Bücher mit dem Tag "schräge charaktere"

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12 Bücher

  1. Cover des Buches Zorn – Tod und Regen (ISBN: 9783596193059)
    Stephan Ludwig

    Zorn – Tod und Regen

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Zorn-Tod und Regen" ist der Auftakt der Krimiserie um Zorn und Schröder von Stephan Ludwig. Besonders an dieser Serie, reizt mich die Verschiedenartigkeit der beiden Hauptcharaktere, Claudius Zorn und Schröder. Während Zorn der Chef von Schröder und sehr von sich überzeugt ist bzw. nur das Notwendigste tut, so ist Schröder engagiert und hat trotz seiner Körperfülle einige Vorteile gegenüber Zorn, die man selbst auf den ersten Blick nicht erahnen würde. Immer wieder kommt es zwischen den beiden zu lustigen Dialogen, was auch mit dem tollen Schreibstil von Stephan Ludwig begründet werden kann, der spannungsgeladen, aber auch humorvoll ist. 

    In ihrem ersten Fallen werden sie zu einem Tatort gerufen, an dem jemand ausgeblutet zu sein scheint, allerdings fehlt die Leiche der Person. Nur schwer gelingt es den Ermittlern im Laufe des Buches, die Identität der Toten festzustellen, was auch daran liegt, dass offizielle Stellen bei den Ermittlungen nicht ganz mitziehen. Es dauert nicht sehr lange, bis es weitere Tote gibt......

    Die Todesumstände werden in diesem Thriller bzw. Krimi teilweise sehr explizit beschrieben, sind an einigen Stellen schon ziemlich brutal geschildert weshalb es starke Nerven braucht. 

    Mit der Zeit werden die Fäden dann immer mehr zusammengeführt und es entwickelt sich Stück für Stück ein Zusammenhang zwischen den Taten. Den eigentlichen Auslöser hinter den Morden erfährt man allerdings erst kurz vor Schluss und dieser hat es wirklich in sich bzw. ist sehr tragisch.

    Auch das Privatleben, vor allem Zorns Lebensumstände werden regelmäßig erörtert, was in einer gelungenen Mischung aus Gewalt, aber auch Humor resultiert. Einige andere Personen, wie die Staatsanwältin Frieda Borck haben mir auch gut gefallen!

    Zentrale Themen dieser Buches sind "Machtspiele" und Erpressung.  

    Der Showdown am Ende ist wirklich stark und die Auflösung am Ende auch sehr schlüssig. Dies liegt auch an gewissen Naturereignissen. Zwischendurch könnte man ein wenig verwirrt aufgrund der Fülle an Handlungssträngen sein, aber insgesamt löst sich alles zum Ende meiner Meinung nach gut auf. Allerdings war mir die Geschichte einen Tick zu lang, weshalb ich nicht ganz 5 Sterne vergeben kann. Dennoch insgesamt absolut gelungen, vor allem für Fans der Reihe und ein starker Auftakt für Zorn und Schröder. 

  2. Cover des Buches Zorn - Kalter Rauch (ISBN: 9783596031924)
    Stephan Ludwig

    Zorn - Kalter Rauch

     (102)
    Aktuelle Rezension von: mamenu

    Klappentext

    Der fünfte Fall für Zorn und Schröder

    Mache ich ihnen Angst? Das ist gut.Es gehört zu meinem Job.Und ich bin gut darin.Sehr gut.

    Es regnet Fische auf der Stadt.Erst landet eine kleine Elritze in der Dachrinne der Kirche auf dem Hasenberg,kurz darauf klatschen Aale und Lachse auf die nächtlichen Straßen und Wege.Bei Morgengrauen wird das Ausmaß des ungewöhnlichen Phänomens sichtbar.Doch während der Aufräumungsarbeiten kommt etwas viel Seltsames zutage:Ein künstliches Hüftgelenk liegt im Mülleimer unter einer glitschigen Rotfeder.Zorn und Schröder ermitteln,dass es einer Frau eingesetzt wurde.Doch diese Frau ist verschwunden.Die beiden Kommissare treffen nur ihren Mann Gregor Zettl an,der,wie Schröder feststellt,vor Jahren ein gefeierter Popstar war.Je mehr Zorn und Schröder ermitteln,desto mehr Fragen tauchen auf:Warum ist Zettls Frau verschwunden?War sie in dunkle Machenschaften verstrickt? Warum kann Gregor Zettl den Ermittlern keine Informationen liefern? Ist er wirklich der unwissende Ehemann,der er vorgibt zu sein? Ist Zettls Frau tot?

    Was die beiden Ermittler nicht wissen:Jemand ist hinter Zettl her,er schüchtert ihn ein und droht ihn umzubringen.

     

    Meine Meinung

    Ich mag diese Reihe und lese sie sehr gerne, deshalb bin ich auch dran, alle Teile der Reihe nach zu lesen. Dies ist der 5 Teil der Reihe, die mich auch wieder einmal nicht enttäuscht hat. Ich würde sogar sagen, das ist jetzt der beste Teil dieser Reihe ist. Wie auch schon bei den Vorgängern, war hier auch mal wieder die Spannung von Anfang bis Ende da. Stephan Ludwig hat mich mal wieder mit seiner Schreibweise richtig in den Bann ziehen können. So, das ich wieder einmal das Buch nicht aus der Hand legen konnte, was mir immer wieder gut gefällt. Was mir auch immer wieder sehr gut gefällt, das die Charakteren sehr gut dargestellt wurden und ich Zorn und auch Schröder immer mehr kennen lernen darf. So das immer wieder Ecken und Kanten bei den beiden auftauchen, die ich noch nicht kannte. Dies macht die Reihe sehr interessant und auch abwechlungsreich. Auch wenn die Teile immer für sich abgeschlossen sind, würde ich trotzdem sagen, man sollte schon der Reihe nach lesen. So kann man wirklich richtig Bezug zu Zorn und Schröder aufbauen. Wie schon oben geschrieben konnte mich der Autor auch diesmal wieder mit seiner Geschichte überzeugen und somit freue ich mich schon auf den nächsten Teil.

     

  3. Cover des Buches Bülent Rambichler und die fliegende Sau (ISBN: 9783442716760)
    Anja Bogner

    Bülent Rambichler und die fliegende Sau

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Dieser Roman fiel mir in der Buchhandlung durch den  ungewöhnlichen Titel auf. Nachdem ich dann auch noch festgestellt hatte, dass der Handlungsort in Franken ist, musste ich ihn unbedingt mitnehmen.


    Am Anfang hatte ich leicht Anlaufschwierigkeiten, aber je weiter ich gelesen hatte desto spannender wurde es. Es war so interessant, ab und zu eben auch humorvoll und vor allem auch spannend. Man sollte aber schon ein bißchen die fränkische Sprache verstehen vor allem das mittelfränkische sollte man gut verstehen können.


    Ich finde wer gern gut geschriebene Regionalkrimis aus Franken, genauer gesagt aus Mittelfranken mag, sollte diesem Franken Krimi eine Chance geben.

  4. Cover des Buches One Last Stop (ISBN: 9783426527719)
    Casey McQuiston

    One Last Stop

     (50)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Eine außergewöhnliche und gemütliche Lovestory über die Studentin August, die nach New York umzieht und dort in der Subway die mutige und bezaubernde Jane kennenlernt. Doch auch, wenn sie sich der attraktiven Fremden immer weiter nähert, scheint jene etwas zu verbergen - denn sie trägt jeden Tag die selben Klamotten und ist zu jeder Zeit in der Subway anzutreffen. August beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, doch je ernster die Sache wird, desto weniger kann sie ihre Gefühle für Jane ignorieren. Die Charaktere sind vielseitig, bunt und liebenswert gut ausgearbeitet, weshalb man sich schnell in der Geschichte wohl fühlt. Besonders Augusts Mitbewohner sorgen dabei für so manches Schmunzeln und generell ist die WG-Atmosphäre sehr angenehm. Der Schreibstil ist dabei relativ einfach und in der Erzähler-Perspektive verfasst, was für dieses Genre zwar ungewöhnlich ist, in diesem Fall aber trotzdem Charme und Witz hat und sich sehr gut liest. Auch die Story an sich ist mit Liebe zum Detail kreiert und verbindet auf unaufdringliche Weise leicht übernatürliche Elemente mit einer tollen Liebesgeschichte, während auch andere, zum Teil wichtige Themen dort einen Platz kriegen. Insgesamt also ein richtiges Wohlfühl-Buch mit einer süßen, lesbischen Lovestory, schrillen und tollen Charakteren und einer abwechslungsreichen Story, die einen auf ihre Weise begeistert. Man merkt wirklich wie viel Liebe, Herzblut und Mühe die Autorin hier rein gesteckt hat und kann es auf jeden Fall allen empfehlen, die eine erfrischende Story mit queeren Charakteren suchen.

  5. Cover des Buches Rainbow Days 01 (ISBN: 9783770491872)
    Minami Mizuno

    Rainbow Days 01

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Victoria_Rohde

    Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten. Es zeigt einen der Hauptcharaktere Natsuki und ist ansonsten weiß mit wenig anderen Elementen.

    Der Zeichenstil ist recht einfach gehalten. Jeder Charakter hat etwas Eigenes und doch wirkt alles ein wenig langweilig.

    Natsuki hat seine erste Freundin und natürlich will er ihr alles schenken und bezahlen, was sie möchte. Seine Freunde raten ihm bereits davon ab, doch vertraut er ihnen nicht, sodass er am eigenen Leib erfahren muss, was es heißt, abserviert zu werden.

    Durch einen Zufall lernt er ein anderes Mädchen kenne, welches ihm mit ihrer Art einige Rätsel aufgibt und trotzdem sein Herz höher schlagen lässt.

    Sie treffen sich zufällig immer wieder und Natsuki ist jedes Mal mehr als aufgeregt, während sie recht ruhig ist und alles ziemlich locker und oft emotionslos hinnimmt.

    Die Freunde um Natsuki und er selbst wirken alle ziemlich ähnlich, auch wenn jeder eine ganz eigene Beziehung zu Mädchen hat, was zwar manchmal ganz lustig ist, jedoch sehr aufgesetzt herüber kommt.

    Leider wirken sie auf mich nicht besonders sympathisch, sondern eher aufgesetzt cool, oder im Fall von Natsuki ziemlich naiv.

    Auch die potenzielle Freundin von Natsuki wirkt auf mich nicht unnahbar, wie es vielleicht herüberkommen sollte, sondern wirklich langweilig, trantütig und leider ein wenig emotionslos.

    Fazit: Eine süße Geschichte, dessen Potenzial sich mir nicht richtig eröffnet. Trotzdem hat es Spaß gemacht, zu erfahren, was mit Natsuki und seinen Kumpels passiert.

  6. Cover des Buches Binewskis - Verfall einer radioaktiven Familie (ISBN: 9783833310270)
    Katherine Dunn

    Binewskis - Verfall einer radioaktiven Familie

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Stephan59

    „Binewskis, Verfall einer radioaktiven Familie“, allein schon die irritierende Abnormität des Titels lud mich ein, als ich zufällig auf diesen Roman von Katherine Dunn stieß, es zu lesen.

    Und: der Inhalt ist noch viel schlimmer! Schräg auf jeden Fall, dabei schwankend zwischen hinreißend und abstoßend, weil Dunn letztlich nichts auslässt, was ihr beim Schreiben wohl als Idee durch den Kopf geschossen sein mag.

    Bizarr ist sie, diese Zirkusfamilie, die das „Abnorme“ zum Kult erhebt und ihr Anderssein zum Lebensmotto macht. Ein Albino mit Buckel, der Bruder eine Art Fisch mit Flossen, die Zwillinge natürlich siamesisch. Hier wird Andersartigkeit zum Privileg. Die absolut freakige Geschichte mit ihrem eigenen, zum Teil absolut abseitigen Humor hat mich gefesselt. Nur zum Ende hin, im letzten Drittel, nachdem ich den religiösen Kult der Arturer mit ihren operativen Selbstverstümmelungen noch halbwegs annehmen konnte, wiederholt sich das Ganze noch einmal, nur dass Olympia, der bucklige Albino mit der faszinierenden Stimme nun gezwungen ist, gerade dies zu verhindern, um den letzten Spross der Familie davor zu bewahren. In der zweiten Hälfte waren mir auch zu viele Längen im Text und ich blieb nur dran, um die Entwicklung zum Ende hin noch zu lesen. Aber insgesamt, ein tolles Buch.

  7. Cover des Buches An Abundance of Katherines (ISBN: 9781455870103)
    John Green

    An Abundance of Katherines

     (4)
    Aktuelle Rezension von: vielleserin
    An Abundance of Katherines hat mir sehr gut gefallen. Der Sprecher Jeff Woodman hat sehr gut gelesen und nach zwei John Green Romanen gelesen von ihm würde ich gerne ein weiteres Hörbuch gelesen von Jeff Woodman hören. An Abundance of Katherines hat mir auch sehr viel besser gefallen als Looking for Alaska. Die Charaktere waren viel symphatischer und interessanter und dass obwohl die Story eher unwirklich wirkt. Es geht um das ehemalige Wunderkind Collin und seine Suche nach der großen Liebe. Collin konnte schon als Kleinkind lesen und seine Eltern erwarteten immer viel von ihm. Nun nach der High School glaubt er, dass er seinen Wunderkindstatus verloren hat als fast-Erwachsener und das ohne irgendeine große Errungenschaft oder großem Erfolg. Ein weiteres Problem in seinem Leben ist, dass er in seinem Leben insgesamt 19 Freundinnen hatte und von jeder dieser Freundinnen verlassen wurde. Alle 19 Mädchen hießen auch noch Katherine (genauso und auf keinen Fall anders geschrieben). Nun in den Sommerferien gehen Collin und sein bester (und einziger) Freund Hassan auf einen Road Trip. Hassan ist ebenfalls ziemlich intelligent und sehr, sehr lustig. Er hat schon einen High School Abschluss und hat das letzte Jahr ziemlich faul mit Nichtstun verbracht. Die beiden Jungs landen in der kleinen Stadt Gutshot in Tennessee und lernen Lindsey kennen. Lindsey ist ziemlich schlau und hat dafür einen ziemlich blöden Freund, der aber gut aussieht und beliebt ist. Sie hat Angst vor Veränderungen und geht deshalb nicht aus der Stadt weg. Collin, Hassan und Lindsey lernen in diesem Sommer viel über Liebe, Wünsche, Zukunft, Veränderungen und eine mathematische Formel für die Wahrscheinlichkeit des Verlassenwerdens. An Abundance of Katherines hat tatsächlich eine ziemlich crazy Story mit schrägen Charakteren. Wieder hat John Green einen Jugendroman geschrieben mit vielen cleveren Charakteren und deren noch cleveren und unterhaltsamen Diskussionen. Es macht Spaß den Dreien zu folgen und obwohl alle eine oder mehrere kleine Macken haben macht sich der Autor nicht über sie lustig. Anders als bei Looking for Alaska mochte ich diesmal auch den Hauptcharakter Collin sehr gerne. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von John Green lesen!
  8. Cover des Buches Das Geheimnis der siebten Hexe (ISBN: 9783423429177)
    Eva Ibbotson

    Das Geheimnis der siebten Hexe

     (38)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Wenn man die phantasievollen Romane für junge Leser der Schriftstellerin Eva Ibbotson liest, fühlt man sich unwillkürlich an die berühmte "Harry Potter"- Reihe der Britin Joanne K. Rowling erinnert und kann sich nicht der Mutmaßung erwehren, dass letztere sich einiges von der in Österreich geborenen und nach Hitlers Machtergreifung mit dem Vater nach Großbritannien
    ausgewanderten Ibbotson abgeschaut hat!
    Da Rowling freilich etwas ganz Eigenes und Unnachahmliches daraus gemacht hat, wäre Eva Ibbotson sicher die letzte, die ihr den Blick über die Schulter vorwerfen würde. Im Gegenteil - denn in einem ihrer letzten Interviews zeigte sie sich gar stolz darüber, dass ihre Idee mit dem Bahnsteig, der in eine Parallelwelt, bei Rowling die Zauberwelt des Harry Potter, führt und den sie in ihrem drei Jahre vor Rowlings erstem "Harry Potter"- Band erschienenen Roman "Das Geheimnis von Bahnsteig 13 erfunden hat, von ihrer Kollegin übernommen und für ihre Zwecke passend gemacht wurde!

    "Das Geheimnis der siebten Hexe" nun wurde bereits 1979 unter dem englischen Titel "Which Witch?" erstveröffentlicht - und Ähnlichkeiten mit der "Harry Potter"- Welt sind geradezu augenfällig!
    Da wird einem ganz normalen Ehepaar ein Kind geboren, das offensichtlich nicht so ist, wie andere Kinder. Es vergießt keine Tränen und hat bereits bei der Geburt den Mund voller Zähne, die es eifrig zum Beißen aller benutzt, die ihm zu nahe kommen. Gottseidank wurde es mit vernünftigen Eltern gesegnet, die der Eigenartigkeit ihres Sohnes auf den Grund gingen und, nachdem sie beim Stöbern in der örtlichen Bibliothek herausgefunden haben, dass der Junge nichts anderes als ein Zauberer sein konnte, ihr Bestes taten, um dem kleinen Arriman, wie sie ihn nannten, einmal eine weitgehend normale Kindheit und Jugend zu ermöglichen und ihn zum anderen zu einem "guten" bösen Zauberer zu erziehen.
    Arriman wurde, wie das bei Zauberern so üblich ist, früh selbständig, entwickelte sich sogar zu einem Prachtexemplar von Mann und trieb nach Herzenslust seine schwarze Magie, nachdem er das Schloss Darkington Hall zu seinem Domizil erwählt hatte.
    Doch eines Morgens erwachte er und stellte fest, dass er des Zauberns überdrüssig geworden war und am liebsten damit aufhören würde. Von einer Wahrsagerin erfuhr er, dass binnen 999 Tagen sein Nachfolger erscheinen würde und dass er sich keine Sorgen machen müsse.
    Als der Nachfolger aber nicht kam, verfiel sein Sekretär auf die Idee, dass Arriman selbst für den angekündigten neuen Zauberer sorgen müsste - indem er sich mit einer Hexe aus der Umgebung, denn nur eine solche käme in Frage, vermählte.
    Doch oh Schreck! Keine der Hexen fand Arrimans Billigung, denn bei ihnen handelte es sich gewiss nicht um attraktive Persönlichkeiten sondern ganz im Gegenteil um unansehnliche, gar hässliche, schrullige, zänkische, regelrecht widerwärtige Kandidatinnen, die Arriman, Feingeist und Ästhet, der er war, in tiefe Depressionen stürzte.
    Dass es da aber, was bei Eva Ibbotson natürlich zu erwarten war, noch eine siebte Hexe gab, schön wie der junge Morgen und so rein wie frischgefallener Schnee, wusste der große Zauberer des Nordens nicht! Belladonna, diese siebente Hexe, käme als Kandidatin auch gar nicht in Frage, denn, so sehr sie sich auch bemühte - es wollte ihr einfach keine schwarze Magie gelingen! Im Gegenteil, wo sie ging und stand erblühte alles um sie herum anstatt zu verdorren.
    Dennoch nahm Belladonna, die sich auf den ersten Blick in den ansehnlichen Zaubermeister verliebt hatte, an dem Wettbewerb teil, bei dem die Hexen angehalten waren, die schwärzesten, bösesten, schrecklichsten Zauber zu beschwören, zu denen sie in der Lage waren. Die Siegerin sollte Arrimans Frau werden...
    Die verzagte Belladonna mit ihren um sie herum sprießenden Begonien sah sich völlig chancenlos - doch da kam ihr das Glück in Gestalt des kleinen Waisenjungen Leonardo ( im Original Terence ) Mugg ( sollte man da nicht an Rowlings "Muggle" denken? ) und seines Regenwurms Rover zu Hilfe, in dessen Gegenwart sie plötzlich imstande war, so richtig bösen Zauber zu vollbringen!
    Gemeinsam mit Arrimans beiden skurrilen Angestellten, die Belladonna, wie jeder andere auch, sofort in ihr Herz geschlossen hatten, bereitete der Junge Leonardo die bezaubernde weiße Hexe, die so gerne schwarz und böse gewesen wäre, auf den Wettbewerb vor, was sich aber nicht unproblematisch gestaltete und für eine Reihe von abenteuerlichen Verwicklungen sorgte, die aber, wie das bei Eva Ibbotson nun einmal so ist, direkt in ein herzerwärmendes Happy End münden...
    Doch bis es soweit ist, darf sich der Leser an einem Feuerwerk von schrägen, witzigen, originellen Einfällen erfreuen, mit denen die Autorin, der die Ideen zum Glück niemals ausgingen, ihre Geschichte würzt und mit denen man sich bestens unterhält, zumal die Warmherzigkeit, mit der Ibbotson ihre phantastischen Jugendromane als auch diejenigen für Erwachsene schreibt, aus jeder Zeile hervorlugt - obwohl es sich hier doch eigentlich um eine Schar richtig böser Hexen und Zauberer handelt und obwohl ihre schwarze Magie schon sehr makabre Blüten treibt. Dennoch sind sie sympathisch, selbst die bösesten unter ihnen, in denen aber gleichzeitig auch viel Gutes, viel Menschliches wohnt.
    Auch das ist typisch für Eva Ibbotson - die von ihr kreierten, sogar die unsympathischen, Charaktere nehmen für sich ein, irgendwie, ohne dass man erklären kann, warum das so ist. Irgendwann blitzt etwas in ihnen auf, das sie dem Leser näher bringt, das ihn Verständnis fühlen lässt, vielleicht auch Mitleid.
    Denn so hart die Schriftstellerin auch mit denen ins Gericht geht, die anderen das Leben schwer machen - am Ende findet sie doch immer einen Weg, sie zur Besinnung kommen zu lassen, selbst wenn sie sie kurzerhand, wie die unsympathische Leiterin des Waisenhauses in unsrer Geschichte, unter der der kleine Leonardo so lange zu leiden hatte, in eine Spinne verwandelt, die dann ganz zufrieden ihrer neuen Tätigkeit als Ungeziefervernichterin im Garten nachgeht....
  9. Cover des Buches Kommissar Pillermeier (ISBN: 9783836953054)
    Lilli Thal

    Kommissar Pillermeier

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Die Teufelin und ihr Kuckuck: Ein teuflisch amüsanter Schwarzwald-Roman (ISBN: 9781517120559)
    Luzi van Gisteren

    Die Teufelin und ihr Kuckuck: Ein teuflisch amüsanter Schwarzwald-Roman

     (9)
    Aktuelle Rezension von: booksmakehappy

    Das Buch musste ich in einem Rutsch durchlesen. Ein klein bisschen Übung ganz zu Beginn, um in den schwäbischen Dialekt hineinzukommen, und ich kam aus dem Lachen beim innerlichen Mitsprechen nicht mehr raus. Dann die Charaktere, herrlich schräg, die sich in teilweise witzigen, aber auch Fremd-Schäm-Situationen entwickeln. Und mein Beileid dem Junggesellen, der so eine Mutter zuhause hat.
    Tolle Einfälle und ein großartiges Geschick bei der Dialektschreibung.

  11. Cover des Buches Das Mordduell (ISBN: B002WVH07G)
    Ellery Queen

    Das Mordduell

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Kommissar Pillermeier und die falschen Weihnachtsmänner (ISBN: 9783407786609)
  13. Zeige:
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