Bücher mit dem Tag "seitensprung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "seitensprung" gekennzeichnet haben.

81 Bücher

  1. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

    (1.108)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Wenn es nur rein um die schriftstellerische Tatkraft geht, dann ist Anna Karenina wirklich einer der besten Romane aller Zeiten. Wenn es um die Story selber geht, mag ich mit meiner Meinung vielleicht eine Randgruppe bilden, aber ich hatte große Schwierigkeiten, mich mit der Protagonistin verständnisvoll zeigen zu können. Sie erschien mir sehr auf sich selbst fixiert und hat ihre Bedürfnisse auch über die ihres Sohnes gestellt. Dieses Verhalten mag Befürworter haben, genauso wie Gegensprecher und natürlich kennt jeder Mensch, den struggle und den Drang, danach ein Leben, den eigenen Vorstellungen entsprechend leben zu können aber es ist immer eine Frage des Preises, den man bezahlen will. Und den Preis, den Anna bereit ist, zu zahlen um ihr Leben, so wie sie es will, zu leben, ist eine Entscheidung ohne Rücksicht auf Verluste. Von daher kann ich vor der literarischen Schreibweise zwar mein Hut ziehen vor der Protagonistin selber allerdings nicht, weshalb ich den Buch auch nur 3,5 Sterne vergebe.

  2. Cover des Buches Girl on the Train (ISBN: 9783764506018)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train

    (1.268)
    Aktuelle Rezension von: Nessaja


    Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.

    Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.

    Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.

    Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…


  3. Cover des Buches Gustave Flaubert, Madame Bovary (ISBN: 9783730612842)
    Gustave Flaubert

    Gustave Flaubert, Madame Bovary

    (634)
    Aktuelle Rezension von: JohnSmith

    Es gibt zu diesem Buch bereits unzählige Rezensionen, bei denen Emma Bovary sämtlichst nicht gut wegkommt, sogar eine Verhaltensstörung ist nach ihr benannt. Derart voreingestellt habe ich mich auf den Roman eingelassen, doch ich wurde überrascht, denn: ich mochte Emma sehr!

    Doch im Einzelnen: dank der vielberühmten Sprache Flauberts ist es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Man sieht die Landschaften, man erlebt die gesellschaftlichen Zwänge, und dies durch die Augen der jeweiligen Protagonisten. Besonders diese Perspektivwechsel, die ich beim Lesen kaum bemerkt habe, finde ich beeindruckend! 

    In drei Abschnitte unterteilt, die sich an dem Leben von Charles, dem Ehemann orientieren, wird die Geschichte von Emma Bovary erzählt, eine Figur, mit der Flaubert das Leben und Sterben einer realen Frau nacherzählt- "True-Crime" sozusagen. 

    Diese Geschichte (für genaue Inhaltsangaben bitte in andere Rezensionen schauen ;) ) lässt sich problemlos in die heutige Zeit übertragen: Emma wächst behütet auf und heiratet, voll romantischer Träumereien, besagten Charles, der Emma, oder besser gesagt, das Leben mit Emma, wirklich liebt - allerdings sind seine Ansprüche auch nicht sonderlich hoch, er ist glücklich, wenn seine hübsche Frau ruhig neben ihm sitzt, während er gemütlich vor dem Kamin wegschlummert. Besagte hübsche Frau gibt sich auch wirklich Mühe, glücklich zu sein und den gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen und gibt sich mit harmlosen Flirts und Träumereien zufrieden. 

    Naja, zumindest bis Leon, das Ziel der Schwärmerei - bevor etwas nennenswertes passiert - wegzieht. 

    Denn kaum hat Emma sich von ihrem Liebeskummer etwas erholt, wird sie selbst zum Objekt der Begierde, und der professionelle Schürzenjäger Rodolpho beginnt mit der Jagd auf sie. Und der Mann konnte jagen, mannomann.... Schnell begann also eine Liebesbeziehung, er gaukelt ihr vor, mit ihr abzuhauen, kneift aber und trennt sich im letzten Moment von ihr - durch ein weinendes Smiley! (frei in die heutige Zeit übersetzt...) Emma verkraftet das kaum.

    Und wieder - kaum hat sich Emma erholt, trifft sie Leon wieder, der mittlerweile auch so seine Erfahrungen gemacht und daher weniger Hemmungen hat, die Ebene der Träumereinen in Richtung Fleischeslust zu verlassen - direkt in einer durch die Stadt rasenden Kutsche! 

    Da Emma parallel zu diesen (sehr eindrücklich geschilderten) Affären auch noch etwas zuviel Gefallen an "schönen Dingen" findet, fällt sie auf die Betrügereien ihres Nachbarn herein, bis die Schulden sie erdrücken und sie nur einen Ausweg sieht- Suizid durch Selbstvergiftung.

    Als bekennende "Krimi-Mimi" sage ich: selten so eine gruselige Sterbeszene gelesen!

    Und damit noch nicht genug, die Geschichte geht weiter, bis Charles, der mittlerweile von Allem erfahren hat, kurz darauf als runinierter und gebrochener Mann stirbt. Dadurch wird das gesamte Lieben und Leiden von Emma auf eine reine Episode in Charles´ Leben reduziert. Wer also ein Happy End oder ein Mutmach-Buch zur Erbauung sucht - der ist hier falsch.

    In der Gesamtbetrachtung erscheint mir das gesamte Buch wie eine einzige Warnung, aber gleichzeitig eine Aufforderung an alle Frauen: 

    lasst Euch nicht einlullen durch schöne Worte, sondern fangt an zu denken!

  4. Cover des Buches Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8) (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)

    (644)
    Aktuelle Rezension von: reading_squirrel

    3.5 Sterne

    Vermutlich ist meine Erwartungshaltung einfach falsch. Für mich sind Nervenkitzel à la Andreas Gruber und raffiniert aufgelöste, ineinander verstrickte Fälle, wie man sie aus dem Norden kennt, ein unverhandelbares Muss bei Krimis. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Buch beide Punkte etwas vermisst habe.


    Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis Leben in die Geschehnisse kommt und ich musste teils ziemlich mit mir selbst ringen, um weiterzulesen. Dann steht aber auf einmal plötzlich alles Kopf - lieben wir! Ansonsten sind die Kapitel angenehm gegliedert und nicht zu lange; Man erhält in den einzelnen Kapiteln Einblicke aus unterschiedlichsten Sichtweisen, was ich von anderen Autoren so nicht kenne und wiederum den eher laschen Spannungsbogen etwas hoch zieht. Das Ermittlerduo harmoniert gut, auch wenn es für mich jetzt nicht unbedingt die einprägsamsten Hauptfiguren sind. 


    Ich möchte die Reihe zu einem späteren Zeitpunkt definitiv weiterverfolgen, ungeachtet dessen, dass mir dieser Teil nicht so hundertprozentig zugesagt hat.

  5. Cover des Buches Das italienische Mädchen (ISBN: 9783442494828)
    Lucinda Riley

    Das italienische Mädchen

    (482)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Ich liebe die Bücher der Autorin sehr. Weil ich einfach ihren Schreibstil und den besonderen Aufbau ihrer Geschichten einfach großartig finde. Sie erzählt die Geschichten von Frauen, die praktisch ihr Schicksal finden. Im positiven Sinne. Ich liebs sehr!

    Gefühlt habe ich auch schon die meisten ihrer Bücher gelesen. Aber es gibt noch einige ältere Bücher von ihr, die ich unbedingt lesen möchte.
    Dieses gehörte auf jeden Fall dazu.

    Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich hier und da überlegt habe abzubrechen. Roberto ist so ein ekelhafter Charakter, dass ich das kaum ertragen konnte. Wie er mit Rosanna umging. Richtig ekelhaft. Und die arme Rosanna, die ich gerne schütteln wollen würde.

    Aber ich habe es beendet und ohne zu spoilern kann ich sagen, dass am Ende alles gut wurde. Typisch der Autorin. Man wird einfach nicht enttäuscht.
    Ich habe mich dennoch unfassbar wohl in der Geschichte gefühlt. Auch die Nebengeschichten waren richtig toll und rund. Ich mag es sehr, dass die Autorin sich nicht nur auf die Protas fokussiert, sondern auch den Nebencharakteren ihre Geschichte gibt.

  6. Cover des Buches Südlich der Grenze, westlich der Sonne (ISBN: 9783442749447)
    Haruki Murakami

    Südlich der Grenze, westlich der Sonne

    (1.081)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Das Buch zeigt sehr schön auf was passieren kann, wenn man nicht zufrieden ist mit dem, was man hat. Es zeigt, wie fatal es werden kann wenn Triebe und Begierden das Ruder über das rationale Denken übernehmen. Ob man Verständnis für die Hauptfigur hat hängt glaube ich von der eigenen Konstitution ab manche würden ihn sicherlich als sympathisch, aber verloren betrachten wieder andere einfach nur, als ich bezogen und nur auf sich selbst fixiert. Ich würde mich da eher zur zweiten Gruppe zählen und tatsächlich kann ich eine Brücke zu dem Roman no Longer human schlagen. Nur das Murakami dies meiner Meinung nach um Längen Besser  umgesetzt hat. Der Protagonist hat alles, beruflichen Erfolg eine gute Frau und Kinder und nur weil er die Gelegenheit hat mit einer Frau intim zu werden, die er mal begehrt hat Als er noch Kind war, aber nicht greifen konnte, holt er dies bei der Gelegenheit im Erwachsensein nach und verliert sich völlig und verletzt die, die ihn lieben. Es ist auf jeden Fall das Buch von Murakami, wo ich mit der Hauptfigur keine Sympathie empfinden kann dennoch aber für die Nebenfiguren im Form von seiner Frau, die am Ende mehr Größe zeigt wie der Hauptakteur im kompletten Roman

  7. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

    (358)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Es geht um die Britische Agentin Flick, die unter widrigen Umständen mit ihrem Team eine entscheidende deutsche Fernmeldezentrale in Frankreich zerstören soll. Doch dabei ist ihr der deutsche Dieter Franck immer scharf auf der Spur.


    Es ist super spannend geschrieben und auch einfallsreich, über welche verschiedenen Methoden Verfolger abgehängt, Dinge verborgen und Ziele erreicht wurden. Natürlich wirkt es besonders an einigen Stellen unrealistisch, wie viel Glück im Spiel ist, doch das fällt nicht wirklich auf. Es ist vor allem aber auch interessant, wie viel Recherche dahinter steckt. Über die Technik die verbaut ist, die Waffen, die Flugzeuge und den ganzen Ablauf von solchen Missionen und alles. Es wirkt dadurch sehr realistisch und könnte genau so in der Realität passiert sein. Für mich sollte ein Buch über eine Spionin genau so sein.

  8. Cover des Buches Find mich da, wo Liebe ist (ISBN: 9783548291413)
    Anstey Harris

    Find mich da, wo Liebe ist

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Berührend, gefühlvoll und inspirierend


    Find mich da, wo Liebe ist von Anstey Harris ist eine wunderschöne, feinfühlige Geschichte über Selbstfindung, Hoffnung und die Kraft, sein eigenes Leben neu zu gestalten.


    Eine Frau zwischen Vergangenheit und Neubeginn

    Grace hat ihre Träume verloren und lebt in einer Beziehung, die nur aus Warten besteht – auf David, auf eine Zukunft, die nie zu kommen scheint. Doch als ihr Leben ins Wanken gerät, beginnt sie sich langsam selbst wiederzufinden. Mit der Unterstützung von Mr. Williams und der quirligen Nadia lernt sie, dass Liebe nicht nur in einer Person, sondern auch in Freundschaft, Musik und neuen Wegen steckt.


    Was das Buch besonders macht:

    - Authentische, vielschichtige Charaktere: Grace ist nicht perfekt – sie ist verletzlich, hoffnungsvoll und manchmal naiv, aber genau das macht sie so echt. Ihre Entwicklung ist bewegend und glaubwürdig.

    .- Wunderschöner Schreibstil: Poetisch und atmosphärisch beschreibt die Autorin nicht nur die Welt der Musik, sondern auch Graces innere Gefühlswelt auf eine eindrucksvolle Weise.

    - Starke Nebenfiguren: Besonders Mr. Williams und Nadia bringen Herzenswärme und Humor in die Geschichte und helfen Grace, sich selbst neu zu entdecken.


    Fazit:

    Ein tiefgründiger, emotionaler Roman über den Mut, das eigene Glück selbst in die Hand zu nehmen. Die Geschichte entwickelt sich eher ruhig, aber gerade das passt zu Graces persönlichem Wachstum. Wer einfühlsame, lebensnahe Geschichten liebt, wird dieses Buch genießen!

  9. Cover des Buches 434 Tage (ISBN: 9781492217084)
    Anne Freytag

    434 Tage

    (142)
    Aktuelle Rezension von: Bookfarm

    Die Autorin erzählt uns Anjas Geschichte über drei Zeitebenen abwechselnd hin weg, wod ein umfassendes Bild der Geschehnisse und daraus erfolgten Handlungen  ermöglicht wird. Ich mag Anne Freytags Büchern immer die Tiefe ihrer Charaktere und ihre Ehrlichkeit, sowie das aufzeigen der Abgründe der menschlichen Seele. Außerdem sind ihre Bücher nicht kitschig, die sind einfach so, wie es tatsächlich auch sein könnte.
    eine Leseempfehlung an alle die ein Buch suchen, das so ehrlich ist, dass es manchmal wehtut und dass auch nach dem scheinbaren happy end noch weitergeht, weil auch das Leben dann nicht aufhört.

  10. Cover des Buches Termiten, Tornados, Texas und wir (ISBN: 9783426215722)
    Inke Hamkens

    Termiten, Tornados, Texas und wir

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieser Roman ist sehr witzig, Freunde des Auswanderns kommen auf ihre Kosten, aber auch alle anderen werden begeistert sein.Ich habe mich wirklich königlich amüsiert über Familie Dreieich und die Abenteuer die sich, teilweise aus der Situation heraus, aus ihrem Trip ergeben.  Inke Hamkens erzählt diese Geschichte mit einem Augenzwinkern, zumindest fühlte es sich während des Lesens so an. Dennoch gibt es auch Situationen die den Leser fordern, denn es ist nicht immer alles rosig. 
     
    Familie Dreieich wandert nach Texas aus! Mutter Kathrin folgt ihrem Mann Jörg mit den drei Kindern nach Dallas.  Dort lernen die Dreieichs schnell, dass das Leben in Texas anders ist, wie der Titel schon verspricht: Termiten, Tornados, Taranteln alles fängt mit T an und passt daher scheinbar gut zu Texas. Das nicht immer alles einfach wird, war Kathrin durchaus klar, als ihr Mann aber beruflich Probleme bekommt, wird alles doch sehr kompliziert. Durch seinen Rückzug ebnet er ihr in gewisser Hinsicht den Weg zu John, eine Affäre verkompliziert alles noch mehr. Kathrin fühlt sich von Jörg im Stich gelassen. 
     
    Die Autorin spiegelt in diesem Buch sehr gut wieder was auf einen zukommen kann, wenn man auswandert. Kaum jemand denkt darüber nach, dass es woanders auch anders ablaufen kann. Auch die Mentalität der Einwohner kann sich gänzlich von der bekannten unterscheiden. Dies alles wurde gut in die Story eingebunden, die sich vor allem am Ende eher um die Eheprobleme von Kathrin und Jörg dreht. 
     
    Gepunktet hat Inke Hamkens aber definitiv durch die saloppe Erzählweise einiger kleinerer Geschichten im Buch. Denke da an das Stinktier in der Garage, Halloween ach allein schon der Flug in die Staaten zu Beginn war einfach göttlich. Habe bei einigen Sprüchen wirklich herzhaft gelacht. Ein Buch das mich wirklich sehr gut unterhalten hat. Ein Buch das mich diesbezüglich überrascht hat, hätte nicht gedacht das mir diese Story so gut gefallen würde.
  11. Cover des Buches Ein Haus zum Träumen (ISBN: 9783734106774)
    Nora Roberts

    Ein Haus zum Träumen

    (121)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Ich weiß nicht,  was Nora Roberts-Bücher an sich haben... Es war das 2. Buch von ihr, das ich gelesen habe und  wieder habe ich eine ganze Weile gebraucht,  um in die Geschichte reinzukommen.  Ich habe wieder überlegt,  das Buch wegzulegen, habe mich aber durchgequält,  und ab ca. 1/3 des Buches hat es mir besser gefallen.  

    Wieder hat Nora Roberts eine Liebesgeschichte mit einem "Krimi" verbunden: Cilla kauft das Haus ihrer toten Großmutter ihrer Mutter ab und renoviert es komplett. Im Haus findet sie Liebesbriefe an ihre Großmutter,  die nicht unterschrieben sind.

    In der Nachbarschaft wohnt Ford, den sie näher kennenlernt. Irgendjemand scheint etwas gegen Cilla und ihre Renovierung zu haben,  denn es passieren immer wieder kriminelle Dinge...

    Das gute am Buch ist, dass die Spannung bis zum Schluss anhält und man dann erst erfährt,  von wem die Liebesbriefe waren und wer Cilla etwas Böses wollte. Nicht so toll fand ich , dass man bei einigen Endlosdialogen nicht wusste,  wer denn gerade spricht.  Auch unverständlich war es anfangs,  als Cilla mit ihrer toten Oma spricht,  bis man (oder ich) später kapiert,  dass das Träume sind. Punktabzug auch, wie oben erwähnt,  dass ich schlecht in das Buch reinkam. Im  Endeffekt habe ich es aber nicht bereut,  dass ich es fertig gelesen habe...

    Ich weiß nicht,  ob ich es empfehlen kann, abraten würde ich aber niemandem davon (höchstens meine Meinung dazu sagen...).

  12. Cover des Buches Das Wunschjahr (ISBN: 9783548285689)
    Andrea Lochen

    Das Wunschjahr

    (37)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Olive ist Anfang 20 und arbeitet als Krankenschwester in der Neurologie. Als sie an Neujahr aufwacht, kann sie sich an den Silvesterabend nicht erinnern und ist überrascht, dass sie neben ihrem Exfreund Phil aufwacht.
    Die beiden hatten sich eigentlich im Februar getrennt, weil Olive Phil mit ihrem Kollegen Alex betrogen hatte, was Phil ihr nicht verzeihen konnte.

    Olive erlebt das Jahr 2011 noch einmal neu und begreift dieses als Chance der Wiedergutmachung. Sie versucht, den Fehler, der ihre Beziehung zerstört hat, ungeschehen zu machen. Sie möchte Phil, den sie immer geliebt hat, nicht noch einmal verletzen.
    Im Gespräch mit einer Nachbarin ihrer Mutter erfährt sie, dass das Phänomen, das sie erlebt, nicht einzigartig ist. Auch Sherry erlebt das Jahr 2011 erneut und hat bereits schon andere Jahre zuvor mehrmals durchleben müssen. Alle anderen in ihrer Umgebung merken davon nichts und glauben Olive auch nicht, dass sie 2011 schon einmal erlebt hat.

    Der Leser begleitet Olive ein ganzes Jahr, in welchem sie versucht, nicht nur privat im Umgang mit Phil, ihrer Freundin und Mitbewohnerin Kerrigan oder ihrer Mutter, die sie im letzten Jahr wegen ihrer Heirat mit ihrem neuen Freund verletzt hat, ein besserer Mensch zu sein. Das ist allerdings gar nicht so einfach. Sie hat enorme Schwierigkeiten, Alex aus dem Weg zu gehen und weiß zum Teil auch nicht, wie sie sich gegenüber ihren Patienten verhalten soll bzw. ob es zulässig ist, auf andere Schicksale Einfluss zu nehmen.

    "Das Wunschjahr" ist durch den angenehmen Schreibstil von Andrea Lochen flüssig zu lesen. Es ist ein Roman fürs Herz, der ohne viel Spannung auskommt und dennoch nicht langweilig wird. Olive ist ein sympathischer Charakter, mit dem ich mich gut identifizieren konnte, auch wenn die Geschichte phantastisch ist. Die zentrale Frage, ob Olive ihre zweite Chance nutzt und ob sie Phil tatsächlich zurückerobern kann oder ob sie am Ende vielleicht doch nicht so gut zusammenpassen könnten, wird zwar gelöst, wäre aber noch ausbaufähig gewesen, um dem Roman mehr Tiefe zu verleihen.  

  13. Cover des Buches Es klopft (ISBN: 9783442748716)
    Franz Hohler

    Es klopft

    (40)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Manuel Ritter, HNO-Spezialist, erlebt auf der Rückfahrt nach einem Ärztekongress zum Thema Tinnitus etwas Merkwürdiges: Eine ihm unbekannte Frau klopft gegen das Fenster seines Zugabteils. Ein paar Tage später steht diese Frau in seiner Praxis und sagt, dass sie ein Kind von ihm möchte. Er ist überrascht, schockiert (schliesslich ist er verheiratet und zweifacher Vater), aber auch geschmeichelt und willensschwach. Neun Monate später erhält er einen Brief: „Es hat geklappt“. Davon darf niemals jemand etwas erfahren. Jahre später ist das Geheimnis immer noch gewahrt, doch dann stellen sich stressbedingt Klopfgeräusche in seinen Ohren ein…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover des Schutzumschlages ist leicht verschwommen eine gut gekleidete junge Frau zu sehen – ich mag keine Schutzumschläge.

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, zuerst aus Manuels, später u.a. auch aus der Sicht seiner Frau Julia und den mittlerweile erwachsenen Kindern. Dies macht die Erzählung lebendig und lässt den Leser mehr wissen als die Protagonisten.

    Hätte ein Bekannter Manuel erzählt, dass er das erlebt hat, was Manuel mit der ihm unbekannten Frau erlebt hat, hätte er es nicht geglaubt. Er hätte den Bekannten auf jeden Fall als willensschwach und/oder triebgesteuert abgestempelt – denn genau das war er – Manuel – ja offensichtlich auch. Wie hatte er es nur so weit kommen lassen? Er hatte doch alles: eine Frau, zwei kleine Kinder, eine gutgehende Praxis, ein Eigenheim an der Goldküste. Was wollte er mehr?
    Die Jahre vergehen, Manuel hat den Zwischenfall zu verdrängen versucht. Manchmal erfolgreich, manchmal weniger. Als sein erwachsener Sohn Thomas der Familie seine neue Freundin Anna vorstellt, wird ihm angst und bang, denn Anna erinnert ihn sehr an seinen Seitensprung. Wie kann das sein?

    „Heute war ihm auf einmal klar geworden, dass es eine Verjährung zwar in der Justiz geben mochte, niemals aber im Leben.“

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und das Buch war aufgrund der geringen Seitenzahl im Nu ausgelesen – ich mag den Stil des Autors. Von mir gibt es 4 Sterne.

  14. Cover des Buches Vier.Zwei.Eins. (ISBN: 9783596702954)
    Erin Kelly

    Vier.Zwei.Eins.

    (196)
    Aktuelle Rezension von: mariposa27

    Das Buch braucht etwas, um wirklich beim Leser anzulaufen. Das liegt nicht zuletzt an der Erzählweise, denn "Vier.Zwei.Eins." wird aus zwei Sichten und zusätzlich noch auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen ist da Lauras und zum anderen Kits Erzählsicht. Laura erzählt sowohl aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit.

    Sobald die Erzählstränge zusammen laufen, steigt auch die Spannung der Geschehnisse. Er geht um eine unaufgeklärte Vergewaltigung, um Misstrauen, neue Freundschaften, Angstzustände, Unsicherheiten und doch aber auch um eine ganz eigene Interpreation von Liebe und Zuneigung.

    Es sind vier Menschen, deren Charakterzüge recht gut eingefangen wurden, die sich im Leben durchkämpfen und individuell ganz liebenswert sind. Hin und wieder fragt man sich als Leser warum bestimmte Taten nötig sind. Doch es entblättert sich nach und nach und zur Mitte des Buchs befindet man sich auf der Geraden und wird das Buch nicht mehr zur Seite legen können. Am Ende wird man sich mit dem Begriff "Egoismus" näher beschäftigen müssen. Eine in den kindlichen Tagen wichtige Eigenschaft und deren Auswirkungen, wenn man zu lange daran festhält...

  15. Cover des Buches Die allertraurigste Geschichte (ISBN: 9783257070385)
    Ford Madox Ford

    Die allertraurigste Geschichte

    (26)
    Aktuelle Rezension von: PoeEA1809

    „Dies ist die traurigste Geschichte, die ich je gehört habe.“ Mit diesem Satz beginnt das Buch. Und dann fängt jemand an zu erzählen, eben diese traurige Geschichte. Aber bald denkt man sich: halt, da stimmt doch was nicht. Der, der hier erzählt, ist ja Teil dieser Geschichte. Aber wenn er als Beteiligter diese Geschichte erzählt, dann kann er doch nicht im ersten Satz sagen, das sei die traurigste Geschichte, die er je gehört habe. Er hat sie erlebt, und nicht nur von ihr gehört. Dann hätte also der Autor selbst sich mit dem ersten Satz an den Leser gewandt und danach, so nimmt man an, hat er diese traurige Geschichte aus dem Blickwinkel und mit den Worten desjenigen, der sie ihm geschildert hat, erzählt. Aber weit gefehlt! Nachdem man die ganze Geschichte zu Ende gelesen hat, findet sich - zumindest in meiner Ausgabe - ein Brief des Autors an seine damalige Lebensgefährtin, in der er erwähnt, dass ein anderer an der Geschichte Beteiligter sie ihm erzählt habe. Und man möchte den Autor fragen, wenn nun dieser Eine dir seine Sicht der Dinge geschildert hat, warum hast du dann die ganze Geschichte aus dem Blickwinkel eines anderen, den du vermutlich niemals kennen gelernt hast, erzählt? Natürlich ist diese Frage schon allein deswegen unsinnig, weil der Autor 1939 verstorben, also nicht mehr in der Lage ist, sie zu beantworten. Lebte er noch, würde er vielleicht sagen, ich wählte als Erzähler denjenigen, der mir als der Geeignetste erschien. 

    Was soll ich sonst noch über diese Geschichte sagen? Es wird betrogen, gelogen, geheuchelt und gestorben. Und auch sonst gibt es manches zu Lachen. Am Ende läßt der Autor seinen Erzähler folgendes begreifen: 

    „Die Gesellschaft muss bestehen bleiben, vermute ich, und die Gesellschaft kann nur am Leben bleiben, wenn die Normalen, … Tugendhaften, … ein wenig Verschlagenen gedeihen und wenn die Leidenschaftlichen, …Eigenwilligen und die allzu Wahrhaftigen … verdammt werden.“ 

    Das ist ein bedenkenswerter Satz, der die Realität vermutlich ganz gut beschreibt, ob im Jahre 1915 oder auch heute.

  16. Cover des Buches HexenHimmel: Fataler Seitensprung (ISBN: B078SHPZFV)
    Eckhard Blenkle

    HexenHimmel: Fataler Seitensprung

    (12)
    Aktuelle Rezension von: michabe
    Dieter ein normaler verheirateter Lehrer der eigentlich Glücklich war, lässt sich auf einen Seitensprung mit Claudia einer Kollegin ein. So Glücklich kann er aber doch nicht gewesen sein in seiner Ehe, sonst wäre das wohl alles nicht passiert. Es war mehr wie ein Seitensprung eher eine unglückliche Affäre, mit einem Ende das keiner Voraussehen konnte. Auch als Leser nicht, das Buch war gut und einfach zu Lesen, man wollte dranbleiben und unbedingt wissen wie es weitergeht.
  17. Cover des Buches Bis nächstes Jahr im Frühling (ISBN: 9783446263680)
    Hiromi Kawakami

    Bis nächstes Jahr im Frühling

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Noyuris Mann möchte sich von ihr trennen. Die Ehe ist eingeschlafen. Takuya hat eine Affäre. Davon erfährt Noyuri durch einen anonymen Anruf. Dass die Ehe keine Achterbahnfahrt der Gefühle ist, das weiß auch Noyuri, seltsamerweise jedoch findet sie in der Tristesse und unspektakulären Routine dieser Ehe eine Art Geborgenheit. Daher möchte sie sich eigentlich auch gar nicht von Takuya trennen, sucht aber auch nicht das klärende Gespräch mit ihm. Alles driftet weiterhin so ein wenig vor sich hin.
    Lediglich mit ihrem Onkel Makoto redet Noyuri einigermaßen offen, zumal er auch eine Art Referenz für sie ist, denn auch er hatte mal eine Affäre, die er aber zugunsten seiner Ehe beendet hat. Makoto ist es auch, der ihr eine Stelle in einer Arztpraxis vermittelt, die eine erste Station auf dem Weg in eine Selbstständigkeit ist, der Noyuri sich noch nicht richtig gewachsen fühlt.

    Hiromi Kawakamis Roman hat kein unbedingtes Ziel, ist aber eine Reise. Als Leser fragt man sich, warum Noyuri sich selbst so in dieser Konstellation verhaftet und sich damit Möglichkeiten zur Selbstentfaltung nimmt, und doch ist ihr Charakter – überraschend in Anbetracht der Umstände - mir beim Lesen nie nervig geworden. In den Zeilen dieser Geschichte zeigt sich die Unsicherheit der eigenen Gefühle und dem, was man im Leben möchte ohne belehrend zu sein. Zu keinem Zeitpunkt des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Ereignisse des Romans in eine bestimmte Richtung laufen müssten, und fühlte mich dennoch sehr gut unterhalten. Dieses Buch ist eine Reise, auf die man sich einlassen sollte.

  18. Cover des Buches Wenn die Liebe hinfällt (ISBN: 9783462046397)
    Luisa Buresch

    Wenn die Liebe hinfällt

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    Alia, eine junge Frau und Mutter Mitte dreißig, ist mitten im Abschlussprüfungsstress als sie von ihrer großen Liebe Leander von heute auf morgen ohne Vorwarnung wegen einer anderen Frau verlassen wird. Wie wird man damit fertig, wenn einem derart der Boden unter den Füßen weggezogen wird? Alia kämpft für ihre Liebe, kämpft um Leander. Sie ist bereit zu verzeihen, ringt um Verständnis. Es geht Alia so schlecht, dass sie die Prüfungen verschieben und ein Urlaubssemester einlegen muss. Ein Nachbar von derselben Etage, Kolja, kümmert sich und hilft ihr. Im Grunde ist es Liebe auf den ersten Blick zwischen den beiden. Aber beide wissen es erstmal nicht. Alia ist immernoch auf ihren Leander fixiert, wünscht sich, dass alle wird wie früher wird. Kolja lebt mit Kim zusammen, einer amerikanischen Stewardess. Nach einiger Zeit will Leander tatsächlich wieder zu Alia zurück. Aber die Liebe ist angeschlagen. Es ist einfach nicht mehr dasselbe. Dennoch lässt sich Alia darauf ein und hofft, dass es früher oder später wieder wie früher werden kann. Bis sie Kolja wieder über den Weg läuft und völlig neue Gefühle in ihr entstehen.

    Alia ist eine moderne junge Frau, die ehrlich zu sich selbst ist. Sie ist kein Mensch, der sich schnell verliebt und so ist es für sie etwas wirklich Besonderes, als sie Leander, den Musiker und Kneipenbesitzer kennenlernt. Es läuft richtig gut zwischen den beiden. Ihre Liebe wird gekrönt von einer kleinen Tochter Katie, für die sie liebevolle Eltern sind. Alia hat mit Anfang dreißig ein Studium begonnen. In der Zeit der Abschlussprüfungen gerät die Beziehung in eine Krise. Alia ist alles ein bisschen zuviel. Sie kämpft darum, zwischen Kinderbetreuung, Haushalt, Studium und Mann klarzukommen. Leander hat wenig Einfühlungsvermögen, Alia fühlt sich bedrängt. Sie bittet Leander um verübergehenden Abstand. Sie hat deswegen Schuldgefühle. Aber Leander hat sich schon anderweitig getröstet. Ohne mit der Wimper zu zucken, und ohne sich weiter um Alia zu kümmern, verlässt er sie. Alia hatte eigentlich auf Entspannung der Sitation gehofft, doch jetzt schlägt alles über ihr zusammen. Wie sehr es wehtut, wenn man auf diese Weise im Stich gelassen wird, wird sehr eindrucksvoll geschildert. Sie kann es nicht fassen, es zerreißt ihr das Herz. Deshalb tut Alia alles, auch die entwürdigendsten Dinge, in der Hoffnung, die Geschichte zu wenden. Sie hat Beistand in ihren Freundinnen und in ihrem Nachbarn Kolja, der sich um sie kümmert und ihr hilft. Als sie erkennt, dass Leander sie auch weiterhin verletzen wird, ändert sie die Strategie. Sie will ihr Leben allein in die Hand nehmen und ohne Leander auskommen. Das ist ein sehr schmerzhafter und langwieriger Prozess, der aber auch viel Neues und viel Gutes mit sich bringt. Als Leander wieder zu Alia zurückkommt, ist er nicht mehr bedingungslos willkommen. Der Lack ist ab von der Liebe. Er soll sich um sie bemühen.

    Das Buch ist ein Porträt einer Frau mit den Alltagsproblemen unserer Zeit. Der Schreibstil ist an manchen Stellen ein wenig langatmig, im Großen und Ganzen aber locker und leicht lesbar. Großartig ist die Selbstironie, mit der die Protagonistin manch peinliche Situation übersteht.

  19. Cover des Buches Only One Note (ISBN: 9783741302510)
    Anne Goldberg

    Only One Note

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Nell und Charles sind seit ihrer Schulzeit unzertrennlich. 14 gemeinsame Jahre liegen hinter ihnen, bis Charles die Beziehung auf´s Spiel setzt. An diesem Punkt steigt der Plot ein. Und viel mehr kann man zum Inhalt des Buches auch gar nicht verraten, um dem Spannungsbogen nicht vorzugreifen.

    Ohne Zweifel lässt sich sagen, dass dieser Teil der Trilogie der emotional härteste ist. Er hat mich zum Weinen gebracht und man sollte ihn keinesfalls lesen, wenn man ein leichtes Buch für zwischendurch sucht.

    Den Aufbau des Buches fand ich zunächst ungewöhnlich und gerade deshalb gut, denn es kommt ja eher selten vor, dass in diesem Genre aus der männlichen Perspektive erzählt wird. Und es ist auch ungewöhnlich, dass ein Buch an der kaputtesten Stelle einer Beziehung beginnt und nicht am Anfang einer Beziehung. Auch die Überschriften der einzelnen Kapitel scheinen erstmal verwirrend, erschließen sich einem aber gegen Ende des Buches.

    Es gibt mit Chris und Sadie zwei besonders starke und wichtige Nebencharaktere und jede einzelne der Personen erwacht wirklich zum Leben.

    Es ist ein sehr besonderes Buch, es ist aber auch ein sehr sehr hartes Buch. Es ist real und überraschend und erinnert einen mit der vollen Breitseite an die wirklich wichtigen Dinge. Und auf jeden Fall ist es ein 5-Sterne-Buch!

  20. Cover des Buches Zeit für Eisblumen (ISBN: 9783499269868)
    Katrin Koppold

    Zeit für Eisblumen

    (176)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch, " Zeit der Eisblumen", von der Autorin Katrin Koppold, handelt von Fee. Nach der Geburt ihres Sohnes läuft ihr Leben aus den Fugen. Der Alltag und der Job fühlen sich für sie stressiger an. Von ihrem Freund erhält sie keine Unterstützung. Geht er ihr sogar fremd oder sind die Indizien falsch? Fee unternimmt mit ihre Mutter Milla und ihrem Sohn daraufhin eine Reise nach Irland. Dort macht sie sich auf die Suche nach David. Sie kennt ihn noch von früher. Können alte Gefühle wiederkehren oder sind sie nur Freunde?

    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt. Es endet mit einem Epilog. Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Fee´s Sichtweise geschrieben.

    Mein Fazit:

    Das Buch ist in einem leichten und flüssigen Schreibstil geschrieben. Die Charaktere und Umgebungen sind gut beschrieben.  Irland wirkt nur extrem grau und trist in dem Buch. Der Anfang war für mich sehr langatmig und hat sich gezogen. Viele Gedankengänge werden häufig  wiederholt.  Am Ende passierte dann viel Schlag auf Schlag.  Den Epilog empfand ich als rund. Dennoch ließ er für mich einige Fragen über Fee´s Zukunft offen.

  21. Cover des Buches Die Tote ohne Namen (ISBN: 9783311155355)
    Patricia Cornwell

    Die Tote ohne Namen

    (259)
    Aktuelle Rezension von: SusanneK

    Das Buch „Die Tote ohne Namen" von Patricia Cornwell hält Kay Scarpetta auf Trab. Sie verfolgt Temple Gault, einen Serienmörder, der in New York zuschlägt, aber eigentlich auf der Suche nach einer Konfrontation mit ihr ist. Unterstützung im Kampf gegen den intelligenten Täter, der sich auch Unterstützung gesucht hat, erhält die Gerichtsmedizinerin wie gewohnt von Marino, Wesley und Lucy.

    Cornwell hat wieder einen Pageturner geschaffen:

    - Sprachlich ist es ein Lesevergnügen - kurze Sätze, viel Dialog, bildhafte Beschreibungen.

    - Die inneren Konflikte und Dämonen der Hauptfiguren sind toll ausgearbeitet. Ihre Spannungen untereinander werden fast greifbar und sind nachvollziehbar für den Leser.

    - Die Handlung bleibt nie stehen, sondern geht immer vorwärts. Entweder, weil wieder ein Mord passiert und der Temple Gault zugeschlagen hat. Oder weil die Polizei/FBI/Scarpette einen Schritt weiterkommen und das nächste Indiz gefunden haben.

    - Das unweigerliche Finale zwischen Gault und Scarpetta förmlich spüren kann und gespannt ist, wie Scarpette es schafft, dieses zu lösen. Am Ende zeigt sich, dass das die Frauen ungewöhnliche Lösungen parat haben.

    Für mich einer der besten Thriller in letzter Zeit, dessen Spannung ich erlegen bin und den ich entspannt an einem Wochenende gelesen habe.

  22. Cover des Buches Die Affäre (ISBN: B0C65R27L5)
    Jill Childs

    Die Affäre

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Gatita

    Eigentlich eine interessante Idee und auch fast durchgehend spannend. Allerdings ist es auch irgendwie wirr und am Ende fragt man sich schon: Wozu das Ganze? Also ja, mir ist die Intention der Protagonisten durchaus bewusst, aber so wirklich durchdacht ist das Ganze dann doch nicht. Apropos Protagonisten: Die sind alle wahnsinnig unsympathisch. Besonders bei Helen kommt man nicht umhin sich zu fragen, was mit ihr nicht stimmt. 


    Gibt nichtsdestotrotz schlechtere Bücher - aber auch weitaus bessere. 

  23. Cover des Buches Sternschnuppen (ISBN: B004WPHQJ2)
    Anne Hertz

    Sternschnuppen

    (345)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    Svenja tritt in Hamburg ihre neue Stelle als Direktorin im renommierten Fürstenberg-Hotel an. Dort erfährt sie völlig überraschend: Sie ist schwanger. Mit Zwillingen! Und ihren Freund, der eigentlich nachziehen wollte, erwischt sie in flagranti beim Seitensprung. So verwandelt sich Svenjas straff organisiertes Leben in einen leibhaftigen Wirbelsturm. Und dann kreuzt sich ihr Weg immer wieder mit Alexej, der so gar nicht zu ihrem Lebensentwurf passt, für den sie aber allmählich Gefühle zu entwickeln beginnt. Wie soll sie all das nur unter einen Hut bringen?

    Fazit: Wer den Klappentext gelesen hat, weiß, was ihn erwartet: Bei „Sternschnuppen“ handelt es sich um eine kurzweilige, leichte Lektüre. Der Roman liest sich, insbesondere am Anfang, unterhaltsam und süffisant, was unter anderem dem eingängigen, unaufdringlichen Schreibstil zu verdanken ist. Für mich war die lustige E-Mail-Korrespondenz der Hotel-Belegschaft mit den damit verbundenen, sozialen Verflechtungen ein Lichtblick. Mit Überraschungen braucht der Leser hingegen nicht zu rechnen (siehe Klappentext). Allerdings vermochte ich am Ende nicht zu sagen, was der Roman ursprünglich sein wollte: Eine Liebes-Komödie? Eine Tragödie mit Happy-End? Eine Hotellerie-Persiflage? Oder doch eher eine Gesellschaftskritik im Sinne der Emanzipation? Von alledem sind Ansätze erkennbar, von denen sich leider keiner richtig entfalten konnte, weil sich diese gegenseitig im Wege stehen. Da wäre mehr drin gewesen, wenn das Autorinnen-Schwestern-Duo die eigentliche Essenz der Geschichte besser herausgearbeitet hätte. Und sich auf ein Happy-End verständigt hätte, dass nicht nur den Blick durch die rosa Brille erlaubt.


  24. Cover des Buches Lust auf dich (ISBN: 9783257243383)
    Fabio Volo

    Lust auf dich

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Elena ist jung und eigentlich glücklich vergeben. Eigentlich. Schon lange sehnt sie sich nach etwas, dass ihr Partner nicht geben kann und als dann plötzlich ein Fremder auftaucht, wird etwas in ihr ausgelöst, dass sie nicht gekannt hatte bisher und das alles auf den Kopf stellt und wie eine zweite Person in ihr hervor holt, die sie aber gerne mag. 

    Fabio Volo schafft es immer wieder Sätze voller Gefühl zu zaubern und auch der erotische Aspekt dieser Geschichte ist sehr prickelnd.


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