Bücher mit dem Tag "schweizer krimi"
13 Bücher
- Seraina Kobler
Tiefes, dunkles Blau
(166)Aktuelle Rezension von: Sunny1974Die engagierte Polizistin Rosa Zambrano der Seepolizei,wird vom Züricher Mordermittlungsteam, als Verstärkung hinzugezogen. Die junge Frau hat neben ihrem Beruf ein erfülltes Leben. Allerdings macht sie sich zur Zeit Gedanken. Sie möchte unbedingt Kinder bekommen. Zur Zeit ist sie mit ihrem Wunsch allein. Dieser Zwispalt ermutigt sie sich in einer Kinderwunschklinik vorzustellen. Ihr Arzt wird ermordet aufgefunden. Nun verquicken sich private & berufliche Gegebenheiten und Herausforderungen.
Zum Cover: Zürich mit einem Bootsanlegeplatz...gemalt mit schönen Farben und gekonnten Lichtreflexen. Sehr schön anzusehen und passend!
Die Erzählweise gefällt mir sehr. Schon nach wenigen Zeilen bin ich in Gedanken gemeinsam mit Rosa, unterwegs. Zeile um Zeile vermittelt ein schönes, wohl landestypisches Lebensgefühl.
Ich kann Rosa's Gedanken und Sinneswahrnehmungen nicht nur erahnen, - sie erscheinen mir zum Greifen nah.
- Silvia Götschi
Muotathal
(9)Aktuelle Rezension von: eriSEin heftiges Gewitter geht über Muotathal nieder, als Valérie zu ihrem nächsten Fall gerufen wird. An der Starzelen wurde die Leiche eines Kindes gefunden, dessen Gesicht mit einer Maske von Cameron Diaz bedeckt ist. Was sich unter der Maske verbirgt ist selbst für Valérie, die schon einiges gesehen hat, zu viel. Welche Bestie konnte das tun? Unklar ist die Identität des Kindes. Könnte es sich um den verschwundenen Seppli Schmidig handeln? Er wird bereits einige Tage vermisst und niemand weiss wo er sich aufhält. Doch seine Eltern bestätigen dass das ermordete Kind nicht Seppli ist. Valérie und ihr Team haben es nun plötzlich mit zwei verschiedenen Fällen zu tun. Seppli lebendig zu finden hat hohe Priorität. Die «Einzigen» zuhinterst im Bisisthal geraten in Verdacht etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Die Flüchtlingsfamilie ist im heimatlichen Muotathal gar nicht gerne gesehen und gerät bei den Dorfbewohnern immer unter Verdacht. Valérie sieht sich mit einem kniffligen Fall konfrontiert, der ihr einiges abverlangt und sie sich mehrmals selbst in grosse Gefahr begibt. Sie weiss nicht ob sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen kann oder ob doch alles anders ist.
‘Muotathal’ ist ein spannender Regionalkrimi der den Leser in eine sehr schöne Ecke der Schweiz entführt. Der fesselnde Schreibstil lädt den Leser ein, selbst Verdächtigungen anzustellen und wird immer wieder in die Irre geführt. Man fliegt nur so durch die Seiten und möchte unbedingt wissen, wer zu einer solchen Gräueltat fähig ist und was das Motiv ist. Das Eintauchen in die Region Muotathal/ Bisisthal gab dem Krimi eine spannende Note. Die Region ist mir bekannt und es ist immer wieder spannend Regionen anders kennen zu lernen und auch sehen zu können, was wirklich so ist und was durch die Autorin hinzugefügt wurde.
Das Ermittler-Trio Valérie, Louis und Fabia müssen sich einmal mehr beweisen. Natürlich kommt es dadurch auch immer wieder zu Reibereien, was die drei jedoch in den Ermittlungen vorwärts treibt. Als Team ergänzen sie sich gut und ich bin gespannt wie sich die weiterentwickeln. Valérie begibt sich viel in Gefahr und scheint aus dem letzten Fall nicht viel gelernt zu haben. Ihre Beziehung mit dem Staatsanwalt scheint ein Auf und Ab zu sein. Auf die weitere Entwicklung ihrer Beziehung bin ich gespannt, den sie bietet einiges an Konfliktpotential und erfordert eine grosse Disziplin Beruf und Privatleben zu trennen.
Ein spannender Regionalkrimi der kurzweilige Lesestunden beschert und Lust auf mehr macht.
- Gabriela Kasperski
Vermisst am Greifensee
(41)Aktuelle Rezension von: Nicole1111111Zita und Werner erwarten ein Kind. Das ist ein ziemlicher Sprung, denn im ersten Band hatten sie sich erst geküsst, da war noch viel Enemies-to-Lovers-Vibe zu spüren. Damit hatte ich nicht gerechnet. Es war auch ein Versehen, denn Zita hat ihren Master mit Bestnote abgeschlossen und wollte eigentlich Karriere machen, ihren Doktor beginnen und arbeiten. Entsprechend angespannt ist es zwischen ihr und Werner. Noch wohnt sie halb bei ihrer Zimmerwirtin Helen, halb bei Meier, ohne sich das wirklich einzugestehen – sie will unabhängig bleiben.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Zita, Werner, Eltern der entführten Babys, den Entführer:innen, von kinderlosen Paaren, die unbedingt ein Kind adoptieren möchten, was auf legalem Weg nahezu aussichtslos erscheint, und noch weiteren Nebenfiguren. In einem Spital in Uster, wo Zita ihr Kind zur Welt bringt, wird ein Baby entführt. Eigentlich wollte sie sich eine kurze Mutterpause gönnen, doch schon bald beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Schliesslich passiert etwas, das alles auf den Kopf stellt: Zitas und Werners eigenes Baby Finn wird entführt. Von da an setzen die beiden alles daran, ihr Kind wiederzufinden – und geraten dabei in gefährliche Ermittlungen.
Sehr witzig fand ich Paula, die 84-jährige Yogalehrerin von MomYoga. Zita besucht ihre Kurse, in denen auch eine Mutter dabei ist, die eine Schwangerschaft nur vortäuscht, um auf anderen Wegen zu einem Kind zu kommen. Diese Frauengruppe mit ihren unterschiedlichen Dynamiken ist spannend und trägt viel zur Handlung bei. Paula fand ich mit ihren „Internetz“-Sprüchen („Segeln statt Surfen“) anfangs sehr witzig, irgendwann wurde es mir aber fast ein bisschen zu viel, zumal auch Helen, Zitas Zimmerwirtin, dieselben Sprüche brachte.
Was mir insgesamt etwas gefehlt hat, sind tiefere Einblicke in Zitas und Werners Vergangenheit – gerade bei Zita hätte mich mehr interessiert. Die vielen Perspektivenwechsel sind stellenweise etwas hastig, doch genau das sorgt auch für Spannung.
Alles in allem ist es ein sehr lesenswerter Krimi, spannend, tiefgründig und mit feinen Beobachtungen und vielen Handlungssträngen, die sich am Ende zu einem zusammenschliessen und für viele Überraschungen sorgen. Am besten liest man zuerst Band eins, und dann geht es natürlich weiter. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den nächsten Teil.
- Silvia Götschi
Einsiedeln
(9)Aktuelle Rezension von: eriSEin Fischer versucht sein Glück auf dem idyllischen Sihlsee. Am Angelhaken hat er jedoch nicht wie erwartet einen Fisch, sondern einen abgetrennten menschlichen Arm. Ein grausamer Fund den der Fischer gemacht hat, doch dabei soll es nicht bleiben. Das Ermittlerteam rund um Valérie Lehmann findet bei ihren Tauchgängen noch weitere Leichenteile, jedoch fehlt der Kopf. Lange bleibt unklar um wenn es sich bei der Leiche handelt. Zu identifizieren gibt es nicht, denn der Kopf ist einfach nicht auffindbar. Die Ermittlungen führen ins Klosterdorf Einsiedeln und ins dortige Benediktinerkloster. Der Leiche wurde der Benediktinersegen auf die Brust gebrannt und sie trägt einen Ring mit dem Namen Ferdi. Ein Fall der Valérie und das gesamte Ermittlerteam an seine grenzen bringt und eine Auflösung meilenweit entfernt scheint. Als eine zweite kopflose Leiche gefunden wird, welche ebenfalls den Benediktinersegen auf der Brust trägt müssen die Ermittler von einem Serienmörder ausgehen. Doch wer geht so grausam vor und was haben die Benediktinermönche damit zu tun?
‘Einsiedeln’ zieht den Leser durch den fesselnden Schreibstil und die bekannten Örtlichkeiten in seine Bann. Von Anfang an steckt der Leser mitten in der Geschichte und macht sich selbst auf die Jagd nach dem Täter. Das Kloster Einsiedeln ist vielen ein Begriff, vor allem die Klosterkirche dürfte vielen bekannt sein. Doch die weiteren Gemäuer sind verschlossen, doch Silvia Götschi weiss wie sie die unbekannten Plätze im Kloster dem Leser näher bringt.
Bei der Hauptkommissarin Valérie Lehmann verändert sich einiges im privaten Leben. Zu ihrem Sohn hat sie eine gute Bindung aufgebaut und auch ihre Beziehung mit dem Staatsanwalt Emilio Zanetti festigt sich. Es macht sie sympathisch, dass sie sich in ihren Entscheidungen nicht beeinflussen lässt und sich Zeit gibt, die richtige Entscheidung zu treffen. Doch in den Ermittlungen geht sie immer wieder Risiken ein und begibt sich durch ihre Alleingänge in Gefahr. Das Ermittlerteam wird durch die Liebelei zwischen Louis und Fabia ein bisschen durcheinandergerüttelt, schafft es aber auf die Ermittlungen zu konzentrieren.
Ein fesselnder Regionalkrimi der einen Einblick hinter die Klostergemäuer bringt und nichts für schwache Nerven ist.
- Gabriela Kasperski
Eiskalter Greifensee
(21)Aktuelle Rezension von: peedeeSchnyder & Meier, Band 1: Grosse Aufregung in Waldstadt – der bekannte Politiker Anton Marti wird bei einer Weihnachtskommerz-Demonstration getötet und fast zeitgleich wird die gefrorene Leiche einer bekannten deutschen Violinistin gefunden. Polizist Werner Meier soll sich um den Fall der Toten im Schnee kümmern. Adventsparty, Quittenschnapspunsch, charismatischer Künstler, ein Frauenlauftreff und… Zita Schnyder: die Psychologiestudentin steckt ihre Nase zu sehr in Dinge, die sie gar nichts angehen. Und schon wird eine weitere Tote vermeldet…
Erster Eindruck: Der Buchtitel gefällt mir sehr gut, die Gestaltung des Covers entspricht nicht so meinem Geschmack.
Ein sehr spannender Prolog – so mag ich den Einstieg in einen Krimi!
Die Ermordung des bekannten Politikers zieht grosse Kreise und Fausto Signorelli, Chef Kapo Waldstadt, setzt fast sein ganzes Team auf diesen Fall an. Für Werner Meier und seinen Fall bleibt kein Mann mehr übrig, das heisst, Werner soll als One-Man-Show den Fall schnellstmöglich lösen – kein guter Ausgangspunkt. Personalknappheit ist schon lange ein grosses Thema bei der Polizei, aber dass dieses Mal sein „Team“ tatsächlich nur aus ihm selbst besteht, ist doch überraschend. Nun gut, da muss er durch. Sein Fall: Eine Tote im Schnee, ein bisschen exzentrisch gekleidet, in der Nacht im Wald aufgefunden, ausgerechnet von ihrer Schwiegertochter Jane. Gemeldet von Zita Schnyder, einer Psychologiestudentin und Lauffreundin von Jane. Was wollte Jane mitten in der Nacht im Wald? Und ihre Schwiegermutter Isadora Heller?
Zita ist absolut nicht auf den Mund gefallen. Sie steht in den letzten Zügen ihrer Masterarbeit und kann danach endlich ihr Psychologiestudium abschliessen. Aber das Zeitmanagement hat sie nicht so im Griff, denn die Arbeit war bereits überfällig und nur aufgrund ihrer diversen Notlügen wurden ihr Zeitaufschübe gewährt. Ihre letzte Deadline steht kurz bevor, aber das Geschehen im Wald verändert natürlich alles. Sie muss ihrer Freundin Jane unbedingt helfen. Dieser Polizist „Commissario“ Meier versteht nämlich so gar nichts…
Werner Meier, der aufgrund der vielen Arbeit gar nicht zum Essen kommt, hat mir sehr gut gefallen. Auch Zita mochte ich – sie begibt sich nur leider aufgrund ihrer fehlenden kriminalistischen Ausbildung in grosse Gefahr.
Mehr Schein als Sein, Quittenschnaps, ein äusserst eigenwilliger Künstler, Frauen und ihre Lauftrainings, zerrüttete Familienverhältnisse, die Suche nach dem biologischen Vater – dies sind nur einige der behandelten Themen. Dies war mein erstes Buch der Autorin und ganz bestimmt nicht mein letztes. Es war sehr spannend – aufgrund der vielen Protagonisten auch herausfordernd – und ich habe bis zuletzt nicht genau gewusst, wohin die Reise geht – bravo, liebe Autorin! Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf weitere Bände. - Miriam Veya
Tod im Cabaret Voltaire
(3)Aktuelle Rezension von: DoromaraJosephine verliert ihren Mann und stolpert prompt in einen Kriminalfall hinein. Dass sie dabei das Cabaret Voltaire besucht, ist eines von mehreren Highlights des Romans.
Miriym Veya hat eine tolle Heldin erschaffen, ohne Allüren, aber voller Gegensätze, da sie aus einer reichen Familie stammend unter ihrem Stand heiratete. Der Roman ist gut recherchiert und entführt die Lesenden in ein Zürich der Zwischenkriegszeit, vor allem die Dada-Szenen im Cabaret Voltaire haben mir sehr gefallen. Ein Krimi, den man nicht so schnell aus der Hand legt.
- Ina Haller
Aarauer Finsternis
(17)Aktuelle Rezension von: Anett_Heincke„Aarauer Finsternis“ von Ina Haller, vom Emons-Verlag, hat 249 Seiten und 16 Kapitel.
Es ist der 7. Fall für Andrina Kaufmann.
Nach der Trennung von ihrem Freund Marco Feller ist Andrina jetzt mit Enrico Bianchi liiert, dem Chef des Pharmaunternehmens JuraMed. Die beiden Männer sind auch noch Halbbrüder, was die Sache nicht einfacher macht.
In Enrico’s Firma ist viel zu tun, als plötzlich der Mitarbeiter Köbi Steiner kündigt und nirgendwo zu erreichen ist. Dann taucht auch noch ein alter Freund von Enrico auf. Sergio Moretti gibt ihm die Schuld am Tod seines Bruders vor vielen Jahren.
Es geschehen weitere merkwürdige Dinge, in der Firma und im Haus wird eingebrochen, es werden Tote gefunden und Enrico ist verschwunden. Marco nutzt die Chance und seinen Job als Polizist und will Andrina helfen. Diese zweifelt inzwischen an ihm und auch an anderen Personen, ob die Fürsorge echt ist. Jeder ihrer Verdächtigen hätte ein Motiv, Enrico verschwinden zu lassen.
Obwohl der Schreibstil gut ist, das Buch sich zügig lesen lässt und die Story auch interessant ist, kommt bei mir keine Spannung auf. Die geführten Dialoge sind langatmig und vieles wiederholt sich, Andrina nervt mich mit ihrer vielen Fragerei. Die Gespräche klingen irgendwie gestellt und unecht.
Die eigentlich wichtigen Handlungen, die spannend sein könnten, kommen viel zu kurz. Erst gegen Ende kommt etwas Spannung auf, aber das war mir zu wenig.
- Gabriela Kasperski
Nachtblau der See
(28)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisIn diesem 5. Fall für Zita Schneyder und Werner Meier entführt uns Autorin Gabriela Kasperski in die Welt des Theaters. Wie man weiß, gibt es dort - egal wie groß oder berühmt die jeweilige Bühne - ein Gerangel um die besten Rollen. So auch hier bei den Festspielen im Schloss Greifensee.
Alicia, eine Influencerin, die eine der Hauptrollen spielen soll, fällt während ihrer Selfieaufnahmen von den Brettern, die die Welt bedeuten. Meier ist zufällig anwesend und übernimmt eigenmächtig die Ermittlungen, weil er nicht an einen Unfall glaubt. Damit löst er einen innerfamiliären Konflikt aus, denn auch Zita will sich beruflich weiterentwickeln und wirft ihm vor, sich zu wenig um die gemeinsamen Kinder zu kümmern.
Tja, es wäre an der Zeit, dass sich das Paar einmal an einen Tisch setzt und ihre Wünsche sowie Vorstellungen an ein Familienleben offen und ehrlich diskutiert. Ob und wie die Aussprache gelingen kann, müsst ihr schon selbst lesen.
Inzwischen muss sich Meier mit allerlei skurrilen und eigenbrötlerischen Charakteren im Theater herumschlagen. Das Beziehungsgeflecht innerhalb der Schauspieler ist verwirrend und die Haltung des Regisseurs, der getreu dem Motto „The show must go on“ die Proben wieder aufnimmt, sorgt für Irritation.
Meine Meinung:
Dieser 5. Fall für Schneyder und Meier hat mir nicht ganz so gut gefallen, wie andere Teile der Reihe. Irgendwie geht mir das ewige Gejammer von Zita, die könne sich nicht verwirklichen, auf die Nerven. Auch die Heimlichkeiten der beiden wirken auf mich stellenweise kindisch.
Ich habe diesen Krimi zwei Mal begonnen, was bei mir selten vorkommt. Leider hat er mich restlos überzeugt. Daher gibt es diesmal nur 3 Sterne.
- Irène Mürner
Mord im Tropenhaus
(4)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisDieser Krimi ist der erste Fall für Megan Jäger, eine Ermittlerin mit Schweizer Vater und kenianischer Mutter. Worum geht’s?
Megans Tante Ida, eine frühere Diplomatin, führt regelmäßig in- und ausländische Gäste durch das Tropenhaus im Berner Kanton Frutigen, dessen Aquarium mit einer Besonderheit aufwartet: Störe, jene vom Aussterben bedrohten Fische aus denen der echte Kaviar gewonnen wird.
Die letzte Führung wird jäh gestört, als man Ravichandra, die Tochter des Kochs im Tropenhaus, tot im Becken entdeckt. Das attraktive Mädchen hat immer wieder im Restaurant ausgeholfen, um ihr Taschengeld aufzubessern. Wenig später ist Megan vor Ort und muss sich gleichzeitig mit einer Vermisstenanzeige herumschlagen. Silvan Schmid, Klassenkollege von Ravichandra ist verschwunden.
Ein Teenager tot, ein anderer vermisst - Megan glaubt nicht an Zufälle, doch noch erschließt sich der genaue Zusammenhang nicht.
Um die ewige Pendlerei von ihrer Dienststelle in Bern nach Frutigen zu vermeiden, quartiert sich Megan kurzerhand bei ihrer Tante und deren Kater Tizian in Spiez ein. Da Ida Gott und die Welt in der Gegend kennt, kann sie Megan bei ihren Ermittlungen unterstützen.
Meine Meinung:
Mich hat vor allem das Cover angesprochen, das wegen der Störe wahrlich ein Eyecatcher ist.
Der Krimi selbst hat noch ein wenig Luft nach oben. Die Geschichte ist komplex und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was mir gut gefällt. Zudem kreuzen zahlreiche Verdächtige auf. Den Nebenstrang mit den Ukrainerinnen hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht.
Wundern muss ich mich darüber, dass Megan Jäger so ganz ohne Team im Hintergrund ermittelt. Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass das in der Schweiz so üblich ist.
Bei den Charakteren sollte noch ein wenig nachgeschärft werden. Wir erfahren zwar, dass Megan Tochter eines Schweizer Vater und einer kenianischen Mutter ist, aber warum sie in der Schweiz lebt, wird nicht erwähnt. Nur durch ein Telefonat kommt heraus, dass die Mutter noch in Kenia lebt. Auch das frühere Leben der Tante als Konsulin hat mein Interesse geweckt, Informationen dazu habe ich keine erhalten. Dafür wird Kater Tizian häufig erwähnt, ohne dass er zur Aufklärung etwas beitragen könnte. Dass er Megan nicht leiden kann, bringt die Ermittlungen auch nicht weiter.
Schmunzeln musste ich über Selbsterkenntnis Megans, dass ihre Fitness zu wünschen lässt, denn sie liebt gutes und üppiges Essen:
„Nach wenigen Metern keucht Megan wie ein altes Flusspferd und nimmt sich vor, unbedingt wieder mehr Sport zu treiben, zwei Kniebeugen am Morgen reichen nicht.“
Fazit:
Diesem Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die mich noch (?) nicht ganz gepackt hat, gebe ich gerne 3 Sterne.
- Silvia Götschi
Klausjäger
(8)Aktuelle Rezension von: eriSIm beschaulichen Küssnacht am Vierwaldstättersee wird während des traditionellen Klausumzuges der Samichlaus erschossen. Valérie Lehmann und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf. Doch in dem Gewimmel ist es schwierig brauchbare Aussagen zu finden und Spuren zu sichern. Beim erschossenen Samichlaus handelt es sich um den Bezirksrichter von Küssnacht, der vor allem bei den Frauen nicht gut dasteht. In mindestens drei Fällen hat er die Kinder den Vätern zugesprochen, was ihn als Frauenverachter dastehen lässt. Vor ein paar Tagen wurde zudem der Richter in Schwyz, der in zweiter Instanz sein Urteil getroffen hat, tätlich angegriffen. Haben diese beiden Fälle miteinander zu tun und wurde der Bezirksrichter wegen seinem Job umgebracht? Valérie und ihr Team tappen im Dunkeln und kommen mit ihren Ermittlungen nicht wirklich vorwärts.
Mit ‘Klausjäger’ ist Silvia Götschi ein weiterer spannender Regionalkrimi gelungen. Der Zusammenhang mit dem traditionellen Brauches, dem Klausjagen, ist gut in die Geschichte eingearbeitet. Die Ermittlungen lassen dem Leser immer wieder Spielraum eigene Verdächtigungen spielen zu lassen und verraten dem Leser bis am Schluss nicht, wer dahinter steckt.
Valérie ist eine sehr zielstrebige Ermittlerin, welche sich voll und ganz den laufenden Ermittlungen hingibt. Obwohl sie ihre eigenen privaten Probleme hat, lässt sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Mit ihren beiden Hauptermittlern Fabia und Louis hat sie tatkräftige Hilfe an ihrer Seite, welche sie in ihrem Bestreben unterstützen. Das sich mit dem Staatsanwalt Zanetti eine Beziehung anbahnt, zeigt ihre private und verletzliche Seite und lässt sie menschlicher werden.
Die Orte, welche im Krimi vorkommen, sind mir bestens bekannt und doch gibt es durch solche Bücher immer wieder neues zu entdecken. Die Bücher von Silvia Götschi bescheren mir immer sehr spannende Lesestunden und es ist schwierig das Buch zur Seite zu legen.
Ein spannender Regionalkrimi, der zum mitraten einlädt und indem nichts so ist wie es zuerst scheint. Ein Muss für jeden, der spannende Ermittlungen mag.
- Gabriela Kasperski
Mord im Grand Hotel Matterhorn
(4)Aktuelle Rezension von: Peter_EgloffGabriela Kasperski hat Miss Marple wiederbelebt und sie lebt in der Schweiz und heisst Libby Andersch.
Ihr "Partner" im ersten Fall ist der vorwitzige Nachbarsjunge Noah.
Mit einigen Verwicklungen und Verwechslungen lösen sie in den Schweizer Alpen rasant den Fall.
Absolut Lesenswert und ich kann es kaum erwarten nächstes Jahr den nächsten Fall von Libby zu lesen.
- Silvia Götschi
Herrengasse
(11)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin solider Kriminalroman mit Schauplatz Schweiz.
Spannende Passagen und eher langatmige Passagen halten sich für meinen Geschmack die Waage.
Ich mochte den Regionalbezug, aber die Kommissarin ist mir eher fremd geblieben, auch wenn man durchaus etwas mehr über sie erfährt.
Kann man lesen, muss man aber nicht... :)18.07.2025
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