Bücher mit dem Tag "segeln"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "segeln" gekennzeichnet haben.

83 Bücher

  1. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

    (907)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    Allys Geschichte hat mich etwas weniger angesprochen als die von Maia. Sie ist mir etwas zu vertrauensseelig was die Beziehung zu ihr fremden Personen angeht. Zumindest war mir in der Geschichte der Zeitraum, in dem sie neue Menschen in ihr Herz schloss, zu schnell und ich konnte es nicht so gut nachempfinden. Der Vergangenheitsstrang hat mich hier auch nicht so ganz abholen können wie der in Band 1. Ich konnte zu den Personen kaum eine emotionale Bindung aufbauen und es war etwas langweiliger, da langatmiger. Trotzdem gefällt mir weiterhin das Konzept, dass von jeder Schwester ihre eigene Geschichte mit Gegenwarts- und Vergangenheitsstrang erzählt wird und man nach und nach zusammen mit der Protagonistin ihre Herkunft recherchiert. Außerdem mag ich es, dass die Geschichte zeitlich wieder am selben Punkt beginnt wie die Vorherige und dann später noch Ereignisse in die Geschichte eingewoben werden, die in Band 1 bereits passiert sind und die man als Lesende schon kennt. So hat man das Gefühl, dass man jede Protagonistin am selben Punkt abholt und sie dann auf ihrem Weg begleitet.

  2. Cover des Buches Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (ISBN: 9783462001518)
    Joachim Meyerhoff

    Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

    (383)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Mich erinnert dieser Roman an John Irving, was die Absurdität der Lebensumstände anbelangt. Ein kleiner Junge wächst mit seiner Familie auf dem Gelände einer psychiatrischen Klinik auf – natürlich verschieben sich Normen, natürlich entwickelt das Kind ein ganz anderes Referenzsystem, als die Kinder, die „normal“ aufwachsen. Das führt einerseits zu komischen Situationen – ich habe häufiger laut gelacht – andererseits führt der Roman wunderbar humorvoll das, was wir als „normal“ betrachten ad absurdum und macht Kauzigkeit und extreme Individualität liebenswert – ohne den Ernst und die medizinische Wichtigkeit der Klinik in Frage zu stellen oder den Respekt zu verlieren. Grenzen weichen auf, das Resultat ist ein Erzähler, der mit kindlicher Naivität sein Leben erzählt – eine konsequente Weiterführung bzw. Prequel zu „Alle Toten fliegen hoch“. Alles in allem sehr unterhaltsam, wenn auch insgesamt ein wenig lang – mir fehlt, um auf Irving zurückzukommen ein bisschen der rote Faden, der allem eine übergeordnete Ebene gibt und es mit den anderen Bänden verbindet.

  3. Cover des Buches Bretonische Brandung (ISBN: 9783462001884)
    Jean-Luc Bannalec

    Bretonische Brandung

    (266)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Wer die Bretagne kennt, wird diesen Krimi mögen, da er neben einer passablen Geschichte auch einiges über diesen Landstrich und seine Bewohner erzählt. Dass hier die vorgelagerte Inselwelt (Glénan-Inseln) im Focus steht, bringt noch einen zusätzlichen Schauerfaktor ins Spiel (Schiffsuntergänge eingebettet in Gruselgeschichten sowie Mythen und Sagen). Dass es gleich drei Tote (Ertrunkene, die nicht nur einfach über Bord gegangen sind) und im weiteren Verlauf zwei Vermisste gibt wäre schon spektakulär genug, doch die Ermittlungen ergeben gleich vier Motive, die jedes für sich stimmig zu sein scheint.

    Insofern ergibt es ein weites Feld für die Ermittlungen der Crew rund um den Kommissar Georges Dupin vom Commissariat de Police Concarneau. Da die Mannschaft überschaubar ist und zunächst in schlüssigen Handlungsabfolgen vorgeht, ist ein unangestrengtes Lesen (und Genießen) möglich. Man fühlt sich bei den Ermittlungen mitgenommen, den Personen und der Landschaft recht nah, was allein schon ein Qualitätsmerkmal ist. Doch bei fortschreitender Lektüre werden die Zusammenhänge komplexer, sodass man dem Kommissar mit der eigenen Expertise kaum zur Seite stehen kann.

     Die Stimmigkeit der Geschichte zusammen mit teils herausragenden Landschafts- und Mentalitätsbeschreibungen („Der Archipel bringt die Menschen zwar eng zusammen – und doch ist letztlich jeder für sich allein.“) macht diesen Krimi äußerst lesenswert. 

  4. Cover des Buches Spellshop (ISBN: 9783596710942)
    Sarah Beth Durst

    Spellshop

    (365)
    Aktuelle Rezension von: Shadowbuch

    Am Anfang der Geschichte dachte ich ja noch: Naja, ob das was für mich ist? Aber ich habe mich nach so kurzer Zeit so wohl gefühlt, dass ich etwas traurig war als die Gechichte vorbei war. Kiela, Caz, Miep und die anderen zurück zu lassen.... Ich habe die Charaktere alle so lieb gewonnen.... Hoffentlich treffe ich sie orgendwann nochmal in einem der Bücher von Sarah Beth Durst wieder.

  5. Cover des Buches Das Leben fällt, wohin es will (ISBN: 9783404191963)
    Petra Hülsmann

    Das Leben fällt, wohin es will

    (469)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Das Leben fällt, wohin es will ist wieder einmal ein typischer Petra-Hülsmann-Roman: humorvoll, voller Herz und mit liebenswerten Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Besonders die Atmosphäre in Hamburg, kombiniert mit der Leichtigkeit der Handlung, hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte liest sich angenehm und flüssig, man fühlt sich fast so, als wäre man selbst Teil dieser kleinen, warmherzigen Welt. Auch wenn es für mich nicht der stärkste Band der Reihe war, konnte ich dennoch oft schmunzeln und habe die Charaktere sehr gerne begleitet. Gerade die charmanten Nebenfiguren und die liebevollen Details machen das Buch zu einem echten Wohlfühlroman, der einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ein schönes Leseerlebnis für zwischendurch – leicht, humorvoll und einfach süß!


  6. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783442718313)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

    (402)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Die Geschichte spielt in 2 versch. Zeiten und Ländern: 2017 in Norwegen und 2041 in Frankreich.

    2017 versucht die fast 70 jährige Umweltaktivistin Signe , den Gletscher zu retten bzw klaut und vernichtet das abgebaute Eis, das im Süden verkauft werden soll. Sie ist unterwegs mit ihrem Boot und ein paar Kisten Eis zu ihrem damaligen Freund…

    2041 flieht David mit seiner kleinen Tochter Lou vor dem Feuer und landet in einem Flüchtlingslager, wo er auf seine Frau und seinen 1jährigen Sohn treffen soll. Das Wasser ist sehr knapp und rationiert, und eines Tages findet David ein Boot und wartet nach 5 Jahren Dürre auf den Regen, damit er mit dem Boot die Meere erreichen kann…

    Wow, was für ein Buch! Es lässt einen nachdenken und erinnert daran, wie kostbar (und wie selbstverständlich für uns) Wasser ist und wir die Natur schützen sollen.

    Der Schreibstil ist manchmal etwas schwierig, aber die Geschichte ist so packend, dass ich das Buch verschlungen habe. Da ich den VorgängerBand, der angeblich besser ist, nicht kenne, hat mich das Buch absolut überzeugt.

  7. Cover des Buches Kein Horizont zu weit (Tales of Sylt, Band 1) (ISBN: 9783743214071)
    Alexandra Flint

    Kein Horizont zu weit (Tales of Sylt, Band 1)

    (231)
    Aktuelle Rezension von: saris_readingjournal

    Wer nach einem Buch mit Urlaubsfeeling gepaart mit jeder Menge good Vibes und einem traumhaften Setting sucht, ist hiermit bestens bedient. Ich selber war leider bisher noch nicht auf Sylt, aber die anschaulichen Beschreibungen der Autorin haben dafür gesorgt, dass ich mir die komplette Insel mit all den schönen Schauplätzen tatsächlich bildhaft vorstellen konnte. Wie gerne würde ich einen gemütlichen Nachmittag in der Falschenpost verbringen. Second Chance ist eigentlich nicht so meins, aber diese Lovestory war für mich extrem gut umgesetzt - ich mochte Leni und Rafe so gerne und ihre Emotionen, sowie die Anziehung zwischen den beiden wurdem dem Leser glaubhaft vermittelt. Durch den locker leichten Schreibstil, aber auch vor allen Dingen durch diese bewegende und super cute Story, möchte man am liebsten das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Zudem fand ich es toll, dass die Nebencharaktere - hauptsächlich die Freundinnen von Leni - so eng in die Story mit eingebunden wurden.

    Eine schöne Geschichte über zweite, oder vielleicht sogar auch dritte Chancen, die definitiv Lust auf Urlaub macht und sich anfühlt wie eine Umarmung.

  8. Cover des Buches Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam (ISBN: 9783959673457)
    Christopher Schacht

    Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Christopher Schacht erfüllt sich nach seinem Abitur einen großen Traum, er will um die ganze Welt reisen. Nicht das ein solcher Traum für junge Menschen ungewöhnlich wäre, ich kenne kaum einen, den nach dem Abitur nicht das Reisefieber packt, doch Christopher reist auf eine ganz besondere Art und Weise, mit nur 50 Euro in der Tasche, seinem Rucksack und dem festen Willen, nicht mit dem Flugzeug zu fliegen, macht er sich auf den Weg. Da würden schon einmal einige junge Menschen den Rückzieher machen. Doch wer sich die gutgelaunte Frohnatur auf dem Cover anschaut, gewinnt schon vor dem Lesen den Eindruck, bei dem könnte es klappen, der lässt sich nicht so schnell von seinem Vorhaben abbringen.

    Christopher nimmt uns mit und schreibt während der ganzen Reise Tagebuch, frisch von der Leber weg, was ihn bewegt und berührt und das fast immer positiv und humorvoll. Dennoch ist es kein Easy-going, er macht sehr viele gute Erfahrungen auf seiner Reise, durchaus auch mal negative, die ihn jedoch keinesfalls dazu bewegen, die Reise abzubrechen. Es gelingt ihm diese Erfahrungen hinter sich zu lassen und einfach weiter zu gehen in dem festen Vertrauen, es wird sich ein Weg zu seinem nächsten Ziel öffnen. 

    Während der Reise lernt er auch immer mehr auf Gott zu vertrauen und das fließt in seine Tagebucheinträge mit ein und der Leser kann auch erkennen, dass Christopher in diesen vier Jahren, in denen er von seiner Familie getrennt war, zu einem erwachsenen Menschen gereift ist. Interessant war, dass er sich immer einen offenen und freundlichen Blick auf die Menschen, die ihm begegneten, bewahrt hat und vielfach auch wirklich Bewahrung erlebte. Er war sich auch nicht zu schade, alle möglichen Arbeiten zu erledigen um seine Reisekasse aufzubessern und hat in etliche Berufsgruppen hineingeschnuppert. So ist er mit dem Segelboot, zu Fuß, mit der Bahn, dem Bus (häufig völlig überfüllt und leicht marode), irgendwelchen Lastwagen etc. gereist.

    Auf dieser Reise hatte er auch schriftlichen Kontakt mit einer jungen Frau aufgenommen und sie haben sich auf diese Weise so gut kennengelernt und füreinander Gefühle entwickelt, dass sie sich schlussendlich trafen und beschlossen zusammen weiter durch das Leben zu reisen. Mir hat dieser Reisebericht sehr gut gefallen, oftmals habe ich es aus Sicht einer Mutter gelesen und dachte, oh, das musste jetzt auch noch sein;):), doch es lohnt auf jeden Fall auf Reisen zu gehen und wenn es wie bei mir oft literarisch ist.

  9. Cover des Buches Alea Aquarius - Das Geheimnis der Ozeane (ISBN: 9783789147494)
    Tanya Stewner

    Alea Aquarius - Das Geheimnis der Ozeane

    (181)
    Aktuelle Rezension von: CRRSamy10

    Alea Aquarius Bücher sind Supergut und sehr empfehlenswert für Jugendliche die gerne Magie haben. Auch die anderen Bücher dieser reihe sind mega spannend und empfehlenswert!! Woher hat Tanja Stwener nur diese Ideen? Die Charaktäre sind super erfunden und haben einen perfekten Charakter. Einfach toll!!!

  10. Cover des Buches Das Haus, das in den Wellen verschwand (ISBN: 9783492311045)
    Lucy Clarke

    Das Haus, das in den Wellen verschwand

    (250)
    Aktuelle Rezension von: buecher_t1na

    Ich habe einige Bücher von Lucy Clarke günstig auf dem Flohmarkt bekommen. Dieses Exemplar hat sogar die Tropfen als Farbschnitt.
    Zuvor hatte ich "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" gelesen, somit ist dies mein zweites Buch von Lucy Clarke.

    Zum Inhalt/Klappentext möchte ich nicht mehr viel sagen, einige andere Rezensionen hier auf Lovelybooks fassen das schon gut zusammen. :)
    Somit zu meiner Meinung:
    Das Thema war sehr interessant, jedoch für mich auch irgendwie anstrengend. Ich habe das Buch jedoch nicht abgebrochen, weil ich schon irgendwo wissen wollte, was jetzt passiert ist.
    Das Buch wird aus Lanas Sicht in zwei Zeitebenen erzählt: "Damals" - hier geht es um das Leben auf der Jacht und im "Jetzt", ca. 8 Monate nach dem sie die Jacht verlassen hat. In beiden Zeitebenen gibt es jedoch zwischen drinnen Flashbacks, die sogar noch vor dem Ganzen in England spielen. Sorry, das hat mich schon gleich genervt.

    Die Kapitel sind natürlich spannend gestaltet, teilweise ja immer von Jetzt zu Damals mit einem Cliffhanger, dass man natürlich wissen will, wie es weitergeht. Und man wusste ja, dass irgendwas schlimmes auf der Jacht passiert ist. Es hat sich dorthin aber gezogen!
    Um ehrlich zu sein, kann ich mir das selber gar nicht vorstellen, mit Leuten auf einer Jacht rumzuschippern. Für ein Buch kann es aber natürlich super als Setting sein. Du bist mit mehreren Menschen, die du gerade erst kennen gelernt hast unterwegs. Es gibt keine richtige Rückzugs-Möglichkeit und auch das Meer kann tückisch sein - so wie auch Menschen.
    Es hat mich aber super gestört, dass gefühlt jeder seine eigenen Geheimnisse hatte und dann einzelne Grüppchen in jeglicher Konstellation auch noch Geheimnisse hatte und keiner hat es geschafft mal mit der Wahrheit raus zu rücken. Und Lana, die das alles merkt und dem Ganzen auf den Grund gehen will, wird auch noch dargestellt, als wenn sie verrückt wäre.
    Ich kam und komme damit immer noch nicht klar. Im Allgemeinen bin ich auch kein Fan von dem Thema (oder ist das auch schon langsam ein Trope) "Missverständnis" / "unklare Kommunikation". Es hätten dennoch einige Themen aus dem Weg geräumt und geklärt werden können, die gar nicht so schlimm waren ( Affäre Shell & Heinrich), weil das mit der eigentlichen Katastrophe gar nichts zu tun hatte. Es hätte zwar gegen Aarons Regel verstoßen, aber egal. Lana hätte nicht allen und jeden mit der Katastrophe verdächtigt.
    Diese Lügen waren für mich echt schlimm. 😅
    Klar, war das Buch irgendwo spannend, ich habe es auch relativ schnell gelesen und hätte es nicht abgebrochen. Aber "Der Sommer, als es zu schneien begann" fand ich einen Ticken besser. Vielleicht auch, weil es dort nur um eine Person ging, die gelogen hat.
    Eventuell war ich einfach mit der Gruppe an Menschen auf der "Blue" überfordert. 

  11. Cover des Buches Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3) (ISBN: 9783743214095)
    Alexandra Flint

    Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3)

    (90)
    Aktuelle Rezension von: luisa2004

    Das Buch hat mich von Anfang bis Ende überzeugt. Es ist eine wunderschöne Cozy-Romance über Heimat, Fernweh und viele Gefühle.

    Ich konnte mich supergut in die Protagonisten hineinfühlen. Beide waren sehr sympathisch und hatten dieses gewisse Etwas zwischen sich. Besonders schön fand ich ihre gemeinsame Reise durch Norddeutschland und generell das Thema Travelblogging. Sylt selbst kam aber natürlich auch nicht zu kurz und man konnte die Protagonisten aus den vorherigen Bänden wieder treffen.

    Insgesamt konnte mich dieses Buch thematisch und gefühlstechnisch von allen drei Bänden am meisten überzeugen. Eine große Empfehlung für alle mit ein wenig Lese- und Reiseliebe!

  12. Cover des Buches Joli Rouge (ISBN: 9783959910736)
    Alexandra Fischer

    Joli Rouge

    (61)
    Aktuelle Rezension von: bstbsalat

    Ich hatte mich sehr auf Joli Rouge gefreut – endlich eine selbstständige junge Piratin als Hauptfigur! Letztendlich war das Buch aber so langweilig, dass ich oft ganze Kapitel übersprungen habe und doch nicht das Gefühl bekam, etwas verpasst zu haben.

    Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, viele Figuren stehen im Mittelpunkt. Während der Klappentext eine heroische Coming-of-Age-Geschichte einer taffen jungen Frau verspricht, liegt der Fokus für meinen Geschmack viel zu sehr auf Politik und den Machenschaften der Männer. Zusätzlich ist die „Roquette“ (auf Deutsch „Rakete“) keine angenehme Person für mich als Leserin: sie ist weder interessant noch bemerkenswert. Erst, als sich eine Beziehung zum Totenkopf anbahnte wurde es wirklich spannend – und dann gab es einen Zeitsprung, der viel von dem ausließ, was ich doch nun über die beiden wissen wollte.

    Dass sie einen Mann an ihrer Seite brauchte, um als Figur interessant zu werden, gefällt mir so gar nicht. Besonders, da dieses Buch doch eigentlich eine ganz andere Geschichte erzählen wollte. Joli Rouge war mein erstes Buch aus dem Drachenmond Verlag. Ich hoffe, das Programm hat sich seit Erscheinen dieses Buches (das war 2016) weiterentwickelt und verbessert.

  13. Cover des Buches Silens (ISBN: 9783827194862)
    Kerstin Merkel

    Silens

    (10)
    Aktuelle Rezension von: winniehex

    DAS STILLE ECHO DER FLUT … KANNST DU ES HÖREN?
    Skylar wollte immer mehr sein als die Geräuschlosigkeit ihres Körpers. Aus ihrer Gemeinschaft verstoßen, macht sie sich auf die Suche nach ihrem verschollenen Bruder und findet Arbeit an Bord eines Schiffes, dessen Besatzung ihr nicht fremder sein könnte. Die seltsame Sprache der Seemänner und ihre völlig unverständliche Kultur schüchtern sie ein. Auch das erneute Auftauchen des Schwarzen Schiffes, vor dem sie sich während ihrer gesamten Kindheit verstecken musste, stellt sie vor ein Rätsel. Dennoch beginnt sie in den Geschichten der Seemänner sich selbst und ihre vom Meer bedeckte Welt anders zu sehen. Ihre sturmgetriebene Reise führt sie schließlich an einen unmenschlichen Ort, an dem sie Abschied von dem Mann nimmt, den sie liebt. Bei ihrem Versuch, sich ein neues Leben aufzubauen, stößt sie jedoch auf ein Netz aus Lügen und Schweigen. Zu spät begreift Skylar, welche Rolle sie selbst darin spielt …
     Und das Schwarze Schiff mit seiner grauenvollen Wahrheit scheint immer weniger als eine Wellenlänge voraus zu sein. (Klappentext)

    Ich hatte versprochen, dass ich meine Fehler wieder gut mache. Dieses Buch hatte ich bei einer Leserunde gewonnen und noch nicht rezensiert, da kurz danach privat und auch gesundheitlich nichts mehr ging.

    Mir gefiel das Cover so gut, dass ich mich beworben hatte. Als ich dann im Anschluss auch noch den genialen Klappentext gelesen habe, war klar, dass eine Geschichte für mich war. Sicher, dass Buch ist nicht mal was für nebenbei, aber die Geschichte lohnt sich total.

    Ein Buch mit wahnsinnig viel Wasser, Geheimnissen und mystischen so kann man den Inhalt beschreiben. Die Autorin beschreibt hier das Meer so gut mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten, dass man das Gefühl hat man ist wirklich dabei. Auch Ihre Protagonisten sind so authentisch beschrieben, dass man nach und nach immer mehr das Gefühl bekommt Sie zu kennen. Auch die Emotionen von Skylar sind so ausdrücklich, dass ich zum Teil mit Ihr gerne getauscht hätte. Ja, die ganze Geschichte hat mich sehr mitgenommen, am liebsten hätte ich teilgenommen an der Seefahrt.

    Für mich ein absolutes Highlight und auch eine klare Leseempfehlung. Ich bedanke mich bei #CW Niemeyer Buchverlage GmbH, #Kerstin Merkel und #Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

  14. Cover des Buches Wind aus West mit starken Böen (ISBN: 9783423216173)
    Dora Heldt

    Wind aus West mit starken Böen

    (97)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Katharina bekommt einen Auftrag auf Sylt, hier soll sie eine alte Geschichte recherchieren. Eigentlich will sie da nicht hin, die Insel ihrer Kindheit und Heimat ihrer verpeilten Schwester. Aber sie sagt dann doch zu und kommt in einen großen Schlamassel und trifft nicht nur alte Weggefährten sondern auch ihre alte große Liebe und sie trifft vor allem sich selbst Klingt alles gut so weit, aber Dora Heldt bleibt hier so platt, dass es schon weh tut. Katharina ist so eine so unsympathische Person, dass es einem echt egal ist, was aus ihr wird. Auch ihr Ex-Lover wird nicht gerade toll beschrieben. Nur ihre Schwester fand ich irgendwie noch liebenswert, aber leider verliert sich alles in ganz platten Klischees. Das war mal überhaupt nichts!

  15. Cover des Buches In blaukalter Tiefe (ISBN: 9783446279827)
    Kristina Hauff

    In blaukalter Tiefe

    (241)
    Aktuelle Rezension von: Kriminaltango

    Kristina Hauff entführt den Leser auf einen Segeltörn in die Schären. Neben dem Skipper sind zwei Pärchen an Bord. Die Männer sind Vorgesetzer und Angestellter. Die Machthierarchie und die Beziehungsprobleme lassen denn Törn schnell aus dem Ruder laufen. Hauff lässt die vier Chaeakter im Wechsel erzählen und benutzt dabei viel inneren Monolog. Sie hat ein Gespür dafür, Leser schnell in die Tiefe der Charaktere eintauchen zu lassen. Tolles Cover, leicht zu lesen. Aber Unter Wasser Nacht hat mich länger beschäftigt.

  16. Cover des Buches Fisherman's Friend in meiner Koje (ISBN: 9783404173396)
    Kerstin Gier

    Fisherman's Friend in meiner Koje

    (188)
    Aktuelle Rezension von: Magische_Buchwelt

    Meine Meinung:

    "Fischerman's Friends in meiner Koje" ist ein leichter wohlfühl, gutelaune Roman. Kerstin Gier erzählt mit viel Humor und Herz die Geschichte von drei Frauen die sich in ihrem Alltag nach Absenkungen und Abenteuern sehnen. Dazu bietet ein Surf die perfekte Gelegenheit.

    Judith verliebt sich unsterblich in den Segellehrer, den sie irrtümlich für eine moderne Ausgabe von Käpt'n Jack Sparrow hält. Rebecca sehnt sich nach einem aufregenden Seitensprung auf hoher See, nur Bille möchte wirklich Segeln lernen. Und nebenbei ihren unerträglichen Freund eifersüchtig machen. Mit von der Partie auf der stürmischen Ostsee: alte und junge Eisbären, Ehepaare mit erstaunlichen Macken und jede Menge FISHERMAN'S FRIEND EXTRA STARK ...

    Kerstin gelingt es mit ihrem bildhaften, leichten Schreibstil und ihrem unverwechselbaren Humor, dass ich mit den Protagonistinen von der ersten bis zur letzten Seite, mitgefiebert und gelacht habe. Obwohl es sich hier um eine Komödie handelt gab es immer wieder Wendungen die der Handlung Spannung sowie eine charmante Tiefe verleihen. Die Massage "glaube immer an dich und deine Fähigkeiten, und lass dich nicht unterkriegen" fande ich sehr schön. 

  17. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783839894705)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

    (63)
    Aktuelle Rezension von: AntjeDoehring

    Ein lesenswertes Buch, das große Gedanken, etwas Dystopie, skurrile Dorfbewohner und eine wundervolle menschliche Entwicklung auf leichte Weise vereinen.
    Die Geschichte entfaltet sich angenehm gemächlich, der Sog ist eher unterschwellig, wenn der junge Banker in das abgelegene Küstendorf gerät und dort aus diversen Gründen "hängen" bleibt. Die Charaktere wirken vertraut und hin und wieder auf eher nette Weise schrullig.
    Besonders gefallen hat mir das Gleichnis des alten Bankers über die Weltwirtschaft und einen Jengha-Turm (das bekannte Holzturm-Geschicklichkeitsspiel).
    Das Ende ist nicht kitschig, sondern realistisch. Ein Buch, an das ich mich gern erinnere.

  18. Cover des Buches Mujeres que compran flores (ISBN: 9788401017308)
  19. Cover des Buches Dieser eine Augenblick (ISBN: 9783431041323)
    Renée Carlino

    Dieser eine Augenblick

    (207)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    Der Anfang des Buches hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Als Charlotte auf Adam trifft, war mir die Begegnung ehrlich gesagt suspekt. Adam wirkte auf mich sehr sprunghaft und hinterließ ein merkwürdiges, beinahe unangenehmes Gefühl. Seine Art war so seltsam, dass ich an Charlottes Stelle vermutlich schon das Weite gesucht hätte. Vielleicht lag es an den Dialogen oder an der unausgesprochenen Spannung zwischen den beiden – jedenfalls war ich mir zu Beginn nicht sicher, worauf das Ganze hinauslaufen würde.


    Nach dieser ersten Begegnung verliert sich Adam für eine ganze Weile aus der Geschichte, was mich etwas irritierte. In dieser Phase konnte ich auch mit Charlotte selbst nicht wirklich warm werden. Sie blieb mir unsympathisch und viele ihrer Handlungen wirkten distanziert. Zudem drehte sich einiges um Baseball – ein Thema, das mich persönlich wenig interessiert und das die Handlung für mich an manchen Stellen etwas zäh machte.


    Doch dann kommt der Moment, in dem sich alles ändert. Die Autorin enthüllt, warum Adam sich so seltsam verhalten hat – und diese Szene ist unglaublich gefühlvoll beschrieben. Plötzlich ergibt alles Sinn, und die Geschichte bekommt eine Tiefe, mit der ich nicht gerechnet hätte. Obwohl ich anfangs weder mit Adam noch mit Charlotte wirklich mitfühlen konnte, hat mich dieser Wendepunkt sehr berührt.


    Im Laufe des Buches wandelte sich mein Bild von Charlotte: Aus anfänglicher Unsympathie wurde echter Respekt. Renée Carlino erzählt die Geschichte von Charlotte und Adam mit einer beeindruckenden Emotionalität und Einfühlsamkeit. Besonders das letzte Drittel hat mich tief bewegt und auch traurig zurückgelassen – auf eine Weise, die nachwirkt und zum Nachdenken anregt.


    Einzig das Ende war mir persönlich etwas zu kitschig geraten, nach all den intensiven Momenten zuvor hätte ich mir einen etwas leiseren Abschluss gewünscht. Trotzdem bleibt Dieser eine Augenblick eine berührende, unerwartet tiefgründige Geschichte über Liebe, Verlust und die Bedeutung, den richtigen Moment zu erkennen.

  20. Cover des Buches Freiheit auf Zeit (ISBN: 9783667121196)
    Kristina Müller

    Freiheit auf Zeit

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Klappentext:

    „Jede Weltumsegelung ist eine Liebesgeschichte. Erzählt von Männern und Meeren, von Frauen und Freiheit. Und von der Verwirklichung lang gehegter Träume. Vor diesen Geschichten sei gewarnt. Sie können akutes Fernweh auslösen und Reisefieber verursachen, bis hin zu dem drängenden Verlangen, jetzt, gleich und hier alles stehen und liegen zu lassen, auf ein Boot zu steigen und davon zu segeln. Als Gegenmittel wirken vorübergehend nur Gebrauchtbootanzeigen und das Verteilen von Kreuzchen auf dem Globus. Zwölf Reisen deutscher Weltumsegler zeichnet dieses Buch nach, basierend auf zwölf Interviews mit Paaren, Solo-Seglern und einer Familie. Zwölf Träume, zwölf Entscheidungen des Loslassens, zwölf Mal vollkommene Freiheit….“


    Kristin Müller lässt hier insgesamt 12 Geschichten die Segel aufblähen und wir erleben als Leser nicht immer nur romantische Seiten des Segelns. Jeder der 12 Geschichten hat ihren eigenen Ton, teilweise rau, manchmal emotionslos, manchmal komplett euphorisch…genau wie die See manchmal ruhig und manchmal stürmisch sein kann. Neben den Segelerfahrungen werden auch Routen etc. geteilt und der Leser kann sich so ein besseres Bild vom Geschehen machen. Fachbegriffe lassen einen im,er wieder im Glossar nachblättern und behindern natürlich den Lesefluss, aber wie will man sonst dieser „Kunst“ gerecht werden? Fachlich muss es dann eben genau so sein.

    Alles in allem sehr interessant aber eben auch speziell - ich vergebe 4 von 5 Sterne.

  21. Cover des Buches Wellenglitzern (ISBN: 9783404174898)
    Marie Merburg

    Wellenglitzern

    (91)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Seit Jahren ist Sophie in ihrer Ehe unglücklich, doch sie hat stets geschwiegen. Als ihr Mann Felix sich weigert, den gebuchten Segelkurs (einst ihr gemeinsamer großer Traum) mit ihr zu machen, bringt dies das Fass zum Überlaufen. Kurzerhand verlässt sie Felix und fährt trotzig alleine nach Rügen. In der Inhaberin ihrer Pension findet sie schnell eine neue Freundin. Im Segelkurs hat sie zwar ihre Probleme (und das nicht nur, weil die anderen Teilnehmer alles Männer sind), doch Ole, der attraktive Segellehrer, weiß schon, wie er seiner Problemschülerin helfen kann. Und er kann Schmetterlinge auslösen...

    Das Buch macht Lust auf einen Tag am Meer, am liebsten auf Rügen. Der Schreibstil ist locker, man kann das Buch schnell lesen. Es ist natürlich ziemlich vorhersehbar, nennenswerte Spannung gibt es kaum. Doch manchmal braucht man ja genau das. 

  22. Cover des Buches Unsere Liebe für immer (ISBN: 9783548061467)
    J. P. Monninger

    Unsere Liebe für immer

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Nathaly_Schuster

    Super süßes Cover und der Klappentext sowie die Innenseite haben es mir direkt angetan. Ich liebe den Flair den Irland vermittelt. 


    Achtung SPOILER!!!


    Kate habe ich direkt gemocht und fande ihren Ehrgeiz und ihren Mut für ihre Diss nach Irland zugehen, das Kennenlernen mit Ozzie war holprig und auf keinen fall geplant aber irgendwie haben die beiden es sich angetan und da Gran, die Oma von Ozzie ihre Finger mit ihm spiel hatte haben sich die beiden dann doch öfter gesehen als es für Kate am Anfang nötig gewesen wäre. 


    Auf einmal ging es dann doch ziemlich schnell und die beiden schwebten im siebten Himmel, sie lebten auf seinem Grundstück mit Ausblick aufs Meer und haben Tag für Tag Wunder Dinge mit und füreinander erlebt 🥰 


    Leider kam es dann zu einen unvorhersehbaren Moment und Streit und Kate entschied, sich von Ozzie zu trennen da der vermeintliche Fehler ihr zu schwerwiegend war. Sie ging wieder zurück nach Hause und hatte keinen kontakt mehr zu ihm, über Jahre hinweg hat sie immer wieder an ihn gedacht da sie ja auch noch verheiratet waren. 


    Endlich ging es in ihrem Leben wieder bergauf, sie hatte jemanden kennengelernt, war glücklich und alles war wieder am rechten Platz in ihrem Leben als eine Nachricht von Gran sie aus ihrem Leben riss. Ein unerwarteter Vorfall geschah und Ozzie wurde vermisst und ist verschollen. 


    Für eine letzte Reise entscheiden sich Kate und kehrt erneut nach Irland zurück um alles darüber zu erfahren und nach Ozzie zu suchen. 


    Ein Glück hat sie viel Unterstützung durch ihre beste Freundin Milly, am Ende wird sie nicht fündig und kehrt in ihr Leben zurück, gebrochen, kaputt, trauernd und Hasserfüllt auf sich selbst da sie ihn allein gelassen hat. 


    Erneut erreicht Sie eine Nachricht von Gran und erneut bricht alles in Ihr zusammen, was dann kommt auf das war keiner gefasst. 


    🥺🥺🥺

  23. Cover des Buches LARA. der Anfang.: Thriller (ISBN: B0857KC1RB)
    THEA WiLK

    LARA. der Anfang.: Thriller

    (42)
    Aktuelle Rezension von: Pia_Kuepper

    In "Lara-der Anfang" lernen wir Lara kennen, die mit ihrer Freundin Bobbi in das Haus ihres Opas fährt, um dort ein paar schöne Tage zu verbringen. Jedoch entwickeln sich diese Tage anders als gedacht. 

    Thea Wilk schreibt so packend, dass man einfach wissen muss wie es weitergeht. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen. 

    Wie gut, dass es noch zwei weitere Bücher mit Lara und Bobbi gibt.

  24. Cover des Buches Unter Deck (ISBN: 9783036958316)
    Sophie Hardcastle

    Unter Deck

    (37)
    Aktuelle Rezension von: buchlesenliebe

     „Maggie, ich wünschte du hättest es mir gesagt. Auf See hört niemand deine Schreie“ (S.177)

    Nach einem abendlichen Streit mit ihrem Freund Adam, erwacht die 21-jährige Olivia völlig verkatert auf der Segelyacht "Sea Rose". Sie befindet sich mitten auf der Tasmansse. Die Segelyacht gehört dem weisen und gutmütigen Mac sowie seiner blinden und künstlerisch begabten Freundin Maggie. Für Olivia eine schicksalhafte und lebensverändernde Begegnung, eine Art „Heimkehr“ zu Menschen, bei denen sie sich das erste Mal in ihrem Leben geliebt, geborgen und verstanden fühlt; eine Begegnung, die in einer intensiven Liebe und Faszination für das Meer mündet und dem Finden einer wahrhaftigen Berufung. In Folge dieses Kennenlernens löst sich Olivia nach dem Tod ihres Großvaters aus ihren toxischen Beziehungen – zu Adam sowie ihren Eltern –, sagt ein bereits zugesagtes Praktikum bei einer großen Investmentbank ab, nimmt gemeinsam mit Maggie und Mac bei einer Regatta teil und macht das Arbeiten auf See zu ihrem Beruf. In Maggie findet Olivia außerdem eine Seelenverwandte, denn sie eint die Fähigkeit zu synästhetischen Wahrnehmungen und Empfindungen. Einige Jahre später heuert Olivia auf der "Poseidon" an – als einzige Frau in einer rein männlichen Crew . Eines nachts geschieht ein traumatisches Ereignis, das bei Olivia tiefe seelische Schmerzen und Narben hinterlässt. Jahre vergehen, Olivia lebt mittlerweile in London; arbeitet in einer Kunstgalerie und könnte glücklich sein in ihrer Beziehung mit Hugo. Doch die erlebten Traumatisierungen auf See wirken nach: „Denn wie soll man jemandem, der noch nie Feuer erlebt hat, brennende Haut erklären?“ (S.229) …

    Sophie Hardcastle erzählt in ihrem autobiografisch geprägten Roman die intensive Entwicklungs-, Leidens- und Heilungsgeschichte einer jungen Frau; die wir als Leser*innen über mehrere Jahre begleiten und deren Schicksal zu Herzen geht. Eine Frau, die auf der Suche ist, sich selbst findet, völlig gebrochen wird, sich verliert, sich wiederfindet, transformiert und heilt. Stück für Stück.

    Und obwohl auch mich diese Geschichte sehr bewegt hat, bleibe ich mit einem etwas zwiegespaltenen Leseerlebnis zurück. Beseelt war ich von den bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen der Autorin – das Meer stets vor dem inneren Auge, die Synästhesie meisterhaft in die Erzählung als Stilmittel eingeflochten, das Wissen: Maggie, Mac, andere starke Frauen, die Energien des Universums (oder an was, Mensch auch immer glauben mag) – sie stehen hinter dir Olivia. Du bist nicht allein, du wirst gesehen, die stummen Schreie deiner Seele werden erhört.

    Doch es gibt leider auch eine Kehrseite; während der ersten 80 Seiten habe ich mich aufgrund des erzählerischen Stils des Öfteren gefragt, ob ich mich in einem Young Adult-Roman verirrt habe; etwas über-konstruiert, zu gewollt und für mich nicht ganz stimmig wirkten außerdem das spätere Einfließen weiterer Themenaspekte, die gesellschaftspolitisch und literarisch „en vogue“ (das meine ich nicht so negativ, wie es vermutlich wirkt ;)) sind. All dies sind aber wirklich nur kleinere Kritikpunkte. Doch, was mir das größte Unbehagen bereitet und dies ist für mich ganz schwer zu formulieren, da ich um die autobiografische Prägung dieses Romans weiß: ich kann die leise Sorge nicht ablegen, dass die im Roman gezeichnete (sicherlich nicht vollendete) „Heilung“ von Traumata/posttraumatischer Belastungsstörungen für Nicht-Betroffene falsche Erwartungen oder Vorstellungen implizieren könnte. Es ist eine vielschichtige und hochkomplexe Thematik, über die sich im Rahmen dieser Rezension nicht ausführlich schreiben lässt und sicherlich werden Traumata sehr individuell verarbeitet. Doch rein auf Gefühlsebene: mir war einfach nicht ganz wohl bei dieser Darstellung. Das ist sicherlich eine sehr subjektive Empfindung, aber mir war es wichtig sie dennoch zu benennen. Nichtsdestotrotz habe ich „Unter Deck“ insgesamt gern gelesen, doch ein Highlight ist es für mich leider nicht geworden und ein kleiner Zwiespalt bleibt.

    Übersetzt aus dem australischen Englisch von Verena Kilchling. 

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