Bücher mit dem Tag "schlachthof"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schlachthof" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Zart ist das Fleisch (ISBN: 9783518475485)
    Agustina Bazterrica

    Zart ist das Fleisch

    (81)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    "Zart ist das Fleisch" gehört momentan zu meinem absoluten Lesehighlight in 2026. Ich habe selten etwas gelesen, was so einen Sog auf mich hatte. Ein äußerst wichtiges Buch, dass einen den Spiegel vorhält und seinen eigenen Fleischkonsum überdenken lässt. Muss man gelesen haben (setzt aber einen starken Magen voraus). 

  2. Cover des Buches Tierische Profite (ISBN: 9783257243024)
    Donna Leon

    Tierische Profite

    (78)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Brunettis einundzwanzigster Fall

     

    Ausgerechnet ein luxuriöser Männerschuh führt Brunetti auf eine Spur. Die Leiche eines älteren Mannes wird aus dem Kanal gezogen und niemand scheint ihn zu vermissen. Der Schuh führt Brunetti über Umwege zur Exfrau des Toten.

     

    Der Tote leidete unter einer seltenen Krankheit. Diese führte dazu, dass das Paar sehr hohe Arztrechnungen zahlen musste und die Familien in finanzielle Missstände geriet.

     

    Vianello und Brunetti besuchen die Tierklinik und auch den Schlachthof, in dem der tote Tierarzt einen Nebenjob angenommen hatte.

     

    Die schrecklichen Erlebnisse vor Ort lassen beide nicht los. Auch nach Tagen beschäftigt die Beiden die Szenerie und der Geruch.

     

    Die Exfrau berichtet dem Commissario von einer Affäre ihres verstorbenen Mannes. Die Sekretärin der Geschäftsführung passt Brunetti schon beim ersten Besuch nicht. Ihre Überheblichkeit regt ihn so auf, dass er Signora Elettra in ihre Finanzen eintauchen lässt.

     

    Donna Leon führt uns über dunkle Machenschaften in der Fleischindustrie direkt zu einem Mord. Auslöser der Tat ist mal wieder die Geldgier der Menschen.

     

    Ich selbst fand diesen Teil der Reihe schwierig, irgendwie fehlte mir die Spannung. Das Thema war und ist schwierig, aber Donna Leon hat sich noch nie vor schwierigen Themen gescheut.

  3. Cover des Buches Die Glücksfabrik (ISBN: 9783423144728)
    Saskia Goldschmidt

    Die Glücksfabrik

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    1923: Während im Nachbarland der Nationalsozialismus sein Haupt erhebt, träumt Mordechai de Paauw davon, den familiengeführten Fleischereibetrieb in einem kleinen Ort nahe Amsterdam zu einem Weltunternehmen zu machen. Dabei helfen sollen ihm die wenigen Teile der Tierkadaver, die noch nicht zu Geld gemacht werden; während das Fleisch zu Nahrungsmitteln verarbeitet wird, das Knochenmehl zu Dünger wird, Borstenhaare zu Bürsten und so weiter und so weiter, fällt dem jungen Mordechai auf, dass einige Organe nicht verwendet werden können. Hierfür, so scheint es ihm, muss es eine Verwendung geben. Zur selben Zeit gelingt zwei Kanadiern ein pharmazeutischer Durchbruch: aus der Bauchspeicheldrüse extrahieren sie Insulin.

    So hat Mordechai seine Antwort - er will einen Wissenschaftler mit ins Boot holen und der Schlachterei einen Pharmaziebetrieb zur Seite stellen. In dem Exildeutschen Rafael Levine, einem brillianten Wissenschaftler, findet er diesen Partner und gemeinsam gründen sie Farmacon. Beim Insulin bleibt es nicht - später gelingt es Levine, aus Stierhoden Testosteron zu gewinnen. Dieses "Seelensekret", so hoffen beide Männer, wird sie berühmt machen. Doch während Levine in seinem Amsterdamer Labor in vorsichtigen Schritten die Wirkung eines "Brunfthormons" testet, bei dem er davon ausgeht, es könnte Unfruchtbarkeit bei Frauen heilen und Wechseljahresbeschwerden lindern, will Mordechai seine eigenen Versuche durchführen. So verteilt er an die jungen Mitarbeiterinnen seiner Fabrik Tabletten und trägt ihnen auf, zu beobachten, wie ihre Körper darauf reagieren. Das ist allerdings nicht das einzige, das sie für ihn tun sollen. Tatsächlich kann de Paauw seine Triebe derart schlecht beherrschen, dass er täglich eine junge Frau aus der Werkshalle in sein Büro bestellt.

    Seine Frau Rivka heiratet er nur, weil es sich bei ihr um die Tochter eines einflussreichen Kollegen und Freundes von Rafael Levine handelt, der Mordechai mit Konsequenzen droht, nachdem er entdeckt, dass seine Tochter von ihm schwanger ist. Während Rivka die fünf gemeinsamen Kinder mit Mordechai großzieht, während sie Theaterabende und andere Veranstaltungen für die Fabrikarbeiterinnen organisiert und Künstler im Haus ein und ausgehen, expandiert Farmacon. Es beherrscht den deutschen Insulinmarkt und streckt die Finger auch nach dem britischen und amerikanischen Markt aus. Doch nicht nur der Weltkrieg macht das Leben für Mordechai de Paauw bald schwieriger...

    Erzählt wird die Geschichte rückblickend von einem siebenundneunzigjährigen Mordechai de Paauw, der zahn- und stimmlos an sein Krankenbett gefesselt ist, der überall Schmerzen hat und dem ein würdevolles Sterben nicht vergönnt ist. Mitleid für diesen Menschen will sich dennoch nicht einstellen - die Art und Weise, in der er seine Macht- und Sexgier rechtfertigt, in der er sich an seinen Eroberungen aufgeilt und sich in den Erinnerungen daran, wie er Freunde und Rivalen gleichermaßen ausgestochen hat suhlt, ist verstörend. Noch nie ist mir ein Roman untergekommen, bei dem ich dem Protagonisten und Erzähler nicht ein Fünkchen Verständnis entgegenbringen konnte.

    Man muss es Saskia Goldschmidt als schriftstellerische Leistung anrechnen, dass sich dieses Buch tatsächlich so liest wie die Lebenserinnerungen eines geilen alten Bocks, den selbst Tod, Exil und Verzweiflungstaten derjenigen, die ihm am nächsten standen, nicht zu der Einsicht bewegen, dass sein Verhalten, das er lebenslang an den Tag gelegt hat, verabscheuungswürdig ist (Wie sollte er auch? Sein kapitalistischer Erfolg gibt ihm recht). Schade, dass es aufgrund der gewählten Erzählperspektive nicht möglich ist, die Fiesheit des Protagonisten durch raffinierte Sprache aufzuwiegen: de Paauw erzählt geradlinig und in einfachen Worten von seinem Leben. Vielleicht hätte hier eine neutral gewählt Erzählstimme besser gewirkt...

    Goldschmidt hat einen Roman rund um eine spannende Zeit und ein interessantes Thema (die Entwicklung der Pharmaindustrie) geschrieben, der sich auch wie eine Kapitalismuskritik liest und der auf tatsächlichen Begebenheiten fußt. Die Geschichte von Farmacon basiert auf der real existierenden Firma Organon, die 1923 von Saal van Zwanenberg, einem Direktor von Schlachtbetrieben, gegründet wurde.Sein Partner war der Wissenschaftler Ernst Laqueur, der im Buch als Rafael Levine auftritt.

    Diese und weitere Rezensionen gibt es auf www.lesemanie.com
  4. Cover des Buches Das kürzere Leben des Klaus Halm (ISBN: 9783729609792)
    Lukas Holliger

    Das kürzere Leben des Klaus Halm

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Livricieux
    »Und weil er darauf nichts mehr sagte, küsste sie Halm, der in den letzten Wochen selber bärtig geworden war, so kurz und endgültig auf die Nasenspitze, wie man ans Ende eines Satzes einen Punkt setzt.« (S.221)

    Kurz zum Inhalt

    Ein arbeitsloser (und über das gesamte Buch hinweg auch namenloser) Filmvorführer verlässt seine Wohnung nur noch für die regelmässigen Besuche beim Arbeitsamt und Tramfahrten quer durch die Stadt Basel. Während dieser Fahrten kann er ein bisschen seiner Einsamkeit entfliehen, indem er den Fahrgästen Namen gibt und sich ein Leben für sie ausdenkt. Diese Ideen hält er in einem Notizheft fest, dass er in der Papeterie von Klaus Halm gekauft hat. Als er diesen eines Tages beobachtet, wie er mit einem neu gekauften Kinderwagen in ein Tram einsteigt, beschliesst er ihm zu folgen.
    Klaus Halm scheint das genau Gegenteil seiner selbst zu sein, denn mit Frau, Kind und Arbeit hat er alles, was dem Filmvorführer fehlt. Und noch mehr hat Klaus Halm, er hat nämlich auch Yvonne, in die er sich unsterblich verliebt hat. Und während Halm in schöner Regelmässigkeit das Rheinufer und die Betten wechselt, versinkt der Filmvorführer immer mehr in seinen Beobachtungen. Bis nicht einmal mehr die beiden Protagonisten wissen, wer hier eigentlich wessen Leben lebt.

    Meine Gedanken

    Lukas Holligers Das kürzere Leben des Klaus Halm ist für den Schweizer Buchpreis nominiert und mir deswegen ins Auge gefallen. Die Sprache der Leseprobe faszinierte mich in ihrer Klarheit und Verspieltheit gleichermassen. Mit Wortspielen und einzigartigen Metaphern erzählt Lukas Holliger eine Geschichte zwischen Traum und Realität.  Die Grenzen scheinen zu verwischen, mal ist man hier, mal dort. Mal scheint die Handlung diese Wendung zu nehmen, in der nächsten Szene, schaut alles aber wieder komplett anders aus. Ich muss gestehen, manches mal blätterte ich wieder zurück, nur um zu sehen, dass ich die vorhergehende Szene doch richtig im Kopf hatte und jetzt wirklich alles wieder über den Haufen geworden wurde. Die Lektüre von Das kürzere Leben des Klaus Halm erfordert einiges an Konzentration. Da war nix mit nebenher lesen, wenn der Mann TV guckt, ich musste mich oft ins Schlafzimmer zurück ziehen, um ungestört zu sein und der Geschichte folgen zu können.

    »Freundeskreise sind Maskenbälle. Ein billiger Vergleich, ich weiss. Aber es führt zu einer kostbaren Einsicht. Der Einsicht, dass wir unsere Masken vollständig erst ablegen, wenn wir einsam sind.« (S.9)

    Überrascht wurde ich vom Zynismus und der Ironie der beiden männlichen Protagonisten. Während der Filmvorführer und Ich-Erzähler zu Beginn des Buches nur so vor Zynismus sprüht, die Fahrgäste in wenigen Blicken erfasst und entlarvt und dies alles mit scharfen, präzisen Worten beschreibt, so ist Halm voller bissiger Ironie, wenn er beispielsweise darüber sinniert, dass er sich nach der Reparatur des WC-Spülkastens dem Sinn des Lebens näher sehe, als nach dreissig Arbeitstagen in der Papeterie.
    Daran muss man sich als Leser*in erst einmal gewöhnen, muss damit umgehen. Wie bereits gesagt, das Buch erfordert Konzentration und ein bisschen Grips.

    Der Dreiecksgeschichte um Yvonne, Halm und der Filmvorführer wird in diesem Roman viel Platz geboten. Allerdings driftet Lukas Holliger nie ab in Kitsch und Klischees, vielmehr bietet er feine, kleine Einblicke ins Beziehungsgeflecht und Familienleben der Protagonisten. Und auch die gewohnte Ironie bleibt nicht aus. So werden vom Autor einige Lebensthemen von Paaren und Eltern in diese kurze Geschichte gepackt.

    Über lange Strecken plätschert die Geschichte so vor sich hin bis dann zur finalen Wendung, die dramatischer und turbulenter nicht sein könnte. Nicht nur die Ereignisse überschlagen sich, sondern auch das Erzähltempo und der Schreibstil werden von einer alles erfassenden Unruhe gepackt. Holliger spielt mit SMS und Mail Verläufen, Rückblenden und alternativen Handlungssträngen, die plötzlich ins Leere laufen. Besonders raffiniert ist das erzählerische Band, welches die Leben von Halm und dem Filmvorführer verschränkt und umkehrt. Bis man am Ende nicht mehr weiss, wer hier eigentlich wessen Leben lebt.

    Fazit

    Mit Das kürzere Leben des Klaus Halm hat Lukas Holliger einen faszinierenden Roman geschrieben, der voller unglaublicher Wendungen und Irrungen ist. Nicht nur die Themenvielfalt begeistert, sondern auch die stilistischen Wendungen und Finessen.
    Auch wenn der Roman nicht ganz einfach zu lesen ist und neben Konzentration und Fantasie auch ein bisschen Grips erfordert, so ist er doch eine klare Leseempfehlung meinerseits.
  5. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420670)
    Jenny Rogneby

    Leona

    (11)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

     Oslo steht unter Schock, als ein Mann eine Bombe im Parlamentsgebäude zündet. Dieser hat war schwer verletzt überlebt, will jedoch nur mit einer einzigen Person über die Hintergründe sprechen: Leona Lindberg. Pflichtbewusst übernimmt diese zwar den Fall, ist wegen ihres turbulenten Privatlebens aber nicht immer voll bei der Sache. Denn neben dem Scheidungskrieg mit ihrem Mann hat sie auch Geldsorgen, die sie auf unkonventionelle Weise lösen will…

    „Der Zweck heiligt der Mittel“ ist als Titel des zweiten Bandes um die schwedische Polizistin Leona Lindberg ziemlich clever gewählt, lässt es sich doch in mehrerlei Hinsicht auf die Handlung beziehen. Dabei spielt die oben beschriebene Szenerie um das Sprengstoffattentat zwar eine gewichtige Rolle, nimmt aber bei weitem nicht den ganzen Raum ein. Im Gegenteil, in vielen Szenen entfernt sich Autorin Jenny Rogneby stark von diesem Teil der Geschichte und widmet sich dafür ausführlich dem ziemlich turbulenten Leben ihrer Hauptfigur, die noch mehr an Komplexität hinzugewinnt. Charakterlich ist sie ja bereits im ersten Band alles andere als makellos dahergekommen, Scheidung und Geldnöte lassen sie hier aber noch einmal weiter von dem rechtschaffenen Weg abweichen. Mehr über das Seelenleben der Figur erfährt der Leser in einigen Therapiesitzungen, gespickt mit Details aus ihrer Vergangenheit, was einerseits Mitleid erweckt, aber eben doch nicht entschuldigt, wie sie derart auf die schiefe Bahn gekommen ist. Mir gefällt, wie komplex die Figur mit ganz eigenen Wertevorstellungen und moralischem Gewissen ausgestattet ist – dass das aber vielleicht ein paarmal zu oft dick aufgetragen wirkt, muss man mögen.

    Die verschiedenen Elemente der Handlung sind hier eng aneinander getaktet, die einzelnen Handlungsstränge werden zwar konsequent und spannend weitererzählt. Da es aber derer viele gibt, wirkt das Tempo trotz aufkommender Dynamik etwas gebremst. Erst später merkt man, warum dies genau so sein musste und kein Teil ausgelassen oder verkürzt werden konnte, am Ende wird alles zu einem stimmigen und packenden Finale zusammengeführt. Die Stimmung ist wieder dicht und prägnante, die Handlung wirkt aber insgesamt noch überladener als in ersten Band.

    „Der Zweck heiligt die Mittel“ ist spannend und unterhaltsam – besonders wegen der komplexen und durchaus zwiespältigen Hauptfigur. Auf ihr liegt der Fokus, auch wenn der eigentliche Fall fintenreich geschrieben ist. Ihr Privatleben und einiges an krimineller Energie nehmen einen großen Teil der Handlung ein, was sich am Ende zu einem geschickt erzählten Finale verdichtet.   

  6. Cover des Buches Mit Herz und Hufen (ISBN: 9783868276510)
    Janita Pauliks

    Mit Herz und Hufen

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Naturchind
    Das Cover hat mich sehr angesprochen mit den Farben und die Nele ganz in grün ist ohne hin ganz nach meinem Geschmack gekleidet. 


    Wie wunderschön ein Neuanfang doch auch sein kann, erlebt die Emma. Mit den Eltern wird aus der Stadt aufs Land umgezogen. Der anfängliche Kummer geht schnell vergessen, als Emma Nele kennen lernt. 
    Nele weis alles und kennt jeden im Dorf und das beste: Jedes Pferd das im Stall steht.


    Emma hat jedoch grosse Angst vor Pferden, doch das Pony von Nele, der Jimmy kann hier helfen. 


    Nele und Emma erleben viel auf dem Reiterhof, und als Nele ihren geliebten Picknick-Geheimnis-Platz so plötzlich verwüstet antrifft beginnt die Jagt nach den Vandalen.
    Was für einen Schrecken müssen sie hier erleben.


    Das Buch ist absolut lesenswert, die Geschichte handelt um Freundschaft, Neuanfang, Pferde und dem Vertrauen in Gott.


    Abends, wenn die Emma im Bett liegt, bedankt sie sich bei Gott und es werden wunderschöne Bibelsprüche zitiert.


    Eine wirklich warme Geschichte.
     
  7. Cover des Buches Die Insel der wilden Träume (ISBN: 9783959102841)
    Susanne Braun

    Die Insel der wilden Träume

    (32)
    Aktuelle Rezension von: DieSueschauerin

    Das Cover des Buches war der Aufhänger, warum ich überhaupt auf das Buch aufmerksam wurde. Für mich war sehr schnell klar, dass das Buch irgendetwas mit Island zu tun haben muss. Hauptsächlich wegen des Pferdes und des Pullovers der Frau auf  dem Bild. Das Foto wurde wirklich gut gewählt für das Cover.

    Die Erzählung beginnt mit der Überfahrt nach Island. Susanne Braun testet für sechs Monate ein Leben auf Island. Ihre Faszination für die Insel ist groß und sie würde gerne dorthin auswandern, aber erstmal wird das Ganze getestet. Man bekommt von Anfang an mit, wie es ihr in Island geht, was es für Schwierigkeiten gibt oder was gut klappt. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Tierärztin und Chieropraktikerin arbeitet sie auch als Tierärztin für die isländischen und deutschen Teams bei Weltmeisterschaften. Die Beschreibungen der Erlebnisse während der sechs Monate und auch in der Zeit danach, als sie komplett nach Island ausgewandert ist, fühlten sich teilweise beim Lesen so an, als wäre man mit Susanne Braun unterwegs. Als würde man mit ihr zur Weltmeisterschaft reisen oder ein Pferd auf seinem Hof besuchen. Durch die Nähe zu den Erlebnissen bin ich auch oft einfach durch die Seiten geflogen. Die Pausen während dem Lesen sind eher durch mein Umfeld erzeugt worden.

    Die Liebe zu den Pferden und die Liebe zu Island ist auf jeder Seite spürbar und das macht das Leseerlebnis nur besser.

  8. Cover des Buches Fleisch ist mir nicht Wurst (ISBN: 9783959673693)
    Klaus Reichert

    Fleisch ist mir nicht Wurst

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Prinzera

    Da ich mich schon sehr lange mit meiner Ernährung und vor allem auch meinem Fleischkonsum auseinandersetze, fand ich es sehr interessant mal ein Leseexemplar zu einem solchen Thema zu bekommen und war darüber sehr dankbar. Ich war selbst mehrere Jahre lang Vegetarierin und versuche auch jetzt weitestgehend auf Fleischkonsum zu verzichten, zwinge mich jedoch nicht mehr explizit dazu und lasse mir auf Familienfeiern "Extrawürste braten". Ich esse wieder Fleisch, jedoch in Maßen und nicht, wie so viele, in Massen. 

    Das Buch hat mich dementsprechend sehr interessiert und ich habe große Erwartungen gesetzt, den Fleischkonsum aus der Sicht eines Metzgerkindes zu betrachten. Leider hatte ich mir das Buch an sich etwas anders vorgestellt. Anstelle eines Sachbuches, mutete es eher an eine Familienbiografie an, was  ich etwas schade fand.

    Zwar wurden immer wieder interessante Themen aufgegriffen und ich habe tatsächlich etwas aus dem Buch mitnehmen können, jedoch lag das Hauptaugenmerk meiner Meinung nach an anderer Stelle. Interessant fand ich, beispielsweise, die Erklärung zu was ein Tier alles verarbeitet wird, ganz abgesehen von den typischen und bekannten Dingen, wie Nahrungsmittel und Gelatine, gab es da noch viele andere Dinge, von welchen ich bisher tatsächlich nichts wusste und die sichtbar machten, das strikter Vegetarismus/Veganismus gar nicht so einfach umzusetzen ist und vor allem nicht am Tellerrand aufhört.

    Auch gut fand ich, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, was für ein schwieriger Beruf doch der Metzger ist. Der Autor zeigt auf, dass wenn alle Fleischesser, ihr Essen vorher sehen würden oder es sogar selbst schlachten müssten, die wenigsten am Ende wirklich ein Stück Tier auf dem Teller hätten. Er selbst ist zwar Metzgersohn aber kein Metzger und selbst ihm ist es nicht so einfach möglich einem Eber den Bolzenschuss zu setzen, was auch im Verlauf des Buches immer wieder aufgezeigt wird.

    Der Rest des Buches war für mich persönlich leider eher enttäuschend, denn ich hatte eher wenig Interesse daran die Familienbiografie der Familie des Autors kennen zu lernen. Und wie seine Großeltern oder Eltern gelebt haben, warum sich seine Eltern trennten und was das mit ihm machte, sowie die etwas schwierige Beziehung zu seinem Vater, hatte meiner Meinung nach nicht sehr viel in einem Sachbuch über Fleisch und den Metzgerberuf verloren.

    Fazit:

    Leider eher Familienbiografie als Sachbuch und dementsprechend nicht ganz meinen Erwartungen entsprechend. Es gab jedoch interessante Einblicke in die Fleischer- und Metzgerzunft und doch auch den ein oder anderen Denkanstoß.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks