Bücher mit dem Tag "segelboot"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "segelboot" gekennzeichnet haben.

68 Bücher

  1. Cover des Buches Die letzte Spur (ISBN: 9783442383719)
    Charlotte Link

    Die letzte Spur

     (1.133)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wie oft in Charlotte Links Büchern, fallen manche Abschnitte länger aus, als nötig. Dennoch hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ich wollte wissen, was passiert war. Viele einzelne Fäden führen dann doch zum gleichen Knäuel. Die psychologische Betrachtungsweise der Autorin imponiert mir immer wieder. Bei manchen Darstellern war es etwas schwierig, sich einzufühlen, bei anderen gelang es mühelos. 

  2. Cover des Buches Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers (ISBN: 9783789147470)
    Tanya Stewner

    Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers

     (248)
    Aktuelle Rezension von: Cinderbooks

    Klappentext:
    Meeresmagie, Abenteuer und eine wunderbare Freundschaft! Alea fühlt den Sog des Meeres, seit sie denken kann, und doch fürchtet sie es. Denn wenn sie mit Wasser in Berührung käme, könnte es tödlich für sie enden. Das hat Aleas Mutter ihrer Pflegemutter gesagt, bevor sie verschwand. Eines Tages schließt Alea sich den Kindern von der Alpha Cru an, die auf einem Segelboot über die Meere schippern. Bei einem Sturm wird sie über Bord geschleudert. Und danach ist alles anders als vorher. 

    Meine Meinung:

    Für mich war das ein wunderbarer Auftakt. Man erlebt eine tolle Charakterentwicklung bei Alea. Sie war mir auf jeden Fall sympathisch. Ich mochte aber auch alle anderen Charaktere und die Grundidee fand ich toll ausgearbeitet. Es ist einfach ein tolles Buch, wenn aber auch ein bisschen blass. 4/5 Sterne.

  3. Cover des Buches Einmal hin und für immer (ISBN: 9783956495670)
    Sarah Morgan

    Einmal hin und für immer

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Caro2929

    Klappentext:


    "Puffin Island vor der Küste Maines ist der perfekte Ort, um abzutauchen - und der denkbar schlechteste, wenn man sich wie Emily panisch vor dem Ozean fürchtet. Überall blaues Meer! Doch um ihre kleine Nichte vor dem Hollywood-Wahnsinn zu schützen, stellt sie sich ihrer größten Angst. Bald verfällt sie selbst dem Charme der Insel - sowie ihrer charismatischen Bewohner. Insbesondere dem Jachtclub-Besitzer Ryan Cooper. Ob er alle Frauen so verführerisch küsst, die einen Sommer hier verbringen? Eines weiß Emily bestimmt: Dieser Mann ist mit allen Wasser gewaschen..."


    *** Achtung Spoiler könnten enthalten sein***

    Meine Meinung:


    "Einmal hin und für immer" ist ein leichter Sommerroman. Er ist schön geschrieben, so dass man direkt in einen gut lesbaren Lesefluss gelangt.

    Die Geschichte wird abwechseln aus der Sicht der beiden Protagonisten Emily und Ryan erzählt. Diese Erzählweise hat mir persönlich sehr gut gefallen, auf Grund dessen, dass man so die Gefühle beider beigebracht bekommen hat.

    Die Protagonisten blieben auch alles andere als farblos. Ich habe einen guten Eindruck vermittelt bekommen, was die beiden Protagonisten ausmacht, ich konnte mit ihnen mitfühlen. Darüber hinaus haben auch die Nebenfiguren genug Präsenz erhalten, sodass man auch sie lieb gewinnen konnte und mit ihnen schmunzeln durfte, so erging es mir doch an der einen oder anderen Stelle so. Alleine wenn ich an die liebe Kirsti denke, habe ich ein Lächeln im Gesicht.

    Die Geschichte an sich hat mir auch gut gefallen, nur leider erschien mir das Ende sehr abrupt. Es gab leider fast so gar keine Überraschungen und worauf die Geschichte hinaus lief, war mir direkt bewusst. Trotzdem hab ich die Geschichte gerne gelesen und doch mit den Protagonisten mitgefiebert, auf Grund dessen, dass aus Sex Liebe wurde. Auch wurden die "Geheimnisse" um die Protagonisten recht schnell gelüftet, was aber an der jeweiligen Stelle auch genau richtig war.

    Vor allem Emily macht eine bedeutende Entwicklung in der Geschichte durch. Diese Entwicklung wird sehr gut dargestellt, sodass der Leser sie wirklich miterlebt. Dies hat mir vor allem sehr gut gefallen.

    Zu guter letzt möchte ich noch erwähnen, dass der Titel ganz ausgezeichnet ausgewählt wurde und sehr gut durchdacht ist. Ich glaube seltenst habe ich gedacht, dass ein Titel sooooo passend ist.


    Fazit:

    Eine leichte Sommerlektüre mit spannenden Elementen, 3,5 Sterne!Ich bin gespannt, wie es mit der Puffin Island-Reihe weitergeht und wen man noch näher kennen lernen darf.

  4. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783442718313)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

     (327)
    Aktuelle Rezension von: Skip

    Die Autorin hat mich sanft in die wunderschöne Natur Norwegens entführt. Sehr bildhaft und anmutig erzählt sie eine tragische Geschichte in einer Landschaft aus grünen Bergen, imposanten Fjörden und spektakulären Wasserfällen im Jahr 2017.  Zwischendurch wird der Leser in einer Dystopie im Jahr 2041 geführt, in der im südlichen Europa Klimaflüchtlinge auf dem Weg nach Norden sind. Die beiden Handlungsstränge werden spät, aber absehbar miteinander verwoben. Das Thema ist hochaktuell und wichtig.

    Die Szenen im Flüchtlingslager sind für mich aber zu langatmig und zu detailverliebt, ohne wichtige Elemente für die Handlung zu liefern. 

    Eine der zentralsten Szenen, in der David seine halbe Familie auf der Flucht verliert, ist für mich überhaupt nicht plausibel. Dies reißt für mich einen Großteil der angestrebten Dramatik in die Bedeutungslosigkeit. 

  5. Cover des Buches Weit wie das Meer (ISBN: 9783453408692)
    Nicholas Sparks

    Weit wie das Meer

     (819)
    Aktuelle Rezension von: Nackt_und_Gluecklich

    Ich habe es in einem Ferienhaus gelesen. Ich hatte alle Bücher daheim vergessen und es war das einzige Buch, was es dort gab. Ich hätte es besser verbrannt. Das ganze Buch ist eine Unverschämtheit einem denkenden Menschen gegenüber.

    N. Sparks sagt sich, jetzt zeige ich es euch und werde Millionär. Er hat alles gelesen, was man braucht, um einen Weltbestseller zu schreiben und das umgesetzt. Hat zwei Dutzend Klischees genommen und sich einen Traummann gebacken und noch jede Frau bekommt feuchte Höschen, wenn sie es liest, weil Herr Sparks jeden geheimen Wunsch verkitschter Frauen bedient. Wenn ihr wissen wollt, wie eine Frau tickt, dann fragt sie danach. Wenn sie sich immerhin schämt, es gelesen zu haben, oder es gut zu finden, ist noch nicht alles verloren, dann kann man in Erwägung ziehen, sie zu wählen. Für diese Eigenschaft des Buches gebe ich gerne einen ganzen Stern.

  6. Cover des Buches Der fremde Gast (ISBN: 9783442379279)
    Charlotte Link

    Der fremde Gast

     (544)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Rebecca Brandt wird von einem Bekannten in ihrem Haus in Südfrankreich besucht. Dieser bringt zwei trampende Studenten mit. In Deutschland wird ein grausames Verbrechen begangen. Im Laufe der Geschichte werden die Zusammenhänge zwischen den Personen aufgedeckt.

    Der Kriminalroman ist, wie man es von Charlotte Link gewohnt ist sehr spannend und voller unerwarteter Wendungen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Autorin versteht es Spannung aufzubauen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Für mich war die Geschichte in sich schlüssig und nachvollziehbar, wenn auch überhaupt nicht vorhersehbar.

    Leider war ich von der Darstellung der einzelnen Charaktere sehr enttäuscht. Fast alle Frauen wurden als schwach dargestellt und haben sich von ihren Männern abhängig gemacht. Jede der dargestellten Beziehungen wies die gleichen schrägen Machtverhältnisse aus. Eine Notwendigkeit alle Beziehungen auf diese Weise auszugestalten bestand meiner Meinung nach nicht. Aus diesem Grund gab es für mich einen faden Beigeschmack. 

    Der Kriminalroman ist angenehm zu lesen und wirklich fesselnd. Aus der feministischen Perspektive gibt es allerdings ein paar Kritikpunkte. Ob man während dem Lesen darüber hinwegsehen kann, oder das als nicht problematisch ansieht, ist eine persönliche Entscheidung.

  7. Cover des Buches Wellenglitzern (ISBN: 9783404174898)
    Marie Merburg

    Wellenglitzern

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Da ich schon zwei Bücher dieser Reihe gelesen habe, musste auch der Auftakt verschlungen werden.

    Sophie steckt in einer Ehekrise und versucht nun mit diesem Segelschein ihre Beziehung zu retten. Doch Felix hat andere Pläne. Kurzerhand entscheidet sie sich, die zwei Wochen allein diesen Kurs zu absolvieren.

    Bei Sophie sind Katastrophen vorprogrammiert und ihr Segellehrer hat voll zutun, damit sie überhaupt den Schein bekommt. Immer wieder tritt sie in ein Fettnäpfchen. Aber zum Glück hat sie noch Leonie und Jutta auf ihrer Seite.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, doch manchmal waren mir die vielen Segelstunden too much. Aber so lernt man den ein oder anderen Begriff. Der Kurs ist auch identisch und vor allem sind die Mitschüler von Sophie so unterschiedlich, chaotisch und doch passt alles sehr gut zusammen.

    Der locker-leichte Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich konnte gut ins Buch abtauchen.

  8. Cover des Buches Rebecca (ISBN: 9783458361343)
    Daphne Maurier

    Rebecca

     (390)
    Aktuelle Rezension von: MissWatson76

    Da ich hier das Hörbuch (gelesen von Jens Wawrczek) nicht gefunden habe, bewerte ich dann mal einfach das Buch. 

    Es ist so, dass ich den Film zum Buch (verfilmt durch Alfred Hitchcock) schon wenigstens zweihundert Mal gesehen habe und er zu meinen Lieblingsfilmen gehört. Somit ist mir die Geschichte nicht unbekannt und ich weiß auch gar nicht mehr, wie ich darauf kam, die Story plötzlich zu lesen oder zu hören. 

    Und ich dachte auch nicht, dass mich hier noch irgendetwas überraschen könnte. Aber egal. Aber dann war es ähnlich wie mit dem Film. Klar ist das ganze ein wenig altmodisch und wenn man so will Frauen gegenüber doch sehr altmodisch. Aber das kann man schließlich dann ganz gut einschätzen und so hinnehmen. 

    Keine Ahnung warum, jedenfalls war es genauso wie mit dem Film und nach und nach schlich sich diese Geschichte in meine Gedanken und in meine Welt und ich war genauso gefangen. Ich hatte das Gefühl, mich genau immer da zu befinden, wo das Buch war und ich hatte genauso viel Glücksgefühle wie Ahnungen und Gänsehaut. 

    Es geht um den Witwer Maxim de Winter der nach dem Tod seiner Frau sein Anwesen (Manderley) erst einmal verlassen hat um Abstand zu bekommen. Hierbei trifft er dann die junge und etwas naive Erzählerin und sie bringt wieder etwas Leben in seine düstere Welt. Sie verliebt sich in ihn und er scheint auch Interesse an ihr zu haben, aber da ist immer seine tote Frau Rebecca, die sich zwischen sie stellt. Aber doch heiratet er die junge Gesellschafterin und bringt sie nach Manderley. Und dann Auftritt Mrs. Danvers, ehemalige Gesellschafterin von Rebecca de Winter. Und die neue Mrs. de Winter hat es alles andere als leicht in diesem Haus und sie scheint gegen einen Geist kämpfen zu müssen. Oder ist es doch kein Geist?

    Stück für Stück und ganz langsam aber mit gewaltiger Spannung entwickelt sich hier nach und nach eine Geschichte, die einem immer wieder den Atem nimmt. Und immer wieder biegt die Story in eine neue Richtung ab und man fragt sich, warum man das nicht gesehen hat. Und klar ist auch, wie sehr man sich täuschen lassen kann  und obwohl alles ganz klar scheint, man doch auf Irrwegen läuft. 

    Also ganz egal ob Buch oder Film, aber Daphne du Maurier und auch Jens Wawrczek haben mich total in ihren Bann gezogen und es war sicher nicht das letzte Mal.

  9. Cover des Buches Blaues Gift (ISBN: 9783404171729)
    Eva Almstädt

    Blaues Gift

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Wieder einmal lässt die Autorin ihre Kommissarin Pia Korittki in Schleswig-Holstein ermitteln. 

    Dieses Mal wird ein toter Segler gefunden, dessen führerloses Boot zuvor mit einer Fähre kollidiert ist. War außer dem Opfer noch jemand an Bord? Und wenn ja, wo ist dieser jemand jetzt? Rätselhaft auch, dass der Mann nicht ertrunken, sondern vergiftet worden ist.  

    Gleichzeitig verschwindet Pias Schwägerin Marlene. Obwohl Pia befangen scheint, immerhin trifft sie sich mit einem Tatverdächtigen, dessen Mitbewohner mit einer Aconitin-Vergiftung im Krankenhaus gelandet ist, lässt man sie ermitteln. Als dann ihr Halbbruder wegen des dingenden Tatverdachtes in Untersuchungshaft genommen wird, verdichten sich die Hinweise, dass Marlene den toten Segler gut gekannt haben muss und als Mörderin in Betracht kommt. Doch genauso gut könnte auch Marlene ein Mordopfer sein.  

    Die fieberhafte Suche nach Marlene, die ihre kleine Tochter zurückgelassen hat und nie, wie angekündigt, bei ihrer Freundin in Zürich angekommen ist, hält Pia Korritki und ihr Team in Atem.  

    Lange Zeit tappt die Polizei im Dunklen, bis das entscheidende Detail zur Lösung dieses komplexen Falls gefunden wird. 

    Meine Meinung: 

    Dies ist mein erster Fall mit Pia Korritki, den ich noch dazu erstmals als Hörbuch gehört habe. Sprecherin Anne Moll erzählt mit schöner Aussprache, trotzdem ist ein Hörbuch nicht mein bevorzugtes Medium. Ich bleibe beim geschriebenen Wort. 

    Die Autorin entwickelt eine verzwickte Handlung, bei der wenig so ist, wie es scheint. Geschickt lockt Eva Almstädt ihre Leser auf die eine falsche Fährte.

     Ich hatte recht bald eine Idee, was die Ursache für die Verbrechen sein könnte, vor allem weil sich Marlenes Eltern so seltsam benehmen, doch die Hypothese hat sich nur teilweise bewahrheitet. 

    Dass Pia, die hier persönlich involviert ist, weiterermitteln darf, wird dies vermutlich in Wirklichkeit nicht dürfen - Personalmangel hin oder her.  

    Fazit: 

    Ich denke, das wird nicht mein letzter Pia-Korritki-Krimi sein. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  10. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783423253635)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (559)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Die Lebensgeschichte und Liebesgeschichte von Leon Le Gall, geboren um die Jahrhundertwende in Frankreich, spielt natürlich im 20. Jahrhundert, passt aber streckenweise so gut wie lange kein anderes Buch in unsere Zeit. Das Leben und Lieben Leons, der sich mit 17 in die gleichaltrige Louise verliebt, eine Liebe, die bis an ihr Lebensende hält und dennoch immer starken Widerständen ausgesetzt ist, ist geprägt durch die beiden Weltkriege. Vor allem die Zeit des zweiten Weltkriegs, Leon lebt als Polizeichemiker in Paris, einer besetzten Stadt in der alles gelähmt ist, aber weiterläuft. Zum ersten Mal hab ich bemerkt, dass unsere Corona-Situation, vor allem mit der Ungewissheit, wie lange sie noch anhalten wird, sehr nah an dem Kriegsszenario ist. Täglich sterben hunderte Menschen, das öffentliche Leben ist wie betäubt und trotzdem machen alle irgendwie weiter. Das ist nur ein Aspekt des insgesamt auch tollen Buches, hat mich aber sehr beeindruckt.

  11. Cover des Buches Die Hureninsel (ISBN: 9783426517543)
    Martina Sahler

    Die Hureninsel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Nachdem ich "Das Hurenschiff" regelrecht verschlungen habe, wollte ich gerne wissen,wie es mit Molly,Hannah und den anderen weitergeht.

    Die liebgewonnen Protagonisten sind in der Strafkolonie nach einer langen und schweren Überfahrt angekommen und stehen nun weiteren Problemen und Schwierigkeiten gegenüber, bevor sie ihr Glück finden.

    Gerne hätte ich noch mehr über ihr Leben erfahren, aber dennoch war es gut beschrieben und erklärt.

    Mir hat die Geschichte sehr gefallen 

  12. Cover des Buches Club der Heldinnen 1. Entführung im Internat (ISBN: 9783789104657)
    Nina Weger

    Club der Heldinnen 1. Entführung im Internat

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Han_Sch0128

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

  13. Cover des Buches Herz auf Eis (ISBN: 9783442487745)
    Isabelle Autissier

    Herz auf Eis

     (169)
    Aktuelle Rezension von: cyranelli

    Ein schiffbrüchiges Paar auf einer kargen Insel - das Thema ist nicht neu, aber von Isabelle Autissier auf eine Art und Weise aufgearbeitet, das ich so noch nicht gelesen habe. Sie ist Seglerin und weiß, wovon sie schreibt, denn sie war des öfteren der Einsamkeit und den Naturgewalten ausgeliefert. Die Verzweiflung der Protagonisten angesichts der scheinbar aussichtlosen Situation, der aufeinander aufkeimende Hass, die Schuldzuweisungen in der kompletten Einöde und den gefährlichen Wetterkapriolen bereiten dem drohenden Unhappy-End den Boden.

    Ohne Pathos und Kitsch beschreibt Isabelle Autissier den Überlebenskampf der jungen Frau Louise, die am Ende sogar die Schuld am Tod ihres Gefährten Ludovic auf sich lädt, dem sie nicht mehr helfen konnte, weil sie ihr eigenes Leben retten musste. Die Folgen hierfür in der "Welt nach ihrer Rückkehr" zu schultern lässt sie fast zerbrechen, sie hüllt sich in Schweigen und zieht sich zurück. Diese Situation ist von Isabelle Autissier grandios, da aben schmucklos, herausgearbeitet worden.

    Etwas stutzig gemacht hat mich die Zeitenfolge, es scheint unglaublich, dass sich die ganzen Ereignisse in nur einem Jahr abgespielt haben sollen, das scheint aufgrund der Zeitspannen, die sich das Paar auf der Insel aufhält, kaum möglich.






  14. Cover des Buches Der dunkle Wächter (ISBN: 9783596521173)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der dunkle Wächter

     (396)
    Aktuelle Rezension von: Luna

    Carlos Ruiz Zafón  Der dunkle Wächter


    (Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen)


    gruselig - unheimlich - spannend - creepy - fantasievoll - atmosphärisch 


    Bewertung: 5/5 Sterne 


    Auf dem geheimnisvollen Anwesen Cravenmoore lebt der Spielzeugfabrikant Lazurs Jann mit seinen selbst gebauten Konstruktionen.

    Mechanische Menschen, Automaten, Spielzeuge, die sich bewegen und den Anschein erwecken, ein Eigenleben zu haben.


    Nach dem Tod ihres Mannes zieht Simone Sauvelle mit ihren beiden Kindern Irene und Dorian in das kleine Dorf an der Küste der Normandie, weil sie eine Anstellung auf dem Anwesen des Spielzeugfabrikanten erhält.


    Zunächst leben sie glücklich dort und freunden sich mit dem Spielzeugfabrikanten an. 


    Nachdem Irenes Freundin Hannah tot  aufgefunden wird, decken Irene und ihr Freund Ismael nach und nach die Geheimnisse von Cravenmoore und die Lebens- und Liebesgeschichte von Lazarus Jann auf.

    Der Schatten der Vergangenheit wird zu einem  gefährlichen Gegner. 


    Ich habe dieses Buch, so wie alle Romane von Carlos Ruiz Zafón in kurzer Zeit verschlungen. Diese Geschichte ist so spannend, dass man sie nicht zur Seite legen mag.


    Auch dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle Thriller-, Horror- und Gruselgeschichten Leser ! 

    Der Autor schafft es die Leser/innen mitzureißen und sich jeden beschriebenen Ort atmosphärisch und wundervoll vorzustellen.

    Jede Szene der Geschichte ist so wunderbar beschrieben, als würde man einen Film schauen.


    Ich empfehle diesen Schauerroman gerne weiter! Er erhält von mir 5/5 Sterne. 


    Lest auch noch von Carlos Ruiz Zafón:

     

    ♡Der Schatten des Windes 

    ♡Marina 

    ♡Der Nebelfürst 

    ♡Der Mitternachtspalast

  15. Cover des Buches Die Nacht hat viele Augen (ISBN: 9783802583308)
    Shannon McKenna

    Die Nacht hat viele Augen

     (143)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Shannon Mc Kenna – Mc Cloud Brothers, 1, Die Nacht hat viele Augen


    Seth Mackey hat nur ein Ziel: er will Victor Lazar vernichten! Und dabei ist ihm jedes Mittel recht. Er observiert die neue Geliebte von Victor, und schon bald muss er feststellen, dass Raine ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Doch verwunderlich ist, das Victor sich noch nicht einmal in der verwanzten Wohnung seiner Geliebten hat blicken lassen. Verblendet von seinem Hass schafft Seth es, sich in Victors Firma einzuschleichen und als ihm Raine als “Belohnung” angeboten wird, greift er zu...

    Doch Raine ist selbst in geheimer Mission unterwegs, denn Victor ist ihr Onkel und der hat vor vielen Jahren etwas mit dem Tod ihres Vaters zu tun gehabt. Raine sucht Antworten und sie kann nicht eher ruhen, bis sie die merkwürdigen Träume entschlüsselt hat...


    Ich habe lange überlegt, ob ich das Buch lesen soll, welches schon eine ganze Weile in meinem Regal steht. Einige negative Rezensionen haben dazu geführt, dass ich es so lange vor mich hingeschoben habe. Letztendlich habe ich das Buch aufgrund einer Challenge in die Hand genommen.


    Der Schreibstil ist locker und flüssig, es lässt sich leicht lesen und man fliegt nur so durch die Story. Die Handlung ist jetzt nicht sonderlich komplex, aber hat mich trotz der Vorhersehbarkeit überwiegend gut unterhalten.

    Handlungsorte und Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn es bei vielen Figuren noch Luft nach oben gibt. Das hier noch eine besondere Gabe eingebaut wurde, macht die Geschichte zwar nicht wirklich spannender, und eigentlich hätte es das auch nicht gebraucht, aber es fällt zumindest nicht negativ auf.

    Was mir nicht so gut gefällt ist, dass die Story sehr vorhersehbar ist, wenig Raum für Spekulationen bleibt und das die Erotik hier deutlichst im Vordergrund steht, was den Rest der Geschichte eher blass wirken lässt.

    Sehr schade, denn daraus hätte man sicher mehr machen können.

    Was mich hier aber wirklich massiv stört ist, das Seth überhaupt wenig Rücksicht auf Raine nimmt. Er “überredet” sie sehr häufig, obwohl sie gar keine Lust auf ihn hat, ignoriert ihre Wünsche und das “Liebesspiel” wirkt dermaßen übertrieben und auch teilweise grob und brutal (was ihr natürlich nach der ersten Weigerung dann doch gefällt), das es mir zu viel wurde und ich diese Stellen größtenteils überlesen habe.

    Bitte nicht falsch verstehen, da ich auch den zweiten Band bereits im Regal stehen habe, werde ich die Fortsetzung lesen und darauf hoffen, dass es einfach nur das “Ding” zwischen Raine und Seth ist. Jeder so wie er mag, für mich war es einfach zu übertrieben.

    Seth ist gar nicht mal so unsympathisch, wenn er uns einen Blick hinter seine Fassade erlaubt, allerdings erleben wir ihn zu größten Teilen einfach nur wütend, arrogant, gewalttätig und dominant in diesem Buch. Die wenigen Augenblicke wo wir etwas vom “wahren Seth” erfahren sind leider rar gesät und sicherlich hätte das Buch eine ganz andere Wirkung auf mich gehabt, wenn die Autorin hier ein wenig mehr darauf eingegangen wäre. So wirkt er einfach nur rabiat und zu aufdringlich, besitzergreifend, dominant und erdrückend.

    Raine, die bisher kaum Erfahrung mit Männer hat und zig mal Seth darum bittet es langsamer angehen zu lassen war mir nicht sehr authentisch, sympathisch ja, aber irgendwie total realitätsfern. Schon im ersten Drittel des Buches war mir klar worauf das Ende hinaus läuft, und auch wenn der Lesefluss nicht nennenswert gestört wird, gab es in dieser Hinsicht überhaupt keine Überraschungen. Die naive Raine entwickelt sich zu einer Kämpferin, Sexgöttin und zum Schluss entdeckt sie Gefühle für eine Person, die sie jahrelang gehasst hat.


    Tja, schade, hier hätte man sicherlich aus der Story sehr viel mehr machen können, wenn man den Fokus ein bisschen anders gelegt hätte, aber es ist wie es ist. Es ist kein schlechtes Buch, wer es erotisch und dominant mit verschiedenen Spielarten mag, und wenig Hintergrundstory brauch, der ist mit diesem Buch sicher nicht schlecht beraten, aber ich hoffe, dass Band 2 ein wenig mehr zu bieten hat.


    Das Cover passt zur Story und ist ein netter Blickfang.


    Fazit: Wenig Crime, dafür viel Erotik. Konnte mich nicht ganz überzeugen. 2,75 Sterne.

  16. Cover des Buches Moby-Dick; oder: Der Wal (ISBN: 9783990270875)
    Herman Melville

    Moby-Dick; oder: Der Wal

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Salino23

     "Meine Mittel sind vernünftig, nur mein Zweck ist wahnsinnig", lässt Melville Kapitän Ahab sagen. Dies wird immer gern zitiert, wenn das vielschichtige Werk als geniale Parabel auf die Moderne interpretiert wird. Und wahrlich, das ist es!  Wohl kein zweiter, abgesehen vielleicht von Joseph Conrad, hat das Meer in einer solch epischen Breite beschrieben.
    Zweifellos enthält "Moby Dick" hat "Moby Dick" Längen und zweifellos steckt er voll naturwssenschaftlich Überholtem, was jemandem, der sich für Zoologie interessiert, schon ein bisschen aufstößt, doch sollte ,am sich letztlich auf sie einlassen, lassen sie uns doch um so tiefer eintauchen in eine andere Welt und uns bewegen in eben dieser, in einer Welt, die unwiederbringlich (und das ist gut so) versunken ist.
    "Moby Dick" auch das, was man heutzutage einen Longseller nennt (was große Literatur freilich oft ist), obwohl nahezu jeder heutige Leser den Ausgang schon vorher kennt. Das ging mir natürlich auch so, und ich habe mich beim Lesen oft gefragt, ob sich der Lesegenuss noch gesteigert hätte, wenn sich zu der stilistischen Brillanz und der unausschöpflichen Faszination, die von dem Werk ohnedies ausgeht, noch das Nichtwissen um die Auflösung des großen äußeren Spannungsbogen gesellt hätte. Wie viele Werke der Weltliteratur haben ein dramatischeres Finale?

  17. Cover des Buches Soko Sandbank (ISBN: 9783740806736)
    Markus Rahaus

    Soko Sandbank

     (22)
    Aktuelle Rezension von: levi

    Da mir der erste Teil der Reihe so gut gefallen hat, stand für mich ausser Frage, dass ich mir auch den Nachfolger zu Gemüte führen wollte...

    Der Kriminalfall an sich ist nicht schlecht aufgebaut. Eher undurchsichtig und der Täter rückt erst sehr spät in den Fokus der Ermittlungen. Das hat mir wirklich gut gefallen. 

    Die Arbeit der Polizei, der Forensik und Rechtsmedizin, sowie der Seenotrettung etc. waren sehr gut und wirklich informativ. Vorallem die Seenotrettung war interessant und hat mir sehr viele neue Informationen gegeben. 

    Von den Kommisaren habe ich - leider - mehr erwartet. Greiner - gut, der war in dieser Folge nicht so present - aber das sei ihm verziehen. Olofsen hingegen hat mich wirklich genervt. Seine Sprüche und ständigen Wortgefechte mit gefühlt jedem machten ihn in meinen Augen sehr unsympathisch und ich muss zugeben, mir machte dann das Lesen nicht mehr wirklich Freude. 

    So gut der erste Band war, so sehr hat der zweite in Beziehung auf die Ermittler nachgelassen... 

  18. Cover des Buches Make it Count - Sommersturm (ISBN: 9783426518144)
    Carrie Price

    Make it Count - Sommersturm

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Lenasbuechertraum

    http://lenasbuechertraum.blogspot.de/2016/11/sommersturm-von-carrie-price.html
  19. Cover des Buches Butterblumenträume (ISBN: 9783839212738)
    Christine Rath

    Butterblumenträume

     (36)
    Aktuelle Rezension von: parden

    LIEBE UND MEHR...

    Maja Winter lebt mit ihrer Tochter in Überlingen am Bodensee. Sie ist mit dem Erben eines großen Weingutes liiert und beruflich erfolgreich. Alles läuft in geordneten Bahnen, doch wirklich glücklich ist sie nicht. Eines Tages entdeckt sie ein malerisches Haus am See und träumt davon, dort ein kleines Café zu eröffnen. Ihre neue Freundin, die alte und lebenskluge Nachbarin Frieda, ermuntert sie, ihren Traum zu verwirklichen. Als Maja schließlich ihren Job verliert und sich in den Gärtner des Hauses verliebt, wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt und sie steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens… 

    Das Cover weckt Sehnsüchte - jedenfalls bei mir. Nach Sonne, Farben, Unbeschwertheit und Träumen. Der Titel passt dazu, und auch wenn ich Liebes- oder Frauenromane eher selten lese, reizte mich dieser Roman. Letztlich bekam ich, was zu erwarten war - aber ich weiß jetzt auch wieder, weshalb dieses Genre nicht zu meinen Favoriten gehört...

    Da wären zum einen die Klischees, die hier so fleißig bedient werden. Vor allem die Rollenklischees. Maja Winter wird einerseits als toughe 39jährige alleinerziehende und mit beiden Beinen fest im Leben stehende Frau gezeichnet, andererseits ordnet sie sich selbstverständlich dem Mann an ihrer Seite unter, freut sich, wenn er als vielbeschäftiter Winzer und Betreiber eines erfolgreichen Weinguts überhaupt mal Zeit für sie hat, hört sich seine Belange an und äußert selbst kaum Wünsche, wird anhänglich wenn sie etwas getrunken hat und sorgt sich stets, ob ihr Aussehen zu den verschiedenen Anlässen passt. 

    Überhaupt: Mode. Diesem Aspekt wird hier viel Raum gegeben. Ständig wird detailliert erläutert, welches Ensemble Maja trägt - oder ihre Tochter, ihre Mutter, die weiblichen und überheblichen Familienmitglieder ihres Freundes, ihre Freundinnen, ihr Freund... Ärgs, es war mir einfach zu viel. Ich muss nicht ständig auf dem Laufenden gehalten werden, welches Blüschen zu welchen Ohrringen, welche Tasche zu welchen Schuhen passt. Handlung und Charaktere sollten für mich im Vordergrund stehen. Aber hier werden tatsächlich Mode und Ansehen miteinander verknüpft. Beispiel gefällig?


    "Ich weiß schon, dass Nini sich benehmen kann. Ich wollte nur, dass sie besonders hübsch aussieht, damit ihr Marcus auf sie stolz sein kann..." 


    Das geht für mich gar nicht. Etwa ein Viertel des Buches musste ich lesen, bis ich das Gefühl hatte, in der Geschichte anzukommen - oder eigentlich auch, bis die Geschichte wirklich anfing. Alles andere war ein oberflächlich-behäbiger Einstieg. Danach begann Maja sich zu entwickeln, auch einhergehend mit neuen Bekanntschaften. Diese Entwicklung hat mir letztlich gefallen, auch wenn sie recht vorhersehbar verlief. Das ist aber wohl dem Genre geschuldet und darf daher nicht überraschen.

    Maja findet ihr Traumhaus, eine neue Freundin, eine neue Liebe. Natürlich alles mit vielen Hindernissen und Umwegen, aber am (glücklichen) Ende besteht von Anfang an wohl kein Zweifel. Und das betrachte ich mal nicht als Spoiler, denn diese Romane sind nun einmal so aufgebaut...

    Das Ende fand ich dann wie erwartet, allerdings angesichts der zeitweise doch auch etwas langatmig anmutenden Erzählung (es gab doch für mein Empfinden einige Längen...) etwas überstürzt. Ich habe gesehen, dass es noch einen zweiten Teil gibt, aber das Ende hätte ich mir trotzdem etwas ausführlicher gewünscht.

    Alles in allem: Nett für zwischendurch, aber man darf sich an Klischees und einer vorhersehbaren Handlung nicht stören.


    © Parden

  20. Cover des Buches Falsche Austern (ISBN: 9783442485536)
    Catherine Simon

    Falsche Austern

     (21)
    Aktuelle Rezension von: lazH

    Wenn Journalisten Probleme mit der deutschen Sprache haben, ist das peinlich. Wenn sie dazu noch Krimis schreiben, kommt man als Kritiker schon mal auf den Gedanken, den Verursacher des Übels den Hahn abdrehen zu wollen. Den Schreibhahn nämlich. Kommt dann noch mangelhafte Recherche dazu, ist es nicht nur ärgerlich, sondern bringt einen Berufsstand in Verruf.

    Catherine Simon schafft beides in einem mit 251 Seiten recht dünnen und schnell geschriebenen Büchlein. „Falsche Austern – Der vierte Fall für Kommissar Leblanc“ ist mit Verlaub – runtergerotzt. Schlechter Stil, hölzerne Dialoge, oberflächliche Charaktere und dazu der Versuch, Terrorismus, Islam und Islamismus, Frankreichs koloniale Vergangenheit in Nordafrika, Integration von Flüchtlingen, Ehrenmord, Kunstfälschung, Bilderdiebstahl, Mord und Totschlag unter einen Chapeau zu zwingen. Das wirkt bemüht, zeitweise grotesk und häufig wie von Wikipedia abgeschrieben.

    Vollkommen abgerückt von den Ereignissen dieser Welt scheint die Autorin, wenn sie darüber sinniert, ob eine muslimische Familie den Mord an ihrer Tochter beginge, weil diese mit ihrer westlichen Lebensweise angeblich die Ehre der Familie, von Brüdern und Eltern, deren Ansehen in ihrem gesellschaftlich-sozialen Umfeld durch Missachtung der dort geltenden Werte verletzt hat.

    Unwahrscheinlich, lautet der Schluss von Catherine Simon. Die magere Begründung: „Würde jemand wegen eines Rachegedankens seine Existenz, Familie und Arbeit aufs Spiel setzen?“

    Jetzt mal Butter bei die Fische, Frau Grimkowski! Wo haben Sie Ihren Job als Redakteurin gelernt? Bei einer Schülerzeitung? Noch nie von dem Ehrenmord an Hatun Aynur Sürücü gehört?! Die in Deutschland geborene 23 Jahre alte Frau wurde im Februar 2005 in Berlin von ihren Brüdern auf offener Straße gemeuchelt, weil sie nach westlicher Art lebte und dadurch die Familienehre besudelte. Tut mir leid, aber diese Familie setzte all das, was sie in der Bundesrepublik erworben hatte, wegen der vermeintlich geschändeten Familienehre aufs Spiel und entfachte eine bundesweite Diskussion, in die sich auch der damalige Bundespräsident Horst Köhler einmischte: „Ein falsches Verständnis von Toleranz, Harmoniestreben oder mangelnde Courage dürfen nicht dazu führen, dass grundlegende Regeln des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft außer Kraft gesetzt werden“. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_Sürücü). Nur zur Quellenlage: Als Polizeireporter in Berlin recherchierte ich seinerzeit selbst intensiv im Sumpf der Ehrenmorde unserer kurdischen Mitbewohner.

    Dass Autorin Catherine Simon, das Pseudonym für Sabine Grimkowski, laut Vita auf dem hinteren Klappentext als Redakteurin für den Südwestrundfunk arbeitete, macht eigentlich alles viel schlimmer. Denn sie hat es nicht für nötig befunden, das ihr zur Verfügung stehende journalistische Handwerkszeug ihrer Profession einzusetzen. Daneben hapert es an den Kleinigkeiten in ihrer Handlung: Wenn Polizeitaucher mit Sauerstoffflaschen tauchen, dreht sich jedem Sporttaucher das Mundstück um. Die Atemflaschen enthalten komprimierte, also zusammengepresste, Luft, weshalb die Tanks auch als Pressluftflaschen bezeichnet werden. Keinem Taucher, auch keinem Berufstaucher der Polizei, fiele es ein, mit Sauerstoff zu tauchen. Schließlich ist er ja nicht lebensmüde.

    Dazu kommen massive sprachliche Mängel. Als Redakteur mit 40 Jahren Berufserfahrung weiß ich inzwischen, dass ein deutscher Satz aus Subjekt, Prädikat, Objekt besteht. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Bis zum Südwestfunk scheint sich das nicht herumgesprochen zu haben. Wie sonst käme ein Satz wie „Ein labbriges Sandwich mit wässrigem Schinken aus der Polizeikantine in Le Havre hatte Leblanc zu sich genommen“ ins 15. Kapitel?

    Eigentlich müsste das Sandwich wegen Gefräßigkeit und versuchten Polizistenmords verurteilt und Autorin samt Korrektor zu Nachhilfe im deutschen Satzbau auf Lebenszeit verurteilt werden. Dies ist nicht die einzige Stelle im Buch, aber mit Sicherheit eine der skurrilsten.

    Schon der dritte Satz im Buch ließ mich aufmerken: „Wie ein ständig sich abspulender Film tauchte eine Szene in Endlosschleife in seinem Kopf auf.“ Von da an las ich zunehmend kritischer, unwillig auch nur Kleinigkeiten unberücksichtigt zu lassen. Wem’s nicht auffallen sollte – der Satz ist ein weißer Schimmel. Ein sich „ständig abspulender Film“ ist eine „Endlosschleife“; so wie ein Schimmel gemeinhin mit der Farbe weiß assoziiert wird. Die Zeitenfolge der deutschen Sprache scheint für Frau Grimkowski ebenfalls ein ungelöstes Rätsel zu sein. Zwei Mal Plusquamperfekt in einem Satz ist genau einmal zuviel. Ebenso wie der Preis. Mit zehn Euro ist diese Lektüre deutlich überteuert.

    Wer nun meint, ich kaprizierte mich auf unwichtige Kleinigkeiten, der mag das meinen. Für den ist dieses Buch sicherlich nette Sommerunterhaltung. Allerdings bedeutet es für den Kritiker auch, nach dem zu schauen, was ein Buch dem Leser vermittelt. Und in diesem speziellen Fall lehrt es mal wieder, dass die deutsche Sprache nach Belieben verhunzt werden darf. Mit dem Ergebnis, dass sich viele wundern, wenn immer weniger Menschen korrekt schreiben können. Bei solchen Vorbildern eigentlich kein Wunder.

    Der triviale Plot ist in drei Sätzen erzählt, und mehr hätte es für dieses Buch auch nicht gebraucht. Der Direktor eines Museums in Honfleur bei Deauville in der Normandie wird eines Sonntags hinterrücks erschossen. Bei seinen Ermittlungen stößt Kommissar Leblanc nicht nur auf einen Bilderdiebstahl, sondern seine Assistentin Nadine hintergeht ihn auch wegen eines Kollegen aus Le Havre, mit dem Leblanc auf Anweisung seiner vorgesetzten Dienststelle kooperieren muss.

    Ein Museumswärter gesteht Diebstahl und Mord, aber Leblanc ist zumindest von dem Mordgeständnis nicht überzeugt und ermittelt auf eigene Faust und gegen die dienstliche Anweisung seines Vorgesetzten weiter, wobei er sich nicht zu schade ist, auch seinen erst 13 Jahre alten Stiefbruder undercover an die Front zu schicken.

  21. Cover des Buches Schweigeminute (ISBN: 9783455405699)
    Siegfried Lenz

    Schweigeminute

     (305)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die skandalträchtige Liebesgeschichte zwischen dem Schüler Christian und seiner Englischlehrerin Stella spielt in einer Kleinstadt an der Ostsee. In aller Heimlichkeit verlieben sich die beiden, doch leider trübt ein tragischer Unfall schon bald das Glück. Mit grosser Sinnlichkeit und Mitgefühl schildert der Autor diese grosse Liebe, die keine Konventionen kennt.


    Eine sehr schöne, ruhige und zeitlose Novelle, die ich gerne gelesen habe. Die klare und feinfühlige Sprache ohne viel Pathos machen das Buch zu einer besonderen Kostbarkeit.

  22. Cover des Buches Gefährliche Côte Bleue (ISBN: 9783832162832)
    Cay Rademacher

    Gefährliche Côte Bleue

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Broschiert: 320 Seiten

    Verlag: DuMont Buchverlag (8. Juni 2017)

    ISBN-13: 978-3832198282

    Preis: 15,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein frustrierender Fall für Blanc


    Inhalt:

    Ein bekannter Wracktaucher wird in den Calanques bei seiner Jacht tot aufgefunden. In einem Auge steckt eine Harpune. Ein Tauchunfall? Capitaine Roger Blanc glaubt nicht daran, und noch weniger, als die Leiche einer Umweltaktivistin in einem Tunnel gefunden wird. Was verbindet die beiden Toten? Nach Meinung der Politiker soll dies für immer ein Rätsel bleiben, denn Blanc wird gezwungen, die Ermittlungen einzustellen.


    Meine Meinung:

    Dies ist der 4. Band der Reihe um Capitaine Roger Blanc. Man kann ihn aber unabhängig von den anderen lesen. Im Anhang findet man eine Liste der beteiligten Personen. So erfährt man alles Wissenswerte über diejenigen, die in den anderen Bänden auch eine Rolle spielen, aber auch über die, die nur im aktuellen Buch vorkommen. 


    Mit den vorherigen drei Bänden und dem fünften, den ich schon gelesen habe, war ich oft nicht ganz zufrieden. Nun fiel mir aber der vierte zufällig in die Hände und ich las ihn im Urlaub, was sehr passend war. Leichte Lektüre mit vielen Landschaftsbeschreibungen, Wasser, Sonne und ein paar Leichen. Bis auf Letztere fügt sich das natürlich sehr gut in einen erholsamen Urlaub ein. ;-)


    Ich fand die Grundidee sehr ansprechend, auch die Umsetzung ist gut gelungen. Kein Highlight, aber doch solide, spannende und über weite Strecken überraschende Unterhaltung. 


    Die Reihe:

    1. Mörderischer Mistral

    2. Tödliche Camargue

    3. Brennender Midi

    4. Gefährliche Côte Bleue

    5. Dunkles Arles

    6. Verhängnisvolles Calès

    7. Verlorenes Vernègues

    8. Schweigendes Les Baux


    ★★★★☆

  23. Cover des Buches In weißer Stille (ISBN: 9783548613581)
    Inge Löhnig

    In weißer Stille

     (295)
    Aktuelle Rezension von: makama
    Der pensionierte Kinderarzt Wolfram Heckeroth wird an einen stürmischen Oktoberabend tot in seinem Ferienhaus am Starnbergersee aufgefunden.
    Gefesselt an eine Heizung - der alte Mann ist qualvoll verdurstet.
    Hauptkommissar Konstantin Dühnfort und sein Team ermitteln.
    Bald wird klar, dass es unter vordergründig heilen Familienfassade,
    Abgründe lauern....
    Der alte Arzt war alles andere, als ein liebevoller Vater und hatte Vorlieben, die er vor der Öffentlichkeit und seiner Familie verborgen hat.
    Die Suche nach dem Motiv ist trotzdem nicht einfach.....
    Fazit und Meinung:
    Ein alter Fall, genauergesagt, der zweite von Tino und Gina.
    Ich fand es amüsant und interessant mal etwas aus der Vorgeschichte der beiden zu erfahren, da ich die ersten Bücher noch nicht kenne.
    Die Geschichte hat mir gefallen, war durchdacht und auch spannend..
    Die Protagonisten haben mir gefallen und es gibt 4 Sterne für dieses Buch.


  24. Cover des Buches Die Tochter des Leuchtturmmeisters (ISBN: 9783746627953)
    Ann Rosman

    Die Tochter des Leuchtturmmeisters

     (34)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Bei Bauarbeiten am Leuchtturm auf einem einsamen Felsen vor der Insel Marstrand wird eine Leiche gefunden. Eingemauert. Mumifiziert. Ein Fall für die passionierte Seglerin Karin Adler und ihre Kollegen von der Kripo Göteborg. Nichts ahnend, was sie erwarten wird, wenn sie tiefer graben.

    Eine neue Ermittlerin von einer schwedischen Feder. Stimmt der Hinweis auf dem Rückentext? "Karin Adler - Ann Rosmans weiblicher Wallander - zieht den Leser in eine düstere Welt voller Leidenschaft und Magie". Jolie ? Ich bin ja sehr gespannt. Langsam habe ich nämlich das Gefühl, dass der Hippe nachlässt und die nordischen Autoren nicht um Welten besser sind als andere...

    Neugierig schlug ich die erste Seite auf und war - sprachlos? Gebannt? Gefesselt? Keine Ahnung, das kann man nicht in Worte fassen, was dann passierte. Das ist schlicht unmöglich, dass so zu beschreiben, dass das nachvollzogen werden kann. Das muss man erleben. Ich flog nur so durch die Seiten und wusste einfach nur eines, weglegen darf ich diesen Krimi nie und nimmer. Nicht vor der letzten Seite. Man merkt, dass Ann Rosman Seglerin ist, das spürt man bei jeder Seite wo es um das Thema geht. Es ist nicht mein Thema, ganz und gar nicht, aber so gut verpackt, mit so einem guten Krimi kann man das gut und gerne übergehen. Karin Adler - die neue Ermittlerin - ist ja auch Seglerin und passt sich dementsprechend dem Hobby der Autorin an. Es macht einfach Spass, beim lesen zu merken, dass jemand mit viel Hintergrundwissen etwas schreibt / beschreibt. Auch wenn das Thema dann nicht das bevorzugte ist, wird es spannend und interessant. Schliesslich kann man noch was lernen. Es ist aber auch ein typischer Krimi mit viel Ermittlungsarbeit und auch das Privatleben von Karin Adler kommt nicht zu kurz. Etwas schade war, dass das Team sehr im Hintergrund blieb. Karin dominierte. Aber für ein Erstlingswerk. Ich bin einfach nur begeistert. Selten hat mich ein Buch so gepackt und beschäftigt. Ich konnte nicht anders als meine gesamte freie Zeit eines Wochenendes zu bündeln und zu lesen. In der Küche, während die Teigwaren kochten reichte es auch für ein paar Seiten. Und dann kann man ja auch lesen, während man durch das Haus wandelt, während der Boden am trocknen ist... :-)

    Fazit: Ein Krimi, der mich begeistert hat. Spannend, fesselnd und lehrreich wird man zu einem Geheimnis geführt... Unmöglich etwas zu ahnen, zu wissen. Es hat mich einfach nur gepackt. Aus der Hand legen ging nicht mehr. Absolute Suchtgefahr. Ich will und brauche mehr solcher fantastischer Krimis.

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