Bücher mit dem Tag "schwu"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "schwu" gekennzeichnet haben.

37 Bücher

  1. Cover des Buches Niemand wird sie finden (ISBN: 9783570173343)
    Caleb Roehrig

    Niemand wird sie finden

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Dieser Jugendthriller klang vielversprechend: Eine vermisste Freundin, ein großes Geheimnis und die bittere Erkenntnis einen Menschen doch nicht so gut gekannt zu haben,wie man glaubte. Auch die bisherigen Bewertungen zeichnen ein überaus positives Bild von diesem Buch ab. Kaum eine Rezension bewertet schlechter als 4/5. Was also ist bei mir schief gelaufen?

    Nun das frage ich mich auch, denn so richtig den Finger drauf zeigen kann ich nicht. Was ich sagen kann ist, dass ich bis zum Schluss keinen richtigen Zugang zum Buch gefunden habe. Weder die Charaktere noch die Handlung konnten mich wirklich packen. Mir brannte nicht die Frage unter den Nägeln „Was ist mit January passiert“ Ich war zwar neugierig aber die Ungewissheit ließ mich nicht so mitfiebern wie z.B z.B bei Soul Beach.

    Woran lag mein Mangel an Interesse also? An dem Schreibstil? Wohl kaum, denn der ist locker jugendlich wie in vielen anderen Jugendbüchern auch. An den Charakteren? Bedingt. Wie schon erwähnt fand ich einfach keinen Zugang zu ihnen. Ich fand zwar Flynns und auch besonders Kaz und Micahs Persönlichkeiten sehr interessant und gut ausgearbeitet, es fiel mir jedoch schwer so richtig mitzufühlen. Warum genau kann ich leider nicht genau sagen. January war bis zum Schluss ein sehr mysteriöser Charakter für mich und ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir das gefällt oder nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass viele Leser January überaus interessant und vielschichtig empfinden werden.

    Auch die Handlung empfand ich nicht als übermäßig spannend und an vielen Stellen ziemlich vorhersehbar. So war mir z.B ziemlich schnell klar wer der Täter war. Pluspunkt gibt es aber für das Ende. Die allerletzte Wendung ind er Geschichte fand ich gut durchdacht und gut umgesetzt. Auch wie mit dem Thema Homosexualität umgegangen wird und insbesondere die Entwicklung des Protagonistin diesbezüglich hat mir sehr gefallen. Hier spreche ich ein großes Lob an Roehrig aus, dass er es geschafft hat dieses sensible Thema gekonnt und für Jugendliche geeignet umzusetzen.

    Fazit:

    Leider konnte mich dieser Jugendthriller nicht mitreißen und war in meinen Augen an vielen Stellen vorhersehbar. Ein Lob verdient das Buch allerdings für seine gekonnte Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität.


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner

  2. Cover des Buches Ashby House (ISBN: 9783423213516)
    V. K. Ludewig

    Ashby House

     (70)
    Aktuelle Rezension von: DarkReader
    Als ich den Klappentext las war ich gleich Feuer und Flamme, denn ein Spukhaus in England - perfekt für mich. Dachte ich und lag damit völlig falsch, denn die Geschichte vermochte mich zu keiner Zeit in ihren Bann zu schlagen.
    Ich mochte die Protagonisten nicht, mit ihnen konnte ich einfach nicht warm werden.
    Irgendwie erinnerte mich auch zu viel an der Film "Das Geisterschloss", zu viele Parallelen gab es für mich.
    Außerdem waren mir das einfach zu viele Klischees und zu viel zusammen Gewürfeltes aus verschiedenen Genres. Zeitreisen, Gestaltwandler, Spuk, Homo-Erotik und...und...und...
    Zum Schluss dann noch das Geheimnis der berühmten Schwester, wundersame Heilungen - es war einfach zu viel des Guten/Bösen und machte mir somit nicht wirklich (Lese)Spaß.
    Der Schreibstil war ganz ok, das Setting auch, dafür gibt es 2 Sterne,mehr war leider nicht drin.
  3. Cover des Buches Kristallschnee (ISBN: 9783945934661)
    Svea Lundberg

    Kristallschnee

     (7)
    Aktuelle Rezension von: RicardoEff
    Felix ist ein junger Sozialarbeiter, der beim Jugendamt in Stuttgart arbeitet. Als er von der Polzei eines Nachts gerufen wird, um ein kleines Mädchen inobhut zu nehmen, trifft er auf den Streifenpolizisten Jannis. Felix ist erkennbar schwul und zeigt großes Interesse an dem attraktiven Jannis. Am nächsten Tag besucht er die kleine Amelia bei der Familie, die das Mädchen vorübergehend aufgenommen hat und geht mit ihm zum Spielplatz. Doch dort wird Amelia von einem Unbekannten angegriffen. Felix ruft Jannis an und macht eine Anzeige auf dem Polizeirevier. Am Ende fragt Jannis Felix, ob sie sich auf einen Kaffee treffen wollen. Doch auf dem Weg zum ersten Treffen wird Felix auf der Straße überfallen. Jannis kommt rechtzeitig dazu und rettet Felix. Es stellt sich heraus, dass es bei den beiden Vorfällen um Drogen geht. Derweil landen Jannis und Felix bei ihrem zweiten Date zusammen im Bett. Doch Felix mach klar, dass es für ihn nur um Sex geht. Damit hat nicht nur Jannis seine Probleme. Auch Felixs beste Freundin und Mitbewohnerin Anni konfrontiert Felix mit dessen Beziehungsangst seit seiner letzten negativen Beziehungserfahrung. Die beiden Jungs haben zunächt weiter eine sehr lockere Beziehung, doch Jannis kann und wikll so nicht weitermachen. Während dessen spitzen sich die Ereignisse um Amelias neue Pflegemutter zu und Felix gerät in diese Drogengeschichte hinein.

    Felix ist ein warmherziger Charakter, der sich als Sozialarbeiter um seine Schützlinge mit Herz und Verstand kümmert. So auch um Amelia, für die er alle Hebel in Bewegung setzt, um für ein familiäres Zuhause zu sorgen. Auch für Jannis empfindet es viel und sorgt dafür, dass ihr Kontakt nicht abreisst. Doch will er wegen seiner letzten schmerzlichen Beziehungserfahrung keine tieferen Gefühle zulassen und hält Jannis emotional auf Abstand. Jannis ist dagegen nicht auf puren Sex aus, sondern sucht eine feste Beziehung zu Felix. So nimmt er die Distanz von Felix zunächst hin, obwohl er sich längst in Felix verliebt hat. Felix beste Freundin Anni sorgt mit ihrer erfrischenden Direktheit immer wieder dafür, dass sich Felix nicht selbt belügen kann und letztlich seine Gefühle eingesteht.

    Das Schicksal der kleinen Amelia ist ein wirklich gelungener Rahmen für die Liebesgeschichte von Felix und Jannis. Das ist einmal etwas ganz anderes. Sehr spannend erzählt Svea Lundberg die Ereignisse um deren Vater und dessen Schwester, die Amelia als Pflegemutter zu sich nimmt. Gelungen sowie realistisch ist auch die Schilderung des Polizeieinsatzes und der Inobhutnahme durch das Jugendamt. Ich konnte mich in alle Figuren des Romans hineinfühlen. Beide Protagonisten sind sehr sympathisch und auch Anni konnte ich sehr schnell ins Herz schließen. Schön war, dass in dieser Story Homosexualität akzeptiert wurde und Schwulenfeidlichkeit keine Rolle spielte. So konnte sich alles um die Kriminalgeschichte, die romatische Liebe der beiden Jungs und das kleine Mädchen drehen. Der Roman ist flüssig und einfühlsam geschrieben. Felix ist mein persönlicher Favorit, da er ein sehr lieber Typ ist. In seine Gedanken- und Gefühlswelt konnte ich mich am Besten hinein versetzen. Von Jannis erfährt man leider sehr wenig Hintergrund. Es wäre schön gewesen, wenn auch sein Background mehr herausgearbeitet worden wäre. Hier wäre noch mehr drin gewesen. Den 263 Seiten ist wohl auch geschuldet, dass zum Ende hin alles ein wenig schnell geht. Insgesamt ist Kristallschnee aber ein sehr gelungener Roman, den ich in nur einem Tag gelesen habe und wirklich empfehlen kann. Für mich trotz kleiner Abstriche dennoch fünf Sterne.
  4. Cover des Buches People Always Leave (ISBN: 9783902885135)
    Alec Xander

    People Always Leave

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein schönes Cover, es passt perfekt zur Überschrift und auch zu der Thematik des Buches. Das war auch der Grund dafür, dass ich mir das Buch zugelegt habe. Ich habe vorher noch nichts von dem Autor gehört oder gelesen aber ich bin positiv überrascht. Ich finde das Homosexualität in der heutigen Zeit auch in Geschichten viel zu selten thematisiert wird und für mich macht es keinen Unterschied wer sich in wen verliebt und wer Protagonist ist wenn sie Persönlichkeit haben und die Geschichte so gut rüber gebracht wird wie hier. 

    Der Schreibstil ist sehr vielfältig, besonders die Gefühle werden sehr gut vermittelt und haben auf mich abgefärbt aber auch die gute Mischung aus Trauer, Verzweiflung, Verlust und trotzdem Freude an den kleinen Dingen hat mich begeistert. Die Protagonisten sind alle sehr detailreich gestaltet, man hat das Gefühl sie gut zu kennen und das Lesen hat dadurch noch mehr Spaß gemacht. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich und vor allem Nathan polarisiert mit seiner Art. Das war auch der Grund warum mir das Buch nicht zu 100% gefallen hat. Nathan wirkt sehr oberflächlich und seine Kommentare über andere wirken teilweise sehr pubertär, das hat mich zeitweise echt gestört ansonsten wird man aber trotzdem recht schnell warm mit ihm.

    Nathan der nach einem gescheiterten Selbstmordversuch in der Psychiatrie landet, ist verzweifelt, das wird einem gleich zu Anfang des Buchs bewusst und doch besteht das Buch aus noch viel mehr als der Verzweiflung und Trauer. Dieses Buch wird man so schnell nicht los, es ist spannend, einfühlsam und traurig aber auch lustig. 

    Das Ende hat mich dann doch ganz schön mitgenommen und ich denke jeder der das liest, kann verstehen wieso. Für jeden der auf sehr gefühlvolle Bücher steht ist das hier auf jeden Fall das richtige!


    Fazit:

    Ein ganz besonderes Buch über sehr interessante Protagonisten, ich habe die komplette Facette von Gefühlen miterlebt und als ich mit dem Buch durch war, musste ich erst einmal sacken lassen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, wenn ihr auf Dramatik und diese Thematik steht, dann solltet ihr das Buch nicht verpassen!
  5. Cover des Buches Hard Skin (ISBN: 9783943678611)
    Chris P. Rolls

    Hard Skin

     (60)
    Aktuelle Rezension von: LiehsaH

    Erster Satz:
    Die Cola schmeckte verwässert.


    Meinung:
    Das Cover ist super! Diese Mischung aus Härte und Zerbrechlichkeit, dazu die passende Färbung des Titels. Besonders und mit Wiedererkennungswert! Kein typisches Gay-Romance-Cover. I like!

    „Hard Skin“ finde ich herrlich doppeldeutig und passend. Der Titel bleibt einem im Gedächtnis.

    Die Geschichte wird aus Claas' personaler Sicht erzählt. 

    Vom Schreibstil her bleibt Chris P. Rolls sich selbst treu und nach wie vor schlicht und verständlich. Ich mag, dass die Kapitelüberschriften immer einen Bezug zum Titel besitzen.

    Die Story ist grundsätzlich ziemlich gut gewählt. Ein Kaff, zwei schwule Jungs, dazu noch einer von beiden Skinhead. Konfliktpotential ahoi! Tatsächlich entwickelt sich das mit den beiden anfangs auch ziemlich gut. Ich war neugierig und wollte wissen, was passieren würde. Insgesamt gesehen wurde die Geschichte konsequent und mit gleichbleibender Qualität umgesetzt. Mir jedoch fehlte etwas. Obwohl sich mit Vorurteilen auseinander gesetzt wird, geschieht das nur oberflächlich. Ebenso wenig wird auf die Vorgeschichten des Paares eingegangen, was besonders bei Jockel schade ist. Grundsätzlich bleibt die Geschichte oberflächlich, obwohl man noch etwas mehr hätte herausholen können. Das finde ich schade. Da wählt man ein kontroverses, spannendes Thema – und nutzt es nicht aus. Stattdessen bleibt man bei dem oberflächlichen Kram, den man auch mit weniger speziellen Charakteren hätte erzählen können.

    Claas ist ziemlich unsicher und muss mit seinen Vorurteilen kämpfen, kriegt sich aber schnell wieder ein.
    Jockel ist ein harter Kerl – aber auch nicht so hart, wie es aussieht. Eigentlich ist er ein wirklich lieber Kerl, den ich gerne noch besser kennengelernt hätte.
    Da „Hard Skin“ eine Liebesgeschichte ist, spielen alle anderen Charaktere eine untergeordnete Rolle. Manche waren besser, andere nicht so gut herausgearbeitet. Es hat mir gefallen, sie zu lesen.


    Fazit: 4*

    Eine solide Gay-Romance-Story, die ein interessantes Thema anspricht. Niedlich, sexy, hätte aber mehr Tiefgang vertragen können.  

  6. Cover des Buches Die Frauen von La Principal (ISBN: 9783458362579)
    Lluís Llach

    Die Frauen von La Principal

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein großes, renommiertes Weingut mitten in der spanischen Provinz. Ein Vater, der von fünf Kindern nur eine Tochter hat und genau an diese das untergehende Geschäft vererbt, wodurch er sie  dem schillernden Leben in Barcelona fernhält. Ihr Name ist Maria und obwohl sie innerlich vor Wut schäumt, nimmt sie die Herausforderung an, denn eines steht nach dem plötzlichen Tod des Vater fest: Sie erbt nahezu alles, während sich Ihre Brüder, allen voran der Erstgeborene, hintergangen fühlen. Maria steigt zur uneingeschränkten Herrscherin des Weingutes und des ganzen Dorfes auf, sie wird gefürchtet und geachtet und spielt ihre Macht klug aus, die Sie an Ihre Tochter Maria weitergibt, die diese an ihre Tochter Maria weitergibt... Und doch überschattet ein zurückliegendes Ereignis die Idylle im Dorf: Eines Tages steht ein Polizist vor der Tür und will einen Mord aufklären.

    Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen, da es sich ziemlich zog und ich vor allem mit den vielen Marias so meine Probleme hatte. Zwischendurch gab es Längen, obwohl das Buch nicht sonderlich dick ist und über mehrere Generationen berichtet, es konnte mich nicht richtig erreichen. Gegen Ende hin wurde es dann jedoch besser und flüssiger und auch für mich interessanter.

    Eine ganz nette Lektüre für Zwischendurch, aber gepackt hat es mich nicht.

  7. Cover des Buches Feine Leute (ISBN: 9783746631752)
    Joan Weng

    Feine Leute

     (43)
    Aktuelle Rezension von: lievke14
    Berlin im Sommer 1925: Dass Bernice ihren schwerreichen Gatten von ihrem Liebhaber hat umbringen lassen, ist eine Tatsache – zumindest für die feine Gesellschaft. Kriminalkommissar Paul Genzer ist davon jedoch nicht überzeugt, insbesondere nachdem die Witwe plötzlich an einer Überdosis Morphium gestorben ist.

    Mit dieser Ausgangssituation bekommt es Kommissar Paul Genzer zu tun. Eigentlich ist die Sachlage klar....dennoch stoßen dem Ermittler einige Ungereimtheiten bitter auf. Bei seinen Recherchen bekommt er Unterstützung von seinem Freund und Liebhaber Carl, dem "schönsten Mann der UFA". Carl von Bäumer ist nämlich Schauspieler und der neue Stern am Filmhimmel!

    Und damit hat es sich eigentlich schon!

    Ja, hier geht es um einen Kriminalfall. Es gibt Todesfälle, die es aufzuklären gilt....aber das ist leider nur Nebensache.

    Wir erleben das ganze Buch über die Streitereien und Eifersüchteleien der beiden Protagonisten Paul und Carl. Eigentlich können sie nicht ohne einander, aber ständig sind sie dabei miteinander Schluss zu machen und sich in Belanglosigkeiten zu ergehen. Und das in einer Art, die einen an Kindergartenkinder im Sandkasten erinnert.

    Ich finde es grundsätzlich nicht schlecht, wenn in einem Krimi oder Thriller private Hintergrundinformation über die Charaktere gegeben werden. Das macht sie ja irgendwie menschlich. Aber hier ging es um nichts anderes und war irgendwann einfach nur noch nervig.

    Der Schreibstil war dagegen ziemlich anspruchsvoll....durch die an einigen Stellen angebrachte Berlinder Mundart auch authentisch.

    Aber das war's dann auch.

    "Feine Leute" war für mich leider nur ein laues Lüftchen, das mir weder Spaß gemacht noch eine interessante Story geboten hat.

    Lediglich der pfiffige Schreibstil veranlasst mich zu zwei mageren Herzchen.
  8. Cover des Buches Fuck Buddies: Männerparadies: Erotischer Roman (ISBN: 9783958850354)
    Paul Klein

    Fuck Buddies: Männerparadies: Erotischer Roman

     (23)
    Aktuelle Rezension von: darkstar9

    Inhalt:

    Frisch getrennt von seinem Freund Tim, leidet Max unter schwerem Liebeskummer. Sein Freund hat ihn sitzen lassen für einen Jüngeren. Da Max etwas über 40 ist und das in der Schwulenszene schon als alt gilt, ist er deprimiert. Er sehnt sich nach jemandem, mit dem er den Rest seines Lebens verbringen kann. Seine Chefin Schlotti schickt ihn kurzerhand nach Provincetown, wo sie ein Haus hat. Dort soll er sich eine Auszeit gönnen, damit er wieder auf Arbeit klar denken kann. Wenig begeistert und fest davon entschlossen lediglich ein paar Tage zu bleiben, reist Max dorthin. Keine Ahnung was ihn erwartet- nämlich ein wahres Männerparadies für Schwule.
    Dort freundet er sich an seinem ersten Abend mit dem Latino Brian und dessen Freundeskreis an. Lernt die Gegend und das alltägliche Partyleben besser kennen und lebt endlich wieder auf.

    Hier kann Max so sein, wie er wirklich ist und fühlt sich von Anfang an heimisch. Und dann ist da ja auch noch der hübsche Unbekannte mit den melancholischen und unheimlich traurigen Augen, in den Max sich Hals über Kopf verliebt. Prompt geht er auf die Suche nach ihm und lernt ihn auch kennen. Doch was ist sein Geheimnis, kommt Max dahinter in seinen Urlaub? Hat das Alles überhaupt einen Sinn?

    Wie kam das Buch zu mir:

    Ich habe das Buch bei Lovely Books für eine Leserunde als E-Book gewonnen. Da ich ein Fan von der Serie“Queer as Folk“ bin, war ich Feuer und Flamme als ich die Leseprobe las und bewarb mich für das Buch.

    Meinung:

    Das Buch an sich hat mir sehr gut gefallen. Es liest sich flüssig und schnell. Die Story ist sehr realistisch geschrieben und könnte auch in der heutigen Zeit spielen. Die Sexszenen sind gut beschrieben. Teilweise zu gut und ein wenig zu vulgär- Ich war etwas geschockt von der Szene unter dem Holzvorsprung am Strand, wo alle Männer betrunken oder high waren und dann mit verschiedenen Typen Sex hatten und die Wesensveränderung von Max. Da mochte ich ihn überhaupt nicht. Das hätte ich mir dann doch nicht so ganz bildlich beschrieben gewünscht. Aber so etwas gibt es auch in der Normalen Hetroszene, also nicht wirklich was Neues. Gut fand ich, dass hier in der Story der Sex nicht im Vordergrund stand, sondern alles an sich betrachtet ein schönes abgerundetes Bild ergab.

    Die Charaktere sind gut beschrieben, man kann sich zu Jedem ein Bild machen. Fast alle waren mir irgendwie sympathisch. Der Hauptcharakter Max ist gut beschrieben, seine Gefühle und Gedanken sind sehr gut dargestellt. Man kann sich gut in ihn hinein versetzten und er ist einem sympathisch, denn wer von uns, hat nicht schon Liebeskummer gehabt und so richtig schön gelitten darunter und sich Hals über Kopf neu verliebt?

    Seine Chefin Schlotti macht ein am Anfang ein wenig Angst. Man hat das Gefühl beim lesen, dass man leichte Beklemmungen in ihrer Nähe bekommt und sie überrascht einen dann doch.

    Der kleine Latinobär ist zuckersüß, so´n Freund (rein platonisch) würde ich mir auch wünschen. Und dann ist da ja noch der geheimnisvolle Fremde- sehr schön beschrieben. Ich konnte ihn mir genau vorstellen. Auch seine Gefühle und Reaktionen waren gut dargestellt.( Werde dazu aber nicht so ins Detail gehen, denn ihr sollt es ja auch lesen).

    Das Ende ist sehr offen gehalten, für manchen zu offen. Aber dadurch bekommt ja die Story noch mehr Realität.... trotzdem hätte ich mir etwas mehr Info gewünscht, was nun aus den Beiden wird, aber vielleicht kommt ja noch ein 2. Teil?

    Fazit:

    Ein richtig gutes Buch- von einem Mann, aber nicht nur für Männer. Es ist gut, ohne viel Schnick Schnack und Drumherum, geschrieben. Gefällt mir- würde ich auf jeden Fall weiter empfehlen.

  9. Cover des Buches Irgendwie Top (ISBN: 9783959492201)
    Chris P. Rolls

    Irgendwie Top

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Kathi92

    Eigentlich gehört erotische (gay) Lektüre nicht zu meinen Genres, aber nachdem mir das Buch empfohlen wurde habe ich dem ganzen mal eine Chance gegeben.Und ich muss sagen, ich war doch positiv überrascht. Natürlich muss man hier keine tiefgreifende Story erwarten, aber es war sehr nett geschrieben, nicht so übertrieben und mit sympathischen, nachvollziehbaren Charakteren und einer relativ realitischen Story dahinter.

    Ein netter kleiner Ausflug in eine andere Welt


  10. Cover des Buches En finir avec Eddy Bellegueule (ISBN: 9783150199381)
    Édouard Louis

    En finir avec Eddy Bellegueule

     (11)
    Aktuelle Rezension von: miss_mesmerized
    Eddy wächst als mittleres von fünf Kindern in einem Dorf in der Picardie auf. Seine Eltern sind arm, im Haus gibt es weder Teppiche noch Türen, nachdem der Vater in der örtlichen Fabrik seinen Job verloren hat, wird die Lage noch prekärer. Aber es ist weniger die finanzielle Not, die kennen alle Familien im Ort, es ist Eddys Andersartigkeit, die ihm zu schaffen macht. Von klein auf ist er kränklich und verhält sich wie ein Mädchen, etwas, was bei der harten Landjugend nicht gerne gesehen wird und so wird er schon früh Opfer von Gewalt und Demütigung. Nicht nur seine Mitschüler, sondern auch sein Vater, der sich regelrecht für den Jungen schämt, und seine Verwandten machen sich regelmäßig über ihn lustig. Eddy merkt schon bald, dass ihn die Mädchen nicht interessieren, aber so etwas wie Homosexualität kann nicht existieren, aber Eddy denkt sich auch, dass es ein Leben jenseits dieses Ortes geben muss, ein Leben, in das er viel besser passt.

    Edouard Louis‘ Roman, der auf den eigenen Erfahrungen des jungen Autors basieren, ist keine leichte Kost. Gewalt unter Kindern, sexueller Missbrauch, Mobbing – er lässt eigentlich nichts aus für seinen Protagonisten, der einem von der ersten Seite an leidtut. Er stammt aus einem Milieu, in dem sich Alkoholismus und Gewalt über die Generationen fortsetzt. Das Leben ist vorbestimmt: die Mädchen verlassen jung die Schule, um Kinder zu bekommen oder als Kassiererin im Supermarkt zu arbeiten, die Jungs gehen ebenso zeitig in die örtliche Fabrik. Zu wenig Geld bestimmt danach den Alltag, Streitereien der Erwachsenen, mitunter Väter, die einfach verschwinden, Gewalt unter- und gegeneinander und das sichere Wissen, dass die Regierenden sich auf ihre Kosten bereichern und natürlich den ganzen Immigranten alles zustecken, wofür der einfache Arbeiter täglich malochen muss.

    Edouard Louis erzählt all dies mit einer gewissen Distanz, anders wäre das Buch auch kaum zu ertragen. Wie es dem Autor gelungen ist, dies schon in jungen Jahren derart nüchtern betrachten zu können, ist bemerkenswert. Der Roman dient ihm nicht als Therapieersatz, um alles von sich zu schreiben und danach befreit zu sein. Viel mehr zeichnet er ein detailliertes Bild einer vergessenen Klasse. Es sind genau diese Bewohner, die jedoch das Frankreich jenseits der Großstädte ausmachen. Die Abgehängten, die vom Leben wenig erwarten und wenig bekommen und deren Weltbild ihnen auch keine Optionen zur Verbesserung der eigenen Lage bietet.

    Homophobie und Xenophobie bestimmen Kindheit und Jugend von Eddy Bellegueule. Wenn man nichts hat, muss man umso mehr das Gruppenideal erfüllen und das ist in diesem Fall „dur“ – ein harter Junge sein. Die Position in der Gruppe – sei es die Schulklasse, der Freundeskreis im Dorf und später als Erwachsener – ist das einzige, was man erreichen kann. Früh werden die Kinder auf diese Weise sozialisiert und geben ihrerseits das Gedankengut an die nächste Generation weiter.

    Auch das ländliche Frankreich, durch die Wirtschaftskriese noch mehr gebeutelt als die Städte, wird am kommenden Sonntag zur Präsidentschaftswahl gehen. Einfache Antworten für eine in einfachen Zügen gezeichnete Welt brauchen diese Menschen. Schon die Regionalwahlen im Dezember 2015 haben gezeigt, bei wem diese Bevölkerung sich aufgehoben fühlt. 
  11. Cover des Buches Phillips Bilder (ISBN: 9781540368720)
    J. Walther

    Phillips Bilder

     (13)
    Aktuelle Rezension von: joto444
    Ich bin verblüfft!
    Einfache klare Sätze. Simple Beschreibungen. Fast dokumentarisch geschilderte Beobachtungen, bisweilen spröde, nie aufgeregt. Kein Wort zuviel - und in meinem Kopf entsteht ein Kosmos! Farben, Geschmack, Bilder, Düfte, Emotionen! Wie kann das sein? Wie schafft sie das, die Autorin. Selbst die Geschichte kommt eigentlich ganz unaufgeregt daher, entwickelt eine gewisse Beiläufigkeit, ist frei von großem Drama, tiefschürfenden Erkenntnissen - und trifft doch mitten ins Herz.
    Walther ist so dicht bei ihren Helden, so fein bei ihren Beobachtungen, so liebevoll beim Zeichnen von Nouancen, dass all das kleine ganz groß wird. Die Wiese lebt, sie sirrt, ist intensiv, sie duftet. Man spürt jeden Knoten der Hängematte, das Gewicht des Katers ... Walther gelingt etwas ganz seltenes. Sie würdigt den Moment - und es gelingt ihr vortrefflich.
    Ein Erlebnis!
  12. Cover des Buches Dein bestes Leben (ISBN: 9783451031984)
    Janis McDavid

    Dein bestes Leben

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Janis McDavid ist 24 Jahre alt. Er studiert Wirtschaftswissenschaften an der Uni Witten-Herdecke und ist Vortrags- und Motivationsredner. Als dieses Buch entstand, absolvierte er gerade ein Praktikum bei IBM in Berlin. Er reist sehr gerne in fremde Länder wie Namibia oder Vietnam. Auf sein Auto kann er nicht mehr verzichten. Das alles klingt nach einem ganz normalen Leben, und in gewisser Weise ist es das auch, wäre da nicht die Tatsache, dass Janis ohne Arme und Beine zur Welt gekommen ist.
    Als Kind, so schreibt er, war es ihm gar nicht bewusst, dass er anders ist und sich anders bewegt als seine Mitmenschen. Es war ein Schock für ihn, als er den Unterschied erkannte, und sein Leben ist sicher kein Zuckerschlecken, aber er lässt sich nicht unterkriegen. In seinem Buch erzählt er über seine Entwicklung und die Hindernisse, die es für ihn immer wieder zu überwinden galt. Wenn man aber nun meint, es wäre ein tragischer, ernster Erfahrungsbericht, dann liegt man völlig daneben.
    Dieses Buch sprüht nur so vor Optimismus und Lebensmut.
    Janis McDavid meistert sein Leben mit unvergleichlicher Energie und auch mit Humor, der immer wieder in seiner Erzählung durchblitzt. Anhand des reichlichen Fotomaterials im Buch erhält man einen Einblick in den Alltag des Autors. Erstaunlicherweise hat Janis auf fast allen Bildern ein Lächeln im Gesicht. Dies, so erfährt man sehr bald, spiegelt seine grundsätzliche Lebenseinstellung wieder. Statt zu murren und zu jammern, nimmt er sein Schicksal „in die Hand“ und setzt sich mit seiner Argumentationskraft, seinen „verbalen Ellenbogen“ durch und lässt sich auch von Misserfolgen nicht entmutigen. Aus all seinen Worten spricht eine enorme Lebensklugheit, die er sich durch die verschiedenen Erfahrungen erworben hat, weil er in so vieler Hinsicht „anders“ ist.
    Dabei schreibt er so fesselnd über sein Leben, dass ich sein Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen habe. Oft, wenn er über seine Aktivitäten erzählt, vergisst man beim Lesen ganz, dass dieser junge Mann weder Arme noch Beine besitzt, und genau das wünscht er sich auch, dass dieses Fehlen nicht als Manko wahrgenommen wird. Er schreibt: „Ich kann viel mehr, wenn ihr mich nicht behindert.“ Mit diesem Leitspruch setzt er sich für Barrierefreiheit ein, um Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, so viel Normalität wie irgend machbar zu ermöglichen. An so viel positiver Energie, wie sie Janis McDavid ausstrahlt, kann sich jeder ein Beispiel nehmen, nicht bei jeder Kleinigkeit unzufrieden zu sein und über jedes Wehwehchen zu jammern, sondern nach vorne zu schauen und das eigene Schicksal anzunehmen und das Beste daraus zu machen.
    Ich kann das Buch von Herzen empfehlen; es ist absolut lesenswert und mitreißend, und es macht auch nachdenklich und sensibel für die Belange Anderer. 
  13. Cover des Buches Blinder Zorn (ISBN: 9783944504353)
    T. C. Jayden

    Blinder Zorn

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Koriko

    Story:
    Nachdem Riley und Kjell zueinander gefunden und sich mit ihrer BDSM-Beziehung arrangiert haben, könnte alles so einfach sein – lediglich Aleksey lauert wie ein bedrohlicher Schatten im Hintergrund. Dass der psychopathische Mann tatsächlich Rache für die erlittene Schmach und den Ehrverlust nehmen will, wird Riley klar, als er ihn und seinen Freund Liam nach einer Einkaufstour gefangen nimmt. Er verschleppt die beiden jungen Männer in eine Hütte im Wald, in der er seinen persönlichen Folterkeller eingerichtet hat. Für Riley und Liam bricht eine schwere Zeit an, die aus Schmerz und Qual besteht, bis Riley schließlich fliehen kann. Im Krankenhaus wird er von Kjell aufgebaut, erinnert sich jedoch kaum an die Dinge, die geschehen sind. Dies macht es für den Polizisten Charlie nicht leicht Liam zu finden und zu befreien.

    Als er schließlich Erfolg hat und die Hütte über Umwege ausfindig macht, ist Liam mehr tot als lebendig. Zudem hat er an mehr zu knabbern, als an den Folterungen und dem psychischen Druck seitens Alekseys, denn seine Freundschaft zu Riley steht auf wackeligen Beinen …

    Eigene Meinung:
    T. C. Jaydens „Blinder Zorn“ ist die Fortsetzung des Gay-BDSM Romans „Kalte Ketten“, in dem die Beziehung zwischen Riley und Kjell beleuchtet wurden und man erstmals auf Aleksey trifft, der in der Fortsetzung eine wesentliche größere Rolle zugedacht bekommt. Beide Romane erschienen im Weltenschmiede Verlag – da „Blinder Zorn“ offen endet, kann man davon ausgehen, dass die Autorin der Geschichten um Kjell, Riley und Liam noch fortführt.

    Im Gegensatz zu „Kalte Ketten“ bekommt man bei der Fortsetzung keine Gay-BDSM Romance serviert sondern einen waschechten Thriller. Es geht um eine Entführung, die Jagd nach einem Psychopathen, Gewalt und Traumaverarbeitung. Dementsprechend kommen BDSM-Fans nur am Anfang auf ihre Kosten, danach steht das Buch ganz im Zeichen von Alekseys Rache an Riley und Kjell. Das ist zu Beginn durchaus spannend, was daran liegt, dass die Figuren gut in Szene gesetzt sind und Alekseys Wahnsinn gut ausgearbeitet ist. Auch ist die Jagd durch die Mall und die anschließende Entführung sehr spannend, da man als Leser direkt beim Charakter ist. Allerdings verliert die Geschichte spätestens in der Hütte spürbar an Schwung. Sicherlich mag nicht jeder explizite Folterszenen lesen, doch ab diesem Zeitpunkt ergeht sich die Autorin zu sehr in Andeutungen. Viele Passagen werden nicht direkt ausgeschrieben, sondern (wenn überhaupt) in Rückblenden erwähnt oder fallen komplett durch das Raster. Schlagartig ist man nicht mehr beim Charakter, sondern erlebt die Ereignisse in einem seltsamen Chaos, das man nur schwer ordnen kann. Sicherlich entspricht dass Rileys Zustand, doch es ist schade, dass hier Potenzial verschenkt wird und Schlüsselszenen nur im Nachgang zusammengefasst werden.

    Auch häufen sich spätestens ab der zweiten Hälfte die unlogischen Stellen, die das Lesen erschweren. Riley und sein bester Freund kommen zu schnell über das Trauma hinweg – gerade Liam, der wesentlich mehr zu verarbeiten hat, scheint binnen weniger Tage bereits wieder der Alte zu sein. Liams Eltern sind zwar da, aber sie scheinen sich nicht um ihren Sohn zu sorgen oder die Wahrheit wissen zu wollen, sondern machen Dinge, die einfach nicht nachvollziehbar sind (dessen Wohnung putzen, anstatt mit ihrem Sohn zu sprechen). Die Tatsache, dass der vermeintlich heterosexuelle Sonnenschein urplötzlich seinen Hang zu Männern entdeckt, wirkt zudem aufgesetzt, fast als müsse in einem Gay Roman jeder schwul sein. Mag sein, dass es Andeutungen gab, doch das geht dann doch ein wenig zu schnell – insbesondere wenn man bedenkt, was ihm Aleksey angetan hat. Es fehlt die wirkliche Traumaverarbeitung. Lediglich bei Riley nimmt sich die Autorin ein wenig Zeit, um ihn das Erlebte verarbeiten zu lassen und sich damit auseinanderzusetzen. Liam benötigt nur ein paar Gespräche mit Charlie und eine kurze Nacht zum Nachdenken, um diese schrecklichen Geschehnisse hinter sich zu lassen; etwas, das faktisch unmöglich ist.

    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, allen voran Aleksey, der mit seiner Rolle als Psychopath alle anderen Figuren in den Schatten stellt. Er mag der Antagonist sein, dennoch ist er wirklich gut in Szene gesetzt und jagt dem Leser eine Gänsehaut über den Rücken. Leider wirken die übrigen Figuren, mit Ausnahme Liams, sehr blass: Kjell verhält sich vollkommen anders als in Band 1, Riley möchte man die meiste Zeit einfach nur Vernunft und Verstand einprügeln und über Charlie erfährt der Leser zu wenig, um ihn einschätzen zu können. Liam fällt als Einziger positiv ins Auge – leider gestattet ihm T. C. Jayden nur wenige Szenen, in denen seine Stärke und seine Natur zum Tragen kommen. Im Grunde ist er wesentlich sympathischer und aktiver als Riley, weswegen es schön gewesen wäre, mehr Passagen aus seiner Sicht zu lesen.

    Stilistisch legt T. C. Jayden einen gewohnt guten und soliden Roman vor. Als Leser ist man nah an den Charakteren, kann sich gut in sie hineinversetzen und erlebt die Ereignisse hautnah mit. Auch die Gefühle du Gedanken sind gut in Szene gesetzt, allerdings ist es schade, dass zu viel in Traumfetzen und Rückblenden erzählt wird, anstatt es direkt zu schildern. Aleksey ist ein psychopathisches Monster – das hätte man auch direkt zeigen können. Wer explizite (BDSM)- Erotik erwartet wird ebenfalls enttäuscht, denn auch davon gibt es in „Blinder Zorn“ nur wenig.

    Fazit:
    „Blinder Zorn“ hinterlässt ein gespaltenes Gefühl. Zum einen schließt er sehr gut an „Kalte Ketten“ an und besticht durch einen sehr guten Schreibstil und thrillerhafte Spannung, zum anderen erschweren Logiklöcher und blasse Charaktere das Lesen. Es ist schade, dass T. C. Jayden in der zweiten Hälfte so viel Potenzial verschenkt und viele Szenen nur in der Retrospektive erzählt. Dadurch verliert „Blinder Zorn“ einiges an Schwung und Dynamik. BDSM-Fans sollten zudem vorab wissen, dass der Roman kaum noch als Vertreter des Genres gewertet werden kann – „Blinder Zorn“ ist ein Thriller, der durchaus Potenzial für mehr gehabt hätte.

  14. Cover des Buches Ein MORDs-Team - Spiel im Schatten (ISBN: 9783958341845)
    Andreas Suchanek

    Ein MORDs-Team - Spiel im Schatten

     (67)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Bei der Familie Holt findet ein Treffen mit dem Bürgermeister statt. Als sich die Familie streitet, dringen bewaffnete Männer ins Haus ein und nehmen Danielle und ihre Mutter Shannon als Geisel. Sind wirklich die Schulden von Brandon - Danielles Bruder - der Grund dafür? Mason, Olivia und Randy versuchen dem auf die Spur zu gehen und finden schon bald eine Verbindung zum Fall Marietta King.

    Mason, Randy, Olivia und Danielle bekommen Unterstützung von Vince, der aber nicht weiß um was es geht. Sie untersuchen das Waisenhaus, in dem Mariettas Tochter vermittelt worden sein. Dabei entdecken sie geheime Akten. Kinder wurden um viel Geld vermittelt und der Täter will natürlich nicht, dass dies ans Licht kommt.

    Der Gründungstag von Barrington Cove wird in der High-School zelebriert. Olivia, Randy, Mason und Danielle sind dabei, ebenso wie die Eltern der beiden Letztgenannten. Zudem sind auch Vince, Chris und Lucian dabei. Ebenfalls fehlen darf natürlich auch der Bürgermeister und dessen Adoptivtochter Alice nicht. Patricia von Straten ist auch dabei, denn sie will die gefälschte Gründungsurkunde stehlen und Alice ermorden lassen.

    Das Cover passt wieder hervorragend zum Buch und zur bisherigen Reihe und ist wieder grandios gelungen.

    Der Schreibstil des Autors ist gut; die Charakter sind gut dargestellt und entwickeln sich stetig weiter; neue Charaktere werden gut in die Geschichte eingebracht.

    Einiges wird aufgelöst, viele Fragen bleiben (noch). Der ganze Fall wird immer komplexer, obwohl man auch schon dem großen Ganzen näher kommt.

    Die Plots ist wieder gut gewählt.

    Die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau und kann so sicher nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Semester in den Bann ziehen.

    Fazit: Spannung in Höchstform zum Miträtseln. 5 von 5 Sterne

  15. Cover des Buches Philadelphia (ISBN: 9783442425280)
    Christopher Davis

    Philadelphia

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Als ich dieses Buch vor kurzem in einem Secondhand-Bücherladen entdeckt habe, war ich skeptisch ob ich es tatsächlich kaufen sollte. Es ist eine halbe Ewigkeit her, seit ich den Film zum ersten und letzten Mal gesehen habe und darum konnte ich mich auch nicht mehr ganz an das Ende erinnern. 
    Wird mir dieses Buch gefallen, obwohl es den Film zu erst gab und erst dann das Buch? In diesem Bereich wurde ich schon ein mal enttäuscht. 

    Ich hab das Buch dann doch gekauft und anders als erwartet in einem Zug durchgelesen. Die Geschichte des Aids-Kranken Andrew hat mich einfach nicht mehr losgelassen. 
    Ich finde, der Autor, hat die schwere Aufgabe, ein Buch nach einem Drehbuch zu verfassen mit Bravour gemeistert. Mich hat diese Geschichte unglaublich berührt und nachdenklich gestimmt. Und ich glaube, DAS ist es, was dieses Buch so gut macht. Das Thema lässt einen nicht kalt. 
    Ich hab es mit Freuden gelesen und werde mir nun auch mal wieder den Film zu Gemüte führen. Ich freu mich drauf. 
  16. Cover des Buches Kieler Sprotte (ISBN: 9783954512799)
    Cornelia Leymann

    Kieler Sprotte

     (5)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "Kieler Sprotte" ist Küsten Krimi von Cornelia Leymann aus dem Emons Verlag von 2014.

    Frau Wegener ist tot. Das ist blöd, nicht nur für Frau Wegener, sondern auch für ihren Bridgeclub, der sich nun mehr oder weniger kopflos wöchentlich trifft. Dabei hatte alles so hoffnungsfroh
    begonnen, als Frau Wegener ihren Gatten verließ, um es noch einmal so richtig krachen zu lassen. Aber alles, was am Ende kracht, ist ein Auto – und zwar in Frau Wegener. (Klappentext)

    "Zebrastreifen sind ja im Grunde beinahe ausgestorben, auf bundesdeutschen Strassen jedenfalls, die Zebras haben ihre vermutlich noch." Zitat S. 8

    Bei diesem Buch habe ich Tränen gelacht, wie hier alles mögliche durch den Kakao gezogen wird, ist zwar bissig, aber wirklich lustig.

    Das Besondere an diesem Buch: Der Leser wird direkt angesprochen und man hat das Gefühl, die Autorin steht neben einem und plaudert vor sich hin. Wie eine alte Bekannte, die mit mir klönt. Das ist herrlich! 

    Inhaltlich möchte ich nicht zuviel verraten. Im Großen und Ganzen zeigt die Autorin hier zwar klischeehaftes, aber auch typisches Genderverhalten auf. Sozusagen Männerverhalten versus Frauenverhalten. Dabei wird der Kern der Wahrheit wunderbar getroffen und das Rollenverhalten wird sarkastisch und lebensecht auf die Schippe genommen. Frauen lieben ihr sauberes, trautes Heim, Männer lassen sich gern bedienen und für sie ist ihr Auto das Größte. 

    Bei dieser Lektüre habe ich mich köstlich amüsiert und es gibt einige Formulierungen, die ich genussvoll zweimal gelesen habe.

    "Der eigentliche Vorteil eines Geliebten gegenüber einem Ehemann ist, dass er nicht bei dir wohnt. Ehemänner müssen bekocht, bewaschen und bebügelt werden, bei den Geliebten bekommt man den Mann fertig geputzt frei Haus." Zitat Seite 129 

    Es geht hier nicht nur der Institution Ehe an den Kragen, auch die Straßenplanung, das Beamtentum und die Kieler Woche wird gehörig auseinandergenommen. Ortskundige werden hier sicherlich ganz besonders viel Spaß haben.

    Zu den wundervollen Charakteren zählen die Bridge spielende Frau Wegener, die zunächst ihren Mann verlässt und dannleider verstirbt. Herr Wegener, der in Ermangelung seiner Frau eine neue Putzhilfe sucht und eine neue Frau findet, nämlich Frau Martha. Frau Martha, die sich eigentlich mehr in das Häuschen von Herrn Wegener verliebt als in ihn. Ein schwules Pärchen, das seine Beziehung völlig klischeemäßig lebt und sich ebenso kleidet.  

    Die Krimihandlung ist nicht vordergründig angelegt, aber sehr interessant zu verfolgen.

    Wer einen echten Krimi sucht, sollte hiervon die Finger lassen. Wer aber gerne lacht und satirische Lektüre mag, liegt mit diesem Buch genau richtig.  
  17. Cover des Buches Als Gott ein Kaninchen war (ISBN: 9783442377626)
    Sarah Winman

    Als Gott ein Kaninchen war

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    Elly Portman hat eigentlich eine glückliche Kindheit. Sie hat eine total verrückte beste Freundin, einen Bruder, der mit ihr durch Dick & Dünn geht und ein Kaninchen namens Gott. Doch hinter der Fassade ist nicht alles so rosig, wie es ihr als Kind schien – als sie älter wird, sieht sie viele Dinge aus einer neuen Perspektive. Zum Beispiel die schwierigen Lebensumstände ihrer besten Freundin Jenny Penny, die bei ihrer alleinerziehenden, trinkenden Mutter und deren wechselnden Liebhabern lebt und am liebsten mit Elly Leben tauschen würde. Oder der alte Nachbar Mr. Golan, der gerne Geschichten über die Juden in Deutschland erzählte und der Ellys Freundschaft ausnutzte. Oder ihr Bruder Joe, der seine Homosexualität vor ihren Eltern verheimlicht und dessen Herz von seiner großen Liebe gebrochen wurde. Und Elly, die als Kind mehr Geheimnisse und Schuld auf sich nimmt, als es ein junges Mädchen sollte und dabei vergisst zu leben.

    Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt und berichtet von den Erlebnissen der jungen Elly und ihrem Erwachsenenleben. Die Schilderungen sind zum Teil sehr distanziert und trocken, manche Erlebnisse werden nicht konkret benannt, was aber gut zur Perspektive der Geheimniswahrung und des Vergessen-Wollens passt. Teilweise vermischen sich Erinnerungen mit Vorstellungen aus der Gegenwart und da hauptsächlich Pronomen statt Namen genannt werden, war das an manchen Stellen sehr verwirrend.

    Obwohl das Buch von vielen Alltäglichkeiten eines Lebens berichtet, gibt es immer wieder neue Wendungen und kritische Lebensereignisse, die aufgedeckt werden oder eintreten, was die Geschichte bis zum Schluss interessant macht.

    Besonders gut gefallen haben mir die sehr ungewöhnlichen, aber charakterstarken Personen und Beziehungen, vor allem die innige Liebe zwischen Joe und Elly und die tiefe Loyalität und Verbundenheit zu ihrer Freundin Jenny, aber auch die ungewöhnliche Freundschaft zu Arthur, der das Buch insgesamt mit seiner humorvollen Art sehr bereichert. Vor allem die starken Emotionen, einfühlsamen Begegnungen und außergewöhnlichen Menschen machen die Geschichte lesenswert.

  18. Cover des Buches Eine ganz andere Liebe (ISBN: 9783863613167)
    Paul Senftenberg

    Eine ganz andere Liebe

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Koriko

    Story:
    Michaels Leben läuft perfekt – er hat in Anna die hübscheste und verständnisvollste Freundin, die man sich wünschen kann, mit dem Schulstoff hat er keine Probleme und auch in seinem Elternhaus läuft alles perfekt. Zudem sind Sommerferien, die er vorwiegend mit Anna zusammen verbringt. Sein beschauliches Leben ändert sich schlagartig, als Daniel in der kleinen Stadt auftaucht, und seinem Großonkel hilft, das alte Kino wieder zum Leben zu erwecken. Dass Daniel einen Haufen Probleme hat, von seinen Mitschülern gemobbt wird und in einen unschönen Vorfall an dessen Schule verwickelt ist, ahnt Michael nicht.

    Dennoch fühlt er sich von dem anderen Jungen angezogen und Michael muss sich ernsthaft darüber Gedanken machen, ob hinter seinem Interesse an halbnackten Surfern und gut gebauten Männern nicht mehr steckt, als bloßer Neid auf die muskulösen Körper. Zudem scheint auch seine Familie nicht ganz der friedlichen Idylle zu entsprechen, die er kennt und plötzlich ist nichts mehr, wie es war …

    Eigene Meinung:
    „Eine ganz andere Liebe“ ist der zweite Roman von Paul Senftenberg, der mit „Damals ist vorbei“ die Geschichte einer Dreiecksbeziehung erzählt, in der wie schon im vorliegenden Buch eine Frau einen wichtigen Part spielt. Im Gegensatz zu seinem Debüt stellt er in „Eine ganz andere Liebe“ jugendliche Charaktere ins Zentrum, was gut in die „Junge Liebe“ Reihe des Himmelsstürmer Verlages passt.

    Inhaltlich spielt sich die Geschichte innerhalb weniger Tage in der sommerlichen Idylle einer Kleinstadt ab. Es passiert essentiell wenig, da sich der Autor vorwiegend auf die wachsende Beziehung zwischen Daniel und Michael und die damit einhergehenden Probleme konzentriert, was durchaus nicht negativ zu werten ist. „Eine ganz andere Liebe“ ist ein ruhiges Buch, das wenig Wert auf Action, Spannung und Dynamik legt, sondern vielmehr durch ruhige Passagen und Charakterentwicklung punktet. So lernt der Leser Daniel in den vielen Rückblenden kennen, erfährt mehr über seine Probleme mit seinen Mitschülern, seiner Familie und seinem Leben, was ihn zu einem unsicheren, schwachen und ängstlichen jungen Mann gemacht hat, der nur schwer Vertrauen fassen kann. Erst im Laufe der Zeit findet Daniel die Stärke, die er braucht, um sich seinen Problemen zu stellen, anstatt davonzulaufen.
    Michael auf der anderen Seite hat in dieser Richtung wenig Tiefgang zu bieten, da sein bisheriges Leben unauffällig verlief und in vielen Punkten der Norm entspricht – ein gutes Elternhaus, keine Schwierigkeiten in der Schule und eine Vorzeige-Freundin. Seine Charakterentwicklung setzt erst im Laufe der Geschichte ein, doch es ist nicht nur Daniel, der Veränderungen mit sich bringt. Vielmehr gleicht der Junge einem Auslöser, der Michael die Augen öffnet und ihn zwingt über einige Dinge nachzudenken. Dazu gehören vorwiegend seine Eltern, die er auf ganz neue Art kennenlernt.

    Allerdings ist die eigentliche Liebesgeschichte zwischen Michael und Daniel fast ein wenig zu schnell herbeigeführt, was mir beim Lesen ein wenig negativ aufgefallen ist – Michael und Daniel begegnen sich einige Male in der Stadt, spüren durchaus die Anziehung, die sie füreinander verspüren und schon beim zweiten Gespräch reden sie über ihre Beziehung und sogar über die Probleme, die sie miteinander haben, als hätten sie einige Punkte im Rahmen des Kennenlernen übersprungen. Ich habe keine Liebesschwüre oder kitschige Romantikszenen erwartet, doch man hat das Gefühl, dass der Autor einige Passagen übersprungen hat und dem Leser einiges vorenthält. Dass dies trotzdem nicht unrealistisch oder aufgesetzt wirkt, liegt daran, dass Paul Senftenberg sehr lebendige, greifbare Charaktere geschaffen hat, zu denen diese rasche Entwicklung passt. Von daher ist dieser Aspekt reine Geschmackssache – mir persönlich ging es einfach zu schnell.

    Paul Senftenberg hat einen schönen, stimmungsvollen und sehr ruhigen, aber auch ungewöhnlichen Schreibstil. Man braucht eine Weile, um sich in das Buch hineinzulesen, gerade wenn man eher aktuelle Gay Romance Bücher und Liebesromane gewöhnt ist. Die Wahl der Gegenwartsform ist für belletristische Bücher nicht unbedingt selten, aber dennoch dauert es einige Seiten, bis man sich an den Stil des Autors gewöhnt hat. Dies liegt vor allem an der Herkunft des Autors. In Österreich werden viele Sätze anders aufgebaut und auch Präpositionen anders gesetzt, was deutsche Leser stolpern lässt und ein wenig verwirrt. Dennoch erschafft der Autor mit seinen Beschreibungen doch durchaus stimmungsvolle Bilder, so dass man sich die sommerliche Kleinstadt sehr gut vorstellen kann. In diesem Punkt kann man „Eine ganz andere Liebe“ am besten mit Jana Walthers Romanen „Benjamins Gärten“ und „Phillips Bilder“ vergleichen, die in einem ähnlichen Umfeld spielen, und die ähnliche Bilder beim Lesen heraufbeschwören.

    Fazit:
    „Eine ganz andere Liebe“ ist ein ruhiges, stilles Buch, das durch sehr realistische, greifbare Charaktere und eine nachvollziehbare Liebesgeschichte punktet. Paul Senftenberg gelingt es sowohl die Beziehung zwischen Daniel und Michael glaubhaft in Szene zu setzen, als auch die Probleme, die eine solche Liebe mit sich bringt. Dabei geht er sehr sensibel vor und verzichtet auf übermäßigen Kitsch, aufgesetzte Dramatik oder unpassende Erotikszenen. „Eine ganz andere Liebe“ ist schwer mit den gängigen Gay Romance Büchern zu vergleichen, bietet es doch eher Lesestoff für Leser, die keine kitschigen Romantikgeschichten lesen, sondern eher Wert auf die Figuren und deren Entwicklung legen. Wer ruhige Geschichten wie die von Jana Walther oder Alain Sulzer mag, dem wird die Geschichte von Michael und Daniel gefallen – wer mehr Wert auf Erotik und viel Romantik legt, sollte dennoch einen Blick riskieren. „Eine ganz andere Liebe“ lohnt sich.

  19. Cover des Buches Kissing one more (ISBN: 9783946494287)
    Katrin Bongard

    Kissing one more

     (55)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD
    Endlich sind Emmy und Noah glücklich. Trotz Anlaufschwierigkeiten haben sie sich schlussendlich doch noch gefunden. Sie verbringen nahezu jede freie Minute miteinander und drohen darüber fast ihre Freunde zu vergessen. Aber Emmy hat ihren Teil des Deals mit Kolja noch nicht eingelöst. Sie muss sich unbedingt etwas einfallen lassen, damit ihr bester Freund Julian erkennt, was für ein toller Fang Kolja ist. Dessen Probleme sind momentan jedoch anderer Natur, nicht einmal Emmy ahnt, was ihn wirklich umtreibt.

    Mit „Kissing one more“ endet die Trilogie rund um Emmy, Noah und den Rest der Clique. Es geht nochmal heiß her, es wird gelacht, geweint und gezofft, pures Studentenfeeling quasi. Egal, ob man selbst solche Zeiten erlebt hat oder vielleicht gerade mittendrin steckt, mit irgendeiner Figur wird man sich identifizieren können, so dass man spürbar näher am Geschehen ist.

    Dem Perspektivwechsel bleibt die Autorin auch im Abschlussband treu, o dass man immer wieder zwischen Emmys, Noahs und Koljas Sicht wechselt. Dadurch bleibt nicht nur die Handlung lebendig, auch ist es dadurch möglich dieselbe Situation aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Auch wenn man die Protagonisten schon seit geraumer Zeit zu kennen glaubt, entdeckt man auf Grund dieses Stilmittels doch immer noch etwas neues an ihnen. Ist man den gesamten Weg gemeinsam gegangen, so ergibt sich schlussendlich ein großes Gesamtbild.

    Es wird versucht den Fokus dieses Mal stärker auf Kolja und Julian zu legen, doch gelingt dies nur bedingt. Emmys und Noahs Beziehung ist so präsent und irgendwie immer noch ein Brennpunkt, so dass sich der Aspekt merklich in den Vordergrund drängt. Natürlich wird die Geschichte dadurch abgerundet, dennoch hätte man sich gewünscht, vor allem von Julian noch einiges mehr zu erfahren.

    Im Grunde sind alle drei Teile unabhängig voneinander verständlich, schönes ist es natürlich dennoch, die chronologische Reihenfolge einzuhalten und alle Bände zu verfolgen. „Kissing one more“ bildet einen recht soliden Trilogie-Abschluss, dem im direkten Vergleich ein wenig Pep fehlt, der aber dennoch angenehm unterhält und aus dem Alltag entführt.
  20. Cover des Buches Die schwarze Seele des Engels (ISBN: 9783401063881)
    Susanne Mischke

    Die schwarze Seele des Engels

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Als Klara in die Klasse von Carolin kommt, ist jeder sofort bezaubert von ihrer Erscheinung. Sie gleicht einem Model und scheint unnahbar. Als Carolin und ihre Freundin eines Tages mit dem Rad nach Hause fahren, finden sie eine verletzte Taube, welche sich sehr quält. Aus dem Nichts taucht Klara auf und meint, dass man das Tier erlösen müsse. Um Klara zu beeindrucken erlöst Carolin das leidende Tier und ist ab diesem Tag Klaras Freundin. Doch was Caro nicht weiß: Klara hat ein dunkles Geheimnis. Ein Geheimnis, was Carolins Welt vollkommen auf den Kopf stellt.

    Diese kleine Kurzgeschichte aus der Arena Thriller-Reihe für Jugendliche war sehr spannend. Jedoch war der Schluß für mich etwas zu lachs und zu schnell. Susanne Mischke bedient sich bei dieser Geschichte einem Klischee, wie man es schon aus vielen Geschichten und Filmen kennt. Es kommt eine Neue in die Schule und weil sie neu ist und man sie nicht kennt, ist sie cool und unnahbar. Allein deshalb steht Klara schon im Mittelpunkt und sie scheint dies auch zu genießen. Während man liest, bekommt man immer mehr das Gefühl, dass Klara, so wie sie sich gibt, nicht echt ist. Man befürchtet stets, dass sie die beiden Mädchen in Probleme verwickelt und die beiden ihr blind folgen, nur um ihr zu gefallen. Leider lassen sich die Mädchen zu manch irrsinniger Tat auch hinreißen, welche durch Gewissensbisse begleitet werden. Die Geschichte ist lehrreich für Teenies, finde ich. So lernt der junge Leser, dass es nicht darum geht, jemandem zu gefallen und man sich Freunde nicht durch Taten erschleichen kann. Freundschaften müssen wachsen. Und nicht jede Person ist die, die sie zu sein scheint.

    Schade fand ich, dass das Ende so abrupt kam. Da hätte man mehr Spannung aufbauen können. Auch die Gefühlswelt der Mädchen hätte hier noch mehr beleuchtet werden können. Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen, denn sie war sehr flüssig geschrieben und sie wurde während des Lesens auch an keiner Stelle langweilig.
  21. Cover des Buches Wings of Love (ISBN: B00DN7XI6U)
    catthemad

    Wings of Love

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Cumberland Gesamtausgabe (ISBN: B00DL7M4XU)
    catthemad

    Cumberland Gesamtausgabe

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Wolkengaukler (ISBN: 9783934442443)
    Anett Leunig

    Wolkengaukler

     (2)
    Aktuelle Rezension von: JulesB
    Jann hat so seine Probleme, mit Mädchen umzugehen.Als er kurzerhand die Ferien bei seiner Tante und seinem Cousin Christoph in München verbringen darf, fühlt er sich sofort von Christoph angezogen. Dies beruht auf Gegenseitigkeit und fast sofort macht Jann seine ersten Erfahrungen mit Jungs und findet dank Christoph zu sich selbst. Dies jedoch nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern auch, was seine Zukunftspläne anbelangt. Jedoch muss er sich dazu erstmal gegen seinen Vater durchsetzen, der so ganz andere Pläne für ihn bereithält. Des Weiteren steht ein Außlandssemester für Christoph bevor und aufgrund von Christophs Vergangenheit stellt sich die Frage, ob dieser überhaupt zurückkehren wird, was Jann zusätzlich belastet.

    Das Buch bietet mehr als es verspricht, weil es sehr viele komplexe Themen bearbeitet und auch die Gefühle der Nebencharaktere eine große Rolle spielen.
    Zudem kommen in dem Buch immer wieder prickelnde Sexszenen vor, die wirklich Spaß machen.
    Manchmal wirken die Wendungen im Buch ein wenig übertrieben, aber meist wird es erklärt und folglich stört das nicht groß.

    Eine ausführlichere Rezension findet ihr auf meinem Blog:
    www.julesbunteweltderbuecher.blogspot.de
  24. Cover des Buches Betrügerischer Katzenjammer - Eine humorvolle schwule Kurzgeschichte (ISBN: B008N78EGO)

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