Bücher mit dem Tag "sensibel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "sensibel" gekennzeichnet haben.

97 Bücher

  1. Cover des Buches Wunder (ISBN: 9783423086547)
    R.J. Palacio

    Wunder

     (1.054)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Eigentlich sind Jugendbücher nicht so meine Welt, doch an diesem Buch kommt man fast nicht vorbei. In „Wunder“ geht es um August, einen aufgeweckten, klugen und humorvollen Jungen, der langsam in die Pubertät hineinwächst. So weit so gut, sollte man denken. Doch August weiß, wie er auf Andere wirkt, besonders auf diese neuen – seine ersten – Klassenkameraden. Durch einen genetischen Defekt ist Augusts Gesicht von Geburt an deformiert. Bislang kannte er nur seine vertraute Umgebung, vor allem den Kreis seiner liebevollen und ihn schützenden Familie. Doch in der realen Welt merkt er bald, wie er angestarrt wird. Die Mitschüler sind anfangs irritiert von seinem Äußeren, reden zwar - aber nicht mit, sondern über ihn - und haben Scheu, sich näher mit ihm einzulassen. Er wird von den meisten seiner Mitschüler gemieden, denn es gehört Mut dazu, zu dem Anderssein zu stehen. So verbünden sich dann schließlich die coolen Kids gegen ihn mit einem grausamen Spiel: wer August versehentlich berührt, bekommt die Pest ... 

    Man fühlt sich als erwachsener Leser dieses Jugendbuchs förmlich rot werden, als sich schließlich einige Eltern einmischen und versuchen, die Versetzung Augusts in eine andere Schule zu erwirken. Ich wünsche mir noch viele Leser für dieses wunderbare Buch, dass uns den Spiegel vorhält und uns dazu animiert sich über Äußerlichkeiten hinweg zu setzen und den Menschen nach seinen inneren Werten zu beurteilen. Wer bestimmt eigentlich, was normal ist und was nicht?
     Für mich ist es ein klarer Kandidat für die Schullektüre, auf dass aus unseren Kindern starke Persönlichkeiten werden, die Schwächere unterstützen, statt zu malträtieren. Ein Buch, das schnell gelesen ist doch lange nachwirkt! Ich bewerte mit vier soliden Sternen und spreche ein Lesempfehlung aus.  

  2. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.666)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    »Es gab drei Dinge, deren ich mir ganz sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm - und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war - dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt.«

     Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennenlernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben …

    Meinung:

    Es gibt Bücher, die man, Jahre später, nicht noch einmal lesen sollte. Biss zum Morgengrauen ist ein solches Buch. Als es im Jahr 2006 auf den Markt kam, war ich 14 Jahre alt und ich habe die Geschichte geliebt und verschlungen. Heute bin ich 29 Jahre alt und kann nicht begreifen, was ich so toll an der Geschichte fand.

    Die Handlung ist grösstenteils langweilig und plätschert nur so dahin. Erst als der «böse» Vampir auf der Bildfläche erscheint, welchem nach Bellas Blut dürstet, wird es endlich mal spannend. Der Schreibstil hingegen ist leicht und flüssig, weshalb man das Buch wunderbar als Gute-Nacht-Lektüre nutzen kann. 

    Die Charaktere an sich, sind platt und haben nicht wirklich Tiefgang. Man erfährt sehr wenig über sie und ihre Charaktereigenschaften. Zumindest weiss man genug, damit es für die Handlung ausreicht. Mein, mittlerweile erwachsenes, Herz haben einzig Alice Cullen und Bellas Vater Charlie Swan für sich gewinnen können. Mit den Hauptfiguren hingegen, wurde ich diesmal überhaupt nicht warm. Stattdessen haben sie mich wirklich oft genervt.

    Die Protagonistin Bella, ging mir eigentlich die ganze Zeit richtig auf die Nerven. Sie jammert oft, muss immer beschützt werden, ist ständig den Tränen nahe oder heult wirklich und sie ist ja ach so liebenswert Tollpatschig. Zudem wird sie von fast allen männlichen Hauptfiguren, Nebenfiguren und Statisten angehimmelt. Warum das jedoch so ist, erschliesst sich mir überhaupt nicht. Dass sie in der Geschichte die Protagonistin sein soll, ist ebenfalls kaum zu glauben. Sie wird als ein schwaches kleines Mädchen dargestellt, welches sich hinter den starken Schultern ihres perfekten Vampir-Freundes versteckt. Sie handelt kaum selber, ausgenommen zum Schluss, weshalb man meinen könnte, sie sei nur ein Statist in ihrem eigenen Leben.

    Ach und Edward ist ja so dermassen schön, perfekt und sexy, dass es gefühlt auf jeder einzelnen Seite, bis zum Erbrechen, thematisiert werden muss. Gut, dass ich, vor lauter Augenrollen, keinen Muskelkater bekommen habe. Ausserdem bevormundet er Bella aufs übelste und sie lässt sich, bis auf wenige klägliche Versuche sich zu wehren, auch alles gefallen. Auch Edwards ständige Stimmungsumschwünge sind einfach nur nervig. Er weist sie ab, dann sucht er wieder ihre Nähe, dann keift er sie wieder an und das ganze wieder von vorne. Bella lässt einfach alles mit sich machen und das ist wirklich zum Haare raufen. Wenn mich jemand so behandelt, hätte ich schon längst die Reissleine gezogen. Des Weiteren beobachtet er sie heimlich monatelang, während sie schläft. Ist das nicht niedlich und romantisch? Nein, ist es nicht. Wenn mich jemand stundenlang heimlich beim Schlafen beobachtet, würde ich den Stalker der Polizei melden und hoffen, dass er eingesperrt wird. Da werden wirklich Dinge und Charaktereigenschaften romantisiert, welche überhaupt nicht romantisch sind.

    Ausserdem ist es wirklich traurig zu lesen, dass eine junge Frau denkt, dass das Leben ohne diesen einen Jungen keinen Sinn mehr hat. Bella macht Edward zu ihrem alleinigen Lebensinhalt, sodass sie ihm wie ein Schosshündchen hinterherhechelt und keine anderen/eigenen Ambitionen hat – ausser eben Edward als Freund zu haben. Zudem lässt sie plötzlich alle ihre Freunde links liegen und würdigt ihnen keinen Blick mehr, als sie Edward endlich hat. Was ist die Botschaft dahinter? Auf jeden Fall keine Gute.

    Die «Liebes-Dramen bzw. Beziehungsprobleme» in der Geschichte wirken erzwungen und kindisch. Nach der hundertsten Wiederholung von «Oh, ich muss mich von dir fernhalten, weil ich ein ach so böser böser Vampir bin« ist es einfach nur noch lächerlich. Auch die dauernden Stimmungswechsel, sind einfach nur mühsam und völlig unerklärlich. Da sass man noch völlig zufrieden nebeneinander und plötzlich wird jemand wütend oder es bricht wegen einer Kleinigkeit ein Streit oder eine unnötige Diskussion aus. Diese «Beziehungsprobleme» sind, in meinen, mittlerweile erwachsenen Augen, keine wirklichen Probleme, sondern verzweifelte Versuche ein wenig Drama und Spannung einzubauen. Dabei könnte man doch glatt vergessen, dass Edward mittlerweile mehrere Jahrzehnte «Vampir-Leben» auf dem Buckel hat und dementsprechend reifer sein müsste. 

    Nichts desto trotz, gibt es doch auch einige wenige Momente, die einem ein schmunzeln entlocken. 

    Fazit/Empfehlung:

    Tja, es ist kaum zu glauben, dass ich diese Reihe einmal gemocht habe. Es zeigt jedoch, dass dieses Buch, deutlich jüngere Leser anspricht. Ob es dabei eine gute Botschaft vermittelt, sei mal dahingestellt. Als mittlerweile erwachsene Frau und durch meine eigenen Lebenserfahrungen, sehe ich die Dinge deutlich kritischer. 

    Die meisten Dinge, die ich heute kritisiere, sind mir damals jedenfalls nicht aufgefallen. Daher würde ich das Buch eher jüngeren Lesern empfehlen, im Alter zwischen 14 – 17 Jahren. 

    Eines Tages werde ich mich bestimmt nochmal dem zweiten Teil widmen. Mal schauen, was ich zu diesem Teil sagen werde.

    Sternewertung:

    1.5 von 5 Sternen

  3. Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (ISBN: 9783551316639)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht

     (6.117)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Dieses Buch war wiedereinmal schön zu lesen. In diesen Bücher fühle ich mich fast schon ein Stück zu Hause. Einerseits bin ich froh einen neue Reihe oder neue Bücher anfangen zu können, aber es tut auch ein Stück weh. Ich mag die Bücher im Endeffekt sehr. Vorallem die letzten 2 Teile haben mir sehr gut gefallen. Dennoch bleibt der 3. mein Favorit. Ich habe diesem "nur" 4 Sterne gegeben, weil ich es einfach nicht so verschlungen habe wie den letzten. Aber ich muss sagen er war trotzdem mega toll und spannend und einfach ein wunderbares Ende. Es ist eine wirklich runde Sache dieses Buch zu lesen und ich bin wirklich froh, die Filme haben mich wirklich nie so aus den Socken gehauen, das Buch gibt mir aber die Bestätigung wieso Twillight so einen Durchbruch hatte. Später wird das ganz sicher ein richtiger Klassiker. Ich glaub ich will gar nicht mehr schreiben, man sollte sich selbst überzeugen lassen wenn man es noch nicht gelesen hat.

  4. Cover des Buches Biss zur Mittagsstunde (ISBN: 9783551316615)
    Stephenie Meyer

    Biss zur Mittagsstunde

     (7.548)
    Aktuelle Rezension von: Bibi1999

    Bellas Traum ist es, für immer mit Edward zusammen sein. An ihrem 18. Geburtstag schneidet sie sich an einem Stück Papier und steht einem Haufen hungriger Vampire entgegen. Edward beschließt daraufhin, Bella zu verlassen und bricht ihr damit das Herz. Nur die Freundschaft zu Jacob gibt ihr Kraft. Doch dann erfährt Bella, dass Edward in Gefahr schwebt.

    Das Buch umfasst 558 Seiten. Es handelt sich um den zweiten Teil der Reihe. Es ist empfehlenswert den ersten Teil bereits zu kennen.

    Dieser Teil war leider schwächer als der erste Teil. Zwischendurch ging mir Bellas Trauer um Edwards Verschwinden etwas auf die Nerven. Jacob hat sich richtig gut um sie gekümmert, es war jedoch klar, dass er nie an Edward herankommen wird. Bellas Verhalten konnte ich in diesem Teil auch nicht nachvollziehen. Auf der einen Seite scheint sie Jacob Hoffnung zu machen, sagt sich auf der anderen Seite aber selbst, dass sie niemals mit ihm zusammen sein wird. Auf mich wirkt es, dass sie ihn ausnutzt und nur bei ihm ist, weil es ihr dann besser geht, egal wie Jacobs Gefühle sich dadurch für sie entwickeln. Jacobs Taten sind am Ende daher absolut nachvollziehbar.

    Das Ende dagegen war wieder besser, als Edward und Bella wieder aufeinandertreffen. Leider fehlte mir die Spannung im Buch. 

  5. Cover des Buches Biss zum Abendrot (ISBN: 9783551316622)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Abendrot

     (6.943)
    Aktuelle Rezension von: Alanas_buecher

    🧛🏻 Biss zum Abendrot 🧛🏻

    Nachdem ich Band 2 beendet habe, musste ich natürlich auch mit dem 3. Band beginnen. 

    Dadurch, dass der 2. Band wirklich ein gutes Ende hingelegt hat, hatte ich umso mehr Hoffnung, dass der 3. Band besser wird. Leider wurde ich aber auch dieses mal enttäuscht 😔

    .

    WORUM GEHT'S? 

    Um ehrlich zu sein, ist das eine ziemlich gute Frage. Denn diese Frage hat mich gefühlt durch das ganze Buch verfolgt. Aber im Endeffekt geht es darum, dass Bella in Gefahr schwebt, denn Seattle wird von einer Reihe rätselhafter Morde erschüttert. Ein blutrünstiger Vampir plant wohl Rache an Bella, aber wer? 

    .

    REZENSION

    Ich hatte wirklich Hoffnungen nach dem 2 Band, dass es besser weitergeht, da ja wirklich gegen Ende von Band 2 Spannung geboten wurde.

    Aber irgendwie war es wieder komplette Leere.

    Die Leere die Bella in Biss zur Mittagsstunde verspürt hat, habe ich gespürt als ich dieses Buch gelesen habe. Es war wieder so langatmig, und es kam für mich einfach total gedehnt rüber.

    Gefühlt ist nichts passiert, außer in dieser einen Szene in der es einen Kampf gab. Aber dann war auch schon wieder alles vorbei. Noch dazu kam, dass mich Bella wirklich nervt. Ich verstehe ihre Gedanken nicht, vor allem verstehe ich ihr Handeln nicht. Sie trifft meiner Meinung nach so komische Entscheidungen und kann sich nie wirklich festlegen. Ich mochte Bella so gerne in den ersten zwei Bänden, aber jetzt kann ich sie irgendwie gar nicht mehr ab 😅. Apropos nicht ab können: Jakob. Muss ich zu dem jungen Herren noch was anderes sagen außer das Stichwort - toxisch? Ich denke nicht. Es tut mir wirklich leid, dass diese Rezension so negativ ist, aber ich konnte wirklich kaum etwas positives aus diesem Buch entnehmen... außer vielleicht ein paar romantischen Szenen zwischen Bella & Edward.

    Leider werde ich jetzt erstmal einen Pause zu Twilight einlegen, bevor ich den letzten Band lesen werde. 



  6. Cover des Buches The Green Mile (ISBN: 9783453435841)
    Stephen King

    The Green Mile

     (882)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Stephen King hat schon vor vielen Jahren – eher Jahrzehnten – die Grenzen des Horrorgenres hinter sich gelassen und in diverse Richtungen gearbeitet. „The Green Mile“ gehört zu diesen Ausflügen in andere Genres. Und mit welcher Intensität der Meister dieses Drama zu Papier bringt, verursacht mir eine Gänsehaut.

    Das fängt schon bei den Charakteren an. Paul Edgecomb und seine Mitarbeiter im Todestrakt sind mehr als Kollegen. Sie sind Freunde, die respektvoll miteinander umgehen und aufeinander achten. Und auch den Gefangenen wollen sie die letzten Jahre, Monate und Tage vor der Hinrichtung erträglich gestalten. Diese Menschlichkeit ist der Kern von „The Green Mile“, der Dreh- und Angelpunkt.

    Denn auch John Coffey – die Initialen sind kein Zufall – steht für diese Menschlichkeit. Er nimmt klaglos die Strafe an, die ihm auferlegt wurde, und bringt trotz seiner Situation im Todestrakt unfassbar viel Mitgefühl für seine Mitmenschen auf. Vor allem die Dialoge zwischen ihm und Edgecomb gehen unter die Haut.

    Überhaupt sind die Charaktere eine der größten Stärken des Romans, auch abseits der Protagonisten. Sei es der fiese Percy Wetmore, der sich am Leid der Gefangenen ergötzt, sei es der hünenhafte Brutus Howell, der das Herz am rechten Fleck hat, oder sei es Eduard Delacroix, ein Gefangener, der seine letzte Lebensfreude aus einer kleinen Maus als Freund zieht.

    Und dann verwebt King dieses intensive Drama um Todesstrafe, Rassismus und Sühne mit genau der richtigen Prise Phantastik. Die Handlung wird dadurch nicht weniger glaubwürdig, im Gegenteil: Durch diese Phantastik bekommt der Roman etwas Märchenhaftes, das den bedrückenden Themen ein klein wenig Härte nimmt.

  7. Cover des Buches Twilight (ISBN: 9780316015844)
    Stephenie Meyer

    Twilight

     (1.386)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Elfe

    Ich muss mich hier mal als Twilight-Fan outen 😂🙈 Bei vielen sind ist das Thema eher negativ konnotiert. Jedoch finde ich immer noch, dass die Bücher wirklich großartig sind! Ich kannte bis zu dem Zeitpunkt die Geschichte Mädchen verliebt sich in Vampir noch nicht, auch wenn es im Nachhinein große Ähnlichkeiten mit Vampire Diaries gibt. 

    Trotzdem ist die Geschichte sehr angehen geschrieben, die Autorin geizt nicht an Spannung und Liebe und es wurde damit eine so schöne Welt erschaffen.  Ich lese die Bücher immer noch gern und versinke in der Welt. Und wenn jemand es negativ kommentiert, ist meine erste Frage immer: Hast DU denn die Bücher gelesen oder nur die Filme geschaut? - da werden die meisten immer ganz schnell still, weil ich finde für ein Urteil über die Bücher, sollte man sie auch gelesen haben! 

    Falls ihr die Bücher noch nicht gelesen haben solltet: Lest es! Auch wenn ihr Vorurteile habt. Die Bücher sind wirklich der Hammer und bieten absolutes Suchtpotenzial. Versucht es wenigstens mit dem ersten Band, denn ihr werdet in eine Welt eintauchen, die man nur lieben kann 🥰

    Und an alle, die die Bücher schon gelesen haben: Lest sie nochmal 😉 bei dieser Reihe lohnt es sich immer!

  8. Cover des Buches Briefe an die grüne Fee (ISBN: 9783744832809)
    Salih Jamal

    Briefe an die grüne Fee

     (73)
    Aktuelle Rezension von: AnjaSc

    Das Buch ist eine Auflistung aus dem Leben des namenlosen Ich-Erzählers und erinnert mich stark an Tagebucheinträge. Er rekapituliert sein Leben, während er oben auf dem Dach sitzt. Wir erfahren nur das, was uns der Protagonist wissen lassen möchte und können bei allem anderen nur mutmaßen. Egal ob es um die tatsächlichen Ereignisse geht oder um die Dinge, die die anderen Beteiligten wohl erlebt haben.

    Auf Instagram habe ich unter „Kurz und bündig“ bereits geschrieben:
    „Das Buch ist tragisch, es ist manchmal ganz laut, es ist vulgär und dann ist es wieder ganz leise und poetisch. Es ist kraftvoll und beschönigt nichts. Es ist pornös!

    Das Buch ist wirklich dreckig, es ist direkt und es ist genau das, was wir als Großstandkinder erlebt haben um uns herum:  Nutten, Dreck, Suff und Drogen. Was für einen selbstherrlicheren Mist wir getan haben und unbezwingbar haben wir uns gefühlt…  Genau wie der Ich-Erzähler in diesem Buch, gut vielleicht nicht genau so.

    Das habe ich dem Autor geschrieben, als ich das Buch beendet habe und ich möchte Euch diese Sätze nicht vorenthalten, denn so geht es mir immer noch:

    Du nimmst keinen Blatt vor den Mund. Beschreibst Exzesse so präzise, dass man als Leser weiß: Das ist scheisse was Du machst, aber trotzdem feiert man das ein oder andere!
    Was Du mit den leisen Tönen im Hintergrund beschreibst, das ist die Seele. Das Gefühl. Die Veränderung. Das, wie der Protagonist fühlt.
    Die Reise, die in den Briefen oder ( wie ich es empfunden habe ) Tagebucheinträgen beschrieben wird, ist wie ein Feuerwerk. Mal der Lichtstreif der Rakete am Himmel und dann wieder nur die schwarze verbrannte Hülse.  Ich bin abgestoßen und fasziniert zu gleichen Teilen von dem namenlosen Protagonisten.  Du weckst all das und doch ist man am Ende ausgesöhnt.

    Deshalb ist das Buch etwas besonderes.

    Von mir bekommt „Briefe an die grüne Fee“ von Salih Jamal 4,5 von 5 möglichen Punkten und eine klare Empfehlung.

  9. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783570197134)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

     (3.317)
    Aktuelle Rezension von: Zahn-Fee

    Ein interessantes Buch mit besonderen Protagonisten, welche sich im Zusammenleben mit all ihren verschiedenen Charakteren und  Eigenarten doch irgendwie ergänzen. Herzerwärmend, wie diese Menschen schliesslich den Weg aus ihrer Einsamkeit finden. Ausserdem eine Hommage an Paris, diese Stadt kann ich mir nun recht gut vorstellen, obwohl ich noch nie dort war. Eine schöne Lektüre, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.


  10. Cover des Buches Es wird keine Helden geben (ISBN: 9783841504029)
    Anna Seidl

    Es wird keine Helden geben

     (459)
    Aktuelle Rezension von: Warriorlove

    Es ist schwierig, Wörter dafür zu finden, doch Anna Seidl hat es geschafft und sie hat damit dieser Geschichte viel Tiefgang gegeben. Ein einschüchterndes Thema, dass die Zeit von Miriam in früher und heute unterteilt.

    Lesenswert, auch wenn es ab und an einige Längen hat.
    Ich würde lügen, dass ich mich gut in Miriam hinein versetzen konnte. Manchmal war ihr handeln merkwürdig, aber wer bin ich, zu sagen, ob das realistisch ist.

  11. Cover des Buches Die hellen Tage (ISBN: 9783596512737)
    Zsuzsa Bánk

    Die hellen Tage

     (298)
    Aktuelle Rezension von: gretavox

    In ihrem Roman „Die hellen Tage“ ignoriert Zsuzsa Bánk scheinbar alle Tipps, die Schreibratgeber für Autoren bereit halten: Auf 541 Seiten enthält das Buch keinen einzigen Dialog, die Sätze sind verschachtelt und lang, gehen manchmal fast über eine Seite, und es passiert eigentlich nichts Weltbewegendes oder Spannendes. Dennoch entwickelt das Buch einen eigentümlichen Sog, dem man sich als Leser/in nur schwer entziehen kann. Mir jedenfalls ging es so. Selten habe ich in jüngster Zeit ein Buch gelesen, das mich so gefesselt und nicht ein einziges Mal gelangweilt hat. 

    Ein Großteil der Faszination beruht sicher auf der außergewöhnlichen Freundschaft der drei Protagonisten Aja, Karl und Seri. Die Autorin nimmt sich Zeit, ihre Beziehung mit allen Höhen und Tiefen zu entwickeln. Aber es sind vor allem die Väter und Mütter, deren Schicksale berühren: Karls Eltern haben das Trauma eines verlorenen Kindes zu verkraften, Seris Mutter den frühen Tod ihres Ehemanns und dessen Geheimnis. Ajas Mutter Evi, eine ehemalige Zirkusartistin und zunächst Analphabetin, meistert ihr Leben auf ihre ganz eigene unaufdringliche, warmherzige Art, ohne dabei jedoch ihre Ziele aus den Augen zu verlieren. 

    Faszinierend ist auch der ungewöhnliche Schreibstil der Autorin. Obwohl die Sätze ausufernd und verschlungen sind, bereiten die Bilder und Vergleiche pures Lesevergnügen.

    Natürlich enthält das Buch Unstimmigkeiten und Schwächen: Gewisse Schilderungen wie „das schief hängende Tor, der Klatschmohn, die Weizenfelder, Karls blasser Fleck unter der Schläfe“ werden in ihrer fast wörtlichen Wiederholung etwas überstrapaziert. Was die Charaktere angeht, so fällt auf, dass die jungen Leute keinerlei Begegnungen mit anderen Menschen außer denen in ihrem engen Kosmos zu haben scheinen und die Motivation für ihr Handeln nicht immer nachvollziehbar ist. Unglaubwürdig ist auch, dass es keinerlei erotische Komponente zwischen ihnen gibt.

    Der Roman ist nichts für Menschen, die auf jeder Seite Spannung und Action erwarten. Wer sich aber auf die leisen Töne einer wunderbaren Sprache einlassen kann, liegt mit diesem Buch genau richtig.

  12. Cover des Buches Die Leiden des jungen Werthers (ISBN: 9783150192351)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Leiden des jungen Werthers

     (1.596)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Dieser 1774 erschienene Briefroman von Johann Wolfgang Goethe gilt als eines der wichtigsten Werke des Sturm und Drang. Die Handlung gilt als autobiografisch und wird von einem auktorialen, fiktiven Herausgeber erzählt. Die lebenslange Naturerforschung des Dichters fliessen im Roman ebenso ein wie seine Abneigung gegen bürgerliche Zwänge und Regeln. Die Beschreibung der hohen Empfindsamkeit des jungen Werther mit all seinen Ausprägungen wie Melancholie, Liebeskummer, Realitätsverlust und schliesslich seiner Neigung zum Suizid, war ein Novum zu dieser Zeit. Die narzisstische Art und die überaus emotional aufgeladenen Reden muten heute teilweise sehr kitschig an. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begeisterten sie jedoch viele Leser, was unter anderem zum Werther-Effekt führte und viele junge Männer zur Nachahmung veranlasste.


    Es handelt sich um ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur, das zu lesen sich lohnt.

  13. Cover des Buches Buntschatten und Fledermäuse (ISBN: 9783442152445)
    Axel Brauns

    Buntschatten und Fledermäuse

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Ela1993

        


    Es ist schwer meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen.
    Axel Braun zeigt in seinem Buch wie es ist als Autist in einer Welt voller Buntschatten und Fledermäuse aufzuwachsen ohne dabei seine Diagnose wirklich zu nennen. Das Wort "autistisch" kommt tatsächlich nur in einem Kapitel vor. Dafür ist das Buch durch zahlreiche Neologismen, wie z. B. "dreigut" und "wischeln" geprägt.
    Ich fand es durchaus interessant in den Kopf des Autors eintauchen zu können und fühle mich vielleicht ein bisschen wie er, wenn ich nicht alles direkt verstand.
    Sein Werdegang ist definitiv beeindruckend, aber dennoch fand ich es zwischenzeitlich sehr anstrengend zu lesen
  14. Cover des Buches Der Pferdeflüsterer (ISBN: 9783746627687)
    Nicholas Evans

    Der Pferdeflüsterer

     (465)
    Aktuelle Rezension von: Bernadette35

    Ich las den "Pferdeflüsterer" von Nicholas Evans mit 21 und 41 (zur Recherche, weil ich auch gerade über Tiere schreibe, allerdings andere), und bin erstaunt, wie sich meine Wahrnehmung geändert hat. Es gibt ja generell keine Bücher, bei denen mir die Filme besser gefallen hätten (tagelanges Kopfkino können einfach nicht in zwei Stunden destilliert werden), so auch hier. Während der gleichnamige Film eine typische Mädchen-/Pferdegeschichte ist, ist das Buch um die Facette der verheirateten Frau, die sich in einen Mann verliebt und von der eigenen Tochter aufgedeckt wird, reicher. Im Film wird dies zwar auch angedeutet, im Buch jedoch viel besser herausgearbeitet und auch ohne kitschiges Ende - sondern mit sehr dramatischem, das mich ebenso berührt wie damals. Seltsam, dass ich mit strengen Moralvorstellungen einer 21 jährigen die Geschichte anders sah als mit der doch gestiegenen Lebenserfahrung mit 41, wo ich die Konflikte jeder einzelnen Figur viel besser verstehen kann. Schön finde ich auch hier, dass sich die Liebesgeschichte sehr langsam "aufheizt" und man auf die wunderschön stimmig herausgearbeiteten Liebesszenen fast 350 Seiten lang warten muss - ich mag es viel lieber, wenn Autoren diese nicht zu früh "ins Rennen werfen". Wer Pferde nicht mag, dem ist das Drumherum vielleicht zu viel, generell jedoch eine zeitlos-weise Mutter-Tochter-Geschichte, in der die Beziehung zwischen den Menschen eine größere Rollen spielt als die zwischen Menschen und Pferden.

  15. Cover des Buches No & ich (ISBN: 9783426654385)
    Delphine de Vigan

    No & ich

     (407)
    Aktuelle Rezension von: Aus-Liebe-zum-Lesen

    Delphine de Vigan ist derzeit in aller Munde. Ich bin durch Zufall schon vor ein paar Jahren auf ihren Jugendroman „No & ich“ gestoßen. Eigentlich war ich auch zu dieser Zeit schon nicht mehr in der Zielgruppe und dennoch hat mich das Buch sehr angesprochen.

    Die 13-jährige Protagonistin Lou lernt im Zuge eines Schulprojektes die obdachlose 18-jährige No kennen und bringt ihre Familie dazu, No zuhause aufzunehmen. Anfänglich scheint das trotz einiger zwischenmenschlicher Probleme gut zu funktionieren, aber die scheinbare Erfolgsgeschichte kippt.

    Was den Roman so besonders macht, ist die Sprache von Delphine de Vigan. Sie ist kunstvoll, mitreißend, aber nie prätentiös. Ich konnte mich sofort in die dreizehnjährige Lou hineinfinden. Ein wirklich lesenswertes Buch, auch für Erwachsene.

    Ich freue mich wirklich auf die hochgelobten neueren Werke der Autorin. Vielleicht findet sich ja eines davon unterm Weihnachtsbaum ;)

  16. Cover des Buches Eclipse (ISBN: 0316027650)
    Stephenie Meyer

    Eclipse

     (803)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Irgendjemand scheint es auf Bella abgesehen zu haben, doch leider hat niemand einen Anhaltspunkt. Zeitgleich verschwinden viele Leute in Seattle, was Jasper auf den Plan ruft.

    Ich habe die ersten Bücher in einem durch gelesen, doch bei diesem Buch ist mir das Lesen deutlich schwerer gefallen. Schön ist sicherlich, dass man mehr über die anderen Familienmitglieder der Cullens erfährt. Doch speziell die indianischen Sagen fand ich sehr langweilig. Auch die ständig untervögelte Bella ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven.

  17. Cover des Buches Blutklingen (ISBN: 9783453314832)
    Joe Abercrombie

    Blutklingen

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Joe Abercrombie ist in sein „First Law“ – Universum zurückgekehrt. Im Januar 2017 wird die Anthologie „Schattenklingen“ bei uns veröffentlicht. Obwohl ich sonst kein Fan von Kurzgeschichten bin, kann ich es kaum erwarten. 13 neue Geschichten mit Glokta, Logen und all den anderen! Da es bis Januar ja nicht mehr allzu lang hin ist, wurde es höchste Zeit, dass ich mir den letzten der drei Einzelbände aus der „First Law“ – Welt vornehme. „Blutklingen“ stand auf der Speisekarte.

    Scheu Süd war nicht immer ein guter Mensch. In ihrer Jugend lief sie von zu Hause fort und schloss sich einer Räuberbande an. Sie stahl. Sie tötete. Dankbar, dass diese dunklen Jahre der Gewalt weit zurückliegen, sorgt sie heute so gut sie kann für ihre kleinen Geschwister Ro und Pit und versucht, den Hof ihrer verstorbenen Mutter am Laufen zu halten. Keine einfache Aufgabe in Naheland. Unterstützt wird sie von dem alten Gully und Lamm, einem sensiblen Nordmann, der wohl so etwas wie ihr Stiefvater ist. Scheu kennt die Berichte über Goldfunde in Fernland. Idiotisch, wer glaubt, dort das Glück zu finden. Niemals würde sie ihre Verpflichtungen einfach hinschmeißen, um einem Traum nachzujagen. Doch als sie eines Tages gemeinsam mit Lamm aus der Stadt zurückkehrt, findet sie nichts als Asche vor. Ihr Hof wurde niedergebrannt, Gully ermordet und die Kinder verschleppt. Die Spuren deuten nach Fernland. Entschlossen, Ro und Pit zu finden, machen sich Scheu und Lamm auf die lange und gefährliche Reise. Bald muss Scheu einsehen, dass sie ihren Stiefvater weniger gut kennt, als sie dachte. Vielleicht ist sie nicht die einzige mit einer blutigen Vergangenheit.

    Joe Abercrombie hat zu seiner alten Form zurückgefunden. „Blutklingen“ ist definitiv der beste der drei Einzelbände und knüpft qualitativ an die „First Law“ – Trilogie an. Während „Racheklingen“ und „Heldenklingen“ räumlich und inhaltlich begrenzte Geschichten erzählen, werden die Tore zu Abercrombies detailliertem Universum in „Blutklingen“ erneut weit aufgestoßen. Die Handlung setzt etwa 10 Jahre nach den Ereignissen in „Racheklingen“ an und beleuchtet einen Winkel der Welt, den die Leser_innen bisher nicht besuchen durften: die ungastlichen, gesetzlosen Regionen Naheland und Fernland. Seit in Fernland Gold gefunden wurde, setzte ein stetiger Zustrom von Glücksrittern und Verzweifelten ein, die hoffen, sich in der kargen Landschaft mithilfe einiger Nuggets ein neues Leben aufbauen zu können. Demzufolge ist „Blutklingen“ die High Fantasy – Version der Goldräusche in Nordamerika, eine Idee, die mich bereits grundsätzlich begeistert. Ich finde es großartig, dass Abercrombie reale Ereignisse der Geschichte in diesen Kontext überträgt und auf diese Weise spannende neue Perspektiven erkundet. Er arbeitet Naheland und Fernland überzeugend in die prekäre politische Situation zwischen der Union und dem Kaiserreich ein und verdeutlicht das Interesse beider Nationen an diesen Grenzlanden. Die Aura von Veränderung ist auf jeder Seite spürbar und unterstützt die bombastische, greifbare Atmosphäre. Er spielt mit der Frage, was Zivilisation eigentlich ausmacht: definiert sich Zivilisation über materielle Errungenschaften oder eher über das Verhalten der Menschen? Unwissenheit, Missverständnisse und Vorurteile schüren den Konflikt zwischen Siedlern und der indigenen Bevölkerung, führen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in den Ebenen und können den Fortschritt doch nicht aufhalten. Bedauerlicherweise ist das Kielwasser der Zivilisation stets blutig.
    Die Protagonistin Scheu Süd kümmert sich wenig um Fortschritt und Zivilisation, ihr einziges Interesse gilt der Rettung ihrer Geschwister. Mir gefiel Scheu aufgrund ihrer Bodenständigkeit unglaublich gut. Sie ist eine harte junge Frau, deren Herz am rechten Fleck sitzt und die eine ansteckende Energie ausstrahlt. Ihre Vergangenheit desillusionierte sie, ließ sie misstrauisch und zynisch werden, aber sie bewahrte sich sowohl ihre Fähigkeit, zu lieben, als auch ihre Fähigkeit, Glück zu empfinden. Jede_r hat sein/ihr Päckchen zu tragen, eine Weisheit, die ebenso auf den Rechtsgelehrten Tempel und Scheus Stiefvater Lamm zutrifft. Während Tempel sein Wesen komplett umkrempelt, obwohl er viele Jahre für den berüchtigten Söldner Nicomo Cosca (ja, DER Cosca) arbeitete, wird Lamm im Verlauf ihrer Reise von seiner Vergangenheit eingeholt. Drei lebendige, realistische Figuren, die ganz verschiedene Antworten auf die Frage liefern, ob sich ein Mensch wirklich ändern kann. Mich faszinierte die Subtilität, mit der Joe Abercrombie dieses philosophische Thema in seine Geschichte integrierte. Ohne die Handlung zu beherrschen begleitet es die Leser_innen ununterbrochen, wie eine Unterströmung, die nur in entscheidenden Momenten zu Tage tritt. Abercrombie ist eben mehr als ein Chronist brutaler Gewalt und heftiger Kraftausdrücke, er verfügt über eine nachdenkliche, einfühlsame Seite. Dieser Facettenreichtum spiegelt sich in seinen Romanen wider und dafür liebe ich ihn.

    „Blutklingen“ steigerte meine Vorfreude auf die Anthologie „Schattenklingen“ massiv. Es ist ein fantastischer High Fantasy – Roman voller Anspielungen auf die Realität und tiefen, abwechslungsreichen Charakteren. Das Setting erinnert an den Wilden Westen, die Handlung an die großen Goldräusche des 19. Jahrhunderts. Es vereint Härte, Action und Emotionalität auf unnachahmliche Weise. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und bin überzeugt, dass Joe Abercrombie mit seinem „First Law“ – Universum noch längst nicht fertig ist. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass nach der Anthologie weitere Bücher aus dieser Welt folgen werden. Meine Intuition sagt mir, dass dort noch viele Geschichten schlummern, die erzählt werden wollen und ich bin sicher, Joe Abercrombie weiß das. Mr. Abercrombie, ich warte. Bitte strapazieren sie meine Geduld nicht übermäßig.

  18. Cover des Buches Die hochsensible Frau (ISBN: 9783753108841)
    Alina Schwarz

    Die hochsensible Frau

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Wildpflanzenliebe

    Das Buch " Die hochsensible Frau" ist mit viel Wissen, Übungstechniken und Hilfestellungen auf bestückt. Das Buch hilft sich und andere besser zu verstehen und man bekommt Tools an die Hand, die einem helfen mit der Reizüberflutung besser klarzukommen.

    Besonders gut gefällt mir auch, dass es kein fetter Wälzer ist, in dem sich der Inhalt ständig wiederholt um die Seiten zu füllen.



  19. Cover des Buches Und damit fing es an (ISBN: 9783458363156)
    Rose Tremain

    Und damit fing es an

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden
    Gustav hat es schwer, er wächst in der Nachkriegszeit auf, als Halbwaise an der Seite einer offenbar höchst verzweifelten Mutter. Nach und nach enthüllen sich dem Leser die Umstände ihrer unglücklichen Ehe, die - zumindest auch - Opfer politischer Verwicklungen im Zweiten Weltkrieg wurde. Ein interessanter Blick in die jüngere Schweizer Geschichte, zumal man ja allgemein glaubt, die Schweiz hätte im Krieg nicht viel auszustehen gehabt - Hitler hat sie verschont.dass es dennoch jede Menge Konfliktstoff gab, zeigt dieses Buch. Was mich daran störte, war, dass die Autorin meiner Meinung nach ziemlich viel hineinpackt - Erzählsstränge ,die nicht auserzählt sondern nur angerissen wurden. Für mich wäre die Story jeder Generation für sich hier ein eigenes Buch wert gewesen. So ging es oft hin und her und das Ende kam für mich ein bisschen zu überraschend: ein Liebespaar sollen sie also sein, die beiden inzwischen sehr gereiften Herren, die zu Beginn noch Kinder waren? Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, aber so richtig schlüssig schien mir das auch nicht. Ich war nicht ganz überzeugt, von daher „nur“ drei von fünf Sternen.
  20. Cover des Buches Das Labyrinth der Wörter (ISBN: 9783455001945)
    Marie-Sabine Roger

    Das Labyrinth der Wörter

     (615)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Eine ältere belesene Dame und ein gefühlvoller jünger Mann mit nicht so viel Wissen - ein ungleiches Paar.  Dennoch erfahren sie,  was sie verbindet, auf eine niedliche humorvolle Weise. Die alte Dame war mir sehr sympathisch. 

    So kann es im Leben kommen...Zufälle und Begegnungen, von denen man sich inspirieren lässt und nie vergisst.

  21. Cover des Buches Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst (ISBN: 9783518374504)
    Alice Miller

    Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat
    Millers Theorie gibt durchaus wertvolle Denkanstöße, um die Kindesentwicklung besser verstehen zu können - für die damalige Zeit jedenfalls revolutionär und nicht umsonst ein Meilenstein der psychologischen Literatur. 

    Allerdings sticht sie mit einer auffälligen Einseitigkeit heraus, lässt andere Faktoren, die ebensolchen Einfluss auf die Kindesentwicklung haben, außen vor. Ob das so gewollt ist und dem Leser diese Tatsache von vorne rein bewusst zu sein hat, lässt sich schwer sagen. Ihr Fokus liegt einzig und allein auf den Kindeseltern, die nach Millers Ansicht wohl mit nahezu jedem Atemzug Ungerechtigkeiten am Kinde verüben. Mir genügt das nicht und es fehlt mir an der Komplexität angesichts dieses umfangreichen Themas. 

    Für mich eine nette Ergänzung, eine Anregung, allerdings keine ausgereifte umfangreiche Theorie. 

    Zum Schreibstil: Für ein Sachbuch in Ordnung, darin liegt aber nicht mein Hauptaugenmerk. 

  22. Cover des Buches Das Lazaruskind (ISBN: 9783442446780)
    Robert Mawson

    Das Lazaruskind

     (219)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze
    Ben muss den tragischen Autounfall seiner Schwester Frankie mit ansehen. Frankie liegt daraufhin rettungslos im Koma, Ben ist zutiefst traumatisiert. Da kann nur noch eine ganz besondere Spezialistin helfen...

    Zuerst möchte ich das Buch auf seine zwischenmenschliche Komponente loben. Der Autor greift wirklich feinsinnig die Tragik und die Konflikte auf, die nach so einem Unfall auftreten können, wenn ein Kind plötzlich im Koma liegt. Das kann eine Familie zerrütten und das hat der Autor hier wirklich mit aller zwischenmenschlichen Kompetenz und großem Einfühlungsvermögen dargestellt.
    Die Geschichte liest sich gut, ist weder zuviel, noch zu wenig.

    Spannend wird es dann als die Familie Kontakt zu Dr. Chase aufnimmt, die sich dem Zurückholen von Kindern aus dem Koma verschrieben hat, für die es keine Hoffnung mehr gibt. Zugegeben, ihre Methoden sind etwas sonderbar und erst gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man in eine faszinierende alternative Realität entführt, die einen total mitreißt und mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt.
  23. Cover des Buches Asterix der Gallier (ISBN: 9783770430734)
    René Goscinny

    Asterix der Gallier

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Art: Comic
    Seiten: 48
    Reihe: Teil 1/35
    Verlag: Egmont Comic Collection


    Inhalt sollte bekannt sein ;)

    Meine Meinung:

    Ich bin schon seit meiner Kindheit ein riesengroßer Asterix & Obelix Fan. Seien es die Comics, die Zeichetrick- oder Realfilme. Ich liebte die beiden und ihr Dorf einfach nur.

    Der erste Band gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbänden, aber dennoch finde ich, dass er klasse ist. Ein Dauergrinsen konnte ich mir während des Lesens nauf keinen Fall verkneifen, denn wie die Römer da veräppelt werden, ist einfach zu geil.

    Mir gefällt vor allem der Zeichenstil von Uderzo ! Es ist eben älter & das gefällt mir...der ganze Band wirkt nicht wie manch andere Comics der Neuzeit wie glatt geschliffen, sondern ist eben wirklich toll gezeichnet. Gosccinny überzeugt mit den lustigen Texten.

    Die Story ist flott, es gibt viel zum Schmunzeln oder Lachen & sie ist einfach Kult !!

    Bewertung:

    Wie gesagt, nicht mein Liebling der Reihe, aber meinen Spaß hatte ich dennoch.
    Von mir gibt es:

    5 von 5 Sterne



  24. Cover des Buches Hannas Töchter (ISBN: 9783596704743)
    Marianne Fredriksson

    Hannas Töchter

     (375)
    Aktuelle Rezension von: Sassl

    Hanna, Johanna und Anna - drei Frauen, drei Generationen - die Geschichte von Großmutter, Mutter und Tochter über 100 Jahre.

    Der Roman (und die wahnsinnig guten Rezensionen) verspricht sehr viel. Doch leider konnte ich mich bis zuletzt weder für den Stil noch für eine der Frauen erwärmen.

    Obwohl alle drei auf ihre Art eine gewisse Stärke aufweisen, wirken sie ihrer Zeit, ihren Männern und ihren Kindern ausgeliefert. Sie nehmen das Leben als gegeben hin. Der Stil erschwert es sehr, eine Verbindung zu den drei Frauen aufzubauen. Zudem wirkt alles sehr trist und emotionslos - keiner der drei Frauen habe ich irgendwelche Gefühle nachempfinden können. 

    Auch waren die zumeist langen, aneinandergereihten Sätze und die Gespräche (mal in Anführungszeichen, mal nicht) sehr anstrengend zu lesen. Ich war froh, als ich die letzte Seite geschafft hatte.

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