Bücher mit dem Tag "schwarz-weiß"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schwarz-weiß" gekennzeichnet haben.

43 Bücher

  1. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)
    George Orwell

    1984

     (3.901)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Anfangs war ich völlig begeistert vom Buch. Es ähnelte total der ersten Corona-Pandemie 2019. Deswegen verdient es den eigentlichen Titel 2019-2023, weil die Unterdrückung der soziale Kontakte vorhanden ist, alles ist Tabu, was Spaß machte.

    Es ist auch ein Vergleich mit "Big Brother is watching you". Was ich hoch anrechne, dass George Orwell es damals in den ´49 geschrieben hat und heute immer mehr damit zu tun hat, jedem zu "belauschen & ein Auge auf alle zu haben".

    Winston Smith arbeitet im Büro und trifft auf einmal Julia. Mit ihr hat er eine heimliche Affäre, da das Gesetz die Liebschaften immer mehr abschaffen wollen. 

    Das krasse fand ich, dass man beantragen musste, dass man Kinder haben möchte. Etwas verwirrt, so viel Kontrolle & darüber dokumentiert wird.

    Teil 1 & 2 fand ich super, konnte ich durchlesen.

    Leider bei Teil 3, die letzten 100 Seiten, habe ich abgebrochen, da es so verwirrend war & langweilig, dass die Spannung weg war.

    Letzendlich ging im letzen Teil nur, dass Winston & Julia gefangen worden sind, da sie erwischt worden sind bei der Affäre. Sie verraten sich gegenseitig, beim Verhör.

    Und Winston sei krank, dem eingeredet wurde, dass er sich alles zusammengesponnen hat, mit der Überwachung. Irgendwie hää-Moment gehabt.

    Dann treffen Winston & Julia sich durch Zufall und tuen so, als hätten sie sich geliebt und sich "nicht gegenseitig verraten".

    Etwas unglücklich bin ich im letzten Teil.

  2. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783548285498)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

     (966)
    Aktuelle Rezension von: Astralelfe

    Celia und Marco haben eine unglaubliche Welt erschaffen. Der lebendige Zirkus, indem die Magie nicht Hokuspokus, sondern Realität wird. Sie wollen sich gegenseitig retten, doch nur gemeinsam schaffen sie es zu überleben. Die Regeln der Zauberer gelten nicht mehr für sie, sie haben ihre eigenen Pläne geschmiedet. Unsichtbar leben sie durch den Zirkus weiter.

  3. Cover des Buches Half Bad (ISBN: 9783570158425)
    Sally Green

    Half Bad

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Es ist ein interessanter Charakter, eine interessante Geschichte wenn auch stellenweise sehr Brutal. Ich hatte Schwierigkeiten mit Nathan, da sein Charakter mir persönlich von allen ein Stück weit zu wenig wahr. Interessant fand ich auf dem Klappentext die Aussage "Ein Atemloser Fantastischer Thriller!" Thriller ist für mich leider ein falscher Begriff. Ich hatte keine Momente der Spannung. Das klingt vielleicht sehr hart, ist aber gar nicht negativ gemeint. Es konnte mich lediglich nicht fesseln.

    Leider wird die Geschichte auch sehr gezogen verliert dadurch auch ein wenig der roten Faden und natürlich habe ich mit Nathan mitgefühlt, fand es aber eine Spur zu theatralisch. Die Auftritte der Charaktere mit denen Nathan sich anfreundet oder ihnen gegenüber Sympathie empfindet, sind zu kurz genauso wie die Zeit der Charaktere. Dadurch bekommen die Charaktere für mich so etwas austauschbares.

    Zum Ende gibt die Autorin noch ein mal alles und es wird schneller, das oben erwähnte "strecken" der Geschichte - völlig aufgehoben. Leider für mich zu spät. Das Ende ist offen außer ich möchte die anderen Bücher auf Englisch weiter lesen denn diese wurden anscheinend nicht mehr ins Deutsche übersetzt. Schade. Solltest Du die Reihe auch auf Englisch weiter gelesen haben, kannst du mir ja gerne mitteilen, (oder auf deine Rezension verlinken) wie es ist. Denn ich werde die Englischen Teile wohl nicht verfolgen.

    [star rating= 2.8]


    Für eine Ausführlichere Rezension, besucht mich gern auf meinem Blog :) 

    http://calipa.de/2018/07/27/half-bad-das-dunkle-in-mir-buchrezension/

  4. Cover des Buches Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt (ISBN: 9783518468975)
    Maya Angelou

    Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    wenn es mir schwer fällt, Worte für meine Liebe zu Worten zu finden, dann schreibe ich Briefe an jene außergewöhnlichen Menschen, denen diese besagte Liebe überhaupt verschuldet ist.
    Eine von ihnen bist du.
    Und hier ist mein Liebesbrief an dich:

    Ich möchte nichts Schönreden, was bereits in seinem Kern durch und durch hässlich ist: Ich bin unglücklich. Sehr sogar. Ich kann mein Unglück auch nicht rechtfertigen, weder mit Ursachen noch mit Gründen. Was denn Versuch, diese Angelegenheit irgendwie erklären zu können, zu einer Banalität macht. Wenn ich die Welt um mich betrachte, habe ich das Gefühl, ein Privileg an mich zu reißen, das mir nicht zusteht. Das Privileg müde sein zu dürfen; denn wenn man ein Dach über den Kopf drei warme Mahlzeiten und ein Schrank voller Kleidung hat, steht man tagein, tagaus vor dem Spiegel und fragt seine eigene Reflexion: Warum bist du eigentlich so? So undankbar?
    Und in dieser Frage, da schwingt so viel Wut und Erbitterung mit, dass es gar keiner Antwort mehr bedarf. Denn das ist mein Armutszeugnis: Der Selbsthass. Oder auch die Unfähigkeit, Schönheit in mir - mir? ich! - zu sehen, geschweige den zu finden.

    Ich sage anderen immer gern, dass ich ihr Mitleid nicht brauche. Sie fragen und drängen, sie versuche zu helfen. Aber sie wissen nicht, wie, weil ich Selbstdestruktion wie ein Gebet verinnerlicht habe. Und wenn ein Gespräch sich wie eine Schlange um mich schlingt, dann winde ich mich heraus, so geölt bin ich im Weglaufen und Verstecken. Gleichzeitig befürchte ich, egoistisch zu sein, denn die Sorgen der anderen habe ich natürlich nicht verdient, aber noch weniger verdienen sie meine Ignoranz. Vielleicht, nein ganz sicher sogar, bin ich nicht die Erste, die daran scheitert, die Grenze zwischen Selbstliebe und Selbstsucht zu erkennen und in Wirklichkeit, da weiß ich ja, ich bin weder das Eine, noch das Andere, sondern in der Schlucht dazwischen gefangen. Mir fehlt die Fähigkeit, meine Gefühle für mich zu übersetzen und deswegen lese ich und hoffe, dass irgendein Buch mir dabei hilft, diese Sprache des Ichs zu meistern. Und Stück für Stück, da klappt es tatsächlich.
    Buch für Buch, da komme ich mir näher.
    Seite für Seite, da erfahre ich Klarheit.

    Just like moons and like suns,
    With the certainty of tides,
    Just like hopes springing high,
    Still I’ll rise
    .
    - Maya Angelou, And Still I Rise


    Dein Leben hat dir so viel Grausamkeit vorgeworfen, Maya. Bereits mit deiner Geburt beschloss es, dein Schicksal zu besiegeln: Du bist als Schwarze in einer Welt geboren, in der Schwarze nicht erwünscht waren. Und was hast du getan? Du hast dir das nicht gefallen lassen. Du hast dem Leben ins Gesicht gelacht und bist sorglos über Müllhalden getanzt, weil du niemanden das Recht gabst, ihren Hass auf dich wirken zu lassen. Vor allem dir selbst nicht, auch wenn der Versuch sooft so groß gewesen war. Ich fühle mich demütig deiner Macht gegenüber, Stärke wie ein selbstverständliches Gut zu behandeln. Dabei war es nicht immer leicht für dich, an diesem Grundsatz festzuhalten, ganz und gar nicht. Macht dich das allerdings nicht stärker?
    Wenn ich manchmal das Gefühl habe, an meiner Selbst zu ersticken, hole ich dein Buch aus meinem Regal heraus, breche es zum hundertsten Mal auf und lese die ersten Worte, zwischen denen ich mich wiederfinde. Und dann verliere ich mich in der Schönheit, die dein Kopf, dein Herz vor Jahren auf das Papier geschrieben haben und ich merke, wie sich meine angespannten Schultern lockern, wie meine Atmung sich reguliert und wie sich das schwarze Wirrwarr in meinem Kopf langsam löst. Die Welt und ihr Grau um mich herum verblasst und die Worte mit ihren Farben treten in den Vordergrund. Anderswo nennt man das wohl Hoffnung. Und die brauche ich ja ganz besonders.

    Meine Bewunderung für dich liegt in deiner Inakzeptanz, die Dinge so hinzunehmen, wie sie dir präsentiert wurden. Wenn dir jemand sagte, dass es keine schwarzen Schaffner gibt, hast du damit geantwortet, die erste schwarze Schaffnerin San Fransiscos zu werden. Wenn du wusstest, du musst nach Hause, hast du nicht auf Rettung gewartet, sondern bist allein losmarschiert. Wenn du Angst hattest vor deiner eigenen Gewalt, hast du auf deine Instinkte vertraut und damit stets Sanftheit errungen. Man lässt sich gern einreden, weniger zu (be-)herrschen, aber letztendlich sind wir die alleinigen Machthaber über uns und unserem Glauben. Es ist nur zu leicht, ebendas zu vergessen. Aber ebenso leicht kann es auch sein, daran erinnert zu werden.

    Es ist jetzt beinahe zwei Monate her, seit ich "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" gelesen habe, aber ich habe das Gefühl, seitdem jeden Tag mit deiner Geschichte begonnen zu haben. Denn sie gibt mir so viel Mut, so viel Liebe und Leidenschaft, dass ich innerlich immer einen Weg zurück zu dir finde. Liebe Maya, ich würde dir gerne Danke sagen, aber ich glaube nicht, dass das ausreicht. Ich kann dir aber ein Geheimnis verraten, nämlich, dass ich nicht - nichts und niemanden - aufgeben möchte. Das wollte ich nie. Aber es ist schwer, einen Halt zu finden.
    Doch: Stück für Stück.
    Buch für Buch, so klappt es schon.
    Seite für Seite, da komme ich mir näher.

    "Schau, du musst nicht nachdenken, ob du das Richtige tust. Wenn du das Richtige willst, dann tust du es auch, ohne nachzudenken."


    (Sommer, 2018)

  5. Cover des Buches Die Nacht der Tausend Farben: Tödliche Elemente (German Edition) (ISBN: B01521F38A)
    Claudia Rehm

    Die Nacht der Tausend Farben: Tödliche Elemente (German Edition)

     (53)
    Aktuelle Rezension von: LisaJelina
    Darum geht es:
    Wenn ihre Feinde es nicht schaffen sie zu töten, dann werden es ihre Freunde... In der Nacht der Tausend Farben sollen junge Formwandler erstmals ihre tierische Gestalt erfahren. Doch was, wenn die feierliche Wandlungszeremonie eine gefürchtete Fähigkeit offenbart, die eine Gefahr für andere Magier ist? Der sechzehnjährigen Emma widerfährt genau dieses Schicksal. Ihre eigenen Freunde im Reich der weißen Magie wollen sie lieber tot sehen, als im Besitz dieser seltenen Gabe. Verzweifelt nimmt sie die Hilfe eines schwarzen Magiers an, der ihr auf der dunklen Seite der magischen Künste Schutz verspricht. Schon bald muss Emma sich jedoch fragen, auf welcher Seite sie nun tatsächlich stehen will: Auf der Seite der weißen Magie, wo man sie fürchtet und ihr nach dem Leben trachtet, oder auf der Seite der schwarzen Magie, wo sie sich plötzlich mit einer noch viel größeren Gefahr konfrontiert sieht als der, getötet zu werden.

    Meine Meinung:
    Emma lebte in einer Familie, in der sich alle ein besonderes oder ehrenhaftes Tier wandeln konnten. Sie hatte ziemliche Angst, dass sie eine Enttäuschung für die Familie werden könnte. Da die Wandlung von Emma in einer Katastrophe endete, rutschte man recht schnell in eine interessante Handlung. Als Emma das erste Mal auf Harris traf, war ich etwas schockiert. Ich möchte keinesfalls spoilern, aber ich hatte erst das Gefühl, dass sie viel zu schnell das machte, was man von ihr verlangte. Es kam mir erst etwas unrealistisch vor, doch am Ende des Kapitels hatte ich dann verstanden, warum sie so gehandelt hatte.
    Eigentlich ist bereits zu Beginn klar, dass sie es nicht ganz so einfach haben wird, wie sie es sich vorgestellt hatte. Einige, wenn nicht sogar die meisten, schwarzen Magier waren nicht gut auf sie zu sprechen und handelten auch ziemlich impulsiv. Harris war ständig in ihrer Nähe und wirkte eigentlich recht nett, aber ich konnte die ganze Zeit nicht vergessen, was er bei ihrer ersten Begegnung von ihr verlangt hatte.
    Als sie zufällig auf Caven traf, wurde die Sache erst richtig interessant, denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.
    Caven und Harris konnten sich nicht ausstehen und die Anmerkungen des anderen Jungen ließen mich immer wieder an Harris zweifeln. Ich konnte ihn sehr schlecht einschätzen und das eigentlich über das ganze Buch hinweg.
    Weil ich nicht spoilern möchte, werde ich an dieser Stelle nicht weiter auf den Inhalt der Geschichte eingehen.
    Was mich etwas gestört hat, war die Komma-Setzung. An den meisten Stellen fehlten sie meiner Meinung nach und das hat den Lesefluss etwas beeinflusst, weil ich über manche Sätze regelrecht gestolpert bin. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich die Satzzeichen gedanklich hinzugefügt habe. Ansonsten finde ich den Schreibstil der Autorin angenehm.

    Mein Fazit:
    Die Geschichte hat eine interessante Handlung mit Charakteren, die für mich nicht immer einfach zu durchschauen waren. Der Schreibstil war angenehm, allerdings haben sich einige Fehler eingeschlichen, die man beim Lesen auch gemerkt hat. Die Thematik empfand ich als interessant und ich glaube, ich werde den zweiten Teil irgendwann mal lesen, da ich gespannt darauf bin, wie es weiter geht.
  6. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (511)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  7. Cover des Buches 54 Minuten (ISBN: 9783596812981)
    Marieke Nijkamp

    54 Minuten

     (213)
    Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt

    Schon gleich zu Beginn des Buches fand ich den Aufbau etwas zu verworren. Schnell wurde unter den vier Hauptprotagonisten hin- und hergesprungen und mir war lange nicht klar, wer mit wem in welcher Beziehung steht. Das erfährt man alles im Laufe des Buches und in ständig anhaltenden Rückblicken. Damit hat die Autorin wahrscheinlich versucht die Geschichte spannend zu gestalten, mir hat das allerdings nicht so gut gefallen. Auch zu den Protagonisten konnte ich fast keine emotionale Verbindung herstellen und das obwohl versucht wird dem Leser vor allem die Hauptcharaktere näher zu bringen. Vom Thema her fand ich das Buch sehr interessant, aber grade weil es so ein wichtiges Thema ist fand ich es teilweise etwas zu oberflächlich, da hat mir etwas die Tiefe gefehlt. Daher konnte mich das Buch insgesamt leider nicht so ganz überzeugen.

  8. Cover des Buches Love - Her - Wild, Gedichte und Notizen (ISBN: 9783423790420)
    Atticus Poetry

    Love - Her - Wild, Gedichte und Notizen

     (43)
    Aktuelle Rezension von: carostrophe

    Mein Herz ist bis zum Rand gefüllt mit Liebe.

    Liebe zu diesem Buch.

    Liebe zu diesen Worten.

    Liebe.

    Einfach nur Liebe.

    Und das ist das Schöne.

    Jeder nimmt etwas anders aus Gedichten, Geschichten, Worten mit.

    Ich liebe es.

  9. Cover des Buches The Help (ISBN: 9780241956540)
    Kathryn Stockett

    The Help

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Fantasia08

    Den Film habe ich schon gefühlt dutzende Male geschaut und immer wieder fesselte mich die Geschichte um Skeeter, Aibileen und Minny von neuem. Da ich versuche mein Englisch Level aufrecht zu erhalten. Lese ich nun viele Bücher in Englisch. Auch einige welche Verfilmungen ich schon gesehen habe.

    Inhalt:

    Mississippi, 1962: Die junge Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Um etwas zu verändern, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf – das Tafelsilber darf sie aber nicht berühren. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Gemeinsam beschliessen die drei Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstossen und etwas zu wagen. 

    Fazit:

    Ich muss sagen, der Film ist vergleichsweise sehr nah am Buche geblieben. Klar wurde hin und wieder Teile dazu erfunden oder weg gelassen, aber die bedeutendsten Teile blieben zum Glück bestehen und wurden sogar in den Film adaptiert. 

    Was mir aber definitiv im Buch besser gefällt ist die liebevolle Beziehung welche sich zwischen Skeeter und Aibileen entwickelt. Zudem spürte ich die Gefühle der Hauptcharaktere im Buch deutlich mehr als im Film. Es ist fantastisch, dass sich die drei Frauen beim erzählen immer abwechseln, dies gibt dem Buch richtig drive. Manchmal habe ich 90 Minuten durchgelesen ohne einmal auf zu Blicken. 

    Die Situation, welche das Buch beschreibt, bescherte mir immer wieder Gänsehaut. Und lies mich auch oft nachdenken, welche Rolle ich 1962 in Jackson wiedergegeben hätte? Ich hoffe wir lernen aus solchen Büchern für die Zukunft...auch wenn dieses "nur" Fiktion ist.

    Das Buch ist auf jeden Fall ein muss JEDEN!   

  10. Cover des Buches Der Klang der Zeit (ISBN: 9783104031675)
    Richard Powers

    Der Klang der Zeit

     (196)
    Aktuelle Rezension von: lenchen0712

    Der Klang der Zeit von Richard Powers war eine wirklich schöne Geschichte, welche die Gegenwärtigen und die ehemaligen dinge verbindet. Der Schreibstil war wirklich anspruchsvoll, aber dies hat die Geschichte nur großartiger gemacht, da man in die passende Stimmung kam, welche etwas melancholisches hatte.

  11. Cover des Buches Solomons Lied (ISBN: 9783644002623)
    Toni Morrison

    Solomons Lied

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Der Roman “Solomons Lied” der afro-amerikanischen Schriftstellerin Toni Morrison erzählt die Ge-schichte einer Familie über drei Generationen hinweg. Ausgangspunkt der Erzählung ist Macon Dead – auch als „Milchmann“ genannt -, der sich aufmacht, die Geschichte seiner Familie zu ergründen. Der Roman erschien 1977; 1993 erhielt Morrsion den Literaturnobelpreis. Als negativ empfand ich eine sehr flach ansetzende Spannung; der Roman bleibt auf dem Niveau einer Erzählung, die ohne konkretes Ziel zu haben, quasi vor sich hingleitet. Dabei wird – für meinen Ge-schmack – wenig Spannung erzeugt. Die Protagonisten sind „normal“, wenig charismatisches, wenig einprägsames, allenfalls seltsame Schrullen wie das Trinken von Muttermilch des bereits aus dem Still-Alter entwachsenen „Milchmann“ Macon Dead. Positiv ist anzumerken, dass der Roman dem Leser eine Welt öffnet, die in westlicher Literatur nur sehr selten vorkommt: Gesellschaft und Kultur einer Gesellschaft, die vorwiegend von Menschen mit dunkler Hautfarbe geprägt ist. Probleme mit Apartheit, den ständigen Kollisionen zwischen Weißen und Schwarzen, dem tatsächlichen Leben der afro-amerikanischen Protagonisten. Insgesamt war ich nur mittelmäßig begeistert, es war an vielen Stellen quälend zu lesen, oft musste ich mich motivieren. Neugierig auf das Ende wurde ich nie, vielmehr habe ich das Buch gelesen, um es nicht ungelesen wieder wegzugeben... Schade.
  12. Cover des Buches Hitchcock (ISBN: 9783453437265)
    Stephen Rebello

    Hitchcock

     (6)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    1959 entwickelt der amerikanische Schriftsteller Robert Bloch (1917-1994) basierend auf den spärlichen Berichten über den nur etwas mehr als 60 km von ihm entfernt lebenden "Schlächter von Plainfield" Ed Gein (1906-1984)  den Hintergrund seiner Figur Norman Bates für seinen Roman "Psycho". Gein war 1957 festgenommen worden, als nachgewiesen werden konnte, dass er die Besitzerin eines Gemischtwarenladens umgebracht hatte. Als man seine Farm, die er allein bewirtschaftete, aufsuchte, fand man dort neben der geköpften Leiche der Frau noch unzählige andere Frauenköpfe, die zu Schalen und Schüsseln verarbeitet worden waren. Die Haut und Knochen von ausgegrabenen Leichen hatte Gein zu Lampenschirmen, Bezügen für Stühle oder Schnüren für Rollos verarbeitet. Er versuchte auch einen weiblichen Anzug aus menschlicher Haut zu entwerfen, damit er in diesen schlüpfen und zu seiner Mutter werden konnte... welche eine religiöse Fanatikerin war und die Gein bis zu ihrem Tod auf der einsamen Farm pflegte.

    Nach 46 Filmen und drei sehr erfolgreichen Staffeln seiner TV-Show "Alfred Hitchcock presents" wurde dem 59jährigen Regisseur langsam bewusst, dass die Gefahr der Wiederholungen bestand. Alle gängigen Genres hatte der Meister schon besucht. Was wäre nun ein Thema für den "Master of Suspense" und den letzten von fünf Filmen, für die er bei "Paramount Studios" unter Vertrag stand? Peggy Robertson, eine Frau aus dem inneren Kreis von Hitch, machte ihn auf den Horrorroman "Psycho" aufmerksam. Hitch erwarb sich inkognito um 9000 US-Dollar die Filmrechte... um danach von "Paramount" abgewiesen zu werden. Einen solchen Film könne man unmöglich produzieren. Das Studio verabscheute den Titel, den Inhalt... alles. Hitchcock schäumte kurz und schlug dann vor, den Film aus eigener Tasche zu finanzieren und auf dem Gelände der "Universal Studios", wo auch seine TV-Show produziert wurde, zu drehen. Paramount müsse nur den Verleih übernehmen...

    Der amerikanische Schriftsteller, Drehbuchschreiber und Journalist Stephen Rebello erzählt von dort weg akribisch und kurzweilig anhand von Aufzeichnungen Hitchcock's sowie den verschiedenen Presseabteilungen des Studios, Berichterstattungen und Interviews mit dem Regisseur, Darstellerinnen sowie Mitarbeiter*innen des Filmes von den Vorarbeiten, den Dreharbeiten, dem Schnitt, der Vertonung und von dem für diesen Film wohl wichtigsten Aspekt - dem Marketing! Das Ganze baut wie der Film selbst langsam eine eigene Spannung auf. Die zahlreichen falschen Fährten, die Hitchcock und die Filmcrew für die Presse legen... kein eigenes Screening für die Filmkritiker und ein rigoroses Verbot an alle Kinobesitzer, weder Kinobesucher nach Filmstart oder vor Filmende aus dem Kinosaal zu lassen. Raffinierte Trailer und der Aufruf, Besucher mögen Stillschweigen nach dem Verlassen des Kinos über den Inhalt bewahren, wirkten. Hitchcock ließ einen Großteil der Buchvorlage, aus der er nur sehr wenig für den Film selbst entnahm (wie so oft), aufkaufen... So mauserte sich der zuerst von der Kritik zerrissene Film zu einem Millionenseller. Weder Hitchcock noch das Studio konnten den nicht abreißenden Geldstrom fassen. Mit dem großen kommerziellen Erfolg des Films schwang sich Hitchcock zu einem der reichsten Regisseure auf (produziert hatte er "Psycho" um 3 Millionen US-Dollar mit seiner TV-Crew und strich nach den ersten Auswertungen 15 Millionen US-Dollar ein) und die Kritiker sahen den wohl erfolgreichsten Film dieses Mannes plötzlich als richtungsweisenden Film. 1992 wurde der Film als "kulturell, historisch und ästhetisch signifikant" eingestuft und zum Schutz und zur Erhaltung in die "National Film Registry" aufgenommen.

    So wunderschön zu lesen, wie Kino in jenen Tagen erlebt und begangen wurde. Kino war ein Gruppenerlebnis, ein Höhepunkt des Tages. Presse und Publikum hielten sich über den Inhalt bedeckt aber äußerten sich euphorisch über die Schockmomente und über die bravouröse Leistung des jungen Anthony Perkins. Eine perfekt mysteriös angelegte Werbekampagne schürte eine Stimmung, die Pulsraten und Ohnmachtsanfälle rapide steigen aber dafür die Verkäufe für Duschvorhänge dramatisch sinken ließ. Kein deppertes spoilern und keine großartige Vernichtung von magischen Kinomomenten wie es heute von ach soooo lässigen Plattformen hirnlos praktiziert wird. Selige Kinozeiten... doch auch 1960 begannen sich markante Veränderungen in der Gesellschaft und somit auch in der Erzählweise des Kinos abzuzeichnen.

    Dieses Buch liefert neben der Produktionsgeschichte auch etwas Einblick in das Leben des Meisterregisseurs. Er war selbst ein schwieriger Mensch, der stets mit Ängsten und Obsessionen zu kämpfen hatte. 

    Rebello's informatives Werk wurde 2012 mit Sir Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock und Helen Mirren als seine Frau Alma sehr gekonnt verfilmt.

  13. Cover des Buches The Night Circus (ISBN: B01MQIP1KQ)
    Erin Morgenstern

    The Night Circus

     (99)
    Aktuelle Rezension von: raeubertochter

    Ein abstraktes magisches Duell, ein zauberhafter Zirkus, wundervolle Freundschaften und ein Hauch von tragischer Sehnsucht.
    Nachdem mir The Night Circus von mehreren Freunden immer wieder empfohlen wurde, kann ich nun auch selbst bestätigen: Erin Morgenstern hat mit diesem Roman ein wunderschönes Meisterwerk geschaffen.

    Die Handlung und Zusammenhänge entwickeln sich zunächst sehr gemächlich, ohne dabei jedoch langweilig zu werden. Obwohl man lange spekuliert und nicht sicher sagen kann, wohin genau die Handlung sich bewegt, wird sie doch stetig zu ihrem unvermeidbaren Ende vorangetrieben. Es ist daher weder nötig noch empfehlenswert, sich vorher zu viel über den Inhalt zu informieren. Stattdessen lässt man sich am besten in die Geschichte hineinziehen und von den magischen Geschehnissen treiben.

    Vor allem die vereinzelten Perspektivwechsel zur zweiten Person sorgen dafür, dass man sich den traumhaften Zirkus bildlich vorstellen kann, während man im Kopf durch ihn hindurchgeführt wird.
    Wundervolle Figuren und einfühlsame Einblicke in ihre Beziehungen untereinander addiert zur natürlichen Magie der Handlung machen das Leseerlebnis zum reinsten Genuss. Untermalt wird das ganz von subtiler, märchenhafter Symbolik.

    Das Finale kommt im Kontrast zur vorherigen Gemächlichkeit ein bisschen plötzlich, obwohl sich die unweigerlichen Entwicklungen vorher lange genug andeuten. Dennoch kann man sich auf ein befriedigendes und wundervoll abgerundetes Ende freuen, das die allgemeine Atmosphäre des Buchs perfekt widerspiegelt!

  14. Cover des Buches Paradies (ISBN: 9783644002630)
    Toni Morrison

    Paradies

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches One Percent (ISBN: 9783895951602)
    Michael H. Upright

    One Percent

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Women (ISBN: 9783888149771)
    Susan Sontag

    Women

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Julys Leute (ISBN: 9783100270191)
    Nadine Gordimer

    Julys Leute

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Die Handlung spielt während den Freiheitskämpfen der Schwarzen in Johannesburg bei denen die weiße Familie Small mit ihrem Hausangestellten July in die Wildnis flüchtet und für die somit ein völlig neues Leben, ein bisher unbekanntes beginnt. Ständige Angst vor Übergriffen und das Sein in Armut fernab der Zivilisation, gänzlich ohne technische Hilfsmittel - durchaus eine interessante Geschichte, ein spannendes, politisches Thema. Aber meiner Meinung nach nicht spannend umgesetzt, es plätschert so dahin, erzählt ohne Pfiff. Das hätte man besser machen können. Dennoch lesenswert für den, der sich für die Rassenunruhen in Südafrika interessiert.
  18. Cover des Buches Köln Vertikal (ISBN: 9783897054752)
    Björn-Eric Kohnen

    Köln Vertikal

     (1)
    Aktuelle Rezension von: datjulchen
    Hab meine Stadt kaum wiedererkannt
  19. Cover des Buches Die Heilige Krankheit (ISBN: 9783037310229)
    David B.

    Die Heilige Krankheit

     (4)
    Aktuelle Rezension von: DeepThought

    Erstveröffentlichung: 1999-2003
    Rezension basiert auf der Übersetzung von Kai Wilksen für den Edition Moderne Verlag, 2007

    Inhalt


    1970: Pierre-François nennt sich mittlerweile David. Er beginnt, sich für phantastische Literatur zu interessieren und eigene Geschichten zu schreiben. Auch seine Eltern sind weiterhin von der Welt der Symbole und der Mystik fasziniert; vor allem die Mutter sieht hierin eine Möglichkeit, die Krankheit von Jean-Christophe, dem Bruder Davids, besiegen zu können. Dieser lebt in einem Behindertenzentrum und besucht die Familie nur noch in den Ferien. Die Beziehung zu der Familie verschlechtert sich immer mehr, bis es zu gewalttätigen Ausbrüchen kommt und Jean-Christophe als Gefahr für die Familienmitglieder erscheint.

    Schließlich ziehen die Brüder beide nach Paris: Während Jean-Christophe in einem Behindertenzentrum lebt, beginnt David eine Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung. Ihm wird bewusst, dass er die Belastungen in Zusammenhang mit der Krankheit seines Bruders nicht bewältigen konnte und er deshalb selber psychische Probleme hat. Erst der Kontakt mit einem anderen Epilepsieerkrankten, dessen Leben nicht von der Krankheit dominiert wird, ermöglicht David, sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen.

    Am Ende findet er auch beruflich Bestätigung und Anerkennung, als ihm ermöglicht wird, eigene Geschichten zu zeichnen, die zum Teil auf seinen Träumen basieren.

    Beschreibung

    Wurden im ersten Teil viele Seiten von asiatisch inspirierten Motiven inspiriert, die die Krankheit Epilepsie und die Behandlungsmethoden darstellen sollten, tritt diese symbolhafte Gestaltung in der Fortsetzung deutlich zurück. Nunmehr greift David auf einige Figuren zurück, die er aus Fantasie-Romanen entnimmt. Aufgrund seines Reifeprozesses benötigt er sie aber immer weniger.
    Stattdessen bildet der Autor einige Träume ab, die er aufgeschrieben hat und die seine Verlorenheit widerspiegeln.

    Anmerkungen


    In seiner Zeit an der Hochschule fasste David B. den Beschluss, eine Geschichte über die Epilepsie seines Bruders zu zeichnen. Veröffentlicht wurde der erste Teil, als er 40 Jahre alt war.

    Fazit

    Auch in diesem Teil gelingen dem Autor beklemmende Schilderungen. Dies bezieht sich sowohl auf den Krankheitsverlauf des Bruders und dessen destruktiven Umgang mit der Epilepsie als auch auf die Auswirkungen für die Familie. Daneben beschreibt der vorliegende, abschließende Band eindringlich das Erwachsenwerden und den Reifeprozess des jungen Mannes, der seine eigenen Dämonen erkennen und bekämpfen muss und schließlich auch künstlerisch seine eigene Stimmung findet. Ob die Abbildung seiner Träume den Handlungsfluss eher stören oder eine interessante Ergänzung sind, welche die psychologische Entwicklung David B.s spiegeln, muss die einzelne Leserin bzw. der einzelne Leser selbst bestimmen.

  20. Cover des Buches Schwarz-Weiß-Fotos im Fokus (ISBN: 9783527760169)
    Harold Davis

    Schwarz-Weiß-Fotos im Fokus

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sab-mz
    Harold Davis ist Profifotograf und er hat auch schon mehrere Bücher zur Fotografie geschrieben.

    Da ich immer mal wieder mit Schwarz-Weiß-Fotos experimentiere, hat mich dieses Buch interessiert.
    Ich habe es in 3 Tagen gelesen, da ich es kaum weglegen konnte.
    Der Autor hat das Thema ganz systematisch aufgebaut, er springt nicht hin und her, wie es in anderen Büchern auch schon mal der Fall ist.

    Zunächst lässt Harold Davis den Leser teilhaben an seinen sehr inspierenden Gedanken zum Thema Schwarz-Weiß-Fotografie. Man muss als Fotograf quasi gleich in schwarz-weiß denken, wenn man ein reines sw-Foto plant.
    Im digitalen Zeitalter geht es aber auch umgekehrt, einfach bei einem Foto das einen nicht 100%ig zufriedenstellt mal sw ausprobieren.
    Zu all dem motiviert der Autor.

    Er verdeutlicht seine Gedanken mit tollen Fotos, die perfekt mit Textanmerkungen versehen sind, angefangen meist mit der Idee, die dahinter steht, der Location, grundsätzlich mit der Brennweite, der Belichtungszeit, der Blende , der ISO-Zahl und falls verwendet mit dem Zusatz Stativ.
    Mich hat Harold Davis motiviert in ganz anderen Belichtungsbereichen zu arbeiten. Z.B. f/51, daran würde ichnie denken, aber es macht ab und an Sinn, wenn man sich seine Beispiele genau anschaut.

    Die Kompostion des Bildes ist auch ein ganz wichtiges Thema und wird sehr gut verdeutlicht.

    Einen besonders grossen Raum nimmt im Buch das Thema "Schwarz-Weiß-Fotografie im Zeitalter der digitalen Fotografie" ein.
    Da wird ein Salatblatt zum Kunstwerk, es ist faszinierend mit welche einfachen Gegenständen man tolle Fotos machen kann.

    Mir hat das Buch Mut gemacht, mit meinen Fotos jetzt mal zu experimentieren im sw-Bereich.
    Der Autor nimmt den Leser quasi an die Hand bei der Bildbearbeitung, sei es in Lightroom oder Photoshop.
    Es werden auch Zusatzprogramme vorgestellt mit denen er arbeitet und die mit beiden Programmen funktionieren.

    Auch das Thema kreative Fotografie wird beleuchtet.
    Selten habe ich ein Buch, das gar nicht so dick ist, mit soviel Inhalt gelesen zu dem Thema.

    Mein Fazit: Das Buch ist einfach toll für alle Fotobegeisterte, die sich dem Thema Schwarz-Weiß-Fotografie nähern wollen oder es vertiefen wollen.
  21. Cover des Buches Brasilien (ISBN: 9783644056619)
    John Updike

    Brasilien

     (11)
    Aktuelle Rezension von: ConnyMc
    Inhalt:
    Der schwarze Brasilianer Tristao und die weiße Brasilianerin Isabel lernen sich am Strand kennen und sind von einander fasziniert. Isabels Familie ist nicht begeistert von der Verbindung und will die beiden auseinander bringen. Daraufhin fliehen beide und ziehen gemeinsam quer durch Brasilien.

    Meine Meinung:

    Inhaltlich gefällt mir das Buch, soweit es von der gesellschaftlichen Situation von Brasilien berichtet. Ich habe dabei vieles erfahren, das ich von dem Land noch nicht wusste.
    Was mir nicht so gefällt ist die derbe Sprache in Verbindung mit dem Sex der beiden Hauptpersonen. Außerdem finde ich manches nicht glaubwürdig, wie z.B.
    **** Achtung Spoiler ****
    dass sie so einfach ihre Kinder aufgibt. Auch der angebliche Zauber der beide die Hautfarbe wechseln lässt, finde ich nicht wirklich passend.
    **** Spoiler Ende****

    Daher von mir "nur" 3 Sterne.
  22. Cover des Buches Die heilige Krankheit (ISBN: 9783037310076)
    David B

    Die heilige Krankheit

     (4)
    Aktuelle Rezension von: DeepThought
    Erstveröffentlichung: 1996-1998
    Rezension basiert auf der Übersetzung von Kai Wilksen für den Edition Moderne Verlag, 2007

    Inhalt

    Pierre-François, sein zwei Jahre älterer Bruder Jean-Christophe und ihre kleine Schwester Florence wachsen in den 60er Jahren im französischen Orléans auf. Pierre-François ist ein fantasiebegabtes Kind, das durch die Erzählungen seiner Eltern eine Vorliebe für blutrünstige Schlachtenbilder entwickelt, die er regelmäßig niederzeichnet. Als im Alter von 7 Jahren bei Jean-Christophe Epilepsie diagnostiziert wird, bildet dies den Ausgangspunkt für die verschiedensten Erfahrungen sowohl mit Vertretern der Schulmedizin als auch der Alternativmedizin. Vor allem von der Makrobiotik verspricht sich die Familie eine Besserung der Krankheit, sodass sie sich ganz dieser Lebensweise unterwirft und auch zeitweise in Kommunen lebt, in der diese praktiziert wird. Tatsächlich gehen die Anfälle zurück und bleiben irgendwann aus, sodass Jean-Christophe vorübergehend als geheilt gilt. Dennoch beschließen die Eltern in Anbetracht der offenen Ablehnung durch die Nachbarn umzuziehen. Die Familie lebt fortan auf einem abgeschiedenen Grundstück außerhalb der Stadt, wodurch sie sich sozial isoliert. Die Behandlung schlägt jedoch fehl, und auch in den Menschen in den Kommunen reagieren auf die Epilepsie mit Unverständnis, sodass die Familie diese verlässt. Schließlich sehen sich die Eltern gezwungen, Jean-Christophe in ein Zentrum zu geben, sodass er, so rückblickende Sichtweise Pierre-François`, fortan zu einem Leben als Behinderter verurteilt ist. 

    Die negativen Erfahrungen mit Ärzten und Psychologen im Zusammenhang mit der Behandlung der Epilepsie hatten, bleiben nicht ohne Wirkung bei dem Rest der Familie. Als die Mutter versucht, den Tod ihres Vaters zu überwinden, wendet sie sich an Esoteriker, Astrologen, an eine Hellseherin und Magnetiseurin sowie Mitglieder der Schwedenborgianischen Kirche. All diese Einflüsse stürzen die Familie und alle ihre Mitglieder in eine tiefe Krise.
    Daneben treten Episoden aus dem Leben der Großelterngeneration, sodass sich das Bild einer Familie ergibt, die sich in einem permanenten Kampf mit sich selbst und der Umwelt befindet.

    Beschreibungen


    David B. schafft bereits durch die durchgehende schwarz-weiße Farbgestaltung düstere und bedrohliche Bilder, die eher an der Erzeugung von Stimmungen als an der Wiedergabe der Realität interessiert sind.

    Die Zeichnungen rücken die tatsächlichen Geschehnisse und auftretenden Personen häufig zugunsten symbolhafter Elemente an den Rand. Es wird eine Welt geschildert, wie sie sich der Pierre-Francois im Handlungszeitraum von 1964 bis 1970 im Alter von 5 bis 11 Jahren imaginiert. Er erschafft sich Geisterfreunde, stellt sich die Krieger seiner Geschichten vor und später seinen toten Großvater.
    Zentrales Wiederkehrendes Motiv ist eine drachenähnliche Kreatur, welches die Epilepsie versinnbildlicht und quasi ein weiteres Familienmitglied wird. Medizinischen Erklärungen, Philosophien und historischen Zusammenhänge werden ebenfalls visualisiert.

    Anmerkungen

    Pierre-François Beauchard lautet der wahre Vorname des Autors, der sich für seine Comic-Karriere das Pseudonym David B. zulegte und der hier eine autobiographische Geschichte vorgelegt hat. Es kommt auch immer wieder zu Brechungen der Erzählung, als etwa seine Mutter an einer Stelle der Handlung die Darstellung der Familiengeschichte unterbricht, da sie nicht möchte, dass ihre Mutter auf eine bestimmte Weise dargestellt wird. Allerdings zeichnet David B. das entsprechende Gespräch, sodass der Leser erfährt, was die Mutter nicht veröffentlicht haben möchte.

    Der Titel dieser zweiteiligen Graphic Novel verweist auf eine Bezeichnung, die Hippokrates der Epilepsie in seiner Schrift "Über die heilige Krankheit“ gab.

    "Geister“ wird mit "Schatten“ fortgesetzt.

    Der Band enthält ein gemeinsames Nachwort des damaligen Präsidenten der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie sowie des damaligen Ersten Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (2006), daneben eine Liste von Epilepsie-Organisationen im deutschsprachigen Raum samt Kontaktadressen.

    Fazit

    David B. gelingt es, das Thema Epilepsie für Außenstehende sinnlich erfahrbar zu machen. Gerade durch die ungewohnte Ästhetik wird diese Erkrankung, aber auch das Leben mit anderen, das Leben bestimmenden Erkrankungen überhaupt, verständlich, da sie letztlich wie ein eigenständiger Teil des Lebens wirkt. Darüber hinaus schildert er eindrücklich die psychologischen Folgen, die Erkrankungen auf die Betroffenen und Nahestehende haben.

    Allerdings setzen das unbequeme Thema und die starke symbolhafte Gestaltung, die sich nicht immer erschließt, auch die Bereitschaft voraus, sich hierauf einzulassen. Auch wird der Lesefluss durch diverse Exkurse wie etwa den verschiedenen erklärenden Erläuterungen, mitunter gehemmt. Allerdings entsteht so auch ein eindrückliches, erhellendes Zeitporträt, sodass hierin zugleich eine besondere Stärke liegen kann. Für aufmerksame Leser ist dies sicher ein Werk, dass lange nachwirkt.
  23. Cover des Buches Denn alle Lust will Ewigkeit (ISBN: 9783926901903)
    Isolde Ohlbaum

    Denn alle Lust will Ewigkeit

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Anmara
    Die Fotografin Isolde Ohlbaum ist vor allem für ihre nachdenklichen Portraits und Momentaufnahmen bekannt. Eine Auswahl ihrer Friedhofsfotografien sind in diesem Büchlein vereint mit Gedichten, pro Doppelseite steht ein steinernes Monument der Vergänglichkeit lyrischen Zeilen (mit mehr oder weniger nachdenklichem Charakter) bekannter Verfasser gegenüber.

    Eine schöne Idee und sicher auch eine gute Möglichkeit, ein wenig "Alltagsmeditation" zu betreiben, indem man sich auf die Fotografien einlässt oder sich von den Gedichtzeilen treiben lässt.
    Leider waren mir die Fotografien aus diesem Band von der Optik her irgendwie zu klar und steril, zudem konnte ich keine Verbindung zu den meisten der Gedichten herstellen - und wenn ich mich in ein Gedicht hineinfühlen konnte, dann hat das Bild, das mich auf der anderen Seite erwartete, kaum zum Gedicht gepasst; von den Bildern, die beim Lesen in meinen Gedanken entstanden sind, ganz zu schweigen.
    Allerdings mag das auf andere Betrachter eine ganz andere Wirkung haben und für viele vielleicht auch stimmiger erscheinen, als es bei mir der Fall war.

    Wer die Ästhetik steinerner Friedhofsstatuen mag und sich noch dazu an Gedichten erfreuen kann, darf ruhig einmal einen Blick riskieren in "Denn alle Lust will Ewigkeit".
  24. Cover des Buches Katzen (ISBN: 9783725412662)
    Elke Heidenreich

    Katzen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: kfir
    Ein wunderschöner Bildband mit Hauskatzen. Die Bilder bestechen durch ihre Einfachheit, weil sie eben nicht wie beispielsweise bei Whiskas durchgestylt, inszeniert und retouchiert sind. Sie zeigen die Katzen in ihrer nur ihr eigenen Anmut, Grazie, Lässigkeit, Komik und bisweilen Missachtung des Fotografen. Dennoch verstehen es sehr viele der Katzen scheinbar ganz gekonnt mit der Kamera zu flirten. Sehr schön ist auch, dass eben keine "Modells" zum Einsatz kommen, vielmehr sind es die ganz normalen Stubentiger und Streuner aus der Nachbarschaft in ihrer gewohnten Umgebung, im Garten, auf der Strasse, auf der Couch. Das alles wird garniert mit dazu passenden Gedanken und kurzen Gedichten mehr oder weniger bekannter Dichter und Schriftsteller zu ihren Lieblingstieren, den Katzen. Einfach nur lieb!

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