Bücher mit dem Tag "schweigegeld"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schweigegeld" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Save Me (ISBN: 9783736305564)
    Mona Kasten

    Save Me

     (2.812)
    Aktuelle Rezension von: AnnalenaR

    Das Cover vom Buch finde ich unfassbar ansprechend und das wobei es edel und schlicht zugleich aussieht.

    In den 3 Büchern von Mona Kasten geht es um Ruby und James die es beide sehr schwer haben zueinander zu finden oder es aufgrund verschiedener Faktoren immer Probleme geht. Im ersten Band lernen sich die beiden das erste mal richtig kennen und kommen bereits das erste mal näher jedoch gibt es relativ schnell das erste Problem und die wichtigste Frage ist, finden sie wieder zueinander und geht es dann gut?....

    Ruby finde ich total sympathisch und habe sie sofort ins Herz geschlossen, sie ist so offen und lieb aber dennoch zeitgleich verschlossen was sie so authentisch macht. Sie hat große Ziele für die sie so hart kämpft und alles macht um sie zu erreichen. James war mir aufgrund seines Egoistischen Art leicht unsympathisch aber das ist schnell anders geworden und mittlerweile denk ich mir immer wieder oh nein warum! Die ganzen Nebenrollen sich alle überwiegend sympathisch aber es gibt auch hier ein paar ausnahmen die aber mit Absicht so sind es genau so zu ihnen passt.

    Ich habe das Buch innerhalb weniger stunden durchgelesen und habe auch Teil 2 bereits angefangen und bin total gespannt - ich finde es mehr als aufregend das diesmal 3 Teile sich um 1 Pärchen dreht das hab ich schon länger gewollt.

  2. Cover des Buches The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission (ISBN: 9783499002656)
    Lyssa Kay Adams

    The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch,"The Secret Bookclub- Die Liebesroman Mission", von der Autorin Lyssa Kay Adams, ist der zweite Teil der Reihe.  Die Story handelt von Braden Mack und Thea´s Schwester Liv. Braden möchte mit seinem dreimonatigen Date eine feste Beziehung eingehen, doch diese serviert ihn ab, weil er sich zu viel Mühe gibt. Sein Werben hat er im Secret Book Club aus Liebesromane gelernt. Am gleichen Abend bekommt Liv Ärger mit ihrem Boss, da Braden ihr mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat als ihrem Boss den Restaurant Inhaber. Liv kommt dazu noch hinter ein schweres Geheimnis. Liv und Braden Mack überlegen sich etwas als Gegenangriff. Sie kommen sich dabei näher. Wird Braden seine Eine finden?

    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und in der Erzählperspektive geschrieben. Es endet mit einem Epilog, 6 Monate später.

    Mein Fazit:

    Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil. Das Buch handelt im Gegenzug zum ersten Teil kaum vom Buchclub oder über Liebesromane. Die Thematik Liv´s ehemaligen Boss auszuschalten und die Gefühle zwischen ihr und Braden stehen im Vordergrund. Gemeinsam mit Freunden an einem Plan arbeiten und gegenseitiges Vertrauen ist wichtig. Der Zusammenhalt wird sehr gut beleuchtet. Die Handlung gefiel mit sehr gut. Die Charaktere sind anschaulich und sehr sympathisch beschrieben.  Ich konnte mich im Gegenzug zu Teil 1 dieses Mal sehr gut mit Liv anfreunden.  Mir gefiel dieser Teil sehr gut, weil er nicht so schnulzig war, wie der erste Teil der Reihe. Ich bin sehr auf die Folgebände gespannt.  

  3. Cover des Buches Todsünde (ISBN: 9783442364596)
    Tess Gerritsen

    Todsünde

     (984)
    Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books

    𝙸𝚗𝚑𝚊𝚕𝚝:
    In einem kleinen Kloster finden Nonnen zwei ihrer Genossinnen brutal erschlagen auf. Eine von den Toden, ist die junge Novizin , Camille Maginnes. Anhand der Autopsie stellt Isles fest : die junge Frau muss vor ihrem Tod ein Kind auf die Welt gebracht haben. Doch von diesem fehlt jegliche Spur. Parallel zu diesem Fall findet die Polizei eine weitere Frauenleiche - auf das schlimmste entstellt. Beide Fälle scheinen zusammenzuhängen.

    𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
    Hier wird es jetzt persönlich. In dieser Geschichte erfahren wir viel über unsere beiden Frauen der Gerechtigkeit. Sie gewähren uns einen Einblick in ihr Privat- sowie Gefühlsleben. Der persönliche Teil zieht sich durch die gesamte Geschichte,bleibt mal am Rand und verschmilzt im nächsten Moment wieder mit der Story.
    Die Haupthandlung an sich hat mir gut gefallen. Die Kirche, die für Schutz und Liebe steht wird zu einem Tatort. Und natürlich stehen ihre Vertreter auch hier wieder mal im Schussfeld der Kritik. Doch erfüllen diese Menschen die Voraussetzung, derart brutale und abstoßende Taten zu begehen ?

  4. Cover des Buches Intrigen am Lago Maggiore (ISBN: 9783462049824)
    Bruno Varese

    Intrigen am Lago Maggiore

     (11)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707
    Matteo Basso, Ex-Polizeipsychologe, hat sich in seiner neue Heimat am Lago Maggiore eingewöhnt. Nach einer Feier für einen seiner drei Mechaniker-Freunde wird auf der kleinen Insel Isola Bella am nächsten Morgen ein Toter gefunden. Der Fotograf Vittorio Ferretti aufgespießt auf dem Horn eines Einhorns, dass als Wahrzeichen im Park der Insel Isola Bella steht. Und was bedeutet die herausgeschnittene Rippe? Nachdem wenige Tage später auf der Landzunge der Insel das Skelett einer weiblichen Toten gefunden wird, hat Matteo die offizielle Erlaubnis hier bei den Ermittlungen, die sich auch diesmal sehr schwierig gestalten, behilflich zu sein.

    Dies ist der zweite Fall für Matteo Basso und auch hier erfahre ich wieder einiges aus seinem hinter ihm liegenden Privatleben. Nun weiß ich, warum ihn seine Frau verlassen und er Mailand der Rücken gekehrt hat. Während Matteo, diesmal sogar mit Rückendeckung von Kommissarin Nina Zanetti in den anstehenden Mordangelegenheiten unterwegs ist, kümmern sich seine drei Mechaniker-Freunde Beppo, Flavio und Luigi darum, dass die Kunden der Macelleria nicht ohne Wurst da stehen. Die Drei mag ich besonders wegen ihres Humors und ihrem großen Herzen. Obwohl Matteo Basso Psychologe ist, reagiert er auch hier manchmal wieder sehr unbedacht und bringt sich damit selbst in Gefahr. Aber vielleicht lernt er es ja noch. Die Annäherung der Kommissarin und des Psychologen/Metzgers geht in die nächste Phase. Sie sind schon beim Du angekommen und ich sehe weiterhin kleine Schmetterlinge fliegen.

    In diesem Kriminalfall komme ich an die unterschiedlichsten Handlungsorte, bei denen ich anfangs nicht weiß, ob und wie sie alle zusammenhängen. Zusammen mit Matteo ermittle ich auf der legendären Mailänder Galopprennbahn, besuche mit ihm zusammen eine berühmte Wallfahrtskirche in den Bergen und lasse mich mit ihm durch ein humanbiologisches Forschungslabor führen. Und wahrhaftig führen alle Spuren und losen Fäden schließlich zusammen und ergeben eine schlüssige Auflösung des Falles. Mir gefällt sehr gut, dass der gesamte Krimi eine gewisse Ruhe ausstrahlt, ohne ausufernde Action und viel Blutvergießen auskommt und trotzdem sehr spannend und interessant ist.

    Wie schon in Band 1 sind auch hier auf den Rückseiten des Covers zwei Landkarten mit dem Lago Maggiore und den einzelnen Orten abgebildet. Die immer wieder eingestreuten italienische Vokabeln und die wunderschönen Beschreibungen der Landschaft rund um den Lago Maggiore verbreiten Urlaubsfeeling.

    Ich habe mich wieder von Balkonien an den Lago Maggiore treiben lassen, wurde sehr gut unterhalten und bin schon auf den 3. Fall von Matteo Basso und Nina Zanetti gespannt.


  5. Cover des Buches Todeskleid (ISBN: 9783426525333)
    Karen Rose

    Todeskleid

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Natiibooks


    4 🌟🌟🌟🌟 


    Inhalt:

    Privatdetektivin Paige Holden vertritt einen Klienten, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Unschuldig, behauptet er. Wer aber hat den brutalen Mord an dem 12-jährigen Mädchen im blauen Kleid verübt? Die attraktive Privatdetektivin findet heraus, dass es eine ganze Serie toter Mädchen gibt. Alle blondgelockt, alle blau gekleidet. Durch ihre Ermittlungen bringt sich Paige selbst in größte Gefahr. Ein Scharfschütze verfehlt sie nur um Millimeter. Höchste Zeit, den charismatischen Staatsanwalt Grayson Smith um Hilfe zu bitten …



    Meinung:

    Und weiter geht's mit der Baltimore Reihe und dieses mal begleiten wir Paige und Grayson die dabei sind ein Fall der bearbeitet wurde wieder aufzuarbeiten und sich dabei selbst in Gefahr bringen. Auch hier folgen wir wieder mehrere sichten und ebenfalls wieder Charaktere die wir vom ersten Teil kennen. Auch hier war es wieder sehr spannend und auch wenn besonders die Täter frage wer jetzt wer ist da so viele involviert wurde und es ziemlich schwierig war auf ein festzusetzten hat es dennoch wieder Spaß gemacht. Paige war ein Interessanter Charakter und ich mochte sie auch Grayson auch wenn ich sagen muss das mir die Liebesgeschichte der beiden nicht so gut gefallen hat wie beim ersten Teil mit (J.D und Lucy) dennoch fand ich es im ganzen okay. Aber die Storyline war wirklich gut da man hier echt nicht wusste wer jetzt was zu tun hat auch die Charaktere die wir kennenlernen durften und in denn nächsten Büchern eine rolle spielen bin ich schon ganz gespannt. Im ganzen hat ich wieder Spaß beim lesen das ich gar nicht mehr aufhören wollte und kann es kaum abwarten noch mehr in dieser Reihe und von der Autorin zu lesen.


  6. Cover des Buches Dangerous Deal (ISBN: 9783551314116)
    Andreas Schlüter

    Dangerous Deal

     (61)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Charaktere, besonders Laura und Christoph, mochte ich sehr. Auch die Story gefiel mir und war spannend. In einem ganz entscheidenden Punkt hätten es sich die Jugendlichen aber viel einfacher machen können. (SPOILER) Wenn sie die Daten einfach kopiert und für eine Million Euro verkauft hätten, wäre vieles wahrscheinlich nie passiert. Aber für die Story ist das natürlich besser. (SPOILER ENDE) Ich hätte mir aber noch gewünscht, dass etwas mehr aufgelöst wird. (SPOILER) Zum Beispiel erfuhr man bis zum Ende nicht, ob der Motorrad-Typ wirklich am See gewesen ist und das Boot losgemacht hat. (SPOILER ENDE) Apropos Ende, dieses gefiel mir dafür nicht so gut. Es war für meinen Geschmack einfach zu plötzlich. (SPOILER) Und ich hätte es noch schön gefunden, wenn die Kinder am Ende gewonnen hätten. (SPOILER ENDE) Trotzdem ein sehr gutes Buch.

  7. Cover des Buches Mata Haris in Ostberlin: Fälle aus MFS, Polizei und NVA (Verschlussakte DDR 32767) (ISBN: 9783867895583)
  8. Cover des Buches Eifel-Wasser (ISBN: 9783894252618)
    Jacques Berndorf

    Eifel-Wasser

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Ireland

    Der Wasserkontrolleur und Naturliebhaber Franz-Josef Breidenbach wird von einer Steinlawine erschlagen. Als Baumeister und Rodenstock bei der Inaugenscheinnahme des Unfallortes jedoch einen abgetrennten Finger zwischen den abgestürzten Steinen finden, sind sie sich einig, dass mindestens eine weitere Person im Steinbruch unterwegs gewesen sein muss. Nun deutet alles auf Mord hin.

    Die nun durchgeführte Obduktion bestätigt, dass Breidenbach mit einem gezielten Schlag an den Kopf getötet wurde. Nun beginnt die Suche nach dem Mörder, doch die gestaltet sich recht schwierig, da nach und nach einige Dinge ans Licht kommen, die mehreren Personen ein Motiv geben, Breidenbach aus dem Weg zu räumen.

    Gewohnt geistreich und witzig gehen Baumeister, seine Lebensgefährtin Vera gemeinsam mit Rodenstock und dessen Frau Emma auf die Suche nach dem Mörder.

  9. Cover des Buches Lautloser Terror (ISBN: 9783861898160)
    Klaus Behling

    Lautloser Terror

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Lotosblüten für Miss Quon / Einen Kopf kürzer / Ein Double für die Falle (ISBN: 9783548103976)
  11. Cover des Buches Der Mann, der alles wußte (ISBN: B002FWP0HE)
    Edgar Wallace

    Der Mann, der alles wußte

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Die blaue Stunde (ISBN: 9783833304262)
    Alonso Cueto

    Die blaue Stunde

     (5)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick



    Adrian Ormache, die Hauptfigur in Alonso Cuetos lesenswertem Roman „Die blaue Stunde“ ist ein Mann, dem es besser nicht gehen könnte. Er gehört als Inhaber einer sehr erfolgreichen Anwaltskanzlei in Lima zum gehobeneren Establishment eines Peru, das seine eigenen „bleiernen Jahre“ hinter sich gelassen zu haben scheint. Er wohnt in einer der besten Viertel von Lima, hat mit Claudia eine wunderschöne Frau, die ihn versteht und in allem unterstützt und mit ihr zusammen zwei Töchter. Alicia, die ältere von beiden, studiert Jura an der Katholischen Universität und tritt selbstsicher in die Fußstapfen ihres Vaters. Ihre Schwester Lucia ist empfindsamer und kann sich sehr für Musik begeistern.  Zu seinem Bruder Ruben hat Adrian seltenen Kontakt, sie sind gar zu unterschiedlich.
    Erfolgreich, mit einer glücklichen Ehe und zwei gelungenen Töchtern gesegnet, öffentlich anerkannt und geschätzt, in einem Land, in dem es nach langer Zeit der Dunkelheit wieder aufwärts geht – das Leben könnte für Adrian nicht schöner sein.

    Und doch wird er quasi über Nacht in einen biographischen Strudel hineingestürzt, der ihn tief in die jüngste Geschichte seines Landes mit dem erbarmungslosen Krieg zwischen den Terroristen des Leuchtenden Pfads (Sendero Luminoso) und der peruanischen Armee und Sicherheitspolizei führt, der an Grausamkeit und Unmenschlichkeit über eine sehr lange Zeit beispiellos war und kaum eine Familie in Peru unberührt ließ.

    Als Adrians Mutter stirbt, nimmt ihn das mehr mit als er vermutet hätte. Doch mitten in seine ungewöhnlich heftige und Züge von Depression annehmende Trauer, erfährt er nach der Beerdigung seiner Mutter von den Rolle seines schon längere Zeit verstorbenen Vaters im erbarmungslosen Krieg gegen den Sendero. Als er Dokumente seiner Mutter durchsieht, entdeckt er einen alten Brief an sie:
    „Senora Beatriz Ormache:
    Ihr Ehemann, der Offizier Ormache, ist ein sehr böser Mann, der großes Unglück über meine Familie gebracht hat. Meine Nichte wurde in Huanta gefoltert und vergewaltigt. Meine Nichte war gut, nie hat sie etwas mit Terrorismus zu tun gehabt, aber ein paar Soldaten sind gekommen und haben sie mitgenommen und Ihr Ehemann Ormache hat sie vergewaltigt, Senora, Missbrauch hat er ihr angetan. Deshalb, Senora, wird Fluch über Ihre Kinder und über Sie kommen, Senora. Für alle Zeit verflucht. Dieser Fluch wird viele Jahre dauern, er wird auf Ihnen und auf ihren Kindern und den Kindern Ihrer Kinder liegen, So wird es sein, Vilma Agurto.“

    Dieser Brief verändert mit einem Schlag Adrians Leben. Er begegnet Chacho, der zusammen mit seinem Vater in der Kaserne des Militärs in Huenta diente. Er bestätigt, daß Adrians Vater in besonders brutaler Weise an Folterungen beteiligt war und sehr oft, nach dem er sich an einer weiblichen Gefangenen vergnügt hatte, diese dann seiner Mannschaft zur Verfügung stellte, bevor sie dann getötet wurde. Auch sein Bruder Ruben bestätigt ihm das Verhalten des Vaters. Und er erfährt von einem Mädchen namens Miriam, die sein Vater geliebt hat, die er bei sich behalten und mit der er gelebt hat und die eines Tages mit einer List aus der Kaserne geflohen ist. Es stellt sich auch heraus, daß Adrians Mutter bis zu ihrem Tod an die Familie Miriams eine Art Schweigegeld gezahlt hat, das diese nun, nach deren Tod, von ihm  verlangt. Wenn diese Geschichte über seinen Vater öffentlich würde, wäre Adrian erledigt. Auch deshalb macht  er sich auf eine abenteuerliche Suche nach dieser Frau, erinnert sich, daß es wohl sie gewesen ist, mit deren Suche ihn sein Vater damals kryptisch auf dem Sterbebett beauftragt hatte und verliert langsam den Boden unter den Füßen seiner so gesicherten und glücklichen Existenz.

    Seine Frau Claudia, der er sich mehr und mehr zu entfremden droht, was ja auch kein Wunder ist, versucht zu verstehen, was in ihrem Mann vorgeht, und es ist kaum zu glauben, daß am Ende des Buches diese Ehe noch besteht

    Nach langer Suche – Adrian hat dabei große Probleme, seiner Arbeit in der Kanzlei nachzukommen, wobei ihm seine Assistentin Jenny eine unschätzbare Hilfe ist – findet er Miriam. Sie versichert ihm sofort, daß er keine Angst zu haben brauche, daß sie irgendetwas der Öffentlichkeit preisgebe und will zunächst nichts mit ihm zu tun haben, schickt ihn weg. Doch Adrian bleibt stur, er will mehr wissen. Sie nähern sich einander immer mehr an, beginnen sogar eine Beziehung, Und sie erzählt ihm die lange, bedrückende Geschichte seines Vaters, ihre Geschichte mit ihm.
    Und er schreibt sie auf für dieses Buch.

    „Die blaue Stunde“ ist ein beeindruckendes Buch der Geschichte einer Schuld, die vom Vater auf den Sohn übergeht und diesen am Leben hindert, ihm das Licht nimmt und ihn ins Dunkle stürzt. Aber er muß sich dieser Geschichte stellen, es führt kein Weg daran vorbei.
    Er hört von Miriam von ihrer abenteuerlichen Flucht, jener „blauen Stunde“ kurz vor Morgengrauen, als die Soldaten sie beinahe gefasst hätten und lange lässt sie Adrian in dem Glauben, ihr Sohn Miguel sei sein Bruder. Dabei setzt er sein Familienleben fort wie gewohnt, aber:
    „In jener Zeit fühlte ich, daß ein anderer Mann Besitz von meinem Körper ergriffen hatte. Auf einmal kam es mir als das Natürlichste der Welt vor, mich so zu fühlen, halb zornig, halb entzückt, eine Mischung, die mich von allen Stühlen vertrieb, auf denen ich saß. Ich dachte nur an Miriam, ich sah ihre Augen, die mich anschauten, und hörte ihre Stimme, wie findest du Miguel, und spürte ihre vollen Lippen auf meinem Mund.“

    „Die blaue Stunde“ ist ein bewegendes und sprachlich anspruchvolles Buch, dem ich gerade in Deutschland eine große Verbreitung wünsche. Denn die von Alonso Cueto in diesem Roman vorgelegte Geschichte aus Peru ist eine Form der Bearbeitung von schrecklicher Vergangenheit und der damit verbundenen Schuld, die über die Generationen hinweg wirkt, wie wir sie in Deutschland etwa seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in der Literatur zunehmend finden. Es ist sehr interessant, aus fremden Ländern zu hören, wie dort Menschen mit einer politischen Vergangenheit umgehen, deren Schrecken und Terror das Land Peru bis Mitte der achtziger Jahre des 20.Jahrhunderts in großes Chaos stürzte und deren Aufarbeitung nach der Verhaftung von Guzman, dem Führer des Sendero erst langsam beginnt.
    Ich kann das Buch nur empfehlen.
  13. Cover des Buches Der Mörder (ISBN: 9783455005240)
    Georges Simenon

    Der Mörder

     (20)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    „Hochverehrter Herr Doktor, es tut weh, mit anzusehen, wenn ein Mann wie Sie insgeheim der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Jemand, der Sie schätzt, teilt Ihnen mit, dass Frau Kuperus Sie betrügt, jedes Mal wenn Sie unterwegs sind. Sie trifft sich mit einem Ihrer Freunde, Herrn de Schutter, in dessen Bungalow am See und verbringt dort manchmal auch die Nacht.“

    …einige wenige Zeilen auf das Papier geworfen und die wohlgeordnete Welt von Doktor Kuperus gerät aus den Fugen. Diese wohlgeordnete Welt hat er sich über Jahre aufgebaut: respektabler Haushalt in einer Kleinstadt mit Frau und Dienstmädchen, eine gutgehenden Arztpraxis, Mitglied im Billard-Club…

    …und einmal im Monat nimmt er an einem Ärztetreffen in Amsterdam teil: Monat für Monat und Jahr für Jahr. Nur zwei Mal bleibt er diesem Treffen fern: Beim ersten Mal versichert er sich, ob die Behauptungen des anonymen Schreibens den Tatsachen entsprechen. Beim zweiten Mal erschießt er seine Frau und ihren Liebhaber und versenkt die Leichen im nahen Kanal. Dann wartet er auf seine Verhaftung. Doch nichts passiert, und er lebt weiter…! Leben…?

    George Simenon entwirft das Psychogramm eines gebrochenen Mannes, dessen Fassade der Gutbürgerlichkeit durch diese Tat ins Wanken gerät. Der anfängliche Taumel des Unerhörten wird abgelöst durch Ängste des Überführtwerdens, um sich dann in manischen Verhaltensweisen zu manifestieren. Eine solch schändliche Tat hinterlässt tiefe Spuren in der Psyche und in der Seele des Täters, spiegelt sich ebenso in seiner Physiognomie wieder und offenbart sich in seinem Verhalten gegenüber seiner Umwelt.

    George Simenon entwirft ebenso ein Soziogramm und beschreibt anschaulich, wie diese Tat Einfluss auf das Verhalten der Menschen in dieser Kleinstadt nimmt: Der Mörder ist unter ihnen. Sie vermuten es, sie befürchten es und können doch nichts beweisen. Das soziale Gefüge kommt ins Straucheln, wirkt verletzlich und angreifbar und sehnt sich nach dem schützenden Mantel der Gutbürgerlichkeit.

    Als Krimi kann und möchte ich „Der Mörder“ nicht bezeichnen: Simenon lässt von Anfang an keinen Zweifel an den Täter aufkommen: Somit bleibt die klassische Aufklärung aus,…

    …und doch liest sich dieser fesselnde Roman so spannend wie ein Krimi und beweist anschaulich, warum Simenon als der „meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, in einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“ (Die Zeit) gilt!!!

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