Bücher mit dem Tag "seide"
19 Bücher
- Carissa Broadbent
The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
(626)Aktuelle Rezension von: RicardasWeltIch habe sehr lange gebraucht, um in dieses Buch hineinzufinden – im Grunde bis etwa zur Hälfte. Die Handlung wirkte für mich über weite Strecken unübersichtlich, viele Zusammenhänge habe ich erst gegen Ende verstanden. Besonders die Frage, wie die einzelnen Gruppen zueinanderstehen, blieb lange schwammig und wurde viel zu spät erklärt. Das hat es mir schwer gemacht, wirklich in die Welt einzutauchen.
Auch die zentrale Prüfung, die den Kern der Geschichte bildet, habe ich nicht ganz nachvollziehen können: Warum sie stattfindet, was genau auf dem Spiel steht und weshalb die Figuren teilnehmen, blieb für mich zu wenig erklärt. Dadurch fehlte mir oft die Motivation, den Prüfungen überhaupt zu folgen.
Die Spannung war insgesamt eher verhalten. Zwar gab es zwischendurch ein paar interessante Momente und auch eine Portion Spice, aber diese konnten das insgesamt zähe Lesegefühl nicht wirklich ausgleichen. Das Ende war in Ordnung, aber für mich persönlich kein lohnender Abschluss, der die investierte Zeit entschädigt hätte.
Fazit:
The Serpent and the Wings of Night ist ein Buch mit einer spannenden Grundidee, aber es mangelt an klaren Erklärungen und nachvollziehbarem Worldbuilding. Für mich blieben zu viele Fragen offen, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden.
Empfehlung:
• Wer Geduld mitbringt und sich selbst die Welt und Zusammenhänge zusammensetzen möchte, könnte etwas Freude daran finden.
• Wer jedoch Wert auf klare Erklärungen, Tempo und durchgehende Spannung legt, wird hier eher enttäuscht.
- C. E. Bernard
Palace of Glass - Die Wächterin
(654)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenPalace of Glass spielt in einer Welt, in welcher es manchen Personen möglich ist durch bloßen Hautkontakt Menschen zu lesen. Sie können Gedanken und Erinnerungen lesen und diese dann nach Belieben manipulieren. Magdalenen werden diese Personen genannt. Rea ist eine solche und damit gefürchtet und geächtet, sollte jemand herausfinden, dass sie diese Gabe besitzt. Umso schwierig wird es, als sie zur Leibwächterin des Prinzen auserkoren wird. Sie muss die Gabe verstecken, aber ohne diese wird sie den Prinzen vermutlich nur schwer beschützen können, oder?
In Raes Welt hinein zu finden ist gar nicht schwer. Anschaulich wird alles beschrieben und auch die Regeln der Welt sind klar. Nackte Haut ist verboten und wer einen Magdalene ist wird getötet. Ganz klar also, dass Rae versucht nicht aufzufallen, doch scheinbar ist ihre Gabe auch eine Sucht, da sie die Berührung von Haut benötigt. Zudem kämpft sie mit inneren Dämonen, der sich auch für Rae manifestieren kann. Zumindest glaube ich das, denn was es mit der dunklen Kreatur auf sich hat, die um ihre Beine streicht, bleibt bis zum Ende offen. Die Gedanken und Handlungen von Rae konnte ich relativ gut nachvollziehen, aber nicht alle gutheißen. Dennoch war sie mir Recht sympathisch und ist mir auch ganz klug erschienen.
Die weiteren Charaktere sind schubladenhaft. Man weiß meiner Meinung nach genau, wen man vor sich hat und auch, wenn es bezüglich zwei Personen scheinbar unklar sein soll, so hatte ich den Verdacht, von Anfang an, dass dort etwas im Busch ist. Leider kam daher nicht so viel Spannung bei mir auf. Durch die Story an sich, welche ich wirklich interessant fand, konnte dies jedoch ausgeglichen werden. Die Entwicklung war für mich großteils realistisch und hat mir daher auch gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm und man kann flüssig durch die Seiten pflügen. Die Sprache ist dem Stand der jeweiligen Personen angemessen und birgt keine langweiligen Passagen.
Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, weshalb ich es guten Gewissens empfehlen kann. Zu gerne würde ich auch erfahren, wie es mit Rae weitergeht, denn das Ende ist vielversprechend 🧤
- Elizabeth Lim
Ein Kleid aus Seide und Sternen
(552)Aktuelle Rezension von: Eliza_KoopmannIn dem Buch geht es um das Mädchen Maia Tamarin, die davon träumt die beste Schneiderin des Reiches zu werden.
Als es einen Wettbewerb um den Posten des Hofschneiders gibt, verkleidet sie sich als Junge, da es für Mädchen verboten ist und nimmt dort teil. Dort muss sie Aufgaben lösen und um die letzte Aufgabe zu bewältigen begibt sie sich mit dem Magier Edan auf eine Reise, die sie für immer verändert......
Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr überzeugt. Ich finde es immer am wichtigsten, dass ein Buch mich fesselt und dass ich es nicht mehr aus der Hand legen will. Das war bei diesem Buch auf jeden Fall so. Besonders gefallen, hat mir der Schreibstil von Elizabeth Lim, da er eine sehr mitreißende Wirkung hatte. Die Verbindung zwischen den beiden Hauptcharakteren fand ich super, auch wenn sie etwas vorhersehbar war. Das Ende war plötzlich sehr schnell, aber ich freue mich schon auf den zweiten Teil und bin gespannt, wie es mit Maia weitergeht.
Das Cover bekommt von mir 5 von 5 Sternen und die Geschichte 4 von 5.
- C. E. Bernard
Palace of Silk - Die Verräterin
(317)Aktuelle Rezension von: tobi101996In dem Buch Palace of Silk - Die Verräterin (Palace of 2) von C. E. Bernard, geht es um Rea, welche vom englischen Hof nach Frankreich geflohen ist um dem König als auch dem Kronprinz Robin zu entkommen. In Frankreich könnte Rea mit ihrem Bruder Liam glücklich werden, denn in Frankreich darf Rea öffentlich zeigen, was sie ist oder andere Menschen auf der Straße einfach so berühren. Eigentlich könnte alles so toll sein, wenn nicht Rea die Leibwächterin von Ninon sein soll und Robin, der Kronprinz plötzlich in Frankreich auftaucht. Er will um Ninons Hand anhalten, weil die die Schwester vom König in Frankreich ist. Gleichzeitig gibt es noch die Geliebte des Königs von Frankreich, die anscheinend ein hinterlistiges Spiel spielt und den König um den Finger wickelt.
Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte spannend geschrieben und gut zu lesen. Stellenweise kam es mir wie eine Wiederholung vom ersten Band vor, Rea ist wieder Leibwächterin, aber diesmal von Ninon wieder am Königshof. Wieder darf sie nicht zeigen wer sie ist und was sie dort macht. Der Rest davon war aber gut und spannend gemacht, mit viel Intrigen, Lügen und Machtspielchen. Mit dem Ende der Geschichte habe ich so nicht gerechnet.
Fazit:
Ein spannender 2 Band mit einer Thematik, die in Band 1 schon vorkam, aber sich nach einiger Zeit dann doch noch verändert hat.
- C. E. Bernard
Palace of Fire - Die Kämpferin
(192)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerRobin und Rea kehren nach England zurück. Genau in das Land, in dem die Berührungsfreiheit immer noch das letzte ist, was der König möchte. Trotz allem wollen die beiden es erneut gemeinsam versuchen und nutzen dazu ihre Stellung am Hof. Jedoch steht Rea dann irgendwann plötzlich alleine da, denn Robin ist abgetaucht zu den Gesetzlosen und kämpft von einer ganz anderen Seite. Was ist mit Madame Hiver? Sie hilft Rea doch weiterhin, oder etwa nicht?
Nachdem ich die ersten beiden Bände innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe, hat auch Band drei nicht lange auf sich warten lassen. Auch dieses Buch habe ich wieder gemeinsam mit einer Person auf Bookstagram gelesen. Das war wieder ein unglaublich toller Buddyread, der mir richtig gut gefallen hat. Ich hoffe ja sehr, dass wir auch den letzten Band wieder gemeinsam lesen werden! Denn wow, Leute. Auch der dritte Band hat es echt in sich und es wird wirklich niemals langweilig.
Die Idee hinter dieser gesamten Reihe gefällt mir auch noch immer nach drei Bänden und ich hoffe sehr, dass der vierte Band es in sich haben wird. Das mit der Berührungsangst ist ein tolles Setting, was ich bisher auch noch nie in einem Buch gelesen hatte, weshalb ich auch wahrscheinlich so begeistert davon bin. Hierbei wird eine moderne Welt in der Zukunft gezeichnet und viele Elemente aus der Vergangenheit sind unglaublich einzigartig und wahnsinnig gut gelungen.
Rea lernt man auch in diesem Buch noch ein bisschen besser kennen und man lernt Stück für Stück immer mehr über sie. Es kommen Sachen ans Licht, bei der man im ersten Band gar nicht darüber nachgedacht hat. Auch ihre Freunde lernt man weiterhin sehr gut kennen und die Nebencharaktere haben mir richtig gut gefallen. Ninon, Rene, Comte und Blanc – alle diese Menschen verbinden eine richtig tiefe Freundschaft, die bei einem total im Herzen ankommt, ich liebe sie total!
In diesem Band geht es spannend und fesselnd weiter. Der Kampf den Robin und Rea kämpfen spitzt sich immer mehr zu und es erreicht neue Höhen. Beim Lesen ist man so in der Geschichte und der Handlung gefangen, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Man MUSS unbedingt weiterlesen, denn alleine dieser Kampf hat es echt in sich. Auch zum Ende hin, finde ich, dass die Kreatur und deren Auswirkung einfach hervorragend in die Geschichte gepasst hat.
Auch der Schreibstil konnte mich in diesem Buch wieder komplett überzeugen. C. E. Bernard hat so einen wahnsinnig spannenden und packenden Schreibstil, der dafür sorgt, dass man einfach weiterlesen muss. Auch wenn die Kapitel recht lang sind, wird einem das beim Lesen gar nicht mehr so bewusst. Man ist so sehr in die Geschichte vertieft, sodass man das drum herum gar nicht mehr wahrnimmt.
,,Palace of Fire‘‘ ist der dritte Band der Reihe und ich bin so neugierig darauf, was in dem letzten Band der Reihe passieren wird. Auch hierbei endet das Buch sehr offen, weshalb ich euch doch raten würde, alle Bände gleich parat zu haben. Ich glaube, dass es eigentlich Schluss sein sollte nach diesem Band, aber es gibt wohl doch noch ein Spinn Off. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- und Kaufempfehlung und gerade für Fantasy Liebhaber ist diese Reihe ein absolutes Muss!
- Ursula Niehaus
Die Seidenweberin
(77)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch hat mich einfach nur gefesselt, die Geschichte der Protagonistin, wie sie um ihre Weberei kämpfen musste und auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten empfand ich als sehr gut recherchiert und packend geschrieben.
Ich konnte mich sowohl in die Charaktere sehr gut hinein fühlen, als auch in die damalige Zeit mit alle ihren Unannehmlichkeiten und Problemchen.
5 von 5 Sternen! - Andrea Schacht
Goldbrokat
(36)Aktuelle Rezension von: Sabrina_D_Gold Brokat ist für mich nicht der erste historische Roman von Andrea Schacht. Ich liebe den Schreibstil von ihr und lese gerne Bücher von ihr. Daher musste ich auch Gold Brokat lesen. Der Roman spielt im 19. Jahrhundert und handelt von zwei Frauen, deren Leben auf eine Weise miteinander verwoben ist. Die Hauptfigur ist Ariane. Ariane ist eine außergewöhnliche Frau, die sich nicht an Konventionen hält. Aus diesem Grund verliert die talentierte Schneiderin ihre Kundinnen. Durch einen Zufall lernt sie LouLou kennen, die zunächst eine Kurtisane ist, aber mit dem Gedanken spielt ein Theater zu eröffnen. LouLou beauftragt Ariane Kostüme für das Theater zu schneidern. Durch diesen Auftrag gewinnt Ariane wieder Kundinnen in der Oberschicht und macht sich wieder einen Namen. Als das Theater und die Schneiderei gut laufen, taucht ein Feind der beiden Frauen auf, der dunkle Geheimnisse zu tage bringt.
Zunächst geht es in dem Roman nur um Ariane und ihre Kinder. Im Verlauf kommen immer mehr Personen und Spielorte hinzu. Da manche Kapitel räumlich vom Hauptort getrennt sind, ist einem zunächst nicht klar, in welchem Zusammenhang diese Kapitel mit dem Haupterzählstrang stehen. Erst im Laufe der Geschichte wird immer deutlich, welche Rolle diese Personen im Leben von Ariane und LouLou spielen.
Andrea Schacht ist mit diesem Roman eine sehr spannende Geschichte gelungen, bei der ich nie genau wusste, was als nächstes passieren würde. Es gab viele Wendungen, auf die es keinen Hinweis gab und dennoch gibt es am Ende ein Happy End.
Jeder, der historische Romane liebt, wird diesen Roman auch mögen und vielleicht so wie ich lieben.
- Sebastien de Castell
Spellslinger – Karten des Schicksals
(49)Aktuelle Rezension von: Bookfan_98Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.
Der Beginn war zwar vielversprechend, aber leider wurde das Buch im Verlauf der Geschichte immer schwächer.
- Alessandro Baricco
Seide
(395)Aktuelle Rezension von: Xirxe1861, Hervé Joncour, verheiratet mit Helène, reist zum ersten Mal nach Japan um dort Seidenraupeneier zu kaufen. Dort verfällt er regelrecht der Gefährtin seines Geschäftspartners Hara Kei, einer jungen ätherischen Erscheinung, ohne jedoch ein Wort mit ihr zu wechseln. Bei seiner zweiten Reise wird er am letzten Abend von ihr gewaschen, doch ohne dass er sie zu Gesicht bekommt und ein Wort gewechselt wird. Auf einem Stück Papier das sie ihm zusteckt, steht: 'Kommen Sie zurück oder ich sterbe'. Als er ein drittes Mal nach Japan aufbricht, lässt sie ihm eine Geliebte zukommen als wäre diese eine Art Ersatz. Statt, wie man meinen könnte, dass all diese Erlebnisse ihn von seiner Frau entfernen, tritt das Gegenteil ein: Ihre Stimme macht ihn glücklich, er macht zum ersten Mal gemeinsam mit ihr eine Reise, gesteht ihr seine Liebe. Man könnte es nur als eine schlichte, jedoch wunderschöne und poetische Liebesgeschichte lesen. Doch zuviel im Text weist daraufhin, dass hier auch beschrieben wird, wie zum einen eines der größten Hindernisse in der buddhistischen Lehre überwunden wird: das Verlangen, Begehren. Und wie zum andern die fortgesetzte, vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments erreicht wird, eines der Ziele im Zen-Buddhismus. - Beispielsweise die immerwiederkehrenden fast wortwörtlichen Wiederholungen seiner An- und Abreise, das sich Anblicken der Beiden - Wiederholungen sind eine Übungsweise der Zen-Meditation um den Kopf freizubekommen. Den Kopf, der stets denkt und ein neues Ziel im Blick hat, dass es zu erlangen gilt und dabei das Wesentliche übersieht. - Auch der Kauf der 30 Morgen Land und die anschließende Umwandlung in einen Park ist ein Weg des Zen: Zengarten, die Kunst der Gartengestaltung. - Als Hervé seiner Frau Helène erklärt, was eine Volière ist - Vögel hineinzusetzen um sie anschließend fliegen zu lassen: das Aufgeben des Begehrens. - Die Langsamkeit, die Aufmerksamkeit, die Stille, von denen seine Aufenthalte in Japan stets geprägt sind. All dies sind Merkmale der Zen-Praxis. Ein kleines Buch, das neben einer wunderschönen Liebesgeschichte noch einiges mehr zu bieten hat.
- Torsten Weiler
Der Seidenweber
(8)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisTorsten Weiler, Journalist und Autor, ist in der Seidenstadt Krefeld aufgewachsen und hat mit diesem historischen Roman auch seiner eigenen Familiengeschichte gedacht. Reisen wir mit ihm zurück in die Stadt Krefeld des Jahres 1820 und lesen die interessante Lebensgeschichte seines Vorfahren Gustav Puller (1820-1863)
Worum geht’s?
Gustav Puller, Sohn des Bäckers, wird 1820 geboren, isst zwar gerne das Brot und die anderen Backwaren aus der väterlicher Bäckerei, seine Liebe gilt seit Kindheitstagen der Seide und deren Herstellung. Das hat er nämlich bei seinem Schulfreund Willi, dessen Familie Seidenweber in Heimarbeit sind, gesehen. Er ist fasziniert, wie einzelne Fäden zum feine Gespinst verwoben werden. Und, Gustav ist wissbegierig! er liebt es zu lernen und ist zunächst enttäuscht, als er mit der Schule aufhören muss. Doch dann darf er, nachdem einer seiner Bruder das Bäckerhandwerk erlernt, gemeinsam mit Willi bei einem renommierten Krefelder Seidenweber in die Lehre gehen.
Die Arbeit ist hart, doch es gelingt den beiden, eine eigene kleine Lohnweberei zu eröffnen, in der sie später, dann schon auf den höchst komplexen Jacquard-Webstühlen, die Lochkarten betrieben werden, die Krefelder Krawattenseide weben.
Natürlich geht das nicht ohne zahlreiche Schwierigkeiten ab. Da sind zum einen die Abhängigkeit vom Seidenverlegern, der ihnen zu Beginn sowohl den Webstuhl als auch das Material zur Verfügung stellt, sodass die Weber „nur“ die Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Die Bezahlung ist eher schlecht und bei krankheitsbedingter Verzögerung der Lieferung gibt es kräftige Abzüge. Aber das Gewerbe ist auch von der Konjunktur und vom Markt abhängig. Als in Amerika Krefelder Seide gefragt ist,werden Dutzende Weber und Weberinnen angelernt, nur um beim späteren EInbruch des Exports sofort entlassen zu werden. Das führt zur Verarmung der Bevölkerung uns in weiterer Folge 1848 zu Revolution.
Das Leben der Seidenweber hängt am sprichwörtlichen seidenen Faden.
Als dann 1849 Krefeld an das Eisenbahnnetz angeschlossen wird, scheint es wieder aufwärts zu gehen.
Als diese Ereignisse verpackt Autor Torsten Weiler in einen fesselnden historischen Roman. Gleichzeitig erfahren wir wie Webstühle aufgebaut sind, was Schuss und Kette sind, wie man das Schiffchen und die Fächer bedient. Sehr geschickt ist die Erklärung über die Funktion des Jacquard-Webstuhles in die Handlung integriert. Das hat mich gleich an die Führung in einer Weberei im österreichischen Waldviertel erinnert, wo ich das Weben an unterschiedlichen Webstühlen, einfache und originalen Jacquard-Webstühlen erklärt bekommen habe und auch ausprobieren durfte.
Dass diese zunächst halbautomatischen und später mit Dampf betriebenen Webstühle zahlreiche Weberfamilien arbeitslos gemacht haben, und z.B. in Lyon zur Zerstörung der Maschinen durch brotlosen Weber geführt haben, lässt sich auch nachvollziehen. Einen kurzen Einblick in so eine Fabrik erhalten wir als Gustav, Willi und Theo nach Gladbach reisen, um Theos Tochter nach Hause zu holen, die nach einem Zerwürfnis mit dem Vater ausgerissen ist.
Torsten Weilers Schreibstil ist flüssig und lässt die Zeit zwischen 1820 und 1870 mit all ihren Facetten sehr gut auferstehen. Das Leben der Menschen ist detailliert beschrieben. So wird am Markt eingekauft, so mancher Dieb muss am Pranger stehen und wir erfahren auch, dass es so etwas wie Armenfürsorge gibt,
Aufgefallen ist mir, weil ich mich selbst schon mit der Geschichte Seidenerzeugung in Wien beschäftigt habe, dass der neugierige Gustav nie fragt, woher die Seidenfäden kommen. Er beschäftigt sich zwar mit Flora und Faune, die er im Garten findet, aber die Seidenraupen und die Maulbeerbäume finden keine Erwähnung. Kann natürlich sein, dass die Seidenraupenzucht in Krefeld wegen des nicht passenden Klimas keine Rolle gespielt hat und man die Rohseide aus Lucca oder Lyon importieren musste. In Wien hat nämlich Maria Theresia (1717-1780) angeordnet, eine eigene Seidenraupenzucht inklusive der Pflanzung von Maulbeerbäumen zu beginnen. Hat nicht wirklich gut funktioniert. Einzelne Maulbeerbäume haben das Experiment überlebt.
Wenn ich die Ankündigung richtig im Kopf habe, so wird es eine Fortsetzung geben, auch wenn Gustav Puller nicht mehr am Leben ist. Sein kleiner Sohn Peter ist ähnlich neugierig wie er und liebt Stoffe. Sein Berufswunsch: er will Schneider werden.
Fazit:
Dieser historische Roman hat mir sehr gut gefallen, weshalb er eine Leseempfehlung und 5 Sterne erhält.
- Sarah Moss
Zwischen den Meeren
(29)Aktuelle Rezension von: BibliomaniaEin wunderschönes Cover, wie es sie immer im mare Verlag gibt. Hochwertig mit Lesebändchen und dem typischen weißen Rand an der unteren Seite des Buches, fühle ich mich einfach immer von diesem Verlag angesprochen. Besonders dieses Cover mit den Farben und dem Motiv erinnert mich an Japan, was auch ein wichtiger Bestandteil des vorliegenden Buches ist.
In Sarah Moss neuer Geschichte erzählt sie von einem jungen, frisch vermählten Ehepaar, Tom und Ally, die schon nach ein paar Wochen Eheleben für längere Zeit getrennt sein werden. Tom baut Leuchttürme und wird nach Japan entsandt. Ally ist Ärztin und interessiert sich besonders für psychisch Kranke. Während Tom in Japan versucht die dortige Welt und deren Menschen zu verstehen, taucht Ally immer tiefer in die Welt der Irrenanstalt zu Hause in Cornwall ein. Beide sind auf ihre Art einsam und versuchen damit klar zu kommen. Ihnen bleibt nichts weiter als Briefe, auf die sie wochenlang warten müssen, um ihre Beziehung aufrecht zu erhalten.
Zwei sehr interessante Erzählstränge, in Japan und in einer Psychiatrischen Anstalt, zwischen denen die Autorin hin und her wechselt. Mir haben besonders die Teile in Japan gefallen, wobei von Toms Arbeit kaum die Rede ist. Das finde ich störend, denn das war der eigentlich Grund für seine Reise. Es geht eher um die Gepflogenheiten und das viele Unverständnis Toms. So denkt er viel über die (Geister-)Füchse nach, die stets negativ für Familien sind. Er möchte das Land verstehen, kennen lernen und die Natur genießen. Er will das Land gar nicht mehr verlassen und wünscht, er hätte Ally gebeten mitzukommen. In Japan ist er nie allein und lernt, dass Essen aus vielen verschiedenen Konsistenzen bestehen kann, anders als in England. Er vermisst seine Frau und will doch nicht weg.
Ally wohnt derweil in ihrem Haus, in dem es nass und kalt und schimmelig ist. Da Tom über das Jahr hinweg in Japan bleiben muss, beschließt sie zu ihrer Mutter zu gehen. Eine Frau, vor der sie Angst hat. Eine Frau, die sich selbst nicht wertschätzt, nichts als arbeitet und sich den ganzen Tag von einem Stück Zwieback ernährt. Und dennoch geht Ally dorthin, sie hofft es hätte sich etwas verändert. Sie hofft es so sehr und hat weiterhin so große Angst vor ihrer eigenen Mutter, dass sie selbst in den Status einer Patientin in einer nervlichen Heilanstalt gerät.
Sarah Moss schreibt in einer tollen Sprache und unaufgeregt. Sie schafft es, dass man besonders mit Ally leidet, die es ihrer Mutter nicht recht machen kann. Ihr Drift in den Verfolgungswahn ist so realistisch beschrieben, dass man die Stimme der Mutter im eigenen Kopf hören kann.
Ein bisschen unzufrieden war ich dann allerdings mit dem Ende, das ich hier natürlich nicht verraten möchte. Für mich war der Epilog überflüssig und hat der eigenen Phantasie alles genommen.
- Dirk Husemann
Die Seidendiebe
(11)Aktuelle Rezension von: FornikaIm Jahre 552 n. Christus entscheidet eine kleine Expedition über die Zukunft eines ganzen Reiches. Byzanz ist vom Seidenhandel abhängig, durch seine Feinde aber vom Import ausgeschlossen. Das Geheimnis der Herstellung würde dieses Problem lösen. Taurus und Olympiodorus machen sich auf die gefährliche Reise nach Asien, um das Geheimnis zu stehlen. Denn ohne Seide wird Byzanz untergehen, ist sie doch „das Blut, das durch die Adern des Reiches floss und den Koloss am Bosporus am Leben erhielt.“
Dirk Husemann hat einen spannenden historischen Roman um eine ausgewöhnliche Forschungsreise geschrieben. Die Handlung hat einen ordentlichen Spannungsbogen, gerade gegen Ende flacht das Ganze leider etwas ab. Die Charaktere haben mir gut gefallen, Husemann zieht keine klare Grenzen zwischen Schwarz und Weiß, was mir immer gut zusagt. Sonderlich nahe kommt man den Figuren nicht, die Erzählweise ist da doch eher distanziert. Überhaupt mutet die Sprache teilweise etwas schwerfällig und sperrig an, man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran und so liest sich das Buch dann doch sehr flüssig. Ich hätte mir ein bisschen mehr Input über die Seidenherstellung gewünscht, so ganz nah kommt man dem Geheimnis dann doch nicht. Insgesamt fand ich die Thematik aber gut umgesetzt, die politischen Zusammenhänge waren mir vorher nicht so geläufig und so habe ich hier auf unterhaltsame Art und Weise wieder etwas dazu gelernt.
- Petra Schier
Flammen und Seide
(61)Aktuelle Rezension von: rapoedIm Mittelpunkt der Geschichte steht Madlen , die ihrem Vater schon früh im Kontor des Stoffverhandels zur Seite gestanden hat. Eine mutige, selbstbewusste, intelligente, junge Frau. Schon früh sieht sie in Peter von Werdt ihren zukünftigen Ehemann. Er vermittelt ihr Sicherheit , Beständigkeit. Aber nur ihr Jugendfreund Lucas löst auch Schmetterlinge und ein Bauchkribbeln in ihr aus. Als er durch Verleumdung im Kerker landet , verhilft sie ihm zur Flucht. Nichts ahnend, hat er ihr einst das Herz gebrochen.
Nach fünf Jahren kehrt er nach Rheinbach zurück, als angesehener Offizier. Wieder bringt er ihr Gefühlsleben durcheinander, dabei steht sie doch kurz vor der Eheschließung mit Peter.
Lucas hat den Auftrag einen Verräter ausfindig machen. Wird es ihm Gelingen?
Äußerst spannend , nervenaufreibend, authentisch, tauchen wir in die geschichtlichen Hintergründe zur damaligen Zeit ein.
Die Autorin versteht es, so viel Emotionalität in diese Dreiecks- Liebesbeziehung zu bringen. Tiefe Gefühle und geschichtliche Hintergründe geben sich die Klinke in die Hand.
Bewundernswert fand ich den Weitblick ihres Vaters. Geschickt wird fiktives mit tatsächlichem geschichtlichen Hintergründen verwoben. All die tiefgehenden Gefühle sind überbordend spürbar.
Für wen sich Madlen letztendlich entscheidet , müsst ihr schon selbst herausfinden.
Ich jedenfalls habe die volle Bandbreite an Emotionen durchleben können, Dank des hervorragenden , bildhaften, einfühlsamen, überzeugenden Schreibstils der Autorin. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht mit der Autorin hier in die Historie abtauchen zu können. Ich hatte unglaublich tolle, inspirierende, authentische unterhaltsame Lesestunden. Ich kann eine ganz klare Leseempfehlung für diesen historischen Roman , für all Ihre anderen Geschichten aussprechen. Ein Garant für vorzügliche Lesestunden.
- Gabriela Galvani
Die Seidenhändlerin
(14)Aktuelle Rezension von: katzekatzekatzeLeider hat mich dieses Buch in keiner Hinsicht überzeugt. Habe es nach einer Weile sogar weggelegt, weil ich die Story so abstrus und blöd fand.
Tatsächlich fällit mir wirklich nichts Gutes ein, das ich über das Buch sagen kann.
Zum einen ergießt sich die Autorin in ellenlangen, seitenweisen Detailbeschreibungen und kommt einfach nicht zum Punkt. Dann haben die beiden Zwillinge keinen nennenswerten eigenständigen Charakter, alles, was sie unterscheidet ist der Vorname. Auch wenn ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften zwar "erwähnt" werden, merkt man davon recht wenig. Ich habe auch Schwierigkeiten gehabt, mir die beiden bildlich vorzustellen.
Spätestens aber als es zum eigentlichen Aufhänger der Story kommt, Serenas Tod und alle plötzlich Emilia für Serena halten, fand ich es nur noch lächerlich. Nur weil Menschen Zwillinge sind, heißt das nicht, dass man sie partout nicht auseinander halten kann. Wenn ich jahrelang mit einer Person eng zusammenarbeite, dann halte ich sie nicht plötzlich für ihre Zwillingsschwester - und schon gar nicht, wenn die verstorbene Zwillingsschwester scheinbar kurze Haare hat und die lebendige hat lange Haare. Keine Ahnung, ob ich falsch gelesen habe oder ob die Autorin da einfach geschlampt hat. Aber es unterscheidet zwei Menschen ja auch ihre Art, die Art zu sprechen, sich zu bewegen, sogar der Geruch, die gesamte Persönlichkeit, da halte ich es echt für völlig abstrus, dass Serenas langjähriges Personal und Mitarbeiter plötzlich nicht mehr checken, dass sie es mit Emilia und nicht mit Serena zu tun haben. Zumal ich auch nicht verstanden habe, warum Emilia nicht einfach gesagt hat, dass sie Emilia ist und nicht Serena, da gab es keinen plausiblen Grund. Als Alleinerbin wäre ihr der Laden ja ohnehin zugefallen.
Die gesamte Story wirkte so lächerlich und konstruiert, dass ich ab diesem Moment überhaupt keine Lust mehr hatte, weiterzulesen und das Buch weggelegt habe.
- Bernhard Roetzel
Der Gentleman
(2)Aktuelle Rezension von: TheSaintWenn man heute auf Reisen geht oder gemütlich durch die Straßen der Städte spaziert, dann sieht man nur Einheitsbrei, Einfallslosigkeit und manch Peinliches in Sachen Frisuren, Kleidung und Benimm... Seit vielen Jahren nun befindet sich die Gesellschaft in den Bereichen sozialer Kompetenz, Manieren und auch in Kleidungsfragen auf rasantem Talkurs...
Umso wohltuender sind dann Bildstrecken renommierter Modemagazine oder Filme und Serien, die in den 30er bis 60er des vergangenen Jahrhunderts spielen...Da sieht man elegante Frauen und Männer - passend für den jeweiligen Anlaß gekleidet und einer gewissen Etikette folgend.Traditionen und Rituale... vielleicht gefällt mir daher Martin Scorsese's "Zeit der Unschuld" so gut...
Bernhard Roetzel's Handbuch ist ein wahrer Fundus an wunderbaren Fotos über Stoffe und Materialien und den Ergebnissen aus ausgezeichneter Handwerksarbeit in Sachen Kleidung, Schuhwerk und Accessoires.Leicht und schwärmerisch vermittelt der Autor neben der Präsentation von Kleidungsstücken viel Informatives zu den Be/Verarbeitungsprozessen, den verschiedenen Qualitätsstufen der verwendeten Arbeitsmittel, den renommierten Konfektionshäusern, wer welchen Trend wann wie einführte und was "A Must" und was ein "No Go" ist...Die Texte sind kompetent und keineswegs überheblich und lassen in den unterschiedlichen Rubriken persönliche Kenntnis und persönlichen Lifestyle spüren.
Der Ratgeber ist unterteilt in die Themen "Bart und Haar", "Unterwäsche", "Hemd", "Krawatte", "Anzug", "Sportjacken und Hosen", "Schuhe", "Mäntel und Jacken", "Hut", "Accessoires", "Strick", "Sport", "Festliche Kleidung" und "Gemütlich zu Hause"...
Nach dem Genuss dieses Buches besieht man sich seine Mitmenschen genauer und gerät vielfach ins Schmunzeln ob frappierender Fehlgriffe in Sachen Kleidung und Schuhwerk... wenn Kleidung und Figur so gar nicht zusammen passen wollen.Und man steht selbst kritischer und wacher vor dem eigenen Kleiderschrank und überlegt zweimal, welche Sockenfarbe denn heute gewählt werden sollte...
Es bedarf wieder mehr individueller Tupfer in unserer genormten, reglementierten und uniformierten Welt... Man sollte nicht blind dem Trend der Masse folgen, sondern sich bei der Wahl eines Schals oder eines Stecktuches Gutes tun und sich aus dem Brei der Fantasielosen heraus heben...Dieses Buch weist den Weg, selbst DER und nicht IRGENDEINER zu sein!
- Tabea Bach
Die Seidenvilla
(49)Aktuelle Rezension von: BlondAngel~+~ Klappentext ~+~
Nach einem schweren Schicksalsschlag folgt Angela der Einladung ihrer Tante, sie in Asenza im Veneto zu besuchen. Doch die Auszeit nimmt eine überraschende Wendung, als die "Seidenvilla", die letzte traditionelle Seidenweberei des Ortes, kurz vor dem Aus steht. Angela beginnt, mit ihrer Tante Pläne zu schmieden, wie man die Seidenvilla retten könnte. Der Besitzer würde Angela die Weberei verkaufen, allerdings sind daran einige Bedingungen geknüpft. Und dann trifft sie unerwartet einen Mann, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt ... Doch ist sie bereit für einen Neuanfang in Italien und eine neue Liebe?
Ein mitreißender Roman um Liebe, Vertrauen und den schönsten Stoff der Welt: Seide
~+~ Mein Urteil ~+~
Angela´s Mann Peter stirbt nach einer Krankheit. Unter den ganzen Beileidsbekundungen ist auch die Einladung von Tess, die Freundin ihrer Mutter. Zuerst will sie nicht zu ihr nach Asenza. Doch auf das Drängen ihrer Tochter Nathalie fährt sie doch. Dort wird sie verwöhnt. Mit Tess unternimmt sie auch einen Ausflug ins Örtchen wo sie in einen Shop gehen, wo es Seidentücher gibt. Durch ihren Beruf wird sie neugierig und möchte mehr darüber wissen und lässt sich auch durch den angrenzenden Betrieb führen, wo die Tücher noch von Hand gefertigt werden.
Erst als die Weberei verkauft werden soll, wird Angela hellhörig und setzt sich mit den Besitzer in Verbindung, der ein alter, verbitterter Kauz ist. Doch von ihm wird sie zum Teufel geschickt. Erst Tessa kann den alten Mann dazu bewegen, an Angela zu verkaufen, aber mit ein paar Bedingungen. ...
Irgendwie scheinen mich Webstühle zu verfolgen, erst bei der Fotografensaga von Petra Durst-Benning und jetzt hier in der Seidenvilla. Nur das hier aus Seide Tücher gewebt werden. Neben der Geschichte erfährt man noch ein wenig Hintergrundwissen über ein altes Handwerk.
Die Autorin entführt den Leser in eine Welt der Seidenweberei und natürlich gleichzeit nach Italien. Durch ihren leichten Schreibstil fängt sie den Leser, so das er kaum das Buch aus den Händen legen vermag. Die Charakteren sind so unterschiedlich und doch wachsen sie einem ans Herz. Gerade die alte Dame Tess ist durch ihre spritzige und herzerfrischende Art richtig sympatisch.
Eine Geschichte mit Auf und Abs, viel Wärme, aber auch mit einem vorhersehbaren Ende.
- Kassia St Clair
Die Welt der Stoffe
(5)Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerinKassia St. Clair gelingt mit diesem Buch eine Mischung aus Sach- und Geschichtenbuch. Sie beleuchtet die Verwendung und Entwicklung der Stoffe in verschiedenen Kulturen, Ländern und Kontinenten und verpackt die Ergebnisse in interessante Geschichten. Das Sachbuch liest sich wie ein Geschichtenbuch, welches die geschichtliche Entwicklung der Stoffherstellung, deren Verwendung und deren Einsatz in einen unterhaltsamen Kontext verpackt.
- Catherine Coulter
Calypso
(2)Aktuelle Rezension von: MimabanoDieser historische Liebesroman aus dem Jahr 1988 war ein wahrer Pageturner.Die Protagonisten waren so komisch das ich ständig lachen musste.Lyon's Tante Lucia die mit Adleraugen jede Bewegung von Diana und Lyonel verfolgte und ihnen dann ihre Meinung präsentierte ,ob sie wollten oder nicht, war einfach köstlich.Obwohl Catherine Coulter heute fast keine Romane mehr schreibt in diesem Genre,merkt man hier deutlich das sie sich mit historischen Begebenheiten auskennt.Was viele nicht wissen und mir persönlich sehr wichtig ist : 1.In einem guten historischen Liebesroman ist die Sprache , die des entsprechenden Jahres in dem der Roman spielt ( da kommt kein " jetzt mach mal halblang " oder sonstige Sprüche der Gegenwart vor!2.Es kommen damalige Geschehnisse und oder zumindest die damalige Lebensweise vor.Volle Punktzahl für ein gutes Buch. 📖 Klappentext:Diana Savarol , die zu Besuch in London weilt, weiss natürlich das ihr Cousin Lyonel, Earl of Leven,ein Schuft und Lebemann ist, der mit Frauen nur spielt.Aber das Heimweh nach der elterlichen Plantage auf einer westindischen Insel fegt ihre Skrupel hinweg.Gemeinsam mit Lyonel sticht sie im Kriegsjahr 1813 in See - eine lebensgefährliche Reise , die Diana ans Ziel ihrer geheimsten Sehnsüchte führt. - Liz Trenow
Das Haus der Seidenblüten
(20)Aktuelle Rezension von: Leser44„Das Haus der Seidenblüten“ nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit und lässt uns die Entstehung einer unkonventionellen Liebe hautnah miterleben. Während ich anfangs die Handlung als leichte Liebeslektüre mit Wohlfühleffekt empfunden habe, hat sich der letzte Teil des Buches als spannend und dramatisch entpuppt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Die Kapitel werden abwechselnd aus Annas und Henris Perspektive erzählt. Besonders gefallen haben mir die Zitate am Anfang jedes Kapitels zu den „Umgangsformen der feinen Dame“ und aus dem „Handbuch für Lehrjungen und Gesellen", da sie aus heutiger Sicht etwas amüsant sind. Die Protagonistin Anna ist sehr sympathisch und es fiel mir leicht mich in sie hineinzuversetzen. Henri gegenüber war ich erst etwas skeptisch, doch durch seinen guten Charakter und seine bewegende Lebensgeschichte konnte ich auch ihn ins Herz schließen.
Während ich anfangs dazu tendiert habe diesem Roman 4 Sterne zu vergeben, konnte mich das dramatische, emotionale und zugleich schöne Ende von einer 5 Sterne-Bewertung überzeugen. Der Epilog war das i-Tüpfelchen!
Die zeitliche Epoche in der der Roman spielt war mir recht fremd. Dennoch konnte ich mir die Handlung gut im Kopf vorstellen. Mein Interesse für diese Zeit ist auf jeden Fall geweckt.
Fazit: Eine unkonventionelle Liebe mit Hindernissen! Berührende Schicksale! Das bewegende und schöne Ende macht diesen Roman zu einem 5 Sterne-Buch!
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