Bücher mit dem Tag "schmuggler"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schmuggler" gekennzeichnet haben.

131 Bücher

  1. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.103)
    Aktuelle Rezension von: Mireille

    In diesem Buch wird jede Menge an den Gefühlen der Leser gerüttelt.

    Ich fand es sehr schön, die vergangenen 20 Jahre durch die Augen von Jamie und Claire mitzuerleben. Es war sehr tragisch und sehr emotional auf jeglichen Ebenen. Die Liebe und dieses unzertrennliche Band zwischen den Beiden ist unglaublich fesselnd und spannend. Ich habe so sehr mitgefiebert, bis sie sich endlich wieder in den Armen halten konnten. 

    Ich fand es sehr schön, dass jeder sein "eigenes" Leben gelebt hat und diese 20 Jahre einen sehr prägenden Teil auf beide ausgeübt hat. So haben sich beide verändert, beide haben ihre Persönlichkeit weiter entwickelt aber trotzdem sind ihre Seelen so miteinander verwoben sodass sie doch wieder in der neuen Liebe zueinander gefunden haben. 

    Sehr spannend war die Reise die sie gemeinsam unternommen haben. Auch das klein Ian und Fergus nun als Teil der Familie mit ihnen unterwegs sind. Die Abenteuer die sie erleben sind wirklich unfassbar gut und spannend geschrieben. Ich finde es sehr schön, dass die Autorin so ausführlich alles beschreibt. Ich mag es sehr gerne, wenn die unterschiedlichen Szenen detailreich beschrieben sind und ich somit sehr ausführlich über Charaktere und Abenteuer informiert werde. So kann ich ganz ausgiebig in die Geschichte eintauchen. 

    In diesem Buch musste ich auch ganz viel lachen. Die Autorin schenkt Claire und Jamie sehr viel Humor, in ihrem doch sehr schweren Leben.

  2. Cover des Buches Die Gilde der Schwarzen Magier 1 (ISBN: 9783442243945)
    Trudi Canavan

    Die Gilde der Schwarzen Magier 1

     (2.808)
    Aktuelle Rezension von: Loralai

    Ein sehr schöner Start für den ersten Dreiteiler dieser Sonea-Reihe.
    Mir gefällt der Wechsel der Sichtweisen zwischen den Charakteren sehr gut. Man lernt vier der wichtigsten Protagonisten kennen und wie sie die Situationen wahrnehmen und natürlich das jeweilige Hintergrundwissen.

    Was ich zusätzlich sehr schön fand, war die Tatsache, dass es einen Buchplot und einen Reihenplot gibt. Ich erhoffe mir einen kleinen Buchplot für den zweiten Teil und bin gespannt, wie die Reise von Sonea, Dannyl, Cery und Rothen weitergeht.

  3. Cover des Buches Der verwunschene Gott (ISBN: 9783959913348)
    Laura Labas

    Der verwunschene Gott

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Cutexpsych

    Bevor ich von meinem Leseerlebnis berichte möchte ich anmerken, dass ich dieses Buch auf den letzten 100 Seiten abgebrochen habe, weshalb ich nicht über das Ende urteilen kann.

    Der verwunschene Gott von Laura Labas hat interessant angefangen und sowohl der Klappentext, als auch das Cover haben mich zum Kauf des Buches getrieben. Allerdings ging das Buch von da an stetig bergab beziehungsweise ging es eigentlich nirgendswohin. Und das ist mein größter Kritikpunkt an der Handlung: Es gibt keine.

    Zwar erlebt die Protagonistin einige Dinge, doch nichts, was den Plot oder die Spannung vorantreibt. Ich musste mit fast 200 Seiten lang durchlesen, wie Morgan in einem Camp festsitzt und über einen Prinzen schwärmt, den sie zuvor unausstehlich gefunden hat. Oder wie sie zum gefühlt 50-Mal mit Personen trainiert, die nicht richtig ausgearbeitet schienen und leider ziemlich blass blieben.

    Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist, dass die Protagonistin Morgan keine feste Persönlichkeit hat. Zu Beginn der Geschichte war sie die starke Wölfin, die nichts aus der Ruhe bringen konnte und an die sich auch niemand einfach so heranschleicht. Wenige Seiten später erschrack sie sich vor jeder herankommenden Person, die sich ihr von hinten näherte. Und solche Beispiele gibt es verteilt im ganzen Buch. Mal abgesehen davon, dass sich ihr Ziel im Verlauf der Geschichte um die fünf Mal ändert. Als könnte sie sich selbst nicht entscheiden, was sie eigentlich möchte. Im einen Moment möchte sie aus dem Camp fliehen, dann möchte sie dem Prinzen helfen und der letzte Stand der Dinge war, dass sie den Prinzen hintergehen wollte...

    Doch kann ich auch zwei positive Dinge anmerken. Und zwar zum einen der Schreibstil der Autorin, welcher mich dieses Buch fast bis zum Ende hat durchlesen lassen. Wäre der nicht gewesen hätte ich wohl schon nach den ersten 100 Seiten aufgehört. Und zum anderen die kurzen Kapitel aus der Sicht zweier "Nebencharaktere", von denen ich mir mehr gewünscht hätte, als nur eines alle 100 Seiten.

    Alles in einem ist dieses Buch ein Fall von gute Idee, aber miserabel umgesetzt. (möglicher Spoiler: wie ich erfahren habe, passiert das im Klappentext genannte ebenfalls erst auf den letzten paar Seiten.)

    Nichtsdestotrotz möchte ich die Autorin nicht gänzlich aus meinen Bücherregal verbannen und bin tatsächlich sogar sehr gespannt auf ihre neue Reihe, welche noch in diesem Jahr erscheinen wird :)

  4. Cover des Buches Nachts schweigt das Meer (ISBN: 9783596703494)
    Kate Penrose

    Nachts schweigt das Meer

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Bookstar

    Nach einem Schicksalsschlag zieht es den Undercover-Ermittler DI Benesek "Ben" Kitto zurück auf seine Heimatinsel Bryher, doch auch dort findet er keine Ruhe. Nicht nur weil er sich mit Nina Jackson in wohl die Frau auf der Insel verliebt, die genauso gebrochen ist wie er, nein, das ist nur das kleinste Drama. Es ist das Verschwinden der 16jährigen Laura Trescothick, das den Einwohnern Bryhers schlaflose Nächte bereitet. Das schöne, hilfsbereite Mädchen, das umbedingt aufs Festland ziehen und Schauspielerin werden wollte, ist unauffindbar und eine ausgiebige Suchaktion bestätigt das Schlimmste. Tief geschockt erklärt Ben sich dazu bereit, die Mordermittlungen zu leiten, doch der Fall entpuppt sich als komplizierter als erhofft. In der vermeintlichen Idylle finden sich genug Verdächtige und dunkle Abgründe und Ben muss unter Freunden und Familie ermitteln...

    Neben Ben Kitto sind wohl die Scilly Inseln der heimliche Star des Buches. Die Autorin beschreibt sie so schön detailliert, dass ich diesen mir zuvor komplett unbekannten Flecken Erde nun unbedingt besuchen will und mich wundere, wieso bei dieser scheinbar perfekten Kulisse noch nicht viel mehr darauf gekommen sind, hier einen Krimi spielen zu lassen. 

    Ich habe das Buch selbst innerhalb weniger Tage gelesen und bin noch immer ganz begeistert. Was ich neben dem sehr angenehmen Schreibstil vorallem an diesem Buch schätze, ist die Kontinuität. Man kommt konstant mit der Handlung mit und Kate Penrose schafft es, dass man an keinem einzigen Punkt bei der Nennung einer Person die Augenbraue hebt und sich fragt, wer zur Hölle denn das nun wieder war. Nein, auch bei der Vielzahl an Verdächtigen und Ermittlern behält man dauerhaft den Überblick. Einer der häufigsten meiner persönlichen Störfaktoren bei Krimis ist damit komplett vermieden worden und das ist doch immer schön zu sehen. 

    Das Beste ist aber der Fall, denn dieser ist so konstruiert, dass man bis zum Schluss keine Ahnung hat, wer Laura tötete. Immer wenn mir ein Name im Kopf aufploppte, fiel mir im nächsten Moment ein, dass ich keine Ahnung habe, wieso diese Person denn soetwas tun würde. Das Ende überrascht dann doch sehr und übt fast sogar noch ein wenig Sozialkritik. 

    Allgemein sind die Charaktere in diesem Buch toll: Personen wie Bens beste Freundin Zoe, seine fürsorgliche Patin Maggie, den hilfsbereite Onkel Ray oder den gutherzige Assistent Eddie schließt man sofort ins Herz (und natürlich auch Shadow, den treue "Köter", wie könnte ich ihn denn je vergessen). Auch mochte ich Ben sehr. Die Erzählperspektive mit der Ich-Form ist perfekt auf ihn zugeschnitten und alles in allem fand ich ihn als Ermittler und Erzähler doch sehr sympathisch. Auch wenn sein Verhältnis zu Frauen gelegentlich etwas befremdet, doch glaube ich, kann man am Ende durch seine Affäre mit Nina bei ihm an dieser Stelle eine gewisse Entwicklung feststellen. Auch von Nina würde ich gern in Zukunft mehr sehen und das vielleicht auch etwas mehr im Zusammenhang mit dem Fall. 

    Mein finales Fazit: Auch wenn an manchen Stellen vielleicht etwas dick aufgetragen wird, kann ich diesen Reihenauftakt nur wärmstens empfehlen. Ich bin nun gespannt, ob die Folgeteile das Niveau halten können. Ich für meinen Teil kann es auf jeden Fall kaum erwarten, Ben Kitto und seine Heimat wieder zu besuchen. 

  5. Cover des Buches Das flammende Kreuz (ISBN: 9783426518229)
    Diana Gabaldon

    Das flammende Kreuz

     (667)
    Aktuelle Rezension von: Living_the_nerdgirls_dream


    Kurzbeschreibung

    North Carolina 1770. Jamie und Claire Fraser haben in den britischen Kolonien Nordamerikas Fuß gefasst, doch die Ruhe und der Frieden auf ihrem Anwesen Fraser’s Ridge sind trügerisch. Denn unter den immer zahlreicher einwandernden Siedlern gärt es, immer unwilliger nehmen die Einwohner der Kolonien die Bevormundung durch die britische Zentralregierung hin. Als es zu ersten Aufständen kommt, muss auch Jamie sich entscheiden, auf wessen Seite er stehen will. Und für Claire ist die Situation noch schlimmer: Sie weiß, dass die Unabhängigkeitskriege ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe seit Langem stellen werden.

    .

    Auf 1360 Seiten erzählt Diana Gabaldon gewohnt detailliert, wie es mit Jamie, Claire und ihrer Familie weitergeht. Ich hab es als Hörbuch gehört, was eine ganz schöne Herausforderung war, da es 69 Stunden und 47 Minuten gedauert hat. Dem entsprechend hab ich etwas länger dafür gebraucht 😂

    Ich liebe Diana's Schreibstil so sehr, dass auch das unnötigste Detail ansprechend beschrieben ist (Z. B. Eine 10 minütige Beschreibung darüber, wie Claire das Bein einer Ziege schient) . Sie schafft es nicht nur spannende Szenen ansprechend zu gestalten, auch Einblicke in Jamies und Claires Alltag, wie zum Beispiel bei der Arbeit auf dem Feld sind angenehm und nicht langweilig beschrieben. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich Schottland sehr vermisse. Gerade im ersten Band wurde die Stimmung dort so gut eingefangen, dass ich mich sofort in das Land verliebt hätte, wenn ich ihm nicht sowieso schon total verfallen wäre 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿

    .

    5/5⭐


  6. Cover des Buches Vom Winde verweht (ISBN: 9783548269337)
    Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

     (743)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichen_

    Vom Winde verweht.

    Ein Klassiker der Weltliteratur, den man unbedingt gelesen haben sollte.

    Viele kritisieren den Roman, weil er die Sklavenhaltung in den Südstaaten verherrlicht. Dies mag ich nicht zu beurteilen, vielleicht sollte man den Roman in seinen sozialen Kontext stellen. Doch für mich persönlich ist „Vom Winde verweht“  eine Familiengeschichte und vor allem eine großartige Liebesgeschichte bei  der ich jedes Mal mitfiebere ob Scarlett und Rhett es wohl endlich schaffen so richtig zusammen zu kommen. Ich könnte jedes Mal wieder verrückt werden, wenn Rhett und Scarlett mal wieder nicht miteinander reden oder voreinander weglaufen, und doch muss ich den Roman immer wieder lesen.

  7. Cover des Buches Finstermoos - Im Angesicht der Toten (ISBN: 9783785577509)
    Janet Clark

    Finstermoos - Im Angesicht der Toten

     (92)
    Aktuelle Rezension von: -Bitterblue-
    Nun ist bereits der dritte Band beendet und ich bin schon so gespannt wie die Reihe enden wird.
    Der Anfang von Band 3 war etwas fad, gut zu lesen, aber auch nicht so sonderlich spannend. Dafür wird es gegen Ende richtig spannend. Einige neue Details kommen ans Licht und manches Puzzelstück setzt sich zusammen.
    Ich will endlich wissen wie die Freunde in den Bunker kamen und vorallem warum!! Ich hoffe auf ein gigantisches Finale
  8. Cover des Buches Finstermoos  - Bedenke das Ende (ISBN: 9783785577516)
    Janet Clark

    Finstermoos - Bedenke das Ende

     (79)
    Aktuelle Rezension von: -Coco-

    Nun endlich erfahren wir, was es mit den ganzen Geheimnissen in Finstermoos auf sich hat! Doch finden die Freunde Maschas Mutter? Und kommen sie auch gut davon?

    Meinung:

    Der Schreibstil der vierten Runde in Finstermoos, ist wie auch in den anderen Bänden wirklich gut, jugendlich und schnell zu lesen. Das heißt, man kommt gut voran und kann die Rätsel endlich mit den Protagonisten lösen.

    Dieser Folgeband schließt spannend und nahtlos an seinem Vorgänger an, wobei die Spannung eigentlich immer vorhanden bleibt. Neben traurigen und gefährlichen Ereignisse, Enthüllungen und Erkenntnisse, ziehen die Freunde so gut es geht an einem Strang, um herauszufinden, wer ihnen denn an den Kragen will, und was nun wirklich passiert ist. So begeben sie sich eigenhändig auf Nachforschungen und müssen sich gegen vieles wappnen, das auf sie zukommt.

    Am Schluss überschlagen sich die Ereignisse, es kommt zu einem letzten gefährlichen Kampf und alle verschiedenen Puzzlestücke wurden zu einer ganzen Geschichte zusammengefügt! Menschen die man vorher anders einschätzte, entpuppten sich zu richtige Beschützern und Rettern oder zu den gefährlichsten Ganoven.

    Fazit:

    Ein toller, spannender und gelungener Abschluss der Reihe. Es passierten so viele verschiedene Dinge und es war wirklich toll. Auch die Auflösung fand ich wirklich geglückt und ich kann diese Reihe wärmsten weiterempfehle!


  9. Cover des Buches Der verbannte Prinz (ISBN: 9783959913362)
    Laura Labas

    Der verbannte Prinz

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Addicted2Books_ela

    Auch der zweite Band der Reihe hat mich nicht enttäuscht, sondern ganz im Gegenteil: Es hat mich noch mehr begeistert. Laura Labas hat mich weiter in die von ihr geschaffene Welt gezogen und selbst wenn ich Widerstand leisten wollte, hätte es keinen Zweck gehabt. Deswegen habe ich keine Gegenwehr geleistet. 


    Beim Lesen konnte ich teilweise nicht fassen, was gerade in diesem Moment der Handlung passierte und konnte nie ahnen, welche Wendung mich nun erwartet. Ich konnte mich einfach komplett fallen und dieses Abenteuer erleben. Es war so spannend und ich wollte mehr von dem was ich las und konnte es wieder nicht fassen als das Buch so „plötzlich“  zu Ende war. Denn wieder war es das Gefühl, dass mitten in der Handlung Schluss ist. Ich weiß, dass man dies Cliffhanger nennt, aber wie grausam ist eine Autorin, ihre Leser von Band zu Band fassungsloser zurückzulassen?! 


    Die Entwicklung von Morgan und wie sie ihre „Gabe“ annimmt, ist deutlich spürbar und wirklich enorm gut dargestellt. Dabei versteht man sie immer besser, warum sie so handelt, wie sie es tut. Es ist grandios, wie Laura Labas die Schicksale der Charaktere in einander verwebt und man sich fragt auf welche nächste Katastrophe sie die Charaktere zusteuern lässt. 


    Besonders gut gefällt mir, dass es eine zarte Liebesgeschichte gibt, die sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund stellt und die ich auch wieder so nicht erwartet habe. Auch wenn ich befürchte, dass die Konstellation der sich Liebenden, noch ändern wird. Allerdings werde ich das erst erfahren, wenn ich den dritten Band lese. Und genau diesen dritten Band  muss ich wirklich unbedingt lesen.


    Das Cover ist der Hammer, ich liebe einfach die Erdtöne. 


    Fazit


    Eine der besten Fantasy Reihen, die ich bisher lesen durfte. Sie ist einfach grandios und man sollte sie definitiv lesen, man kommt nicht an ihr vorbei. Der zweite Band setzt auch neue Maßstäbe für die nächsten Bücher.

  10. Cover des Buches Nachts am Brenner (ISBN: 9783462050080)
    Lenz Koppelstätter

    Nachts am Brenner

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der dritte Fall ist der bisher persönlichste für Commissario Grauner aus Südtirol.

    Als Kulisse dient der Brennerpass samt den zugehörigen Ortschaften, der Brennerautobahn und dem italienisch-österreichischen Grenzgebiet.

    Das erste im Buch erwähnte Verbrechen ist die brutale Hinrichtung eines hochbetagten Einheimischen. Bei der Erforschung dessen Lebensgeschichte dreht Grauner das Rad der Zeit immer weiter zurück, bis in das Jahr 1946…  In jenem Jahr nämlich geschahen ebenfalls geheimnisumwitterte Dinge rund um den Brenner. Als Grauner schließlich ein Koffer in die Hände fällt, der im Zusammenhang mit dem Mord an Grauners Eltern steht, sind da viele Spekulationen über einen möglichen Tathergang zu berichten und die dritte Krimi-Ebene ist eröffnet.

    Nicht nur Grauner ist verwirrt: Welche Stränge gehören denn nun wirklich zusammen, welche sind willkürlich aneinandergereiht?

    Als dann noch das Klarissenkloster ins Spiel kommt und Saltapepe nachts eine ungewöhnliche Entdeckung macht, sind so viele Nebenschauplätze eröffnet, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht…

    Fast 300 Seiten lang stochern die Ermittler in den wenigen Fundstücken, die sie entlang des Weges  finden konnten, immer wieder reiht sich ein anderes Indiz ein und widerlegt die vorherige Theorie,  neue Verdächtige kommen und gehen.

    Gut, dass am Ende der Fall mit allen losen Strängen noch einmal rekapituliert wird!

    Die ganz besondere Stärke des Buchs liegt (wieder) darin, ein Lokalkolorit zu schaffen, das ungeheuer plastisch wirkt, das authentische Protagonisten zeigt und menschelnde Ernittler. Das Rauschen der Autobahn habe ich im Ohr wie auch das Dunkel einer Augustnacht in den Bergen. Die Autobahn spielt mit, ebenso wie die kommerziellen Einrichtungen, die es tatsächlich auf der Höhe des Brennerpasses gibt.

    Der Erzählstil ist – wie immer – wunderbar und niemals platt. Ein wenig Durchhaltevermögen ist im Mittelteil gefragt, hier kommt die Spannung etwas zu kurz.

    Wieder ein Roman wie ein Kurzurlaub in Südtirol – geschrieben von einem echten Kenner.

    Klare Leseempfehlung für Südtirol-Fans und Freunde des gepflegten Regionalkrimis.

  11. Cover des Buches Die Sturmkönige - Dschinnland (ISBN: 9783404208456)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Dschinnland

     (501)
    Aktuelle Rezension von: NattensDrottning

    Schon auf der ersten Seite wird man als Leser sofort mitten in das Geschehen geworfen. Das Tempo ist rasant und man erhält Bröckchen für Bröckchen Informationen, wo man sich befindet und was zu der Situation geführt hat. Jedoch werden bei weitem nicht alle Fragen beantwortet, die während dem Lesen aufkommen. 

    Auch wenn ständig irgendwas passiert war, hatte die Geschichte doch einige Längen und Geschehnisse, die gerne weggekürzt hätten werden können. Auch hätte die Geschichte ohne die Dreiecksbeziehung zwischen den Protagonisten funktioniert. Sie war meiner Meinung nach überflüssig und sollte nur dazu dienen, ein Gefühl der Verpflichtung und engen Vertrautheit zwischen diesen darzustellen. 


    Dafür hätte ich lieber viel mehr über das eigentliche Hauptthema gehört: Die Dschinne und Samarkand.


    Dennoch handelt es sich hier um Jammern auf hohem Niveau, denn der Autor hat viele Spannungsbögen erzeugt und mit dem häppchenhaften Zuwerfen von Infos, sowohl Fragen beantwortet, als auch neue aufgeworfen. 

    Das Buch selbst endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger, der einem verwirrt und mit zig neuen Fragezeichen zurücklässt. 


    Ich bin gespannt auf Band 2 und ob das bisherige Beziehungskonstrukt zwischen den Protagonisten noch an Bedeutung gewinnt.

  12. Cover des Buches Sand (ISBN: 9783499258640)
    Wolfgang Herrndorf

    Sand

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Nordafrika 1972. Es ist das Jahr des Palästinenserattentats bei den Münchener Olympischen Spielen. Irgendwo in der Sahara spielen sich ebenfalls dramatische Ereignisse ab. Ein Mann ohne Gedächtnis wird an einer Tankstelle mitten in der Wüste von einer Amerikanerin aufgelesen, die sich um ihn kümmert und versucht, mit ihm das Geheimnis um seine Identität zu lüften und warum er von wem gejagt wird. Vier Mitglieder einer Hippiekommune werden von einem vermeintlich drogensüchtigen Amokläufer ermordet, ein frustrierter Kommissar versucht, den Fall zu klären, von einer Mine ist die Rede und niemand weiß, was es damit auf sich hat. Spuren werden verworfen und wieder aufgenommen, Verfolger und Verfolgte wissen manchmal nicht, was der Grund für ihre Rolle, die sie gerade einnehmen, ist. Ein Thriller, der manchmal den Atem anhalten lässt, bis es am Schluss eigentlich gar keinen richtigen Schluss gibt, der aber das Plausibelste enthält, was diese großartige Story hergibt.

    Herrndorf wird ja schon längst nicht nur an seinem Megaerfolg „Tschik“ gemessen. Der viel zu früh verstorbene Autor konnte mit verhältnismäßig wenig Veröffentlichtem zeigen, dass er zu einem der wichtigen Gegenwartsautoren hätte zählen können. Sein großes Plus ist nicht nur die Phantasie und das Gespür für einen guten Stoff, sondern in erster Linie sein Stil, der nicht nur die Bilder transparent macht, sondern auch die Szenen so engmaschig und dicht setzt, dass man sich als Leser förmlich mitbewegt. „Sand“ hat alles, was ein guter Thriller braucht, er streift aber auch die Atmosphäre der Orte mit einer klaren Präzision und fängt den Geruch jeder beschriebenen kleinen Gasse exakt ein. So wird aus dem Buch ein Film mit Figuren, die man vor sich sieht, mit denen man leidet und genießt, wo man in die Psyche der mal mehr, mal weniger komplizierten Charaktere eintauchen kann. Das alles ist große Handwerkskunst und wenn man den Begriff „stilsicher“ gebrauchen will, ist das wahrscheinlich zu oberflächlich, denn Herrndorf hat hier seine eigene Sprache gefunden, die einen unwiderstehlichen Sog produziert.

    Das Ende ist schlüssig und plausibel. Um nicht mehr zu verraten, kann man aber sagen, dass es ungewöhnlich ist, weil sich die Erwartungshaltung nach den 470 Seiten natürlich entsprechend intensiviert hat. Aber das ist kein Manko dieses empfehlenswerten Romans. Ein spannendes und großartig geschriebenes Buch. Es ist schade, das Herrndorf so früh verstorben ist, er gehört in dieselbe Abteilung wie Jörg Fauser, von dem man auch noch hätte einiges erwarten können.

  13. Cover des Buches A Darker Shade of Magic (ISBN: 9780765376466)
    Victoria Schwab

    A Darker Shade of Magic

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „A Darker Shade of Magic“, der erste Band der Trilogie „Shades of Magic”, von Victoria „V.E.“ Schwab erzählt eine multidimensionale Geschichte, die in drei verschiedenen, durch Magie verbundene Versionen von London spielt. Schwab wird oft gefragt, warum sie ausgerechnet die britische Hauptstadt als Setting auswählte. Sie erklärt ihre Entscheidung damit, dass London eine Stadt ist, in der Historie lebendig ist und „die Zeitalter, wie die Schichten einer Torte, übereinander liegen“. Außerdem versteht sie die gesamte Trilogie als einen Liebesbrief an „Harry Potter“ und wir alle wissen, wie wichtig London im Potterversum ist. Magie und die Idee einer Realität in Schichten – besser kann man „A Darker Shade of Magic“ eigentlich nicht zusammenfassen.

    Im Universum gibt es drei bekannte Dimensionen. Jede ist einzigartig, aber eines haben sie alle gemeinsam: in jeder Dimension existiert eine Stadt namens London. Magische Ankerpunkte verbinden die Städte und erlauben Antari wie Kell, zwischen ihnen zu reisen. Um sie auseinanderhalten zu können, ordnete Kell ihnen Farben zu. Im grauen London ist Magie so gut wie ausgetrocknet. Im roten London, Kells Heimat, schwingt sie harmonisch mit dem Leben, wird geehrt und geachtet. Im weißen London dient Magie als unwillige Sklavin der Menschen, unterworfen und gefesselt. Einst gab es ein viertes London. Das schwarze London. Doch es ist lange her, dass alle Portale dorthin zerstört und strenge Regeln erlassen wurden, um zu verhindern, dass die anderen Dimensionen dasselbe Schicksal ereilt. Als eines dieser Gesetze gebrochen wird, ist Kell der einzige, der eine Katastrophe verhindern kann. Mithilfe der jungen Abenteurerin Lila aus dem grauen London stellt er sich der Bedrohung. Können sie verhindern, dass die Dimensionen verschlungen werden?

    Bevor ich begann, diese Rezension zu „A Darker Shade of Magic“ zu schreiben, bin ich wie immer meine Notizen durchgegangen. Dabei fiel mir auf, dass diese überwiegend aus Fragen bestehen, was bereits eine verlässliche Auskunft darüber gibt, wie ich die Lektüre empfand. Meiner Meinung nach lässt dieser Trilogieauftakt viele Punkte ungeklärt, wodurch ich mich nicht richtig abgeholt fühlte, es gelang V.E. Schwab jedoch, meine Neugier so weit wachzukitzeln, dass mich die Antworten auf meine zahlreichen Fragen definitiv interessieren. Vermutlich ließ sich dieser Effekt gar nicht vermeiden, weil sich „Shades of Magic“ aus einigen unkonventionellen Ideen zusammensetzt und Schwab im ersten Band demzufolge erst einmal eine grobe Etablierung des Multiversums und des Magiesystems vornehmen musste, bevor sie die Hintergründe konsistent herausarbeiten kann. Beide Aspekte gefielen mir. Da sich „A Darker Shade of Magic“ hauptsächlich auf Kell konzentriert, der im roten London zu Hause ist, ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ausnahmsweise einmal nicht die Dimension, die unserer Realität am ähnlichsten ist. Ich finde das sehr ansprechend, weil es in einem interdimensionalen Konzept einfach unnötig ist, sich mit Bekanntem zufriedenzugeben. Dennoch bietet Schwab ihren Leser_innen mit der Implementierung von Lila, die aus dem grauen London stammt, das unserer Realität um etwa 1900 herum entspricht, einen Anker, durch den die Akzeptanz eines multidimensionalen Universums deutlich leichter fällt. Tatsächlich konnte ich mich mit Lila besser identifizieren als mit Kell, das lag allerdings nicht an ihrer Herkunft, sondern daran, dass mir ihre gesamte Persönlichkeit eher entgegenkam. Ihre Abenteuerlust und ihr Freiheitsdrang wirkten auf mich sehr attraktiv. Ich hatte das Gefühl, dass sie abgeklärter, selbstsicherer und sich ihrer Wünsche und Träume bewusster ist als Kell, der weder weiß, wo seine Wurzeln liegen, noch, welche Ziele er im Leben hat. Kell ist ein Antari, ein Blutmagier, der dank seiner seltenen Fähigkeiten zwischen den Dimensionen reisen kann und deshalb seit seiner Kindheit im Dienst des Königshauses steht. Alle drei Versionen von London sind Monarchien; es ist Kells Aufgabe, die Kommunikation zwischen ihnen zu gewährleisten. Die atmosphärische Abgrenzung der Städte überzeugte mich, obwohl der Großteil meiner offenen Fragen die Schattierungen der Magie betrifft, die sich in jeder Dimension anders äußern. Ich finde es großartig, dass Schwab Magie als bewusste Lebensform behandelt, aber ich habe nicht verstanden, wie weit dieses Bewusstsein reicht und ebenfalls nicht, ob die Magie einer Dimension für andere Dimensionen toxisch ist oder ob es neben der lokalen Magie eine Art interdimensionale Magie gibt, von der Gefahr ausgeht. Es scheint mir nicht plausibel, dass der einzige Unterschied darin besteht, wie die Menschen mit der Magie umgehen, denn dann könnte ihr Eindringen, wie es in „A Darker Shade of Magic“ geschieht, meiner Ansicht nach ausgeglichen werden. Vielleicht habe ich aber auch das ganze System noch nicht durchschaut. Ich hoffe, das klärt sich in den Folgebänden.

    Ich empfinde für die Trilogie „Shades of Magic“ aktuell eine gewisse Skepsis. Es ist nicht so, dass mir der erste Band „A Darker Shade of Magic“ mit seinen kreativen Ansätzen nicht gefallen hätte, aber die zahlreichen offenen Fragen, die ich nach der Lektüre sammelte, schüren meine Zweifel daran, dass V.E. Schwab sie tatsächlich alle beantworten wird. Ich bin natürlich gern bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen und ich werde der Autorin die Gelegenheit dazu mit der Fortsetzung „A Gathering of Shadows“ einräumen, doch ich wurde in der Vergangenheit diesbezüglich oft enttäuscht. Zu viele Autor_innen glauben, dass ein vages, skizzenhaftes Worldbuilding genügt. Schwab muss mir erst einmal beweisen, dass sie anders ist. Schafft sie es nicht, mir einleuchtende Erklärungen anzubieten, kann ich nicht garantieren, dass mich meine Neugier bis in den finalen Band „A Conjuring of Light“ trägt. Um sie aufrechtzuerhalten, braucht es mehr als einen Haufen Fragezeichen.

  14. Cover des Buches Bucht der Schmuggler (ISBN: 9783426516935)
    Ulf Schiewe

    Bucht der Schmuggler

     (59)
    Aktuelle Rezension von: wampy
    Buchmeinung zu Ulf Schiewe – Bucht der Schmuggler

    „Bucht der Schmuggler“ ist ein Historischer Roman von Ulf Schiewe, der 2015 bei Knaur eBook erschienen ist. Dieses Buch ist auch als fünfbändige eSerie unter dem Titel „Gold des Südens“ erschienen.

    Zum Autor:
    Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Er begann seine Berufskarriere als Software-Entwickler und war später in mehreren europäischen Ländern als Marketingmanager internationaler Softwarehersteller tätig. Ulf Schiewe war schon immer eine Leseratte, den spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Laufe der Jahre wuchs der Wunsch, selbst historische Romane zu schreiben. So entstand »Der Bastard von Tolosa«, sein erster Roman, dem inzwischen eine ganze Reihe weiterer, gut recherchierter und vor allem spannender Abenteuerromane folgten. Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.

    Klappentext:
    Karibik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer, der heimlicher Drahtzieher des verbotenen Handels ist. Und im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Seine Suche nach dem Gold des Südens hat begonnen.

    Meine Meinung:
    Schon mehrere Bücher von Ulf Schiewe habe ich mit Freuden gelesen und so begann es auch mit diesem. Ein sympathischer Held, der auf der Flucht vor dem Schuldturm ist, eine wunderschöne junge Frau, die allerdings bereits verheiratet ist, Bösewichte, die natürlich nicht fehlen dürfen. Der Schreib- und der Erzählstil von Ulf Schiewe bringt Spannung, Tempo, Atmosphäre und einen Hauch Romantik zum Tragen. Und doch war diesmal etwas anders. Die Entwicklung der Geschichte war für mich vorhersehbar, nicht nur stellenweise, sondern fast in gesamter Breite. Es fehlten die wirklichen Überraschungen und vielleicht auch die Figuren, die dazu nötig sind. Es ist immer noch eine unterhaltsame Geschichte, die sich schnell weg lesen lässt und die Sympathiewerte der Helden sind gewohnt hoch. Neu ist eigentlich nur die karibische Atmosphäre und neue Fieslinge. Das hat mich diesmal nicht begeistert. Vielleicht habe ich auch zu viele seiner Bücher zu schnell hintereinander gelesen.

    Fazit:
    Ein solider historischer Roman mit neuem Handlungsort und Personal, aber nicht mit wirklich neuer Handlung. So gibt es diesmal nur drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).
  15. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Einer der bekanntesten Krimis mit Hercule Poirot, die Verfilmung läuft ja des öfteren im TV. Auch wenn man die Auflösung schon kennt (die hier natürlich nicht verraten wird), ist es doch atemberaubend, wie am Ende das Image des bildschönen Mordopfers um 180 Grad gewendet wird und man fetsstellt, daß so ziemlich nur Unwahrheiten und Gehässigkeiten über sie kursierten. Ehepaar Gardener ist zum Schießen, und Monsieur Poirot erwacht nur ganz langsam aus seiner Sommerlethargie, wenn er den "Sherlock Holmes spielt". Auch ein sehr schönes Zeit- und Gesellschaftsporträt!

  16. Cover des Buches Meine Flucht aus Nordkorea (ISBN: 9783442159130)
    Yeonmi Park

    Meine Flucht aus Nordkorea

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Pialalama

    Obwohl ich mich bereits etwas mit der Flüchtlingssituation in Korea beschäftigt hatte und irgendwo auch jeder schon Mal von der Lage in Nordkorea gehört hat, war ich doch schockiert von all den Grausamkeiten die ich hier lesen musste. Yeonmi Park ist noch ein Kind, als sie mit ihrer Mutter die gefährliche Entscheidung trifft, Nordkorea zu verlassen und die Flucht nach Südkorea über China anzutreten. In ihrem Buch beschreibt sie nicht nur das unmenschliche und qualvolle Leben in Nordkorea, sondern auch wie schlimm die Flucht durch eine fremde Welt war. Es gab kaum ein Kapitel, das mich nicht gefesselt, schockiert und Fassungslos gemacht hat. Menschen, die ihren Kot einsammeln müssen, weil das Land keinen Dünger hat. Menschenschmuggler, die die Frauen vergewaltigen und sie dann wie Vieh für wenig Geld verkaufen. Zu Lesen, wie weitreichend sich die Worte der Propaganda in den Kopf der Menschen eingebrannt haben, war ebenfalls schockierend und machte deutlich: Dieses Land ist noch viel schlimmer als man es sich vorstellen kann. Die Reichweite dieser Manipulation wird durch Park sehr gut beschrieben. Wie sie selbst dann, als sie die moderne Welt in Südkorea kennenlernt noch immer nicht vollkommen glauben kann, dass ihre ursprünglich geliebten Führer der Kim-Dynastie eigentlich gar nicht so großartige Wundermenschen sind. Dieser und viele weitere Aspekte haben das Buch sehr interessant gemacht. Yeonmi Park erzählt ihre Geschichte sehr eindrucksvoll und ihre Worte gingen mir wirklich unter die Haut. Eine absolute Leseempfehlung! 

  17. Cover des Buches Nie zu alt für Casablanca (ISBN: 9783894255831)
    Elisabeth Frank

    Nie zu alt für Casablanca

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Shelly_Literally

    "Nie zu alt für Casablanca" ist ein spannender Kriminalroman, der einen guten Auftakt einer neuen Romanreihe startet. Das Buch umfasst 345 Seiten und ist 2018 erschienen. Die Autoren sind Christian Homma und Elisabeth Frank. 

    Als die V.I.E.R. - Gero Valerius, Rüdiger, Ina-Marie und Elenora - noch jung waren, haben sie den Verbrechen hinterhergejagt und haben zusammen spannende Fälle gelöst. Sie waren beste Freunde und immer für einander da. Doch wie es so oft ist, haben sie sich irgendwann aus den Augen verloren. Erst schien es nicht so, als würden sie jemals wieder etwas zusammen machen - geschweig edenn, wie in alten Zeiten Kriminalfälle lösen - , doch als Rüdigers Frau stirbt, ist für alle eines klar: Sie müssen  sich erneut wieder finden und diesmal wirklich Freunde bleiben.Dass der Immobilienmarkler Schlüter stirbt, kommt ihnen genau recht. 

    Sofort stürzen sie sich in ein Abenteuer mit ungeahnten Entwicklungen. Denn auf der Suche nach der Erklärung für den vermeintlichen Unfall, kommen die V.I.E.R einem illegalen Elfenbein-Handel auf die Schliche. 

    Durch den Polog kann man super in die Geschichte einsteigen, da er Spannung erzeugt und der Epilog die Story nahezu perfekt abschließt. Man bekommt sofort Lust weiter zu lesen, denn man will unbedingt wissen, was die V.I.E.R noch so alles erleben. 

    Meiner Meinung nach ist das gesamte Buch stark an die Abenteuer der "Fünf Freunde" angelehnt, was ich aber nicht als schlecht bewerten würde. Denn wenn man jene mag, kann man sich sicher sein, auch diesen Roman zu lieben. 

    Von Anfang an wird Spannung aufgebaut und man kommt gut in die Geschichte hinein. Der Schreibstil ist toll und es gibt nicht eine Stelle, die ich als komisch oder irritierend bezeichnen würde. 

    Definitiv eines der besseren Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe!

  18. Cover des Buches Der Schieber (ISBN: 9783832162542)
    Cay Rademacher

    Der Schieber

     (52)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Der Zünder ist draußen. Jetzt ist die Bombe nur noch ein großes Stahlrohr mit in paar Chemikalien drin. Nicht direkt ungefährlich...“


    Hamburg im Jahre 1947. Oberinspektor Frank Stave und die Mordkommission stehen in einer Halle der einstigen Werft von Blohm & Voss. Dort liegt auf einer Bombe ein toter Junge. Zuerst gilt es, die Bombe zu entschärfen. Dazu ist Millimeterarbeit erforderlich. Das Vorgehen und die Gefahren werden detailliert beschrieben.

    Der Autor hat einen spannenden historischen Krimi geschrieben.

    Der Schriftstil lässt sich flott lesen. Sehr anschaulich werden die Zerstörung in Hamburg wiedergegeben.

    Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig. Der Tote war sehr umtriebig. Er hatte seine Eltern verloren und lebte bei seiner Tante und deren Lebensgefährten. Meist aber war er unterwegs.

    Bei seinen Ermittlungen stößt Frank Stave immer wieder auf Kindergruppen. Zum einen sind das die sogenannten Kohlenklauer, zum anderen die Wolfskinder. Letztere stammen aus dem Osten und haben sich auf abenteuerlichen Wegen bis Hamburg durchgeschlagen. Es gibt für all die Gruppen nur ein Ziel: dem Hunger und der Kälte zu entfliehen. Dazu wird gekonnt das eigene Revier abgesteckt. Welche Rolle aber spielte der Tote? Hat er sich hier Feinde gemacht?

    Hinzu kommt, dass die Arbeiter von Blohm & Voss wütend auf die Engländer sind, weil sie der Zerlegung ihrer Werft zusehen müssen. Dabei gehen auch ihre Arbeitsplätze den Bach runter. Die englischen Besatzer wissen, dass sie vorsichtig agieren müssen. Trotzdem ist eine Zusammenarbeit von Frank Stave mit einem englischen Offiziellen möglich. Eine offene Frage ist, ob der Fundort des Toten eine Bedeutung hat. Wurde der Junge bewusst dort abgelegt?

    Spannend fand ich die Gespräche zwischen dem Kommissar und dem Engländer. Sie zeigen, wie brisant die politische Lage war.


    „...“Stalin ist ihr Verbündeter“, erinnert ihn Stave mit sanfter Bosheit. „War, solange Hitler noch sein Unwesen trieb. Nun sind wir nicht mehr glücklich mit Uncle Joe in Moskau. […] Und die Deutschen, die wir gestern noch mit Bomben zugeschüttet haben, würden wir nun lieber auf unserer Seite stehen haben, als auf der Moskaus.“...“


    Frank Stave besucht ein Kinderheim, um mit den Insassen zu sprechen, weil viele von ihnen erst auf der Straße gelebt haben. Auch im Krankenhaus stellt er Ermittlungen an. Dort bekommt er sarkastisch gesagt:


    „...Ich bin Tbc – Spezialist. Seit zwei Jahren haben sich meine Studienbedingen dramatisch verbessert. Meine Behandlungsmöglichkeiten sind allerdings ebenso dramatisch zurückgegangen...“


    Am Ende zeigt sich, dass das Motiv für den Mord viel profaner war. Nicht Hunger oder Neid, nein, die Gier nach Wohlstand und Neuanfang waren die Grundlage dafür.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dabei ist der Kriminalfall nur eine Seite. Mehr beeindruckt war ich von der realistischen und vielseitigen Beschreibung der Zustände im Jahre 1947.

  19. Cover des Buches Die Sturmkönige - Wunschkrieg (ISBN: 9783404208463)
    Kai Meyer

    Die Sturmkönige - Wunschkrieg

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer

    4.5 Sterne

    Ich liebe den Schreibstil von Kai Meyer. Ich liebe seine Settings, seine Figuren und die ganze Handlung, die er mit dieser Trilogie erschafft. 

    Allein dadurch dass seine Figuren nicht perfekt sind, macht er sie für mich so lebensnah. Auch schafft er es immer wieder mich zu überraschen. 

    Die Fantasyelemente und das ganze Setting ist in dieser Triologie einmalig. 

    Schon auf der ersten Seite war ich wieder in der Geschichte drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist spannend, berührend und phantasievoll. Ich liebe einfach die ganze Welt, die er mit dieser Triologie erschaffen hat. Jetzt bin ich gespannt wie er die Triologie enden lassen wird. 

  20. Cover des Buches Die Erwählte (ISBN: 9783442266333)
    Torsten Fink

    Die Erwählte

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Xamaror

    Information zum Buch

    Klappentext: 

    Maru und Tasil haben die Hauptstadt der Akkesch erreicht, doch Nummurs Armee steht bereits vor den Toren. Wieder versucht Tasil, alle gegeneinander auszuspielen - aber diesmal hat er seinen Meister gefunden. Währenddessen forscht Maru nach, wie sie Utukku davon abhalten kann, tatsächlich alle Akkesch zu vernichten. Sie ahnt nicht, wie weit die Pläne des Daimon bereits fortgeschritten sind...  

    Das Buch besteht aus Drei Abschnitte, jeder Abschnitt beschreibt einen Tag. Das Cover wirkt wieder schlicht und einfach in grün gehalten.

    Die Hauptfiguren/Die Story *Spoiler-Warnung*

    Tasil und Maru Nehis sind in der Hauptstadt Ulbai angekommen und wohnen in einem kleinen Haus. Es ist wieder ein halbes Jahr vergangen. Maru hat sich mit dem Schreiber Temu angefreundet. Mit seiner Hilfe versucht Sie in den alten Aufzeichnungen herauszufinden wie Sie den Daimon Utukku vernichten kann und seinen Bann zu brechen, welchen Er auf Sie gelegt hat. 

    Tasil versucht den Kaidhan Luban-Etellu und Alldhar Nummur gegeneinander auszuspielen und den größten Schatz der Geschichte zu stehlen. 

    Auch dieses Mal gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Figuren, darunter: Alldhar Nummur, Abeq Mahas, Fakyn, Umati und der Geschichten Erzähler Biredh.   

    Der Schreibstil

    Am Schreibstil hat sich nichts geändert, der Autor schreibt flüssig und in einer gut verständlichen Sprache. Die Charaktere werden gut beschrieben und die Namen sind leserlich. 

    Fazit

    Ich persönlich fand das dritte Buch am schwächsten. Zwar ist die Geschichte spannend erzählt, jedoch kommt auf uns nicht wirklich was Neues zu. Dieselbe Leier mit Intrigen und gegeneinander ausspielen. Ich fand das Ende sehr schnell erzählt und es sind viele Fragen offengeblieben. Trotzdem ist das Buch gut zu Empfehlen.  


     

  21. Cover des Buches Mit Haut und Haar (ISBN: 9783453436589)
    Kathy Reichs

    Mit Haut und Haar

     (322)
    Aktuelle Rezension von: simonfun

    Ich habe mehrfach versucht dieses Geschreibsel zu rezensieren und irgendwann aufgegeben. Wie viel Nichts und kramphafter Unsinn passt in ein Buch? Hier ist die Antwort: in dieses! Unsympathische Protagonisten, krampfhafte Witze, unwichtige Klamotten und unbedeutende Umgebungsbeschreibungen haben nur noch genervt. Ich wollte nur noch wissen, wieso, weshalb, warum und selbst das wurde zerredet, angedeutet und in einer halben Seite abgearbeitet. Dieses Buch ist absolute Verschwendung von allem! Der eine Stern dient zur Anerkennung, dieses Etwas veröffentlicht haben zu dürfen. Ich ärgere mich echt über die Lesenszeitverschwendung!
    Wie auch immer - Finger weg und danach Finger weg!

  22. Cover des Buches Am kürzeren Ende der Sonnenallee (ISBN: 9783126757195)
    Thomas Brussig

    Am kürzeren Ende der Sonnenallee

     (311)
    Aktuelle Rezension von: kekskruemeline

    ,,Klein aber fein", ein Zitat, welches das Buch Am kürzeren Ende der Sonnenallee von Thomas Brussig ziemlich genau beschreibt, wenn nicht sogar auf den Punkt bringt. 

    In knappen 157 Seiten schreibt der damals 35-jährige Author über die DDR und alles, was dazu gehört. Sie werden sich jetzt denken: ,,Klasse, ich bin aber nicht zu einer Geschichtsstunde hierher gekommen". Hand aufs Herz, so ging es mir am Anfang auch, die typische Schullektüre eben, doch Am kürzeren Ende der Sonnenallee ist einfach was ganz Anderes und eigen für sich.

     

    Zusammen als ,,Das Potential", welches aus Micha (Protagonist), Wuschel, Mario, Brille und dem Dicken besteht, haben die Jugendlichen nicht nur ordentlich Spaß, sie bauen auch das eine oder andere mal ziemlichen Mist. So bringen sie den ABV mit verbotener Musik auf die falsche Spur und blamieren sich in den Tanzstunden beim Tanzen. 

    Doch was wäre ein Jugendroman ohne die typische Lovestory?

    In Am kürzeren Ende der Sonnenallee liegt die Liebe praktisch in der Luft und wird durch Miriam, welche laut Micha das schönste Mädchen der Welt sei, zum typischen Handlungsteil, der sich durch das ganze Buch hindurch zieht.

    Was jedoch beim Lesen besonders auffällt, ist Brussigs Schreibstil. An Komik, Späßen und lustigen Geschehnissen wird hier nicht gespart. Durch ihn klingt der ,,Todesstreifen" doch gleich viel harmloser. 

    Tatsächlich ist dies jedoch bei den meisten Lesern der größte Kritikpunkt. Die DDR sei gar nicht so harmlos gewesen und würde in Brussigs Buch nicht ernst genommen werden. Doch so soll es auch gar nicht sein. Gerade dadurch will Brussig eine andere Seite der DDR zeigen und versucht, das Positivste aus der Sache zu ziehen.

    Meine Freude über dieses Buch hält sich in Grenzen. Ständige aus dem Kontext heraus gerissene Szenenwechsel erschweren das Lesen und auf einmal befindet man sich nicht mehr in Michas Zimmer, sondern in der Vergangenheit bei irgendwelchen Verwandten von ihm. Dennoch kann man nicht anders als zu schmunzeln und lachen, wenn man das Buch liest. Hat man einen guten Sinn für Humor und eventuell auch ein Interesse an der deutschen Geschichte, so ist Am kürzeren Ende der Sonnenallee mehr als empfehlenswert.

  23. Cover des Buches Greenglass House (ISBN: 9783772527807)
    Kate Milford

    Greenglass House

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Streifi

    Milo, der chinesische Adoptivsohn der Pines, freut sich auf ein ruhiges Weihnachtsfest mit seinen Eltern. Normalerweise haben sie in ihrem Hotel in der Weihnachtswoche keine Gäste. Doch diesmal kommen plötzlich gleich mehrere Gäste auf einmal an und alle scheinen einen bestimmten Grund zu haben, warum sie in Greenglass House aufgetaucht sind. So macht sich Milo zusammen mit Maddy, der Tochter der Köchin, daran die Rätsel, um die unerwarteten Gäste zu lösen.

    Greenglass House ist ein Hotel, das bei den Schmugglern der Gegend recht beliebt ist und es scheint ein Geheimnis zu wahren, dem die Kinder nach und nach auf die Spur kommen. Was wie ein beschaulicher Agatha Christie beginnt endet in einem überraschenden Show Down, der die meisten Leser überraschen wird.

    Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Gerade Milo, der eigentlich recht schüchtern ist und mit unerwarteten Situationen nicht gut zurecht kommt blüht in dem Rollenspiel, das Maddy ihm vorschlägt, regelrecht auf. Als immer wieder Gegenstände verschwinden stellt sich heraus, dass er ein Gespür zum Wiederauffinden von Dingen hat. Milos Herkunft spielt immer wieder eine Rolle. Er würde gerne mehr über seine leiblichen Eltern erfahren, hat aber ein schlechtes Gewissen seinen Adoptiveltern gegenüber, weil er das Gefühl hat sie zu verraten. Dabei hat er in den Pines ganz wunderbare Eltern, die durchaus ahnen, wie es in ihm aussieht und ihn toll unterstützen.

    Die Geschichte ist spannend, gut geschrieben und am Ende doch sehr überraschend. Man merkt, dass es eigentlich ein Jugendbuch ist, allerdings ist es auch für Erwachsene spannend, die Geschehnisse zu verfolgen. Daher kann ich das Buch nur empfehlen!

  24. Cover des Buches Der Graf von Monte Christo (ISBN: 9783867601627)
    Alexandre Dumas

    Der Graf von Monte Christo

     (369)
    Aktuelle Rezension von: kakashi27

    Teils ist die Erzählung langatmig. Insgesamt ist das Buch aber gut geschrieben und lesenswert!

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