Bücher mit dem Tag "selbstjustiz"

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272 Bücher

  1. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

     (1.123)
    Aktuelle Rezension von: welt_des_lesens_

    Zum Inhalt :

    Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


    Ich habe diesem Thriller im Buddyread gelesen und hab es sehr genossen. Ich hatte einen Heidenspaß durch den tollen Austausch 😁


    Weniger Spaß hatte ich jedoch mit dem Reihen-Auftakt der Shepherd-Reihe von Ethan Cross. Daher habe ich auch einige Kritikpunkte:


    1️⃣ Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, ich würde in einem schlecht animierten Actionfilm feststecken. Die Handlung war rasant! Schießereien, wirre Handlungssprünge und Explosionen beherrschen die Handlung. Man hat kaum tiefere Einblicke in die Personen bekommen, sodass ich persönliche keine tiefere Beziehung zu einem Charakter aufbauen konnte.


    Das mag Ethan Cross Art und Schreibstil sein und das ist auch völlig in Ordnung! Ich persönlich fand es halt einfach nur schlecht. 


    2️⃣ Die Handlung wurde unendlich oft umgeworfen und das Ende war die absolute Krönung ( nicht positiv). Es ist, als hätte Cross sich nicht entscheiden können, wie er die Handlung fortführen möchte und hat deshalb nach wenigen Seiten den derzeitigen Handlungsstrang schon wieder verworfen. 


    3️⃣ Ausdruck und Entwicklung der Handlung: Die Art und Weise wie sich sowohl Ackermann als auch unser glorreicher Held Markus ( der übrigens alles weiß und kann) ausdrücken hat mir überhaupt nicht gefallen. Alles war auf sehr "cool" gemacht und wirkte prollig. Also wieder in meinem Actionfilm-Stereotyp. 


    4️⃣ Ackermann als Killer hatte SO ein unglaubliches Potential, was meiner Meinung nach leider verschenkt wurde. Man hätte viel tiefer in die Materie gehen können, in seine traumatische Vergangenheit etc. Wurde aber nicht gemacht. Vielleicht kommt das in den nächsten Bänden aber ich finde, ein erster Band muss schon ein wenig mehr preisgeben. 


    ⛔ Ich muss Ethan Cross jedoch zugute halten, dass ich trotz alledem immer noch irgendwo ganz ganz tief in meinem Inneren wissen möchte, wie es weiter geht. Aber ob ich weiterlese steht echt in den Sternen. Dafür hab ich zu viele tolle Bücher hier liegen. 


    Ich könnte noch ziemlich lange so weiter kritisieren aber ich glaube, meine Meinung ist deutlich geworden. Hätte ich das Buch nicht im. Buddyread gelesen, hätte ich es nach den ersten 50 Seiten bereits abgebrochen.


    Durch den wunderbaren Austausch durch den ich teilweise Tränen gelacht habe gibt's von mir tatsächlich eine höhere Bewertung, als ich dem Buch sonst gegeben hätte: Ich gebe 1,5 / 5 ⭐


    Ich weiss, viele von euch mögen die Reihe und das freut mich auch sehr. Nur ist das in diesem Fall einfach absolut nicht mein Geschmack 😅


  2. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.242)
    Aktuelle Rezension von: nellis-library-x3

    Das Buch war okay! Es hatte seine Dramatik- & Spannungsmomente. Toll fand ich dieses Spiel mit dem Leser durch die umgekehrten Seitenzahlen. Es gab auch ein, zwei Punkte die ich wirklich überraschend fand & so nicht habe kommen sehen. Allerdings gab es dann auch wieder Kapitel oder Dialoge die für mich nicht stimmig waren & das Ganze nur gezogen haben. Durch die eine Figur wirkte es auf mich auch einfach etwas abstrus & ihr Bedeutung wurde für mich auch nicht zu Ende erzählt.

    Mein Fazit ist: ich habe schon bessere Bücher von ihm gelesen, aber auch wirklich schlechtere. Von mit gibt es 3/5 Sterne.

  3. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

     (7.157)
    Aktuelle Rezension von: karosbookshelf

    David Hunter war der beste forensische Anthropologe Englands, bis ein tragischer Unfall sein Leben für immer veränderte. Aber der Tod lässt David einfach keinen Frieden…

    David zieht in eine kleine Stadt, da er London und alles was dort passiert ist satt hat. In dieser kleinen Stadt wurde er für eine Stelle als Arzt angenommen. Doch schon bald verunsichern mysteriöse Morde die Stadt du ihre Bewohner und die Polizei braucht Davids Hilfe. Was genau passiert, wem man trauen kann und wem nicht und wie David am Ende fast wieder etwas Glück in seinem Leben verliert, das müsst ihr selbst lesen.

    Ich fand, dass es einer der besten Thriller war, die ich seit langen mal wieder gelesen habe. Ich mochte David Hunter super gerne. Er wirkte zwar etwas unnahbar, aber das hat zur Stimmung der Geschichte gepasst.

    Der Autor hat es geschafft, dass man von der ersten bis zur letzten Seite im Bann des Buchs war. Selbst wenn eigentlich gerade nicht so viel passiert ist, hatte ich trotzdem das Gefühl, dass es spannend war und dass etwas passieren könnte. Man wusste nämlich nie so genau, wann wieder eine Bombe platzt.

    Über solch eine Art von Mordfällen habe ich auch noch nie etwas gelesen. Ich fand es definitiv kreativ und mal was anderes. Man wusste bis zum Ende nicht, wem man vertrauen kann und wem nicht … und das Ende bzw die Auflösung des ganzen war einfach nur phänomenal. Ich hätte so eine Wendung nie gedacht und doch war es einfach so sinnvoll und passend.
    Mehr will ich gar nicht sagen, da ich nicht zu viel verraten möchte.

    Wer gerne Thriller liest und diesen hier noch nicht gelesen hat, der sollte das auf jeden Fall tun.
    4/5⭐️

  4. Cover des Buches Abgeschnitten (ISBN: 9783426510919)
    Sebastian Fitzek

    Abgeschnitten

     (1.988)
    Aktuelle Rezension von: Asen0501

    Die Geschichte vom Rechtsmediziner  Paul Herzfeld hat mich sehr mitgenommen,  da er auf der Suche  nach seiner entführten 17-jährigen  Tochter so manches schlimme und nervenaufreibender erlebt hat.  Die Tatsache  das ein  Straftâter aus einer vor Jahren  passierten Situation dahintersteckt ist beunruhigend, da er schon verurteilt wurde.  Eine Hetzjagd gegen einen gewissenlosen Tâter  mit erschreckenden Details die einem den Atem rauben können.  Gut das Herzfeld Hilfe von einer ausenstehenden bekommt,  die es auch nicht einfach hatte in der Vergangenheit.  Sehr spanennd,  und aufregend mit tollen verschiedenen Charaktere  und einem packenden schreisbtil  ded Autorenduos 😁klare Lesemepfehlung  von mir 4,5⭐.

  5. Cover des Buches Der Augenjäger (ISBN: 9783426503737)
    Sebastian Fitzek

    Der Augenjäger

     (2.064)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    ACHTUNG, da es sich um den Folgeband zu "Der Augensammler" handelt, enthält "Der Augenjäger" Spoiler. Bitte unbedingt zuerst "Der Augensammler" lesen.



    Klappentext übernommen:

    Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen.
    Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... 


    Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich bei "Der Augenjäger" um den Folgeband zum Augensammler. Ich muss an dieser Stelle ganz klar sagen: Sowohl mit dem Beginn als auch mit dem Ende des Buches habe ich zu keiner Zeit gerechnet.

    Die Story ist super spannend und hier kommt mein Lieblings-Satz für Fortsetzungen bzw. (Psycho-)Thriller zum Tragen: Ich möchte zum Inhalt gar nicht zu viel verraten. Eines kann ich nur sagen: Wer "Der Augensammler" gemocht hat, wird "Der Augenjäger" lieben!

    Sebastian Fitzek hat, wieder ein mal, eine Welt geschaffen, die ich von außen fasziniert beobachte, bei der ich aber auch froh bin, sie eben nur zu beobachten und nicht Teil der Handlung zu sein. 

    Es gab durchaus mehrere Punkte im Buch, da war alles und jeder verdächtig und ich habe hinter jeder Ecke einen Mörder, Fallen oder einen unvorhersehbaren Twist vermutet. Genau das macht die Fitzek-Bücher für mich aus: Man denkt immer, man ist ganz nah an der Lösung und dann merkt man, man war meilenweit auf dem Holzweg.

    Durchweg ein spannender, überraschender Thriller, den ich jedem empfehle, der "Der Augensammler" gelesen hat.

  6. Cover des Buches Der Totschläger (ISBN: 9783548285764)
    Chris Carter

    Der Totschläger

     (544)
    Aktuelle Rezension von: Sabrina1988

    Einer der besten Autoren. Ich liebe die Bücher. Toll geschrieben, unvorhersehbar und Nervenkitzel pur. 

  7. Cover des Buches Die Zahlen der Toten (ISBN: 9783596512416)
    Linda Castillo

    Die Zahlen der Toten

     (740)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee007

    Darum geht es (Klappentext):


    Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
    Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.


    Meine Meinung:

    Ich bin in die mir fast unbekannte Welt der Amischen eingetaucht. So viel grausames passiert in dem Ort Painters Mill in Ohio. Kaum zu glauben, so unerwartet schrecklich.

    Trotz allem bleibt man als Leser dabei und fiebert mit Kate Burkholder mit. Wer hat die Frau umgebracht und so verstümmelt? Fasziniert und entsetzt gleichermaßen, kann ich den Thriller nicht aus der Hand legen. Sie war selbst eine Amische und spricht dadurch auch ihre Sprache. Das sie ihre Lebensweisen kennt, kann sie bei den Befragungen viel besser auf sie eingehen und doch ist es sehr schwer für sie, an Informationen zu kommen. Was für ein Geheimnis umgibt Kate und warum denkt sie, sie verrät ihre Familie? Kann sie mit ihrem Team den Fall lösen? 

    Der Schreibstil ist verständlich und sehr bildhaft. Wer da keine Gänsehaut bekommt, dem kann keiner mehr helfen. Die Buchseiten fliegen nur so dahin, so schnell habe ich kaum einen Thriller gelesen. 

    Die Protagonisten und alle Bewohner des Städtchen, sowie die Menschen von Außerhalb sind alles spannende und facettenreiche Personen. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Städtchen Painters Mill könnte überall in Amerika sein und dadurch war alles noch schlimmer!! Dann schwebt Kate plötzlich in Lebensgefahr.....

    Der Thriller von Linda Castillo war super spannend und am Ende kommt alles ans Tageslicht! Was für ein Ende!!

  8. Cover des Buches Geständnisse (ISBN: 9783570102909)
    Kanae Minato

    Geständnisse

     (253)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


          Puh! Ich weiß immer noch nicht so richtig, wie ich dieses Buch fand. Die Japaner sind schon echt anders drauf.
    Ich fand den Schreibstil sehr außergewöhnlich, aber gut zugänglich. Es war mal wieder ein Buch, in dem ich eigentlich niemanden leiden konnte, aber trotzdem unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Gut gefallen hat mir auch, dass es hier nicht das für einen Thriller klassische "Who-done-it"-Prinzip gab (weswegen ich ja nicht gerne Thriller lese), sondern es eher um die kranke Psyche der Protagonisten ging. Und mal ehrlich - aller der Reihe nach hatte da niemand.
    Richtig toll fand ich auch, dass die Spannung wirklich bis auf die letzte Seite gezogen wurde. Durch die nacheinader wechselnde Perspektive veränderte sich auch jeweils die eigene Sicht auf das ganze Geschehen.
    Gar nicht mochte ich hingegen die durch den Perspektivwechsel hervorgerufenen Wiederholungen. Und warum ist da ein Apfel auf dem Cover?
  9. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783942656177)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

     (2.744)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Ich habe gerade den Thriller „Cupido“ von Jilliane Hoffman beendet. Ich war etwas enttäuscht von dem Buch. Ich bin der Meinung, dass ich es schon mal gelesen habe, als es 2005 in Deutschland raus kam, ich hatte nämlich die ganze Zeit den Täter im Kopf und so war es Ende auch.

     

    Aber erst mal zum Inhalt:

    Klappentext: Der Albtraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet.

     

    Aufgrund dieses Klappentextes habe ich gedacht, es wird der Serienmörder gesucht, der Frauen in ihrer Wohnung überfällt. Dies ist aber nur der erste Teil, wir lernen hier die Hauptfigur C.J. Townsend kennen.

    Der zweite Teil spielt ca. 12 Jahre später und C.J. wird unvorbereitet mit ihrem alten Peiniger konfrontiert.

    Und genau das gefällt mir an diesem Thriller nicht. Ich werde mit der Hauptfigur nicht richtig warm und auch die Geschichte haut mich nicht von den Socken.

    Da ich das Buch mit Sicherheit nicht ein drittes Mal lesen werden, wandert es auf meinen Tauschstapel.

  10. Cover des Buches The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten (ISBN: 9783764506247)
    J.D. Barker

    The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

     (214)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“ stand schon lange auf meiner To-read-list. Nachdem ich in letzter Zeit öfter Romane gelesen hatte, die eher in das romantische Genre passten, wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen guten Thriller. Dieses Werk aus der Feder von J. D. Barker ist der Auftakt der Serie um Sam Porter, ein Detective in Chicago, der jüngst einen grausamen Verlust erlitten hat. Vielleicht wird er viel zu früh wieder zurück in den Dienst geholt, aber die Jagd nach dem grausamen Four Monkey Killer ist ganz genau sein Metier! Und auch der Klappentext des Buches hat mich sofort gefesselt, denn hier heißt es: „Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt …“. Welcher Thriller-Fan kann hier schon widerstehen?!

    Mein Eindruck vom Buch:

    Schon die ersten Zeilen des Buches haben mich komplett überzeugt! Der Schreibstil ist absolut fesselnd, die Kapitel meist kurz und knackig und die Gedankengänge der Protagonisten sind oft herrlich erfrischend und ließen mich nicht nur einmal schmunzeln. Die Charaktere haben ihre ganz eigenen Facetten, was für mich unheimlich wichtig ist. Nichts ist schlimmer, als eine Figur, die absolut farblos ist und keine Chance bietet, im Gedächtnis zu bleiben. Hier trifft man nicht auf unbesiegbare Superhelden, sondern auf ganz normale Menschen, die ihre Stärken und Schwächen haben und sich durch Authentizität und Einzigartigkeit auszeichnen. Was meiner Meinung nach den Spannungsbogen extrem hoch gehalten hat, waren die Tagebucheinträge des Four Monkey Killers. Diese endeten immer mit einem Cliffhanger, die es einem fast unmöglich machten, das Buch auch mal wegzulegen. Zwischenzeitlich hat mich J. D. Barkers Art und Weise stark an Chris Carter erinnert, mein absoluter Lieblingsautor in Sachen Thriller. Und dies bedeutet ein wahnsinniges Kompliment! Die Story ist gefüttert mit einigen Wendungen, mit denen ich nie und nimmer gerechnet hätte und für mich war dieses Werk ein wahrer Pageturner. Auch das Ende hat mich vollends überzeugt und ich hoffe, ich verrate nicht zuviel, wenn ich anmerke, dass ich im Anschluß sofort den zweiten Teil der Reihe lesen muss 😉

    Fazit:

    Eigentlich hatte ich vor, nach diesem Buch wieder im Genre zu wechseln und ein Young Adult Buch zu lesen. Tja, der Schluß von „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“ ließ mich allerdings so hibbelig zurück, dass ich sofort mit „The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis“ beginnen muss. Das ist der beste Beweis, dass der erste Thriller von J. D. Barker ein voller Erfolg ist. Danke für mega spannende Stunden!

  11. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (703)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    In gewohnter Haruki Murakami-Manier wird sicher wieder sehr viel Zeit für die einzelnen Charaktere und deren Geschichten genommen. Wer gerne liest und sich von dicken Büchern nicht abschrecken lässt, kommt hier wieder voll auf seine Kosten. Es macht einfach einen Unterscheid, wenn man sich Zeit lässt für die Details und völlig unaufgeregt durchs Buch wandert. Auch wenn die Thematik einer Fiktion und unrealistischen Geschichte normalerweise nicht meinem Geschmack entspricht, feiere ich dieses Buch wieder hart! Wie Haruki Murakami den Leser in Geschichten zieht, ist einmalig. Da wurde ich auch hier wieder nicht enttäuscht, sodass ich im Anschluss direkt in die Fortsetzung gestartet bin.

  12. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Thrillerfan23

    INHALT:

    Sehr unglückliche Kindheit. Adoptivtochter. Brünhilde. Aufgewachsen im Bestattungsinstitut. Täglich Leichen versorgen. Soll Nachfolgerin werden. Brünhilde. Urlaub auf dem Boot mit Eltern. Unglück! Brünhilde. 

    Retter ein gewisser Mark. Blum. Alles wird gut!

    Glückliche Familie. Blum. Unfall. Kinder. Nie wieder wir alles gut. Blum. 

    MEINE MEINUNG: 

    WOW! Hammerwerk! Sehr gefühlvoller Schreibstil! Top! A la Aichner. Sehr  ausdrucksstarke, sympathische/unsympathische Charaktere. Der Plot eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Aichner. Sätze kurz prägnant, aussagekräftig. Aichner. Recherche 1a als hätte er alles live erlebt. Aichner. 

    Absoluter Pageturner! Aichner. Permanentes gruselfeeling. Schauplätze atmosphärisch Klasse. Aichner.

    FAZIT: 

    Wieder mal ein sehr starker und gut recherchierter Thriller. Aichner. Ich hatte das Gefühl, dass er versucht, alles selbst zu erleben. Wobei ich las, dass er sogar ein Praktikum in einem Bestattungsinstitut absolviert hat, um präzise Beschreibungen machen zu können. Gelungen. Aichner. Okay, es gibt sehr viele Leichen.....

    Thriller mit viel thrill. 

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!Ich vergebe 🌟🌟🌟🌟🌟/5



  13. Cover des Buches Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (ISBN: 9783471351734)
    Camilla Läckberg

    Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.

     (301)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Von diesem Buch hätte ich erwartet, dass es eine interessante Hintergrundgeschichte und psychologische Einblicke bzgl. eines "goldenen Käfigs" bieten würde. Bekommen habe ich lediglich eine Ansammlung von simplen Klischees, welche die Geschichte fast unerträglich machte. Besonders der Rachefeldzug wirkte konstruiert und erinnerte an ein Highschool Schauspiel. 

    Zugute halten muss man dem Buch den angenehmen Lesefluss. Es liest sich zügig und es hat trotz der oberflächlichen Geschichte einen Spannungsbogen. 

    2,5 Sterne.

  14. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.184)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  15. Cover des Buches Todeswächter (ISBN: 9783404169917)
    Veit Etzold

    Todeswächter

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Das letzte Buch des Autors war mir hoffnungslos zu grausam, diesmal bin ich besser damit fertiggeworden. Das liegt daran, daß hier das Seelenleben des Mörders mehr im Mittelpunkt steht und nicht nur die Leichen die Handlung dominieren. Außerdem kommt einiges aus der Psychologie zur Sprache, und wenn ich etwas lernen kann, bin ich immer gleich dabei. Krimis sind zwar überhaupt nicht mein Ding, aber diesen Text konnte ich problemlos lesen.

  16. Cover des Buches Totenstille im Watt (ISBN: 9783596297641)
    Klaus-Peter Wolf

    Totenstille im Watt

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Dagi_KnoHa

    Autor Klaus-Peter Wolf ist ja hauptsächlich für seine Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen bekannt. Dass er aber auch (ein bisschen) anders kann, beweist er mit dem Auftakt zur Sommerfeldt-Trilogie "Totenstille im Watt". Es ist aber tatsächlich nur "ein bisschen anders", weil sein Liebling Klaasen auch hier vorkommt, nur eben nicht in der Hauptrolle, sondern nur am Rande und vor allem aus einem anderen Blickwinkel.

    Es hat großen Spaß gemacht, diesen Krimi zu lesen. Der Stil ist einwandfrei, man hat zuweilen ein Schmunzeln auf den Lippen, dann jedoch zerkaut man wieder sein Lesezeichen, um dadurch ein Ventil für die Spannung zu haben. 

    Besonders interessant fand ich die Überlegungen des Protagonisten Dr. Bernhard Sommerfeld, die auch nicht spurlos an der Leserin und am Leser vorbei gehen. Besonders eingeprägt hat mir die Überlegung, warum das Beschützen von Frauen heute verwerflich ist jedoch vor ein paar wenigen hundert Jahren als heroische Tat bejubelt wurde. Eine Beschäftigung mit der inneren Welt von Serientätern geht damit genauso einher wie die Auseinandersetzung mit unseren gesellschaftlichen Werten.

    Aber der eigentliche Grund, dieses Buch zu lesen ist die unglaublich tolle Landschaft, in der es spielt. Ich freue mich schon auf Teil Zwei!

    Empfohlen für klassische Krimi-Fans, die auch mal zu etwas Schrulligerem greifen.

  17. Cover des Buches Messer (ISBN: 9783550081736)
    Jo Nesbø

    Messer

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Vom Tal der Tränen, über viel zu viele falsche Verdächtige (wo manchmal schon zu offensichtlich war, dass es falsch ist) durch Depressionen zu einem grande Finale.

    Ziemlich heftig, da mit ziemlich allen Brücken gebrochen wird. Kam aber emotional nicht so gut rüber, was da eigentlich alles passiert ist und den Bach runter ging.

    Der Lauf der Geschichte hat mir halt nicht gepasst aber es war sehr eigen und interessant.

  18. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

     (1.598)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Der Tod war bei dir, und du wünschst, er hätte dich nicht am Leben gelassen…
    „Ich habe ein Geschenk für dich, Special Agent Barrett.“
    Smoky Barrett sieht von ihrem Handy auf. Die anderen Hochzeitsgäste blicken auf das Brautpaar vor dem Altar. Motorenheulen durchbricht die Stille. Ein Lieferwagen hält vor der Kirche, und eine Frau wird auf die Straße gestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren; sie trägt ein weißes Nachthemd. Sie taumelt auf den Altar zu, fällt auf die Knie und stößt einen lautlosen Schrei aus. Smoky findet heraus, dass die Frau vor sieben Jahren verschwunden ist. Sie kann nicht über das reden, was ihr zugestoßen ist: Jemand hat eine Lobotomie an ihr durchgeführt und die Nervenbahnen ihres Gehirns durchschnitten. Sie ist nicht tot, vegetiert aber als leblose Hülle vor sich hin. Es wird weitere Opfer geben.

    Ich kenne bereits die drei vorangegangenen Teile über Smoky Barrett, so war es für mich nicht verwunderlich, dass ich mit dem Schreibstil des Autors Cody McFadyen gut zurechtkam. Es geht schonungslos zur Sache, was für manche vielleicht gewöhnungsbedürftig ist, ich hatte jedoch keine Einstiegsschwierigkeiten.

    Es gibt zwei Erzählstränge in der Geschichte. Einmal wird aus der Perspektive von Special Agent Barrett in der Ich-Form erzählt. Der andere Handlungsstrang wird in der dritten Person erzählt, so dass man hier auch gar nicht durcheinander kommen kann.

    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und besitzen die nötigte Tiefe, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Einzig ihr ständiges Gerede über Sex fand ich nicht authentisch. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass im prüden Amerika unter Arbeitskollegen so geredet wird. Hier wäre weniger für meinen Geschmack besser. 

    Das Cover gefällt mir und die Beschreibung weckte meine Neugierde. Ich muss aber auch sagen, dass ich die Reihe eh weitergelesen hätte, weil sie mir richtig gut gefällt.

    Insgesamt ein spannender Thriller, der mir mit einer komplexen Story eine tolle Lesezeit bereitete. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und vier Sterne.

  19. Cover des Buches Brennendes Grab (ISBN: 9783596704262)
    Linda Castillo

    Brennendes Grab

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    „Brennendes Grab“ ist bereits der zehnte Band um Polizeichefin Kate Burkholder. Für dieses Jubiläum hätte ich mir ein spektakuläreren Fall gewünscht. Der Thriller lies sich gewohnt leicht lesen war allerdings nicht der beste Teil der Reihe. 

    Vermutlich lag dies auch daran, dass das Mordopfer im Verlauf der Handlung immer unsympathischer wurde und man sich sich nicht entscheiden konnte, ob man Gerechtigkeit möchte, oder ob er tatsächlich bekam, was er verdient hat. 

    Die Ermittlungen gestalten sich verhältnismäßig zäh, erst gegen Ende kommt ein wenig Action auf, bevor es zu einem vorhersehbaren Ende kommt. 

    Sehr schön war es, die Entwicklung in der Liebesbeziehung zwischen Kate und Tomasetti zu beobachten. Wer hätte gedacht, dass ich es einmal so romantisch finden könnte, wenn ein Mann seiner Freundin Hühner schenkt!

  20. Cover des Buches Still (ISBN: 9783453419346)
    Zoran Drvenkar

    Still

     (235)
    Aktuelle Rezension von: lesebegeistert_

    Dieses Buch hat mich sprachlos, fassungslos und erschüttert zurückgelassen. Ich bin so begeistert von diesem Thriller, aber mir fehlen die Worte, um das Warum zu beschreiben. 

    Das behandelte Thema ist grauenvoll! Ich habe teilweise so sehr mit mir gekämpft, nicht loszuheulen. Ernsthaft & das bei einem Thriller... die Worte des Autors hatten eine solche Perfektion und Tiefe, dass es mir zum Teil eiskalt den Rücken runtergelaufen ist. Eines der best geschriebenen Bücher, die ich je gelesen habe. Eindringlich wird hier der Kampf eines Vaters erzählt , der in die Abgründe der Menschheit eintaucht. Ein Buch über Macht, Rache, Verzweiflung & über das perfide Spiel zwischen Jäger und Gejagten. Doch wer ist hier wer? 

    Meisterhaft spielt der Autor mit genau dieser Frage. 

    Ein düsteres, literarisches Meisterwerk, das selbst starke Nerven an ihre Grenzen bringt. Ich musste mehrmals tief durchatmen, aber der Autor hatte mich so in seinem Bann, dass es mir unmöglich war aufzuhören. Selten habe ich in einem Thriller so einen perfekt konstruierten Spannungsbogen erlebt & dazu so einen atemberaubenden Schreibstil. Von Seite 1 bis Seite 413 ist man gefesselt und wie hypnotisiert.


    Fazit:

    Ein unglaublich besonderer Thriller, der von einem Wort-Künstler geschrieben wurde. Was für ein Talent! Hier stößt meiner Meinung nach auch ein „erfahrener“ & abgehärteter Thriller-Leser an seine Grenzen. Dieses Thema kann einen gar nicht kalt lassen. Grausam aber an keiner Stelle geschmacklos erzählt der Autor eine furchtbare Geschichte, die trotz ihrer Grausamkeit unglaublich stark ist. Man braucht Nerven aus Stahl, alleine schon wegen der beinahe nicht auszuhaltenden Spannung & gekonnten Verwirrung des Lesers. Aber auch wegen der teilweise wirklich schrecklichen Geschehnisse, die dieses Buch in sich trägt. Einer der besten Thriller, die ich bisher gelesen habe. Für mich ein Jahres-Highlight!

  21. Cover des Buches Sorry (ISBN: 9783548281834)
    Zoran Drvenkar

    Sorry

     (453)
    Aktuelle Rezension von: Saskia_N
    Normalerweise mag ich keine Bücher, die aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind, weil ich oft das Gefühl habe, ich lese drei oder sogar fünf Bücher anstatt nur eines. Bei „Sorry“ hatte ich deshalb auch so meine Anfangsschwierigkeiten. Aber nachdem mir „Still“ sehr gut gefallen hat, kämpfte ich mich durch. Ich fand, dass die Geschichte einige Zeit brauchte, um endlich Fahrt aufzunehmen, aber als dann die ersten Ereignisse auf die Freunde einprasselten, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und was hinter dem ganzen steckt. Das nämlich hat der Autor sehr gekonnt verschleiert und jedes Mal, wenn ich dachte, ich weiß wer der Bösewicht ist, hat sich das Blatt wieder gewendet. Zum Ende hin war ich teilweise richtig geschockt von dem, was der Autor einem zumutet. Aber nicht im negativen Sinne. Auch wenn der Thriller kein direkter Pageturner ist, so fühlte ich mich dennoch sehr gut unterhalten und bin beeindruckt, wie durchdacht und raffiniert verwebt die Geschichte ist.
  22. Cover des Buches Entsetzen (ISBN: 9783442374779)
    Karin Slaughter

    Entsetzen

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Alexia_

    „Entsetzen“ ist der zweite Band aus der Reihe rund um Will Trent. Eine Mutter kommt nach Hause und findet den angeblichen Mörder über dem toten Körper ihrer Tochter. Aus reiner Notwehr bringt sie den jungen Mann um. Doch ihre Tochter ist gar nicht tot, sondern wurde entführt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

    Wer schon Bücher von Karin Slaughter gelesen hat, der weiß, dass sie mit ihrem Schreibstil definitiv kein Blatt vor den Mund nimmt, so ist er wie immer unverblümt, fesselnd und spannend. Auch die Erzählweise entführt den Leser in eine Welt voller Absurditäten und Grausamkeiten. Ich denke das ist ein Stil den man entweder mag oder nicht. Ich bin ein großer Fan ihrer Bücher, weshalb mich auch diese Geschichte von ihr erneut fesselnd konnte. Allerdings muss ich hier dazu sagen, dass „Entsetzen“ nicht ihr bestes Werk ist. Der Anfang war unglaublich spannend und das Ende natürlich erst recht. Doch alles dazwischen hat sich an manchen Stellen sehr gezogen und es ist wenig passiert. Das war ein wenig schade, denn von einem klassisch guten Slaughter hätte ich mir ein wenig mehr Action gewünscht. Natürlich ist er an manchen Stellen wie gewohnt brutal und grausam aber eben etwas blasser und schleppender als sonst. Will Trent als Ermittler ist natürlich wieder ganz große klasse und auch in Kombination mit seiner neuen Partnerin Faith fand ich den Fall überaus spannend.  Generell bin ich ein großer Fan von Will und seiner Art und Weise Fälle zu lösen. Auch die Nebencharaktere waren wieder sehr gut greifbar und herausgearbeitet und brachten ihre eigenen dunklen Geheimnisse mit. Nur hat sich das in diesem Buch ein klein wenig gezogen. Die Auflösung des Falles hat mir einen Schauder über den Rücken gejagt. Hier war die Autorin dann wieder in Bestform. Sie gräbt in den Grausamkeiten der menschlichen Natur  wie nur sie es vermag und zeigt uns Bilder die wir eigentlich nie sehen wollten.

    Alles in allem ein gelungener Slaughter-Thriller, von dem ich mir tatsächlich ein wenig mehr erhofft hatte. Dennoch liebe ich ihre Art zu erzählen und zu schreiben und deshalb gibt es 4 von 5 Sternen.

  23. Cover des Buches Goldstein (ISBN: 9783462043235)
    Volker Kutscher

    Goldstein

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der dritte Band um den Berliner Kommissar Gereon Rath, erschienen erstmals 2010, verfilmt unter dem Titel Babylon Berlin in 2020, was die die Serie berühmt machte. Die wesentliche Handlung beschränkt sich auf einen Zeitraum vom 27.06.1931 und dem 18.07.1931. Ein Tag im September wird dann am Ende noch angefügt. Zwischen den Ereignissen des zweiten und dieses dritten Bandes liegen also eineinhalb Jahre.

    Auch dieser Band ist in sich abgeschlossen, es wird aber immer wieder Bezug genommen auf Ereignisse aus den beiden Vorgängerbänden und die handelnden Personen entwickeln sich weiter. Es ist daher sinnvoll, die Bände in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Wie bereits in den Vorgängerbänden sind die historischen Details genau wiedergegeben, diesmal aber nicht so zahlreich. Es werden im Grunde nur die Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen den Nazis und den Kommunisten sowie die gegenseitige Bekämpfung der Ringvereine erwähnt.

    Die erzählte Geschichte ist kompliziert mit sehr vielen handelnden Personen und auch die Zahl der Morde ist hoch. Doch es gelingt Kutscher alle gesponnenen Fäden am Ende auch logisch aufzuklären und zu einem Ende zu führen. Das Aufkommen der Nationalsozialisten ist in diesem Band deutlich zu spüren, die sogenannten Kurfürstendamm-Krawalle am 12.09.1931 sind historisch belegt und deuten bereits an, wie es weitergehen wird. Wie es Kutscher immer wieder schafft, historisch belegte Ereignisse elegant in seine Geschichten einzubinden ohne dass das bemüht wirkt, ist große Schriftstellerkunst.

    Mit gefällt auch gut, dass der Autor die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man als Leser unterschiedliche Blicke auf die Handlung und die Gefühlswelt werfen kann, was insbesondere bei den Streitereien zwischen Charlotte und Gereon ganz erhellend ist.

     So manchen Schlenker im Fortgang der Geschichte hätte sich Kutscher allerdings sparen können, diese wirken deplatziert und wie Füllmaterial. Ich denke dabei z:B. an die Episode, als eine Hauswirtin ihren unschuldigen Mieter Fleming verdächtigt oder auch die Geschichte um den ermordeten Heinrich Beckmann.

    Insgesamt aber gut gelungen. Vier Sterne von mir.

  24. Cover des Buches Auf zerbrochenem Glas (ISBN: 9781503901155)
    Alexander Hartung

    Auf zerbrochenem Glas

     (94)
    Aktuelle Rezension von: LisaH

    Ich bin Thriller Fan und habe schon einige Bücher des Autors gelesen. „Auf zerbrochenem Glas“ ist wie immer ein gelungenes Werk und ich freue mich auf die nächsten Teile der Serie. Dennoch gibt es kleine Abzüge wegen den Charakteren.

    Die Handlung nimmt von Anfang an Fahrt auf. Nik Pohl begibt sich von einer waghalsigen Situation in die nächste, sodass die Spannung durchgehend hoch blieb. Die Wendung am Ende hätte ich so nicht erwartet, hat mir jedoch sehr gut gefallen.

    Einige Fragezeichen bleiben mir bei den Charakteren. Nik wirkt etwas naiv auf mich, lässt sich direkt auf die Erpressung von Jon ein und lässt alles mit sich machen. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Reflexion von ihm gewünscht. Auch über Jon hätte ich gerne von Anfang an mehr erfahren. Er hätte ein interessanter Charakter werden können, spielt auch während des ganzen Buches eine Rolle, trotzdem fehlt die Tiefe.

    Trotz allem gefällt mir dieses Buch gut und es ist ein leichter Thriller für zwischendurch. 

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