere Überraschung gewünscht. Zudem gab es einige stilistische Fehler, die dem Lesevergnügen jedoch keinen allzu großen Schaden zufügten.
„Es gab vermutlich für alles eine schlüssige Erklärung, auch wenn diese von außen betrachtet, vollkommen unverständlich war.“ (Blausteinkriege 3, S. 258)
»Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm« ist alles, es ist laut, schnell und voller Action, aber auch gleichzeitig an einigen Stellen sehr, sehr leise und mitnehmend. Oft düster, meist spannend, entbehrt er trotzdem nicht eines gewissen Witzes.
„Ein Mörder, ein Kriegsknecht, eine Hexe, ein Verrückter und ein Idiot sitzen in einer Taverne …“
aus: »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm«, S. 502
Das Chaos im Land wird immer gewaltiger. Wird auf der einen Seite nach dem Leben des Kaisers und der Kaisermutter getrachtet, bereitet man sich auf der anderen Seite vor, alte Götter zum Leben zu erwecken. Zum Verzweifeln ist es, dass die Helden der Geschichte in alle Winde zerstreut sind. Mit allen Mitteln versuchen sich die Freunde wieder zu treffen, um zusammen nach Berun zu gelangen, um Kaiser und Kaisermutter zu warnen und ihnen beizustehen. Doch sind sie stark genug, um gegen alle Fronten bestehen zu können? Kommen sie noch rechtzeitig an, um das schlimmste zu verhindern?
- Anthony Ryan
Flut aus schwarzem Stahl
(93)Aktuelle Rezension von: Miss_AriCover/Erzählperspektive/Extras
Das Cover des Buches ist ansprechend und gefällt mir gut. Das Buch wird aus wechselnder Perspektive der Charaktere erzählt. Als Extra befindet sich ein Personenverzeichnis am Ende vom Buch.
Allgemein/Schreibstil/Charaktere
Mir ist der Einstieg in das Buch sehr leichtgefallen. Ich war direkt im Geschehen drin. Der Schreibstil ist leicht verständlich und packend. Man fliegt nur so durch die Buchseiten. Die unterschiedlichen Charaktere haben alle ihre Stärken und Schwächen, konnten mich jedoch begeistern, da jede Figur gut beschrieben und authentisch ist.
Das Buch war an keiner Stelle langweilig oder langatmig und konnte mich durchgehend begeistern.
Das Worldbuilding konnte mich auch begeistern und ich bin schon neugierig darauf, wieder in die Welt abzutauchen.
Fazit
„Flut aus schwarzem Stahl“ ist ein packender Reihenauftakt und eine Weiterempfehlung für High Fantasy Fans.
- Ulf Schiewe
Herrscher des Nordens - Die letzte Schlacht
(40)Aktuelle Rezension von: DoschoIn „Die letzte Schlacht“ geht es um die letzten Lebensjahre Harald Sigurdssons, seine Beteiligung am Aufstand von Konstantinopel und seine letzte Schlacht in England.
Wie so oft bei Folgebänden einer Reihe stellt sich mir auch hier, beim Abschlussband von Ulf Schiewes Reihe „Herrscher des Nordens“, die Frage: Was kann ich noch sagen, was noch nicht gesagt wurde?
Nun, wenig bis gar nichts, denn Ulf Schiewe bleibt sich treu und bietet weiterhin spannende Abenteuer aus der Zeit des 11. Jahrhunderts.
Wie beim Titel des Buches nicht anders zu erwarten rückt der Krieg nun noch stärker in den Fokus. Daher finde ich das Ende des Romans tatsächlich überraschend. Ich hatte erwartet, er endet mit Haralds Tod, aber „Die letzte Schlacht“ bricht quasi vor eben dieser letzten Schlacht Haralds ab – sie wird dann im Nachwort erwähnt. Hier wurde sich also für eine nicht ganz so brutale Lösung entschieden.
Auch mit Zeitsprüngen wurde gerade zum Ende hin nicht gegeizt, was ich zuerst etwas störend fand, da sie mir etwas abrupt und ruppig erschienen, anderseits gab es im Leben Harald Sigurdssons sicher auch ereignisarme Jahre, die man getrost überspringen kann.
Wer sich also für Wikinger, die Geschichte Norwegens oder auch einfach spannend geschriebene Romane aus einer eher unbekannten Epoche interessiert, kann bedenkenlos zur „Herrscher des Nordens“-Reihe greifen.
- Daniel Voigtländer
The Dragon's Secret: Der Fall der Königreiche
(11)Aktuelle Rezension von: XenWow, was ein Abschluss dieser Reihe! So viele Wendungen und "Oh was?" Momente, ich liebe es einfach.
Der Schreibstil ist wie bei allen anderen Bändern sehr angenehm, Charaktere in die man sich rein versetzen kann, es passt einfach von Anfang bis Ende!Bin sehr gespannt was noch im Fantasybereich des Autors kommen wird.























