Bücher mit dem Tag "selbstbehauptung"
17 Bücher
- Joachim Meyerhoff
Alle Toten fliegen hoch
(355)Aktuelle Rezension von: CorinaPfInhalt:
Der namenlose Protagonist möchte ein Auslandsjahr in Amerika verbingen um an einer Highschool Basekball spielen zu können. Er muss ein Aufnahmeverfahren machen und schafft es sogar. Seine Familie unterstützt ihn dabei und bald fliegt er nach Amerika. Dort lebt er bei einer Gastfamilie die ihm liebevoll aufnehmen und bis auf seinen Gastrburder auch alle mögen. Er geht auf die Highschool, lernt Mädchen kennen und kommt auch in skurile Situationen. Was das für Situationen sind müsst ihr selber lesen.
Schreibstil:
Ich habe das Buch versucht zu lesen, doch dies war leider nichts für mich. Also habe ich zum Hörbuch gegriffen, aber auch hier ich kam sehr schwer in die Geschichte. Viele meinen es ist lustig geschrieben, aber meinen Humor hat ds Buch nicht getroffen. Für mich hat es auch sehr lange dauert bis er endlich in Amerika war. Es wurde viel von der Familiegeschichte geschrieben und wie das Verhältnis zu jeden ist, eigentlich mag ich das sehr, aber es hat mich hier nicht wirklich abgeholt. Die Story die in Amerika spielt fand ich dann doch intressant auch wenn ich einige Situationen nicht ganz nachvollziehen kann z.B. darf man als Jugendlicher einfach so in ein Gefängnis in den Todestrakt spazieren. Ich fand auch das Ende war etwas skuriel und hat auch wieder nicht getroffen.
Protaognist:
Ich wurde nicht warm mit den Protagonist, er blieb mir fern. Seinen Taten waren mir manchmal nicht klar und er wirkte auch zu seinen Mitmenschen eher kühl und zurückhaltend.
Fazit:
Ich mochte den 2 Teil der Reihe deshalb wollte ich den ersten Teil auch lesen, aber leider war das Buch für mich nichts. Ich bin wahrscheinlich auch nicht die Altersgruppe für das Buch. Es wird bei mir ausziehen und es wird sicher einen anderen Leser finden der es mehr zu schätzen weiß.
- Mareike Fallwickl
Die Wut, die bleibt
(331)Aktuelle Rezension von: Karina213Mareike Fallwickls Roman Die Wut, die bleibt hat mich in einer Weise überzeugt, die gleichzeitig anstrengend ist. Es ist kein Buch, das sich leicht liest. Immer wieder kostet es Überwindung weiterzulesen, weil es konsequent Emotionen auslöst, die unangenehm sind: Traurigkeit, Ohnmacht, vor allem aber Wut. Genau darin liegt jedoch seine Stärke. Der Text zwingt zur Auseinandersetzung, ohne Entlastung anzubieten.
Was besonders heraussticht, ist die Darstellung von Wut nicht als kurzfristige Reaktion, sondern als dauerhafter Zustand. Der Roman verweigert die gängige Erwartung, dass sich Emotionen am Ende „auflösen“ oder in etwas Produktives überführt werden. Stattdessen bleibt die Wut bestehen, fast wie ein Grundrauschen. Das wirkt zunächst frustrierend, ist aber konsequent und realistisch.
Ein zentraler Aspekt ist die Verschiebung von Verantwortung nach dem Bruch im System. Der Roman interessiert sich weniger für ein einzelnes Ereignis als für das, was danach passiert: Wer übernimmt? Wer kann überhaupt übernehmen? Und zu welchem Preis? Genau hier wird auch die Figur Helene relevant.
Ihr Verhalten lässt sich nicht eindeutig greifen und war für mich einer der irritierendsten Punkte. Sie übernimmt sehr schnell eine zentrale Rolle im Gefüge, fast wie eine Ersatzmutter. Zunächst stellt sich die Frage, warum sie das in dieser Form tut. Anders als man es vorschnell interpretieren könnte, wirkt ihr Verhalten jedoch nicht wirklich übergriffig. Es ist vielmehr Ausdruck einer Situation, in der eine Versorgungslücke entsteht, die jemand füllen muss.
Mögliche Deutungen dafür sind vielschichtig. Einerseits kann man es als konsequente Form von Loyalität und Verantwortungsübernahme lesen. Helene reagiert auf ein akutes Defizit und handelt pragmatisch. Andererseits könnte auch ein persönliches Motiv eine Rolle spielen, etwa das Bedürfnis, gebraucht zu werden oder Halt in einer klaren Rolle zu finden. Ebenso plausibel ist, dass sie schlicht in diese Position „hineinrutscht“, weil Strukturen fehlen, die solche Aufgaben sonst auffangen würden. Der Roman lässt diese Frage bewusst offen und zwingt dazu, diese Ambivalenz auszuhalten.
Zwei weitere viel diskutierte Aspekte verstärken diese Wirkung. Zum einen zeigt das Buch sehr eindrücklich die Unsichtbarkeit und Selbstverständlichkeit von Care-Arbeit. Erst wenn sie wegfällt, wird sichtbar, wie tragend sie eigentlich ist. Zum anderen verzichtet der Roman weitgehend auf klare Schuldzuweisungen. Es gibt keine einfache moralische Ordnung, in der einzelne Figuren eindeutig verantwortlich gemacht werden können. Stattdessen entsteht ein komplexes Bild aus individuellen Entscheidungen und strukturellen Bedingungen.
Insgesamt ist Die Wut, die bleibt ein fordernder, aber präziser Roman. Er verlangt viel, gibt aber auch viel zurück, wenn man bereit ist, sich auf diese Zumutung einzulassen. Gerade weil er keine einfachen Antworten liefert und emotionale Spannung nicht auflöst, bleibt er lange im Kopf
- Jorge Bucay
Drei Fragen
(43)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannJedes einzelne Leben ist einzigartig, jeder Mensch besitzt eine eigene Weltsicht einen persönlichen Lebensplan und doch (oder gerade deshalb?) scheinen sich die Probleme zu häufen, mit denen sich die Menschen konfrontiert sehen. Einen Weg aus diesem Dilemma versucht Jorge Bucay auf bekannt direkte Art und erneut mit Unterstützung zahlreicher Geschichten – auch wenn diese gegenüber früheren Werken (insbes. „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“) nicht ganz so zahlreich sind.
Dies hat seinen Grund. Hier geht es um eine tiefere Analyse der Wesensmerkmale der Menschen, die Bucay mit Hilfe der „Grundfragen des Lebens“ anstellt: „Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?“ Anders gefragt: Gelange ich bei einer intensiven Auseinandersetzung mit diesen Fragen unter Zuhilfenahme dieses Buches auf die Glücksspur des Lebens? Kann sein, muss aber nicht.
Denn dieses Buch strotzt nur so von „schlauen“ Merksätzen/Lebensweisheiten, die man meist eins zu eins übernehmen kann. Doch es ist wie fast immer: Ist die Fülle der Auswahl zu groß, besteht die Gefahr, dass die gut formulierten Aussagen verschwimmen, nicht mehr die Wirkmächtigkeit entfalten können, die ihnen zweifellos zukommt. Es gilt also auszuwählen, sich den Fragen und Antworten zu nähern, die einen persönlich umtreiben, um so möglichst optimal von der Lektüre dieses Buches zu profitieren.
Als „allgemeine Erbauungsliteratur“ ist dieses Buch nicht geeignet. Dafür ist es zu persönlich, persönlich im Sinne von: Es lässt einen nicht kalt, weil es das eigene Leben auf den Prüfstand stellt. Das Leben in Verbindung mit anderen Menschen, mit ihren Vorstellungen, die nicht unbedingt (meist nicht) mit den eigenen zur Gänze kompatibel sind. Wie dennoch ein zufriedenes Leben im Kontakt, in Verbindung mit anderen Menschen gelingen kann, gar eine Zweisamkeit erfolgreich gelebt werden, ergo ein gemeinsamer Weg gefunden und beschritten werden kann, wird hier vielschichtig dargestellt. Kurz: Die Entwicklung von der selbst gestalteten Einsamkeit zur zugewandten Zweisamkeit.
Wenn sich während oder nach der Lektüre das Gefühl einstellt bereits auf dem richtigen Weg zu sein, dann „hat man das sichere Gefühl, nicht verloren zu sein, und man empfindet Zufriedenheit, weil man weiß, dass man seine Richtung gefunden hat.“ Für die „Pendelnden“ unter uns gibt dieses Buch die Kraft für neue Anstrengungen in dieser Richtung.
(13.8.2021)
- Lucy Steeds
The Artist
(84)Aktuelle Rezension von: BlfevrEin Roman der in den 20er Jahren beginnt.
Édouard Tartuffe, auch Tata genannt, lebt mit seiner Nichte Ettie abgelegen in der Provence. Der Öffentlichkeit hat er Jahre zuvor den Rücken gekehrt. Seine Bilder werden dennoch verkauft…oder doch nicht?
Tata ist ein schwieriger, gar tyrannischer Mensch und Ettie ist ihm komplett unterwürfig. Sie macht einfach alles. All die Vorbereitung für den Meister, den Haushalt. Doch Ettie kann eigentlich noch so viel mehr. Man merkt ihre Leidenschaft fürs Malen. Wird sie ihr eigenes Talent in dieser Männer dominierenden Welt unter Beweis stellen können?
Alsbald steht Joseph vor der Tür, denn er soll den großen Meister interviewen. Aber es kommt erst einmal anders als gedacht und er muss direkt Modell sitzen. Auch Joseph und Ettie kommen sich immer näher. Doch darin scheint eine große Gefahr zu bestehen und Tata versucht alles um diese Liebe zu unterbinden. Doch warum? Was ist der Grund für seine Angst?
Ein bewegender, detailreicher und spannender Debütroman mit einigen vorhersehbaren Ereignissen.
- Kirsty Greenwood
Wolke Sieben ganz nah
(293)Aktuelle Rezension von: EineMamiDieses Buch hat mich mehr als überrascht. Optisch war ich auf eine zwar humorvolle, aber doch seichte Unterhaltung mit viel Romance gefasst. Doch „Wolke sieben ganz nah“ ist so viel mehr als eine lustige, unterhaltsame RomCom. Die Geschichte wartet nämlich nicht nur mit einem tollen, sympathischen Schreibstil und großartigen Figuren auf, sondern auch mit herzergreifender Tiefe, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Protagonistin Delphi Bookham wird viel zu jung aus dem Leben gerissen und landet im Jenseits, interessant beschrieben von Autorin Kirsty Greenwood. Dort begegnet Delphi einem charmanten Unbekannten, der zurück auf die Erde geschickt wird. Da sind die romantischen Missgeschicke natürlich vorprogrammiert. Ich musste mehr als einmal grinsen und schmunzeln.
Aber auch das ein oder andere Tränchen habe ich verdrückt, denn die Geschichte geht direkt ins Herz. Eine emotionale Meisterleistung der Autorin, der die Achterbahn der Gefühle brillant geglückt ist. Ich habe die Protagonisten sehr gemocht und mit ihnen gelitten und gelacht. Und die ernsteren Momente haben mich nachdenklich gemacht, auch das hat mir sehr gefallen. RomCom-Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten und sollten sich das Buch nicht entgehen lassen!
- Terry Pratchett
Der Winterschmied
(270)Aktuelle Rezension von: ConzilieTiffany Weh ist eine Hexe in Ausbildung und als sie beim Moriskentanz die Füße nicht stillhalten kann und mittanzt, passiert es; der Winterschmied hält sie für die Sommerfrau und verliebt sich. Nun muss Tiffany einen Ausweg finden, bevor die Welt im ewigen Winter versinkt. Hilfe bekommt sie von den anderen Hexen und den kleinen Großen.
Der dritte Band über Tiffany ist wieder sehr unterhaltsam. Wahre Hexerei ist es eben nicht nur mit den Händen zu wedeln, sondern harte Arbeit.
Ich freue mich auch immer, wenn Oma Wetterwachs und Nanny Ogg auftauchen und ihr gesammeltes Hexenwissen einsetzen.
- Ute Ehrhardt
Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin
(55)Aktuelle Rezension von: ArmilleeIch dachte wirklich, dass ich einen typischen Frauenroman in der Hand hatte...;o)
Ein Irrtum.
Die erste Seite fähgt mit einem Zitat von Plato an...:
Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg,
nur einen sicheren Weg zum Misserfolg -
es jedem recht machen zu wollen.
Dann drei Seiten über die Kapitel wie z.B.:
- Macht verdirbt den Charakter
- Risiken müssen vermieden werden
- Frauen müssen auch als Vorgesetzte dienen
- Müssen Frauen Mütter sein?
- Sagen Sie NEIN
- Erlernte Hilflosigkeit
- Die Körperstrafe der Unterwerfung
usw usw...
Die Themen lassen es schon ahnen...: Schubladendenken
Frauen sind das brave Geschlecht, freundlich, nachgiebig, bescheiden und großzügig. Das wird erwartet, entspricht aber auch dem Bild, was jede Frau in sich trägt.
Was soll uns dieser erste Satz jetzt sagen...? *lach*
Ich bin hier mit dem Lesen nicht weit gekommen. Mit jeder Seite habe ich schlechtere Laune gekriegt. Zumindest für mich passte keine Aussage, die diese Autorin machte und ich wurde fast wütend, wie sie alle Frauen über einen Kamm scherte. Ausserdem passte vieles genauso gut auf die Herren der Schöpfung.
Diese Buch ist die reine Verschwendung von Papier. - Peter Holzer
Mut braucht eine Stimme
(6)Aktuelle Rezension von: Schnuck59In seinem Buch“ Mut braucht eine Stimme“ zeigt Peter Holzer auf wie man seinem Leben eine selbst bestimmte Wirkung geben kann.
Als ein Schilddrüsentumor sein Leben und seine Stimme bedrohte war dies ein Wendepunkt in seinem Leben. Weg von der Finanzbranche folgte er seiner inneren Stimme und macht diese nach außen hörbar, erhebt sie zugunsten eines aufrechten und selbst bestimmten Lebenswegs. Nach einem beruflichen Neustart arbeitet er heute als Berater und Vortragsredner
„Auf die innere Stimme hören und Haltung zeigen“
In den 3 Teilen Stumm sein, laut werden, Gehör finden wird deutlich, dass jeder seine innere Stimme bewusst wahrnehmen muss und danach Veränderungen umsetzen kann. So ist jeder für sich seines Glückes Schmied.
Der Schreibstil ist sachlich und die Gedanken nachvollziehbar. Allerdings werden sehr viele unterschiedliche Gedanken angesprochen, was viel „gedankliche Nachbereitungszeit“ erfordert. Vereinzelt empfinde ich die Hinweise schwierig in die eigene Realität zu integrieren, manchmal für Laien ohne weitere Hinweise nicht alltagstauglich. Wichtige Aussagen sind fett am Rande wiederholt. Für mich ist hier eindrücklich „Selbstbestimmte Zeit ist der neue Luxus“. Die persönlichen Erfahrungen des Autors sind kursiv dargestellt. Zusätzlich gibt es vereinzelt Schaubilder und persönliche Fragen.
Die Grundgedanken in diesem Buch finde ich gut, die Umsetzung in den Alltag könnte etwas deutlicher und praxisnaher beschrieben sein.
- Barbara Rose
Violetta Ranunkel - Die kleine Gartenhexe
(3)Aktuelle Rezension von: KinderbuchliebhaberHeute erzähle ich euch von Violetta.
Violetta ist eine freundliche und sehr sympathische Gartenhexe.
Die kleine Hexe, die grundsätzlich versucht Streit zu vermeiden, hat die leckersten Dinge in ihrem Garten angebaut, an denen sich auch regelmäßig die Waldtiere erfreuen.
Sie schleichen sich in den Garten und lassen es sich schmecken.
Naturlich gibt's es auch noch andere Hexen - da ist zum Beispiel die Wind- oder die Feuerhexe, die große Freude daran haben gemeine Späße mit Violetta zu treiben.
Violetta ist lange ruhig und gutmütig, doch irgendwann wird es ihr zu viel - jetzt hext sie mal frech drauf los...
Eine wundervolle Geschichte, die die Themen "Freundlich-sein" und "Grenzen-setzen" hervorragend aufgreift und kindgerecht vermittelt.
Die liebenswerte Hexe Violetta zaubert sich in rasender Geschwindigkeit in die Herzen der Kinder, die garnicht genug von ihr sehen und hören können.
Farbenfrohe, lustige, liebevolle und sehr detailverliebte Illustrationen machen die Geschichte greifbar und laden die Kinder in die Welt voller Hexereien und Gartengemüse ein.
Diese Einladung wird natürlich sehr gerne angenommen - das Buch wird hier täglich gelesen.
Wir sind absolut begeistert und empfehlen es von ganzem Herzen!
Kinderbuchliebhaber ♥️
- Ilona Einwohlt
Weil die Zukunft uns gehört
(23)Aktuelle Rezension von: graphidaIlona Einwohlt: Weil die Zukunft uns gehört
Der Roman führt die LeserIn in das Jahr 1919. Die junge Toni zieht vom Land in die Stadt und möchte ihren Traum verwirklichen: Medizin studieren. Das ist es was sie ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen hat und trotz aller Hindernisse gelingt es Toni schließlich das Dorfleben hinter sich zu lassen und sich in die Großstadt aufzumachen.
Eine junge Frau die Medizin studieren möchte, soweit, so unspektakulär, wäre es nicht 1919 und die Männerwelt wäre lieber unter sich. Anfeindungen, offen und verhalten, Spott und keine Spur von Respekt schlagen ihr entgegen.
Was will eine Frau an der Uni ? Frauen haben kleinere Gehirne, deshalb können sie gar nicht studieren so ein Professor und ausserdem fehle ihnen ja etwas ganz Entscheidendes…
Nun sind wir etwas weiter und wissen, dass es an diesem kleinen Unterschied definitiv nicht liegt, wie begabt und erfolgreich jemand ist. Aber 1919 sah das noch anders aus. Haus und Herd, Kinder, Kirche, Küche, das sind die passenden Arbeitsfelder, wenn es nach den Männern geht.
Ilona Einwohlt schildert in leicht verständlicher Sprache wie Toni ihren Weg sucht; ein Buch über Selbstbehauptung, Frauenrechte und die Anfänge der Gleichberechtigung.
- Lydia Hauenschild
Timo lernt Nein sagen: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai BIldkartenset.
(2)Aktuelle Rezension von: helenpreidt_„Timo lernt Nein sagen“ vermittelt Kindern auf liebevolle Weise, dass es okay ist, eigene Grenzen zu zeigen, ohne dabei andere auszuschließen oder zu verletzen. Gleichzeitig werden die Gefühle und Bedürfnisse der Mitmenschen respektiert – beides wird gleichwertig wertgeschätzt.
Besonders schön ist das Kamishibai-Format: Die Bildkarten machen die Geschichte lebendig, interaktiv und greifbar. Kinder folgen nicht nur der Handlung, sondern können aktiv mitfühlen, Szenen nachspielen oder eigene Ideen einbringen. So fördert das Buch neben Selbstbewusstsein und Empathie auch Konzentration, Sprachverständnis und Kreativität.
Ein tolles, pädagogisch wertvolles Werkzeug für Kita, Grundschule oder zuhause.
- Britt Älling
Mari vom bunten Riff
(7)Aktuelle Rezension von: fay_phoenixStachelrochen und Haie sind Todfeinde?
-Pah, da kennst du aber Mari und Nik noch nicht!
Zum Inhalt:
Mari und Ermano sind Freunde. Das Besondere an den Beiden, sie leben unter Wasser, denn Mari ist ein kleines Stachelrochenmädchen und Ermano ein Einsiedlerkrebs. Als eines Tages plötzlich ein Riffhai auftaucht, geht die Angst umher. Immerhin weiß Mari, dass Haie rücksichtslos und böse sind. Doch dieser Hai scheint anders zu sein. Er stellt sich Mari mit dem Namen Nik vor und ist höflich. Auch möchte er ihr gar nichts tun, ganz im Gegenteil, er möchte viel wissen und so kommen sie ins Gespräch. Sie verstehen sich schnell sehr gut und gehen gemeinsam auf Erkundungstour und lernen viel über das Korallenriff, die Insel und den ganzen Bewohnern kennen. Leider sind die Familien von Mari und Nik nicht wirklich angetan über diese äußerst ungewöhnliche Freundschaft und somit sind die Beiden schnell auf sich alleine gestellt…
Mein Fazit:
Ein wundervolles, wertvolles und lehrreiches Buch, welches ich auch jedem Erwachsenen gern ans Herz legen mag. 😉
Diese Buch vermittelt viel Wissen, nicht nur über Rochen und Haie. Es ist eine ganz fantastische Geschichte, die das bunte Treiben unter Wasser näher bringt und auch die biologischen Hintergründe spielerisch lehrt. Diese liebevolle Erzählung wird von wunderschönen Illustrationen unterstützt und macht das Buch noch interessanter für alle, die mehr über diese großartige Welt erfahren möchten. Nebenbei geht es um Freundschaft, Mut und Ängste. Über das Alleinsein, das Miteinander und noch viel mehr.
Mit einer riesigen Begeisterung habe ich dieses Buch gelesen und vergebe eine absolute Leseempfehlung!
- Lavie Tidhar
Adama
(78)Aktuelle Rezension von: leseleuchtLavie Tidhar zeichnet ein düsteres Bild der Geschichte Israels, gekennzeichnet um Überlebenswillen, Rache, Gewalt, Korruption, Illegalität – sei es Mord oder Drogendealerei – und Leid.
Die Geschichte beginnt mit einem vermeintlichen Selbstmord und führt zurück in die Zeit, in der die junge Ruth aus Ungarn beschließt, sich auf den Weg nach Israel zu machen, weil sie sich der Bewegung zugehörig fühlt, die einen eigenen Staat und eine Gemeinschaft im Sinne der Kibbuz aufbauen will. Sie ist eine der wenigen Figuren, die ungebrochen an diese Gemeinschaft glaubt und bereit ist, alles dafür zu tun, diese zu gründen und am Leben zu erhalten. Sie ist eine starke junge Frau mit eisernem Willen, Waffenschmugglerin, Geliebte und Mutter. Sowohl ihre eigenen Geschwister als auch ihre Kinder sowie ihre Enkel scheinen mehr durch das Schicksal und die Geburt in die Gemeinschaft hineingezwungen. Einigen von ihnen gelingt die Flucht, doch eingeholt werden sie von der Geschichte des Ganzen immer irgendwie.
Es ist ein hartes, entbehrungsreiches, ein gewalttätiges Leben in dem Kibbuz, das einen hohen Preis bezahlt, für den es wenig bekommt. Und das Ideal des gemeinschaftlichen Lebens bleibt weit hinter der Realität zurück, scheitert am Menschsein der anderen, mit ihren Gefühlen, Leidenschaften, persönlichen Motiven.
Wer im Dreck wühlt, wird Dreck finden. Es gibt in dem Roman keine Figur, die mir wirklich durchgängig sympathisch ist. Jeder hat seine Träume, für die er bereit ist, ob bewusst oder unbewusst, andere bezahlen zu lassen. Es bleibt wenig übrig von der Geschichte eines Volkes, das über Jahrtausende hinweg verfolgt und in alle Winde zersprengt wird, und sich an einem Flecken sammelt, das ihnen nichts schenkt, dem sie alles mit hartem Willen abringen, dem nackten Stein, dem kahlen Fels, der feindlichen Umgebung, die seine Existenz beharrlich negiert. Dies schwingt immer mal wieder mit, wird aber immer wieder verschüttet von der Darstellung der schlechten Seiten, auch wenn sie aus dem Wunsch nach dem Guten entspringen mögen: so z. B. Ruths Gefühlskälte, mit der sie bereit ist, dem Überleben des Kibbuz alles zu opfern, die Unfähigkeit der Kinder und Enkel ein Leben, unter dem sie offensichtlich leiden, in etwas Positives zu verkehren.
Wer die Geschichte Israels kaum kennt, erhält – meiner Ansicht nach – ein ziemlich einseitiges Bild, die Brutalität der Siedler gegenüber der arabischen Bevölkerung, die Bereitschaft zu Drogenhandel und Mord, um den Kibbuz zu finanzieren und zu erhalten, die Gemeinschaft des Kibbuz, in der die Kinder schon als Säuglinge den Eltern entfremdet werden, um dann von einem Nachtwächter missbraucht zu werden.
Den Schattenseiten der Geschichte fehlen die Lichtmomente, aus denen überhaupt erst Schatten entsteht. So bleibt letztlich vieles im Dunkeln, wie Nathan Deutsch im Kellerverließ von Ruth, da er einst ihre Eltern und ihre Schwester an die Deutschen verriet. Und ewig: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
- Jane Chapman
Das große Buch vom Mutigsein
(7)Aktuelle Rezension von: mama_bitte_vorlesenManchmal genügt bei mir ein gelungener Titel und das #kinderbuch landet sofort im Warenkorb. So auch hier:
„Das große Buch vom Mutigsein? Gekauft!“ 😉 Bereut habe ich diese Entscheidung auf jeden Fall nicht…
Worum geht’s❓
Das Buch umfasst drei Einzelbände, die alle bei @loewe.verlagerschienen sind:
📕 „W-w-wer hat schon Angst im Dunkeln?“
📕 „Wir sind der Schrecken aller Monster!“
📕 „Fünf Angstbären und ein unheimlicher Gast.“
Bei allen drei Geschichten erleben die kleinen Zuhörer*innen gemeinsam mit den zuckersüßen Protagonist*innen des Buches kleine „unheimliche“ Abenteuer.
Warum gefällt‘s❓
✅ Wirklich zauberhafte Illustrationen, die die Charaktere richtig zum Leben erwachen lassen
✅ Spannende Geschichten für Kinder von ca. 2-4 Jahren (Achtung, Suchtpotenzial ;))
✅ Tolle Haptik
✅ Durch und durch gelungener Vorlesespaß
- Jens K. Carl
Morgel und die Waldfee
(1)Aktuelle Rezension von: FrankS1962Märchen nehmen meist ernsthafte Themen aus dem Alltag auf. Dieser Teil der Morgelgeschichten beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Mobbing. Wer schon einmal ein Mobbingopfer war, hat sich sicher einen solchen märchenhaften Wächter an die Seite gewünscht, um sich aus einer aussichtslosen Situation zu befreien, so wie in dieser Geschichte beschrieben. Die Sprache ist kindgerecht und einfach.
- Hans Gärtner
Joscha und Mischa, diese zwei
(12)Aktuelle Rezension von: anja_bauerIn Kukuschkan sind alle Bären braun, grau oder schwarz. Eben alle gleich. Doch zwei Bären fallen auf, denn sie sind anders. Joscha ist strohblond und Mischa rotbraun. Und die Mädels liebäugeln mit den beiden hübschen Bären. Doch die sind gar nicht an den Mädchen interessiert, sondern haben nur Blicke für sich. Und das kommt gar nicht gut in der Öffentlichkeit. Doch das macht Joscha und Mischa nichts aus. Sie stehen zueinander.
Doch drei Bären passt das gar nicht und sie beschweren sich beim Bürgermeister. Die beiden werden dort hinzitiert Doch kommen sie mit ihrer Beschwerde weiter und was passiert mit Joscha und Mischa?
Dieses kleine Buch ist über ein Thema, welches schon im Kindergartenalter wichtig ist. Homosexualität. Gerade in der Zeit der Vorverurteilung und Unverständnis, finde ich es wichtig, das von klein auf gelehrt wird, das anderssein nichts Schlimmes ist. Jeder Mensch hat seine Persönlichkeit und man sollte diese so akzeptieren, wie sie ist.
Und das wird in dem Buch „Joscha und Mischa, diese zwei sehr schön erklärt. Vernünftig erklärt der Bärenbürgermeister den anderen, warum die beiden nicht so anders sind als sie. Dass sie nichts Böses tun und sie im Grunde sind wie alle anderen Bären hier. Nur eben sie sich lieben.
Der Text ist leicht geschrieben und verständlich. Passend zum Buch sind die Namen der beiden Joscha und Mischa hier farbig geschrieben. Beim Lesen stört es nicht, auch wenn es eine andere Farbschrift ist. Es gibt trotzdem ein Gesamtbild.
Die liebe volle Zeichnungen bzw., Illustrationen von Christel Kaspar machen das Buch perfekt. Einfach aber sehr schön wie mit Wasserfarbe gemalt
Ich finde, nicht nur Kinder sollten das Buch lesen, sondern alle die meinten, andere die sich nicht so verhalten, wie es der „Norm“ entspricht. Was ist denn heute noch normal?Du, der da hinten, ich? Ich bestimmt nicht, denn ich habe ein Haushuhn! Und welcher normale Mensch hat ein Haushuhn. Ja Katze, Hund, Nager und Vögel, aber Haushuhn.
Ich mag das Buch und die zwei Bären. Kurz ist die Geschichte gehalten, aber sehr inhaltsvoll.
- Andrea Ulmer
Solange wir uns haben
(56)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch bin positive überrascht mich hat das Buch richtig gefesselt , Die Geschichte von Jessica und Miram wahr so toll dargestellt , sie hatten Höhen und tiefen die sie bewältigen musste,
das Cover ist unheimlich schön ich liebe blau und mit Den Blumen ist es ein richtiger eyecatcher , der Scheinstiel der lieben Andrea Ulmer was flockig leicht und super angenehm zu lesen , Die Handlung ist mitreißend und sehr Dramatisch Jessica muss viel durch machen , an ihrer Seite eine Verrückte Katzenfrau die sich aber als Retter in der Not dargestellt ich finde den Roman und den Inhalt sehr gelungen , es regt zum nachdenken an .
Fazit
Mich hat das Buch mehr mals zur berührt ich sage daher das es für mich ein Must read ist und lege es daher jedem ans Herz
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