Bücher mit dem Tag "schwert"
146 Bücher
- J. R. R. Tolkien
Der kleine Hobbit
(4.773)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteDas Abenteuer von Bilbo Beutlin ist wahrlich ein bekannter Klassiker. Der Hobbit, der mit den Zwergen und Gandalf den Zauberer loszieht, um den Schatz unter dem Drachen Smaug zu rauben und den Drachen zu töten. Doch bis dahin ist es eine aufregende und beschwerliche Reise...
Ich habe dieses Buch sehr genossen. Dabei sei aber gesagt, dass es eine besondere Erzählweise ist, die sich teilweise deutlich von heutiger Literatur unterscheidet, jedoch trotzdem wunderbar ist, wenn man sich drauf einlässt. Besonders auf die Erzählschlingen, wo angedeutet wird, dass etwas passiert oder passiert ist und dann anschließend von dieser Sache berichtet wird.
Auch gut ist wirklich die Entwicklung von Bilbo. Zuerst der Anhang der Reisegruppe, wo er nicht sehr viel beizusteuern hat, ängstlich ist und mehr oder weniger mitgezogen wird von der Gruppe hin zu der Person, die wiederum die Gruppe rettet und eine vorreitende Rolle einnimmt. Gleichzeitig behält er aber auch wesentliche Züge bei.
Aber was wirklich fantastisch ist, dass es spannend bleibt, obwohl man eigentlich hauptsächlich auf einer Reise ist und bei den Zwischenstopps immer was passiert. Dies ist aber so gut eingegliedert und integriert, dass es nicht zäh oder langweilig wird.
Es gilt für mich zu recht, als eines der großen Werke der Fantasy
- Sarah J. Maas
Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht
(1.022)Aktuelle Rezension von: Bookish_DreamerWas soll ich bitte zu diesem Buch sagen?! 😭❤️ Es hat mich mal wieder komplett umgehauen. Von spannenden Momenten, bei denen ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, über rührende Szenen bis hin zu Momenten, bei denen ich einfach grinsen musste – dieses Buch hat wirklich alles mit mir gemacht.
Bryce habe ich unglaublich ins Herz geschlossen. 🥹 Sie ist loyal, unglaublich willensstark und würde für die Menschen, die sie liebt, alles tun. Gleichzeitig weiß sie genau, wann sie für sich selbst einstehen muss – und genau das macht sie für mich zu einer so tollen Protagonistin.
Und dann wäre da noch Hunt… 👀❤️ Die Dynamik zwischen den beiden hat mir richtig gut gefallen und auch seine Art konnte mich definitiv für sich gewinnen. Dazu diese riesige, faszinierende Welt von Crescent City, in der es so viel zu entdecken gibt – ich war einfach völlig drin.
Es gab SO einige Momente, in denen ich fassungslos auf die Seiten gestarrt habe und erstmal verarbeiten musste, was da gerade passiert ist. 😂📖 Und genau solche Bücher liebe ich!
Für mich insgesamt ein richtig starkes Buch und definitiv ein Highlight. ✨ Ich bin sehr zufrieden mit dem Ende und jetzt einfach nur gespannt, was mich im nächsten Band erwartet. 🥹❤️
- Andrzej Sapkowski
Der letzte Wunsch
(860)Aktuelle Rezension von: hackenoh„Der letzte Wunsch“ ist kein klassischer Roman, sondern eine Sammlung miteinander verbundener Kurzgeschichten. Gerade das macht den Einstieg in die Witcher Welt so besonders. Stück für Stück lernt man Geralt von Riva kennen und bekommt einen Eindruck davon, wie diese Welt funktioniert.
Düsterer Ton und moralische Grauzonen
Was mir besonders gefallen hat, ist der Ton der Geschichten. Die Welt ist rau, oft brutal und selten eindeutig. Entscheidungen sind selten klar richtig oder falsch. Genau diese moralischen Grauzonen machen die Geschichten so interessant und unterscheiden sie deutlich von vielen anderen Fantasybüchern.
Märchen neu erzählt
Viele Geschichten greifen bekannte Märchen auf und drehen sie in eine deutlich düstere Richtung. Dadurch entstehen sehr originelle Episoden, die gleichzeitig vertraut und völlig neu wirken.
Fazit
„Der letzte Wunsch“ ist ein faszinierender Einstieg in die Witcher Reihe. Die Geschichten sind atmosphärisch, klug geschrieben und zeigen sofort, warum diese Welt so viele Leser begeistert. Ein sehr starker Beginn einer der bekanntesten modernen Fantasyreihen.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin
(992)Aktuelle Rezension von: Sophie0406𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
-
»Ich liebe dich. Ich bin in dich verliebt, Rowan. Schon seit einer Weile. Und ich weiß, dass es Grenzen dessen gibt, was du mir geben kannst, und ich weiß, du brauchst vielleicht Zeit ...«
Er presste seine Lippen auf ihre und füllte dicht an ihrem Mund ihr Herz, ihre Seele mit Worten, die kostbarer waren als Rubine und Smaragde und Saphire: »Ich liebe dich. Was ich dir geben kann, hat keine Grenzen, und ich brauche keine Zeit. Selbst wenn diese Welt irgendwann nur noch ein vergessenes Flüstern von Staub zwischen den Sternen ist, werde ich dich noch lieben.«
-
Wenn die Schwäche von Superman Kryptonit ist, dann ist meine Schwäche wohl Throne of Glass. Was mit einer 3-Sterne-Bewertung begonnen hat, entwickelt sich zu einem absoluten Lebenshighlight. Ganz still und heimlich hat sich die Reihe in mein Herz geschlichen. Ob es eine Aelin ist, die die stärkste Protagonistin ist, von der ich bisher gelesen habe. Die mich immer wieder überrascht, weil sie so undurchschaubar ist. Ob es ein Rowan ist, der seine Seelengefährtin bedingungslos lieben kann. Jede Frau sollte so einen Mann in ihrem Leben haben. Ob es eine Manon ist, die in Team mit Aelin einfach unschlagbar ist und bei der die Entwicklung einfach eine 10/10 ist. Oder ob es neue Protagonisten sind wie Elide und Lorcan, die in Kombination einfach sich super ergänzen. Das Ende von Band 5? Herzzerreißend, schockierend - es hat mir einfach den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe geweint wie ein kleines Baby. Alles an diesem Buch schreit nach mehr. Und ganz heimlich, ist es zu meinem Lieblingsteil der Reihe geworden.
- Cassandra Clare
City of Heavenly Fire
(1.632)Aktuelle Rezension von: i1arieIch bin ganz emotional beim Ende des 6. Bandes der Shadowhunters Reihe. Es war in meinen Augen wirklich der stärkste Band der Reihe von Cassandra Clare.
Die Emotionen, welche die Autorin in das Buch gesteckt hat sind einfach überwältigend. Zum einen ist so viel Liebe, Freude, Trauer und Schmerz in der Geschichte aber auch Glück und Heimat. Es hat sich wirklich ein wenig wie nach Hause kommen angefühlt in New York und Alicante.
Auch der Mix mit der Vergangenheit aus der Clockwork Reihe war einfach wunderschön. Sowohl Tessa als auch Jem wieder zu sehen und von ihrer Geschichte zu lesen.
Das Ende der Reihe hat mich etwas mitgenommen aber es wurde dann doch noch sehr schön gelöst. Definitiv ein bittersüßer Abschied aus der Welt aber nicht aus dem Universum. Die Geschichte ist noch nicht vorbei.
Ich kann die Reihe wirklich wärmstens empfehlen. Es hat zwar einige Längen und Tiefen aber eben auch wunderschöne Hochs, welche die Geschichte einzigartig machen.
Meine Ausgabe der Bücherbüchse hat einen wunderschönen schwarz weiß Farbschnitt von New York.
- Sarah J. Maas
A Court of Silver Flames
(773)Aktuelle Rezension von: Annika_85📚Rezension📚
~~
Und damit endet meine Reise ins ACOTAR-Universum - wenn (zum Glück!) auch nur vorläufig.
Nachdem ich Band 4 ja eher so semi gut fand, hatte ich an Band 5 viele Erwartungen (die im Vorfeld auch ordentlich befeuert wurden).
Und sie wurden im Großen und Ganzen erfüllt.
Ich bin und bleibe kein Fan von Nesta, auch wenn ihr Verhalten erklärt wurde und ich wirklich etwas mehr Verständnis für sie habe, bleibt sie für mich nicht gerade einer meiner Lieblingscharakter. Sie ist „okay“ und das ist viel mehr als alles, was ich für sie vorher übrig hatte 😅
Auf die Story will ich gar nicht viel eingehen, weil sie sonst für alle (die die Vorbände nicht gelesen habe) zu viel spoilern würde.
Der Schreibstil war wie immer großartig zu lesen und selbst als ich (aus Urlaub und einer Leseflaute hinaus) über zwei Wochen das Buch unterbrochen hatte, war ich sofort wieder drin. Als hätte ich es nur für 2 Minuten zur Seite gelegt.
Ich bin froh, dass die Geschichten um das Reich der Höfe noch nicht beendet ist und es im Oktober 2026 weitergeht 😍
Für mich hatte dieser Band manchmal zu viele Längen, während sich auf den letzten 170 Seiten alles überschlagen hat. Und ich werde mit Nesta einfach nicht richtig warm.
- Holly Black
Elfenkrone
(956)Aktuelle Rezension von: TintenspurWie weit würdest du gehen, um endlich dazuzugehören?
Jude wächst in einer Welt auf, in der sie niemals wirklich willkommen sein wird. Als Sterbliche lebt sie am Hof der Elfen, umgeben von Wesen, die auf sie herabblicken und sie ihre Andersartigkeit jeden Tag spüren lassen. Doch statt sich damit abzufinden, beschließt sie, um ihren Platz zu kämpfen – koste es, was es wolle. Gerade dieser Kampf um Anerkennung und die Frage, wie weit man für Zugehörigkeit gehen darf, bilden für mich den spannendsten Aspekt der Geschichte.
Mit Elfenkrone erschien am 11. Mai 2020 im cbt Verlag der Auftakt zu Holly Blacks gleichnamiger Trilogie. Auf 448 Seiten erwartet die Leser keine märchenhafte Elfenwelt voller Magie und Harmonie, sondern ein Hof voller Intrigen, Machtkämpfe und politischer Ränkespiele.
Jude ist sieben Jahre alt, als ihre Eltern ermordet werden und sie gemeinsam mit ihren Schwestern ins Elfenreich verschleppt wird. Zehn Jahre später hat sie sich noch immer nicht damit abgefunden, als Sterbliche am Hof der Elfen eine Außenseiterin zu sein. Während andere ihren Platz akzeptieren würden, will Jude Anerkennung und Respekt – und ist bereit, dafür Grenzen zu überschreiten.
Besonders spannend fand ich, wie konsequent Holly Black Judes Entwicklung erzählt. Sie verändert sich nicht von heute auf morgen, sondern wird Schritt für Schritt von ihrer Umgebung geprägt. Der Wunsch, endlich dazuzugehören, bringt sie dazu, Entscheidungen zu treffen, die sie sich zu Beginn der Geschichte vermutlich selbst nie zugetraut hätte. Gerade diese Entwicklung macht sie zu einer interessanten Protagonistin – auch wenn sie nicht immer sympathisch ist.
„Wir sind sterblich, deshalb können wir auch nicht ewig darauf warten, bis sie uns tun lassen, was wir wollen.“
Gerade weil Jude bereit ist, immer einen Schritt weiterzugehen, passt das politische Umfeld perfekt zu ihr. Elfenheim ist kein märchenhafter Zufluchtsort, sondern eine kalte, beinahe bürokratische Machtstruktur, in der jede Entscheidung Folgen hat und niemand offen ausspricht, was er wirklich denkt. Hinter höflichen Worten verbergen sich Drohungen, hinter Bündnissen lauert Verrat und jeder scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen.
Während des Lesens fühlte ich mich stellenweise tatsächlich an Game of Thrones erinnert. Nicht wegen großer Schlachten oder spektakulärer Kämpfe, sondern wegen der politischen Intrigen, der Machtspiele am Hof und der ständigen Frage, wem man überhaupt noch vertrauen kann. Holly Black erschafft eine Welt, in der nicht unbedingt der Stärkste gewinnt, sondern derjenige, der seine Karten am geschicktesten ausspielt.
Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Atmosphäre bei. Cardan, Locke, die verschiedenen Prinzen und auch Judes Schwestern sind vielschichtig angelegt und sorgen dafür, dass kaum eine Figur eindeutig einzuordnen ist. Besonders Cardan bleibt interessant, weil hinter seiner arroganten und abweisenden Art deutlich mehr zu stecken scheint. Genau diese Charakterzeichnung ist einer der Gründe, warum ich trotz einiger Kritikpunkte wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.
„Ich werde dafür sorgen, dass mein Eintagsfliegenleben zählt.“
Mit Holly Blacks Schreibstil bin ich allerdings nicht vollständig warm geworden. Er ist sehr sachlich und präzise, was zwar hervorragend zur kühlen Atmosphäre des Elfenhofs passt, mich emotional aber immer wieder auf Distanz hielt. Statt bildgewaltiger Beschreibungen stehen Dialoge, Figuren und politische Entwicklungen im Mittelpunkt. Das sorgt zwar für einen flüssigen Lesefluss, ließ mich aber stellenweise etwas mehr Atmosphäre vermissen.
Auch der Einstieg brauchte für mich etwas Zeit. Die ersten Seiten dienen vor allem dazu, die Regeln dieser Welt und die Machtverhältnisse am Hof kennenzulernen. Sobald jedoch die einzelnen Fäden zusammenlaufen und Jude immer tiefer in die politischen Spiele hineingezogen wird, entwickelt die Geschichte einen deutlichen Sog. Gerade im Mittelteil konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil die Situationen von Kapitel zu Kapitel brenzliger wurden.
Nach dem starken Mittelteil hat mich die Geschichte zum Ende hin allerdings stellenweise wieder etwas verloren. Der zuvor so starke Sog ließ für mein Empfinden nach und einige Entwicklungen konnte ich bereits früh erahnen, wodurch das Finale für mich ein Stück weit an Spannung eingebüßt hat. Wirklich enttäuscht war ich deshalb aber nicht – dafür haben mich die Figuren zu sehr überzeugt. Gerade Jude und die vielschichtigen Charaktere am Elfenhof sind so interessant angelegt, dass ich unbedingt erfahren möchte, wie sich ihre Geschichten in den Folgebänden weiterentwickeln.
Fazit:
Elfenkrone erzählt weniger eine Geschichte über Elfen als vielmehr über Ehrgeiz, Macht und den Wunsch, seinen Platz in einer Welt zu finden, die einen niemals vollständig akzeptieren wird. Gerade Judes Entwicklung und die politischen Intrigen machen den Reiz des Romans aus.
Der nüchterne Schreibstil und ein für mich etwas vorhersehbares Ende verhinderten zwar, dass mich die Geschichte restlos begeistern konnte, dennoch hat Holly Black Figuren erschaffen, die neugierig auf mehr machen. Genau deshalb werde ich die Trilogie auf jeden Fall weiterlesen.
Wer Fantasy mit politischen Intrigen, moralisch ambivalenten Figuren und einer Heldin sucht, die nicht immer den einfachen Weg wählt, sollte Elfenkrone definitiv eine Chance geben.
Trilogie:
Band 1 - Elfenkrone
Band 2 - Elfenkönig
Band 3 - Elfenthron
- Christopher Paolini
Eragon - Das Erbe der Macht
(1.622)Aktuelle Rezension von: LiJenMit diesem Teil ist Christopfer ein episches Finale gelungen.
Die entscheidende Schlacht. Wer wird siegen
Wer wird fallen?
Werden Familienbande bestehen.
Werden Freunde zusammen bleiben oder sich trennen?
Was passiert nach der Schlacht?
Viele fragen die beantwortet werden.
Wieder sehr schön und visuell geschrieben.
Sehr zu empfehlen
- Carissa Broadbent
The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
(643)Aktuelle Rezension von: NadjaIch glaube, bei diesem Buch war ich ziemlich schnell verloren. 😂🖤
Vampire, eine menschliche Protagonistin, ein tödliches Turnier und dann auch noch ein Vampir, dem Oraya eigentlich auf gar keinen Fall vertrauen sollte?
Ja. Genau mein Ding.
Oraya ist als Mensch in einer Welt voller Vampire aufgewachsen und hat gelernt, sich zu behaupten. Als sie am Kejari teilnimmt, einem brutalen Turnier der Todesgöttin Nyaxia, weiss sie genau, worauf sie sich einlässt: Hier kann jeder Kampf der letzte sein.
Und dann ist da Raihn. 👀
Ausgerechnet ihr grösster Konkurrent wird zu ihrem Verbündeten. Und natürlich macht das alles überhaupt nicht einfacher. 😂
Ich mochte Oraya richtig gerne. Sie ist stark, aber nicht unverwundbar. Sie weiss genau, dass sie den Vampiren körperlich unterlegen ist und gerade deshalb hat sie gelernt, clever zu sein und ihre Schwächen nicht zu zeigen. Ihre bissige Art und ihr Dickkopf haben sie für mich sofort sympathisch gemacht.
Und Raihn…
Tja. Was soll ich sagen? 😂❤️🔥
Ich mochte die beiden zusammen einfach. Dieses gegenseitige Misstrauen, die Sticheleien und gleichzeitig dieses langsame Gefühl von: Verdammt, vielleicht kann ich ihm doch vertrauen.
Die Kejari selbst fand ich richtig spannend. Die Prüfungen sind brutal und ich wusste nie genau, wer die nächste Runde überhaupt überleben wird. Gerade diese Mischung aus Überleben, Strategie und der Frage, wem man trauen kann, hat mich immer weiterlesen lassen. 👀
Auch die Welt mit den verschiedenen Vampirhäusern und Nyaxia fand ich richtig interessant. Ich hätte mir beim Worldbuilding stellenweise sogar noch etwas mehr Tiefe gewünscht, weil da so viele spannende Dinge angedeutet werden.
Was mir besonders gefallen hat, war aber, dass die Geschichte nicht nur aus Romance besteht. Orayas Verhältnis zu Vincent, ihre Vergangenheit und ihre Suche nach ihrer eigenen Identität spielen eine grosse Rolle. Und gerade bei Vincent wusste ich irgendwann wirklich nicht mehr, was ich von ihm halten soll. 😅
Ein paar Dinge waren für mich vorhersehbar und manches hätte etwas ausführlicher sein dürfen. Trotzdem hat mich das Buch so schnell gepackt, dass ich darüber hinwegsehen konnte.
Und das Ende…
Ich war nicht bereit. 🥹
Für mich ist The Serpent & the Wings of Night eine Geschichte über
🩸 Vampire und tödliche Prüfungen
🖤 Vertrauen und Verrat
❤️🔥 eine ziemlich gefährliche Anziehung
⚔️ Überleben und Stärke
👀 Geheimnisse und Macht
🥹 Familie und die Suche nach der eigenen Identität
Mein Fazit:
The Serpent & the Wings of Night hat mich richtig gut unterhalten und ich verstehe inzwischen absolut, warum diese Reihe so gefeiert wird. Oraya und Raihn haben mir besonders gefallen, die Kejari war spannend und diese Mischung aus düsterer Fantasy, Vampiren und Romance hat bei mir einfach funktioniert. Ein bisschen mehr Tiefe beim Worldbuilding hätte ich mir gewünscht, aber ansonsten war ich ziemlich schnell süchtig nach dieser Geschichte. 😅🖤🩸
⭐️⭐️⭐️⭐️✨
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Herrscherin über Asche und Zorn
(728)Aktuelle Rezension von: Sophie0406𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️+
-
Ihre Zweite, ihre Cousine, ihre Freundin lächelte, die Augen leuchtend wie Sterne. »Lebe, Manon.«
Manon sah sie verblüfft an. Asterins Lächeln wurde breiter, sie küsste Manon auf die Stirn und flüsterte noch einmal: »Lebe.«
Manon sah den Schlag nicht kommen.
Den Schlag in den Magen, so hart und gezielt, dass er ihr den Atem raubte und sie auf die Knie warf. Sie schnappte angestrengt nach Luft, versuchte aufzustehen, als Asterin Narene erreichte, auf die blaue Stute stieg und die Zügel aufnahm.
»Bring unser Volk nach Hause, Manon.«
-
Für manche sind Bücher nur ein paar Wörter auf weißem Papier, für mich ist es meine ganze Welt. Und „Throne of Glass“ hat sich nach sieben brutal emotionalen Bänden mit insgesamt 5.740 Seiten zu meinem absoluten Lebenshighlight geschlichen. Besonders dieser letzte Teil wird auf ewig in meinen Gedanken bleiben, es hat sich angefühlt, als würde ich nach Hause kommen. Jedes Buch, das ich jetzt danach lesen werde, wird es verdammt schwer haben, denn es gibt nun ein vor „Throne of Glass“ und ein nach „Throne of Glass“. „Herrscherin über Asche und Zorn“ war schonungslos auf seiner schönsten, aber auch auf die schrecklichste Art und Weise, wie ein Buch nur sein kann. Diese Seiten waren gefüllt mit Schmerz, Hoffnung, Liebe, Freundschaft, Zerstörung, Wahrheit, Akzeptanz und so so vieles mehr. Dieses Buch hat mich nach Hause gebracht. Also stellt euch euren persönlichen Tränencounter - ihr werdet ihn brauchen. Jeden einzelnen der Protagonisten, ob es Aelin und Rowan, Aedion und Lysandra, Manon und Dorian, Chaol und Yrene und so viele anderen mehr, gehört, mein ganzes Herz und meine ganze Seele. Ich habe geweint, ich habe gelacht, ich habe geliebt, ich habe gehasst - mit diesem Buch und mit den Büchern davor - mit der ganzen Reihe. Danke Sarah J. Maas für diese epische Reihe und für dieses Lebenswerk. Es wird auf ewig einen Platz in meinem Herzen haben.
- Laura Kneidl
Die Krone der Dunkelheit
(605)Aktuelle Rezension von: AnnieHallMagie ist im Königreich Thobria streng verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Seit ihr Zwillingsbruder vor Jahren entführt wurde, setzt sie alles daran, ihn zu finden. Schließlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin macht sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken...
Die Krone der Dunkelheit entführt die Leserinnen und Leser in eine vielschichtige Welt, in der sich zwei sehr unterschiedliche Länder gegenüberstehen: das menschliche Königreich Thobria mit seinem strikten Magieverbot und das sagenumwobene Land Melidrian, das von gefährlichen magischen Wesen bewohnt ist. Politische Spannungen, alte Feindschaften und eine immer stärker werdende dunkle Bedrohung sorgen von Beginn an für eine düstere und bedrohliche Atmosphäre. Allerdings wirkt der Einstieg stellenweise etwas überladen, da viele neue Begriffe, Orte und Zusammenhänge in kurzer Zeit eingeführt werden.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei starke Protagonistinnen: Prinzessin Freya und die junge Kämpferin Ceylan. Freya ist entschlossen, mutig und bereit, sich gegen die Regeln ihres eigenen Reiches zu stellen, um ihren Bruder zu retten. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist interessant zu verfolgen, da sie zunehmend lernen muss, Verantwortung zu übernehmen und schwierige Entscheidungen zu treffen. Ceylan hingegen wird von Rache angetrieben: Nachdem ihr Dorf von den grausamen Elva zerstört wurde, will sie den Wächtern beitreten. Ihre impulsive und rebellische Art macht sie zu einer spannenden Figur, die jedoch auch immer wieder aneckt und in Schwierigkeiten gerät.
Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Figuren. Besonders gelungen ist dabei, dass beide Protagonistinnen sehr unterschiedliche Motivationen und Charakterzüge haben, was der Handlung zusätzliche Dynamik verleiht. Nebenfiguren wie der geheimnisvolle Wächter Larkin sorgen ebenfalls für interessante Momente und tragen dazu bei, dass sich die Welt lebendig und vielschichtig anfühlt.
Das Erzähltempo ist insgesamt eher ruhig, da viel Zeit in den Aufbau der Welt und der Figuren investiert wird. Dadurch entsteht zwar eine dichte Atmosphäre, an manchen Stellen hätte die Handlung jedoch etwas straffer sein können.
Insgesamt ist Die Krone der Dunkelheit ein spannender Auftakt einer Fantasy-Reihe, der vor allem durch seine starken weiblichen Hauptfiguren und die detaillierte Weltgestaltung besticht. Trotz kleinerer Längen bietet das Buch eine spannende Mischung aus Abenteuer, Magie und politischen Intrigen und macht definitiv Lust darauf, die Reihe weiterzulesen.
- Terry Goodkind
Das erste Gesetz der Magie - Das Schwert der Wahrheit
(376)Aktuelle Rezension von: SchiebeliniIch war vermutlich um die 15, als ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe. Über die Folgejahre habe ich jedes Buch dieser Reihe und Welt gelesen. Jetzt, da ich 30 werde, wollte ich einen erneuten Blick in die Bücher wagen um zu sehen, ob sie mir noch immer so gefallen, wie vor so vielen Jahren.
Und auch wenn ich inzwischen einige Punkte vielleicht kritischer sehe als damals, kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich die Magie immer noch spüre.
Richard bei seinem Weg vom einfachen Waldführer hin zum Sucher und zum Helden einer ganzen Welt zuzuschauen hat mir einfach sehr gefallen. Die erste Hälfte des Buches war dabei erstaunlich langwierig. Er und Kahlan brauchen mehr Zeit als ich in Erinnerung habe, die Midlands zu erreichen. Es passiert leider recht wenig in dieser ersten Hälfte, zumindest im Vergleich zur zweiten Hälfte, die (mit eine Ausnahme) von einem Plotpunkt zum nächsten springt und ein gutes Tempo vorlegt.
Dementsprechend mehr hat mir die zweite Hälfte gefallen. Hier kommt auch eine regelmäßigere zweite Sicht vor, die erst einmal gar nichts mit den Hauptcharakteren zu tun hat. Diese Ausflüge haben die Situation dann auch immer wieder gut aufgelockert. Das wurde davor bereits mit Episoden aus der Sicht des Bösewichts versucht, die aber mehr creepy waren, als alles andere. Ebenso creepy und verstörend, wie der Teil in dem Richard einer grausamen Situation für über 100 Seiten nicht entkommen kann. Diese Episode ist zwar auch interessant aber war mir dann unnötig ausgedehnt und brutal.
Die Charaktere funktionieren wunderbar miteinander. Richard kann zwar manchmal ein ziemlicher Besserwisser sein, aber ihm liegen seine Freunde sehr am Herzen und das lässt er in seine Taten durchscheinen. Kahlan spürt man die Last ihrer Aufgabe und Stellung sehr gut an. Außerdem ist ihre Kraft eine recht spannende, die mich schon damals gehookt hatte. Ebenso wie das grundsätzliche, wenn auch recht einfach gehaltene, Magiesystem mit additiver und subtraktiver Magie. Das wird vor allem durch Zedd, den alten immer hungrigen Zauberer gezeigt und fertig ist das Dreiergespann.
Die Geschichte ist im Grunde sehr schnell erzählt, aber zwischendurch passiert so vieles, das ich tatsächlich in all der Zeit vergessen hatte. Gleichzeitig hatte ich aber auch genügend Elemente sehr genau im Kopf, die wirklich filmreif in Szene gesetzt sind. Die Geschichte krankt zwar hier und da auch ein sehr praktischen Zufällen, aber das hat mich allzu sehr gestört.
Am Ende gebe ich meinem nostalgischen Trip zurück in die Midlands 4 von 5 Sternen. Hier und da hätte man es kürzen, Zufälle entfernen und den Fokus enger ziehen können. Aber das sind kleine Dinge, die den Lesespaß nicht wirklich mildern. Ich freue mich bereits, die Folgebände zu lesen.
- Tad Williams
Der Drachenbeinthron
(522)Aktuelle Rezension von: Karina213Der Drachenbeinthron ist ein herausragender Einstieg in die klassische High Fantasy und zugleich ein Werk, das die Gattung subtil weiterentwickelt. Der Roman gehört zur „Memory, Sorrow, and Thorn“-Reihe innerhalb der größeren Osten-Ard-Saga und bildet dort den ersten, bewusst langsam aufgebauten Grundstein eines weitreichenden epischen Erzählbogens.
Was den Roman besonders auszeichnet, ist seine konsequente Orientierung an der Tradition großer Fantasy-Epen, während er gleichzeitig bereits Elemente modernerer Erzählweisen vorwegnimmt. Die Rezeption fällt entsprechend konstant positiv aus: Der Roman gilt als moderner Klassiker der High Fantasy, mit besonderer Stärke im Worldbuilding, in der atmosphärischen Dichte und in der Figurenentwicklung, auch wenn das langsame Erzähltempo häufig als Herausforderung beschrieben wird.
Im Zentrum steht Simon, dessen Entwicklung vom Küchenjungen zum Protagonisten einer größeren historischen und mythischen Konfliktlinie nicht heroisch idealisiert, sondern psychologisch nachvollziehbar gestaltet ist. Gerade hier zeigt sich die Stärke des Romans: Simon ist kein funktionaler Auserwählter, sondern eine Figur mit echter innerer Unreife, Impulsivität und Identitätsunsicherheit. Seine Entwicklung lässt sich als klassische Coming-of-Age-Struktur lesen, die stark an Prozesse der Individuation erinnert – Reifung entsteht hier nicht durch Bestimmung, sondern durch Verlust, Erfahrung und Bruch mit der kindlichen Welt.
Narrativ arbeitet das Buch mit klassischen Fantasy-Tropen – dem „lowborn hero“, der Prophezeiung, der Quest-Struktur und dem Kampf gegen eine uralte, mythische Bedrohung. Diese Elemente werden jedoch nicht bloß reproduziert, sondern in ein sehr bewusstes Spannungsfeld gesetzt: zwischen Alltagsrealismus im höfischen Leben und einer zunehmend mythischen, fast archaischen Welt darunter. Dadurch entsteht eine besondere erzählerische Dynamik, in der sich politische Intrige, persönliche Entwicklung und kosmische Bedrohung langsam ineinander verschieben.
Die Psyche von Osten Ard – Trauma, Identität und psychischer Zerfall in Der Drachenbeinthron
Was Tad Williams von vielen klassischen Fantasyautoren seiner Zeit unterscheidet, ist der ungewöhnlich starke Fokus auf die psychologische Innenwelt seiner Figuren. Unter der epischen Oberfläche von Prophezeiungen, Kriegen und alten Mächten erzählt Der Drachenbeinthron vor allem von Verlust, Unsicherheit, Macht, Trauma und Identität.
Viele Figuren handeln nicht wie archetypische Fantasyhelden, sondern wie emotional belastete Menschen, die versuchen, mit Überforderung, Angst und Einsamkeit umzugehen. Gerade dadurch wirkt Osten Ard bis heute erstaunlich menschlich.
Simon beginnt die Geschichte nicht als klassischer Held, sondern als unsicherer, verträumter Jugendlicher, der oft orientierungslos wirkt. Er zieht sich stark in seine Gedankenwelt zurück, verliert schnell den Fokus und wirkt auf andere häufig langsam, unreif oder unzuverlässig.
Aus heutiger Perspektive lassen sich in seiner Figur durchaus Verhaltensmuster erkennen, die an inattentives ADHS erinnern könnten, wie z. B. starke Tagträumerei, Desorganisation, Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Selbstregulation, emotionale Reizoffenheit, Hyperfokus auf interessante Themen oder Personen sowie ein chronisches Gefühl, „nicht richtig zu funktionieren“. Dabei geht es weniger um eine klinische Diagnose als um eine literarisch interessante Lesart. Simon wirkt nicht wie ein kompetenter Wunschfantasie-Held, sondern wie ein psychologisch realistischer Jugendlicher mit geringem Selbstwertgefühl und starker innerer Unsicherheit. Seine Entwicklung besteht deshalb weniger aus klassischem Machtzuwachs als aus langsamer Identitätsbildung.
König Elias gehört zu den komplexesten Figuren des Romans. Er erscheint nicht einfach böse, sondern zunehmend psychisch destabilisiert. Sein Verhalten erinnert stellenweise an depressive Symptomatik, paranoides Denken, narzisstische Kränkung, emotionale Isolation und destruktive Verlustangst Besonders die Beziehung zu seinem Bruder Josua ist zentral. Hinter vielen politischen Entscheidungen stehen ungelöste familiäre Konflikte, Konkurrenz und das Gefühl, weniger geliebt oder weniger geeignet zu sein. Dadurch entsteht der Eindruck eines Herrschers, der innerlich zerfällt und dessen persönliche Krisen eine ganze Welt destabilisieren.
Pryrates verkörpert emotionale Kälte und Machtmissbrauch in fast reiner Form. Er zeigt fehlende Empathie, manipulative Kontrolle, instrumentelles Denken, sadistische Tendenzen sowie emotionale Entmenschlichung anderer Menschen. Anders als viele moderne Fantasy-Antagonisten wird er dabei nicht romantisiert oder glamourisiert. Er wirkt nicht faszinierend dunkel, sondern genuinely verstörend.
Binabik bildet den psychologischen Gegenpol zu vielen anderen Figuren. Während große Teile der Welt emotional zerfallen, wirkt er stabil, reflektiert und integriert. Er zeichnet sich aus durch hohe Selbstregulation, Geduld, sichere Bindungsfähigkeit, emotionale Reife und moralische Klarheit ohne Fanatismus. Dadurch erscheint er fast „weise“, obwohl seine Stärke eigentlich in psychischer Stabilität liegt.
Nahezu alle wichtigen Figuren erleben Verlust von Heimat, Sicherheit, Tod nahestehender Menschen, politische und soziale Instabilität und Identitätskrisen. Osten Ard wirkt deshalb wie eine Welt im kollektiven psychischen Ausnahmezustand. Der Roman erzählt weniger von Gut gegen Böse als davon, wie Menschen auf den Zusammenbruch stabiler Ordnung reagieren.
Die Figuren entwickeln unterschiedliche Bewältigungsstrategien wie Rückzug, Gewalt, Fanatismus, Verdrängung, Loyalitätssuche und Kontrollbedürfnis. Gerade diese psychologische Glaubwürdigkeit macht die Geschichte bis heute bemerkenswert modern. Trauer, Machtverlust und kollektive Unsicherheit durchziehen die Handlung ebenso wie individuelle Angst vor dem Unbekannten. Besonders stark ist die Darstellung von Erinnerung als identitätsstiftendem und zugleich belastendem Prinzip – Geschichte ist hier nie neutral, sondern prägt Wahrnehmung, Macht und Selbstbild.
Aus feministischer Perspektive ist das Werk ambivalent zu lesen. Es bleibt klar in einem klassischen, männlich dominierten Fantasy-Modell verankert, in dem Machtstrukturen und Hauptperspektiven überwiegend männlich codiert sind. Die weiblichen Figuren des Romans sind teilweise noch stark von klassischen Fantasy- und Geschlechterrollen der 1980er geprägt. Viele übernehmen emotionale oder moralische Stabilisierungsfunktionen. Gleichzeitig zeigen Figuren wie Miriamele bereits eine deutliche Bewegung innerhalb dieser Strukturen: Sie widersetzt sich Kontrolle, entwickelt eigene Handlungsmacht und bricht zumindest teilweise mit traditionellen Rollenmustern. Der Roman ist damit kein explizit feministischer Text, aber auch kein eindimensional konservatives Werk – vielmehr ein Übergangstext innerhalb der Fantasy-Entwicklung.
Von Der Herr der Ringe übernimmt das Werk vor allem die Grundstruktur der epischen Quest-Fantasy: eine kleine, zunächst unbedeutende Figur wird in einen größeren Konflikt hineingezogen, der weit über ihre persönliche Welt hinausgeht. Ähnlich wie bei Frodo steht auch bei Simon das Motiv der unfreiwilligen Berufung im Zentrum. Zudem finden sich klare Parallelen in der Anlage der Welt als „Secondary World“ mit tiefen historischen Schichten, alten Völkern und einer mythisch aufgeladenen Vergangenheit. Figuren wie Binabik erinnern in ihrer Mentor-Funktion und moralischen Klarheit stark an archetypische Tolkien-Figuren wie Gandalf, auch wenn sie weniger überhöht und stärker erdverbunden wirken.
Gleichzeitig weist der Roman deutliche Vorläufer dessen auf, was später in Game of Thrones populär wurde. Besonders die politische Struktur von Osten Ard mit seinen Machtkämpfen am Hof, Intrigen, religiösem Einfluss und fragiler Thronfolge erinnert an die komplexen Herrschaftsverhältnisse von Westeros. Figuren wie Prinz Josua oder Elias tragen bereits Züge moralischer Ambivalenz und politischer Verstrickung, die man später auch bei Charakteren wie Stannis Baratheon oder Robb Stark wiederfindet. Auch die Grundidee eines „zurückkehrenden uralten Königs“ bzw. einer mythischen Bedrohung unter der Oberfläche der politischen Ordnung hat strukturelle Parallelen zu den White Walkern und der Wiederkehr vergessener Geschichte in George R. R. Martins Welt.
In gewisser Weise steht Der Drachenbeinthron damit genau zwischen diesen beiden Polen: Es bewahrt die mythische Klarheit und archetypische Struktur von Der Herr der Ringe, während es gleichzeitig bereits die moralische Grauzone, politische Komplexität und Figurenambivalenz vorwegnimmt, die Game of Thrones später ins Zentrum der modernen Fantasy rücken sollte.
Fazit: Insgesamt ist Der Drachenbeinthron ein außergewöhnlich stark konstruierter, atmosphärisch dichter und thematisch vielschichtiger Roman, der bewusst langsam erzählt wird, um eine komplexe Welt und tiefgreifende Figurenentwicklung aufzubauen. Seine Stärke liegt in der Verbindung klassischer epischer Fantasy mit einer psychologisch ernsthaften Charakterzeichnung und einem spürbaren Interesse an Erinnerung, Macht und Identität. Ein Werk, das nicht durch schnelle Effekte überzeugt, sondern durch Tiefe, Konsequenz und langfristige erzählerische Wirkung – und genau deshalb seinen Status als moderner Klassiker verdient. Für mich persönlich war dieses Buch weit mehr als nur ein großartiger Fantasyroman – es war eine Welt, in der ich mich vollkommen verlieren konnte. Ein außergewöhnliches Werk, das mich nachhaltig beeindruckt hat und für mich völlig verdient zu den besten Fantasybüchern überhaupt zählt.
- Anthony Ryan
Rabenschatten - Das Lied des Blutes
(375)Aktuelle Rezension von: P_GandalfDas Setting, dass der Autor gewählt ist ungewöhnlich. Der Roman beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem Vaelin al Sorna - der Held dieser Geschichte - gefangen ist und über das Meer zu einem Zweikampf gebracht werden soll, an dem nur sein Tod stehen kann. Begleitet wird von einem Geschichtsschreiber der Kaiserreichs, der bereits ein Werk über den Krieg der Königslande gegen das Kaiserreich erstellt hat. Einem Krieg, in dem Vaelin die Hoffnung des (Kaiser-)Reichs tötete....
Auf der Überfahrt beginnt Vaelin seine Geschichte zu erzählen und beginnt, wie er als Kind an den Mauern der Ordensburg des sechsten Ordens - einem Kriegerordern - abgegeben wird. Er erzählt von seinem Leben und seiner Ausbildung im Orden, von Freundschaft, Ehre und Pflicht und davon, wie die Kindheit, die Jugend in das Erwachsen sein übergeht und das Leben nicht einfacher, sondern komplizierter wird. Er berichtet, wie sich in den Intrigen seines Königs verfängt und endet schließlich ... aber das könnte ein Spoiler werden.
Meinung:
Eine gute Übersetzung. Der Stil ist flüssig, die Sprache bildhaft und die Welt wird dadurch lebendig und farbig. Die Charaktere sind vielschichtig und durchlaufen Entwicklungen. Der Leser erfährt viel von Vaelins Innensicht, von seinen Träumen und Ängsten, von den Konflikten, die in ihm toben.
Auch wenn das Buch an manchen Stellen düster, brutal und blutig ist, sind die Kampfszenen und Schlachten wohltuend gering dosiert. Wer Schlachtengetümmel wie in der Uthred Saga, ist hier falsch. Magie taucht am Rande auf und wird (leider) nie wirklich erklärt.
Das Buch ist kein Pageturner, denn man schnell liest und vergisst. Es verlangt seine Zeit, obwohl der Spannungsborgen nie abbricht. Aber so ist das mit Fantasy Romanen, die mehr wollen, als nur eine abenteuerliche Geschichte erzählen.
Kommen wir zu Kritik.
Viele Ideen wirken nicht neu, sondern wie frisch aufpoliert. Ein Junge, der im Kriegerorden erzogen wird und Freunde findet. Immer wird eine nicht näher bezeichnete Rolle angesprochen, die er für das Königreich spielen wird (wieder ein goldenes Kind, das seine Bestimmung nicht kennt?). Das Lied des Blutes wird nicht wirklich erklärt, möglicherweise eine Form von Magie oder etwas ganz anderes. Ebenso taucht es nach mehr als der Hälfte des Buches unvermittelt auf, um dann nicht mehr zu verschwinden. Natürlich gibt es vorher Andeutungen, die aber nicht so wirken, als seien sie organisch im Text verankert - aber das ist meine Meinung.Das Ende... ich fand es nicht gelungen. Aber auch darüber kann man streiten. Mehr werde ich nicht sagen, um nichts vorweg zu nehmen.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht - trotz aller Kritik. Ich würde das Buch jedem ans Herz legen, der mehr sucht als den nächsten Tolkien Abklatsch oder ein nicht endwollendes Schlachtenepos.
Am ehesten würde ich den Roman mit Joe Abercrombie vergleichen. Nicht so düster, mit weniger Humor. Aber von der Anlage her ähnlich. - Mona Kasten
Fallen Princess
(496)Aktuelle Rezension von: Chiara_Maria_BeermannDieses Buch ist nichts gür diejenigen die ein Buch für zwischendurch wollen, denn es bringt einen dazu süchtig zu machen. Es war verdammt schwer das Buch zur Seite zu legen und schlafen zu gehen. Der Schreibstil war mehr als flüssig und man merkt anhand des Schreibstils dass die Autorin jünger ist, was nichts schlechtes ist! Ich finde es sogar ziemlich gut da ich mich dadurch besser mit den Charakteren und der Story identifizieren konnte. Es gibt auf jeden Fall einiges zu lernen in der Akademie und deshalb ist es ratsam das Buch keine längere Zeit rum liegen zu lassen. Bei mir war es der Fall, 2 Jahre konnte ich nicht weiter lesen und habe daher schwierigkeiten gehabt in die Welt der Magie einzutauchen aber in der Geschichte war ich sofort wieder drin! Den 2. Band habe ich direkt bestellt um weiter lesen zu können denn das Ende war mehr als spannend, ich habe sogar eine Träne verdrückt. Das Ende war Emotional und ich habe es wirklich nicht kommen sehen. Manchmal sind die Leute nicht die, für die man sie hält.
- Jennifer Estep
Das eisige Feuer der Magie
(1.001)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltBlack Blade stand wirklich lange auf meinem SUB und ich bin sehr froh, dass ich es nun endlich gelesen habe. 🧡
Gleich auf den ersten Seiten wird die Welt schon ganz nebenbei gut erklärt.
Ich mag es sehr, wenn Informationen so natürlich in die Geschichte eingebaut werden, dass man alles versteht, ohne von Erklärungen erschlagen zu werden.
Genau das ist hier wunderbar gelungen und hat mir den Einstieg enorm erleichtert.
Die Geschichte spielt in West Virginia, genauer gesagt in Cloudburst Falls, einer magischen Stadt, die Touristen wegen ihrer besonderen Wesen und Monster anzieht.
Magiebegabte, gefährliche Kreaturen und kleine Pixies, von denen ich übrigens unbedingt eine brauche 😅, sorgen für eine richtig spannende Atmosphäre.
Zusätzlich gibt es mafiaartige Familienstrukturen und bei einigen eine klare Trennung zwischen Magiebegabten und normalen Menschen, die teilweise als weniger wert angesehen werden.
Diese Mischung macht die Welt düster, faszinierend und sehr lebendig.
Lila ist 17 Jahre alt, eine magiebegabte Diebin mit besonderen Talenten.
Sie leidet sehr unter dem Verlust ihrer Mutter.
Anfangs war sie mir tatsächlich erst auf den zweiten Blick sympathisch.
Ich mag ihre große Klappe und direkte Art, aber manchmal wirkt sie auch etwas unfair.
Je besser man sie kennenlernt, desto verständlicher werden jedoch ihre Ängste und ihr Verhalten.
Sie ist eine Einzelgängerin, weil sie große Angst davor hat, erneut jemanden zu verlieren, sobald sie ihr Herz öffnet.
Eine unerwartete Begegnung stellt ihr Leben schließlich komplett auf den Kopf.
Devon mochte ich richtig gern.
Die Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet, ist schwer und belastend, und genau das konnte ich beim Lesen deutlich spüren.
Felix mit seinem Plappermaul hat die Geschichte an vielen Stellen wunderbar aufgelockert und mir so manches Schmunzeln entlockt.
Besonders emotional waren für mich die Rückblicke in Lilas Vergangenheit.
Diese Szenen gingen mir sehr nahe und haben die Figuren noch greifbarer gemacht.
Was ich etwas Merkwürdig fand, war die Bezeichnung „Herrenhaus“ für das eigene Zuhause.
Irgendwie wirkte das auf mich etwas seltsam, auch wenn es faktisch natürlich stimmt.
Insgesamt ist es für mich ein spannender, atmosphärischer Auftakt mit einer faszinierenden Welt, interessanten Figuren und einer gelungenen Mischung aus Magie, Action und Emotionen.
Ein richtig guter Start in die Reihe und definitiv eine klare Leseempfehlung. 🧡📖 - Sara Wolf
Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
(534)Aktuelle Rezension von: WauwuschelDas Buch erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in einer Welt voller Intrigen, Machtspiele und verbotener Gefühle behaupten muss. Als geschickte Diebin schlägt sie sich durchs Leben, doch ein Auftrag bringt sie näher an den königlichen Hof, als ihr lieb ist – und plötzlich steht nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz auf dem Spiel.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, weil mich dieses Buch emotional wirklich komplett abgeholt hat. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und habe jede Entscheidung, jeden Zweifel und jede Angst der Protagonistin intensiv mitgefühlt. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern wirkt unglaublich menschlich – mit Ecken, Kanten und inneren Konflikten, die sie nur noch greifbarer machen. Genau das hat es für mich so besonders gemacht: Ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert, gehofft, gezweifelt und manchmal auch gelitten.
Besonders hervorheben möchte ich die emotionale Tiefe der Geschichte. Die Beziehungen – egal ob freundschaftlich, familiär oder romantisch – sind so vielschichtig und authentisch dargestellt, dass sie mich mehrfach richtig berührt haben. Es gab Momente, in denen ich das Buch kurz zur Seite legen musste, einfach weil es mich so sehr getroffen hat. Gleichzeitig schafft Sara Wolf es, Spannung und Emotion perfekt auszubalancieren, sodass die Handlung nie an Fahrt verliert.
Zera ist eine Person, die mich auf allen Ebenen überzeugt hat und die sich durch ihre Stärke und ihre Empathie auszeichnet. Ihr Herz ist gefangen und trotzdem kämpft sie für ihre Liebsten und der Cliffhanger am Ende war besonders fies. Hier hat mir auch der Fantasy-Aspekt mit der fast unsterblichen Zera und den Hexen sehr gut gefallen, denn genau dadurch hebt sich dieses Buch von vielen anderen ab und wird zu einem einzigartigen Leseerlebnis.
Auch der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist flüssig, mitreißend und schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, ohne überladen zu wirken. Die Welt wirkt lebendig, und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Ein unglaublich emotionales, spannendes und mitreißendes Buch, das mich komplett in seinen Bann gezogen hat!
- Terry Brooks
Die Shannara-Chroniken - Das Schwert der Elfen
(122)Aktuelle Rezension von: XamarorIch habe das Buch gerne gelesen zum, Inhalt wurde schon einiges geschrieben.
Ich finde der Autor hat einen einfachen und flüssigen schreib Still, auch gut gefallen hat es mir das Er ausführlich alles beschreibt und sehr Detailtreu.
Wie schon einige erwähnt haben hat es mich an einigen stellen an Herr der Ringe Erinnert.
- Christopher Paolini
Murtagh – Eine dunkle Bedrohung
(134)Aktuelle Rezension von: Juli_LalluluIch bin zutiefst traurig, dass es für mich nicht mehr gepasst hat. Die Eragon Reihe hat in meiner Jugend die Liebe zu Fantasy entfacht. Bis alle 4 Bänder draussen waren, habe ich also mindestens 4x rereadet und ich hatte es geliebt. Dementsprechend kann es ja eigentlich nicht am Schreibstil von Paolini gelegen haben. Der sollte mir ja bekannt sein.
Vielleicht liegt es daran, dass ich eben so viele tolle Erinnerungen an Eragon hatte. Ich hatte bereits vor Lesestart von Murtagh Angst, dass es nicht das gleiche sein wird. Eben dass ich enttäuscht werde. Vielleicht waren also meine Erwartungen zu hoch.
Für mich war irgendwie alles so lang gezogen. Das Buch hat knapp 800 Seiten und ich habe bei 73% abgebrochen. Das was ich gelesen habe, könnte ich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Das ist für mich schon nicht stimmig.
Teilweise werden Dinge beschrieben, die in meinen Augen einfach nur unnötig sind. Zum Beispiel wird über 3 Seiten lang über Murtaghs Bart geschrieben. Dass dieser ja jetzt länger ist und deshalb total kratzt und beisst. Aber er möchte ihn nicht wieder schneiden, weil er ja keinen schlauen Spiegel und Messer hat und mit Magie traut er sich nicht. Aber wenn der Bart lang ist, müsste man ihn ja gut pflegen und dass will er ja auch nicht. Und ich sitze vor dem Buch und denke WTF?!
Solche Passagen waren leider keine Seltengeit. Zudem kam mir die Geschichte zwischenzeitlich wie ein Game vor. Hier haben wir die Quest. Damit wir diese erfüllen können, müssen aber zuerst x-Nebenquests absolviert werden. Auf diesem Weg machen wir dann aber noch ein paar andere Nebenquests, weil ja.
Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen. Ganz lange habe ich versucht es fertig zu lesen. Aber mir hat es die Lust am Lesen genommen, weshalb ich dann schlussendlich doch abgebrochen habe. Wäre die ganze Nostalgie nicht da gewesen, hätte ich wahrscheinlich schon viel früher aufgehört. Für mich leider eine sehr enttäuschende Umsetzung von einem wunderbaren Charakter. Schade.
- Rick Riordan
Magnus Chase 1: Das Schwert des Sommers
(303)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraDas Motto für die Lesechallenge im August lautet: „Lies den ersten Teil einer Reihe“. Das hat sich sehr gut getroffen, denn ich wollte sowieso eine neue Reihe beginnen: Magnus Chase von Rick Riordan. Ich war ein großer Fan der Percy Jackson-Reihe und habe danach die Kane-Chroniken sowie die Helden des Olymp gelesen. Magnus Chase befasst sich vor allem mit der nordischen Mythologie, nachdem man in den anderen Reihen schon viel über die griechische, ägyptische und römische Mythologie gelernt hat. Vielleicht bin ich für Riordans Jugendbücher schon etwas zu alt, denn ich hatte schon bei Helden des Olymp das Gefühl, dass vergleichbare Abenteuergeschichten immer anders verpackt sind. Wegen dieser Formelhaftigkeit hatte ich die Sorge, dass mir „Magnus Chase – Das Schwert des Sommers“ aus dem Jahr 2016 gar nicht gefallen könnte.
Magnus Chase war 14 Jahre alt, als seine alleinerziehende Mutter unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Seitdem lebt er als obdachloser Jugendlicher auf den Straßen Bostons und kämpft täglich um sein Überleben. Doch an seinem 16. Geburtstag verliert er diesen Kampf gegen einen Feuerriesen namens Surt. Anstatt nun die Radieschen von unten anzuschauen, erwacht Magnus jedoch im Hotel Valhalla, wo er zum Einherjer erklärt wird, einem Krieger, der ehrenhaft mit einer Waffe in der Hand gestorben ist. In Odins Festhalle erfährt er, dass er ein Halbgott und sein Vater Frey ist, der Gott des Frühlings, Sommers, Wohlstands, Überflusses sowie der Fruchtbarkeit. Dabei ist Magnus Teil einer Prophezeiung, bei der verhindert werden muss, dass der böse Fenriswolf seine Ketten sprengt. Doch dazu muss er das Schwert des Sommers finden. Und das hat er leider bei seinem Tod im Charles River verloren.
„Klar, ich weiß.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels, der wegen seiner Kürze nicht viel mehr offenbart, als dass es hier einen Ich-Erzähler gibt. Dieser ist Magnus Chase und er spricht zu Beginn seine Leserschaft direkt an. Das wird als „Durchbrechen der vierten Wand“ bezeichnet und kommt ursprünglich aus dem naturalistischen Theater. Fans von Riordan sollten dies aber auch schon aus Percy Jackson kennen. Interessant ist auch, dass Riordan dieses Buch der Autorin Cassandra Clare widmet mit dem Kommentar: „danke, dass ich den wunderbaren Namen Magnus benutzen darf.“ Damit verweist Riordan auf den Hexenmeister Magnus Bane, der in Clares „Chroniken der Unterwelt“ sowie „Chroniken der Schattenjäger“ vorkommt, und der damals meine absolute Lieblingsfigur war! „Magnus Chase – Das Schwert des Sommers“ ist mit fast genau 550 Seiten und 72 Kapiteln plus Epilog eines der umfangreicheren Bücher Riordans. Dabei haben die Kapitel die typischen schrägen, witzigen Titel, die man schon von Percy Jackson kennt. Darunter sind bspw. Kracher wie „Guten Morgen! Gleich wirst du sterben“, „Der Mann mit dem Metall-BH“ oder „Komm auf die Dunkle Seite. Hier gibt’s Muffins“. Außerdem gibt es ein praktisches und gut sortiertes Glossar, in dem man Begriffe aus der nordischen Mythologie nachschlagen kann.
Protagonist ist hier der 16-jährige Magnus Chase. Er ist groß und schlank, hat blondes Haar und graue Augen. Anfangs ist er etwas verwahrlost, da er zwei Jahre als Obdachloser leben musste, weshalb seine Haare auch etwas länger sind. Magnus ist vor allem mutig, loyal und hilfsbereit. Außerdem besitzt er einen sarkastischen Humor und reißt auch in brenzligen Situationen gerne mal Witze. Mich hat er sehr an Percy Jackson erinnert: typische Heldenfiguren mit einem Hang zur Ironie. Wenn man das sehr kritisch betrachten möchte, sind die beiden sich vielleicht sogar etwas zu ähnlich. Der wichtigste Unterschied ist jedoch, dass Percy insgesamt etwas kämpferischer und temperamentvoller. Magnus hingegen wirkt nachdenklicher und ruhiger. Außerdem betrachtet er sich nicht als geborenen Kämpfer, während Percy darin deutlich begabter ist. Dafür hat Magnus Fähigkeiten, von denen Percy wohl nur träumen könnte. Magnus hat Heilkräfte und kann damit seine und die Wunden Verbündeter schließen. Zudem ist er als Sohn des Frey widerstandsfähig gegen extreme Hitze und Kälte sowie allgemein deutlich robuster als normale Menschen. Ich persönlich finde, das Magnus jetzt schon einer meiner Lieblingshelden Riordans ist.
Der Schreibstil ist leicht verständlich, direkt und lebendig. Typisch für Riordan nutzt er eine jugendliche, lockere und witzige Sprache, die einen starken Kontrast zur alten nordischen Mythologie bietet, sodass manche Dialoge einfach nur witzig sind. Das Tempo ist wie immer zügig und die Handlungsorte so abwechslungsreich, dass einem fast schon schwindelig wird. Es gibt zahlreiche Actionszenen, in denen sich Magnus mit Riesen und anderen Sagengestalten prügelt. Dabei entsteht die Spannung nicht nur durch die Kampfszenen, sondern auch durch die Rätsel, mit denen er konfrontiert wird. Die Atmosphäre ist eine Mischung aus geheimnisvoll, abenteuerlich und humorvoll, so wie man es schon von Percy Jackson gewohnt ist. Selbstverständlich gibt es dabei zahlreiche Verweise auf Percy Jackson, wie bspw. dass Magnus der Cousin von Annabeth Chase ist oder dass Magnus die Farbe Blau nicht besonders mag (was Percys absolute Lieblingsfarbe ist). Kurzum, stilistisch nichts Neues, aber es funktioniert. Wer Rick Riordan bestellt, bekommt Rick Riordan!
Während der Lektüre habe ich überwiegend das Hörbuch, gelesen von Nicolas Artajo genutzt. Es wird sehr kurzweilig gelesen, allerdings ist es auch gekürzt, sodass das ohnehin schon schnelle Tempo noch rasanter wirkt, was auf Dauer anstrengend werden kann. Leider fallen dadurch auch manche guten Gags weg, z.B. dass Magnus darüber scherzt, wie lächerlich die Idee eines Kugelschreiber-Schwerts sei, was natürlich eine Anspielung auf Percy Jackson ist. Dennoch kann ich das Hörbuch empfehlen und es hat mir definitiv geholfen, dieses Buch förmlich zu inhalieren und pro Tag mal eben 100 Seiten zu schaffen.
Das Finale wird zügig abgehandelt, aber am Ende musste ich dann doch noch mal ein Tränchen verdrücken. Es gibt keinen unnötigen Cliffhanger, aber natürlich wird angedeutet, dass das Abenteuer für Magnus gerade erst begonnen hat. Zum Abschluss möchte ich noch kurz die Frage beantworten, ob man Magnus Chase unabhängig von den anderen Reihen Riordans lesen kann: Ja, größtenteils lässt sich Magnus Chase unabhängig von den anderen Reihen lesen, da hier die nordische Mythologie im Fokus steht und nur zwischendurch angedeutet wird, dass es noch andere Götter gibt. Allerdings versteht man dann nicht die Verweise auf Percy Jackson. Wenn Annabeth Chase zu Magnus sagt, dass sie einen Ort kennt, an dem er in Sicherheit ist, verstehen eben nur diejenigen, die Percy Jackson gelesen haben, dass damit Camp Halfblood gemeint ist. Ein Kapitel heißt sogar „Hearthstone kippt noch dramatischer um als Jason Grace (auch wenn ich keine Ahnung habe, wer das sein soll)“. Fans von Riordan wissen aber, dass Jason einer der Protagonisten von Helden des Olymp ist. Deswegen empfehle ich, bestenfalls zuerst Percy Jackson und danach Helden des Olymp zu lesen, bevor man zu Magnus Chase greift. Die Kane-Chroniken sind hier aber wirklich optional.
„Magnus Chase – Das Schwert des Sommers“ ist für mich ein weiterer gelungener Auftakt aus Rick Riordans Feder. Sowohl in Bezug auf Magnus‘ Persönlichkeit als auch auf den Plot sind klare Parallelen zu Percy Jackson erkennbar, aber trotzdem (oder gerade deswegen) ist dieses Urban Fantasy-Jugendbuch ein spaßiges Abenteuer. Magnus ist ein cooler Protagonist, der Humor funktioniert gut und auch die nordische Mythologie finde ich sehr spannend. Trotzdem fehlt der Geschichte leider ein Stück Eigenständigkeit und man spürt, dass diese Reihe auch vom Erfolg Percy Jacksons lebt. Deswegen ist das Buch aus dem Jahr 2016 sehr gut, aber leider kein Highlight. Daher bekommt es vier von fünf Federn von mir. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band „Der Hammer des Thor“, und werde wahrscheinlich heute Abend schon damit anfangen.
- C.C. Hunter
Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht
(1.081)Aktuelle Rezension von: SabrysbluntbooksBand 5 der Shadow Falls Camp und das Finale der Reihe.
Das Buch geht in gleichem Stil weiter, es gibt weiterhin viel Gefühlschaos zwischen zwei Jungs, wobei sie langsam mehr Klarheit gewinnt, dazu kommt dass sie mehr über sich erfahren hat und versucht ihre neuen Gaben besser zu kontrollieren. Es gab ein wenig von allem und war sehr unterhaltsam und spannend gestaltet. Zum Schluss kam dann noch etwas Action und ein gutes Happy End.
Für mich eine Tolle Jugendbuch Reihe die zwar im Internat oder einer Art Internat spielt, jedoch nicht klassisch für diese Geschichten steht, denn obwohl man einige Dramen um ihr Liebesleben hat, hat die Autorin auf nervige zickige Nebencharaktere verzichtet was für mich die Reihe umso besser gemacht hat. Der Fantasy Anteil war auch gut, nicht zu schwer und doch vorhanden und doch was neues indem sie eine spezielle Spezies erschaffen hat. Der fliessende Schreibstil hat mich einfach weiterlesen lassen, sodass ich die 5 Bände durchgesuchtet habe :) Ich kann es aber nur empfehlen diese durchzulesen, denn die Geschichte geht jeweils weiter ohne grosse Wiederholungen
Für alle die gerne Jugendbücher im Urban-Fantasy-Stil mögen
- Jennifer Estep
Die helle Flamme der Magie
(513)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltAuch das Finale lag wie seine Vorgänger ewig auf meinem SUB und ich bin froh, diese Reihe endlich gelesen zu haben.
Der Schreibstil ist wieder super locker und flockig zu lesen.
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte durchgehend einen richtig guten Lesefluss.
Die Welt rund um Cloudburst Falls begeistert mich einfach total.
Diese Mischung aus Magie, mafiaartigen Strukturen und fantastischen Wesen ist einfach unglaublich cool.
Besonders das Loch Ness Monster hat es mir hier total angetan. 😍
Die Geschichte ist spannend und stellenweise auch sehr intensiv und emotional.
Hier und da hat sich die Handlung für mein Empfinden ein klein wenig gezogen, aber insgesamt blieb sie fesselnd.
Lila mochte ich auch hier wieder sehr.
Ihre Entwicklung über die gesamte Reihe hinweg fand ich richtig stark und man merkt deutlich, wie sie gewachsen ist.
Devon mochte ich eh von Anfang an.
Ich liebe ihre Dynamik und wie gut sie zusammen harmonieren.
Auch die Nebenfiguren konnten mich wieder überzeugen.
Felix sorgt mit seiner Art immer wieder für kleine Schmunzler und lockert die Geschichte schön auf.
Deahs Entwicklung hat mir ebenfalls richtig gut gefallen.
Claudia und Selest fand ich sehr faszinierend und spannend dargestellt.
Das Ende empfand ich als sehr schön und passend zur Geschichte.
Es war rund, emotional und ein wirklich schöner und zufriedenstellender Abschluss für die Reihe. 🧡🗡️🏰 - Raven Kennedy
The Darkest Gold – Die Gefangene
(538)Aktuelle Rezension von: ZeilenxgefluesterDiese Rezension fällt mir wirklich schwer, da ich die Bewertung gar nicht so leicht einordnen kann. Als ich angefangen habe zu lesen, dachte ich ehrlich: Oh Gott, das ist absolut nichts für mich, das kann ich nicht zu Ende lesen. Die Männer in diesem Buch handeln unfassbar frauenverachtend und die Frauen, die dem König dienen müssen, werden herabwürdigend als „Sättel“ bezeichnet.
Da ich aber durch andere Rezensionen wusste, dass die Reihe erst im weiteren Verlauf so richtig stark wird, habe ich mich selbst an der Nase gepackt und durchgehalten.
Die Protagonistin macht in diesem Band unglaublich viel durch – beim Lesen war ich stellenweise gefühlt selbst davon traumatisiert.
Was das Buch dennoch getragen hat, war der wahnsinnig gute Schreibstil der Autorin. Obwohl der Umgang mit den Frauen extrem makaber ist, entstand ein regelrechter Sog, dem man sich kaum entziehen konnte. Der langsame, durchdachte Aufbau der Welt ist wirklich grandios und man kann bereits erahnen, welche magischen Wesen in den Folgebänden noch auftauchen werden.
Ich bin trotz des harten Einstiegs sehr gespannt und freue mich auf die Fortsetzung!
- Marie Graßhoff
Cyber Trips
(250)Aktuelle Rezension von: Nick_ShadowheartCyber Trips
Auch im 2ten Band geht es spannend weiter. Die Charaktere wachsen einen immer mehr ans Herz und es gibt jetzt eindeutig auch romantische Verwicklungen. Es gibt auch eine kleine Szene zwischen 2 Charakteren, aber sie überschattet nicht die Handlung und ist auch eher fade to black. Aber auch so will man einfach wissen wie es für alle Beteiligten weiter geht. Wir lüften auch ein paar Geheimnisse was die Vergangenheit von Okijen und Byth angeht. Und ein paar der Charaktere sprechen sich zumindest ein bisschen aus.
Im groben sind wir immer noch in zwei Teams aufgeteilt. Flover und Luke befinden sich auf der Flucht, während die anderen versuchen was gegen KAMI zu unternehmen. Kann man vielleicht doch mit ihr reden?
Ich fand die Actionszenen im ersten Teil schon richtig gut und auch hier gibt es wieder so einige. Ich fand, dass in diesem Teil aber auch einige lustige Szenen vorhanden waren. „Es wäre mir eine Ehre, wenn Sie auf mein Huhn aufpassen“, die Autofahrt oder „Hast du vielleicht eine Fehlfunktion, die mir hier nicht angezeigt wird?“
Aber auch andere Momente fand ich eindrücklich, wie die heiße Kammer in Andras Stamm oder Luke, der denkt er wäre allein.
KAMI an sich ist auch spannend, da sie ja Tendenzen zeigt, dass sie versucht zu verstehen.
Die Bücher sind schon sehr militärisch und die Charaktere machen ja auch so einiges durch, aber mir wird es dabei nie zu düster nie zu viel.
Ich bin gespannt wie das alles ausgeht.























