Bücher mit dem Tag "schleswig-holstein"
71 Bücher
- Joachim Meyerhoff
Alle Toten fliegen hoch
(358)Aktuelle Rezension von: CorinaPfInhalt:
Der namenlose Protagonist möchte ein Auslandsjahr in Amerika verbingen um an einer Highschool Basekball spielen zu können. Er muss ein Aufnahmeverfahren machen und schafft es sogar. Seine Familie unterstützt ihn dabei und bald fliegt er nach Amerika. Dort lebt er bei einer Gastfamilie die ihm liebevoll aufnehmen und bis auf seinen Gastrburder auch alle mögen. Er geht auf die Highschool, lernt Mädchen kennen und kommt auch in skurile Situationen. Was das für Situationen sind müsst ihr selber lesen.
Schreibstil:
Ich habe das Buch versucht zu lesen, doch dies war leider nichts für mich. Also habe ich zum Hörbuch gegriffen, aber auch hier ich kam sehr schwer in die Geschichte. Viele meinen es ist lustig geschrieben, aber meinen Humor hat ds Buch nicht getroffen. Für mich hat es auch sehr lange dauert bis er endlich in Amerika war. Es wurde viel von der Familiegeschichte geschrieben und wie das Verhältnis zu jeden ist, eigentlich mag ich das sehr, aber es hat mich hier nicht wirklich abgeholt. Die Story die in Amerika spielt fand ich dann doch intressant auch wenn ich einige Situationen nicht ganz nachvollziehen kann z.B. darf man als Jugendlicher einfach so in ein Gefängnis in den Todestrakt spazieren. Ich fand auch das Ende war etwas skuriel und hat auch wieder nicht getroffen.
Protaognist:
Ich wurde nicht warm mit den Protagonist, er blieb mir fern. Seinen Taten waren mir manchmal nicht klar und er wirkte auch zu seinen Mitmenschen eher kühl und zurückhaltend.
Fazit:
Ich mochte den 2 Teil der Reihe deshalb wollte ich den ersten Teil auch lesen, aber leider war das Buch für mich nichts. Ich bin wahrscheinlich auch nicht die Altersgruppe für das Buch. Es wird bei mir ausziehen und es wird sicher einen anderen Leser finden der es mehr zu schätzen weiß.
- Joachim Meyerhoff
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
(383)Aktuelle Rezension von: frischelandluftMich erinnert dieser Roman an John Irving, was die Absurdität der Lebensumstände anbelangt. Ein kleiner Junge wächst mit seiner Familie auf dem Gelände einer psychiatrischen Klinik auf – natürlich verschieben sich Normen, natürlich entwickelt das Kind ein ganz anderes Referenzsystem, als die Kinder, die „normal“ aufwachsen. Das führt einerseits zu komischen Situationen – ich habe häufiger laut gelacht – andererseits führt der Roman wunderbar humorvoll das, was wir als „normal“ betrachten ad absurdum und macht Kauzigkeit und extreme Individualität liebenswert – ohne den Ernst und die medizinische Wichtigkeit der Klinik in Frage zu stellen oder den Respekt zu verlieren. Grenzen weichen auf, das Resultat ist ein Erzähler, der mit kindlicher Naivität sein Leben erzählt – eine konsequente Weiterführung bzw. Prequel zu „Alle Toten fliegen hoch“. Alles in allem sehr unterhaltsam, wenn auch insgesamt ein wenig lang – mir fehlt, um auf Irving zurückzukommen ein bisschen der rote Faden, der allem eine übergeordnete Ebene gibt und es mit den anderen Bänden verbindet.
- Dörte Hansen
Mittagsstunde
(291)Aktuelle Rezension von: mrs_overcityDas perfekte Buch für die norddeutsche Provinz.aber auch überall sonst absolut lesenswert! Warmherzig und mit viel Humor erzählt die Autorin die kleinen und großen Dramen eines Dorfes im Wandel.
Es wird viel getanzt: Vom Line-Dance der 'Brinkbüll Buffalos' in Kunstleder-Cowboystiefeln bis zum letzten Schneewalzer ist alles dabei,.
- Siegfried Lenz
Deutschstunde
(306)Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutterWer von euch hält sich für pflichtbewusst? Finger hoch!👆🏻
Uwe Jepsen ist ein Ausbund an Pflichtbewusstsein. So sehr, dass er sogar über die Gültigkeit der Pflicht hinaus es für seine Aufgabe hält, ihr nachzukommen.
Er ist Polizist im fiktiven Rugbüll unter der Herrschaft der Nationalsozialisten, die gegen den Maler Max Ludwig Nansen (eine Reminiszenz an Nolde/Beckmann/Kirchner) ein Malverbot verhängt haben. Jepsen überbringt die Botschaft und beaufsichtigt gewissenhaft die Entsorgung der Kunstwerke und die Einhaltung des Verbots. Sein Sohn Siggi versteht die Hartherzigkeit des Vaters nicht. Er versteckt Bilder des Malers. Als die Schreckensherrschaft endet fühlt sich Uwe Jepsen nach seiner Entnazifizierung immer noch dafür verantwortlich, den Maler zu schikanieren und seine Bilder zu vernichten. Als er seinem Sohn auf die Schliche kommt, der gegen ihn arbeitet, nimmt er auch diesen in die Mangel. Siggi entwickelt daraufhin die Manie die Bilder des Malers entwenden und verstecken zu müssen. Er wird erwischt und landet in einer Erziehungsanstalt. Dort schreibt er einen Aufsatz über die „Freuden der Pflicht“ und das Ergebnis lesen wir in dem Roman.
Siegfried Lenz Meisterwerk wurde nach seinem Erscheinungsjahr 1968 eins der meistverkauften Bücher in der die Deutschstunde nicht nur einen Aufsatz darstellt, sondern auch deutsche Geschichte aufarbeitet. Schnell wurde es zur Schullektüre. Ich habe es allerdings jetzt zum ersten Mal gelesen.
Lenz hat hier gleich dreimal Menschen in die Pflicht genommen. Uwe Jepsen, der aus blindem Gehorsam Macht ausübt und sie in Pflichtbewusstsein verkleidet, den Maler Nansen, der es unermüdlich als seine Pflicht ansieht sich dem Druck des Polizisten nicht zu beugen und letztendlich Siggi, der sie umkehrt und eine pathologische Pflicht entwickelt, die Bilder zu retten.
Uwe Jepsen ist ein kalter, von sich selbst und den Menschen enttäuschter Mann, der sogar seine Söhne opfern würde, um nach außen hin als fleißiger und gewissenhafter Staatsdiener dazustehen. Er ist blind für Veränderung und die Gefühle seiner Familie.
Der Plot ist in Norddeutschland angesetzt, und der Menschenschlag ist auch durch die Sprache gut wiedergegeben. Mir war’s allerdings das ein ums andere Mal zu ausschweifend und 200 Seiten weniger hätten dem Roman ganz gut getan.
Durch die Fülle an direkten und indirekten Dialogen, in denen sich Sätze wiederholten und Gespräche stattfanden, die nichts zur Handlung beitrugen, wich die Handlung immer wieder ab, was dem Spannungsbogen schadet. Lenz bediente sich da beides stilistischen mittels wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen zu kennzeichnen, also damals gab’s das auch schon.
Die Geschichte wird in zwei Perspektiven erzählt, jeweils von Siggi‘s Ich ausgehend: im Rückblick und in der damaligen Gegenwart der Besserungsanstalt.
Zum Schluss hätte ich mir den Plot etwas runder gewünscht, wobei ich mit dem offenen Ende gut leben kann.
Inhaltlich ist dies aber ein wichtiges Buch und die Frage danach, wann Verantwortungsbewusstsein endet und Machtmissbrauch beginnt, ist auch heute wieder aktueller geworden.
Die Parallelen zu realen Malern sind mir sofort ins Auge gefallen. Allerdings scheint Lenz, als er den Roman geschrieben hat, die nationalsozialistische Vergangenheiten Noldes noch nicht klar gewesen zu sein.
Ein wichtiger, moderner Klassiker, der manchmal etwas ausufert, trotzdem aber lesenswert deutsche Geschichte aufarbeitet.
- Dörte Hansen
Zur See
(258)Aktuelle Rezension von: Ruth
Nach „ Altes Land“ und „ Mittagsstunde“ führt uns der dritte Roman von Dörte Hansen noch weiter in den Norden, auf eine namentlich nicht benannte Nordseeinsel, „ irgendwo in Jütland, Friesland oder Zeeland“. Sie erzählt darin von den Menschen, die dort heimisch sind und von denen, die nur zu Besuch kommen.
Im Mittelpunkt steht die Familie Sander, die seit 300 Jahren auf der Insel lebt. Sie wohnt im schönsten Haus mit reetgedecktem Dach, Sprossenfenster und einem ein Zaun aus Walknochen. Die männlichen Vorfahren waren Grönlandfahrer und Walfänger, die Frauen blieben daheim, bekamen Kinder und zogen sie groß, versorgten das Heim, bepflanzten den Garten und sie warteten. Warteten auf die Heimkehr ihrer Männer und Söhne, betrauerten die Toten, die das Meer behielt.
Hanne und Jens führten die Tradition fort, doch die Zeiten sind andere. Was früher selbstverständlich war und hingenommen wurde, entspricht nicht mehr dem heutigen Lebensstil. „ Sie hätten anders leben können, er und Hanne. Stattdessen haben sie das Leben ihrer Eltern fortgesetzt, Seefahrer und Seemannsfrau gespielt, die Wut für eine alte Wut gehalten und die Verletzungen für unvermeidlich. Ein Erbe angetreten, das man hätte auch ausschlagen können.“
Jens fuhr zur See und Hanne hegte einen Groll, weil sie alles allein machen musste. Zwei Kinder kamen, später noch ein drittes, das die Ehe retten sollte. Das ging natürlich schief. Hanne holte sich den Sommer über Badegäste ins Haus, für den Mann war kein Platz mehr. Da zog Jens ins Vogelschutzgebiet, weg von den Menschen. Bald zwanzig Jahre lebt er dort wie ein Eremit.
Ryckmer, der älteste Sohn, führt zunächst die Familientradition weiter. Er arbeitet als Kapitän auf einem Hochseefrachter, bis ihn eines Tages angesichts einer Riesenwelle die Angst gepackt hat. Nun „spielt“ er den Kapitän auf der Fähre, die die Touristen vom Festland auf die Insel bringt und wohnt wieder bei seiner Mutter, die ihm das Bier rationiert. Denn Ryckmer säuft seit jenem Erlebnis.
Eske hat einmal einen Versuch unternommen, der Insel und der Familie zu entkommen, doch das Heimweh trieb sie zurück. Nun arbeitet sie als Altenpflegerin hier, führt Gespräche mit den alten Leuten, zeichnet diese auf, um deren Geschichte und deren Sprache vor dem Vergessen zu bewahren. Sie hegt einen Groll auf alle Touristen, seit ihrer Kindheit, als sie ihr Zimmer für die „ Gäste“ räumen musste und ihre Mutter keine Zeit mehr für die Kinder hatte. Wenn sie mit dem Auto über die Insel fährt, tut jeder Tourist gut daran, ihr Platz zu machen. Ab und zu besucht sie ihre Festlandbeziehung Freya und lässt sich von ihr ein neues Tattoo stechen.
Einzig Henrik, der Jüngste, der schon als Kind etwas sonderlich war, scheint seinen Frieden gefunden zu haben. Er sammelt Strandgut und baut daraus skurrile Figuren. Seine Familie weiß mit ihnen wenig anzufangen, aber in der Kunstszene hat er sich damit einen Namen gemacht.
Neben der Familie Sander gibt es eine weitere Figur, die Dörte Hansen genauer betrachtet. Es ist der Inselpfarrer, der zum einen zuständig ist für die Ortsansässigen, die einfach wollen, „ dass er vernünftig seine Arbeit macht: taufen, konfirmieren, trauen, die Geburtstage der Alten nicht vergessen und auf keinen Fall die Kaffeetafel schwänzen, wenn er sie beerdigt hat“ und für die Touristen, „ die seine Seelensnacks und Impresario-Talente“ schätzen. Doch nachdem seine Frau nach über dreißig Ehejahren eine Wochenendehe führen möchte und ansonsten auf dem Festland lebt, beginnt sein Glaubensfundament zu wackeln. Er hat kein Netz mehr. „ Abgeschnitten, keinerlei Verbindung mehr zu seinem Gott und keine Nachrichten….Er betet in ein Funkloch, predigt, singt und segnet ohne Resonanz“.
Dörte Hansen versteht es meisterhaft, mit wenigen Szenen Menschen lebendig werden zu lassen. Obwohl es kaum Dialoge gibt im Roman. Das passt aber sehr gut zu diesem wortkargen Menschenschlag im Norden. Man beredet keine Konflikte, man macht einfach weiter. Kämpfe werden im Inneren ausgetragen. Der Leser muss sich selbst seinen Reim darauf machen.
Auch in diesem Roman, wie schon in „ Altes Land“ betrachtet Dörte Hansen die Besucher von außerhalb mit spöttischem Blick. Sie weiß um die Inselsehnsucht, die viele Menschen umtreibt. „ Alle Inseln ziehen Menschen an, die Wunden haben, Ausschläge auf Haut und Seele. Die nicht mehr richtig atmen können oder nicht mehr glauben, die verlassen wurden oder jemanden verlassen haben. Und die See soll es dann richten, und der Wind soll pusten, bis es nicht mehr wehtut.“ so heißt es an einer Stelle. Und dann beschließen sie in ihrem anfänglichen Überschwang, sich hier niederzulassen. „ Ein Haus am Meer gekauft. Das Luftschloss festgemacht mit Backstein, Rosenhecke und Alarmanlage. Und dann ernüchtert festgestellt, dass es nicht schwebt.“
Aber auch die Einheimischen tragen zum Ausverkauf der Insel bei. Verkaufen sich und ihren Grund und Boden für ein besseres Leben. Statt frühmorgens rauszufahren und zu fischen, werden gekaufte Krabben an gutgläubige Touristen teuer verhökert , in Ringel- T- Shirts und Seemannsmütze, versteht sich. Dazu singt der Shanty- Chor.
Doch Dörte Hansen verurteilt nicht. Wer möchte noch das harte Leben aus früheren Zeiten? Wie in „ Mittagsstunde“ hat auch auf der Insel ein unumkehrbarer Strukturwandel stattgefunden. Und der Klimawandel wird letztendlich zum völligen Verschwinden der Insel führen.
Ein spektakulärer Höhepunkt im Roman ist der Tag, an dem ein Wal auf der Insel strandet und dort verendet. Es zeigt sich, wie hilflos die Nachfahren ehemaliger Walfänger in dieser Situation sind. Hilfe von Fachleuten von außen wird gebraucht. Der Wal als Symbol, als rätselhaftes Wesen, das aus der Tiefe kommt, tot, weil er sein Element verlassen hat. In seinem Innern finden sich Plastikteile und Fischernetze, Zeichen dafür, wie der Mensch mit der Natur umgeht.
Es ist ein realistisches Bild, das Dörte Hansen von der Insel und den Menschen darauf zeichnet . Alle haben ihre Päckchen zu tragen und am Ende wird nicht alles gut. Doch man macht weiter.
Es gibt keine Verklärung der Vergangenheit, keine rührselige Nostalgie. Der Alltag damals war ungleich härter als heute, doch in der Gegenwart gibt es andere Probleme, die gemeistert werden müssen. Die See, als eigentliche Hauptfigur, bleibt das, was sie immer war.
Aber Dörte Hansen schreibt darüber so warmherzig, verständnisvoll, dann wieder mit Humor, dass die Lektüre eine einzige Freude ist. Das liegt am typischen Sound der Autorin, lakonisch, leicht melancholisch, knapp und verdichtet.
Ich habe die beiden vorigen Bücher geliebt und „ Zur See“ liebe ich auch. Wenn ich sechs Sterne vergeben dürfte, würde ich es tun.
- Mareike Krügel
Sieh mich an
(128)Aktuelle Rezension von: Maiken_BratheDieser Roman hat es geschafft, dass meine Leselust nach Jahren wieder angeknipst wurde. Niemals hätte ich geglaubt, dass dies ausgerechnet durch ein Buch mit Thema "Krebsangst" wäre. Ein Tastfund in der Brust, ein anstrengendes Kind, ein Nachbar mit abgetrennten Daumen... Es klingt nach Chaos, fast schon Slapstick, aber erzählt wird ein Spotlight im Leben von Katharina, die im ganz normalen Leben, mitunter Familienwahnsinn gefangen ist und sich durch die Sorge vor Krebs fragen muss, was bleibt, wenn ich nicht mehr bin.
Mareike Krügel hat einen wunderbaren Sprachstil und sensiblen Humor, der feinsinnig mit einem Thema umgeht, das schwer lasten kann. Mein zweitliebstes Buch von Mareike Krügel.
Meine absolute Empfehlung und ich empfehle noch mehr: Mareike Krügel ist live großartig. Nehmt die Chance war, sie auf Lesungen zu erleben!
- Romy Fölck
Bluthaus
(249)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Während Frida Paulsen wieder zurück auf den Apfelhof ihrer Eltern ins Alte Land gezogen ist und noch nicht weiß, ob sie weiterhin bei der Polizei arbeiten möchte, erfährt Kommissar Bjarne Haverkorn eine Neuigkeit, die sein weiteres Leben komplett auf links krempelt. Fridas alte Schulfreundin Jo taucht bei ihr auf und druckst mit einem Problem herum, kurze Zeit später wird sie als Tatverdächtige in einem Mord gesucht. Doch dann verschwindet Jo und ihre Spur führt auf eine Halbinsel im hohen Norden Deutschlands…
Meine Meinung: Auch im zweiten Teil baut die Autorin wieder von Anfang an Spannung auf! Was mir an ihren Romanen besonders gut gefällt, ist, dass sie alte Fälle und neue immer ineinander verstrickt. Denn warum Jo verschwunden ist, hängt mit ihrer Vergangenheit zusammen. Da muss man als Ermittler erst einmal hinterkommen. In diesem Fall ist Bjarne sehr mit seinen privaten Angelegenheiten beschäftigt, so dass Frida fast im Alleingang den Spuren folgt. Dass das nicht ungefährlich ist, brauche ich wohl nicht erwähnen!
Der Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Wenn es in die Vergangenheit geht, ist es in der Kapitelüberschrift ersichtlich. Auch wenn ich hier schon ahnte, wie es damals gewesen ist, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Und natürlich gibt es am Ende einen Showdown, wie er im Buche steht!
Mein Fazit: Für mich sind das unheimlich tolle Krimis, mit denen die Autorin uns hier unterhält! Der Lokalkolorit ist nicht überbordend, trotzdem vorhanden. Die Ermittler finden immer mehr zusammen und können sich aufeinander verlassen, richtig toll! Dafür gibt es von mir die volle Punktzahl!
- Anja Marschall
Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal
(32)Aktuelle Rezension von: bigpandaIm dritten Fall von Hauke Sötje ist er als Kriminalkommissar in Kiel tätig, als er aus dem Kaiser-Wilhelm-Kanal die Leiche einer Dienstmagd bergt. Alle glauben an Selbstmord, aber Sötje hat vage Beweise, dass es sich vermutlich um Mord handelt und so verwickelt er nicht nur seine Verlobte Sophie Struwe in die Recherchen, sondern auch den Schreiber Bloch. Während den Ermittlungen wird Sötje von Graf von Lahn gebeten bei einem Treffen mit der russischen Delegation im Schloss des Prinzen ihm zu Diensten zu sein und so gerät Sötje immer mehr in die Verwicklungen der Spionage und wird schmerzlich auch mit einigen Wahrheiten aus seiner Vergangenheit konfrontiert.
Wieder ist Anja Marschall ein spannender historischer Krimi gelungen.
- Michael Tsokos
Abgefackelt
(228)Aktuelle Rezension von: sbalunziaGrundsätzlich fand ich das Buch nicht schlecht. Die kurzen Kapitel machten das Lesen einfach. Auch die medizinischen Aspekte, wie z. B. die Obduktion, waren sehr interessant. Ich finde nicht, dass sie zu detailliert beschrieben waren – vor allem, wenn man weiss, wer der Autor ist. Sehr gut fand ich auch, dass in der Danksagung erwähnt wurde, inwiefern sich einige Teile des Buches an wahren Begebenheiten orientieren.
Trotz dieser positiven Punkte wurde ich mit dem Buch nicht warm. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag. Velleicht am Schreibstil des Autors oder daran, dass mir das gewisse Etwas fehlte. Das Ende und die letzte grosse Szene davor fand ich zwar gut, mir war es aber etwas zu viel.
- Leonie Lastella
Das Glück so leise
(48)Aktuelle Rezension von: Blueberry87Samuel ist ein ehrgeiziger Werbemanager in Hamburg. Er hat alles, was er sich wünscht: einen guten Job, eine schöne Wohnung und eine erfolgreiche Karriere. Doch dann verliert er seinen Job durch einen Fehler, den er nicht begangen hat. Seine Freundin verlässt ihn und er ist pleite. In seiner Verzweiflung sucht Samuel seine Großmutter Henriette auf, die auf einem Gut in Norddeutschland lebt. Henriette ist eine exzentrische Frau, die eine Agentur für die Erfüllung von Wünschen betreibt. Sie bietet Samuel an, ihm zu helfen, wenn er ihr bei der Erfüllung der Wünsche ihrer Kunden hilft. Auf dem Gut lernt Samuel Lillan kennen, eine junge Frau, die seit ihrer Jugend gehörlos ist. Lillan lebt mit ihrer kleinen Tochter Ida auf dem Gut. Samuel und Lillan sind sich von Anfang an unsympathisch. Doch im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und verlieben sich ineinander.
Samuel ist ein sympathischer, aber auch arroganter und egoistischer Mann. Er ist sich seiner eigenen Stärken bewusst und hat ein hohes Anspruchsdenken. Doch als er seine Existenzgrundlage verliert, muss er erkennen, dass er nicht so stark ist, wie er dachte. Lillan ist eine selbstbewusste und starke Frau. Sie hat sich mit ihrer Gehörlosigkeit arrangiert und lebt ein erfülltes Leben. Sie ist eine liebevolle Mutter und eine gute Freundin.
Die Liebesgeschichte zwischen Samuel und Lillan ist ein zentrales Thema des Romans. Die beiden Protagonisten sind sich auf den ersten Blick unsympathisch. Doch im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und verlieben sich ineinander. Ihre Liebe ist eine besondere Liebe, die über die Barrieren der Sprache und der Kultur hinwegwächst.
Die Freundschaft zwischen Lillan und ihrer Freundin Pia ist ebenfalls ein wichtiges Thema des Romans. Pia ist Lillans einzige Freundin und sie ist immer für sie da. Sie unterstützt Lillan in schwierigen Zeiten und hilft ihr, ihr Selbstvertrauen zu stärken.
Die Beziehung zwischen Samuel und seiner Großmutter Henriette istwunderbar herausgearbeitet. Henriette ist eine eigenwillige Frau, aber sie liebt ihren Enkel sehr. Sie ist es, die Samuel hilft, seine Lebenskrise zu überwinden und zu sich selbst zu finden.
Der Roman handelt auch von der Selbstfindung. Samuel muss erkennen, dass er nicht so perfekt ist, wie er dachte. Er muss lernen, mit seinen Fehlern zu leben und sich selbst zu akzeptieren. Lillan muss lernen, ihre Gehörlosigkeit nicht als Behinderung, sondern als Chance zu sehen.
Fazit:
"Das Glück so leise ist" ein einfühlsamer, berührender und tiefgründiger Roman, der die Leser mitnimmt auf eine Reise der Liebe, der Freundschaft und der Selbstfindung.
- Eva Almstädt
Kalter Grund
(241)Aktuelle Rezension von: NicolePDie drei Bewohner eines Bauernhofes wurden ermordet aufgefunden. Die neue Kommissarin Pia Korittki bekommt den Fall zugeteilt. Die Mordgegend macht zuerst den Eindruck einer ruhigen ländlichen Gegend. Doch tiefe Gräben lassen mehrere Mordmotive ans Licht kommen.
Der Rückentext hört sich vielversprechend an, doch der Thriller/Krimi selbst ist für mich eher eine Enttäuschung. Die Charaktere bleiben blass, und der Geschichte fehlt die Tiefe. Die Fortschritte bei den Ermittlungen haben sich wie Kaugummi gezogen. Spannend blieb einzig die Frage nach dem Täter und seinem Antrieb. Immerhin waren ein paar Wendungen zu finden. „Kalter Grund“ ist der Auftakt einer Reihe um die Ermittlerin Pia Korittki. Das bietet noch Potential nach oben zur Weiterentwicklung.
Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.
- Joachim Meyerhoff
Die Zweisamkeit der Einzelgänger
(113)Aktuelle Rezension von: Spoky313Auch dieses Buch ist wieder gut geschrieben und man merkt, dass Joachim Meyerhoff erzählen kann. Trotzdem muss ich gestehen, dass mir der Protagonist beziehungsweise Joachim Meyerhoff selbst von Buch zu Buch immer unsympathischer wird.
Vor allem seine Art hat mich dieses Mal sehr gestört. Sein egoistisches Verhalten und der Umgang mit mehreren Frauen kamen bei mir überhaupt nicht gut an. Gerade das Betrügen und Anbandeln mit verschiedenen Frauen fand ich wirklich unsympathisch und ich muss ehrlich sagen, dass mich seine Art teilweise sogar angewidert hat. Dadurch war das Buch für mich keine leichte Kost.
Natürlich gibt es auch wieder dramatische Wendungen und einige interessante Momente. Trotzdem hat mir insgesamt der rote Faden gefehlt. Vieles wirkte auf mich eher wie einzelne Geschichten, die aneinandergereiht wurden.
Außerdem versucht Joachim Meyerhoff immer wieder Anekdoten aus seiner Kindheit einzubauen. In den vorherigen Büchern fand ich das noch sehr unterhaltsam. Hier hatte ich aber das Gefühl, dass diese Geschichten etwas erzwungen wirkten, nur um wieder witzige Momente einzubauen.
Ich bin trotzdem gespannt auf die Fortsetzung, die ja zeitlich einen größeren Sprung macht. Insgesamt weiß ich aber noch nicht so richtig, was ich nach dem Buch von der Reihe halten soll
- Eva Almstädt
Blaues Gift
(131)Aktuelle Rezension von: Sasch0406Das Cover hat mich sehr angesprochen - auch wenn die Story bis auf den Leichenfund gar nicht wirklich am Ostseestrand spielt.
Die Geschichte selbst ist wieder bis zum Schluss spannend. Eva Almstädt versteht es sehr gut, im Verlauf der Story immer wieder kleine unscheinbare Hinweise einzustreuen, die den Leser weiterdenken lassen bzgl. der Auflösung des Falls aber trotzdem nicht alles verraten. Für mich gab es in diesem Buch ein paar kleine Ungereimtheiten im Fall, das schadet der Story aber insgesamt nicht.
Es werden auch wieder einzelne Charaktere weiterentwickelt und beschrieben. Natürlich Pia Korittki selbst, ihre Vergangenheit und Familiengeschichte aber auch einige Ihrer Kollegen im Kommissariat und auch ein paar neue Charaktere.
Ich werde die Reihe gerne weiterlesen und frage mich tatsächlich warum ich sie nicht schon viel früher angefangen habe…
- Kristina Günak
Die Liebe kommt auf Zehenspitzen
(102)Aktuelle Rezension von: Booklove_by_M"Die Liebe kommt auf Zehenspitzen" ist ein wirklich zauberhaftes Wohlfühlbuch❤️
Lucy und Ben waren mir von Beginn an sehr sympathisch. Besonders mit Lucy konnte ich mich sehr schnell identifizieren. Das sich ihre Romanze so langsam entwickelt und unterschwellig trotzdem immer greifbar ist, war großartig umgesetzt. Auch die Nebencharaktere waren sehr liebenswert beschrieben und man ist fast traurig nicht selbst in dem.kleinen Dorf zu wohnen.
Sehr empfehlenswert🥰
- Eva Almstädt
Akte Nordsee - Am dunklen Wasser
(166)Aktuelle Rezension von: MamarenaMein letzter deutscher Krimi ist schon ein Stück her. Ich fand diese Story von Anfang an sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Auch dass eine Anwältin gleichzeitig einen Schafhof hat, macht sie menschlicher und nicht so abgehoben. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter ist. Und das ist ein gutes Zeichen für einen Krimi. Und ich bin gespannt, wann sich die Anwältin und der Journalist das erste Mal küssen. Ich werde auf jeden Fall den zweiten Band lesen.
- Jan Christophersen
Schneetage
(27)Aktuelle Rezension von: ArmilleeIch habe die Erfahrung gemacht : je mehr auf dem Umschlag und Klappentext ein Buch gelobt wird, desto weniger wird es der Erwartung gerecht.
Die Handlungen spielen einmal in den Jahren nach dem Krieg und dann um 1978 mit dem Schneechaos an der Deutsch-Dänischen Grenze.
Gerne lese ich ein Buch, wo ein Protagonist mich mit durch die Geschichte nimmt. Jemand mit Sympathie, Humor und Tiefe. (etc.) Hier waren die Personen meist mit verhaltenen Emotionen, wo man z.B. an der Haltung des Rückens erkennen sollte, was diesen Menschen gerade bewegt.
Okay, nach dem Krieg waren die Leute traumatisiert, machten nicht viele Worte über das Geschehene und wollten nur nach vorne schauen. Aber wie kann man das für den Leser interessant und einfühlsam nieder schreiben.
Das ist diesem Autor nicht gelungen. Teilweise war es nur langweilig und die Suche den untergegangenen Schätzen von Rungholt lahmte sehr schnell.
Ich habe mir mehr versprochen. Schade
- Derek Meister
Die Sandwitwe
(76)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen kurzen Blick auf die Handlung kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:
Nachdem schon der erste Band voll überzeugen konnte wird dieser vom zweiten Band nochmals um Längen übertroffen.
Die wesentlichen Hauptfiguren sind dem Leser ja bereits vom 1. Buch bekannt und es kommt damit zu einem schönen Wiedererkennen. Hinzu kommen natürlich diverse Personen, die das Geschehen befeuern.
Der Spannungsbogen ist gut und wird von zahlreichen tollen Spannungsiptzen ergänzt. Geschickt versteht es der Autor verschieden Perspektiven und Zeitebenen zu einem abwechslungsreichen und hoch- spannenden Ganzen zu verweben. Das gelingt ihm ohne den Leser zu verwirren, man bleibt jederzeit "a´jour" und gerät nie in die Gefahr den Überblick zu verlieren.
Ein dritter Handlungsbogen durchzieht die beiden Bücher und wird damit zur Klammer für die drei Bücher der Trilogie.
Das Buch hat mit hervorragend gefallen und ich bin sehr gespannt auf Bend 3 und freue mich schon sehr darauf....!
- Christine Kabus
Die Zeit der Birken
(36)Aktuelle Rezension von: Mia80Was mir an Christine Kabus Roman „Die Zeit der Birken“ besonders gefallen hat war, dass ich mir ein paar geschichtliche Details mitnehmen konnte, die mir bislang unbekannt waren. Ich fand es sehr interessant, dass in den 30er Jahren viele Deutsche in Estland lebten, die während des zweiten Weltkriegs nach Deutschland ausgesiedelt wurden und alles hinter sich lassen mussten. Über die Geschichte des Baltikums weiß ich so gut wie nichts und dieser Roman weckte in mir den Wunsch, tiefer in die Materie einzusteigen.
„Die Zeit der Birken“ erzählt zwei verschiedene Geschichten.
In den 30er Jahren lebt Charlotte in Estland. Sie fühlt sich oft von ihren Eltern, die sehr auf Konventionen und eine standesgemäße Ehe pochen, eingeengt. Als sie zu ihrem Onkel auf dessen Gestüt zieht, blüht sie in ihrer neuen Freiheit auf, wird selbständig und verliebt sich. Alles scheint wunderbar, bis das Schicksal grausam zuschlägt.
Im zweiten Erzählstrang geht es um Gesine, die Ende der 70er Jahre ebenfalls mit der Strenge ihrer Eltern zu kämpfen hat.
Was mir gut gefallen hat, war die große Rolle, die Pferde in der Geschichte spielen, da ich schon als Teenager Pferderomane sehr gerne gelesen habe. Auch fand ich die Namen sowie den Alltag der vornehmen Herrschaften interessant und teilweise amüsant.
Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz, durchschnittlich um die 10 Seiten. In diesem Fall hätte ich mir längere Kapitel gewünscht. Es sind zwei komplett unterschiedliche Geschichten, die hier erzählt werden und der häufige Wechsel hat mich immer wieder aus meinem Lesefluss gerissen, was mich insbesondere am Anfang gestört hat.
Allgemein hätte das Buch für meinen Geschmack etwas kürzer sein können. Durch die fast 600 eng beschriebenen Seiten verliert sich die Erzählung manchmal ein wenig in Nebensächlichkeiten und das Tempo entwickelt sich recht gemütlich.
Im direkten Vergleich hat mich Charlottes Handlungsstrang mehr mitgerissen. Die Thematiken fand ich hier sehr vielfältig: Erwachsenwerden, die Suche, nach dem eigenen Platz im Leben, Liebe, Schicksalsschläge...
Gesines Geschichte fokussiert sich überwiegend auf die Beziehung zu Pferdetrainer Grigori.
Auf den letzten 150 Seiten werden die beiden Erzählstränge miteinander verflochten. Etwas vorhersehbar und unrealistisch, aber trotzdem mitreißend und das Erzähltempo zieht zum Finale auch ordentlich an.
Alles in allem hat mir dieses Buch gut gefallen.
- Katharina Peters
Bornholmer Geheimnis
(16)Aktuelle Rezension von: coffee2goDer Kriminalroman ist der fünfte Teil der Ermittlungsserie mit Sarah Pirol, kann aber unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden. Eine Alterspflegerin wird ermordet aufgefunden, allerdings erscheinen bei genauerer Betrachtung einige Dinge mysteriös. Steckt mehr dahinter? Schon bald wird der Fall komplexer und es gleitet ab in Intrigen und größere Skandale, die untypisch sind für die ansonsten recht beschauliche Insel. Sarah hatte bis jetzt auch noch nie mit so einem kniffeligen und umfangreichen Fall zu tun. Wird ihr das nicht eine Nummer zu groß? Am Ende lassen sich alle offenen Fragen aufklären und es gibt einen runden Abschluss. Die Beschreibung der örtlichen Begebenheiten und die Landschaftsbilder haben mir sehr gut gefallen, diese empfinde ich als schöne Ergänzung zum Ermittlungsfall.
- Jens van Rooij
HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
(98)Aktuelle Rezension von: luckynelliHiergeblieben - ein Titel, der schon alles sagt. Warum in die Ferne schweifen, wenn wir in Deutschland viele tolle Städte und Sehenswürdigkeiten haben. Meist kennen wir uns im Ausland besser aus als in den Städten in unserer unmittelbarer Umgebung. Hiergeblieben ist ein neues Reiseführer-Format, das tolle Fotos, erklärender Text und viele Tipps vereint. Ich war überrascht, welche tollen Dinge es zu entdecken gibt. Und der Vergleich mit bekannten Sehenswürdigkeiten im Ausland und ähnlichen Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Weit fahren muss man wahrlich nicht, um das Interessante zu entdecken. Gerade während der Corona-Krise hat es uns zum Wandern in die nähere Umgebung verschlagen. Auch hier waren wir doch sehr überrascht, wie vielfältig, interessant und schön die Natur so um die Ecke ist. Ein absolut empfehlenswerter Reiseführer.
- Anja Gust
Monstratorem - Geschichte einer unbeschreiblichen Liebe: Kriminalroman Tatort: Schleswig-Holstein (Die Geschichte der Sina Brodersen 1)
(32)Aktuelle Rezension von: Schnattchenx3Monstratorem handelt von Sina und Tom. Sina, die auf einen Bauernhof auf dem Land im idyllischen Norden lebt. Und Tom, der als Auftragsmörder mit einem wichtigen Auftrag direkt von der Mafia entsendet wird. Aufgrund Sinas besonderen Hobbies begegnen sich die beiden bereits am Anfang der Geschichte. Auch wenn sich erstmals ihre Wege wieder trennen, scheint es als wäre Sina ihrem potentiellen Mörder überwiegend einen Schritt voraus.
Auf 279 Seiten begleitet man verschiedene Charakter. Dies macht die Erzählung ab und an etwas holprig. Ich hätte mir eine reine Erzählung, die ggf. noch zwischen Sina und Tom abwechselt, gewünscht. Der gesamte Schreibstil ist distanziert, wodurch es für einen Krimi passend ist, für die Liebesgeschichte jedoch zu wenig Emotionen und Tiefe zulässt. Alles wirkt für mich auf dieser Ebene fast steril. Durch all das fand ich es stellenweise sehr schwierig, dran zu bleiben.
- Eva Almstädt
Ostseeangst
(70)Aktuelle Rezension von: MonikaDer Titel ist wahrscheinlich der Erkennbarkeit in einer Buchreihe geschuldet, führt hier allerdings zu unerfüllten Erwartungen an einen Küstenkrimi.
Dafür steht der Hemmelsdorfer See im Mittelpunkt, um und auf ihm entwickeln sich die Dramen, die den Plot der Geschichte bilden.
Natur und Örtlichkeiten werden exakt und realistisch geschildert, es macht - zumindest mir Spaß- das Internet zu bemühen, und zu dem Beschriebenen nach zu lesen.
Dunkle Geschichten um Adoption und Drogen entwickeln sich, Fehlverhalten von Mitarbeitern aus dem Behörden wird angeprangert, ein Realitätsbezug ist nicht von der Hand zu weisen.Das macht die Handlung glaubhaft und ich lese sie durchaus mit gewissem Vergnügen.
Störend ist der sehr umfangreiche Blick auf das Privatleben der Hauptermittlerin Pia Korritke, den ich als Seitenfüller empfinde. Auch die Nebenfiguren haben eine sehr ausführliche Geschichte an der Seite. Dies nimmt viel Tempo und Spannung heraus. Die beschreibene Überlastung und Hektik der Ermittler durch parallele Geschehnisse vermittelt sich somit kein Tempo , sondern die Geschichte rollt so vor sich hin.
Zwar blättern sich die Seiten zügig um, aber so richtig zufrieden bleibe ich nicht zurück. Auch die Auflösung wirkt sehr konstruiert, nicht schlüssig, hat sogar den Moment der Unwahrscheinlichkeit.
Die gute Lesbarkeit, die durchaus gepflegte Sprachform sprechen für das Buch, die detaillierten Beschreibungen nehmen in das Geschehen mit , das ist zufriedenstellend, aber nicht begeisternd
- Til Jørgson
Der tote Jan: Mord und Meer (Mordlichter 1)
(40)Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310Auf einer unbewohnten Insel in der Flensburger Förde wird der Lehrer Jan Olsen tot und verstümmelt aufgefunden. Merle Sanders und Finn Randers vom LKA übernehmen den Fall und werden von dem jungen Kollegen Bjarne Jannsen unterstützt, der sich besser auf Dänisch verständigen kann. Sie untersuchen im gesamten Umfeld des Toten und jeder weiß nur Gutes über Jan Olsson zu berichten. Doch auf seinem Rechner finden sich delikate Fotos, und zudem hatte er eine Beziehung mit einer minderjährigen Schülerin, die schwanger von ihm ist. Aber alle Verdächtigen haben ein Alibi.
Dies ist der erste Band aus der Mordlichter-Reihe des Autors Til Jørgson. Ich habe nichts gegen einen Genre-Mix, aber hier fehlte mir doch unter all dem Sex der Crime. Auch der Humor war nicht so meins, die Sprache zu derb und direkt.
Die Ermittler des LKA verhalten sich nicht sehr professionell. Ständig scheint ihr Sinn vom Wesentlichen abzudriften. Finn kommt gerade aus der Ausbildung und findet sich unwiderstehlich. Merle als die Erfahrenere im Job hätte mehr Distanz wahren sollen. Der Ermittlungsstil der beiden ist sehr unkonventionell und kommt im wirklichen Leben hoffentlich nicht so vor.
Da mir die Krimihandlung zu kurz kam, blieb auch die Spannung auf der Strecke. Die Art der Aufklärung hat mich denn auch nicht zufriedengestellt.
Schade, war nicht so meins.
- Stefanie Sohr
52 kleine & große Eskapaden in Schleswig-Holstein an der Ostsee
(2)Aktuelle Rezension von: DocAndrewDas Buch ist klein und kompakt aufgebaut. Die obere Buchecke ist abgerundet. Das Cover lässt sich bei Bedarf auch mal abwischen. Auf der Rückseite findet sich der Klappentext. Die Buchrücken lassen sich leider nicht ausklappen und als Lesezeichen verwenden. Ein Leseband sucht man vergebens. Aber so ist die komplette Reihe aus dem Dumont Verlag aufgebaut.
Zur besseren Orientierung sind die 52 kleinen und großen Eskapaden in drei Kapitel unterteilt:
• Abstecher (Nur ein paar Stündchen / 4H)
• Ausflüge (Raus für einen Tag / 12H)
• Miniurlaub (Ferien für ein Wochenende -36H)
So wie auch in den anderen Bänden geht es wieder "Ab nach draußen". Ich denke, solange das Wetter noch mitspielt, ist der Aufenthalt im Freien eine gute Möglichkeit Freizeitaktivitäten nachzukommen. Natürlich sollten immer noch die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden.
Die einzelnen Eskapaden sind durchnummeriert und mit einer prägnanten Überschrift und einem kurzen Einführungstext versehen. Danach geht es dann mit einem informativen Text weiter. Umrahmt von diversen Fotos und einer kleinen Umgebungskarte
o "Hin & Weg"
o "Beste Zeit"
o „Dauer & Strecke“ zur besseren Planung
o Tipps zur „Ausrüstung“ für Unterwegs
o und unter „Wenn es Nacht wird“ gibt es Empfehlungen für eine Übernachtung.
Neben diesen Informationen finden sich viele großartige Fotos als Appetithappen und diverse Karten zur Orientierung vor Ort. Die Texte sind kurz und knapp gehalten und geben die wichtigsten Fakten wieder. Hier findet jeder etwas. Vieles findet am Wasser statt. Aber das Buch lädt auch zu einem Stadtbummel oder einen Waldspaziergang ab. Genießen sie ein leckeres Essen in einem der empfohlenen Lokalitäten, legen sich an einem der großartigen Strände oder lassen sie beim Sonnenuntergang einfach mal die Seele baumeln. Familien mit Kindern werden hier ebenso bedient, wie Einzelreisende, Paare oder Gruppen.
Die Eskapaden lassen ich gut in einen bestehenden Urlaub einbauen. Je nachdem wo man wohnt, kann man natürlich auch mal einen Kurztrip machen oder ein Wochenende vor Ort verbringen. Oder man bleibt einfach etwas länger und verbindet mehrere der Eskapaden. Es finden sich immer wieder Adressen zur Unterbringung vor Ort.
Zum Ende findet sich noch ein Kapitel mit der Überschrift "Sonst noch wichtig". Hier werden die beiden Autoren vorgestellt. Beide kennen den Norden Deutschlands und wissen, wovon sie schreiben. Dies tun sie auch auf Ihren eigenen Websites, dessen Adresse in der kurzen Vorstellung genannt werden und die ich unten noch einmal aufgeführt habe. Darauf finden noch weitere Informationen und auch tolle Fotos. Wer die Touren vertiefen möchte, kann dies mit seinem Smartphone tun. Am Ende des Buches findet sich ein QR-Code und eine Internetadresse. Hier kann man sich hier die Touren als GPX-Datei herunterladen und zum Beispiel in die App von Komoot importieren.
Ich finde die Eskapaden Reihe klasse und kann auch einen Blick auf die anderen Bücher empfehlen. Hier findet sich schnell und informativ eine Idee für einen Tagesausflug, ein Wochenende oder auch für einen Kurzurlaub.
Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache. Immer wieder lese ich in anderen Bewertungen von Infos die fehlen oder einer fehlenden ausführlichen Beschreibung der Orte, Attraktionen, Touren, Karten und so weiter. Der Käufer sollte sich beim Kauf von Reiseführern immer bewusstmachen, dass die Autoren der Bücher IHREN Eindruck und Tipps weitergeben. Ich verlasse mich auch nicht nur auf einen Reiseführer. Es gibt diverse Informationsquellen und diese sollte man nutzen, um ein persönliches „Day by Day“ zu erstellen. So nehmen wir für unsere Urlaubsplanung diverse Reiseführer zur Hand und arbeiten diese durch, um einen erholsamen Urlaub zu erleben. Wir schauen auch immer nach Angeboten für Familien mit Kindern, die leider nicht alle Reiseführer mitbringen…In unseren anderen Rezensionen werden sie immer wieder mal den ein oder anderen Reiseführer finden.























