Bücher mit dem Tag "selbstbewusstsein"
263 Bücher
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.278)Aktuelle Rezension von: Lili-MarieDas Café am Rande der Welt liest sich leicht weg und hat ein paar nette Denkanstöße. Die Idee, zufällig in so einem mysteriösen Café zu landen und plötzlich über den Sinn des Lebens und all das nachzudenken, ist eine tolle Idee und eine schöne Vorstellung. Das Buch hat mich an einigen Stellen wirklich zum Nachdenken angeregt und ich habe mich mit den Fragen, die sich John schon gestellt hat, beschäftigt.
Trotzdem bleibt das Buch insgesamt eher oberflächlich. Vieles klingt wie bekannte Lebensweisheiten, die man schon öfter gehört hat, nur eben in einer kleinen Geschichte verpackt. Wenn man schon ein bisschen was in Richtung Persönlichkeitsentwicklung gelesen hat, wirkt es nicht besonders neu. Auch die Figuren bleiben ziemlich blass. Zudem wiederholt sich auf den wenigen Seiten einiges mehrmals und das Potential wird daher meiner Meinung nach nicht vollkommen ausgeschöpft.
Unterm Strich ein nettes, kurzes Buch für zwischendurch, das zum Nachdenken anregt, aber nicht mega lange im Gedächtnis bleibt.
- Mona Kasten
Feel Again
(1.930)Aktuelle Rezension von: Anna_Magdalena„Feel Again“ hat mich besonders berührt, weil Sawyer und Isaac als Paar einfach perfekt funktionieren. Ehrlich: Zuerst dachte ich, das Buch wird nichts für mich – normalerweise lese ich lieber über Bad Boys. Aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Sie, die zynische Fotografin mit Schutzpanzer; er, der schüchterne, kluge Softie – zusammen wachsen sie genau dorthin, wo Vertrauen und Anziehung sich die Waage halten. Ihr Deal startet spielerisch, wird dann zu echter Nähe, ohne Grenzen zu übergehen. Mona Kasten zeichnet die beiden mit Humor, knisternden Dialogen und leiser Verletzlichkeit: ein glaubwürdiger Slow Burn mit verdienten Höhepunkten. Vertraute Gesichter geben Wärme, doch Sawyer & Isaac stehlen jede Szene. Geliebt!
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
(1.243)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.
- Ayla Dade
Like Snow We Fall
(833)Aktuelle Rezension von: Nia89Der Roman Like Snow We Fall spielt im winterlichen Aspen und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da die Geschichte sehr angenehm zu lesen ist und schnell Spannung aufbaut. Besonders die winterliche Landschaft wurde so bildhaft beschrieben, dass man sich Aspen mit seinen verschneiten Bergen und der kalten, klaren Luft sehr gut vorstellen konnte. Dadurch entstand ein starkes Winterfeeling, das dem Buch eine gemütliche und zugleich romantische Atmosphäre verlieh.
Die Charaktere sind authentisch und nachvollziehbar gestaltet. Vor allem in Paisley und Knox konnte man sich gut hineinversetzen, und ihre gemeinsame Geschichte wollte man unbedingt weiterverfolgen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Liebes- und Sexszenen nicht zu häufig vorkommen und auch nicht übermäßig detailliert beschrieben sind, was gut zur Stimmung des Romans passt und den Fokus auf die emotionale Entwicklung der Figuren legt.
Kritisch sehe ich jedoch das Ende des Buches, das für mich etwas zu abrupt wirkte. Die Handlung wurde dort sehr schnell abgeschlossen. Auch Paisleys Vergangenheit, die eine wichtige Rolle für ihr Verhalten spielt, wurde meiner Meinung nach zu wenig ausgeführt und eher nur angeschnitten. Ähnlich empfand ich den Handlungsstrang um Ivan: Sein Auftauchen und späteres Verschwinden geschahen sehr plötzlich und hätten mehr Raum verdient. Die Begegnung mit Polina am See wirkte zudem etwas fragwürdig und blieb für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Trotz dieser Kritikpunkte ist Like Snow We Fall ein gelungenes Buch mit einem einfachen, angenehmen Schreibstil und einer stimmungsvollen Atmosphäre. Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, und ich freue mich darauf, auch die weiteren Bände der Reihe zu lesen.
- Kelly Oram
Cinder & Ella
(1.691)Aktuelle Rezension von: LidenBUCH
review
Autor
Kelly Oram
Genre des Buches :
Young Adult Liebesroman
Was ist das Hauptthema oder die Message des Buches ?
Diversität - Erste Liebe - Back to Life - Hollywood
Würde ich es weiterempfehlen?
Bedingt (Altersgruppe : 14-25)
Datum
30.11.2025
Bewertung
Titel Cinder & Ella
Zusammenfassung des Buches in meinen eigenen Worten:
Ella überlebt einen schweren Autounfall, bei dem ihre Mutter verstirbt. Nach langer Reha und Klinik zieht sie zu ihrem Vater, den sie seit Kindheitstagen nicht mehr gesehen hat. Ihre einzige Konstante ist Cinder, ihr Chatfreund. Beide sind heimlich ineinander verliebt. Cinder ist ein Hollywoodstar und führt einen gegen - sätzlichen Lifestyle
Mein Fazit zu diesem Buch :
Im Zuge eines SuB Abbaus habe ich das Buch gelesen. Gefallen hat mir die Tiefgründigkeit bei bestimmten Themen. Dafür waren andere Themen arg artifiziell und unglaubwürdig. Das Ende war mir too much. Oram hat einen flüssigen und leichten Schreibstil.
Die Fortsetzung interessiert mich nicht. Cinder war mir für die gewählte Zielgruppe zu ordinär.
- Hape Kerkeling
Der Junge muss an die frische Luft
(391)Aktuelle Rezension von: SeverusNyssenDer Junge muss an die frische Luft“ ist nicht einfach nur eine Autobiografie, sondern eine liebevoll erzählte Erinnerung an die prägenden Jahre des jungen Hape Kerkeling. Von der ersten Seite an nimmt er seine Leser*innen mit in die Welt des Ruhrgebiets der 1970er-Jahre – eine Welt voller Currywurstbuden, Nachbarschaftsleben, rauer, aber herzlicher Menschen und einer Familie, die ebenso Halt wie Bruchstellen bereithält.
Besonders beeindruckend ist, wie Kerkeling es schafft, kindliche Perspektive und erwachsene Reflexion miteinander zu verweben. Man liest von seiner frühen Begabung für Humor und Imitation, von ersten kleinen Auftritten vor der Familie, und spürt zugleich die Schattenseiten seiner Kindheit: die Depression und den viel zu frühen Tod seiner Mutter, die Leere, die dieses Ereignis hinterlässt, und die Suche nach einem Platz im Leben. Trotz dieser Schwere verliert das Buch nie seinen leichten Ton – es gibt immer wieder Szenen, die zum Schmunzeln bringen, weil sie mit feinem Humor und Selbstironie geschildert sind.
Das Faszinierende ist, dass Kerkeling weder verklärend noch bitter schreibt. Er blickt ehrlich zurück, ohne zu urteilen. Gerade dadurch entsteht eine Nähe, die berührt: Man fühlt mit dem kleinen Hans-Peter, wenn er in der Enge der Wohnung nach Luft schnappt, aber auch, wenn er durch seine Fantasie ganze Wohnzimmer in Bühnen verwandelt.
„Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein Buch, das zeigt, wie aus Schmerz Kreativität wachsen kann, wie Humor zum Überlebensmittel wird und wie Erinnerungen – so traurig sie auch sein mögen – getragen sind von Liebe und Dankbarkeit. Es ist ein sehr persönliches Werk, das nicht nur Fans von Hape Kerkeling anspricht, sondern alle, die Geschichten über Kindheit, Verlust und die Kraft des Humors schätzen.
- Ana Huang
King of Wrath
(232)Aktuelle Rezension von: SabrrinaAufgrund einer Erpressung soll Milliardär Dante Russo die Tochter des neureichen Francis Lau heiraten. Vivian, Francis’ Tochter, weiß nichts von dieser Erpressung, sondern akzeptiert die arrangierte Ehe, da sie dies als loyale Tochter als ihre Pflicht ansieht. Dante hingegen plant, die Beweismittel, die Francis gegen ihn in der Hand hat, in der Zeit zwischen Verlobung und Hochzeit zu vernichten und so die Ehe zu verhindern. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass Vivian mehr Einfluss auf ihn haben könnte, als ihm lieb ist.
Wir erleben die Geschichte aus zwei Perspektiven. Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen. Die Annäherung sowie die widersprüchlichen Gefühle der beiden Protagonisten waren für mich sehr unterhaltsam. Auch die spicy Szenen empfand ich als gelungen inszeniert. Allerdings nimmt die Geschichte ihren vorhersehbaren Lauf und erreicht schließlich einen Punkt, an dem sich die Wege der beiden trennen. Ab diesem Moment zog sich die Handlung für mich deutlich. Es fühlte sich an, als würde das glückliche Zusammenfinden der beiden Charaktere künstlich in die Länge gezogen.
Zwar mochte ich es, dass Vivian sich von der braven, angepassten Tochter zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickelt, die für sich selbst einsteht, doch hätte ich diese Entwicklung nicht in dieser Ausführlichkeit gebraucht oder mir gewünscht, dass sie früher und organischer in die Geschichte eingebunden wird.
Alles in allem bekommt man hier das, was man von einem Buch dieses Genres vermutlich erwartet. Da diese Reihe jedoch einen so großen Hype erfährt, waren meine Erwartungen wohl etwas zu hoch. Ich habe bereits emotionalere und stärkere Liebesgeschichten gelesen, die ähnlich aufgebaut waren. Empfehlen würde ich in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Made-Reihe von Danielle Lori oder die Perfectly Imperfect-Reihe von Neva Altaj. Ob ich diese Reihe weiterverfolgen werde, da bin ich noch unschlüssig.
- Jenny Han
Der Sommer, als ich schön wurde
(500)Aktuelle Rezension von: bellabienchen89Der Sommer als ich schön wurde ist eine feinfühlige, sommerliche Coming-of-Age-Geschichte, die durch Wärme, Weisheit und ehrliche Begegnungen besticht. Der Roman baut sich ruhig und behutsam auf, ohne die Spannung zu vernachlässigen. Es geht weniger um spektakuläre Ereignisse als um die innere Wärme, die sich entwickelt, wenn man sich selbst besser kennenlernt. Die Erzählperspektive bleibt eng gefasst auf die Protagonistin, wodurch der Leser nah an ihren Gedanken bleibt. Rückblicke oder kleine Wendungen dienen dazu, Kontext zu geben, ohne das sommerliche Tempo zu brechen.
- Carina Bartsch
Nachtblumen
(341)Aktuelle Rezension von: anni_99Es geht in dem Buch um die neunzehnjährige Jana, die eine schwierige Vergangenheit hatte und jetzt in einem Wohnprojekt auf Sylt einen Neuanfang sucht. Dort wohnt sie mit anderen jungen Erwachsenen zusammen, die ebenfalls ihre eigenen Geschichten mit sich herumtragen und fängt währenddessen eine Ausbildung an. Unter anderem ist da auch Collin, der gerne alleine ist und niemanden an sich heranlässt. Doch mit der Zeit entwickelt sich langsam eine Verbindung zwischen den beiden.
Die Beziehung entwickelt sich nur sehr langsam, was sehr echt wirkt und sich sehr entspannt verfolgen lässt. Alle Charaktere sind wirklich detailliert und authentisch entwickelt und auch die Nebenfiguren haben alle ihre kleine, aber durchaus wichtige Rolle in dem Entwicklungsprozess von Jana. Besonders gut hat mir auch der atmosphärische und bildliche Schreibstil gefallen, sodass sich beim Lesen fast dauerhaft ein Film vor meinen Augen abgespielt hat. Ich konnte richtig in die Geschichte und das Inselfeeling abtauchen, alles ist sehr realistisch und schön zu lesen.
Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass meiner Meinung nach wirklich relativ wenig auf den immerhin knapp 550 Seiten passiert. Es fehlt dadurch ein bisschen die Spannung, trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und ich habe dauerhaft mit Jana mitgefühlt. Letztendlich ist es nämlich wirklich schön gewesen zu sehen, wie sich die Persönlichkeit von Jana immer weiter entwickelt hat.
Fazit: Ruhige, gefühlvolle Geschichte mit sehr angenehmer Atmosphäre, klare Leseempfehlung für jeden, der nichts gegen ein bisschen weniger Spannung einzuwenden hat.
- Jorge Bucay
Drei Fragen
(41)Aktuelle Rezension von: RosaPJorge Bucay schreibt in diesem Buch von drei essentiellen Fragen, die sich vermutlich jeder Mensch im Laufe seines Lebens stellt. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem? Er leitet die Leserin mit einer therapeutischen Art an die eigenen Antworten heran. Er beleuchtet dabei viele Aspekte, wie etwa Selbstliebe, der Schmerz durch Verluste, Zielsetzungen zur eigenen Zufriedenheit. Dabei umschreibt er die aussagenden Punkte mit Metaphern, Zitaten, Gedichten oder auch kleinen Geschichten. Man ist dem Thema nahe und reflektiert sich selbst.
Dieses Buch hat meine Sicht auf das Leben geändert und mir vor Lebensphasen, die von Veränderung geprägt waren, massiv geholfen. Das Buch kam für mich zur richtigen Zeit und zum richtigen Moment in meinem Leben. Ich empfehle das Buch vielen Freund*innen, die durch eine Selbstfindungsphase gehen oder sich verloren fühlen, und verleihe es eigentlich andauernd. Mit der Hoffnung, dass es meinen Freund*innen so viel Klarheit geben kann, wie es mir diese damals gegeben hat.
Zusammengefasst kann ich das Buch absolut empfehlen, wenn man bereit ist sich zu reflektieren und den Weg der Heilung und der Findung zu sich selbst einzugehen.
- Petra Hülsmann
Hummeln im Herzen
(722)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterHummeln im Herzen war bereits das dritte Buch von Petra Hülsman, das ich gelesen habe. Auch dieses Mal würde ich nicht enttäuscht.
Die Geschichte dreht sich um Lena, die kurz vor ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten sitzen gelassen wurde. Völlig aus der Bahn geworfen, zieht sie in die WG ihres Bruders. Besonders hart trifft sie die Bemerkung ihres Ex, sie sei "gemütlich". Das ist der Ausschlaggebende Punkt sich komplett zu verändern.
Was mich total begeistert hat: das Cover! Es versprüht pure Lebensfreude und macht Lust, in die Geschichte einzutauchen. Und genau das passiert auch beim Lesen. Petra Hülsmann schreibt mit so viel Gefühl und Herzenswärme, dass man die Seiten einfach nur verschlingen möchte.
Lena selbst ist ein herzen gute Person, die man sofort ins Herz schließt. Doch sie weiß oft nicht, was gut für sie ist. Genau diese Mischung aus Humor, Gefühl und Selbstfindung macht das Buch so besonders. Es ist kein kitschiger Liebesroman, sondern eine Geschichte mit einer wichtigen Botschaft: Sei so wie du bist - denn genauso bist du wunderbar!
Es ist ein Buch, das einen schmunzeln lässt, nachdenklich macht und einfach nur guttut.
- Mhairi McFarlane
Es muss wohl an dir liegen
(336)Aktuelle Rezension von: luckytimmiDelia ist seit 10 Jahren mit Paul zusammen und will ihn eigentlich heiraten. Als sie erfährt, dass Paul fremdgegangen ist, zieht sie vorübergehend nach London zu ihrer Freundin Emma. Schnell bekommt sie dort auch einen Job, der etwas fragwürdig ist… Über das Internet lernt sie durch ihren alten Job Joe kennen, und in London lernt sie Adam kennen, der sie anfangs erpresst…Und ist Paul wieder eine Option für sie?
Ich muss sagen, dass ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzukommen. Aber dann gefiel es mir ganz gut. Es gab nicht nur das Thema Gefühle und Liebe, sondern auch die (fast kriminelle) Spannung. Dies war mein 2. Buch von der Autorin und ich würde noch eins von ihr lesen…
- Gayle Forman
Nur ein Tag
(531)Aktuelle Rezension von: Mama_liest_wiederIch hatte das Buch jetzt schon länger im Regal stehen und hatte jetzt endlich Zeit es zu lesen. Den Anfang fand ich wirklich gut. Es war gut zu lesen und ich kam gut durch. Ich fieberte sogar richtig mit. Dann kam der 2. Teil in dem Allyson sehr depressiv war und das hat mir so gar nicht gepasst.
Wieso müssen Mädchen denn sofort Depressiv werden wenn ein Typ sie sitzen lässt?
Im laufe des weiteren Buches wird dann klar das sie eigentlich hauptsächlich der Version von sich selbst nach trauert. Also nimmt sie ihr Leben in die Hand und versucht es zu ändern. An diesem Punkt gefällt mir das Buch sehr gut. Allyson wird richtig Aktiv macht eine enorme Charakter Entwicklung durch und kommt aus der Passivität heraus. Über den Punkt das sie Willem jetzt auf eigene Faust sucht bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite feier ich es das sie nicht auf ihn wartet um sich finden und retten zu lassen, sondern das sie selber los zieht und ihn finden will. Auf der anderen Seite finde ich aber auch das es vermittelt das man einem Typen einfach weiter hinterher laufen muss auch wenn er einen einfach sitzen gelassen hat. Aber ich denke das ist einfach dem Genre geschuldet. Trotzdem hätte ich es besser gefunden hätte sie die Suche erst begonnen wenn ihr ein Zeichen geschickt worden wäre das Willem auch gefunden werden will. Z.b. ein Zettel mit hole kurz Frühstück in ihrem Rucksack den sie seid dem Tag nicht mehr geöffnet hat oder so etwas.
Alles in allem finde ich das Buch trotzdem gut. Und würde es auch weiter empfehlen. Vor allem gefällt mir die Allyson die emanzipiert Ihr Leben selbst in die Hand nimmt.
- Lori Nelson Spielman
Heute schon für morgen träumen
(215)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Em wohnt im Haus der Familie. Auch wenn sie dort ihr eigenes Reich hat lässt sie sich doch sehr stark von ihrer Nonna bevormunden.
Da ihre Mutter früh starb ließ der überforderte Vater zu, dass seine Schwiegermutter das Zepter schwang.
Als Tante Poppy, die Schwester ihrer Nonna, kurz vor ihrem 80 ten Geburtstag mit Emilia nach Italien fliegen will, greift sich Em ein Herz und folgt ihrer Tante, auch gegen den Willen ihrer Nonna.
Ich kannte bisher kein Buch der Autorin. Dieses Buch hat mir meine Tochter weiter gegeben, nachdem sie es gelesen hatte, und es ihr gut gefiel.
Mich störte zunächst, das Em sich von ihrer Nonna so beherrschen ließ. Diese Frau war mir von Anfang an unsympathisch.
Je mehr ich in der Geschichte voran kam, um so unmögliche fand ich die verlogene Alte.
Schon bald war mir klar, dass es da ein dunkles Familiengeheimnis gibt.
Luciana, Ems Cousine darf auch mit auf die Selbstfindungstour nach Italien. Sie war mir zu Beginn zu flippig. Dann kam der Wandel und machte sie mir viel sympathischer.
Mit Ems Schwester Dari wurde ich auch nicht so recht warm. Ihre Begründung gegen Ende, warum sie sich gegenüber ihrer Schwester so verhielt hat mich nicht wirklich überzeugt.
Tante Poppy fand ich großartig. Sie war die Charaktere im Buch, die mich am meisten beeindruckt hat. Ein Leben und so viele Schicksalsschläge und doch konnte es sie nicht brechen. Bewundernswert.
Sie konnte den beiden Mädels mit ihrer Lebensgeschichte und ihrem unbeirrbaren Glauben an ein Happy End so viel mitgeben.
Vom Schreibstil her hat mir die Geschichte auch gut gefallen. Es sprang immer zwischen den frühen 60 ern und der Gegenwart. Aber die Vergangenheit war gut in die Gegenwartsgeschichte eingebunden.
Mir hat das Buch gefallen.
- Rachael Lippincott
Drei Schritte zu dir
(367)Aktuelle Rezension von: Thalia00Ich habe schon viele Reaktionen auf diese Geschichte mitbekommen und es bis jetzt etwas gemieden, weil ich nie so wirklich in der passenden Stimmung für ein Drama war. Aber jetzt habe ich die Chance von meinem Lese Marathon genutzt und das Buch auch innerhalb ein paar Stunden beendet.
Stella ist ein sehr starker Charakter. Sie ist hat eine Lungenkrankheit und ist seit sie 6 Jahre alt ist im Krankenhaus. Ihre Schwester hat sie immer unterstützt und ihr Mut gegeben, doch sie starb bei einem Unfall. Seitdem versucht Stella noch mehr am Leben zu bleiben, da ihre Eltern sonst beide Töchter verloren hätten. Ich finde es stark wie sie für die Menschen um sich herum kämpft. Aber sie musste lernen auch für sich selbst zu kämpfen.
Will leidet an der selben Krankheit nur mit einem Infekt, mit dem er keine Möglichkeit auf eine Spenderlunge hat. Er muss sich strikt von Stella fernhalten um ihr nicht selbst die Möglichkeit auf eine neue Lunge zu nehmen. Doch Stella ist fest entschlossen ihn dazu zu bringen für sein Leben zu kämpfen. Bisher stellt er sich gegen jede Therapie und auch gegen seine Mutter. Stella bringt ihn immer mehr dazu, dass Leben zu schätzen und darum zu kämpfen.
Eine sehr schöne aber auch traurige Liebesgeschichte mit vielen tollen Charakteren und auch mit Humor.
Der einzige Grund warum ich nicht 5 Sterne gebe ist, dass ich durch all die Reaktionen etwas mehr erwartet habe als es letztendlich war.
Dennoch eine tolle Geschichte, die ich auch definitiv weiterempfehlen würde.
- Kira Mohn
The Sky in your Eyes
(450)Aktuelle Rezension von: SchaninLeider habe ich ganz andere Erwartungen an dieses Buch gehabt. Welche Frau hatte nicht schon mit Selbstzweifeln bezüglich ihres Äußeren oder ihres Gewichts zu tun? Ich habe mich auf eine gefühlvolle Geschichte mit ein wenig Romantik und Gesellschaftskritik, die zum nachdenken anregt, gefreut. Der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen, doch die Geschichte war leider sehr enttäuschend für mich, aus folgenden Gründen (Achtung, kann Spoiler enthalten!):
-Die Hauptprotagonistin Elin war sehr anstrengend und wälzte sich permanent in Selbstmitleid. Sie erwähnt ständig, dass sie schlank sein will - aber außer Jammern tut sie (fast) nichts dafür...? Sie hat die Ernährung umgestellt - was sehr gut ist - aber es wird nicht erwähnt, dass sie noch etwas tut, um dieses Ziel zu erreichen, sich z. B. sportlich betätigt ... Es kommt mir auch so vor, als seien ihre beste Freundin und Jon nur dafür da, dass sie ihr Leid klagen kann. Ihre beste Freundin wird auch nur dann angerufen, wenn Elin mal wieder Probleme und Selbstzweifel hat. Nach Neuigkeiten der Freundin wird eher beiläufig gefragt und auch nicht großartig darauf eingegangen.
Außerdem fand ich einige Stellen auch sehr übertrieben... Dass Elins Exfreund sie beispielsweise auf einmal im Laufe der Beziehung auf sehr gemeine Weise beleidigt. Hä? Er hat sie doch mit diesem Gewicht kennengelernt. Für mich war diese Entwicklung absolut nicht greifbar. Ich glaube, Rückblenden aus der Beziehung mit konkreten Beispielen wären hilfreich für den Leser gewesen ... Und nicht einfach nur Sätze, die Daniel Elin an den Kopf geworfen hat. Es ist irgendwie unglaubwürdig, dass sich Elin das alles gefallen lassen hat... Sie kann mit ihrem 24 Jahren ein kritisches Gespräch mit ihren zwei Chefs führen (was sich glaube viele in den Alter nicht trauen würden), aber schafft es nicht, ihren eigenen Freund Grenzen zu setzen? Außerdem kritisiert sie ständig, dass Leute sie oberflächlich nach ihrem Äußeren bewerten, aber erwähnt 100 mal im Buch, wie attraktiv Jon doch ist und wie gut er doch aussieht? Passt irgendwie nicht zusammen.
Eine weitere Absurdität war für mich, dass Elin eine Wohnung zugesagt bekommen hat, obwohl sie angekündigt hat, dass sie bald arbeitslos sein wird. Hä, welcher Vermieter macht das bitte?
Ich habe schon einige Romane gelesen, die in Island oder Skandinavien spielen, die einen gedanklich an diese wundervollen Orte verreisen lassen. Dieser Roman hat das leider nicht geschafft und hätte an jedem anderen, beliebigen Ort spielen können. Außerdem gibt es im Buch ein paar kleinere Logikfehler. Zum Beispiel, dass Jon abends für das Abendessen einkauft und eine Flasche Wein mitbringt. In Island kann man aber Wein nur ausschließlich in Vínbúðin Läden kaufen, die schon früh schließen...
- Sarah Archer
The Plus One - Sie baut sich Mr. Right einfach selbst
(72)Aktuelle Rezension von: DrunkenCherryDieses Buch ist wirklich etwas ganz besonderes. Ich mochte, wie die Autorin geschrieben hat. Sie hat einem Kelly und ihre Familie innerhalb kürzester Zeit näher gebracht und ich habe mich sehr wohl in den Szenen gefühlt, obwohl gerade Kellys Familie wirklich nicht perfekt war.
Sarah archer wusste immer genau, wie lange sie in einer Situation bleiben muss und so hatte das Buch eigentlich keine Längen.
Die Geschichte ist einfach mal was anderes. Schon das Setting im Silicon Valley ist etwas besonderes und hat wirklich Spaß gemacht. Die Autorin schafft es gut, den Arbeitsplatz als Roboterwissenschaftlerin gut rüberzubringen und den Job zu beschreiben, wobei es durchaus noch detaillierter gegangen wäre.
Kelly war eine tolle Protagonistin, der ich gerne gefolgt bin. Sie ist sympathisch, manchmal leidet man mit ihr mit, wenn sie sich mal wieder nicht gegen ihre Familie behaupten kann und sich allein gelassen fühlt und selbst, wenn sie selbst Fehler macht, kann man mit ihr mitfühlen.
Die Liebesgeschichte zu Roboter Ethan spielt zwar eine zentrale Rolle, ist aber weniger präsent, als ich gedacht hätte. Generell ging die Geschichte in eine ganz andere Richtung, als ich gedacht hätte, aber das war erfrischend anders.
Zugegeben, einige Komponenten in der Geschichte waren nicht ganz sinnig. So sind die Wissenschaftler stets überarbeitet, haben aber nebenbei Zeit, Roboterteile zu katalogisieren und dubiose Machenschaften zu verfolgen.
Auch konnte ich mir nicht vorstellen, dass Ethan absolut menschlich aussehen soll und so gaaaar nicht als Roboter zu erkennen sein soll – aber diesen kleinen Fantasyaspekt brauchte man wohl, damit die Geschichte funktioniert.
Was hier ebsonders gut dargestellt wurde, war die Freundschaft zu Kellys Freundin. Lügen, Verzeihen, Gegensätzlichkeiten, das hat Spaß gemacht.
Insgesamt wurde ich mit der Geschichte einfach sehr gut unterhalten, wenn auch es hier und da noch ein paar winzige Verbesserungen gebraucht hätte, um ganz rund zu sein. Das Ende hätte ich mir persönlich auch anders gewünscht, aber ich war zufrieden. Eine Autorin, von der ich auf jeden Fall auch weitere Bücher lesen würde.
- Tom Fletcher
Der Weihnachtosaurus
(270)Aktuelle Rezension von: KayuriDer Weihnachtosaurus ist eine Geschichte über den gleichnamigen Saurier und William, einem Jungen der Dinosaurier einfach liebt. Gerade zur Vorweihnachtszeit ist dieses Buch eine schöne, abenteuerliche Geschichte.
Ich fand die Themen die besprochen wurden gut. Die Zeichnungen sind wirklich toll. Ich mochte die erfundenen Worte und die verdrehten Charaktere.
Da unser Kind beim vorlesen nie zuhört, kann ich leider nicht sagen, wie die Geschichte bei Kindern ankommt. Mir hat sie jedenfalls gefallen und ich freue mich auf das nächste Weihnachten mit dem Weihnachtosaurus und William.
- Kyra Groh
Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1)
(405)Aktuelle Rezension von: meine.lesemomenteSchreibstil detailliert und mitreißend. Wechselnde Ich-Perspektiven.
Die Protagonisten Klara und Noel haben beide ihr Päckchen zu tragen und mit Unsicherheiten zu kämpfen. Sie machen eine vielversprechende Entwicklung durch. Klara heilt nicht zu letzt aufgrund ihrer tollen Kollegen, die zu Freunden werden. Und Noel findet - zwar auf schmerzlichen Weg - zu sich selbst.
Die Charaktere sind wieder sehr vielschichtig und die Nebenfiguren wirklich toll. Der Stern Abzug ist einfach nur ein persönlicher Geschmack und dass mir andere Bücher der Autorin besser gefallen haben.
- Colleen Hoover
November 9 (English Edition)
(176)Aktuelle Rezension von: New_Adult_FanMittlerweile habe ich es schon öfters erwähnt. Ich LIEBE die Bücher von Colleen Hoover! Und auch dieses Meisterwerk hat mich nicht enttäuscht. Keine andere Autorin kann so viel Drama in ein Buch packen, ohne dass es übertrieben wirkt. Auf eine unvorhersehbare Wendung müssen Leserinnen und Leser auch nicht verzichten.
Fallon und Ben haben sich definitiv einen Platz in meinem Herzen erkämpft.
Eine wunderschöne Geschichte, deren erzählte Zeit ungewöhnlich lang ist. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahre. Das ermöglicht es, die beiden Protagonisten auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen.
Große Leseempfehlung!!!!! - Manuela Inusa
Die Chocolaterie der Träume
(245)Aktuelle Rezension von: FrauMaus88Willkommen in der Valery Lane!
Die Buchserie geht um 5 Freundinnen, die jede einen eigenen kleinen Laden in der Valery Lane, einer kleinen, schnuckeligen Straße in Oxford haben.
In jedem Band wird eine der 5 Freundinnen genauer ins Auge genommen. Dabei dürfen auch die persönlichen Lebensgeschichten und das Liebesleben nicht zu kurz kommen.
Hier lernen wir als zweite im Bunde Keira genauer kennen und lieben und machen uns mit ihr auf die Suche nach Glück. Dabei kommt es natürlich auch zu diversen Komplikationen.
Immer mit dabei sind natürlich ihre Freundinnen und allgegenwärtig ist auch die Liebe zur Schokolade und allem, was damit zu tun hat.
Ich persönlich finde diese Buchreihe so großartig geschrieben, dass ich sie bereits vor einigen Jahren komplett gelesen habe, mich aber vor einigen Monaten dazu entschieden habe, sie nochmal zu lesen - was bei mir sehr selten vorkommt.
Daher von mir absolute Empfehlung! - Fredrik Backman
Wir gegen euch
(143)Aktuelle Rezension von: Clouwdy_hamburgZurück in Björnstadt, nur jetzt halten nicht mehr viele Björnstädter zum Eishockeyklub, der ums nackte Überleben kämpft. Wie lebt es sich weiter, nachdem was alles im vergangenen Jahr passiert ist? Fredrik Backman schafft es wieder auf so unbeschreiblich gute Weise hinter die Fassaden der einzelnen Charaktere zu blicken. Hat man einen Lieblingscharakter? Ja! Alle! Alle zeigen irgendwann Schwäche, bzw. zeigen Mitgefühl, obwohl man es ihnen nicht zutraut. Alle sind einem irgendwann sympathisch, auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist. Es geht um Menschlichkeit, Hass, Wut, Liebe, Freundschaft und wie leicht sie zerbrechen kann, nur weil man sich einmal nicht traut die Wahrheit zu sagen. Ein ganz tolles Buch von einem großartigen Schriftsteller.
- Jojo Moyes
Mein Leben in deinem
(191)Aktuelle Rezension von: Ana80Nisha hat ein absolut perfektes Leben. Sie lebt nur in den teuersten Hotels, wenn sie reist, hat ausschließlich Designerkleidung, ist immer perfekt gestylt und muss sich um Geld keine Sorgen machen. Doch dann steht ihr Leben plötzlich Kopf, als ihr Mann sich ohne Vorwarnun, während eines Aufenthalts in London von ihr trennt. Plötzlich steht sie Buchstäblich vor dem Nichts, denn sie darf nicht mehr in die Suite, um sich ihre Sachen zu holen, kenn niemanden in London, der ihr helfen könnte und einen Anwalt kann sie sich auch nicht leisten. Und ausgerechnet an diesem Tag wurde im Fitnessstudio auch noch ihre Tasche vertauscht, mit Designerschuhen, die ihr letzter wertvoller Besitz sind. Aber sie ist fest entschlossen sich zurückzuholen, was ihr gehört…
Hier hat JoJo Moyes ein wirklich geistreichen Roman mit Witz, aber auch vielen Situationen geschrieben, die einen zum Nachdenken bringen. Das Buch lässt sich leicht und schnell weglesen und die Geschichte fesselt einen schnell. Der Blick in zwei vollkommen unterschiedliche Welten macht Spaß und lässt sich gut nachvollziehen. Dieser Roman ist eine Geschichte absoluter Loyalität unter Frauen und zeigt was echte Freundschaft ist. Lediglich die vielen Klischees hätte ich gerne weniger bedient gewusst. Aber zur Unterhaltung wirklich empfehlenswert.
- Lisa Graf-Riemann
Lindt & Sprüngli
(103)Aktuelle Rezension von: Buechertanz_ChrissyDas Buch „Lindt & Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft“ ist der Auftakt einer Buchreihe, die im 19. Jahrhundert spielt und die Gründungen der Schokoladen-Manufakturen „Lindt“ und „Sprüngli“ zeigt.
Als großer Fan von historischen Familiensagas waren meine Erwartungen an den Auftakt der neuen Reihe von Lisa Graf vermutlich sehr hoch gesteckt. Nach dem Lesen bleibe ich jedoch mit gemischten Gefühlen zurück: Die Geschichte ist keineswegs schlecht, aber für mich war sie leider auch kein absolutes Highlight.
Was Lisa Graf ohne Zweifel beherrscht, ist das Zeichnen von vielfältigen und feinen Charakteren. Die Figuren sind interessant und tiefgründig gestaltet, was dazu führte, dass ich trotz einiger Kritikpunkte immer wissen wollte, wie es mit ihnen weitergeht. Auch der Zeitgeist der damaligen Epoche wurde wunderbar eingefangen; man merkt der Autorin die fundierte Recherche an, die den historischen Hintergrund lebendig werden lässt.
Mein Hauptproblem war jedoch die Gewichtung der Themen. Ich hatte mich auf einen Roman gefreut, in dem das Handwerk der Schokoladenherstellung und die Leidenschaft für das Produkt im absoluten Mittelpunkt stehen. Zwar gibt es Passagen, in denen die Thematik erklärt wird, doch für meinen Geschmack blieb dieser Aspekt viel zu sehr im Hintergrund. Stattdessen nehmen die ständigen, teils ermüdenden Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn Sprüngli sehr viel Raum ein.
Zudem verliert sich die Erzählung in meinen Augen in zu vielen Nebenfiguren und Handlungssträngen, die die eigentliche Geschichte nicht wirklich vorantreiben. Das sorgte für einige Längen, die den Lesefluss etwas gebremst haben. Mein größter Kritikpunkt ist jedoch der Titel im Verhältnis zum Inhalt: Die Firma Lindt spielt in diesem ersten Band praktisch noch keine Rolle. Das war für mich enttäuschend, da ich eine parallele Entwicklung beider Schokoladen-Dynastien erwartet hatte.
Fazit: Das Buch „Lindt und Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft“ von Lisa Graf ist ein solider historischer Roman mit interessanten Protagonisten, der mich aber emotional nicht vollends abholen konnte. Wer eine Familiensaga mit Fokus auf Generationenkonflikten sucht, wird hier fündig – wer jedoch wie ich auf die volle Ladung „Schokoladen-Geschichte“ gehofft hat, muss wohl auf den zweiten Band setzen.























