Bücher mit dem Tag "schweizer autor-in"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schweizer autor-in" gekennzeichnet haben.

234 Bücher

  1. Cover des Buches Bretonisch mit Meeresrauschen (ISBN: 9783740824808)
    Gabriela Kasperski

    Bretonisch mit Meeresrauschen

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Maddinliest

    Die Buchladeninhaberin Tereza Berger lebt sich immer besser ein in Camaret-sur-Mer, aber die Trennung vom ehemaligen Kommissar Gabriel macht ihr noch immer zu schaffen. Unversehens stolpert Tereza aber schon in ihren neuen Fall. Sie ist davon überzeugt, dass der verdächtigte junge Musiker nicht für den Überfall auf ihre Nachbarin verantwortlich ist. Um ihm zu helfen versucht sie nun selber herauszufinden, wer für die schweren Verletzungen verantwortlich ist. Dummerweise ermittelt aber auch Gabriel, der wieder vor Ort ist und so kommt es auch hier zu spannenden Entwicklungen...

    Die schweizerische Autorin Gabriela Kasperski konnte mich schon sehr oft mit ihren Kriminalromanen begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in ihr neues Werk gestartet bin. Sie erzählt die Geschichte in ihrem sehr angenehm zu lesenden Schreibstil, der mit der bildreichen Sprache die Geschehnisse lebendig vor Augen führt. Schnell war ich wieder in der Bretagne angekommen und konnte den liebgewonnen Protagonisten weiter folgen. Der Spannungsbogen wird mit dem Überfall direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die Ermittlungen der sympathischen Buchhändlerin auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Gerade die interessant gezeichnete Hauptprotagonistin trägt mit ihrem Wesen und ihrer eigenen Geschichte zum Gelingen des Buches bei. Ich war mal wieder bis zum spannenden Finale komplett gefesselt, wo dann eine gut nachvollziehbare Auflösung das Ganze gelungen abrundete.

    Insgesamt ist "Bretonisch mit Meeresrauschen" für mich die gelungene Fortsetzung einer tollen Krimi-Reihe, die mit einem wohldosierten Regionalbezug, clever konzipierten Fällen, sympathischen Protagonisten und natürlich dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich freue mich auf weitere Fortsetzungen, empfehle das Buch dringend weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

  2. Cover des Buches Martha, du nervst! (ISBN: 9783037630990)
    Brigitta Schröder

    Martha, du nervst!

    (10)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Die Aussage „Martha, du nervst!“ kommt von Brigitta Schröder. Sie ist Diakonisse und eckt mit ihren Ansätzen immer wieder (gerne) an. Martha war ihre langjährige Freundin, die nach einem Schlaganfall dement und von Brigitta lange betreut wurde. Brigitta hat sich vermehrt mit Menschen mit Demenz beschäftigt. In diesem Buch wird Brigittas Biografie erzählt, zudem kommen weitere Personen zu Wort, die auf beruflicher und/oder persönlicher Ebene von Demenz betroffen sind. Franziska K. Müller, Journalistin und Autorin, hat die Geschichten aufgeschrieben.

    Erster Eindruck: Eine lebenslustige Diakonisse auf dem Cover – es zeigt bereits, dass Brigitta sich gerne gegen Konventionen auflehnt. Von einer 83-jährigen Diakonisse hätte man doch ein viel braveres Cover erwartet, oder? Ich finde es toll, ebenso finde ich den Buchtitel gelungen.

    Demenz – ein bedrohliches Wort. Es ist für mich beängstigend, wenn ein Mensch immer mehr vergisst. Es ist irgendwie ein Abschied auf Raten vom Gewohnten, belastend, anstrengend. Wenn man mal etwas vergisst, ist das dann gleich ein Anzeichen von Demenz? Natürlich nicht.
    Mir hat der Mix des Buches sehr gefallen: einerseits die Biografie von Brigitta Schröder, die ihren nicht immer einfachen Weg aufzeigt (ihre Mutter war vehement gegen ihre Entscheidung, Diakonisse zu werden), ihre Berufserfahrungen in puncto Demenz (interessant, wie sich der Umgang damit verändert hat), andererseits die unterschiedlichen Geschichten von Menschen, die mit dem Thema Demenz konfrontiert wurden (z.B. eine Frau, deren Partner dement wurde und sie daraufhin einen Blog zu schreiben begann; eine Frau, die mit dementen Menschen arbeitet und deren Mutter dann selbst an Demenz erkrankte).

    „Ich erkannte, dass Menschen mit Demenz sich nicht ändern können. Nur wenn ich mich verändere, verändert sich die Situation.“ (Brigitta Schröder)

    Es ist sehr wichtig, dass betreuende Personen merken, wann sie sich Hilfe holen müssen. Es ist kein Abschieben des geliebten Menschen, wenn externe Personen eingebunden werden oder sogar ein Übertritt in eine geeignete Institution nötig wird. Auf lange Zeit kann ein Partner nicht eine 24-Stunden-Betreuung aufrechterhalten, ohne selbst gesundheitlich Schaden zu nehmen. Diese Entscheidung stelle ich mir trotz allem sehr schwer vor. Es hat sehr viele berührende Momente, die zeigen, dass ein Leben mit Demenz sehr wohl noch lebens- und liebenswert ist. Eine Tochter erzählt z.B. davon, wie ihr Vater bereits mit 58 Jahren an Demenz erkrankte und wie er schlussendlich in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden musste. Er hat dort eine neue Aufgabe gefunden und wischt (aus Eigeninitiative) jeden Tag fünf bis acht Stunden lang die Gehwege im Park im Sonnweid. Er meint, dass es etwas sei, was jemand machen müsse.
    Ich habe schon mehrere Bücher gelesen, die von Franziska K. Müller (mit)verfasst wurden (z.B. zuletzt „Für immer – Die unfassbare Tat von Rupperswil und ihre Folgen“) und ich bin immer wieder beeindruckt von ihrer Art, über sensible Dinge zu schreiben.
  3. Cover des Buches Rocky Mountain Gold (ISBN: 9783906882239)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Gold

    (41)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    "Rocky Mountain Gold" von Virginia Fox, der zehnte Band der geliebten Reihe, nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Schatzsuche, die tief in die Vergangenheit greift. Als Zelda nach Independence zurückkehrt, glaubt sie, dass ihre erste Liebe, Cruz, tot ist. Doch stellen Sie sich die Überraschung vor, als sie ihn lebendig vor sich stehen sieht! Es ist ein Moment voller Emotionen, eine Mischung aus Schock und Freude, die den Leser ebenso trifft wie die Protagonistin selbst.

    Die Geschichte entfaltet sich wie ein Mosaik aus Geheimnissen und Enthüllungen. Zelda und Cruz machen sich gemeinsam auf die Suche nach Antworten, wobei sie auf eine alte Schatzkarte stoßen, die mehr Unheil als Reichtum zu bringen scheint. Die Charaktere, die sie auf ihrer Reise unterstützen, sind ebenso farbenfroh wie die Landschaften, durch die sie sich bewegen. Besonders das Café, ein wiederkehrender Schauplatz in der Serie, dient erneut als Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Die vertrauten Gesichter und die herzliche Atmosphäre dort bieten einen angenehmen Kontrast zu den spannungsgeladenen Entdeckungen und gefährlichen Abenteuern.

    Die Spannung in "Rocky Mountain Gold" ist nahezu greifbar und hält den Leser in einem festen Griff. Virginia Fox schafft es meisterhaft, die Balance zwischen Action und emotionaler Tiefe zu halten, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Dieser Band bietet eine erfrischende Abwechslung zu den vorherigen Teilen, indem er neue Facetten der Charaktere und der Geschichte enthüllt. Es ist ein Leseerlebnis, das nicht nur Fans der Reihe, sondern auch Neulinge in seinen Bann ziehen wird.

  4. Cover des Buches Rocky Mountain Lion (ISBN: 9783906882048)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Lion

    (212)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    "Rocky Mountain Lion" (Band 9) von Virginia Fox hat mich wieder einmal in die tiefen Täler und hohen Gipfel der Rocky Mountains entführt, wo das Leben niemals stillsteht und jeder Tag neue Abenteuer und Überraschungen bereithält. Als ich das Buch aufschlug, war ich sofort wieder in der vertrauten Umgebung dieser charmanten Kleinstadt, die sich nach und nach zu einem lebendigen und liebenswerten Mikrokosmos entwickelt hat. Es ist, als würde man alte Freunde besuchen, deren Geschichten man mit Spannung und Freude verfolgt.

    Quinn, eine Figur, die ich schon in den vorherigen Bänden ins Herz geschlossen habe, steht dieses Mal im Mittelpunkt. Ihre unverwechselbare Art, ihre Stärke und ihr Humor machen sie zu einer Heldin, mit der man sich schnell identifizieren kann. Quinns Welt wird jedoch gehörig durcheinandergebracht, als Archer, ein vermeintlicher Undercover-Agent, in die Stadt kommt. Ein schlechter Agent, könnte man meinen, denn seine Geheimnisse sind für Quinn und den aufmerksamen Leser schnell offensichtlich. Doch gerade diese offensichtliche Unstimmigkeit macht die Geschichte so fesselnd. Man fiebert mit, wie Quinn und Archer sich langsam annähern und dabei ihre eigenen Schwächen und Stärken entdecken.

    Und dann ist da noch Wilder, der faszinierende Husky, der nicht nur Quinns Herz erobert, sondern auch meines. Seine treue und lebhafte Natur bringt eine zusätzliche Dimension in die Geschichte, und ich konnte nicht anders, als mir zu wünschen, ihn selbst an meiner Seite zu haben. Die Kombination aus Humor, Spannung und Romantik, gepaart mit den bekannten Gesichtern aus den vorherigen Bänden, schafft eine wunderbare Mischung, die das Buch zu einem echten Pageturner macht. Es fühlt sich an, als wäre man selbst Teil dieser lebendigen Gemeinschaft, und man kann kaum erwarten, was die Zukunft für die Bewohner dieser charmanten Stadt bereithält.

  5. Cover des Buches Das Leben ist gut (ISBN: 9783423254069)
    Alex Capus

    Das Leben ist gut

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Seit fünfundzwanzig Jahren sind Max und Tina schon verheiratet, jetzt sind sie zum ersten Mal getrennt. Tina ist in Paris, wo sie eine Gastprofessur erhalten hat, während sich Max um die drei halbwüchsigen Söhne kümmert. Er betreibt eine kleine Bar, wo sich abends die Stammgäste aus allen Gesellschaftsschichten der Stadt treffen, und ist nebenbei auch noch Schriftsteller. Max vermisst seine Frau samt ihrer Schrullen und Marotten. Voller Liebe denkt er an sie, während er seine täglichen Arbeiten verrichtet. Er ist glücklich mit seinem Leben, so wie es ist. Veränderungen mag Max nicht, er liebt seine Heimat, die große weite Welt kommt ja in den Erzählungen seiner Freunde und Gäste zu ihm - mehr braucht er nicht für ein zufriedenes Leben …  

    Alex Capus ist ein Schweizer Schriftsteller, der 1961 in Frankreich als Sohn einer Schweizerin und eines Franzosen geboren wurde. 1966 zog seine Mutter mit ihm in die Schweiz, wo er später an der Universität Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie studierte. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählband - Kurzgeschichten, historische Reportagen und Romane folgten, für die er etliche Auszeichnungen erhielt. Mit seinem Roman „Léon und Louise“ war er 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Geschichtlich überlieferte Tatsachen recherchiert er sorgfältig und verknüpft diese gerne mit fiktiven Geschichten, die oft in der Schweiz spielen. Der Roman „Das Leben ist gut“ (2016) enthält einige Details, die Rückschlüsse auf Capus‘ eigenes Leben zulassen. Der Autor ist verheiratet und Vater von fünf Söhnen. Er lebt heute als freier Schriftsteller in Olten/Schweiz. 

    Wie wohltuend einmal ein Buch zu lesen, in dem der Protagonist nicht nach dem Sinn des Lebens sucht oder seine diversen Probleme zu bewältigen hat. Der Reiz dieses Romans besteht  darin, dass wir den Protagonisten eine Woche lang durch sein ganz normales, unspektakuläres Leben begleiten. Er lässt uns teilhaben an seinen Gesprächen mit Freunden und Gästen und an seinen Gedanken über das alltägliche Glück, über schöne Erinnerungen und die innige Liebe zu seiner Familie. Er erinnert sich auch an vergangene Tage, an alte und neue Freundschaften und lässt uns fühlen, dass er mit sich und der Welt im Reinen ist. Es geschieht nicht viel in diesem Leben, aber das merkt man als Leser eigentlich erst, wenn man das Buch am Schluss mit einem angenehmen, zufriedenen Gefühl zuklappt. 

    Fazit: Ein kleines feines Buch, das Ruhe ausstrahlt und wohltuend zu lesen ist. 

  6. Cover des Buches Kämpferseele (ISBN: 9783775159999)
    Damaris Kofmehl

    Kämpferseele

    (13)
    Aktuelle Rezension von: waldfee1959

    Einige der Bücher von Damaris Kofmehl habe ich gelesen, unter anderem die Biografie ihres Mannes Demetri . Was für ein unkonventionelles, außergewöhnliches Ehepaar dachte ich schon da. Nun war ich gespannt, mehr über ihr Leben zu erfahren und habe beim Lesen oft den Atem angehalten, so extrem krass und hart waren viele Situationen, die sie beschreibt.

    Kurz geht sie auf ihre Kindheit ein und erzählt, wie sie als 15-jährige ihr erstes Buch veröffentlichte. Bewusst entschied sie sich damals, Bücher in denen Gott vorkommt zu schreiben.

    Im Juni 1996 reist sie alleine nach Brasilien, um bei einer christlichen Organisation, die sich um Straßenkinder kümmert, mitzuarbeiten. Mit Leib und Seele hängt sie sich in diese Arbeit. Es ist unglaublich was für ein Leben die Straßenkinder dort führen. Die Gesetze der Straße sind knallhart. Mutig stellt sich Damaris den vielen Herausforderungen und erlebt Höhen, aber auch viele Tiefen. Sie wird bestohlen und betrogen, auch von Mitarbeitern. Dass sie nicht aufgibt empfinde ich als große innere Stärke. Sie ist sich ihrer Berufung in diese Arbeit gewiss. Im November 2002 lernt sie Demetri kennen und schon wenige Wochen später heiraten sie, weil sie absolut sicher sind, dass Gott sie zusammengeführt hat. Einige Zeit arbeiten sie gemeinsam in Brasilien, danach etliche Jahre in Deutschland und der Schweiz in christlichen Gemeinden. Beide haben ein großes Herz für von der Gesellschaft Geächtete. Im Mai 2017 stirbt Demetri völlig unerwartet. Sie kann es lange nicht fassen.Nur langsam findet sie wieder Zuversicht.

    Das Buch hat mich gefesselt. Damaris erlebte stürmische Zeiten. Sie hat sich dabei immer an Jesus Christus gehalten und ist dadurch stärker geworden. Man kann viel von ihr lernen, besonders wie sie denen, die ihr Unrecht taten immer wieder verzeihen konnte. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

     

  7. Cover des Buches Es klopft (ISBN: 9783442748716)
    Franz Hohler

    Es klopft

    (40)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Manuel Ritter, HNO-Spezialist, erlebt auf der Rückfahrt nach einem Ärztekongress zum Thema Tinnitus etwas Merkwürdiges: Eine ihm unbekannte Frau klopft gegen das Fenster seines Zugabteils. Ein paar Tage später steht diese Frau in seiner Praxis und sagt, dass sie ein Kind von ihm möchte. Er ist überrascht, schockiert (schliesslich ist er verheiratet und zweifacher Vater), aber auch geschmeichelt und willensschwach. Neun Monate später erhält er einen Brief: „Es hat geklappt“. Davon darf niemals jemand etwas erfahren. Jahre später ist das Geheimnis immer noch gewahrt, doch dann stellen sich stressbedingt Klopfgeräusche in seinen Ohren ein…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover des Schutzumschlages ist leicht verschwommen eine gut gekleidete junge Frau zu sehen – ich mag keine Schutzumschläge.

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, zuerst aus Manuels, später u.a. auch aus der Sicht seiner Frau Julia und den mittlerweile erwachsenen Kindern. Dies macht die Erzählung lebendig und lässt den Leser mehr wissen als die Protagonisten.

    Hätte ein Bekannter Manuel erzählt, dass er das erlebt hat, was Manuel mit der ihm unbekannten Frau erlebt hat, hätte er es nicht geglaubt. Er hätte den Bekannten auf jeden Fall als willensschwach und/oder triebgesteuert abgestempelt – denn genau das war er – Manuel – ja offensichtlich auch. Wie hatte er es nur so weit kommen lassen? Er hatte doch alles: eine Frau, zwei kleine Kinder, eine gutgehende Praxis, ein Eigenheim an der Goldküste. Was wollte er mehr?
    Die Jahre vergehen, Manuel hat den Zwischenfall zu verdrängen versucht. Manchmal erfolgreich, manchmal weniger. Als sein erwachsener Sohn Thomas der Familie seine neue Freundin Anna vorstellt, wird ihm angst und bang, denn Anna erinnert ihn sehr an seinen Seitensprung. Wie kann das sein?

    „Heute war ihm auf einmal klar geworden, dass es eine Verjährung zwar in der Justiz geben mochte, niemals aber im Leben.“

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und das Buch war aufgrund der geringen Seitenzahl im Nu ausgelesen – ich mag den Stil des Autors. Von mir gibt es 4 Sterne.

  8. Cover des Buches Rocky Mountain Fire (ISBN: 9783906882192)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Fire

    (55)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    "Rocky Mountain Fire" von Virginia Fox, der sechste Band der beliebten Reihe, entführt die Leser erneut in die charmante Stadt Independence. In diesem Band steht Paige im Mittelpunkt, eine Figur, die wir bereits im letzten Buch kennengelernt haben. Während wir zuvor nur einen flüchtigen Einblick in ihre Geschichte bekommen haben, enthüllt dieser Band ihre komplexe Vergangenheit und die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert ist. Paige hat den Wunsch, sich in Independence ein neues Leben aufzubauen, aber das ist alles andere als einfach. Die Anziehungskraft zwischen Paige und Ace, die im letzten Band begonnen hat, wird weiter vertieft. Die anfänglichen Funken der Romantik sind spürbar, doch die sind etwas abgekühlt. Ace und Paige navigieren durch ihre Gefühle und die Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen. Die Dynamik zwischen ihnen ist authentisch und fesselnd, was die Leser in ihren Bann zieht und gespannt auf die Entwicklung der Geschichte warten lässt. Virginia Fox gelingt es, Independence wie einen alten Bekannten wirken zu lassen, indem sie bekannte Figuren aus den vorherigen Bänden wieder auftauchen lässt. Diese Verbindungen schaffen ein Gefühl von Kontinuität und Gemeinschaft, das die Serie so liebenswert macht. "Rocky Mountain Fire" kombiniert Romantik, Leidenschaft und einen Hauch von Thriller, was zu einem aufregenden Leseerlebnis führt. Fox' Schreibstil und die lebendigen Charaktere sorgen dafür, dass die Leser das Buch kaum aus der Hand legen können.

  9. Cover des Buches Sind denn alle guten Männer schon vergeben? (ISBN: 9783037631171)
    Silvia Aeschbach

    Sind denn alle guten Männer schon vergeben?

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Imgrund

    „Sind denn alle guten Männer schon vergeben? – Meine Lieblingskolumnen aus der »Coopzeitung«“ von Silvia Aeschbach

    Klappentext

    „»Sie sind doch Frau Aeschbach! Richtig?« So und ähnlich wird Silvia Aeschbach praktisch täglich angesprochen. Und wenn sie dann nickt, hört die Autorin Folgendes: »Ich finde Ihre Kolumne in der ›Coopzeitung‹ super. Sie bringen alles immer so gut auf den Punkt.« Angesprochen wird sie beim Café-Besuch, beim Spaziergang mit ihren Hunden oder beim Shopping in der City. Die Journalistin und Buchautorin ist seit dreißig Jahren in den Medien tätig, sie hat unzählige Artikel für Zeitschriften, Zeitungen und Onlineportale geschrieben, Radio- und TV-Sendungen moderiert und seit 2014 fünf Sachbuch-Bestseller publiziert. Doch noch nie zuvor erlebte sie so viele Reaktionen auf ihre Arbeit wie auf ihre Kolumne in der »Coopzeitung«. Eigentlich kein Wunder: Mit einer Auflage von mehr als 1,8 Millionen Exemplaren liegt das Blatt wöchentlich in jedem zweiten Haushalt der Deutschschweiz. Und darin schreibt Silvia Aeschbach – meistens auf Seite 13 – über ihre Beobachtungen im Alltag, über die großen und kleinen Ereignisse des Lebens oder über Beziehungsfragen. Wie etwa jene, die diesem Buch den Titel gegeben hat: »Sind denn alle guten Männer schon vergeben?«. Andere Kolumnen tragen Titel wie: »Von Schnittlauch und anderen Locken«, »Warum das Einfachste oft das Beste ist« oder »Das stille Glück«.

    Silvia Aeschbach schreibt auf eine ganz spezielle, differenzierte, humorvolle, vor allem aber auch erfrischend selbstironische Art. Darum macht es Sinn, eine Auswahl ihrer Kolumnen jetzt als Sammlung aufzulegen. Denn über sich selbst und die Ironie des Alltags schmunzeln zu können, ist das, was uns menschlich macht. Und im Kleinen glücklich.

    »Silvia Aeschbachs Kolumnen sind der ganz normale Wahnsinn. Eine Mischung aus dem Leben, das wir leben, und dem Leben, das wir vielleicht gerne führen würden.« - Silvan Grütter, Chefredakteur der »Coopzeitung«, in seinem Vorwort“

    Fazit

    Das Buch ist als hochwertige Hardcover-Ausgabe mit Schutzumschlag erschienen. Das Cover mit der sehr sympathischen Silvia Aeschbach auf dem Titel gefällt mir gut und wirkt ansprechend.

    Der Schreibstil von Silvia Aeschbach ist sehr unterhaltsam und kurzweilig. In zum Teil sehr persönlichen Geschichten und Anekdoten erzählt sie Begebenheiten aus dem Alltag, in denen sich wohl viele Leser und Leserinnen wiederfinden dürften. Einige der Kolumnen haben mich emotional sehr angesprochen und sowohl fröhliche als auch melancholische und traurige Gefühle in mir geweckt.

    Am meisten gelacht habe ich bei der Geschichte „Beziehungsblüten (2)“ – die ZOFFLISTE war einfach zu herrlich!

    Das Buch ist im September 2020 erschienen und die letzten paar Geschichten haben daher sogar einen aktuellen Corona-Bezug.

    Man kann die Kolumnen wunderbar zwischendurch lesen, da jede Geschichte nur 2 Seiten lang ist. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn am Ende relativ wenig von dem Buch dauerhaft im Gedächtnis hängen bleiben dürfte.

    Angemerkt sei noch, dass einige spezielle Wörter aus dem Schweizerischen für deutsche Leser etwas gewöhnungsbedürftig sein dürften.

    Vielen Dank, dass ich dieses Buch im Rahmen der Buchverlosung bei LovelyBooks kennenlernen durfte!

  10. Cover des Buches Rocky Mountain Star (ISBN: 9783906882154)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Star

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Tyler muss wegen einer Verletzung ihre Tanzkarriere pausieren und kehrt deshalb in ihre Heimatstadt zurück, dort trifft sie überraschenderweise auf Pat mit dem sie im vergangenen Sommer etwas hatte. Während die beiden wieder zu einander finden, wird Tyler von einem Stalker bedroht, der immer mehr zu eskalieren scheint.

    Im Großen und Ganzen mochte ich die Geschichte sehr. Besonders das Kleinstadtsetting und die ausgewogene Mischung aus Romance und Spannung war sehr gelungen. Allerdings ging mir Tyler sehr stark auf die Nerven, was die Situation mit dem Stalker angeht. Sie ist da sehr naiv und unvorsichtig ran gegangen, das ich als Leserin mich gefragt habe, wo da der gesunde Menschenverstand geblieben ist.

  11. Cover des Buches Bye-bye, Traumfigur (ISBN: 9783037630983)
    Silvia Aeschbach

    Bye-bye, Traumfigur

    (13)
    Aktuelle Rezension von: MK262

    Die Autor schreibt hier Ihre Erfahrungen aus der Kindheit und in welchen Problemen Sie im Moment persönlich steckt. Ihr Schreibstill ist sehr unterhaltsam und locker geschrieben auch ein gutes Päckchen mit Selbstironie bringt Sie gut mit unter. Habe mit ein bisschen was anderes erwartet möchte das Buch aber nicht schlecht machen. Hier gibt es keine Ratschläge und Vorschläge oder sonstige Hilfsmittel. Hab mich in einigen Stellen wieder erkannt und gemerkt was so alles mit vielen anderen auch schief läuft. Die Gedanken und Tipps von Ihrem Ex Personal Trainer regen echt zum Nachdenken an. Hilf dir selber sonst hilft dir keiner! Ein Lebensmoto an dem jeder arbeiten muss ob Dick oder Dünn.

  12. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783775161343)
    Damaris Kofmehl

    Noah

    (19)
    Aktuelle Rezension von: lucyliest

    Damaris nimmt uns mit in die Zeit Noahs aus den Anfängen der Bibel. Nur ein paar Generationen, nachdem Gott die Menschen geschaffen hat, wenden sie sich von ihm ab und begehen solche Gräueltaten, das Gott es nicht mehr mit ansehen kann und die ganze Erde vernichten möchte. Es findet sich nur ein Mann, der noch nach dem Herrn fragt. 


    In der Bibel ist die Geschichte von Noah relativ kurz, daher greift Damaris etwas weiter zurück und wir erleben Noah als jungen Mann, wie er seinen Weg in einer kaputten Welt gehen möchte. Die Szenen sind teilweise so heftig, aber ich denke es ist in etwa so gewesen, denn sonst hätte Gott nicht diesen vernichtenden Schritt getan. 


    Damaris schildert die Geschichte so spannend, das man es kaum aus der Hand legen kann. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und die Entwicklung dieser ist echt dargestellt. Es ist einiges reininterpretiert, aber nichts was sich unrealistisch anhört, da es in der Bibel so in der Art beschrieben wird. 


    Eine unglaublich spannende Darstellung dieser biblischen Geschichte, die ich wirklich weiterempfehlen kann. 

  13. Cover des Buches Korrosion (ISBN: 9783740800406)
    Peter Beck

    Korrosion

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Die Frage war der Bluthund der Intelligenz.“ (Zitat Seite 55)

    Inhalt:
    1971 stirbt ein Bäcker in seinem Backofen. Mehr als vierzig Jahre später wird seine Witwe während der Weihnachtstage ermordet. Ihr Aktiendepot in zweistelliger Millionenhöhe wird seit Jahrzehnten von einer angesehenen Schweizer Privatbank verwaltet. Ihre Anweisungen für den Todesfall legen fest, dass ihr Testament erst vollstreckt werden darf, wenn geklärt ist, welches ihrer drei Kinder damals für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich war. Tom Winter, dem erfahrenen Sicherheitschef der Bank fällt die schwierige Aufgabe zu, die drei möglichen Erben zu finden und den Sachverhalt zu klären.

    Thema und Genre:
    In diesem spannenden Buch, einzuordnen zwischen Roman und Thriller, geht es um aktuelle, wichtige Themen wie Flüchtlinge, Missbrauch und Umwelt, aber auch um Familie. Eine Kernfrage dreht sich um Ursache und Wirkung und den Graubereich zwischen Schuld und Gerechtigkeit. Die Finanzwelt bleibt im Hintergrund.

    Charaktere:
    Tom Winter ist ein erfahrener Ermittler und sein Einsatz bewegt sich zwischen psychologischen und körperlichen Herausforderungen, die ihn an seine Grenzen bringen. Private Befindlichkeiten setzt der Autor maßvoll und nur dort ein, wo es für die Handlung wichtig ist.

    Handlung und Schreibstil:
    Orte der Handlung sind neben der Schweiz die Azoren, England und Deutschland und der Handlungszeitraum erstreckt sich über wenige Wochen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. In einem zweiten Handlungsstrang wird der abenteuerliche Weg eines Flüchtlings aus dem Sudan bis nach Europa beschrieben. Beide Erzählstränge sind trotz der intensiven Schilderungen knapp und rasant geschrieben, was die Geschichte dicht und packend macht.

    Fazit:
    Ein anspruchsvoller Thriller mit Tiefgang und Themen, die den Leser nachdenklich stimmen. Dazu eine spannende Handlung mit rasanten Abläufen und einem smarten Ermittler, eine sehr gelungene Kombination.

  14. Cover des Buches Schweizer Brot (ISBN: 9783906869063)
    Katharina Arrigoni

    Schweizer Brot

    (2)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Was gibt es besseres als selbst gebackenes Brot? Allein schon der Duft, mmmhhh! Katharina Arrigoni betreibt den Brot-Blog „BesondersGut“ und gibt Brotbackkurse. In diesem Buch zeigt sie Brote mit nur wenig Hefe, aber dafür einer langen Gärzeit und Vorteigen. 44 Rezepte – fotografiert von Veronika Studer, Food-Fotografin.

    Erster Eindruck: Ein grossformatiges Buch mit sehr vielen, wunderschönen Fotos – nur schon zum Anschauen schön.

    Das Buch ist wie folgt unterteilt: Grundlagen; Rezepte: Brote mit Weizen, Brote mit Dinkel, Brote mit Inhalt; Grundlagen und Anleitungen für Brote mit Sauerteig; Rezepte: Brote mit Sauerteig, süsse Brote.

    Ich liebe Brot. Ich habe zig Brotbackbücher. Was ist also an diesem Brotbackbuch anders? Es geht um das langsame Brot backen. Es hat für mich etliche neue Punkte dabei, z.B.
    - Verwendung von Altbrot in einem neuen Brot
    - Direkte und indirekte Teigführung (mit sogenannten Brot-Vorstufen)
    - Brot-Vorstufen: Autolyseteig, Quell- oder Brühstück, Vorteig (Poolish), fermentierter Teig, Mehlkochstück

    Viele schöne Rezepte, wie z.B.: Weggli und Murren, Sonntagszopf, Chia-Ähren, Dinkelvollkornbrot, Volkkornring im Kürbiskernmantel, Weizen-Roggenbrot, Weizensauerteigbrot, Ruchbrot.

    Für mich am interessantesten war die Herstellung des Anstellgutes für ein Sauerteigbrot: die erstmalige Herstellung geht ca. 6 Tage und danach kann das Sauerteigbrot gebacken werden. Das Anstellgut wird nicht vollständig verbraucht und muss dann für künftige Backwerke „am Leben erhalten“ werden, d.h. es muss regelmässig (ca. alle 7 – 10 Tage) gefüttert werden. Klingt für mich noch etwas fremd.

    Bisher ausprobiert habe ich die Murren (die Berner sagen dazu jedoch „Berner Weggli“) – ein Kleingebäck aus der Familie der Milchbrötchen – und die Chia-Ähren. Chia gilt ja als Superfood, also muss es auch ins Brot. Bisher habe ich mich immer etwas gegen gehypte Lebensmittel gesträubt – aber das ist ein anderes Thema –, doch das Rezept war so verführerisch, dass ich es einfach ausprobieren musste! Und? Alles ausgesprochen lecker! Ich freue mich auf die nächsten Rezepte.


    Fazit: Ein tolles Buch mit gut nachvollziehbaren Beschreibungen; ergänzt durch aufschlussreiche Videos auf ihrem Brot-Blog – 5 Sterne!
  15. Cover des Buches Die Uhrmacherin − Schicksalsstunden (ISBN: 9783328105640)
    Claudia Dahinden

    Die Uhrmacherin − Schicksalsstunden

    (35)
    Aktuelle Rezension von: eriS

    Der Beginn ihrer Lehre als Uhrmacherin bringt Sarah näher an ihren grossen Traum. Doch die Zusammenarbeit mit ihrem Mitlehrling empfindet sie als mühsam und lässt bei ihr das Gefühl aufkommen, das sie nie so gut sein wird wie Fabrice. Ihr Lehrmeister Flury empfindet das nicht so und will sie fördern. Um ihre Französisch-Kenntnisse zu verbessern und noch mehr über die Uhrmacherei zu erfahren, möchte er Sarah ins jurassische Bonfol schicken. Sarah ist begeistert von der Idee und freut sich, doch das ist leider nicht bei allen so. Ihr Freund Paul, der sie bisher in ihrem Traum immer unterstützt hat, scheint nur noch seine eigenen Träume zu verfolgen und möchte das Sarah ihren Traum aufgibt. Die Beziehung zwischen den beiden gerät ins Wanken. Und wäre das nicht alles schon Trupel genug, wird im Internat Breidenstein ein Junge tot aufgefunden, der zuvor entführt wurde. Sarah und ihre Freundinnen können es nicht lassen, auf eigene Faust zu ermitteln, vor allem als noch ein zweiter Junge entführt wurde. Zudem gibt es in der Uhrenfabrik plötzlich viele Reklamationen, die darauf schliessen lassen, das Glassteine anstelle von Edelsteinen verbaut wurden. Doch wie kann das sein? Damit sie ihre Uhrmacher-Lehre sichern kann, widmet sich Sarah auch dieser Thematik und begibt sich bei ihren Ermittlungen selbst in grosse Gefahr.

    ‘Die Uhrmacherin – Schicksalsstunden’ ist der zweite Band der Reihe rund um die junge Uhrmacherin Sarah Siegwart. Den Leser erwartet eine spannende Fortsetzung und man erlebt Sarah in ihrer Uhrmacher-Lehre, die sehr fordernd ist. Die Autorin hat wiederum den historischen Hintergrund mit einem Krimi ergänzt, was ihr gelungen ist. Ein spannender Roman mit viel Spannung, lässt den Leser viel über die Uhrmacherei erfahren, lädt ihn jedoch auch dazu ein, mitzuraten.

    Sarah versucht ihren grossen Traum zu verwirklichen, wird aber auch immer wieder von Zweifeln geplagt. Doch sie überdenkt immer alles und gibt nicht so schnell auf. Neue Abenteuer geht sie immer offen an und versucht alles neue aufzusaugen. Eine sympathische Persönlichkeit, die an ihren Traum glaubt. Ihre Freundinnen unterstützen sie dabei als sehr wichtige Stützen. Das Verhalten von Paul lässt ihn unsympathisch erscheinen, da er nur noch an sich denkt und alle seine Meinung teilen sollen. Gidéon scheint seinen Fokus nicht auf die Ermittlungen zu haben, er lässt sich rasch ablenken, was ihm fast zum Verhängnis wird. Ich bin gespannt, wie sich die beiden Charaktere Sarah und Gidéon weiterentwickeln.

    Ein spannender Roman mit viel historischem Hintergrundwissen und viel Spannung durch die Vorkommnisse im Internat. Spannende Lesestunden sind garantiert.

  16. Cover des Buches Bretonisch mit Aussicht (ISBN: 9783740811587)
    Gabriela Kasperski

    Bretonisch mit Aussicht

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Erneut findet Buchhändlerin Tereza Berger eine Leiche. Bei dem Toten handelt es sich um den Marineadmiral Bernard Sonnet, der wegen seiner Verdienste geehrt werden sollte. Ein Unfall? Tereza glaubt nicht recht dran und stellt eigene Ermittlungen an.

    Bretonisch mit Aussicht" ist der zweite Band um Buchhändlerin Tereza Berger, der in Camaret-sur-Mer, auf der Halbinsel Crozon, in der Bretagne spielt. Das Buch kann jedoch unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden.

    Bereits der Prolog beginnt geheimnisvoll und spannend und hat mich rätseln lassen wie das Geschehen in den Kriegswirren 1940 zu den heutigen Ereignissen passt. Wir lernen Bernard Sonnett, einen damals vierzehnjährigen Jungen kennen, der vergeblich auf Marie wartet. Im ersten Kapitel der Sprung in die Gegenwart: In Camaret-sur-Mer steht eine große Feier an, bei der Chor „Les Bergamottes de Camaret“ gemeinsam mit dem französischen Superstar Armelle auftreten werden. Zudem soll Bernard Sonnett, mittlerweile fünfundneunzig Jahre alt, geehrt werden. Leider wird er wenige Tage davor tot aufgefunden.

    Commissaire Gabriel Mahon ist wenig erfreut, dass Tereza schon wieder in einen Todesfall involviert ist. Doch das ist nicht das einzige Problem: Soeur Nominoë, eine der singenden Bergamotten, ist plötzlich verschwunden und wird verdächtigt, ihre Mitschwestern und die TV-Crew, die anlässlich des Konzerts vor Ort ist, mit einer Fischsuppe vergiftet zu haben.

    Raubkunst, Zweiter Weltkrieg, eine sagenumwobene Grotte und Bunkeranlagen aus der Zeit der deutschen Besatzung, Vergangenheitsbewältigung, TV-Präsenz, eine bretonische Sage – dies sind nur einige der behandelten Stichworte.

    Tereza ist auch in diesem Band eher chaotisch und unorganisiert, aber eigentlich auch mit dem Herzen am rechten Fleck unterwegs. Zum Glück hat sie viele Freunde, welche ihr unter die Arme greifen. Die Autorin schafft es, auch den Nebenfiguren Leben einzuhauchen und eine familiäre Gemeinschaft entstehen zu lassen. Die Autorin spielt mit den schrulligen Eigenarten ihrer Charaktere, lässt sie so zu aktiven Akteuren vor wildromantischer Kulisse werden und setzt mit gut recherchiertem Hintergrundwissen gezielte Akzente, die den Fall abwechslungsreich und nervenaufreibend gestalten. Die Umgebung wird bildreich beschrieben und der Leser reist förmlich mit Tereza nach Camaret-sur-Mer. Die Landschaft, die Gegend, die Menschen, alles ist so wunderbar beschrieben, dass manch Leser Lust bekommen könnte, selbst da Urlaub zu machen und alles auf eigene Faust zu erkunden.

    Die Protagonistin agiert ruhelos, hektisch und unüberlegt. Tereza ist ständig in Bewegung und agiert, hüpft von einem Nebenprotagonisten zum nächsten, zu ganzen Gruppen, von einem Ort zum anderen.  Erhält sie eine Information, hechtet sie gleich hinterher, um dem nachzugehen. Dabei versetzt sie Freunde, vergisst Dinge vor Ort, die sie jemandem bringen will, lässt es liegen und kümmert sich nicht weiter darum. Massig Personal, rund vierzig Namen auf zweihundertachtzig Seiten begegnen uns. So kommt natürlich keine Tiefe der Charaktere zustande, die arg oberflächlich im Raum stehen. Das Problem hatten wir bereits im ersten Band bemäkelt. Hier trieft es noch krasser in Erscheinung.  

    Nicht alles erscheint logisch und Kommissar Zufall ist ein ständiger Helfer. Aber dem ist nicht genug. Während der Abwesenheit von Teresa ziehen Nonnen in ihr Haus ein, später eine Musikerin. Den Buchladen schmeißt derweil eine Freundin, die gratis arbeitet und durch Zufall das Geschäft der Saison macht, sich um Kundschaft kümmert, die den Laden stürmen, um den Hund und die verstopfte Toilette in Terezas Haus. Obendrein zur Grundhandlung auch noch Hektik im Haus. Jemand beschmiert ständig die Fensterscheiben des Ladens. Es gibt eine Fahrt nach Paris, aber auch zu anderen Orten. Bis zur Mitte des Buchs kennen wir alle Kneipen und Restaurants im Ort, den Fischladen, die Bäckerei und den Metzger, die Surfschule, das Museum, das Kloster, den Leuchtturm und so weiter. Es werden Feste gefeiert, eine Bootsfahrt gemacht und irgendwo mittendrin, verläuft sich die Story, von der wir ab einem gewissen Punkt nicht mehr wissen, warum Teresa überhaupt noch weitersucht. Die Suppe war nicht vergiftet, der alte Mann ist an einem Herzinfarkt gestorben, die Nonne wird nicht mehr verdächtigt. Schlussendlich geht es um ein Familiengeheimnis. Aber warum Tereza dies unbedingt lüften will, die eigentlich genug anderen Dinge um die Ohren hat, ist nicht restlos nachvollziehbar.

    Schlussendlich bleiben noch Fragen unbeantwortet, die dazu animieren sollen, den nächsten Band zu kaufen. Jedenfalls, wenn einer wissen möchte, wer der Schmierer ist oder was in dem Brief steht. Doch ob dies im nächsten Teil tatsächlich verraten wird?

    Gabriela Kasperski Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen. „Bretonisch mit Aussicht“ ist ein typischer Urlaubskrimi voller stimmiger Umgebungbeschreibungen, skurriler Einwohner und eigenwilligen Protagonisten. Mich störten bloß die vielen französischen Ausdrücke und Redewendungen. Ich habe größtenteils ignoriert, denn erläutert oder übersetzt werden sie nicht. Dafür gibt es am Ende aber ein Rezept für die südbretonische Fischsuppe, die im Buch nicht jedem gut bekommen ist

  17. Cover des Buches Solothurn tanzt mit dem Teufel (ISBN: 9783740806248)
    Christof Gasser

    Solothurn tanzt mit dem Teufel

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieses ist mein erstes Buch von Christof Gasser. Leider habe ich den Fehler gemacht, mit diesem vierten Band der Reihe zu starten. Es funktioniert zwar, aber ich glaube, man hat mehr Lesefreude, wenn man die Vorgänger auch bereits gelesen hat. Hin und wieder fehlte mir hier doch etwas Vorwissen. 

    Ansonsten war es ein solider, sehr temporeicher Krimi mit mehreren Handlungssträngen. Ich bin neugierig geworden auf weitere Bücher der Reihe. 

    01.08.2024

  18. Cover des Buches Rocky Mountain Dogs (ISBN: 9783906882161)
    Virginia Fox

    Rocky Mountain Dogs

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Die beiden beste Freunde von Kat leben mittlerweile in Independence und so beschließt sie auch in die Kleinstadt zu ziehen. Eishockeyspieler Sam bietet ihr und ihren beiden Hunden eine Unterkunft an und schnell knistert es zwischen den beiden. Doch als Kat einige verletzte und tote Hunde findet und sie zu Recherchieren beginnt, bringt sie sich unwissentlich in Gefahr. 

    Mein Highlight in diesem Buch waren definitiv die Tiere, die waren sehr unterhaltsam. Womit ich aber so mein Problem hatte, war die Beziehung bzw die Entwicklung selbiger der beiden Protagonisten. Da Sam als Eishockeyspieler viel unterwegs war, habe ich nicht verstanden wie aus den paar Begegnungen gleich die große Liebe werden konnte.

  19. Cover des Buches Rebel Sisters (Whisper Creek 1) (ISBN: 9783907357385)
    Virginia Fox

    Rebel Sisters (Whisper Creek 1)

    (21)
    Aktuelle Rezension von: madamecurie

    Buchcover:Rebel Sisters ist der Start der mehrteiligen Whisper-Creek-Reihe, ein Spin-off der erfolgreichen Rocky-Mountain-Serie von Virginia Fox. Die Reihe dreht sich um fünf rebellische Schwestern, die in Whisper Creek, nicht weit von Independence entfernt, leben.

    Lynn Bishop fühlt sich mehr als nur ein bisschen überfordert. Nach dem unerwarteten Tod ihres Vaters fällt die Aufgabe, die Ranch in den Rocky Mountains am Laufen zu halten, plötzlich ihr zu. Dabei hatte sie ganz andere Pläne. Zum Beispiel die Welt zu retten. Greenpeace beizutreten. Stattdessen ist sie nun für ihre Schwestern und die ganzen Vierbeiner verantwortlich.

    Während sie noch damit ringt, die harten Fakten des Lebens mit ihren Träumen in Einklang zu bringen, taucht ein Fremder in Whisper Creek auf. Noch dazu einer, der ihr Herz jedes Mal schneller schlagen lässt, während er sie gleichzeitig mit seinen Plänen für ihre geliebte Natur in den Wahnsinn treibt. 


    Das ist der 1.Band der  Whisper  Creek Reihe ,es ist gut geschrieben und ich finde es auch gut geschrieben ,ich finde es nicht ganz flüssig zu lesen ,aber ich werde trotzdem die Reihe weiterverfolgen ,möchte gerne wissen wie es weiter geht.

  20. Cover des Buches Das große Schweigen (ISBN: 9783954516575)
    Katja Montejano

    Das große Schweigen

    (114)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Ein Mordanschlag auf einen Staranwalt erschüttert Bern. Wer war die irre Frau, die auf Ferdinand Bouillé losgegangen ist? Primrose, Ferdinands Tochter, erhält kurz nach der Attacke mysteriöse Drohungen: „Atme, so lang du noch kannst!“. Ein Unbekannter beginnt ein grausames Spiel: es kommt zum ersten Todesfall. Dann zum Zweiten. Als ehemalige Polizistin will Primrose den Killer stoppen, bevor es zu weiteren Verlusten kommt…

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem Maschendrahtzaun, das nichts von dem Grauen erahnen lässt.

    Das Verhältnis von Primrose – welch‘ ein Name! – und ihrem Vater Ferdinand ist nicht immer einfach, besonders seit er eine neue Frau an seiner Seite hat. Der Streit vom Vorabend steckt ihr noch in den Knochen, doch sie weiss, dass sich die Wogen immer wieder glätten. Bestimmt auch dieses Mal. Denn er ist ihr Fels – Primrose hat nur noch ihn. Der Mordanschlag ändert alles. Wird er durchkommen? Wer steckt dahinter? Die Arbeit in der Kanzlei Bouillé muss weitergehen, was durch die Geschwister und Geschäftspartner Helen und Joseph Strauss auch gelingt. Vorübergehend.
    Wie kann man sich und sein Umfeld schützen, wenn man überhaupt keine Ahnung hat, gegen wen man sich wehren soll? Und wann er weshalb wieder zuschlagen wird? Der Hoffnungsballon, dass es sich um eine schreckliche, aber einmalige Zufallstat handelt, platzt, als wüste Drohungen erfolgen.

    Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Autorin hat es (leider) geschafft, sehr bildhaft zu beschreiben, was zuweilen grausame Szenen vor meinem inneren Auge hat entstehen lassen. Die Todesfälle oder Foltermassnahmen waren brutal, für mich hart an der lesetechnischen Belastungsgrenze. Aber die Autorin hat es – trotz allem – ebenfalls geschafft, dass ich dranbleiben und unbedingt wissen musste, was denn noch alles passieren würde.

    Fazit: Für mich ein brutaler Thriller (auch wenn Krimi vorne auf dem Buch steht) mit überraschender Auflösung. Die administrative Versorgung, ein sehr dunkles Kapitel der Schweiz, wird sehr plastisch thematisiert. Eine Tragödie sondergleichen! Von mir gibt es 5 Sterne und nun benötige ich dringend etwas leichte Kost zum Lesen. Puh, das war heftig!

  21. Cover des Buches Bretonisch mit Sturm (ISBN: 9783740816612)
    Gabriela Kasperski

    Bretonisch mit Sturm

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Buchhändlerin Tereza Berger ist zu einer Hochzeit eingeladen. Auf Oussant, einer kleinen Insel in Frankreich, soll die Trauung statt finden. Doch schon die Überfahrt zur Insel ist für Tereza seltsam. Erstens hat sie ein Manuskript bekommen, dass eine alte Geschichte erzählt und einen großen Sturm und den Untergang eines Schiffes beschreibt, und zweitens ist das Wetter ganz anders, als im Insel eigenen Wetter Kanal prophezeit. Es gibt einen Sturm und das nicht nur vom Wetter. Eine Windkraftanlage spaltet die Inselbewohner in zwei Lager und irgendwie scheint die Geschichte des Manuskripts, auch die aktuellen Geschehnisse auf Oussant zu beeinflussen. Und dann gibts tote Vögel und eine Leiche Es war mein erster Band von Gabriela Kasperski und über die Buchhändlerin Tereza Berger, aber ich war trotzdem sofort mittendrin in der Geschichte. Äußerst spannend und vielschichtig und man ganz tollen Personenbeschreibungen. Besonders haben mir die zwei Handlungsstränge gefallen, die natürlich aufeinander zulaufen und da kommt man immer mal wieder auf eine falsche Fährte. Ein überraschender, frischer und super spannender Krimi.

  22. Cover des Buches heimelig (ISBN: 9783037633182)
    Blanca Imboden

    heimelig

    (35)
    Aktuelle Rezension von: sarah83sbookshelf

    Eigentlich fühlt sich Nelly mit ihren siebenundsiebzig Jahren viel zu jung für das Altersheim. Doch nachdem ihr Mann verstorben ist, treibt ihre Tochter sie aus dem alten Haus, um ein neues bauen. Eins ohne Seele, wie Nelly findet, weshalb sie keinen anderen Ausweg als das Heim sieht. Doch recht schnell wird ihr klar, dass sie noch viel zu agil ist, um die ganze Zeit in den vier Wänden zu bleiben. So schmiedet sie mit den anderen Bewohnern einen Plan. Sie will einmal das Alphabet bereisen. Das heißt, sie plant für jeden Buchstaben einen Ausflug. Ihre erste Reise bringt sie nach Ascona und sie spürt, auch wenn sie traurige Erinnerungen an den Ort hat, ist es das Unterwegssein, was ihr fehlt.

    Es ist nicht nur die Handlung, die dieses Buch besonders macht, es sind auch die Zwischentöne. Die Autorin schafft es, die unterschiedlichen Perspektiven einzunehmen, auch wenn sie sich zumeist an Nelly orientiert. Denn als Mensch, der in den eigenen vier Wänden lebt, ist es schwer vorstellbar, wenn man im Alter, wenn jede Veränderung schwer ist, das Zuhause verlassen muss. Man muss sich kleine Räume mit anderen teilen, ist auf Menschen angewiesen, die wenig Zeit haben und zumeist tut einem irgendwas weh. Die Autorin schafft es mit Feingefühl, diese Gefühle zu fassen und auch wirklich alle Kehrseiten zu begreifen. Sie beleuchtet an einzelnen Neuankömmlingen, dass immer eine Geschichte hinter dem Einzug steckt und dass es nie leicht ist.

    Sie verwebt zahlreiche Handlungsstränge und schafft für ihre Protagonistin eine Zukunft, die weit rosiger ist, als die der meisten. Gleichzeitig schärft sie das Verständnis für andere, wobei ihr dies mit einem sanften Ton gelingt.

    4 von 5 Koffern

  23. Cover des Buches Bauernleben (ISBN: 9783037633120)
    Barbara Lukesch

    Bauernleben

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Diana182
    Das Cover zeigt den sympathisch und offen schauenden Landwirt Wisi Zgraggen. Auf den ersten Blick wirkt dieses Bild recht idyllisch und nicht weiter auffällig. Doch wenn man genauer hinsieht, staunt man nicht schlecht, denn dieser Mann hat sich wirklich zurück ins Leben gekämpft. Diese Geschichte machte mich neugierig.

    Der Einstig in das Buch gelang recht schnell. Wir blicken durch die Augen der Autorin und sind direkt mit Gast am Hof der Familie.
    Durch die flüssige und detaillierte Ausdrucksweise bekommt man viele Eindrücke geliefert und erhält schnell Bilder und Emotionen, die auf den Leser wirken.

    Mittig sind viele private Fotos abgebildet, welche die Geschichte zusätzlich in Szene setzen. Diese habe ich ebenso gern betrachte, wie ich die mitreißende Geschichte der Familie gelesen habe.
    Wisi Zgraggen zeigt deutlich auf, das man alles schaffen kann, wenn man nur will und hart für seine Ziele kämpft. Dieses Buch macht optimistisch und motiviert direkt mit, sich für seine Träume stark zu machen.

    Ich habe die Familie sehr gern kennen gelernt und sie ein Stück durch ihr Leben begleitet. Daher vergebe ich sehr gern eine Lesempfehlung!
  24. Cover des Buches Die Nacht der Vergessenen (ISBN: 9783038481515)
    Iris Muhl

    Die Nacht der Vergessenen

    (30)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Niki erinnert sich sehr genau an die ersten Abende in der roten Meile. Sie schob sich anfangs erst zögerlich, dann immer forscher durch die dunklen Gassen, an den Menschen vorbei, an Männern, Frauen und Schaulustigen, unerschütterlich...“


    Niki arbeitet in Zürich bei der Heilsarmee. Es ist Heiligabend, als sich Niki mit Heidi zusammen in die rote Meile aufmacht. Dort leben Obdachlose und Prostituierte. Niki und Heidi haben Geschenke für sie dabei. Doch seit langem hadert Niki mit ihrer Aufgabe und mit Gott. Es gelingt ihr nicht mehr, Frauen zum Ausstieg aus dem Milieu zu bewegen. Viele Türen bleiben ihnen verschlossen.

    Die Autorin hat eine bewegende Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sehr feinfühlig geht sie mit dem schwierigen Thema um.

    Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Es ist eher ein leises Buch mit behutsamen und taktvollen Worten.

    Schon Nikis Weg ging nicht gerade. Sie wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf, hat sich mit dem Studium davon gelöst und erst nach Umwegen ihre Bestimmung gefunden. Ihr Mann Markus will nicht, dass sie an den Abend das Haus verlässt.

    Die Unterschiede zwischen Niki und Heidi werden so formuliert:


    „...Heidi ist der Klebstoff, der die Kontakte und Beziehungen zusammenhält, sie unterbricht alle im Satz, unüberlegt und intuitiv. Niki jedoch analysiert, interpretiert und versucht die Umstände,in denen sich die Frauen bewegen, mit scharfer Beobachtungsgabe zu durchschauen...“


    Dann erzählt die Autorin die Schicksale verschiedener Frauen, die auf der Straße leben. Sie haben sich dieses Leben meist nicht ausgesucht. Mit ihrem Verdienst unterhalten die Familien, sei es in Moldawien oder in Brasilien. Aus den Worten der Frauen spricht die Sehnsucht nach den Eltern, nach den Kindern, nach Geborgenheit. Hart sind die Fälle, wo die Familie das Geld nimmt – und die Arbeit verachtet, wenn sie davon erfährt. 

    Und dann ist da Meta, die einem Bordell vorsteht und sich im Auftrag des Zuhälters um die Frauen kümmert. Sie hat für Ordnung gesorgt, entscheidet, wer Zutritt bekommt und hat die Ernährung und die Lebensverhältnisse der Frauen verbessert. Nur eines bleibt unverändert. Die Frauen dürfen das Haus nicht verlassen. Für dies Arbeit aber hat sie einen hohen Preis bezahlt.

    Drei Mal versuchen Heidi und Meta in dieser Einlass in das Haus zu bekommen. Zwei Mal bleibt die Tür geschlossen. Dann geschieht ein Wunder. 

    Auch einer der Zuhälter wird in Buch beschrieben. Selbst hier gibt es kein gut oder Böse.Das Leben ist komplizierter. Er war nicht von Anfang an das, was er jetzt ist. Seine Familie weiß nichts von seiner Arbeit. Sie kennen ihn als Handwerker.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es mahnt uns, vorsichtig mit unserem Urteil und unseren Vorurteilen zu sein. Besonders eindrücklich wirkt das Buch, weil es auf einer wahren Geschichte beruht.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks