Bücher mit dem Tag "selektiver mutismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "selektiver mutismus" gekennzeichnet haben.

9 Bücher

  1. Cover des Buches All Saints High - Der Rebell (ISBN: 9783736311954)
    L. J. Shen

    All Saints High - Der Rebell

     (192)
    Aktuelle Rezension von: MomentswithNessa

    All Saints High - Der Rebell von L. J. Shen ist der zweite Band der Reihe und als ich angefangen hab zu lesen dachte ich erst: ist das ihr ernst?!


    Der erste Band hatte mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen und beim Zweiten war ich in den ersten Kapitel sehr genervt, da mir das Drama um Knight und Luna da schon lang und anstrengend war. 


    Jetzt wundert ihr euch wie es zu fünf Sternen kommt. Ich sags euch, weil die  Autorin mein genervtes Herz genommen hat, es in Sicherheit gewiegt hat und es urplötzlich in Stücke gerissen hat.


    Die emotional Entwicklung beider Charakter ist so schmerzlich und so aufreibend ich habe so sehr geheult und gelitten, verteufelt was da für Felsbrocken in den Seelen der beiden und ihren Wegen liegen.


    Was mich aber von Anfang an begeistert hat ist der Mutismus von Luna und wie wahnsinnig detailliert darauf eingegangen wird. Super spannend und manchmal kaum nachzuvollziehen.


    Ich bin froh das ich das Buch zu Ende gelesen habe und ihm die verdienten fünf Sterne geben kann, weil es einfach großartige und dramatische Wendungen hat 💖😍

  2. Cover des Buches Vielleicht passiert ein Wunder (ISBN: 9783737355605)
    Sara Barnard

    Vielleicht passiert ein Wunder

     (40)
    Aktuelle Rezension von: gemaltegedanken

    Steffi spricht nicht. Ihre Familie und ihre beste Freundin Tem sind die einzigen Ausnahmen. Steffis Stummheit beruht auf selektiven Autismus. Sie hat Angst aufzufallen, weswegen sie nicht mit Fremden spricht. Doch Tem ist seit diesem Schuljahr nicht mehr an Steffis Schule und kann nicht mehr alles übersetzen, was Steffi ihr ins Ohr flüstert. Zum Glück kommt jedoch Rhys neu an ihre Schule. Er ist gehörlos und Steffi und Rhys fangen langsam an Freunde zu werden. Sie kommunizieren über Gebärdensprache. Aus ihrer Freundschaft wird jedoch schnell mehr….

    Mir hat das Buch „Vielleicht passiert ein Wunder“ richtig gut gefallen, weil es keine normale Liebesgeschichte ist. Rhys und Steffi sind so ein bezauberndes Paar und es ist schön zu sehen wie sie trotz physischer und psychischer Probleme so gut zurechtkommen und nie die Hoffnung oder den Mut verlieren.

    Da das Buch aus Steffis Perspektive geschrieben ist, fühlt man mit ihr mit und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. In die Höhepunkte des Glücks genauso wie in die Tiefpunkte der Trauer. Ich finde das toll und bin echt beeindruckt, wie die Autorin das geschafft hat. Außerdem ist es auch ein schönes Erlebnis mitzubekommen, wie sich Steffi im Verlauf des Buches verändert, und wie sie es nach und nach mit Hilfe von Rhys schafft, ihre Ängste zu besiegen.

    Die Liebe von Steffi und Rhys ist jedoch nicht perfekt und bringt auch Schwierigkeiten mit sich, wie z.B. die Angst, dem anderen nicht helfen zu können. Das macht das ganze Buch viel realistischer.

    Neben dem Schwerpunkt Liebe wird das Thema Freundschaft auch sehr ausführlich behandelt. Tem ist mehr oder weniger das genaue Gegenteil von Steffi: Sie spricht viel, sie findet leicht neue Freunde und sie ist sportlich (Steffi hasst Sport). Die beiden haben zusammen viel Spaß, sie necken sich und erzählen sich fast alles.

    Dieses Buch ist zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher geworden und ich kann es allen empfehlen, die gerne eine etwas andere, aber trotzdem wunderschöne und vor allem realistische Liebesgeschichte über  Mut, Hoffnung und die Unvorhersehbarkeit von Liebe lesen wollen.

  3. Cover des Buches Die Wahrheit, wie Delly sie sieht (ISBN: 9783446245136)
    Katherine Hannigan

    Die Wahrheit, wie Delly sie sieht

     (93)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Kennt ihr diese Bücher, über die ihr gerne so viel sagen würdet, aber Angst habt, dass eure Beschreibung der Geschichte nicht gerecht wird? So ist es bei mir mit "Die Wahrheit, wie Delly sie sieht". Dieses besonders Buch über Vertrauen, Freundschaft und Mut hat mich wirklich beeindruckt


    "Sie ist meine beste Freundin", erklärte er. "Du aber bist mein Bestes-Überhaupt." Dellys Herz saß in ihrem Hals, deshalb konnte sie nicht sprechen und nickte nur. "Und du meines"; flüsterte sie."


    Das Cover meiner Ausgabe (die ältere aus dem Hanser-Verlag) gefällt mir viel besser als das neue (dtv-Verlag) und sogar - oh Wunder, dass ich das jemals sage - als das Originalcover. Ein strahlend blauer Himmel, ein unbeschwertes Mädchen, das abenteuerlustig von einem Ast baumelt, die Sonne, die warm durch das Geäst scheint - all das erweckt in mir den Anschein eines lockeren Sommers voller Abenteuer und Freundschaft. Auch der Titel ist passend und ein Alleinstellungsmerkmal. Warum es nun ausgerechnet um die "Wahrheit" geht (auch im Originaltitel), ist mir nicht ganz klar. Ich hätte die Geschichte wohl eher mit "Die Welt, wie Delly sie sieht" betitelt. Auffällig ist, dass die 280 Seiten in 74 sehr kurze Kapitel aufgeteilt sind und dass ein "Dellexikon" am Ende uns einen Überblick über Dellys kreative Wortneuschöpfungen ermöglicht. 


    "Delly Pattison, das bedeutet ärGER: kleiner ärger, der sich anschickte, GROSSER ÄRGER zu werden, und der seinem Ziel täglich näher kam."


    Dieses Mal will ich nicht mit dem ersten, sondern mit dem dritten Satz der Geschichte einsteigen - einfach weil er den Nagel auf den Kopf trifft. Delly Pattinson wird geradezu verfolgt vom Ärger und erinnert mit ihren verrückten Aktionen, die sich gerne mal als "Katastrofehler" herausstellen und mit einer "Dellystrafung" enden, an typische Wirbelwinde der Kinderliteratur wie "Pippi Langstrumpf" oder den "Michel aus Lönneberga". Dabei will sie eigentlich gar keinen Ärger verursachen und nur ihre Mutter Clarice stolz machen. Doch sobald sie der "dammdusslige" Danny Novelos auf dem Pausenhof mal wieder ärgert, ein "Adellteuer" winkt oder sie Lust auf "dellykate" Schokodonuts bekommt, denkt sie nicht mehr an ihre Mutter, ihre Vorsätze oder die drohende "Dellyquentenfahrt" im Streifenwagen von Wachtmeister Tibbetts, sondern sie handelt einfach. Als sie eines morgens mit der Vorahnung auf ein "Überraschenk" aufwacht, ahnt sie noch nicht, dass die eher enttäuschende Enthüllung - eine Neue in der Klasse - ihr Leben verändert wird und sie durch eine "wunderherrliche" Freundschaft endlich dem Ärger Lebewohl sagen kann...


    "Ferris Boys?" Ihre Freundin sah sie an. "Du bist mein bestes Überraschenk überhaupt", flüsterte sie. Ferris Boyd schloss die Augen, als verwahre sie die Worte an einem Ort tief in ihrem Inneren. Als sie sich wieder öffneten, stellten sie eine Frage: Wird alles gut werden? Ferris Boyds Blick war so voller Hoffen, Sehnen und Flehen, dass Delly unwillkürlich nickte. Auch sie hoffte, sehnte und flehte."


    Wir steigen mit viel Karacho, Tempo und Witz in die bunte Welt von Delly ein, die es ihrer Umwelt mit ihrer impulsiven Art nicht gerade leicht macht, die aber noch viel mehr Gutes als Schaden anrichtet. Auf der Basis der warmherzigen, spritzigen Atmosphäre, die entsteht, entwickelt Katherine Hannigan eine traurige, ernste Hintergrundgeschichte. So wird das sensible Thema "Kindesmissbrauch" eingebettet in die authentische, humorvolle Rahmenhandlung auch Kindern zugänglich gemacht, ohne dass irgendetwas verharmlost wird. Neben den kreativen Neologismen und Dellys "Missgeschichten" sorgt auch der Schreibstil der Autorin für die genau richtige Balance zwischen Witz und Ernst. Ihre Art zu schreiben erscheint zunächst schlicht und einfach - dem jungen Publikum angemessen - und hält sich nicht mit großen Worten und Beschreibungen auf, geht aber trotzdem immer wieder unter die Haut und schafft eine berührende, heimelige Atmosphäre von Kindheit und Geborgenheit, die auch jeden Erwachsenen daran erinnert, wie kompliziert und einfach zugleich es war, ein Kind zu sein. Klug, unterhaltsam und berührend - diese Geschichte schafft es, alles drei zugleich zu sein, sodass es nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene mitreißen, berühren und bereichern kann. 


    "RB", krächzte sie. Nicht, um ihm etwas zu verbieten, sondern um ihn wissen zu lassen, dass sie im Unrecht gewesen war. Denn Ferris Boyd hatte Delly eine Welt fern von allem Ärger gezeigt, und sie liebte diese Welt. Sie hatte gedacht, RB würde alles kaputt machen. Aber stattdessen hatte er sie noch besser gemacht. Er hatte sie mit warmer Weichheit gefüllt, sodass der Verschlupf sich jetzt wie der glücklichste Ort überhaupt anfühlte. RB blinzelte zu seiner Schwester hinauf. Sie nickte. Ohne Worte sagte sie ihm: Ich bin froh, dass du da bist. RB lächelte, dass man sämtliche Zähne sah. Und Delly musste sich abwenden, sonst wäre ihr Herz womöglich geplatzt."


    Ganz toll sind auch die liebenswerten, authentischen, wunderbar lebensnahen Protagonisten. Den Großteil der Geschichte bekommen wir aus Dellys Perspektive erzählt und - man muss diesen kleinen Wirbelwind mit dem Herz am richtigen Fleck einfach mögen. Sie ist verrückt und impulsiv, aber auch sehr feinfühlig und hat ein hohes Bedürfnis an Liebe und Bestätigung, weshalb sie der viele Ärger, den sie aus Versehen auslöst, sehr bedrückt. Eine erste Strategie gegen ihren Ärger erhält sie von ihrem kleinen Bruder RB, der seine große Schwester über alles liebt und für ein gemeinsames "Adellteuer" fast alles tun würde. Er rät ihr, einfach zu zählen, wenn sie das Bedürfnis verspürt, sich wieder zu prügeln, zu spucken oder anderweitig Ärger zu verursachen. Das klappt aber eher mäßig - wirklich in den Griff bekommt sie ihre Impulsivität erst durch die sanftmütige, geheimnisvolle Ferris Boyd, die nicht spricht, nicht berührt werden will und dabei doch so viel zu sagen hat und so viele Herzen berührt. Durch die langsam entwickelnde Freundschaft lernt sie, anderen Menschen erstmal Fragen zu stellen, bevor sie ihnen ins Gesicht schlägt und kann so überraschenderweise vielen Konfrontationen aus dem Weg gehen. Weitere eindrückliche Nebenprotagonisten sind der freche, gemeine Danny Novelos, der Delly nur mobbt, weil er heimlich in sie verliebt ist und nicht weiß, wie er seine Zuneigung anders ausdrücken soll, der stotternde Brud Kinney, der in dem neuen, stillen Mädchen einen Basketball-Kumpel findet, mit dem er auch ohne Worte kommunizieren kann und die liebevolle aber etwas überforderte Mutter Clarice, die sich für ihre Kinder nur das Beste wünscht. Man muss sie alle einfach ins Herz schließen und bis zum Ende mit ihnen mitfiebern.


    "Wer war das?", wollte sie wissen. Sein Mund zuckte und verzog sich, während Liebe und Bosheit miteinander um seine Seele rangen. Schließlich murmelte er: "Niemand." Die Liebe hatte gesiegt."


    Das einzige Manko weshalb es nicht volle 5 sondern nur 4,5 Sterne geworden sind, ist das Ende, das mir für meinen Geschmack viel zu offen bleibt. Es bleibt vieles unausgesprochen und die große Problematik unabgeschlossen, sodass einige Enden der Handlung ein wenig unfertig in der Luft hängen. Gerade in einem Kinderbuch wäre es meiner Meinung nach unbedingt notwendig gewesen, die Problematik abzuschließen und eine Lösungsmöglichkeit auszuarbeiten.



    Fazit:


    Klug, unterhaltsam und berührend - diese Geschichte schafft es, alles drei zugleich zu sein, sodass es nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene mitreißen, berühren und bereichern kann.

    Voller kindlicher Weisheit, emotionaler Wärme und geschmeidigem Witz!

  4. Cover des Buches US - Wie Worte so laut (ISBN: 9783732295333)
    Ronja Delahaye

    US - Wie Worte so laut

     (22)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks

    An sich hebt sich das Buch im Genre New Adult wirklich mal richtig gut ab und ich mag es, dass weniger Detail auf die Liebesgeschichte gesetzt wurde, sondern mehr auf den Willen von Fynn, der Reyes einfach nur helfen möchte. Noch dazu mochte ich es sehr, dass das Thema Mutismus wieder einmal in Verbindung mit Taubheit stand. So viel man über Taubheit im Allgemeinen weiß, so wenig weiß man leider über Mutismus. Viel zu oft wird dieser nämlich mit einfacher Schüchternheit oder Trotzverhalten gleichgesetzt, dabei ist Mutismus psychisch bedingt eine Krankheit, auch wenn ich es nur sehr ungern so nenne.
    Doch auch wenn ich es gut fand, dass sie doch sehr gut in Szene gesetzt wurde, hat mich die Geschichte an sich nicht sonderlich fesseln können, was ich traurig fand, weil mich solche Geschichten sonst fast immer fesseln können. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte trotzdem sehr empfehlenswert, alleine deshalb, weil die Autorin wirklich weiß, wovon sie da schreibt, auch wenn sie selbst keine Betroffene ist, sondern nur Angehörige, merkt man, dass ihr das Thema nahe ist.

  5. Cover des Buches Almost Speechless. Die Tiefe deiner Worte: Romance für Fans von Academy-Liebesromanen und Bad Boy Love (ISBN: B0913C5JSG)
    Sina Müller

    Almost Speechless. Die Tiefe deiner Worte: Romance für Fans von Academy-Liebesromanen und Bad Boy Love

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Yuki

    Paulina fällt es schwer, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Manchmal macht sie einfach dicht und kein Wort kommt ihr mehr über die Lippen. Es handelt sich hier um Selektiven Mutismus. Worin Paulina jedoch richtig gut ist, ist das kreative Schreiben, in dem sie an der Academy of Arts einen Kurs belegt. Hier lernt sie Adrian kennen, der bei seinem Onkel, dem Hausmeister der Academy mithilft. Als Sanktion sozusagen, weil er in Berlin straffällig geworden ist als er mit seinen Leuten Graffiti sprühte. Adrian ist nicht begeistert davon, lernt dann jedoch Paulina kennen und ist fasziniert von der stummen Studentin, die ihre Abende gern allein und mit dem Schreiben von Geschichten verbringt. Die beiden Künstlerseelen lernen sich besser kennen und öffnen sich einander. Nur Adrian mag nicht so recht von seiner Vergangenheit erzählen


    Meinung:


    Fangen wir bei dem Cover an. Wie schön ist das denn bitte? Ein echter eye-catcher. Man kommt eigentlich gar nicht drum herum, es in die Hand zu nehmen.


    Die Geschichte selbst ist wunderschön geschrieben und macht beim Lesen echt Bock. Mir hat sehr gefallen, wie sich Paulina und Adrian in sehr kleinen Schritten angenähert haben. Man lernt beide ganz langsam und immer besser kennen und kann sie einfach nur ins Herz schließen. Paulina leidet zwar unter ihrem Selektivem Mutismus, doch ihr Schreiben hilft ihr sehr. Hier fand ich das auch spannend zu lesen, wie sie ihre Geschichte nach und nach erfunden und geschrieben hat und das der Leser Aussschnitte dieser Geschichte im Buch auch lesen konnte. Der Aufprall zweier unterschiedlicher Welten - der beinahe-Knastbruder und die stumme Studentin - gefiel mir auch sehr und regt zum Nachdenken an. Denn es ist ja wirklich so, das nicht alles nur schwarz und weiß ist. Beide wachsen auch aneinander und miteinander. Die Protagonisten wissen in diesem Buch definitiv zu überraschen - einander und den Leser. Diese Geschichte hatte alles, wonach ich in Büchern suche. Emotionen, Tiefe und tolle, charakterstarke Protagonisten, an die man sich gern erinnert.

  6. Cover des Buches Being Miss Nobody (ISBN: 9781474927277)
    Tamsin Winter

    Being Miss Nobody

     (4)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks
    >>There is a time for being quiet and there is a time for speaking up.<< /
    >>Es gibt eine Zeit, um leise zu sein, und es gibt eine Zeit, um zu sprechen.<<

    Zum Cover: Ich mag die Farben ja total, ich liebe vor allem das knallige Pink, obwohl ich gar nicht so der Rosa-Typ bin, aber mit der dunkelblauen Schrift harmoniert das irgendwie echt schön zusammen.
    Auch die süßen, kleinen Wölkchen haben etwas zartes und zerbrechliches, doch die große, schwarze Wolke ist ein deutlicher Bruch in diesem Bild und auch das Mädchen, das von dem Regen, der aus dieser kommt, übergossen wird.
    Man merkt bei diesem Cover sofort, dass hier hinter ein ernstes Thema auf einen wartet. Dennoch ist auch die Aufmachung von Außen wie Innen wirklich eine wirklich schöne Auflockerung.

    Zum Originalinhalt: "Rosalind hates her new secondary school. She's the weird girl who doesn't talk. The Mute-ant. And it's easy to pick on someone who can't fight back. So Rosalind starts a blog - Miss Nobody; a place to speak up, a place where she has a voice. But there's a problem: Is Miss Nobody becoming a bully herself?"

    Ins Deutsche übersetzt: Rosalind hasst ihre neue weiterführende Schule. Sie ist das komische Mädchen, das nicht spricht. Die stumme Ameise. Und es ist leicht, jemanden zu finden, der sich nicht wehren kann. Also startet Rosalind einen Blog - Miss Nobody; ein Ort zum Sprechen, ein Ort, wo sie eine Stimme hat. Aber es gibt ein Problem: Wird Miss Nobody selbst zum Tyrann?

    Meine Meinung: Zum Einen habe ich mir dieses Buch wieder auf Vorwand gekauft, weil es um das Thema "Selektiven Mutismus" geht und ich mich aufgrund dessen absolut mit Rosalind identifiziere.
    Zum Anderen hat es mich daher gehend überhaupt nicht enttäuscht, es hat mich teilweise sogar noch überraschen können, denn es ist weitestgehend tiefgründiger als ich annahm.
    Es geht zwar vorweg hauptsächlich um Rosalind und wie sie ihren Alltag mit dem Mutismus bestreitet, in dem sie auf eine neue und weiterführende Schule geht, aber neben dem hat sie noch eine andere Last der Trauer zu tragen.
    Denn ihr kleiner Bruder Seb ist an Leukämie erkrankt und was das für ein Ende bereithält, brauche ich gar nicht verraten, oder?
    Jedenfalls habe ich schon alleine deshalb einige Male schwer meine Tränden hinunterschlucken müssen und wenn man bedenkt, wie sehr Rosylind in ihrer Schule aufgrund ihres Schweigens gemobbt wird, ist diese Tatsache noch umso trauriger.
    Denn Seb ist der einzige Mensch bis dato mit dem sie gelöst und ohne jegliche Furcht sprechen kann. Dass ihr dieser Mensch letztlich entrissen wird, ist wirklich unsagbar traurig.
    Jedoch besteht dieses Buch nicht nur aus traurigen Momenten, um wieder etwas sonnigere Gedanken zu bekommen, erwähne ich Ailsa, Rosalinds erste, richtige Schulfreundin. Sie ist so eine gute und so sympathisch.
    Glaubt mir, wenn ich es euch sage, Ailsa werdet ihr lieben! Sie hilft Rosalind auf so eine perfekte Weise, die die Freundschaft zu einer der Schönsten macht, die ich bisher in einem Buch gelesen habe.
    Und schließlich nach der Zeit des Trauerns findet man dann auch endlich seine Stimme und dieser Weg ist in diesem Buch beschrieben. Es ist Rosalinds Weg, damit zu beginnen, ihre eigene Stimme zu finden.
    Dabei finde ich es äußerst wichtig, dass sie dies in kleinen Schritten tut und erst auch nicht von jedem akzeptiert wird oder ihre Meinung auch umstritten ist, die sie auf ihrem Blog teilt, das macht diese ganze Geschichte noch realer.
    Vor allem ist diese Message, die am Ende gesagt wird, eine so wichtige, dass ich sie extra deshalb noch einmal über diese Rezension geschrieben habe.

    Fazit: Da mir dieses Buch unglaublich viel gegeben hat und mir jetzt schon sehr wichtig ist, hoffe ich, dass es noch viele lesen werden. Besonders diejenigen, die vielleicht noch nie etwas von dem Begriff "Mutismus" gehört haben.
    Das Thema liegt mir wahnsinnig am Herzen, weil es einfach ein sehr schwieriges Thema ist, das schwer ist, in Worte zu fassen. Mir fällt es da selbst nicht leicht. Umso wichtiger, dass es doch solche Bücher gibt. Zwar noch sehr selten, aber es gibt sie.
    "Being miss nobody" von Tamsin Winter ist für mich eine echte Empfehlung wert, die ich euch nun somit ausspreche, denn es bekommt von mir absolute 5 Sterne. Hoffentlich gibt es euch genauso viel wie es mir gegeben hat.
  7. Cover des Buches Der Himmel über Wyoming (ISBN: 9783959730723)
    JESSE HAYWORTH

    Der Himmel über Wyoming

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Wer sich beim Lesen des Buchtitels eine Antwort auf die Frage erhofft, wie denn der Himmel über Wyoming ist, muss sich auf eine Enttäuschung gefasst machen. Zwar erfährt man, dass nach Ansicht der Protagonistin kichernde Männer sexy sein können und der Rücken der Pferde ein Ort des Glücks sein soll, aber das war es auch schon. Denn eine schöne Western-Atmosphäre kommt eher nicht auf.

    Es dauert, bis die Geschichte in Gang kommt. Der Leser wird mitten hineingeworfen, erfährt aber nur nach und nach, was Shelby überhaupt passiert ist und warum sie und ihre Tochter nun auf der Farm sind. Das erschwert die Identifikation und macht das Schweres-Schicksal-Konstrukt kaum nachfühlbar. Die Figuren bleiben oberflächlich und wenig identifizierbar. Was macht Shelby nun so toll und einzigartig, dass sich der Protagonist ausgerechnet in sie verliebt? So schön das sein mag, nachvollziehbar ist es nicht.

    Dabei ist das Buch flott geschrieben und nicht allzu kitschig. Allerdings liegen darin zwei Probleme: Die flotten Dialoge sind sehr amerikanisch und stellen die Übersetzung vor eine Herausforderung, der die nicht gewachsen ist, und zweitens ist so vieles für den europäischen Leser kaum nachvollziehbar. Dieses Buch ist daher ein sehr amerikanischer Insider, der außer einem Sauerteig mit Namen keine originellen Einfälle zeigt. Wie sich eine Autorin mit Namen Kristan Higgings (nie gehört) dazu hinreißen lassen konnte, das Buch mit „Jetzt schon ein Klassiker“ zu bewerten, lässt sich nur mit Verlagsinteressen erklären.

  8. Cover des Buches Mutismus im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter (ISBN: 9783824805068)
    Boris Hartmann

    Mutismus im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter

     (2)
    Aktuelle Rezension von: parden
    WENN KINDER PLÖTZLICH SCHWEIGEN... Die Sprache und das Sprechen sind wohl die wichtigsten Kommunikationsmittel des Menschen. Aufwachsen, in die Schule gehen, lernen, das alltägliche Leben meistern und zwischenmenschliche Kontakte knüpfen, all das funktioniert hauptsächlich über das Medium Sprache - und Sprechen. Manchen Menschen "fehlt" aber die Möglichkeit, dieses Medium zu nutzen. Sie sprechen nicht, obwohl sie es organisch gesehen eigentlich könnten. Diese Menschen leiden unter der Kommunikationsstörung Mutismus. Dieser Ratgeber - geschrieben von einem Sprachtherapeuten und einem selbst jahrelang unter Mutismus leidenden Menschen - soll helfen, schweigende Menschen besser zu verstehen. So sind häufig bereits kleine Kinder von der Kommunikationsstörung betroffen - es kann aber auch Menschen im Erwachsenenalter betreffen. Theorien der Entstehung von Mutismus, Problemstellungen im alltäglichen Leben mit diesem Phänomen sowie mögliche Beratungs- und Therapieansätze werden kurz und prägnant dargestellt. Der Ratgeber soll nicht nur zum Verständnis des Phänomens des Verstummens beitragen, sondern auch eine Hilfe sein, Betroffenen zukünftig gerechter zu werden. Ein Ratgeber für Angehörige, Betroffene sowie therapeutische und pädagogische Berufe, der in kurzen, prägnanten Abschnitten das Wesentliche zu der Störung zusammenfasst, immer wieder zusätzlich veranschaulicht durch Fotos, Diagramme, Schaubilder, Tabellen und eingefügte Merksätze. Den Ratgeber halte ich für geeignet, einen ersten Überblick über die Thematik zu bieten, doch er ersetzt weder die konkrete Hilfestellung für das betroffene Kind und seine Familie noch eine Vertiefung in das Thema durch weiterführende Literatur. Insgesamt sind mir die genannten therapeutischen Ansätze auch zu medizinisch ausgelegt, der pädagogische Ansatz wird nur am Rande erwähnt. Geeignet, um einen ersten Einblick in die Kommunikationsstörung "Mutismus" zu erhalten.
  9. Cover des Buches Deine Worte in meinem Herzen (ISBN: 9783958189119)
    Nina Schiffer

    Deine Worte in meinem Herzen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks
    „Vielleicht kämpfe ich einen Kampf, der schon längst verloren ist. Doch das weiß ich erst am Ende, wenn einer von uns k.o. am Boden liegt. Also muss ich weiterkämpfen und alles geben. Für Levin.“

    Zum Cover: Sehr schlicht, mit zwei Personen, ein Junge und ein Mädchen, die sich nahestehen und umarmen, kommt dieses Cover daher. Es könnten Levin und Ella sein, Bruder und Schwester, oder aber auch Leonard und Ella. Das bleibt Interpretationssache. Fakt ist, dass es sehr ungezwungen und einfach aussieht, aber eben auch wirklich schön unkompliziert und normal. Es wirkt so, als wäre das Bild aus dem reinen, puren Leben gegriffen und das macht auch diese Geschichte dahinter so wundervoll und gleichzeitig dramatisch.

    Zum Inhalt: „Manchmal tun Worte eben gut und manchmal ist man froh, wenn jemand schweigt.“ – Seitdem ihr Bruder nach ihrem Autounfall im Koma liegt, spricht die 16-jährige Ella nicht mehr mit Fremden. Selbst bei der Polizei, die auf der Suche nach dem Unfallverursacher ist, bringt sie kein Wort über die Lippen. Doch da lernt sie im Krankenhaus Leonard kennen, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist. Vom ersten Moment an ist sie fasziniert von dem Jungen, der sein Schicksal so leicht zu schultern scheint. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und als es Leonards Mutter immer schlechter geht, wird Ella eins klar: Sie muss endlich wieder sprechen. Denn nur so kann sie Leonards Herz erreichen.

    Meine Meinung: Da ich tatsächlich sehr gerne Belletristik über Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, besonders eben Mutismus und Autismus, lese – Fragt mich nicht, wieso? –, war ich mir klar, dass ich dieses Werk unbedingt lesen musste. Noch dazu ist diese Geschichte eine, die zuerst auf Wattpad veröffentlicht wurde, was man zugegeben an den einen oder anderen Logikfehlern im Ablauf der Tage in der Geschichte doch sehr wohl merkt. Dafür, dass die Autorin zum Augenblick der Veröffentlichung jedoch noch 16 oder 17 Jahre alt war, sehe ich das ihr nach. Außerdem hat sie für ihr junges Alter aber einen sehr schönen und poetischen Schreibstil, mit dem sie einfache Dinge in tolle Vergleiche setzt. Für diese Fähigkeit wurde sie, soweit ich weiß, sogar ausgezeichnet, als beste Newcomerin. Dementsprechend kann Wattpad ein Sprungbrett für junge Autoren sein, aber das wusste man ja schon durch internationale Beispiele.
    Jetzt aber zur Geschichte rund um Ella, ihren Bruder Levin und Leonard und seine Mutter, die ich wirklich sehr erfrischend leicht zum Lesen fand. Gleich nach dem Beginnen war ich in der Geschichte komplett drin und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Themen wie Schulabschluss, Krankheiten wie Krebs, Komapatienten und Mutismus wurden sehr gut in die Geschichte eingewoben und erdrückten einen dabei nicht, in dem es zu tiefgründig wurde. Es blieb alles doch eher oberflächlich und leicht verständlich beschrieben wie es für die Belletristik normalerweise ja üblich ist. Ein wenig mehr Tiefe wäre zwar schön gewesen, tut der Geschichte aber keinen Abbruch, weil sie trotz allem so einfach schön für Zwischendurch ist. Und wenn man mehr hineininterpretieren möchte, kann man das gerne tun. Es gibt ja immer noch die eigene Fantasie und das, was man zwischen den Zeilen liest. Das ist im Falle von Nina Schiffers Debüt eine ganze Menge.

    Fazit: Da mich dieses Buch wirklich sehr gut unterhalten und packen konnte, kann ich dem ersten Buch von Nina Schiffer, „Deine Worte in meinem Herzen“, getrost auch gute 3,75 Sterne geben. Es war bei weitem nicht perfekt an Logik und des Weiteren, doch das musste es für mich auch gar nicht sein. Es hat mir eine schöne Zeit, während des Lesens beschert und das ist es, was für mich zählt.
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