Bücher mit dem Tag "selbständigkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "selbständigkeit" gekennzeichnet haben.

28 Bücher

  1. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

    (948)
    Aktuelle Rezension von: Meazostro

    Hermann Hesse schätze ich sehr, als Mensch aber auch als Autor. Es überrascht mich dabei immer wieder aufs neue, wie er seinen Schreibstiel den inhaltlichen Gegebenheiten eines Buches anpasst, ohne dabei etwas von seiner einfachen und stringenten Sprache einzubüßen, die sich sehr flüssig lesen lässt. Siddharta ist nur ein kleines Büchlein, aber das weltweit erfolgreichste und bekannteste Werk von Hesse, worin er seine eigene Auseinandersetzung mit den buddhistischen Lehren verarbeitet und aus westlicher Perspektive einen Lebensweg auf der Suche nach Erleuchtung und dem Sinn des Lebens nachzeichnet. Eine durchgehende Thematik bleibt dabei auch die eigene Erfahrungswelt von Siddharta, dem Hauptcharakter, der sich in verschiedene Situationen begibt um nicht in der Theorie zu verbleiben und seine eigenen Lehren aus der Praxis zu ziehen. Dabei zeigt er sich als allzu menschlich, indem er immer wieder in Sackgassen gerät oder Fehler aus der Vergangenheit wiederholt die er selbst zuvor verurteilte. Dies weißt wiederum auf Hesses eigene Verarbeitung der buddhistischen Lehre hin, da er damit den klassischen Erleuchtungsweg konterkarikiert. Was sich philosophisch hochtrabend anmutet ist die Idee, die aufgrund des inhaltlichen Fokussierens der Erlebniswelt sprachlich treffend auf eine poetische Erzählweise setzt und welche zum Prüfstein der Geschichte wird. So gilt Siddharta gemeinhin als Hesses "schönstes" Werk.
    Gerade das war mir aber zu wenig, vielleicht hatte ich aufgrund des ihm vorauseilenden Rufes eine zu hohe Erwartung an das Buch. Aber die bloße Ästhetik kann mich nicht davon überzeugen, dass Siddharta ein besonders kluger, reflektierter oder besonnener Mann wäre, wenn er erst nach dem jahrelangen verharren in eine Situation mal über seine eigene Stellung darin nachdenkt. Ich würde sagen, wenn dass kleine Büchlein das Leben des Siddharta in seinen größten Teilen darstellt, hat der Mann recht wenig gedacht und recht wenig erlebt. Als ein Erfahrungsreicher Weiser präsentiert er sich jedoch den anderen Charakteren, was ihn für mich über fast die gesamte Strecke zum absoluten Unsymphat gemacht hat. So kam leider auch von der weltlichen Schönheit und der glaubhaften Erfahrungsreise dann doch recht wenig bei mir an. Froh über die Anregungen sei der, der in dem Werk Hesses mehr finden kann als ich, denn es ist zumindest theoretisch ein Meilenstein deutscher Literatur.

  2. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

    (754)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    In „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?

    Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.

  3. Cover des Buches Hardwired - verführt (ISBN: 9783736301245)
    Meredith Wild

    Hardwired - verführt

    (582)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover ist schlicht, aber trotzdem ein echter Blickfang – es macht sofort neugierig auf die Geschichte.

    Und was soll ich sagen? Diese Story ist einfach hot! Blake ist der Inbegriff eines attraktiven, selbstbewussten Mannes – arrogant, dominant und absolut zielstrebig. Sein Fokus liegt ganz klar auf Erica, und die Chemie zwischen den beiden ist einfach elektrisierend. Sie passen perfekt zusammen und sorgen für jede Menge Spannung und Emotion.

    Auch die Nebenfiguren bringen Tiefe und machen die Geschichte lebendig. Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man mühelos in die Handlung eintauchen kann. Das Setting rundet das Ganze wunderbar ab.

    Ein fesselnder, leidenschaftlicher Roman, den man in einem Rutsch durchlesen möchte!

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

  4. Cover des Buches Sterben (ISBN: 9783442749577)
    Karl Ove Knausgård

    Sterben

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Chrischi_W

    Die Themen, die in diesem Buch zur Sprache kommen, wie sie erzählt werden, haben mich intensiv berührt. Knausgards Erzählstil und die teilweise ausschweifenden Beschreibungen sorgten für außergewöhnliche Lesestunden und lassen das Buch noch lange nachwirken. Eine Entdeckung von besonderer Qualität. 

  5. Cover des Buches Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg (ISBN: 9783492311298)
    Jenny Colgan

    Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

    (220)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Jenny Colgan greift ganz tief in die Trendkiste: Sommer und irgendetwas mit einem kleinen Laden, dazu eine Prise Strand und ein niedliches Tier. All das im Titel oder auf dem Cover. Oh Wunder, dass es dabei auch noch um eine Frau mit dem niedlichen Namen Polly geht, die in ihrer Bäckerei zauberhaftes Gebäck zusammenmischt wie die Autorin einen Unterhaltungsroman. Und was soll man sagen? Nicht nur Pollys Gebäck wird zauberhaft, auch der Roman ist es.

    Dabei ist der Start doch etwas holprig, was einerseits dem übertriebenen Anthropomorphismus in Bezug auf den Papageientaucher Neil, andererseits der Tatsache, dass etwas zu viele Probleme auf einmal aufgeworfen werden. Das alles aufzulösen braucht dann die Länge des ganzes Buches, obwohl es der Spannung gut getan hätte, nicht alles im dramatischen Finale zu verarbeiten.

    Die Figuren sind witzig und liebevoll gezeichnet, die Kulisse malerisch und überhaupt ist das ganze Buch wie eine große Hängematte, in die man sich hineinlegen und durch den Sommer träumen kann. Eine gelungene Fortsetzung des ersten Buches, wenn auch ein kleines bisschen weniger magisch.

  6. Cover des Buches Meine wundervolle Buchhandlung (ISBN: 9783832164553)
    Petra Hartlieb

    Meine wundervolle Buchhandlung

    (328)
    Aktuelle Rezension von: nessabo

    Dieses Buch empfand ich als eine echte Umarmung - nicht nur als Buchliebende, sondern auch als Teehändlerin, der der unabhängige Einzelhandel am Herzen liegt. Diese Orte haben eine ganz besondere Wichtigkeit und sind innerhalb eines kapitalistischen Systems für mich langfristig die einzige Option, um diese Wirtschaftsform lebenswert zu gestalten.

    Petra Hartlieb erzählt in ihrem Roman sehr flüssig und mit nüchternem Humor von ihrem Leben als Buchhändlerin - und von allem, was auf dem Weg dahin passierte. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass mir ihre Privilegiertheit ein wenig zu unreflektiert behandelt wurde. So gut vernetzt, dass der Bekanntenkreis mal eben eine fünfstellige Summe leihen kann oder so gut situiert, dass Kredite relativ problemlos vergeben werden, sind wohl nur wenige Menschen.

    Abgesehen davon spricht Hartlieb aber über vielfältige Themen, schneidet die Problematik des großen A* deutlich an und gibt uns einen ehrlichen Einblick in den unabhängigen Einzelhandel - mit allen Absurditäten und Liebenswürdigkeiten. Ganz klar getragen wird die Geschichte nämlich auch von den Menschen der Buchhandlung. Ob Kund*in oder Händler*in - hier werden sicher viele eine sanfte Erinnerung daran erhalten, dass wir nun einmal soziale Wesen sind und Freundlichkeit sowie Hilfsbereitschaft von unermesslichem Wert. Wie in Hartliebs Buchhandlung ausgeholfen wird, kam mir manchmal fast unglaubwürdig vor, aber ich möchte sehr gern daran glauben, dass es dieses Maß an Unterstützung gibt.

    Bei den Schilderungen zum Weihnachtsgeschäft haben mir direkt die Füße geschmerzt, aber diese Ambivalenz von Erschöpfung und großer Verbundenheit durch das gemeinsame Arbeiten und viele tolle Begegnungen trifft es für mich auf den Punkt. Ich habe die Geschichte also sehr genossen und wurde neben einigen Lachern auch einfach exzellent unterhalten.

    4,5 ⭐️

  7. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Tina Dreher

    Die Leopardin

    (356)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Es geht um die Britische Agentin Flick, die unter widrigen Umständen mit ihrem Team eine entscheidende deutsche Fernmeldezentrale in Frankreich zerstören soll. Doch dabei ist ihr der deutsche Dieter Franck immer scharf auf der Spur.


    Es ist super spannend geschrieben und auch einfallsreich, über welche verschiedenen Methoden Verfolger abgehängt, Dinge verborgen und Ziele erreicht wurden. Natürlich wirkt es besonders an einigen Stellen unrealistisch, wie viel Glück im Spiel ist, doch das fällt nicht wirklich auf. Es ist vor allem aber auch interessant, wie viel Recherche dahinter steckt. Über die Technik die verbaut ist, die Waffen, die Flugzeuge und den ganzen Ablauf von solchen Missionen und alles. Es wirkt dadurch sehr realistisch und könnte genau so in der Realität passiert sein. Für mich sollte ein Buch über eine Spionin genau so sein.

  8. Cover des Buches Miss Ellie meistert das Leben (ISBN: 9783442486663)
    Frances Maynard

    Miss Ellie meistert das Leben

    (22)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Elvira Carr ist 27 Jahre alt und lebt bei ihrer Mutter Agnes, ihr Vater ist bereits verstorben. Als Agnes einen Schlaganfall erleidet und letztlich ins Pflegeheim muss, ist Ellie zum ersten Mal in ihrem Leben auf sich allein gestellt, was in ihrem Alter nicht weiter ungewöhnlich ist, aber Ellie ist Autistin. Ihr fällt es schwer, Emotionen zu zeigen und einzuordnen, zu kommunizieren und die "normalen" Menschen zu verstehen. Sie hat keinen Sinn für Ironie oder Redewendungen und nimmt jedes Wort für bare Münze. Ellie hat nach der Schule keinen Beruf erlernt und war seitdem rund um die Uhr mit der Betreuung ihrer körperlich gebrechlichen Mutter beschäftigt. Diese hat Ellie nicht viel zugetraut und ihre Entfaltungsmöglichkeiten - auch aus Schutz vor Anfeindungen - stark eingeschränkt. Ellie kennt das wirkliche Leben nicht, denn weiter bis zum Supermarkt ist sie kaum gekommen.

    Aus Angst, selbst in ein Heim zu müssen, strengt sich Ellie an, ein eigenständiges, selbstständiges Leben zu führen und stellt für sich sieben Regeln auf, die ihr den Umgang mit anderen Menschen erleichtern sollen, um nicht unangenehm aufzufallen. Hilfe erhält sie von ihrer Nachbarin Sylvia, die die Carrs schon lange kennt und Ellie mit Rat und Tat zur Seite steht. Ellie wagt es sodann aus sich herauszugehen und nimmt sogar ein Ehrenamt in einem Tierpark an.
    Auch wenn sie immer wieder auf Schwierigkeiten stößt, andere vor den Kopf stößt und selbst vom Verhalten der "normalen" Menschen irritiert ist, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie stellt sich selbst zudem Fragen, auf die sie noch keine Antworten bekommen hat, denn das Verhältnis ihrer Eltern konnte sie nicht begreifen und auch welches Geheimnis ihr Vater verbarg, ist ihr bisher schleierhaft.

    "Wie Ellie Carr zu Leben lernt" ist der passende Titel, denn er fasst den Inhalt des Romans treffend zusammen. Ellie ist Autistin, deshalb aber nicht weniger intelligent als andere Menschen. Sie hat Probleme mit dem Sozialverhalten und dem Umgang mit anderen Menschen. Diese Schwierigkeiten werden durch diverse Beispiele aus ihrem Alltag anschaulich geschildert. Auch wenn man sich nicht wirklich in Ellies Denkweise hineinversetzen kann, ist es von außen betrachtet nachvollziehbar, weshalb die soziale Interaktion mit anderen gestört ist und sich Ellie in Gesellschaft unbeholfen und unsicher fühlt. Selbst wenn sie sich anstrengt, genau das Richtige zu tun, macht sie Fehler, mit denen sie nicht gerechnet hat.

    Ihre Mutter wird als unsympathisch und herrisch dargestellt, die ihre Tochter unterdrückt und von der Außenwelt abgeschottet hat. Durch Ellies Erlebnisse und Erinnerungen muss jedoch auch in Betracht gezogen werden, dass sie Ellie vor Fettnäpfchen bewahren und vor Verletzungen schützen wollte. Dennoch wirkt sie verbittert und als würde sie Ellie für ihr Schicksal verantwortlich machen.

    Die Geschichte ist etwas spröde, zu nüchtern und wenig lebendig. Das Leben eines autistischen Menschen wird dabei plakativ dargestellt. Ähnlich wie in einem Ratgeber werden typische Probleme von Autisten aneinandergereiht, um diese Entwicklungsstörung anderen Menschen näher zu bringen und Verständnis dafür aufzubringen. Die Gedanken von Ellie wiederholen sich, auch werden immer wieder in den Dialogen aufgesetzt Redewendungen verwendet, die künstlich für Probleme sorgen. Auf die Dauer ist Ellie enervierend begriffsstutzig und gutgläubig und der Roman entwickelt sich nach dem Einschnitt zu Beginn nicht wirklich weiter. Ellie macht, nachdem sie sich mit dem Alleinleben arrangiert hat, keine entscheidende persönliche Entwicklung mehr durch. Die Aufdeckung des Geheimnisses des Vaters hätte der Geschichte einen neuen Impuls verleihen können, sein Handeln wirkte jedoch unglaubwürdig und arg konstruiert. Die Aufklärung dieser Räuberpistole wird durch die Unbeholfenheit Ellies zäh in die Länge gezogen.
    Ich habe schon mehrere Bücher über Autisten gelesen, aber bei diesem fehlte mir der Charme. Ein wenig Spannung kam durch Ellies Überlegungen hinsichtlich des Geheimnisses ihres Vaters auf, dennoch fehlte es dem Roman an fesselnden Momenten, Dramatik und Witz.

  9. Cover des Buches Die Möwe Jonathan (ISBN: 9783550202452)
    Richard Bach

    Die Möwe Jonathan

    (223)
    Aktuelle Rezension von: Shimona

    Philosophisch wertvoll und eine Motivation dafür, den eigenen Weg zu gehen, unabhängig von den Meinungen anderer. Den Sinn des Lebens auf liebevolle Art erklärt. Lebenslanges Lernen und Weitergeben des Gelernten als Notwendigkeit. Damit schließt sich der Kreis des Lebens. Das ewige Einerlei steht der Bewegung des Lebens gegenüber.

  10. Cover des Buches Only Margo (ISBN: 9783753001036)
    Rufi Thorpe

    Only Margo

    (159)
    Aktuelle Rezension von: MelinaSchnoor

    Am Anfang dachte ich hmm 🧐 ob das so meins ist? Hätte ich mir das Buch selber gekauft? Im Nachhinein bin ich unendlich dankbar, beim @bookish.christmas Event mitgemacht zu haben, und dieses Buch lesen durfte, denn ich fand das Buch so gut! 🥰 


    Ich habe Margo als Protagonistin direkt in mein Herz geschlossen. Okey, am Anfang musste ich mich an die Erzählperspektive gewöhnen, aber ihre Art und generell ihre Figur war schön und authentisch beschrieben. Ich konnte mitfühlen und es war für mich auch alles gut nachvollziehbar. Vor allem fand ich das Thema mit OF sehr interessant, da ich mich persönlich noch nie damit auseinandergesetzt habe 😅 


    Generell ist das Buch sehr tiefgründig und auch unterhaltsam geschrieben. Der Schreibstil einfach und verständlich. 


    Wer also noch auf der Suche nach einem Buch ist mit Höhen und Tiefen, aber auch zum mitfiebern einlädt: ist hier definitiv aufgehoben 🥰 

  11. Cover des Buches Bella Clara (Die Jahrhundertwind-Trilogie 3) (ISBN: 9783548062280)
    Petra Durst-Benning

    Bella Clara (Die Jahrhundertwind-Trilogie 3)

    (101)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Clara ist eine Apothekertochter und wagt es, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Es ist nicht einfach, aber sie kann die Erniedrigungen und Schläge einfach nicht mehr ertragen. Deshalb tut sie so, als sei sie eine Ehebrecherin um sich endlich trennen zu können. Leider spricht das Gericht die beiden Kinder ihrem Ex-Mann zu. Clara ist am Boden, aber findet Unterschlupf bei einer Freundin am Bodensee. Friedrichshafen ist eine wunderschöne Stadt und empfängt Clara mit offenen Armen und bald findet die junge Frau in einer Apotheke eine Anstellung und fängt an, Cremes zu kreieren und verzaubert mit ihren Düften die Menschen. Als dann auch noch ein neuer Mann in ihr Leben tritt, wähnt sie sich glücklich, aber es ist noch ein langer Weg... Es ist kein schlechtes Buch, aber sehr vorhersehbar und man weiß eigentlich immer was als nächstes kommt. Dies ist nicht immer falsch, aber hier ermüdet es doch. Petra Durst-Benning hat eine große Fanbase und das ist auch gut so, denn jede Literatur hat ihre Berechtigung, aber mir ist es doch zu seicht und als gebundenes Buch viel zu teuer. Die Beschreibungen vom Bodensee sind toll und auch gibt es ein paar tolle Momente und Figuren im Buch, aber insgesamt ist diese Liegestuhl Lektüre nicht mein Fall. Aber es ist ja immer Geschmacksache. Übrigens habe ich erst am Schluß gelesen, dass es der dritte Band ist. Habe ich überhaupt nicht bemerkt, tut der Lektüre keinen Abbruch.

  12. Cover des Buches Bis nächstes Jahr im Frühling (ISBN: 9783446263680)
    Hiromi Kawakami

    Bis nächstes Jahr im Frühling

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Noyuris Mann möchte sich von ihr trennen. Die Ehe ist eingeschlafen. Takuya hat eine Affäre. Davon erfährt Noyuri durch einen anonymen Anruf. Dass die Ehe keine Achterbahnfahrt der Gefühle ist, das weiß auch Noyuri, seltsamerweise jedoch findet sie in der Tristesse und unspektakulären Routine dieser Ehe eine Art Geborgenheit. Daher möchte sie sich eigentlich auch gar nicht von Takuya trennen, sucht aber auch nicht das klärende Gespräch mit ihm. Alles driftet weiterhin so ein wenig vor sich hin.
    Lediglich mit ihrem Onkel Makoto redet Noyuri einigermaßen offen, zumal er auch eine Art Referenz für sie ist, denn auch er hatte mal eine Affäre, die er aber zugunsten seiner Ehe beendet hat. Makoto ist es auch, der ihr eine Stelle in einer Arztpraxis vermittelt, die eine erste Station auf dem Weg in eine Selbstständigkeit ist, der Noyuri sich noch nicht richtig gewachsen fühlt.

    Hiromi Kawakamis Roman hat kein unbedingtes Ziel, ist aber eine Reise. Als Leser fragt man sich, warum Noyuri sich selbst so in dieser Konstellation verhaftet und sich damit Möglichkeiten zur Selbstentfaltung nimmt, und doch ist ihr Charakter – überraschend in Anbetracht der Umstände - mir beim Lesen nie nervig geworden. In den Zeilen dieser Geschichte zeigt sich die Unsicherheit der eigenen Gefühle und dem, was man im Leben möchte ohne belehrend zu sein. Zu keinem Zeitpunkt des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Ereignisse des Romans in eine bestimmte Richtung laufen müssten, und fühlte mich dennoch sehr gut unterhalten. Dieses Buch ist eine Reise, auf die man sich einlassen sollte.

  13. Cover des Buches Ein Brautkleid für fünf (ISBN: 9783957341891)
    Eva Marie Everson

    Ein Brautkleid für fünf

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Smulp777
    Chicago 1950
    5 Frauen teilen sich eine Wohnung und eine Sehnsucht nach der einzigen und wahren Liebe. Während eines Bummels durch die Stadt fassen sie einen spontanen Entschluss: Sie kaufen ein Hochzeitskleid. Dabei schwören sie einen Eid, dass sie es immer an die nächste weiterschicken werden. Jede erlebt dabei ihren eigenen Traum von der wahren Liebe...

    Faszinierend das es auf einer wahren Geschichte beruht und wunderbar zu lesen.
  14. Cover des Buches Das Geheimnis von Sittaford (ISBN: 9783104021751)
    Agatha Christie

    Das Geheimnis von Sittaford

    (67)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.

    Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
    Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.

    Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
    Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere.

  15. Cover des Buches Nicht normal, aber das richtig gut (ISBN: 9783492314282)
    Denise Linke

    Nicht normal, aber das richtig gut

    (14)
    Aktuelle Rezension von: parden

    BEEINDRUCKENDE INNENEINBLICKE...

    Schwer zu sagen, wie viele der kuriosen und komischen Dinge, die ihr im Alltag widerfahren, im Zusammenhang mit ihrer Diagnose stehen - vermutlich viele. Warum Menschen auf sie anders reagieren, kann sich die Studentin und Journalistin erst erklären, als bei der damals 22-Jährigen Asperger diagnostiziert wird. Das Enttäuschendste: Sie kann keinen einzigen Rainman-Trick. Das Schönste: Fast alles andere. Außer den Vorurteilen, gegen die sie angeht. Sie startet ein Crowd-Funding-Projekt und bringt 2014 die Zeitschrift »N#MMER. Magazin für Autisten, AD(H)Sler und Astronauten« heraus, die ein gewaltiges Echo erfährt. In ihrem Buch erzählt sie, wie es ist, sensorisch hochempfindlich durch die Welt zu gehen, und was es bedeutet, Freundschaften zu führen und zu lieben, wenn soziale Interaktionen wie Händeschütteln und das Halten von Blickkontakt Anstrengung kosten. Ihr Leben erscheint darin so reich, intensiv und vielschichtig, dass der Normalo zuweilen neidisch wird. Und begreift, warum sie sich ihre »Ticks« nicht einfach wegtherapieren lassen will. Und dass es gut ist, wenn manche Menschen anders sind. (Verlagsbeschreibung)

    Wer immer schon einmal wissen wollte, was die Besonderheiten in der Wahrnehmung von autistischen und/oder von ADHS betroffenen Menschen sind, der wird hier fündig. Und zwar aus der Innensicht einer Betroffenen. Einer jungen Frau, die erst mit 22 Jahren diagnostiziert wurde. Reizüberflutung und Hyperfokus, die Schwierigkeit bei der Interpretation von Mimik und Gestik sowie die Problematik des Blickkontakts, Hyperaktivität, Impulskontrollstörung und das Wörtlichnehmen von Gesagtem - all dies bekommt hier ein Gesicht. Und zwar ein lebhaftes, das locker flockig schildert, wie das bisherige Leben verlaufen ist - das vor der Diagnose und das seither. 

    Denise Linke bleibt als Autistin nicht in ihrer Situation gefangen, sie versucht anderen zu erklären, wie ihre Welt funktioniert. Sie räumt auf mit alten Vorurteilen. Und sie schildert, was sie für sich als hilfreich erlebt hat - sowohl eigene Handlungsstrategien in stressigen Situationen als auch Institutionen wie in ihrem Fall eine inklusive Gesamtschule. Dort hat sie sich erstmals nicht als "aussätzig" gefühlt,  wurde auf individuelle Bedürfnisse Rücksicht genommen und sich lieber auf die Stärken der Schüler:innen konzentriert als auf die Schwächen. Ein Glücksfall, natürlich, und als Lösung sicherlich nicht auf jedes neurodivergente Kind übertragbar. Aber doch eine Möglichkeit, die andere in ihrer Schulwahl in Betracht ziehen könnten.

    Beeindruckende Inneneinblicke, die die Autorin auch in der von ihr gegründeten Zeitschrift »N#MMER. Magazin für Autisten, AD(H)Sler und Astronauten« gewährte, wobei mit den Astronauten neurotypische Menschen gemeint sind, die mit der Lektüre auf dem "Autismus-Planeten" zu Besuch kommen. Ein solcher Astronaut war ich auch hier - und das gerne... Denn: wer oder was ist schon normal?


    © Parden

  16. Cover des Buches Anfang 40 - Ende offen (ISBN: 9783499272929)
    Franka Bloom

    Anfang 40 - Ende offen

    (68)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Seitensprung mit dem Ex, Beziehung mit einem sehr viel Jüngeren. Eine Existenz, die plötzlich (scheinbar) bedroht wird, durch eine ungeplante Schwangerschaft und der pikanten Frage nach der Vaterschaft.

    Eigentlich war das Buch ganz nett, teilweise etwas langatmig, das Ende etwas zu romantisiert für meinen Geschmack. Es ist sicherlich nett, mal was über Frauen in den 40zigern zu lesen und nicht immer über hippe, junge, gut aussehende Wesen, die auch noch reich sind. Doch irgendwann wirkte die Geschichte fertig, hatte aber noch Seiten übrig.


  17. Cover des Buches Wie Buddha im Gegenwind (ISBN: 9783958891999)
    Gabriela Urban

    Wie Buddha im Gegenwind

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Erwartungen werden komplett enttäuscht, weil der Titel  äußerst irreführend ist. Was Buddha dort zu suchen hat, weiß nur die Marketingabteilung, denn außer ein paar Abreißkalenderweisheiten, kommen tiefgründigere Gedanken nicht vor. Im Gegenteil werden sogar wichtige Erkenntnisse des Buddhismus in den Überlegungen Gabriela Urbans konterkariert. Auch die Suggestion der Weltreise stimmt nicht, da die 22 Länder in unterschiedlichen Zeitabschnitten besucht werden. Und die Kündigung spielt eigentlich auch überhaupt keine Rolle für das Buch oder die Reisen. Letztlich sind es in Buchform gegossene Blogbeiträge. Und so liest es sich auch. Kurze Episoden in „exotischen“ Ländern. Das Abarbeiten der Reise-Bucket-Liste und des Lonely Planet Reiseführers. Jeder hat halt irgendeine persönliche imaginäre Highscore im Kopf. Und wie es sich für Blogbeiträge gehört, sind diese ganz gerne auch mal mit Werbung gespickt (Content-Marketing-Managerin eben). So erfährt man doch recht häufig wie praktisch Google Maps ist. Als wäre das die beste Navigationslösung für Wanderer. Was sie definitiv nicht ist und insofern nur als Werbung verstanden werden kann.

    Attacke aufs Broca-Zentrum

    Ärgerlich oder zumindest irritierend sind einige sprachliche Nachlässigkeiten, die deutlich machen, dass der Verlag an einem vernünftigen Lektorat gespart hat. Das Doppelte-Perfekt mag in der Umgangssprache ja Verwendung finden, in einem Text hat es einfach nichts zu suchen. Und schon gar nicht so oft. Apropos oft. Wenn ich noch einmal das Wort Tuk Tuk lese, schmilzt mein Sprachzentrum. Es gibt so viele mögliche Synonyme und nicht ein einziges wird genutzt. Natürlich ist der Begriff Tuk Tuk irgendwie lustig. Und auf einem Blog, wo jeder Artikel für sich steht, mag das ja auch noch gehen, aber in einem Buch hundertmal Tuk Tuk zu lesen, grenzt an Sprachverweigerung.

    Der Sprachstil ist dabei in Gänze recht limitiert mit ziemlich schlichten Sprachbildern (was sich im Laufe der Kapitel deutlich verbessert). Auch das scheint mir ein Überbleibsel des Blogdaseins zu sein. Was im Internet möglicherweise die Leser*innen bei der Stange hält, ist in Buchform einfach langweilig und unpassend.

    Diese negativen Aspekte des Buches wiegen leider so stark und trüben das Lesevergnügen so sehr, dass mehr als 3 Punkte nicht möglich sind.

    Banale Reiseberichte

    Fans des Blogs mögen das natürlich anders sehen und insgesamt war es ja auch recht unterhaltsam, aber es war eben auch nicht im Ansatz das, was ich erwartet hatte und lesen wollte. Es ist schlichtweg ein Reisetagebuch, wie es sie so viele im Netz gibt. Das Alleinstellungsmerkmal ist dann lediglich das Reisen mit Kind. Ganz sicher eine Herausforderung, keine Frage. Aber mich interessieren kluge Gedanken zu den Reisen, Informationen, die über das Beschreiben des Gesehenen hinausgehen. Letztlich ist es hier nur Unterhaltung – ohne bleibenden Eindruck. Wer nicht mehr möchte, dem wird das Buch dann allerdings sicherlich sogar Freude bereiten. Zumal Gabriela Urban authentisch warmherzig ist und sich mit offenem Herz und Geist auf Menschen und Länder einlässt. Das ist dann auch die größte Stärke am Buch.

    Das allerdings nicht ein einziger Gedanke zu Nachhaltigkeit oder Ökologie seinen Weg ins Buch gefunden hat, finde ich angesichts unzähliger Flugreisen heutzutage als inakzeptabel. Insgesamt verstärkt es einfach den grundlegenden Eindruck, dass hier jemand seinem Ego aus schlicht hedonistischem Interesse folgt. Vielleicht liegt auch das am Bloggen. Der Blogger ist die Marke und so ist jeder Artikel, jedes Kapitel auch immer Imagebuilding.

  18. Cover des Buches Panic Room, Film-Tie-In (ISBN: 9783426622254)
    James Ellison

    Panic Room, Film-Tie-In

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Das Buch zu dem gleichnamigen Film von David Fincher, Altman Mutter mit Tochter beziehen ein neues Haus an der Upper West Side in New York, nachdem der Göttergatte mit einem jüngeren Flittchen das Weite gesucht hat. Geld spielt keine Rolle, da darf es auch so eine Luxushütte sein. Gleich in der ersten Nacht stellen sich drei Gangster ein, die etwas Verborgenes im Haus "mopsen" wollen, das sich unglücklicherweise in besagtem Panikzimmer befindet... Die Charakterbeschreibungen der Gangster sind gelungen und hieven das Bauch über das Thriller-Genre-Mittelmaß.

  19. Cover des Buches Sophies abenteuerliche Afrikareise (ISBN: 9783869548432)
    Ursula Häbich

    Sophies abenteuerliche Afrikareise

    (6)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    Die Adventsbotschaft

    „Sophie freute sich auf die Advents- und Weihnachtszeit. Sie hatte viele Wünsche und tausend Ideen. Es sollte die beste Zeit ihres Lebens werden, es kam aber alles anders als gedacht.“

    Vater und Mutter Stein staunen, als ihnen ihre kleine Tochter eine lange Liste mit vierundzwanzig Wünschen vorlegt, mit einem Wunsch für jeden einzelnen Tag der Adventszeit. Während der Vater angesichts der rosafarbenen Wunschliste von Sophie schmunzelt, kontert die Mutter geschickt und verfasst ihrerseits vierundzwanzig kleine Zettel mit Botschaften für ihre naseweise Tochter.

    Diese vierundzwanzig Botschaften sind nicht nur eine riesengroße Überraschung für Sophie, sie bringen der Familie Stein auch eine Menge Spannung, Abenteuer und ganz viel Freude in die Adventszeit. Die Ideen und Anregungen von Mutter Stein sind originell und lehrreich. Sophie lernt dabei beispielsweise eine Menge über christliche Nächstenliebe, Gastfreundschaft, das Prinzip des Teilens und die Erkenntnis, dass geteilte Freude doppelte Freude bedeutet. Sie macht die Erfahrung, dass Menschen oft ganz anders sind, als man nach dem ersten Eindruck vermutet und wird durch die ihr gestellten Aufgaben ein kleines Stück selbständiger und eigenverantwortlicher. Das kleine Mädchen bemerkt zum ersten Mal die Einzigartigkeit eines behinderten Jungen, lernt, Menschen wertzuschätzen und wird zu selbstlosem Handeln animiert.

    Die Gedankenwelt der kleinen Protagonistin und ihre Erkenntnisse sind in Form von Tagebucheinträgen dargestellt und heben sich auch optisch vom restlichen Text ab. Der aus meiner Sicht sehr wertvolle Inhalt dieses Buches wird der jungen Zielgruppe in kindgerechter Schriftart und lesefreundlichen großen Lettern dargeboten. Für fröhliche Abwechslung sorgen die vielen bunten Bilder, die das kleine blonde Mädchen bei ihren adventlichen Abenteuern zeigen. Die in einem gelben Stern an der unteren Buchseite angebrachte Seitenzahl stellt einen weiteren kleinen Blickfang dar.

    Ich würde mir wünschen, dass Ursula Häbich es schafft, durch diese berührenden Geschichten viele Kinder zu motivieren, ihre Adventzeit ebenfalls ein klein wenig „anders“ zu gestalten. Mich als Erwachsene hat sie auf jeden Fall absolut überzeugt!

    „Wenn ich an meine Wunschliste denke, dann stelle ich fest, dass sich das meiste nicht erfüllt hat. Ich bekam in diesem Jahr aber viel mehr. Ich bekam neue Freunde. Ich durfte helfen. Ich mag nun Menschen, die anders sind als ich. Ich bin glücklich. Das war eine besondere Weihnachtszeit. Die will ich nie vergessen.“ (Sophie)
  20. Cover des Buches Crashkurs Selbstständigkeit: Von der Geschäftsidee zum profitablen Business (Haufe Fachbuch) (ISBN: 9783648158678)
    Tanja Basic

    Crashkurs Selbstständigkeit: Von der Geschäftsidee zum profitablen Business (Haufe Fachbuch)

    (2)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Im Haufe Verlag erscheint Tanja Basics "Crashkurs Selbstständigkeit: Von der Geschäftsidee zum profitablen Business". 

    Tanja Basic ist Unternehmerin (BASIC SALES – Clever verkaufen) und unterstützt kleine Unternehmen und Soloselbstständige bei der ganzheitlichen Vermarktung, bei Social Media und bei der Neukundengewinnung. Sie hält Vorträge und gibt Praxis-Workshops zu den Themen Start in die Selbstständigkeit, Sales und Marketing.


      

    Wer sich selbständig machen will, steht vor vielen Fragen. Wie gestaltet man eigentlich den Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit? Tanja Basic zeigt potentiellen Gründer:innen den ganzen Prozess der Existenzgründung, von der Geschäftsidee bis zum profitablen Business. 

    Dabei hat sie ein festes Grundgerüst aufgestellt, das sich an sieben nachvollziehbaren Schritten orientiert und bei dem man mit speziellen Übungen die eigene Positionierung im Markt, die gewünschte Zielgruppe und das Marketing zugeschnitten auf die persönlichen Bedingungen festlegen und verbessern kann.  

     

    Angefangen mit dem Mindset für Gründer, über die Geschäftsidee bis zum profitablen Business, überlegt man sich die eigene Positionierung im Markt. Welches sind die Kunden und wie erreicht man sie, welche Marketing-Strategien sind hilfreich und was muss der Vertrieb leisten? Am Ende zeigt eine Erfolgskontrolle anhand der Verkaufszahlen, ob sich dieses Business lohnt und zum Lebensunterhalt auch ausreicht.  

     

    Viele Menschen träumen davon Ihr eigener Chef zu sein, wer diesen Traum umsetzten möchte, sieht sich einigen Hürden ausgesetzt.   

    Dieser Ratgeber bietet feste Anhaltspunkte, praktikable Lösungsmöglichkeiten und die entscheidenden wirtschaftlichen Grundlagen, die man bei einer Selbständigkeit beachten sollte.  

    Die Erklärungen werden verständlich und einfach erklärt und sind auf die wichtigsten Ziele oder Punkte beschränkt. So hat man einen guten Einstieg in das Thema und wird nicht überfordert mit zuvielen Informationen. 

    Die Sternebewertung fiel mir aus eigener fehlender Fachkenntnis für dieses Thema etwas schwer, ich habe mir dazu den Rat meiner Tochter geholt, die genau in diesem Bereich arbeitet. Sie war von dem Buch begeistert und kann es sehr empfehlen.

     

    "Crashkurs Selbstständigkeit" ist ein hilfreicher und kompakter Wegbegleiter, um in die eigene Selbstständigkeit zu beschreiten.

  21. Cover des Buches Annas (fast) perfekte Hochzeit (ISBN: 9783426216521)
    Marion Stieglitz

    Annas (fast) perfekte Hochzeit

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Antek

    Marion Stegliz hat mich mit ihrem tollen Roman „Das kleine Hotel in der Provence“ ganz wunderbar unterhalten, ich habe die Seiten nur so verschlungen, und deshalb war ich sehr neugierig, was ihr erster Roman für eine Geschichte bereithält.

     

    So fest hat Anna damit gerechnet, dass ihr Bernd an Silvester einen Heiratsantrag macht, aber Pustekuchen. Schwanensee, ein gemeinsames Abendessen, ein bisschen beim Feuerwerk zusehen und dann ab nach Hause und nichts wie zack rein in den „Flanell-Pyjama – ein untrügerisches Zeichen dafür, dass Anna keinen Sex erwarten durfte.“, und schon schnarcht er im Bett.  Reichlich zerknirscht schleicht sie ins Bad und schon wenig später befindet sich in der Emotionsachterbahn. Bernd hat sich für ein Überraschungsei im Zahnputzbecher einen ganz besonderen Inhalt ausgedacht.

     

    „Liebe Anna,

    möchtest du mich heiraten?

    PS: Wenn ja, darfst du mich gerne wecken.“

     

    Ihm einen Preis verleihen für Kreativität? Oder besser ihm böse sein, weil er sie so ausgetrickst hat, er so mit ihren Erwartungen gespielt hat? Das ist zwar der erste Impuls, aber Nein, einfach freuen, dass es nun endlich soweit ist, man muss ja niemandem verraten, wie genau der Heiratsantrag abgelaufen ist. Jep, Anna und Bernd werden heiraten, und zwar schon im September. Anna ist völlig auf Hochzeit gepolt, …

     

    Als Leser darf man mit Anna in Heiratsfieber geraten, die Hochzeit vorbereiten, Hochzeitsmessen besuchen, Einladungskarten basteln, Brautkleid kaufen, sich Gedanken über eine Sitzordnung, die Streit vermeidet, machen, sich durch Cremetorten testen, Brautfrisuren ausprobieren und ganz klar auch nach einem geeigneten Ort umsehen, wo das Event stattfinden soll. Heiraten nimmt Anna nicht nur privat völlig ein, denn auch eine Hochzeitsecke in ihrem Vintage Laden soll den Umsatz dort wieder ankurbeln, diese gilt es natürlich auch gemeinsam mit ihr einzurichten. Alles auf Hochzeit gepolt, eigentlich sollte man mit ihr daher im siebten Himmel schweben, warum es dann wenig später heißt, „Aber das war nicht ihre Vorstellung von einer Traumhochzeit. Und da sie nie vorgehabt hatte, noch ein zweites Mal zu heiraten, wollte sie kein Fest voller improvisierter Notlösungen.“ „Das alles war einfach ein großer Mit. Und diesen Mist konnte man nicht weglächeln. Oder mit flatternden Fahnen schmücken. Mist blieb Mist.“, und was deshalb aus der Traumhochzeit wird, wird nicht verraten.

     

    Auch wenn meine Begeisterung insgesamt nicht ganz so groß wie bei der Provencereise ist, auf die mich die Autorin mit ihrem anderen Roman mitgenommen hat, hat mich der locker, plaudernde Sprachstil wunderbar unterhalten. Ich konnte über so manche Panne, so manches Fettnäpfchen und so manch komische Szene schmunzeln, was ja nie verkehrt ist. Ich habe mich mit Anna gefreut, ich habe mit ihr gelitten, und ich habe mitgefiebert, wenn auch vielleicht nicht unbedingt in ihrem Sinne. Sie kämpft für ihre Traumhochzeit, ich hingegen habe darauf gewartet, wann der Traummann Bernd endlich den Schuh in den Hintern bekommt. Aber, wo die Liebe hinfällt, und fiebern ist fiebern, egal in welche Richtung. Nicht ganz so begeistert war ich lediglich vom Finale, von den letzten Kapiteln, da war für mich dann leider etwas die Spannung raus. Gut gefallen haben mir aber da aber vor allem auch die Szenen, bei denen es um ihr Verhältnis zu ihren Eltern, bzw. auch dem problematischen zwischen Vater und Mutter geht.

     

    Ich mochte Anna von Anfang an gern und konnte mich super gut in sie hineinversetzen. Ich habe mit ihr gefühlt, mit ihr vor Zorn innerlich gekocht und vor Enttäuschung mit ihr gelitten. Von Anfang an konnte ich nicht wirklich verstehen, was ihr an Bernd so gut gefällt, dass sie ihn unbedingt heiraten möchte. Aber gut, wo die Liebe hinfällt und vielleicht waren die guten Jahre ja einfach schon um. „, mischte sich Bernd auf einmal ein. Vielleicht kann sie auch einfach besser mit seinen blöden Scherzen, wobei ihr der auch peinlich war. Auch keine seiner Bemühungen ihr seine Liebe zu zeigen konnte bei mir punkten, ich mochte ihn einfach nicht. Aber ich muss auch nicht jeden Mitspieler mögen. Super gut hat mir dafür wieder Katja gefallen. So eine Freundin kann man sich nur wünschen. Wenn Anna sie braucht steht sie parat und auch deren Ehemann Dave, mit dem Katja viele schrullige Vorlieben teilt, ist ein richtiges Goldstück. Denn, für die beiden gilt nicht nur „In Annas Augen waren sie ein ziemlich perfektes Paar. Zu den etwas zu viel Pfunden, die beide gleichermaßen auf die Waage brachten, hatten sie ein doppelt so großes Herz, wie andere Menschen.“, das habe ich ganz genau so gesehen.  

     

    Katja schenkt ihrer Freundin Anna einen Wochenkalender mit tollen Zitaten, die sie das Jahr der Hochzeitsvorbereitungen begleiten soll. Diese Zitate, die jedem Kapitel vorangestellt sind, ab und an auch mal in diesem Verwendung finden, haben mir äußerst gut gefallen. Als tollen Service bekommt man diese im Anhang auch noch einmal alle zusammengestellt, was ich besonders lobend erwähnen möchte. Weil ich davon so begeistert war, auch von den Zitaten an sich, runde ich die 4,5 Sterne auf fünf auf.

  22. Cover des Buches Kings of the Underworld - Maxim (ISBN: 9783736317277)
    Vanessa Sangue

    Kings of the Underworld - Maxim

    (72)
    Aktuelle Rezension von: lisaa94

    Meine Meinung:

    Cover:

    Das Cover gefiel mir direkt sehr gut, sowohl die Farbgestaltung als auch die Schriftwahl. Der Titel leuchtet durch das Gold und

    Schreibstil:

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und hatte tolle Stunden. Die abwechselnde Sichtweise ermöglichte beide Protas näher kennenzulernen und ihr Leben. Auch die Nebenprotas sind sehr authentisch und passen gut in die Geschichte hinein. Eine fesselnde Story, mit Leidenschaft, Humor, Freundschaften und Spannung...

    Charaktere/
    Story:

    Anya ist es leid, als Tochter des mächtigsten Mafiabosses New York war sie stets in einer goldenen Glaskugel.. umringt von Wachhunden, unter den Argussaugen ihres Bruders und den Händen ihres Vaters.. nun will sie ein Stück Freiheit bekommen... an ihrem 22 Geburtstag reicht es ihr und sie möchte studieren.. mit Mühe und Not gelingt es ihr.. doch es gibt einen Haken oder besser gesagt zwei - ihr Bruder begleitet sie und das Studium an der University of Baltimore liegt ausgerechnet dem Hoheitsgebiet von Maxim "The King" Gromow - dem besten Freund ihres Bruders und ein Mann, für den ihr Herz höher schlägt...

    Die Stadt ist groß und doch treffen sie andauernd aufeinander. Auch Maxim empfindet mehr für Anya als er sollte, er weiß um ihrer Gefühle und doch will er es nicht riskieren. Denn eigentlich ist sie tabu für ihn und er kein Mann für mehr... und doch liegt eine gewisse Spannung in der Luft.

    Anya blüht in der Stadt immer mehr auf, sie findet eine tolle Freundin, sie studiert, sie schafft es, sich ein wenig Freiheit mehr zu holen und sogar zu arbeiten. Nicht um des Geldes willen, sondern weil es dazu gehört - zum Leben... doch was passiert mit dem Herz, wenn es oft auf Hochtouren schlägt? Was passiert wenn ein über fürsorglicher Bruder der beste Freund des Schwarms ist? Was passiert wenn die Vergangenheit noch eine Rechnung offen hat und man ein Spiel startet, was man nicht vorhersehen kann... vielleicht eine Affäre auf Zeit? Vielleicht doch lieber ein Flirt mit einem Mitstudenten?

    Fazit:

    Auch wenn die Meinungen auseinandergehen, so hatte ich tolle Hörstunden. Maxim und Anya konnten mich fesseln, am Ende nochmal sehr spannend, wo zuvor die Gefühle mehr im Fokus standen... Ich bin gespannt, wie die Geschichte von Anyas Bruder wird und freue mich hoffentlich auf ein Wiedersehen mit den beiden. Von mir volle Herzen ♥♥♥♥♥

    Gehört mit Nextory.

  23. Cover des Buches Meine freie deutsche Jugend (ISBN: 9783104912608)
    Claudia Rusch

    Meine freie deutsche Jugend

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    "für Irmgard, ganz herzlich, Weimar 16.10.03" lautet die Widmung, dem bleibt eigentlich nichts hinzuzufügen, nur das hier die Lebensgeschichte eines Vorbilds an Zivilcourage anschaulich präsentiert wird. Wäre man selbst so tapfer gewesen, man weiß es nicht, aber durch die Erziehung zum Querdenken durch ihre Mutter und deren Freunde wurden die Energien der kleinen Claudia in die richtigen Bahnen gelenkt. Das DDR-Unrecht wird drastisch angeklagt, so daß kein Platz mehr für Ostalgie und Verklärung bleibt, erst mit der "Wende" wurden die Oppostitionellen zu "echten" DDR-Bürgern, aber aufhalten ließ sich der hier schreibende Wirbelwind nicht. Auch ein Vorbild an Lebensenergie und der Beweis dafür, was man als Individuum erleben kann.

  24. Cover des Buches Arbeitsrecht: Ein Studienbuch (ISBN: 9783804147652)
    Manfred Löwisch

    Arbeitsrecht: Ein Studienbuch

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Löwischs Arbeitsrechtsbuch aus der Werner-Wernersen-Reihe. Alle wichtigen Punkte werden angegangen, den einzelnen Kapiteln werden Fälle vorangestellt, die man dann mit der Lektüre lösen kann. Und Kontrollfragen schließen sich an die jeweiligen Kapital an, die am Ende des Buches aufgelöst werden. Beim Zitieren ist Löwisch sehr von sich überzeugt und zitiert sich am liebsten selbst, na ja, so sind sie halt! Für die Ausbildung zum Fachanwalt reicht das Buch nicht, aber für Studium und Referendariat reichts locker. Für di glangerts leicht!

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