Bücher mit dem Tag "schlesien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schlesien" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Heimat ist ein Sehnsuchtsort (ISBN: 9783866124615)
    Hanni Münzer

    Heimat ist ein Sehnsuchtsort

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Ich habe es wieder getan. Ich habe einen wunderschönen hanni münzer gelesen.

    Er ist wie die zwei anderen die ich bis her von ihr gelesen habe voll mit historischen Wissen und explodiert vor Ereignissen.

    Die junge Katharina 😍 erlebt soviel auf dem elterlichen Hof das man denkt mehr kann man nicht passieren. Weit gefällt.

    Die Ereignisse überschlagen sich ab 1942 bis 1944.

    Ich hatte wieder Monente wo ich es bei Seite packen musste weil mich das er lesende so mit genommen hat.

    Ich freue mich demnächst den zweiten Teil dieser Saga zu lesen.

  2. Cover des Buches Das Lied des Nordwinds (ISBN: 9783404176434)
    Christine Kabus

    Das Lied des Nordwinds

     (75)
    Aktuelle Rezension von: InaRom

    Stavanger, Norwegen 1905 – Liv

    Die achtzehnjährige Liv ist ein Mädchen aus ärmsten Verhältnissen und wird vom Pfarrer ihres Heimatortes als Dienstmagd zur Familie Treske vermittelt. Pfarrer Nylund ermahnt Liv noch einmal eindringlich, ihre Tochterpflicht zu erfüllen. Damit ist gemeint, dass Liv ihr schwer verdientes Geld wöchentlich an die Mutter, die noch für fünf weitere Kinder und einen kranken Mann Sorge trägt, abzuliefern hat. Livs erster Eindruck vom Lehrer Oddvar Treske ist erschütternd. Gerade als sie sich bei der Familie vorstellen will, versetzt Herr Treske seinem neunjährigen Sohn eine solche Ohrfeige, die den kleinen Elias ins Wanken bringt. Schon nach kurzer Zeit bemerkt Liv, dass der Junge auch von seiner Mutter keine Hilfe zu erwarten hat. Die ängstliche Frau zieht sich mit ihrem kleinen Töchterchen zurück und überlässt Elias der Brutalität und Kälte ihres Mannes. Liv kann dem Treiben ihres Arbeitgebers nach einer gewissen Zeit nicht mehr zuschauen und möchte dem kleinen Jungen, der sie so an ihren verstorbenen Bruder Goran erinnert, helfen. Sie schmiedet einen Plan … 

     

    Schlesien, 1905 – Karoline

    Karoline heiratet glückselig Moritz, den Sohn des Grafen von Blankenburg-Marwitz und lebt auf Schloss Katzbach. Schon bald nach der Eheschließung stellt sich heraus, dass die Grafenfamilie nur hinter dem Geld her war, das Karoline als Mitgift in die Ehe einbrachte. Moritz ist ein Tunichtgut, der keine Verantwortung übernehmen will und sich in der Weltgeschichte herumtreibt. Wie seine hartherzige Mutter scheint er von Karoline keine Notiz nehmen zu wollen. Die junge Gräfin ist allen nur lästig und wird dementsprechend schlecht behandelt. Als Moritz schwer krank wird, zittert die Grafenfamilie um ihren Besitz, denn ohne männlichen Erben würde das Schloss an einen entfernten Verwandten gehen. Karoline wird heimlich Zeugin eines Gesprächs, das ihr fast das Herz bricht, und beginnt zu handeln …

    Ich halte ein Buch mit einem wunderschönen Cover und einer wunderbaren Geschichte in Händen. Die Geschichte spiegelt im Jahre 1905 abwechselnd das Leben von Liv, einem armen Bauernmädchen und Karoline, einer Tochter aus gutem Hause, das durch die Heirat zur Gräfin avancierte. Der Schreibstil ist flüssig und so spannend, dass man am Ende eines Kapitels aufstöhnt, weil man unbedingt gleich wissen will, wie es mit den beiden jungen Frauen weitergeht. Besonders gefallen hat mir der Teil, wie sich Liv um den kleinen Elias kümmert. Immer unter dem Mantel der Angst, dass ihre Liebe, die sie dem kleinen Jungen entgegenbringt, durch eine Unachtsamkeit auffällt. Das hätte ja zur Folge, dass sie ihren Arbeitsplatz verliert und Elias es bei den Treskes noch schwerer gehabt hätte. Auch die Wandlung von Karoline zur starken Frau hat mich sehr beeindruckt. Auch in dieser Geschichte wird immer wieder die Unterdrückung der Frau zur damaligen Zeit angesprochen. Ein großes Lob gebührt der Autorin für ihre tolle Recherche zu den politischen Ereignissen und gut vorstellbaren Beschreibungen der jeweiligen Landschaften. Natürlich gibt es auch hier einen roten Faden, der sich langsam aber stetig und dem Leser sehr willkommen, am Ende der Geschichte zu einem Ganzen zusammenfügt. Das war für mich das erste Mal, dass sich die Fäden nicht nach Jahrzehnten, sondern im gleichen Jahr verbinden. Mir hat es große Freude bereitet, dieses Buch zu lesen. Einen halben Stern Abzug gebe ich nur, weil mir die wiederholten Handlungen, Vorlieben, Kriegsvorbereitungen diverser Kaiser und manche Landschaftsbeschreibungen zu langatmig waren. 4 ½ Sterne. 

  3. Cover des Buches Versunkene Gräber (ISBN: 9783442479955)
    Elisabeth Herrmann

    Versunkene Gräber

     (108)
    Aktuelle Rezension von: JochenBender

    Frau Herrmann erzählt gekonnt und spannend einen Kriminalfall. Sie baut geschickt Parallelstränge auf, weckte dadurch meine Neugierde. Die Spannung hielt bis zum Schluss und auch die Auflösung war befriedigend. Den fünften Stern erhält sie für einen Bonus: Ich habe durch das Buch etwas über die jüngere Geschichte gelernt. Sie Navigiert souverän durch Nazizeit, Weltkrieg und Umsiedlungen. Danke. Ich werde sicher noch mehr von ihr lesen.

  4. Cover des Buches Sturmzeit (ISBN: 9783734105982)
    Charlotte Link

    Sturmzeit

     (409)
    Aktuelle Rezension von: lisarf

    Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise in eine andere Zeit. Felicia ist eine sehr starke, unabhängige Frau, die ihren eigenen Weg geht. Wer ihr dabei Steine in den Weg legt, dem wird es noch leid tun, denn mit ihr darf man sich nicht anlegen. Sie zeigt uns, was eine Frau ihren Alters durchmachen musste, um etwas zu erreichen. 

    Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Eine sehr faszinierende junge Frau, von der man sich einiges abgucken könnte. Sie lässt sich nicht von anderen beeinflussen. Und wenn man dann doch denkt, dass sie sehr egoistisch ist, ist sie sofort zur Stelle, sobald es um ihre Familie geht. Seher mitreißend, kann ich jedem nur empfehlen !

  5. Cover des Buches Das Novembermädchen (ISBN: 9783492307413)
    Katrin Tempel

    Das Novembermädchen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    In diesem Buch dürfen wir Lina durch ihr bewegtes Leben begleiten. Aus einem jungen Mädchen, das sich nicht ausschließlich dem Willen ihrer Eltern beugen will und sich durchsetzt, den Mann ihrer Träume zu heiraten, wird eine junge Frau und Mutter, die sich weiterhin durchsetzt und ihre Pläne verwirklicht.

    Ich freue mich sehr, dass ich auch dieses Buch von Katrin Tempel lesen durfte.

    Eine absolute Empfehlung!

  6. Cover des Buches Nebelkinder (ISBN: 9783746635927)
    Stefanie Gregg

    Nebelkinder

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Wiebke13

    Anfang 1945 muss Käthe mit ihren Töchtern Anastasia und Lenchen aus Breslau fliehen. Mit dem letzen Zug vor dem Einmarsch der Russen.

    Diese Flucht und auch das Leben danach prägen die Familie sehr, jedoch können oder wollen sie nie darüber reden. 

    Erst als Anastasia’s Tochter Lilith, den Sohn ihrer großen Liebe, adoptieren soll, bricht Anastasia ihr lebenslanges Schweigen und erzählt mit einer Reise nach Breslau Lilith die ganze Geschichte….

    Die bewegende Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Durch diese unterschiedlichen Schilderungen verschiedener Personen wird die Geschichte sehr spannend und authentisch und jede einzelne Geschichte trägt einen Teil zum Gesamtbild. 

    So wird zum Ende des Roman vieles klar und eindeutig.

    Ich habe jede einzelne Seite so verschlungen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es ist so bewegend, emotional und etwas ganz besonderes. Ich hatte dieses Buch in zwei Tagen durch. 

    Stefanie Gregg hat sich mit dem Thema die Generation der Kriegsenkel…. Nebelkinder …. Sehr intensiv auseinandergesetzt und dieses Buch mit sehr viel Leidenschaft und Liebe geschrieben. Zum Teil sind auch Erinnerungen der eigenen Familie mit dabei. 

    Ich kann dieses Buch wirklich Jedem empfehlen. Nicht nur weil das Thema Flucht auch heute noch so sehr präsent ist, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte und Unausgesprochenes in der Familie hier in diesem wunderbar authentischen Buch niedergeschrieben wurde.

  7. Cover des Buches Himmelsstern: Das Ferne so nah (ISBN: B0782T8B31)
    Jamie Craft

    Himmelsstern: Das Ferne so nah

     (22)
    Aktuelle Rezension von: 0_Lavender_0

    Zum Inhalt:

    Ist es entschlossene Treue oder Dummheit, wenn man sich an einen Knopf klammert, der vom Geliebten geblieben ist und auf dessen Rückkehr man wartet, obwohl er als verschollen gilt?

    In diesem Band der Himmelsstern-Reihe steht Anna Bednarz im Mittelpunkt. Aus dem Osten geflüchtet, ist sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester auf einem Bauernhof (gezwungenermaßen) aufgenommen worden, das lässt die Bauersfamilie deutlich spüren, doch Anna steht mit beiden Beinen im Leben. Sie will Ärztin werden, während sie auf die Rückkehr ihres Günther wartet und seinem Versprechen traut, als er ihr sagte, er werde sie finden.

    Anna ist eine hervorragende Schwimmerin. Zufällig kann sie einen Verunglückten aus dem Wasser retten, und damit wird ihr Leben ein wenig auf den Kopf gestellt, den Karl von Woestemann ist nicht nur reich, er scheint sich auch in Anna verliebt zu haben. Auch dem Studium im halb zerstörten Münster scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Zu ihrer Überraschung trifft sich auch noch ihre alte Freundin Else wieder.

    Soll sie seinem Werben nachgeben, alle Annehmlichkeiten genießen oder doch lieber auf Günther mit den bernsteinfarbenen Augen warten?

    Meine Meinung: 

    In bewährtem Stil schreibt Jamie Craft von schwierigen Lebensbedingungen in der Nachkriegszeit. Sie schildert lebendig die Lebensumstände, verpackt in eine spannende Story. 

    Ich kann dieses Buch - gemeinsam mit den anderen beiden Bänden dieser Reihe - nur wärmstens empfehlen und vergebe

    5 von 5 Sternen.


  8. Cover des Buches Das Mädchen, das sie irre nannten: Roman (ISBN: 9781072350590)
    Antje Melanie Rieche

    Das Mädchen, das sie irre nannten: Roman

     (23)
    Aktuelle Rezension von: RKM

    Antje Melanie Rieche, den Namen muss ich mir merken. Ich bin dankbar, dass sich eine so junge Autorin dieses dunklen Kapitels europäischer Geschichte annimmt. Anhand der Lebensgeschichte der Protagonistin Hanna wird eine Zeit lebendig, die uns heute so weit entfernt scheint, aber Rieches tiefgründige Erzählung kann als zeitlose Mahnung verstanden werden, wozu Menschen fähig sind und wohin Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt führen. Dabei liefert der zeitgeschichtliche Teil ja nur den Hintergrund für die eigentliche Geschichte Hannas, eines Mädchens und jungen Frau, deren Schicksal mich sehr berührt hat. Ihre Erlebnisse reichen aus, um gleich mehrere Leben in die Verzweiflung zu stürzen, und doch gelingt es ihr, ihren Weg zu gehen und die alles überwindende Macht der Liebe und der Vergebung erlebbar zu machen. 'Die breiten Arme eines ehemaligen Heimkindes' (Kapitel 43) oder 'Der Klassenausflug' (Kapitel 40) sind für mich exemplarisch die beiden aufwühlendsten Szenen, und 'Der Stuhl' in Kapitel 36 ist der Stoff, aus dem Alpträume werden. Wärmste Leseempfehlung und 5 Sterne

  9. Cover des Buches Das Wetter hat viele Haare (ISBN: 9783218010818)
    Renate Silberer

    Das Wetter hat viele Haare

     (16)
    Aktuelle Rezension von: frauvormittag
    Diese Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, die bei der lovelybooks leserunde mitgemacht hat. Ich lese sehr gerne Kurzgeschichten und diese Erzählungen folgen in den einzelnen Geschichten wiederkehrenden Figuren, sie schreiben sich fort. Erzählt wird nie zu viel, was mir sehr gefällt, denn ich mag es nicht, wenn auch das offensichtliche noch nachzulesen ist. Einige Geschichten spielen mit dem Absurden, verzichten auf eine nachvollziehbare Handlung und gerade dieser Zugang zu Sprache und Literatur ist für mich sehr fesselnd. Bilder, die in meinem Kopf auftauchen und in mir etwas ansprechen oder mich anregen, sind genau das, was ich an Literatur mag. In diesem Buch geschieht dies auf sehr vielfältige Weise. Die Autorin mischt Alltagsgeschehen mit Traummomenten und stellt dadurch spannende Bezüge her, die Situationen in neuem Licht erscheinen lassen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde es demnächst wieder lesen. 
  10. Cover des Buches Blaubeeren vergisst man nicht: Lebenserfahrungen einer Wienerin schlesischer Herkunft (ISBN: 9781980972532)
    Ina Rom

    Blaubeeren vergisst man nicht: Lebenserfahrungen einer Wienerin schlesischer Herkunft

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Livilla

    Liebevoll und bewegend schildert Ina Rom in dem Buch ‚Blaubeeren vergisst man nicht‘ die Geschichte ihrer aus Schlesien stammenden Mutter Liesbeth von der Kindheit, über die aufkeimende Liebe zu ihrem späteren Ehemann Toni, einem österreichischen Kriegsversehrten, die sie nach Wien verschlägt, bis hin zu ihrem Leben als Witwe im Altenheim. 

     

    Auch Probleme werden nicht unter den Tisch gekehrt, der Alkoholismus des Vaters, Zeitmangel und das arbeitsame Leben der Eltern, die beginnende Demenz Liesbeths, das Bedauern der Autorin darüber, erst spät mit den Aufzeichnungen begonnen zu haben, da einiges an Erinnerungen schon unwiederbringlich verloren war. 

     Die Liebe der Tochter, dringt durch jede Zeile und berührt mich sehr. Sie setzt ihren Eltern und ihrer Familie mit diesem sehr persönlichen Buch ein Denkmal. Viele Fotos lassen mich an der Geschichte der Familie teilhaben. Fast kommt es mir nach der Lektüre vor, als ob ich mit allen Beteiligten persönlich bekannt wäre ...

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle es allen, die sich für Zeitgeschichte und die Generation der Eltern, Groß- oder auch Urgroßeltern interessieren. Vielleicht kann das Buch manchem als Anregung dienen, selbst nachzufragen und nachzuforschen. Lest es einfach selbst ... 

  11. Cover des Buches Vergiss kein einziges Wort (ISBN: 9783423289641)
    Dörthe Binkert

    Vergiss kein einziges Wort

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    1921 wird in Gleiwitz, Schlesien Luise Strebel als 7. und letztes Kind der Familie geboren. Es sind schwierige Zeiten in die das Kind hineinwächst. Ihre Eltern sind bereits alt und ausgelaugt, die politische Lage entwickelt sich stetig zum Schlechteren. Familien werden zerrissen. Mehrmals werden Deutsche zu Polen und Polen wieder zu Deutschen, ohne, dass sie sich auch nur einen Meter vom Fleck bewegt haben. Die schreckliche, stetig steigende Diskriminierung von Juden wird mehr als schmerzhaft, intensiv beschrieben.
    Luises Geschwister zerstreuen sich mit der Zeit in alle Winde. Ein Bruder wird Mitglied der NSDAP und fühlt sich zu höherem berufen, der andere heiratet eine polnische Frau. Und das, wo im Grenzgebiet die Polen und die Deutschen gerade zu Feinden werden. Eine der Schwestern wird eine angesehene Schneiderin im noch deutschen Breslau. Doch ist sie lesbisch, was keiner wissen soll und darf, und hat somit ebenfalls ein schweres Los für Ihre Zeit gezogen.
    Luises Lichtblick ist Ihre beste Freundin Magda und im späteren Verlauf die etwas ältere Marie, mit der sie in Kriegszeiten zu einer Frauen-WG zusammenwachsen wird.

    Von 1921 bis 1970 begleiten wir Luise, Magda und Marie mit Ihren Familien durch die harten Zeiten ihres Lebens. Ich habe sehr viel gelernt in diesem Buch. Über die Entwicklung der Geschehnisse dieser Grenzregion bevor der Krieg kam, über das Leben im Krieg selbst und danach. Dörte Binkert gibt sich alle Mühe uns ein Gefühl zu vermitteln, wie es für die Menschen war, in dieser Zeit, in speziell der Region Schlesien leben zu müssen und trotzdem das Beste daraus zu machen. Die Art der Erzählung erinnerte mich kurioser Weise an zahlreichen Stellen an die Art, wie Erich Kästner in dieser alten Verfilmung des "Doppelten Lottchens" im Hintergrund als Erzähler seiner Geschichte die Geschehnisse kommentiert. Das fand ich wirklich reizend.
    Aber ich fand auch, das Buch will etwas zu viel. In der ersten Hälfte von 1921 bis 1945 stehen die Strebels und Ihre Nachbarschaft im Mittelpunkt. Das sind sehr sehr viele Leute, mit vielen Bekannten, Beziehungen, Erlebnissen und man muss schon immer mal innehalten und im Kopf sortieren. Alles ist interessant, es gibt so viele wissenswerte, traurige, grausame Details, die wirklich gut eingebunden sind und ich empfand keine Längen im beschriebenen Alltag. Aber dann endet der Krieg und die Familie zerstreut sich komplett und plötzlich liegt im zweiten Teil des Buches (von 1946 bis 1970) das Augenmerk auf Magda und ihrer Familie und die Hauptfiguren der ersten Hälfte sind plötzlich nur noch in kleinen Nebenrollen zu finden. Es ist ein bisschen wie eine neue Geschichte. Auch spannend, aber eher wie ein Band 2. Ich hätte auch gern Luise und Ihre Schwestern auf ihrer Flucht, bei ihrem Neuanfang begleitet und Magda vielleicht wirklich in einem separaten Teil gesehen.
    Aber nun ist es so wie es ist.

    Und es ist ein sehr lesenswertes Buch über das Leben, wie es meine Großeltern leben mussten und wie wir es hoffentlich niemals leben müssen. Gerade aktuell, sind wir so nahe dran, wie in den letzten 75 Jahren nicht mehr in Europa. Es ist eines dieser Bücher, das jeder lesen sollte, der sich über die Zeit beschwert, in der er gerade lebt, um zu verstehen, welche Luxusprobleme die Menschen oftmals als so schreckliche Einschränkungen ihres Seins empfinden.

    4 Sterne, für ein sehr bewegendes Buch.


  12. Cover des Buches Die verlorenen Schuhe (ISBN: 9783473583904)
    Gina Mayer

    Die verlorenen Schuhe

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Ich habe die gebundene Ausgabe des Thienemann Verlages vor mir liegen und ich erwähne das , weil ich es als Geschenk zum Geburtstag bekommen habe und es in keiner Weise wie ein Jugendbuch aussieht. Bei Ravensburger wäre ich da schon misstrauisch geworden, doch auch über 50 Jahre und nach dem lesen dieses Buches, bin ich total begeistert. Entweder jung geblieben oder dieses Buch schafft es auch Ältere zu begeistern.

    1944 die Russen stehen vor Schlesien und die naiv junge Inge glaubt noch immer an den Endsieg, den ihr Verlobter Wolfgang von Brand doch vorhergesagt hat. Aufgewachsen auf einem größeren Hof Hohenau mit vielen Fremdarbeitern, lebt Inge ein sorgenfreies Leben. Wanda eine große Polnische Fremdarbeiterin wurde von den deutschen verschleppt und nach Schlesien zum arbeiten geschickt, hat den Glauben an Gott schon lange verloren und steht mit beiden Beinen in der Welt. Inge nimmt Wanda nicht mal wahr, während Wanda das junge Fräulein und ihr Naivität ablehnt. Als die Russen immer näher rücken, müssen auch die Menschen auf Hohenau die Koffer packen, doch Inge ist in der Stadt in der Schule und als sie nach Hause fährt, ist niemand mehr da, weil alle flüchten mussten. Die einzige die noch da ist, ist Wanda und bepackt gerade einen Wagen mit Pferd...

    Ich habe das Buch in 48 Stunden mühelos gelesen. Der Schreibstil ist sehr schön ohne das typische Mitleid und ich rechne der Autorin hoch an, dass sie zu keinem Zeitpunkt auf die Tränendrüse gedrückt hat, sondern eine wirkliche schöne Geschichte von 2 immer stärker werdenden Mädchen, am Ende Frauen erzählt, denen man ihr Leid und Ihre Flucht absolut abnehmen kann und mit Ihnen und Ihren Rückschlägen mitleiden kann.

    Als Jugendbuch unschlagbar, doch auch für einen Erwachsenen bleibt viel hängen, dass einen auch nach dem Beenden des Buches beschäftigt und sich wie immer mit der düstersten Zeit der deutschen auseinandersetzt.

    Nicht weniger als 5 Sterne hat dieses Buch verdient und ist natürlich eine absolute Empfehlung für Historisch Interessierte Leser.


  13. Cover des Buches Die englische Fürstin (ISBN: 9783596703050)
    Sabine Weigand

    Die englische Fürstin

     (58)
    Aktuelle Rezension von: TochterAlice

    wie das früher ablief: Daisy von Pless, die als schönste Frau ihrer Zeit bezeichnet wurde, musste einen langweiligen, älteren deutschen Fürsten heiraten und zwar nur aus dem Grund, dass er steinreich war und ihre bankrotten Eltern aushalten konnte.

    Wie es ihr dabei ging, das war egal. Wobei sie in jeder Hinsicht das Beste daraus machte, obwohl ihr Mann nicht nur reizlos, sondern regelrecht unsympathisch war und sie nach Strich und Faden betrog! Dabei konnte ihn eigentlich niemand leiden, weswegen er in der politischen Landschaft des Kaiserreichs vor dem Ersten Weltkrieg überhaupt keine Schnitte hatte, so sehr er sich auch bemühte!

    Daisy hingegen hatte neben ihrer Schönheit auch noch was zwischen den Ohren und zudem ein ganz schön lautes soziales Gewissen.

    In ihrer spannenden und eindringlichen Romanbiographie bringt Sabine Weigand die englische Fürstin, die es nach Schlesien verschlug, dem Leser unglaublich nahe. Ich habe richtiggehend darin geschwelgt. Nur stand für mich Herzschmerz ein bisschen zu sehr im Mittelpunkt. Dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch für alle historisch Interessierten.

  14. Cover des Buches Die Leben der Elena Silber (ISBN: 9783596704149)
    Alexander Osang

    Die Leben der Elena Silber

     (77)
    Aktuelle Rezension von: ingaburg


    Familiengeschichte vereint mit 100 Jahre russischer Geschichte haben mich in den Bann gezogen – 617 Seiten sehr gut geschriebene Literatur von Alexander Osang.

     

    Worum geht es?

     

    Es geht um die bewegte Lebensgeschichte von Jelena, die 1902 in Russland geboren wurde, um ihre Familie und um diverse Umsiedlungen. Auf einer zweiten Zeitebene begleitet man ihren Enkel Konstantin, der mehr über die Vergangenheit seiner Familie erfahren möchte. Die Geschichte der Elena Silber wird eingekreist und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Man durchlebt Kriege und Revolutionen, Stalins Geburtstag, radikale Umbrüche voller Brutalität, einen Urgroßvater, der als Revolutionär von Befürwortern des Zaren umgebracht wird, eine Großmutter, die fünf Töchter großzieht und vieles mehr.

    Meine Meinung: 

    Ein lesenswerter Schmöker mit einer Portion Witz und Leichtigkeit, der mir auch inhaltlich gut gefällt. Insgesamt ein sehr vielschichtiges Buch über das Erinnern und das Vergessen und über das Begreifen der eigenen Familiengeschichte. 

  15. Cover des Buches Katzenberge (ISBN: 9783746627984)
    Sabrina Janesch

    Katzenberge

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    Notwendiger Geschichtsunterricht darüber, dass die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs verknüpft war mit der Vertreibung der Polen aus dem Osten ihres Landes. Dies zeigt Sabrina Janesch dadurch eindringlich, dass der Vater der Helding aus einer deutschen Familie stammt, die aus Schlesien vertrieben wurde, die Mutter aus einer Familie, die genau dort nach der eigenen Vertreibung angesiedelt wurde. Besonders eindrucksvoll sind die Passagen der Schilderung des alten und neuen schlesischen Landlebens.
  16. Cover des Buches Wiesenstein (ISBN: 9783406700613)
    Hans Pleschinski

    Wiesenstein

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Sigismund
    Fünf Jahre nach seinem viel gelobten Roman „Königsallee“ um Nobelpreisträger Thomas Mann widmet sich Hans Pleschinski (61) nun in seiner auch für literaturwissenschaftlich Unerfahrene absolut lesenswerten Romanbiografie „Wiesenstein“, im März beim Verlag C. H. Beck erschienen, dem Leben und Wirken des Dramatikers und Lyrikers Gerhart Hauptmann (1862-1946). Während die vordergründige Romanhandlung nur Hauptmanns letzte Lebensmonate zwischen März 1945 und Juni 1946 in seiner geliebten Jugendstilvilla Wiesenstein, „der mystischen Schutzhülle meiner Seele“, im niederschlesischen Agnetendorf umfasst - also die dramatischen Wochen zwischen letzten Kriegstagen, russischer Besetzung, polnischer Rache und der Vertreibung aller Deutschen -, lässt Pleschinski in Gesprächen des Hauspersonals, in Rezitationen aus Hauptmanns Werken, in Tischgesprächen des Dichters oder in dessen Erinnerungen nicht nur das Leben des 83-Jährigen bis in dessen Kindheit als Hotelierssohn in Bad Salzbrunn vor unseren Augen ablaufen. Der Autor zeigt uns vor allem das kulturelle Vermächtnis des in seiner literarischen Vielfalt wie auch politisch schwer einzuordnenden Nobelpreisträgers. Gewiss, manche Passage hätte Pleschinski vielleicht kürzer fassen können. Dennoch bleibt der Roman auch für literaturwissenschaftliche Laien interessant und spannend zu lesen. Der Autor wertet nicht, lässt auch nichts aus. Er verdeutlicht, dass nicht nur Macht, sondern auch Ruhm korrumpiert: Hauptmann wurde zeitlebens, ungeachtet der Widersprüchlichkeit seiner Werke, von Öffentlichkeit und Machthabern wenn nicht verehrt, dann doch geehrt. Schon zu Kaisers Zeiten erhielt er 1912 den Literaturnobelpreis, wurde zum Nationaldichter erhoben. Förderte der Schriftsteller bei Ausbruch des Ersten wie des Zweiten Weltkriegs in seinem Werk die Kriegseuphorie, wandelte er sich nach ersten Verlusten plötzlich zum Pazifisten. Von den Nazis wurde der Volksdichter gebraucht, auch missbraucht. Selbst die russischen Besatzer wissen nach Kriegsende, sein Loblied zu singen. Zuletzt erscheint der ostzonale Kulturwissenschaftler Johannes R. Becher in der Villa Wiesenstein und will unter Verweis auf Hauptmanns Vorkriegsdrama „Die Finsternisse“, in dem er die immerwährende Verfolgung des jüdischen Volkes beklagt hatte, den schon Todgeweihten noch für das neue Deutschland gewinnen. Jeder findet also in der Vielfalt der Werke Hauptmanns für sich mindestens eines, das dem aktuell angesagten Zeitgeist entspricht und alle unpassenden zu vernachlässigen ermöglicht. Pleschinski zeigt die Widersprüche Hauptmanns: Zum 80. Geburtstag nahm dieser 1942 die Ehrungen der Nazis entgegen. Er bewirtete in der Villa Wiesenstein in Kriegszeiten den in Polen als Generalgouverneur eingesetzten Hans Frank ebenso wie später russische Kommandanten. Hauptmann wandelte als gefeierter Nationaldichter zwischen den Welten. Er selbst, den Hitler in die „Liste der Gottbegnadeten“ aufgenommen hatte, hielt sich im Rückblick für überparteilich, nennt sich in Pleschinskis Buch selbst einen „Kompromissler“, gesteht kurz vor seinem Tod aber dann doch mit Blick auf seinen langjährigen Rivalen um die Publikumsgunst, den frühzeitig emigrierten Thomas Mann: „Wer nur zuschaut, ist deswegen noch lange nicht unschuldig.“ Pleschinskis Roman „Wiesenstein“ ist ein wunderbares Buch, das jeder Freund deutscher Literatur lesen sollte.
  17. Cover des Buches Narrenturm (ISBN: 9783423262798)
    Andrzej Sapkowski

    Narrenturm

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Chrismaster92

    Zuerst lag dieses Buch 1 Jahr ungelesen in meiner Wohnung herum. Das erste Kapitel war nicht besonders spannend. Ich habe dann zu Weihnachten 2021 angefangen „The Witcher“ zu gucken und bin so wieder auf den Autor Andrzej Sapkowski gestoßen. Ich bin ein großer Fantasyliebhaber und habe mich dann erinnert, dass ich das Buch noch habe. Und die Kritik über das Buch hat mich überzeugt es zu lesen.

    Ich hatte in der Schule Latein und dieses Wissen wieder anwenden zu können und diverse Texte zu übersetzen, hat mich wieder gefordert und mich angespornt weiter zu lesen.

    Der Autor beansprucht sowohl die volle Konzentration des Lesers und fordert teilweise großes Faktenwissen über die Medizin, Pflanzenheilkunde, Religion, Bücher, Geschichtshistorische Ereignisse, Berühmte Personen des Mittelalters und schafft es gleichzeitig literarische Begriffe geschickt und klug, in seinen Roman einzubringen. Ausserdem werden alchemistische Verfahren beschrieben und den Hang des Protagonisten zu verbotener Zauberei.

    Ich habe jahrelang nicht gelesen und ich bin wieder auf den Geschmack gekommen.

    Dieses Buch hat für mich bisher einen bildendenden Einfluss gehabt, welche die letzten Jahre für mich abhanden gekommen ist. Wer sich also auch Geschichtshistorisch bilden möchte und etwas mit Daten, Zahlen und Fakten anfangen kann, ist mit diesem Buch gut bedient.

    Ich habe das erste Buch um die Trilogie des Medicus Reinmar Bielau innerhalb von 2 Wochen durchgelesen und mir vor einigen Tage die Fortsetzungen „Gottesstreiter“ und „Lux Perpetua“ gekauft und bin gespannt wie es mit Reynevan weiter geht.

    Für mich ist der Roman 3,5-4 Sterne Wert.

  18. Cover des Buches Drach (ISBN: 9783499271748)
    Szczepan Twardoch

    Drach

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Unreife Früchte (ISBN: 9783406718830)
    Wioletta Greg

    Unreife Früchte

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Aischa
    Wiiletta Gregs autobiografischer Roman war für den Man Booker International Prize nominiert.
    Eine Entscheidung, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Die Autorin erzählt in den kurzen Kapiteln, die auch als eigenständige Geschichten funktionieren würden, von ihrer Kindheit und Jugend im Polen der 1970er und 80er Jahre.
    Dabei schildert Greg ihre Familie, urige Typen des Dorfes und Begebenheiten in Schule und Kirchengemeinde. Sie entwirft ungewöhnliche Sprachbilder, und doch konnte mich die Story nicht packen. Mir fehlte es an Tiefgang, ich habe Emotionen vermisst, Vieles ist zu oberflächlich skizziert, Manches gar langweilig.
    Die Ausstattung hingegen ist sehr gelungen, sowohl der Schutzumschlag wie auch die Haptik des Hardcovers sind sehr ansprechend. 
    Fazit: außen klasse, inhaltlich nur mittelmäßig.
  20. Cover des Buches Gottesstreiter (ISBN: 9783423212472)
    Andrzej Sapkowski

    Gottesstreiter

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Bitte zuerst den "Narrenturm" lesen... :-)
  21. Cover des Buches Vor Sonnenaufgang (ISBN: 9783730606032)
    Gerhart Hauptmann

    Vor Sonnenaufgang

     (95)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Die Bauernfamilie Krause ist zu grossem Reichtum gekommen. Doch Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich. Bauer Krause in Schlesien ist ein Trinker, Tochter Martha ist ebenfalls dem Alkohol zugeneigt. Seine Frau geht mit ihrem Neffen, der zugleich der Zukünftige ihrer Stieftochter Helene sein soll, ins Bett. Helene, aufgewachsen im Pensionat Herrnhut, möchte aus ihrem Umfeld ausbrechen. Loth, ein alter Studienfreund ihres Schwagers Hoffmann, kommt zu Besuch und Helene, schöpft Hoffnung, endlich entfliehen zu können…

    Erster Eindruck: Die Sonderausgabe aus der BILD-Nobelpreis-Bibliothek ist schlicht und wirkt zugleich edel – gefällt mir.

    Das Werk ist ein Theaterstück in fünf Akten. Zu Beginn sind die Bühnenskizzen des ersten und zweiten Akts abgebildet, zudem gibt es eine Auflistung der Protagonisten. Dies erzeugte bei mir schon die richtige Einstimmung auf das folgende Stück – ich kam mir wirklich vor als würde ich in einem Theater sitzen.

    Hoffmann empfängt auf dem Hof der Familie Krause, in die er eingeheiratet hat, seinen früheren Studienkollegen Loth. Dieser will die Arbeit der Grubenarbeiter verstehen und darüber einen Bericht schreiben. Zudem will Loth Hoffmann um Geld bitten. Hoffmann gewährt ihm Unterkunft und den gewünschten Geldbetrag. Helene, seine Schwägerin, trifft auch auf Loth und fühlt sich gleich von ihm verstanden – endlich jemand, der sie versteht. Sie hofft, ihrem Elend entfliehen zu können. Loth schürt diese Hoffnung, bis er eine bestimmte Information von Seiten des Hausarztes erhält – es kommt zum Drama…

    Gerhart Hauptmann hat im Jahr 1912 für seine sozialkritischen Dramen den Nobelpreis für Literatur erhalten, also nicht allein für das vorliegende Buch von 1889. Dieses Buch ist dem Naturalismus zuzuordnen. Gemäss Internet war Naturalismus eine Epoche, die von ca. 1880 bis 1900 verbreitet war. Es sollte die Realität möglichst unverfälscht wiedergegeben werden. Weitere Merkmale für die naturalistische Literatur waren u.a. Verwissenschaftlichung, Milieu und Vererbung. Interessantes Detail am Rande: „Wegen der ungewohnt naturalistischen Darstellung empörte sich das Berliner Premieren-Publikum heftig: Ein Arzt, der im Parkett sass, schmiss aus Protest eine Geburtszange auf die Bühne.“ Dadurch erlangte Hauptmann über Nacht Berühmtheit.
    Geld, Trunksucht, unsittliche Übergriffe, Vererbung, Wissenschaft – dies sind einige der behandelten Themen. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn die Dialektpassagen für mich eher schwierig waren. Von mir gibt es 3 Sterne.

  22. Cover des Buches Katz und Maus (ISBN: 9783869307183)
    Günter Grass

    Katz und Maus

     (296)
    Aktuelle Rezension von: Nosimi

    Katz und Maus war das erste Buch, das ich von Günter Grass gelesen habe und es ist immer noch eines meiner liebsten. Im Kern ist es eine tragische Coming of Age Story, die sich mit der Frage nach der Schuld an den großen Katastrophen, aber auch der am persönlichen Schicksal des anderen beschäftigt. Dabei ist Grass ein Meister der Formulierung durch seine wunderbare, bildhafte, bunte Sprache. Kaum ein Autor beherrscht es so durch Sprache ein Gefühl für die Protagonisten zu entwickeln und ihnen Tiefe zu geben. Und meinernMeinung nach hat es Grass auch in dieser Novelle perfektioniert. Mit viel Liebe zum Detail ohne überflüssige Worte auf nicht mal 300 Seiten. 

  23. Cover des Buches Die sieben Häupter (ISBN: 9783746620770)
    Rebecca Gablé

    Die sieben Häupter

     (33)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Ich habe mir dieses Gemeinschaftswerk mehrerer Autoren hauptsächlich wegen Rebecca Gablé und Tanja Kinkel gekauft. Leider muss ich sagen, ich bin ab ca der Mitte immer wieder aus der Geschichte rausgekommen. Ich musste sehr viel zurückblättern und oft ganz Passagen nochmal lesen. Also war das Buch für mich eher verwirrend. Schade, ich hatte mir mehr versprochen.
  24. Cover des Buches Soll und Haben. Roman (ISBN: 9783730604069)
    Gustav Freytag

    Soll und Haben. Roman

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Steamer

    Zum Inhalt: Junger, herzensguter und ehrlicher Mann aus einfacher Familie geht in die große Stadt (Breslau), lernt dort bei einem ehrbaren Kaufmann und macht nach vielen Irrungen und Wirrungen sein Glück.

    Für Einzelheiten: s. Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Soll_und_Haben_(Roman).  Mein geerbtes Exemplar aus dem Th. Knaur Verlag, noch in Sütterlin, wird dort allerdings nicht aufgeführt.

    Das Buch wurde 1855 erstmals veröffentlicht und gibt recht unverblümt die Vorstellungen und Vorurteile der damaligen Zeit wieder: latenter Antisemitismus, Deutschtümelei, Fremdenvorbehalte, aus heutiger Sicht recht verquerer Ehrbarkeitsbegriff. Sei's drum.

    Das Buch ist bisweilen überaus blumig geschrieben und, vielleicht auch Zeichen der Zeit, mit seitenweisen Beschreibungen ausgefüllt und war für mich streckenweise schon mühsam zu lesen. 

    Die Handlung könnte - angepasst - heute in jedem Groschenroman stattfinden, jedoch sind Stil und Ausdrucksform sehr anspruchsvoll und dürfen gerne Nachahmer in heutigen Ergüssen finden (modernisiert, natürlich).

    Fazit: durchaus lesenswert, wenn man ein Gefühl für die Zeit bekommen möchte, in der die Geschichte eben spielt: Mitte des 19. Jahrhunderts in und um Schlesien.

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