Bücher mit dem Tag "schreibratgeber"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schreibratgeber" gekennzeichnet haben.

41 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichten in uns (ISBN: 9783257073140)
    Benedict Wells

    Die Geschichten in uns

    (81)
    Aktuelle Rezension von: petitpapillon
    Wir brauchen die Geschichten in uns, aber auch die von anderen, weil wir in ihnen unser Menschsein erkennen; das Vertraute und Fremde, das Gute und die Abgründe. 

    Benedict Wells beschreibt in seinem Buch sehr schön, wie verletzlich Autor:innen sich mit ihren Romanen machen. Viele Geschichten sind eng verwoben mit den eigenen Erinnerungen und Gefühlen, deren Intensität uns letztlich so sehr berührt. 

    Im ersten Teil nimmt uns Wells mit in seine Vergangenheit, beschreibt den steinigen Weg zum veröffentlichten Autor und mündet schließlich in inspirierenden Einblicken in seinen Schreibprozess - mit spannenden Literaturverweisen. 

    Da ich Wells Schreibstil bewundere und selbst auch schreibe, habe ich dieses Buch verschlungen. 

    "Die Geschichten in uns" kann ich all denjenigen empfehlen, die Benedict Wells als Autor schätzen und gerne einen tieferen Blick wagen möchten. Aber auch an all diejenigen, die den Mut brauchen, ihren eigenen, inneren Geschichten eine Stimme zu geben.

  2. Cover des Buches Über das Schreiben (ISBN: 9783866711266)
    Sol Stein

    Über das Schreiben

    (70)
    Aktuelle Rezension von: lakita

    Sol Steins Buch ist im Grunde genommen umfassend. Sollte es einem gelingen, alles, was er so an Möglichkeiten aufzeigt, gut zu schreiben und was er an Geboten und Verboten ausspricht, auch komplett einzuhalten, wird einfach nur gute Texte schreiben, natürlich unter der Voraussetzung, dass ihm auch die Phantasie zur Seite steht. Aber auch gute Sachtexte entstehen nach denselben Prinzipien wie Literatur und von daher ist sein Buch für alle Arten von Texten eine große Hilfe. Eigentlich benötigt man keine weiteren Schreibratgeber mehr, weil er schon so umfassend sich mit allen nur erdenklichen Themen beschäfttigt, dass aus meiner Sicht nichts fehlt. Für mich also DAS Grundwerk in Sachen "gutes Schreiben" und so wichtig wie der Duden. 

  3. Cover des Buches Leben, schreiben, atmen (ISBN: 9783257245509)
    Doris Dörrie

    Leben, schreiben, atmen

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Gaydoens

    Ich habe einen Workshop zum Thema Journaling besucht und bin dort auf dieses Buch gestoßen.

    Irgendwie mag ich ja Dörries Geschichten (kenne bisher nur Filme von ihr) und somit ist das mein erstes Buch von ihr.

    Es ist nicht nur eine Einladung zum autobiografischen Schreiben, es ist auch eine Art Autobiografie zu ihr selbst - und zwar nicht in der Reihenfolge ihres Erlebens, sondern von Erinnerungsstücken. Natürlich zieht sich ein Roter Faden durch das Leben und zum ersten Mal habe ich selbst auch den Eindruck, nicht nur irgendwie zu leben, sondern dass da noch viel mehr ist, das ich auch bei mir sehr viel intensiver wahrnehmen kann und möchte.

    Für mich eine pure Inspiration.

  4. Cover des Buches Save the Cat! Writes a Novel: The Last Book On Novel Writing You'll Ever Need (ISBN: 9780399579745)
    Jessica Brody

    Save the Cat! Writes a Novel: The Last Book On Novel Writing You'll Ever Need

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Lovely_Lila

    ~ Egal ob ihr zuerst plottet oder am liebsten einfach mal wild drauflos schreibt – dieser Schreibratgeber holt euch genau dort ab, wo ihr steht, und wird auch euch ein Grundgerüst zum Festhalten liefern, euch bei Problemen weiterhelfen und eure Geschichten besser machen. Von mir gibt es deshalb eine große Leseempfehlung für alle Autor:innen und die, die es werden wollen! ~

     

    Übersicht

    Einzelband oder Reihe: Einzelband
    Kapitellänge: mittel bis lang

     

    Meine Rezension


     “You ‚need‘ a good story. And I’m going to help you get there.“ Seite 2

     

    Jedem erfolgreichen Buch liegt eine 15-Punkt-Struktur, bestehend aus wirksamen Schlüsselszenen, zugrunde – egal ob Romance-Bestseller oder Klassiker. Das behauptet und beweist Jessica Brody an konkreten Beispielen und versorgt uns mit einem „Plot-Rezept“, an dem sich Autor:innen sowohl orientieren können, wenn sie gerade ein neues Buch planen, als auch, wenn sie gerade irgendwo in der Mitte feststecken und feststellen: Irgendwas funktioniert hier nicht! Aber was? Und wie kann ich das Problem beheben?  

    Begonnen habe ich dieses Buch, weil ich seit vielen Jahren ein fast fertiges Romantasy-Projekt in meiner Schublade liegen habe. Abgesehen davon, dass ich dieses Projekt mittlerweile stark überarbeiten müsste, weil ich mich natürlich weiterentwickelt habe (gerade aus feministischer Sicht) und es meinen heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht würde, hatte ich immer schon ein großes Problem damit: Ich konnte es einfach nicht beenden. Deshalb habe ich einfach immer weitergeschrieben und das Ende hinausgezögert, weil ich nicht wusste, wie (und wann) man einen guten Schluss verfasst. Um dieses Plot-Problem besser zu verstehen und eventuell lösen zu können, griff ich zu „Save the Cat! Writes a Novel“.

    Der Aufbau wirkt durchdacht und hat mir gut gefallen: Zuerst geht die Autorin darauf ein, was eine gute Hauptfigur ausmacht, dann erklärt sie die 15-Schritt-Struktur, die ihrer Meinung nach jeder guten Geschichte zugrunde liegt. Im Anschluss bringt sie uns 10 inhaltliche Genres näher (z. B. „Monster in the house“, statt „Horror“) und informiert uns darüber, aus welchen Elementen diese bestehen sollten (z. B. Monster + Haus + Sünde), um die Leser:innen abzuholen, ihre Erwartungen zu erfüllen und sie gut zu unterhalten. Am Ende analysiert sie mit uns Bestseller und Klassiker und zeigt uns, wie diese Struktur in der Praxis aussehen kann. Als Beispiele wählt sie tatsächlich sehr bekannte und erfolgreiche Bücher aus, was für mich das Ganze noch spannender machte, weil ich viel davon schon gelesen und geliebt hatte (zum Beispiel: „Ein ganzes halbes Jahr“, „Die Tribute von Panem“, „Stolz und Vorurteil“). Nicht nur einmal hatte ich während der Lektüre einen Aha-Moment, manches fiel mir wie Schuppen von den Augen! (Passt hier bitte nur auf, dass ihr nicht versehentlich gespoilert werdet, gerade wenn ihr ein bestimmtes Buch noch lesen wollt!)

    Der Schreibstil enthält eine Prise Humor, ist einfach gehalten, flüssig und verständlich, sodass es für die meisten von euch kein Problem sein dürfte, das Buch wie ich auf Englisch zu lesen. Meiner Meinung nach hat die Autorin nicht zu viel versprochen: „Save the Cat! Writes a Novel“ kann einem in jeder Situation helfen, weil es einem eine Grundstruktur liefert, an der man sich orientieren kann, und weil es verhindert, dass man sich in seiner Geschichte verliert oder zu keinem Ende kommt (wie ich).

    Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich nun ein besseres Verständnis für (zielgerichtete) Plotstrukturen und Höhepunkte habe – sowohl bei meinen eigenen Texten als auch bei Büchern, die ich lese. Nicht selten passiert es mir jetzt, dass ich die von Jessica Brody erwähnten Elemente zufällig entdeckte. Diese Erkenntnisse nehmen dem Lesen aber trotzdem nicht ihren Zauber und ihre Faszination – im Gegenteil, es ist eher so, dass ich einen gut aufgebauten, wendungsreichen Roman nun noch mehr schätzen kann (wenn ich dann merke, dass die Autor:innen sich hier wirklich Gedanken gemacht haben). Meiner Meinung nach ist der vorliegende Schreibratgeber besonders für Anfänger:innen extrem hilfreich und ich werde in Zukunft auf jeden Fall hauptsächlich mit dieser Methode arbeiten – vielleicht sogar nur mehr mit dieser Methode. 

     

    Mein Fazit

    Egal ob ihr zuerst plottet oder am liebsten einfach mal wild drauflos schreibt – dieser Schreibratgeber holt euch genau dort ab, wo ihr steht, und wird auch euch ein Grundgerüst zum Festhalten liefern, euch bei Problemen weiterhelfen und eure Geschichten besser machen. Von mir gibt es deshalb eine große Leseempfehlung für alle Autor:innen und die, die es werden wollen! 

     

    Bewertung

    Einstieg: 4 Sterne
    Inhalt: 5 Sterne ♥
    Verständlichkeit: 5 Sterne ♥
    Schreibstil: 5 Sterne ♥


    Insgesamt:

    ☆★☆★☆♥ Sterne

    Dieses Buch bekommt von mir fünf Sterne und ein Herz und damit den Lieblingsbuchstatus!

  5. Cover des Buches Wie man einem verdammt guten Roman schreibt (ISBN: 9783924491321)
    James N Frey

    Wie man einem verdammt guten Roman schreibt

    (53)
    Aktuelle Rezension von: SabWe

    Wie schafft man runde Figuren und wie entsteht eine spannende Story? Was genau ist eine Prämisse, der sich jeder Roman zu unterwerfen hat, und wofür sollte sie gut sein? Warum ist es für geniale oder zumindest talentierte Schreiber oft viel schwieriger, einen Roman zu verfassen, als für disziplinierte Arbeitstiere? Weshalb ist es so wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein, wenn man einen guten Roman schreiben will?

    Der amerikanische Schriftsteller und Universitätsdozent für kreatives Schreiben, James N. Frey, verfasste seinen Ratgeber, in dem er diese und weitere Themen behandelt, bereits 1987. Und ich bin unendlich froh, ihn ein paar Jahrzehnte später endlich entdeckt und gelesen zu haben.

    Natürlich ist der Mann umstritten und natürlich ist seine Sicht auf die Dinge zutiefst in der amerikanischen Literatur und Dramaturgie verwurzelt. Man stelle sich einen deutschen Literaturprofessor vor, der unter Auslassung jeglicher Demutsformel behauptet, zu wissen, wie man einen verdammt guten Roman schreibt. Undenkbar, ein Skandal!

    James N. Frey, geboren 1945 in New York, ist Schriftsteller und unterrichtete kreatives Schreiben an amerikanischen Universitäten, lange bevor man in Deutschland überhaupt zu glauben vermochte, dass es sich lehren und erlernen lässt, wie Literatur entsteht. Ganz ohne Geniekult und Strukturalismus-Debatten.

    Und natürlich weiß der Mann sehr genau, dass es „den“ verdammt guten Roman nicht gibt, dass er im Grunde eine Anleitung verfasst hat, wie man eine prima Drehbuchvorlage für den nächsten Tatort schreibt. Denn es geht ihm, wie Volker Neuhaus es im Vorwort zusammenfasst, „um den dramatischen Roman – um nicht mehr. Den Experimentalroman, den unsere Kritiker fast ausschließlich besprechen, schließt er ausdrücklich aus.“

    Man darf sich also diesem Buch nicht mit der Vorstellung nähern, eine Rezeptur für alles und jedes zu erhalten, die das eigene disziplinierte Arbeiten am Manuskript, das Schreiben und Verwerfen, Fluchen und Jauchzen, das rasche Entwerfen und langsame Überarbeiten überflüssig macht. Im Gegenteil. Wer Freys Anleitung ernst nimmt, sieht eine Menge harter Arbeit auf sich zukommen. Ganz anders, als es die zuckersüßen Ratgeber verheißen, die den kreativen Schreibfluss anregen wollen, nicht aber zum Klotzen und Ackern auffordern.


    Vergiss Schreibübungen und konzentriere dich auf deine Prämisse

    Zentrale Bedeutung kommt Frey zufolge der Prämisse eines Romans zu. Die Prämisse ist letzter Grund des jeweiligen Romans und bestimmt dessen Aufbau, Handlung, Konflikte und Spannungsbögen. Sie stellt eine organische Einheit der Handlung aller Figuren her, sie muss bewiesen und ins Extrem geführt werden. Ohne eine Prämisse könnte der Roman immer noch nett und lesenswert sein, würde aber bei näherem Hinsehen in seine Einzelteile zersplittern.

    Dabei kann die Prämisse selbst durchaus banal sein. Sie kann beispielsweise lauten „Sex vor der Ehe führt ins Unglück“ – oder auch vom genauen Gegenteil ausgehen. Es kommt nicht darauf an, dass die Prämisse wahr ist, sondern darauf, dass der Autor sie beweisen will und die Beweisführung auf seine Figuren, deren Konflikte und Motive überträgt.

    Ist die Prämisse erst gefunden, müssen alle Szenen und Handlungen daraufhin überprüft werden, ob sie in einem Zusammenhang zu ihr stehen. Das klingt nach einer starken Einschränkung und so, als dürfe sich alles nur um ein Thema drehen und winden. Und gerade die hohe Bedeutung, die Frey der Prämisse zuspricht, führte teilweise zu Verrissen und negativen Rezensionen seines Schreibratgebers. Tatsächlich nimmt sie in seiner Anleitung einen wichtigen Stellenwert ein, letztlich aber nicht den allein selig machenden.

    Mir hat die Vorstellung einer solchen Prämisse enorm geholfen, zu verstehen, was mich an meinem eigenen Erstlingswerk stört: Der Roman ist schon okay, schwächelt aber, weil es ihm an einer solchen eindeutigen Prämisse fehlt, was bedeutet, er wirkt zersplittert, findet nicht zu sich selbst und zu einer überzeugenden Einheitlichkeit. Was bislang nur ein Gefühl war, an dem sich nichts ändern ließ, ist auf diese Weise zu einer Erkenntnis geworden, mit der sich arbeiten und ein neuer Versuch starten lässt. Und dafür bin ich schon heute zutiefst dankbar.

     

    Die Frage aller Fragen: Willst du einen verdammt guten Roman schreiben oder nicht?

    Freys eher knappe Anleitung war nicht der erste Schreibratgeber, den ich las. Ich wünschte, er wäre es gewesen. Denn es ist der erste, der mich wirklich voranbringt. Was ihn für mich so wertvoll macht und von anderen Ratgebern unterscheidet, ist, dass er keine gelenkten Schreibübungen enthält, deren Sinn sich niemandem erschließt und die den angehenden Autor stets nur in der Abhängigkeit von Experten halten, die es besser wissen. Frey stellt den Leser, der so gern ein Autor sein möchte, im Grunde vor eine einzige grundlegende Frage: Willst du nun einen verdammt guten Roman schreiben oder nicht?

    Ob man sich dann Freys Vorstellungen von einem solch eigenwilligen Genre wie dem „verdammt guten Roman“ gänzlich unterwirft, bleibt jedem selbst überlassen. Klar ist nur: Ein guter Roman duldet keine Ausflüchte. Schreib ihn mit ganzer Kraft und Intensität oder lass die Finger davon. Sei ehrlich zu dir selbst, halte dich fern von Kritikern, die dich nicht zerpflücken und anfeuern, und opfere zur Not auch deine Lieblingsszenen dem Rotstift, denn „nur Schriftsteller wissen, wie man einen Text umschreibt. Diese Fähigkeit allein macht den Amateur zum Profi“.

    Na dann: erfolgreiches Schaffen!

     

    Die Zitate wurden der deutschen Ausgabe aus dem Jahr 2008 entnommen.

     

  6. Cover des Buches Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben (ISBN: 9783866710313)
    Roy Peter Clark

    Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    «Sie werden feststelle, dass ich mir die Beispiele für gutes Schreiben aus verschiedenen Gattungen geholt habe: aus Erzählung und Poesie, Journalismus und Sachliteratur, Essays und autobiografischen Texten. Ich halte das für wichtig. Die Bandbreite der Beiträge zeigt uns, dass man unter allen erdenklichen Umständen großartige Texte hervorbringen kann ...»


    Schreiben ist Handwerk. Natürlich gehört dazu ein wenig Talent – aber Schreiben ist wie jede Kunstform auch mit handwerklichem Rüstzeug zu lernen, zu verbessern. In diesem Buch geht es nicht um den Aufbau von Geschichten, sondern um den Umgang mit Sprache. Im ersten Teil geht es um die Wort-, Satz- und Absatzebene. Betonen durch Platzierung von starken Wörtern, starke, aktive Verben, die Verwendung des Passivs, Adverbien, Zeichensetzung; der lange Satz – wie schreibt man ihn? Im zweiten Teil werden Klarheit und Wirtschaftlichkeit mit Worten und Originalität behandelt: Einfacher Ausdruck, der Umgang mit Wiederholungen, das Spielen mit Wörtern und Namen, Ideen finden, Satz- und Absatzlänge, die eigene Stimme entwickeln. 


    Roy Peter Clark erklärt an praktischen Beispielen und Zitaten die einzelnen Tipps, und am Ende jedes der 50 Kapitel findet sich ein «Workshop» mit Übungen. Im dritten Teil geht es um Aufbau und Organisation von Texten. Hier befasst sich der Autor mit dem Dialogaufbau, dem Legen von Spuren, dem Foreshadowing, Cliffhangern, der «Schatzsuche» für den Leser und anderen wichtigen Themen, wie Erzählhaltung, Szenen, durchbrochene Erzählformen, Archetypen. Im letzten Kapitel werden nützliche Tipps zum Schreiben im Allgemeinen gegeben, wie Zielvorgaben, Recherche, Schreibgruppen.


    Roy Peter Clark hat sich mit diesem Standardwerk für Journalist*innen und Schriftsteller*innen aller Genres etabliert und es wird verwendet als Nachschlagwerk für den guten Umgang mit Sprache, bei dem Stil, Ausdruck und sprachliche Wirkung im Vordergrund stehen, sowie verschiedene Textformen für die journalistische Arbeit. Für Anfänger des Schreibens absolut empfehlenswert.


    Roy Peter Clark ist Vizepräsident des Poynter Institute, St. Petersburg, Florida – eine der renommiertesten Journalistenschulen der Welt. Er hat 17 Bücher zum Thema Schreiben und Journalismus herausgegeben und geschrieben.


     https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/die-50-werkzeuge-fur-gutes-schreiben.html


  7. Cover des Buches Von Beruf Schriftsteller (ISBN: 9783442716975)
    Haruki Murakami

    Von Beruf Schriftsteller

    (61)
    Aktuelle Rezension von: patriciahorn

    Haruki Murakamis Werk hat mich sehr beeinflusst - das Abgleiten ins märchenhaft Surreale, der Trott des Alltags. Was mich "Von Beruf Schriftsteller" gelehrt hat, ist den Geschichten, die meinem Herzen entspringen, ungeachtet von Trends und Markt, zu vertrauen, denn wenn es mir nichts bedeutet, weil ich mich in ein Korsett zwänge, wie soll es dann andere berühren?

    Murakami entdeckte seinen Stil, indem er auf Englisch schrieb und den Text auf Japanisch zurückübersetzte. Eine ungewöhnliche Herangehensweise in der traditionsbewussten japanischen Buchwelt. Er schrieb nachts, nach getaner Arbeit müde geworden, am Küchentisch. „Wenn der Wind singt" gewann sogleich einen Preis. Dies zeigt, dass das Dasein eines Autors ein gewisses Selbstvertrauen bedarf, Beharrlichkeit und in seinem Fall den Mut, Neues zu wagen. 

    Das Buch ist keinesfalls eine Autobiografie. Der Leser bekommt Einblicke in seinen Schriftstelleralltag, ohne dass der zurückgezogene Autor belehrt, es ihm gleich zutun. Er erzählt von seiner Karriere, ohne Skandale und mit Bescheidenheit. Und ich gönne ihm die Privatsphäre. Murakami gibt uns mit seinen Geschichten, die mit viel Fleiß und Disziplin sowie einer gehörigen Portion Fantasie entstehen, genug. 

    Zum Ausgleich treibt Murakami eine Menge Sport und ernährt sich gesund. Nach dem Motto: ein fitter Körper ist das Gefäß eines fitten Geistes. Durchaus etwas, das man sich zum Vorbild nehmen kann. 

    Disziplin sei laut Murakami der Schlüssel zum Erfolg. Auf diese Weise könne jeder von Beruf Schriftsteller sein.




  8. Cover des Buches Mit dem Schreiben anfangen (ISBN: 9783411913077)
    Hanns-Josef Ortheil

    Mit dem Schreiben anfangen

    (14)
    Aktuelle Rezension von: quatspreche

    Was macht ein Blogger/eine Bloggerin außer recherchieren und Ideen ausformen? Genau: schreiben. Deswegen landen auf meinem Tisch auch immer wieder Bücher, die sich damit beschäftigen. Kreatives Schreiben gehört zu meinem Leben, wie Wasser oder Essen, doch es ist manchmal nicht so einfach sich zu motivieren oder die Inspiration zu greifen. Jeder Schriftsteller hat da so seine eigenen Tipps und Tricks, es schadet jedoch nicht diese zu kennen, denn vielleicht funktionieren sie bei mir auch.
    Die Reihe „Kreatives Schreiben“ von Duden hilft Autoren, Journalisten oder Bloggern ihre Finger zu trainieren, den Kopf frisch zu halten und durch neue Übungen evtl. auch neue Ideen zu fördern.

    Im Vorwort wird klar, dass dieses schmale Büchlein nicht nur für Profis geeignet ist. Und auch nicht nur für Anfänger. Das Vorwort erzählt eine kleine Geschichte von Nora. Die junge Frau schreibt gerne in ihrer Freizeit, sammelt alles, manchmal dürfen Freunde und Familie etwas lesen. Doch eigentlich ist das Schreiben für Nora gar kein Hobby, sondern so wichtig wie es für mich ist, denn es geht kaum ohne. Doch Nora hat das gleiche Problem wie ich: wir betreiben das Schreiben wie ein Hobby und stehen uns somit selbst im Weg.

    Der Autor, Hanns-Josef Ortheil, fordert den ambitionierten Nachwuchsautor dazu auf über seinen Schatten zu springen und gibt in fünf Kapiteln strukturierte Anleitung, wie aus einem Hobby Ernst wird. Jedes Kapitel enthält kleine verschiedenste Aufgaben, die jeweils mit ‚Schreibaufgaben‘ abgeschlossen werden. Sozusagen kleine Hausaufgaben, die dabei helfen sich zu konzentrieren, sich zu fokussieren und evtl. auch zu entdecken, welche Fähigkeiten in einem Stecken.

    Orhteil erklärt auch, und das finde ich auch immer wieder spannend, wie wichtig es ist die richtige Schreibumgebung zu schaffen. Und wenn ich mich auf meinem Schreibtisch so umsehe, habe ich diese Aufgabe auf jeden Fall nicht gemeistert (wieso ist mein Schreibtisch eher eine Ablage, als alles andere??). Ich weiß immer gar nicht welche Aufgaben ich zuerst bearbeiten soll, alles stapelt sich und ich bin sehr oft überfordert. Und dabei sollte der Schreibtisch, an dem ich kreativ arbeite, meine Inspiration fördern. Das sollte ich auf jeden Fall ändern….

    Ich denke dieses Buch ist eine tolle Hilfe zur Selbsthilfe, aber auch ein gutes Geschenk für Menschen, die sich selbst nicht trauen den Schritt zu gehen. Diese Gabe, Gedanken in geschriebene Worte zu formen, ist selten und sollte auf jeden Fall genutzt und ausgebaut werden. Traut euch! Mit diesem Buch könnt ihr einen wirklich guten Anfang finden.

    Originalbeitrag: Mit dem Schreiben beginnen

  9. Cover des Buches Vier Seiten für ein Halleluja - ein etwas anderer Schreibratgeber für Autorinnen und Autoren (ISBN: 9783910408081)
    Hans Peter Roentgen

    Vier Seiten für ein Halleluja - ein etwas anderer Schreibratgeber für Autorinnen und Autoren

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen
    Der Titel suggeriert, dass sein Sinn und Zweck darin besteht, Autoren auf eine Veröffentlichung im Verlag vorzubereiten. Dies trifft jedoch nur eingeschränkt zu. Im Vorwort wird aber klargestellt, dass das Sachbuch dazu gedacht ist, Schwächen im eigenen Text zu erkennen und das Potenzial der Geschichte auszuschöpfen. Diesem Anspruch wird der Schreibratgeber meiner Ansicht nach gerecht.

    Der Ansatz, anonymisierte Textbeispiele heranzuziehen, um auf typische Fehler aufmerksam zu machen, finde ich überaus reizvoll. Gerade der Vergleich unterschiedlicher Textversionen kann einem Autor die Augen öffnen. Davon versprach ich mir einen Mehrwert. Zum Großteil wurden meine Erwartungen erfüllt. Neben den anschaulichen Beispielen und eingängigen Metaphern ist mir auch das ein oder andere Zitat namhafter Schriftsteller/innen im Gedächtnis geblieben.

    Leider hält sich der Autor aber nicht konsequent an seine eigenen Ratschläge. Im letzten Drittel des Sachbuches scheinen sich die Lektionen langsam, aber stetig zu wiederholen. Dabei ist der Rotstift bekanntlich der beste Freund des Autors. Warum also hier nicht (Wiedergekäutes) streichen oder durch Texte ersetzen, die neue Aspekte mit sich gebracht hätten? Schade fand ich ebenfalls, dass die Negativ-Beispiele überwiegen; vorbildliche Texte sind mindestens genauso lehr- und auschlussreich. Schwer beeindruckt hat mich, wie es dem Autor trotz schwieriger Voraussetzungen oft gelungen ist, das in einer Geschichte schlummernde Potenzial aufzuzeigen und zu erschließen.

    Fazit: Dieser Schreibratgeber kann Anfängern nur ans Herz gelegt werden. Für Leser, die sich schon eingehend mit dem Schreibhandwerk befasst haben, wird aber eher wenig Neues geboten.
  10. Cover des Buches Charaktere entwickeln (ISBN: 9783749484201)
    J.C. Mohring

    Charaktere entwickeln

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Bluewolfgirl

    Ich habe dieses Buch durch eine Leserunde gewonnen und mich sehr über diese Chance gefreut. 

    Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um einen Ratgeber zum Erstellen eigener Charaktere. Anhand von vier "Basis-Charakteren", welche anhand ausführlicher Steckbriefe vorgestellt werden, sollen die Charaktere, passend zur gewünschten Geschichte, entworfen werden. Dieses Konzept hat mich positiv überrascht. Besonders interessant fand ich, dass sich diese Charaktertypen auch auf den eigenen Bekanntenkreis anwenden lassen und mir direkt einige passende Personen für die einzelnen Typen eingefallen sind. Natürlich ist zu beachten, dass keine Person zu 100% nur einem Typen entspricht. Es dient viel mehr einer guten Übersicht, sowie einem groben Leitfaden an dem man sich halten kann. 

    Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Es bietet eine gute Hilfe im Erstellen von Figuren mit alles was dazu gehört. Ich kann es jedem der gerne Geschichten schreibt und noch etwas Hilfe bei den Charakteren benötigt sehr empfehlen!


  11. Cover des Buches Wie man einen verdammt guten Roman schreibt (ISBN: 9783897051287)
    James N Frey

    Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Goddy

    Ein tolles Buch auf das ein Autor nicht verzichten sollte. Mit viel Einfühlungsvermögen in die Ängste und Probleme des Autorendaseins hilft dieses Buch über so manche Hürde hinweg. Das einzige was noch bleibt ist das Schreiben selbst, alles andere hat der Autor mit praktischen Tipps und Hilfestellungen aus dem Weg geräumt. 

  12. Cover des Buches Schriftsteller werden (ISBN: 9783866710696)
    Dorothea Brande

    Schriftsteller werden

    (28)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Inhalt:

    Das Buch ist in 17 einzelne Kapitel aufgeteilt und jedes davon behandelt ein gewisses Thema, die ich zur Veranschaulichung kurz beleuchten werde.

    Vorwort: Die Autorin berichtet von ihrer eigenen Tätigkeit in dieser Branche und ihren Erfahrungen mit anderen Schriftstellern. Zum umstrittenen Thema „Genie/Talent kann nicht gelehrt werden“ nimmt sie klar Stellung und glaubt sehr wohl daran, dass man Schreiben lernen kann. Die Zauberformel, wie Brande es in ihrem Buch nennt, möchte sie dem Schüler gerne näher bringen und ihm lehren diese Formel zu entdecken und für sich zu nutzen.

    Kapitel 1: Behandelt die meistgefürchtete und meistgehasste Blockade aller Schriftsteller – Die Schreibblockade. Anhand Brandes Ausführungen gibt es insgesamt 4 davon, zum einen „Die Schwierigkeit überhaupt zu schreiben“, „Der Einzelbuchautor“, „Der Gelegenheitsschreiber“ und „Der uneinheitliche Schreiber“.

    Kapitel 2: Handelt vom Schriftsteller und seinem Charakter. Es wird zwischen echten und unechten Künstlern unterschieden und beleuchtet die beiden Seelen in der Brust eines Schriftstellers.

    Kapitel 3: Nennt die Vorteile zweier Seelen in einem Körper und gibt Ratschläge, wie man am besten damit umgeht. Zum Beispiel werden folgende Fragen beleuchtet: In welcher Situation ist der Künstler am Werk und wann das Alltags-Ich und in welchem Augenblick soll man wen in den Vordergrund schicken? Am Ende dieses Kapitels gibt es eine Übung, welche einem dabei hilft sich selbst und andere objektiv zu betrachten.

    Kapitel 4: Gibt Ratschläge zum Thema Kräfte sparen, Vorstellungskraft und der richtigen Grundhaltung. Auch das Thema Gewohnheiten wird kurz angeschnitten, aber erst im nächsten Kapitel ausführlicher behandelt. Das letzte Unterkapitel wendet sich an Lehrende und macht darauf aufmerksam das, wenn Schüler ihre Werke vorlesen müssen, es eher schadet, als hilft.

    Kapitel 5: Beleuchtet das Unbewusste und wie man es anhand einiger Übungen bewusst steuert. Zudem kann man anhand einer Übung lernen flüssig und leicht zu schreiben.

    Kapitel 6: Zeigt einem wie man das Schreiben mithilfe fester Schreibzeiten zur Gewohnheit macht.

    Kapitel 7 und 8: Dreht es sich um die eigenen Texte, welche man kritisch betrachten und seine eigenen Stärken und Schwächen analysieren soll. Dorothea Brande rät zusätzlich, weitere Dinge zu finden, die einem guttun und beim Schreiben unterstützend wirken.

    Kapitel 10: Beschäftigt sich mit der Nachahmung anderer Autoren und was man durchaus nachahmen kann und soll aber auch damit, was man unbedingt unterlassen soll.

    Kapitel 11: Hier dreht sich alles um das kindliche Interesse an der Welt. Anhand vorgeschlagener Übungen, lernt man wieder richtig zu sehen und alles als „Neu und noch nie da gewesen“ aufzunehmen.

    Kapitel 12: Anhand Kapitel 12 geht man besonders auf die Originalität und Einzigartigkeit jedes Menschen ein. Hier wird dem Leser bewusst gemacht, dass eine einzige Idee in hunderten verschiedenen Geschichten enden kann.

    Kapitel 13: Beschäftigt sich besonders mit der Freizeitgestaltung.

    Mithilfe von Kapitel 14 wird schließlich eine Übungsgeschichte erstellt und in Kapitel 15-17 wird das „große Geheimnis“ der Schriftsteller aufgedeckt.

    Meinung:

    Dieser Schreibratgeber behandelt nicht das Thema „Wie schreibt man“ sondern „Wie wird man Schriftsteller“. Es stützt sich daher mehr auf das Innenleben eines Schriftstellers, als auf Schreibtechniken. Eigentlich sehr spannend, doch trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

    Es wird sehr viel um den „heißen Brei“ herumgeredet, sprich, die Autorin kommt nicht zum Punkt. Einige Kapitel sind sehr oberflächlich und vage gehalten, was mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Ein gutes Beispiel ist das Kapitel mit den Schreibblockaden. Diese 4 Arten werden zwar kurz beleuchtet aber nirgends steht geschrieben, wie man am besten damit umgeht. Es steht zwar geschrieben, dass man diese Blockaden bzw. innere Hemmung überwinden muss, aber wo bleibt das Wie?

    Zudem findet man im Buch einige Stellen, in denen man sich wiedererkennt und mit dem Kopf nickt, wobei sich dies durch die fehlende Tiefe eher ernüchternd auswirkt.

    Die Arbeit zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein, welches im Buch eingehend thematisiert wird, ist hingegen sehr spannend und aufschlussreich. Zudem macht Brande dem angehenden Schriftsteller Mut, sagt aber auch klipp und klar, wann man seinen Traum begraben sollte.

    Die Untertitel finde ich, zumindest zum Teil, sehr schlecht gewählt. Beispiel: „Wie Sie sich zum Schriftsteller entwickeln“. Wenn ich den Titel lese, erwarte ich, dass man mir auch sagt, wie ich mich am besten zum Schriftsteller entwickle und nicht nur „In erster Linie geht es darum, das Temperament eines Schriftstellers in sich zu entwickeln.“. Ja, was ist denn damit genau gemeint? Die Liebe zum Schreiben? Die Fantasie? Die Impulse zu Schreiben? Was genau ist mit Temperament gemeint?

    Die Übungen, die einem im Buch zur Verfügung gestellt werden sind sehr hilfreich, aber auch hier fehlt zum Teil eine genaue Anleitung.

    Was ich hingegen toll finde, ist die Tatsache, dass Brande dem Schüler zeigen will, dass man mit einer positiven Grundhaltung mehr erreichen kann, als wenn man ständig behauptet „das kann ich nicht“.

    Die Übungsgeschichte ist das Highlight im Buch, weswegen ich jedem, der sich das Buch zulegen will, rate, diese Übung mit bestem Wissen und Gewissen auszuführen.

    Fazit/Empfehlung:

    Es hat einige gute Ansätze und trotzdem bleibt es oft oberflächlich und schwammig. Ich hätte mir da mehr Tiefgang gewünscht.

    Daher empfehle ich dieses Buch wirklich nur blutigen Anfängern und niemandem, der sich bereits intensiver mit dem Thema „Schreiben“ auseinandergesetzt hat. Dorothea Brande sagt selbst, dass es sich an Anfänger richtet und es deshalb vor dem eigentlichen Schreibprozess gelesen werden soll.

  13. Cover des Buches Das Zauberer-Handbuch (ISBN: 9783492267915)
    Michael Peinkofer

    Das Zauberer-Handbuch

    (13)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen

    Meine Meinung:
    Michael Peinkofer erzählt unterhaltsam aus dem Nähkästchen. Anhand von Beispielen und Auszügen seiner eigenen Romane gibt er hilfreiche Tipps und Tricks zum Schreiben, Erschaffen von Welten und Figuren. Durch die Schreibweise ist dieser Schreibratgeber überhaupt nicht trocken und auch für Leser:innen ohne "Schreib-Hintergrund" geeignet. Ich selbst habe eigentlich nicht die Absicht ein Fantasybuch zu schreiben, mich interessierte viel mehr die Praxis des Autorenberufs, speziell in diesem Genre, da ich eben überwiegend Fantasy lese. Da Michael Peinkofer nicht erst seit gestern Fantasybücher schreibt konnte er auch viele Hintergründe zur Entstehung des Fantasygenres und seiner Subgenre erläutern. Ich fand das alles hochinteressant.

    Top oder Flop?
    Top!

    Empfehlung?
    Für mich war das Zaubererhandbuch ein äußerst interessantes und aufschlussreiches Werk. Ob es auch für angehende Fantasy-Autor:innen und Schreibinteressierte hilfreich ist, kann ich aus meiner (Leser-) Perspektive schwer sagen. In jedem Fall denke ich aber, dass es hilfreiche Informationen, Tipps und Tricks bietet, die speziell auf das Fantasygenre ausgelegt sind.

  14. Cover des Buches Die Geschichten in uns: Vom Schreiben und vom Leben (ISBN: B0DF34FR23)
    Benedict Wells

    Die Geschichten in uns: Vom Schreiben und vom Leben

    (11)
    Aktuelle Rezension von: raoulchagny

    "Die Geschichten in uns" von Benedict Wells" ist mehr als ein bloßer Schreibratgeber - dieses Buch über das "Schreiben" und das "Leben" lädt dazu ein, Benedict Wells auf ausgewählten Stationen seines Schreibprozesses und seines Lebens zu begleiten. Neben persönlichen Einblicken und Hintergründen teilt Wells Informationen über die verschiedenen Aspekte des Schreibens und verbindet diese mit zahlreichen Tipps, die sowohl von ihm als auch zahlreichen anderen Autor:innen stammen. Besonders hilfreich sind die vielen Beispiele, die Wells anhand seiner eigenen Bücher gibt, und die die Tipps leicht verständlich und praxisnah machen. Da Wells so viele Hintergrundinformationen zu seinen eigenen Büchern gibt, dürfte dieses Buch nicht nur für angehende Schriftsteller:innen, sondern auch für Fans seiner eigenen Bücher ein Highlight sein.

  15. Cover des Buches Klappentext, Pitch und anderes Getier: Klappentext leichtgemacht (ISBN: 9783744851060)
    Hans Peter Roentgen

    Klappentext, Pitch und anderes Getier: Klappentext leichtgemacht

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt/Klappentext:

    Klappentext und Pitch leichtgemacht


    Horror vorm Klappentext? Endloses Grübeln über wenige Sätze? Das muss nicht sein.

    Hier kommt die Lösung:

    Lernen Sie, wie Sie einen werbewirksamen Klappentext entwerfen und verbessern! Wie Sie die Hollywoodformel für die Rückseite Ihres Buches nutzen. Welche Elemente sich dafür eignen. Wie acht erfolgreiche Selfpublisher und Verlagsleute Klappentexte entwerfen.

    Warum der Pitch, der eine Satz über Ihr Buch, so wichtig für den Erfolg ist und wie Sie ihn formulieren.


    Persönliche Meinung:


    In der Vorebereitung auf meine Manuskripteinsendung habe ich mich mit dem Schreibratgeber beschäftigt. Viele hilfreiche Tipps an anschaulichen Textbeispielen, die Kommentare des Lektorats enthalten. Absolut empfehlenswert.

  16. Cover des Buches Die Kunst des Erzählens (ISBN: 9783499630163)
    James Wood

    Die Kunst des Erzählens

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Jewego

    Vorab sei gesagt: Ich habe dieses Buch gekauft und gelesen, um eine Schreibblockade zu überwinden und mich als Autorin weiterzuentwickeln. Ich schätze dieses Werk für neugierige Leser, die selbst nichts mit dem Schreiben zu tun haben, als eher ungeeignet ein. Literaturbegeisterte, in Bezug auf klassische Romane, könnten eine Ausnahme sein. Meine nachfolgenden Worte sind also aus der Sicht einer Autorin über dieses Werk geschrieben worden und soll vor allem meinen Kollegen helfen, einen Eindruck über diese Lektüre zu gewinnen.


    Das erste Drittel des Buches hat mir besonders gefallen. James Wood geht hier insbesondere auf den Erzählstil ein und wie man diesen am besten darstellt. Inhaltlich ist es interessant aufgebaut und einfach dargestellt. Zahlreiche Beispiele aus bekannten Werken literarischer Weltgeschichte werden uns präsentiert und besprochen. Woods Erzähl- und vor allem Erklärstil gefällt mir wahnsinnig gut und es macht Spaß dranzubleiben. Dieser Teil war also am sinnvollsten und machte auch für meine 4-Sterne Bewertung den Großteil aus. Ich habe hier zwar nicht *viel* gelernt, aber dafür etwas Wichtiges und auf angenehme Art und Weise. 


    Die letzten beiden Drittel hingegen waren aus meiner Sicht wenig interessant oder gar hilfreich (wie gesagt; für Autoren). Es geht um Realismus, Sprache und auch Theater. Ich muss sagen, einige Stellen, und da bin ich ganz ehrlich, haben hier meinen Horizont überstiegen. Gerade im Theaterbereich kenne ich mich absolut nicht aus. Auch mit den Beispielen konnte ich hier wenig anfangen. Bis ungefähr Seite 90 habe ich viel aus dem Buch mitnehmen können und danach leider gar nichts mehr.


    Trotzdem ist dieses Werk nicht schlecht. Wood hat interessante Ansichten und ich habe sein Buch gern gelesen. Die Übersetzung wurde gut umgesetzt und Beispiele, bei denen die englische Sprache eine Rolle spiele, wurden innerhalb des Buches übersetzt, sodass man Beispiele teilweise in beiden Sprachen vorfand.


    Unterm Strich würde ich das Buch weiterempfehlen. Das erste Drittel hat mich überzeugt und vielleicht könnt ihr ja auch mehr mit dem Rest anfangen.
  17. Cover des Buches Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u.v.m. (ISBN: 9783695192915)
    Jurenka Jurk

    Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u.v.m.

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Meike_Schiek

    Es fällt mir bei diesem Buch sehr schwer, meine Gedanken zu Papier zu bringen, da meine Erwartungen stark von der Realität abweichen.

    Ich hatte gehofft, hier praktische und wichtige Rückschlüsse aus den eigenen Erkenntnissen der Autorin aus den Interviews zu erhalten. Stattdessen stehen leicht angepasst die kompletten Original-Interviews im Mittelpunkt. Nach jedem abgedruckten Interview gab es zwar eine kurze Zusammenfassung und ein paar praktische Hinweise, aber die echte Tiefe und die persönlichen Erkenntnisse der Autorin, die ich mir durch den Klappentext vorgestellt hatte, fehlten.

    Was ich besonders schade fand, war, dass ich bereits einige Interviews durch die kostenlosen Online-Autorenmessen kannte, sodass sie mir kaum neue Impulse boten. Die QR-Codes zu den Kanälen der Interviewpartner wirkten für mich eher wie Werbeeinblendungen als hilfreiche Werkzeuge, denn auf deren Webseiten oder Kanälen wäre man problemlos selbst gekommen, da sie ja schließlich schon sehr bekannt sind.

    Trotzdem habe ich einige Aha-Momente mitgenommen und das zusätzliche Workbook (wofür man sich leider auch erst in den Newsletter der Romanschule eintragen musste), überzeugte mich. Es hat mir geholfen, das Gelesene direkt umzusetzen und bot praktischen Mehrwert durch Übungen mit echtem Praxisbezug.

    Ich hätte es sehr begrüßt, wenn die Autorin aus den Interviews ein wirklich eigenständiges Schreibhandbuch gemacht hätte. Ein durchgängiger roter Faden, der die wichtigsten Erkenntnisse zusammenführt, hätte mir Orientierung gegeben. Eigene Erläuterungen zu den Kernaussagen und sofort umsetzbare Übungen direkt mit abgedruckt im Buch hätten das Ganze für mich perfekt abgerundet.

    Somit gebe ich diesem Buch 3 von 5 Sternen. Für Einsteigerinnen und Einsteiger, die noch keine Interviews der Bestsellerautorinnen gehört haben, ist es eine spannende Fundgrube. Wer allerdings schon mit den Gesprächen vertraut ist und auf der Suche nach einem kompakten, praxisorientierten Fahrplan ist, wird hier nur bedingt fündig. Die Workbook-Bonusmaterialien sind hingegen ein echter Mehrwert und machen das Gesamtpaket lesenswert.

  18. Cover des Buches So schreiben Sie mühelos ein tolles dickes Buch (ISBN: 9783730975503)
  19. Cover des Buches Autors kleiner Helfer (ISBN: B009ONHJSA)
    Stephan Waldscheidt

    Autors kleiner Helfer

    (6)
    Aktuelle Rezension von: LaurenceHorn
    Das zweite Buch in gedruckter Version und wieder habe ich es begeistert an einem Stück durchgelesen.
    Ich liebe den Humor von Stephan Waldscheidt und seine Art, direkt und ohne Umschweife dem jungen Schreiber seine Fehler um die Ohren zu hauen, ohne dabei seine liebenswürdige Art zu verlieren. In diesem Buch geht es aber um weit mehr als um die Fehler des Schreibens.

    Zum Inhalt
    In diesem Buch geht es viel mehr um das Drumherum des Schreibens und um uns Jungautoren", die wir versuchen ein Buch zu schreiben.
    Ein großer Teil des Buches ist dem Zeitmanagement gewidmet. Es folgt die Wahl des perfekten Schreibortes, wie Selbstzweifel besiegt werden, Motivation und Disziplin, Kritik geben und einstecken, Testleser, Schreibgruppen, Schreibblockade und Magie beim Schreiben.

    Der (männliche oder weibliche) Leser bekommt einen Einblick in die Welt des Schreibens und bekommt Tipps, wie er zu einem professionellen" Schreiber werden kann.
    Besonders die Kapitel über das Zeitmanagement sind mit etwas Humor zu betrachten. Andererseits ist die ganz offensichtliche Frage dieses Buches: Was bist du bereit, für die Veröffentlichung Deines Romans zu tun?"

    Gut & Schlecht
    Ich fand das gesamte Buch wieder hervorragend, habe viel geschmunzelt und mir viele der Tipps und Tricks angenommen. (Auch wenn sich einiges aus dem Zeitmanagement (noch) nicht umsetzen lässt.)
    Besonders hervorheben möchte ich die Kapitel über die Testleser und über die Magie des Schreibens.

    Fazit
    Auch dieses Buch sollte in keinem Bücherregal fehlen, oder besser noch: es sollte in keiner Tasche fehlen, den es hat ein kleineres Format als ein gewöhnliches Buch.
    Ich schließe ab mit einem Satz aus dem Buch:
    Magie ist, wenn der Leser das Universum in einem Wassertropfen sieht.
    Herr Waldscheidt: Ich habe das Universum ihres Buches gesehen!

    Ich freue mich schon auf das nächste Buch in einer Druckversion.
  20. Cover des Buches 111 Tipps für Autoren (ISBN: 9783758310218)
    Mira Valentin

    111 Tipps für Autoren

    (4)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Mira Valentin, ihre Bücher sollte man kennen. Alle kenne ich persönlich noch nicht. Sie stehen aber auf meiner Wunschliste. Jetzt kommt ein Ratgeber von ihr über Schreiben und Selfpublishing. Da wurde ich neugierig und habe es gelesen. Einige Sachen kannte ich schon aus anderen Ratgebern. Doch das interessante hier ist Mira Valentin, sie schreibt es aus ihrem Alltag. Wie sie es macht, so erfährt man auch einiges von hinter den Kulissen. Lernt sie selbst von einer ganz anderen Seite kennen. Das macht das Lesen ihrer Bücher sogar noch spannender. Beim Lesen habe ich viel gelernt. Manche Kapitale waren nicht so spannend, einfach weil es für mich persönlich nicht interessant war. Jedoch stimme ich nicht mir ihrer Aussage über Vielleser überein. Jedoch sehe ich mich einfach als die Ausnahme der Regelung. ;) Man kann und darf sich gerne dieses Buch zum Gemüte führen und dabei mehr übers Schreiben und Selfpublishing erfahren.

  21. Cover des Buches Klappentext, Pitch und anderes Getier (ISBN: 9783746043562)
    Hans Peter Roentgen

    Klappentext, Pitch und anderes Getier

    (3)
    Aktuelle Rezension von: IshiraInagi
    Hans-Peter Roentgen widmet sich in seinem neuen Ratgeber dem bei Autoren so ungeliebten Thema Pitch und Klappentext. In bewährter Weise erklärt er kurzweilig und verständlich, worauf es beim Schreiben eines Klappentextes ankommt. Anders als ein Roman oder Sachbuch ist ein Klappentext ein Werbetext und muss daher ganz andere Voraussetzungen erfüllen. Der Klappentext muss das Buch verkaufen.

    Der Autor widmet sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Er erklärt, was ein Pitch ist, welche Arten von Pitches es gibt und wie man vom Pitch zum Klappentext kommt. Er macht deutlich, welche Elemente ein Klappentext enthalten muss, welche er darüber hinaus enthalten kann und wie diese am besten zu kombinieren sind, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen. In diesem Zusammenhang zeigt Herr Roentgen bewährte Methoden auf wie die Hollywood-Formel oder die Dreier-Regel und macht dem Leser bewusst, welche Bedeutung der Zielgruppe und dem Genre zukommen.

    Jedes Kapitel ist mit anschaulichen Beispielen versehen und wer möchte, kann sich am Ende eines Abschnitts gleich selbst an den vorgeschlagenen Übungen versuchen, um zu testen, ob er das Thema verinnerlicht hat.

    Abgerundet wird der Ratgeber durch eine Checkliste, ein Glossar und mehrere Interviews, die einzelne Aspekte des zuvor Gesagten noch einmal vertiefen.

    Aufgefallen sind mir diverse Rechtschreib- und Grammatikfehler, die aber meines Wissens in der neuen Auflage beseitigt sind. Vor einigen Überschriften hätte ich mir der Übersichtlichkeit halber etwas größere Abstände gewünscht.

    Fazit: Ein Ratgeber, nach dessen Lektüre jeder Autor in der Lage sein sollte, einen griffigen Klappentext zu schreiben.
  22. Cover des Buches Romane schreiben (ISBN: 9783709934746)
    Gustav Ernst

    Romane schreiben

    (23)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Offen gestanden bin ich ein blutiger Anfänger im Lesen von Ratgebern zum Schreiben von Romanen, denn dies ist meine Premiere. Ich fühlte mich bisher noch nie bemüßigt, solche Bücher zu lesen, obwohl Das Leben und das Schreiben von Stephen King schon seit längerem auf meiner Wunschliste steht. Insofern muss ich natürlich anmerken, dass ich überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten und Referenzwerte zur Bewertung dieser Gattung von Ratgebern aufweise. Dennoch möchte ich frei von der Leber weg beurteilen und Euch mitteilen, ich bin recht angetan von diesem sehr kompakten, praxisorientierten Leitfaden.

    Warum ich ausgerechnet zu diesem Schreibratgeber gegriffen habe, ist auch sehr leicht erklärt: Er stammt aus der Feder der Ausbilder der Leondinger Akademie für Literatur. Sehr viele erfolgreiche Autor*innnen, die in den letzten drei Jahren mit Neuerscheinungen auf dem österreichischen Buchmarkt brillieren konnten, haben ebendiese Akademie abgeschlossen. Das stand immer relativ unspektakulär in der Biografie im Klappentext, häufte sich dann aber derart, dass es mir positiv ins Auge sprang. Insofern wollte ich natürlich unbedingt wissen, was mir diese erfolgreichen Lehrer und Mentoren zu sagen haben.

    Eine Eigenschaft war in diesen völlig unterschiedlichen Autorendebüts, die inhaltlich, sprachlich und strukturell nichts gemeinsam hatten, doch annähernd gleich: Sie waren alle für die Leser geschrieben, respektive von Dramaturgie und Aufbau absolut nicht mühsam und angenehm rezipierbar und sie waren ausnahmslos in einer außerordentlich erfreulichen Länge so ungefähr zwischen 200 und 300 Seiten. Nicht zu kurz und nicht zu lang, genau richtig, ohne unnötige Redundanzen und trotzdem ohne fehlende Inhalte.

    Bei der Betrachtung des kleinen Büchleins fällt gleich auf, dass es sehr dünn ist, kein Lehrbuchwälzer und nicht ganz so ausführlich. Das sehe ich nach Beendigung der Lektüre als Chance, als Einstiegsratgeber zu fungieren, damit die Hürde der Regeln für angehende Autoren nicht zu hoch zu gestalten und nicht mit theoretischen literaturhistorischen Exkursen zu nerven. Zu viele Regulierungen und theoretisches Blabla sind ohnehin der Tod von Inspiration und Kreativität.

    Gleich zu Beginn wird die Zielgruppe definiert und klar gemacht, dass auch Privatpersonen literarisch schreiben können. Das Buch ist als Leitfaden und als allgemeine Zusammenfassung der Literaturworkshoppraxis in Leonding entstanden.

    In den ersten Tipps geht es um die Selbstorganisation von nebenberuflichen Autoren, sich vom Tagesgeschäft freizuspielen und einen strukturierten, regelmäßigen Schreibprozess in den Alltag zu integrieren. Sehr gut fand ich auch die Vorschläge zum Umgang mit Kritik am Werk, diese nicht nur vordergründig als Kränkung zu sehen (dieses Problem haben sowohl Anfänger als auch Bestsellerautor*innen) sondern diese konstruktiv zu nutzen, sie zu objektivieren, sich vom eigenen Werk emotional zu lösen und es aus der Distanz zu betrachten.

    Im Kapitel literarischer Blick, literarische Sprache wird der Leserschaft zuerst der Unterschied zum journalistischen Schreiben mit praktischen Beispielen dargelegt und eine einzige Szene mit mannigfaltigem Fokus und literarischer Absicht mehrmals umgeschrieben, um die Theorie zu verdeutlichen. Das fand ich richtig gut.

    Weiters wird in diesem Startkapitel bereits darauf eingegangen, wie Autor*innen zwar literarisch, aber auch für die Leser rezipierbar ihre Werke professionell konzipieren sollen

    Das Rekonstruieren eines verlorengegangenen Sinns (durch schlechten Schreibstil, falsche Rückbezüge, Redundanzen, chaotische Beschreibungen, Verwirrung stiftende Erzählzeiten, ungenaue Begriffe …), ist nicht Aufgabe des Lesers. Der Einwand des angehenden Autors „Kunst ist geheimnisvoll und dieser Text ist nun mal Kunst“, gilt nicht. Das Neuartige eines Textes mag manchmal durchaus in der Dehnung und Lockerung der grammatikalischen und stilistischen Regeln bestehen. Jeder grammatikalische Fehler, jeder Stilbruch ob absichtlich gesetzt oder nicht, ist ein Aufmerksam-Machen des Lesers. Ein paar derartige Hürden beim Verständnis toleriert er, doch irgendwann „bricht“ der Text wie ein verschmutzter See, dem Leser wird es zu bunt und er gibt auf. (verkürzt und sinngemäß zusammengefasst)

    Die Folgekapitel Dramaturgie mit Figuren, Handlung und Spannungsaufbau zeigen exakt, kurz und knackig mit Anleihen aus der Sicht der Drehbuchkonzeption, wie eine spannende konsistente Geschichte aufgebaut werden sollte. Am Ende des Kapitels gibt es wieder einen außerordentlich hilfreichen Tipp.

    Man sollte sich die dramaturgischen Gesetze und Regeln gründlich einprägen, sie dann vergessen und losschreiben.

    Dieser Rat hilft sicher sehr, um bei all den Regeln den Autor nicht zu verschulen und die Inspiration abzuwürgen. Erst bei Kritik und Korrektur kommen die Regeln wieder zur Anwendung.

    Grundlagen zur Erzählperspektive, Ratschläge, wie ein spannender Dialog konzipiert und wie er konsistent in den Rest der Geschichte eingegliedert werden kann, die Anwendung von Montagetechnik, Der Umgang mit Komik, Ironie und Humor und die detailliert beschriebenen sprachliche No-gos wie falsche Relativsätze, falsch gesetzte Konjunktive, Kitsch, unnötige Übertreibungen, Verdopplungen, falsch gesetzte Zeiten … runden sehr kompakt mit vielen praktischen Beispielen die Regeln für gute Literatur ab.

    Am Ende des Buches werden noch nützliche Ratschläge erteilt, wie Autoren passende Verlage suchen und wie sie mit ihnen umgehen sollten. Ein kleiner Einblick in die Praxis der Verlage, Manuskripte auszuwählen, ist hier auch sehr hilfreich. Weiters werden Vorschläge zu weiterführender Literatur und nützliche Adressen für Autoren angeboten. Leider fehlt mir ein Kapitel mit Tipps zum Eigenverlag, zumal es in diesem Bereich in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung mit mehreren erfolgreichen Paradebeispielen gegeben hat und sich auch eine völlig neue Branche mit Plattformen und Netzwerken etabliert hat.

    Abschließend ist zu sagen, das Buch ist gut strukturiert, liest sich spannend, mit vielen anschaulichen praktischen Beispielen, als Einstiegslektüre ist es grandios, manchmal beschlich mich aber ob der Kürze und Kompaktheit das Gefühl, in einzelnen Kapiteln in der Tiefe vielleicht mehr wissen zu sollen. Dieses Gefühl ist aber recht unbestimmt, denn da ich ja noch keinen anderen Ratgeber gelesen habe, wüsste ich nicht, was fehlen könnte. In der Breite sind auf jeden Fall fast (bis auf den Eigenverlag) alle relevanten Themen zum Schreiben von Romanen vollumfänglich abgedeckt.

    Lektorat bitte! Zwei Seitenhiebe kann ich mir selbstverständlich bei so einem Werk nicht verkneifen. Im Kapitel Umgang mit Humor habe ich einen semantischen Fehler gefunden. Da steht

    Der österreichische Humor wird in der BRD nicht unbedingt goutiert.

    Inhaltlich zwar ein ausgezeichneter Hinweis, aber die BRD gibt es seit 1990 nicht mehr – jetzt heißt es Westdeutschland – besser gesagt in dem Fall sogar Nord- West- und Mitteldeutschland, denn die Bayern verstehen österreichischen Humor sehr gut.

    Zudem hätte ich mir wirklich gewünscht, dass in den heutigen Zeiten nicht gar so exzessiv auf dem generischen Maskulinum herumgeritten worden wäre. Abgesehen vom Vorwort existiert ausschließlich nur der Leser, der Autor und Er. Nicht mal einen halbherzigen Hinweis, dass aus Gründen der Lesbarkeit das generische Maskulinum angewendet wurde, habe ich gefunden. Eine Autorenschmiede und Ausbildungsstätte, die Schriftsteller*innen coacht und auf solche Strömungen (respektive auch gesetzliche Bestimmungen) total pfeift, finde ich sehr bedenklich.

    Fazit: Gute kurze kompakte knackige und gut zu lesende Einstiegslektüre mit vielen praktischen Beispielen zum Schreiben von Romanen. Konsistent und logisch aufgebauter Leitfaden. Ich finde ihn gut.

  23. Cover des Buches How to Write Dazzling Dialogue: The Fastest Way to Improve Any Manuscript by James Scott Bell (2014-07-14) (ISBN: B01FIYPQB0)
  24. Cover des Buches 101Erotic Romance Story Starters (101 Romance Story Starters) (ISBN: B009WCOJ40)

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