Bücher mit dem Tag "schwarzer tod"

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9 Bücher

  1. Cover des Buches Der Tod in Venedig (ISBN: 9783596523832)
    Thomas Mann

    Der Tod in Venedig

    (473)
    Aktuelle Rezension von: Meazostro

    Mit Thomas Mann bin ich bisher eigentlich nicht warm geworden: Mit dem Zauberberg stehe ich auf argem Kriegsfuß, verschiedenen Erzählungen konnte ich daran anschließend nichts abgewinnen (Gefallen, Luischen, Der Wille zum Glück, Gladius Dei). Auch in diesem Band sind neben Der Tod in Venedig noch weitere Erzählungen zu finden die sich mir teils weder inhaltlich noch literarisch erschließen, jedoch teils auch ganz unterhaltsame Charakterstudien darstellen (etwa Der kleine Herr Friedemann). Leider verbleiben diese für meinen Geschmack dennoch oft in der kurzweiligen Belanglosigkeit. Das für die Zusammenstellung der Sammlung verbindende Element ist der Tod, der eigentlich in jeder Erzählung den Kulminationspunkt wie auch ihr Ende darstellt.
    Umso überraschender war für mich dann die Lektüre der namensgebenden Novelle Der Tod in Venedig. Mann scheint hier all seine Kräfte zu mobilisieren um in ausschweifenden Sätzen mit vielen poetischen Beschreibungen und Anmerkungen die Gefühlswelt des arbeitswütigen intellektuellen Mittfünfzigers zu beschreiben, der sich im Urlaub in Venedig in einen Vierzehnjährigen verliebt, während dort im Hintergrund schleichend eine Choleraseuche ausbricht. Der Inhalt der Handlung wurde zurecht in vielen Schulstunden zur Genüge diskutiert, da er viele Motive und Ebenen miteinander vereint. Ein paar davon sind etwa: die Amoralität der Ästhetik, das die Intellektualität überschreibende Affizieren des Sinnlichen, die Absurdität der ordnungssüchtigen bürgerlichen Gesellschaft oder auch die Reflektion auf den eigenen Verfall im Alterungsprozess. Ich meine gelesen zu haben, dass Mann die Novelle selbst als "Tragödie einer Entwürdigung" bezeichnet hat, was eine sehr treffende Beschreibung darstellt. Der Aufbau der Novelle gleicht auch einer klassischen Tragödie, einige Passagen können wohl als auch als Hommage daran gelten, was mich ehrlicherweise aber nicht besonders interessiert. Die sprachliche Form hingegen überaus interessant. Die bereits erwähnten, ausufernden Beschreibungen insbesondere in der ersten Hälfte des Handlungsverlaufes sind deswegen so gut gewählt, weil erst über das ästhetische Empfinden des Protagonisten auch die Handlungsmotivationen entstehen und verständlich werden. Mit dem geistigen Abgleiten des Protagonisten in eine fast schon psychotische Richtung nehmen auch die Beschreibungen einen Spagat ein zwischen der realen Außenwelt und dem immer abstrakteren Innenleben. So verdient sich Thomas Mann hier, dass die Lesenden seiner Sprache folgen obwohl sie keine mundgerechten Sätze präsentiert bekommen (Laut lesen kann den Satz manchmal auch ins rechte Licht rücken ;-), wirkt selber poetisch).
    Deswegen gibts fünf Sterne von mir, für das literarische Filetstück Manns, dass für mich einen überraschenden Tiefgang in vollendeter Form vorlegt und auch separat als Buch ist. Der Sammelband hier zeigt auch einen guten Querschnitt über die Entwicklung Manns in über 50 Jahren, wobei Der Tod in Venedig eine Ausnahme bleibt. Ich bin nach der Lektüre auf jeden Fall mehr motiviert doch noch einmal einen größeren Roman von Mann in die Hand zu nehmen.

    Edit: Egal wie sehr Mann auf eine Parallele mit den antiken Griechen ziehen will, die sexuelle Liebe zu einem 14 Jährigen ist Pädophilie und derartige Handlungen aus gutem Grund heute strafbar. In anderen Rezensionen habe ich aufgrund der Darstellung eines scheinbar Pädophilen eine scharfe Verurteilung Manns gelesen, ihm wird teils vorgeworfen seine homosexuellen Neigungen auszuleben (wobei die Gleichsetzung beider Neigungen zu den klassischen homophoben Mythen gehört und absolut unsinnig ist). Ich halte beide Vorwürfe für unberechtigt, da erstens nicht klar ist ob diese Liebe sexueller Natur ist oder einen ästhetizistischen Ursprung hat (ist aber strittig) und viel entscheidender zweitens ja gerade auf diese Amoralität des Sinnlichen als Entwürdigung des Liebenden abgezielt wird, also die vorgebrachte Kritik ja implizit Gegenstand des Textes ist. Von daher für mich nur ein Zeichen der tiefsitzenden gesellschaftlichen Angst allem, was nur den Anschein hat nicht ins genormte Bild zu passen, direkt mit Ablehnung und Voreingenommenheit zu begegnen.

  2. Cover des Buches Die Pestheilerin (ISBN: 9783426637562)
    Kari Köster-Lösche

    Die Pestheilerin

    (30)
    Aktuelle Rezension von: pushelwuschel
    die geschichte an sich wäre nicht verkehrt aber ich hab mir sehr schwer getan bei namen und manch lateinischen ausdrücken wodurch ich auch den faden ab und zu verloren habe die thematik der pest kommt gut zur geltung für mich selbst war das buch leider nicht so der treffer ich habe gern etwas mehr romatnik und spannung 
  3. Cover des Buches In der Mitte der Nacht (ISBN: 9783453423510)
    Minette Walters

    In der Mitte der Nacht

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Lesezauber_Zeilenreise

    "In der Mitte der Nacht", der 2. Band der sog. "Pest-Saga" von Minette Walters, ist tatsächlich - wie ich finde - noch besser als der Vorgänger "Die letzte Stunde".

    Kurze Zusammenfassung:

    September 1348: Seit Monaten wütet die Pest in Südengland. Lady Anne of Develish ist es gelungen, ihre Schutzbefohlenen in Sicherheit zu bringen. Doch die Versorgung wird mit der Zeit immer schwieriger. Ihr geliebter Verwalter Thaddeus ist losgezogen, um Vorräte zu beschaffen und weitere Überlebende zu retten. Da er als Bastard eines Leibeigenen über keinerlei Einfluss verfügt, nennt er sich mit Lady Annes Billigung kurzerhand »Milord of Athelstan«. Eine hochgefährliche Strategie: Auf eine derartige Titelanmaßung steht nichts anderes als der Tod. Der Plan geht gut, bis Hugh de Courtesmain auftaucht, der neidzerfressene ehemalige Verwalter von Develish. Thaddeus wird gefangengenommen und verhört. Wird Lady Anne ihn retten können, bevor er – und mit ihm die Gesellschaft von Develish – verloren ist?

    (Quelle: Randomhouse Verlag)

    Dieser Band 2 knüpft wirklich völlig nahtlos an das Ende von Band 1 an und daher kann ich absolut sagen, dass es unerlässlich ist, Band 1 auch gelesen zu haben, bevor man dieses Buch hier zu Hand nimmt. Beide bauen unmittelbar aufeinander auf und man muss schlicht die Handlungen im ersten Teil wissen, um hier überhaupt auch nur ansatzweise folgen zu können.

    Im ersten Teil fehlte mir so ein bisschen der Tiefgang bzw. die "Gefühlsauslösung" der Protagonisten. Mich hat keiner von ihnen irgendwie tiefer berührt - weder positiv noch negativ. Hier ganz anders. Ich habe wirklich miterlebt, was Lady Anne und Thaddeus erlebt haben und war mittendrin im Geschehen. Ganz besonders fand ich diesmal die jungen Männer, die bei Thaddeus in Gefolgschaft sind, die Söhne der Bauern aus Develish. Man konnte direkt miterleben, wie durch ihre Erlebnisse außerhalb von Develish aus den kindlichen Jungen junge Erwachsene mit viel Verantwortungsgefühl wurden und wie sie innerlich wuchsen. Ganz toll beschrieben von Minette Walters. Ich habe jeden von ihnen in mein Herz geschlossen. Und diesmal auch Thaddeus selbst. Er ist einfach gut! Und Hugh de Courtesmain… ich hätte ihn am liebsten…. 😬💣💥💀😡. Genauso wie auch den ein oder anderen (Vogt, Priester). Aber genau DAS ist es, was ich an Büchern so liebe! Wenn man völlig darin eintauchen kann.

    Von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Sternen! Ein tolles Buch, das ich gestern Nacht nicht aus der Hand legen konnte und daher mal eben fast in einem Rutsch verschlungen habe. Spannend, fesselnd, bewegend und absolut zu empfehlen.

  4. Cover des Buches Spandau Phoenix – Buch 1 (ISBN: 9783989550377)
    Greg Iles

    Spandau Phoenix – Buch 1

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Nachdem 1987 mit Rudolf Heß einer der größten deutschen Kriegsverbrecher stirbt, beginnt auf einmal ein Wettlauf gegen die Zeit. Angeblich hat er nach jahrzehntelangem Schweigen kurz vor seinem Tod ein Tagebuch verfasst, das viele Dinge, die wir über den zweiten Weltkrieg wissen, in einem anderen Licht erscheinen lassen könnte. Amerikaner, Russen, Engländer suchen auf beiden Seiten des geteilten Berlins danach. Besonders im Fokus steht der junger Polizeibeamte Hannes Apfel, der von seinem Vater zu einem geheimen Wacheinsatz vor dem Spandauer Gefängnis eingeteilt wurde. Und tatsächlich hat Hannes dort einen neunseitigen Brief eingesteckt, den er nur teilweise lesen kann. Als Hannes seiner Frau Iris davon erzählt, geraten beide in Lebensgefahr. Auf einmal werden sie von allen Seiten gejagt und sehen unabhängig voneinander nur eine Chance: Raus aus Westberlin zu einem geheimen Ort in der Bundesrepublik. Doch das ist erst der Anfang einer großen Odyssee über mehrere Kontinente.
    Normalerweise bin ich ja kein großer Freund von Geschichten über den zweiten Weltkrieg, doch zum einen handelt es sich bei „Spandau Phoenix“ um einen Politthriller, zum anderen ist der Verfasser Greg Iles, dessen Werk ich seit Jahren sehr schätze. Genau wie bei seinen Natchez-Thrillern, entfaltet er eine komplexe, vielschichtige Handlung, die immer wieder mit Überraschungen aufwartet. Sie ist spannend erzählt, bloß das letzte Drittel zieht sich stellenweise ein kleines bisschen. Dennoch ist es eine interessante und gut recherchierte Geschichte, die jedem Fan von Politthrillern zusagen dürfte. Überrascht war ich, dass mit Jonas Stern auch eine Figur aus einem anderem anderen Iles-Roman („Schwarzer Tod“) auftaucht. Das sorgte für eine gewisse Wiedersehensfreude.
    Obwohl der Roman bereits 1993 erschienen ist, erhielt er erst Anfang 2025 eine Hörbuchumsetzung. Nachdem die ungekürzte Fassung recht umfangreich ist und insgesamt eine Dauer von mehr als 27 Stunden hat, wurde sie in zwei Teile aufgesplittet. Beide Teile werden äußerst stimmig von Uve Teschner vorgetragen.

  5. Cover des Buches Spandau Phoenix: World War 2 Series - Buch 2.1 (ISBN: B0DP75NMHX)
    Greg Iles

    Spandau Phoenix: World War 2 Series - Buch 2.1

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Nachdem 1987 mit Rudolf Heß einer der größten deutschen Kriegsverbrecher stirbt, beginnt auf einmal ein Wettlauf gegen die Zeit. Angeblich hat er nach jahrzehntelangem Schweigen kurz vor seinem Tod ein Tagebuch verfasst, das viele Dinge, die wir über den zweiten Weltkrieg wissen, in einem anderen Licht erscheinen lassen könnte. Amerikaner, Russen, Engländer suchen auf beiden Seiten des geteilten Berlins danach. Besonders im Fokus steht der junger Polizeibeamte Hannes Apfel, der von seinem Vater zu einem geheimen Wacheinsatz vor dem Spandauer Gefängnis eingeteilt wurde. Und tatsächlich hat Hannes dort einen neunseitigen Brief eingesteckt, den er nur teilweise lesen kann. Als Hannes seiner Frau Iris davon erzählt, geraten beide in Lebensgefahr. Auf einmal werden sie von allen Seiten gejagt und sehen unabhängig voneinander nur eine Chance: Raus aus Westberlin zu einem geheimen Ort in der Bundesrepublik. Doch das ist erst der Anfang einer großen Odyssee über mehrere Kontinente.
    Normalerweise bin ich ja kein großer Freund von Geschichten über den zweiten Weltkrieg, doch zum einen handelt es sich bei „Spandau Phoenix“ um einen Politthriller, zum anderen ist der Verfasser Greg Iles, dessen Werk ich seit Jahren sehr schätze. Genau wie bei seinen Natchez-Thrillern, entfaltet er eine komplexe, vielschichtige Handlung, die immer wieder mit Überraschungen aufwartet. Sie ist spannend erzählt, bloß das letzte Drittel zieht sich stellenweise ein kleines bisschen. Dennoch ist es eine interessante und gut recherchierte Geschichte, die jedem Fan von Politthrillern zusagen dürfte. Überrascht war ich, dass mit Jonas Stern auch eine Figur aus einem anderem anderen Iles-Roman („Schwarzer Tod“) auftaucht. Das sorgte für eine gewisse Wiedersehensfreude.
    Obwohl der Roman bereits 1993 erschienen ist, erhielt er erst Anfang 2025 eine Hörbuchumsetzung. Nachdem die ungekürzte Fassung recht umfangreich ist und insgesamt eine Dauer von mehr als 27 Stunden hat, wurde sie in zwei Teile aufgesplittet. Beide Teile werden äußerst stimmig von Uve Teschner vorgetragen.

  6. Cover des Buches Schwarzer Tod (ISBN: B0BVC1GR19)
    Greg Iles

    Schwarzer Tod

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Anfang 1944 erhält der amerikanischer Arzt Mark McConnell gemeinsam mit dem jüdischen Attentäter Jonas Stern einen brisanten Geheimauftrag: Sie sollen ins Konzentrationslager Todtenhausen im Norden Deutschlands eindringen, dort die Probe eines tödlichen neuen Giftgases stehen und die Produktionsstädte in die Luft sprengen. Der Plan ist ebenso waghalsig wie riskant, noch dazu ist er komplett inoffiziell. Während die zwei in Schottland darauf vorbereitet werden, mehrt sich im norddeutschen KZ allmählich der Widerstand gegen die Nazi-Unterdrücker. Besonders die deutsche Krankenschwester Anna Kars und die junge jüdische Witwe Rachel versuchen sich hier unabhängig voneinander gegen die Unterdrücker aufzulehnen.
    Die Geschichte wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt und die meiste Zeit über spannend. Obwohl ich normalerweise kein Freund von Kriegsgeschichten bin, bin ich hier gerne am Ball geblieben und habe mich nie wirklich gelangweilt. Lediglich das große Finale kam mir ein bisschen zu weit ausgebreitet vor.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung von 2023 hat eine Dauer von knapp 20,5 Stunden und wurde gewohnt gut von Uve Teschner eingelesen.

  7. Cover des Buches Die letzte Stunde (ISBN: 9783837141375)
    Minette Walters

    Die letzte Stunde

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Petzi_Maus
    Kurz zum Inhalt:
    Dorsetshire, England, Juli 1348. Die Pest hat das Land erreicht und verbreitet sich rasend schnell. Ganze Landstriche werden entvölkert. Niemand erkennt anfangs die große Gefahr, lediglich Lady Anne von Develish lässt die Zugbrücke vernichten und schottet sich und ihre Schutzbefohlenen auf diese Weise ab, um somit von der Pest verschont zu werden. Nicht einmal ihren Ehemann Sir Richard lässt sie ein, der von einer Reise zurückkommt.
    Doch Angst, Panik und Verzweiflung lässt die Menschen brutal werden und viele versuchen, Develish anzugreifen.
    Auch das Knappwerden der Lebensmittelvorräte lässt die Einwohner auf außergewöhnliche Ideen kommen und so macht sich Lady Annes Verwalter, Thaddeus Thurkell, mit einer Gruppe junger Burschen auf den Weg nach draußen, um nach Lebensmitteln zu suchen.
    Als dann innerhalb der Mauern ein Mord geschieht, lässt dies die Gemeinschaft fast zerreißen. Kann Lady Anne sich und ihre Gemeinde retten?


    Meine Meinung:
    Der Erzählstil und die Sprache sind einem historischen Roman angepasst, und die Sprecherin, Gabriele Blum, lässt dies durch ihre Stimme, Klangfarbe und Betonung noch mehr hervorkommen. Man fühlt sich direkt in die Ortschaft im Mittelalter versetzt und erlebt hautnah das damalige Leben und die Sorgen und Nöte der Leibeignen mit.
    Die Geschichte über die Ausbreitung der Pest und wie eine einzelne starke Frau, die mit Weisheit, Ruhe und Geschick ihre Gemeinschaft retten kann, hat mich total gepackt.
    Lady Anne ist eine außergewöhnliche Frau mit viel Klugheit und Stärke, die als junges Mädchen im Kloster bereits gelernt hat, wie man die Ausbreitung von Krankheiten vermeiden kann, und genau das wendet sie dann auch an, um zu verhindern, dass sich die Pest in ihrer Stadt ausbreitet. Sie ist sehr sympathisch, ebenso wie der ehemalige Leibeigene Thaddeus, den Lady Anne aufgrund der außergewöhnlichen Umstände und seiner Klugheit zum Verwalter ernannt hat.
    Lady Annes Tochter Lady Eleanor hingegen ist ein verzogenes Gör, das ihren Vater auf ein Podest erhoben hat, obwohl dieser ein schrecklicher und brutaler Mensch war.
    Durch den Mord, die Angriffe auf die Stadt, die Streitereien innerhalb der Gemeinschaft und die gefährliche Suche nach Lebensmitteln kommt immer wieder Spannung auf und man ist total gefesselt.

    Leider war mir nicht bewusst, und es ist auch nirgends erwähnt, dass "Die letzte Stunde" keine abgeschlossene Geschichte ist - d.h., das Hörbuch endet quasi abrupt mittendrin mit den Worten "Fortsetzung folgt". Das hat mich natürlich etwas frustriert, da ich doch unbedingt wissen will, wie alles ausgeht... 


    Fazit:
    Toller und spannender historischer Roman um das Schicksal eines ganzen Dorfes zu Beginn der Pest. Leider hat mich sehr gestört, dass die Geschichte plötzlich endet, da es wohl noch eine Fortsetzung geben wird. Daher ein Stern Abzug und somit 4 Sterne von mir.
  8. Cover des Buches Die Hanse im Kampf (ISBN: 9781707994472)
    Adrian Adler

    Die Hanse im Kampf

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Wir befinden uns im Jahr 1368 an der Küste Norddeutschlands. Eine Hamburger Kogge des Kaufmanns Hermann Nienkerken ist buchstäblich auf der letzten Reise in diesem Jahr um ihre Waren nach Hause zu bringen und kommt in einen Sturm, der dem Schiff und dem Großteil der Besatzung den Garaus macht. Des einen Leid, des anderen Freud. Denn die Strandräuber, die in den Orten vor den Küstenstädten in kleinen Dörfern leben, freuen sich über das unverdiente Zubrot, das ihnen das ohnehin schwere Leben etwas erleichtert. Bauer Harmsen nutzt mit seinem achtjährigen Sohn Martin den "gesegneten Strand" abzuräumen. Dabei scheuen die Strandräuber auch nicht die Überlebenden, falls sie den Eindruck machen wertvoll zu sein, als Geisel zu nehmen. Der Rest wird erledigt. Für den kleinen Martin bietet sich ein grausiges Schauspiel und nachdem er heimlich erfährt, dass auch der Gefangene erledigt werden soll, entschließt er sich dem geschundenen Mann zur Flucht zu verhelfen. Was ihn zusätzlich anspornt ist die heimlich erlauschte Neuigkeit, dass sein Vater gar nicht sein Vater ist uns somit hält den Jungen nichts mehr in diesem trostlosen Haus.

    Man kann es als göttliche Fügung betrachten, dass der Gefangene der wohlhabende Kaufmann Hermann Nienkerken ist, dem Martin zur Flucht verhilft und der ihm zum Dank und weil er den Jungen einfach liebgewinnt an Sohnes Statt annimmt. Nun darf der Leser miterleben, wie der Junge im Spätmittelalter zu einem hochgewachsenen und charakterfesten Mann heranwächst, der seiner Familie viel Freude bereitet und nicht aufgibt seine wirklichen Wurzeln zu erkunden und dabei seinen Zwillingsbruder trifft und seine große Liebe. Doch in all den Jahren machen der Familie und ihrer Zunft die Piraten und die Strandräuber das Leben schwer macht, wie lebensgefährliche Seuchen die Menschen in den Städten bedrohen und wie sich die Städte der Hanse wie Hamburg, Lübeck und Wismar entwickeln, reisen durch Ostfriesland, nach Kopenhagen und sogar in das Emirat Granada.

    Adrian Adler hat einen spannenden, sehr gut recherchierten, historischen Roman über das Spätmittelalter in Norddeutschland verfasst und dem Leser mit auf eine Zeitreise genommen. Gekonnt hat er fiktive mit realen Persönlichkeiten verknüpft und auch die damaligen wirklichen Geschehnisse authentisch geschildert. Oftmals war es mir jedoch zu berichtartig, diese tolle Geschichte hätte man noch weiter romanartig ausführen können. Ein weiterer Punkt, den ich nicht so hinnehmen kann, ist, dass alle Religionen gleich sind und Christen und Muslime an den gleichen Gott glauben, Das tun sie nicht und dazu gibt es auch genügend Literatur. Dennoch ist dieser Roman wie ein kleines Geschichtslexikon und auch vielen Tipps im Nachtrag, was man unternehmen kann, wenn man sich in der Gegend aufhält.

  9. Cover des Buches Die Pestheilerin von Straßburg: Die Straßburg-Saga Band 2: Historischer Roman (ISBN: B08B7KCBCL)
    Heidrun Hurst

    Die Pestheilerin von Straßburg: Die Straßburg-Saga Band 2: Historischer Roman

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Martin hat seine Meisterprüfung bestanden und reist nun von Ort zu Ort um seine Dienste als Scharfrichter anzubieten. Die Arbeit belastet ihn sehr, doch sie muss um der Gerechtigkeit Willen getan werden. Währenddessen lebt Adelheid nun bei ihrer Mutter Gertrudis. Sie hilft ihr bei der  Behandlung der Kranken. Die Pest kommt Straßburg immer näher und eines Tages sterben die ersten Menschen an der Seuche. Als Martin davon erfährt macht er sich auf den Weg in seine Heimat, doch wird er noch rechtzeitig kommen um Adelheid und seine Familie wieder zu sehen?----
    Diese Buch hat mir noch mehr als das erste gefallen. Sehr spannend und tragisch. Die Geschichte gibt einen sehr guten Einblick in die Zeit der Pest Seuche um 1350. Auch die Liebesgeschichte von Adelheid und Martin ist sehr realistisch erzählt und zu keinem Zeitpunkt kitschig. Hat Spaß gemacht diese Buch zu lesen!

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