Bücher mit dem Tag "schloß"
6 Bücher
- Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve
Die Schöne und das Biest
(128)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstEigentlich war es der bescheidenste Wunsch seiner jüngsten Tochter, den der Kaufmann am Ende teuer bezahlen musste: Die Schöne hatte sich nur eine Rose gewünscht, doch als der Kaufmann die Blume bricht wird er von einem furchtbaren Biest ertappt, das ihm eine grausame Bedingung stellt: Er darf die Rose mitnehmen muss aber dafür eine seiner Töchter dem Biest ausliefern – und die betreffende Tochter muss dies auch noch freiwillig auf sich nehmen. Von seinen 6 Töchtern ist es nur die Schöne, die ohne zu zögern dem Verlangen nachkommt, um das Leben ihres Vaters zu retten. Doch statt des erwarteten grausamen Todes erwartet sie eine verzaubertes Schloss mit magischen Dienern und wunderbaren Erscheinungen. Doch bald schon gerät sie in eine Zwickmühle: Jeden Abend macht ihr das täppische, einfältige und schauerliche Biest einen Heiratsantrag und jede Nacht begegnet ihr im Traum ihr Traumprinz.
Ein magisches Märchen, das nur marginal an die Disneyverfilmung erinnert, aber großartig bekannte Märchenmotive zu einem traumhaften Feenroman verwebt. Leicht und magisch wird der Leser von der romantischen Märchengeschichte in den Bann gezogen. Sobald man meint, dass die Geschichte auserzählt ist, wird ein weiterer Handlungsbogen eröffnet, der dem Märchen eine neue Tiefe verleiht.
Die Coppenrath-Ausgabe, die von Minalima einzigartig gestaltet und ausgestattet wurde, gibt der Geschichte einen würdigen Rahmen und macht das Buch in vielerlei Hinsicht zu einem wahren Schatz im Bücherregal. Farbige Illustrationen, Karten und interaktive Elemente, die an Pop-Up-Bücher erinnern eröffnen der Lektüre eine völlig neue Dimension.
Ein genial komponiertes Gesamtkunstwerk! Ein traumhaftes Feenmärchen aus dem 18. Jahrhundert, das absolut zeitlos ist und eine selten kostbare Buchausstattung, die vor Augen führt, das Büche so viel mehr als nur Inhalt sein können und sollten.
- Andreas Arnold
Fionrirs Reise
(15)Aktuelle Rezension von: WortbibliothekarMeinung:
Ich muss zugeben, dass ich das Buch förmlich verschlungen habe. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgeschrieben, aber es funktioniert in seiner Art auch wunderbar als eine kleine Leselektüre für Zwischendurch für jeden junggebliebenen Erwachsenen.
Der Schreibstil ist sehr bildlich, aber einfach gehalten, weshalb es sich hervorragend für Kinder eignet und auch als Selbstleser für Kinder wunderbar funktionieren kann. Dennoch hat man viele Beschreibungen und Wortgefüge, die man einem Kind durchaus erklären muss.
Und gerade das Erklären und die Interaktion zwischen Kind und Erwachsenem ist bei dem Buch auf jeden Fall gefragt. Es spielt mit einer großen Moralstruktur und vielen kritischen Themen, die mit einem Kind auf jeden Fall kommuniziert werden müssen, damit es die richtigen Schlüsse zieht. Daher funktioniert das Kinderbuch aus meiner Sicht wirklich gut: man muss sich miteinander beschäftigen. Generell greift das Buch viele der heutigen Probleme der Gesellschaft auf und verpackt sie niedlich aber eben auch mit dem nötigen Ernst in einer lustigen und erzählerisch prima umgesetzten Geschichte. Auch die Zeichnungen fügen sich gut in das verspielt-ernste ein.
Die Charaktere fand ich alle sehr schön gezeichnet, jeder bekommt eine gewisse Persönlichkeit und Stärke und die Figuren harmonieren wunderbar untereinander.
Fazit:Für mich ist Band 1 von „Fionrirs Reise“ ein super Kinderbuch mit einer gut gewählten Altersempfehlung, gerade, was hier das erste Selbstlesen betrifft. Kommunikation zwischen den Eltern und Kindern ist für das Buch sehr wichtig, da es mit seinen bunten, witzigen und kuriosen Figuren viele Themen aufgreift und moralisch etwas präsentieren und lehren will, was man durchaus erklären muss. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus.
Der Schreibstil ist super flüssig und lässt sich auch für Kinder in den Leseanfängen sicher einfach lesen, aber auch für Erwachsene empfinde ich das Buch als eine Leseempfehlung für Zwischendurch. Mein Neffe hatte auf jeden Fall seine Freude daran!
Das Buch und die Handlung haben mir super gefallen und auch die szenischen Zeichnungen fand ich an den richtigen Stellen positioniert. Tatsächlich müsste ich mir etwas aus den Fingern saugen, um etwas Negatives über das Buch zu sagen.
- Bill Granger
Der Novembermann
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenPeter Devereaux ist Geheimagent bei der Abteilung R, einem amerikanischen Geheimdienst, der darunter leidet, daß er gegenüber der CIA im Schatten steht. Er wird von seinem Vorgestzten, einem Bürokraten, den er wegen dieser Tätigkeit verachtet, nach Schottland geschickt, um zu überprüfen, ob die Infos, die ein Zuträger angeblich verkaufen möchte, die hohe Kaufsumme wert ist. Bevor sich die beiden so recht austauschen können, wird der Informant blutrünstig ermordet, aber Devereaux erfuhr immerhin so viel, daß ein Angriff auf ein Mitglied des englischen Köngshauses geplant ist. Ein wunderbarer Thriller, in dem so viel gepichelt wird, daß man beim Lesen schon ganz dune wird, wo die Konkurrenz aus dem konkurrierenden Geheimdienst eine ebenso große Gefahr wie die eigentlichen Gegner darstellt, und wo ein realistisches Bild der Agententätigkeit gezeichnet wird, und mordsspannend ist es obendrein. Darauf einen Whisky *hicks*! - Caroline Roberts
Rosen, Tee und Kandiszucker
(41)Aktuelle Rezension von: Buch_mit_TeeEin weiterer zauberhafter Roman über Tee wurde von Caroline Roberts geschrieben und heißt "Rosen, Tee und Kandiszucker". Veröffentlicht wurde der Roman 2016 und ist als eBook sowie Taschenbuch erhältlich.
Handlung:
In dem Roman geht es um Ellie, Anfang 20, die sich schon lange nicht mehr in ihrem Bürojob wohlfühlt. Aus einer Laune heraus bewirbt sie sich für einen Job in "Clavenham Castle". Dort soll sie die Teestube des Schlosses übernehmen und sieht sich erst einmal dem alten Lord Henry gegenüber, den es davon zu überzeugen gilt, dass sie genau die Richtige für die kleine Teestube ist.
Glücklicherweise erhält sie Hilfe von Gutsverwalter Joe, der es schafft, den alten Lord davon zu überzeugen, Ellie eine Chance zu geben. Denn der Lord lebt zurückgezogen, hasst Veränderungen und möchte eigentlich alles so belassen, wie es bisher war.
Nachdem Ellie den Job bekommen hat, zieht sie erstmals von ihrer Familie weg und im Schloss ein, wo es ab diesem Zeitpunkt darum geht, auf eigenen Beinen zu stehen, eine Teestube mitsamt ihren beiden Angestellten zu führen, die Besucher des Schlosses davon zu überzeugen, dass Ellie nicht nur die Teestube führen sondern auch Kochen und Backen kann und letztlich auch darum, den alten Lord aus seinem Schneckenhaus zu holen. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz und schon bald befindet sich Ellie in einem Abenteuer, von dem sie nicht einmal zu träumen gewagt hätte.
Meinung:
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, da es sehr liebevoll geschrieben ist und man sich nicht nur das Schloss sondern auch die Mitwirkenden genau vorstellen kann. Man taucht in die Welt von "Clavenham Castle" ein, aber auch in die direkte Umgebung und die Landschaft des Schlosses. Man fiebert unweigerlich mit Ellie mit, erfährt etwas darüber, welche Widrigkeiten beim Führen einer Teestube auftauchen können, kann sich gut vorstellen, welche Gefühlsachterbahn Ellie durchlebt und auch gibt es die ein oder andere Wendung, die man so nicht erwartet hätte. Ich kann das Buch wirklich empfehlen, wenn man sich in eine "andere Welt" entführen lassen und zwischen Tee, Gebackenem und in den Gängen eines alten Schlosses wandeln möchte.
Dennoch gebe ich dem Buch nur 4 Sterne, da es an manchen Stellen den Eindruck erweckt, als unterhielten sich naive Jugendliche und keine erwachsenen Menschen miteinander. Dadurch leidet der Schreibstil in diesen Szenen ein wenig und man fragt sich unweigerlich, ob dieser Bruch durch die Übersetzung vom Englischen ins Deutsche kommt, oder ob es am Schreibstil liegt.Auch am Ende dieses Buches findet sich ein Rezept, welches zum Nachmachen anregt.
Habt viel Spaß beim Lesen.
- Gillian Philip
Die Geheimnisse von Ravenstorm Island - Der schlafende Drache
(4)Aktuelle Rezension von: laraundlucaInhalt:
Die kleine Insel Ravenstorm Island liegt umtost von Wind und Wellen weit draußen im Ozean. Ein perfekter Ort für Abenteuer und jede Menge ungelöster Geheimnisse!
Die Freunde Molly und Arthur müssen Arthurs kleine Schwester davor bewahren, ein bösartiger Finsterflink zu werden. Doch sie entfesseln stattdessen unabsichtlich einen großen und bedrohlichen Drachen! Nicht nur Schloss Ravenstorm, die ganze Insel und all ihre Bewohner schweben nun in höchster Gefahr. Die Freunde brauchen einen cleveren Plan und mächtige Verbündete, um den Drachen zu bezwingen.
Unsere Meinung:
Dies ist der fünfte Teil der Kinderbuchreihe um die Insel Ravenstorm und die Cousins Molly, Arthur und den kleinen Jack. Da die Handlungsstränge ineinander verlaufen und fortgeführt werden, empfehle ich zum Verständnis der Zusammenhänge bei Band 1 zu beginnen. Auch dieser Teil endet ohne Abschluss und führt die Ereignisse im nächsten Buch fort.
Ich muss sagen, nicht nur den Kindern - auch mir - gefällt diese etwas unheimlich und gruselig angehauchte Kinderbuchreihe richtig gut. Die Geschichte ist sehr spannend, magisch, geheimnisvoll, rätselhaft, gruselig und mysteriös. Es wurde zu keiner Zeit langweilig. Die Kinder erleben fantasievolle Abenteuer, die man gerne verfolgt. Eine Reihe, die auch mit ihren wundervollen Figuren, einfach nur begeistern kann. In jedem Teil wird das Geheimnis um diese Insel mehr entschlüsselt, tragen neue und fantastische Überraschungen zum puren Lesevergnügen bei und lassen den Leser mit Rätseln und den Geheimnissen auf die Spur kommen.
Der Schreibstil ist altersgerecht, leicht verständlich und doch nicht anspruchslos, fesselnd und einnehmend, anschaulich und mitreißend, locker und flüssig zu lesen. Dadurch liest sich das Buch sehr schnell, man kann es kaum aus der Hand legen. Zudem ist der Erzählstil sehr datilliert und plastisch, so dass man alles genau vor Augen hat. Der erneute Einstieg in die Reihe ist uns sehr leicht gefallen.
Die Handlung setzt nahtlos an Teil 4 an. Das Rätsel um Hariette löst sich langsam auf und nun ist es an Molly und Arthur, das Baby davor zu retten ein Finsterflink zu werden. Dabei wecken sie aus Versehen einen schlafenden Drachen, der die Insel und seine Bewohner bedroht. Ein spannendes und aufregendes Abenteuer, bei dem mit angehaltenen Atem die Geschichte immer weiterlesen muss.
Die Figuren sind lebendig und anschaulich beschrieben. Die Charaktere werden immer deutlicher gezeichnet, erhalten ein intensives Bild. Nicht nur Molly und Arthur mag ich sehr gerne, auch die schrulligen Figuren der Insel und die Fantasiewesen sorgen für Abwechslung. Besonders gut gefällt mir, dass die Protagonisten ein Junge und ein Mädchen sind und dadurch alle LEser angesprochen werden.Molly und Artur sind ein tolles Team, vor allem wenn man bedenkt, dass sie sich zu Beginn so gar nicht riechen konnten. Aber mit den gemeinsam erlebten Abenteuern sind sie richtig eng zusammengewachsen und sind ein unschlagbares Team geworden.
Die Story wirkt trotz der Fantasyanteile nie übertrieben oder gestellt, sondern natürlich in ihrem Verlauf und den Handlungsweisen der Figuren. Der Leser wird angeregt mitzurätseln und sich Gedanken über den Verlauf der Geschichte und den Hintergrund zu machen. Man taucht immer tiefer in die Insel und seine Bewohner ein, erfährt mehr und mehr Details, so dass das Bild immer weiter abgerundet und intensiviert wird. Die Atmosphäre ist richtig schön magisch und gruselig. Magische Wesen und mysteriöse Kreaturen gibt es hier zuhauf. Der mysteriöse Gruselfaktor passt einfach zur Geschichte, zum Setting, der Atmosphäre und den Hintergründen. Die Geschichte ist aber auch nicht zu unheimlich und auf das Alter der jungen Leser abgestimmt.
Eine spannende und geheimnisvolle Abenteuergeschichte mit einer Portion Magie und Grusel, die sowohl für Mädchen als auch Jungen geeignet ist, aber auch erwachsene Leser durchaus noch packen kann.
Fazit:
Eine tolle, spannende Geschichte voller Fantasie und Abenteuer. Absolute Leseempfehlung! - Mara Andeck
Lilo auf Löwenstein - Ab ins Schloss
(49)Aktuelle Rezension von: Nele75Rezension meiner Tochter, 11 Jahre alt:
Das Buch hat mir nicht von der ersten Seite an gut gefallen. Ich kann nicht genau beschreiben, woran das gelegen hat, allerdings hätte ich am liebsten nach dem ersten Kapitel nicht mehr weitergelesen. Doch zum Glück habe ich das nicht gemacht, denn dann fand ich das Abenteuer, welches Lilo in ihrem neuen Zuhause erlebt, richtig toll.
Auch hat die Autorin Mara Andeck die Umgebung - und somit das neue Zuhause in einem richtigen Schloss - so beschrieben, dass man sich die Geschichte gut vorstellen konnte. Besonders gefallen hat mir, wie Lilo dort eine neue Freundin findet und wie die beiden gleich in ihr erstes gemeinsames Abenteuer geraten.
Bei "Lilo auf Löwenstein - Ab ins Schloß" gab es aber noch etwas Besonderes im Buch zu entdecken - und das hat mir wirklich ziemlich gut gefallen. Lilo nimmt mit ihrem Handy regelmäßig "Feelies" auf, nachdem sie entdeckt hat, dass auf Selfies oft nicht so viel überraschendes passiert und auch sonstige Fotos viel zu oft verwackeln. Durch die grüne Schrift weiss man beim Lesen immer ganz genau, wann es im Buch um ein "Feelie" geht, denn damit sind diese hervorgehoben.
Mir hat der erste Teil von "Lilo auf Löwenstein" zwar nicht von Anfang an gleich gut gefallen, aber ich fand das Buch dann immer schöner und habe Lilo's Geschichte und ihr erstes Abenteuer dann doch zum Glück weiter- und fertiggelesen.





