Bücher mit dem Tag "schulprobleme"
14 Bücher
- Lea-Sophie Schwarzat
Time to Love myself
(33)Aktuelle Rezension von: MelreadsbooksIch habe vor ca. zwei Jahren den drittenTeil dieser Trilogie gelesen und war damals schon beeindruckt von der realitätsnahen Erzählung der Autorin. Obwohl es sich um einen jugendlichen Charakter handelt konnte ich mich in die Gedankenkreise und Verhaltensspiralen hineinversetzen und zum Großteil nachvollziehen. So oder ähnlich fühlt sich Depression an.
Solche Bücher empfinde ich wahnsinnig wichtig um nahestenden Personen einen Einblick in die Welt der psychischen Erkrankungen zu gewähren.
Aber es ist extrem wichtig beim Lesen auf sich zu achten und sich gegebenenfalls selbst zu schützen
Lia ist ein 14 jähriges Mädchen und hat üble Dinge in ihrem Elternhaus erlebt. Ein traumatisches Ereignis stürzt ihre gequälte Seele dann endgültig Richtung Abgrund. Sie ist gefangen in einem Strudel aus depressiven Gedanken und einer ernstzunehmenden Essstörung. Hilfe bietet ihr ausgerechnet ihre Lieblingslehrerin und deren Freundin die Direktorin an. Doch kann Lia die Hilfe annehmen?
Der Lesefluss ist nicht immer leicht. Nicht, weil der Schreibstil so grausig ist, im Gegenteil. Aber wir lesen von einem depressiven, von Selbstzweifeln kreisenden Kopf, was viele Wiederholungen und manchmal nicht nachvollziehbaren Reaktionen nach sich zieht.
Für mich ein wahnsinnig wichtiges Buch über ein Thema vor dem man nicht die Augen verschließen darf.
Ich empfehle dieses Buch allen, die sich gerne in einem positiven Sinne mit den Themen Depression, Essstörungen, Selbstverletzung und Selbstwertgefühl auseinandersetzen wollen, selbst aber stark genug sind darüber zu lesen.
Denkt daran euch selbst zu schützen und wendet euch frühzeitig an eine Person eures Vertrauens wenn es euch nicht gut geht!
- Shiori Ota
Das kleine Café der zweiten Chancen
(137)Aktuelle Rezension von: Lissy0612Shiori Ota hat einen leichten und trotzdem poetischen Schreibstil. Die Seiten fliegen einfach so vor sich hin und es macht Spaß, dieses Buch zu lesen.
Ota hat ein Buch geschrieben, welches Mut macht.
Man lernt sehr viel nützliches Wissen über Kaffee. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber interessant finde ich es trotzdem total.
Das Buch gibt einem ein wohlig warmes Gefühl ums Herz.
Zum Schluss wurde mein Herz immer schwerer, da die ganzen Situationen, die die Menschen bereuten, mich ganz schön mitnahmen. Die letzte Tasse Kaffee zieht einen nochmal richtig in den Bann und ich wurde total traurig.
Das offene Ende hat mir ehrlich gesagt gut gefallen.
- Tom Limes
Voll verkackt ist halb gewonnen
(21)Aktuelle Rezension von: SillivEs hat mich etwas an Breakfast-Club erinnert. 4 verschiedenste Personen raufen sich zusammen. Ein Riesenproblem wird angezeigt: Schulabbrecher, nie richtig betrachtet, es gibt so viele Gründe, warum dies so sein könnte, nicht die Faulheit oder Null-Bock-Einstelllung. Trotz diesem schmerzlichen Thema ist dies eine Geschichte über Freundschaft. Eine tolle Mischung, man wird sensibilisiert für diese Thematik und trotzdem Unterhaltung pur. Absolut genial. Danke für den Epilog und so lieb die Danksagung an Max, Julian, Liza und Tariq.
- Jürgen Seibold
Kinder
(67)Aktuelle Rezension von: CarinaElena[Rezension - unbezahlte Werbung]
Nähe von Stuttgart. Sie sind glücklich verheiratet und mit ihrem Alltag mehr als zufrieden. Doch als nach den Sommerferien ein neues Schuljahr anfängt, beginnen die Kinder sich zu verändern. Der Familienfrieden wird bald vom immer aggressiveren Auftreten der Kinder erschüttert, und als schließlich ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben kommt, beschleicht die Eltern ein schlimmer Verdacht ... Annette und Rainer Pietsch leben mit ihren drei Kindern in der Nähe von Stuttgart. Als nach den Sommerferien ein neues Schuljahr beginnt, richtet sich die Familie wieder im Alltag ein. Doch nach einigen Wochen beginnen sich die Kinder zu verändern. Sarah wird zunehmend abweisend, und auch Michael und Lukas entwickeln merkwürdige Verhaltensweisen. Der Familienfriede wird immer mehr von dem aggressiven Auftreten der Kinder erschüttert. Haben die Veränderungen etwas mit den beiden neuen Lehrern, Rosemarie und Franz Moeller, und deren ziemlich unkonventionellen pädagogischen Methoden zu tun? Als schließlich ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben kommt, beschleicht die Eltern ein schlimmer Verdacht. "
Franz und Rosemarie Möllers sind Lehrer und neu an der Schule. Sie unterrichten u.a auch die Kinder von Familie Pietsch. Mir war schon früh klar, hier stimmt etwas nicht. Kinder werden gemobbt, versuchen sich das Leben zu nehmen oder verunglücken tödlich - auf seltsame Weise. Familie Pietsch stellt auf eigene Faust Nachforschungen da, da sie ja in der Schule eiskalt abgeblitzt. Was sie da erfahren, das überstieg meine Vorstellungen ...
Mir hat das Buch gut gefallen, es war thematisch tatsächlich auch etwas was ich so noch nicht gelesen habe. Das Lehrerehepaar ist absolut krank und lebt im Mittelalter. Die beiden waren mir sehr unsympathisch. Der Spannungsbogen war sehr monoton, weil an sich auch nicht so viel passiert ist, es war mehr ein eigenes Gedankenspiel :). Den Schluss fand ich etwas unrealistisch, hat mir nicht gefallen.
Lesenswertes Buch, erhält 3,5 Sterne.
- Eva Völler
Ein Gefühl von Hoffnung
(51)Aktuelle Rezension von: PixibuchDies ist der zweite Teil der sehr gut gelungenen Rohrpottsaga. Inzwischen haben wir das Jahr 1959. Inge arbeitet in einer Buchhandlung. Sie ist mit Peter verlobt, möchte aber momentan noch nicht heiraten. Bärbel soll von der Schule verwiesen werden, hat sie sich doch einem Lehrer widersetzt, der noch immer Hitler verehrt. Johannes ist zum Gewerkschafter aufgestiegen mit eigenem Büro. Mit Hanna führt er eine On-Off-Beziehung. Und die Lehrerin erkennt nicht, das Jakob hochbegabt ist und will ihn auf die Sonderschule bringen. Karls Kriegsverletzung ist sehr spürbar, hat er doch mit seinem Gedächtnis sehr große Probleme. Oma Mine führt noch immer das Regiment und bei den Rabes herrscht nach wir vor Chaos. Die Kohlenkrise macht sich jetzt bemerkbar, die Kumpels bangen um ihre Arbeit. Dire Autorin führt uns wieder mitten ins Leben der Familie Wagner. Man fühlt sich mittendrin in dem kleinen Siedlungshäuschen und spürt den Duft von Oma Mines Essen. Sie haben alle mit ihren Problemen zu kämpfen, halten aber nach wie vor fest zusammen. Der Wirtschaftsaufschwung macht sich bemerkbar, Waschmaschinen und Autos werden jetzt vermehrt gekauft. Doch in diesem Buch gibt es wieder sehr viel Schicksalsschläge, es werden einige Tote zu beklagen sein. Das Buch läßt sich sehr gut lesen, die Kapitel sind einwandfrei unterteil und die Sprache und Ausdruckweise von Eva Völler ist sehr ansprechend. Am Ende des Buches hofft man mit einer Fortsetzung, den sehr gerne möchte man wissen, wie das Leben der Protagonisten weitergeht. Das Cover zeigt im Hintergrund eine Zeche und m Vordergrund hängt eine Frau weiße Wäsche auf, wohlwissend,, dass sie gegen den Ruß ankämpfen muß.
- Gabriele Popma
Echo des Lebens
(22)Aktuelle Rezension von: julestodoMarion muss sehr viel durchmachen in ihrem Leben! Der Vater ist sehr streng und scheint sie nicht sonderlich zu mögen....
Als sie sich verliebt und schwanger wird, hat sie überhaupt keine Unterstützung von ihrer Familie und zieht zu ihrem Freund und deren Eltern. Dort wird sie liebevoll aufgenommen.
Das Leben ist manchmal ungerecht.... so muss sie viel Kummer hinnehmen. Was genau das ist, möchte ich hier nicht verraten, nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen!
So ein tolles Buch!
- Pete Johnson
Wie man seine Eltern erzieht (Eltern 1)
(55)Aktuelle Rezension von: buecherwuermchen_lauWas ein Lachkracher!
Ganz ehrlich,nachdem ich das Buch förmlich verschlungen habe,habe ich festgestellt,dass die Eltern falsch erzogen wurden!! ;-)
Dieses Buch zieht nicht nur dchon listig aus , mit seinem bunten Farben und coolen Illustarationen, nein,es hats richtig in sich!
Auf jedenfall, sollte jedes Kind dieses Buch mal lesen und ihr werdet überrascht sein,denn selbst Lesemuffel werden dieses Buch lesen.
Das weiss ich aus eigener Erfahrung,da mein Bruder das Buch nach mir gelesen hat und sich vor lachen kaum halten konnte.
Es erzählt die typischen Alltagsprobleme eines 12 Jährigen Teenagers, welcher sich nicht unterkriegen lässt,auch nicht bei Rückschlägen.
Das Buch hat einen tollen spannenden,witzigen Aufbau mit sehr lustigen Abschnitten.
Wir haben uns vor Lachen gekrümmt und selbst die Erwachsenen wurden neugierig,was wir da lesen!!!
Und ach ja...bevor ich es vergesse, das Buch animiert, zum Ausprobieren!
Also liebe Eltern,sollten sich eure Kinder,verändern oder Ihr Benehmen auffällig sein,sollte man definitiv das Buch lesen, denn die Kinder werden versuchen euch umzuerziehn ! ;-)
Ob das wohl gelinkt???? - Sabine Vöhringer
Karl Valentin ist tot
(60)Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63Wer einen guten Lokalkrimi, der in der bayrischen Landeshauptstadt München spielt, lesen möchte, ist bei Sabine Vöhringer gut aufgehoben. Ich habe nun Karl Valentin ist tot gelesen. Das ist mittlerweile der dritte Band um den Hauptkommissar Tom Perlinger mit amerikanischen Wurzeln.
Wie bereits in den ersten Büchern Die Montez-Juwelen und Das Ludwig-Thoma Komplott spielt auch dieser Krimi wieder in der schönen Stadt München. Viktualienmarkt, Frauenkirche, Karl-Valentin-Brunnen, Café Rischart, Das Wirtshaus sind bekannte Schauplätze. Und erneut kommen historische Persönlichkeiten und Ereignisse ins Spiel. Das ist ein Markenzeichen der Bücher von Sabine Vöhringer. Wie der Titel schon ahnen lässt, geht es diesmal um Karl Valentin, den Humoristen, den man hier neu entdecken kann. Wie nebenbei erfährt man einiges über diese Person. Immer wieder werden bekannte humorvolle Sprüche widergegeben.
Der Fall, um den es diesmal geht, ist reichlich verzwickt. Den Mordfall, wie kann es anders sein, zu lösen, ist nicht einfach, gibt es doch neben einem Hinweis auf einem Selbstmord, der vielleicht keiner war, auch noch plötzlich eine Entführung aus dem Umfeld von Tom Perlinger. Die Spannung steigt stetig an und es ist bis zum Schluss unklar, wer hinter den Aktionen steht. Daneben wird ein weiterer Erzählstrang mit Bezügen zu den ersten beiden Büchern geschickt weitererzählt. Das Ende scheint noch offen zu sein. Tom Perlinger ist eine sehr interessante Person, hartnäckig, aber auch humorvoll. An seiner Seite stehen Jessica mit Berliner Wurzeln, die keinen Süßigkeiten aus dem Weg gehen kann sowie sein Kollege Mayrhofer, der manchmal gegen ihn arbeitet. Die private Beziehung zu Christl und der gesamten Familie werden weiter erzählt und man schließt diese Personen immer mehr in sein Herz. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch wie beim Sport mit einem Cool Down daherkommt. Man entspannt sich in geselliger Runde, damit der Adrenalinspiegel nach der hektischen Schlussphase runterkommen kann. Am Schluss des Buchs findet man nicht nur ein Personenregister, sondern auch eine graphische Darstellung der Beteiligten.
Klare Leseempfehlung und 4 Sterne
- Katrin Lankers
Zurück auf Gestern
(104)Aktuelle Rezension von: Tabi_PodcastIn diesem Buch geht es um Zeitreisen was eines meiner Lieblingsthemen ist. In diesem Buch hat es mir besonders gefallen da sie die Zeit zurückgetret haben um etwas zu verändern. Die Hauptpersonen habe ich auch sofort gefeiert die beiden Freundinnen sind wie ich und meine Freundin. Auch die Nebencharackter hatten viele Merkmale was mich das ein oder andere mal auch zum Lachen gebracht hat. Und ich finde wenn man bei einem Buch lacht will das schon was heißen. Ich würde es jedem Empfehlen. Zeitweise,Komedie und Romantik wer sagt da nein?
- Armin Kaster
Wozu soll ich denn noch leben?
(2)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEs läuft nichts mehr rund in Leons Leben. Er fühlt sich allein, unnütz und hat auf nichts mehr Lust. Nach dem Tod seiner Oma geht der Streß mit seinen Eltern erst richtig los. Darauf hat er gar keinen Bock. Seinem besten Freund Benny konnte er immer alles erzählen und sagen, aber in letzter Zeit haben sie kaum noch richtig Kontakt. Benny ist total verknallt in Kathie. Es gibt kein anderes Thema mehr für ihn und so zieht sich Leon immer mehr zurück und fasst einen Entschluss. Er will sterben. Ein neuer Band aus der K.L.A.R. Reihe, realistisch und packend.
- Eva Völler
Eine Sehnsucht nach morgen
(44)Aktuelle Rezension von: Mia80Bei Band 1 hatte ich noch nicht damit gerechnet, dass ich so viel Abschiedsschmerz empfinden werde, wenn ich am Ende der Reihe ankomme. Inge, Bärbel, Jakob und Co. sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich sie nur ungern gehen lasse und ihr Leben am Liebsten noch weiter durch die Jahrzehnte begleiten möchte.
Mit „Eine Sehnsucht nach morgen“ befinden wir uns mittlerweile Ende der 60er Jahre.
Im finalen Band fokussiert die Handlung insbesondere auf Bärbel, die als frischgebackene Assistenzärztin ins Ruhrgebiet zurückkehrt. Als Frau mit wenig Berufserfahrung ist es nicht einfach, im Krankenhaus Fuß zu fassen, insbesondere, da die älteren männlichen Ärzte den Begriff „Halbgott in weiß“ buchstäblich leben.
Privat trifft Bärbel auf ihre Jugendliebe Klaus, was das Chaos auf allen Ebenen perfekt macht.
Auch bei den anderen Familienmitgliedern passiert laufend etwas Neues. Jakob ist mittlerweile ein Teenager, der seine politischen Interessen bei Demos durchzusetzen versucht.
Dies ist insbesondere deswegen interessant, da Parallelen zur heutigen Jugend zu erkennen sind. Teilweise sind es sogar immer noch die selben Themen, wegen denen Menschen auf die Straße gehen.
Es gibt viele Charaktere in diesem Buch. Neben der Familie runden Nachbarn, Kollegen und Freunde das Sammelsurium an Personen und Problemen ab. Ehekrisen, Krankheiten, Liebesdramen, Karrierewünsche... von allem ist etwas dabei und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf.
Das Ende kommt gefühlt viel zu schnell und man kann kaum glauben, wie schnell 460 Seiten gelesen waren. - Julia Jawhari
Finn: Im Reich der unruhigen Krieger
(3)Aktuelle Rezension von: vanessablnIn diesem Buch geht es um Finn, der wegen seiner Unruhe und Unkonzentriertheit wohl vor allem in der Schule Probleme hat und aus diesem Grund Tabletten nehmen soll. Das Buch besteht aus zwei Teilen, die sich abwechseln: der Realität von Finn und seiner Fantasiewelt. Denn in seinem Kopf gibt es noch die "Bandarinwelt", wo es unruhige Krieger gibt und allerhand los ist.
Den Teil aus der Sicht von Finn (in der Ich-Form) fand ich gut zu lesen und kindgerecht erzählt. Kinder mit ähnlichen Problemen können sich hier leicht wiederfinden. Wenn es ein Kinderbuch ist, fand ich allerdings die Mutter nicht sehr pädagogisch wertvoll geschildert. Sie steht nicht hinter der Tabletten-Entscheidung und weint sogar deshalb vor dem Sohn, welcher wiederum sehr mitfühlend ist, viel reflektieren kann und gerne alle Anforderungen erfüllen würde - wenn er nur könnte. Mit der "Bandarinwelt" hatte ich als Nicht-Fantasyfan Probleme, da sie sehr detaillreich ist. Meinem Sohn fehlte dafür wiederum die Geduld zuzuhören, wahrscheinlich würde er diesen Teil als Film mögen. Aus diesen Gründen hatte der Realitätsteil für uns gerne noch länger sein können.
Was den Inhalt angeht, ist es schwierig eine Meinung zu finden bzw. das Ziel des Buches zu sehen, da "unruhige Kinder" genauso unterschiedlich sind wie ihr Umfeld, die Ansichten darüber und getätigte Diagnosen (oder auch ausbleibende). Deshalb ist es sehr positiv, dass hier nicht für "alle ADHS-Kinder" gesprochen wird, sondern eben über Finn. Das Buch kann sicher niemandem die Entscheidung gegen oder für Medikation abnehmen. Es zeigt nur (bzw. aber), dass Finn ohne Medikament eine ausufernde Fantasie hat, die er mit Medikament verliert. Am Ende sieht es so aus, als hätte er einen anderen Umgang mit Fantasie sowie Realität gefunden, so dass er gestärkt aus der "Tablettenphase" hervorgeht und auch die Mutter wieder sie selbst sein kann. Wie es dann weitergeht und wie Finn sein Leben konkret meistert, hätte mich sehr interessiert, aber darüber erfährt man dann leider nichts mehr. - Lea Schmidbauer
Ostwind
(8)Aktuelle Rezension von: Lesestunde_mit_MarieDieses Filmhörspiel nach dem Buch von Lea Schmidbauer und Kristina Magdalena Henn ist sicher eine schöne Ergänzung zum Film. Wer den Film kennt, wird beim Hören gleich Bilder von dieser bewegenden Geschichte um das Pferd Ostwind und das Mädchen Mika im Kopf haben. Das Hörspiel ist eine Mischung aus Original-Filmszenen und Erzählung.
Die Protagonistin Mika hat arge Schulprobleme. Ausgerechnet in Physik ist sie die absolute Niete. Dabei sind beide Elternteile Physiker. Da die Eltern sich keinen besseren Rat wissen, als Mika in den Ferien zur strengen Großmutter Mütterlicherseits zu schicken, landet Mika unverhofft auf deren Pferdegut. Ihre Großmutter kennt sie kaum und diese lässt auch von Beginn an ihren spröden Charme sprühen. Mika fühlt sich einsam und findet Trost bei dem wilden Ostwind. Doch das gefällt der Großmutter überhaupt nicht, war es doch Ostwind, dem sie eine Behinderung zu verdanken hat. Sturkopf Mika findet aber Unterstützung bei Herrn Kahn, dem ehemaligen Gutsverwalter der Großmutter …
Der Ansatz, den Film in ein Hörspielformat zu transformieren hat seine Tücken, denn es fehlen schließlich die Bilder der Personen und Schauplätze, die man auf der Leinwand oder Bildschirm geboten bekommt. Daher wurden nur ausgewählte Filmszenen eins zu eins übernommen. Die sonstigen Szenen werden erzählt. Dies fand ich recht gewöhnungsbedürftig. Hört man die Sprecherin Cornelia Dörr ist es einem Hörbuch gleich. Die eingestreuten Filmszenen weichen jedoch akustisch von den erzählten Teilen ab und wirkten anfangs wie Brüche auf mich. Nach und nach gewöhnte ich mich aber daran. Während die Erzählerin Cornelia Dörr mit ihrer geschulten, angenehm warmen Stimme perfekt intoniert, fallen die Schauspielerstimmen in den Betonungen stellenweise ein wenig ab. Im Film können sie die Sprache durch Mimik und Gestik unterstützen. Das kann natürlich nicht ins Hörspiel transferiert werden. Da der Erzählpart aber einen großen Anteil hat, funktioniert die Umsetzung dennoch ganz gut. Und wer den Film kennt, wird ein tolles Déjà-Vu erleben.
Die musikalische Untermalung ist passend und gut variiert. Sie unterstreicht sowohl spannende als auch nachdenklich-melancholische Szenen perfekt.
Da das beigefügte Booklet Filmbilder enthält, ist auch dies wieder eine schöne Verbindung für Fans der Verfilmung.
Fazit:
Interessante Hörspiel-Umsetzung der Buchverfilmung. Sicher ein tolles Geschenk für Pferdefans und vor allem für Fans der Buchverfilmung. Ich persönlich würde die Hörbuchvariante dem Filmhörspiel vorziehen. - Anna Pfeffer
Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
(20)Aktuelle Rezension von: YunikaDas Cover finde ich etwas sehr eigen und hätte mich wahrscheinlich nicht angesprochen, wenn ich die Autorinnen nicht kennen würde. Dass es aber ein gebundenes Buch ist, rundet das Gesamtbild ab und gibt dem Buch seinen eigenen Charme.
Das Buch ist der Wahnsinn! Ich habe es an einem Tag in einem Rutsch durchgelesen, weil es mich gepackt hat. Zuvor habe ich in Leseflaute gesteckt, doch diese Geschichte hat mich herausgeholt und mir den Spaß am Lesen zurückgegeben.
Man begleitet Flo, ein schüchternes Mädchen. Die Schulsituation ist so schlüssig und gut rübergebracht, dass man glauben könnte, dass man es selbst erlebt hat. Nichts wirkt hier gestelzt. Hier wurden die alltäglichen Themen, mit den Schülern zu kämpfen habe, sehr gut verknüft und eingepflegt, dass eine tolle Geschichte dabei rausgekommen ist. Selten hat ein Buch in mir so viele unterschiedliche Gefühle geweckt. Man freut und leidet mit der Protagonistin. Das hat mir sehr gut gefallen.
Sprachlich war das Buch leicht und flüssig zu lesen. Das eine oder andere Mal habe ich über sehr lange Sätze gestaunt und fand es erstaunlich, dass man den Faden nicht verloren hat. Die Geschichte war fesselnd geschrieben und zog einen direkt in den Bann. Die Autorinnen haben ein Auge für Details und schmücken ihre Geschichte so toll aus, ohne dass sie überladen wirkt.
Flo ist schüchtern und bekommt regelmäßige Blackouts, wenn sie vor der Klasse sprechen muss. Gleichzeitig hat sie eigentlich immer passende Sprüche auf Lager - doch nur dann, wenn die Situation bereits vorbei ist. Sie ist einem von Anfang an sympathisch und man schließt sie sofort ins Herz. Auch die anderen Charaktere sind tiefgründig charakterisiert und vielschichtig.
Alles in allem eine tolle, süße Geschichte über das wahre Leben eines jeden Schülers. Für mich hat die Geschichte Hand und Fuß, ist schlüssig und reißt einen mit. Sie bietet tolle Charaktere, die man einfach gernhaben muss. Sprachlich ist das Buch - wie auch alle anderen Geschichten der Autorinnen - einfach klasse. Für mich war die Geschichte ein Highlight.
Absolute Leseempfehlung! - 8
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