Bücher mit dem Tag "selbstbestimmung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "selbstbestimmung" gekennzeichnet haben.

167 Bücher

  1. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442487967)
    Justin Cronin

    Der Übergang

    (1.279)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Was soll ich über ein Buch schreiben, das nicht beschreibbar ist? Das völlig aus meiner Lesenorm fällt? Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es überhaupt einen Genre zuordnen. Vampirroman? Nein, ganz und gar nicht. Besonders in der heutigen Welt, in der Vampire gleichgesetzt werden mit glitzernden Womanizern. Dystopie? Ich bitte euch, Justin Cronins Buch lässt sich auch nicht mit Panem auf eine Ebene stellen. Am ehesten passt wohl der Begriff „Endzeit-Roman“ zum Buch. Aber „Der Übergang“ ist viel mehr, ganz anders, erschreckend, grausam, und gleichzeitig so lehrreich, denn er hat mir so viel über die Kunst verraten, berührende Geschichten zu erzählen und gleichzeitig jegliches Klischee zu umgehen.

    Amy ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenstift zurückgelassen wird. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen, das ein merkwürdiges Leben geführt hat: Von ihrer Mutter, durch das das soziale Netz der Gesellschaft gefallen wie ein Ohrring durch den Abfluss, geliebt, niemals eine Schule oder eine andere derartige Einrichtung besucht, ist sie still, aufmerksam und ernst wie ein viel älteres Wesen. Gleichzeitig forscht eine Regierungsorganisation an einem Virus, der nur schwer kontrollierbar ist. Zwei FBI-Agents schaffen Probanden heran. Es geschieht nicht zufällig, dass sich die beiden Wege kreuzen, die beiden Schicksale verschlingen wie zwei sich verzwirbelnde Taue.

    Ich habe sein Können, das Herzblut und die Liebe, die Cronin in den Text gelegt hat, auf jeder Seite gespürt. Natürlich, es war anders als Normal, abseits jeglicher Norm. Große Erzählkonstrukte mit ein paar eingestreuten wörtlichen Reden mögen nicht jedermanns Sache sein. Meine eigentlich auch nicht. Hier jedoch hat mich die Gewalt der Erzählung mitgerissen. Für mich hat sie die Sogwirkung entfaltet - und Achtung - ich bin eigentlich der Typ Leser, der mit süßen fantastischen Helden mitfiebert, nicht mit kleinen Mädchen und einem FBI-Agenten (Wolgast <3) oder mit einer Nonne. Wie erwähnt, das Buch bricht meine Norm richtig gründlich.

    Oh Schreck, das Experiment und die Forschungen gehen richtig gründlich schief. Okey, das war jetzt nicht die Offenbarung. Auch dass es eine Welt vor und nach der Katastrophe gibt, konnte ich mir gerade noch so ausrechnen.

    Aber - und jetzt kommt der Punkt, der mein Herz geöffnet hat: Die Geschichte zählt mit zu den grausamen, zu den hoffnungslosen, zu jenen, in denen es einige Tode zu beweinen gibt. Eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich nach einer gewissen Zeit abstumpfe, wenn zu viel davon auf mich einprasselt. Ich spanne meinen mentalen Regenschirm auf, sehe der Geschichte zu, wie sie an der Membran entlang rinnt, lasse sie aber nicht an mich heran. Allen voran, weil ich enttäuscht vom Autor oder der Autorin bin, es hätte sicherlich eine andere weniger tödliche Lösung gegeben. Bei Cronin fieberte ich nicht mit, ich war an Amys Seite (die übrigens lange keinen POV bekommt, andere erzählen ihre Geschichte), die Herzen öffnet, die Liebe erfährt, die Grausamkeit erträgt und die mit dem Herzen hört. Ich habe miterlebt, wie sie Menschen mit einer abstumpfenden Biografie verändert und zu eigentlich unmöglichen bewegt. Cronin hat einfach eine unnachahmliche Art, seine Geschichte in meinen Kopf zu brennen. Ich hatte auch noch lange nach dem Schließen des Buches die Protagonisten vor Augen und werde sie wohl für lange Zeit in meinem Herzen durch die Welt tragen. Für mich hat Cronin einfach funktioniert. Er hat immer genau das richtige Maß an Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft vermittelt, um die Dunkelheit nicht übermächtig werden zu lassen. Und davon existiert reichlich im Buch.
    Er ist schwierig, es ist kein Mainstream, jedoch auf eine sehr eigentümliche Art und Weise berührend.

  2. Cover des Buches Der Kuss der Lüge (ISBN: 9783846602423)
    Mary E. Pearson

    Der Kuss der Lüge

    (1.565)
    Aktuelle Rezension von: Samira_2006

    Prinzessin Lia soll einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Doch sie flieht und beginnt ein neues Leben in einer Taverne. Dort begegnet sie Rafe und Kaden – ohne zu wissen, dass einer von ihnen der Prinz ist, den sie heiraten sollte, und der andere geschickt wurde, um sie zu töten.

    Lia ist eine starke, mutige und selbstbewusste Protagonistin, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben möchte. Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Lia, Rafe und Kaden, da lange unklar bleibt, wem sie wirklich vertrauen kann.

    Die Welt von Morrighan ist wunderschön und geheimnisvoll gestaltet. Königreiche, Intrigen, alte Geschichten und geheimnisvolle Gaben machen die Fantasywelt besonders interessant.

    Der Schreibstil von Mary E. Pearson ist flüssig, bildhaft und spannend. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und durch die vielen Geheimnisse wollte ich immer weiterlesen.

    Die Chroniken der Verbliebenen 1-4

    Die Chroniken der Hoffnung 1-2 (Leider schon alle gelesen / würde gerne vergessen, dass ich sie bereits kenne, um sie noch einmal lesen zu können.)

    Für mich ist „Die Chroniken der Verbliebenen“ definitiv eine Reihe, die noch lange im Gedächtnis bleibt. Ich habe mit Lia mitgefiebert, mitgerätselt und mich immer wieder gefragt, wem sie wirklich vertrauen kann. Eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende, emotionale und fesselnde Geschichten lieben!

  3. Cover des Buches Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen (ISBN: 9783453275058)
    Jennifer L. Armentrout

    Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen

    (1.064)
    Aktuelle Rezension von: Igniswing

    Ich liebe es.
    Ganz ehrlich, ich liebe die gesamte Reihe (was bisher erschienen ist)

    Holt euch die Bücher oder Hörbücher, lest/hört sie und ihr werdet es lieben!
    (Außer ihr mögt kein Fantasy oder Romance, dann könnte das vielleicht doch nichts für euch sein)

    Jeder der ACOTAR, TOG, Fourth Wing oder was sonst so gerade in den Genres trendet mag und liebt,
    wird auch diese Reihe einfach nur lieben!

    Ich persönlich mag die Reihe auch mehr, als ACOTAR und vielleicht sogar mehr als TOG oder Fourth Wing, aber nur vielleicht. Bei den letzten beiden bin ich mir noch nicht sicher. Vielleicht teilen Sie sich den Platz auch einfach. 

    Es ist spannend, großartig geschrieben und hat ordentlich Dramatik. Es hat mich gefesselt und ich hatte das Buch schlussendlich in einem Tag durch.

  4. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

    (905)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Landwehr

    Ich habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.

    Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.

    Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.

    Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.

    Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.

    Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?

    Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.

    Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.

    Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.


  5. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe) (ISBN: 9783492076005)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)

    (795)
    Aktuelle Rezension von: 4nni

    Das Buch hat mich wirklich komplett mitgenommen: Freude, Liebe, Wut, Trauer, Fassungslosigkeit ... Binnie Garmus hat mit der Hauptfigur Elizabeth eine Frau erschaffen, die viele als Vorbild nehmen sollten, mich eingeschlossen!

    Elizabeth hat eine super trockene und direkte Art, was ich komplett gefeiert habe! Vor allem ist sie selbstbewusst und steht für sich und ihre Träume ein. Auch wenn ihr Weg nicht immer wie geplant verläuft, gibt sie nicht auf.

    Wirklich ein unglaublich tolles und inspirierendes Buch!

    Auch den süßen Hund Halbsieben habe ich direkt ins Herz geschlossen. Zwischendurch erfährt man immer mal wieder seine Sicht auf die Situationen und seine Gedanken dazu. Das bringt einen zwischendurch auf alle Falle ofter zum Lachen.

    Die Geschichte spielt zwar in den 60ern, aber leider gibt es selbst heutzutage teilweise noch ahnliche Vorurteile gegenüber Frauen und das Thema ist weiterhin aktuell!

    In diesem Sinne: »Fordern Sie sich heraus, Ladys. Nutzen Sie die Gesetze der Chemie und verändern Sie den Status quo.«

  6. Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783328110729)
    Theodor Fontane

    Effi Briest

    (1.836)
    Aktuelle Rezension von: Ana_Souza_de_Magalh_es

    Effi Briest heiratet sehr jung den wesentlich älteren Baron Geert von Innstetten und erlebt in ihrer Ehe zunehmend Einsamkeit. Theodor Fontane erzählt von gesellschaftlichen Erwartungen, Liebe und den inneren Konflikten seiner Figuren.


    Die Lektüre hat mich an die Romane von Machado de Assis erinnert. Durch Fontane habe ich die reiche deutsche Literatur ein Stück näher kennengelernt.

  7. Cover des Buches Der Glanz der Dunkelheit (ISBN: 9783846602409)
    Mary E. Pearson

    Der Glanz der Dunkelheit

    (1.266)
    Aktuelle Rezension von: SanNit

    Auch bei Teil 3 habe ich das Hörbuch gewählt und war wieder absolut zufrieden mit der Umsetzung.
    Dieser Teil ist ein kleiner Vorgeschmack auf das große Finale.
    Dieser lange Ritt hat mich allerdings auch etwas geschlaucht.
    Lia und Rafe sind unterwegs um ihr Reich zu warnen und auf den Kampf vorbereitet zu sein.
    Allerdings wollen sie nicht Beide an das selbe Ziel, denn Lisas Heimat ist trotz des „Eheversprechen“ immer noch Morrighan. Aber Rafe will sie in Sicherheit, zu sich nach Dalbreck bringen.
    Was nun?
    Das erfahrt ihr natürlich im Buch. Die Perspektivenwechsel waren sehr gut gewählt und haben vor allem auch durch Pauline, Einblicke ins weit entfernte Morrighan gewährt.
    Zum Ende hin, wurde es dann doch auch für mich noch mal emotional und ich bin wirklich gespannt wie es aus geht. Vor allem, ob sich wirklich alle Prophezeiungen erfüllen.
    Auch dieser Teil bekommt von mir eine klare Lese und Hörempfehlung, auch wenn er mich nicht ganz so überzeugt hat, wie die Teile davor.

  8. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499014635)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

    (280)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    „Haben wir die Fesseln der Unterdrückung längst gesprengt, oder haben wir nur gelernt, in ihnen shoppen zu gehen?“

    Man könnte das ganze Buch von Margarete Stokowski – das in 7 Kapitel unterteilt ist, von denen jedes in sich abgeschlossen ist und als Einzeltext gelesen werden kann – als eine lange, ausführliche, von verschiedenen Seiten beleuchtete Antwort auf eine einzige Frage lesen: Warum Feminismus?

    Das wäre selbstverständlich eine stark verknappte Zusammenfassung. Natürlich schleift diese Frage einen Rattenschwanz von weiteren Fragen hinter sich her: Was ist Feminismus? Wie wirken sich feministische Positionen auf das eigene Leben aus, wie stellt sich eine unter feministischen Gesichtspunkten betrachtete Wirklichkeit dar? Inwiefern hängen Feminismus und Gendertheorie zusammen? Ist Feminismus grundsätzlich solidarisch mit allen anderen Anti-Diskriminierungsbewegungen? Was will der Feminismus erreichen?

    All diese Fragen bindet Stokowski ein und es wird schnell ersichtlich, dass es ihr nicht um einen Feminismus spezieller Prägung, sondern um Feminismus als Ausdruck und Sammelbegriff einer generellen Unzufriedenheit mit den hierarchischen, determinierten, unverhältnismäßigen & ungerechten Gesellschaftsverhältnissen, Normen und Vorstellungen geht, dessen Hauptanliegen und Ziel die Freiheit beim Ausleben der eigenen Persönlichkeit und der Ausformung der eigenen Identität ist (solange dies nicht die Freiheit eines anderen Individuums oder einer Gruppe einschränkt).

    „Es geht um die kleinen, schmutzigen Dinge, über die man lieber nicht redet, weil sie peinlich werden könnten, und um die großen Machtfragen, über die man lieber auch nicht redet, weil vieles so unveränderlich scheint. Es geht darum, wie die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit im Großen zusammenhängt, und am Ende wird sich zeigen: Es ist dieselbe.“

    Ich werde nicht müde, Camus zu zitieren, der einmal in seinen Cahiers angemerkt hat, dass alle größeren Konflikte der Menschheit letztlich Kämpfe um Privilegien waren und sind. Noch immer sind die Privilegien auf dem Planeten ungleich verteilt, in jeglicher Hinsicht. Hauptsächlich, weil die Menschen die mehr Privilegien haben nicht bereit sind, einen Teil davon abzugeben, damit irgendwann alle dieselben Privilegien genießen können.

    Rebecca Solnit hat in ihrem Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“ eindrucksvoll geschildert, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung immer noch vom anderen Teil unterdrückt wird. Frauen (und als Frauen definierte oder so wahrgenommene Personen jedweden/r Geschlechts/Genderbezeichnung) üben lediglich 10% der Gewalttaten aus, sind aber selbst häufig Opfer von Gewalt, speziell von sexueller Gewalt. Auch in Deutschland hat mindestens jede vierte Frau einmal sexuelle Gewalt erfahren.

    Es gibt in Deutschland und generell in Westeuropa vielleicht keine Zwangsheiraten mehr und keine gesetzlich verankerte sexuelle Repression. Aber immer noch sind unsere Systeme und Vorstellungen von repressiven und problematischen Geschlechterbildern durchdrungen. Das beginnt schon in den banalsten alltäglichen Wortverwendungen, wird deutlich in der pornogeprägten Sexualsprache (z.B.: wenn man in vielen Kontexten bei Frauen von schmutzigen, statt schlicht von sexuellen Phantasien spricht), aber letztlich springt uns diese Problematik überall entgegen. Stokowski spricht in einem Kapitel von einer Studie, bei der den Testpersonen Aussagen vorgelegt wurden, die entweder aus Männermagazinen entnommen waren oder von verurteilten Vergewaltigern stammten.

    „Die Testpersonen waren nicht fähig zu unterscheiden, welche Sätze aus Männermagazinen stammen und welche von Vergewaltigern. Ja, sie fanden sogar die Aussagen aus den Magazinen tendenziell herabwürdigender.“

    Stokowskis Buch ist aber nicht bloß eine gute Darstellung solcher systemimmanenter Diskriminierungen und Idiotien, sondern auch das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit der eigenen Entwicklungsgeschichte, von der Bravolektüre bis zum Beziehungsalltag als Erwachsene. Die Kapitel beginnen fast immer mit einem Erlebnis aus ihrer eigenen Biographie und sind von solchen Selbstausleuchtungen mal mehr, mal weniger durchzogen. Klug und überzeugend knüpft sie mit Biographischem an größere Zusammenhängen an. Ihre Prosa hat eine coole Dynamik, ist eine bestechende Mischung aus fachlich Gediegenem und genauestens Durchdachtem, tiefergehenden Selbstzeugnissen und hingerotzten und herbeizitierten Klarstellungen. Sie nimmt letztlich keine hohe Warte ein, doziert nicht, sondern begegnet ihren Leser*innen auf Gesprächsniveau, verständnisvoll und unversöhnlich zugleich.

    Stokowski spricht davon, wie sie selbst lange nicht glaubte, dass Feminismus wichtig ist oder sich zumindest nicht genauer mit ihm auseinandersetzte. Bis sie begriff, was das mit uns macht, wenn wir die gesellschaftlichen Rollen, in die wir gesteckt werden (auch wenn wir nicht glauben, dass wir uns in ihnen durch die Welt bewegen), nicht hinterfragen. Wenn wir uns nicht mit ihnen auseinandersetzen. Dann gibt es sie trotzdem, dann machen sie trotzdem etwas mit uns.

    „Wir stecken viel Energie in die Rollen, die wir spielen, weil wir glauben, dass alles eine Ordnung haben muss und so viel anders auch gar nicht geht. Wir geben uns Mühe, die wir oft kaum bemerken, weil sie so alltäglich geworden ist. Und auch, weil es leichter ist, sich an vorhandene Muster zu halten.“

    Sie spricht über ihre eigenen Erfahrungen mit Sex, Bildung, Sozialgefügen, etc. und schafft es, dabei sowohl die menschliche als auch theoretische Ebene konkret herauszuarbeiten, hervorstechen zu lassen – ein bemerkenswerter Balanceakt, den man ihr als Unentschlossenheit, als Makel ankreiden könnte. Doch dann würde man ignorieren, wie nachdrücklich dieses Buch Dinge auf den Punkt bringt, wie versiert und uneitel es sich innerhalb dieser komplexen Themen bewegt und wie weit es sich an manchen Stellen den Leser*innen öffnet.

    „Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern aufzuzeigen wirkt manchmal so, als wolle man die Gräben zwischen ihnen vertiefen, obwohl man sie auf Dauer abschaffen will: Ein nerviges Dilemma, aus dem man nicht rauskommt, solange man Probleme beheben will.
    Wir müssen zeigen, nach welchen Kriterien sich Reichtum und Erfolg, Gesundheit und Lebensdauer, Gewalt und Leid verteilen, wenn wir wollen, dass alle dieselben Chancen auf ein glückliches Leben haben – auch wenn oder gerade weil diese Kriterien das sind, was wir auf Dauer abzuschaffen versuchen.“

    Ja, wir müssen, im Interesse aller, daran arbeiten, dass eine Gesellschaft, in der Gleichberechtigung nicht nur ein Vorsatz, sondern eine verwirklichte, gelebte Realität ist, entstehen kann und das heißt, dass einiges planiert, einiges platt gemacht werden muss. Dass einige Privilegien verschwinden und letztlich alle.

    „Denn es gibt keine neutrale Sicht auf das Leben, und wir brauchen sie nicht. Wir brauchen Vielfalt – Vielfalt lehrt uns Freiheit.“

    Margarete Stokowskis Buch hat mir seit langem mal wieder Mut gemacht; etwas in mir angefacht, dass an dieser Welt arbeiten, sie auf positive Weise mitgestalten will. Es ist ein Buch mit vielen Facetten und ich hoffe, ich habe keine von ihnen allzu sehr in der Mittelpunkt gerückt oder unter den Tisch fallenlassen.

    Manches hat mich tief berührt, manches schockiert, manches hat meinen Horizont erweitert, manches meine eigenen Gedanken bestärkt. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: am meisten hat mich beeindruckt, wie dieses Buch aufklärerlisch argumentiert, auf theoretischen Ebenen arbeitet und doch durch seine Direktheit, seine Sprache, eben nicht belehrt, sondern kommuniziert, ein Aufruf zum Dialog ist. Aufmerksamkeit erzeugt und nicht nur Wissen.

    Solche Bücher braucht es. Bücher, in denen das Abstrakte und das Lebendige zusammenfallen. Die uns Zusammenhänge aufzeigen, Tatsachen vermitteln, die uns aber auch auffordern, in denen wir nicht einfach nur sichere und schweigsame Teilnehmer sein können, sondern die uns mit uns selbst, mit dem Schönen und Schlimmen in uns und um uns, konfrontieren. Bücher, die uns inspirieren.

    „Sie sagen, dass wir von Hass getrieben sind, weil sie sich wundern, dass da Frauen mal keine Harmonie und Liebe versprühen, sondern Forderungen haben. Aber Wut ist nicht dasselbe wie Hass. Hass will Zerstörung. Wut will Veränderung. Hass ist destruktiv, Wut ist produktiv.“

    Stokowski zitiert Susan Sontag mit den Worten: „Wir müssen lernen, mehr zu sehen, mehr zu hören und mehr zu fühlen.“ Ich glaube, dass Literatur eine Schule des Sehens, des Zuhörens, des Hinhörens und Fühlens sein kann – „Untenrum frei“ hat es mir mal wieder gezeigt, mich darin bestärkt. Genauso wie Stokowski glaube ich daran, dass es wichtig ist

    „hinter Sätze, die in Stein gemeißelt sind, ein Fragezeichen [zu] setzen.“

    Dieses Buch setzt ein paar fette Fragezeichen und fügt meist noch ein fettes Ausrufezeichen hinzu.

  9. Cover des Buches Ich bin Circe (ISBN: 9783961610952)
    Madeline Miller

    Ich bin Circe

    (411)
    Aktuelle Rezension von: Vreni_liest

    Rezension: Ich bin Circe von Madeline Miller

    Ich habe Ich bin Circe mit großer Neugier begonnen, da mich die Idee einer Neuerzählung der griechischen Mythologie aus weiblicher Perspektive sehr angesprochen hat. Die Geschichte der Zauberin Circe, Tochter des Sonnengottes Helios, wird hier konsequent aus ihrer Sicht erzählt ,von ihrer Außenseiterrolle unter den Göttern bis zu ihrer Verbannung auf die Insel Aiaia.

    Inhaltlich fand ich den Roman durchaus interessant. Circe begegnet bekannten Figuren wie Odysseus, Hermes oder Ariadne(wo ich doch I, Ariadne schon gelesenhabe), und es hat mir gefallen, diese mythischen Gestalten einmal aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Besonders der Fokus auf Circes innere Entwicklung, ihre Einsamkeit und ihr langsames Wachsen an den Herausforderungen hat dem Buch Tiefe verliehen.

    Allerdings muss ich sagen, dass ich mich mit dem Schreibstil nicht immer leichtgetan habe. Die Sprache ist sehr ruhig und detailliert, stellenweise vielleicht zu sehr. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass sich Passagen in die Länge ziehen und die Handlung nur langsam vorankommt. Manche Beschreibungen wirkten auf mich langatmig, was meinen Lesefluss gebremst hat und dazu führte, dass ich zwischendurch meine Mühe hatte.

    Trotzdem hat das Buch seine starken Momente. Circes Entwicklung zur selbstbestimmten Frau und die feministische interpretation der Mythologie sind gut gelungen. Ich bin Circe ist für mich ein Roman, der mehr durch Atmosphäre und innere Prozesse als durch Spannung überzeugt auch wenn er für meinen Geschmack etwas straffer hätte erzählt sein dürfen.

    Insgesamt ein interessantes, aber nicht ganz leichtes Leseerlebnis, das Geduld verlangt und sicher nicht jeden gleichermaßen abholt.

  10. Cover des Buches Arkadien brennt (ISBN: 9783492267892)
    Kai Meyer

    Arkadien brennt

    (1.269)
    Aktuelle Rezension von: LeseEule28

    Auch wenn ich mich für Mafiathemen nicht so begeistern kann und man hier oft beide Augen zudrücken muss, habe ich mich auch mit dem zweiten Band der Serie wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Wenn man davon absieht, dass insbesondere der Mafiateil sehr unrealistisch ist, ist es eine spannende Fantasygeschichte. Kai Meyer weiß, wie man eine Geschichte aufbaut und spannend erzählt. Ich habe auch hier mit den Protagonisten mitgelitten.

  11. Cover des Buches Mansfield Park (ISBN: 9783150204078)
    Jane Austen

    Mansfield Park

    (559)
    Aktuelle Rezension von: herr_hygge

    Als junges Mädchen wird Fanny Price in die Obhut ihrer Tante Lady Bertram und ihres Onkels Sir Thomas gegeben und nach Mansfield Park gebracht. Dort soll sie mit ihren Cousinen und Cousins aufwachsen. Doch das schüchterne Mädchen fühlt sich fremd und von ihren Verwandten nicht willkommen geheißen. Einzig ihr Cousin Edmund ist um Fannys Wohl besorgt. Mit der Zeit entwickelt sie tiefe Gefühle für ihn, aber ihre Zuneigung wird auf die Probe gestellt, als die Familie mit den Geschwistern Mary und Henry Crawford Bekanntschaft schließt …


    Leider hat „Mansfield Park“ meine Erwartungen nicht erfüllt. Auch wenn mich der Roman zu Beginn schnell gepackt hat, ließ meine Begeisterung ebenso schnell wieder nach. Viele der Handlungsstränge wirken auf mich in die Länge gezogen und langatmig, um nicht zu sagen fast langweilig. Gleichzeitig waren manche interessanten Begebenheiten, bei denen ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte, nur knapp heruntergebrochen.


    Fanny Price wirkt im Vergleich zu anderen Austen-Heldinnen farblos und unauffällig. Ihre schüchterne und bedachte Art empfand ich zwar als sympathisch, und die Tatsache, dass sie trotz ihrer Umstände Willensstärke beweist und zu sich selbst steht, hat mir auch gut gefallen, aber etwas hat ihr gefehlt. Vielleicht etwas Esprit? Die übrigen Charaktere sind, typisch für Jane Austen, sehr stereotypisch gezeichnet. Bei jeder Figur wird ein Charakterzug besonders betont und bis zum Letzten „ausgeschlachtet“. Was mir bei den bisherigen Lektüren sehr gefallen hat, empfand ich bei diesem Buch als ermüdend. Die Gesellschaftskritik, die ich so sehr an Austen schätze, war zwar da, aber der gut pointierte Witz hat gänzlich gefehlt.


    Was ich dem Werk jedoch zugutehalten muss, ist die sprachliche Raffinesse und der wundervolle Ausdruck – wenn es auch etwas mehr Satire und Witz hätte vertragen können, waren doch gelungene Formulierungen dabei. Und es gab auch diesen einen kleinen Moment, in dem ich diesen Funken gespürt habe, bei dem ich dachte: Da ist die Jane Austen, die ich ins Herz geschlossen habe. Doch leider ist der Funke schneller erloschen, als er aufglimmte.

  12. Cover des Buches Die Unbändigen (ISBN: 9783365005446)
    Emilia Hart

    Die Unbändigen

    (272)
    Aktuelle Rezension von: minnysbookworld

    Die Unbändigen ist ein Roman, der sich nicht zähmen lässt. Drei Frauen, drei Zeiten, ein gemeinsamer Kern aus Kraft, Wut und Magie.

    Emilia Hart zeigt, wie weibliche Stärke über Generationen hinweg weitergetragen wird und wie sie sich ihren Raum zurückerobert.

    Die Magie wirkt wie ein Echo der Selbstbestimmung, die Erzählweise ist klar und poetisch, jede Figur hinterlässt Spuren.

    Für mich ist dieses Buch ein Funken, der etwas in mir entzündet hat. Es ist intensiv, atmosphärisch und kompromisslos. Ein Roman, der bleibt! ♥

  13. Cover des Buches 50 Sätze, die das Leben leichter machen (ISBN: 9783499013850)
    Karin Kuschik

    50 Sätze, die das Leben leichter machen

    (72)
    Aktuelle Rezension von: Noxoxas

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht – und zwar auf eine sehr positive Art. Ich habe es geradezu weggelesen. Es ist flüssig geschrieben, spannend und gleichzeitig locker und unterhaltsam. Dazu kommt eine gehörige Portion Humor, manchmal sogar eine wunderbar liebenswert bissige Note.

    Was mir besonders gut gefallen hat: Karin Kuschik schreibt nicht von oben herab und erhebt auch nicht den berühmten Zeigefinger. Sie belehrt nicht, sondern bringt ihre Gedanken und Erfahrungen so nahbar und lebenspraktisch auf den Punkt, dass man sich beim Lesen immer wieder selbst erkennt.

    Einige der 50 Sätze kannte ich bereits, viele waren für mich allerdings neu. Besonders spannend fand ich, dass es nicht beim Lesen geblieben ist. Ich habe einige der Formulierungen tatsächlich ausprobiert und war teilweise wirklich erstaunt, welche Wirkung ein einziger, klar formulierter Satz haben kann.

    Während ich das Buch gelesen habe, ertappte ich mich deshalb immer wieder bei dem Gedanken: „Was würde Karin Kuschik jetzt sagen?“ Oder: „Wie war das nochmal bei Karin Kuschik?“ 😄 Und genau daran merkt man für mich, dass dieses Buch etwas geschafft hat, was Ratgeber nicht immer schaffen: Die Inhalte bleiben im Kopf und begleiten einen auch im Alltag.

    Ich mag besonders den Gedanken, dass Souveränität nicht bedeutet, immer die perfekte Antwort parat zu haben oder jeden Konflikt gewinnen zu müssen. Manchmal reicht ein kleiner, klarer Satz, um Grenzen zu setzen, eine Situation zu entschärfen oder sich selbst wieder ein Stück näherzukommen – selbst dann, wenn man diesen Satz gar nicht ausspricht, sondern ihn einfach für sich denkt oder verinnerlicht. Denn manchmal verändert allein schon die eigene innere Haltung, wie man eine Situation erlebt und mit ihr umgeht.

    Für mich ist dieses Buch deshalb nicht nur unterhaltsam und interessant, sondern tatsächlich ein kleines Nachschlagewerk für den Alltag geworden. Ich werde es ganz sicher immer wieder hervorholen, darin blättern und nach dem passenden Satz suchen.

    Ein wunderbar erfrischendes, humorvolles und gleichzeitig sehr wertvolles Buch, das mir einiges mitgegeben hat. Klare 5 Sterne und eine absolute Empfehlung für alle, die sich im Alltag ein bisschen mehr Klarheit, Gelassenheit und Souveränität wünschen.


  14. Cover des Buches Krieger des Feuers (ISBN: 9783641074777)
    Brandon Sanderson

    Krieger des Feuers

    (235)
    Aktuelle Rezension von: die_pingus_

    Mit Krieger des Feuers führt Brandon Sanderson die Geschichte aus Kinder des Nebels fort. Nach dem Sturz des Obersten Herrschers hat sich die Situation im ehemaligen Imperium jedoch nicht zum Guten entwickelt. Die neue Freiheit bringt keine stabile Ordnung, sondern Machtkämpfe, politische Unsicherheit und neue Bedrohungen.

    Vin und ihre Gefährten müssen feststellen, dass es wesentlich einfacher ist, einen Herrscher zu stürzen, als ein funktionierendes Reich aufzubauen. Genau dieser Ansatz gefällt mir besonders gut. Sanderson beschäftigt sich nicht nur mit der erfolgreichen Revolution, sondern mit den Konsequenzen, die danach entstehen. Verschiedene Fraktionen kämpfen um Einfluss und die bisher unterdrückte Bevölkerung muss mit einer völlig neuen Situation umgehen.

    Vin steht erneut im Mittelpunkt. Ihre Entwicklung wird weitergeführt und ihre Beziehung zu Elant bekommt deutlich mehr Raum. Gleichzeitig wird sie immer stärker mit der Frage konfrontiert, was ihre eigenen Fähigkeiten eigentlich bedeuten und welche Verantwortung daraus entsteht. Dabei bleibt sie eine interessante Figur, weil sie trotz ihrer enormen Kräfte immer wieder mit Unsicherheit und Misstrauen zu kämpfen hat.

    Auch das Magiesystem wird erweitert. Die Allomantie bleibt ein zentraler Bestandteil der Handlung, gleichzeitig erfährt man mehr über die Hintergründe der Kräfte und die Geschichte dieser Welt. Sanderson gelingt es erneut, die Regeln seines Magiesystems konsequent einzusetzen, ohne dass es wie ein beliebiges Werkzeug wirkt.

    Allerdings hat der zweite Band für mich nicht ganz die Dynamik des ersten Teils. Die politische Handlung nimmt deutlich mehr Raum ein und einige Passagen ziehen sich. Die zahlreichen Gespräche über Herrschaft, Religion und gesellschaftliche Ordnung sind zwar wichtig für die Entwicklung der Geschichte, bremsen das Tempo aber teilweise erheblich.

    Dafür gewinnt die Geschichte an Tiefe. Die Figuren müssen sich mit den Folgen ihrer bisherigen Entscheidungen auseinandersetzen. Besonders interessant ist, dass die ursprüngliche Rebellion nicht einfach als Erfolgsgeschichte dargestellt wird. Sanderson zeigt, dass nach dem Ende einer Diktatur neue Probleme entstehen können und dass Freiheit allein noch keine funktionierende Gesellschaft schafft.

    Das letzte Drittel nimmt schließlich wieder deutlich an Fahrt auf. Die verschiedenen Handlungsstränge werden zusammengeführt und die Geschichte entwickelt eine Spannung, die im Mittelteil teilweise gefehlt hat. Gleichzeitig werden neue Fragen aufgeworfen, die neugierig auf den Abschluss der Trilogie machen.

    Krieger des Feuers ist für mich ein guter zweiter Band, auch wenn er nicht ganz so unmittelbar packend ist wie Kinder des Nebels. Dafür erweitert Sanderson die Welt deutlich und macht aus der ursprünglichen Rebellion eine wesentlich komplexere Geschichte über Macht, Verantwortung und den schwierigen Aufbau einer neuen Gesellschaft.

    Ein stärker politisch geprägter zweiter Teil, der weniger vom Überraschungseffekt des ersten Bandes lebt, dafür aber deutlich mehr Tiefe in die Welt und ihre Figuren 






    Rezensiert von Herr U.

  15. Cover des Buches Iron Flowers – Die Rebellinnen (ISBN: 9783733504212)
    Tracy Banghart

    Iron Flowers – Die Rebellinnen

    (466)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Ich habe das Hörbuch nur durch Zufall entdeckt muss aber sagen ich war positiv überrascht und es trifft sehr meinen Geschmack. Für so ein Jugendbuch hat es einige Schichten und ist sehr feministisch, was ich toll fand. Natürlich könnte es noch mehr Tiefe und world building haben und natürlich erinnert es an einige Bücher von dieser Zeit. Nichts desto trotz finde ich dass es seinen Job gut macht, ich war wirklich investiert in die Story und super gespannt sich wenn ich den einen Twist geahnt habe. Mir gefiel die ganze Idee die Umsetzung bisher und auch die Sprecher waren gut. Bin auf dem 2ten Teil gespannt 

  16. Cover des Buches Frida Kahlo und die Farben des Lebens (ISBN: 9783746635910)
    Caroline Bernard

    Frida Kahlo und die Farben des Lebens

    (195)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen

    Dies ist mein zweiter Roman über die Künstlerin Frida Kahlo.. hauptsächlich fing ich mit den ersten Roman weil die Frau meines Vaters sie verehrt , jetzt nach den Buch muss ich sagen das ich sie verstehe , jetzt bin ich auch von Frida Kahlo fasziniert und werde zukünftig noch einiges über die Künstlerin lesen wollen , was der Frau meines Vaters sehr freuen wird weil sie danach die Bücher von mir bekommen wird . 

    Bei diesen Buch kam mir Frida sehr nah vor , ich habe vor allem ihre leiden , sei es von ihren dramatischen Unfall , das auf und ab ihrer grossen Liebe Diego miterlebt ..was sie doch für eine starke Frau sie wahr und vieles mit ihren Bildern ausgedrückt hatte ..

    Ich kann aber nicht nur Frida Kahlo Fans das Buch ans Herz legen , es ist interessant geschrieben und zieht einen im Sog , vorallen da die Autorin des Buches versucht hat den Roman so authentisch wie möglich zu machen von Frida 's leben .. 

  17. Cover des Buches Himmelstiefe (ISBN: 9783785585658)
    Daphne Unruh

    Himmelstiefe

    (386)
    Aktuelle Rezension von: grinsekatze_schnorri

    Vor ein paar Jahren bin ich zufällig auf dieses Buch gestoßen. Ich habe die komplette Reihe mehrfach gelesen. 

    Es ist eine  Fantasy  Reihe,  die mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen hat. 

    Der Schreibstil von Daphne Unruh ist sehr angenehm,  es war von Anfang interessant. 

    Die Protagonistin Kira ist authentisch und es hat Spaß gemacht ihren Weg zu begleiten. 

    Es ist ganz toll geschrieben und die Magischen Elementkräfte sind toll. Es ist eine meiner Lieblingsreihen

    Ich empfehle dieses Buch nicht nur Jugendlichen, sondern auch allen Fantasy Liebhabern, die es lieben in die Welt einer Magischen Akademie einzutauchen, wie auch unsere Protagonistin Kira, die im Grunde auch abtauchte....

  18. Cover des Buches Lügen über meine Mutter (ISBN: 9783462006575)
    Daniela Dröscher

    Lügen über meine Mutter

    (284)
    Aktuelle Rezension von: sbalunzia

    „Wenn alle Frauen dieser Erde morgen früh aufwachen und sich in ihren Körpern wirklich wohl und kraftvoll fühlen, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen.“

    Das ist zwar auch nur ein Zitat, welches im Buch von Laurie Penny angegeben wird, es beschreibt für mich aber sehr gut das Buch.

    Es handelt in den 70er-Jahren. Das grösste Problem des Vaters ist das Gewicht der Mutter. Er wird deshalb (seiner Meinung nach) nicht befördert. Sie sei faul und mache den ganzen Tag nichts (was überhaupt nicht stimmt, mit alten Familienmitgliedern, mehreren Kindern und dem Haushalt plus noch Arbeiten). Und wenn sie für die Arbeit nach Marokko will, ist das der Weltuntergang. Er kann aber ohne Diskussion verreisen.

    Relativ schnell merkt man, dass eine Dysbalance in dieser Familie herrscht. Durch die Sichtweise der jungen Tochter wirkt das Beschriebene erst unverfänglich. Beim näheren Nachdenken merkt man aber, welche Strukturen in dieser Familie, in der weiteren Familie, aber auch im Dorf herrschen.

    Fast nach jedem Kapitel gibt es Einschübe der erzählenden Tochter als „erwachsenes Ich“, in denen sie Begriffe, Dynamiken und Situationen analysiert oder erklärt.

    Es wird schön sichtbar, wie zwei nicht zusammenpassende Pole sich gegenseitig zerstören und wie die Frau nicht nur als kostenlose Haus-, Kinder- und Pflegekraft verstanden und gleichzeitig übersehen wird, sondern auch, was der soziale Druck mit uns macht und uns machen lässt.

    Das Buch ist nicht ohne. Der Vater hat so stark an der Figur der Mutter gemeckert, dass ich selbst komplexe bekommen habe. Ich würde jedem mit Körperbild- , Ess-, oder anderen Störungen dieses Buch nur mit Vorsicht empfehlen. Ansonsten fand ich es sehr gut und auch lesenswert!

  19. Cover des Buches Three Women – Drei Frauen (ISBN: 9783492317917)
    Lisa Taddeo

    Three Women – Drei Frauen

    (146)
    Aktuelle Rezension von: Beasonders

    … sogar ziemlich schlimm. Ich hatte damit gerechnet, dass das Buch sicher keine angenehme Geschichte sein wird, aber am Ende kann man es wirklich nur so zusammenfassen: schlimm.

    Sprachlich fand ich es ab und an etwas holprig, was den Lesefluss minimal gestört hat. Oft konnte ich aber auch aufgrund der Geschichte nur ein Kapitel lesen und musste es dann erst einmal beiseite legen.

    Dennoch könnte man sich fragen, ob das eine Pflichtlektüre sein sollte. 

  20. Cover des Buches Drei Fragen (ISBN: 9783596512997)
    Jorge Bucay

    Drei Fragen

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Jedes einzelne Leben ist einzigartig, jeder Mensch besitzt eine eigene Weltsicht einen persönlichen Lebensplan und doch (oder gerade deshalb?) scheinen sich die Probleme zu häufen, mit denen sich die Menschen konfrontiert sehen. Einen Weg aus diesem Dilemma versucht Jorge Bucay auf bekannt direkte Art und erneut mit Unterstützung zahlreicher Geschichten – auch wenn diese gegenüber früheren Werken (insbes. „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“) nicht ganz so zahlreich sind.

    Dies hat seinen Grund. Hier geht es um eine tiefere Analyse der Wesensmerkmale der Menschen, die Bucay mit Hilfe der „Grundfragen des Lebens“ anstellt: „Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?“ Anders gefragt: Gelange ich bei einer intensiven Auseinandersetzung mit diesen Fragen unter Zuhilfenahme dieses Buches auf die Glücksspur des Lebens? Kann sein, muss aber nicht.

    Denn dieses Buch strotzt nur so von „schlauen“ Merksätzen/Lebensweisheiten, die man meist eins zu eins übernehmen kann. Doch es ist wie fast immer: Ist die Fülle der Auswahl zu groß, besteht die Gefahr, dass die gut formulierten Aussagen verschwimmen, nicht mehr die Wirkmächtigkeit entfalten können, die ihnen zweifellos zukommt. Es gilt also auszuwählen, sich den Fragen und Antworten zu nähern, die einen persönlich umtreiben, um so möglichst optimal von der Lektüre dieses Buches zu profitieren.

    Als „allgemeine Erbauungsliteratur“ ist dieses Buch nicht geeignet. Dafür ist es zu persönlich, persönlich im Sinne von: Es lässt einen nicht kalt, weil es das eigene Leben auf den Prüfstand stellt. Das Leben in Verbindung mit anderen Menschen, mit ihren Vorstellungen, die nicht unbedingt (meist nicht) mit den eigenen zur Gänze kompatibel sind. Wie dennoch ein zufriedenes Leben im Kontakt, in Verbindung mit anderen Menschen gelingen kann, gar eine Zweisamkeit erfolgreich gelebt werden, ergo ein gemeinsamer Weg gefunden und beschritten werden kann, wird hier vielschichtig dargestellt. Kurz: Die Entwicklung von der selbst gestalteten Einsamkeit zur zugewandten Zweisamkeit.

    Wenn sich während oder nach der Lektüre das Gefühl einstellt bereits auf dem richtigen Weg zu sein, dann „hat man das sichere Gefühl, nicht verloren zu sein, und man empfindet Zufriedenheit, weil man weiß, dass man seine Richtung gefunden hat.“ Für die „Pendelnden“ unter uns gibt dieses Buch die Kraft für neue Anstrengungen in dieser Richtung.

    (13.8.2021)

     

  21. Cover des Buches Unorthodox (ISBN: 9783442770205)
    Deborah Feldman

    Unorthodox

    (293)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Dieses Buch lag schon länger auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Warum ich es so lange nicht gelesen habe, kann ich gar nicht sagen, denn ich war total neugierig darauf. Und ich muss sagen, das Buch hat mich wirklich gefesselt. Es hat mich sehr berührt und lange beschäftigt. Die Autorin ist nur wenig jünger als ich und ich fand es faszinierend und erschreckend zugleich, wie sehr sich ihr Leben von meinem unterscheidet. Ihre Kindheit und Jugend bei den Satmarern ist unfassbar strikt und streng von Regeln und Vorgaben geprägt. Alles ist reglementiert, Bildung nicht gerne gesehen und ein eigener Wille sowieso nicht. Wenn man das alles so liest, wundert man sich, dass jemand die Kraft und Energie und auch den Mut hat, sich aus dieser Welt zu befreien.

    Anders als Befreiung kann man es kaum nennen, finde ich. Man kann an manchen Stellen kaum glauben, dass es heutzutage in New York so ein Leben geben kann – und gleichzeitig wirkt das Erzählte sehr authentisch, offen und ehrlich. 

    Wer sich für andere Religionen, Traditionen und Gebräuche interessiert, wird das Buch gerne lesen. Ich habe viel Wissen mitgenommen, auch weil ich neben der Lektüre noch einiges recherchiert habe. Absolut spannend – ich denke, ich werde auch das Nachfolgerbuch bald lesen, weil es mich doch interessiert, wie es mit Deborah weitergegangen ist.

  22. Cover des Buches Wenn die Kraniche nach Süden ziehen (ISBN: 9783442762965)
    Lisa Ridzén

    Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

    (140)
    Aktuelle Rezension von: Vreni_liest

    Lange hatte ich kein so tiefgründiges und hochemotionales Buch mehr in den Händen. Noch während des Lesens habe ich immer wieder mit meinem Mann über die Geschichte des 89-jährigen Bo gesprochen, weil sie mich so tief berührt hat.

    Bo trägt sein Leben lang den Groll gegen seinen Vater mit sich herum und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sich die angespannte Beziehung zu seinem Sohn Hans wieder verbessert. Als Hans ihm jedoch seinen geliebten Hund Sixten wegnehmen möchte, bricht für Bo eine Welt zusammen. Seine Frau lebt inzwischen in einer Demenzeinrichtung und erkennt ihn nicht mehr. Geblieben sind ihm nur die wöchentlichen Telefonate mit einem guten Freund und die Besuche des Pflegedienstes. Dabei wird eindrucksvoll gezeigt, wie unterschiedlich Generationen denken und wie sehr diese Konflikte das Leben prägen.

    Der einfühlsame Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass sich das Buch leicht und flüssig lesen lässt. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Das Ende hat mich zu bitteren Tränen gerührt und ich bin sicher, dass ich noch lange über dieses besondere Buch nachdenken und mit Freunden darüber sprechen werde.

    Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

  23. Cover des Buches Marschlande (ISBN: 9783596523771)
    Jarka Kubsova

    Marschlande

    (199)
    Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_

    In der norddeutschen Marsch im 16. Jahrhundert hat es Gutsbesitzerin Abelke Bleken nach dem Tod des Vaters nicht leicht als junge Frau alleine einen großen Hof zu bewirtschaften. Vielen Leuten ist sie ein Dorn im Auge und wird der Hexerei bezichtigt. Fast 500 Jahre später zieht Britta Stoever mit ihrer Familie in die Marsch. Auch für sie bedeutet das Leben dort einen Umbruch und sie begibt sich auf Spurensuche.

    Auf besondere Weise verwebt Autorin Jarka Kubsova in ihrem Buch die Leben dieser beiden Frauen, die trotz so vieler Unterschiede auch zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen. Die beeindruckend gut recherchierten historischen Hintergründe lassen den modernen Leser an vielen Stellen sprachlos zurück. Sprachlos, weil die Stärke dieser Frau an anderen Menschen Schwächen aufgedeckt hat, die man zu vertuschen versuchte. So wurden durch Sturheit und Blindheit damals zahlreiche hoffnungsvolle Leben zerstört und letztlich hingerichtet. Ähnlich machtlos im übertragenen Sinne fühlt sich auch Britta in ihrem heutigen Leben. Aber wie auch Abelke damals schon, gibt sie sich nicht einfach geschlagen. Dieses Buch ist eine gut ausformulierte Hymne an alle starken Frauen und die, die es noch werden können, egal aus welcher Epoche.

  24. Cover des Buches How to Fight Fate (Fate Dilogie, Bd. 1) (ISBN: 9783764171476)
    Saskia Louis

    How to Fight Fate (Fate Dilogie, Bd. 1)

    (126)
    Aktuelle Rezension von: buchgestapel

    Worum geht’s?

    Um nicht als Kanonenfutter in einem aussichtslos wirkenden Krieg an der Front zu landen, will Kiana unbedingt ihren Seelenpartner finden. Als dieser jedoch bereits kurz nach der Zeremonie stirbt, blickt sie ihrem schlimmsten Albtraum ins Auge – und setzt alles daran, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


    Meine Meinung

    Saskia Louis war für mich bisher immer eine Garantie auf spannende und wirklich unterhaltsame Bücher, weshalb auch diese Reihe direkt bei mir einziehen musste. Im Nachhinein betrachtet war das leider ein bisschen vorschnell von mir, denn so cool wie ich die Idee dieses Buches auch fand, hat mich das Tempo der Geschichte schlussendlich nicht ganz so überzeugen können.

    Schreibstil, Idee und Figuren haben mir dabei allerdings grundsätzlich gut gefallen, da ich das Konzept der Hierarchisierung von „Liebe“ und Partnerschaft gleichermaßen spannend wie erschreckend fand. Meine Erwartungen in Hinblick auf das Entwicklungspotenzial der Charaktere wurde dabei ebenfalls nicht enttäuscht, was mich zumindest in weiten Teilen der Geschichte dazu motiviert hat, weiterlesen zu wollen.

    Protagonistin Kiana und ihre beiden Mitstreiter Tyron und Nevin fand ich grundsätzlich sympathisch und habe sie gerne begleitet, da ich unbedingt wissen wollte, ob sie ihre Flucht unbeschadet überstehen und tatsächlich alle ihre Ziele erreichen. Durch die ab und an wechselnde Perspektive hatte ich zudem nicht den Eindruck, immer wieder den Zugang zu den Figuren, insbesondere zu Tyron, zu verlieren, was mich sehr positiv überrascht und es mir leichter gemacht hat, mich wirklich auf alle Charaktere einzulassen.

    Meine Schwierigkeiten mit dem Buch beziehen sich daher tatsächlich primär auf den Spannungsbogen, der mein Interesse leider phasenweise eher gedämpft hat. Ich hätte mir insgesamt eine etwas konsistentere Spannung gewünscht, da große Teile der Geschichte mit wenigen Unterbrechungen relativ ereignislos auf mich gewirkt haben. Das Ende kam daher etwas sehr rasant daher, was zwar einerseits neugierig auf Band zwei gemacht, mich gleichzeitig aber auch etwas überrumpelt hat.


    Fazit

    Saskia Louis hat sich den Platz auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen auf jeden Fall verdient, auch wenn der Spannungsbogen hier nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat. Lust auf den zweiten Teil der Reihe habe ich aber trotzdem, auch wenn ich vielleicht auf etwas mehr Straffung im Handlungsbogen hoffe.

    Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

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