Bücher mit dem Tag "senioren"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "senioren" gekennzeichnet haben.

100 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.961)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    Wahnsinnig witzige Idee, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Hier gibt es die Geschichte des 100-jährigen, der vor seiner Geburtstagsparty flüchtet und dabei so allerhand erlebt. Es gibt immer wieder Rückblicke auf sein Leben und auch da hat er Dinge erlebt, die mich kopfschüttelnd zurückgelassen haben.
    Mir ist übel aufgestoßen, dass das N-Wort verwendet wurde. Ich hatte hoffentlich noch eine ältere Version und in den neueren ist das hoffentlich überarbeitet?

  2. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (851)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Ich denke, der Inhalt ist hinlänglich bekannt. Für mich war Parvaneh, die Nachbarin Oves und Vertreterin einer neuen (Ove suspekten) Generation, der eigentliche Star des Buches, der es auf sehr empathische, aber auch bestimmte Art und Weise immer wieder (unausgesprochen) gelingt, das Leben des Witwers zu retten, der mit allerlei Möglichkeiten versucht sich das Leben zu nehmen, nachdem er kurz nach dem Tod seiner geliebten Frau in den Vorruhestand geschickt wird. Ove selbst ist kein Sympathieträger und will es auch nicht sein, aber sie sieht seine gute Seele.

    Darüberhinaus haben mir leider weder der Schreibstil noch der Humor zugesagt, wobei ich die Rückblenden, die nach und nach Einblick in die Biografie Oves geben, gut gefallen haben. Geschickt gelingt es dem Autor mehr und mehr Verständnis für seinen Protagonisten aufzubauen.

    Das Ende war mir dann aber doch too much und Oves Entwicklung auf den letzten ca 50 Seiten irgendwie auch nicht glaubwürdig. 

    Trotz allem natürlich gute Unterhaltung mit guter Botschaft. Auch die Überzeichnung ist natürlich ein probates Stilmittel, aber in dem Fall leider nicht meins.

  3. Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1) (ISBN: 9783548066530)
    Richard Osman

    Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)

    (529)
    Aktuelle Rezension von: CosyCrimeTime

    Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman hat mich wirklich begeistert und gehört für mich zu den schönsten Leseerlebnissen der letzten Zeit.

    Ich fand den Einstieg mit Joyce herrlich witzig. Richard Osmans Schreibstil macht einfach sehr viel Spaß. Als es in den Folgekapiteln zu ständigen Perspektivenwechseln kam, habe ich mich allerdings kurz gefragt, ob mir das nicht zu wirr wird. Dank Richard Osmans genialem Wortwitz habe ich mich fürs Weiterlesen entschieden und bin sehr, sehr froh darüber. Sonst wäre mir ein wahres Lesevergnügen entgangen. Denn sobald die Charaktere eingeführt sind, greifen die verschiedenen Perspektiven ineinander und ergeben eine runde, stimmige Geschichte.

    Besonders gelungen finde ich die Leichtigkeit des Krimis: Er ist überhaupt nicht düster oder bedrückend, sondern verbindet spannende Ermittlungen mit viel britischem Humor und einer angenehm warmen Grundstimmung.

    Trotzdem fehlt es dem Krimi nicht an Tiefe  im Gegenteil: Zwischen den witzigen Momenten gibt es immer wieder nachdenkliche, sehr berührende Szenen, die der Geschichte zusätzliche Substanz geben.

    Die Figuren sind ein echtes Highlight. Die Mitglieder des Donnerstagsmordclubs könnten unterschiedlicher kaum sein: sehr sympathische Charaktere, die bewusst Ecken und Kanten haben und nicht sofort gefallen wollen. Gerade diese Mischung macht die Dynamik so spannend und unterhaltsam.

    Auch die Handlung bleibt bis zum Schluss spannend und überrascht immer wieder mit Wendungen, die man so nicht erwartet.

    Für mich ist dieses Buch eine perfekte Kombination aus Spannung, Witz und Menschlichkeit. Ich habe es sehr gern gelesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

  4. Cover des Buches Böse Leute (ISBN: 9783423221566)
    Dora Heldt

    Böse Leute

    (152)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Sylt wird von einer mysteriösen Einbruchserie erschüttert: Nicht die millionen-schweren Luxusvillen werden überfallen, sondern die Häuser älterer, alleinstehender Frauen.


    Der erste Fall für das skurrilste Detektivquartett seit der Gründung von Westerland: Nordsee-Cosy-Crime vom Feinsten


    Die Polizei ist ratlos. Ex-Hauptkommissar Karl Sönnigsen will den ehemaligen Kollegen unter die Arme greifen – und zwar auf seine ganz eigene Art: Mit Freund Onno, Strohwitwe Charlotte und seiner langjährigen Bekannten Inge stellt Karl ein mit allen Wassern gewaschenes Ermittlerteam auf die Beine.


    Fazit

    Ein Krimi mit schmunzeln Faktor. Man ahnt früh wer der Täter ist trotzdem fand ich es interessant das Ermittlerteam zu begleiten. Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung 

  5. Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2) (ISBN: 9783548068039)
    Richard Osman

    Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)

    (291)
    Aktuelle Rezension von: lese_hummel

    Das Abenteuer mit Ron, Ibrahim, Elizabeth und Joyce geht in die nächste Runde. Diesmal geht es um Diamanten, Elizabeths Vergangenheit und neuen Perspektiven. Man lernt nicht nur die vier Rentner*innen, sondern auch weitere tolle Nebencharaktere (noch besser) kennen. Die Geschichte ist natürlich wieder leicht absurd, mit viel Witz geschrieben und man kann wunderbar gemütlich miträtseln. Alles in allem wieder ein schöner cozy Krimi für schöne Leseabende.

  6. Cover des Buches Fünf am Meer (ISBN: 9783453421639)
    Emma Sternberg

    Fünf am Meer

    (298)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte_09

    Als Linn ihren Verlobten in flagranti erwischt, fällt ihr Leben und ihre Zukunft in sich zusammen. Als Waisenkind, das in etlichen Pflegefamilien aufgewachsen ist, lernte sie die Geborgenheit einer Familie erst durch Martin kennen. Als sie erfährt, dass sie von einer unbekannten Tante ein Haus in New York geerbt hat, packt sie ihre Koffer. Doch sie findet sich statt in der schillernden Metropole in den eher beschaulichen Hamptons wieder. Das Haus steht nicht leer, sondern beherbergt 5 lebenslustige Senioren, die Linn bald sehr ans Herz wachsen. Doch sie muss den Erbenermittler und die Erbschaftssteuer aufbringen, um das Paradies behalten zu können und dann ist da noch ein Journalist, der ein bisschen mehr über das glamouröse Leben ihrer Tante Dorothy zu wissen scheint.

    Emma Sternberg hat eine angenehme Art zu schreiben. Die Charaktere, vor allem auch die 5 lebenslustigen Senioren sind so gezeichnet, dass man ein gutes Bild vor Augen hat und sie passen stimmig in die Geschichte. Gerade die Zerrissenheit von Linn ist gut nachvollziehbar und macht die junge Frau sympathisch. Auch die Szenerie ist gut gewählt, mit einem Ort, den viele vielleicht sogar als Sehnsuchtsort bezeichnen würden.

    Doch die Geschichte hat leider Längen, so dass ich mich zwar gut unterhalten, doch nicht mitgerissen gefühlt habe.

  7. Cover des Buches Zur Hölle mit Seniorentellern! (ISBN: 9783746629803)
    Ellen Berg

    Zur Hölle mit Seniorentellern!

    (133)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Elisabeth ist siebzig und steht voll im Leben. Ein Unfall wird von ihrer Tochter direkt ausgenutzt und ehe Elisabeth eine Chance hat findet sie sich im Seniorenheim auf dem Abstellgleis wieder.
    Doch sie gibt nicht auf, lernt ein paar äußerst skurrile Mitbewohner kennen und gemeinsam plant man die Flucht in den Süden. Doch leider fehlt es der Truppe an Geld. Wenn eh schon alles egal ist, ist auch illegal eine Alternative.
    Wie von Ellen Berg gewohnt sind die Charaktere herrlich überzogen dargestellt und der Schreibstil locker und unterhaltsam.

  8. Cover des Buches Das Heim (ISBN: 9783596703777)
    Mats Strandberg

    Das Heim

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Svenja_Kotzab

    Dieses Buch habe ich von der Tante meines Mannes ausgeliehen bekommen. Sie meinte es wäre ein Krimi und ich müsste ihn unbedingt lesen. Gesagt getan!


    Joel ist zurück in seiner Heimat. Zwanzig Jahre war er nicht mehr da. Aber jetzt muss er sich um seine Demenz kranke Mutter kümmern. Weil die Krankheit so weit fortgeschritten ist, hat er für sie einen Platz im Pflegeheim gesucht. Es ist nicht einfach Monika dort hinzubringen. Joel kämpft unterdessen mit den Dämonen aus seiner Vergangenheit. Als er dann noch seine beste Freundin aus Kindheitstagen im Heim wieder trifft, geht es mit Joel bergab. 


    Wie oben schon erwähnt, bin ich in das Buch eingestiegen mit dem Gedanken einen Krimi oder Thriller zu lesen. Auf dem Einband steht zwar, Schwedens Stephen King, das ist mir wohl aber auch nicht aufgefallen 🙈. Tja nach einiger Zeit im Buch ist mir dann aufgefallen das es sich um ein Horror Buch handelt. Tatsächlich mein erstes! Und es war gut! Die Situation im Pflegeheim war sehr beklemmend für mich. Bisher hatte ich in meinem Leben wenig Kontakt damit. Aber ich bin nun Mitte dreißig und es graut mir davor meine Familie und auch mich später in einem solchen Heim zu sehen! Die einzelnen Charaktere waren für mich sehr authentisch dargestellt! Auch der Horror Effekt war super spannend und es hat mich ordentlich gegruselt! Tatsächlich hat mich das Buch ganz schön beschäftigt und mitgenommen! 

  9. Cover des Buches Schwimmen mit Rosemary (ISBN: 9783548062464)
    Libby Page

    Schwimmen mit Rosemary

    (227)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Seit über 60 Jahren schwimmt Rosemary jeden Morgen im Brixtoner Freibad, als sie erfährt, dass es nicht mehr rentabel ist und einer Luxusimmobilie weichen soll. All die schönen Momente ihres Lebens hat sie dort verbracht und verbindet das Freibad auch insbesondere mit ihren Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann.

    Kate ist Journalistin für den Chronicle und erhält den Auftrag, die treueste Schwimmerin des Freibads zu interviewen. Diese stimmt nur zu, wenn Kate selbst den Sprung ins Wasser wagt. Sie lebt bereits seit einiger Zeit in London, kennt jedoch nicht einmal die Mitbewohner in ihrer Wohngemeinschaft und fühlt sich einsam. Sie überwindet sich und findet sogar Gefallen am Schwimmen und freundet sich schnell mit der älteren Dame Rosemary an. Gemeinsam beschließen sie, das Freibad zu retten, initiieren eine Petition und haben bald das gesamte Stadtviertel hinter sich. Während Kate durch ihr Engagement und ihren Erfolg als Journalistin aufblüht, scheinen die Tage des Schwimmbads dennoch gezählt zu sein, was Rosemary schmerzlich trifft.

    Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Frauen geschildert, wobei sie sich immer wieder in Erinnerungen verlieren, Kate an ihre Schwester Erin, zu der sie nicht ehrlich ist und Rosemary an ihr Leben mit ihrem Ehemann, in dem das Freibad eine wesentliche Rolle spielte. Durch die gemeinsame Kampagne zur Rettung des Stadtteilbads werden sie zu Freundinnen und erhalten bei ihren Aktionen Unterstützung Nachbarn, Bekannten und immer mehr Menschen, die auf die traurige Schließung des Freibads aufmerksam gemacht werden.

    Durch die Erinnerungen lernt man beide Hauptfiguren besser kennen, begreift, was Rosemary das Freibad bedeutet und kann nachvollziehen, wie Kate aus ihrer Routine ausbricht und sie durch eine Aufgabe, die ihr wichtig wird und die ihr Selbstvertrauen gibt, ihre Ängste und Panikattacken zurückdrängen kann.

    Das Freibad ist mehr als nur ein Ort für ein Hobby oder ein Sommervergnügen. Es ist ein Symbol für Heimat und Nostalgie, für Gemeinschaft, Geborgenheit und Zusammenhalt. Für Rosemary steht es für ihre unsterbliche Liebe zu ihrem Mann und Kate lernt dort nicht nur wieder zu schwimmen, sondern auch zu leben.

    "Im Freibad" ist eine warmherzige Geschichte mit liebenswerten Charakteren, eine Geschichte über eine generationenübergreifende Freundschaft, über Liebe und die Hoffnung, gemeinsam etwas bewirken zu können und gegen Gentrifizierung, soziale Benachteiligung, Abschottung, Verdrängung und Ignoranz vorzugehen. Es ist ein empathisch geschriebener, Trost spendender Wohlfühlroman für Herz und Seele.

  10. Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4) (ISBN: 9783548069753)
    Richard Osman

    Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)

    (199)
    Aktuelle Rezension von: Dana_Greve

    Ich habe "Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt" von Richard Osman gelesen und fand es insgesamt unterhaltsam, aber nicht ohne kleine Schwächen. Die Geschichte handelt von einer ungewöhnlichen Gruppe älterer Menschen, die in einer Seniorenresidenz leben und sich jeden Donnerstag treffen, um ungelöste Mordfälle zu besprechen. Doch plötzlich werden sie selbst in einen echten Fall verwickelt und versuchen, ihn auf ihre eigene, oft überraschend clevere Weise zu lösen.

    Besonders gut gefällt mir die Idee, dass Senioren die Hauptrolle in einem Krimi spielen. Es ist erfrischend, einmal Figuren zu erleben, die nicht nur Erfahrung und Klugheit mitbringen, sondern auch Humor, Schlagfertigkeit und eine gewisse Leichtigkeit, die den oft düsteren Krimigenre-Konventionen entgegensteht. Die Mischung aus Humor, Charme und Ermittlungsarbeit macht das Buch locker und unterhaltsam.

    Meine Lieblingsfiguren sind eindeutig Ron und Joyce. Ron ist direkt, manchmal ruppig, aber extrem loyal und ehrlich. Man spürt, dass er immer das Richtige tun will, auch wenn er dabei aneckt. Joyce ist ruhiger, aufmerksam und reflektiert, besonders ihre Tagebucheinträge habe ich sehr geschätzt. Sie geben dem Buch eine persönliche Note und machen ihre Sicht auf die Ereignisse besonders interessant. Zusammen sorgen sie für viele humorvolle, aber auch berührende Momente.

    Der Kriminalfall selbst ist solide, aber nicht übermäßig komplex. Manche Handlungsstränge und Nebenfiguren wirken ein wenig verwirrend oder verzettelt, sodass der Lesefluss stellenweise etwas stockt. Das Buch lebt mehr von den Figuren, ihrer Dynamik und den charmanten Dialogen als von rasanter Spannung, was schön ist, aber auch dafür sorgt, dass man manchmal etwas mehr Nervenkitzel vermisst.

    Fazit. Insgesamt ist "Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt" ein humorvoller und liebenswerter Krimi, der besonders durch seine Charaktere punktet. Wer Freude an skurrilen, sympathischen Figuren wie Ron und Joyce hat, wird das Buch genießen, wer dagegen einen hochspannenden Thriller erwartet, könnte stellenweise etwas enttäuscht sein.

  11. Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3) (ISBN: 9783548069289)
    Richard Osman

    Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3)

    (227)
    Aktuelle Rezension von: Dana_Greve

    Mit "Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel" liefert Richard Osman einen weiteren Band seiner beliebten Krimireihe rund um vier ungewöhnliche Hobbydetektive im Ruhestand. Auch diesmal geraten Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron in einen komplizierten Mordfall, der sie weit über die Grenzen ihres beschaulichen Seniorenheims hinausführt.

    Das Buch punktet vor allem mit seinem charmanten Humor und den liebenswerten Figuren. Besonders die Dynamik innerhalb des Donnerstagsmordclubs sorgt immer wieder für unterhaltsame Momente, und die Dialoge sind oft witzig und pointiert. Fans der Reihe werden sich schnell wieder zuhause fühlen. Meine Lieblingsfiguren sind weiterhin Ron und Joyce. Letztere erinnert mich sehr an meine eigene Mutter.

    Allerdings wirkt die Handlung diesmal stellenweise etwas überladen. Die vielen Nebenfiguren und parallelen Handlungsstränge machen es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Der eigentliche Kriminalfall verliert dadurch gelegentlich an Spannung, weil sich die Geschichte zwischen Humor, Nebenplots und Figurenmomenten etwas verzettelt. Trotzdem bleibt das Buch eine solide Unterhaltung für zwischendurch. Wer den besonderen Mix aus britischem Humor, Krimi und warmherzigen Charakteren mag, wird auch diesen Band gern lesen, auch wenn er nicht ganz an die stärkeren Teile der Reihe heranreicht.

    Fazit: Ein charmanter, humorvoller Krimi mit liebenswerten Figuren, dessen Handlung jedoch etwas zu komplex und weniger spannend ausfällt als erhofft. Gute Unterhaltung, aber kein Highlight der Reihe.

  12. Cover des Buches Eierlikörtage (ISBN: 9783492311915)
    Hendrik Groen

    Eierlikörtage

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Um es genau zu nehmen: eines in Holland. Aber so groß sind die Unterschiede nicht. Und nebenbei gesagt handelt es sich nicht um eine noble Seniorenresidenz für Gutbetuchte. Dort wohnt also der über 83jährige Hendrik, der mit dem Schreiben seinem Leben nochmals eine neue Wendung geben möchte, da er noch nicht bereit ist, die Hände in den Schoß zu legen oder den Löffel abzugeben. Mit gleichgesinnten Mitstreitern gründet er den Club „Alt-aber-nicht-tot“, die reihum alle zwei Wochen eine besonders Aktion heraus aus dem Alltagstrott planen und durchführen.

    Hendrik schreibt über die Zustände und Missstände, die Boshaftigkeit mancher Heim-Mitbewohner und über seine wachsende heimliche Schwärmerei für Eefje.

    Ich fragte mit gleich zu Beginn, ob es sich wohl um ein fiktives oder tatsächliches Jahr handelt. Anhand der angeführten Sterbedaten diverser Berühmtheiten war schnell klar, es ist das Jahr 2013. Es gibt über die meisten 365 Tage einen Eintrag, der meist so um eine Seite lang ist, außer außer bei Krankheit oder anderen unvorhergesehenen Ereignissen. Der Leser bekommt den Eindruck, diesen Menschen im Laufe des Jahres ganz gut kennen zu lernen, woran sich die zweite grundsätzliche Frage anschließt: handelt es sich um eine fiktive Figur oder hat der alte Mann tatsächlich selbst geschrieben? Jedenfalls schreibt er über eine Lebensphase, in dem Abschiede von Fähigkeiten und liebgewordenen Menschen überhand nehmen. Dennoch verfasst er die Zeilen mit Witz und Selbstironie, ohne dabei jedoch in die Comedy-Ecke abzurutschen oder effekthaschend zu erscheinen.

    Manches geht noch, für manches ist es schon zu spät. Sexuelle Höchstleistungen sollte man bereits zuvor getätigt haben, aber sich an den schönen Dingen am Wegesrand zu erfreuen geht weiterhin.

    „Altwerden ist nichts für Feiglinge“, diesen Ausspruch würde ich auch nach der Lektüre gerne unterschreiben. Dennoch kann man noch eine ganze Menge Spaß haben, das vermittelt das Buch, auch wenn es zum Ende hin doch recht melancholisch wird.

    Der Titel ist jedoch ein wenig irreführend. Das süffige alkoholische Getränk aus dem Produkt aus Legebemühungen kommt gar nicht vor, falls ich es nicht überlesen habe.

    Ich schreibe selbst Tagebuch, seit über 30 Jahren. Ich müsste aber nochmals so viele Jahre und etwas mehr durchhalten, um vielleicht dann meine Geschichte aus dem Seniorenstift zu schreiben.

    Fazit: Dieses Buch war schön zu lesen. Es hat gutes Potential, ein wenig die Angst vor dem fortgeschrittenen Lebensjahren und dem betreuten Wohnen zu nehmen. Es hätte für meinen Geschmack gerne noch etwas bissiger sein dürfen.



  13. Cover des Buches Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker (ISBN: 9783499014642)
    Renate Bergmann

    Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker

    (228)
    Aktuelle Rezension von: Juliam47

    Zumindest fühlte es sich so an: Ich sitze mit der betagten Dame bei Kaffee und Kuchen und wir plaudern. Dabei ist es keineswegs langweilig, Renate hat es in sich! Ich habe gelacht, manchmal innerlich den Kopf geschüttelt (typisch, die älteren Herrschaften!) und habe sogar dazu gelernt. Ein sehr kurzweiliges Buch, was Lust auf mehr macht. Es traf auch oft meinen Humor. Das wird nicht das letzte Buch von Renate Bergmann sein, was ich gelesen habe. In unserer Bibliothek (online) gibt es einige Bücher aus der Reihe. Alles in Allem war ich sehr positiv überrascht und es lohnt sich.

  14. Cover des Buches Über Topflappen freut sich ja jeder (ISBN: 9783499271656)
    Renate Bergmann

    Über Topflappen freut sich ja jeder

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Chattys_Buecherblog

    In diesem Buch präsentiert der Autor, Torsten Rohde als Renate Bergmann, seinen vierten Band um die rüstige Omi und ihre Art von Familiensinn.


    "Weihnachten ist, wenn meine Tochter Kirsten sich ein Schälchen Müsli macht und zu meiner Gans sagt: "Das ess ich nicht, das sind Leichenteile." So beginnt die Kurzbeschreibung des Klappentextes und macht schon mal deutlich worauf der Schwerpunkt in diesem Roman liegen.


                                                                         ***


    Da mir die Vorgängerbände sehr gut gefallen hatten, war ich sehr gespannt, was sich hinter diesem eindrucksvollem und farbenfrohen Cover und dem ansprechenden Titel verbirgt.


    Wer die Vorgängerbände gelesen hat, wird sich sehr schnell in die Geschichte einfinden. Als Hauptprotagonistin darf natürlich die rüstige Rentnerin Renate Bergmann nicht fehlen. Renate lässt uns an ihren Gedanken teilhaben und verbreitet schnell eine gewisse Weihnachts-Familien-Wohlfühl-Atmosphäre.


    Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Lesen auch einfach Spaß machen kann. 

    Der Autor, Thorsten Rohde, zeigt auch in diesem Band wieder viel Empathie und durch den bildhaften Schreibstil fällt es dem Leser leicht, sich in die Gedanken der Rentnerin einzufinden. Was gibt es schöneres, als das christliche Fest im Beisein der Familie zu feiern und an alten, liebgewonnenen Traditionen festzuhalten.

    Der Roman hat mich wieder sehr gut unterhalten. Ich wünsche mir mehr davon.

  15. Cover des Buches Und jetzt lass uns tanzen (ISBN: 9783453359420)
    Karine Lambert

    Und jetzt lass uns tanzen

    (151)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Marguerite steht vor dem Grab ihres Mannes und verabschiedet sich und ist danach einfach nur leer, einsam und weiß gar nicht genau wohin mit ihrem Leben. Er hat doch immer alles geleitet und geführt und sie hat ihm als treue Ehefrau den Wunsch erfüllt ihr Haar immer als Knoten zu tragen und ihn immer zu Sie-zen. Nun ist sie auf sich gestellt und wird von ihrem Sohn, der ihrem Mann mehr als ähnlich ist, etwas unterstützt. Ihre Schwester dagegen ist wild und nimmt alles vom Leben und bekräftigt ihre Schwester nochmal durch zu starten. Dann gibt es noch Marcel. Er muss mit dem Tod seiner geliebten Ehefrau fertig werden. Ihre Energie, ihre Kraft und auch ihre Zartheit fehlen ihm sofort. Er will ohne sie eigentlich gar nicht sein und auch die Kinder können ihn nicht unbedingt aufheitern. Durch Zufall begegnen sich die Beiden und sind mit Ende 70 fasziniert vom Anderen, vom Neuen und sind doch auch ängstlich und wissen nicht, wie sie die Gefühle und die Anziehung einsortieren sollen. Als die Kinder dann auch den Unmut äußern und es nicht so ganz toll finden, dass die Eltern nach dem Tod des Partners irgendwie weiter ziehen, werden in Marguerite und Marcel aber die Kampfgeister geweckt. Sie sind zwar alt, aber sie haben noch Lust am Leben, an neuen Erfahrungen und Plänen und Zielen und dies wollen sie Leben! Der Roman hat mich von Anfang an gepackt und durch seinen Humor, seiner tollen Sprache und dem großen Gefühl fasziniert und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Karine Lambert hat ein besonders Gespür für intime Momente und schreibt auf eine ganz großartige Art und Weiße und man taucht in das Buch ein und möchte dann unbedingt mit den Helden gemeinsam tanzen. Eine ganz wunderbare Geschichte.

  16. Cover des Buches Old School (ISBN: 9783453677210)
    John Niven

    Old School

    (78)
    Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannika


    Als Susans Mann plötzlich verstirbt, bricht eine Welt für sie zusammen. Nicht, weil sie ihren Mann so vermisst, sondern weil er ihr einen Haufen Schulden hinterlassen und auf sehr peinliche Weise abgetreten ist.
    Zusammen mit ihrer Freundin Julie, die in einem Altenheim geputzt hat, beschließt sie, die Bank in ihrem Ort auszurauben, denn die Bank und ihre Mitarbeiter waren nicht hilfreich und verständnisvoll bei Susans Misere. Nach dem Raub wollen sie sich nach Südamerika absetzten und einen schönen Lebensabend haben.

    Irgendwo auf dem Klapptext steht "als wenn Tarantino Thelma & Louise gedreht hätte". Vielleicht nicht ganz, aber Autor John Niven hat sich zweifellos ausgetobt. Alle Protagonisten schwanken permanent zwischen normal und abgedreht, aber nie gleichzeitig, sodass man das ganze Buch über unter Strom steht. Denke dir ein schlimmes (aber witziges) Szenario aus und es passiert hier. Ein Heiden Spaß beim Lesen, man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen.

    Fazit: Nicht mein letzter Roman von John Niven!


  17. Cover des Buches Das rote Adressbuch (ISBN: 9783442489817)
    Sofia Lundberg

    Das rote Adressbuch

    (304)
    Aktuelle Rezension von: AnneSusanne

    Eine alte Dame blickt auf ihr ereignisreiches Leben zurück. Der Anfang mutet ein wenig wie "Der Hundertjährige" an in Frauenversion und ist ein wenig zäh, die zweite Hälfte wird dann aber immer spannender und am Ende musste ich sogar ein Tränchen verdrücken. Die Quintessenz ist wenig überraschend aber schön erzählt: Das Leben muss genossen werden, fülle es mit Menschen die dir gut tun und folge deinem Herzen. Sei menschlich und autentisch. Ich fand es lesenswert.


  18. Cover des Buches Liebe verlernt man nicht (ISBN: 9783746629469)
    Lilli Beck

    Liebe verlernt man nicht

    (55)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Paula, nach 25 Jahren Ehe seit einiger Zeit geschieden und ihre Freundinnen Biggi (gerade von einem jüngeren Liebhaber um ihre Ersparnisse gebracht) und Traudl (seit 2 Jahren – immer noch trauernde – Witwe), sind mit ihrem männerlosen Leben nicht so recht zufrieden. Doch wie einen passenden Mann finden? Alleinstehende Männer in ihrem Alter müsste es doch geben, das Problem ist nur das Zusammenfinden – und genau daraus ergibt sich für Paula und Biggi eine Geschäftsidee: Gründen wir doch eine Vermittlungsagentur für Oldies. Das ist dann allerdings leichter gesagt als getan …

    Lilli Beck hat ein Händchen für Themen die uns „ältere“ Frauen ansprechen, da wir die Probleme, die sie beschreibt, selbst gut kennen oder zumindest gut nachvollziehen können. Dass sie diese mit Humor zu ansprechenden Romanen verpackt, gefällt mir besonders gut. Eigentlich ist der sogenannte „Frauenroman“ nicht so mein Genre, aber hier haben wir einen Roman, der sicher vor allem Frauen ansprechen wird, der aber eben auch mir gefällt. Ich finde mich durchaus wieder in den Charakteren, den selbstkritischen Humor der Ich-Erzählerin Paula kann ich gut nachvollziehen und hin und wieder lese ich eben gerne Romane, die mich zum Lachen bringen.

    Die Charaktere, die die Autorin zum Leben erweckt, sind immer ein bisschen besonders – und das bis in die Nebenrollen. Wenn z. B. Pämela, viel jüngere Geliebte von Paulas Ex-Ehemanns und außerdem der Scheidungsgrund, immer mehr Konturen bekommt, wenn die trauernde Witwe wieder ins Leben zurückkehrt, wenn der „Callboy“ sich als ganz patenter und vor allem liebenswerter Mann herausstellt, dann ist das einfach schön zu lesen, vor allem, wenn es mit so viel Situationskomik erzählt wird.

    Lilli Beck lässt ihre Protagonistin Paula selbst in Ich-Form erzählen, so erlebt man als Leserin alles aus erster Hand und kommt Paula sehr nahe. Sehr lustig ist es zu verfolgen, wie (vor allem) Paula versucht, Material für ihre Dating-Kartei zu aquirieren sei es, indem sie zum Speed-Dating geht, sich in Fitness-Studions umsieht oder sogar einen „Begleiter“ engagiert.

    Mir hat der Roman viel Lesevergnügen bereitet und ich empfehle ihn gerne weiter (vor allem, aber nicht nur, an Frauen über 50, die auch einmal über sich selbst herzlich lachen können).

  19. Cover des Buches Mit Hanna nach Havanna (ISBN: 9783734104404)
    Theresia Graw

    Mit Hanna nach Havanna

    (72)
    Aktuelle Rezension von: our-red-carpet-of-books
    Schon im letzten Jahr habe ich „Mit Hanna nach Havanna“ von Theresia Graw aus dem blanvalet.verlag zugeschickt bekommen 
    Ich hatte mich aufgrund des wunderschönen Covers riesig auf die Geschichte gefreut aber bin damals überhaupt nicht in die Geschichte gekommen.
    Jetzt wollte ich das Buch endlich beenden und bin mit großen Erwartungen an die Geschichte gegangen, die ein wenig an den Film „Briefe für Julia“ erinnerte, den ich sehr gerne mag.

    Das Buch erzählt die Geschichte von Katrin, die von ihrem Chef zum Abendessen eingeladen ist und fest davon überzeugt ist für Ihre Sendung „Spaziergang mit Katrin“ den Journalistenpreis Golddnen Griffel zu gewinnen.
    Doch stattdessen wird ihr mitgeteilt, dass sie durch eine andere Kollegin ersetzt wird und fortan das Seniorenmagazin moderieren soll.
    Durch das Magazin kommt sie in Kontakt mit Hanna, die die bittet ihre Biografie zu schreiben und mit ihr auf die Suche nach ihrer Jugendliebe nach Havanna zu reisen.
    Die Geschichte hört sich toll an aber was das Buch für mich zerstörte war Katrin.
    Sie war so frustriert, dass sie alles und jeden auf respektloseste Art und Weise schlecht gemacht hat und das ging gut zwei Drittel des Buches so.
    Im letzten Drittel wurde die Geschichte ganz schön weil sich Katrin auf das Flair Havannas und die Menschen einlassen konnte und das dann auch dem Leser spürbar machen konnte aber da das Buch aus Katrins Perspektive geschrieben ist, war ich bis dahin schon so genervt von ihr, dass ich ihre Charakterwendung am Ende auch nichts positives mehr entgegen bringen konnte.
    Ich muss Euch ganz ehrlich sagen, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen hätte, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen.
    Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, vielleicht hat einem von Euch das Buch ja richtig gut gefallen 😊
    Die Autorin schreibt am Ende, dass sie selbst in Havanna war und das Flair vermitteln wollte, was ihr durch ihre Wahl der Erzählerin meiner Meinung nach leider nicht gelungen ist.
    Was mir sehr gut gefallen hat waren Hanna und die Rezepte am Ende.
  20. Cover des Buches Mord im Pfarrhaus (ISBN: 9783455019940)
    Agatha Christie

    Mord im Pfarrhaus

    (277)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Im Pfarrhaus wird ein Mann erschossen aufgefunden, der im ganzen Dorf unbeliebt war. Schnell gibt es nicht nur ein Geständnis, sondern gleich zwei. Zusammen mit dem Pfarrer ermittelt Miss Marple um den wahren Täter zu finden, was sich als schwieriger als gedacht herausstellt.

    Mich hat die Geschichte gut unterhalten, auch wenn das Ende nicht ganz überraschend war. Der Weg dahin war aber spannend und Miss Marple mit ihrer zurückhaltenden Art war wie immer sehr sympathisch. 

  21. Cover des Buches Crime im Heim (ISBN: 9783755805663)
    Ida Tannert

    Crime im Heim

    (55)
    Aktuelle Rezension von: parden

    KEINE LANGEWEILE IM ALTERSHEIM...

    Das Haus Silberblick, ein progressives Seniorenstift, braucht mehr Kultur! So sieht das zumindest der ehemalige Feuilletonchef und Heimbewohner Friedhelm Klemp und fasst die Inszenierung von ›Hamlet‹ ins Auge. Unterstützt wird er von seiner vergeblich Angebeteten, Katia Horenfeld, dank derer sich eine bunte Truppe unterschiedlichster Charaktere zusammenrauft. Doch schon das erste Probentreffen wird von einer grausigen Tat begleitet: Ophelia, der Mops einer Darstellerin, wird tot aufgefunden. Das Ergebnis der Obduktion des Hundes, ausgeführt von einem pensionierten Zahnarzt mithilfe eines gräflichen Nageletuis, überrascht und entsetzt alle: Das Tier wurde erschossen. Also ein klarer Fall von Mord! Katia, der die Rolle von Hamlet zugedacht ist, soll auch die »Ermittlungen« durchführen. Dabei ergeben sich immer mehr Ungereimtheiten rund um die Tat. Während Katia noch überlegt, wie sie am besten vorgehen soll, taucht die nächste Leiche auf. (Verlagsbeschreibung)


    "Nie gesehen ", sagte sie hernach mit fester Stimme und gab die Karte weiter. Gelogen war das nicht. Sie hatte ihn schließlich nach Gehör erschossen. 


    Bis zum Schluss konnte ich mir nur die wenigsten Namen merken, zum einen weil man hier auf eine große Anzahl an Personen trifft, zum anderen weil hier oft das Klischee wichtiger ist als der eigentliche Charakter, so dass selbst die Autorin oftmals dazu überging, vom Lehrer, Zahnarzt oder der Gräfin zu sprechen. Der ehemalige Feuilletonchef Friedhelm versucht jedenfalls, im Heim eine Inszenierung von Shakespeares "Hamlet" auf die Beine zu stellen, geprobt wird im Musikzimmer. Gleich die erste Probe verläuft jedoch schon chaotisch, weil plötzlich entdeckt wird, dass der Mops einer Heimbewohnerin erschossen wurde. Schon bald stoßen die eifrigen Senioren bei ihrer Spurensuche auf einen weiteren Toten - diesmal ist es ein Mensch.

    Geleitet werden die heimlichen Ermittlungen (vorbei an Polizei und Personal) von der ehemaligen Yogalehrerin Katia. Sie stößt auf ein verwirrendes Knäuel an möglichen Hinweisen und Verdachtsmomenten und stochert dabei lange nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Dabei entstanden für mein Empfinden doch auch einige Längen, und der berühmtberüchtigte Alleingang, den ich mittlerweile so gar nicht mehr leiden kann, durfte hier natürlich auch nicht fehlen. Unterhaltsam ist der Heimkrimi dadurch, dass sich einzelne Charaktere selbst nicht so wichtig nehmen und trotz etlicher Gebrechen den Lebensmut nicht verlieren. Insgesamt hätte der Humor für meinen Geschmack jedoch großzügiger eingesetzt werden können. 

    "Hamlet" nimmt dagegen einen großen Raum ein, und Shakespeare Zitate werden auch im Zusammenhang mit den Ermittlungen immer wieder eingestreut. Dies wurde mir stellenweise doch etwas zu viel - (auch anstrengend zu lesen) - und sollten sich dahinter Hinweise verbergen, muss ich gestehen: ich kenne den "Hamlet" nicht, hätte die Hinweise dann also nicht verstanden. 

    Das Ende dann war doch recht wirr, wirkte hinsichtlich des Motivs (für einen der Morde) doch etwas hanebüchen, und am Ende war mir irgendwie nicht so ganz klar, wer nun für welche Tat verantwortlich war. Das Prinzip der Verwirrung hat funktioniert, führte aber dazu, dass ich am Ende nicht so recht zufrieden war. Fall gelöst, aber irgendwie bin ich nicht wirklich mitgekommen. Ich hatte dann aber auch keine Lust mehr, noch einmal zurückzublättern.

    Alles in allem: phasenweise durchaus unterhaltsam, aber mit Längen, Verwirrtaktik und einem nicht ganz befriedigenden Ende doch kein Highlight. Nett zu lesen, aber nichts, an das ich mich lange erinnern werde...


    © Parden

  22. Cover des Buches Etta and Otto and Russell and James (ISBN: 9780241003343)
    Emma Hooper

    Etta and Otto and Russell and James

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Eines Tages macht sich die 82jährige Etta auf den Weg ans Meer, quer durch Kanada. Ihr Mann Otto bleibt zu Hause und versucht, alleine zurechtzukommen. Doch Etta vergisst allmählich Dinge, Otto erinnert sich an fast alles. Und dann ist da noch Russell, der Nachbar, der selbst in Etta verliebt war. Und James, ein Koyote, der Ettas Begleiter auf der Wanderung ist. Auf dem Weg erzählen sie ihr Leben: von der Liebe, vom Krieg und einer Farm in der staubigen Einöde Saskatchewans, vom Backen und vom Briefeschreiben.

    Emma Hoopers Roman mit dem langen Titel ist ein bezaubernder, ein leiser Roman, der sich nicht vieler Worte bedient. Manchmal erschließt sich die Bedeutung nicht direkt, viele Passagen sind näher an einem Traum als an der Realität, z.B. Ettas Unterhaltungen mit James. Die Autorin überlässt dem Leser die Entscheidung, was geschieht und was nicht. So ist das Ende sehr offen für verschiedene Interpretationen. Diese Unbestimmtheit der Erzählung war mir manchmal etwas zu viel des Guten und ich habe nach tieferen Bedeutungen gesucht. Ich habe viel über die Handlung nachgedacht und bin mir bei den phantastischeren Elementen immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Daher schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen.

    Die Sprache ist sehr spartanisch und auf das Wichtigste beschränkt. Trotzdem konnte mich die Erzählung vom ärmlichen Leben auf einer Farm, von der Beziehung von Etta mit Otto und Russell und von Ottos Erlebnissen in Europa im 2. Weltkrieg fesseln und zutiefst berühren. Letzten Endes kommt es bei „Etta and Otto and Russell and James“ wohl auch eher auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Erinnerungen der Charaktere als auf die äußere Handlung an. In dieser Hinsicht konnte mich das Buch überzeugen.
  23. Cover des Buches Tricky Business (ISBN: 9783404922017)
    Dave Barry

    Tricky Business

    (15)
    Aktuelle Rezension von: murx42
    zaeher Anfang, skurril. erst der Schluss lohnt.
  24. Cover des Buches Die langen Abende (ISBN: 9783442770496)
    Elizabeth Strout

    Die langen Abende

    (73)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Olive Kitteridge, die notorisch schlecht gelaunte und um bissige Kommentare nie verlegene pensionierte Lehrerin, lebt immer noch in Crosby, Main. Aber die Dinge sind im Wandel. Die langen, nicht enden wollenden Abende, die sie nun ohne ihren Mann Henry verbringen muss, machen ihr zu schaffen. Da tut sich in Form des etwas übergewichtigen ehemaligen Harvardprofessors Jack eine Lebensalternative für Olive auf.

    Wie bereits in "Mit Blick aufs Meer" setzt sich hier erneut aus kleinen Geschichten eine ganze Stadt zusammen. Wir treffen auf alte Bekannte und neue Menschen, die sich in Crosby tummeln und manchmal auch wieder gehen. Das Gehen ist das große Thema dieses Buches. Olive ist bereits über 70, die Endlichkeit des Lebens ist ihr bewußt und die Autorin scheut sich nicht, Olive weiter altern zu lassen, bis sie über 80 ist und von zahlreichen Zipperlein geplagt wird. In vielen Abschnitten spielen das Älterwerden, Sterben und der Tod eine Rolle. Aber alles ist umhüllt von der weichen Seeluft in Main und natürlich gewürzt mit Olives spitzen, grundehrlichen Bemerkungen.

    Es war schön, nochmal diesen Küstenort und seine Bewohner*innen besuchen zu können, aber ich denke, dass dieser Besuch auch ein Abschied war. Als eine Freundin von Olive sagt: "Ich habe so Angst, dass ich über die Brücke muss [...]" (S. 343), da habe ich mit den Tränen gekämpft. Wer das Buch gelesen hat, weiß, dass es sich um eine reale Brücke handelt und was auf der anderen Seite wartet.

    Wer "Mit Blick aufs Meer" gerne gelesen hat, wird auch diese Fortsetzung lieben, die man aber auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Empfehlen würde ich aber beide Romane. Strout schreibt irgendwie ganz "leichtfüßig", mit einem Blick für liebenswürdige oder tragische Figuren. Goodbye, Olive!

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