Bücher mit dem Tag "schloß"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schloß" gekennzeichnet haben.

111 Bücher

  1. Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783596512324)
    Bram Stoker

    Dracula

     (918)
    Aktuelle Rezension von: alinaslibrary

    Ich habe Dracula letztes Jahr gelesen und hatte erwartet, dass es zwar ein interessanter, aber doch eher trockener Klassiker wird, weil ich mir unter einem Briefroman zu der Zeit nicht so viel vorstellen konnte. Ich wurde sehr positiv überrascht! Das, obwohl es ein Briefroman ist, man als Leser der Handlung trotzdem so gut folgen konnte und den roten Faden nicht verlor hätte ich nicht gedacht. Es war sehr atmosphärisch und eindringlich geschrieben, ab und zu auch etwas düster und der Spannungsbogen wurde die ganze Zeit über sehr gut gehalten. Am Ende habe ich nur bedauert, dass ich es nicht schon viel früher gelesen habe und das heutzutage Bücher in dieser Form  und mit diesem Klassiker-Schreibstil nicht mehr geschrieben werden.

  2. Cover des Buches Garou (ISBN: 9783442473595)
    Leonie Swann

    Garou

     (471)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Diesmal hat es die Herde nach Frankreich verschlagen, da gibt es Ziegen (wer braucht so was?), tote Rehe (unheimlich) und den Loup Garou….

    Genügend Stoff für ein weiteres Abenteuer und jede Menge Schafslogik.

  3. Cover des Buches Die fernen Stunden (ISBN: 9783453356566)
    Kate Morton

    Die fernen Stunden

     (362)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Die fernen Stunden" war der erste Roman, den ich aus der Feder der australischen Autorin Kate Morton gelesen habe. Es war sozusagen ein Auftragslesen; meine beste Freundin hatte mir ihr Buch quasi unter Androhung körperlicher Gewalt zum Lesen gegeben. Zunächst war ich daher erst mal skeptisch, denn oft ist meine persönliche Meinung einfach eine andere wie ihre - doch das muss ich meiner Rezension gleich vorweg nehmen: Sie hatte in allen Punkten recht und auch ich habe mich in das Buch verliebt.

    Das Buch ist in zwei Rahmengeschichten erzählt. Die Protagonistin, Edie, lebt im England der 1990er Jahre und steckt in einer kleineren Lebenskrise, bis sie auf Umwegen auf die Schwestern Blythe stößt, die im Schloß Milderhurst leben. Ihr Vater war der berühmte Autor Raymond Blythe, der vor allem durch den schaurigen Roman "Der Modermann" der Nachwelt bekannt ist. Die zweite Rahmengeschichte spielt am gleichen Ort, jedoch zur Zeit des zweiten Weltkrieges.

    Die Charaktere haben mich am meisten bewegt - sie sind vielschichtig, mit vielen Facetten, Ecken und Kanten dargestellt. Der plot ist durchgängig flüssig erzählt und ich hatte zu absolut keiner Sekunde den Wunsch, dass nur eine der Rahmengeschichten weitererzählt wird. Beide haben mich gleichermaßen erreicht und gefesselt. Aber was wirklich selten ist und mich dann völlig in den Bann gezogen hat, war die konsequente Art und Weise, wie die sagenumwobene Geschichte um Raymond Blythes Buch immer wieder einen Platz gefunden hat. Oft fangen Bücher an mit einer Schlüsselszene, die man als solches aber erst auf den lezten zwei Seiten versteht. In diesem Buch ist der Überraschungsmoment ebenfalls vorhanden und hat mich absolut von den Socken gehauen, denn das eigentliche Ende wurde hier von jedem Protagonisten anders empfunden und verstanden. Aber was "Die fernen Stunden" fast schon genial macht ist, das die Autorin das Thema um den Modermann immer weider aufnimmt und es dennoch schafft, den Leser am Ende komplett zu überrumpeln. Wie tragisch doch alles ist und dennoch konnte das Ende nur so richtig sein. Und da haben wir dann noch einen Pluspunkt: das Ende. Wie viele 750-Seitenschmöker habe ich schon gelesen, die ich gut fand und die dann am Ende einfach geschwächelt haben? Etliche! Doch hier habe ich das Ende einfach genossen und geliebt. Warum ist es nur schon zu Ende...

  4. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.156)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenratte

    Bereits letztes Jahr hatte ich eine Rundreise durch Zamonien unternommen und mir war sofort klar, dass ich wieder kommen würde. Dieses Jahr besuchte ich die Stadt Sledwaya und begab mich auf die Spur des Schrecksenmeister Eißpin und der Kratze Echo.
    Das Cover ist wieder sehr schlicht und im typischen Stil der Walter Moers Bücher. Genauso typisch ist auch wieder der Schreibstil, welcher einen sogar bei einem Kapitel über Wein oder bei einer seitenlangen Auflistung des Inhaltes einer Vorratskammer fesselt. Dies schafft bisher kein anderer Autor bei mir.
    Auch die typischen Illustrationen sind wieder zahlreich vertreten und passen perfekt zur Handlung. Vor allem lockern diese auch Kapitel, welche etwas länger ausfallen, auf und lassen diese nicht zu lang wirken.
    Viel zu schnell ging auch diese Reise wieder zu Ende, doch eines steht fest, Zamonien hat mich nicht zum letzten Mal gesehen.

  5. Cover des Buches Das Buch der verlorenen Dinge (ISBN: 9783548609225)
    John Connolly

    Das Buch der verlorenen Dinge

     (267)
    Aktuelle Rezension von: chaosXcontrol

    Auf ,,Das Buch der verlorenen Dinge" bin ich eher zufälligen gestoßen, doch das Cover mit seiner krummen Schrift und den schnörkeligen Ranken zog direkt meine Aufmerksamkeit auf sich.

    Die Einleitung der Geschichte ist recht lang, doch das fällt gar nicht störend auf, im Gegenteil: Man lernt den zwölfjährigen David kennen, dessen Welt gleich zu Beginn schon aus den Fugen gerät. Seine Mutter liegt im Sterben und auch nach ihrem Tod ist der Junge natürlich nicht bereit, sie loszulassen. Als sich sein Vater schließlich kurz darauf neu verliebt und David auch noch einen kleinen Bruder bekommt, fühlt er sich nun vollends fehl am Platz und ungeliebt. Sich in seine geliebten Bücher flüchtend, isoliert er sich mehr und mehr von der Außenwelt und findet sich bald in einer Welt wieder, die ihm fremd und doch vertraut zugleich ist...Und hier beginnt die eigentliche Geschichte. Zu erwähnen ist noch, dass die Handlung zeitlich während des zweiten Weltkrieges spielt.

    Inhaltlich ist das Buch sehr schön aufgebaut; es gibt einzelne, teilweise recht episodenartige Kapitel, die allesamt eine sehr schöne Länge haben und das Buch sehr flüssig lesen lassen. Besonders hervorstechend ist meiner Meinung nach der Erzählstil - zwar sieht man die Geschehnisse größtenteils aus den Augen des Protagonisten, erhält aber ziemlich wenig Einsicht in seine Gedankenwelt. Stattdessen wirkt die komplette Handlung aus der Sicht eines Erzählers wiedergegeben, wodurch eine wirklich schöne Märchenatmosphäre entsteht, die die den Charm des Buches ausmacht.

    Man lernt auf der Reise des Jungen viele gute und auch bösartige Menschen sowie menschenähnliche Wesen kennen. Einige unterstützen David, der sich in dieser Fremde anfangs sehr verlassen fühlt, andere haben ihre eignenen, unschönen Absichten. Und wieder andere kommen einem auch schwer bekannt vor: so beispielsweise die sieben Zwerge, die sich um eine außerordentlich unfreundliche Schneewittchen kümmern oder das Lebkuchenhaus der bösen Hexe aus Hänsel und Gretel. Doch schnell ist klar, dass sich die klassischen Märchen hier etwas anders zutragen, denn der Autor lässt eigene, sehr interessants Aspekte mit einfließen.

    Alles in allem war dieses Buch - dieses Märchen - mal ein Leseerlebnis der etwas anderen Art. Der Autor versteht sich wunderbar darauf, unsere Welt mit der Welt der Märchen zu verbinden, woraus eine düstere, zwischendurch recht blutige, aber dennoch unglaublich spannende und auch schöne Geschichte entsteht!

  6. Cover des Buches Macbeth (ISBN: 9783150098707)
    William Shakespeare

    Macbeth

     (339)
    Aktuelle Rezension von: VerenaWagenpfeil
    Wahnsinniger Schotte tötet, von noch wahnsinnigerer Ehefrau angestachelt, den König um selbst den Thron zu besteigen. Endet nicht gut für ihn und am Ende lachen nur die drei Hexen.
    Sicherlich besser im Theater anzusehen als als Buch zu lesen.
    Trotzdem beeindruckend, wie viel Kraft Shakespeare in jeden seiner Verse packt.
    Ich habe das Buch sowohl in Englisch als auch in der deutschen Übersetzung von Friedrich Schiller gelesen, wobei mir von allen Shakepeare-Übersetzungen diese von Schiller am besten gefallen hat.
    Hier kann man für einen bildungsbürgerlich, überheblichen Smalltalk einige Verse auswendig lernen, um sie gelegentlich fallen zu lassen.
  7. Cover des Buches Die Erben der Nacht - Lycana (ISBN: 9783570304792)
    Ulrike Schweikert

    Die Erben der Nacht - Lycana

     (257)
    Aktuelle Rezension von: Annabelle-R
    Ich durfte dieses Buch durch eine Wanderbuch Aktion lesen.
    Ich habe schon den ersten Teil gelesen und nun geht die Geschichte von den Erben der Vampire weiter. Auch dieser Teil ist sehr spannend und man kann sich in die Geschichte reinversetzen.
    Auch dieser Teil läßt sich sehr fließend lesen.
    Freue mich shon auf den nächsten Teil.
  8. Cover des Buches Mini Shopaholic (ISBN: 9783442467709)
    Sophie Kinsella

    Mini Shopaholic

     (419)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Ich habe mich mal wieder köstlich amüsiert. 
    Das Buch ist spannend und lustig von der ersten bis zur letzten Seite.
  9. Cover des Buches Harry Potter and the Chamber of Secrets (ISBN: 9781408855669)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Chamber of Secrets

     (1.004)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Das zweite Jahr in Hogwarts beginnt für Harry rasant. Erst wird er im Privet Drive festgehalten, dann kommt er nicht zum Hogwarts Express und als er endlich in der Zauberschule ankommt, erwartet ihn richtig viel Ärger. Doch damit hat sein neues Jahr erst begonnen. Neue Lehrer, neue Schüler und eine neue Gefahr erwarten ihn. Nach und nach werden Schüler angegriffen und alles hat mit einer verschollenen Kammer zu tun, die mehr Legende zu sein scheint, als real. Um hinter das Geheimnis der Kammer des Schreckens zu kommen, geht Harry einmal mehr ungewöhnliche Wege und stößt dabei auch auf seine eigene Geschichte.

    Rowlings zweiter Band, startet schneller in die Handlung und nimmt rasant an Fahrtwind auf. Wir erfahren mehr über den ominösen Tom Riddle und auch Dumbledores, Hagrids und Harrys eigener Hintergrund werden mehr und mehr beleuchtet. Und das zu lesen, macht einfach Spaß. Denn Rowling versteht es die richtigen Infos zur richtigen Zeit einzustreuen, so dass man, wie Harry, nach und nach ein Gesamtbild erhält. Auch die neuen Charaktere, wie Lucius Malfoy, Gilderoy Lockhart oder auch Ginny Weasley sind tolle Figuren, die Potters Zauberwelt  bereichern und die beiden Seiten jener Welt toll illustrieren.

    Kurzum: Ein guter Folgeband, der schon etwas erwachsener daherkommt und die gesamte Geschichte alles in allem gut trägt. Lesenswert.

  10. Cover des Buches Grimmbart (ISBN: 9783426511848)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Grimmbart

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Botte05

    „Grimmbart“ ist der achte Fall von Kommissar Kluftinger. Eigentlich bleibt nicht viel zu dem Buch zu sagen. „Kluftinger“ ist Kult. Entweder man mag den eigenwilligen Kommissar oder eben nicht. Ich mag ihn…

     

    In „Grimmbart“ befindet sich Klufti mehrfach in einer Ausnahmesituation. 

    Auf der einen Seite heiratet sein einziger Sohn, weswegen nicht nur sein Zuhause ihm zunehmend fremd wird, sondern selbstverständlich auch die Brauteltern aus Japan anreisen werden, was etliche Fettnäpfchen bereithalten dürfte. 

    Auf der anderen Seite wirft der neue Fall viele Fragen auf und bedarf im Umkreis durchlauchter Personen Umgangsformen, die der Kommissar sich einerseits nicht merken kann, andererseits auch nicht wirklich als notwendig erachtet. 

    Und als wenn das nicht alles schon mehr wäre, als ein Allgäuer Urgestein ertragen kann, erscheint der Umgang mit der neuen Vorgesetzten sowie deren Vorstellungen von moderner Polizeiarbeit ein Seiltanz zu werden.

     

    Die Schloss-Herrin ist verschwunden und mit ihr ein wertvolles Gemälde. Die Baronin ist alsbald gefunden, ermordet und drapiert wie die Frau auf dem abgängigen Gemälde, welches verschollen bleibt. Schnell wird klar, dass der Baron bankrott ist, das Schloss und seine Vermarktung in den Händen des zwielichtigen Verwalters liegen. Verdächtige bieten sich viele an, aber sowohl Motiv und Täter bleiben lange im Verborgenen. 

     

    Kommissar Kluftinger geht sein eigenes Tempo, lässt sich nicht beeinflussen und aufgrund seiner legendären Geistesblitze wird im furiosen Finale eine wunderschöne Hochzeit jenseits kultureller und sprachlicher Barrieren gefeiert und – irgendwie unvermeidbar – parallel der Mörder dingfest gemacht. 

     

     

    Klüpfel / Kobr, Grimmbart, Kriminalroman, Taschenbuch, Droemer Knaur Verlag, 9,99 €, 480 Seiten, Erscheinungstermin 24.09.2015

  11. Cover des Buches Pala - Und die seltsame Verflüchtigung der Worte (ISBN: 9783404154128)
    Ralf Isau

    Pala - Und die seltsame Verflüchtigung der Worte

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Smeralda
    Inhalt: In Silencia, Stadt der Dichter und Erzähler, greift eine seltsame Krankheit um sich, die man "Verflüchtigung der Worte" nennt. Um der unheimlichen Veränderung auf den Grund zu gehen, steigt das Mädchen Pala zu der verfallenen Zitadelle über der Stadt hinauf und gerät in das verwunsche Reich der Worte. Meine Meinung: Die Geschichte ist im Großen und Ganzen eine süße Idee allerdings hätte man es besser umsetzen können. Für mich war es nicht wirklich fesselnd. Vom Schreibstil her ist es schon ein bisschen anspruchsvoller sodass man hin und wieder einen Satz doppelt lesen muss um richtig mitzukommen. Von mir gibt es nur 2 Sterne. Es ist nicht schlecht, aber meiner Meinung nach auch nicht sehr empfehlenswert...
  12. Cover des Buches Das letzte Einhorn (ISBN: 9783608939200)
    Peter S. Beagle

    Das letzte Einhorn

     (258)
    Aktuelle Rezension von: Brina_10

    Die Geschichte um das letzte Einhorn kennt sicher jeder. Vor allem zur Weihnachtszeit ist sie für mich ein absolutes Muss und eine Möglichkeit, Zauber und Magie wirklich fast zu spüren und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

    Das letzte Einhorn verlässt seinen geliebten Fliederwald, nachdem es gehört hat, dass die Menschen glauben, es gäbe keine Einhörner mehr. Es trifft auf den Zauberer Schmendrick und die Räuberbraut Molly Grue. Das Einhorn erfährt, dass der rote Stier, der dem grimmigen König Haggard dient,  für das Verschwinden der Artgenossen verantwortlich ist. Gemeinsam machen sich die 3 Freunde auf den Weg und erleben unzählige Abenteuer bei dem Versuch, die Einhörner zu retten.

    Das Buch lässt einen in eine wunderbare Fantasiewelt eintauchen. Alles ist so lebendig und detailreich beschrieben, dass man sich alles genauestens vorstellen kann. Durch die Nähe zum Film, welcher sich sehr an der Buchvorlage orientiert hat, fällt es leichter, alles zu verstehen.

    Das Buch erzählt für mich jedoch nicht nur eine Geschichte zur Unterhaltung. Unterschwellig werden soo viele Themen, so viele Gefühle und so viele tiefgründige Gedanken angesprochen, dass einen das Buch wirklich berührt. 

    Meines Erachtens ist es jedoch kein Kinderbuch und auch nicht als solches geeignet - die geschriebene Sprache ist teilweise schwer zu lesen und schwer zu verstehen. Wenn man den Film kennt, gelingt dies meiner Meinung nach besser, da die Handlung bekannt ist. 

    Ich liebe auch den Soundtrack des Filmes und ziehe deswegen in diesem Fall den Film dem Buch vor. Andererseits gibt es ein paar Szenen und Hintergründe, welche im Film nicht auftauchen, sodass ich froh bin, das Buch gelesen zu haben.

    Gelungen fand ich auch die im Buch enthaltene Fortsetzung "Zwei Herzen". Hier durfte man nochmals kurz miterleben, wie es den Protagonisten erging und einige derer wiedersehen. So konnte ein runder Abschluss geschaffen werden.

    Im Fazit ist das Buch für mich mehr als eine Geschichte über magische Fabelwesen. Vielmehr wird eine Geschichte zum Mutmachen erzählt - eine Geschichte über Selbstliebe und Selbstwirksamkeit. Ein wunderbares Meisterwerk darüber, dass jeder Mensch in der Lage ist, Wunder zu vollbringen -wenn man nur fest daran glaubt.


  13. Cover des Buches Das Gespenst von Canterville und andere Märchen (ISBN: 9783866472440)
    Oscar Wilde

    Das Gespenst von Canterville und andere Märchen

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    Inhalt: Man hatte Hiram B. Otis gewarnt, bevor er Canterville kaufte: In diesen Mauern spukt es. Doch völlig unbeeindruckt von solch allzu britischem Aberglauben bezieht der amerikanische Botschafter mitsamt seiner Familie das neu erworbene Domizil. Bald schon machen besonders die Kinder der Neuankömmlinge dem tatsächlich dort hausenden Gespenst das Dasein zur Hölle und treiben es in die Verzweiflung, bis die kleine Virginia sich seiner erbarmt. Neben dem 'Gespenst von Canterville' enthält dieser Band die Märchen und Erzählungen 'Der glückliche Prinz', 'Die Nachtigall und die Rose', 'Der selbstsüchtige Riese' und 'Lord Arthur Saviles Verbrechen'.

    "Das Gespenst von Canterville" ist ein zeitloser Klassiker, der zum Nachdenken anregt. Neben den ausgefallenen Ideen der Familie Otis um mit dem Gespenst zurechtzukommen, begeistert mich besonders die Geschichte des Gespenstes. Sie versetzt einen schnell in das Dilemma, eigene Vorstellungen zu Recht und Unrecht zu hinterfragen. Dank Virginia gibt es eine wundervolle Auflösung der ganzen Situation. Eine wirklich schöne Erzählung!

  14. Cover des Buches Die Ludwig-Verschwörung (ISBN: 9783548282909)
    Oliver Pötzsch

    Die Ludwig-Verschwörung

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Kerry
    Antiquar Steven Lukas führt ein ruhiges und zurückgezogenes Leben. Der junge Mann hat sein eigenes Antiquariat in München, doch die Geschäfte laufen nicht allzu gut. Von je her waren alte Bücher seine Leidenschaft, eine Leidenschaft, die schon das gesamte Familienerbe verschlungen hat, doch er kann einfach nicht anders. Professor Liebermann war in diesem Antiquariat, kurz bevor er entführt und ermordet wurde. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: vor kurzem kaufte er das geheime Tagebuch von Theodor Marot, das er in genau diesem Antiquariat versteckte. An sich erscheint diese Tatsache nicht unbedingt als Mordmotiv, doch Theodor Marot war niemand anders als der Assistent des Leibarztes von König Ludwig II. Die Umstände des Todes von Ludwig II sind bis heute noch sehr mysteriös.

    Kurz nach dem Mord sucht Sara Lengfeld Steven auf. Sie ist die Nichte Liebermanns und berichtet ihm von dessen Ermordung und ihrem Verdacht, dass ihr Onkel etwas in dem Antiquariat versteckt haben muss. In der Tat ist Steven bereits auf ein Buch gestoßen, dass ihm selbst unbekannt ist bzw. von dem er genau weiß, dass es nicht zu seinem Bestand gehört. Noch ehe er und Sara sich diesem geheimnisvollen Buch widmen können, wird Steven überfallen und sein Laden verwüstet. Schnell steht fest: wer auch immer, er ist hinter diesem Tagebuch her.

    Zusammen mit Sara flieht Steven vor seinen Verfolgern, denn er ist nicht gewillt, so mit sich umspringen zu lassen und er ahnt, dass in diesem Tagebuch ein Geheimnis verborgen ist, ein tödliches Geheimnis. Tatsächlich gelingt es den beiden, nach und nach den Code des Tagebuchs zu entschlüsseln und sie tauchen in die Welt von König Ludwig II und seinem Gefolge ein und erfahren so einiges aus dem Leben des Königs, was bisher vor der Welt verborgen blieb. Doch was auch immer in diesem Buch steht, rechtfertigen diese Geheimnisse, auch über 100 Jahre nach dem rätselhaften Tod des Monarchen, Verfolgung und Tod?


    Geheimnisse um Ludwig II! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Mir hat besonders gut gefallen, dass das Buch, dank der Tagebucheinträge, in zwei Zeitebenen spielt, diese sich jedoch nicht vermischen, sondern klar voneinander getrennt sind. Ich hatte bei beiden Zeitebenen, auf Grund der realistischen Darstellung, jederzeit das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt zurückgelassen hat mich die Figur der Sara, die wirklich mit allen Wassern gewaschen ist und auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Den Schreibstil kann ich nur als spannend beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
  15. Cover des Buches Die Schöne und das Biest (ISBN: 9783649624745)
    Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve

    Die Schöne und das Biest

     (92)
    Aktuelle Rezension von: SaniHachidori

    INHALT:

    Ein Kaufmann hatte viele Söhne und Töchter und eine davon war nur als "Die Schöne" bekannt. Von ihren Schwestern bekommt sie nur Spott und Neid entgegengebracht.
    Als der Kaufmann sein Geld verliert, ergreift er die erstbeste Chance, wieder zu Reichtum zu kommen und fährt zum Hafen. Dort kann er seinen Plan allerdings nicht umsetzen. Seine Töchter hatten sich als Mitbringsel allerlei Geschmeide gewünscht, nur die Schöne wünschte lediglich eine Rose. Als er auf dem Heimweg in einen Schneesturm gerät, sucht er Schutz in einem mysteriösen Schloss. Dort wird er festlich bewirtet, trifft den Herrn des Schlosses aber nicht an. Als er wieder nach Hause aufbrechen will und eine Rose für die Schöne mitbringen möchte, zeigt sich der Herr des Schlosses, das Biest. Dieses ist außer sich vor Zorn, dass er eine Rose stehlen wollte und droht ihm mit dem Tode, wenn er ihm nicht eine seiner Töchter schickt. Diese muss aber aus freien Stücken zu ihm kommen.
    Als die Schöne von dem Ungemach erfährt, welches dem Vater droht, erklärt sie sich mit ihrem guten Wesen freiwillig dazu bereit, sich dem Biest auszuliefern.
    Fortan lebt die Schöne im Schloss des Biestes und leistet ihm Gesellschaft, denn anders als erwartet tötete er sie nicht. In ihren Träumen zeigt sich ihr immer wieder ein schöner junger Mann, der ihr geheimnisvolle Rätsel und Botschaften überbringt. Sie verliebt sich in ihn, verliert aber jede Hoffnung, ihn im realen Leben jemals zu treffen. Das Biest ist weiterhin gut zu ihr, aber mehr als Dankbarkeit empfindet sie nicht für ihn.
    Auf Anraten des Mannes aus ihren Träumen vermählt sie sich mit dem Biest, da es so gut zu ihr ist und erst da erkennt sie, dass er und der Mann aus den Träumen eine Person sind. Es wird Hochzeit gefeiert und alle leben glücklich und zufrieden.

    Doch hier endet das Märchen erstaunlicherweise noch nicht, denn das Buch ist bis dahin nur zur Hälfte gelesen. Im weiteren Verlauf erzählt der Prinz seine Vorgeschichte, wie er also zum Biest wurde und die Geschichte der guten Fee. Die Beziehungsgeflechte werden dabei so abstrus und viele Detail so unnötig, dass sich dieser Teil des Buches sehr gezogen hat.

    SCHREIBSTIL:

    Der Schreibstil ist ganz der, den wir aus Kindertagen von klassischen Märchen kennen. In kurzen, prägnanten Sätzen wird der Hergang des Märchens berichtet. In der ersten Hälfte des Buches liest es sich flüssig und angenehm unterhaltsam, verliert aber in der zweiten Hälfte an Substanz und Fokus, sodass es sehr langatmig wird. Viele unnötige Informationen und sehr verschachtelte Verwandschafts- und Zugehörigkeitsverhältnisse erzeugen auf einmal viele Längen, die die Handlung zu Ende hin extrem zäh daherkommen lassen.

    FAZIT:

    Die Aufmachung der Coppenrath-Schmuckausgabe darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, da sie jedes Lob verdient. Die Ausgabe ist wieder einmal so liebevoll und schön gestaltet, dass es ein Genuss war, es zu lesen. Auch, wenn das Märchen komplett anders ist, als der bekannte Film es vermuten lässt, hat es mir bis zur Hälfte des Buches (also bis zur Hochzeit) sehr gut gefallen. Danach fanden das Buch und ich nicht mehr zusammen. Ich war von der zweiten Hälfte doch sehr enttäuscht und gelangweilt. Alles in allem jedoch ein schönes Leseerlebnis für einen gemütlichen Abend.
    Ein Klassiker unter den Märchen, der ganz anders ist als bekannte Filmumsetzungen, mich jedoch trotzdem begeistern konnte. Lediglich die Ereignisse nach der Hochzeit waren mir zu überflüssig und langatmig.

  16. Cover des Buches Das Schloß (ISBN: 9783746765839)
    Franz Kafka

    Das Schloß

     (300)
    Aktuelle Rezension von: Frau_J_von_T
    In Kafkas "Das Schloss" begleitet der Leser den angeblichen Landvermesser K., welcher in ein Dorf am Fuße eines Schlosses kommt um dort zu arbeiten. 
    Schnell merkt er, dass Fremde im Dorf nicht gern gesehen sind und dass man sich dem Willen des Schlosses zu fügen hat, egal wie langsam die Mühlen der Bürokratie auch mahlen.

    Mir hat das Romanfragment Kafkas sehr gut gefallen. Auch wenn es nicht immer ganz leicht und flüssig zu lesen und stellenweise wirklich langatmig war, so konnte ich mich der Sogwirkung des Romans nicht entziehen. Obwohl die Figuren eher oberflächlich bleiben und vor alles sehr surreal wirkt, so kann man sich doch auch selbst sehr gut in K. hineinversetzen. Das ewige Bemühen an sein Ziel zu gelangen und immer wieder Steine in den Weg gelegt zu bekommen... Sich ohne Erfolg abzustrampeln... jeder kennt es irgendwie. 

    "Das Schloss" ist ein Roman auf den man sich voll und ganz konzentrieren muss, um nicht darin unter zu gehen. Man liest es nicht einfach mal eben nebenbei. 
    In dieser Ausgabe des Manesse Verlags, die nicht nur super aussieht, befindet sich am Ende noch ein Nachwort von Norbert Gstrein welches ich sehr interessant fand.
  17. Cover des Buches Sturmtochter (ISBN: 9783802582110)
    Richelle Mead

    Sturmtochter

     (194)
    Aktuelle Rezension von: Sardonyx
    Eugenie Markham ist eine Schamanin, die unter dem Namen Odile Dark Swan Geschöpfe der Anderswelt jagt. Das ist ein harter Job, den sie aber über alles liebt: manchmal muss sie böse Geister aus verhexten Turnschuhen jagen, Wasserelementare aus Toiletten jagen - oder plötzlich um ihr Leben fürchten, als ihr wahrer Name unter allen Geschöpfen der Anderswelt bekannt wird! Wie kann es kommen, dass Eugenies Opfer unerwartet wissen, wer ihre geheimnisvolle Jägerin ist? Eugenie stößt auf ein seltsames Rätsel und erfährt, dass ihre gesamte Herkunft eine gewaltige Wahrheit und gefährliche Prophezeiung birgt. Vor langer Zeit versuche der so genannte Sturmkönig, alle Macht an sich zu reißen und nun wird es Zeit, dass sein Erbe wieder erwacht.
    Zusammen mit dem heißen Gestaltwandler Kiyo und der Hilfe des charismatischen Feenkönig Dorian macht sich Eugenie auf die Suche nach ihrer wahren Bestimmung. Der schwarze Schwan breitet seine Flügel aus - um bis in die Unterwelt tief zu fallen ...

    ,,Sturmtochter"
    (im Original Storm Born, aber dies ist nicht mit einer gewissen Khaleesi zu verwechseln) ist der erste Band von Richelle Mead's Reihe um eine ebenso gefährliche wie attraktive Schamanin aus den Südstaaten. Ach ja, das mit dem verhexten Turnschuh aus meiner Inhaltszusammenfassung ist gar kein Scherz - mit ihm begann in der ersten Zeile meine Entführung in eine fesselnde, vielseitige Welt (und deren Parallelwelt).

    Gleich von Anfang an grinste ich wegen Eugenie: sie ist so eine starke Persönlichkeit, mit gelegentichen Anfällen großer Schwäche, was sie aber menschlicher macht. Ich persönlich mag ja weniger Helden und Heldinnen, die in allem perfekt sind und immer wissen, was zu tun ist. Wenn sie einen Knacks haben, sind sie mir sofort sympathisch, wie auch die Nebenfiguren in diesem Buch. Da ist zum Beispiel der Tierarzt-Fuchs-Hottie Kiyo und Dorian, der manchmal fast schon niedlich war auf eine Welpen-Weise. Die klischeehafte Sekretärin, die zum Glück nur in Telefonaten auftaucht, und der polnische ,,Indianer" schmücken Eugenies bizarre Welt aus wie exotische Vögel :)

    Wie zu erwarten, spart die Autorin nicht mit Romantik und prickelnder Spannung, was man sofort merkt, als Eugenie Kiyo zum ersten Mal sieht (und ich fand es wirklich krass, dass sie sofort mit einem völligen Fremden ins Bett geht! Ich meine, er ist am Anfang nur eine flüchtige Begegnung und sie geht gleich voll ab?!) Die beginnende Dreiecksbeziehung roch ich gleich von Anfang an, allerdings bin ich Richelle Mead so dankbar, dass sie die Spannung der rasanten Handlung über Schnulzen gestellt hat.

    Die Preisfrage: Was haben wir Leser nämlich (meistens; es gibt ja auch Ausnahmen) lieber?
    a) Herzschmerz, welcher Mann der bessere ist, oder
    b) eine spannende Protagonistin, die mit Silberpatronen und -dolchen fremdartige Elementargeister niedermetztelt und in die Unterwelt verbannt. Ich würde an dieser Stelle jetzt einen dicken, tiefschwarzen Filzstift herausholen und ganz groß b) ankreuzen, weil ich von Kick-Ass-Hauptfiguren nie genug bekommen kann. Ein frecher Spruch, grandiose Kampf-Moves, ein lautes Boom, Explosionen, Monster - und zum Schluss wieder ein einzigartiger Spruch. Das ist meine Eugenie.

    Alles an ,,Sturmtochter" ist perfekt, obwohl bisher nicht viel Hintergrundwissen zu Eugenies Werdegand preisgegeben wurde. Ich hätte gerne erfahren, wie Eugenie zur Schamanin geworden ist. Das heißt, es ist bekannt, dass sie von ihrem Stiefvater Roland unterrichtet wurde, wie lief so eine Ausbildung bei Eugenie ab?
    Mein Rezensentenschwert steckt in meinem Gürtel, dunkle Runen auf silbernem Metall. Langsam ziehe ich es. Weil mir gerade keine intelligent-freche Aussage einfällt, rufe ich einfach nur die Macht der Göttinnen und lasse 5 Sterne in dieser Welt und der Anderswelt erstrahlen.
  18. Cover des Buches Der Mann, der lächelte (ISBN: 9783423212151)
    Henning Mankell

    Der Mann, der lächelte

     (554)
    Aktuelle Rezension von: Bella_507

    Der Schreibstil ist gut, dass bisschen Spannung was fehlt macht er meiner Meinung nach mit einem guten Gesamteindruck wieder weg. Immerhin wird man unterhalten und darum geht es in einem Buch.

  19. Cover des Buches Ich schreib dir morgen wieder (ISBN: 9783596297207)
    Cecelia Ahern

    Ich schreib dir morgen wieder

     (1.073)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    Inhalt:

    Tamara ist 16 Jahre jung und wohlhabend aufgewachsen. Bis zu dem Tag an dem sie ihren Vater nach einem Selbstmord im Haus auffindet, lief alles prima. Doch finanziell lief es schlecht und alles muss verkauft werden. Nun zieht Tamara mit ihrer Mutter zu ihrem Onkel und dessen Frau Rosalind in ein Torhaus vor einer ehemaligen Schlossresidenz, die einst abbrannte.

    Dort findet sich Tamara nur schlecht zurecht, liegt es schließlich auch fernab von Dublin und jeglicher anderen Zivilisation. Ihre Mutter wirkt depressiv, verlässt ihr Zimmer nicht und Tamara weiß nicht, wie sie ihr helfen soll. Ihr Onkel ist sehr verschwiegen, die Tante äußerst merkwürdig. Tamara lernt eine Nonne kennen, die sie immer ein Jahr älter machen möchte. Im Gartenhaus wohnt die schwerkranke Mutter ihrer Tante. In deren Garten gibt es wundervolle gläserne Windspiele. Eine fahrende Bibliothek und dessen charmanter Fahrer Marcus sorgen für Abwechslung. In dem Auto findet Tamara ein merkwürdiges Buch im Ledereinband. Erst hat es leere Seiten doch dann stehen plötzlich Tagebucheinträge von ihr selbst darin, allerdings mit dem Datum von morgen. Plötzlich hat Tamara die Möglichkeit die Geheimnisse und merkwürdigen Verhaltensweisen ihrer Tante Rosalind aufzudecken und führt damit unglaubliches zu Tage…

     

    Meine Einschätzung:

    Ich habe dieses Buch als 20-jährige gelesen und nochmal 10 Jahre später als Hörbuch gehört. Auch wenn die Protagonistin ein Teenager ist, kann man die Story durchaus als Erwachsene lesen. Es dreht sich nicht ausschließlich um Probleme der Pubertät, obwohl dies natürlich im Verhalten von Tamara eine sehr große Rolle spielt. Aber die Story, die sich hinter allem verbirgt, ist recht interessant. Hinter die Geheimnisse zu kommen, finde ich immer spannend.

    Das Tagebuch nimmt eine magische Rolle ein, die der realistischen Geschichte etwas Zauberhaftes verleiht. Mit genau solchen scheinbar kleinen Besonderheiten hat mich Cecelia Ahern damals in ihren Bann gezogen. Es war eines der ersten 3 Bücher, das ich las, nach „P.S. ich liebe dich“. Bei diesem bekannten Werk und meinem Lieblingsbuch „Für immer vielleicht“ war es die Art und Weise zu schreiben und zu berühren. Bei „Ich schreib dir morgen wieder“ und den anderen Erstlingswerken (u.a. auch „Ich hab dich im Gefühl“, „Zwischen Himmel und Liebe“) waren es diese kleinen übernatürlichen Dinge, die den Geschichten etwas Besonderes verleiht. So auch hier das Tagebuch, das für morgen schreibt und Tamara die Möglichkeit bietet, den kommenden Tag in eine andere Richtung zu bringen.

  20. Cover des Buches Ein geschenkter Tag (ISBN: 9783596512171)
    Anna Gavalda

    Ein geschenkter Tag

     (302)
    Aktuelle Rezension von: sternblut

    Als Simon, Lola und Garance erfahren, dass ihr Bruder Vincent nicht zur Hochzeit ihrer Cousine kommen würde, beschließen sie, zu türmen und ihn zu besuchen, um noch einmal einen Tag zu viert zu verbringen und die Zeit ihrer Kindheit nochmal Revue passieren zu lassen. 


    In Leihwirtschaft von meiner Mutter in die Hand gedrückt bekommen - weil es sich so leicht und locker lesen lässt. Ein bisschen sentimental, aber schön. Da konnte ich nicht nein sagen. Auch, weil Gavalda einen nicht unerheblichen Teil meines Bücherregals ausmacht. Warum also nicht?

    Eine gute Entscheidung. Nicht nur, dass das Buch in Pocket Format herrlich leicht herumzutragen ist (sogar in der kleinen Handtasche!), sondern weil es ein Werk ist, dessen Handlung quasi das Leben schreibt. Meiner Meinung nach etwas, das unheimlich viel wert ist. Das Identifikationspotenzial eben.

    Im Zentrum stehen die vier Geschwister Garance, Lola, Simon und Vincent, alle vier mit einer besonderen Affinität zu Kultur, Literatur, Musik - allem was für sie das Leben ausmacht. Dagegen stehen Personen wie Simons Frau Carine, die peinlich genau und akribisch analysiert oder die Hochzeitsgesellschaft. Während die Geschwister lebendig und emotional wirken, sind es die anderen, die einen eher kühlen und distanzierten Eindruck hinterlassen. Freiheit vs. Statik. Es ist wenig verwunderlich, dass die Geschwister aus dieser Umgebung ausbrechen, um sich für einen Tag ihre eigene heile Welt zu erschaffe. Zu leben. Sich zu erinnern. Gemeinsam zu sein. Bevor sie in ihr jeweiliges Leben zurückkehren müssen. 

    Die Botschaft dieses kleinen Büchleins ist klar: jeder Mensch verändert sich. Jede zwischenmenschliche Beziehung verändert sich. Man wird erwachsen, lebt sein Leben, entwickelt sich. Das macht auch vor Geschwistern nicht Halt. Was mich hier besonders beeindruckt hat, ist, dass diese Gedanken besonders Garance beschäftigten. Während der gesamten Geschichte machte sie am ehesten den Eindruck, "noch Kind zu sein". In den Tag hineinzuleben. Erst in diesem Moment wird klar, dass das mehr Farce zu sein scheint. Etwas in ihr möchte diese Entwicklung nicht, auch wenn sie weiß, dass sie nichts dagegen tun kann. Dass auch sie erwachsen werden muss. Ein Zwiespalt. Und für mich die wohl interessanteste Persönlichkeit in dem Buch. Was nicht zuletzt vermutlich daran liegt, dass das alles mehr oder minder aus ihrer Perspektive spielt. 

    Die Sprache, die Gavalda dabei verwendet, ist blumig, leicht verständlich und voller Witz. Das Buch liest sich so ohne weiteres mit einem Schmunzeln im Gesicht herunter, wobei ich gestehe, dass ich das Lesen mehr als einmal unterbrechen musste, um meinem Freund eine Stelle vorzulesen, die mich körstlich amüsiert hat. Ihr Stil ist herrlich ironisch und ehrlich zugleich - ein roter Faden, der sich durch das Buch zu ziehen scheint.

    Persönlich als spannend empfand ich die vielen Referenzen zur Literatur, zu Film und Musik, die die Autorin in das Werk einfließen lässt. Da sind zahlreiche Titel, Textfragmente und kurze Handlungssequenzen, die die Liebe der vieren zu kulturellen Erzeugnissen belegen. Nicht weniger faszinierend, als dass vieles davon mir überhaupt nicht geläufig war. Zumindest zwei Dinge werden darin deutlich: zum einen wie breit gefasst das Feld und damit das Interesse gestreut ist und zum anderen welchen Stellenwert es in ihrem Leben einnimmt. Zugleich zu sehen, wie intensiv die Autorin selbst vermutlich damit verwurzelt ist... Beeindruckend!

    Eine schöne Ergänzung sind im Übringen die Seiten am Ende des Buches, in welchen Gavalda selbst noch ein paar Worte an die Leser richtet, um von der Entstehung des Büchleins zu berichten. Zu lesen, dass die Unnachgiebigkeit ihrer Leser ihr das Versprechen abgerungen hat, diese kleine Geschichte der Öffentlichkeit zugägnlich zu machen, erfüllt mich mit Dankbarkeit, denn ich bin der Meinung: das hat sie mehr als verdient!


    Gavalda ist es gelungen, eine Geschichte zu kreieren, die Leichtigkeit und Wehmut miteinander verbindet. Das ganze Buch scheint von einer Gegensätzlichkeit zu leben, die sich in den Charakteren, der Handlung und dem Schreibstil wiederspiegelt. Eine Empfehlung an alle Menschen, die gerne Geschichten lesen, die auf vielseitige und liebenswürdige Art und Weise vom Leben erzählen.

  21. Cover des Buches Der dunkle Wächter (ISBN: 9783596521173)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der dunkle Wächter

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Elch

    https://www.instagram.com/p/CH5fjzKAuly/?igshid=1luz0wtptxscx

  22. Cover des Buches Der einzige Brief (ISBN: 9783492309875)
    Judith Lennox

    Der einzige Brief

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Kleine8310

    "Der einzige Brief" ist ein Roman der Autorin Judith Lennox. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Bess. Bess hat bis zum Tod ihres Mannes in Indien gelebt, aber nun beschließt sie sich in ihrer Heimat Schottland niederzulassen und nocheinmal ganz neu anzufangen. Ihren kleinen Sohn Frazer lässt Bess schweren Herzens bei ihrer Schwiegermutter zurück, mit dem Plan ihn bald nachholen zu können. 


    In den unsteten Zeiten des ersten Weltkriegs entscheidet sich Bess nocheinmal zu heiraten, aber ihren Sohn vergisst sie trotzdem niemals. In unzähligen Briefen berichtet sie über ihr und fragt ihn über sein Leben, doch alle Briefe an ihn bleiben unbeantwortet. Jahre später steht Bess einem inzwischen erwachsenen Frazer gegenüber, doch das Wiedersehen mit ihm läuft ganz anders, als Bess es sich gewünscht hätte ...

    Der Einstieg in diese Geschichte ist mir dank des detaillierten, bildhaften und dennoch flüssigen Schreibstils von Judith Lennox wirklich gut gelungen. Ich mag ihre Art zu erzählen, und wie die Autorin es schafft Bilder vor den Augen entstehen zu lassen - einfach toll!

     

    Was mir sehr gut gefallen hat ist die Atmosphäre, die sich durch die Tatsache einstellt, in welchen Jahren die Geschichte spielt. Das Leben von Bess wird über den ersten und auch den zweiten Weltkrieg geschildert und hier hat es mir gut gefallen, wie Frau Lennox die historischen Fakten und Gegebenheiten in ihre Geschichte einwebt. 

     

    Die Charaktere wurden recht gut ausgearbeitet, aber bei den Nebencharakteren hat mir etwas gefehlt, was sie in Erinnerung bleiben lässt. Die Protagonistin Bess wurde toll dargestellt und ihr Leben ist durchaus emotional und bewegend. 

     

    Was ich ein bisschen schade fand ist, dass nach ca der Hälfte des Buches die Handlung an Tempo verliert und auch weniger interessant ist. Rund um das Wiedersehen von Bess und Frazer hat mir leider die detailverliebtheit gefehlt, die die Autorin sonst einbringt. Auch das Emotionale und der Tiefgang waren mir, dafür dass die Thematik der Kern des Buches bzw der rote Faden sein sollte, zu oberflächlich und zu schnell abgehandelt. 

    Positiv: 

    * schöner bildhafter Schreibstil

    * interessante Handlung und Entwicklung der Protagonistin

    * schöne Darstellung emotionaler Momente

     

    Negativ: 

    * ab der Hälfte verliert die Geschichte, meiner Meinung nach, leider an Spannung

     

    "Der einzige Brief" ist ein schöner Roman, der mich mit den Jahren in denen er spielt und der emotionalen Handlung gut unterhalten hat!

  23. Cover des Buches Das graue Schloß am Meer. (ISBN: 9783453116849)
    Marion Zimmer Bradley

    Das graue Schloß am Meer.

     (25)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Sherlock von Schlotterfels 1: Ein Gespenst auf Schatzjagd (ISBN: 9783473348282)
    Alexandra Fischer-Hunold

    Sherlock von Schlotterfels 1: Ein Gespenst auf Schatzjagd

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Maedchen_und_Mutter
    Wir - meine 11 jährige Tochter und ich - lesen das Buch derzeit zum 4. oder 5. Mal! - Es ist dermaßen lustig, spannend, mitreißend und unterhaltsam geschrieben, dass ich es - ohne Einschränkung - weiterempfehlen kann. Die einzelnen Situationen sind so beschrieben, dass man die Geschichte richtiggehend als "Kopfkino" vor sich sieht und mitfiebert! Es ist kein bisschen gruselig, sondern voll feinem und "jungem" Humor, dass man nicht nur schmunzeln, sondern lachen muss und die Situationen richtiggehend "miterlebt". - es ist unser absolutes Lieblingsbuch, wenngleich die weiteren Folgen der Reihe "Schweineraub im Streichelzoo" "Der verrückte Feuerspuk" "das Geheimnis der schwarzen Katze" etc. auch sehr lesenswert sind.
    - Ein Buch für alle Kids die deshalb nicht lesen, weil "Lesen fad ist". Dieses Buch wird ihre Meinung ändern, GARANTIERT! Da es spannend, aber nicht gruselig geschrieben ist, würde ich sagen, man kann es Kinder ab 7 - 8 Jahren mal vorlesen, später werden sie es selber "verschlingen". - Großes DANKE an Alexandra Fischer-Hunold und bitte: Wann gibt es eine Fortsetzung von Sherlock?? - Wir warten schon seit Jahren darauf!!!!

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