Bücher mit dem Tag "schweizer autor-in"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schweizer autor-in" gekennzeichnet haben.

257 Bücher

  1. Cover des Buches Luzerner Totentanz (ISBN: 9783740801939)
    Monika Mansour

    Luzerner Totentanz

     (28)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Cem Cengiz, Band 4: Heiligabend – ein Abend der Besinnung und Ruhe? Nicht für Ermittler Cem Cengiz, denn im Luzerner Männliturm wurde ein kleines Kind, als Engel verkleidet, schlafend vorgefunden. Es wurde entführt, angeblich von der Sträggele, einer Sagenfigur. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren, doch schon schlägt die Sträggele erneut zu. In den Medien verbreitet sich die Story im Lauffeuer – und eine öffentliche Jagd auf die Hexe beginnt…

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem lodernden Feuer – gefällt mir.

    Dies ist Band 4 um den Ermittler Cem Cengiz. Dieser Band ist auch ohne das Wissen aus den Vorgängerbänden zu lesen, aber ich würde trotzdem mit Band 1 beginnen (oder zumindest nach diesem Band mit den ersten drei Episoden „nachsitzen“). Aufgrund dreifacher 5-Sterne-Bewertung habe ich hohe Erwartungen an das Buch. Und? Die Autorin hat es erneut geschafft, diese zu erfüllen. Doch nun der Reihe nach…

    Der Prolog war schon sehr beklemmend: ein Mädchen, das offensichtlich Mobbingopfer wurde, weiss keinen Ausweg mehr aus seinem Leiden, als den Tod – dann wäre sie ein Engel und flöge dem Himmel entgegen.

    Dem Kind, das im Männliturm gefunden wurde, wurden ominöse Symbole auf den Bauch gemalt. Und was sollten die Zeichen an der Wand? Und das Blut? Cem Cengiz kann mit diesen Hinweisen vorerst nichts anfangen. Er erhält unerwartet Hilfe von einem Journalisten, Marius van Roijen. Er kennt sich gut in diesen Bereich aus: Hexen, Sagen, Luzerner Geschichte. Cem ist in Sachen Luzerner Geschichte entschuldigt, da er ja nur ein zugezogener Zürcher ist. Er erfährt von Marius, dass die Sträggele ein wildes Weib, eine übermütige Jungfer sei, die auf ihrem Ross durch die Wälder jagte und in den Adventsnächten ungezogene Mädchen aus den Häusern entführte. Okay, eine Sagenfigur aus dem Mittelalter – was hat die mit dem Heute zu tun? Und woher hat Marius eigentlich so schnell Wind von der Sache bekommen?
    In dieser Geschichte gibt es natürlich auch ein Wiedersehen mit Barbara Amato, Cems Chefin. Sie ist in Trauer um ihren heimlichen Geliebten und Boss Rolf Wymann, der bei seinem letzten Einsatz ums Leben kam. Sie fragt sich, wieso sie nie offiziell zu dieser Beziehung stehen konnte. Nun ist es zu spät. Da sie sich nicht dazu entschliessen kann, seine Nachfolge im Job zu übernehmen, kommt eine andere Kandidatur zum Zug: Susanne Oggenfuss. Gleich beim ersten Treffen wird klar, dass die beiden nicht auf der gleichen Wellenlänge sind. Auch Lila, Cems Freundin, ist wieder mit dabei (ich bin nach wie vor kein Fan von ihr) und Eva, die Staatsanwältin.

    Was die Hexenjagd im Mittelalter war, ist Mobbing heute; früher der echte Pranger, heute der virtuelle im World Wide Web. Ein eindrücklicher Krimi – absolut wohlverdiente 5 Sterne. Ich freue mich auf Band 5.
  2. Cover des Buches Die Tote vom Titlis (ISBN: 9783740805197)
    Monika Mansour

    Die Tote vom Titlis

     (25)
    Aktuelle Rezension von: eriS

    Eva und Cem möchten in Engelberg ein ruhiges Wochenende nach ihrer Hochzeit verbringen. Ein Ausflug auf den Titlis macht ihre Pläne aber zunichte. Eine Hochzeitsfeier in der Gletschergrotte findet einen tödlichen Abschluss. Die Braut wird vor dem Jawort erschossen. Ein aufkommender Orkan verhindert, dass die Ermittler auf den Titlis hoch können und von den Hochzeitsgästen schaffen es auch nicht mehr alle ins Tal. So sind Eva und Cem zusammen mit 20 anderen Hochzeitsgästen auf dem Titlis gefangen und müssen die Ermittlungen selbst in die Hand nehmen. Doch bei der einen Toten bleibt es nicht. Wer unter diesen 20 Hochzeitsgästen ist der Mörder und was ist mit der Leiche der Braut passiert? Seltsame Vorfälle, die zahlreichen verwinkelten Gänge und Gebäude sowie ein Geist machen es den beiden Ermittlern nicht einfacher und sie begeben sich selbst in Gefahr. Wer ist verantwortlich für die Vorfälle und die Morde? Kommen Cem und Eva heil aus der Sache raus?

    'Die Tote vom Titlis' fesselt den Leser bereits auf der ersten Seite. Die beiden Charaktere Eva und Cem wachsen einem ans Herzen und als Leser hofft man sehr, das alles aufgeklärt wird und dabei niemand weiteres zu Schaden kommt. Da es immer wieder zu seltsamen Vorfällen kommt, ist es sehr lange nicht klar, wer wirklich dahinter steckt und man beginnt richtig mit zuraten, wer ein Motiv gehabt hat und wer von der ganzen Sache profitiert. Erst in den letzten Kapiteln fügen sich die einzelnen Puzzlestücke zusammen und ergeben ein klares Bild. Die Spannung wird bis zur letzten Seite aufrechterhalten und das Buch zur Seite legen ist nur sehr schwer möglich. Der Titlis als mehr oder weniger einzigen Schauplatz ist perfekt in Szene gesetzt. Der Sturm, der viele Schnee, die Kälte und die verschiedenen Räume in der Bergstation geben dem Krimi die Atmosphäre für einen wirklich packenden Lesespass.

    Das Cover vermittelt den Hauptschauplatz des Krimis, könnte jedoch noch ein bisschen dramatischer sein.

    Die weiteren Charaktere scheinen teilweise so einiges zu verbergen und sorgen immer wieder für Explosionsstoff auf dem Titlis. Die vielen Zwischenfälle und Ablenkungsmanöver sind teilweise fast ein bisschen zu viel und gerade zu Beginn ist es schwierig den Überblick zu behalten, welche Charaktere wie zu einander stehen.

    Dieser Krimi ist sehr zu empfehlen. Man lernt nicht nur die Hauptcharaktere in einer aussergewöhnlichen Situation kennen, sondern auch den Hauptschauplatz auf dem Titlis.

  3. Cover des Buches Nachtblau der See (ISBN: 9783740806422)
    Gabriela Kasperski

    Nachtblau der See

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Inhalt:

    Arielle eine bekannte Influencerin und Schauspielerin stirbt bei einem Sturz von einer Tribüne und alles sieht nach einem tragischen Unfall aus. Werner Meier beginnt trotzdem zu ermitteln.

    Erster Satz:

    "Für diese Titten würde ich killen", sagte der bärtige Karohemdträger zu seinem Nachbarn.

    Meine Meinung:

    Als das Buch bei mir ankam, habe ich mir sehr darüber gefreut, leider musste es sich erstmal ein bisschen gedulden bis ich Zeit dafür gefunden habe es zu lesen.

    Kommen wir als erstes zum Cover.
    Leider finde ich es so gar nicht ansprechend und es passt auch irgendwie nicht wirklich zu der Handlung im Buch, was ich sehr schade finde:/
    Das Blau passt zwar, aber was die Motte da zu suchen hat, keine Ahnung. Ich hätte mir eher einen See gewünscht, wo dann eine Burg im Hintergrund ist, was dann wenigsten einigermaßen zum Inhalt gepasst hätte.

    Da ich schonmal ein Buch von Meier und Schnyder gelesen habe, war ich schon sehr gespannt darauf, ob ich diesmal wenigstens etwas warm mit Zita Schnyder werden und es war leider nicht der Fall.

    Aber kommen wir als erstes zum Fall.
    Eine junge, bekannte Influencerin stirbt und die Autorin macht in dem Buch ganz deutlich klar, was Likes auf Instagram für Influencer bedeutet.
    Denn nachdem sich die Tür von Arielle nach ihrem Tod für immer geschlossen hat, geht der Influencer Himmel für Winny erstmal auf.
    Es wird auch ganz deutlich gezeigt, wie sehr sie mit provokanten Bilder versucht mehr Likes zu bekommen und auch mit bestimmten #Hashtags.
    Ich finde es sehr traurig, lesen zu müssen wie sehr sich Winny anfängt zu verstellen nur um ihrer virtuellen Welt zu gefallen, aber auch hat es mich selber zum nachdenken gebracht und ich habe mir überlegt, wie ich mich eigentlich auf Instagram verhalte und was ich alles dort preisgebe und warum.

    Der Tod von Arielle sieht zunächst aus wie ein Unfall und man ist gespannt was der Kommissar so ermittelt.
    Aber teilweise hatte ich so das Gefühl das die Ermittlungen im Buch gaaanz weit hinten anstehen, da zunächst mal das Privatleben von Meier und Schnyder im Vordergrund steht.
    Da beide gerade vor beruflichen Neuwegen stehen und keiner wirklich mit dem anderen darüber reden, kommt es deswegen zu einem lautlosen Streit. Während Meier sich einmal um die Unterstützung von Schnyder freuen würde, ist für Zita ganz klar das Meier seine Bedürfnisse hinten anstellen muss, weil warum soll sie das tun, schließlich ist sie völlig für #metoo .
    Ich finde es schade, dass man hier eigentlich rausliest das die beiden komplett gegeneinander arbeiten, anstatt sie einfach versuchen einen Mittelweg zu finden.

    Das Thema zieht sich natürlich dann auch komplett durch das ganze Buch, weil Zita sich dermaßen in das Thema reinsteigert, dass es schon an Egoismus grenzt und sobald man sie deswegen anspricht, geht man auf zickig und stur. Für mich war es als Leser mit ihr irgendwann einfach nur anstrengend und ich war auch von Zeit zu Zeit so genervt von ihr, dass ich das Buch auch immer wieder aus der Hand legen musste.

    Neben Meier und Schnyder, sind Winny Apt und Hannah Frank noch zwei weitere Protagonisten.
    Mit beiden kam ich mehr oder wenig klar.
    Hannah Frank hat mich ziemlich an Zita Schnyder erinnert, aus dem Grund da sie teilweise sehr egoistisch gehandelt hat und ihre Bedürfnisse über das der Anderen gestellt hat, ohne teilweise deswegen auf Verluste acht zu nehmen.

    Winny, war eher so ein Mitläufer in der Geschichte und ich wusste teilweise nicht so recht ob ich sie als Protagonist ansehen soll oder doch eher als Randcharakter. Aber gerade weil sie nach Arielle die Hauptrolle in dem Theaterstück übernommen hat und doch einiges mit Hannah Frank zu arbeiten hatte, zählte sie dann doch mehr für mich zu den Protagonisten. Wirklich warm bin ich aber mit ihr auch nicht geworden, da sie mir teilweise auch zu sehr ich-bezogen war.

    Natürlich hoffte man dann als Leser trotzdem auf ein spannendes Ende und leider wurde ich auch hier enttäuscht, da es für mich keinen wirklichen Täter in der Hinsicht gab. Auch das Meier, die ganze Sache dann auch Zita einfach so verzeiht und so tut als wäre nichts gewesen, hat mich als Leser ein bisschen fassungslos gemacht.

    Alles in einem war der Krimi einfach nicht so meins. Die Autorin hat zwar spannend geschrieben, ein tolles Grundthema sich überlegt und dann sich katastrophale Protagonisten in das Buch eingeladen.

  4. Cover des Buches Ein Leben für die Kinder Tibets (ISBN: 9783037631096)
    Tanja Polli

    Ein Leben für die Kinder Tibets

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Locki_Ela

    Im Zentrum des biographischen Buches „Ein Leben für die Kinder Tibets“ von Tanja Polli steht Tendol, eine Tibeterin, die sich in den Dienst ihrer Herkunftsgesellschaft stellt und den Strassenkindern Tibets ein Heim bietet. Die Geschichte beginnt mit Tendols Flucht als kleines Kind aus Tibet nach Indien. Tief traumatisiert und von ihren Eltern getrennt kommt sie in Indien an und sieht ihre Familie nie wieder. Nach Irrungen und Wirrungen in Indien hat sie das Glück, nach Deutschland ausreisen zu dürfen und in einem Pestalozzidorf aufzuwachsen. Sie heiratet den Tibeter Lobsang, wird Mutter zweier Söhne und lebt fortan in der Schweiz. bei einem Besuch in Tibet findet sie ihre Bestimmung, ein Kinderheim zu bauen. Sie baut zunächst eines, dann ein weiteres und lässt ihre Familie in der Schweiz zurück. Den Söhnen fällt es zunächst schwer, dies zu akzeptieren.Zwischenzeitlich hat sich die Familie aber ausgesöhnt und unterstützt sie tatkräftig.

    Mein Fazit: dies ist ein Buch über eine beeindruckende Frau mit einer starken Familie im Hintergrund. Viele Denkansetze und Handlungsweisen der Hauptfiguren muten fremd, gar exotisch an. Dennoch denke ich, dass der Familienkonflikt auf einem Identifikationskonflikt basiert. Tendol identifiziert sich vollständig mit der tibetischen Gesellschaft. Tendol stellt diese über ihre Privatfamilie. Ich denke, das rührt von der Rebellion gegen die chinesischen Besatzer her. Mit Unmut muss sie beobachten, dass ihre Söhne das zunächst nicht genauso sehen.

    Ganz beeindruckend und fasziniert bin ich von Tendol der Wohltäterin. Eine tolle Frau, ein beeindruckender Mensch mit allen menschlichen Brüchen. Ich möchte die Lektüre uneingeschränkt empfehlen!!!

  5. Cover des Buches Neuländisch: in die Weite glauben (ISBN: 9783775157971)
    Andreas Boppart

    Neuländisch: in die Weite glauben

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Traeumerin109

    Es gibt in unserem Leben, unseren Beziehungen und unserem Glauben noch unendlich viel unentdecktes Land, das es zu entdecken gilt. Dafür sind wir, so Andreas Boppart, geschaffen. Gott will, dass unser Herz weit wird und wir die Enge hinter uns lassen, die uns oft in vielem umgibt. Wir sollen immer wieder unsere Grenzen sprengen, nur so kommen wir voran. Das beste Beispiel dafür ist unser Glaube, der auch nicht statisch ist, sondern sich stets ändert und uns vor neue Herausforderungen stellt.

    Zunächst einmal muss ich die Optik des Buches loben, denn die ist auf jeden Fall sehr ansprechend. Ein hübsches Cover, und im Buch immer wieder grüne Überschriften und grün unterlegte Textstellen. Das alles lädt erstmal zum Lesen ein.

    Andreas Boppart beschreibt unser Leben als Abenteuer, mit dem wir nie fertig sind und in dem wir immer wieder Neuland betreten müssen. Neuländisch steht dabei für alles an dieser Lebensweise: Neugier, Sehnsucht, nicht abstumpfen, weiter glauben, mutig sein. Alles Dinge, die wir, wenn wir ehrlich sind, sowieso gerne möchten, nur schaffen wir es oft einfach nicht, manchmal auch ohne es zu merken. Das alte Land ist doch oft sehr bequem und verführerisch. Dennoch betont der Autor, dass Neuland zwar nicht immer einfach und auch nicht immer angenehm ist, dafür aber immer gut.

    „Das Leben ist entweder ein großes Abenteuer oder nichts.“

    Auch die Natur lehrt uns, dass, was sich nicht bewegt, stirbt. Soweit kann man sich Andreas Boppart nur anschließen. Er beschäftigt sich hier mit einem sehr wichtigen Thema, welches man gar nicht überschätzen kann. Wo gibt es vielleicht in unserem Leben enges Denken? Auch oder gerade in Bezug auf andere Menschen? Oft verurteilen wir allzu schnell, denken nicht weit genug. Umso näher wir aber Gott kommen, desto weiter und leichter werden die Dinge in allen Bereichen, denn das ist genau das, was Gott möchte: Zusammen mit uns Neuland betreten.

    So weit, so gut. Dennoch hat mich das Buch nicht völlig überzeugt. Der Autor schreibt nicht schlecht, aber ich hatte auch das Gefühl, vieles doppelt zu lesen. Immer wieder sind die Kapitel unterbrochen von Bibelstellen. Die dürfen natürlich vorkommen, schließlich haben wir es hier mit einem christlichen Buch zu tun. Aber in dieser Häufung stören sie den Lesefluss und ziehen auch die Kapitel unnötig in die Länge. Schließlich muss auch ein christlicher Autor nicht jede einzelne Aussage mit einem Bibelzitat belegen.

    Fazit: Ein Buch, das erstmal ganz nett ist, aber viel mehr auch nicht. Weder hat mich der Inhalt richtig vom Hocker gerissen, noch die Art der Aufbereitung. Kann man mal lesen, muss man aber nicht unbedingt gelesen haben.

  6. Cover des Buches Kopfkino (ISBN: 9783037631164)
    Blanca Imboden

    Kopfkino

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Laura_phantastisch

    Beim Lesen der Geschichten sprang immer mein persönliches „Kopfkino“ an und ich bin einfach begeistert. Der Schreibstil ist einfach sehr unterhaltsam und megahumorvoll!
    Auch finde ich es super, dass ich viel über die Autorin erfahren habe. Bianca Imboden gibt bei den Kolumnen ganz tolle Einblicke in ihr Leben. Die beiden Kurzgeschichten sind einfach herzlich, humorvoll und einem Happy End geschrieben.

    5 Sterne und eine deutliche Leseempfehlung von mir!

  7. Cover des Buches Aargau-Fieber (ISBN: 9783740800581)
    Ina Haller

    Aargau-Fieber

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch
    Das Cover dieses Buches hat es mir besonders angetan. Zuerst wußte ich damit nichts anzufangen. Aber dann später beim Lesen kommt man drauf, warum es so ist, wie es ist. Andrina wird wieder in einen Kriminalfall verwickelt, ohne viel dazugetan zu haben. Ihren Job macht sie nicht gerade mit  großer Lust, als plötzlich ein ominöser Bruder ihres Mannes auftaucht. Er behauptet, er und Marco hätten den gleichen Vater. Marco hat Andrina endlich einen Heiratsantrag gemach. Doch dann wird Andrinas Schwester plötzlich von einer unbekannten Krankheit getroffen, sie schwebt in Lebensgefahr. Dann gerät die Pharmafirma Enricos in die Schlagzeilen und Enrico wird wegen Mordes gesucht. Andrina flieht mit ihm und beide werden verfolgt und nach deren Leben wird getrachtet. Eine Verfolgung wie bei James Bond echt. Marcos Mutter hat Andrina mit Enrico zusammen gesehen und falsche Schlüsse gezogen. Deswegen schaltet auch Marco auf stur und will von der Hochzeit nichts mehr wissen. Andrina steckt mitten im Schlamassel. Kommt sie da heil wieder heraus?????? Ina Haller hat auch mit diesem Band ihrer Aargau-Krimis wieder ins Schwarze getroffen. Dieser Teil steht in seinen Vorgängerbänden in nichts nach. Spannung pur.
  8. Cover des Buches Umwege (ISBN: 9783037630884)
    Röbi Koller

    Umwege

     (9)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Röbi Koller, Journalist, Autor, TV- und Radiomoderator, erzählt aus seinem Leben. Er beschreibt seinen beruflichen Werdegang, erzählt von seiner Familie, deren Wurzeln bis in den Orient reichen, verrät seine Höhenflüge, Umwege, aber auch die Sackgassen. Mit einem Vorwort von Roger Schawinsky.

    Erster Eindruck: Ein sehr schlichtes, durch seine Farbe jedoch auffälliges Cover, mit Röbi Koller, wie wir ihn kennen – lässig. Mir gefallen Buchtitel und Cover sehr gut.

    Ich weiss nicht, wie hoch der effektive Bekanntheitsgrad von Röbi Koller in der Schweiz ist, doch ich vermute, dass er den meisten Schweizern bekannt ist, sei es aus dem Fernsehen oder vom Radio. Herr Koller ist mir sehr sympathisch, er ist sehr freundlich, interessiert sich für die Menschen und ihre Geschichten, hat eine angenehme Stimme (was für einen Radio- und TV-Mann nicht unwichtig ist) und auch insgesamt eine sehr gute Ausstrahlung.

    Einleitend habe ich schon ein paar von Röbi Kollers Funktionen aufgezählt. Aber da fehlen z.B. noch Beobachter von Hilfsprojekten, Reiseleiter, neugieriger Entdecker. Im Rahmen der Hilfsorganisation Comundo (früher Bethlehem Mission Immensee) besucht er z.B. eine Schweizer Pflegefrau, die einen mehrjährigen unbezahlten Einsatz für die Organisation in Mpanshya (Sambia) leistet. Als Moderator der sehr beliebten TV-Sendung „Happy Day“, wo Menschen überrascht werden, reist er vorgängig zuweilen ans andere Ende der Welt, um vermisste Menschen oder die leibliche Mutter eines Adoptivkindes zu finden. Für das Radio führt er Interviews mit international bekannten Musikern, die mehr oder weniger erfreut auf diese Gesprächstermine reagieren.
    Röbi Koller gehört in der Schweiz zur Prominenz. Schön finde ich, dass er ein ganzes Kapitel einem anderen Promi, seinem Lieblingspromi, widmet: „Ein Kapitel ganz für Franz“ – für Franz Hohler. Herr Hohler ist mir als Kabarettist und Autor bekannt; ich erinnere mich an ihn aus meiner Kindheit an die Sendung „Spielhaus“, zusammen mit René Quellet.
    Immer wieder werden die Geschichten aus Röbi Kollers Leben durch amüsante Episoden im Taxi ergänzt: Er besitzt selbst die Taxifahrer-Lizenz. Diese „Taxi-Geschichten“ aus verschiedenen Ländern lassen Abenteuerliches aufblitzen. Witzig sind auch die kleinen Zeichnungen von Taxis auf diesen Seiten.

    Das Buch hat sich flüssig lesen lassen; ich fand es schön, auch Privates zu erfahren – aber ohne Details über persönliche Beziehungskrisen, denn „Nichts ist weniger sexy, als öffentlich schmutzige Wäsche zu waschen.“ Genau! Vielen Dank für unterhaltsame Lesestunden.
  9. Cover des Buches Es klopft (ISBN: 9783442748716)
    Franz Hohler

    Es klopft

     (38)
    Aktuelle Rezension von: _christinaaa_

    Im Vornerein sollte man wissen, dass ich nicht zu der Anspruchsgruppe dieses Buches gehöre. Ich bin 17 Jahre alt und habe das Buch für den Deutschunterricht gelesen. Und dass die Bücher, die man für die Schule lesen muss, schleppend sind, ist wahrscheinlich jedem bekannt.

    Inhalt:
    Eines Tages klopft eine junge Frau, an das Fester vom Zug, Manuel Ritter zu. Kurze Zeit später taucht sie in der Arztpraxis von Manuel auf und möchte ein Kind von ihm.

    Meine Meinung:
    Das Cover gefällt mir nicht, es schreit förmlich nach Langweiligkeit. (Okay, ich bin eine Person die Bücher nur liest, wenn ihr das Cover zusagt.)
    Der Schreibstyl von Franz Hohler ist angenehm zu lesen, aber nichts Besonderes. Teils war es mir zu langatmig. Szenen waren besonders lang und mit unnötigen Informationen geschmückt.
    Die Charakteren waren nichts Besonderes. Nach der Geschichte kenne ich sie nicht wirklich gut. Ich weiss wie etwa ihr Leben verging, aber sie sind mir nicht nahegelegt worden und ich würde lügen, wenn ich glaube sie zu kennen.
    Das Manuel Ritter im Verlaufe des Buches einer Krankheit erleidet, die er selbst bereits oft behandelt hat, war ein interessanter Aspekt der Geschichte.
    Ich bewerte das Buch so schlecht, weil für mich persönlich die Spannung gefehlt hat. Die Geschichte plätschert nur so vor sich hin, aber eigentlich passiert nicht wirklich viel.
     Das Buch lohnt sich zu lesen, wenn man zur Anspruchsgruppe gehört und sich solche Geschichten interessieren. Der Klappentext sagt viel über das Buch aus, wenn dich dieser also angesprochen hat, würde ich das Buch lesen. Als Schullektüre eignet es sich besonders gut. Ein typisches Schulbuch eben, langweilig, langatmig und öde.

  10. Cover des Buches Die Rebellin (ISBN: 9783037630655)
    Ursula Hauser

    Die Rebellin

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Diana182

    Dass Cover zeigt eine ältere, sympathische Dame mit einem offenen Lächeln im Gesicht. Bisher war sie mir leider noch nicht bekannt, die Buschbeschreibung klang jedoch sehr ansprechend. Daher wollte ich sehr gerne mehr erfahren.


    Dieses Leben ist alles andere als Alltäglich und Durchschnittlich. Die Hauptperson berichte von so einigen Höhen und Tiefen in ihrem Leben, welche anderen Leuten schon den Boden unter den Füßen weggerissen hätte- nicht aber Ursula Hauser! Sie lässt sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg, so steinig er auch sein mag. Dieser Lebenswille und das Durchhaltevermögen haben mir sehr imponiert.


    So habe ich dieses Buch auch fast am Stück verschlungen und wollte mit dem Lesen gar nicht mehr aushören. Frau Hauser wirkt direkt vertraut und sympathisch und die Beschreibung der einzelnen Begebenheiten fand ich sehr interessant und lesenswert.


    Mein Fazit:
    Eine tolle, spannende, lesenswerte Geschichte über eine starke Frau, die ihren Weg geht und niemals aufgibt!

  11. Cover des Buches Jetzt erst recht! (ISBN: 9783037631362)
    Silvia Aeschbach

    Jetzt erst recht!

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Was bitte heißt hier alt oder nicht alt? Man darf doch auch nicht wegen des Alters diskriminiert werden, oder? Viele dumme Vorurteile kursieren dennoch. Kaum wirst du vierzig, fällt dein Gesicht auseinander und mit fünfzig bist du schon halb in der Gruft.

    Scherz beiseite. Manche Frau bekommt tatsächlich Muffensausen, je älter sie wird, und Wege die 4, 5 oder 6 vor der Null naht.

    Dann kommen noch die unvermeidlichen Wechseljahre, und unter Umständen damit viel Stress. 

    Deswegen ist dies Buch als Motivation gedacht, das schöne Geschlecht jeden Alters aufzubauen. 

    Verschiedene feminine Individuen äußern sich über ihr Leben und erzählen, was ihnen persönlich das Dunkel und Hell bringt. Wie sie gewachsen sind sowie an Stärke dazugewonnen haben. 

    Mein Kritikpunkt besteht hier darin, dass es ausschließlich erfolgreiche Ladies sind. Nicht aus Neid, denn es sei ihnen vergönnt. Der Grund ist ein anderer, dass der große, breite "Mittelstrom" der "ganz gewöhnlichen Durchschnittsfrau" nicht wirklich berücksichtigt wird. 

    Die Autorin selbst berichtet originell, tiefsinnig und humorvoll aus ihrem Leben, über das Werk verteilt. 

    Eine Gynäkologin und Therapeutin kommt ebenso zu Wort, was dem Buch einen Mehrwert liefert. 

    Zudem gibt es Fotografien der Zeuginnen der Weiblichkeit. Danke! 

  12. Cover des Buches HOPPLA! (ISBN: 9783037631256)
    Frank Baumann

    HOPPLA!

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Nadir

    Wer ein Bilderbüch mit schönen Bären Bildern sucht ist hier nur bedingt Richtig. Aber wer ein Buch mit schönen Fotos und richtig kniffligen Wimmelbildern möchte ist goldrichtig.

    Für mein Gottenmädchen waren die Fehler zum teil nicht Findbar, was sie ziemlich frustriert hat. Für jemanden mit Geduld und Ausdauer ein sehr spannendes Buch.

  13. Cover des Buches GAME TIME (ISBN: 9783037633243)
    Patrick Fischer

    GAME TIME

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Arh

    Die Autobiografie eines der erfolgreichsten Eishockeyspieler der Schweiz habe ich in einem Rutsch durchgelesen und war begeistert!

    Schon mit drei Jahren stand er auf dem Eis und die Begeisterung hält bis heute an. Als Kind spielte er sich vom heimischen Verein "EV Zug", zum Nationalspieler im Schweizer Team bis nach Amerika in die NHL,  hoch. Ein Mann mit einem großen Talent! Er hatte immer nur Plan A - Profi werden! Etwas anderes stand nichts zur Debatte. Und mit viel Ehrgeiz, Begabung und einem klaren Ziel hat er es geschafft...

    Die Biografie ist sehr authentisch, ehrlich und zeigt gute wie schlechte Zeiten, Erfolge und ritik. Das Leben vor, während und nach dem Profisport, die Familie, und auch Ausagen von Freunden und Angehörigen kommen hier zur Sprache.

    Die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen. In drei große Abschnitte geteilt und mit zahlreichen Fotos komplettiert, erfährt man viel aus dem Leben von Patrick Fischer. Schon das Buchcover wirkt sehr einladend.

    Wer gerne Biografien liest sollte hier unbedingt reinschauen! Nicht nur für Eishockeyfans interessant.

  14. Cover des Buches Habakuk (ISBN: 9783038481676)
    Leo Bigger

    Habakuk

     (10)
    Aktuelle Rezension von: NelliBangert

    Habakuk ist wirklich ein richtig gutes Buch von Leo Bigger. Leo Bigger schafft es, ein so schweres Thema wie "Klagen und Leiden" so aufzubereiten, sodass es trotzdem erfrischend und unterhaltsam zu lesen ist. Eine echte Kunst, die vermutlich niemand anderes so wie Leo Bigger beherrscht. :-) Leo Bigger steht für mich sehr für das Thema "Mit Gott groß träumen" - und das kommt auch im Buch "Habakuk" immer wieder vor. Habakuk hat große Herausforderungen im Leben, die ihn immer wieder vom Ziel ablenken wollen. Aber er hält dagegen, indem er immer wieder mit Got authentisch ins Gespräch kommt und Gott all seine Fragen und Sorgen und Zweifel offenbart. Er hält sie nicht für sich - sondern bespricht sie mit Gott. Dabei erlebt er, wie Gott seine Fragen beantwortet und mit ihm weitergeht, ihn ermutigt und stärkt. Diese Lektion durfte auch Leo Bigger in seinem Leben erfahren und davon spricht er offen und authentisch. Definitiv ein Buch, das ermutigt, in schweren Zeiten durchzuhalten!

  15. Cover des Buches Eine Weltreise durch die Schweiz (ISBN: 9783037631218)
    Artur Kilian Vogel

    Eine Weltreise durch die Schweiz

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Schokoladenteddy

    Dieses Buch wurde mir vom Wörterseh Verlag zur Verfügung gestellt - vielen herzlichen Dank!


    Darum geht's in »Eine Weltreise durch die Schweiz«:

    »Ferien in der Schweiz sind angesagt. Was Millionen von Ausländern längst entdeckt haben, finden wir nun selber wieder heraus: Die Schweiz ist ein unglaublich abwechslungsreiches Reise- und Ferienland. Ausser dem Meer gibt es hier alles, was es auch anderswo gibt, aber auf viel kleinerem Raum und oft in besserer Qualität. Von den höchsten, fast arktischen Alpengipfeln und ihren Gletschern bis hinunter zu subtropischen, mit Palmen bestandenen Seeufern, viele von ihnen mit Sandstränden. Von einsamen Hochmooren, ausgedehnten Weinbergen, weitem Weideland, Flüssen und Wasserfällen bis hin zu zerklüfteten und zerfurchten, archaischen Landschaften. Nicht zu reden von behäbigen Bauerndörfern, mittelalterlichen Städtchen und Grossstädten mit internationalem Flair und weltweitem Renommee. 

    Um zu zeigen, dass sich die Schweiz vor keinem anderen Touristenziel zu verstecken braucht, zieht dieses Buch sechzig nicht ganz ernst gemeinte Vergleiche: Saint-Tropez am Zürichsee, die Seychellen im Waadtland, Kanada oder Grönland in den Bündner, Berner und Innerschweizer Bergen. Sogar die chinesische Stadt Wuhan findet ein Pendant - oder besser gesagt ihr berüchtigter Markt. Überraschungen sind garantiert.«

    Original-Klappentext


    Meine Meinung:

    In »Eine Weltreise durch die Schweiz« nimmt Artur Kilian Vogel uns an zahlreiche Orte in einem kleinen Land mit, die durchaus mit bekannten Sehenswürdigkeiten aus aller Welt mithalten können. Um einige Vergleiche zu nennen, die es in dieses Buch geschafft haben:

    • Monte Carlo - Lausanne-Ouchy
    • Canberra - La-Chaux-de-Fonds
    • Brüssel - Neuenburg
    • Rocky Mountains - Berner Alpen
    • Draculas Schloss - Schloss Burgdorf
    • Paris - Basel
    • Neuschwanstein - Château Gütsch, Luzern
    • Cinque Terre - Gandria
    • usw.

    Die Vergleiche sind sehr kreativ ausgewählt - manchmal vielleicht fast etwas zu kreativ. Hat man bestimmte Orte schon besucht und kennt ihr Pendant in der Schweiz, hinken die Vergleiche manchmal ein wenig. Zum Beispiel finde ich als Schweizerin, dass Helsinki wenig mit Zürich gemeinsam hat (aber das ist meine persönliche Meinung ;D). 

    Ansonsten ist der Bildband hübsch gestaltet. Der Fokus liegt definitiv auf den wunderschönen Bildern, die jeweils den der weltbekannten Sehenswürdigkeit entsprechenden Schweizer Ort auf einer Hälfte der Doppelseite zeigen. Daneben gibt jeweils ein kurzer Informationstext Auskunft über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Allgemeines zu der jeweiligen Sehenswürdigkeit sowie zum Schweizer Pendant. Die Texte hätten zwischendurch ruhig etwas länger und detaillierter ausfallen dürfen. Das Layout ist sehr schlicht gehalten, was absolut in Ordnung ist - die Bilder sprechen für sich selbst. :)

    Obwohl ich schon einige der genannten Orte in der Schweiz kannte, war mir bisher nicht bewusst, wie viel unser Land tatsächlich zu bieten hat. Den einen oder anderen Ort (sowohl im Ausland als auch in der Schweiz) möchte ich nun definitiv besuchen und mir ein eigenes Bild darüber machen. Zurzeit wird sich das Reisen wohl eher auf die Schweiz beschränken, aber mit diesem Buch habe ich immerhin ein paar Anhaltspunkte bekommen, wohin ich gehen könnte, um mich zumindest ein bisschen an die Sehenswürdigkeiten im Ausland erinnert zu fühlen. :)


    Fazit: 

    Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um einen hochwertig und hübsch gestalteten Bildband (definitiv kein Reiseführer), der hält, was er verspricht. Gerade in Corona-Zeiten ist es interessant zu erkunden, was denn das eigene Land so zu bieten hat. :)

  16. Cover des Buches Für immer (ISBN: 9783037630846)
    Georg Metger

    Für immer

     (13)
    Aktuelle Rezension von: burro

    Rezension zu «Für Immer» von Georg Metger & Franziska K. Müller

    Das Buch «Für immer» von G. Metger ist im Wörterseh-Verlag erschienen.

    Der 21.12.2015 – ein unvergessenes Datum für alle Schweizer insbesondere die Aargauer.

    Eine ganze Nation stand unter Schock. In einem friedlichen Familienviertel geschah das Unfassbare. Vier Personen wurden ermordet.

    Leider handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen Krimi, sondern um einen Erfahrungsbericht. Georg Metger, der Partner bzw. Stiefvater von drei Opfern schildert das Verbrechen und die Hintergründe aus seiner Sicht. Wie fühlt es sich an, wenn man seine Liebsten verloren hat und selbst verdächtigt wird? Wie fühlt es sich an, wenn man sein Zuhause nicht mehr betreten kann, weil zu sehr schmerzt? Wie fühlt es sich an, wenn Bekannte möglicherweise an der eigenen Unschuld zweifeln? Wie ist es, wenn man nicht trauern darf, weil man die Hintergründe der Tat nicht kennt und die Medien einem auflauern, um Interviews zu stellen und dann Aussagen verdrehen?

    Die Tat von Rupperswil wurde aus meiner Sicht immer nur aus Sicht des Täters aufgearbeitet. Woher kommt er, was hat er erlebt, was waren seine Pläne. Fast versuchte man, ein wenig Empathie für den Täter aufzubringen. Aus meiner Sicht sind die Hinterbliebenen die grössten Opfer der Tat - insbesondere der Autor des Buches, Georg Metger.  Er muss mit den Ereignissen des 21.12.15 weiterleben. Er wird sich immer wieder quälenden Fragen stellen müssen. Warum? Was wäre gewesen, wenn…?

    Jeder, der die Tat und den Prozess von Rupperswil verfolgt hat, sollte dieses Buch lesen.


  17. Cover des Buches Der neue Optimismus – Die Gesundheit der Zukunft (ISBN: 9783037631294)
    Sanitas Health Forecast

    Der neue Optimismus – Die Gesundheit der Zukunft

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Nati_Wi

    Die 2021 Edition befasst sich in diesem umfangreichen Sachbuch aus der Schweiz mit 4 große Themen: Körper, Mental Health, Sexualität und Umwelt. 

    Diese Themenblöcke sind jeweils in mehrere Unterthemen gegliedert, welche mal als Artikel, mal als Interview oder auch als Auflistung von kurzen Überblickspunkten dargestellt werden. Ergänzt wird dies immer wieder durch Potcast-Folgen, die ein Thema nochmal mit Experten vertiefen. Auch der Hinweis auf den dazugehörigen YouTube Channel ist eine weitere tolle Ergänzung zum Buch.

    Als Abrundung wird noch die Sanitas-Gesundheitsstudie angeführt. Zwar wurde diese rein im der Schweiz durchgeführt, jedoch finde ich sie durchaus repräsentativ. Genauso wie das gesamte Sachbuch ja aus der Schweiz ist, jedoch stört das überhaupt nicht. Alle Fakten und Themen sind allgemein gültig und auch für Nicht-Schweizer top aktuell.

    Alles in allem ein Sachbuch, welches mir extrem gut gefallen hat. Die Themen sind toll ausgewählt und ausgearbeitet, die Artikellängen optimal. Spannend fand ich auch noch eine Variante als Ausblick in unsere Zukunft anhand einer Familie.

    Mit über 400 Seiten handelt es sich auch um ein nicht nur hochwertiges, sondern vor allem auch umfangreiches Sachbuch auf das ich sicher immer wieder zurückgreifen werde. 

    Eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.

  18. Cover des Buches Bergfieber (ISBN: 9783039130573)
    Daniela Schwegler

    Bergfieber

     (4)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Die Autorin porträtiert in diesem Buch 12 Frauen zwischen 32 und 79 Jahren, die aus ihrem Leben als Hüttenwartinnen erzählen. Unterschiedliche Frauen, die aber eins eint: Ihre Liebe zur Natur, zu den Bergen.

    Erster Eindruck: Ein schöner Einband mit einem imposanten Panorama; ein gut gewählter Titel. Im Buch hat es sehr viele Fotos, Tourentipps oder auch geschichtliche Hintergründe zu den jeweiligen Hütten oder Gebieten. Zudem sind in einer Schweizerkarte die einzelnen Hütten verzeichnet.

    Wer wird eigentlich Hüttenwartin? Eins ist klar, das Wichtigste ist die Liebe zur Natur, zu den Bergen. Dann muss man die Einfachheit lieben, Verzicht üben können (man kann nicht kurz am Abend ins Kino oder shoppen gehen), kontaktfreudig sein, sich mit dem omnipräsentem Thema Wetter auseinandersetzen, Trubel lieben, aber auch Einsamkeit (bei schlechtem Wetter) aushalten können.

    Gabi Aschwanden, 44, Fridolinshütte (unterhalb des Tödi, Kanton Glarus), wurde nach 20 Jahren Erfahrung etwas schwermütig: „Die Hütte erdrückte mich. Es wird mir einfach zu viel, immer hier zu sein und allen gerecht zu werden – ausser mir selber.“ Dann hat sie sich wieder aufgerappelt, u.a. eine Ausbildung als Wanderleiterin und GeoGuide gemacht und jetzt noch eine naturpädagogische Ausbildung angehängt.

    Irene Beck, 41, Trifthütte (zwischen Grimsel- und Sustenpass, Kanton Bern), hat fast die ganze Welt bereist und ist nun mit ihrem Mann, einem Trekkingleiter aus Nepal, glücklich auf einer einfachen Hütte… schön!

    Wer in den Bergen lebt oder arbeitet, kennt immer jemanden, der in den Bergen schon sein Leben verloren hat. So auch Susanne Brand, 35, Gaulihütte (Innertkirchen, Kanton Bern), deren Partner am Mont Blanc tödlich verunglückte. „Und wütend war ich! Auf den Mont Blanc und auf den Schnee!“ Am Gauligletscher passierte im November 1946 ein Drama: Ein amerikanisches Kleinflugzeug stürzt im dichten Nebel und Schneesturm auf den Gletscher ab. Alle zwölf Passagiere überlebten, obwohl minus fünfzehn Grad herrschten und sie fünf Tage und Nächte auf dem Gletscher ausharren mussten, bis sie ausgeflogen werden konnten. Interessant ist, dass seit 2012 nun Teile des Flugzeugs gefunden werden, die nun nach Jahrzehnten vom Gletscher freigegeben wurden.

    Das Buch verwendet immer wieder schweizerische Dialektausdrücke; für mich als Schweizerin ist das natürlich sehr schön. Ich habe die Geschichten der 12 Frauen sehr gerne gelesen, denn ich finde es spannend, mehr über ihre Herkunft, ihre Beweggründe, Motivation und auch Zukunftspläne zu erfahren. So unterschiedlich die Frauen auch sind – sie alle hat das Bergfieber gepackt!
  19. Cover des Buches Mit Köpfchen durch die Wand (ISBN: 9783037631324)
    Arno Del Curto

    Mit Köpfchen durch die Wand

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Hexipexi

    Das Cover deutet deutlich auf den Inhalt hin.

    Es handelt sich um eine spannende Biografie über Arno Del Curato.

    Sie erlaubt Einblicke in das Leben, in den Eishockeysport, Anekdoten lockern es auf.

    Es ist so geschrieben, dass es nicht nur für Fans interessant ist.

  20. Cover des Buches Das kleine Haus am Sonnenhang (ISBN: 9783446279414)
    Alex Capus

    Das kleine Haus am Sonnenhang

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Janeway

    "Das kleine Haus am Sonnenhang" beschreibt die Zeit, die Alex Capus in den 90er Jahren in einem kleinen Häuschen im Piemont verbracht hat, um an seinem ersten Roman zu schreiben. Er beschreibt den Alltag im kleinen Häuschen, aber auch im Dorf und im nahen Städtchen. Im Sommer sind viele Freunde im Haus. Man feiert, isst und diskutiert. Wenn es kühler wird, bleibt der Erzähler alleine zurück. Er schreibt und erledigt allerlei Bauarbeiten am Haus. Damit er nicht ganz vereinsamt, geht er mindestens einmal pro Woche in die Stadt (im Winter zu Fuss, da das Häuschen dann von allen Strassen abgeschnitten ist) in seine Lieblingskneipe, in welcher er die immer gleichen Männer trifft und über die immergleichen Themen diskutiert. Die Beschreibungen dieses Alltags sind sehr bildreich, man kann sich die Charaktere und auch das Leben im Haus ganz wunderbar vorstellen. Sie machen aber nur einen Teil des Buches aus. Ein weiteres Hauptthema ist das Schreiben selbst. Capus erzählt von seinem Schreibprozess, wie erste Entwürfe zu finalen Versionen werden und wie er Deadlines einhalten kann. Er schreibt auch, wo er Inspiration findet. Der Gegensatz zwischen den Beschreibungen des einsamen Schreibens im (zumindest im Winter) ganz vom Rest der Welt abgeschirmten Häuschen einerseits und des geselligen Zusammenseins in der Lieblingsbar andererseits bringen Abwechslung und Spannung in den Text.

    Capus schreibt leicht, klar und süffig. Selten gibt es lange, verschachtelte Sätze (und wenn, dann machen sie absolut Sinn). Seine Metaphern haben mir auch sehr gefallen, so vergleicht er den Schreibprozess zum Beispiel mit der Spurensuche auf dem schneebedeckten Dorfplatz: Man folgt einer Spur, verliert sie vielleicht, versucht, sich vorzustellen, wie sie weitergeht und wenn man sie so wiedergefunden hat, sieht man rückblickend, dass man mit den Vermutungen richtig lag.* Auch die Überlegungen zur Genügsamkeit konnte ich - die ich selber wie Capus anscheinend auch über ein "hohes initiales Erregungsniveau" verfüge - sehr gut nachvollziehen. Wieso immer wieder eine neue Pizza probieren, wenn Pizza Fiorentina doch so gut schmeckt?

    Ich empfehle das Buch sehr gerne als leichte, aber auch sehr anregende Sommerlektüre!


    *Das Thema Schreiben finde ich persönlich sehr interessant. Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr Arno Geigers Buch «Das glückliche Geheimnis» gelesen, in welcher auch er seinen Schreibprozess und vor allem seine Suche nach Inspiration beschreibt. Auch dieses Buch kann ich sehr empfehlen und ich fand es sehr spannend, die zwei Schreibprozesse zu vergleichen.

  21. Cover des Buches Hohle Gasse (ISBN: 9783954510580)
    Peter Beutler

    Hohle Gasse

     (4)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Beat Lauber, Band 2: Kommissar Beat Lauber und Wachtmeister Ferdinand „Ferdi“ Minder – frisch von Bern zur Kriminalpolizei Luzern gewechselt – haben den ersten Fall auf dem Tisch. Ihre Kollegin, Margrit Estermann, Gefreite der Kantonspolizei Luzern, wird ermordet aufgefunden. Es gibt nur einige wenige Hinweise, die sie nicht weiterbringen. Als sie aber herausfinden, dass Margrit einst bei der Elitetruppe „Pit Bull“ war und auf Unstimmigkeiten beim letzten Einsatz, Operation „Schlagstock“, stossen, geht es voran…

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover – gefällt mir.

    Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Band 1 spielte seinerzeit noch in Interlaken, aber nun haben die beiden Freunde Beat und Ferdi nach Luzern gewechselt. Das Einarbeiten in ältere Fälle sowie Abläufe und Gepflogenheiten der luzernischen Polizei muss noch etwas warten, denn zuerst gilt es, den Mörder von Margrit Estermann zu finden. Ein Mord kann nie auf die leichte Schulter genommen werden, aber wenn dann gleich noch jemand aus den eigenen Reihen das Opfer ist, wiegt alles doppelt so schwer.
    Mir haben Beat und Ferdi schon in Band 1 sehr gut gefallen, und das hat sich hier überhaupt nicht geändert. Die beiden sind ein gutes Team und sie wissen, dass sie sich hundertprozentig aufeinander verlassen können. Das ist ein grosses Plus, denn sie arbeiten nun an einem heiklen Fall, wo erste Indizien darauf hinweisen, dass in den Reihen der Justiz- und Polizeimitarbeitenden ein paar Nasen sind, denen nicht ganz zu trauen ist. Ferdi findet tatsächlich Wanzen in ihren beiden Büros! Wer gehört zu den Guten?
    Es bleibt nicht bei dem einen Todesfall… Das Team muss immer wieder von vorne beginnen – ihr Chef, Pius Häfliger, fordert umgehend Ergebnisse und der Mediensprecher Alois Kuhn will diese auch gleich publikumswirksam verkünden. Prima, aber was tun, wenn die Indizien nicht ausreichen?

    Die Einblicke in die Operation „Schlagstock“ der Elitetruppe „Pit Bull“ waren sehr eindrücklich – und es war zugleich erschreckend, wie viel dort vertuscht wurde. Damals wurden zwei Personen, die nichts mit dem Fall zu tun hatten, verletzt und warten seither auf die Verhandlung vor Gericht. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich war sehr auf die Auflösung gespannt. Interessanter Showdown – ganz klar 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Montagsmenschen (ISBN: 9783423214810)
    Milena Moser

    Montagsmenschen

     (26)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    'Aus dem Missverständnis wachsen alle Plagen. In diesem Boden schlummern sie oder sie spriessen aus ihm, zeigen ihre Köpfe, oder sie sind schon mächtig gewachsen'

    Patanjali Yoga Sutra 2.4


    Aus der Perspektive von vier Personen wird erzählt: Nevada die Yogalehrerin und den drei Yogaschüler-innen Marie, Poppy und Ted. Alle mit kleinen oder grösseren Sorgen. Im Zentrum die Yogaschule wo getratscht, gemobbt wird dass sich die Balken biegen. Eifersucht, Geldgier, Selbstdarstellung. Also selbst hier ist der Mensch nur Mensch, da mögen die Yogins noch so predigen. Keine heile Welt also.


    Ich kam gar nicht klar mit diesem Buch, es war mir zu dick aufgetragen, Klisches mit der grossen Kelle angerührt. Die vier Hauptprotagonisten erdulden erstaunlich viel in ihrem privaten Umfeld, ohne Wiederspruch nimmt zb. Marie das abscheuliche Benehmen ihres Partners Gion hin.

    Was der Mord soll in diesem Roman - ich weiss es nicht.


    Gut erzählt sind die Rückblenden in die Kindheit von Ted, die teils unverhofft in die Geschichten gewoben werden, so konnte ich einiges doch auch nachvollziehen.

  23. Cover des Buches Endstation Bern (ISBN: 9783954513888)
  24. Cover des Buches Die Treppe (ISBN: 9783417268164)
    Fabienne Sita

    Die Treppe

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Traeumerin109

    Eine Treppe mit unzähligen Stufen, an deren Ende Gott wartet. Jedoch sind es mal Angst und Zweifel, mal Ablenkung oder Erwartungen, die den Aufstieg erschweren. Fabienne Sita lässt uns hier an ihren ganz außergewöhnlichen Begegnungen mit Gott teilhaben. In insgesamt dreißig Episoden erkennt sie mehr und mehr, dass sie nicht alles alleine schaffen kann und daher muss sie lernen, Gott zu vertrauen. Dabei ist die gemeinsam verbrachte Zeit sehr intensiv und voller wichtiger Lektionen.


    Die Gestaltung des Buches finde ich sehr gelungen. Das schlichte Weiß im Zusammenspiel mit goldenen Elementen, komplexen Linien und jeweils zum Thema passenden Fotos wirkt insgesamt sehr schön und beruhigend.

    Was den Inhalt betrifft: Am Anfang des Buches war ich noch ein wenig skeptisch, da mir die Geschichte nicht ganz einleuchten wollte. Ich wusste nicht, was ich mit diesen Visionen oder was auch immer das alles war, anfangen sollte. Jedoch haben die Episoden mich mehr und mehr überzeugt. Die Autorin erzählt uns nicht nur von ganz speziellen Begegnungen mit Gott, sondern auch von ihren ganz und gar verständlichen Gefühlen dabei und wie sie es trotz allem schaffte, immer wieder den Weg zu finden. Mit dabei ist der Mann in Weiß, der ihr immer hilft und viele wertvolle Lektionen bereithält. Ich muss sagen: diesem Jesus würde ich auch sehr gerne begegnen.


    Vor allem habe ich auf einmal festgestellt, dass viele der Lektionen viel mehr mit mir zu tun hatten, als ich vorher gedacht hätte. Und dabei waren sie so klar und eindringlich geschildert, dass ich mich ihnen schwer entziehen konnte. Es war, als hätte Gott mich persönlich angesprochen, so perfekt passten die Szenarien teilweise zu meinem Leben und meinen Gefühlen. Als wäre auch ich beim Lesen die ersten Schritte auf jener Treppe gegangen.


    Fazit: Ein für mich unglaublich wichtiges Buch. Aber auch insgesamt wirklich sehr schön, von der Gestaltung bis hin zu der Sprache, die zwar einfach war, aber doch so vieles dabei vermittelt hat. Auf jeden Fall fünf Sterne wert.  

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks