Bücher mit dem Tag "selbstversorger"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "selbstversorger" gekennzeichnet haben.

33 Bücher

  1. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257261219)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

    (276)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.

    Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.

    Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.

    Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.

    Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.


  2. Cover des Buches Homefarming (ISBN: 9783833877834)
    Judith Rakers

    Homefarming

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Ein besonderer Talkgast bei "3nach9" hat  Judith Rakers Interesse für den eigenen Garten geweckt.  Wolf-Dieter Storl war als Gast geladen und zur Vorbereitung musste Frau Rakers ein Buch von ihm durcharbeiten.   Das Buch und die Begegnung mit Herrn Storl hat ihr Interesse geweckt. Sie hat  angefangen  im kleinen Rahmen zu gärtnern und durch die Anfangserfolge motiviert, auch mit der Haltung von Hühner begonnen. 

    Mit diesem Buch möchte sie Lust aufs Gärtnern machen und die Angst vor Scheitern nehmen.  Sie bezeichnet sich als ehemaligen 'Vollhonk' in der Küche und ist mittlerweile stolz, dass sie schmackhafte Gerichte, die auch in einem kleinen Rezeptteil am Ende des Buches präsentiert werden, auf den Tisch bringt. 

    Das Buch ist in drei Teile gegliedert.     Ein Pflanz- und Gartenteil mit einem abschließenden Interview mit Wolf-Dieter Storl.   Erfahrene Gärtner finden da nicht wirklich was Neues.   Für Anfänger sind nette Ideen dabei.

    Im zweiten Teil geht es um Hühner.   Judith Rakers hat eine Leidenschaft für Hühner entwickelt, die man auf jeder Seite spürt.   Im abschließenden Interview mit dem Hühnerzüchter Bernd Eggers  erfährt man ein bisschen was über die Welt der Rassegeflügel.   Seine "Dresdner"-Hühner werden sehr sympathisch vorgestellt und ich kann mir vorstellen, dass er vermehrt Anfragen bekommt.

    Auf den letzten 50 Seiten geht es um Lagerung, Haltbarmachung und kleinen Rezeptideen.  Auch hier gibt es ein abschließendes Interview.  Dafür besuchte Frau Rakers  das Benediktiner-Kloster in Beuron.

    Das Buch ist wunderschön gestaltet und zeigt, dass Homefarming/Selbstversorgung   auch sehr modern und chic sein kann.   

  3. Cover des Buches Wanja und die wilden Hunde (ISBN: 9783442174140)
    Maike Maja Nowak

    Wanja und die wilden Hunde

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, weil es um Hunde geht und einen artgerechten Umgang mit ihnen. Doch meine Neugier wurde vor allen Dingen geweckt, weil die Geschichte in Russland spielt und tatsächlich passiert ist.

    Heute ist Maike Maja Nowak eine berühmte Hundeflüsterin, aber alles fing mit Wanja an, einem wilden Hund, der sich ihr auf einer Reise in ein abgelegenes, russisches Dorf anschloss. Zwar liebte die Liedermacherin und Sängerin Hunde, doch sicher dachte sie damals noch nicht daran, einmal Hundetrainerin zu werden.

    Wanja folgten weitere Hunde und so bekam Maja die Chance, ihr Verhalten zu beobachten. Die Hunde konnten sich frei bewegen, kommen und gehen, wann sie wollten, jagen und sich ihre Schlafplätze selbst aussuchen. Sie blieben wirklich freiwillig und allein das hat mich fasziniert.

    In der Stille und Ursprünglichkeit des russischen Dorfes, wo ausschließlich über Sechzigjährige leben, findet Maja zu sich selbst. Sie deckt eigene Konditionierungen auf und setzt sich mit ihren Verlustängsten auseinander. Als in einem Jahr plötzlich ein Abschied dem anderen folgt, bricht ihre Welt zusammen. Sie kehrt nach Deutschland zurück und versucht einfach nur noch zu überleben, bis wieder ein Hund in ihr Leben tritt und den Weg zur Hundetrainerin ebnet. Ein ganz besonderes und berührendes Buch! 

    Am Ende sind noch einige Seiten mit Tipps speziell für Hundehalter angefügt.
  4. Cover des Buches Das Pesttuch (ISBN: 9783442773640)
    Geraldine Brooks

    Das Pesttuch

    (116)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie



    Das ist ein ganz großartiger historischer Roman nach wahren Begebenheiten!


    Eine Frau gegen den Schwarzen Tod. Als in einem kleinen Dorf im Norden Englands die Pest ausbricht, übernehmen Angst, Hysterie und Hexenwahn die Herrschaft. Der Schwarze Tod wütet unerbittlich. Die Dorfbewohner haben dem Pfarrer gelobt, den Ort nicht zu verlassen, ehe nicht die Seuche besiegt ist. Mehr als einmal sind sie kurz davor, einander gegenseitig zu meucheln. Die junge Witwe Anna Frith beweist in dieser schlimmen Zeit Mut, sie schenkt Leben und findet Liebe und privates Glück. Eines Tages hat das Grauen ein Ende. Aber Anna Frith steht die schwerste Prüfung noch bevor ...


    Mir gefällt die Schreibart von Geraldine Brooks sehr gut,  das Buch strahlt eine Ruhe aus beim Lesen!

    Erzählt wird die Geschichte in einer modernen Sprache, doch man merkt gleich, dass man im 17. Jahrhundert steckt! 

    Anna Frith ist eine bewundernswerte Protagonistin und aus ihrer Sicht wird die Geschichte über das „Pestdorf“ erzählt!


    Mir hat diese Roman sehr gut gefallen und ich hab schon weitere Bücher der Autorin auf meinem Wunschzettel!


  5. Cover des Buches Eine Insel nur für uns (ISBN: 9783959100588)
    Adrian Hoffmann

    Eine Insel nur für uns

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Nina und Adrian haben die Nase voll von ihrem Leben in Deutschland. Das junge Ehepaar wandert aus auf eine recht einsame Insel des Königreichs Tonga im Südpazifik. Ein wahr gewordener Traum scheint perfekt - ein Leben im Paradies ist möglich, wenn man nur Willen und den Mut dazu hat. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt!


    Die Geschichte von Nina und Adrian Hoffmann klingt auf den ersten Blick unheimlich beneidenswert und gigantisch. Wer träumt denn nicht davon? Einmal ausbrechen und seinen Traum leben! 

    Der Erzählstil der beiden wirkt einer Biografie gleich bzw. einem Tagesplan. Wir dürfen gerade auf den ersten Seiten komplett mitfiebern wie alles abläuft vom kündigen der Jobs bis hin zum packen der Kartons. Aber ab da an, wirkt die Story stumpf und spröde und irgendwann auch einfach unglaubwürdig. 

    Zum einen muss man nicht nur Mut haben, alles so in seinem Leben zu canceln, man brauch auch Geld bzw. keine Verpflichtung, sprich keine Haustiere (die beiden nehmen ihren Hund mit, aber sooooo einfach ist das weiß Gott nicht!), Haus und Hof, Kinder etc.. Das ist bei manchen Menschen nicht so leicht. Von nichts bezahlt sich weder Flug noch das normale Leben. Nichtmal der Tot ist umsonst! Was mich aber am meisten stört, wenn man mal hinter die Geschichte blickt und dabei mal ein wenig googelt.....oioioioi....da haut es einem fast die Füße weg aber gut, das muss jeder für sich lesen, hier geht es um das Buch. Für meine Begriffe war das Ganze zu viel Träumerei und ganz ehrlich, was haben sich die beiden vorgestellt? In der Hängematte faulenzen und Cocktails schlürfen? War doch klar dass das nicht klappt.


    Alles in allem ein Buch über zu viel Träumerei und ein Zeichen, das man sich nicht darin verlieren sollte. Mittlerweile sind die beiden getrennt...das sagt schon alles.

  6. Cover des Buches Der Selbstversorger: Mein Gartenwissen (ISBN: 9783833858949)
    Wolf-Dieter Storl

    Der Selbstversorger: Mein Gartenwissen

    (50)
    Aktuelle Rezension von: LeseJulia

    Der  Buchtitel lässt einiges erhoffen. Zu großen Teilen wurden meine Erwartungen erfüllt. Er beschreibt sehr einfach seine über Jahre angeeigneten Kenntnisse, springt dabei aber manchmal zwischen mehreren Themen hin und her.

    Beschreibungen verschiedener Kräuter und deren Wirkungen beim Menschen machten mich neugierig, findet man aber leider doppelt und manchmal an Stellen, wo der Zusammenhang zum vorherigen Kapitel fehlt. Auch seine Ausflüge zum Esoterischen waren für mich nicht interessantz und werden in der Praxis meinerseits nicht angewandt.

    Die Kapitel zum Kompostieren und zu Fruchtfolgen im Garten waren wiederum genau das, was ich hier finden wollte. Er beschreibt es ausführlich und für Jedermann verständlich. Ebenfalls sehr hilfreich sind die die "Beziehungen" der Pflanzen, die man fördern oder eher verhindern sollte. Solche für mich neuen Kenntnisse werden in meinen garten Anwendung finden.

    Die Zeichnungen sind vielleicht schön im Buch anzusehen, helfen aber bei der Bestimmung der Kräuter und Pflanzen in der Natur nicht weiter. Ohne weitere Literatur mit Fotos kommt man hier leider nicht aus.

    Alles in allem ganz ich das Buch empfehlen. Wenn man auch mit dem Bilder etwas anfangen möchte, ist ein Ebook nicht sehr hilfreich.

     

  7. Cover des Buches Der Mann ohne Geld (ISBN: 9783442172443)
    Mark Boyle

    Der Mann ohne Geld

    (17)
    Aktuelle Rezension von: SagMal
    "Das Geld arbeitet nicht mehr für uns. Wir arbeiten für das Geld. Das Geld hat die Macht über die Welt ergriffen. Wir als Gesellschaft verehren ein Gut, das an sich keinen Eigenwert besitzt, zu Lasten alles anderen." (S. 16)

    Ist ein Leben ohne Geld in unserer hochindustrialisierten Welt möglich? –  Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Mark Boyle ist dieser Fragestellung im Jahr 2008 für 365 Tage im Rahmen eines Selbstexperiments nachgegangen und hat seine Erfahrungen anschließend in dem Buch „Der Mann ohne Geld“ niedergeschrieben.

    Geldlos leben
    Mark Boyles Experiment findet im englischen Bristol statt und startet mit einem „Essen-umsonst-Freeconomy-Fest“, bei dem ein „kostenloses, komplettes Drei-Gänge-Menü ausschließlich aus Abfällen und gesammelten Lebensmitteln für so viele Leute wie möglich“ zubereitet wird. Zuvor erklärt der ehemalige Geschäftsmann, warum er sich überhaupt für dieses Experiment entschieden hat, was hinter dem Begriff sowie der Bedeutung von Geld heute eigentlich steckt und wie er sich auf das Projekt vorbereitet hat.

    Danach kann der oder die Leser/in erleben, wie Mark sich ein ganzes Jahr lang komplett ohne Geld durchschlägt und wie er seinen Alltag bestreitet. Darunter fällt unter anderem wie er geldlos durch den harten Winter kommt, dabei Weihnachten komplett ohne Geld verlebt, wie ihn der Frühling beflügelt und der Sommer erst recht, wie er sich mit einem unwillkommenen Gast auseinandersetzt und sein Experiment mit einem noch größeren Umsonst-Festival beendet. Wichtige Lektionen aus einem Jahr ohne Geld dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen und die Auseinandersetzung mit der Folgefrage: „Was kommt nach dem Experiment?“

    Hopp oder top? 
    Das kommt darauf an ...
    Den Ansatz des Buches finde ich wahnsinnig spannend, mutig und respektabel. Er schließt dabei wichtige Themen wie Klimaschutz, Lebensmittel- sowie Ressourcenverschwendung mit ein und hinterfragt für mich den kritischen Punkt des „unendlichen Wachstums“ sowie des Prinzips „Höher, schneller, weiter“. Besonders spannend fand ich außerdem den ersten Aspekt des Buches zum Thema Geld und was aus Boyles Sicht dahintersteckt. Aufschlussreich und spannend zu lesen war zudem sein Tramp-Trip nach Irland über Weihnachten zu den Eltern und was er dort alles erlebte. 

    An anderen Stellen ließ mich das Buch jedoch etwas irritiert zurück und warf mehr Fragen auf, als beantwortet wurden. Beispielsweise fragte ich mich währenddessen, wie er sich wohl sein Pflanzenwissen angeeignet hat oder wie das Ganze eigentlich in Sachen Krankenversicherung im Notfall aussieht. Außerdem haben mich persönlich die vielen aufgeführten Gespräche mit Journalisten etwas genervt. Klar muss man trommeln und die Medien involvieren, wenn man etwas bekannt machen möchte, aber das war mir irgendwann zu viel des Guten und ich hätte mir stattdessen eine ausführlichere Beschreibung der geldlosen Alltagsbewältigung gewünscht, die streckenweise etwas vage blieb. 

    Ich persönlich hatte zwischendrin auch mehrmals das Gefühl, dass der Autor von einem starken Leistungsmotiv getrieben wird. Als müsse er irgendjemandem was beweisen und auf Biegen und Brechen zeigen, dass geldloses Leben möglich ist (z. B. Stichpunkt Umsonst-Festival). Das fand ich etwas schade. 

    Fazit
    Das Buch regt dazu an, das eigene (Konsum-)Verhalten zu hinterfragen, den Fokus wieder mehr auf die Gemeinschaft zu legen, die Nähe sowie Verbundenheit zur Natur zu intensivieren und diese vor allem wieder mehr wertzuschätzen. Wer auf eine Anleitung hofft, um geldlos zu leben, wird hier aber sicherlich enttäuscht sein.


  8. Cover des Buches Vom Licht (ISBN: 9783944035772)
    Anselm Neft

    Vom Licht

    (8)
    Aktuelle Rezension von: jutscha
    Der 21jährige Adam befindet sich allein in der Dachkammer eines abgelegenen Hofes im österreichischen Alpenvorland und schreibt sich seine Gedanken von der Seele. Er wurde als Junge zusammen mit Manda von Norea und Valentin adoptiert. Unterrichtet wurden sie überwiegend zu Hause von ihren Adoptiveltern. Dabei ging es aber weniger um die üblichen Unterrichtsfächer, sondern um fundamentale Fragen der Existenz, der Religion, der Sexualität und des Sinn des Lebens. Durch seine Notizen versucht Adam zu verstehen, was passiert ist und wie er sein zukünftiges Leben weiterführen kann.

    Der Schreibstil ist wirklich gewöhnungsbedürftig, da unglaublich komplex. Vor allem die Gedanken Adams, der alles von mehreren Seiten beleuchtet, die Gedanken kreisen lässt und nach einiger Zeit wieder am Anfangspunkt ankommt, waren für mich zunächst anstrengend zu lesen. Aber da habe ich mich relativ schnell dran gewöhnt, vor allem, weil sich ein gewisses Muster erkennen lässt. Der Protagonist geht immer gleich an die Dinge heran, die er nicht versteht. Dabei beleuchtet er seinen ersten Eindruck, wiegt das Für und Wider ab, umkreist das ganze mit Worten, um irgendwann wieder bei seinem ersten Gedanken zu landen, den er damit bestätigt fühlt. Ich habe zunächst krampfhaft versucht, die Gedanken nachzuvollziehen, wodurch ich immer wieder unterbrechen musste, um nachzudenken. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, locker drüber zu lesen, wodurch ich es irgendwie besser verstanden habe. Vielleicht gewöhnt man sich aber auch im Laufe des Buches an die komplexen Gedankenmuster.

    Das ist definitiv kein Buch zum Abschalten. Der Leser braucht Ruhe und Geduld mit sich selbst und Adams Geschichte, darf nicht zart besaitet und muss bereit sein, über den Sinn des Lebens und fundamentalistische Gedanken nachzudenken. Komplexe Gedankengänge ziehen sich durch die gesamte Geschichte und sind nicht immer einfach zu verstehen.

    Anselm Nefts literarische Wortgewalt sucht sicher seinesgleichen. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, in einem anderen Roman mal solche Gedanken nachempfunden zu haben. Die Geschichte braucht Zeit, Geduld und den Willen, sich auf ein außergewöhnliches literarisches Werk einzulassen und ist sicher nichts für Jedermann. Wer sich jedoch durcharbeitet, wird mit einer Fülle von Ansichten belohnt, die zum Nachdenken anregen. Als Bewertung gebe ich volle 5 von 5 Sternen.
  9. Cover des Buches Das Haus der gefrorenen Träume (ISBN: 9783596032075)
    Seré Prince Halverson

    Das Haus der gefrorenen Träume

    (18)
    Aktuelle Rezension von: isasbuchwelt

    "Das Haus der gefrorenen Träume" von Seré Prince Halverson ist ein fesselnder Roman, der den Leser in eine Welt voller Geheimnisse, Verluste und der Liebe entführt. Mit ihrer einfühlsamen Erzählweise und lebendigen Beschreibungen schafft es Halverson, eine Atmosphäre zu kreieren, die den Leser von Anfang bis Ende mit sich nimmt.
    Die Geschichte dreht sich um die zwei Hauptfiguren, Kache und Nadia. Kache hat nach dem Tod seiner Familie seine Heimat den Rücken gekehrt. Zwanzig Jahre später kommt er zurück. Nadias Vergangenheit führt dazu, dass sie sich zehn Jahre von der Welt abschottet. Die Wege der Beiden kreuzen sich und verändert die Leben von Kache und Nadia.
    Halverson gelingt es, die emotionale Reise von Kache und Nadia darzustellen. Ihre Charakterentwicklungen sind glaubwürdig und berührend. Man fühlt mit ihnen, wenn sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und gleichzeitig versuchen, einen neuen Weg in der Gegenwart zu finden. Die Autorin beschreibt die malerische Schönheit Alaskas auf eine Weise, die den Leser mitten in die Landschaft versetzt und eine fast magische Aura um das Haus und seine Umgebung schafft.
    Die Nebencharaktere in "Das Haus der gefrorenen Träume" sind ebenfalls gut ausgearbeitet. Jeder von ihnen trägt zur Handlung bei und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe.
    Insgesamt ist "Das Haus der gefrorenen Träume" von Seré Prince Halverson ein packender Roman, der mit seiner tiefgründigen Handlung und den eindrucksvollen Charakteren den Leser in seinen Bann zieht. Die Mischung aus Geheimnissen, Verlust, Liebe und Kunst macht dieses Buch zu einer richtig schönen Wohlfühl-Lektüre.
    [allerdings denke ich, würde ich das Buch mit einer Triggerwarnung (sexuelle Gewalt, Gewalt, Blut) versehen. Es ist nicht dauerhaft präsent, aber es ist schon da.]

  10. Cover des Buches Und dann verschwand die Zeit (ISBN: 9783462001969)
    Jessie Greengrass

    Und dann verschwand die Zeit

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Und dann verschwand die Zeit von Jessie Greengrass gelesen dank Netgalley

    Eine Familie/Stieffamilie, die Tochter aus vorheriger Beziehung, der kleine Bruder geliebt und von ihr versorgt, die Eltern Klimaforscher oft auf Reisen. Im Sommer Urlaube im Ferienhaus, im Alltag die Kinder an einem Ort, die Eltern in der Welt. Die Klimafolgen verschärfen sich, die Mutter warnt, schickt die Kinder in das Ferienhaus, wo sie erkennen, dass die Eltern für den Kollaps der Welt vorgesorgt haben.

    Die Erzählung springt in der Zeit. Am Anfang wird aus der Zeit nach der Katastrophe das isolierte Leben dreier Menschen erzählt, die jeden Aspekt auf den Kaloriengewinn/verbrauch ausrichten müssen, Rückblicke in die Zeiten davor und chronologisch in das Verschwinden hinein lassen uns mitfühlen in eine Situation, die die Menschheit wie wir sie kennen vernichtet.

    #UnddannverschwanddieZeit #NetGalleyDE! #JessieGreengrass #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension

  11. Cover des Buches Unser Hof in der Bretagne (ISBN: 9783499634260)
    Regine Rompa

    Unser Hof in der Bretagne

    (16)
    Aktuelle Rezension von: rosendorn

    Ein tolles Buch, das nicht nur sehr kurzweilig und unterhaltsam ist, sondern auch inspiriert und mich dazu gebracht hat noch viel mehr über mein Konsumverhalten nachzudenken. Danke Regine Rompa!

  12. Cover des Buches Gartentagebuch Garten Liebe - Mein Gartenjahr: Gartenbuch und Gartenplaner für das ganze Jahr - für Gartenliebhaber und den eigenen Garten, inkl. Aussat- und Erntekalender, Tipps und Checklisten (ISBN: 9783985959266)
    Lisa Wirth

    Gartentagebuch Garten Liebe - Mein Gartenjahr: Gartenbuch und Gartenplaner für das ganze Jahr - für Gartenliebhaber und den eigenen Garten, inkl. Aussat- und Erntekalender, Tipps und Checklisten

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Brina_beebee

    Das Cover ist schlicht gestaltet aber sehr schön.

    Es ist ein Kalender für das Jahr und man hat viel Platz für Eintragungen.
    Dort gibt auch einige leere Seiten, die es ermöglicht eigene Notizen zu erstellen.
    Auch zu jedem Monat gibt es einige Tipps rund ums Beet. Finde ich super und ermöglichen einem auch, alles schön im voraus zu planen. So sollte einem nichts entgehen.

    Es gibt 2 lesebändchen in diesem Buch so kann man sich 2 wichtige Seizen km Buch markieren ohne ständig zu blättern.

    Es sit ein super Wegweiser rund ums Beet.
    Sehr gelungen

  13. Cover des Buches Magic Fermentation (ISBN: 9783706626866)
    Marcel Kruse

    Magic Fermentation

    (33)
    Aktuelle Rezension von: evita-db

    Ein in jeder Hinsicht tolles Buch um in die Technik der Fermentation einzusteigen. Super Erklärungen aller Grundlagen, sehr gute und extrem vielfältige Rezepte und das alles sehr ansprechend und modern dargestellt und beschrieben. Ein Buch das sehr viel Lust darauf macht sofort loszulegen und bei dem man auf jeder Seite die Begeisterung der Autoren für dieses Thema spürt.

  14. Cover des Buches Gemüse forever! (ISBN: 9783835418813)
    Christine Weidenweber

    Gemüse forever!

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    In diesem Buch werden 33 Pflanzen vorgestellt, die man mehrjährig im Garten anbauen kann. Die meisten davon habe ich schon gekannt, aber nicht als unbedingt als Gemüse ( z.B. Taglilie, Nachtkerze, Funkie, Fetthenne ). Für mich waren Oca und Silene/Strigoli Neuentdeckungen, die ich mir mal besorgen werde.

    Die Autorin Christine Weidenweber stellt jede Pflanze steckbriefartig vor und ergänzt manchmal auch mit kleinen Kochrezepten.

    Das Buch ist von ihrer Tochter schön illustriert worden und ist mit 90 Seiten ein handlicher Ratgeber.

    Mir persönlich waren es etwas zu viele Blattpflanzen im Verhältnis zu den  fruchttragenden Pflanzen, deshalb 'nur' 4 Sterne. 

    Wer Spaß am Garten hat und experimentierfreudig ist, kann sich durch dieses Buch bestimmt noch Anregungen holen.

  15. Cover des Buches Permakultur leben (ISBN: 9783706629669)
    Sabrina Wagner

    Permakultur leben

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Coesit

    Permakultur ist inzwischen ein Begriff, den man sehr oft hört, gerade auch in Verbindung mit Selbstversorgung. Aber genau hier ist dieser Ratgeber von Sabrina Wagner so unheimlich wertvoll: man kann hier bereits Kleinigkeiten übernehmen um seinen Garten ein Stück nachhaltiger zu gestalten. Zum einen wird das Konzept der Permakultur anschaulich und genau erklärt und man sieht hier bald, dass dies kein Hexenwerk ist. Aber natürlich ist nicht nur das Konzept erklärt, sondern es werden auch genauestens einzelne Anleitungen beschrieben, wie man vorgeht um verschiedene Arten an Beeten oder Pflanzbereiche anzulegen. Die Autorin lässt hier einfach so viele Tipps und vor allem wertvolle Erfahrungen einfließen. Und was wäre ein Buch über Pflanzen anlegen und wachsen lassen ohne entsprechende Rezepte? Eben genau deshalb gibt es hierzu auch ein eigenes Kapitel. 

    Fazit: Durch die authentische Art der Autorin und die vielen Tipps bzw. Erfahrungen ist dieses Buch ein toller Ratgeber um in die Thematik der Permakultur einzusteigen und sich ersten Projekten zu widmen. Absolute Herzensempfehlung!

    PS: Unser Gartenwald wächst bereits gut an.

  16. Cover des Buches Wald (ISBN: 9783499267871)
    Doris Knecht

    Wald

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Schimmer

    Die Protagonistin beschreibt sehr ungeschönt und pragmatisch ihre neue Lebenssituation: durch äußere Umstände und die eigene Unachtsamkeit ist die erforderliche Modedesignerin ins totale soziale Abseits geraten. Das ist die Ausgangssituation, erst nach und nach erfährt man schweinchenweise die Ursachen und Etappen des Abstiegs, auch manches aus ihrem Leben davor.

    Sehr nachdenklich versucht Marian, ihre damaligen Beziehungen, Lebensumstände, Möglichkeiten und die jetzigen zu analysieren. Ohne  sicher zu sein, die absolute Wahrheit zu wissen. Keine Romantik und kein Selbstmitleid kommen auf,  sondern sehr ehrlich und ungeschönt wird geschildert, wie sie sich in den neuen Umständen einrichtet.

    Ein wertvolles Buch in meinen Augen, das Mut macht, wenn es anders läuft als erwünscht und erwartet.

  17. Cover des Buches Mini-Hochbeete (ISBN: 9783833859878)
    Joachim Mayer

    Mini-Hochbeete

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Katzenauge

    Der GU Pflanzenratgeber „Minihochbeete“ von Joachim Mayer wirbt mit reicher Ernte auf kleinem Raum für Selbstversorger auf Balkon und Terrasse.

    Das Buch verfügt über eine ansprechende optische Aufmachung. Es finden sich zahlreiche schöne Zeichnungen und Fotos darin. Ein übersichtlich gegliedertes Inhaltsverzeichnis weist dem Leser den Weg durchs Buch. Auch orientiert sich der Autor an einem roten Faden, und baut so jeden Abschnitt strukturiert und leicht verständlich auf. Auf den inneren Umschlagseiten finden sich ebenfalls kleine Gärtnerinfos. Es besteht die Möglichkeit das Buch mit einer eigenen GU-App zu nutzen. Diese kann im Apple-Store oder Google Play Store kostenlos heruntergeladen werden, und liefert beim Scannen der Bilder, die über einen Scan-Hinweis verfügen, weitere kurze Infos.

    Die ersten 23 Seiten folgt eine Praxiseinleitung , die über Hochbeete allgemein, deren Standort, Säen und Pflanzen sowie Wasserversorgung etc. informiert. Wer bereits Hochbeet bzw. Garten-/oder Balkongärtnerbasiswissen mitbringt, findet hier leider keine neuen Informationen oder spezielle Geheimtipps. Leider ist die Einführung sehr allgemein gehalten, gerade die Abschnitte zu Mischkultur und Fruchtwechsel, oder fruchtbarer Erde mit Kompostverwendung, eignen sich überhaupt nicht für reine Minihochbeete, hier handelt es sich ausschließlich um Wissen, dass für Nutzer eines normalen handelsüblichen, oder selbst angelegten, großen Hochbeetes zum Tragen kommt. Es finden sich leider generell im Buch wenige Abschnitte, die sich speziell Minihochbeeten für Balkon- /und Terrassengärtnern widmen, meist wird der Fokus auf deutlich größere Hochbeete gelegt.

    Auf den Seiten 24 bis 29 werden Pflanzbeispiele aufgezeigt, beispielsweise ein Hochbeet im mediterranen Flair, ein Bauergärtchen oder ein Beet für Smoothies und Gemüse-Cocktails. Hier hätten ruhig noch einige Beispiele mehr präsentiert werden können, um sich Anregungen holen zu können. Die Wahl der abgebildeten Hochbeetgrößen dürfte allerdings für so manchen Balkongärtner aus Platzgründen (und Traggewicht des Balkons) schlicht nicht umsetzbar sein. Leider werden die Beete auch nur in Zeichnungen dargestellt, weder Maße, noch Abstand der Pflanzungen, werden näher erläutert. Bei Anwendung der GU-App werden die Abmessungen beim mediterranen Pflanztrog sichtbar.

    Der restliche Teil des Buches beschäftigt sich mit Pflanzenporträts von Salaten über Tomaten, Erdbeeren bis hin zu Kräutern. Die jeweilige Pflanze wird kurz mit Bild und Tipps zu Anbau (nur Infos über die Aussaat), Pflege und Ernte beschrieben. Auch in diesem Kapitel findet sich nichts wirklich Neues. Auf den Anbau im Minihochbeet wird leider auch hier kein gesonderter Bezug genommen. Es werden lediglich Saathinweise gegeben, die sich auch auf den jeweiligen Saattütchen finden. Hier wäre gerade eine Information über die benötigte Anbaufläche (Mindestmaße des Gefäßes) wünschenswert gewesen, ebenso ein Vermerk zum Pflanzabstand der einzelnen Pflänzchen. Auch eine Hinweis welche Pflanzen in einem (wirklichen) MINIhochbeet miteinander auskommen wäre hilfreich gewesen.

    Fazit: Wer allgemeine Informationen über Hochbeete möchte, erhält sie in diesem Buch, allerdings wäre ein umfangreicherer Ratgeber hier vermutlich ratsamer. Stadtgärtner mit Minibalkon sowie Gärtner, denen nur (sehr) begrenzter Raum zur Verfügung steht, finden eventuell den ein oder anderen Tipp, eine umfangreiche Einführung in das Gärtnern mit tatsächlichen MINIhochbeeten leider eher weniger. Ein hübscher Ratgeber, wer sich jedoch über reine Minihochbeete informieren möchte, wird eventuell enttäuscht sein.

  18. Cover des Buches Die drei ??? und die bedrohte Ranch (ISBN: 9783865364906)
    M.V. Carey

    Die drei ??? und die bedrohte Ranch

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Diese Folge fand ich von den 64 Hitchcock-Klassiker-Folgen eine mit der wenigen schwächsten Folgen. Dieses Abenteuer beinhaltete zu viele unfreundliche Charaktere. Zudem wird immer nur von Außerirdischen gesprochen, jedoch treten diese immer nur aus der Ferne in Erscheinung, was das Ganze ein bisschen unglaubwürdig macht. Hinzu kommt eine Langatmigkeit in dieser Folge, die ich so von den Klassikern eigentlich nicht gewohnt bin. Einige Teile sind schön spannend, weshalb ich auch 3 Sterne vergeben habe, jedoch hat mich die Folge leider nicht komplett überzeugt. Etwas mehr Witz, gefährlichere Situationen oder sei es auch nur ein kurzes Auftreten von Hitchcock zwischendurch hätten da schon mehr Pepp rein gebracht.

  19. Cover des Buches Ernte mich im Winter (ISBN: 9783706626613)
    Wolfgang Palme

    Ernte mich im Winter

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Noch bevor ich den ersten Satz las, bemerkte ich den besonders edlen und hochwertigen Einband und die Aufmachung des Buches. Die Qualität ist wirklich heraus ragend und die reichlichen und schönen Bilder unterstützen den ersten Eindruck.

    Mir gefällt besonders, dass an den meisten Stellen auf den Anbau sowohl im Garten/Beet als auch auf Balkon/Terrasse in Töpfen oder Trögen eingegangen wird und das sogar spezifisch für die einzelnen Pflanzen. Es werden auch spezielle Anbautipps für die verschiedenen Regionen angeführt.
    Der Großteil des Buches bezieht sich nämlich auf ganz besondere "Kandidaten" des Anbaus im winterlichen Garten (oder eben Balkon oder Terrasse), was einige Überraschungen bietet.

    Das Buch enthält neben Tipps zum Anbau, Schutz und Vermehrung des eigenen Gemüses auch wertvolle Hinweise und Informationen zur Vermeidung von Schädlingen, Lagerung und Verwendung der Ernte (Stichwort Rezepte, unerwartet lecker!)

    Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, ist unterhaltsam und abwechslungsreich.

    Das Buch enthält hauptsächlich Fließtext, was für mich sehr ungewohnt war, da ich aus Ratgebern eher eine Gestaltung in Tabellenform mit den wichtigsten Informationen kenne. Aus Gründen der Übersichtlichkeit würde ich dies auch bevorzugen.

    Inhaltlich richtet sich das Buch vermutlich eher an Gärtner/innen, die bereits ein paar Erfahrungen haben. Anfänger erhalten eine Vielzahl an Informationen. Dabei kamen bei mir Fragen auf, mit denen ich mich zuvor nie befasst habe, speziell was Düngung und die Vermeidung von Schädlingen verschiedenster Art betrifft.

    Zusätzlich enthalten sind Kapitel und Abschnitte über die Entstehung des Buches und die Hintergründe bzw. den Gemüseanbau durch den Autor selbst. Das war für mich eher wenig interessant.

    Umso wichtiger fand ich die kurze Übersicht am Schluss über Bezugsquellen, die auch außerhalb Österreichs von Interesse sind.

  20. Cover des Buches Nächster Halt Schweden (ISBN: 9783752811926)
    Nadine Haertl

    Nächster Halt Schweden

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Nadine Haertl beschreibt, wie sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern versucht, naturnah als Selbstversorger zu leben. Sie erzählt, wie sie erst innerhalb von Nordfriesland umgezogen sind, aber die Natur um sie herum immer weiter zurück gedrängt wurde. Die Straßen kamen näher, der Lärm, die Abgase, dazu die vielen Windräder in nächster Nähe.

    Auswandern nach Schweden? Oder doch lieber in den Süden? Oder in Deutschland bleiben? Es beginnt eine emotionale Berg- und Talfahrt.

    Ich hab diesen Erfahrungsbericht gern gelesen. Die Autorin und ihren Mann kannte ich schon von ihrem Youtube-Kanal "Die Selbstversorger Familie". Die Videos sind eine schöne Ergänzung zum Buch.

  21. Cover des Buches Raus aufs Land (ISBN: 9783421040565)
    Niklas Kämpargard

    Raus aufs Land

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Das neue  alte Landleben


    Den Wunsch wieder naturverbundener und bewusster zu leben wir immer stärker. Viele versuchen sich einen Wunsch nach Landidyll zu erfüllen, einige holen ein Stück Landleben in die Stadt sei es mit Gärtnern, Gemüseanbau, Hühnerhaltung, Imkern oder ähnlichem.
    Bewusste Ernährung, zu sehen woher die Produkte kommen, biologischer Anbau, alles Themen die uns heute mehr denn je beschäftigen. So auch den Autor dieses Buches, der in einem längeren Prozess letztendlich mit seiner Familie auf den Land angekommen ist und versucht naturverbundener und bewusst zu leben.
    Als ich den Titel laß und so ging es auch anderen in unserem Team, da dachte ich / wir sofort an ein Standartwerk mit dem wir groß geworden sind und das viele von uns als Sehnsuchtsbuch empfunden haben. Ich rede von John Seymours Buch " Das Leben auf dem Lande" und später dann "Das neue Buch vom Leben auf dem Lande" in dem Seymour in seinem autarken Leben auf einem Bauernhof ,mit Besinnung auf unsere Vorfahren, berichtete.
    Nun liegt mir Niklas Kämpargård  vor und ich beginne im Inhaltsverzeichnis zu lesen.
    - Gärtnern ohne Gift
    -essbare Kräuter
    - alt bewährte Hausmittel
    - Frische Ernte auch im Winter
    Da wird von Schafen, Hühnern, Bienen, Pferden und Schweinen gesprochen. Von ihrer Funktion als Nutztier und Helfer. Es wird auf das Heumachen eingegangen, Fell und Leder gerben, Nähen und Werken mit diesen Rohstoffen.
    Von Fleischverarbeitung, Räuchern, Wurst machen. Von Obstsorten, veredeln Saft machen und Obst und Gemüse verarbeiten in den unterschiedlichsten Formen, von selbstgebrautem Bier vom Brotmachen auch mit Malztreber.
    "Pflanzen selbst kultivieren" ein großer Themenbereich der auch im Buch einen hohen Stellenwert einnimmt. Vom Samen sammeln über das Vorkeimen, über Kartoffeln im Pflanztopf vorkeimen und Tomaten in Eimern ziehen über den richtigen Standort, das Bestäuben, Pflanzenschutz bis hin zum Gewächshaus und das Einlagern wird alles angesprochen.
    "Der natürliche Garten" von dem Anlegen einer Naturwiese über Vögel und Insekten, Schneckenplage, Garten und Felder bewässern, Nistkästen bauen bis zum Füttern der Vögel im Winter.
     Ein ganz wichtiger Punkt um unabhängig auf dem Land leben zu können ist das selbst bauen. Sei es das Anlegen einer Windschutzhecke oder das Bauen eines Zauns oder aber auch das Verlegen von Kopfsteinpflaster, wenn man möglichst autark leben möchte muss man handwerklich nicht nur ein gewisses Geschick haben sondern auch in guter körperlicher Verfassung, denn Landleben ist kein Idyll sondern auch harte Arbeit.
    Auch das Kapitel Bau wird daher hier ausführlich beleuchtet.
    Im Grunde sind es mit einigen Ausnahmen tatsächlich Dinge mit denen sich auch John Seymour damals beschäftigte, diese aber auf unsere moderne aktuelle Zeit fokussiert.
    Anders und unglaublich spannend fanden wir den Themenbereich "Altbewährte Methoden" würde man meinen, dass hier eigentlich ehr an Seymour gedacht werden müsste so liegt man falsch denn hier geht es nicht nur um kompostieren, Fruchtfolge- und Felderwirtschaft sondern auch darum, wie man Seife und Shampoo selbst herstellt, einer Mückenplage Herr wird oder Ratten und Mäuse vom Haus fernhält. Letzteres ist übrigens auch für Städter interessant.
    Niklas Kämpargård geht in seinem Buch aber auch auf das Fällen von Bäumen und das Holzverarbeiten ein. Ein Thema was Seymour überhaupt nicht  in Betracht zog sind "Strom und Fahrzeuge". Trotz Landidyll leben wir im 21. Jahrhundert  und Dank Solarenergie und Photovoltaik und einer Fahrzeugtechnik ist es uns heute möglich ökologisch gut zu leben ohne auf Komfort zu verzichten.
    Er hat es geschafft ein Buch zu erarbeiten, es mit Fotos zu füllen und uns von seinem Leben anschaulich zu berichten und gleichzeitig auch Anleitungen zum selber tun zu geben. Dabei erzählt er  auf eine besondere Art, die uns Lesern das Gefühl gibt er spräche direkt mit uns. Anschaulich und ausdrucksstark bekommen wir so einen guten Einblick in sein Leben mit allem Positiven aber auch Negativen. Letztendlich ist es unglaublich erfüllenden in der Lage zu sein sich selbst weitestgehend selbst zu versorgen.

    Und so haben wir hier ein recht dickes Buch mit vielen Informationen, das einfach Spaß macht zu lesen und darin zu blättern, denn hier stimmt einfach alles von der Aufmachung, über die Umsetzung und die Informationen die es bietet bis hin zum haptischen Erlebnis, denn es fühlt sich dank dickerer Seiten und natürlich wirkender Farbe und  leichter Prägung auch noch richtig gut an.
    Auch ist es ein schöner Bildband, denn die Fotos  vermitteln nicht nur einen Eindruck sondern sind auch künstlerisch eine Augenweide.
    +
    Jeder der sich in irgendeiner Form für das Landleben und die Selbstversorgung interessiert wird an diesem Buch viel Freunde haben.
    Wir waren alle sehr begeistert!

    Was uns am besten gefallen hat?
    Jedem hat etwas anders gefallen!
    Hier eine kleine Sammlung zusammengestellt von  sechs Lesern:
    Annett gefiel das Rezept für das Malztresterbrot so gut, dass sie es gleich mehrfach nach backte und auch die Lederschuhe wurden von ihr gleich nach genäht.
    Luna kochte nach Anleitung des Buches Saft und braute mit Mattes Bier dessen Trester Annett dann zum Brot backen nutzte.
    Jochen verbiss sich an der Umsetzung des Dachdeckens mit Naturmaterialien und so entstand ein neuer Hühnerstall mit Reetdach. Hühnerluxus pur!
    Dieter meinte er müsse unbedingt ein Notstromaggregat organisieren, das es defekt war störte ihn nicht und mit etwas Tüfteln und technischem Sachverstand gelang es ihm tatsächlich das Teil ans Laufen zu bringen.
    Udo unser Kräuterkundiger liebte das Kapitel  hierüber ja und ich, ich habe gleich begonnen eine Kochgrube zu bauen und wir alle zusammen haben sogar noch Hirsch- Chorizo nach dem Rezept auf Seite 57 gemacht. Das war ein Spaß und lecker!!
    *
    In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß mit dem Buch!
    Man muss übrigens nicht auf dem Land leben um dies alles nach zu machen

  22. Cover des Buches Selbstversorgung im Winter (ISBN: 9783706629928)
    Til Genrich

    Selbstversorgung im Winter

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Gilraen96

    Selbstversorgung im Winter von Til Genrich ist ein inspirierendes Handbuch für alle, die auch in der kalten Jahreszeit Lebensmittel eigenständig anbauen und haltbar machen möchten. Das Buch besticht durch seine hochwertige Gestaltung und die umweltfreundliche Produktion, was es zu einem Vergnügen macht, durch die Seiten zu blättern. Mit anschaulichen Bildern, strukturierten Tabellen und klaren Übersichten ist es sehr nutzerfreundlich aufgebaut und lädt dazu ein, sich immer wieder neuen Themen zu widmen.

    Das Buch vermittelt ein breites Wissen zur Selbstversorgung im Winter und beleuchtet viele spannende Aspekte, von der Auswahl und Pflege frostbeständiger Gemüsesorten über die Anzucht von Pilzen bis hin zum Sammeln von essbaren Wildpflanzen. Dazu werden zahlreiche Methoden gezeigt, um Lebensmittel haltbar zu machen und einen Vorrat anzulegen – für alle, die gerne unabhängig und nachhaltig wirtschaften. Auch praktische Tipps zur Vorratshaltung sind enthalten, sodass der Leser gut vorbereitet in die Wintermonate startet.

    Wer sich ernsthaft mit Selbstversorgung beschäftigen möchte, wird die fundierten Anleitungen und praxisnahen Hinweise zu schätzen wissen. Das Buch vermittelt klar, dass eine gewisse Vorbereitung und Zeit erforderlich sind, um auf die Ernte und das Konservieren von Lebensmitteln im Winter gut vorbereitet zu sein. Besonders hilfreich ist die Übersicht über winterharte Gemüsearten, die sich selbst unter frostigen Bedingungen ernten lassen. Viele dieser Vorschläge bieten neue Perspektiven und eröffnen Möglichkeiten, die ich noch nicht kannte und unbedingt ausprobieren möchte.

  23. Cover des Buches Mein vertikaler Garten (ISBN: 9783947021819)
    Jason Johns

    Mein vertikaler Garten

    (1)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt: 

    Ertragreicher Anbau von Obst und Gemüse auf kleinstem Raum: mit einem vertikalen Garten kein Problem. Egal, ob im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse, selbst ein artenreicher Ziergarten ist auf diese Weise möglich. Dabei gibt dieser kompakte Ratgeber sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen die nötigen Informationen an die Hand, um praktisch sofort loslegen zu können: geeignete Pflanzen, Auswahl von Behältern und Rankvorrichtungen, Bodenbeschaffenheit und Hilfe bei Schädlingen sind genauso ein Thema wie Hinweise für eine reiche Ernte und eine optisch ansprechende, ästhetische Vertikalkultur. 


    Persönlicher Eindruck: 

    Immer mehr Menschen träumen von selbst gezogenem Gemüse, Beeren und Früchten, doch längst haben nicht alle ein geeignet großes Grundstück zur Verfügung, den sprichwörtlichen „grünen Daumen“ oder schlicht die Idee, wie sie ihr Vorhaben umsetzen sollen. Genau an diesem Punkt kommt Johns Buch ins Spiel. Denn es ist gar kein großer Garten nötig, um eine grüne Vertikal-Oase zu verwirklichen: auch auf Terrassen oder Balkonen lassen sich Plätze schaffen, um allerhand anzubauen. 

    Vertikale Gärten arbeiten nach dem Prinzip, Pflanzen übereinander anzubauen, in Kästen, an Wandhalterungen, in Ampeln oder auch als Laube. Viele Pflanzen erscheinen auf den ersten Blick gar nicht zwingend geeignet, stellen sich aber als prima Kandidaten für einen vertikalen Garten heraus. So werden zum Beispiel Gurken an Spalieren gezogen, Weintrauben, Kürbisse oder Bohnen werden zur grünen Pergola und Erdbeeren gedeihen hängend in Pflanzkästen oder ausrangierten Dachrinnen.  

    Johns gibt Schritt für Schritt Hilfestellung bei der Konstruktion der vertikalen Beete, der Auswahl der Bepflanzung und deren Pflege. Gut gefällt mir dabei, dass das Buch reich bebildert ist und die aussagekräftigen Fotos das Gelesene wunderbar unterstützen. Am liebsten würde man sofort loslegen. Der Schreibstil ist eingängig und auch für Laien verständlich, Johns spricht den Leser direkt an und redet nicht lang um den heißen Brei. Der Text kommt knackig auf den Punkt und gibt auch Anfängern schnell erste Erfolge.  

    Ich war beim Lesen ehrlich gesagt erstaunt, dass ich in meinem Garten bereits so manches aus dem Ratgeber wiederfinde. Schon seit Jahren pflanzen wir Gurken an Spalieren wachsend und Erdbeeren in Hängekästen,  den Ernteerfolg kann ich garantieren. Besonders inspiriert haben mich die im Buch gezeigten Pergolen, die mit Gemüse oder Beerensträuchern bewachsen sind. Dadurch wird die Brücke geschlagen zwischen Nutzgarten und Wohngarten, denn der Raum darunter eignet sich als schattiges Plätzchen für das Verweilen im Grünen draußen. 

    Nicht zuletzt ist ein vertikaler Garten natürlich auch mit Blühpflanzen möglich, für alle Freunde eines bunten Ziergartens. 

    Das Buch hat mich voll und ganz überzeugt. Als Gartenbesitzer bereichert es mein bisheriges Wissen und gibt Ideen für Ecken, die bislang relativ ungenutzt waren. Eine absolute Empfehlung!

  24. Cover des Buches Urban Farming (ISBN: 9783706626873)
    Laura Setzer

    Urban Farming

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „Du möchtest deine NACHHALTIGE ZUKUNFT lieber selbst in die Hand nehmen, als das Fortschreiten der Klimakrise von der Couch aus zu verfolgen? In dir schlummert der Wunsch, deinem Garten, Balkon oder gleich der ganzen Stadt eine ordentliche Portion Grünfläche und Gemüse zu verpassen - und am besten gleich noch andere mit ins Boot zu holen? Das haben sich die Autorinnen Laura Setzer und Juliane Ranck auch gedacht und das PROJEKT "GEMÜSEHELDINNEN" ins Leben gerufen. IHR ZIEL: URBAN FARMING, ALSO ANBAU VON OBST UND GEMÜSE, MITTEN IN FRANKFURT, quasi vor ihrer Haustür. Damit haben sie eine Bewegung ins Rollen gebracht, der sich immer mehr Begeisterte angeschlossen haben. Und gemeinsam haben sie so eine KLEINE WILDNIS MITTEN IN DER GROßEN STADT geschaffen. In der sie ganz NACH DEN PRINZIPIEN DER PERMAKULTUR ANBAUEN, SÄEN, PFLANZEN - und sich und ihre Mitmenschen mit Selbstangebautem versorgen. Genial, oder? Lass dich von den Autorinnen inspirieren - wer weiß, vielleicht verwandelst auch du bald deine Stadt (oder einfach nur deinen Balkon) in ein gemüsiges Schlaraffenland?…“


    Eine Anleitung für das Anbauen und Ernten von Obst und Gemüse erhält man hier nicht aber dafür wie man Urban Farming für sich selbst lebt, den Gedanken an andere weiter gibt und so etwas für unsere Erde und auch für uns tut. Wenn man so will, ist das nicht so ganz das Thema welches der Leser aus dem Klappentext oder dem Buchtitel erwartet. Da wäre definitiv eine andere Überschrift sinniger gewesen. Hier geht es um eine Projektvorstellung der beiden Autorinnen, die es in der Frankfurter City geschafft haben, ein kleines Stück Gartenglück zu schaffen. Mittlerweile ziehen sie ein paar Anhänger hinter sich her und es werden mehr. Dieser Grundgedanke der Beiden wird hier versucht sehr ausführlich und detailliert zu erläutern. Ich muss ehrlich gestehen das es alles eher wie eine Art Projektvorstellung, oder um es herbe auszudrücken, wie eine billige Kaffeefahrt für Heizdecken daher kommt. Es soll eine Art Bewegung entstehen. Nutzt man dafür nicht heutzutage andere Medien? Ich kann die negativen Stimme zu diesem Buch nur unterschreiben. Ist dafür ein Buch nötig? Niemand interessiert sich für die gemeinsamen Utlaube o.ä. der Anhänger. Essbare Städte wie Andernach und Co. schaffen dies auch ohne viel Aufhebens, weil sie einfach so besonders sind. Die beiden Autorinnen schaffen hiermit eine Art Selbstbeweihräucherung und das muss nun wirklich nicht sein. Wer hier einen Ratgeber zum Thema Permakultur und Co. erwartet ist völlig falsch. Dafür sollte andere, bessere Literatur genutzt werden. 2 von 5 Sterne

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