Bücher mit dem Tag "science fantasy"
19 Bücher
- Veronica Roth
Die Bestimmung
(6.567)Aktuelle Rezension von: novelicaHachja, die Bestimmung. 🥰😍 Ich konnte es nicht lassen, vor allem da bald der neue Band rauskommt. Ich habe ihn nicht vorbestellt und hoffe da eher auf ein mögliches Weihnachts-/Geburtstagsgeschenk. *Wink mit dem Zaunpfahl.*👀😬
Tris lebt in einer Welt, in der die Gesellschaft in 5 Fraktionen unterteilt ist. Sie wechselt ihre Fraktion bei der Zeremonie der Bestimmung. Das Gefährliche ist aber, dass sie eine Unbestimmte ist. Das sind die, die nirgendwo reinpassen. Sie muss sich in der Fraktion der Ferox behaupten lernen und trifft dort auf ihren Ausbilder Four, sowie ihre neuen Freunde, die ebenfalls aus anderen Fraktionen zu den Ferox gewechselt sind. Doch die Anführer der Ferox scheinen mit den Ken einem Plan nachzugehen, der Tris dazu zwingt, ihr neu gelerntes Wissen über Waffen und Kampftechniken unter Beweis zu stellen.
Ich liebe diese Reihe einfach. Früher schon, heute immer noch. Ich habe es innerhalb von 2 Tagen eingeatmet und ich war wieder sowas von schnell hooked von Tris und Four. Das Kämpfen, Trainieren, stark werden und Militärische vor allem natürlich auch die Dynamik zwischen Four und Tris, lieb ich einfach. 🥰 Wobei er doch glatte 2 Jahre älter ist als Tris! Das ist ja schlimm! Das habe ich früher schon nicht ganz so kapiert warum sie das so aufgreifen muss und dann auch noch wiederholen. 😅
Was ich vergessen hatte, war wie gemein Peter doch wirklich war. Die Filme haben doch so einiges ausgelöscht aus meinem Gedächtnis. Und wie sehr Tris und Al eigentlich befreundet waren. 🥲
Ja, mal sehen ob ich die anderen beiden Teile auch so verschlingen werde wie Band 1. Ich glaube, von den Büchern konnte ich mir im Gegensatz zu Band 1 gar nichts behalten. Mal sehen 😊 - Kai Meyer
Die Krone der Sterne
(315)Aktuelle Rezension von: thrill.tasticSchon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist. - Xiran Jay Zhao
Iron Widow - Rache im Herzen
(113)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDas war, trotz des interessanten Klappentextes, definitiv ein Cover-Kauf. Es sieht absolut fantastisch aus!
Aber auch der Inhalt konnte mich restlos begeistern! Die wilde Mischung aus Science Fiction, Fantasy, historischen Persönlichkeiten (von denen ich allerdings keine Ahnung habe), Female rage und Romance hat mich komplett abgeholt!
Der Klappentext verrät auch wirklich nur den Anfang der Geschichte und da passiert noch so viel mehr. Zetian auf ihrem Weg zu begleiten war aufwühlend, grausam und gleichzeitig extrem befriedigend. Ihre Wut war so nachvollziehbar und greifbar.
Falls ihr, was den Romance-Anteil angeht, Spice erwartet, täuscht ihr euch. Hier geschieht alles hinter „verschlossenen Türen“ und machte es für mich dadurch noch umso besser. Die Geschichte um sie und ihre Rache leibt absolut im Vordergrund.
Ich freue mich auf jeden Fall, diese Geschichte noch weiterverfolgen zu können und habe in diesem Buch eines meiner Jahreshighlights gefunden!
- Jasper Fforde
Eiswelt
(54)Aktuelle Rezension von: TheFoxWie alle von Ffordes Romanen handelt auch Eiswelt von einer uns bekannten, aber dennoch äußerst unbekannten Welt. Hier ist es eine Welt, in der eine (winzige) Sache anders gelaufen ist: die Eiszeit hat nie aufgehört. Dadurch haben sich auch die menschlichen Erdbewohner an die Bedingungen anpassen müssen. Sie überwintern die kalte Jahreszeit, indem sie einfach Winterschlaf halten. Diese Fähigkeit ist lebensnotwendig, denn die Zeit des Winters bringt ihre eigenen Gefahren mit sich.
Charlie ist der Protagonist des Romans, der das erste Mal den Winter über nicht schlafen wird, sondern als Konsul auf die Schlafenden aufpassen muss, denn es gibt allerhand Gefahren im Eis - Monster, Zombies, Menschen. Hierbei stößt Charlie jedoch auf eine geheime Verschwörung, die das Leben aller Menschen ins Chaos stürzen könnte.
Der Roman konnte mich überzeugen und begeistern, auch wenn er mich zu Beginn nicht sofort fesseln konnte. Fforde hat sich Zeit gelassen, die Welt einzuführen, was einige Kapitel in Anspruch nahm. Allerdings war die Einführung notwendig, denn die Welten Ffordes sind meist recht komplex und haben ihre eigenen, sehr skurrilen Regeln, die man für den Handlungsverlauf verstehen sollte. Der Plot ist kaum vorhersehbar, kleine Ereignisse führen zu großen Veränderungen. Schön fand ich, dass es trotz der doch sehr gruseligen Atmosphäre immer wieder amüsante und witzige Einschnitte gab, was das Lesen von etwas traurigeren Stellen erleichterte. Das Ende kam dann doch schneller als erwartet, ich war kurz vor Schluss im Zweifel, ob da wirklich ein schlüssiges Ende zustande kommen kann bei diesen wenigen übrigen Seiten. Das Ende war dann doch ganz befriedigend, obwohl einige Fragen (bewusst) offenbleiben. Für den Roman jedoch ein durchaus passendes Ende.
Insgesamt konnte mich Fforde wieder einmal überzeugen, auch wenn ich den Roman nicht ganz so gelungen wie seine anderen Bücher fand (Thursday Next blieb unerreicht) … Ich würde dem Roman 4,5 Sterne geben!
- Tom Daut
Anno Salvatio 423
(20)Aktuelle Rezension von: Bookworm_MonsterchenIch dachte immer SciFi ist nicht so ganz mein Genre, doch Tom Daut belehrt mich zum zweitenmal eines besseren. 😍
Mit der Vorgeschichte "Die Sinistra", hat mich der Autor schon echt begeistert. Auch wenn es sehr militärisch war und ich dachte, na ob ich da nicht überfordert bin. Doch Pustekuchen. Tom Daut hat eine fantastische Schreibweise, die man auch in so einem Thema locker und leicht lesen kann.
Straßenpriester Desmond Sorofraugh hat die Gabe des heiligen Geistes und dient Gott, unter Papst Innozenz XIV. Doch die Kirche die das heilige Land regiert, ist nicht das was sie vorgibt zu sein. Und als Desmond in den Untergrund geht, gerät seine heile Welt ziemlich aus den Fugen.
Am Anfang musste man erstmal ins Buch reinzukommen. Da es viele Infos um diese für mich fremde Welt gab. Aber durch den guten Schreibstil klappte das recht schnell. Die Story ist mega klasse, sehr spannend und extrem Aktionreich. Einfach geil. Normal sind die ersten Teile von Reihen (hier sind 5 geplant) immer sehr seicht und erklären mehr die Welt und das drumherum, doch was Tom Daut hier schon rausballert, krass. Umso gespannter bin ich natürlich auf Band 2. Und keine Angst, auch wenn es um die Kirche geht, hier wird alles andere als nur gebetet, sondern die Kirche auch ordentlich hinterfragt. Ein Buch voller Intriegen, Machtspielchen und genialer Betrügereien...
Die Charaktere sind auch super gelungen. Ich mag Desmond total gerne. Auch wenn er ein Mann der Kirche ist, ihn daher das ein oder andere abschreckt, ist er doch offen für die Welt. Auch die anderen Protagonisten haben eine so schöne Tiefe, was diese Welt mehr als real erscheinen lässt.
Das Ende wirkte zwar etwas kurz und knapp, aber im anbetracht das da noch vieles offen ist, kann man das verkraften.
Also eine absolute und riesengroße Bookie-fizierte Empfehlung. ❤️ Gebt Desmond eine Chance.
- Emma Trevayne
Songs of Revolution
(36)Aktuelle Rezension von: TABEAbooksDer Schreibstil war flüssig und die Story gut geplant. Alle die Musik mögen, werden dieses Buch lieben. Die Welt in der Zukunft wurde detaillreich beschrieben. 5 Sterne! - Xiran Jay Zhao
Iron Widow - Seele in Ketten
(23)Aktuelle Rezension von: sozicuNachdem ich Teil 1 inhaliert und geliebt hatte, habe ich an dieses Buch gewisse Erwartungen mitgebracht. Die konnten aber leider nicht (vollständig) erfüllt werden.
Die ersten 2/3 haben sich für mich gewaltig gezogen. Auch wenn es interessant war zu sehen, was sich poltisch nun in Huaxia verändert und zu welchen Reibungen es da so kommt, hat der Teil einfach sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Entscheidung um Entscheidung. Verrat um Verrat. Intrige um Intrige. Problem um Problem.
Dabei dann in Zetians Kopf zu stecken war hart. Sie ist keine Sympathieträgerin, was sie auch nicht sein muss. Sie bleibt unfassbar stur und verbort. Legt kaum eine Entwicklung hin (außerhalb vom Körperlichen) und wenn doch, wird sie gleich wieder zu Nichte gemacht. Das war einfach anstrengend.
Die Welt ist erschreckend realistisch aufgebaut und das Worldbuilding bleibt konsistent und logisch. Wir sehen wie tief diese ganzen Sachen, Traditionen und Regeln eigentlich gehen und wie Grausamkeit auf unterschiedliche Arten und mit verschiedenen Rechtfertigungen ausgeübt werden kann.
Das letzte Drittel birgt dann das, was ich als die Haupthandlung ansehe. Die kann sich wirklich sehen lassen und da war ich dann auch wieder im Bann.
Es fällt mir super schwer dieses Buch zu bewerten, weil ich mich wirklich viel quälen musste, obwohl es so interessant war und die Welt so klasse aufgebaut ist.
Ich bin definitiv gespannt auf Teil 3 und hoffe da wieder mehr von meiner Begeisterung aus Teil 1 erfahren zu können.
- Joshua Tree
Pilgrim - Rebellion
(27)Aktuelle Rezension von: LetannaMagnus und seine Freunde leben auf dem Berg Pilgrim und führen ein zufriedenen Leben. In ihrer Welt gibt es Magie, die ihren Ursprung bei der Weltenblume hat, einem Wesen, dass in dem Berg lebt und von der die Bewohner ihre Magie beziehen. Nur fordert die Magie einen Preis, denn man kann unter Umständen dem Wahnsinn verfallen. Außerdem muss jeder mit 40 Jahren sterben, etwas was Magnus hinterfragt. Gemeinsam mit seinen Freunden kommt er hinter das Geheimnis der Weltenblume, mit verheerendem Ausmaß, denn es kommt zu
Bei dieser Geschichte mischt der Autor zwei Elemente der Literatur, die ich eigentlich sehr mag, nämlich Fantasy und Science Fiction. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Magnus, der Autor benutzt hier für die 3. Person. Die Welt, in der uns der Autor hier entführt, war wirklich faszinierend und ungewöhnlich, was mir sehr gut gefallen hat. Die Grundidee zu dieser Gschichte fand ich zwar sehr gelungen und auch interessant, nur hat mir die Umsetzung nicht richtig gefallen.
Das fängt schon damit an, dass unheimlich viel erklärt wird. Das war zwar nötig, um die Hintergründe zu verstehen, aber teilweise wird dadurch die Geschichte etwas zäh. Außerdem ist mir das Ganze teilweise zu wissenschaftlich.
Insgesamt gibt es von mir nur 3 von 5 Punkten. - Marie Meier
Seelengrube (Der letzte Schlüssel 1)
(15)Aktuelle Rezension von: noosphaereZuerst brauchte ich ein paar Seiten, um mich zurechtzufinden und mich bzw. die Handlung zu verorten. Ein düsterer Kerker auf dem nicht gerade heimeligen Planeten Nibel V war nicht der Anfang einer Geschichte, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Aber dann gab es kein Halten mehr.
Aus zwei Gefangenen, die unterschiedlicher nicht sein können, werden Zellengenoss_innen. Aus Fremden werden Vertraute, aus Feinden Freunde. Zwar deutet sich an, dass in der Protagonistin Jule verborgene Kräfte schlummern, die sich hartnäckig bedeckt halten, aber wie sehr eine traumatisierte, desillusionierte und etwas faule und ambitionslose Beschwörerin in einen Sog von göttlichen Mächten gezogen wird, sucht dann doch ihresgleichen.
Unbeschwert und mühelos ... nahezu mottengleich 😉 ... schubst Marie Meier uns Lesende quer durchs All in eine Welt voller Magie und Götter, aber auch voller Sklaverei und zerstörerischer Gewalt. Schnell fühlte ich mich als Teil von Jules Homies und konnte mich mit ihrer chaotischen, unentschlossenen, aber auch impulsiv-unerschrockenen Art sehr gut anfreunden.
Voller Selbstzweifel und oft von ihrem spontanen sich bahnbrechendem Mut selbst überrascht, wird ihr Leben durch neue Bekanntschaften auf Links gezogen. Sie schnuppert in die Luxuswelt der Mächtigen hinein, rettet Fremden das Leben und bringt sich selbst in Lebensgefahr. Und während all dieser unvorhersehbaren Umstände versucht sie mehr oder minder motiviert in der Hierarchie der Beschwörer_innen durch eine Prüfung im Grad aufzusteigen. Glücklicherweise wird sie von ihrer Clique unterstützt (Florence, Amy, Emili, Daniel), die mich gleich an die Freunde von William Thacker (alias Hugh Grant) in Notting Hill oder von Bridget Jones (alias Renee Zellweger) in Schokolade zum Frühstück erinnerte.Spannend, unterhaltsam, überraschend und mit viel Gefühl von der ersten bis zur letzten Seite... ein echter Pageturner. Beruhigend, dass noch der zweite Teil auf mich wartet.
- Ainoah Jace
Terra Obscura
(6)Aktuelle Rezension von: AmberStClairKlappentext:
Leserstimme: "... ein Planet voller Spannung und Überraschungen"
Fantasy meets Science Fiction: Verwirrende Gefühle und waghalsiger Mut in der Finsternis eines zerrissenen Planeten
Angriffe aus dunklen Schluchten erfordern das Handeln Talins, der attraktiven, kühlen Admiralin der Luftschiff-Flotte, doch ihre Expedition steht von Beginn an unter keinem guten Stern. Probleme mit der Technik, ein blinder Passagier und ein autoritätsverachtender Fürstensohn machen ihr das Leben schwer. Als die Crew gezwungen wird, den sicheren Airballoon zu verlassen und in die Schluchten abzusteigen, wartet bereits ein überlegener Gegner auf sie. Unerwartet findet sich Talin zwischen zwei Männern wieder. Bisher unterdrückte Gefühle lodern wie heiße Flammen und bringen die Admiralin in tödliche Gefahr.
Leserstimme: »Und wieder ist Ainoah Jace ein großer Wurf gelungen. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!«
Meine Meinung:
Schreibstil ist ziemlich flüssig und das Buch ließ sich gut lesen. Die Beschreibungen der Personen sind manchmal sehr lang gewesen. Aber man konnte sich diese Personen gut vorstellen und sie kamen ganz gut herüber. Der Planet Beretar wurde beschrieben und man tauchte in einer Fantasiewelt ein die der Autor erfunden hat. Aus verschiedenen Sichten wurde dieses Buch geschrieben, was ziemlich interessant war.
Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte die helfen soll die einzelnen Personen zu finden sind. Leider ist die Karte ziemlich klein. Hätte etwas größer sein können.
In allem war es eine interessante Geschichte in der sehr viel passiert ist.
- Anja Fahrner
Alkatar
(22)Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincessInhalt: In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft ist die Erde verseucht. Eine Gruppe Freiwilliger wird auserkoren, einen neuen Planeten besiedeln zu dürfen, unter der Aufsicht des Interplanetaren Bundes und Heerführers Alkatar. Sie sollen lernen, sich selbst genug zu sein und nicht nach höherer Macht zu streben. Unter ihnen ist die junge Frau Stefa, welche gemeinsam mit ihrem Bruder und dessen Freundin aufgebrochen ist. Stefa bewundert den ehemaligen Heerführer und malt sich eine gemeinsame Zukunft mit ihm aus, doch er scheint unerreichbar. Kann es eine Zukunft für die kleine Gruppe geben?
Fazit: Ich muss sagen, dass sich Science Fiction eigentlich außerhalb meiner Komfortzone befindet. Doch ich hatte mir das Buch einmal während einer Gratis-Aktion gesichert und wollte es nun endlich lesen. Was ich nicht erwartet habe: Es hat mir gefallen! Die Geschichte war spannend, die von der Autorin geschaffene Welt neuartig und dennoch verständlich. Es gab immer mal wieder größere Zeitsprünge, die aber dazu beigetragen haben, die Spannung aufrechtzuerhalten. So gab es keine unnötigen Füllerkapitel. Alkatar als Persönlichkeit fand ich unglaublich interessant und auch an Stefan konnte ich Gefallen finden. Was ich anmerken möchte: Teile der Geschichte sind vielleicht nichts für ganz schwache Nerven.
Empfehlung: Tatsächlich ja! Science Fiction trifft den Hauch einer Liebesgeschichte und erschreckende Schicksale.
- Melanie Meier
Der Fourfold-Clan: Der Rote Drache (Fourfold-Saga 2)
(1)Aktuelle Rezension von: AleshaneeEine großartige Fortsetzung!
Also: einfach schreibt sie ja nicht, die Autorin. Man muss schon wirklich mitdenken und dabei bleiben, denn ansonsten verliert man ein bisschen die Orientierung über Raum und Zeit, aber es lohnt sich dranzubleiben, denn es entwickelt sich zu einem grandiosen Abenteuer auf verschiedensten Ebenen! Verflochten, spielerisch, aber mit einer besonders tragenden Weise - verwirrend, aber sich selbst erklärend, das alles wird vereint in einem überzeugenden Stil, der mich wieder einmal (nach kleinen anfänglichen Einsteigerschwierigkeiten) mitgerissen hat!
Vielleicht sollte man nicht zu viel Zeit verstreichen lassen zwischen den Bänden, denn obwohl hier viele Erinnerungsstützen eingeflochten werden, die einem die Ereignisse aus Teil 1 wieder näher bringen, war es anfangs etwas schwierig für mich, reinzufinden. Das kann natürlich auch an meiner dahinwelkenden Gedächtnisleistung liegen, denn man muss hier schon einige Zeit- und Raumsprünge überbrücken, deren Abgründe einen surrealen Sog vermitteln, dem man sich allerdings voll und ganz hingeben sollte!
Dann ist aber plötzlich der Knoten geplatzt! Die Puzzlestückchen haben ihren rechten Platz und ich mich mittendrin wieder gefunden; und je mehr Überblick man bekommen hat, umso größer und vielschichter wurde die Geschichte! Und der Überblick weitet sich immer weiter aus, denn die vier Brüder aus dem Fourfold-Clan müssen hier ganz eigene Wege beschreiten, um endlich (wieder) zusammenzufinden.
Während man bisher hauptsächlich Carls Perspektive verfolgt hat, wechselt die Sichtweise häufiger auch mit den anderen Clan Mitgliedern, so dass man sich nach und nach an die vielen Schicksalsfäden herantastet, die in den Tiden gewoben wurden: deren Beschaffenheit aber durch kleinste Wendungen gefährdet werden und reißen könnten.
Überhaupt sind die Charaktere ebenso vielschichtig wie die Handlung an sich - ich bewundere sehr, wie die Autorin die Figuren immer so lebensnah und dennoch in ihrer Art eigen- und selbständig erschaffen kann. Egal ob sie nur am Rande auftauchen oder als Hauptakteure handeln, ich hatte bei jedem ein sehr wirkungsvolles Bild vor Augen und konnte jede Leidenschaft und jegliche Entscheidung nachvollziehen.
Und da haben es Collem, Shane, Carl und Nick wahrlich nicht einfach, denn während der Captn in der Zukunft noch immer um sein Leben ringt, muss Carl in der Vergangenheit darum bangen, den Clan überhaupt erst entstehen zu lassen. Vergangenheit, Zukunft, die Gegenwart auf verschiedenen Ebenen, die Sphären in den schicksalsträchtigen Wogen der Tiden, dass alles wird scheinbar wild durcheinandergewürfelt - doch wie hat Einstein damals so schön gesagt: Gott würfelt nicht ;)
Alles ist vorherbestimmt, unterliegt aber doch dem freien Willen, oder nicht? Solche kleinen philosophischen Fragen tauchen immer wieder auf, genauso wie gesellschaftliche Schönheitsfehler, über die wir in der Masse gerne hinwegsehen; da gibt es immer wieder kleine Passagen, in denen ich mich wiederfinde - meine Fragen, meine Ängste, meine Hoffnungen - und den Scharfsinn der Autorin bewundere. Denn während sie hinterfragt und mich als Leser auf Denkansätze stößt, weiß sie sehr wohl nicht zu überzeugen, sondern mich als Mensch anzuspornen, mir selbst Gedanken zu machen. Und das ganz nebenbei, ohne den Fluss der Geschichte zu damit zu unterbrechen oder den erhobenen Zeigefinger rauszukehren.
Ich könnte diese Geschichte niemals in ein paar Worten zusammen fassen und ich habe allergrößten Respekt vor diesem komplexen und doch so wunderbar strukturierten Werk. Auch wenn euch anfangs vielleicht noch alles zu wirr erscheint: haltet durch und haltet dem Fourfold-Clan die Treue, denn es wird sich alles aufkären und (hoffentlich) zum Guten wenden! Die vielen roten Fäden, so leicht sie auch reißen können, werden zueinander finden und euch an dieses Abenteuer fesseln, das originell und einzigartig ist! Vielleicht hätten nicht alle Szenen so sehr in die Tiefe gehen müssen, doch dann hätten sie vielleicht auch an ihrer Intensität verloren. Wenn man sich auf diesen Rhythmus einlässt, ist es ein immer wieder verblüffendes und beeindruckendes Erlebnis!
Die Fülle an Schauplätzen, Phänomenen und Ereignissen sind ebenfalls mit präziser Deutlichkeit mühelos integriert, ohne überladen zu wirken!
Außerdem hat die Autorin hier wieder grandiose Ideen aus dem Hut gezaubert die mich überraschen konnten, denn auf gewöhnliche Muster oder typische Handlungsverläufe wartet ihr hier vergebens! Zudem ist jede Situation mit einer Präzision und eindrucksvollen Klarheit geschrieben - sei es bei den Dialogen, den Kampfgeplänkeln, bei intimen Momenten oder in der Gefühlswelt - vor allem aber auch in den verhängnisvollen Tiefen der Tiden, die umso anschaulicher weil in ihrer Glaubwürdigkeit gefestigt sind.
© Aleshanee
Weltenwanderer - Ainoah Jace
Porta Caelesta
(2)Aktuelle Rezension von: annluIn diesem Moment schlossen sie einen Pakt, die abenteuerlustige Frau und der Mann, dem zum ersten Mal in seinem Leben jemand anderes bedeutsamer war als er selbst. Sie würden herausfinden, was auf dieser Himmels-Scholle nicht ganz so himmlisch war.
Beretar 2
Seit Naim die tödlich verwundete Admiralin Talin durch das helle Tor getragen hat, hat keiner auf Beretar mehr von ihnen gehört. Doch ihre Freunde wollen die Hoffnung nicht aufgeben. Elion ist der erste, der die Informationen über Than weitergibt und deswegen zusammen mit den Vorstehern des Mädchen- und des Jungenhauses der Schulscholle aufbricht, um Naim zu folgen. Auch Fadir und Talins erster Offizier Frann werden zu einer Expedition geschickt, die Naim und Talin finden sollen. Währenddessen sind diese auf die unbekannten Himmels-Scholle gelangt, die im ersten Moment wie das Paradies erscheint. Doch der Schein trügt und es dauert nicht lange, bis auch sie sich wieder in Abenteuer stürzen.
Da ich die Charaktere und die Welt bereits aus Band eins kannte – und hier auf längere Beschreibungen verzichtet wurde – konnte ich gleich ins Buch einsteigen.Nach dem Ende des letzten Bandes war ich sehr gespannt darauf, wie es Talin und Naim ergangen ist. Hier musste ich mich aber erst einmal in Geduld üben. Die Ereignisse aus Band eins wurden zwar nur sehr kurz zusammengefasst, aber der Fokus der Erzählung lag vorerst auf Elion, Frann und Fadir. Auch ihre Geschichten zeigten von Anfang an eine spannende Seite, so verdächtigt Fadir den Fürsten, Geheimnisse vor ihm zu haben und Elion muss bald erkennen, dass es andere auf den Schollen gibt, die mehr zu wissen scheinen. Zusammen mit den Entdeckungen, die Naim und Talin auf der Himmels-Scholle machen, bin ich bald von einer Verschwörung ausgegangen, auf die die einzelnen Informationen, die von den unterschiedlichen Gruppen gemacht wurden, hindeuteten. Dadurch waren für mich alle Handlungsstränge interessant, wenn ich auch den um Talin und Naim immer etwas lieber mochte. Nach der Wandlung, die die beiden Charaktere im ersten Band durchgemacht haben, fand ich sie hier noch interessanter.
Dass sich aus ihrem wie ausgewechseltem Umgang miteinander bald mehr entwickeln würde, war vorhersehbar und dennoch zu ihnen passend beschrieben. Die Reihe wird immer wieder als romantischer Fantasy angepriesen. Ich für meinen Teil finde Romantik nicht unbedingt das passende Wort dafür, da weder Naims noch Talins Charakter kitschige, schwärmende oder andere Liebesbezeugungen zulassen und „Romantik“ doch in die Richtung denken lässt. Zudem spielt ihre neue Beziehung nicht so eine große Rolle in der Geschichte, wie man das nach dem Klappentext oder auf Grund der Bezeichnung vielleicht erwarten würde. Sie ist ein Teil der Erzählung, aber bei weitem nicht der wichtigste oder beherrschende. Wer also nur eine Liebesgeschichte vor fantastischem Hintergrund sucht, ist hier falsch. Viel mehr geht es im Buch um einzelne Bewohner Beretars, die sich auf ihre Neugierde einlassen, die ihren Freunden helfen wollen oder die gegebenen Umstände nicht einfach ungefragt so hinnehmen wollen und dadurch in einen Teil ihrer Welt aufbrechen, der bisher unbekannt, aber voller Gefahren, ist.
Fazit: Der Band schließt die Reihe ab und wartet dabei mit mehr fantastischen Elementen als der erste Teil auf. Die bekannten Charaktere werden durch neu hinzugekommene ergänzt. Bis zum Ende spitzt sich die Situation zu einem fulminanten Finale zu. Ein sehr gelungener Abschlussband, der mir noch besser gefallen hat, als der Vorgänger.
- Mark Silving
Volarus Erbe (Aemeas: Das Feuer der Schuld)
(9)Aktuelle Rezension von: AnnejaAuch wenn das Buch 600 Seiten hat, verflog die Zeit nur so beim Lesen. Ich las und las und las und bis zu meiner ersten Pause waren schon 120 Seiten weg gelesen. Besonders der Genre-Mix aus Fantasy, Science Fiction und Erotik ist dem Autor, in seinem Erstlingswerk , mehr als gelungen.
Wir verfolgen die Geschichte aus 2 Sichtweisen. Zum einen aus der von Chad, der in Myrion lebt, in der es Aemeas-Begabte gibt, welche, so kommt es einen vor, zaubern können. Sie haben Kräfte, für die sie gerade von Chad, stark beneidet werden. Zum anderen erleben wir die Geschichte von Asaria, die in Chas´s Welt eine Art Heilige ist. Sie lebt auf einer Insel, die der Gott Khi schützt. Ihr Volk, die Ziawi, leben in Einklang mit der Naturund nutzen die Mittel die sie haben um ein angenehmes Leben führen zu können. Wir erleben Asaria aus der Sicht von Chad, der ihre Geschichte während eines Rituals erfährt.
Chads Welt überraschte mich mit etwas von dem ich noch immer nicht sagen kann ob es gut oder schlecht ist. Denn wenn man in Myrion vergeben ist und fremd geht, gibt es ein Gesetz das besagt das man den Seitensprung innerhalb der nächsten 24 Stunden beichten muss. Tut man dies nicht und es kommt heraus das man fremd gegangen ist, wird man verurteilt. Kommen wir zu den Charakteren selbst. Trotz der sehr kurzen Sequenzen, erfahren wir sehr viel über Chad. Er scheint Einzelgänger zu sein, der aber mit Frauen kein Problem zu haben scheint. Bis jetzt fand er leider nicht die Richtige, da er einfach immer das Gefühl hatte, sich selbst von ihnen ab zu stoßen. Trotzdem wirkt er sehr clever und lässt sich seine eigene Meinung nicht nehmen.
Über Asaria erfahren wir um so mehr. Sie ist die Häuptlingstochter und trägt immer ein Amulett um den als Hals. Dieses Amulett besteht aus einem Stück Knochen, welches einem Vorfahren ihres Stammes gehört hatte, nämlich von Volaru. Sie ist clever und bildet sich ihre eigene Meinung, auch wenn ihr Stamm an Gebräuche und Rituale glaubt, die eingehalten werden sollten. Im Verlauf der Geschichte wurde sie für mich zu einem immer stärker werdenden Charakter, dem ich nur Respekt zollen kann.
Norman, ist der Fiesling der Geschichte. Er kommt eines Tages in Asaria´s Dorf und behauptetet ein Gesandter Khi´s zu sein. Er scheint sehr mächtig, da er Blitze erzeugen kann oder unmenschliche Kraft beweist. Er bringt dem Ziawi neue Sachen bei, wie die Metall- oder Glasherstellung. Auch wenn er das Böse ist, so passt seine Figur einfach wundervoll in die Geschichte. Man will einfach erleben wie er gestürzt und zu Fall gebracht wird.
Mit Ryan kam dann doch noch das Gute ins Dorf, genau wie viele Antworten, die man erst so nach und nach verarbeiten muss, da man überhaupt nicht mit ihnen gerechnet hat. Zudem möchte Ryan Norman stürzen und wirkt dabei so aufrichtig und ehrlich, das man ihn einfach lieb gewinnen muss. Genau wie Norman passte er toll in die Story und versprühte seinen ganz eigenen Charme. Zudem kommt mit Ryan der Science-Fiction-Faktor im Buch erst richtig in Fahrt.
Zum Schreibstil kann ich nur sagen, das ich begeistert bin. Herr Silving schaffte es trotz der 600 Seiten die Spannung aufrecht zu erhalten und in den richtigen Momenten Action oder Gefühle auf erstehen zu lassen. Man konnte nicht mehr aufhören zu lesen und wünschte sich selbst nach dem Ende sofort mit dem nächsten Teil beginnen zu wollen. Zum Glück erscheint dieser noch 2017. Was mich jedoch besonders faszinierte war der Erfindungsreichtum, den der Autor an den Tag legt. Er gehört vieles dazu um sich so eine fabelhafte Geschichte einfallen zu lassen.
Ich bin sehr angetan von dem Buch und werde auch die Nachfolger, die bis 2019 jährlich erscheinen, weiterhin verfolgen. Mir gefiel die Idee und die Umsetzung einfach zu gut. Man möchte garnicht glauben, das dies der Debütroman des Autors ist. - Clifford D. Simak
Sternenerbe
(1)Aktuelle Rezension von: hauntedcupcakeInhalt
Seit vor Hunderten von Jahren die Technik komplett vernichtet wurde, haben sich primitive Stämme und Gesellschaften gebildet. Doch in einer kleinen Universität versucht man das Wissen zu bewahren und zu lehren. Nach fünf Jahren lernen und bäuerlicher Arbeit entscheidet sich der Waldläufer Thomas Cushing, die Universität zu verlassen und sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Ort zu machen, wo die Menschen den Planeten einst mit Raumschiffen verlassen haben. Unterwegs erhält er Gesellschaft von der Hexe Meg und ihrem äusserst sensiblen Pferd Andy sowie dem vielleicht letzten Roboter der Welt, Rollo. Für die kleine Gruppe beginnt das grösste Abenteuer ihres Lebens...
Meine Meinung
Seit kurzem erst reizt mich das Genre Science Fiction und mit "Sternenerbe" habe ich ein Buch gefunden, dass mich auf Anhieb angesprochen hat. Recht schnell musste ich dann feststellen, dass man der Geschichte sehr wohl anmerkt, dass sie sozusagen von einem Altmeister geschaffen wurde (der Autor war bereits 73 Jahre alt, als er das Buch geschrieben hat), denn der Schreibstil ist komplett anders, als ich ihn sonst so lese: Voller langer verschachtelter Sätze, poetischer aber auch gesellschaftskritischer Botschaften und manchmal, ja manchmal hatte ich ein klein wenig Mühe, hatte mich zwischen den Sätzen zu verloren. Dennoch hat mir gerade der Schreibstil besonders an der Geschichte gefallen.
"Sternenerbe" erzählt ein aberwitziges, irres Abenteuer. Die Welt ist vor Ewigkeiten von jeglicher Technik befreit worden, es herrschen fast schon barbarische Zustände. Thomas Cushing, einer der wenigen, der es in die Universität geschafft hat, bricht auf, um einen sagenumwobenen Ort zu finden, von dem er gelesen hat. Bald schon schliessen sich ihm die alte schrullige Hexe Meg und ihr Zauberpferd Andy an - das sich als sehr sensibel gegenüber so ziemlich allem entpuppt, sowie Rollo, der wohl letzte Roboter der Welt, der ziemlich gesprächig ist. Gemeinsam ziehen sie durch das Land, das voller Geheimnisse und Sonderheiten steckt und suchen den Abflugort, von dem aus die Menschen angeblich die Welt in Raumschiffen verlassen haben.
Zugegeben, das alles klingt ziemlich abgefahren. Ist es auch. Aber auf sehr angenehme und befriedigende Art und Weise passt alles zusammen, harmoniert miteinander und es macht richtig Spass, die Geschichte zu lesen. Natürlich war ich vom Klappentext vorgewarnt und so war ich auch nicht allzu enttäuscht, dass das Buch doch eher Richtung Fantasy mit Sci-Fi-Elementen geht, als reine Sci-Fi. Aber als Einstieg in das Genre war mir das ganz recht so. Mit der Zeit, je weiter sich die Geschichte entwickelt hat, wurde es immer spannender und es fiel mir immer schwerer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Auflösung, das grosse Ende, kam anders, als ich es erwartet hatte. Für mich war es auf jeden Fall ein schlüssiges und passendes Ende.
Was mir wahrscheinlich lange in Erinnerung bleiben wird, sind die Botschaften, die sich in der Geschichte verbergen. Schon im Jahre 1977, als der Autor das Buch geschrieben hat, hat er die menschlichen Missstände erfasst und analysiert und sie lassen sich in gewisser Weise leider auf die heutige Zeit anwenden.
Setting
Die Geschichte um Cushing, Meg und Co. spielt auf der Erde in einer weit entfernten Zukunft. Die Technik hat überhand gewonnen und wurde deshalb vor Jahrhunderten schon beseitigt. Das einzige was aus dieser Zeit übrig geblieben ist, sind die Gehirnkapseln der Roboter, die aus einem unzerstörbaren Material geschaffen sind. Die Menschen leben als Sammler, Bauern, Jäger, primitiv, immer auf der Hut, aber ein paar wenige haben eine Universität geschaffen, in der das alte Wissen gelehrt wird: Lesen und Schreiben. Ausserhalb der wenigen übrigen Städte und der Universität ist die Wildnis, die von Stämmen bewohnt wird. Manche von ihnen haben sich zu kriegerischen, barbarischen Stämmen entwickelt.
Die Erde wird von allerlei seltsamen Wesen bewohnt: Zitterschlangen, verfolgende Schatten, lebendige Steine - von denen man nie genau weiss, ob sie wirklich sind, und wenn ja, woher sie kommen. Auch die Hexe Meg und ihr Zauberpferd Andy gehören zu den eher seltsameren Erscheinungen dieser Geschichte, wobei ihre Magie vielleicht eher eine Art Hypersensibilität gegenüber der Welt ist.
Das Setting und das Worldbuilding ist sehr gelungen, sehr bildhaft, ich war mitten drin, immer dabei und trotz der Schrecken und dem Mangel an jeglicher Art Technik habe ich mich irgendwie wohl gefühlt in dieser Welt.
Charaktere
Thomas Cushing ist ein Waldläufer, der sich in die Universität eingeschrieben und dort von dem Abflugsort gelesen hat. Dieser lässt ihn nicht mehr in Ruhe und so macht er sich auf den Weg dorthin. Er ist ein sehr sympathischer Kerl, in sich gekehrt, ruhig, nachdenklich, aber auch abenteuerlustig und fröhlich und manchmal gar impulsiv und verzweifelt.
Meg ist eine alte schrullige Hexe, die irgendwie ihren Platz in der Welt erkämpft hat. An ihrer Seite steht der treue Andy, ein Pferd, das ihr mehr als einmal gute Dienste erwiesen hat. Mit Meg wurde ich erst nicht warm, dann aber umso mehr. Andy hingegen habe ich von der ersten Begegnung an geliebt.
Rollo ist der wahrscheinlich letzte lebende Roboter der Welt. Und weil die meisten Menschen sich vor ihm fürchten, ist er oft allein - was sich darin äussert, dass er verdammt gesprächig ist. Seine Erzählungen füllen manchmal eine ganze Seite und ich hatte zu Beginn etwas Mühe damit. Aber wie alle anderen Charaktere ist auch er mir ans Herz gewachsen.
Die Protagonisten von "Sternenerbe" fand ich wirklich äusserst gelungen. Wie erwähnt musste ich mit Meg und Rollo erst warm werden, aber schliesslich muss ich sagen, dass sie wunderbar gezeichnet resp. beschrieben sind. Sie alle haben eine Geschichte zu erzählen, die sie zu dem gemacht hat, was sie heute sind, und das macht sie einfach liebenswert und so echt. Auch die wenigen anderen Darsteller der Geschichte sind sorgfältig gewählt und gut umschrieben.
Fazit
"Sternenerbe" ist eines dieser Bücher, bei dem es mir schwer fällt, sie zu bewerten. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und den Protagonisten, habe ich mich in beide verliebt, die Längen, die ich manchmal gefühlt habe, waren doch auch spannend und die ganze Kuriosität der Geschichte war irgendwie vollkommen befriedigend. - Marie Meier
Funkenflug (Der letzte Schlüssel 2)
(8)Aktuelle Rezension von: noosphaereJules Kampf gegen eine ungerechte Welt geht in die zweite Runde. Auch wenn sie in so überhaupt keine Schublade passt und jede_r sie verzweifelt zu kontrollieren bzw. zu beschützen versucht, kann das tief in ihr verwurzelte Chaos immer in den unmöglichsten Momenten die Füße nicht stillhalten.
Die megalomanische Dekadenz der Avatare und ihrer "Hände" im Kontrast zu der unüberlegten Rotzfrechheit von Jule, umspielen sich in sehr natürlicher und auch unterhaltsamer Weise und im Laufe der Handlung erkennt man, wer die eigentlichen Täter und wer die Opfer sind. Was sie verbindet ist ihr gemeinsamer Gegner: die alles und jede_n mit lebensverachtender Brutalität kontrollierenden Patrizier.
In ihrem zweiten Band werden die im Verborgenen liegenden Machtgefüge immer deutlicher, aber auch die Unmöglichkeit, dass das System von einem einzigen "Wildling" gestürzt werden könnte. Doch die bestechende Direktheit der Protagonistin und ihre impulsive Art, für diejenigen einzustehen, die sie liebt, gleichgültig ob sie andere oder sich selbst dadurch gefährdet, erschüttert die jahrhundertealte auf Sklaverei basierende Ordnung. Obwohl Jule nicht wirklich eine Rebellin sein möchte, scheint darin ihre Bestimmung zu liegen. Im Sturm erobert sie die Herzen von Menschen und Avataren, sprengt polyamor so manche Konvention und findet alte und neue Gegner, aber auch Verbündete an den unmöglichsten Orten.
Ein phänomenal-wilder Flug durch verschiedene Phantastik-Genres in einer chaotisch anmutenden, aber nach und nach erkennbar logisch aufgebauten Welt, voller Siege und Niederlagen, Liebe und Hass, Verzweiflung und Hoffnung.
Auf die Verfilmung wäre ich echt extrem neugierig. Aber zuerst wäre ich schon über Band 3 sehr glücklich. - Sandra Florean
Morlock - Unbekannte Gewässer
(24)Aktuelle Rezension von: Kerstin_LohdeIch bin bei dieser Reihe stolz darauf, dass ich als Bloggerin dabei sein darf. Wer näheres wissen möchte, sollte mal auf der Homepage vom Papierverzierer Verlag vorbei schauen. Hier habe ich schon gespannt drauf gewartet, da es von einer meiner Lieblings Autorinnen geschrieben ist. Man merkt dass es von ihr ist, auch wenn man am Anfang leichte Schwierigkeiten haben könnte. Aber je mehr Episoden man liest, um so besser versteht man die Zusammenhänge. Da hier die Protagonistin nämlich ohne Wissen, also sozusagen einfach so zu ihren Fähigkeiten kommt. - Brandon Sanderson
Das Herz der Sonne
(27)Aktuelle Rezension von: Bookreader34„Er hatte keine Antworten. Er kannte sein Ziel nicht. Vielleicht war er deshalb so verloren. Es fiel schwer, jemand zu sein, wenn man nicht wusste, wohin man unterwegs war. Es war keine Offenbarung im strahlenden Licht. Eher eine in Tränen.“ (Zitat aus Das Herz der Sonne)
Das Herz der Sonne ist ein im Kosmeer spielender Science-Fantasy-Roman von Brandon Sanderson.
Er handelt von einem Mann, der sich selbst Nomad nennt und mit seinem Gefährten Auxilium, auch kurz Aux genannt, auf der Flucht vor einer gefährlichen Söldnertruppe schon seit vielen Jahren ziellos durch das Kosmeer reist. Zu Beginn der Handlung wacht er nach seiner Ankunft auf dem Planeten Canticum inmitten einer Gruppe von Menschen auf, die hingerichtet werden sollen. Und zwar durch das alles verbrennende und schmelzende Licht der gerade aufgehenden Sonne.
Buchstäblich in letzter Sekunde entgeht er dem sicheren Tod. Nach weiteren Verwicklungen kommt er mit Rebellen in Kontakt. Durch sie erfährt er von einem legendären Refugium unter Canticums Oberfläche, wo sie vor einem Tyrannen namens Zunderkönig und der Sonne sicher zu sein hoffen. Nomad bietet den Rebellen seine Hilfe an. Zunächst jedoch nur aus Eigennutz, da er vermutet, dass sich dort eine Energiequelle befindet, mit deren Hilfe er den Planeten wieder verlassen und weiterreisen kann.
Der Schreibstil ist wie immer bei Sandersons Kosmeer-Geschichten sehr angenehm und leicht zu lesen und den Weltenbau und das Magiesystem mit den Sonnen- und Zunderherzen finde ich wie immer interessant und kreativ. Man erhält einen guten Einblick in die Lebensweise von Canticums Bevölkerung und der Planet weist noch ein paar mehr Besonderheiten auf als nur das extreme Sonnenlicht.
Die Übersetzung ist im Großen und Ganzen auch gut. Ein paar wenige offensichtliche Übersetzungsfehler sind mir aber aufgefallen und ein paar Mal hatte ich den Eindruck, dass der Übersetzer falsch verstanden hat, auf was sich ein Satzteil bezieht, und dadurch falsche Pronomen benutzt hat. Jedenfalls sind ein paar Sätze etwas holprig formuliert. Das kommt aber alles wirklich nicht oft vor.
Etwas schade finde ich aber, dass der Übersetzer den Begriff Breath im Orignal nicht mehr wie in Sturmklänge mit Hauch übersetzt, sondern mit Atem, obwohl es sich dabei eben nicht um gewöhnlichen Atem handelt, sondern um etwas Magisches. Warum er Nomad nicht zu Nomade eingedeutscht hat, verstehe ich auch nicht so ganz, vor allem, weil er aus Auxiliary Auxilium und aus Canticle Canticum gemacht hat.
Laut dem Nachwort hat Sanderson diesen Roman für Fans des Kosmeers geschrieben. Daher gibt es viele Anspielungen auf andere im Kosmeer spielende Geschichten. Vor allem aber auf die Sturmlicht-Chroniken, da Nomad und Aux von Roschar kommen und Nomad oft über seine Vergangenheit nachdenkt.
Es handelt sich bei den beiden um Nebencharaktere der Sturmlicht-Chroniken und da ich vorher alle bisherigen Bände gelesen habe, habe ich schnell erraten, welche Charaktere sie sind. Zumindest die Identität von Nomad wird aber auch im Lauf der Handlung aufgedeckt. Die Handlung wird hauptsächlich aus der Sicht von Nomad geschildert, erst relativ spät wird sie ein paar Mal auch aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt. Ich finde vor allem Nomad gut ausgearbeitet und er macht im Lauf der Handlung auch eine deutliche Entwicklung durch.
Anfangs mochte ich Nomad nicht so sehr, da er ziemlich zynisch und vorrangig an seinem eigenen Vorteil interessiert ist. Das hat sich geändert, als ich verstanden habe, warum er so ist, und wie gesagt bleibt er auch nicht so. Aux mochte ich aber von Anfang an, der sich immer wieder in Form einer körperlosen Stimme in Nomads Kopf zu Wort meldet. Seine Kommentare haben mich oft zum Schmunzeln gebracht.
Spannend ist Das Herz der Sonne für mich vor allem durch die vielen Actionszenen und durch die Enthüllungen der ungewöhnlichen Eigenschaften des Planeten und die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Die Handlung selbst fand ich dagegen nicht allzu überraschend. Die Kämpfe werden für Nomad durch sein sogenanntes Tormentum erschwert. Das hat zwar auch Vorteile, verhindert jedoch auch, dass Nomad andere direkt angreifen kann, sogar wenn es der Selbstverteidigung dienen soll. Deshalb muss er sich oft Wege einfallen lassen, um seine Gegner indirekt zu überwältigen.
In künstlerischer Hinsicht gefällt mir Das Herz der Sonne auch. Das Titelbild, das Nomad auf einem Felsen inmitten von Magma und eine futuristische wirkende fliegende Stadt im Hintergrund zeigt, passt insgesamt gut zur Handlung, nur der Mond nicht, da Canticum keinen hat. Auch auf den vorderen und hinteren Vorsatzblättern befinden sich schöne, detailreiche Bilder. Das eine zeigt Nomad auf einem Strand mit einem Segelschiff im Hintergrund und das andere zeigt eine Landschaft auf Canticum bei Sonnenauf- oder -untergang. Auch diese Abbildungen passen gut zur Handlung.
Schade finde ich aber, dass es laut der Danksagung noch mehr Abbildungen geben müsste, die aber nicht vorhanden sind. Im Original gibt es die allerdings wohl auch nur in der Dragonsteel Premium Edition und nicht in der normalen von Tor Books, auf der vermutlich die deutsche Übersetzung basiert. Ich hätte es gut gefunden, wenn Sanderson für die normale Ausgabe eine eigene Danksagung geschrieben hätte, damit dadurch nicht Erwartungen geweckt werden, die dann nicht erfüllt werden.
Insgesamt hat mir Das Herz der Sonne gut gefallen und ich empfehle ihn vor allem Fans von Sandersons anderen Kosmeer-Geschichten.
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