Bücher mit dem Tag "schopenhauer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schopenhauer" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Die Schopenhauer-Kur (ISBN: 9783641119782)
    Irvin D. Yalom

    Die Schopenhauer-Kur

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    "Philip hatte als Erwachsener zweimal geweint: einmal bei jenem letzten Treffen von Julius' Therapiegruppe und noch einmal, als er erfuhr, dass Julius ihm diese neun Sessel vermacht hatte."

     

    Irvin D. Yalom macht aus Einzelgängern durch (s)eine Therapie nicht nur soziale Wesen, nein, er lässt sie auch noch vor Rührung und Dankbarkeit weinen.

     

    In seinem Roman "Die Schopenhauer-Kur" spielt nicht zufällig ein Psychiater die Hauptrolle. Er heißt Julius Hertzfeld. Sein Opfer, auch Patient genannt, trägt den Namen Philip Slate.

     

    Nach einer Krebsdiagnose stürzt sich der sterbende Arzt auf jenen Sexsüchtigen, den er vor mehr als zwanzig Jahren nicht hatte heilen können. Er ignoriert völlig, dass sich Philip mittels Schopenhauer-Kur selbst geholfen hat. Ein Mensch, der genügend Eigenwärme produziert und sich nicht an anderen "Stachelschweinen" wärmen muss, ist für ihn krank und bedarf deshalb seiner Therapie.

     

    Natürlich hätte er auch Arthur Schopenhauer, Philips tatsächlichen Helfer, seine Dienste untergejubelt, hätte es den Industriezweig Psychotherapie damals schon gegeben. Da dem nicht so war, durfte der Philosoph mit seinen Ängsten und seinem großen Selbstvertrauen bis an sein Lebensende als Menschenfeind leben und sterben.

     

    "Ermüdet steh' ich jetzt am Ziel der Bahn,

    Das matte Haupt kann kaum den Lorbeer tragen:

    Doch blick' ich froh auf das, was ich getan,

    Stets unbeirrt durch das, was andere sagen." 

    Parerga und Paralipomena

     

    Das Thema Sterben und Tod zieht sich durch den gesamten Roman. Besonders hat mir das Zitat von Sokrates gefallen: "Um gut leben zu lernen, muss man zunächst gut sterben lernen."

    Für mich stirbt ein Mensch nicht gut, wenn er sich im Sterbeprozess auf eine Therapiegruppe stützt und seinen Fortbestand sichert, indem er einen neuen Therapeuten heranzieht, dem er dann zur Krönung seinen Stuhlbestand hinterlässt.

     

    Nicht gewusst hattte ich, dass Immanuel Kant bereits erkannt hatte, "dass alle Daten, die wir über unsere Sinne empfangen, durch unser Nervensystem gefiltert und darin neu zusammengesetzt werden und uns damit ein Bild liefern, das wir Realität nennen, die aber in Wahrheit nur eine Schimere ist, eine Fiktion, die von unserem in Begriffen und Kategorien denkenden Verstand herrührt."

    Yaloms Wissen um die großen und kleinen Philosophen der Weltgeschichte scheint grenzenlos, weshalb ich den Autor sehr verehre. Aber seine Einteilung der Menschheit in Gesunde und Kranke stößt mich ab. Noch mehr sein Ziel, die vermeintlich Kranken auf das Niveau der angeblich Gesunden zu heben.

     

    Damit werden die Menschen genormt. Die Vielfalt verringert sich und, was ich noch dramatischer finde, die kleinen Korrektive einer Gesellschaft gehen verloren.

     

    Schopenhauer habe, so Yalom, Kants These über unsere Wahrnehmung erweitert. "Er behauptete, Kant habe eine fundamentale Quelle von unmittelbaren Informationen über uns selbst übersehen: unseren eigenen Körper und unsere eigenen Gefühle. Wir können uns von innen erkennen, insistierte er. Wir verfügen über ein direktes Wissen, das nicht von unseren Wahrnehmungen abhängt."

     

    Neben der Psychotherapie und der Schopenhauer-Kur wird im Roman ein weiterer Lösungsweg aufgezeigt. Pam, ein Mitglied der Therapiegruppe reist nach Indien, um sich dort in der Meditation zu üben.

    Ihr gelingt es, zur Ruhe zu kommen. Aber der Preis dafür ist ihr zu hoch. "Wohin sie auch blickte, sah sie Verzicht, Opfer, Einschränkung und Ergebenheit. Was wurde aus dem Leben? Aus Freude, Entwicklung, Leidenschaft, carpe diem?"

     

    Ich jaule mit Philip, Schopenhauer und Buddha im Chor. Das Leben ist Leiden. Aber das Leiden bringt mir Erkenntnis. Erkenntnis darüber, dass alles andere Illusion ist. Würde mich Friedrich Nietzsche fragen, ob ich dieses Leben auf genau dieselbe Weise noch einmal leben wollen würde, würde ich ja sagen, aber hinzufügen, eine Wiederholung reicht.

     

    Ich danke Irvin D. Yalom herzlich für seine weitere Bereicherung meines Lebens durch seinen Roman "Die Schopenhauer-Kur".

     

    Vera Seidl

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  2. Cover des Buches Die Welt ist im Kopf (ISBN: 9783257601121)
    Christoph Poschenrieder

    Die Welt ist im Kopf

    (56)
    Aktuelle Rezension von: caro_lin

    Am Anfang mochte ich es sofort, da der Schreibstil genau meinem Geschmack entspricht. Es wurde dann aber durch die vielen unterschiedlichen Perspektiven schnell unübersichtlich und auch langweilig. Viele der Erzählstränge wurde für mich nicht ausreichend weitergeführt. Ich habe sehr lange gebraucht, fand es aber letzlich doch ganz nett und habe es gegen Ende auch wieder lieber gelesen, als im Mittelteil.

  3. Cover des Buches Fräulein Schopenhauer und die Magie der Worte (ISBN: 9783404191888)
    Lucca Müller

    Fräulein Schopenhauer und die Magie der Worte

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaub

    Manchmal brauche ich auch für gute Romane meine Zeit, so erging es mir mit der Romanbiografie aus der Feder von Lucca Müller über Adele Schopenhauer, der Schwester des berühmten Philosophen Arthur Schopenhauer. Anfangs hatte ich etwas Probleme in das Buch einzusteigen, weil es mit dem für mich seltsamen Todesfall des Vaters der Familie Schopenhauer begann und die Familiengeflechte mir etwas eigen vorkamen. Aber der Fortgang der Geschichte und der angenehme Schreibstil, haben mich mit der Zeit durch die Seiten gleiten lassen. Ich bekam einen guten Einblick in die Zeit des beginnenden 19. Jahrhunderts, begegnete einigen bekannten Schrifterstellern, Komponisten, Philosophen und Wissenschaftlern dieser Epoche. Die Entwicklung von Adele Schopenhauer empfand ich als gelungen, mit der Zeit hat sie sich aus der Enge der Mutter gelöst, war nicht mehr so verletzt von ihrem Bruder und ist ihren eigenem Freiheitssinn gefolgt. Eine starke Frau und Persönlichkeit. Überhaupt gefiel es mir, dass die Autorin das Augenmerk auf mehrere unterschiedliche Frauen dieser Zeit gelegt hat. Daher gibt es auch eine eindeutige Leseempfehlung von mir.




  4. Cover des Buches Kein Wille geschehe (ISBN: 9781542046978)
    Guido Kniesel

    Kein Wille geschehe

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Tapsi0709

    Das Buch lag jetzt leider einige Jahre in meinem RUB, bevor ich nun endlich dazu gekommen bin, es zu lesen. 

    Das Buch ist mega spannend geschrieben und lässt sich sehr gut nachvollziehen.  Das Gehirn ist schon ein sehr interessantes Organ ...

    Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und finde es absolut lesenswert. 

  5. Cover des Buches Gott gab uns Zeit, von Eile hat er nichts gesagt (ISBN: 9783746262314)

    Gott gab uns Zeit, von Eile hat er nichts gesagt

    (1)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens...“


    Das Geschenkbüchlein zeichnet sich durch wunderschöne farbige Fotografien von Eulen aus. Sie strahlen Ruhe aus und zaubern ein Lächeln auf die Lippen.

    Auf jeder Doppelseite wird außerdem ein Spruch einer bekannten Persönlichkeit zitiert. Die Sprüche beinhalten die Themen Zeit und Ausgeglichenheit. Das obige Zitat stammt von John Steinbeck. Goethe, Schopenhauer und Hufeland sind unter anderen auch vertreten.

    Das Büchlein hat mir ausgezeichnet gefallen. Es eignet sich besonders als kleines, aber feines Geschenk.

  6. Cover des Buches Der Stotterer (ISBN: 9783257245486)
    Charles Lewinsky

    Der Stotterer

    (40)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Für den Padre“ S. 234

    Inhalt:
    Ein Betrüger sitzt wegen des Enkeltrick im Gefängnis und schreibt. Er schreibt, weil er stottert und im Schreiben es seine Geschichte erzählen und mit Insassen, Pfarrer und Verleger in Kontakt treten kann.

    Cover:
    Am Cover ist unscheinbar und in typischen Design vom Diogenes Verlag.

    Meine persönliche Meinung:
    Ich hab mir mit diesem Buch sehr schwer getan. Klar, die ausgewählte Sprache ist stilistisch bestimmt toll. Aber ich habe den Sinn des Buches nicht ganz verstanden oder konnte einfach nicht so eintauchen. Der junge Stotterer hatte eine schwere Kindheit, die von Missbrauch und dem Leben in einer Sekte bestimmt war. Als Erwachsener wurde er zum Trickbetrüger und wurde dabei erwischt und verhaftet. In Briefen an den Gefängnispfarrer erzählt er von seinem Leben, was er sich für die Zukunft wünscht und wie es ihm im Gefängnis geht. Durch eine Unterstützung über seine Büchereitätigkeit kam er in Kontakt mit dem Advokaten, der ihm nach der Entlassung Erfolg als Schriftsteller sicherte. Das Schreiben half ihm die Gefängniszeit zu überstehen und sich zu ändern. Das ist wohl die Aussage des Buches. Ich konnte mit seiner Persönlichkeit nicht warm werden. Zudem sind es 400 Seiten mit relativ wenig Inhalt, zumindest konnte ich immer wieder Seiten überspringen ohne viel zu versäumen.

    Fazit:
    Ein schräger Roman, über einen stotternden Häftling, der im Gefängnis zum Schriftsteller wird.

  7. Cover des Buches Ein deutsches Versprechen. Weimar 1756–1933 | Die Bedeutung Weimars für die weltweite Kunst und Kultur (ISBN: 9783150114360)
  8. Cover des Buches Schopenhauer (ISBN: B000H83R4Q)
    Thomas Mann

    Schopenhauer

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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