Bücher mit dem Tag "seefahrt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "seefahrt" gekennzeichnet haben.

537 Bücher

  1. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783426510179)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (2.838)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Passagier 23 ist ein spannender Psychothriller und arbeitet das Verschwinden von Menschen auf Kreuzfahrtschiffen auf. Anscheinend verschwinden jährlich ca. zwei Dutzend Passagiere auf hoher See.

    Die Hauptperson Matin Schwartz ist ein Beliner Undercover Polizisi und hat vor einigen Jahren Frau und Sohn während einer Atlantiküberquerung verloren. Er wird an Bord gerufen, weil es 11 jähriges Mädchen, dass für tot gehalten wurde, wieder auftaucht. Dabei war doch die offizielle Erklärung "Selbstmord".

    Schnell entwickelt sich der Roman zu einem echten Pageturner, den man nicht aus der Hand legen möchte.

    Trotzdem hat das Buch Schwächen. Die Handlung wirkt vielfach überkonstruiert und dadurch verliert das Buch, dem ein reales Geschehen zu Grunde liegt, stark an Glaubwürdigkeit. Auch die Auflösung ist nicht überzeugend - Schade!

    Trotz dieser Kritik meine ich, dass der Roman lesenswert ist.

  2. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499267338)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

     (616)
    Aktuelle Rezension von: Rabenseele

    "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" war mein erster Roman von Jojo Moyes. Mir fehlt also der Vergleich mit anderen Werken der Autorin. Schreibt sie immer so? Ist dies eine für sie typische oder eher untypische Geschichte? Dies werde ich sicher in naher Zukunft noch herausfinden, denn dieses Buch hier hat mir richtig gut gefallen und ich möchte nun auch unbedingt ihre anderen Romane kennen lernen.

    Mir hat nicht nur der Schreibstil zugesagt - der sehr flüssig, ja, fast bildhaft beschreibend und im Erzählton durch die Story führt - sondern auch der Aufbau harmoniert sehr mit meinem üblichen Beuteschema.

    Ich mag Geschichten, die über zwei verschiedene Zeitebenen verfügen. Das ist hier der Fall, wenn auch nur ganz dezent ausgeprägt. 

    Die Protagonistin im Prolog sinniert im Jahre 2002 über ihre Erlebnisse während der Schiffüberfahrt von Australien nach England im Jahre 1946. Ohne dass der Leser zu dieser Zeit weiß, um welche der vier Frauen in dem es in der Story überwiegend geht, es sich überhaupt handelt. 

    Dies wird auch im Hauptteil noch nicht offensichtlich, in dem man sich gedanklich zusammen mit besagter Frau bei den Geschehnissen vor und während der Überfahrt befindet.

    Erst im dritten und letzten Teil des Romans wird das Geheimnis gelüftet und man erfährt ihren Namen.

    Diese Übersiedlungen der sog. Kriegsbräute nach Kriegsende per Schiff Richtung England, gab es wirklich und jedem Kapitel wurde ein Zeitzeugnis als Einleitung voran gestellt. Das verleiht dieser ansonsten fiktiven Geschichte einen Hauch Realität. Der Hinweis der Autorin im Vorwort trägt ebenfalls zu dieser Illusion bei, denn eine ihrer eigenen Großmütter gelangte auf eben jenem Weg ebenfalls nach England. 

    Empfehlen möchte ich diesen Roman Lesern, die ruhig erzählte und eher langwierige Storys mögen. Zwar kam bei mir während des Lesens zu keiner Zeit so etwas wie Langeweile auf, aber für den ein oder anderen geht es möglicherweise etwas zu schleppend voran.

    Auch wer eine ausufernde Liebesgeschichte erwartet, dürfte hier nicht ganz auf seine Kosten kommen. Die Romanze der Hauptfigur spielt nur ganz dezent, und dann auch nur im letzten Drittel der Geschichte überhaupt eine Rolle.

    Wer jedoch hervorragend erzählte Frauenschicksale mag, der sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben.

  3. Cover des Buches Elian und Lira – Das wilde Herz der See (ISBN: 9783423762205)
    Alexandra Christo

    Elian und Lira – Das wilde Herz der See

     (303)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Inhalt


    Die Sirene Lira wird von ihrer Mutter, der Meereskönigin, von jeher zur Grausamkeit erzogen. Jedes Jahr zu ihrem Geburtstag stiehlt Lira deshalb das Herz eines Prinzen. Doch an ihrem 18 Geburtstag wird alles anders. Wegen Ungehorsams wird Lira aus dem Meer verbannt und läuft in Menschengestalt dem Prinzen Elian in die Arme. Ein Glücksfall, denn sein Herz soll sie ihrer Mutter bringen. Auf eine günstige Gelegenheit wartend begleitet sie Elian und seine Piratenmannschaft auf der Suche nach einer Macht, die das komplette Volk der Sirenen auslöschen könnte. 



    Das Wichtigste in Kürze


    Ein spannendes Buch mit sympathischen Charakteren, das mit typischen Young-Adult-Klischees bricht, ohne, dass das Rad neu erfunden werden muss. Und es ist ein Einzelband, eine wahre Rarität unter den Jugendbüchern.



    Für mehr Details


    Wenn Lira auf Elian trifft, sprühen die Funken. Und das nicht nur im romantischen Sinne, sondern vor allem aufgrund der verbalen Schlagabtausche, die sich diese beiden sympathischen Figuren liefern. Die sarkastischen, bissigen und ironischen Bemerkungen, die sich die beiden an den Kopf werfen sorgen für viel Lesespaß und vor allem Liras Schlagfertigkeit ist bewundernswert. Überhaupt ist sie eine großartige Protagonistin, die viel Stärke und Willenskraft mitbringt und doch nahbar bleibt. Ihre Entwicklung zu verfolgen ist eine Freude. Trotzdem bleibt sie sich und ihrem Volk dabei auf eine Weise treu. Sie ist eine Sirene und daran wird man durch ihre Gedanken und Gefühle auch erinnert. Als sie auf Elian trifft, prallen Welten und entgegengesetzte Vorstellungen aufeinander. Und trotzdem schafft es Alexandra Christo, die Sympathie, die die beiden füreinander empfinden auf eine gute Basis zu stellen. Elian ist dabei der eher blassere Teil des Protagonisten-Duos. Er rutscht manchmal doch ein wenig sehr in die Rolle des edelmütigen und herzensguten Prinzen. Gleichzeitig gibt das Lira jedoch viel Stärke, sodass an vielen Stellen Lira diejenige ist, die die Situation rettet und nicht er. 


    Auf das Zusammentreffen der beiden, dem man als Leser von Anfang an entgegenfiebert, muss man ein kleines bisschen warten. Aber wenn diese Einführung geschafft ist (es müssen politische und familiäre Verhältnisse etabliert werden) hält nichts mehr den Lesefluss zurück. Es bleibt spannend und zwischendurch tappst man, was die Pläne der Figuren angeht, auch als Leser im Dunkeln und das obwohl das Buch aus den Ich-Perspektiven von Lira und Elian geschrieben ist - übrigens großartig umgesetzt durch verschiedene Schriftarten -. 


    Wie so oft ist auch hier der deutsche Titel unglücklich gewählt. Aus verschiedenen Gründen. Zum einen ist Lira ganz eindeutig die Hauptfigur des Buches. Trotzdem steht sie im Titel hinter dem männlichen Protagonisten. Dabei bricht dieses Buch so wunderschön mit dem "Frau ist stark bis noch stärkerer Mann kommt und sie beschützt"-Klischee und macht aus Lira eine großartige Kämpferin. 

    Und dann ist "Elian und Lira - Das wilde Herz der See" sehr nichtssagend. Es klingt eher nach Schnulz, als nach dem Abenteuer, das man eigentlich in Händen hält. Warum man dann nicht einen Titel in Anlehnung an das englische Original "To Kill a Kingdom" (zu deutsch: "Wie man ein Königreich tötet") auswählt bleibt ein Rätsel. 


  4. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.096)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Die Geschichte dieses Bands kannte ich zwar schon durch die Serie, aber dennoch hat es mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, mir diese noch einmal anzuhören, denn ich bin nicht nur ein riesiger Fan der Geschichte, sie hat auch dieses gewisse Flair, welches ich einfach mag.


    Mit ihrem großartigen, bildlichen und atmosphärischen Schreibstil hat es die Autorin sofort wieder geschafft, mich in die Handlung hereinzuziehen und ich hatte alles wieder direkt vor meinem inneren Auge, konnte mir sowohl die Charaktere, als auch das Setting und die Geschehnisse richtig gut vorstellen. Und Birgitta Assheuer ist dafür einfach die perfekte Sprecherin, denn die bringt nicht nur die zur Geschichte passende Stimme mit, sondern hat ebenfalls eine großartige Betonung. Da ist es mir dann auch egal, dass sie manche Namen anders ausspricht, als ich es kenne.


    Die Handlung hat mir ebenfalls wieder sehr gut gefallen, auch wenn es dieses Mal von den Highlands weg ging und ich sie schon ein bisschen vermisst habe. So spielt dieser Band der Reihe an vielen ganz verschiedenen Orten, wie unter anderem Boston, Edinburgh und der Karibik. Ebenfalls gibt es Rückblicke auf die Geschehnisse der letzten zwanzig Jahre, einmal im 20. Jahrhundert und einmal im 18. Jahrhundert. Erst ab etwa der Hälfte des Romans kommen Jamie und Claire dann endlich wieder zusammen und das war für mich das Schönste am ganzen Buch. Ich finde die Chemie zwischen den beiden einfach großartig, auch wenn sie inzwischen in die Jahre gekommen sind. Das merkt man aber kaum, denn ihre Beziehung ist und bleibt romantisch und dennoch realistisch, soweit das im Rahmen dieser Geschichte möglich ist. Und auch an prickelnden Szenen hat die Autorin nicht gespart. Außerdem mochte ich den abenteuerlichen Charakter dieses Bands, gerade die Szenen auf See und die rasanten Wendungen haben mir sehr gefallen. Das Einzige, was mich aber tatsächlich gestört hat war, dass ständig geflucht wurde. Irgendwann ging mir das gehörig auf die Nerven. Genauso hat sich gerade der Anfang des Buches, wenn er auch wichtig für die Geschichte war, ein bisschen gezogen.


    Was die Charaktere angeht, so empfinde ich für diese schlichtweg große Liebe. Sowohl die beiden Protagonisten, als auch alle Nebenfiguren, egal wie wichtig oder unwichtig sie für die Geschichte sind, sind einfach grandios und lebendig geschrieben und ich will keinen davon missen. Claire ist eine starke Frau, die weiß, was sie will und was nicht und die sich nichts vorschreiben lässt und Jamie ist ein richtiger Mann, manchmal ein bisschen BadBoy, manchmal ein bisschen Romantiker, aber immer der sture Highlander mit dem guten Herzen. Schön fand ich zudem das Wiedersehen mit Fergus und auch das Auftreten von zum Beispiel Mr. Willoughby, Young Ian und Marsali war sehr erfrischend.


    Für mich ist diese Reihe, ob als Buch oder Serie, absolute Liebe, egal ob es hier und da etwas zu meckern gibt oder nicht. Und ich kann nur sagen, dass es sich sogar lohnt, die Geschichten als Hörbuch zu hören, weil es wahnsinnigen Spaß macht, Birgitta Assheuer zuzuhören. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den nächsten Band, den ich sicher auch bald lesen beziehungsweise hören werde.


  5. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783431039269)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (210)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Fe

    Ich liebe die große Waringham-Saga von Rebecca Gablé sehr, auch wenn ich dieses Mal einen Punkt abziehen muss. Der Handlungsstrang vom jungen Isaac hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mit Eleanor wurde ich jedoch lange Zeit nicht so richtig warm. Gegen Ende hat sie mich dann aber doch noch gepackt. Ein toller Roman, vor allem für Waringham-Fans!

  6. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    Corina Bomanns Roman „Die Sturmrose“ handelt von der Werbefachfrau Annabel Hansen, die mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie nach Binz zieht, weil sie auf Rügen ein neues Leben beginnen will. Nachdem die beiden ihr Traumhaus bezogen haben, entdeckt Annabel im Sassnitzer Hafen auch noch ihr Traumschiff: die titelgebende „Sturmrose“, einen alten Kutter, der demnächst versteigert wird. Für Annabel ist es Liebe auf den ersten Blick, doch schnell stellt sich heraus, dass sie einen äußerst entschlossenen Mitbieter hat. Christian Merten trägt einige Geheimnisse mit sich herum, doch auch die „Sturmrose“ hat eine bewegtere Geschichte hinter sich, als Annabel ahnt.

    Als Ich-Erzählerin lässt Annabel die Lesenden an jedem kleinsten Gedanken, jeder aufkeimenden Gefühlsregung teilhaben. Ich habe mir oft gewünscht, dass dem nicht so wäre, bewegt sich doch alles eher auf Soap-Niveau. Besonders fiel das auf, als drei andere Charaktere kapitelweise zu Wort kamen und ihre Geschichte erzählten: Der Stil blieb stets der gleiche, Gedanken und Dialoge waren einfach platt und so wirkten diese anderen Protagonisten ähnlich naiv wie die Hauptfigur, was mich beim Lesen doch ziemlich störte.

    Insgesamt scheinen komplexe Charaktere nicht Bomannns Sache zu sein; es gibt viel Gut, etwas Böse und kaum Schattierungen. Der schmierige Ex-Stasi-Mitarbeiter, der verantwortungslose Exmann, die überaus patente Adoptivmutter und die so goldige wie pflegeleichte Fünfjährige – alle wirkten wie aus dem Bilderbuch. Und auch die Handlung mit ihren dramatischen Wendungen und ein paar unglaubwürdigen Zufällen überzeugte mich nicht, da wurde einfach viel zu viel zwischen die Buchdeckel gepresst: deutsch-deutsche Geschichte, Republikflucht, Adoption, Trennungsdrama, Liebesgeschichte, Schiff-Restaurierung … weniger wäre hier mehr gewesen, auf allen Ebenen. „Die Sturmrose“ konnte mich leider so gar nicht überzeugen.

  7. Cover des Buches Der letzte Satz (ISBN: 9783446267886)
    Robert Seethaler

    Der letzte Satz

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise.“


    Mahler war ein ganz besonderer Künstler seiner Zeit und ich verehre seine Musik sehr. Wer sich in der Musikwelt ein wenig auskennt, wird schnell feststellen, das Mahler früher gern verkannt wurde und er es nicht immer leicht hatte, er musste für seine Werke kämpfen, auch für seine Lieben. Erfolgsautor Robert Seethaler hat sich Mahlers angenommen, aber ganz ehrlich, das war nicht so ganz der „Seethaler“ den ich kenne. In einigen Dinge beleuchtet er Mahler recht blass, wo es gar nicht gut tut und andere Dinge beleuchtet Seethaler wieder viel zu ausführlich, die überflüssig sind. Wie gesagt, als Kenner Mahlers verstimmen mich auch einige Parts, denn das hatte ich anders in Erinnerung. Bei so berühmten Menschen sollte man die künstlerische Freiheit ganz weit hinten anstellen. Seethaler nimmt Punkte mit dazu oder lässt hier und da etwas weg und das zieht sich durch das gesamte Buch. Man könnte meinen es sei Absicht...Mahler wird hier nicht gerecht widergespiegelt. 

    Schade aber mehr als 2 Sterne kann ich hier nicht vergeben.

  8. Cover des Buches Die Phileasson Saga - Nordwärts (ISBN: 9783453317512)
    Bernhard Hennen

    Die Phileasson Saga - Nordwärts

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Finns_Fantasy

    📖 Große Rezension 📖


    Vikings meets Fluch der Karibik

    😁


    Der Auftakt der "Phileasson Saga - Nordwärts" von Bernhard Hennen und Robert Corvus aus dem Heyne Verlag


    Am Dienstag Abend stand ich wieder einmal vor meinem Bücherregal und wusste nicht was ich als nächstes lesen sollte. Da sagte mir mein Gefühl eindeutig "Ließ Nordwärts". Also nahm ich es vom SuB, auf dem es schon eine ganze Weile lag.


    Ich bin kein Freund eines sehr langen Prologs, was daher kommt das ich bisher keinen langen Prolog hatte der mir besonders gefiel. Hier, beim Auftakt der Phileasson Saga war es anders. Der Prolog umfasst gute 80 Seiten und hatte mich sofort gepackt.


    Die Geschichte beginnt ganz anders als ich erwartet hatte. Wir befinden uns auf Stainakr. Das liegt an der Küste und ist die Heimat ziemlich mürrischen, groben Leuten. Dazu zählt auch der junge Tylstyr Hagridson, der allerdings eine Ausnahme bildet und überhaupt nicht dorthin passt. In einer stürmischen Nacht locken die Bewohner ein Handelsschiff an ihre Küste um es auszurauben. Es wurde noch schlimmer. Beim Prolog musste ich schon etwas schlucken, es ist an sich nicht brutal, keineswegs, nur...auf andere Weise verstörend. Ich hatte kurz gezweifelt ob ich den Klappentext richtig gelesen hatte oder ob das ein Krimi ist.


    Den Autoren ist es mit dem Prolog hervorragend gelungen eine passende Atmosphäre zu erschaffen und den Leser in eine interessante Welt einzuführen. Fantastisch!


    Nach dem Prolog lernen wir dann auch die Hauptprotagonisten kennen. Der eine, Phileasson, der große Entdecker und der andere, Beorn, der größte Räuber auf See. Beide sind hervorragend ausgearbeitet und haben mir richtig gut gefallen. Phileasson ist ein großer Entdecker der weithin bekannt ist und ein guter Kerl ist.

    Beorn ist ebenfalls weithin bekannt, allerdings für seine großen Raubzüge und ist ein weniger netter Geselle.


    Es gibt noch weitere Nebenprotas die eine Rolle spielen. Nur zwei nenne ich noch, die mir sehr gut gefallen haben:

    Salarin Trauerweide, ein Auelfe. Und Vascal della Rescati ein Nandusgeweihter. Beide sind für mich hoch interessant und ich bin gespannt wie ihre Rolle noch aussehen wird.


    Nun, kommen wir zum Kern des Ganzen. Die beiden Kapitäne, Phileasson und Beorn, sind Konkurrenten und so soll eine Aufgabe darüber entscheiden wer sich zukünftig als König der Meere bezeichnen darf. Ein Titel den natürlich beide unbedingt wollen. So beginnt ein großes Abenteuer!


    Ach, wie mir das Herz bei sowas aufgeht. Fantasy und Abenteuer! Was will ich mehr? Bereits am Mittwoch Abend war ich so begeistert das ich bei meiner Buchhandlung die nächsten fünf Bände gleich mal bestellt habe. No Risk no Fun 🤷🏻‍♂️😅


    Sie müssen mehrere Aufgaben erfüllen die Sie durch das ganze Reich führen wird. Im ersten Teil, Nordwärts, müssen sie in den Norden zu den Schneeschraten. Anfangs konnte ich mir nicht viel darunter vorstellen, bis klar wurde was das eigentlich für Wesen sind. Jeti! 😍🤣 Es klingt so komisch, aber es war absolut genial! Dort im Norden sollen sie einen zweizahnigen Kopfschwänzler fangen. Auch hier konnte ich mir erst nichts darunter vorstellen, bis klar war: ein Mammut! 😍😍


    Ihr merkt also schon, die Namen sind erstmal etwas komisch, wenn man dann aber weiß was es ist, sind sie großartig und passen sehr gut zu den Bewohnern. Es trägt dazu bei das alles so authentisch wirkt. Traumhaft! 


    Wie interessant die beiden Autoren hier die Welt gestaltet haben, wie interessant und wie gelungen, hat mich wirklich sehr beeindruckt! Sensationell! Fantastisch! Der Norden, das Packeis, die Gletscher, die Geysir, einfach Atemberaubend!!!


    Vor allem in der ersten Hälfte des Buches war ich vom Schreibstil beeindruckt. Endlich nutzen deutsche Autoren auch mal lange Sätze mit vielen Kommas. Ich liebe so einen Stil.


    Die Charaktere bekommen immer Stück für Stück mehr Tiefe, da immer mal aus der Sicht eines anderen Protas erzählt wird. Das gefiel mir richtig richtig gut.


    Die Bezeichnungen der "Schiffe" hat mir vorab schon etwas Sorgen gemacht ob ich das so richtig verstehen würde und ob mir die beiden das gut vermitteln können. Das können sie! Und wie! 😲 Anfangs, klar, war es noch etwas schwieriger für mich aber die Autoren schaffen es einem das mit der Zeit wirklich verständlich und vorstellbar nahe zu bringen. Außerdem hielt es sich mit den Nautischen Begriffen wirklich in Grenzen und man verbrachte nicht nur Zeit auf den Schiffen. Großartig!


    Einen "Makel" hat das ganze doch. Ich fand das Ende des ersten Teils zu abrupt und zu schnell. Da hätten es ruhig noch 20 Seiten mehr sein dürfen. Finde ich 🤷🏻‍♂️


    Insgesamt muss ich sagen ist es ENDLICH das zweite Mal das mich ein deutscher Autor (in diesem Fall zwei zusammen) voll und ganz begeistern und überzeugen konnte.


    Ich bin in diese Welt total hineingezogen worden, bin darin vertieft und war live bei den Abenteuern um Phileasson dabei. Da geht mir das Herz auf! 😍


    Ein großartiger Auftakt einer wohl langen Reihe. Ich glaube es gibt aktuell 8 Teile und weiß leider nicht wie viele es insgesamt werden sollen. Hier hoffe ich einfach darauf das man es nicht ewig unnötig (!) in die Länge zieht. Ich fange heute direkt mit dem zweiten Teil, Himmelsturm, an und bin gespannt ob die beiden Autoren dieses Niveau halten können und mich weiterhin so sehr begeistern können.


    Bis auf das Ende haben Bernhard Hennen und Robert Corvus hier alles richtig gemacht. Ganz ganz großes Kopfkino und ein großes Dankeschön. Danke dafür mir ein Buch gegeben zu haben das mich auf eine tolle Reise mitgenommen hat. Ich kann es kaum erwarten weiter zu lesen 😁


    Von mir bekommt der Auftakt der Phileasson Saga volle

    5 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟 und das Prädikat

    HIGHLIGHT!


    Euer Finn 😎

  9. Cover des Buches Die Perlenschwester (ISBN: 9783442489213)
    Lucinda Riley

    Die Perlenschwester

     (424)
    Aktuelle Rezension von: Brina_10

    Im 4. Band der Sieben-Schwetsern-Reihe (ent-)führt uns die Autorin nach Autralien. Auf diesen Band habe ich mich besonders gefreut. Erstens, weil die Protagonistin - CeCe - in den vorherigen Bänden eher als dominant beschrieben wurde und ich mich schon lange darauf freute, endlich ihre Perspektive kennenlernen zu dürfen. Und zweitens, weil es schon lange ein Traum von mir ist, irgendwann einmal nach Autralien zu reisen und ich mir erhoffte, den Kontinent ein wenig näher kennenzulernen.

    Wie auch ihre Schwestern ist CeCe erschüttert über den Tod von Pa Salt. Jede der adoptierten Schwestern hatte nach seinem Tod einen Hinweis zu ihrer ursprünglichen Herkunft erhalten. Ihre engste Vertraute im Schwesternkreis -Star- ist ihrem Hinweis bereits nach gegangen und führt nun ein von CeCe unabhängiges Leben. Das ist für diese völlig neu, sie weiß nicht so richtig wohin mit sich selbst und fühlt sich nirgends wirklich aufgehoben.  Und so entschließt auch CeCe sich, ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen und den Spuren der Vergangenheit zu folgen...

    Wie gewohnt beginnt das Buch an der gleichen Stelle wie die Vorgänger - an dem Punkt, als die jeweilige Schwester vom Tod des geliebten Pa Salt, dem Adoptivvater der Schwestern, erfährt. Erzählt wird wieder die aktuelle Geschichte, welche auch wieder kleine Hinweise und Andeutungen zu einer übergeordneten Geschichte zu Pa Salt enthält.

    Außerdem gibt es einen Erzählstrang in der Vergangenheit, welcher Hinweise auf die ursprüngliche Herkunft von CeCe gibt. In diesem Fall finden wir uns Anfang des 20. Jahrhunderts in Schottland wieder und begleiten Kitty Mercer, um welche es in diesem Teil der Geschichte geht, nach Australien. Kitty heiratet einen Perlenfischermeister und muss schon bald die Verantwortung für ein ganzes Imperium tragen.

    Bei diesem Band hat mir der Erzählstrang in der Vergangenheit besser gefallen als die eigentliche Geschichte um CeCe. Ich mochte die Protagonistin als Person und fand es sehr schön, ihre Entwicklung verfolgen zu können. Dennoch fand ich vor allem die Zeit in Thailand etwas langatmig beim Lesen. Sicherlich sollte dadurch die Unentschlossenheit und das Wesen von CeCe verdeutlicht werden, jedoch trug dieser Teil des Buches kaum zur Handlung bei.

    Sehr gern verfolgte ich hingegen Kittys Entwicklung als sie von Schottland nach Autralien kam. Ihre tragische Geschichte zu verfolgen und zu sehen, wie sie unendliche Tragödien meisterte, war rührend und schockierend zugleich.

    Wieder sehr gelungen fand ich die Beschreibung der ausgewählten Ortschaften. Jedes Mal fühle ich mich beim Lesen als wäre ich tatsächlich an dem beschriebenen Ort.

    Auch in diesem Band war wieder deutlich erkennbar, welch unglaubliche Rechercheleistung die Autorin vollbracht hat. Ich finde es wahnsinnig spannend, nach einer Lesestunde zu recherchieren, welche Teile des Buches auch in der Realität existiert haben. So lernte ich dieses Mal beim Lesen einiges über Perlen und die Perlenfischerei sowie die Aborigines und deren Kultur.

    Es spricht mich total an, dass die Bücher einem Schema folgen und alle vom Aufbau gleich gestaltet sind. Insgesamt hat mich auch dieses Buch wieder total mitnehmen können, sodass ich 4,5 Sterne vergeben möchte.


  10. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783453406131)
    Dan Simmons

    Terror

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Die einen finden es langatmig und zäh, die anderen sprechen von einem Meisterwerk ... ich bin da wohl irgendwo dazwischen.

    Wir erleben hier die Expedition zur Nord-West-Passage, die im Jahr 1845 mit den beiden Schiffen "Terror" und "Erebus" gestartet ist. Der Autor scheint gut recherchiert zu haben lt den anderen Lesern, ich selber weiß darüber zu wenig, um dahingehend zu urteilen. Ich hab erst nach dem Lesen des Buches ein bisschen gestöbert und dabei einige Namen und Details entdeckt, die ich auch in der Geschichte wahrgenommen habe.

    Mit Namen und Perspektiven werden auch die jeweiligen Kapitel eingeleitet, die hauptsächlich aus der Sicht von Kapitän Francis Crozier und Kapitän John Franklin beginnen. Später gesellen sich noch andere Seeleute dazu, wie zum Beispiel der Arzt Dr. Goodsir oder der Leutnant John Irving.

    Das Buch und ich hatten es zuerst nicht leicht. Dan Simmons beschreibt alles so detailreich und minutiös, grade zu Beginn mit vielen Namen und Belanglosigkeiten, das ich manchmal geneigt war, das Buch wegzulegen. Allerdings hat es mich dennoch gereizt, da anfangs einige Kapitel schon im Jahr 1847 spielen und man merkt, dass da einige schlimme Dinge vorgefallen sein müssen in den letzten zwei Jahren.
    Während man also einerseits schon sozusagen mit den Menschen auf den eingefrorenen Schiffen im eisigen Winter festsitzt, erfährt man durch die unterschiedlichen Rückblicke, wie es dazu kam.
    Man wird zwar dadurch manchmal herausgerissen aus der Atmosphäre dieses eisigen Nordens, lernt aber die Figuren besser kennen, die hier eine tragende Rolle spielen. Überhaupt sind die Charaktere genial ausgearbeitet und durch den Detailreichtum an Beschreibungen aller Umstände fühlte es sich beim Lesen immer so an, als wäre man direkt dabei.

    Ich bin ja meist ein eher verfrorener Mensch und ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie man 2-3 Jahre dort im Eis festhängt, bei teilweise -50 Grad, das Essen geht zur Neige, die ersten Krankheiten tauchen auf und keine Hoffnung in Sicht, das Schiff aus diesem meterdicken Packeis befreien zu können.
    Neben den üblichen Problemen kommen allerdings noch andere hinzu - vor allem natürlich der "mystische" Aspekt, also der fiktive Teil, der die Männer das Fürchten lehrt.
    Ebenso die Verbindung mit den Inuit, die plötzlich auftauchen und niemand so recht weiß, inwieweit diese mit den ermordeten Mannschaftskameraden zusammenhängen.

    Die harte Zeit des Wartens und kaum Aussicht auf Hoffnung, das zehrt an den Männern, die wirklich lange versuchen, durchzuhalten. Welche Entscheidungen schließlich getroffen werden müssen, sind allesamt nicht leicht und Kapitän Crozier hat mich hier durch seine Entwicklung überrascht. Mit seinem starken Überlebenswillen und dem schweren Los, die Verantwortung zu tragen, muss er das Unmögliche schaffen und setzt alles daran, die restliche Crew nachhause zu bringen.

    Zeitweise zieht es sich wirklich sehr hin, dann gibt es wieder Kapitel, die spannend sind und neugierig machen. Die Mischung hat für mich leider nicht ganz hingehauen, denn trotz der wirklich eindrücklichen Stimmung und anschaulichen Atmosphäre, gab es zu viele Strecken die mir zu sehr dahingeplätschert sind. Hätte man gekürzt, wäre es für mich ein grandioses Buch gewesen!

  11. Cover des Buches Die Grimm-Chroniken - Der Gesang der Sirenen (ISBN: 9783906829739)
    Maya Shepherd

    Die Grimm-Chroniken - Der Gesang der Sirenen

     (127)
    Aktuelle Rezension von: DarkMaron

    Will ist immer noch in den Erinnerungen von Schneewitchen, doch von Töten ist keine Rede mehr. Auch bei Maggie und Joe gehts weiter und sie lernen etwas neues kennen, Maggie schaut das erste Mal ins Buch Die Grimm Chroniken, doch was geht nur hier vor. Auch ein weiterer Einblick in Dorian und Mary ihr Leben am Bord des Schiffes geht weiter. Band 4 ist wieder super gut geschrieben und es wird wieder sehr spannend. Was Will am Ende getan hat, hätte ich nicht gedacht, finde es aber auch nicht falsch. Ich fand es auch klasse, wieder einen Einblick bei Mary zu bekommen, ist immer wieder interessant, was bei ihr und Dorian vor vielen Jahren passiert ist. Bin schon gespannt, wie das Abenteuer weiter gehen wird und wie es in der wirklickeit ausgehen wird, da Schneewitchen ja nun nicht getötet wurde.

  12. Cover des Buches Das Hurenschiff (ISBN: 9783426513835)
    Martina Sahler

    Das Hurenschiff

     (118)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Im Genre historische Romane bin ich nicht so oft unterwegs und auch die Autorin kannte ich bisher noch nicht, daher war ich sehr neugierig, was mich erwartet. 

    Enttäuscht wurde ich nicht, das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. 

    Das Cover spricht mich schon sehr an.Vorallem das Schiff gefällt mir sehr. 

    Molly,Hannah und die anderen Frauen auf der "Lady Juliana" wurden gut beschrieben und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und an ihrem Schicksal auf der Überfahrt teilgenommen.

    Auch der Schreibstil sagte mir zu.

    Nun bin ich auf den Folgeband gespannt 

  13. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.008)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel ist ein Roman, den ich vor vielen Jahren geschenkt bekam von einer damaligen Freundin. Ich habe das Buch verschlungen. Ich musste in der Woche jeden Tag längere Zeit Zug fahren. In wenigen Tagen hatte ich es durchgelesen. Es geht in der Geschichte um den Sohn eines indischen Zoobesitzers: Pi Patel. Pi glaubt nicht an eine Religion. Er ist Christ, Muslim und Hindu und liebt die Tiere im Zoo seines Vaters, in dem er mit seiner Familie aufwächst. Eines Tages sieht er, wie ein Tiger ein anderes Tier reißt. Er lernt die Gefahr des Tigers kennen. Viele Jahre später muss sein Vater die Tiere verkaufen. Nach Übersee sollen sie geschifft werden. Mit an Bord: Pi und seine Familie. Sie möchten ein neues Leben anfangen. Das Schiff geht unter. Und mit ihm fast alle Tiere und Pi's Familie. Pi selbst rettet sich auf ein Boot. Doch da sind noch ein paar mehr Lebewesen drauf. Unter anderem der Tiger des Zoos von Pi's Familie. Pi versucht sich und die Tiere durchzubringen. In der Hoffnung, bald gerettet zu werden. Doch nicht alle schaffen es. Zuletzt gibt es nur noch Pi und den Tiger. Das Buch erzählt die Geschichte der beiden auf dem Boot. Die Geschichte ist atemberaubend. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, sah ich mir auch den Film an. Er ist wirklich gut gelungen. Dafür, dass es immer heißt, die Filme seien nicht so gut wie das Buch. Die Naturaufnahmen sind der Hammer. Am tollsten finde ich eine Szene, als bei Nacht ein Wal auftaucht und das Meer sich in tausend Lichter färbt. Ich kann das Buch jedem empfehlen und den Film ebenso. Ich würde beides jederzeit wieder zur Hand nehmen.

  14. Cover des Buches Der Glanz von Südseemuscheln (ISBN: 9783453418196)
    Regina Gärtner

    Der Glanz von Südseemuscheln

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Samoa, 1914: Mathilde Hinrichs wartet auf eine letzte Maschine, um mit ihrem Bruder Fritz endlich die Konservenfabrik für Ananas in Betrieb zu nehmen, die sie auf ihrer Plantage anbauen. Doch der Erste Weltkrieg kommt ihren Plänen zuvor. Mit der neuseeländischen Besatzung verliert die Insel nicht nur den Status als deutsches Hoheitsgebiet, auch die deutsche Bevölkerung verliert nach und nach ihren Besitz und ihre Rechte. Mathilde kämpft aber weiterhin für die Erfüllung ihres Traums.


    Mathildes Cousine Alma ist mit ihrem Mann Joshua nach Sydney gezogen, wo er als Kapitän meist auf See ist. Daher bekommt er zunächst gar nicht mit, dass mit dem Kriegsausbruch eine extrem antideutsche Stimmung in Australien herrscht, die Alma und den Sohn Max vor Schwierigkeiten stellt. Als Joshua schließlich während einer Tour als verschollen gilt, muss Alma ebenfalls mit ungeahnten Widrigkeiten kämpfen.


    Es ist schon mehrere Jahre her, dass ich das Vorgängerbuch „Unter dem Südseemond“ gelesen habe, und ich hatte etwas Sorge, nicht mehr zu den Charakteren und in die Handlung zurückzufinden. Doch Alma und Joshua sind mir in Erinnerung geblieben und die Sorge war unbegründet. Mathilde war ebenfalls ein sehr spannender und interessanter Charakter. Sie ist sehr unabhängig und unternehmerisch, das hat mir imponiert. Überhaupt sind die Frauen hier die Starken. Die Männer sind mit Ausnahme Scott Turners, beinahe ständig unterwegs oder interniert, so dass die Hauptlast der Versorgung bei den Frauen liegt. Das empfand ich als sehr authentisch.


    Man merkt, dass Regina Gärtner wieder sehr gut recherchiert hat, um die Atmosphäre während des Ersten Weltkriegs, sowohl in Australien als auch auf Samoa, einzufangen. Dies ist ihr hervorragend gelungen. In der Schule haben wir damals eher die Auswirkungen als die Details des Ersten Weltkriegs behandelt, daher war es mir zum Beispiel neu, dass deutsche Kriegsschiffe bis in den Indischen Ozean hinein in Kampfhandlungen verwickelt waren. Die Besetzung Samoas durch neuseeländische Soldaten bis hin zum Gewissenskonflikt bei Mathilde, als sie für Turner arbeitet und sich dann in ihn verliebt, sind authentisch und fesselnd dargestellt. 

    Im Gegensatz dazu war Almas Teil oft geradezu gemächlich erzählt. Bei beiden Frauen wünschte ich mir an einem Punkt, dass die Handlung nun den nächsten Schritt tut, sonst wäre es über kurz oder lang zu eintönig. Zum Glück geschah dieser Schritt dann auch kurz darauf.


    In einem Punkt war mir der glückliche Zufall dann etwas zuviel, nämlich als es um den Jungen Patrick und seine Herkunft ging. Daher vergebe ich „nur“ vier Sterne. Das obligatorische Happy End kommt aber sehr stimmig daher, wie ich es von einem Historischen Roman mit Liebesgeschichte erwarte. Insgesamt empfand ich sowohl „Unter dem Südseemond“ als auch „Der Glanz von Südseemuscheln“ als sehr stimmig und atmosphärisch erzählt. Dabei habe ich außerdem noch viel über das Leben in der ehemaligen deutschen Kolonie Samoa gelernt, einen literarischen Schauplatz, den ich bis dato noch nie „besucht“ habe.

    Ich kann die beiden Romane um Alma und Mathilde allen empfehlen!

  15. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 01 (ISBN: 9783442244430)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 01

     (357)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Wie ich auf die Fantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“ von Naomi Novik gekommen bin, ist sicherlich eine längere Geschichte. Als ich mich noch nicht so für Fantasy interessiert hatte, zog die Reihe einfach an mir vorbei. Seit den letzten Jahren gehört Fantasy jedoch zu meinem absoluten Lieblingsgenre – ganz besonders, wenn Drachen vorkommen. Und obwohl ich eigentlich meinen SuB abbauen muss, wollte ich doch im Moment wieder Drachenfantasy lesen. Somit wanderte der erste Band „Die Feuerreiter Seiner Majestät – Drachenbrut“ auf meinen eReader und musste natürlich sofort gelesen werden. Tja, was soll ich sagen? Erst einmal: Diese Reihe hat einfach so wunderschöne Cover. Am wichtigsten jedoch: Mit „Drachenbrut“ konnte mich Naomi Novik vollkommen für diese Reihe begeistern. Das liegt an einer interessanten Kombination aus Drachenfantasy mit realem historischem Hintergrund, an den liebevollen und herzerwärmenden Charakteren, einem flüssigen und ruhigen Schreibstil und einer spannenden und manchmal auch humorvollen und dramatischen Handlung, die mich zum Lachen und Weinen bringen konnte. Für mich wieder ein Buchhighlight!


     

    Der Beginn einer lebenslangen und wunderbaren Freundschaft

     


    „Laurence dachte nicht länger an ihn als eine Kreatur, für die er die Verantwortung trug, sondern eher an einen vertrauten Freund, der ihm bereits das Liebste im Leben geworden war und auf den er sich ohne Bedenken verlassen konnte.“


     

    (S. 90 des eBooks „Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachenbrut“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     


    „Drachenbrut“ von Naomi Novik spielt zur Zeit der napoleonischen Kriege. In dieser von der realen Vergangenheit abgewandelten Welt werden Drachen sozusagen als Luftwaffe genutzt. Einige können Feuer speien, andere Säure, wieder andere keines von beiden, sind dafür vielleicht jedoch größer – oder kleiner -, geschicklicher und haben mehr Kampfkraft. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie können sprechen und sind sehr treue Begleiter. Wenn Drachen schlüpfen und von einem Menschen einen Namen und ein Geschirr erhalten, so entsteht zwischen dem Drachen und dem Menschen eine lebenslange Verbundenheit, die man kaum bis gar nicht mehr lösen kann – und beide können sich bedenkenlos auf den anderen verlassen. Als Flieger hat man somit einen lebenslangen Dienst, der sich von einem „normalen“ Leben grundlegend unterscheidet, denn der Drache wird zu einem Lebensmittelpunkt. Die Handlung von „Drachenbrut“ beginnt damit, dass die Reliant, ein englisches Kriegsschiff, eine französische Fregatte aufbringt und sie versteckt unter dem Deck ein Drachenei finden, welches kurz vor dem Schlüpfen ist. Eine einmalige Gelegenheit, um für das englische Militär einen Drachen zu gewinnen. Als nach kurzer Zeit aus dem Ei ein wunderschöner schwarzer Drache schlüpft, wird Will Laurence, der Kapitän der Reliant, von diesem erwählt. Und Laurence kommt seiner Pflicht nach, legt dem Drachen das Geschirr an und gibt ihm den Namen „Temeraire“. Von da an ändert sich Laurences Leben schlagartig, denn für ihn und Temeraire steht eine fordernde Ausbildung und ein Krieg bevor. Doch zusammen können sie alles schaffen…

     


    Großartige Drachenfantasy!

     


    „Er selbst war nie ein großer Leser gewesen, doch Temeraires Freude an Büchern war so ausgeprägt, dass sie ansteckend war, und Laurence konnte nicht umhin, mit tiefer Befriedigung an das Entzücken des Drachen über das neue Buch zu denken, welches in allen Einzelheiten von Edelsteinen und ihrem Fund handelte, obgleich ihn selbst dieses Thema nicht im Mindesten interessierte.“


     

    (S. 56 des eBooks „Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachenbrut“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     


     

    Mir hat dieses Buch zu lesen so viel Freude bereitet! Wie oben schon erwähnt, finde ich es interessant und abwechslungsreich, dass hier die napoleonischen Kriege zu einer Art Drachenfantasy umgewandelt wurden. Die Geschichte selbst wird mit einem flüssigem und oftmals ruhigem Schreibstil erzählt, der mich von der ersten bis zur letzten Seite packen konnte. Ab und zu wird es auch richtig actionreich. Allerdings setzt Naomi Novik mehr auf Charakterentwicklung und kleinere, dafür mehrere Spannungshöhepunkte, was mir sehr gefallen hat, wobei es jedoch am Schluss zu einem sehr spektakulären und dramatischen Showdown kommt. Für ein Fantasybuch hat die Story eine gute Länge, bleibt durchgehend spannend, sodass hier keine langatmigen Stellen auftauchen.

     


    „Dieser fantastische Plan schien alle drei unendlich zu erleichtern. Laurence bedauerte nun, dass er so viel Rum getrunken hatte, denn er konnte keinen Protest äußern, wie es, so spürte er, seine dringende Pflicht gewesen wäre.“


     

    (S. 262 des eBooks „Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachenbrut“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     


    Doch am meisten haben mir noch die liebevollen und herzerwärmenden Charaktere gefallen, die für einige amüsante Szenen (z. B. wenn Laurence versucht, Temeraire etwas zu erklären), aber auch für sehr tragische Momente gesorgt haben. Ich konnte mich mit ihnen freuen, lachen, mitfiebern – ja, und auch Tränen blieben da nicht weg. Laurence und der Drache Temeraire waren mir sofort sympathisch und sind mir, neben dem Königskupfer-Drachen Maximus, dem Langflügler Lily, dem kleinen gelben Drachen Levitas und vielen weiteren, sehr ans Herz gewachsen. Laurence, ein pflichtbewusster, nachdenklicher, sehr höflicher, loyaler und ruhiger Mensch, der sich für andere einsetzt und für den Temeraire ein wichtiger Freund geworden ist. Da aus seiner Sicht in Form des personalen Erzählers die Geschichte erzählt wird, passt der Schreibstil richtig gut zu seinem Charakter. Der schwarze Drache Temeraire, der eigenwillig, intelligent, wissbegierig, total niedlich und pragmatisch ist, noch dazu Schmuck und Bücher liebt und sehr gerne mit Laurence über Themen diskutiert. Und auch die anderen Charaktere sind wirklich gut gelungen. Es ist so unfassbar rührend, wie sich hier Drachen und Menschen gegenseitig um einander sorgen und für einander kämpfen. Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf die weiteren Bände, denn ich möchte mehr von dieser Geschichte und den Charakteren lesen. Nur leider wird es noch etwas dauern, bis ich aus zeitlichen Gründen den nächsten Band lesen kann. Doch gegen Ende des Sommers steht diese Reihe ganz oben auf meiner Leseliste!

     


    Fazit:

    Herzerwärmende und richtig spannende Drachenfantasy-Geschichte mit realem historischem Hintergund. Naomi Novik konnte mich von der ersten Seite bis zur letzten mitreißen und mein Herz für diese wunderbaren Charaktere schlagen lassen. Für mich steht definitiv schon fest: Ich werde die gesamte Reihe lesen! Absolut empfehlenswerter Auftaktband! Und ich freue mich schon so auf die weiteren Geschichten mit Laurence und Temeraire.

  16. Cover des Buches Dünentod (ISBN: 9783426514412)
    Sven Koch

    Dünentod

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Ein Kirmesbummel während des Stadt und Jahresfestes in Wilhelmshaven wird der Polizistin Ceylan zum Verhängnis. Mitten im Gewühl, zwischen Kirmesständen und Marktbuden wird sich hinterrücks niedergestochen. Der Täter entkommt unbemerkt. Dank der Geistesgegenwart von Ceylans Kollegin und Freundin Femke Folkmers kann die schwer verletzte Ceylan jedoch auf schnellstem Wege ins Krankenhaus abtransportiert werden. Femke ist völlig ratlos. Es fällt ihr nur eine Person ein, die ihr in dieser Situation beistehen bzw. Rat geben könnte.


    Doch Ex- Kollege Tjark Wolf, hat sich vor einem Jahr beurlauben lassen und ist seitdem untergetaucht. Die Geschehnisse in Werlesiel, als die „Fantastic Four“, wie Tjark sich, Femke, Ceylan und seinen Kollegen und besten Kumpel Fred, insgeheim nennt, einst ermittelten und andere seelische „Altlasten“ haben ihn dazu gebracht, sich eine Auszeit zu nehmen.
    Doch Femke gelingt es tatsächlich Tjark aufzustöbern. Statt Femke Mut zuzusprechen und Tipps in petto zu haben, steht Tjark jedoch bald nach einem miteinander geführten Telefonat persönlich vor der verblüfften Femke, was sie sogleich Fürchterliches erahnen lässt. Tjark ist nicht nur zurück aus Besorgnis um Ceylan; er will diejenigen, die das Leben der jungen Polizistin beinahe auf dem Gewissen gehabt hätten- der Verdacht fällt auf eine kriminelle Motorradgang; um jeden Preis dingfest machen. Leider wieder auf eine sehr tjarksche Art und Weise- also schert er sich keinesfalls um gewisse Regeln. Und jetzt ist er auch noch ein Polizist außer Dienst auf Rachefeldzug.

    Wird es Femke dennoch gelingen, Tjark zumindest im Ansatz an „die Kette“ legen zu können oder kann er der Polizei durch seine Einmischung sogar eine große Hilfe sein? Denn ein „Überfall“ von Tjark, auf besagten Anführer der Motorradgang, führt die Ermittler auf eine Spur, die auf ein sich noch in der Planung befindendes Verbrechen bezieht. Doch die Zeit wird knapp…

    Nach „Dünengrab“ lässt der Autor Sven Koch, sein neues Ermittlerduo Femke Folkers und Tjark Wolf erneut aufeinander los. Diesmal ist es jedoch ein äußerst persönlicher Fall, der beide zunächst zusammenführt und der erst in recht unspektakulären Glanz erscheint. Der mutmaßliche Messerstecher, der Ceylan ermorden wollte, scheint schnell gefunden und auch Tjarks beherztes Handeln lässt den Leser zunächst glauben, dass der Autor es, in Hinsicht auf den Kriminalplot, diesmal etwas gemächlicher angehen lassen möchte. Doch zumindest lässt der Auftritt eines gewissen jungen Mannes, der sich seit seiner Kindheit ausgegrenzt fühlt von der übrigen Gesellschaft und einen Plan verfolgt, schnell erahnen, dass Ceylans Angriff nur der Beginn von Etwas darstellte, dass bald zu einer Katastrophe für die Menschen an der Küste erwachsen wird.

    Ich fand es sehr interessant mitverfolgen zu dürfen, ob der Autor neben den Kriminalfällen auch seine Hauptfiguren Raum zur Entfaltung und Weiterentwicklung geben wird. Um es vorweg zu nehmen- die Mischung zwischen Krimi und charakterlicher Weiterentwicklung der Protagonisten fand ich äußerst gelungen und glaubwürdig umgesetzt. Dazu finde ich, steigert sich der Autor auch in schriftstellerischer Hinsicht von Band zu Band. Dies ist nun mein vierter Krimi von Sven Koch, und so manche Kritikpunkte, die ich in Vorgängerbänden zu bemängeln hatte, wie die recht rotzige, etwas zu coole Ausdrucksweise der männlichen Protagonisten oder zu plakative Vergleiche von Nebenfiguren mit Schauspielern oder Sängern, findet man hier nun nicht mehr vor und kann sich daher völlig ungetrübtem Krimigenuss hingeben.

    Dazu stellt der Autor einen Täter in den Fokus dieser Story, der sehr ungewöhnliche körperliche Merkmale und Defizite aufzuweisen hat, von denen ich bislang noch nie gehört habe, was der Story nebenher eine gewisse Eigenwilligkeit und Originalität verleiht. Eine kleine Liebelei findet ebenfalls Einzug, dennoch bin ich auch nach dem Lesen von „Dünentod“ noch nicht schlauer diesbezüglich geworden, ob die Liebelei dann auch in weiteren Bänden um das Ermittlerteam bestand haben wird, was meine Neugierde definitiv geschürt hat.
    Kurzum, „Dünentod“ ist nicht nur ein gelungener 2. Teil der Folkmers/Wolf Reihe, sondern wartet auch mit einem, im wahrsten Sinne des Wortes, explosiven Showdown am Ende des Romans auf.

  17. Cover des Buches Der Pirat (ISBN: 9783426517482)
    Mac P. Lorne

    Der Pirat

     (47)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    »Der Pirat« ist ein Buch bei dem ich ins Schwärmen geraten könnte! Schon das Thema, Francis Drake und englische Geschichte, faszinieren mich schon seit Langem. In Kombination mit guter Recherche und spannender Vermittlung ergibt das für mich nicht weniger als den perfekten historischen Roman!

    An historische Romane stelle ich sehr hohe Erwartungen was Recherche und Wahrheitsgehalt angeht. Das Werk von Mac P. Lorne konnte mich in beiderlei Hinsicht absolut überzeugen, ja mehr noch: begeistern! Auch die Vermittlung der geschichtlichen Inhalte gelingt ihm meisterhaft. Er lässt Drake, Elizabeth I und andere historische Figuren lebendig werden, nimmt den Leser mit auf spannende Kaperfahrten und erklärt ganz nebenbei Englands beginnenden Aufstieg zur Weltmacht. 

    Ein gewisses Interesse für Seefahrt sollte der Leser aber mitbringen, denn Lorne schildert die Seemanöver sehr detailliert und geht auch auf die Besonderheiten bei der Konstruktion der neuen englischen Schiffe ein. Dabei verwendet er natürlich einige nautische Fachbegriffe, den Lesefluss hat das aber nicht gestört und notfalls hilft das angehängte Glossar gut weiter. Für mich war dieser Teil sehr faszinierend und lehrreich, denn dass die Engländer so große Vorteile aus moderneren Schiffen mit besseren Kanonen zogen wusste ich noch gar nicht. Der Leser kann mitverfolgen wie England modernisiert und aufrüstet, Spanien aber an vergangenem festhält, während alle Zeichen auf einen Krieg hindeuten.

    Der Höhepunkt des Romans ist natürlich die Schlacht gegen die Spanische Armada. Lorne beschreibt diese so detailreich, dass man sich die Manöver und die Scharmützel sehr gut vorstellen und den Kanonendonner fast hören kann. Kurze Perspektivwechsel zu den Spaniern ermöglichen dem Leser auch einen Einblick in deren Denkweise und runden die Erzählung ab.

  18. Cover des Buches Die Legenden von Karinth (Band 1) (ISBN: 9783906829203)
    C.M. Spoerri

    Die Legenden von Karinth (Band 1)

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Torsten78

    Maryo ist der Leibwächter der Prinzessin der Elfen. Die Prinzessin wurde aus politischen Gründen mit einem Prinzen verheiratet, der hochnäsig, aufgeblasen und dumm ist.

    Daraufhin ergreift sie die Flucht. Nachdem die Königin von der Flucht erfährt schickt Sie Maryo und den Prinzen zusammen los um Ihre Tochter zurück zu holen.

    Die Stimmung zwischen den beiden ist extrem angespannt, da Maryo Gefühle für die Prinzessin hegt, die diese aber aufgrund ihres und seines Standes nicht erwidern kann.

    Der Autorin gelingt mit dem ersten Band ein erstaunlicher Einstieg. Obwohl die Geschichte zeitlich weit vor der Alia Serie spielt, macht es viel Sinn die Alia Serie vorher gelesen zu haben, denn die Karinth Serie knüpft nahtlos daran an.

    Es geht um die Geschichte der Bewahrer und gleichzeitig wird die Vergangenheit der Elfenprinzessin und von Maryo beleuchtet. Selbst Xenos taucht direkt am Anfang von Buch auf.

    Wie auch in der Alia Serie hat man auch in diesem Band das Gefühl, dass man selbst auf eine Reise geht. Allerdings ist es in diesem Teil eine Seereise. Also auf in die Wanten!

    Interessant ist die Entwicklung von Maryo zu sehen bzw. andersrum befindet er sich in diesem Band noch am Anfang seiner Entwicklung. Das betrifft sowohl seine Einstellungen als auch seine Erfahrung.

    Die vollständige Serienrezension findet ihr hier:

    https://www.torstens-buecherecke.de/9048/

  19. Cover des Buches Die Reise auf der Morgenröte (ISBN: 9783800053490)
    C. S. Lewis

    Die Reise auf der Morgenröte

     (289)
    Aktuelle Rezension von: lesemama

    ❤️ Doch niemand außer Lucy wusste, dass er beim umkreisen des Mastes zugeflüstert hatte: „Mut, mein Herz“.

    📖 König Kaspian löst sein Versprechen ein, die Schicksale der sieben Lords von Telmar zu ergründen. Mit seiner Mannschaft begibt er sich auf eine Reise nach Osten. Mit der Morgenröte segelt er in Gewässer, in denen noch kein Narniane war. Doch er ist nicht allein, denn Königin Lucy und König Edmund begleiten ihn, gemeinsam mit deren Cousin Eustace. Zusammen erkunden sie die Welt hinter dem Horizont.

    📚 Wie immer war es wundervoll nach Narnia zurück zukehren. Ich wusste bereits, dass der Film stark vom Buch abweicht und konnte mich so mehr auf das Buch einlassen. In der Geschichte war ich sofort drin und auch das neue Setting hat mich sofort begeistert. Die Morgenröte ist für mich ein besonderes Schiff. Es ist wirklich spannend die Crew bei ihrem Leben auf dem Schiff und dem erkunden dieser fremden Gewässer zu begleiten. Besonders gefreut habe ich mich auf Riepischiep. Ihn finde ich einfach so toll und mochte es sehr ihm in diesem Band wieder zu begegnen. Eustace konnte ich natürlich am Anfang nicht leiden, aber seine Verwandlung und Entwicklung ist einfach unglaublich.
    Dieser Band ist spannender als die Bücher davor und ich konnte es am Ende wirklich nicht mehr aus der Hand legen.
    Insgesamt gebe ich diesem Buch wieder volle ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne und eine dicke Empfehlung. 👍🏻 Die Reise auf der Morgenröte ist bis jetzt mit mein Lieblingsband dieser Reihe.

  20. Cover des Buches Unter dem Südseemond (ISBN: 9783453411531)
    Regina Gärtner

    Unter dem Südseemond

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Keltica
    Unter dem Südseemond


    Inhalt:
    Köln/Samoa 1899: Vom Vater gedrängt heiratet Alma den älteren Hermann, Leiter einer Kolonialhandelsgesellschaft, und begleitet ihn in die Südsee. Für Alma bedeutet es das Ende ihrer Welt – in jeder Hinsicht. Sie muss sich an das unkonventionelle Leben in der Kolonie und die Riten ihrer exotischen Einwohner gewöhnen und sich als Frau behaupten. In dem australischen Seemann Joshua findet Alma ihre große Liebe, aber sie ist verheiratet. Doch nicht nur das macht ihr das Herz schwer, denn es wird immer deutlicher, dass ein bedrohliches Geheimnis über ihrer Familie liegt.

    Fazit:
    Dieser Roman ist der erste von zwei Teilen.
    Wer sich zu einem historischen und romantischen Abenteuer in die Südsee begeben möchte, findet hier genau die richtige Unterhaltung. Die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang an, an das Buch zu fesseln. Die Beschreibung der Menschen und der Landschaft und ihren Schicksalen, lässt keine Langeweile aufkommen. Ganz nebenbei erfährt man auch noch geschichtliches aus der Kolonialzeit.
    Ich habe mit Alma gelitten und gebangt und manchmal auch gedacht: “Das darf doch nicht wahr sein!“
    Die überraschenden Wendungen in der Geschichte sorgen dafür, dass der Spannungsbogen immer schön erhalten bleibt.
    Den zweiten Band über Alma und Joshua werde ich mir auf jeden Fall auch noch holen.  Er heißt:  Der Glanz von Südseemuscheln

    Über die Autorin:
    Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Pressereferentin, Werbefachfrau und PR-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.

    Gemeinsam mit ihrem Mann lebt Regina Gärtner in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist. Von der pazifischen Region ist sie aber besonders angetan.
  21. Cover des Buches Krone der Welt (ISBN: 9783404183074)
    Sabine Weiß

    Krone der Welt

     (70)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Die Geschichte von Amsterdam historisch, vielschichtig und anschaulich erzählt. Das Leben der  Geschwister Vincent, Ruben und Betje ist spannend, schrecklich, schön, und von Siegen und Niederlagen gezeichnet.

    Die Autorin führt ihre Leser in diese spannende historische Welt des damaligen Amsterdams, und beschreibt gekonnt und detailreich die schwere Zeit des Umbruchs, der Abenteuer und der Sorgen und Freuden der Menschen.

    Anfangs etwas sehr ausführlich durchaus auch mit Längen, aber das Durchhalten lohnt sich. Eine bemerkenswerte Geschichte

  22. Cover des Buches Mord ahoi! (ISBN: 9783746630540)
    Frida Mey

    Mord ahoi!

     (39)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Im dritten Teil der Krimireihe erleben wir Elfie Ruhland, die Kommissarin Alex und Mops Amadeus auf einem Kreuzfahrtschiff. Natürlich befindet sich Elfie dabei im Dienst! Sie soll dem Schiffseigner Bericht erstatten, weshalb der Luxusliner viel weniger Gewinn abwirft, als seine übrigen Schiffe.

    Natürlich deckt Elfie nicht nur finanzielle Schwierigkeiten auf, sondern auch zwischenmenschliche Schwierigkeiten, bei denen Vorgesetzte ihre Mitarbeiter schlecht behandeln. Schnell werden wieder Minuspunkte gesammelt, die schon den einen oder anderen den Kopf gekostet haben.

     

    Schnell wird es spannend, während Elfie noch Zahlen und Unterlagen überprüft, verschwindet plötzlich ein Crewmitglied an Bord. Eine Reihe von Unstimmigkeiten läßt  Elfie aufhorchen und Alex hat jede Menge Verdächtige, die mit dem Verschwinden zu tun haben könnten. Natürlich gerät auch Elfie wieder ins Visier, die plant aber ein ganz  anderes „ Projekt“, auch ohne Notizbuch!   

     

    Ich habe mich wieder prächtig amüsiert und bin ganz begeistert von der rüstigen Elfie Ruhland. Dieser Teil war ausgesprochen spannend  und Elfie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht.

    Eine absolute Leseempfehlung!

  23. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser (ISBN: 9783785574096)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

     (277)
    Aktuelle Rezension von: verena_voss

    Ausgelesen! 5/5🌟

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    Autor: @tthiemeyer 

    Titel: Chroniken der Weltensucher "Die Stadt der Regenfresser" (1. Band)

    Verlag: @loewe.verlag

    Selten: 448 Seiten (ET 2012)

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    Wunderbar, gelungener Auftakt!

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    Was für ein toller Auftakt dieses Abenteuer-Romans "Die Stadt der Regenfresser" von Thomas Thiemeyer aus dem Loewe Verlag. 

    Mit 448 Seiten ist dieses Jugendbuch (12 - 15 Jahre) kein Schmöker für Zwischendurch, doch man fliegt regelrecht mit dem Forscher Humboldt und seinen Gefährten durch die Geschichte. 

    Das Cover, egal ob mit oder ohne Schutzumschlag, ist ein Augenschmauß. Wunderschön illustriert, macht es ordentlich was her. 

    .

    Wir reisen mit C. Friedrich Donhauser "Humboldt', Oskar, einem kleinen sehr sympathischen Straßendieb, Charlotte  seine Nichte und Eliza, über den Globus, nach Südamerika, in die Anden. 

    Dort ist ein bekannter Fotograf verschollen und mehrere geheimnisvolle Fotoplatten des Vermissten, aufgetaucht. Der Inhalt lässt auf eine große Entdeckung schließen und das Forscherteam macht sich sofort auf die Reise. Doch sie sind nicht die einzigen, die eine Sensation wittern. Alte Rivalen sind ebenfalls auf dem Weg in die Hochebenen und versuchen alles um Humboldt aufzuhalten. 

    .

    Thomas Thiemeyers Werk, ist fantastisch ausgearbeitet. Starke Charaktere, rasante Handlungen, wunderschöne Schauplätze und ein glaubhaft, erzählter Schreibstil, machen dieses spannende Abenteuer zu etwas ganz besonderem. 

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    Ich freue mich, diese Bücher meinen Kindern weiterzugeben und mit ihnen die folgenden Bände der Weltensucher zu entdecken. 

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    Eine ganz große Leseempfehlung!!

    Danke Thomas, für diese wahnsinnig tolle Geschichte! 📚🙏🥰



  24. Cover des Buches Die Perlenprinzessin. Rivalen (ISBN: 9783426526057)
    Iny Lorentz

    Die Perlenprinzessin. Rivalen

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus

    Hamburg 1771: In Hamburg heuert der Steuermann Simon Simonsen bei seinem Mentor und Förderer Hauke Lüders ab, um sich um die Hand von Mina Thadde gewinnen zu können. Erna Lüders, die Tochter des Kapitäns und Schiffeigners, fällt aus allen Wolken. Ging sie doch davon aus, dass sie einmal Simon heiraten wird. Mina hingegen freut sich, immerhin hat sie schon lange ein Auge auf Simon geworfen. Doch auch Jörgen Mensing macht ihr den Hof. Ihr Vater Cornelius Thadde beschließt, dass beide als Kapitäne auf seinen Schiffen einen Wettstreit austragen sollen um die Hand der Tochter. Aber die Fahrt verläuft anders als gedacht, während Simon Segelkunst beweist, geht Jörgens Schiff unter. Zurück in Hamburg muss Simon erkennen, dass er die Schuld am Unglück in die Schuhe bekommt und sein Ruf ruiniert ist.

    Zwischen den beiden Männern entsteht eine Feindschaft, die tief wirkt und noch über Generationen wirken soll …

     

    Die neue Romanreihe des Autorenpaares Iny Lorentz kam mir gerade recht. Abenteuer, Schifffahrt Ende des 18. Jahrhunderts und ein Hauch Exotik lockten mich zum Lesen. Schnell hatte ich mich im ersten Teil festgelesen und konnte die Geschichte von Simon Simonsen verfolgen.

     

    Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, so dass man als Leser einen Gesamtüberblick hat. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt und verfügt über einige Zeitsprünge, so dass ich immer wieder zurückblättern musste, um zu sehen, wie groß der Sprung war und wie die Protagonisten gealtert sind. Man wird schnell warm mit den Familien Lüders, Thadde, Mensing und Simonsen. Leidet und bangt mit, durchsteht so manch kritische Reise auf den Schiffen, schmuggelt und liebt und hofft, dass alles ein gutes Ende nehmen wird.

     

    Natürlich dreht sich nicht alles nur um die beiden verfeindeten Männer. Auch Hamburg muss in dieser Zeit einiges durchstehen und politische Umbrüche machen der Stadt ebenso zu schaffen, wie ihren Einwohnern. Doch auch hier bekommt man von dem Autorenpaar viele Informationen, ohne gleich erschlagen zu werden. Das Gleiche gilt für die Seefahrt, wobei ich hier schon vieles aus den Horatio Hornblower Büchern von C.S. Forester kannte.

     

    Die Geschichte liest sich flüssig, sehr spannend und emotional. Auch wenn ich zwischen den einzelnen Zeitsprüngen immer mal am Blättern war, wurde der Lesesog nicht durchbrochen, sondern konnte zügig weitergeführt werden.

     

    Spielt dieser Band vorwiegend noch in Hamburg, scheint es im zweiten Band in exotischeren Gefilden zu gehen. Darauf freue ich mich jetzt schon und bin gespannt, wie es mit den Enkeln der beiden verfeindeten Familien weiter gehen wird.

     

    Fazit:

    Ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe, mit viel Segelkunst, Schifffahrt, Intrigen und einem Hauch von Liebe und Exotik.

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