Bücher mit dem Tag "schlafstörung"
10 Bücher
- Sebastian Fitzek
Der Nachtwandler
(2.355)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteLeon wurde als Kind wegen massiver Schlafstörungen psychiatrisch behandelt. Jahre späte glaubt er sich als geheilt.
Doch dann verschwindet seine Ehefrau unter höchst mysteriösen Umständen. Leon kann sich selbst nicht mehr trauen. Ist er im Schlaf gewalttätig geworden? Er startet einen Versuch mit einer Kamera sich selbst im Schlaf zu filmen. Die Aufnahmen zeigen furchtbares.
Mega-spannend, in einem durchgelesen. Fitzek ist einfach ein Profi in seinem Genre! Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, auf so etwas muss man erst mal kommen! Echt genialer Thriller, typisch Fitzek halt!
- Walter Moers
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
(325)Aktuelle Rezension von: CarolaGIch bin mit Freude ins neue Buch von Walter Moers gegangen, voller Erwartungen und doch kam zwischendurch Frust auf. Die Idee ist stark: Prinzessin Dylia leidet unter extremer Schlaflosigkeit, trifft den Nachtmahr Havarius Opal und begibt sich mit ihm auf eine Reise durch ihr eigenes Denken.
Mir gefiel, wie detailreich Moers die Gedankenwelten, Wortspiele und Fantasiegestalten entwirft. Diese kreative Sprache ist einzigartig und hat stellenweise etwas Verspieltes, das Spaß macht.
Trotzdem hatte ich Mühe, wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Der Anfang zieht sich, die Schlaflosigkeit wird zu lange beschrieben, manche Dialoge wiederholen sich. Irgendwann hatte ich das Gefühl zu warten, statt mitzuerleben.
Auch das typische Zamoniengefühl stellte sich nicht durchgehend ein. Die Verbindung zu früheren Werken bleibt lose und das Abenteuer entwickelt sich langsamer, als ich es von Moers gewohnt bin.
Am Ende bleibt ein Buch, das sprachlich beeindruckt, aber erzählerisch nicht ganz trägt. Wer Moers für seine Ideenvielfalt liebt, wird Momente finden, die begeistern. Wer die Dynamik seiner älteren Geschichten erwartet, wird hier eher gedämpft zurückgelassen.
- Krystyna Kuhn
Monday Club - Das erste Opfer
(346)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeFaye ist 16 und leidet an der seltenen Erkrankung idiomatis he Insomnie. Eine Krankheit, die sie nachts keinen Schlaf finden lässt und dadurch tagsüber bis hin zu Wahnvorstellungen führt, neben einer Reihe körperlicher Überlastungserscheinungen. Unabhängig davon ist Faye intelligent, mitfühlend und ein durchweg smarter Teenager, der weiß, was er will. Dann stirbt Fayes beste Freundin Amy bei einem Autounfall. Aber wenig später sieht sie ihre verstorbene Freundin auf der Straße stehen! Ist Amy am Leben oder hat sie halluziniert? Warum will niemand im Ort darüber reden? Und was hat der sogenannte Monday Club damit zutun, in dem nur die angesehensten und reichsten Anwohner der Stadt vertreten sind?
Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie für jugendliche Leser. Ein Thriller mit stark mysteriösen Zügen, perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten. Die Autorin beherrscht ihr Handwerk und insbesondere dieses Genre hervorragend, so dass sie den Leser lange mit Fayes Selbstzweifeln hinhält, zwischen Realität und Illusion zu unterscheiden. Gekonnt lässt sie ihre sympathische Protagonistin immer wieder alles in Frage stellen, mit ihrer Situation hadern und ihr bisheriges Leben hinterfragen. Die bisher so brave Faye beginnt unangenehme Fragen zu stellen, aus dem Bekannten auszubrechen und ihr Leben und ihr Umfeld neu wahrzunehmen. Grundsätzlich trifft die Autorin fast alle Themen, die einen Teenager in diesem Alter so generell beschäftigen können, aber leider bleibt dabei der titelgebende Mondayclub weitestgehend auf der Strecke und bekommt auch erst im letzten Drittel des Buches ein wenig Aufmerksamkeit. Für jeden dem Jugendalter entwachsenen Leser dürften darüber hinaus Fayes Selbstzweifel irgendwann doch Recht öde werden. Nichtsdestotrotz macht der erste Band neugierig auf die Folgebânde und insbesondere der Schluss lässt auf eine äußerst mysteriöse Fortsetzung hoffen.Mein Fazit: Ein klassischer, gut gelungener Jugendmysterythriller. Als Erwachsener lässt sich das Buch gut nebenbei lesen, unterhält und ist ausgesprochen kurzweilig. Definitiv ein Tip für das Zielpublikum und für mich eine nette Abwechslung, die ich sicherlich auch mit Band 2 fortsetzen werde.
- Michaela Huber
Trauma und die Folgen
(4)Aktuelle Rezension von: Kleine8310"Trauma und die Folgen - Trauma und Traumabehandlung" ist ein Buch der Autorin Michaela Huber. In diesem Fachbuch geht die Autorin detailliert und verständlich auf das Thema der Traumatisierungen ein. Dies ist übrigens der erste Band, zu dem Thema gibt es auch noch einen zweiten, der sich mit den Wegen der Traumabehandlung befasst. Aber nun zum ersten Band.
Schon in der Einleitung erfährt man vieles wissenwertes zum Thema des Buches. Es finden sich neben der Einleitung sogar zwei Vorworte. Zum einen von Onno van der Hart, Professor für Psychopathologie Traumatisierungen in Utrecht und zum anderen von Luise Reddemann, die beispielsweise die "Psychodynamisch imaginative Traumatherapie" entwickelte.
Im ersten Kapitel widmet sich Frau Huber der Definition eines Traumas und erläutert was ein Trauma überhaupt ist und was ein belastendes Ereignis. Zudem erfährt man die Fakten, die diese Begriffe unterscheiden. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Dissoziationen. Hier wird erklärt wie und auch wieso ein dissoziativer Zustand hilft ein Trauma zu überleben. Kapitel drei beinhaltet verschiedene Traumatisierungen und es wird aufgezeigt, welche von ihnen besonders schwer zu verarbeiten sind. Das vierte Kapitel fand ich sehr interessant, da es einen direkten Bezug zur Gegenwart herstellt. Hier wird sich damit befasst, wie sich ein Trauma auf die Bindungsfähigkeit eines Menschen auswirken kann und wie sich dies äußert.
Zwischen, beziehungsweise zu den einzelnen Themen, gibt es auch die themenzugehörigen Fragebögen und Skalen, die man prima einfach kopieren und nutzen kann. Die Texte sind mit Tabellen und Bildern, beziehungsweise Zeichnungen aufgelockert und diese helfen, wie ich finde zusätzlich noch beim Verständnis.
Auf die Diagnosen und welche Bedeutung diese haben beziehungsweise was sie "taugen" wird in Kapitel fünf näher eingegangen. Auch das sechste Kapitel ist sehr spannend und interessant, hier geht erklärt Frau Huber anschaulich, "warum traumatisierten Menschen, der Tod oft näher als das Leben" ist. Im achten Kapitel wird auf das oftmals tabuisierte Thema der Selbstverletzungen eingegangen und verständlich dargestellt, warum diese bei traumatisierten Menschen öfter vorkommen. Ein besonderer, aber nicht weniger interessanter Exkurs, findet sich im achten und letzten Kapitel - die rituelle Gewalt.
"Trauma und die Folgen" ist ein vielschichtiges, sehr gut verständliches Buch, mit hilfreichen und interessanten Fakten, welches nicht nur Fachleute lesen können!
- Natalie Tielcke
Mordsmäuschenstill
(51)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraIch kann mir nicht ganz genau erklären warum, aber beim Lesen des Buches musste ich die ganze Zeit an einen Film denken, den ich in den 90igern gesehen habe. "Das Traum-Team" mit Christopher Lloyd und Michael Keaton. Ähnlichkeiten zwischen dem Film und dem Buch gibt es nur ganz wenige, aber irgendwie habe ich die ganze Zeit daran denken müssen und vor allem immer an das Lied "Hit the road Jack" von Ray Charles denken müssen, welches im Film gesungen wird. Für mich ist das Lied quasi mein Soundtrack zum Buch geworden.
Mit der Ankündigung, dass es sich hierbei um einen irrsinnig lustigen Krimi handelt, wurde die Latte meiner Meinung nach ziemlich hochgelegt. Logischerweise erwartet man dann aber auch einen irrsinnig lustigen Krimi. Leider wurde ich dahingehend ein wenig enttäuscht.
Der Einstieg ins Buch viel mir leicht, der Humor war deutlich spürbar. Zu meiner großen Freude handelte es sich eingangs nicht um flache Witze, sondern um viel Skurrilität gepaart mit ein wenig schwarzem Humor. Leider ebbte dies ziemlich schnell ab. Es gab dann zwar noch einiges an Situationskomik und natürlich die doch teils äußerst skurrilen Schlafstörungen der vier Protagonisten, aber von irrsinnig witzig waren wir da weit entfernt.
Auch die kriminalistischen Elemente kamen ein wenig zu kurz. Natürlich geht es im Grunde darum, dass Nele, Jenny, Finn, Sascha und Phil den Mordfall an der Psychologin und Therapeutin Hanna lösen. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, umso mehr rückt das Lösen des Mordfalls ein wenig in den Hintergrund und die Beziehungsthematiken den fünf treten in den Vordergrund.
Das Buch selbst war nicht schlecht, aber durch die doch sehr euphorische Ankündigung und Vermarktung des Buches wurden meine Erwartungen zu hochgeschraubt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Nüchtern betrachtet ist das Buch von Natalie Tielcke kein Meisterwerk, aber durchaus ein solides Klamauk Buch, dass man einfach nicht zu ernst nehmen darf.
Meiner Meinung nach gibt es deutlich bessere und lustigere Krimibücher, aber andererseits auch viele die mit diesem Buch nicht mithalten können.
- Martina Peters
Focus 10 2
(4)Aktuelle Rezension von: AndersleserEinfach nur wow!
Ich kann es gar nicht fassen, ich habe absolut nicht damit gerechnet, was im zweiten Band passieren wird. Es war einfach... Warum? Mir fehlen die Worte um den zweiten Teil zu beschreiben oder zu bewerten. Es war einfach so überraschend. Ich habe mir alles Mögliche überlegt, habe es aber so nicht erwartet. Martina, mit diesem Band machst du mich fertig!
Ein tolles Buch mit einer wirklich unerwarteten Wendung! Wie wird es da nur weiter gehen? Ich muss unbedingt den nächsten Teil haben. Sofort! Ich kann es einfach nicht glauben und will es so auch nicht akzeptieren. Comicladen, ich brauche dich.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass ich Martinas Zeichenstil einfach liebe, sie zeichnet unglaublich toll. Und auch Geschichten kann sie super erzählen, was sie auch mit dieser Reihe wieder mal unter Beweis stellt.
Phase zwei kam mir nun etwas ruhiger vor als Phase eins, vielleicht liegt es auch daran, dass ich so viel Zeit zwischen den Bänden hatte - aber ich denke doch, dass es so war.
Trotzdem geht die Geschichte gut voran und ich mag sie immer noch sehr. - Tatjana Crönlein
Schlafen können: Schlafstörungen erfolgreich bewältigen. Ein verhaltenstherapeutischer Ratgeber. Mit Online-Material
(1)Aktuelle Rezension von: MissEmiliaIch selbst leide schon eine ganze Weile unter wiederkehrenden Schlafstörungen. Ich habe schon verschiedene Dinge ausprobiert, von frei verkäuflichen pflanzlichen Schlafmitteln über verschreibungspflichtige Medikamente bis hin zu Meditation und Yoga. Alles hat nur bedingt geholfen; ich wachte dennoch nachts auf und begann mit Sorgen um fehlenden Schlaf zu machen - das wiederum machte mich nervös und angespannt somit wurde es unmöglich, wieder normal zu schlafen.
Ich habe mir Tatjana Crönleins Buch gekauft, da sie eine ausgebildete Therapeutin ist, die schon länger Patient*innen mit Schlafstörungen betreut. Von ihrem Ratgeber war ich direkt zu Beginn sehr positiv überrascht: Während die meisten anderen Autor*innen zum Einstieg die Wichtigkeit von gutem Schlaf von mind. 6 - 7 Stunden täglich betonen, schaut Crönlein kritischer auf vorliegende Studien und Erkenntnisse: Macht wenig Schlaf wirklich dick, krank oder vergesslich? Während solche Aussagen noch mehr Druck zu Schlafen und folglich mehr Stress bei mir aufgebaut haben, nimmt Crönlein diese Aussagen auseinander: Lassen sie sich überhaupt beweisen? Wie schlimm ist zeitweiser Schlafmangel eigentlich wirklich? Durch ihren wissenschaftlichen Blick auf diese Fragen wird man als Leser*in zunächst einmal beruhigt. Das hilft dabei, einen etwas objektiveren Blick darauf zu entwickeln, was guter Schlaf eigentlich wirklich bedeutet.
Im weiteren Verlauf des Buchs lernt man als Leser*in verschiedene Übungen und Techniken kennen, die man anwenden kann, um wieder zu zufriedenstellendem Schlaf zurückzufinden. Dabei zeigt die Autorin auch anhand von Beispielen aus ihrem Berufsalltag welche Erfahrungen andere Patient*innen mit Schlafstörungen dabei gemacht haben. Sie gibt Tipps mit auf den Weg, wie man die Übungen in den Alltag integrieren kann und gibt verschiedene Optionen an die Hand, die man nach Bedarf auch individuell kombinieren kann.
Das Buch kann sicher keine Therapie ersetzen, jedoch ist es eine gute Möglichkeit, Theorien, Ansätze und Übungen aus der Verhaltenstherapie kennenzulernen und gegebenenfalls im Anschluss über eine geleitete Psychotherapie nachzudenken.
- Jenny Rogneby
Leona
(11)Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseiteOslo steht unter Schock, als ein Mann eine Bombe im Parlamentsgebäude zündet. Dieser hat war schwer verletzt überlebt, will jedoch nur mit einer einzigen Person über die Hintergründe sprechen: Leona Lindberg. Pflichtbewusst übernimmt diese zwar den Fall, ist wegen ihres turbulenten Privatlebens aber nicht immer voll bei der Sache. Denn neben dem Scheidungskrieg mit ihrem Mann hat sie auch Geldsorgen, die sie auf unkonventionelle Weise lösen will…
„Der Zweck heiligt der Mittel“ ist als Titel des zweiten Bandes um die schwedische Polizistin Leona Lindberg ziemlich clever gewählt, lässt es sich doch in mehrerlei Hinsicht auf die Handlung beziehen. Dabei spielt die oben beschriebene Szenerie um das Sprengstoffattentat zwar eine gewichtige Rolle, nimmt aber bei weitem nicht den ganzen Raum ein. Im Gegenteil, in vielen Szenen entfernt sich Autorin Jenny Rogneby stark von diesem Teil der Geschichte und widmet sich dafür ausführlich dem ziemlich turbulenten Leben ihrer Hauptfigur, die noch mehr an Komplexität hinzugewinnt. Charakterlich ist sie ja bereits im ersten Band alles andere als makellos dahergekommen, Scheidung und Geldnöte lassen sie hier aber noch einmal weiter von dem rechtschaffenen Weg abweichen. Mehr über das Seelenleben der Figur erfährt der Leser in einigen Therapiesitzungen, gespickt mit Details aus ihrer Vergangenheit, was einerseits Mitleid erweckt, aber eben doch nicht entschuldigt, wie sie derart auf die schiefe Bahn gekommen ist. Mir gefällt, wie komplex die Figur mit ganz eigenen Wertevorstellungen und moralischem Gewissen ausgestattet ist – dass das aber vielleicht ein paarmal zu oft dick aufgetragen wirkt, muss man mögen.
Die verschiedenen Elemente der Handlung sind hier eng aneinander getaktet, die einzelnen Handlungsstränge werden zwar konsequent und spannend weitererzählt. Da es aber derer viele gibt, wirkt das Tempo trotz aufkommender Dynamik etwas gebremst. Erst später merkt man, warum dies genau so sein musste und kein Teil ausgelassen oder verkürzt werden konnte, am Ende wird alles zu einem stimmigen und packenden Finale zusammengeführt. Die Stimmung ist wieder dicht und prägnante, die Handlung wirkt aber insgesamt noch überladener als in ersten Band.
„Der Zweck heiligt die Mittel“ ist spannend und unterhaltsam – besonders wegen der komplexen und durchaus zwiespältigen Hauptfigur. Auf ihr liegt der Fokus, auch wenn der eigentliche Fall fintenreich geschrieben ist. Ihr Privatleben und einiges an krimineller Energie nehmen einen großen Teil der Handlung ein, was sich am Ende zu einem geschickt erzählten Finale verdichtet. - 8
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