Bücher mit dem Tag "schreibratgeber"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schreibratgeber" gekennzeichnet haben.

87 Bücher

  1. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ja, meine ersten spannenden Titel stammen aus der Feder von Stephen King. Sie haben mich gefesselt, geängstigt und haben lange in meinem Regal gestanden- irgendwann habe ich sie verschenkt, ausgelesen, überholt- fertig. Nochmal mit Joyland einen Versuch gestartet- mäßig begeistert und nun hat mich diese autobiographische Schreibanleitung von Stephen King wirklich absolut erfreut. Ich werde mich mit einem anderen Blick an mein Debüt setzen und die Türen solange zu lassen, bis es nach draußen kann. Ich kann dieses Buch nur jedem Autor und/ oder Fan von Stephen King ans Herz legen.

    Hätte ich die Zeit gehabt, wäre es in einem Rutsch durchgelesen worden.Super

  2. Cover des Buches Leben, schreiben, atmen (ISBN: 9783257070699)
    Doris Dörrie

    Leben, schreiben, atmen

     (23)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest

    Bei dem Buch handelt es sich um eine interessante Mischung aus Schreibratgeber und Biographie. Doris Dörrie schreibt kapitelweise aus ihrem eigenen Leben und am Ende jedes Kapitels gibt sie Schreibanregungen. Beispielsweise: "Schreib über Verlorenes. Wann ist etwas wirklich verloren? Was hast du verloren und wiedergefunden? Was ist für immer verloren? Was vermisst du?". Immer wieder bringt sie dabei auch hilfreiche Tipps mit ein.

    Bei den Schreibübungen geht es vor allem darum, einfach drauflos zu schreiben ohne Nachzudenken - was gar nicht so einfach ist. Ich hatte immer wieder innerlich den Drang, das zu bewerten, was ich schreibe. Aber genau das soll man nicht tun, sondern frei über das schreiben, was einem gerade in den Kopf kommt - und sei es noch so wirr und zusammenhanglos. Denn dadurch tauchen interessante Details auf, Erinnerungen, die man verloren geglaubt hat. Doris Dörrie macht das beispielhaft in ihren biographischen Kapiteln vor und so fällt es einem dann auch selbst ein bisschen leichter. Allgemein empfand ich Doris Dörries persönliche Erinnerungen sehr inspirierend, denn manchmal hat man Ähnliches erlebt und findet sich in ihren Geschichten wieder und es steigen neue Erinnerungsfetzen auf. 

    Ich kann dieses Buch nur wärmstens allen empfehlen, die sich mit dem autobiographischen bzw. mit dem freien Schreiben auseinandersetzen wollen und die bewusster Leben möchten. Denn durch das Schreiben beobachtet man genauer, man wird achtsamer und aufmerksamer. Zudem schreibt die Autorin einfach unheimlich toll - sehr mitreißend, offen, aber auch humorvoll. Ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen. 

  3. Cover des Buches Über das Schreiben (ISBN: 9783861509080)
    Sol Stein

    Über das Schreiben

     (57)
    Aktuelle Rezension von: RenaM

    Achtung, die Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von 2020 vom Autorenhausverlag - mit einem anderen Cover.


    Dieses Buch ist für mich so etwas wie die Bibel des Kreativen Schreibens.

    Das amerikanische Original erschien im Jahr 1995. Sol Stein (1926-2019), Drehbuchautor, Dramaturg, Schriftsteller, Lektor, Verleger, Dozent für Kreatives Schreiben – er wusste, wovon er sprach. Sol Stein hat mit weltberühmten Autoren und Regisseuren, wie Thornton Wilder oder Elia Kazan, zusammengearbeitet. Und er kann die Materie so vermitteln, dass man das Buch wie einen spannenden Krimi nicht mehr aus der Hand legen mag, bis man die letzte Seite erreicht hat.

    Er findet den richtigen Ton, uns zu sagen, wie wir schreiben müssen, um unsere Leser:innen zu begeistern, was wir unbedingt vermeiden müssen, wenn wir unsere Leser:innen nicht vergraulen wollen und er erläutert all das anhand von unzähligen Beispielen. Dabei geht er die Themen systematisch an, differenziert nach fiktionaler und nichtfiktionaler Literatur.

    Einer der wichtigsten Sätze des Buches findet sich gleich am Anfang: „Was Sie dazu brauchen, ist Übung.“ Diese Übung ermöglicht die Lektüre dieses Buches.

    Ihm ist vor allem auch wichtig, dass ein Schreibender immer den Leser, die Lust des Lesers im Blick hat: „Das Vergnügen des Autors und das Vergnügen des Lesers sind eng miteinander verknüpft. Der erfahrene Autor … bezieht aus seiner Arbeit einen zunehmenden Lustgewinn. Der Leser, in den Händen eines Autors, der sein Handwerk versteht, macht eine bereichernde Erfahrung“. (S. 18)

    Sol Stein erfindet das Rad nicht neu, die Dinge, die er in seinem Buch darlegt, finden sich in vielen anderen Lehrbüchern zum Kreativen Schreiben. Aber er schildert diese Dinge so nachvollziehbar, so anschaulich, dass man beim Lesen so oft gerne sofort zum Stift greifen und schreiben möchte. Denn plötzlich klingt es so einfach, so offensichtlich, was man tun, wie man formulieren und worauf man achten muss, um einen wirklich richtig guten Roman zu verfassen. Und gleichzeitig wird schmerzhaft deutlich vor Augen geführt, wie schwer es ist, einen wirklich guten Roman zu verfassen. Was alles dazugehört, die Figuren, der Plot, die Dialoge, Emotionen, Sinne und so viel mehr.

    All diesen Aspekten widmet sich der Autor und führt mit sanfter Hand, aber unmissverständlich die angehenden Autor:innen zu ihrem Ziel.

    Sol Stein erklärt, wie man die richtige Perspektive wählt und auf was es dabei ankommt. Er zeigt, wie Spannung erzeugt wird und wie sie auf hohem Niveau gehalten werden kann. Man erfährt, wie ein authentischer, fesselnder Dialog aussehen soll, wie man geschickt Rückblenden einbaut, ohne den Handlungsfluss zu zerreißen. Und er schließt auch ein Kapitel zum Thema Überarbeitung an.

    Der Autor hat später noch einen „Nachschlag“ zu diesem Buch herausgebracht, mit dem deutschen Titel: „Aufzucht und Pflege eines Romans“, welches ich nur im englischen Original kenne. Es handelt sich dabei nicht wirklich um eine Ergänzung zu dem vorliegenden Band, sondern eher um eine komprimiertere Zusammenfassung und eine Konzentration auf die wesentlichen Punkte. Uninteressant ist es deswegen aber nicht.

    „Über das Schreiben“ - man kann es als Nachschlagewerk nutzen und bei Bedarf die gewünschten Informationen herausziehen und/oder man kann es von vorn bis hinten durchlesen, ohne sich eine Minute zu langweilen. Dieses Buch gehört in den Bücherschrank aller Schreibenden.

    Sol Stein – Über das Schreiben
    Autorenhausverlag, 2015/2020
     Gebundene Ausgabe, 449 Seiten, 22,99 €

  4. Cover des Buches Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben (ISBN: 9783866710313)
    Roy Peter Clark

    Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    «Sie werden feststelle, dass ich mir die Beispiele für gutes Schreiben aus verschiedenen Gattungen geholt habe: aus Erzählung und Poesie, Journalismus und Sachliteratur, Essays und autobiografischen Texten. Ich halte das für wichtig. Die Bandbreite der Beiträge zeigt uns, dass man unter allen erdenklichen Umständen großartige Texte hervorbringen kann ...»


    Schreiben ist Handwerk. Natürlich gehört dazu ein wenig Talent – aber Schreiben ist wie jede Kunstform auch mit handwerklichem Rüstzeug zu lernen, zu verbessern. In diesem Buch geht es nicht um den Aufbau von Geschichten, sondern um den Umgang mit Sprache. Im ersten Teil geht es um die Wort-, Satz- und Absatzebene. Betonen durch Platzierung von starken Wörtern, starke, aktive Verben, die Verwendung des Passivs, Adverbien, Zeichensetzung; der lange Satz – wie schreibt man ihn? Im zweiten Teil werden Klarheit und Wirtschaftlichkeit mit Worten und Originalität behandelt: Einfacher Ausdruck, der Umgang mit Wiederholungen, das Spielen mit Wörtern und Namen, Ideen finden, Satz- und Absatzlänge, die eigene Stimme entwickeln. 


    Roy Peter Clark erklärt an praktischen Beispielen und Zitaten die einzelnen Tipps, und am Ende jedes der 50 Kapitel findet sich ein «Workshop» mit Übungen. Im dritten Teil geht es um Aufbau und Organisation von Texten. Hier befasst sich der Autor mit dem Dialogaufbau, dem Legen von Spuren, dem Foreshadowing, Cliffhangern, der «Schatzsuche» für den Leser und anderen wichtigen Themen, wie Erzählhaltung, Szenen, durchbrochene Erzählformen, Archetypen. Im letzten Kapitel werden nützliche Tipps zum Schreiben im Allgemeinen gegeben, wie Zielvorgaben, Recherche, Schreibgruppen.


    Roy Peter Clark hat sich mit diesem Standardwerk für Journalist*innen und Schriftsteller*innen aller Genres etabliert und es wird verwendet als Nachschlagwerk für den guten Umgang mit Sprache, bei dem Stil, Ausdruck und sprachliche Wirkung im Vordergrund stehen, sowie verschiedene Textformen für die journalistische Arbeit. Für Anfänger des Schreibens absolut empfehlenswert.


    Roy Peter Clark ist Vizepräsident des Poynter Institute, St. Petersburg, Florida – eine der renommiertesten Journalistenschulen der Welt. Er hat 17 Bücher zum Thema Schreiben und Journalismus herausgegeben und geschrieben.


     https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/die-50-werkzeuge-fur-gutes-schreiben.html


  5. Cover des Buches Von Beruf Schriftsteller (ISBN: 9783442716975)
    Haruki Murakami

    Von Beruf Schriftsteller

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Seit mehr als vierzig Jahren arbeitet Haruki Murakami als Schriftsteller. Seine Romane und Kurzgeschichten wurden in über fünfzig Sprachen übersetzt. In der Regel gilt der Autor als ziemlich scheu und gibt nur ungern Interviews. Dennoch lässt er sich auf den gut 200 Seiten von „Von Beruf Schriftsteller“ über die Schulter blicken. In elf Essays erzählt er von seinen Erfahrungen in der schreibenden Welt. Manches davon sind allgemeine Betrachtungen, anderes Gedankenübungen. Dazwischen berichtet er aber immer wieder davon, wie er seine Geschichten schreibt, worauf es ihm ankommt und worauf junge Autoren achten sollten. Daher tragen die Essays auch eindeutige Titel wie „Und worüber soll ich schreiben?“ oder „Für wen schreibe ich?“. Manche Tipps und Ratschläge dürften Nachwuchsautoren (und -autorinnen) sehr interessant sein. Andere Passagen beleuchten Haruki Murakami als Menschen näher. Manchmal schweift der Autor dabei allerdings erheblich ab. Oder lässt sich seitenlang über das japanische Schulsystem aus. Diese Passagen fand ich weniger interessant. Für Fans des Meisters ist „Von Beruf Schriftsteller“ sicherlich ein Muss, aber auch andere Leser, die von Haruki Murakami nicht jedes Werk kennen, sich aber für das Handwerk Schreiben interessieren, dürften in Haruki Murakamis Buch viele interessante Zeilen finden. Ich persönlich fand Stephen Kings Ratgeber "Das Leben und das Schreiben" besser.

  6. Cover des Buches Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben (ISBN: 9783442416646)
    Elizabeth George

    Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben

     (36)
    Aktuelle Rezension von: FabAusten
    Es gibt wohl zwei Typen von Schriftstellern. Diejenigen, die drauflos schreiben und sich von ihrer eigenen Kreation überraschen lassen. Und die anderen, die Geschichte, Plot und Figuren akribisch planen und dann erst mit dem Schreiben beginnen. Während Stephen King zur ersten Gruppe gezählt werden kann, vertritt Elizabeth George die zweite.

    Wort für Wort gibt die Krimiautorin einen Überblick über die Bestandteile eines Romans, den Aufbau des Plots, das Handwerk der Schriftstellerei sowie Einblicke in ihre eigenen Arbeitsmethoden und ihren Werdegang. Die theoretischen Erklärungen werden anhand literarischer Beispiele verdeutlicht.

    Zum einen erfährt der geneigte Leser und angehende Schriftsteller viel über die Grundlagen des Schreibens. Andererseits, und das trifft auf alle Schreibratgeber zu, ist für bereits informierte Leser wenig Neues dabei. Nichtsdestotrotz wird vorhandenes Wissen vertieft. Dazu dienen auch die Auszüge aus Georges Romanen oder denen anderer Verfasser. Allerdings sind die Passagen überaus zahlreich vorhanden und fallen darüber hinaus häufig recht umfangreich aus. Um etwas zu verdeutlichen, bedarf es nicht eines Beispiels, dass sich über mehrere Seiten erstreckt. Hierdurch entstehen immer wieder Längen. Schade auch, dass George soviel von ihren eigenen Werken preisgibt (u.a. wer der Mörder in einem davon ist).

    Obwohl die meisten Tipps für Romane aller Genres gelten, steht doch das Verfassen von Krimis ein wenig im Mittelpunkt. Da es sich um die Kernkompetenz der Autorin handelt und Wort für Wort auf ihren persönlichen Erfahrungen und Arbeitsweisen beruht (was auch immer wieder betont wird), ist dies wenig überraschend. Auch in Puncto „Recherche“ spiegelt sich die persönliche Herangehensweise sowie die privilegierte Situation der Autorin wider. Es ist wohl nicht jedem Schriftsteller (finanziell) möglich, die realen Schauplätze seiner Werke zu besuchen. Oder wie im Falle von Elizabeth George mit Regierungsbeamten, ehemaligen US-Präsidenten oder anderen Experten zu sprechen. Sollte er deswegen auf seine Idee bzw. Thema verzichten? Besonders heutzutage können doch Wissenslücken auf diverse Weisen gefüllt werden.

    Es wird gezeigt, dass ein guter Roman nicht mal eben so geschrieben werden kann, sondern durchaus viel Arbeit und Schweiß erfordert. Es ist eben eine Kunst. Mitunter entsteht aber auch der Eindruck, Elizabeth George wolle eher vom Schreiben abraten als zu motivieren. Letzteres gelingt Stephen King mit Das Leben und das Schreiben zumindest weitaus besser.

    Elizabeth George informiert umfangreich und eloquent über das Schreiben und gibt interessante Einblicke in ihre Arbeit. Inwieweit beides hilfreich und relevant für die eigene Herangehensweise ans Schreiben ist, muss jeder Jungautor für sich ausloten.
  7. Cover des Buches Big Magic (ISBN: 9783596034932)
    Elizabeth Gilbert

    Big Magic

     (87)
    Aktuelle Rezension von: SandyMercier

    Big Magic von Elizabeth Gilbert ist ein wundervolles Buch über Kreativität.

    Sie ist ehrlich, lustig und das Buch zu lesen hat mir auf sehr vielen Ebenen weitergeholfen. Danke für diese spannenden Ansätze. Ich liebe die Autorin einfach 😊 Sehr inspirierend.

  8. Cover des Buches Federleicht - Die kreative Schreibwerkstatt (ISBN: 9783778792797)
    Barbara Pachl-Eberhart

    Federleicht - Die kreative Schreibwerkstatt

     (12)
    Aktuelle Rezension von: sarahscourtofbooks

    Titel: Federleicht – die kreative Schreibwerkstatt – Wie die Kraft ihrer Worte zur Lebenskraft wird

    Autor: Barbara Pachl-Eberhart

    Verlag: integral

    Seitenanzahl: 384 Seiten

    Preis: D:19,99€ A:20,60€

    Inhalt

    So wird der Traum vom Schreiben Wirklichkeit
    Losschreiben, wenn die Seele drückt. Schreiben, wenn die Stimme gerade nichts sagen kann. Schreiben, wenn die eigene Meinung einen Platz haben will. Schreiben, um kostbare Momente festzuhalten und Erinnerungen wachzuküssen … 

    Schreiben kann ganz einfach sein – und das  Leben auf ungeahnte Weise bereichern. Barbara Pachl-Eberhart führt ihre  Leserinnen und Leser vom ersten, federleichten Schreibschritt bis hin  zur Veröffentlichung eigener Texte. Die kostbare Nebenwirkung: Jede Art  zu schreiben stärkt eine neue Facette an Lebenskraft. So ist nicht nur  der fertige Text das Ziel – sondern auch ein Leben, das von der eigenen  Stimme getragen ist. Ein freudvolles, sinnerfülltes, kreatives Leben:  Das ist es, was das Schreiben uns schenken kann. Federleicht – Die kreative Schreibwerkstatt zeigt, wie es geht. 

    Cover

    Das Cover ist nicht zu aufringlich, was ich bei Ratgebern sehr gut finde. Man sieht um welches Thema es sich handelt ohne etwas lesen zu müssen.

    Geschichte&Schreibstil

    Barbara Pachl-Eberhart erzählte in dem Buch wie sie zum Schreiben gekommen ist und wie sie ihre ersten Bücher veröffentlichen konnte. Mit vielen Tipps und Übungen erklärt sie in dem Buch mit einigen Beispielen wie man es schafft sich die Seele loszuschreiben. Das Buch ist in kreatives und in therapeutisches Schreiben eingeteilt. Der Schreibstil ist nicht immer einfach zu lesen, was bei mir vielleicht auch daran lag, dass ich oft abgeschweift bin, aber mir hat es gut gefallen, dass die Autorin viele Beispiele gemacht hat. Man konnte es sich dadurch viel bildlicher vorstellen.

    Fazit

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Am besten finde ich, dass man das Buch nicht am Stück lesen MUSS, sondern sich auch einfach Tipps zu einem bestimmten Thema raussucht oder sich zum Beispiel nur fürs Therapeutische Schreiben entscheiden kann. Ein absolutes 5 Sterne Buch.

  9. Cover des Buches Wie man einem verdammt guten Roman schreibt (ISBN: 9783924491321)
    James N Frey

    Wie man einem verdammt guten Roman schreibt

     (49)
    Aktuelle Rezension von: SabWe

    Wie schafft man runde Figuren und wie entsteht eine spannende Story? Was genau ist eine Prämisse, der sich jeder Roman zu unterwerfen hat, und wofür sollte sie gut sein? Warum ist es für geniale oder zumindest talentierte Schreiber oft viel schwieriger, einen Roman zu verfassen, als für disziplinierte Arbeitstiere? Weshalb ist es so wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein, wenn man einen guten Roman schreiben will?

    Der amerikanische Schriftsteller und Universitätsdozent für kreatives Schreiben, James N. Frey, verfasste seinen Ratgeber, in dem er diese und weitere Themen behandelt, bereits 1987. Und ich bin unendlich froh, ihn ein paar Jahrzehnte später endlich entdeckt und gelesen zu haben.

    Natürlich ist der Mann umstritten und natürlich ist seine Sicht auf die Dinge zutiefst in der amerikanischen Literatur und Dramaturgie verwurzelt. Man stelle sich einen deutschen Literaturprofessor vor, der unter Auslassung jeglicher Demutsformel behauptet, zu wissen, wie man einen verdammt guten Roman schreibt. Undenkbar, ein Skandal!

    James N. Frey, geboren 1945 in New York, ist Schriftsteller und unterrichtete kreatives Schreiben an amerikanischen Universitäten, lange bevor man in Deutschland überhaupt zu glauben vermochte, dass es sich lehren und erlernen lässt, wie Literatur entsteht. Ganz ohne Geniekult und Strukturalismus-Debatten.

    Und natürlich weiß der Mann sehr genau, dass es „den“ verdammt guten Roman nicht gibt, dass er im Grunde eine Anleitung verfasst hat, wie man eine prima Drehbuchvorlage für den nächsten Tatort schreibt. Denn es geht ihm, wie Volker Neuhaus es im Vorwort zusammenfasst, „um den dramatischen Roman – um nicht mehr. Den Experimentalroman, den unsere Kritiker fast ausschließlich besprechen, schließt er ausdrücklich aus.“

    Man darf sich also diesem Buch nicht mit der Vorstellung nähern, eine Rezeptur für alles und jedes zu erhalten, die das eigene disziplinierte Arbeiten am Manuskript, das Schreiben und Verwerfen, Fluchen und Jauchzen, das rasche Entwerfen und langsame Überarbeiten überflüssig macht. Im Gegenteil. Wer Freys Anleitung ernst nimmt, sieht eine Menge harter Arbeit auf sich zukommen. Ganz anders, als es die zuckersüßen Ratgeber verheißen, die den kreativen Schreibfluss anregen wollen, nicht aber zum Klotzen und Ackern auffordern.


    Vergiss Schreibübungen und konzentriere dich auf deine Prämisse

    Zentrale Bedeutung kommt Frey zufolge der Prämisse eines Romans zu. Die Prämisse ist letzter Grund des jeweiligen Romans und bestimmt dessen Aufbau, Handlung, Konflikte und Spannungsbögen. Sie stellt eine organische Einheit der Handlung aller Figuren her, sie muss bewiesen und ins Extrem geführt werden. Ohne eine Prämisse könnte der Roman immer noch nett und lesenswert sein, würde aber bei näherem Hinsehen in seine Einzelteile zersplittern.

    Dabei kann die Prämisse selbst durchaus banal sein. Sie kann beispielsweise lauten „Sex vor der Ehe führt ins Unglück“ – oder auch vom genauen Gegenteil ausgehen. Es kommt nicht darauf an, dass die Prämisse wahr ist, sondern darauf, dass der Autor sie beweisen will und die Beweisführung auf seine Figuren, deren Konflikte und Motive überträgt.

    Ist die Prämisse erst gefunden, müssen alle Szenen und Handlungen daraufhin überprüft werden, ob sie in einem Zusammenhang zu ihr stehen. Das klingt nach einer starken Einschränkung und so, als dürfe sich alles nur um ein Thema drehen und winden. Und gerade die hohe Bedeutung, die Frey der Prämisse zuspricht, führte teilweise zu Verrissen und negativen Rezensionen seines Schreibratgebers. Tatsächlich nimmt sie in seiner Anleitung einen wichtigen Stellenwert ein, letztlich aber nicht den allein selig machenden.

    Mir hat die Vorstellung einer solchen Prämisse enorm geholfen, zu verstehen, was mich an meinem eigenen Erstlingswerk stört: Der Roman ist schon okay, schwächelt aber, weil es ihm an einer solchen eindeutigen Prämisse fehlt, was bedeutet, er wirkt zersplittert, findet nicht zu sich selbst und zu einer überzeugenden Einheitlichkeit. Was bislang nur ein Gefühl war, an dem sich nichts ändern ließ, ist auf diese Weise zu einer Erkenntnis geworden, mit der sich arbeiten und ein neuer Versuch starten lässt. Und dafür bin ich schon heute zutiefst dankbar.

     

    Die Frage aller Fragen: Willst du einen verdammt guten Roman schreiben oder nicht?

    Freys eher knappe Anleitung war nicht der erste Schreibratgeber, den ich las. Ich wünschte, er wäre es gewesen. Denn es ist der erste, der mich wirklich voranbringt. Was ihn für mich so wertvoll macht und von anderen Ratgebern unterscheidet, ist, dass er keine gelenkten Schreibübungen enthält, deren Sinn sich niemandem erschließt und die den angehenden Autor stets nur in der Abhängigkeit von Experten halten, die es besser wissen. Frey stellt den Leser, der so gern ein Autor sein möchte, im Grunde vor eine einzige grundlegende Frage: Willst du nun einen verdammt guten Roman schreiben oder nicht?

    Ob man sich dann Freys Vorstellungen von einem solch eigenwilligen Genre wie dem „verdammt guten Roman“ gänzlich unterwirft, bleibt jedem selbst überlassen. Klar ist nur: Ein guter Roman duldet keine Ausflüchte. Schreib ihn mit ganzer Kraft und Intensität oder lass die Finger davon. Sei ehrlich zu dir selbst, halte dich fern von Kritikern, die dich nicht zerpflücken und anfeuern, und opfere zur Not auch deine Lieblingsszenen dem Rotstift, denn „nur Schriftsteller wissen, wie man einen Text umschreibt. Diese Fähigkeit allein macht den Amateur zum Profi“.

    Na dann: erfolgreiches Schaffen!

     

    Die Zitate wurden der deutschen Ausgabe aus dem Jahr 2008 entnommen.

     

  10. Cover des Buches Vier Seiten für ein Halleluja (ISBN: 9783940235367)
    Hans Peter Roentgen

    Vier Seiten für ein Halleluja

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen
    Der Titel suggeriert, dass sein Sinn und Zweck darin besteht, Autoren auf eine Veröffentlichung im Verlag vorzubereiten. Dies trifft jedoch nur eingeschränkt zu. Im Vorwort wird aber klargestellt, dass das Sachbuch dazu gedacht ist, Schwächen im eigenen Text zu erkennen und das Potenzial der Geschichte auszuschöpfen. Diesem Anspruch wird der Schreibratgeber meiner Ansicht nach gerecht.

    Der Ansatz, anonymisierte Textbeispiele heranzuziehen, um auf typische Fehler aufmerksam zu machen, finde ich überaus reizvoll. Gerade der Vergleich unterschiedlicher Textversionen kann einem Autor die Augen öffnen. Davon versprach ich mir einen Mehrwert. Zum Großteil wurden meine Erwartungen erfüllt. Neben den anschaulichen Beispielen und eingängigen Metaphern ist mir auch das ein oder andere Zitat namhafter Schriftsteller/innen im Gedächtnis geblieben.

    Leider hält sich der Autor aber nicht konsequent an seine eigenen Ratschläge. Im letzten Drittel des Sachbuches scheinen sich die Lektionen langsam, aber stetig zu wiederholen. Dabei ist der Rotstift bekanntlich der beste Freund des Autors. Warum also hier nicht (Wiedergekäutes) streichen oder durch Texte ersetzen, die neue Aspekte mit sich gebracht hätten? Schade fand ich ebenfalls, dass die Negativ-Beispiele überwiegen; vorbildliche Texte sind mindestens genauso lehr- und auschlussreich. Schwer beeindruckt hat mich, wie es dem Autor trotz schwieriger Voraussetzungen oft gelungen ist, das in einer Geschichte schlummernde Potenzial aufzuzeigen und zu erschließen.

    Fazit: Dieser Schreibratgeber kann Anfängern nur ans Herz gelegt werden. Für Leser, die sich schon eingehend mit dem Schreibhandwerk befasst haben, wird aber eher wenig Neues geboten.
  11. Cover des Buches Das Zauberer-Handbuch (ISBN: 9783492267915)
    Michael Peinkofer

    Das Zauberer-Handbuch

     (14)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen

    Meine Meinung:
    Michael Peinkofer erzählt unterhaltsam aus dem Nähkästchen. Anhand von Beispielen und Auszügen seiner eigenen Romane gibt er hilfreiche Tipps und Tricks zum Schreiben, Erschaffen von Welten und Figuren. Durch die Schreibweise ist dieser Schreibratgeber überhaupt nicht trocken und auch für Leser:innen ohne "Schreib-Hintergrund" geeignet. Ich selbst habe eigentlich nicht die Absicht ein Fantasybuch zu schreiben, mich interessierte viel mehr die Praxis des Autorenberufs, speziell in diesem Genre, da ich eben überwiegend Fantasy lese. Da Michael Peinkofer nicht erst seit gestern Fantasybücher schreibt konnte er auch viele Hintergründe zur Entstehung des Fantasygenres und seiner Subgenre erläutern. Ich fand das alles hochinteressant.

    Top oder Flop?
    Top!

    Empfehlung?
    Für mich war das Zaubererhandbuch ein äußerst interessantes und aufschlussreiches Werk. Ob es auch für angehende Fantasy-Autor:innen und Schreibinteressierte hilfreich ist, kann ich aus meiner (Leser-) Perspektive schwer sagen. In jedem Fall denke ich aber, dass es hilfreiche Informationen, Tipps und Tricks bietet, die speziell auf das Fantasygenre ausgelegt sind.

  12. Cover des Buches Deutsch für junge Profis (ISBN: 9783499626296)
    Wolf Schneider

    Deutsch für junge Profis

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Morgentau1

    Humorvoll geschrieben, mit vielen Beispielen aus der Praxis.

  13. Cover des Buches Drei Seiten für ein Exposé (ISBN: 9783940235909)
    Hans Peter Roentgen

    Drei Seiten für ein Exposé

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt/ Klappentext:

    Exposés sind das Fegefeuer der Autoren. Leichter quetscht man einen Elefanten durch ein Nadelöhr, als dass man einen 400-Seiten Roman auf drei Seiten Exposé eindampft. Hier erfahren Sie, wie Sie ein Exposé schreiben, es verbessern und für Ihren Roman nutzen, um Schwachstellen Ihrer Geschichte aufzuspüren. Was ein Kurzexposé und ein Pitch ist und was Sie an Verlage und Literaturagenten schicken müssen. - 14 Beispielexposés und wie man sie verbessert - 6 erfolgreiche Exposés, die zu einem Verlagsvertrag führten, darunter eins von Titus Müller - Sieben namhafte Literaturagenten verraten im Interview, was ihnen wichtig ist.


    Persönliche Meinung:

    Ich befinde mich gerade selbst in der Phase  mein erstes Expose für eine Bewerbung bei einer Literaturagentur bzw. auch einem Verlag zu schreiben. Hier habe ich unglaublich wertvolle Tipps erhalten und konnte anhand anschaulicher Beispiele einen guten Eindruck über die do´s und dont`s eines Expose erfahren. Nun kann ich mich voller Motivation dieser Aufgabe zuwenden.

  14. Cover des Buches Wie man einen verdammt guten Roman schreibt (ISBN: 9783897051287)
    James N Frey

    Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

     (25)
    Aktuelle Rezension von: anuleiko

    Ich habe gleich im Anschluss an den ersten Teil, den zweiten Teil von "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" gelesen. Um ehrlich zu sein, ist meine Meinung darüber fast die genau gleiche wie über den ersten.

    Besonders die Kapitel über Prämissen und "Die Sieben Todsünden" fand ich interessant. Vor allem wenn man Prämissen nach dem ersten Teil noch nicht ganz verstanden hat. 😉


    Was mich diesmal wirklich genervt hat, waren die unzähligen Textbeispiele. Ich verstehe, dass der Autor seine Ratschläge mit eigenen Texten oder Auszügen aus beliebten Romanen veranschaulichen möchte, aber seitenlange Beispieltexte sind dann doch zu viel des Guten. Ich hab mich mehr und mehr dabei ertappt, sie zu überspringen. Vor allem die Negativbeispiele! Okay, Frey möchte zeigen, wie man es *nicht* macht, doch ich will mir nicht absatzweise Negativbeispiele durchlesen; am Ende präge ich sie mir noch ein (statt den guten Beispielen).


    Fazit. Meiner Meinung nach reicht es aus, den ersten Teil zu lesen. Wer wirklich noch nicht genug hat, kann sich den zweiten Teil ja gebraucht kaufen. Ein paar tolle Tipps sind auf jeden Fall dabei!

  15. Cover des Buches On Writing (ISBN: 9781439193631)
    Stephen King

    On Writing

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Diana_Dick

    Ich bin ein King-Fan und mag seine Art zu schreiben sehr. Sein Stil kommt bei diesem Buch wieder stark durch und ich glaube schon, dass man das mögen muss, um das Buch zu mögen.

    Der Anfang hat sich für mich extrem gezogen. Doch nachdem das ganze Kindheits-Geplänkel durch war, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Genau wie King plotte und plane ich sehr wenig. Ich fange einfach an zu schreiben. Deswegen habe ich mich in diesem Buch oft wiedergefunden. Er spricht viele Dinge ganz unverblümt an. Zwischen den Zeilen dieses Buches, das im Grunde nicht wirklich ein Ratgeber ist, finden sich viele gute Ratschläge.

    Ein solides Buch, das nur aufgrund der schwachen und für mich unnötigen ersten Hälfte einen Stern Abzug bekommt. Ich hätte das Buch tatsächlich bevorzugt, wenn er diesen Teil über seine Kindheit weggelassen hätte. Aber das kann durchaus einfach nur Geschmacksache sein.

  16. Cover des Buches Charaktere entwickeln (ISBN: 9783748193388)
    J.C. Mohring

    Charaktere entwickeln

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Bluewolfgirl

    Ich habe dieses Buch durch eine Leserunde gewonnen und mich sehr über diese Chance gefreut. 

    Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um einen Ratgeber zum Erstellen eigener Charaktere. Anhand von vier "Basis-Charakteren", welche anhand ausführlicher Steckbriefe vorgestellt werden, sollen die Charaktere, passend zur gewünschten Geschichte, entworfen werden. Dieses Konzept hat mich positiv überrascht. Besonders interessant fand ich, dass sich diese Charaktertypen auch auf den eigenen Bekanntenkreis anwenden lassen und mir direkt einige passende Personen für die einzelnen Typen eingefallen sind. Natürlich ist zu beachten, dass keine Person zu 100% nur einem Typen entspricht. Es dient viel mehr einer guten Übersicht, sowie einem groben Leitfaden an dem man sich halten kann. 

    Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Es bietet eine gute Hilfe im Erstellen von Figuren mit alles was dazu gehört. Ich kann es jedem der gerne Geschichten schreibt und noch etwas Hilfe bei den Charakteren benötigt sehr empfehlen!


  17. Cover des Buches Realistische Mörder in Krimis und Thrillern (ISBN: 9783864431500)
    Nicolette Bohn

    Realistische Mörder in Krimis und Thrillern

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Livilla
    Der Ratgeber geht nicht allgemein um Krimischreiben, sondern speziell um die Gestaltung des Täters.

    Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert. Einige Teile – etwa die eingestreuten Interviews und die Beschreibung der Tätertypen oder der Teil mit der Kriminalliteratur sind locker geschrieben und interessant zu lesen.

    Und der Rest? Mit dem kann man als Kriminalautor arbeiten Nachlesen, was Tätertypen antreibt, welche Fantasien sie bewegen, was eine mögliche Background-Story für einen Täter sein könnte. Das Buch liefert eine Fülle an Material und Anregungen für eigene Überlegungen.

    Mein Fazit: Ein Ratgeber zum Nachschlagen und Nachlesen mit vielen Anregungen – hilfreich beim Erstellen einen realistischen fiktiven Täters samt Background und Motivation.
  18. Cover des Buches Fantasy schreiben und veröffentlichen. Phantastische Welten und Figuren erschaffen (ISBN: 9783866711273)
    Sylvia Englert

    Fantasy schreiben und veröffentlichen. Phantastische Welten und Figuren erschaffen

     (7)
    Aktuelle Rezension von: NicoleGozdek

    "Fantasy schreiben und veröffentlichen - phantastische Welten und Figuren erschaffen" - so lautet der ehrgeizige Titel von Sylvia Englert, die den meisten Leserinnen und Lesern wohl eher unter ihrem Pseudonym Katja Brandis bekannt ist.

    Es handelt sich bei dem Buch um ein Handbuch, das sich vor allem an Schreibanfänger richtet, die Fantasy schreiben und veröffentlichen möchten. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, keine Frage, und bietet eine bunte Mischung aus Tipps, Anekdoten, Buchzitaten, Checklisten sowie kurzen Zitaten von anderen Autoren, Lektoren, Buchhändlern und Bloggern. Dennoch habe ich viereinhalb Monate gebraucht, um das Buch zu beenden, und ich muss sagen, dass es mich etwas zwiegespalten zurückgelassen hat.

    Fangen wir mit dem Positiven an: 

    1.) Der Schreibstil: Unterhaltsam und für Einsteiger nicht überfordernd führt die Autorin durch das Handbuch. Sie berichtet anschaulich von ihren eigenen Erfahrungen und die Zusammenfassungen in Form von hervorgehobenen Tipps sind für Einsteiger hilfreich.

    2.) Die Interviews: Sylvia Englert lässt auch andere Autoren sowie Lektoren und anderen Fantasy-Kenner zu Wort kommen, sodass sich ein breites Bild in die Denkweise aller Beteiligten bietet. Worauf legen Verlage und Lektoren wert? Welche Tipps haben andere Autoren für Anfänger parat? Hier erfährt man es.

    3.) Die Checklisten: Ich kann eigentlich sagen, immer wenn ich die Buchseiten mit einem Post-It beklebt haben, dann um eine Checkliste zu markieren. Diese sind wirklich hilfreiche Zusammenfassungen und bieten wertvolle Informationen auf einen Blick zum Beispiel zu möglichen Fantasy-Grundthemen, zum Weltenbau, zur Entwicklung von phantastischen Völkern oder Figuren, inneren und äußeren Konflikten, etc. Auch die gelegentlichen Links sowie die Verlagsübersicht am Ende sind hilfreich, auch wenn man bedenken muss, dass das Buch von 2015 ist und einige der Informationen inzwischen veraltet sind.

    4.) Die Themenbreite: Eins muss man Sylvia Englert zugutehalten, die Leser finden zu jedem relevanten Thema etwas. Beginnend mit der Unterscheidung der Genres, Besonderheiten der Zielgruppen, Ideenfindung, Worldbuilding, Figurenentwicklung, Perspektiven, Schreiben, Überarbeiten bis zu verschiedenen Möglichkeiten der Veröffentlichung. Auch ein Abschnitt zum Thema Selfpublishing ist enthalten.

    Kommen wir nun zu den Punkten, wo mich das Buch nicht überzeugt hat:

    1.) Die Informationstiefe: Sylvia Englert reißt viele Themen an - das ist das Ziel eines Handbuchs -, doch wer einen Schreibratgeber für Fantasyautoren sucht, wird hier nicht fündig werden. Sylvia Englert bietet eine Übersicht, aber wer mehr zu einem Thema erfahren will, zum Beispiel, worauf man beim Schreiben achten sollte, der sollte zur Vertiefung weitere (Schreib-)Ratgeber lesen. Und wenn man, so wie ich, bereits Fantasyromane geschrieben hat, dann findet man nicht allzu viel Neues. Das Handbuch ist wirklich mehr für Einsteiger gedacht, die sich einen ersten Überblick verschaffen möchten.

    2.) Die ständige Werbung: Sorry, aber das hat mich wirklich genervt! Wozu muss man unbedingt ganzseitige Cover-Abbildungen in einem Handbuch platzieren? Es sind nicht nur Cover der Autorin selbst, sondern auch von anderen Autoren. Hier kam mir schnell der Verdacht auf, als hätte Sylvia Englert einigen (nicht allen) ihren Interviewpartnern Produktplatzierungen versprochen, damit sie ihr Rede und Antwort stehen.

    3.) Die Buchzitate: Dieser Punkt hängt leider eng mit meinem zweiten Kritikpunkt zusammen. Mir war nicht ersichtlich, warum es die Zitate aus den Fantasyromanen gebraucht hat. Denn leider dienten die Zitate in erster Linie nicht dem Zweck, dem Leser einen wichtigen Schreibtipp zu verdeutlichen oder eine Aussage zu unterstreichen. Sie waren schlicht nichts anderes wir die ganzseitigen Cover-Abbildungen, nämlich Werbung.

    Und diese Werbung war auch der Grund, warum ich so lange für das Buch gebraucht habe. Es war nicht so, dass der Handbuch schlecht war. Im Gegenteil, für Anfängerautoren bietet das Handbuch einen guten Überblick zum Einstieg und das Buch ist gut geschrieben, sodass es sich zügig durchlesen lassen würde ... ja, wenn die Werbung nicht wäre, die mir persönlich leider das Lesevergnügen stark vermiest hat. Daher habe ich mich am Ende auch nur für 3 Sterne entschieden.

  19. Cover des Buches By K. M. Weiland Structuring Your Novel: Essential Keys for Writing an Outstanding Story (ISBN: 8601401509912)
    K. M. Weiland

    By K. M. Weiland Structuring Your Novel: Essential Keys for Writing an Outstanding Story

     (3)
    Aktuelle Rezension von: B_Mondae

    Es gibt eine kleine Anzahl außerordentlich nützlicher Schreibratgeber. Die größten Wahlmöglichkeiten findet man im englischen Sprachraum, wo beispielsweise writers digest eine Fülle von guten Autoren unter Vertrag hat, die einen brillanten Ratgeber nach dem anderen veröffentlichen. Es gibt aber auch Indie-Autoren, die das gleiche vollbringen. Eine derartige Autorin möchte ich heute vorstellen.

    Es handelt sich um KM Weiland. Ihr Ratgeber „Structuring your Novel“ gibt es für kindle und als Taschenbuch. Letzteres hat in der Version von 2013, welche in meinem Schrank steht, einen Umfang von 324 Seiten. Auf Amazon.com gibt es Stand November 2014 zu diesem Buch 195 Rezensionen mit einer Durchschnittsnote von 4,5 Sternen. Das zeigt nicht nur die Qualität, sondern auch die weite Verbreitung des Buches, denn nicht jeder Leser schreibt eine Rezi.
    Die Autorin hat sehr viel Fleiß und Mühe in ihren Ratgeber gesteckt, was man bei jeder Seite merkt. Es ist genau dieser Anspruch an sich selbst, gute Qualität abzuliefern, die ich bei einem anderen kürzlich von mir rezensierten Schreibratgeber stark vermisste.


    Werfen wir einen Blick in das Inhaltsverzeichnis:


    Part 1 Story Structure
    Chapter 1: The Hook
    Chapter 2: Where should you begin?
    Chapter 3: Opening Chapter Pitfalls
    Chapter 4: The First Act, Pt. 1: Introducing Characters
    Chapter 5: The First Act, Pt. 2: Introducing Stakes and Settings
    Chapter 6: The First Plot Point
    Chapter 7: The First Half of the Second Act
    Chapter 8: The Second Half of the Second Act
    Chapter 9: The Third Act
    Chapter 10: The Climax
    Chapter 11: The Resolution
    Chapter 12: Further Considerations for Your Ending
    Chapter 13: FAQ about Story Structure
    Part 2: Scene Structure
    Chapter 14: The Scene
    Chapter 15: Options for Goals in a Scene
    Chapter 16: Options for Conflict in a Scene
    Chapter 17: Options for Disaster in a Scene
    Chapter 18: The Sequel
    Chapter 19: Options for Reactions in a Sequel
    Chapter 20: Options for Dilemmas in a Sequel
    Chapter 21: Options for Decisions in a Sequel
    Chapter 22: Variations on Scene Structure
    Chapter 23: FAQ about Scene Structure
    Part 3 Sentence structure
    Chapter 24: Sentence Structure

    Das Werk ist vollständig für deutsche Leser geeignet. Kapitel 24 befasst sich nicht mit den Eigenheiten englischer Sätze, sondern den korrekten Aufbau von: Externer Impuls, Reaktion der Romanfigur darauf (psychisch und physisch) und den anschließenden Handlungen. Das Konzept heißt bei Dwight V. Swain „Motivation-Reaction-Unit“. Frau Weiland hat den Begriff übernommen.

    Die Autorin kennt das Buch von Swain und verweist in ihrem eigenen Schreibratgeber oft darauf. Wer also Swain gelesen hat, findet viel Bekanntes (Bsp: Den Szenenablauf Ziel, Konflikt, Desaster und den Wechsel zwischen Szene und Sequel). Es wurde anders und etwas zeitgemäßer aufbereitet, in keinem Fall abgeschrieben. Frau Weiland verwendet eine klare Sprache, keine verschachtelten Sätze oder komplizierte Vokabeln. Durchschnittliche Kenntnisse des Englischen reichen meiner Ansicht nach vollständig für das Verstehen des Buches aus.


    Zur Verdeutlichung ihrer Thesen verwendet die Autorin Beispiele aus bekannten Filmen, z.B. „Master and Commander“ mit Russel Crowe. Ein guter Film ist nichts anderes als eine erzählte Geschichte. Frau Weiland hat den Film in Abschnitte unterteilt, welche die klare Struktur des Drehbuchs analog der Kapitel 4 bis 10 aufzeigen. Man merkt also, dass eine gute Story einer guten Struktur folgt.


    Wer also Hilfe für das Rahmengerüst eines Romans sucht, wird bei diesem Schreibratgeber auf jeden Fall fündig. Jede der 324 Seiten ist gespickt mit Substanz, mit Qualität und nützlichen Tipps. Regelmäßige Aktualisierungen – neulich sah ich schon eine Auflage 2014 – zeigen, dass das Werk weiter gepflegt wird. Es ist sicherlich genau dieser Servicegedanke für den Leser, dieser starke Wille, Qualität abzuliefern, der dem Schreibratgeber seinen verdienten Erfolg gebracht hat. Gerne verbeugt man sich vor dieser Klasse.

  20. Cover des Buches Klappentext, Pitch und anderes Getier: Klappentext leichtgemacht (ISBN: 9783744851060)
    Hans Peter Roentgen

    Klappentext, Pitch und anderes Getier: Klappentext leichtgemacht

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt/Klappentext:

    Klappentext und Pitch leichtgemacht


    Horror vorm Klappentext? Endloses Grübeln über wenige Sätze? Das muss nicht sein.

    Hier kommt die Lösung:

    Lernen Sie, wie Sie einen werbewirksamen Klappentext entwerfen und verbessern! Wie Sie die Hollywoodformel für die Rückseite Ihres Buches nutzen. Welche Elemente sich dafür eignen. Wie acht erfolgreiche Selfpublisher und Verlagsleute Klappentexte entwerfen.

    Warum der Pitch, der eine Satz über Ihr Buch, so wichtig für den Erfolg ist und wie Sie ihn formulieren.


    Persönliche Meinung:


    In der Vorebereitung auf meine Manuskripteinsendung habe ich mich mit dem Schreibratgeber beschäftigt. Viele hilfreiche Tipps an anschaulichen Textbeispielen, die Kommentare des Lektorats enthalten. Absolut empfehlenswert.

  21. Cover des Buches Schreib den verd... Roman! (ISBN: 9783932522048)
    Stephan Waldscheidt

    Schreib den verd... Roman!

     (7)
    Aktuelle Rezension von: BirgitConstant
    Mit seinem Anti-Ratgeber Schreib den verd... Roman liefert Stephan Waldscheidt in gewohnt subtil beobachtender und mit spitzer Feder schreibender Art eine Fülle von hemmungslos sarkastischen und ironischen Vorschlägen und Denkanstößen für Autoren, die endlich wissen wollen, wie man einen Bestseller schreibt.
    Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt: Zum Schreiben, Zum Roman, Zu den Genres. Dort seziert Waldscheidt ausführlich die verschiedensten Todsünden, Stolperfallen und Unarten in den Bereichen allgemeine Schreibtechnik, Romanaufbau, Figurenkonstellation, Perspektive, Beschreibungen und Dialoge sowie Genres. Ergänzt und aufgelockert werden die einzelnen Kapitel zu diesen Bereichen durch einprägsame Merksätze sowie eine Autorentypologie.
    Waldscheidt zieht in dem Buch das ganze Spektrum von feststellend und fragend über witzig und überspitzt bis hin zu skurril und bitterböse. So ist der Text nie langweilig und wird mit seinem Inhalt und der Präsentationsform sicherlich nicht nur für Jungautoren eine willkommene Abwechslung in Sachen Schreibratgeber sein, die lehrreich und zugleich unterhaltsam ist.
    Ob es danach mit dem Bestseller klappt? Wer weiß. Auf jeden Fall wird der eigene verd... Roman sich um einiges verbessern, wenn man die Erkenntnisse aus der Lektüre von Waldscheidts Anti-Ratgeber auch tatsächlich in die Tat umsetzt.
  22. Cover des Buches Story Turbo (ISBN: B073JBP961)
    L.C. Frey

    Story Turbo

     (11)
    Aktuelle Rezension von: TheBookAndTheOwl
    Es waren wirklich interessante Tipps dabei, das muss ich schon zugeben. Aber war es wirklich, wirklich hilfreich? Nicht wirklich. 

    Die ersten 100 - 150 Seiten ging es nur um inhaltsloses Geschwafel, in welchem das Werk an sich angepriesen wurde etc pp.: Genauso wie man es aus den "Ich mach dich zum Millionär"-Videos kennt, die aufpumpen, wenn man seinen Adblocker nicht enabled hat. Ätzend. 

    Danach ging es einigermaßen Bergauf, erreichte aber nach kurzer Zeit wieder Flachland. Auch wenn L.C. Frey in seinem Buch schrieb, dass es sich hierbei um keine Motivationshilfe handele, war es im Endeffekt doch eine. Vielleicht auch ein gnädiger Arschtritt in die richtige Richtung, damit die Traumblase endlich platzte und man sich mit der harten Realität abfand. Aber bin ich dadurch schneller geworden? Nein. 

    80% der Tipps und Ratschläge in diesem Buch kannte ich bereits, was an sich wirklich schade um das gute Geld ist, was ich hierfür bezahlt habe. 

    Wer einen guten Roman schreiben will, sollte sich nicht mit Büchern aufhalten, die versprechen, den Menschen schneller zu machen, wenn doch schon allein das Lesen vergeudete Zeit ist, die man besser mit dem Schreiben an sich verbracht hätte. Das ist bisher die einzige Lehre, die ich aus dem Buch gezogen habe.
  23. Cover des Buches Briefe an einen jungen Dichter (ISBN: 9783458363828)
    Rainer Maria Rilke

    Briefe an einen jungen Dichter

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Lucinda4
    Poetische Gedanken über die Bedeutung der Einsamkeit für die Kreativität, über das Leben und die Liebe. Manchmal wünscht man sich, einen Blick in die Gegenbriefe werfen zu können. Aber Rilkes Texte berühren in jedem Fall.
  24. Cover des Buches Kreativ Schreiben (ISBN: 9783832161194)
    Fritz Gesing

    Kreativ Schreiben

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Ruth_Tuescher

    Dieser Schreibratgeber ist weniger als Inspiration für Menschen geeignet, die davon träumen, einmal ein Buch zu schreiben. Dafür ist er etwas zu nüchtern. Wer es aber ernst meint und das Handwerk gründlich erlernen will, ist hier gut bedient.

    Zahlreiche Beispiele aus der Literatur machen verständlich, worum es geht.

    Positiv hebt sich für mich die Auswahl der Beispiele ab: Von Goethe über Hemingway und  Proust bis hin zum unvermeidlichen Harry Potter ist alles dabei.

    Ich habe das Buch mit Interesse und Gewinn gelesen und werde sicher immer wieder darin nachschlagen.

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