Bücher mit dem Tag "schwein"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schwein" gekennzeichnet haben.

159 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.788)
    Aktuelle Rezension von: 79yvi

    Ich habe „Tschick“ im Zuge einer Lesechallenge für die Aufgabe „Lies ein Buch, das gefühlt schon jeder gelesen hat, nur du nicht.“ gelesen. Der Hype um Maiks und Tischs Geschichte war nach deren Erscheinen groß, dass sie verfilmt wurde, weiß wohl auch jeder. Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass ich nichts verpasst hätte, wenn ich mich für ein anderes Buch zur Erfüllung der Aufgabe entschieden hätte.

    Es lässt sich flüssig weg lesen und punktet teilweise mit witzigen und auch stragnen Situationen, die die beiden Jungs auf ihrem Roadtrip erleben. Andererseits ist es gespickt mit Klischees, die ich in der Form in einem Jugendbuch einfach nicht angebracht finde. Tschick und Maik gehen ihre Reise ziemlich planlos an und genauso kommt die Geschichte bei mir an. Was mich zu der Frage gelangen lässt: Was will mit diesem Buch eigentlich transportiert werden?

    Zusammengefasst ist „Tschick“ für mich eher enttäuschend. 

  2. Cover des Buches True North - Wo auch immer du bist (ISBN: 9783736305601)
    Sarina Bowen

    True North - Wo auch immer du bist

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Marheiaa21

    Audrey hat den großen Traum ihr eigenes Restaurant zueröffnen. Doch der Weg ist steinig, dewegen schafft sie gerade in einer restaurantkette um hier den absprung zu schaffen. Griffen ist nach der Highschool wieder nach hause. Auf der Farm seiner familie gibt es viel zu tun. Als Audrey für einen Job nach Vermont fährt denkt sie nicht dran ihrer Hoghschool-Affäre wieder zusehen. Doch jetzt muss sie griffen auch noch überzeugen seinen preisgekrönten Cider zum halben preis für die Kette zu verkaufen. Doch das seine Nähe wie früher immer noch so elektrizierend und heiß ist, damit hat sie nicht gerechnet.

    -True North, wo auch immer du bist- ist der erste Teil der Vermont-Reihe. Leider muss ich gestehen das ich Band 6 auch schon gelesen habe (Bevor ich mit meinem "Bookstgramacc" angefangen habe) Doch eins ist klar der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend. Diesen Teil hatte ich an einem Wochenende weggelesen.

    Audrey wirkt taff und gut für die Welt. Das sie für diese Kette arbeitet finde ich ziemlich ärgerlich. dennoch war es gut das sie so bei Griffin gelandet ist.
    Griffin ist so heiß, ich muss es so sagen. Seine Art und Weise wir er sich für seine Familie, die Menschen außenherum und die Farm aufobpfert hat mich berührt. Auch seine Art und Weise wie er mit ihr spricht macht ihn so ungelublich attraktiv.

    Grummel Griff und Prinzessin Audrey hatten von Anfang an eine Spannung und man dachte die Geschichte entwickelt sich gerade etwas zu schnell, doch die Vorgeschichte hat alles erklärt. Griffins Familie, besonders die Mum hat in meinem herzen ein Platz eingenommen. Sie hat alles zusammengehalten, war der kühle Kopf und dennoch die Weisheit. Dieses großfamilien feeling und die Verantwortung für ein Unternhmen konnte ich zu 100% nach empfinden. Das hat die geschichte für mich zu etwas besonderen gemacht !

  3. Cover des Buches Salz & Stein (ISBN: 9783570163450)
    Victoria Scott

    Salz & Stein

     (327)
    Aktuelle Rezension von: Marali
    Ich habe mich geirrt.
    Nach dem Lesen des ersten Bandes, habe ich vermutet, dass sich diese beiden Bücher zu meinen absoluten Favoriten im Bereich der Dilogien mausern würden.
    Ich habe oftmals gelächelt über den Humor der Charaktere und fand die Geschichte einfach spannend, zumal sich Liebesgeschichte und Handlung nicht im Weg standen und der Fokus einfach auf dem Brimstone Bleed lag, so wie es sein sollte.
    Leider konnte mich der zweite Teil überhaupt nicht überzeugen.
    Ansich hat die Story sehr positiv angefangen, diesmal ging es in Meer und Berge.
    Grundlegend war die Geschichte gut geschrieben und es gab ein paar spannende und realistische Elemente.

    ALLERDINGS (mit Ausrufezeichen) wurde die Geschichte, je mehr es aufs Ende zuging komplett unverständlich und wirkte an den Haaren herbeigezogen.
    Ich habe bereits mitten im Buch bemerkt, dass die verbleibende Seitenanzahl niemals reichen wird um das Buch in sich stimmig abzuschließen.
    Ich habe mich von dieser Vermutung aber nicht aus dem Konzept bringen lassen, doch mein Bauchgefühl lag zuvor richtig.

    Ich werde keine Spoiler über Handlung oder Charaktere einbauen, jedoch werde ich meine Meinung über das Ende präsentieren.
    Also wer vorhat, das Buch noch zu lesen: BITTE JETZT WEGKLICKEN!

    Ich war wirklich so enttäuscht, als ich bemerkt habe, dass mich das Ende nicht annähernd zufriedenstellt.
    Es hat einfach gewirkt, als wäre das Ende noch "schnell, schnell" zu Ende geschrieben worden, weil vielleicht die Abgabezeit für den Verlag oder sonstiges knapp wurde.
    Jedenfalls kam es genau so rüber.
    Alles passierte einfach auf einen Schlag, nichts ergab wirklich Sinn, hauptsache das Buch konnte beendet werden.
    Gerade das Finale, habe ich mir so gut vorgestellt aber nein.
    Was ich außerdem am ersten Teil so toll fand - nämlich, dass die Handlung einfach schlüssig war und gut durchdacht, fehlt mir hier im Ende gänzlich.
    Alles fällt den Kandidaten sehr leicht, obwohl es angeblich die beiden schwierigsten Etappen im gesamten Rennen sind. Was ist das für eine Logik?
    Ich muss sagen, die Bücher hatten viel Potenzial, welches leider nicht vollends ausgeschöpft wurde.
    Eine Trilogie hätte meiner Meinung nach mehr Sinn gemacht, weil hier noch Teile der Geschichte erzählt hätten werden können, die der Story gerecht geworden wären.
    So leider nicht.

    Das Buch war leider ein Flop im Jahr 2018 für mich.

    Trotzdem hat die Autorin eine tolle Idee gehabt, die Sie vielleicht bei ihren nächsten Werken anders umsetzen wird.
  4. Cover des Buches Sie (ISBN: 9783453435834)
    Stephen King

    Sie

     (891)
    Aktuelle Rezension von: _BooksLove_

    𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭 

    Nach einem Autounfall , wacht der Schriftsteller Paul in einem fremden Haus auf. Seine Beine sind mehrfach gebrochen & die Dame des Hauses , Annie , hat ihn ordentlich vollgepumpt mit Medizin. Was Paul nicht weiß .. Annie ist nicht nur irgendeine Frau , sie ist wahnsinnig !!!! Sie nennt sich selbst den größten Fan , allerdings hat Paul einen gewaltigen Fehler gemacht .. Er hat den Hauptcharakter , Misery , aus seinen Büchern sterben lassen ..... & das gefällt Annie überhaupt nicht! Sie stellt ihn vor die Wahl : Sein Leben gegen das ihrer Lieblingsheldin ..... . 

    𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠 

    Dieser King konnte mich überzeugen 👍🏻 Es gab zwar manche Stellen wo es etwas langatmig war aber die waren auch schnell wieder vorbei .. Man lernte die Protagonisten gut kennen, Annie die wahnsinnige, mit ihrem kranken Charakter & Paul der mit der Situation echt gut umgegangen ist .. Was mich leider etwas gestört hat waren die Seiten über die Fortsetzung von Misery .. Sie waren in einer nicht so gut lesbaren Schrift geschrieben ,  was natürlich auch an meiner Ausgabe liegen kann.. Ich bin ehrlich , die Seiten habe ich überflogen weil sie für mich leider auch nicht interessant waren 🙈 Das Ende war ein Knaller & ich stand mega unter Spannung & bin nur so über die Seiten geflogen 😂 Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung & 9 / 10 🌟 . .

  5. Cover des Buches INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne (ISBN: 9783426227367)
    Christopher Paolini

    INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne

     (176)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    In den weiten des Weltalls ist es für die junge Forscherin Kira Navárez der größte Traum zu erkunden, zu untersuchen und auf anderes Leben zu treffen. Bei einem harmlosen Auftrag einen fernen Planeten für die Kolonialisierung zu erforschen stürzt Kira in eine Felsspalte und entdeckt dort etwas, dass ihre Zukunft für immer verändern soll. Die unbekannte Materie verschmilzt mit der Forscherin und verwandelt sie in eine völlig neue Lebensform, die es ihre ermöglicht mit den Außerirdischen zu kommunizieren. Schon bald hängt das Überleben der Menschheit am seidenen Faden und nur Kira ist in der Lage sie alle zu retten.

    Meine Meinung

    Der Erfolgsautor des Weltbestsellers »Eragon« wagt mit seinem neuen Werk »Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne« den Schritt von der Fantasy in das Genre der Science-Fiction, ohne jedoch die phantastischen Elemente aus seinem Schreiben zu verbannen, denn dieser Roman gehört nicht zu den realistischen Weltraum-Abenteuern, sondern verzaubert mit einem durch die Fantasy geprägten Universum voller Möglichkeiten und Absonderlichkeiten.

    Dieser 960-Seiten starke Roman besticht auf den ersten Blick durch die sagenhafte Aufmachung von Cover, Vorsatzpapier und einigen eingebundenen Grafiken und lässt damit jedes Buchliebhaber-Herz höher schlagen. Die Geschichte wurde in sechs Teile aufgeteilt, die die einzelnen Episoden des Abenteuers besser zugänglich machen und zudem gibt es im Nachtrag noch tiefgehende Erläuterungen des Autors zu der auf Fakten beruhenden Funktionsweise seiner erschaffenen Welt, sowie ein umfassendes Glossar, das mir während des Lesens immer eine gute Unterstützung bot. Trotzdem wäre es wünschenswert, dass Paolini seine Erklärungen in den Romantext hätte einfließen lassen, dann wäre die Symbiose vollkommener.

    Die Hauptprotagonistin ist die Xenobiologin Kira Navárez, die bei der Erkundung des Trabanten Adrasteia im System Sigma Draconis bei einem Unfall eine folgenschwere Entdeckung macht und über den ganzen Roman hinweg die Perspektive bestimmt. Paolini überzeugte mich mit seinem sagenhaften Charakterbuilding, denn zu Kira gesellt sich im Verlauf der Geschichte die hinreißende Bordcrew der »Wallfish«, bestehend aus Falconi, einem hartgesottenen Mistkerl mit weichem Kern, dem exzentrischen und verrückten Schiffsverstand Gregorovich, der liebenswerten Nielsen, der sadistisch veranlagten Ex-Soldatin Sparrow, der eigensinnigen Mechanikerin Hwa-jung, dem aufrichtigen Mediziner Vishal und dem gutgläubigen und naiven Trig, der noch ein halbes Kind ist sowie das Schiffsschwein Göffel und Kater Mr. Fuzzypants.

    Humorvolle Dialoge ergänzen die rasanten Weltraum-Schlachten mit einer angenehmen Leichtigkeit, die einen zwischen blutigen Kämpfen ums nackte Überleben neuen Atem schöpfen lassen. Christopher Paolini hat in »Infinitum« eine fantasiereiche und fesselnde Welt erschaffen, die zum Staunen und Verlieren einlädt und mit jedem Kapitel größere Ausmaße anzunehmen scheint. Bei dieser Fülle an Kreativität ging mir allerdings der Fokus etwas verloren und eine engmaschigere Verknüpfung mit Details hätte das Leseerlebnis noch um einiges reicher machen können.

    »Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne« ist ein absolut lesenswerter Roman für alle, die auf phantastische Weltraum-Abenteuer stehen und gerne in eine komplexe Welt eintauchen. Besonders gelungen ist die Entwicklung der Hauptprotagonistin und die Dynamik zwischen den Charakteren.

    Fazit

    Fantasievolle Science-Fiction, die voller Action steckt und dennoch zum Erträumen des Weltalls einlädt.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 08.10.2020

  6. Cover des Buches Dunkle Botschaft: Thriller (ISBN: 9783944676241)
    Catherine Shepherd

    Dunkle Botschaft: Thriller

     (138)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Bei der Obduktion einer jungen Frau, die in der Badewanne ums Leben kam, stellt die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz fest, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um Mord handelt. Im Körper des Opfers wurde vom Täter eine Botschaft hinterlassen. Die Kripo muß schnell ermitteln, bevor es ein weiteres Opfer gibt. Doch der Mörder ist hinterhältig und schnell und so gibt es weitere Opfer, bevor Julia gemeinsam mit der Kripo auf die richtige Spur des Täters kommt.

    Mir gefiel der 4. Teil wirklich gut, auch wenn es 2 Punkte gibt die mir nicht gefallen haben (dazu später mehr). Es gibt immer wieder Rückblicke indenen wir Einblicke in die Vergangenheit des Mörders erhalten. Warum er dazu getrieben wurde erfahren wir auch - Stichwort Großvater !

    Kommen wir zu den negativen Aspekten ...

    1. Manko 

    Zum ersten Mord - Mobiltelefon fällt in Badwanne, Tod durch Stromschlag. Unglaubwürdig - nicht richtig recherchiert !! Solch ein Akku hat eine relativ niedrige Voltzahl - da passiert garnix. Selbst wenn das Gerät noch am Steckernetzteil hängen würde.

    2. Manko

    Die Alleingänge von Julia werden mir langsam etwas zu viel und lässt mich mit den Augen rollen. Wir sind mittlerweile beim 4. Band angekommen,  irgendwann wirkt es lächerlich und unbelehrbar.

    Ich wirde wirklich gut unterhalten und die Spannung blieb bis zum Schluss, daher bekommt das Buch 4/5 ⭐⭐⭐⭐

  7. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (516)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    Warum essen wir Tiere? Und wie kommt das Fleisch eigentlich in die Geschäfte? Welche Wege geht es, bis es im Laden zum Verkauf steht?
    Im Buch wird alles rund um das Thema Tiere mästen und schlachten besprochen.

    Viele Informationen waren mir vor dem Buch schon bewusst, all zu gerne verdrängt man diese aber. Einige Situationen hatte ich mir nie so schlimm ausgemalt, wie sie im Buch geschildert werden. Vor allem war ich schockiert darüber, dass auch auf die Sicht der Angestellten im Schlachtbetrieb eingegangen wird und ich teilweise nachvollziehen konnte, wieso man da drin gaga wird und die Tiere noch schlechter behandelt, als es eh schon Standard ist. 

    Das Thema wird rundum beleuchtet und sachlich wiedergegeben, was gesehen und gehört wurde. Wem schnell schlecht wird, der sollte sich viel Zeit beim Lesen nehmen - einige Stellen im Buch sind wirklich grenzwertig! Aber es ist nunmal die Realität und ich wünsche mir, dass öfter hin- anstatt weggeschaut wird! Ein veganer Lebensstil ist die einzige Möglichkeit das Leid der Tiere in den Griff zu bekommen.

  8. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783257057140)
    George Orwell

    Farm der Tiere

     (737)
    Aktuelle Rezension von: Krauti1998

    Schön geschriebenes Märchen, das viel Parallelen zur damaligen Sowjetunion aufweist.

  9. Cover des Buches Küsse haben keine Kalorien (ISBN: 9783956491634)
    Susan Mallery

    Küsse haben keine Kalorien

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Allison Thomas ist Cafebesitzerin und macht ihre Kunden mit selbstgemachter Schokolade, Pralinen und Trüffeln glücklich. Sie ist stolz diesen Laden alleine aufgebaut und erfolgreich gemacht zu haben. Für Männer hat sie keine Zeit, wenn ihre Mutter sich auch nichts sehnlicher wünscht als Enkelkinder. Doch ohne einen Mann wird das schwierig. Eines Tages steht der geheimnisvolle Matt Baker vor ihr um ihr im Laden verschiedenen Handwerksarbeiten zu erledigen.

    Ein netter voraussehbarer Roman, stellenweise war er mir einfach nur zu langatmig.

  10. Cover des Buches Herzklopfen unterm Sternenhimmel (ISBN: 9782496707076)
    Cornelia Engel

    Herzklopfen unterm Sternenhimmel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    "Herzklopfen unterm Sternenhimmel" ist der zweite Band der "Verliebt-auf-Borkum-Reihe". Man kann diesen Teil aber auch dann problemlos lesen, wenn man den ersten nicht kennt. Wenn man Vorkenntnisse hat, dann kann man sich allerdings über ein Wiedersehen mit bereits bekannten Charakteren freuen.

    In diesem Band stehen Tierarzt Hark und Kneipenbesitzerin Ella im Zentrum der Ereignisse. Die beiden kennen sich von Kindesbeinen an und waren vor Jahren ein Liebespaar. Doch dann haben sie sich getrennt und andere Partner geheiratet. Hark ist mittlerweile Witwer und Ella geschieden. Da wäre es doch perfekt, wenn die beiden wieder zusammenfinden würden. So sieht es jedenfalls Harks Mutter Frauke. Sie beginnt deshalb, alle Register zu ziehen, um Hark und Ella zu verkuppeln. Leicht machen es ihr die beiden nicht. Denn Hark liebt sein Single-Leben und seinen Beruf, den er quasi rund um die Uhr ausübt. Und auch Ella hat gerade andere Sorgen, denn sie zieht ihren Sohn Rasmus alleine groß und muss sich außerdem um ihre Mutter kümmern. Außerdem hat ein Großinvestor ein Auge auf den Standort ihrer Kneipe geworfen und will sie mit allen Mitteln zum Verkauf drängen.

    Handlungsorte und Protagonisten werden so authentisch beschrieben, dass man sofort das Gefühl hat, selbst auf Borkum zu sein und die Charaktere zu beobachten. Dadurch kann man sich von Anfang an auf die Handlung einlassen und dabei mit den Protagonisten mitfiebern. Man kann mit ihnen lachen, herrlich die Augen verdrehen, aber auch richtig wütend werden, wenn man das Vorgehen, mit dem Ella aus ihrer Kneipe vertrieben werden soll, beobachtet. Die Sorgen, die Ella sich um ihre Mutter machen muss, werden ebenfalls so beschrieben, dass sie glaubhaft und nachvollziehbar wirken. Aufgelockert wird das Ganze durch diverse tierische Protagonisten und die dreisten Verkupplungsversuche der esoterisch angehauchten Frauke. Diese Mischung ist äußerst gelungen, denn das Buch liest sich beinahe von selbst.

    Ein kurzweiliger Liebesroman, der durch lebendige Charaktere und eine gelungene Hintergrundkulisse überzeugt.

  11. Cover des Buches Tage wie diese (ISBN: 9783401602684)
    John Green

    Tage wie diese

     (553)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    In diesem Buch haben drei verschiedene Autoren, drei unterschiedliche Geschichten geschrieben. Alle drei Spielen im Winter, daher ist dies das perfekte Winterbuch. Seit einer Weile gibt es auch den Film zum Buch auf Netflix, obwohl ich euch eher das Buch empfehlen würde, das ist etwas besser, als der Film! Dies ist ein tolles Buch, was euch wunderschöne Weihnachtsgefühle zaubern wird.

    Die erste Geschichte: ,,Der Jubilee-Express‘‘ von Maureen Johnson.

    Jubilee wollte eigentlich das Fest der Liebe zusammen mit ihrer Familie und Noah verbringen, musste dann aber einen Zug nach Florida zu ihrer Großmutter nehmen, da ihre Eltern wegen eine Schlägerei ins Bezirksgefängnis müssen. Alle Flüge wurden wegen dem Schneesturm gestrichen, weshalb ihr nichts anderes übrig bleibt, als den Zug zu nehmen. Jedoch bleibt dann der Zug im hohen Schnee stecken und Rettung wird nicht so schnell kommen…

    Ich persönlich würde sagen, dass dies meine liebste Geschichte von allen dreien ist. Jubilee mochte ich total gerne, sie war ein interessanter und sympathischer Charakter. Die Geschichte hatte eine tolle Entwicklung und ich muss ehrlich sagen, dass ich Noah von Anfang an nicht leiden konnte. Er hat eine seltsame Art an sich, die mir einfach nicht gefallen hat. Der Schreibstil von Maureen Johnson ist sehr einfach und flüssig. Der Lesefluss ist nie gestört und es bleibt immer spannend.

    Die zweite Geschichte: ,,Ein Cheer unglaubliches Weihnachtswunder‘‘ von John Green

    Tobin verbringt mit seinen besten Freundin JP und dem Herzog, der eigentlich ein Mädchen ist, Weihnachten bei ihm zu Hause. Tobins Eltern saßen wegen dem Schneesturm in Boston fest. Sie schauen sich James-Bond-Filme an, als ein Anruf kam. Die drei Freunde sollen sich auf den verschneiten Weg mit dem Spiel ,,Twister‘‘ machen und sie wissen nicht, was sie erwarten wird…

    Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir dieses Buch nur gekauft, weil John Green drauf stand. Ich liebe die Geschichten von John Green, seine Charaktere sind immer einzigartig und individuell. Man kann sie einfach nur lieben. John Greens Geschichten gehen einem einfach ins Herz.

    Die dritte Geschichte: ,,Der Schutzheilige der Schweine‘‘ von Lauren Myracle

    Addie hat sich von Jeb getrennt, weil sie zu viel von ihm verlangte. Er konnte und wollte ihr das auch nicht geben. Sie litt durch die Trennung so sehr, dass sie Jeb eine Mail schrieb, damit er ihnen eine zweite Chance geben würde. Wie wird Jeb sich wohl entscheiden?

    Die dritte Geschichte war einfach zuckersüß. Hier kam das Weihnachtsfeeling sehr klar und deutlich rüber, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere wurden super ausgearbeitet und ich mochte beide echt gerne. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. 

  12. Cover des Buches Carrie (ISBN: 9783404180066)
    Stephen King

    Carrie

     (1.451)
    Aktuelle Rezension von: iur83

    Dieses Buch war meine erster King. Und was soll ich sagen, es war/ist grandios. Mir hat der Plot wahnsinnig gut gefallen. Ich bin schnell in diese Geschichte gekommen und hatte sehr viel Mitleid mit Carrie. Ich musste mir jetzt allerdings nicht ins Hemdchen machen, dafür war es noch zu soft.

    Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, sodass man durch die Seiten fliegt.

    Mir hat auch gut gefallen, dass zwischendrin die Vernehmungen mit eingeflossen sind.

    Nun werde ich chronologisch King seine Werke fortsetzen und freue mich jetzt schon darauf.


  13. Cover des Buches Das Dickicht (ISBN: 9783453676770)
    Joe R. Lansdale

    Das Dickicht

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Einige Bloggerkolleginnen sind ja hellauf begeistert von den Büchern von Joe R. Lansdale - und nachdem ich von seiner Geschichte "Die Wälder am Fluss" total eingenommen war, muss ich natürlich auch andere von ihm ausprobieren.

    Das nächste war nun "Das Dickicht", wobei ich mich mit meiner Erwartung am Titel orientiert habe und dachte, dass sich die Protagonisten sozusagen durchs Dickicht schlagen müssen um Jacks entführte Schwester zurückzuholen. Doch dorthin kommt man erst zum finalen Showdown.

    Aber von vorne: Erzählt wird das ganze aus der Sicht des 16jährigen Jack, der einer gottesfürchtigen Familie aufwächst und dem sein bisheriges Leben plötzlich aus den Händen gerissen wird. Die Eltern sterben innerhalb weniger Tage an den Pocken, auf dem Weg zu seiner Tante stirbt sein Großvater und seine kleine Schwester wird entführt.
    Völlig auf sich allein gestellt muss er Verstärkung finden, um die Banditen verfolgen zu können und gerät dabei an den zwilichten Fährtensucher Eustace, einen farbigen Hünen, der immer mit einem "zahmen" Keiler unterwegs ist und den Kopfgeldjäger Shorty, der seinem Namen alle Ehre macht :D

    Jacks Ansichten spiegeln sich sehr gut im Stil wieder, wie es seinem Alter angepasst ist. Teilweise noch etwas unerfahren, sind einige Situationen doch ein Schock für ihn und er versucht immer wieder, mit seiner Gottesfürchtigkeit und Nächstenliebe das Verhalten der anderen zu beeinflussen. Er ist kein Held, aber erkennt durch seinen Willen eine deutliche Steigerung von Mut und Entschlusskraft, was ihn mir sehr ins Herz geschlossen hat.
    Allerdings lässt Lansdale auch sehr deutlich einfließen, wie rau diese "Welt" damals war und wie derb die Sprüche und das Umgehen miteinander war, dass oft sehr brutal und ohne große Gefühle vonstatten ging.
    Dennoch, und das war auch mit das besondere hier, gibt es einige philosophische Gespräche, die Jack mit Shorty führt und die einem interessante Botschaften vermitteln.

    "Zu zweit kann man vielleicht so etwas wie Liebe machen, so wie man einen Eintopf macht, aber dass die Liebe auf einen wartet, ist ein Märchen. Lust auf den ersten Blick oder Gewöhnung, aus der irgendwann Liebe wird, das schon, aber vorbestimmt ist das nicht."
    Zitat Seite 69

    Gefühlsduseleien braucht man aber nicht erwarten. Es ist ein hartes Leben, von denen sie alle gekennzeichnet sind und jeder von ihnen geht anders damit um. Es werden derbe Witze gerissen, einige Leute erschossen und mit klaren Worten nicht gespart - egal um welche bitteren Schicksale es sich handelt. Damit wird der Autor der Zeit gerecht und zeigt mit viel bösem Humor und Authentizität ein lebendiges Bild dieser Zeit. Sicher überspitzt, aber das ist ja gewollt und macht trotz der harten Realität viel Spaß beim Lesen!

    Jimmie Sue sagt immer, dass man sich nicht an das erinnert, was geschehen ist, sondern an das, was man glaubt, das geschehen ist.
    Zitat Seite 330

    Das fand ich auch noch erwähnenswert. Weil viele ja immer von "der einen Wahrheit" sprechen, die es für mich aber nicht gibt. Die "Wahr"nehmung jeglicher Situation ist für jeden unterschiedlich; für jeden aber die Wahrheit, so wie er sie empfunden hat. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, denn jeder Mensch hat das Recht auf seine Gefühle und seine Sicht der Dinge. Man kann sich dabei annähern und versuchen zu verstehen, zu akzeptieren, wird aber nie alles so erfassen können, da man ja nicht in dem anderen drinsteckt.

    Weltenwanderer

  14. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (783)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Der preisgekrönte Kriminalroman „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel spielt in der bayerischen Provinz der Nachkriegszeit. Auf dem abgelegenen Bauernhof der Familie Danner hat sich eine schreckliche Tat ereignet: Alle Bewohner des Hofes wurden brutal ausgelöscht. Doch wer hat dieses grausame Verbrechen begangen?

    In wechselnden Erzählperspektiven (der der Opfer, der Dorfbewohner, des Täters…) entwickelt sich die Handlung und der Leser rückt dem, was sich ereignet hat, Stück für Stück näher. Diese Prämisse hat mir sehr gut gefallen und auch die Umsetzung hat mich überzeugt. Der Autorin gelingt es, jedem der „Erzähler“ eine eigene Stimme, einen eigenen Charakter zu geben und das obwohl die jeweiligen Passagen meist nur 2-3 Seiten umfassen. Durch das reiche Figurenpersonal schafft sie es ein lebendiges Panorama der Dorfbewohner zu zeichnen, das einen authentischen Eindruck erweckt. Stimmungsvoll werden die arbeitssame, religiös geprägte Gemeinschaft und die düstere Landschaft charakterisiert.

    Zeugen, Nachbarn und Betroffene kommen einer nach dem anderen zu Wort, schildern ihr Handeln in der unheilvollen Nacht, äußern Vermutungen zu dem was sich ereignet haben könnte und liefern Hintergrundinformationen zur Familie Danner. So ergibt sich ein stringenter Spannungsbogen, der in der Enthüllung des Täters am Ende des Buches gipfelt.  Auch das mehrfach angewandte Stilmittel  der direkten Ansprache fand ich gelungen, denn so wird der Leser unmittelbar in das Geschehen involviert  – wird selbst zum Ermittler.

     

  15. Cover des Buches Die Hauptstadt (ISBN: 9783518469200)
    Robert Menasse

    Die Hauptstadt

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Der österreichische Autor Robert Menasse ist ein glühender Verfechter der europäischen Idee. Er glaubt allerdings nicht an Europa als Nationalstaatenbund, sondern an das Konzept der Europäischen Republik. Seiner Meinung nach muss das langfristige Ziel der Europäischen Union sein, Nationen zu überwinden, Grenzen aufzulösen und gemeinsame demokratische Politik zu betreiben, weil nationaler Egoismus die EU in jeglicher Hinsicht beschneidet. Seine Kritik richtet sich demnach gegen den Europäischen Rat, während er Institutionen wie die Europäische Kommission, die tatsächlich europäische Interessen vertritt, als legitim und positiv betrachtet. Diese recht radikale Einstellung ist mehr als das Produkt halbgarer Stammtischdiskussionen. Menasse lebte einige Zeit in Brüssel und recherchierte vor Ort, wie die EU arbeitet und funktioniert, denn es wurmte ihn, dass er nicht verstand, wie Entscheidungen gefällt werden, die sein Leben direkt beeinflussen und lenken. Dort entwickelte er die Idee für „Die Hauptstadt“, der weltweit erste Roman über die Europäische Kommission, der von der Fachpresse gefeiert wurde und 2017 den Deutschen Buchpreis erhielt.

    Ein Schwein geht um in Brüssel. Ein lebendiges Schwein, das durch die Straßen läuft und Brüsseler_innen wie Medien in Aufruhr versetzt. In den Korridoren der EU geht hingegen eine Idee um. Der 50. Geburtstag der Europäischen Kommission steht bevor. Müsste man feiern. Sollte man auch, für ihr Image, meint Fenia Xenopoulou, Leiterin der Direktion C (Kommunikation) der Generaldirektion Kultur und Bildung. Auschwitz als Geburtsort des europäischen Einheitsgedankens in den Mittelpunkt stellen? Warum nicht. Überlebende müssen her, Überlebende, die sich noch erinnern und Zeugnis ablegen können. Überlebende wie David de Vriend, der in einem Altersheim auf den Tod wartet, dem er vor so langer Zeit in einem Zug nach Auschwitz von der Schippe sprang. Nur möchte er lieber vergessen als zu erinnern. Kommissar Émile Brunfaut wurde indes aufgetragen, zu vergessen. Ihm wurde ein mysteriöser Mordfall in einem Brüsseler Hotel entzogen. Anweisung von oben, politische Gründe. Welche, weiß Brunfaut nicht. Er ermittelt auf eigene Faust weiter und deckt höchst schockierende Verbindungen auf. Schockieren wird auch der emeritierte Volkswirtschaftler Alois Erhart. Er wird den Grünschnäbeln des Think Tanks der Europäischen Kommission zeigen, wie radikal Europa gedacht werden muss. Und das Schwein? Das braucht einen Namen.

    „Die Hauptstadt“ begegnete mir zuerst auf dem Wohnzimmertisch meiner Eltern. Damals war das Buch die aktuelle Lektüre meines Vaters und als ich ihn danach fragte, weckten seine Schilderungen schnell mein Interesse. Doch ich war auch eingeschüchtert. Ein Buch über die Europäische Kommission? Konnte ich das überhaupt lesen? Oder reichte mein Wissen über europäische Politik nicht aus, um zu verstehen, was Robert Menasse zu sagen hatte? Mein Vater beschwichtigte mich und gab sich zuversichtlich, dass ich dem Roman gewachsen sein würde. Ich bin froh, dass ich seinem Urteil vertraute. „Die Hauptstadt“ setzt nicht allzu viel Vorwissen voraus; es reicht völlig, wenn man eine ungefähre Vorstellung davon hat, aus welchen Institutionen die Europäische Union besteht und welche Aufgaben sie erfüllen. Feinheiten, Zusammenhänge und Abhängigkeiten erläutert Robert Menasse gewissenhaft, ohne die Geschichte, die er erzählt, jemals zu einer Lehrstunde verkommen zu lassen. Er verliert nie aus den Augen, dass ein Roman an erster Stelle unterhalten soll und verflechtet Erklärungen geschickt mit dem Erleben seiner Figuren.

    Dadurch erkennen Leser_innen auch mit wenig Hintergrundwissen, dass der Einheitsgedanke, mit dem die Europäische Union einst gegründet wurde, heute beinahe in Vergessenheit geriet, die Mitgliedsstaaten nicht an einem Strang ziehen und alle Hindernisse in der Gestaltung europäischer Politik systemischer Natur sind. So mutiert die Organisation einer harmlosen Jubiläumsfeier zum 50. Geburtstag der Europäischen Kommission zum Kraftakt, weil einfach jedes Projekt von nationalen Interessen torpediert und zu Tode verhandelt wird. Daher wunderte es mich nicht, dass Idealismus in Brüssel nicht überleben kann. Die EU ist ein Ort, an dem Ideale, Hoffnungen und Träume mit jedem neuen Kompromiss ausgehöhlt werden. Dies veranschaulicht Menasse in „Die Hauptstadt“ durch die exemplarische Zusammenstellung seiner Figuren, die in diesem System in allen Ebenen und Institutionen arbeiten. Er zeigt, wie sie alle von der schwerfälligen, undurchsichtigen und frustrierenden Realität europäischer Bürokratie betroffen sind und jeweils mit ihr umgehen.

    Die sensible Balance zwischen Nähe und Distanz, die Menasse dabei herstellt, faszinierte mich. Nach jedem der zahlreichen Perspektivwechsel tauchte ich langsam in den banal wirkenden Gedankenstrom einer Figur ein, der Stück für Stück Fahrt aufnahm und immer tiefer, immer signifikanter wurde. Ich gebe zu, für mich war diese Erzählweise zuerst gewöhnungsbedürftig, ich konnte mich ihrem hypnotischen Sog jedoch nicht entziehen und fühlte mich mitgerissen. Dennoch lässt Menasse niemals zu, dass seine Leser_innen von einem Blickwinkel vereinnahmt werden, indem er sie Querverbindungen sehen lässt, die die Figuren nicht wahrnehmen. Ich hatte den Eindruck, das Gesamtbild aus der Vogelperspektive zu betrachten, ohne meine Verbundenheit zu den Figuren opfern zu müssen. Das Maß an Kontrolle, das Menasse demnach auf seine Handlung ausübt, ist beeindruckend. Scheinbare Zufälle, Kreuzwege und Symboliken setzt er bewusst ein, um bestimmte Aspekte zu verdeutlichen. Nichts in „Die Hauptstadt“ geschieht grundlos. Folglich ist nicht einmal das Schwein, das herrenlos in Brüssel herumläuft und beinahe wie ein Phantom wirkt, eine willkürliche Ergänzung. Es ist eine gezielte Metapher, die sich sowohl auf die gesamte Geschichte als auch auf ihre Einzelteile anwenden lässt. Menasse selbst sprach in diesem Zusammenhang über das Spektrum zwischen „Glücksschwein“ und „Dreckssau“, meiner Meinung nach ist die passendste Assoziation jedoch die der Sau, die durchs Dorf getrieben wird – und wir wissen ja, wie lange diese Aufmerksamkeit generiert: Bis die nächste gefunden ist.

    Schriftstellerisch ist „Die Hauptstadt“ genial. Robert Menasse ist ein hervorragender Autor, der ein bemerkenswertes Gespür für Subtilitäten und Zwischentöne besitzt. Er ist sich der Wirkung von Details allzeit bewusst und schreckt nicht davor zurück, diese unkommentiert zu lassen. Vieles erscheint in diesem Buch absurd und ich bin überzeugt, dass Menasse diese Absurditäten, die am gesunden Menschenverstand des europäischen Verwaltungsapparates zweifeln lassen, gezielt betonte. Ja, „Die Hauptstadt“ vermittelt Humor– doch es ist Galgenhumor, resigniert und fast bitter. Deshalb empfand ich den Roman emotional als schwer verdaulich. Die Lektüre war sehr desillusionierend, trotz all der radikalen, revolutionären und wunderschönen Ideen für Europa, die Menasse präsentiert. Es macht mich unsagbar traurig, dass das Potential der Europäischen Union ungenutzt bleibt und wir nicht daran arbeiten, das Konzept von Nationalitäten zu überwinden, um als wahrhaft geeintes Europa zu wachsen und die Vergangenheit hinter uns zu lassen. Europa ist untrennbar mit den Verbrechen des Nationalsozialismus verbunden und wird es immer sein. Sollte der Anspruch gelebter Erinnerungskultur nicht bedeuten, dass wir versuchen, das Problem an der Wurzel zu lösen und nationale Interessen hinter europäischen Interessen zurückzustellen?

    Die Idee, innereuropäische Grenzen aufzulösen, Staaten abzuschaffen und eine echte europäische Identität für alle Bürger_innen aufzubauen, wirkt auf den ersten Blick heftig, meiner Meinung nach liegen die Vorteile jedoch auf der Hand. Wir würden nicht mehr von Brüssel aus „fremdregiert“, denn wir würden unsere politischen Vertreter_innen in der EU wählen, wie wir jetzt nationale Politiker_innen wählen. Würde der Kontinent Europa als Ganzes begriffen werden, stünde der Weg frei für einheitliche Politik. Ich denke da vor allem an die Ressorts Wirtschaft, Bildung und Außenpolitik. Selbstverständlich ist so ein extremer Schritt kein Garant dafür, dass tatsächlich Einigkeit entsteht. Aber ich glaube, der aktuelle Zustand der EU belegt, dass wir diese Einigkeit unter den herrschenden Bedingungen nie erreichen werden. Der politische Rechtsruck in vielen europäischen Ländern ist ein eindeutiges Signal dafür, dass wir genau jetzt versagen. Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen wir mutig sein, umdenken und einen klaren Cut wagen, um anschließend unter neuen Voraussetzungen zusammenzuarbeiten.

    Leider wird das wohl nicht passieren. Auch das vermittelt „Die Hauptstadt“. Robert Menasse mag von einem vereinten Europa träumen, er mag dafür kämpfen, optimistisch gibt er sich allerdings nicht. Wie könnte er auch, nachdem er in Brüssel hautnah erlebte, wie sich die Europäische Union Tag für Tag selbst ausbremst? Sein Roman konnte wahrscheinlich gar nicht mit einer hoffnungsvollen Note enden. Stattdessen transportiert er am Schluss die düstere Prophezeiung, dass es immer so weitergehen und sich niemals Einsicht in den grundlegenden Änderungsbedarf entwickeln wird. Zumindest habe ich es so empfunden. „Die Hauptstadt“ ist kein Hoffnungsschimmer. Es ist eine Bestandsaufnahme, die zeigt, was die EU sein sollte – und was sie in Wahrheit ist.

  16. Cover des Buches Holes (ISBN: 0440414806)
    Louis Sachar

    Holes

     (178)
    Aktuelle Rezension von: sweetpiglet

    Stanley Yelnats scheint ein ganz unscheinbarer und normaler Junge zusein. Dennoch landet er im Camp von Green Lake, und das nur wegen eines Fluchs der auf seiner Familie lastet, also einem theoretischen Fluch. Denn seit sein Ururgroßvater einen Fehler begangen hat läuft alles schief für die Yelnats. Und nun auch noch Camp Green Lake …

    Während Stanleys Eltern denken, dass er in eine Art Feriencamp ist erlebt er dort eine Art Hölle auf Erden. Einen See gibt es nämlich schon lange nicht mehr, dieser ist wegen der anhaltenden Dürre ausgetrocknet. Bei dem ständigen Sonnenschein fällt es auch schwer nicht auszutrocknen, auch Stanley lernt das schnell. Teil seiner „Therapie“ am Camp Green Lake ist es nämlich, dass er in eben dieser Hitze Löcher in den Boden des ehemaligen Sees gräbt. Das soll die Jugendlichen abhärten und stark machen, Stanley jedoch macht es nur müde, hungrig und wahnsinnig.

    Natürlich verbirgt sich auch ein Geheimnis hinter Green Lake und dieses wird durch kleine Rückblenden sehr schön in die Geschichte eingeflochten. Beim Lesen kommt somit keine Langeweile auf, denn auch Stanley merkt, dass es irgendwas zu entdecken gibt. Louis Sacher schafft es hier wirklich gut einen Spannungsbogen aufzubauen und den jungen Leser wunderbar an die Geschichte zu binden. Dadurch entsteht ein kleiner Page-Turner, der einen für die Lesestunden mitnimmt an einen wahnsinnig heißen Ort, bei dem viel zu viel Erde geschaufelt wird.

    Neben Stanley sind auch die anderen Charakter sehr gut gezeichnet, man bekommt eine tolle Vorstellung davon wie alles zusammenspielt im Camp Green Lake. Auch wenn hier die ein oder andere Person etwas überspitzt dargestellt ist, und vielleicht auch Klischees erfüllt, so passt dies dennoch zu dem gesamten Werk und zu der angestrebten Leserschaft ab neun Jahre. Unterhaltsam von Anfang bis Ende.

    Fazit:

    „Holes“ von Louis Sacher ist zu recht ein ausgezeichnetes Jugendbuch. Mit einer gekonnten Mischung aus Spannung, Geheimnis, Lebensweisheiten und Humor unterhält sowohl jung als auch alt. Ich mochte Stanley wegen seiner Bodenständigkeit und seinem feinen Gefühl dafür, immer das Richtige tun zu wollen. Lesenswert!

  17. Cover des Buches High Heels im Hühnerstall (ISBN: 9783746629872)
    Sarah Heumann

    High Heels im Hühnerstall

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Marlee3007
    Nachdem Anna von ihrem Freund mit ihrer besten Freundin betrogen wird flüchtet sie zu ihrer Tante auf's Land. Dort angekommen geht's auf und ab, das erste Zusammentreffen mit den tierischen Mitbewohnern ihrer Tante laufen gar nicht erfreulich ab und nach einem traurigen Ereignis steht Anna's Welt vollends auf den Kopf..

    Anna ist ein sehr sympathischer Charakter. Ich hatte erst befürchtet sie ist diese absolute Großstadtgöre. Das hat sich aber nicht bestätigt.
    Sonst gibt es meiner Meinung nach aber eine Menge Klischees und Übertreibungen. Oft konnte ich die nächsten Szenen irgendwie voraussagen und fand sie zu überzogen anstatt witzig.
    Das änderte sich Gott sei dank nach ca. der Hälfte des Buches und die Geschichte nahm Spannung und mehr Glaubhaftigkeit an, die dann auch bis Ende des Buches anhielt.

    Alles in allem war das Buch ganz nett für zwischendurch, hat mich aber nicht umgehauen.
  18. Cover des Buches Flips - Ein Wollschwein legt los (ISBN: 9783747800331)
    Mascha Matysiak

    Flips - Ein Wollschwein legt los

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Engel24


    Flips Ein Wollschwein legt los von Mascha Matysiak.
    Ein Kinderbuch ab 8 Jahre.
    Es hat 192 Seiten mit je 24 kleine Kapitel. Hardcover.
    Das Cover dieses Buches hat uns gleich angesprochen. Ein fressendes Wollschwein. Eine sehr witzige Idee und es passt genau auch zum Titel des Buches.
    Wir waren auch sehr überrascht wie niedlich diese Geschichte geschrieben ist. Genau für kleine aber auch für große Leser gedacht.
    Auf dem Schulweg steht plötzlich vor Toni ein Schwein aber nicht ein normales sondern ein Schwein mit Löckchen und das Frist sogar Erdnussflips. Toni hat sowas noch nie gesehen und beschließt das Schwein mit nach Hause zu nehmen.
    Aber was würden ihre Eltern dazu sagen. Ein Wollschwein in der Wohnung!
    Das geht mit Sicherheit nicht gut. Toni müsste es verstecken. Und dann ist ja noch Frau Reimann, die Vermieterin und die mag Tiere überhaupt nicht.
    Flip hat auch merkwürdige Tricks drauf wo hat er das überhaupt gelernt.
    Toni muss es herausfinden und beschließt den Besitzer zu finden.
    Eine wirklich sehr lustige Geschichte. Sehr zu Empfehlen.
    Wir geben hier 5 ⭐️ 





  19. Cover des Buches Animal Farm (ISBN: 9781440455865)
    George Orwell

    Animal Farm

     (313)
    Aktuelle Rezension von: nana_what_else


    „ALL ANIMALS ARE EQUAL. BUT SOME ANIMALS ARE MORE EQUAL THAN OTHERS.“
    aus: Animal Farm von George Orwell. Textrechte: Penguin, Seite 90.


    Klappentext: Mr. Jones of Manor Farm is so lazy and drunken that one day he forgets to feed his livestock. The ensuing rebellion under the leadership of the pigs Napoleon and Snowball leads to the animals taking over the farm. Vowing to eliminate the terrible inequities of the farmyard, the renamed Animal Farm is organized to benefit all who walk on four legs. But as time passes, the ideals of the rebellion are corrupted, then forgotten. And something new and unexpected emerges …

    Animal Farm – the history of a revolution that went wrong – is George Orwell’s brilliant satire on the corrupting influence of power.


    Persönlicher Leseeindruck: Ich weiß nicht, ob es Pech ist oder ein riesengroßes Glück, dass ich Animal Farm nicht als Schullektüre vorgesetzt bekam. Einerseits wünschte ich mir, ich hätte diese Büchlein schon vor Jahren gelesen, andererseits bin ich froh darüber, dass ich es ganz für mich lesen und wirken lassen durfte.


    Auf Manor Farm werden die fleißigen Tiere ausgebeutet, unterdrückt, vernachlässigt. Als der Farmer Jones eines Tages im Suff schließlich sogar vergisst, seine geschundenen Tiere zu füttern, ist für diese klar: So geht es nicht weiter, es ist Zeit zu handeln. Sie stehen solidarisch zusammen und organisieren sich, um Jones zu vertreiben und die Farm zu übernehmen, um in Zukunft selbst die Früchte ihrer harten Arbeit zu ernten und die Fesseln der Unterdrückung ein für allemal zu sprengen.

    Die Regeln ihrer Gemeinschaft gründen auf Gleichheit, Solidarität und Fairness. Während ihre Revolution zu Beginn erfolgreich zu sein scheint, beginnen die Schweine immer und immer mehr die Charakterzüge ihrer einstigen Unterdrücker anzunehmen, werden immer „menschlicher“, immer skrupelloser und treten das Gebot der Gleichheit schließlich mit Füßen.

    Schließlich kommt es, wie es kommen muss – die Revolution frisst ihre eigenen Kinder.


    „Now, comrades, what is the nature of this life of ours? Let us face it, our lives are miserable, laborious and short. We are born, we are given just so much food as will keep the breath in our bodies, and those of us who are capable of it are forced to work to the last atom of our strength; and the very instant that our usefulness has come to an end we are slaughtered with hideous cruelty. […] The life of an animal is misery and slavery: that is the plain truth.“
    aus: Animal Farm von George Orwell. Textrechte: Penguin, Seite 3.


    Bereits 1945 erschienen, hat der Text bis heute nichts an seiner Aktualität eingebüßt, im Gegenteil: Er veranschaulicht auf einzigartige Weise das sich stete Wiederholen revolutionärer Akte, die von Hoffnung auf eine bessere Zukunft befeuert und Solidarität getragen zunächst Erfolg versprechen, sich jedoch in ihr Gegenteil verkehren und schlussendlich in Despotismus enden.

    Während des Lesens wird man – trotz der Einfachheit der Sprache – beinahe erschlagen von den Lesarten, die der Text anbietet und den Eindrücken, die damit einhergehen.

    Die berühmteste Interpretation der Fabel ist sicher jene, dass Animal Farm als Parabel für die Geschichte der Sowjetunion gelesen werden kann – von der Unterdrückung der Bürger hin zu Revolutionen, zur Entwicklung des Kommunismus und dem Einmünden aller hoffnungsfrohen Bestrebungen in eine paranoide Gewaltherrschaft, deren Gesicht Stalin war. Spannend sind dabei die Zuordnungen der Figuren zu historischen Persönlichkeiten, Gesellschaftsschichten oder Ereignissen, die teilweise bereits durch die sprechenden Namen der Vierbeiner angedeutet werden.

    Animal Farm ist jedoch unglaublich vielschichtig und verhandelt auf verschiedenen Diskursebenen Fragen der Moral und Ethik. Da schwingen Fragen mit über die Unantastbarkeit der (Menschen-)Würde, den Wert des Einzelnen in einer Gesellschaft, in der das Konzept der Gleichheit zweckinstrumentalisiert wird, über Freiheit und sehr reale aber dystopisch wirkendeWirtschafts- und Regierungssysteme.

    Sprache und Struktur der Fabel sind einfach gestrickt, ihre Komplexität wird erst deutlich, wenn man beginnt, die Allegorien aufzudröseln, den Entstehungskontext unter die Lupe zu nehmen und den Text auch in seiner Aktualität wirken zu lassen.

    Für mich bot der Text nicht nur aufgrund seiner politischen Aufgeladenheit jede Menge Denkstoff. Auch die implizit verhandelte Dialektik von Tierischem und Menschlichem beschäftigte mich noch lange. Unterstellt man jemandem „unmenschlich“ zu handeln, so attestiert man ihm meist ein Fehlen von Empathie und moralischer Geleitetheit. Dass in dem Buch dieses Konzept immer und immer wieder verkehrt wird, das Tierische für Würde, das Menschliche für Korrumpierbarkeit steht – so verlieren die Schweine peu à peu all ihre Integrität, in dem sie sich nach und nach menschliche Charakterzüge und Handlungsweisen aneignen – lädt gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Selbstüberhöhung des Menschen über Flora und Fauna (zum Glück, endlich!) international diskutiert wird, zu noch ein wenig mehr Selbstreflexion ein.


    „The creatures outside looked from pig to man, and from man to pig, and from pig to man again: but already it was impossible to say which was which.“
    aus: Animal Farm von George Orwell. Textrechte: Penguin, Seite 95.


    Als Manko dieser Penguin-Ausgabe sei noch kurz erwähnt, dass in ihr das Vorwort, das bereits 1945 der Zensur zum Opfer fiel (ironisch, da in ihm die Pressefreiheit verhandelt wird), nicht abgedruckt ist.

    Fazit: Animal Farm ist ein kurzer Text, aber einer, der es in sich hat. Die Fabel vereint so viele Bedeutungsschichten und lässt im Spannungsfeld ihrer Historizität und Aktualität so viele Lesarten zu, dass es sich lohnt, sie auch ein zweites oder drittes Mal zu lesen: Genügend zu entdecken gibt es auf jeden Fall.

  20. Cover des Buches Mookie – Weihnachten mit Schwein (ISBN: 9783453424432)
    Laura Wohnlich

    Mookie – Weihnachten mit Schwein

     (19)
    Aktuelle Rezension von: LoveLy_Ivii

    "Man sollte nicht immer zu weit suchen. Meistens versteckt sich die Lösung da, wo wir nicht hinschauen."

    Als ich das Cover, Titel und Klappentext sah und gelesen hatte, dachte ich an eine ganz andere Geschichte und das Mookie eine viel größere und andere Rolle spielt als es im Nachhinein war. Denn im Endeffekt war Mookie nur eine Nebenrolle, ein Zufall welches Joachim darauf hinwies sich endlich mal Gedanken über sein Leben zu machen und etwas zu ändern. Also begleiten wir Joachim auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und als Vorwand ist einzig die Tatsache herauszufinden wer Joachim Mookie zu Weihnachten geschenkt hat. Mookie wird zum treuen Begleiter. Viel mit Weihnachten per se hat diese Geschichte nichts zutun aber dies macht gar nichts. Ich konnte mich dennoch sehr gut in die Protagonisten und die Jahreszeit hineinversetzen.
    Der Schreibstil ist flüssig und regt erst nach den ersten paar Seiten zum weiterlesen an, da ich selbst schon auch wissen wollte wer nun Mookie zu Joachim geschickt hat. Das es am Ende genau er ist, hätte ich nicht erwartet da ich ihn gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Umso größer war natürlich die Überraschung am Ende.
    Ich hatte anfängliche Schwierigkeiten um überhaupt in die Geschichte hineinzukommen, da es in den ersten Seiten nur darum ging wie deprimierend und unglücklich Joachim ist. Ich bin dennoch froh es weiter gelesen zu haben, weil Mookie und Joachim einfach super zusammen sind und es doch recht spannend war zu lesen wie sich Joachim im Laufe des Buches entwickelt.

    Nicht täuschen lassen durch Titel und Cover, dieses Buch kann auch abhängig von der Weihnachtszeit gelesen werden. In das Cover, besonders das kleine Schweinchen habe ich mich verguckt. So süß… :)

  21. Cover des Buches Rampensau (ISBN: 9783442378128)
    Arne Blum

    Rampensau

     (20)
    Aktuelle Rezension von: BeaRa
    Zur Ausgabe vom Limes Verlag.


    Cover:

    Das Cover macht vielleicht nicht so neugierig, der Titel in Verbindung dazu aber auf jeden Fall schon.

    Meine Meinung:

    Ich habe "Rampensau - ein Schweinekrimi" letztes Jahr beim Weihnachtswichteln geschenkt bekommen und fand den Titel auf anhieb witzig. Irgendwie hatte ich dabei ein Rockstarschwein vor Augen und auch ein bisschen Animal Farm. So ganz von der Hand zu weisen war der Gedanke an Animal Farm dann auch nicht, zumindest wenn es um Che geht, einem von Kims Mitbewohnern.

    Neben Kim, Dörthe, Lunke und Che gibt es noch jede Menge Charaktere, die zum Glück zu Beginn des Buches in einer Übersicht vorgestellt werden. Auf diese habe ich auch in den ersten Kapiteln des Buches häufiger zurückgegriffen, bis ich so langsam die Nebencharaktere verinnerlicht hatte. Erzählt wird "Rampensau" aus Sicht der klugen Schweinedame Kim, die ich schon bald als echt coole Socke zu schätzen wusste. Es war interessant wie sie die Macken der anderen Schweine wahrnimmt, sich reflektiert, verändert und immer mehr über sich selbst lernt. Auch ihr kriminalistisches Gespür ist nicht zu verachten. Unterstützt wird sie von Lunke, einem in sie verschossenen Wildschwein, das nicht unbedingt der hellste ist und Bertie, einem redefreudigen Wollschwein mit Zen-Mentalität.
    Und auch wenn die Menschen abfällig auf die Schweine herabblicken, sind doch sie diejenigen, die sich im Dreck suhlen. Mehr als ein schwarzer Fleck auf der Weste tritt zutage und Kim muss mehr als einen Tod aufklären, um die zu retten, die ihr wichtig sind.

    Leseempfehlung:

    Für mich war "Rampensau" ein netter Ausflug in die Welt der Schweine. Zunächst war ich etwas überfordert durch die vielen Charaktere, aber das gab sich nach und nach. Es war interessant und teilweise spannend Kim bei ihren Beobachtungen und Abenteuern zu folgen, ihren Schlussfolgerungen beizuwohnen und eine unerwartete Auflösung zu erleben. Zwar hat mich "Rampensau" nicht gänzlich überzeugt, aber ich hatte schöne Lesestunden.
  22. Cover des Buches Eating Animals (ISBN: 9780316127165)
    Jonathan Safran Foer

    Eating Animals

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Yvonne-liest
    Der Inhalt von Jonathan Safran Foers Buch "Eating Animals" (deutscher Titel: "Tiere essen") wird im Klappentext folgendermaßen zusammengefasst:

    "Eating Animals is a uniquely passionate, powerful and provocative exploration of what we eat and why. It is both a personal quest which goes to the very heart of what it means to be human and a riveting exposé of the horrors and dangers of factory farming."

    Die Sprache ist immer klar und verständlich, wie es von einem solch erfolgreichen Autor zu erwarten ist. Die Hintergründe sind gut recherchiert: auch der informierte Leser kann hier noch sehr viel lernen. Foer geht hauptsächlich auf die Industriestandards und verschiedenen Praktiken und Arbeitsschritte bei der Produktion von Fleisch und Fisch ein, daneben aber auch auf die verherenden Folgen auf Umwelt, Klima und Gesundheit.

    Das Buch ist ein klarer Appell gegen die Grausamkeiten der Massentierhaltungsbetriebe. Die recherchierten Fakten werden offen dargelegt, oft ist es schwer weiterzulesen. Man sollte es trotzdem tun. "Eating Animals" weißt darauf hin, dass wir dem Grauen, welches wir durch unser Konsumverhalten verursachen, ins Auge schauen müssen.

    Als Alternative zu den verschmähten Massentierhaltungsbetrieben ("factory farms") stellt Foer kleine, familiär geführte Bauernhöfe dar. Dabei übersieht er, dass auch in solchen Betrieben äußerst ineffizient und klimaschädlich Nahrung hergestellt wird.

    Leider geht Foer nicht ausreichend auf die moralische Fragestellung ein, weshalb es gerechtfertigt ist, Tiere zu essen. Nach seiner Darstellung ist es völlig ausreichend, den Tieren ein einigermaßen leidfreies Leben und einen kurzen Tod zu geben. Dies sollte keine genügende Rechtfertigung darstellen, da ja im Normallfall kein zwingender Grund besteht, das Tier überhaupt zu essen.

    Die im Buch interviewten Vegetarier und Veganer geben als ihre Beweggründe ihr Mitgefühl mit den Tieren an. Diese sentimentale Darstellung geht an der Fragestellung vorbei. Beim Verzicht auf Tierprodukte geht es um fundamentale Gerechtigkeit. Tiere sollten nicht wie bloße Produktionsmittel behandelt werden. Zur weiteren Lektüre zu diesem Thema empfehle ich die Bücher von Gary Francione und Anna Charlton.
  23. Cover des Buches Wilde Reise durch die Nacht (ISBN: 9783813505771)
    Walter Moers

    Wilde Reise durch die Nacht

     (505)
    Aktuelle Rezension von: Dave1206

    Zwar kurz aber sehr sehr gut!!! 

  24. Cover des Buches Habakuk (ISBN: 9783954516933)
    Helmut Vorndran

    Habakuk

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden

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