Bücher mit dem Tag "selbstjustiz"
156 Bücher
- Haruki Murakami
1Q84 (Buch 1, 2)
(765)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Dieses Buch ist absolut unvergleichlich! Bin wie verzaubert von dieser Geschichte und der Art wie Murakami sie erzählt.
Abwechselnd wird aus den Perspektiven der zwei Hauptprotagonisten Aomame und Tengo berichtet. Allein die Namen der beiden sind mir äußerst sympathisch. Speziell, aber klangvoll. Die beiden haben sich im Alter von 10 Jahren ineinander verliebt und dann niemals mehr wieder gesehen. Trotzdem konnten sie beide niemals jemand anderen wirklich lieben.
Beide werden in eine ziemlich merkwürdige Welt hineingezogen, die scheinbar dadurch entstanden ist, dass Tengo gemeinsam mit der 17jährigen Fukaeri ein Buch darüber geschrieben hat. Die Geschichte allerdings beruht auf dem, was Fukaeri selbst erlebt hat, weswegen mysteriös bleibt, was zuerst da war: die Geschichte, oder die Parallelwelt.
Obwohl Tengo und Aomame beide in diese Welt geraten sind, begegnen sie sich auf bittersüße Weise im ganzen Buch nicht persönlich.
Die Charaktere sind wunderbar einzigartig, die Geschichte magisch mysteriös, der Schreibstil wunderbar flüssig zu lesen.
Ich habe absolut nichts zu bemängeln und werde sofort das zweite Buch verschlingen, um herauszufinden, wie die Geschichte weiter geht.
Absolute Leseempfehlung! Hier bekommt man großartige Literatur und Unterhaltung!
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.596)Aktuelle Rezension von: Anna_seinsDieses Buch schafft es auf meiner Fitzek-Liste definitiv bis ganz weit hoch. Die Seiten (und die Zeit) fliegen einfach vorbei beim Lesen und es lässt sich nur sehr schwer damit aufhören.
Der Schreibstil ist einfach typisch Fitzek. Alle Puzzleteile liegen vor uns und doch kommt die Auflösung überraschend, wenn auch weniger schockierend als in anderen Werken des Thriller-Meisters.
Den beiden Hauptcharakteren kommt man wie üblich recht nah. Kurze Kapitel, flüssige Sätze und und das hinfiebern auf das Ende der 8N8, machen das Buch zu einem kurzweiligen Leseerlebnis.
Wie so oft - Schade, dass das Buch so schnell vorbei war. Man möchte es fast gleich noch ein zweites Mal lesen, um die versteckten Hinweise und Zusammenhänge direkt beim Lesen zu erkennen.
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.239)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Mareike Fallwickl
Die Wut, die bleibt
(314)Aktuelle Rezension von: C_S1Mit diesem Roman gelingt Mareike Fallwickl ein feministisches Werk, das nicht provoziert, um zu schockieren, sondern um sichtbar zu machen. Der Ausgangspunkt ist drastisch – und doch ist es nicht die Tat selbst, die im Zentrum steht, sondern das, was sie offenlegt: die Überforderung, die Unsichtbarkeit und die strukturelle Schieflage, in der viele Frauen leben.
Besonders stark ist, dass der Roman Frauen nicht von oben herab belehrt. Er präsentiert keine vereinfachten Lösungen und predigt keine schnellen Auswege. Die Idee, Frauen müssten „einfach“ aufhören, Carearbeit zu leisten oder sich verweigern, um ein Zeichen zu setzen, wird hier als das entlarvt, was sie ist: zu kurz gedacht. Stattdessen zeigt die Geschichte, wie tief verwurzelt Rollenbilder sind – emotional, gesellschaftlich und ökonomisch. Die Probleme enden nicht mit einem symbolischen Akt des Widerstands.
Sprachlich ist der Roman eindrucksvoll, direkt und zugleich literarisch feinfühlig. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet, besonders spannend ist der Blick auf zwei Frauengenerationen, die ähnliche Belastungen unterschiedlich wahrnehmen und jeweils eigene Wege suchen, damit umzugehen. Wut, Trauer und Ohnmacht stehen nebeneinander – aber auch die leise Frage nach Veränderung.
Ein kluger, unbequemer und wichtiger Roman, der lange nachhallt.
- Bernhard Aichner
Totenfrau
(463)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeDer Klappentext war interessant zu lesen. Eine Frau deren Mann ums Leben kommt. Ein Unfall wie es scheint, doch tatsächlich steckt mehr dahinter. Ein Vergleich mit Lisbeth Salander wird geführt.
Woher dieser kommt, entzieht sich mir nach Lesen des Buches jeglicher Kenntnis. Der Thriller ist in großen Teilen doch recht interessant gewesen. Ich mochte die Kombination der Protagonistin Blum aus Mutter, Ehefrau und Bestatterin. Durchaus eine toughe Frau, aber kein Vergleich mit der erwähnten Lisbeth Salander.
Hinsichtlich der Sprache fiel mir auf, dass vor allem kurze, prägnante Sätze genutzt wurden. Nicht selten kam einem die Sprache abgehakt und ja, irgendwie kühl vor. Die Dialoge sind auch kurz und knapp gehalten. Wie in einem Drehbuch. Irgendwie passen sie damit aber auch zu der durchaus kalten, rücksichtslosen Figur der Blum.
Die Handlung ist nichts für schwache Nerven, nicht nur auf Grund des Bestattungshintergrundes. Es wird gefoltert, zerstückelt und gesägt…. Ohne allzu viel verraten zu wollen, es wird blutig. Manchmal war die Handlung so absurd, dass man glatt lachen wollte. Alles in allem fehlte mir aber die Tiefe und die Glaubwürdigkeit. Die Geschichte ist ziemlich bizarr und teilweise wirkt sie wie an den Haaren herbeigezogen. Auch fehlte mir die Originalität im Vergleich mit anderen Thrillern, und leider ist der Ausgang dann doch relativ vorhersehbar und nicht überraschend gewesen.
Schade. Die Serie werde ich mir sicher anschauen, einen weiteren Teil lesen? Eher nein.
- John Grisham
Die Jury
(541)Aktuelle Rezension von: Merra_LuViele von John Grishams Romanen wurden verfilmt. So auch dieses Werk. Wer die Filme sieht, ohne vorher das Buch gelesen zu haben begeht einen schweren Fehler. Natürlich ist allgemein bekannt, dass Verfilmungen nie so gut sind, wie das Buch, auf welches der Film basiert. Aber bei den Grisham-Bücher wäre es eine Katastrophe.
Dieses Buch ist eine Achterbahn der Gefühle und hat eine sehr ansehnlich Spannungskurve. Es ist ein auf und ab. Freude, Trauer, Entsetzen wechseln sich regelmäßig ab. Und am Ende standen die Tränen in den Augen.
Unvorhergesehene Ereignisse und Meinungen der Charaktere des Buches begleiten diesen vorzüglichen Thriller.
- Nele Neuhaus
Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
(322)Aktuelle Rezension von: MorianLangatmig, moralisierend und verknatscht, dass mir um die Zeit leid ist, die ich zum Lesen des Buchs verbraucht habe. Außerdem wurde nachlässige Polizeiarbeit beschrieben .Bestimmte Menschen, die gehört hätten werden müssen, wurden vernachlässigt, Tatsachen wurden zwischendrin verändert, Sachverhalte blieben ungeprüft.
Irgendwie fühle ich mich, als hätte man mir eine Denkvorschrift verabreicht.
- Stephen King
Zwischen Nacht und Dunkel
(266)Aktuelle Rezension von: Novaa1922: Ein düsteres, beklemmender Roman über Schuld, Wahnsinn und die unausweichlichen Nachwirkungen eines Mordes. Kein schneller Horror. „Ich ging ins Haus zurück, zog mich aus und legte mich in das Bett, in dem ich meiner Frau die Kehle durchgeschnitten hatte.“
Big Driver:
Eine Rachegeschichte, die ihresgleichen sucht. Intensiv.
Faire Verlängerung:
Ein Pakt mit dem Teufel mit all seinen Konsequenzen. Als kleines Intermezzo zwischendurch durchaus gelungen.
Eine gute Ehe:
Ich bin ohne große Erwartungen in die Novelle gestartet, weil ich die Geschichten-Sammlung Zwischen Nacht und Dunkel einfach vollständig lesen wollte. Anfangs wirkt alles wie eine ruhige Ehegeschichte, vielleicht mit einer kleinen Eskalation – nichts, womit man rechnen müsste.
Doch je weiter man liest, desto bedrückender und düsterer wird die Atmosphäre. Kings Darstellung des verborgen gehaltenen Geheimnisses eines Partners trifft hart. Besonders stark ist die emotionale Seite: Wie der andere Teil der Ehe versucht, sich nicht selbst zu verlieren, während die gemeinsame Vergangenheit Stück für Stück bröckelt.
Der Abschluss der Geschichte hat sie emotional super abrundet. Stimmig, intensiv und bis zum Schluss wirkungsvoll.
Kurze (aber nicht zu kurze), psychologisch starke und düstere Novellen. Für alle empfohlen, die Thriller mit emotionaler Tiefe mögen.
- David Lagercrantz
Verschwörung
(283)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen. - J.D. Barker
The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
(248)Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmerEin Serienkiller, der sich „Four Monkey Killer“ (4MK) nennt, terrorisiert die Stadt seit Jahren. Plötzlich stirbt er bei einem Verkehrsunfall – doch alles scheint darauf hinzudeuten, dass mit seinem Tod nicht alles endet…
Was mir sehr gut gefällt, ist das man nicht nur dem Ermittler Sam Porter folgt, sondern zwischendurch auch immer wieder die Tagebucheinträge des Killers liest- diese Story fand ich tatsächlich noch interessanter als die eigentliche Story. Den Schreibstil habe ich als sehr fesselnd und düster empfunden- zwischendurch vielleicht etwas brutal. Am Ende vielleicht etwas übereilt und die Taten an den Frauen widersprechen den Aussagen in den Tagebüchern, dass man nicht die Hand gegenüber unschuldigen Frauen erhebt, aber insgesamt sehr guter Thriller.
- Jilliane Hoffman
Nemesis
(238)Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmerC. J. Townsend, eine erfahrene US-Staatsanwältin, findet bei einem Leichenfund in Miami ein besonderes Brandzeichen: ein Blitz in einem Kreis. Schnell wird ihr klar, dass dies die Handschrift eines Snuff-Clubs ist, der schon früher in Florida aktiv war. In diesem geheimen „Spiel ohne Grenzen“ zahlen wohlhabende und einflussreiche Männer dafür, via Live-Stream zuzusehen, wie Frauen gequält, vergewaltigt und ermordet werden.
Teil 4 der C.J. Townsend Reihe, den man aber auch ohne die anderen Bücher sehr gut verstehen kann. Insgesamt ein starker Thriller, der auch sehr zum Nachdenken anregt. Die Spannung wird bis zum Schluss hoch gehalten- allerdings wirkt dieser dann etwas überstürzt und irgendwie zu einfach.
- Daniel Cole
Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
(448)Aktuelle Rezension von: Blackfairy71Ein grausamer Fund erschüttert London. An unzähligen Fäden hängt im riesigen Fenster eines Hauses eine zusammengeflickte Leiche. Ein Finger zeigt auf die gegenüberliegende Wohnung. Ihr Mieter: Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf. Als der Presse eine Liste mit sechs Namen und genauen Todesdaten zugespielt wird, besteht kein Zweifel mehr, was dieser Fingerzeig zu bedeuten hat. Denn einer der Todeskandidaten ist Wolf selbst. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und nichts deutet darauf hin, dass er und sein Team den Mörder stoppen können.
London im Sommer 2014. Die Hitze hat die Stadt fest im Griff, als die zusammengeflickte Leiche gefunden wird. Schnell gibt die Presse dem Fall den Namen Ragdoll, Flickenpuppe, und ausgerechnet Wolfs Ex-Frau erhält die Liste mit den Todeskandidaten und sie ist Journalistin.
Wolf ist noch nicht lange wieder im Dienst und im Prolog und in Rückblenden, erfahren wir auch warum. Ein Fall vor vier Jahren hat ihn fast zerstört, er war besessen davon, den sogenannten "Feuerbestatter" zu erwischen. Bei der Gerichtsverhandlung kommt es zu einem Zwischenfall, der ihn in eine Psychiatrische Klinik bringt.
Nun wieder im Dienst, ist Wolf sicher, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Ragdoll-Fall und dem des Feuerbestatters gibt. Seine Kollegen und Vorgesetzten dagegen sind skeptisch, bis der Neue im Team, Edmunds, den selben Spuren nachgeht.
"Ragdoll" lag schon eine ganze Zeit auf meinem SUB und ich habe es extra auf meine Liste 12 für 26 gepackt, damit ich es dieses Jahr lesen "muss". Es war mein erstes Buch von Daniel Cole. Ein wirklich sehr spannender Thriller, dessen knapp 480 Seiten im Nu verflogen sind. Und während ich noch gerätselt habe, wie alles zusammenhängt, gibt es einen Twist, mit dem ich nicht gerechnet habe.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr anschaulich und bildhaft führt der Autor durch die Straßen Londons. Die Kapitel sind nicht zu lang und erzählt wird in der dritten Person. So erfährt man nicht nur eine Seite der Geschichte, sondern begleitet Wolf, seine Kollegen Baxter und Edmunds, aber auch seine Ex-Frau Andrea. Man erfährt auch private Dinge der Ermittler, das steht aber nicht im Vordergrund. Die Hauptfiguren sind interessant und facettenreich gezeichnet. Alle haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch sehr authentisch.
Wer spannende Unterhaltung mit einem flüssig geschriebenen Thriller und interessanten Charakteren sucht, in dem es auch ab und zu was zum Schmunzeln gibt, der ist mit "Ragdoll" gut bedient.
Es gibt inzwischen zwei Fortsetzungen: "Hangman" und "Wolves". Mal sehen, ob ich diese auch lesen werde.
- Andreas Eschbach
Todesengel
(286)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackZivilcourage. Jeder kennt es, doch oft findet man sich in Gefahrensituationen für andere gelähmt wieder. Ignoranz und Wegducken dominieren, wo Hilfe von Nöten wäre. Doch was, wenn es einen Racheengel gäbe? Eine Art Superhelden, der den Opfern beherzt und mit martialischen Mitteln zu Seite springt und die Täter richtet, weil die Justiz sich nicht in der Lage oder gewillt sieht, harte Strafen zu verhängen und sich gerade jugendliche Verbrecher schnell wieder auf freiem Fuß befinden? Dies ist der Moment, in dem die öffentliche Debatte ihren Anfang findet. Wo sie endet, gibt es im Buch nachzulesen.
Ein spannendes und nach wie vor aktuelles Thema. Wer zu Boden geht, hat verloren, ist überholt. Wenn jemand zu Boden geht, beginnt der Spaß erst richtig, heißt es heute. Gewaltexzesse sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Eschbach nimmt sich dieser Thematik an und konstruiert daraus einen Thriller. Der Thrill kommt dabei manchmal ein klein wenig zu kurz und weicht der Beleuchtung der vehement geführten Debatte um das Thema Selbstjustiz. Mir persönlich hat das gefallen, weil es mehr Tiefe verliehen hat.
Ansonsten finden wir hier einen Eschbach, wie er sein sollte. Clever, Themen behandelnd, die alles andere als nichtig sind, gut recherchiert, facettenreich und wortgewandt.
Fans von Andreas Eschbach werden hier auf ihre Kosten kommen! - Kat Eryn Rubik
Furye
(112)Aktuelle Rezension von: DajobamaFurye – Kat Eryn Rubik
Ein unheimlicher düsterer Sog ist in dieser Geschichte enthalten.
Vor zwanzig Jahren erlebten die drei Furyen – Alec, Meg und Tess – den Sommer ihres Lebens, im positiven wie im negativen Sinne. Danach zieht Alec mit ihren Eltern weg und kehrt erst zwanzig Jahre später zurück.
Erzählt wird dieser furiose Roman in zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart, in der Alec es beruflich geschafft hat, erfolgreich zu werden, innerlich aber unglücklich und einsam ist. Aus ihren Tagebucheinträgen von damals erfahren wir, was in jenem Sommer passiert ist.
Großen Raum nimmt heute wie damals die Liebesgeschichte zwischen Alec und Romain ein. Zwischendurch war ich darüber nicht ganz glücklich, weil ich Romain von Beginn an nicht mochte.
Eine Geschichte, die kraftvoll erzählt ist. Unkonventionell, feministisch, provozierend – so entwickelt sich ein gewaltiger Sog, der mich am Ende fassungslos wieder ausspuckte.
Respekt! 5 Sterne!
- Andreas Winkelmann
Ihr werdet sie nicht finden
(160)Aktuelle Rezension von: Ramona_HAndreas Winkelmann hat mich mit seiner Geschichte wieder sofort in den Bann gezogen.
Franca ist als Privatermittlerin tätig und wird von einer reichen Witwe damit beauftragt, ihr verschwundene Enkelin zu finden. Doch die Enkelin Sylvia leidet am Asperger Syndrom und somit macht es ihr Verschwinden besonders.
Jonas, ein ehemaliger Polizist, ging für den Mord an seinem Nachbarn ins Gefängnis. Winkelmann führt die beiden Fälle wieder geschickt zusammen, indem er jedoch zuerst in der Vergangenheit beginnt. Jonas landet jedoch im Gefängnis, weil er letztendlich das Verschwinden seiner Tochter Isabell sowie den Selbstmord seiner Frau nicht verkraftet hat und so durchgedreht ist.
Jonas hat seine Haft nur abgesessen und steckt wieder alle Energie da hinein, seine Tochter zu finden bzw aufzudecken warum sie vor 7 Jahren einfach verschwunden ist.
Franca und Jonas wirbeln allerlei Staub auf. Doch werden sie unbeschadet die Vorkommnisse der Vergangenheit aufdecken?
Ein spannender und lesenswerter Thriller.
- Veit Etzold
Todeswächter
(176)Aktuelle Rezension von: Anja2024"Todeswächter" von Veit Etzold bietet eine interessante und vielversprechende Geschichte, die jedoch in der Umsetzung einige Schwächen aufweist. Die Handlung selbst hat das Potenzial, fesselnd zu sein, doch leider fehlt es in weiten Teilen des Buches an der nötigen Spannung.
Die ersten zwei Drittel ziehen sich etwas und bieten nur wenig bis mittelmäßige Spannung, was das Lesevergnügen etwas trübt. Es ist, als würde die Geschichte nicht richtig in Fahrt kommen, und man fragt sich, wann die packenden Wendungen und aufregenden Momente endlich eintreten.
Im letzten Drittel des Buches wird es zwar spannender, doch hier wird die Handlung viel zu schnell abgehandelt. An dieser Stelle hätte der Autor definitiv mehr Geschehnisse und dramatische Höhepunkte einbauen können, um die Leser wirklich mitzureißen.
Insgesamt ist "Todeswächter" ein nettes Buch, das zwar einige interessante Ansätze bietet, aber in der Ausführung nicht ganz überzeugen kann. Es gibt sicherlich viele schlechtere Bücher, aber auch viele, die deutlich besser sind. Wer auf der Suche nach einer durchgehend spannenden Lektüre ist, könnte hier enttäuscht werden, während andere Leser vielleicht dennoch ihren Spaß daran haben. Positiv ist der Schreibstil hervorzuheben, ist sehr gut zu lesen. - Candice Fox
Hades
(200)Aktuelle Rezension von: GwhynwhyfarHades ist der «Herr der Unterwelt» von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Leichen. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Doch er stellt fest: die beiden leben noch. Er zieht sie groß, merkt aber schnell, dass Rache in ihnen schwelt. Sie wollen den Tod ihrer Eltern rächen und das, was man ihnen angetan hat. Hades gibt ihnen eine gute Ausbildung, lässt sie studieren, denn sie sollen lernen, wie man das Geplante auch vertuscht, wie man die Leute aufspürt, die man sucht. Heute sind sie Top-Cops bei der Mordkommission von Sydney.
20 Jahre später: Als Detective Frank Bennett zur Sydney Metro Police versetzt wird, bekommt er Eden als Partnerin zur Seite gestellt. Sie und ihr Bruder Eric gelten als die härtesten Cops der Stadt. Sie ermitteln in einem Fall eines Serientäters, der der seinen Opfern Organe entnimmt. Handelt es sich hier um Organhandel? Die Geschwister wirken unnahbar und kalt auf Frank – und sie scheinen ein Geheimnis zu verbergen. Drum fängt an, zu den beiden zu recherchieren. Es gibt den Handlungsstrang zur Vergangenheit der Geschwister und den in der Ich-Perspektive von Frank im Jetzt. Letztendlich ist Eric ein Psychopath, der Kriminelle jagt, bei Eden bin ich mir nicht ganz sicher, aber tendenziell ebenfalls. Die Rächer für Gerechtigkeit. Mittendrin Frank, der Eden ziemlich attraktiv findet. Ein Noir-Krimi, Hardboiled, für gute Nerven, unterhaltsam, spannend und mit Humor, etwas reißerischen mit grausamen Details. Na ja, einiges ist nicht ganz glaubwürdig gelungen, die Charaktere auch nicht ganz. Eben schlichte, aber gut Unterhaltung – sehr spannend. Mir ein wenig zu viel Augenmerk auf Effekthascherei mit Schlachtefest.
Candice Fox stammt aus einer eher exzentrischen Familie, die sie zu manchen ihrer literarischen Figuren inspirierte. Nach einer nicht so braven Jugend und einem kurzen Zwischenspiel bei der Royal Australian Navy widmet sie sich jetzt der Literatur, mit akademischen Weihen und sehr unakademischen Romanen. Für den ersten und zweiten Teil ihrer Trilogie, Hades und Eden, wurde sie 2014 und 2015 mit dem Ned Kelly Award ausgezeichnet.
- Kanae Minato
Geständnisse
(285)Aktuelle Rezension von: cozyreadingdays„Geständnisse“ von Kanae Minato war eines dieser Bücher, die ich innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen.
Alles beginnt damit, dass eine Lehrerin vor ihrer Klasse steht und eine erschütternde Nachricht verkündet. Ihre kleine Tochter ist unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. Doch sie ist überzeugt, dass zwei ihrer eigenen Schüler für den Tod verantwortlich sind. In einer ruhigen, sachlichen Rede erzählt sie der Klasse, dass sie bereits ihre eigene Form der Rache vorbereitet hat.
Von diesem Moment an entfaltet sich eine beklemmende Geschichte, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Nach und nach erfahren wir mehr über die beteiligten Personen, ihre Gedanken, ihre Hintergründe und darüber, wie ein einziges Ereignis das Leben vieler Menschen verändert.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die Geschichte aufgebaut ist. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man immer neue Einblicke und versteht nach und nach, wie alles zusammenhängt. Gleichzeitig wird die Atmosphäre immer intensiver und auch ziemlich beklemmend.
Der Schreibstil ist dabei sehr ruhig, was die Geschichte noch eindringlicher macht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles entwickelt.
Wer eine düstere, spannende Geschichte lesen möchte, wird von „Geständnisse“ nicht enttäuscht werden.
- Agatha Christie
Und dann gab's keines mehr
(366)Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlogDie Geschichte beginnt damit, dass 10 Personen anhand eines Briefes auf eine einsame Insel gelockt werden. Die Personen kennen sich untereinander nicht und gleich zu Beginn werden alle mit ihren größten Verbrechen konfrontiert: dem Mord an jemanden.
Nach und nach findet die Gerechtigkeit ihren Weg, da ein scheinbarer Kinderreim dazu genutzt wird, um sich ihnen zu entledigen.
Die Protagonisten sind so unterschiedlich, wie Menschen nur sein können. Da gibt es unter anderem einen Richter, der die einzelnen Morde und mögliche Verdächtige sehr ruhig und nüchtern zusammenfasst. Oder eine Miss Brent, die ihre Liebe zu Gott gefunden hat und sehr fanatisch wirkt.
Die Geschehnisse sind klar aufgebaut und es sehr interessant, wie schnell die Personen dort ihr wahres Gesicht gezeigt haben und wie schnell sämtliches Vertrauen aufgrund der Ereignisse schwand.
Gleich nachdem der erste Mord geschah, bin ich in den ‚Ermittlermodus‘ gegangen und habe versucht mit zu rätseln, wer diesen und noch weitere begannen haben kann und wie.
Einzig das Ende konnte mich nicht so überzeugen. Denn bis dato war alles sehr nachvollziehbar und klar geschildert. Allerdings war die Auflösung zu konstruiert und unglaubwürdig und manches bleibt leider ungeklärt.
Vielleicht mag ich ein wenig Voreingenommen sein, wenn es um Agatha Christie geht, da ich ihre Bücher sehr schätze – dennoch fand ich dieses Buch absolut großartig! - Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenangst
(171)Aktuelle Rezension von: natti_LesemausEine Schulklasse hat mit ihrem Lehrer eine Wattwanderung gemacht. Und ist ohne ihn zurückgekommen. Da gibt es zwei Möglichkeiten, denkt sich Ann Kathrin Klaasen. Entweder war er ein verantwortungsloser Mensch, der seine Klasse in große Gefahr gebracht hat, und dabei selbst ums Leben gekommen ist. Oder ein paar teuflische Schüler haben die Situation ausgenutzt, um einen unliebsamen Lehrer loszuwerden… Für Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller stellt sich bei ihren Ermittlungen die Frage: Sind die halbtoten Kinder am Strand von Norddeich Täter oder Opfer?
Meinung:
Klaus Peter Wolf ist mit seinen Ostfriesenkrimis schon in aller Munde, kaum einer kennt ihn nicht und seine Bücher/Filme.
Ich liebe seine Bücher einfach. Sie spielen dort, wo ich lebe. Wenn ich denke, das ich auch schon mal auf der Insel war, dort im Watt oder in dem Cafe ten Kate in Norden oder.....dann denke ich oft- hier war der Täter auch, hier wurde die Leiche gefunden usw..
Das macht die Krimis so real und wirklich. Er schafft es einfach, das man sich total hineinversetzten kann. Das auch Personen , Orte, Geschäfte usw.. aus diesen Büchern wirklich gibt, finde ich schon toll. Zuanfang hat es mich etwas gestört, es kam mir eher wie Schleichwerbung vor für Ostfriesland vor. Aber man sieht daran auch, das der Autor diese Region einfach liebt. Und was wäre Cafe ten Kate ohne die Ostfriesenkrimis??
Das hier ist Band sechs. Ich lese sie nicht der Reihe nach, sondern so wie ich lust drauf habe. Den Teil habe ich auch bereits im TV gesehen.
Da jeder Band in sich abgeschlossen ist ( außer die Triologien über Rupert und Dr. Sommerfeldt), verpasst man nicht wirklich etwas. alles wichtige wird erzählt und wer die Bücher kennt, kennt auch die Charakteren schon.
Ich mag Ann Karhrin, Weller und ja- auch nach langem, den Rupert. Obwohl ich den zuanfangs total blöd fand und den Hype um ihn nicht verstehen konnte. Aber langsam erreicht es auch mich.
Er frischt mit seiner Art eben alles auf.
Die Jugendlichen in diesem Teil haben es teilweise auch faustdicke hinter den Ohren, aber war wirklich einer von ihnen der Täter oder sind sie nur in etwas hineingeraten?
Lest selber...
- Harlan Coben
In deinem Namen
(166)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Vor fünfzehn Jahren verlor Detective Nap Dumas seinen Zwillingsbruder Leo. Damals wurde Leo unter mysteriösen Umständen tot auf den Eisenbahngleisen seiner Heimatstadt gefunden. Damals verschwand auch Maura, Naps große Liebe, ohne ein Wort des Abschieds. Als jetzt im Wagen eines Mordverdächtigen Mauras Fingerabdrücke auftauchen, hofft Nap endlich auf Antworten. Doch stattdessen stößt er nur auf immer neue Fragen: über die Frau, die er einst liebte, über eine verlassenen Militärbasis und vor allem über Leo. Denn die Gründe, warum er sterben musste, sind dunkel und gefährlich ...
Meinung: Detective Dumas ist in seinen Dreißigern und führt nach außen ein relativ unscheinbares Dasein, wenn er nicht gerade Typen vermöbelt, die gewalttätig gegenüber Frauen sind. Zu Beginn war ich etwas schockiert von seiner ruppigen Art und dachte mir "Worauf habe ich mich denn da eingelassen?". Aber es dauerte nur wenige Seiten, bis dieser Gedanke beseitigt war. Nap wurde mir immer sympathischer, mit seiner direkten, praktischen Art und Denkweise habe ich ihn tatsächlich ins Herz geschlossen. Auch, wenn er in einigen Situation etwas zu sehr in seinen immer wiederkehrenden Gedanken in der Vergangenheit gefangen ist.
Die Story startet mit einem Barbesuch einer Dame, die das Lokal mit einem älteren Mann verlässt, um sich von ihm nach Hause chauffieren zu lassen. Unterwegs werden die beiden von einem Polizisten angehalten, der von dem Fahrer erschossen wird. Er flüchtet, sein Wagen wird jedoch gefunden - und darin die Fingerabdrücke von Maura. Der Inhaber des Autos ist unbekannt, da es sich um einen Mietwagen handelt.
Da Nap in der Vergangenheit ebendiese Fingerabdrücke in die polizeiliche Datenbank eingegeben hat, wird er von den Beamten kontaktiert, die den aktuellen Mordfall behandeln. Somit erhält er Einblicke in die Ermittlungen und erfährt Dinge, die die Vergangenheit in einem neuen Licht dastehen lassen. Außerdem folgt ein weiterer Todesfall, der sowohl als Selbstmord als auch als Ermordung durchgehen könnte, und alles scheint mit Naps Bruder Leo in Verbindung zu stehen.
Die Story ist durchwegs interessant und unterhaltsam, jedoch gibt es einige Szenen, wo ich das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten. In der Mitte hätte es etwas kompakter sein können. Außerdem hoffte ich ständig auf einen Twist, es kam jedoch nie einer.
Das Ende überraschte dann wieder und je länger ich es auf mich wirken ließ, desto stimmiger wurde es für mich. Leider zu kurz abgehandelt, aber dennoch rund.
Mit "In deinem Namen" ist Harlan Coben ein unterhaltsamer Spannungsroman gelungen, der ganz ohne übertriebene Actionszenen auskommt und sowohl mit einem charismatischen Protagonisten als auch flüssigen Schreibstil punktet! 4 von 5 Sternen!
- C.J. Tudor
Schneewittchen schläft
(108)Aktuelle Rezension von: FutziwitchEin fesselnder Roman der so spannend ist dass man ihn nicht aus den Händen lägen will, einfach Spannung puer. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen das mich so gut gefallen hat die Schriftstellerin hat wirklich gute Arbeit geleistet dieses Bich zu schreiben da es einem nicht langweilig wird es zu lesen . Also Spannung von Anfang bis Ende , ein Vater der den angebliechen Tod seiner Tochter nicht alzeptieren will und auf der Suche nach ihr in einen Strudel von Ereignissen gerät dessen niemand ihm glaubt doch nach und nach setzen die Puzzlestücke sich zusammen . Ein Buch das ich sehr empfehlen kann
- Lesley Kara
Das Gerücht
(270)Aktuelle Rezension von: DastbuchSpannender und zeitloser Roman über die Mechanik eines Gerüchts, das außer Kontrolle gerät
Joanna zieht zurück. Weg aus London, hinein in die Kleinstadt, in der sie selbst zur Schule gegangen ist. Mit dabei ihr Sohn Alfie und die Hoffnung auf einen ruhigeren Neustart. In Das Gerücht von Lesley Kara setzt die Geschichte genau in dem Moment ein, als Joanna auf dem Schulhof aufschnappt, dass die verurteilte Kindermörderin Sally McGowan unter neuem Namen im Ort leben soll. Dieser Einstieg ist stark. Man ist sofort drin.
Erzählt wird aus Joannas Ich-Perspektive. Die Autorin nimmt sich viel Zeit für sie, für ihren Alltag als alleinerziehende Immobilienmaklerin, für ihre Gedanken, ihre Unsicherheiten. Auffällig ist der sehr beschreibende Stil. Häuser, Räume, das Aussehen von Figuren werden detailliert geschildert. Das nimmt Tempo heraus, zeichnet aber ein klares Bild des Küstenortes in Nordengland.
Zwischen der Sorge um Alfie, der mit Mobbing zu kämpfen hat, und ihrer wachsenden Neugier auf die vermeintliche Kindermörderin steigert sich die Spannung. Um Anschluss zu finden und wichtig zu wirken, streut Joanna das Gerücht weiter. Was als unbedachte Bemerkung beginnt, entwickelt sich zur Lawine. Eine Frau im Dorf wird zunehmend drangsaliert. Die Stimmung kippt, es entsteht etwas, das an einen Lynchmob erinnert.
Weil alles aus Joannas Perspektive geschildert wird, teilt man ihre wachsende Paranoia. Plötzlich scheint jede Frau mittleren Alters verdächtig. Ich habe mich beim Lesen dabei ertappt, selbst mitzumuten, selbst zu spekulieren. Genau daraus bezieht der Roman seine Spannung. Zwischen der Angst um Alfie und der fixen Idee, die vermeintliche Täterin zu entlarven, zieht das Tempo im letzten Drittel spürbar an.
Mit der Auflösung habe ich nicht gerechnet. Einige Details verraten das Erscheinungsjahr, doch die Mechanik eines Gerüchts, das außer Kontrolle gerät, wirkt erschreckend zeitlos.
Für mich sehr unterhaltsam. 4,5 Sterne.
- Jo Nesbø
Messer (Ein Harry-Hole-Krimi 12)
(224)Aktuelle Rezension von: SunsyBoah! Ist das spannend !!! Jo Nesbø ist in der Tat Meister seines Fachs. Das Buch "Messer" ist so vielschichtig wie nur was. Mehrere Handlungsstränge, wie ich es mag, sind miteinander verwoben und wir Leser und Hörer sind mitten im Geschehen, durchschauen aber dennoch das ganze Konstrukt nicht einmal ansatzweise. Erst ganz am Ende werden die einzelnen Fäden zusammengeführt, und uns geht ein Licht auf.
Bei Bookbeat gibt es das ungekürzte Hörbuch im Abo, so dass ich wieder gelesen und gehört habe. Dass es nicht via Whispersync for Voice ging (geht nur bei Kauf von Buch und Hörbuch bei Amazon/Audible), war nicht schlimm. Ich habe ja beim Lesen auf dem Tolino gesehen, wo ich stehe und konnte beim Hörbuch dann per Schieberegler zu dem Prozentsatz switchen und umgekehrt.
Der grandiose Uve Teschner liest, und macht das Hörbuch damit noch zusätzlich zu etwas ganz Besonderem. Ich bin schwer begeistert!
Meine Bewertung: 10/10 Punkte.
https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/06/gelesen-und-gehort-messer-jo-nesb.html























