Bücher mit dem Tag "schmuggel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schmuggel" gekennzeichnet haben.

283 Bücher

  1. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (552)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  2. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499267673)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

     (993)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    Dieses Buch wurde sehr gut und verständlich geschrieben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es fühlt sich manchmal bei den vielen Wiederholungen so an, als hätte man versucht mehr Seiten zu kreieren. Dies hat mich leider gestört. Die vielen Fremdwörter der Schifffahrt waren für mich auch irritierend und ich musste viel nachschlagen. Trotzdem ist es ein sehr gutes Buch und ich kann es nur empfehlen. Für mich definitiv ein Muss für alle Klassikerfans.

  3. Cover des Buches Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel (ISBN: 9783442379507)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel

     (411)
    Aktuelle Rezension von: ClaudiaNeudoerfer

    Flavia besucht einen Jahrmarkt und lernt eine Wahrsagerin kennen, diese soll vor Jahren ein Kind getötet haben. Kurz darauf wird sie in ihrem Wohnwagen schwer verletzt. In der selben Nacht findet Flavia eine Leiche, aufgespießt von einer Statue. Wer war der Täter? Eine spannende Jagd nach dem Schuldigen, jedoch nicht so gut wie die anderen Fälle, deshalb ein Stern Abzug.

  4. Cover des Buches Bedingungslos (ISBN: 9783453414471)
    M. Leighton

    Bedingungslos

     (192)
    Aktuelle Rezension von: DarkMaron

    Nachdem Marissa befreit wurde und sie wieder zu Hause ist, lernt sie Nash kennen. Er ist völlig anders als es Cash ist und irgendwie fühlt Marissa sich bei ihm wohl. Doch für Nash gibts keine festen sachen im leben. Ob er seine Meinung noch ändern wird oder werden beide am Ende wirklich getrennte Wege gehen. Und werden Nash und Cash den wahren Mörder ihrer Mutter finden. 

    Eine schöne Geschichte und dieses Mal aus der Sicht von Nash und Marissa. Man merkt wie sich die beiden Magisch Anziehen, aber ob sie eine Zukunft haben, dass findet man erst später herraus, was auch ein gutes Ende gegeben hat. Ab und an ist es passiert, dass die Namen vertauscht sind, dann merkte man dann beim lesen, dass etwas nicht stimmt. Dennoch ein guter 3. Band der Reihe.

  5. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (285)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe sooo lange für dieses Buch gebraucht und es hat mich definitiv in eine Leseflaute gekickt. Mittlerweile weiß ich, warum ich es so lange auf meinem SuB habe liegen lassen.

    "Tage der Toten" handelt von einem Jahrzehnte langen mexikanischen Drogenkrieg und von Gangs und Banden, die miteinander Geschäfte machen, aber gleichermeißen jeweils der größte Drogenboss sein wollen. Dass das nicht funktioniert, wenn man Rivalen und Konkurrenz hat, ist natürlich klar, und aus diesem Grund fließt mehr als einmal Blut. Hinzu kommen eine korrupte Regierung, eine korrupte Kirche, Drogenkartelle, die sich mit dem amerikanischen und mexikanischen Militär verbündet haben, und ein Ermittler, der versucht, all das aufzudecken.

    Grob zusammenfassen, kann ich die Story auch, aber bei den Details scheitert es dann; denn im Ernst - die meiste Zeit hatte ich keine Ahnung, was wirklich abging. Vieles war verschachelt und überfüllt, viel zu viele Nebeninfos und Beschreibungen von historischen, politischen und anderweitigen Events, die keinen wirklichen Bezug zum jetzigen Geschehen hatten. Es war langatmig, ermüdend und unfassbar schleppend geschrieben, so dass ich die meisten Seiten überflogen habe.

    Mit 700 Seiten ist das Buch echt keine Geschichte für zwischendurch, aber der Schreibstil hat das alles noch weitaus verschlimmert. Hinzu kommen die unzähligen Perspektiven, die zwar alle irgendwie zusammengehangen haben, aber durch die viel zu ausgeuferte Geschichte einfach nur verwirrend waren. Für mich waren die Zusammenhänge irgendwie nur noch zu erahnen ...

    Wenn ich dann doch mal verstanden habe, was vor sich ging, war die Geschichte echt nicht schlecht und sogar spannend. Mit einem kompakteren Schreibstil, weniger unnützen Beschreibungen und weitaus weniger Seiten hätte dies eine überaus interessante Thematik und Story werden können, aber so kann ich leider nur 1,5 Sterne vergeben.

  6. Cover des Buches Digby #01 (ISBN: 9783789148095)
    Stephanie Tromly

    Digby #01

     (148)
    Aktuelle Rezension von: june_london


    Mein Lieblingszitat: "Die Vorbereitungen für einen Tag mit Digby ähneln den Vorbereitungen auf den Weltuntergang."


    Inhalt: Zoe ist neu in der Stadt und absolut unglücklich. Ihre Eltern haben sich getrennt, sie musste mit ihrer Mutter in dieses Kaff ziehen und jetzt ist sie auch noch "die Neue" in der Schule. Ganz normale Teenager-Probleme eben. Doch dann steht Philipp Digby vor ihrer Tür und plötzlich ist in ihrem Leben nichts mehr normal. Er will mit allen Mitteln den Fall seiner vor 8 Jahren verschwundenen kleinen Schwester aufklären und spannt Zoe für seine privaten Ermittlungen ein.

    Eindruck: Ich LIEBE diese Reihe. Die Charaktere sind absolut sympathisch und realistisch. Die Geschichte sprüht über vor Wortwitz. Bei dieser Reihe läuft das Kopfkino auf Hochtouren, so gut wird alles beschrieben. Es ist eine Mischung aus Jugendkrimi, Highschool-Drama und Comedy. Bisher gibt es drei Bände (wobei der Dritte bisher nicht ins Deutsche übersetzt wurde).

  7. Cover des Buches Darkmere Summer (ISBN: 9783551520821)
    Helen Maslin

    Darkmere Summer

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Phoenicrux
    Erster Eindruck zum Buch:
    Das Cover ist geheimnisvoll, man erkennt vieles nur sehr vage, allein das Mädchen und die Mauern erkennt man genau. Die Ranken und die Schrift schimmern matt. Es fängt leicht und langsam an, sodass man nicht mitten ins Geschehen geworfen wird.

    Protagonisten:
    Kate will auf der einen Seite dazugehören, aber auf der anderen will sie sich nicht anpassen. Für mich war das eine interessante Mischung zu Beginn. Sie versteckt sich hinter der Art wie sie sich kleidet und scheint eine sehr unsichere Person zu sein.
    Leo ist mir ein Rätsel, seine Art war nicht so mein Geschmack. Für mich war er zu aufmerksamkeitsheischend, was auf Dauer echt anstrengend wirkt.
    Elinor ist niemand der leicht auffällt, stets darum bemüht die große Liebe zu finden und sich nicht vorschnell anzupassen. Sie ist ihrer Zeit angemessen sehr schüchtern, kann aber auch den Wildfang heraushängen lassen.

    Meine Meinung:
    Gegenwart und Vergangenheit fließen zu einer Geschichte zusammen. Man möchte zwar wissen wie es endet, aber den Drang es so schnell wie möglich herauszufinden hatte ich nicht. Ich habe es mir einfach interessanter vorgestellt. Ob meine Erwartungen zu hoch waren kann ich im Nachhinein nicht sagen, denn ich dachte mich erwartet eine Geschichte voller Geheimnisse, das ich mich so täuschen würde, hätte ich nicht gedacht. Die Schauplätze waren toll und gut beschrieben, aber das wars auch schon, der Rest war nur noch okay und nett.
  8. Cover des Buches Vergessene Seelen (ISBN: 9783423262019)
    Frank Goldammer

    Vergessene Seelen

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Vergessene Seelen" ist der dritte Band aus der Max-Heller-Reihe von Frank Goldammer. Juni 1948, die Zeit der Währungsreform und Dresden im Griff der Sowjetischen Besatzungszone. In dieser Zeit wird Oberkommissar Max Heller mit dem Tod eines 14-jährigen Jungen konfrontiert. Doch viel mehr scheint in der Familie des Opfers im Argen zu liegen. Häusliche Gewalt durch den Vater, einem Trinker,  ist an der Tagesordnung. Je tiefer Max Heller gräbt, umso mehr trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Und dann stirbt ein weiteres Kind. Was verbirgt sich hinter all dem? Zusätzlich wird von Staatsseite beim DVdI (Vorläufer des späteren Ministeriums des Inneren) ermittelt. Max Hellers Sohn Klaus ist darin involviert und so wird der Fall auch zum Konflikt zwischen Vater und Sohn. Frank Goldammer führt die Entwicklung von Max Heller mit diesem dritten Band konsequent weiter. Zum besseren Verständnis der Protagonisten empfiehlt sich daher die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dem Autor gelingt dabei wieder ein gelungener Mix aus Krimi, Zeitgeschichte und Privatleben von Max Heller und seiner Familie. Mit der Thematik von jugendlichen Diebesbanden und den Todesfällen führt er dabei den Leser geschickt auf verschiedenste Spuren, die Auflösung des ganzen bleibt aber verborgen bis zum Ende. Gut gefällt mir aber auch wie die Entwicklung von Max Heller und seiner Familie in dieser Nachkriegszeit ist. Hier bin ich gespannt wie dies in den Folgebänden weitergeht. Vielleicht rückte der eigentliche Kriminalfall diesmal ein klein wenig in den Hintergrund durch die Fortschreibung des Zeitgeschehen und dem Leben der Protagonisten. Die Spannung kam daher erst mit fortgeschrittener Seitenzahl mehr zur Geltung. In Summe bin ich aber der Meinung, dass dieser Band ein weiterer lesenswerter Krimi aus der Reihe ist und auch die Zeit damals in Dresden gut einfängt.

  9. Cover des Buches Bittere Schokolade (ISBN: 9783462050738)
    Tom Hillenbrand

    Bittere Schokolade

     (58)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Mir hat dieser kulinarische Krimi gut gefallen. Man erfährt viel über Kakao und wie er produziert wird, die Verhältnisse auf den Plantagen in Afrika, die harte Arbeit und den vielfältigen Einsatz von Kinderarbeit. Und dann kommen noch die Probleme kranken, von Pilz befallenen Pflanzen. Wahrscheinlich werde ich nun jedes Stück Schokolade noch bewußter genießen. Schlimm der Hinweis, dass die Plantagenarbeiter noch nie Schokolade gekostet haben!

    Die Handlung ist auch gut aufgebaut, aber doch etwas verwirrend - einerseits Kakao, andererseits Diamanten, dann zwei Morde - etwas schwierig den Überblick bei diesem Wirtschaftskrimi zu bewahren.

    Xavier Kieffer, der Koch, war wiedereinmal in Bestform und hat alles riskiert, um das Versprechen an seine lang verflossene, gerade sterbende Freundin zu erfüllen

  10. Cover des Buches Nachts am Brenner (ISBN: 9783462050080)
    Lenz Koppelstätter

    Nachts am Brenner

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der dritte Fall ist der bisher persönlichste für Commissario Grauner aus Südtirol.

    Als Kulisse dient der Brennerpass samt den zugehörigen Ortschaften, der Brennerautobahn und dem italienisch-österreichischen Grenzgebiet.

    Das erste im Buch erwähnte Verbrechen ist die brutale Hinrichtung eines hochbetagten Einheimischen. Bei der Erforschung dessen Lebensgeschichte dreht Grauner das Rad der Zeit immer weiter zurück, bis in das Jahr 1946…  In jenem Jahr nämlich geschahen ebenfalls geheimnisumwitterte Dinge rund um den Brenner. Als Grauner schließlich ein Koffer in die Hände fällt, der im Zusammenhang mit dem Mord an Grauners Eltern steht, sind da viele Spekulationen über einen möglichen Tathergang zu berichten und die dritte Krimi-Ebene ist eröffnet.

    Nicht nur Grauner ist verwirrt: Welche Stränge gehören denn nun wirklich zusammen, welche sind willkürlich aneinandergereiht?

    Als dann noch das Klarissenkloster ins Spiel kommt und Saltapepe nachts eine ungewöhnliche Entdeckung macht, sind so viele Nebenschauplätze eröffnet, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht…

    Fast 300 Seiten lang stochern die Ermittler in den wenigen Fundstücken, die sie entlang des Weges  finden konnten, immer wieder reiht sich ein anderes Indiz ein und widerlegt die vorherige Theorie,  neue Verdächtige kommen und gehen.

    Gut, dass am Ende der Fall mit allen losen Strängen noch einmal rekapituliert wird!

    Die ganz besondere Stärke des Buchs liegt (wieder) darin, ein Lokalkolorit zu schaffen, das ungeheuer plastisch wirkt, das authentische Protagonisten zeigt und menschelnde Ernittler. Das Rauschen der Autobahn habe ich im Ohr wie auch das Dunkel einer Augustnacht in den Bergen. Die Autobahn spielt mit, ebenso wie die kommerziellen Einrichtungen, die es tatsächlich auf der Höhe des Brennerpasses gibt.

    Der Erzählstil ist – wie immer – wunderbar und niemals platt. Ein wenig Durchhaltevermögen ist im Mittelteil gefragt, hier kommt die Spannung etwas zu kurz.

    Wieder ein Roman wie ein Kurzurlaub in Südtirol – geschrieben von einem echten Kenner.

    Klare Leseempfehlung für Südtirol-Fans und Freunde des gepflegten Regionalkrimis.

  11. Cover des Buches Totengeld (ISBN: 9783453437944)
    Kathy Reichs

    Totengeld

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Eine junge Frau wird tot in Charlotte gefunden, ihre Leiche achtlos in einem Straßengraben deponiert. Keine Papiere, keine sonstigen Hinweise auf ihre Identität. Forensikerin Tempe Brennan wird bei der Untersuchung klar, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Der zuständige Detective Slidell hat schnell eine Erklärung: eine illegale Prostutuierte, die anscheinend niemand vermisst. Aber Tempe ist sich da nicht so sicher.

    Gleichzeitig bekommt sie den Fall eines Schmugglers auf den Autopsietisch, der kuriose mumifizierte Artefakte in die USA schleust. Bei ihren Recherchen stößt sie auf eine Verbindung zwischen dem toten Mädchen und dem anscheinend lukrativen Handel mit Schmuggelware. Aber wie hängt das Ganze zusammen? 

    Und dann bittet auch noch Tempes Ex-Mann Pete sie um einen Gefallen und sie fliegt in ihrer Eigenschaft als Beraterin für das Militär mitten ins Kriegsgebiet nach Afghanistan. Auch in der Hoffnung, ihre Tochter Katy einmal wiederzusehen. Doch auch hier lässt sie der Gedanke an das tote Mädchen nicht los. Denn sie hat ihr versprochen, dass sie herausfindet, wer sie ist und wer ihr das angetan hat.

     

    "Totengeld" ist bereits der 16. Fall für die forensische Anthropologin Tempe Brennan. Kleine Anmerkung am Rande: Ich finde, der Originaltitel "Bones of the lost" hätte besser gepasst. 

     

    Ansonsten hat mir das Buch wieder gut gefallen. Ich mag die Reihe einfach und es ist schließlich nicht einfach, über so viele Jahre und Geschichten, die Spannung gleichbleibend oben zu halten. Kathy Reichs gelingt das meiner Meinung nach aber sehr gut. Sie weiß schließlich, wovon sie schreibt. 


    Schade nur, dass Ryan nicht dabei war. Die Diskussionen zwischen ihm und Tempe haben immer einen hohen Unterhaltungswert in den Büchern. Wobei der Schlagabtausch zwischen ihr und Slidell auch oft zum Schmunzeln ist. Und Kater Bird natürlich, der heimliche Star der Reihe. 😉

     

    Den Teil mit Afghanistan und Tempes Einsatz für das Militär fand ich zunächst ein wenig irreführend, da nicht direkt ersichtlich ist, wohin das Ganze führen wird. Aber zum Ende wird klar, dass das "Intermezzo" doch Sinn macht und nicht einfach nur eine Lobeshymne auf das US-Militär sein soll.  Trotzdem wird beim Lesen klar, dass Amerika anscheinend immer noch vom Einsatz in Afghanistan überzeugt ist. Allerdings ist das Buch auch von 2013. 

     

    Einem Zitat von Tempe, das wahrscheinlich auch die Meinung der Autorin widerspiegelt, stimme ich nur zu gerne zu: "Aber absolut keine Toleranz habe ich für einen Glauben, der nicht nur Mädchen jegliche Bildung verweigert, sondern zudem den Missbrauch von Frauen entschuldigt, sogar gutheißt. Für ein Dogma, das Männern erlaubt, Angehörige meines Geschlechts zu schlagen, zu verstümmeln, ja sogar zu töten. Mein einziges Vorurteil. Ich verachte die Taliban. Und ich glaube fest daran, dass die Arroganz und Grausamkeit ihrer Gefolgsleute von Unwissenheit, Angst und männlicher Unsicherheit herrühren."


    Fazit: Ein für mich weiterer spannender Teil der Reihe, mit einer Protagonistin, auf deren Wiedersehen ich mich jedes Mal freue wie bei einer alten Freundin. 

  12. Cover des Buches Sinful Princess (ISBN: 9783736309982)
    Meghan March

    Sinful Princess

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie


    Sinful Princess schließt direkt an den ersten Band an und da der erste Band so spannend geendet hat musste ich auch hier sofort zum nächsten Teil greifen.

    Der Schreibstil ist wieder locker-leicht und sehr fesselnd. Wie ich es von Meghan March gewohnt bin. Auch hier fliegt man nur so durch die Seiten und beendet das Buch in kürzester Zeit.

    Dieses Mal ist die Geschichte aus Sicht von Temperence und Kane geschrieben, denn endlich hat unser mysteriöser Fremde einen Namen. Mir hat sehr gut gefallen, dass man schon sehr früh mehr über Kane und seine Vergangenheit sowie seine Verbindung zu Mount erfährt. Auch Mount spielt hier wieder eine Rolle und zieht Fäden im Hintergrund. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie Mount nach Außen hin wirkt wenn man seine helle Seite nicht sehen kann.

    Tempernece ist auf der Suche nach ihrem Bruder und befürchtet er hat seine illegalen Geschäfte mächtig verbockt. Da Temperence nun selbst in Gefahr schweben könnte muss sie ausgerechnet von dem Mann beschützt werden, der als Auftragskiller den Auftrag zum Tod ihres Bruders erhalten hat.

    Auch dieser Teil konnte mich packen und gut unterhalten. Nach dem fiesen Cliffhanger muss ich direkt zum letzten Band greifen.

  13. Cover des Buches Das Geheimnis der Fjordinsel (ISBN: 9783404178483)
    Christine Kabus

    Das Geheimnis der Fjordinsel

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Kath_Rin5

    Ich mag es einfach, wie Christine Kabus zwei Geschichten aus unterschiedlichen Zeiten miteinander verknüpft. Jedes Kapitel endet mit einem Aufhänger, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will und direkt weiterliest. 

    Gleichzeitig schafft sie es, die Geschichte und die Landschaft so herrlich zu beschreiben, dass man sich hineinversetzen kann. 

    Das Ende finde ich persönlich leider sehr schade gelöst. Für Rike hätte ich mir noch mehr Zeit mit ihrer Großmutter gewünscht. 

  14. Cover des Buches Als der Teufel erwachte (ISBN: 9783954519804)
    Jennifer B. Wind

    Als der Teufel erwachte

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: In einer Werkstatt wird im Kofferraum eines Wagens ein grausiger Fund gemacht: dort liegen zwei Leichen ineinander verschlungen. Wer sind die jungen Männer und wer hat sie dort deponiert? Es stellt sich heraus, dass es sich bei den beiden wohl um Flüchtlinge handelt. Die Ermittler vom LKA Georg Kunze, Tom Neumann und der Kollege Maier beginnen ihre Nachforschungen. Und treten dabei so ganz zufällig zwei Mafia-Bossen auf die Füße…

    Meine Meinung: Im zweiten Teil mit den Ermittlern geht es gleich richtig zur Sache. Schnell wird klar, dass es hierbei um groß angelegte Schlepperbanden handelt, die sich eine goldene Nase damit verdienen, die Flüchtlinge zu transportieren. Die Trickkiste, um diese zu verstecken, wird immer größer. Und dabei ist es denen auch egal, wenn den Transport nicht alle überleben. 

    Erschreckend wird hier aus Sicht eines jungen Arztes aus Syrien dargestellt, wie so eine Flucht abläuft. Und wie gefährlich nur alleine die Überfahrt über das Mittelmeer ist. Natürlich kennen wir alle die Bilder aus dem Fernsehen, aber hier so ein Einzelschicksal im Genauen nachzulesen, hat mich zumindest sehr erschüttert. Das sind Menschen, die alles verloren haben und ihr letztes Geld den Schleppern in den Rachen werfen, um irgendwo in Frieden leben zu können.

    Die Ermittler müssen am Anfang ohne Jutta Stern auskommen, die sich noch in Indien aufhält, da sie ihren Vater sucht. Kurz vor dem Heimflug nach Österreich passiert ihr aber auch noch etwas Schlimmes. Die Geschichte von Jutta, die im ersten Teil „Als Gott schlief“ schon ein wenig erzählt wird, ist mir in diesem Band besonders ans Herz gegangen. Auch die Beziehung zwischen Tom und ihr verkompliziert sich. Manche mögen das ja nicht so gern, wenn viel aus dem Privatleben der Ermittler berichtet wird, aber in diesem Fall gefällt mir das, weil mir Jutta, Tom und Georg mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind. Insgesamt eine „runde Sache“.

    Der Schreibstil ist sehr schön und ausführlich. Die Kapitel werden immer aus anderen Perspektiven erzählt, das macht die Geschichte wirklich spannend. Die Autorin beschreibt die Flucht des Syrers Samir und später auch die seiner Mutter Nesrin so authentisch, dass ich wirklich mitgelitten habe. Man merkt, dass Jennifer B. Wind hier gut recherchiert hat. Die Flüchtlingsproblematik ist nicht neu, aber leider auch noch nicht Geschichte und das macht das Buch für mich, auch wenn es bereits 2016 erschienen ist, hochaktuell.

    Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es Hoffnung macht. Auf ein besseres Leben für alle. Irgendwie schafft Jennifer es immer wieder, dass ich mir zum Schluss die Tränen verdrücken muss, da mich das emotional total mitnimmt. Und das macht für mich den besonderen Stil dieser tollen Autorin aus, danke sehr für ein tolles Lese-Erlebnis! 

    Mein Fazit: Auch der zweite Band um die Ermittler Jutta Stern, Tom Neumann und Georg Kunze konnte mich wieder total fesseln! Fast atemlos und immer mit Tränen in den Augenwinkeln bin ich durch das Buch geflogen. Gut recherchiert und spannend zu Papier gebracht, das Buch muss unbedingt gelesen werden! 

  15. Cover des Buches Die Sturmkönige - Dschinnland (ISBN: 9783404208456)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Dschinnland

     (504)
    Aktuelle Rezension von: NattensDrottning

    Schon auf der ersten Seite wird man als Leser sofort mitten in das Geschehen geworfen. Das Tempo ist rasant und man erhält Bröckchen für Bröckchen Informationen, wo man sich befindet und was zu der Situation geführt hat. Jedoch werden bei weitem nicht alle Fragen beantwortet, die während dem Lesen aufkommen. 

    Auch wenn ständig irgendwas passiert war, hatte die Geschichte doch einige Längen und Geschehnisse, die gerne weggekürzt hätten werden können. Auch hätte die Geschichte ohne die Dreiecksbeziehung zwischen den Protagonisten funktioniert. Sie war meiner Meinung nach überflüssig und sollte nur dazu dienen, ein Gefühl der Verpflichtung und engen Vertrautheit zwischen diesen darzustellen. 


    Dafür hätte ich lieber viel mehr über das eigentliche Hauptthema gehört: Die Dschinne und Samarkand.


    Dennoch handelt es sich hier um Jammern auf hohem Niveau, denn der Autor hat viele Spannungsbögen erzeugt und mit dem häppchenhaften Zuwerfen von Infos, sowohl Fragen beantwortet, als auch neue aufgeworfen. 

    Das Buch selbst endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger, der einem verwirrt und mit zig neuen Fragezeichen zurücklässt. 


    Ich bin gespannt auf Band 2 und ob das bisherige Beziehungskonstrukt zwischen den Protagonisten noch an Bedeutung gewinnt.

  16. Cover des Buches Bitterzart (ISBN: 9783596190737)
    Gabrielle Zevin

    Bitterzart

     (263)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Ein interessantes Jugendbuch über Anya, die in den 2080er Jahren in New York lebt, wo Wasser, Papier und andere grundlegende Güter sehr knapp sind, andere wie Kakao und Schokolade sogar illegal. Doch gerade sie ist die Tochter des ehemaligen Schokoladenkartell-Bosses Leonyd Balanchine und auch wenn dieser inzwischen ermordet wurde, wird sie weiter in die grausamen Verwicklungen ihrer Mafia-Familie hinein gezogen. Da macht es die Sache nicht besser, dass sie sich gerade in Win verliebt, Sohn des neuen Oberstaatsanwalts von New York, der versprochen hat, in der Stadt mal wieder richtig aufzuräumen. Natürlich macht der Anya bald klar, dass aus der Beziehung nichts werden kann, aber sie kann nicht anders als dafür zu kämpfen. Zwar wird es in diesem Band nicht super spannend, doch man verfolgt schon gern die Handlung und auch wenn man noch keine großen Einzelheiten über die Arbeit des Balanchine-Clans bekommt oder erfährt, warum Schokolade dort genau illegal ist etc., fühlt man sich gut unterhalten, vor allem da einem eine nicht so kitschige und dramatische Romeo-und-Julia-Romanze geboten wird wie erst gedacht, auch wenn gerade zum Ende hin natürlich mit diesem Element gespielt wird. Der Cliffhänger des Bandes bringt einen hier zwar nicht gerade um, aber man ist durchaus ein bisschen neugierig auf die Fortsetzung, gerade da die Geschichte bisher nicht super vorhersehbar war. Anya ist dabei ein überraschend und erfrischend starker Charakter und auch alle anderen handeln sehr verständlich, wenn man auch niemanden extrem genau kennenlernt oder mega sympathisch findet. Der Schreibstil, der aus Anyas Sicht geschrieben ist, liest sich dabei relativ locker und einfach. Insgesamt war der Reihenauftakt zwar eher mittelmäßig, aber die Idee ist sehr interessant und das Buch eignet sich sehr gut für Zwischendurch.

  17. Cover des Buches Die Pfeiler der Macht (ISBN: 9783404172320)
    Ken Follett

    Die Pfeiler der Macht

     (746)
    Aktuelle Rezension von: SM1

    "Die Pfeiler der Macht" erzählt die Geschichte eines Bankhauses im England des 19, Jahrhunderts. Dabei erklärt er nebenbei einige Grundbegriffe des Finanzwesens und zeigt, warum eine Bank nicht ohne weiteres insolvent gehen sollte. Eine fesselnde Geschichte, in der die obligatorische Romanze natürlich nicht fehlen darf.

  18. Cover des Buches SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1) (ISBN: 9783328108801)
    Emma Hunter

    SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „Isabella Woodford hat ein Problem: Nach einer leidenschaftlichen, verbotenen Liebesnacht mit einem Offizier ist ihr Ruf als tugendhafte junge Adlige in Gefahr. Nun gilt es, den Skandal zu vertuschen und sich schnellstmöglich einen Ehemann zu sichern. Mit einer List mietet sie sich bei ihrer Tante im mondänen Bath ein, wo die englische High Society auf rauschenden Bällen die Nacht zum Tag macht. Ein erster Verehrer ist bald gefunden. Aber dann macht Isabella die Bekanntschaft des reichen, unnahbaren Tuchhändlers Alexander, der ihr Herz auf bisher nie gekannte Weise zum Glühen bringt. Doch Alexander ist ein Lebemann, der niemals heiraten will. Als schließlich der Offizier wieder auftaucht, um sie mit dem Wissen um die gemeinsame Nacht zu erpressen, muss Isabella sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist: ihr Ruf oder die Liebe …Lassen Sie sich 2022 berauschen: Drei atemlose Bände voll Sehnsucht und großer Gefühle!“


    Der Stil Jane Austen´ ist ungebrochen. Immer wieder versuchen sich Autoren daran und hier und da schaffen es Macher den Stil eine wenig zu colorieren wie in der Erfolgsserie „Bridgerton“. Autorin Emma Hunter hat hier eine ähnliche Geschichte niedergeschrieben und versucht den Leser in die damalige Zeit zu führen und in die Gepflogenheiten einzunorden. Ihr Schreibstil ist hier sehr bildhaft und sie schafft ein sehr genaues Bild der damaligen Zeit. So ein Stil ist für diese Zeit unerlässlich aber es schafft nicht jeder Autor diese auch gekonnt einzufangen - Hunter hat es wirklich gut getroffen! Dennoch hakt die Geschichte an so manchen Stellen gewaltig. Vieles bleibt ungeklärt oder eben undurchsichtig. Andere Punkte wiederum ergeben keinen Sinn und als Leser sucht man verzweifelt nach Antworten. Die Story bringt selbstredend einen gewissen Kitsch mit sich und das soll sie auch, dennoch übertreibt Hunter es hier und da und das hätte die Geschichte gar nicht nötig. Auch ihre Figuren Isabella und Co. tragen einen besonderen Glamour um sich und lassen die Emotionen immer wieder aufleben. Das alles hat bei mir dennoch keinen bleibenden Leseeindruck hinterlassen, denn alles in allem ist die Geschichte leicht, hier und da inhaltlich etwas verworren beschrieben und eben oft vorhersehbar. Fazit: ganz nett aber mehr auch nicht und somit gibt es nur 3 von 5 Sterne!


  19. Cover des Buches Blut vergisst nicht (ISBN: 9783453436176)
    Kathy Reichs

    Blut vergisst nicht

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Ein Mann, der nicht ein-, sondern gleich zweimal den Tod gefunden zu haben scheint, gibt Forensikerin Tempe Brennan Rätsel auf. Seine Spur führt nach Hawaii. Hier wird Tempe prompt mit den von Haien verunstalteten, seltsam tätowierten Überresten eines Kleindealers konfrontiert. Das Inselparadies wird für Tempe schnell zum heißen Pflaster. Denn die örtlichen Drogenhändler reagieren auf neugierige Ermittlerinnen so instinktiv wie Haie auf einen blutigen Köder.

  20. Cover des Buches Aus eisiger Tiefe (ISBN: 9783462046946)
    Voosen | Danielsson

    Aus eisiger Tiefe

     (42)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Nyström und Forss, Band 3: Bei Bauarbeiten auf einem Golfplatz in Växjö wird eine Leiche entdeckt – offenbar ein seit vielen Jahren vermisster Osteuropäer. Kommissarin Ingrid Nyström und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf, die zunächst auf Schmugglerbanden hinweisen. Da verschwindet die Leiche aus der Rechtsmedizin – wer stiehlt eine Leiche? Kurz darauf ein weiterer Todesfall; hier führen die Ermittlungen über zwanzig Jahre in die Vergangenheit. Was hat der Untergang des Fährschiffs Estonia im Jahr 1994 mit dem vorliegenden Fall zu tun? Haben die beiden Todesfälle etwas miteinander zu tun?

    Erster Eindruck: Ein bedrohliches, dunkles Bild auf dem Cover, im oberen Bereich sieht man hinter dem Buchtitel noch eine Krabbe (o.ä.) – gefällt mir.

    Dies ist der dritte Band der Reihe; er lässt sich ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Der Blickwinkel ändert in jedem Kapitel: Mal ist es aus Sicht der Chefin, dann aus Sicht von Stina Forss oder anderen Personen – sehr lebhaft, aber auch komplex.

    Der Prolog fängt wieder sehr aufregend und beklemmend an – ohne zu spoilern, kann ich leider nichts darüber verraten.
    Eine Leiche auf dem Golfplatz: Wie sich herausstellt, wurde der Ermordete vor zwanzig Jahren bei Bauarbeiten eines Hindernisses dort versteckt – bei erneuten Bauarbeiten kam die Leiche zum Vorschein. Wie konnte jemand die Leiche so „entsorgen“?

    Ingrid Nyström mag ich sehr gerne. Sie macht ihren Job als Kommissarin sehr gut, obwohl sie chronisch zu wenig Personal hat. Ingrid hat immer noch mit den Folgen ihrer Erkrankung zu kämpfen.
    Stina Forss ist wirklich eine ganz spezielle Frau, die zu häufig eigene – auch illegale – Wege verfolgt. Sie wirkt nicht wie ein Teamplayer, doch ihre Chefin weiss, dass sie sehr gut in ihrem Job ist. Und schliesslich erzählt Stina ihr ja nicht jedes kleine Detail, wie sie zu ihren Ergebnissen kommt. Bei mir hat Stina leider noch keine Sympathiepunkte sammeln können. Sie wagt auch dieses Mal wieder Alleingänge, die sie in sehr gefährliche Situationen bringen. Mir dreht sich noch jetzt fast der Magen um, wenn ich daran denke, wie sie sich aus einer dieser Situationen befreit! Argggghhh, schlimm!
    Sehr interessante Ermittlungen, die u.a. auf Schmuggel hindeuten oder auch die ganzen Informationen zum Fährunglück Estonia von 1994 – wirklich heftig! Bei diesem Unglück haben nur etwa einer von acht Passagieren überlebt, aber jedes dritte Crewmitglied – insgesamt 852 Tote! Es gibt viele Verschwörungstheorien zur Estonia. Was wirklich stimmt, wird vermutlich nie herauskommen.

    Fazit: Auch in diesem dritten Band konnte die Spannung bis zuletzt aufrechterhalten werden. Auf die zuweilen brutalen Bilder, die aufgrund der detaillierten Beschreibungen vor meinem geistigen Auge entstanden, hätte ich gerne verzichtet (ich habe das Buch u.a. in der Bahn gelesen und da habe ich sicher ein interessantes Mienenspiel von mir gegeben, als Stina wieder mal in heftige Bedrängnis kam). Von mir gibt es erneut 5 Sterne und ich suche nun wieder nach etwas leichterer Lektüre, bevor es dann mit dieser Reihe weitergeht.

  21. Cover des Buches Das Geheimnis der Papiermacherin (ISBN: 9783746634036)
    Andrea Bottlinger

    Das Geheimnis der Papiermacherin

     (40)
    Aktuelle Rezension von: sabrinchen
    Relativ normales historisches Cover das ich gefühlt schon 1000mal gesehen habe.
    Aber der verschnörkelte Titel ist ein Hingucker und der Klappentext und die Autorin haben mich nach dem Buch greifen lassen.

    Das historische Nürnberg und die Umgebung waren spannend für mich da ich dort wohne.
    Über die Orte, Gebäude und Strassen zu lesen und dort die Handlung zu erleben haben es sehr authentisch gemacht.
    Es wurden historische Begebenheiten mit dazu passender Fiktion um Johann von Triest und Anna Precht verwoben, dabei eine interessante und teilweise dramatische Handlung erzählt.
    Ich habe mit allen mitgefiebert.
    Die Geschichte ist farbenfroh, dabei unterhaltsam und man lernt historische Arbeitsweisen und Lebensarten kennen.
    Die Charaktere sind sympathisch, mit ihren Fehlern glaubhaft und passen sehr gut zum Plot.

    Der Schreibstil ist gut verständlich und es ist spannend ohne Längen erzählt.
    Bis zum Schluß bleibts interessant und das Ende konnte mich begeistern.
    277 lange Ebookseiten die nicht langweilig wurden und die ich relativ schnell konsumiert habe.
    Von mir eine Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane.
    4 starke Sterne von mir
  22. Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: 9783426306086)
    Mechtild Borrmann

    Grenzgänger

     (124)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Die Geschichte beginnt 1970 mit einem Prozess gegen Henriette Bernhard, genannt Henni, wegen zweifachen Mordes an ihren eigenem Vater und einer Nonne. Elsa Brennecke, die zusammen mit Henni aufgewachsen ist, beobachtet den Prozess. Dieser Prozess erregt großes Aufsehen in Deutschland. Sehr schnell hat die Presse und die Bevölkerung  Henni vor Prozessbeginn vorverurteilt, weil Henni in einem Heim für schwer erziehbare Kinder aufgewachsen ist und "früher schon Probleme gemacht hat". Während des Prozesses schweigt Henni beharrlich, was die öffentliche Stimmung noch mehr gegen  sie bringt.

    In "Grenzgänger" geht es um die harten Jahre der Nachkriegszeit, wo Familien ums Überleben kämpfen, wo Väter und Ehemänner traumatisiert aus dem Krieg zurückkehren und sich im Alltag nicht mehr zurechtfinden. Es geht in dieser Geschichte auch um die Stigmatisierung von Heimkindern in den 50er Jahren  und die brutale "Erziehung" von Nonnen und Priestern ihrer Schutzbefohlenen. 

    Für mich war es Neuland, dass viele Deutsche sich mit Kaffeeschmuggel von Belgien nach Deutschland ihren Lebensunterhalt verdient haben. 

    Mechthild Borrmann fängt mit "Grenzgänger" sehr gut die triste Atmosphäre der Nachkriegszeit ein. Was mich persönlich sehr erschüttert hat war das Schicksal der "schwer erziehbaren" Heimkinder und wie die Bevölkerung Heimkinder vorverurteilt haben

  23. Cover des Buches Tote trinken keinen Whisky (Ein Pippa-Bolle-Krimi 5) (ISBN: 9783548611174)
    Auerbach & Keller

    Tote trinken keinen Whisky (Ein Pippa-Bolle-Krimi 5)

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Thea_Lehmann

    Pippa Bolle, Berlinerin, Übersetzerin und Besitzerin einer Housekeeping-Agentur fährt zur Hochzeit ihrer Feunde nach Schottland. Schon bei der Überfahrt nach Kintyre gibt es die erste Tote und bald überschattet ein echter Mord die anstehende Hochzeit. Pippa Bolle steckt ihre Nase gern in Dinge, die sie eigentlich nichts angehen und hat außerdem zwei Profis an ihrer Seite: eine kettenrauchende Kriminalkommisarin und einen kartenlegenden Profiler, die ebenfalls zur Hochzeitsgesellschaft gehören. Gemeinsam mit dem Kater Laddiy Blackbeard kommt das Trio einer höchst kriminellen Organisation auf die Schliche, die vor nichts zurück schreckt.

    Bei der Schilderung der typischen Landschaften und Orte auf Kintyre wähnt man sich mitten drin in Schottland und man merkt, dass die Autorin sich vor Ort bestens auskennt und die Gegend liebt. Das gilt auch für die Beschreibung der Herstellung feinsten Whiskys, die alle Whiskytrinker begeistern dürfte. Sprachlich ausgefeilt und mit immer wieder witzigen Wendungen strebt der Krimi seinem Höhepunkt zu, ohne jemals brutal zu werden. Mein Tipp: Eine Kanne guten Tee, eine Schale Shortbread, ein bequemes Sofa und dieser Krimi - damit hat man einen perfekten Leseabend.

  24. Cover des Buches Killer-Tschick (ISBN: 9783709972519)
    Gerhard Loibelsberger

    Killer-Tschick

     (40)
    Aktuelle Rezension von: dorli
    Wien. Penny Lanz und ihre Kollegen Helmuth Nowak und Carl Ribarski von der SOKO Donau müssen in gleich in zwei Mordfällen ermitteln:
    Anna Hawlicek ist nach dem Rauchen illegaler Zigaretten gestorben. Schnell steht fest, dass die Zigaretten mit Arsen und Rattengift versetzt waren.
    Ungefähr zur gleichen Zeit wird in den Wiener Praterauen ein junger Chinese gefunden, der vor seinem Tod mit glühenden Zigaretten gefoltert wurde…

    Obwohl ich die TV-Serie SOKO Donau - SOKO Wien und damit auch Penny Lanz und ihre Kollegen bisher nicht kannte, war ich sofort mittendrin im Geschehen und konnte mir ein gutes Bild von den Ermittlern machen. Die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt, Spannung wird rasch aufgebaut und bleibt durchgehend hoch.

    Das Team um Penny Lanz gerät in einen Strudel aus illegalem Zigarettenhandel, Korruption, Geldwäsche und Mord – die Ermittler stochern in einem Wespennest und scheuchen Wiener Geschäftsleute und Wirtschaftsgrößen auf.

    Es ist Gerhard Loibelsberger sehr gut gelungen, seinem Krimi den Charakter eines Fernsehkrimis geben. Die Handlung ist rasant und actionreich und läuft wie ein Film vor den Augen des Lesers ab.

    Besonders gut gefallen hat mir, dass Gerhard Loibelsberger viele Dialoge in Mundart geschrieben hat. Das verleiht dem Krimi eine Extraportion Lokalkolorit und lässt das Geschehen echter wirken. Auch als gebürtige Norddeutsche hatte ich keine Verständnisprobleme, da österreichische Ausdrücke als Fußnote auf der jeweiligen Seite übersetzt bzw. erläutert wurden.

    „Killer-Tschick“ hat mir sehr gut gefallen. Die abwechslungsreiche Handlung bietet nicht nur für die Fans der TV-Serie spannende Unterhaltung.

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