Bücher mit dem Tag "serienkiller"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "serienkiller" gekennzeichnet haben.

485 Bücher

  1. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783949609008)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

    (3.151)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich fand die Umsetzung der Idee gut und auch spannend wiedergegeben. Ich war tatsächlich etwas am rätseln und das hat mir schon sehr gut gefallen.

    Ein Polizei Psychologe, der sich seinen Dämonen stellen muss und auf der Suche nach seiner verschwundenen Frau und Tochter einer schwer zu verkraften Wahrheit nicht entziehen kann. Wirklich stark und clever gemacht und kann ich ebenfalls für netten Lese Abend mit ein bisschen Nervenkitzel empfehlen.

  2. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

    (1.745)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich muss sagen, ich bin wirklich überrascht. Ich gehöre nicht zur Fanbase von Fitzek und habe – einschließlich dieses Werks – nur vier seiner Bücher gelesen. Schon bei Mimik war ich vom Ende sehr überrascht, aber Der Insasse übertrifft alles.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich fünf Sterne vergeben würde, doch mit der Auflösung am Ende hatte ich keine andere Wahl. Man weiß nicht, ob man mit dem Hauptprotagonisten Mitleid haben soll, ob ihm das Geschehene recht geschieht oder ob man sich jeglichen Urteils enthalten sollte.

    Ich kann nur sagen, dass ich mit diesem Ende absolut nicht gerechnet habe. Das Buch verdient das Genre Psychothriller wirklich. Bis zuletzt wird genau das bedient, was schon in der Überschrift versprochen wird: Spannung und Tragik, vereint zu einem Thriller – meiner Meinung nach in absoluter Bestform.

    Zudem habe ich hier sogar etwas Tiefgang gefunden: keinen oberflächlichen Thriller, sondern einen Einblick, der gar nicht so abwegig erscheint – nämlich, was mit einem Menschen passieren kann, der einen Schicksalsschlag nicht verarbeiten kann.

    Vielleicht werde ich mir zwischendurch doch noch das ein oder andere Werk von Fitzek gönnen.

  3. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.845)
    Aktuelle Rezension von: KeksTrommel

    Emmas Leben wird durch eine Vergewaltigung geprägt. Sie verlässt seit dem das Haus nicht mehr. Doch dann soll sie ein Paket annehmen, für einen Nachbarn, den sie nicht kennt.

    Das Cover meines Buches war wie ein Paket mit aufgedruckten Sticker, den man dafür ausfüllt. Das fand ich ebenso passend für das Buch wie den Titel. 

    Emma ist eine Person, die man im Laufe des Buches immer weniger versteht. Sie ist sichtlich verwirrt und man kann nicht unterscheiden, wie viel Wahrheit ist und was nur in ihrem Kopf passiert.

    Das Buch war sehr spannend. Es war flüssig zu lesen. Hier und da war es mir aber zu durcheinander und schwerer zu lesen. Es sind zu viele Dinge auf einmal passiert. Dazu die Verwirrtheit. Das hat es nicht leicht gemacht.

    Dennoch kann ich das Buch weiter empfehlen.

  4. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

    (7.429)
    Aktuelle Rezension von: Antonios

    Wo soll ich anfangen? Allein der Titel macht das Buch voll interessant. Es beginnt mit ein paar coole forensische Fakten über tote Körper. Eine Geschichte baut sich dabei auf. Und am Ende wird man einfach so nicht in Ruhe gelassen, sondern schön und wunderbar mit Plot Twists umgehaut. Was will man da mehr? Fließend leserlich, interessant erzählt, Mördersuche und die Tatsache, dass man aus Maden erkennen kann, wann jemand gestorben ist. Auf jeden Fall einer der besten Krimis des Jahres für mich!

  5. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783945386484)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

    (5.417)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Wieder einmal eine komplett durchdachte Sache von Herrn Fitzek. Die Hintergrundgeschichte des Täters, der Plot und die Protagonisten waren super dargestellt und sinnhaft. Den Täter konnte man aber vorher schon erahnen (wenn man zwischen den Zeilen gelesen hat), was dem Leseerlebnis aber keinen Abbruch getan hat.

    Ich mochte es besonders, dass sich der Autor so mit dem Thema "Blindheit" auseinandergesetzt hat. Es war interessant einen Einblick in die Welt von Alina zu erhalten. Von mir eine klare Leseempfehlung.

  6. Cover des Buches Der Seelenbrecher (ISBN: 9783945386422)
    Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher

    (3.451)
    Aktuelle Rezension von: Sele

    Wie sehr habe ich den Seelenbrecher geliebt! 🖤 Für mich ist es bis heute eines meiner absoluten Lieblingsbücher von Sebastian Fitzek. Ich wünschte wirklich, ich könnte es vergessen und noch einmal ganz von vorne lesen, um all die Wendungen erneut zu erleben. 😍

    Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die überraschende Wendungen lieben und beim Lesen gerne selbst miträtseln. Immer wenn man denkt, man weiß, wer der Täter ist, kommt alles ganz anders. Nichts ist so, wie es scheint, und genau das macht dieses Buch für mich so unglaublich spannend. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Geschichte gefesselt und immer wieder überrascht. Für mich definitiv ein Fitzek, den man gelesen haben muss! ❤️

  7. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

    (1.242)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Wer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war. 

    Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.

  8. Cover des Buches Playlist (ISBN: 9783426519479)
    Sebastian Fitzek

    Playlist

    (828)
    Aktuelle Rezension von: Sele

    Als großer Fan von Sebastian Fitzek sind genau solche Ideen der Grund, warum ich seine Bücher so gerne lese. Das Konzept mit der wirklich existierenden Playlist zum Buch fand ich unglaublich kreativ. Dadurch war es für mich nicht einfach nur ein Buch, sondern ein richtiges Erlebnis. Die Musik hat die Geschichte noch einmal auf eine ganz besondere Art lebendig gemacht. 🎧📖

  9. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

    (1.271)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext / Zusammenfassung:

    Ein rätselhafter Fund stellt Carl Mørck und sein Team vom Sonderdezernat Q vor eine erschütternde Aufgabe: In einer alten, verstaubten Flaschenpost, die vor über 15 Jahren angeschwemmt wurde, entdecken sie eine mit Blut geschriebene, kaum noch lesbare Botschaft – ein stummer Hilferuf zweier Jungen, die offenbar entführt wurden. Doch das mutmaßliche Verbrechen scheint nie angezeigt worden zu sein. Warum hat niemand diese Kinder vermisst?

    Die Ermittlungen führen das Team in ein Milieu aus religiösem Fanatismus, abgeschotteten Gemeinschaften und einem Netz aus Angst und Schweigen. Mit zunehmender Intensität verfolgt das Sonderdezernat Spuren, durchleuchtet Familienstrukturen, ideologische Abgründe und sektenähnliche Organisationen – bis es zu einem dramatischen und beklemmenden Höhepunkt kommt.

    Meinung:

    Für mich ist Erlösung bisher der spannendste Band der Reihe. Jussi Adler-Olsen gelingt mit dem dritten Fall für das Sonderdezernat Q ein düsterer, atmosphärisch dichter Thriller, der sich tief in psychologische Abgründe und das Thema manipulativer Machtstrukturen vorwagt. Die Geschichte bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld aus persönlichem Trauma und religiösen Dogmen.

    Die Handlung wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Die Ermittlungen in der Gegenwart werden ergänzt durch Einblicke in das Leben des Täters sowie Rückblenden in dessen Vergangenheit. Diese Erzählstruktur ist anspruchsvoll und erfordert Konzentration – verleiht dem Roman jedoch Tiefe und einen vielschichtigen Spannungsbogen.

    Adler-Olsen setzt nicht auf schnelle Action, sondern auf eine stetig wachsende Spannung, die sich manchmal zwar nur schleichend, aber unaufhaltsam verdichtet. Kleine Hinweise, scheinbar nebensächliche Details und psychologisch präzise gesetzte Szenen entfalten nach und nach ein erschütterndes Gesamtbild. Zwar ist der Aufbau stellenweise recht langsam – besonders dann, wenn sich die Ermittlungen festfahren –, doch gerade das wirkt authentisch und realitätsnah. Man braucht zu Beginn etwas Geduld, wird aber später mit einer dichten und intensiv erzählten Geschichte belohnt.

    Die Figuren sind – wie in den vorigen Bänden – vielschichtig und glaubwürdig. Carl Mørck bleibt ein ambivalenter Protagonist mit Ecken, Kanten und einem trockenen Humor, der ihn sympathisch macht, ohne ihn zu idealisieren. Assad ist nicht nur für sprachliche und kulturelle Reibungspunkte zuständig, sondern auch ein cleverer, aufmerksamer Beobachter, dessen Rolle im Team zunehmend an Bedeutung gewinnt. Doch seine Herkunft wirft immer mehr Fragen auf – wer ist er wirklich? Rose bringt mit ihrer kratzbürstigen, aber eigenständigen Art frischen Wind ins Team und offenbart neue Facetten ihrer Persönlichkeit.

    Besonders eindrucksvoll gelingt Adler-Olsen die Darstellung des Täters. Er wirkt über weite Strecken beinahe übermächtig – hochintelligent, manipulativ, mit einem perfekt ausgearbeiteten Plan und erschreckender psychologischer Kontrolle. Trotz (oder gerade wegen) dieser Überhöhung bleibt seine Figur fesselnd, weil ihre Beweggründe glaubwürdig aus einer gewalttätigen Kindheit und einem ideologisch geprägten Umfeld erwachsen.

    Der Schreibstil ist klar und hochgradig atmosphärisch. Adler-Olsen versteht es, Spannung aufzubauen, ohne in übertriebene Effekthascherei zu verfallen. Die Schauplätze sind greifbar, die Stimmung ist durchgehend beklemmend – und genau das verleiht dem Roman seine Wirkung.

    Fazit:

    Erlösung ist ein vielschichtiger, psychologisch intensiver Thriller, der durch seine durchdachte Konstruktion, seine beklemmende Atmosphäre und seine klug gezeichneten Figuren überzeugt. Jussi Adler-Olsen erzählt eine verstörende Geschichte über Schuld, Verdrängung und zerstörerische Machtverhältnisse – leise, aber nachhaltig. Wer Krimis mit Substanz, Tiefe und emotionaler Wucht schätzt, findet hier einen der stärksten Bände der Reihe.

  10. Cover des Buches Die Stille vor dem Tod (ISBN: 9783404175895)
    Cody McFadyen

    Die Stille vor dem Tod

    (641)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Die meiste Zeit versucht der Autor in plastischen Beschreibungen von Gräueltaten zu eskalieren, was das Geschriebene meistens an einen Punkt bringt, bei dem man das Gefühl hat, er hätte sich verlaufen und suchte zwanghaft einen Weg zurück zur Story. Das Buch selbst ist in Präsens geschrieben und trieft vor Rückblenden und „Erinnerungen“ und „Albträumen“, die in seitenlange Ergüsse über noch mehr Folter und Mord enden. Allesamt wenig kreativ ausgeführt. Bedeutungsschwangere, aber im Endeffekt eher nur bedeutungslose Dialoge dominieren den Mittelteil. Die eigentliche Arbeit der Kriminalermittler beginnt erst gegen Ende. Leider hat den Autor da die Phantasie schon verlassen. In einem langen Aufrollen und gekünstelten Herstellen von Verbindungen von „normalen“ Verbrecher der letzten Dekaden (ein paar davon scheinen real gewesen zu sein) ist’s dann eine Randnotiz, die den Hinweis gibt. Also wieder 60 Seiten umsonst gelesen. Die Vergangenheiten und Lebensläufe der Teammitglieder wirken eher lieblos. Sie werden in diesem Band zum fünften Mal erklärt und scheinbar hat auch der Autor keine Lust mehr darauf. Die Interaktion, die er ihnen angedeihen lässt, hat nichts Amikales an sich, wie es unter Kollegen üblich ist, die sich lange kennen. Eher gleiten „seriöse“ Besprechungen in gelegentlichen Infantilismus ab. Selbstredend, dass alle Leute in diesem Buch – egal ob Ermittler oder Verbrecher – die klügsten sind, mit dem besten Gedächtnis, dem schärfsten und wachsten Verstand, die jeden wichtigen Menschen kennen, … und so weiter und so fort. Die Übersetzung ist OK, schätze ich. Was mir sauer Aufstößt sind diese unnötigen Anglizismen, die in der deutschsprachigen und von den USA geprägten Popkultur als „cool“ gelten sollen, aber alle eine vernünftige Entsprechung in der Zielsprache hätten. Und warum reden Eltern immer von sich als Mommy oder Daddy und das auch noch in der dritten Person? Zwischen den ersten vier Bänden und dem fünften lag für mich als Leser eine lange Zeit. Zu lange scheinbar. Die ehemalige Faszination für das Aufklären von Serienmorden konnte das Buch nicht halten. Im Gegenteil: Hätte ich die alten als so schlecht geschrieben in Erinnerung gehabt, hätte ich Band fünf nicht gekauft.

  11. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

    (1.647)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    3. Rezension

    Eine Hochzeit. Ein festlicher Moment. Und dann ein SMS-Signal, das alles verändert. „Ich habe ein Geschenk für dich, Special Agent Barrett.“ Ein Lieferwagen hält vor der Kirche. Die Tür öffnet sich. Und eine Frau taumelt heraus, für die der Tod eine Erlösung wäre, so grausam wurde sie zerstört. Cody McFadyen liefert mit „Ausgelöscht“, Band 4 der Smoky-Barrett-Reihe, einen seiner intensivsten Fälle.

    Wichtig vorab: Die Reihe muss von Band 1 an gelesen werden. Smokys Trauma-Geschichte baut auf den Vorgängern auf. In „Ausgelöscht“ ermittelt sie in einem Fall, der über jede Vorstellung hinausgeht. Der Täter tötet seine Opfer nicht. Er hat verstanden, dass es für Menschen Schlimmeres gibt als den Tod. Er führt Lobotomien durch, mit chirurgischer Präzision, und macht Frauen zu leblosen Hüllen. Eines seiner Opfer war sieben Jahre in seinem Besitz. Weitere Opfer werden folgen, und Smoky steht ganz oben auf seiner Liste.

    Der schockierende Auftakt ist einer der stärksten der modernen Thriller-Literatur. McFadyen nutzt die Ironie der Szenerie meisterhaft. Eine Hochzeit als Ritual des Neuanfangs und Glücks, und in diesen Moment platzt das Grauen nicht als abstrakte Bedrohung, sondern als körperliches, unaushaltbares Bild. Wir sehen die verstummte Stille in der Kirche vor uns, spüren die Verzweiflung der Gäste und verstehen: Für Smoky Barrett ist auch dieses Leben nicht sicher. Der Täter kann sie überall erreichen.

    Das „Schlimmer als der Tod“-Konzept bohrt sich tief in die Psyche. Die Lobotomie war historisch eine echte medizinische Praxis, die Menschen zu Schatten ihrer selbst machte. Diese Realität macht das fiktionale Verbrechen umso beklemmender. McFadyen stellt fundamentale Fragen: Was macht uns aus? Was ist die Grundlage unserer Person? Können wir überleben, wenn unser Bewusstsein zerstört ist? Diese existenziellen Dimensionen heben das Buch weit über einen bloßen brutalen Thriller hinaus.

    Smoky Barrett ist eine der bemerkenswertesten weiblichen Ermittlerinnen im modernen Serienkiller-Thriller. Keine perfekte, unversehrte Ermittlerin, sondern eine schwer traumatisierte, sichtbar verletzte, aber unbeugsam entschlossene Frau. Sie ist gebrochen und stark zugleich, verletzt und entschlossen, traumatisiert und funktional. Diese Ambivalenz macht sie glaubwürdig. Die Präsens-Ich-Perspektive verstärkt die Intensität enorm. Wir sind in ihrem Kopf, spüren jede Trauma-Reaktion, jeden Flashback, jeden Moment professionellen Fokus. McFadyens Sprache ist dabei bemerkenswert präzise, mit poetischen Momenten inmitten des Grauens. Er ist kein rein reißerischer Genre-Autor, sondern schreibt mit echter literarischer Sensibilität.

    Warum trotzdem nur vier statt fünf Sterne? Der Mittelteil hat Längen. Nach dem furiosen Auftakt hat McFadyen Mühe, die Spannung durchgehend zu halten, einige Ermittlungspassagen wirken redundant. Der finale Twist ist gut, aber nicht überragend, wer viele Thriller liest, wird einiges ahnen. Der Täter selbst ist psychologisch weniger komplex gezeichnet als andere McFadyen-Antagonisten, er wirkt mehr böse als tiefgründig. Auch Smokys Trauma-Ebene wird weniger intensiv aufgegriffen als in den Vorgängern, und Adoptivtochter Bonnie hat weniger Präsenz. Innerhalb der Reihe ist Band 4 nicht der stärkste, „Die Blutlinie“ und „Der Todeskünstler“ übertreffen ihn.

    Ganz wichtig ist die dringende Warnung. „Ausgelöscht“ gehört zu den brutalsten Büchern der Reihe. Verstümmelung, sadistische Gewalt, systematische Zerstörung menschlicher Identität. Wer bei extremen Themen schnell an Grenzen kommt, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Selbstfürsorge ist wichtiger als Genre-Prestige. Bei Belastung: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, anonym und rund um die Uhr erreichbar.

    Ein kurzer Nachruf-Gedanke sei erlaubt: Cody McFadyen ist 2023 mit nur 55 Jahren verstorben. Die fünf Smoky-Barrett-Bände sind sein literarisches Vermächtnis. Auch die Franziska-Pigulla-Hörbücher, die zu deutschen Kult-Interpretationen wurden, sind unbedingt eine Empfehlung.

  12. Cover des Buches Verwesung (ISBN: 9783499269134)
    Simon Beckett

    Verwesung

    (1.945)
    Aktuelle Rezension von: Ela0806

    Ich lieb es.... 

    Hier war es mal was anders, David Hunter, war mehr mit involviert als seine Arbeit richtig zu machen. Aber mich persönlich stört das nicht. Finde, das es die Reihe was aufregender macht, als immer die selbe leihe.

    Auch in diesem Band ist man total gefesselt und muss bis zum Ende Rätseln, was hier eigentlich passiert.



  13. Cover des Buches Ich bin die Angst (ISBN: 9783404170784)
    Ethan Cross

    Ich bin die Angst

    (601)
    Aktuelle Rezension von: Juliaspathway

    Ein «Anarchist», Ein «Prophet» & der berüchtigtste Serienkiller der Gegenwart. Eine Geschichte voller Grössenwahnsinn, psychischen Abgründen und Kindheitstraumata. Auch in diesem Fall wird von Marcus Williams und seinem Team der Shepherd Organization alles abverlangt. 


    🔸️🔸️🔸️


    Ehrlicherweise weiss ich höchstwahrscheinlich nur noch etwa 5% vom Band 1 und vielleicht hatte ich deshalb meine liebe Mühe, in die Geschichte zu finden. Obwohl viel erklärt, beschrieben und ausgeführt wird – über Städte, die ich so oder so nicht kenne, über technische Gegebenheiten, die ich auch nach der Erklärung nicht verstehen werde – zieht die Story im letzten Drittel an, die Schwere verfliegt & wird durch Spannung ersetzt. Die Entwicklung der Geschichte und der Protagonisten fesselten mich dann doch so sehr, dass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte. 

     

    Der Protagonist Marcus Williams ist eine gebrochene Seele mit einem ausgeprägten Messias-Komplex. Eine Tatsache, die mich dann doch zwischendurch geärgert hat. 😬


    In der gesamten Geschichte nimmt Francis nur eine Nebenrolle ein, nur um zum Schluss einen bombastischen Auftritt hinzulegen, welcher seinesgleichen sucht. Die Vorfreude auf den Band 3 «Ich bin der Schmerz» ist danach auf jedenfall gross. 😎

  14. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783442498215)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

    (1.009)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Dies ist der Auftakt der Todesreihe von Andreas Gruber. Ich habe tatsächlich alle acht Bände geschenkt bekommen und sie lange Zeit vor mir hergeschoben, aber nun den ersten Schritt gewagt – und ich muss sagen, ich bin zufrieden. Mir liegen diese Art von Thrillern etwas mehr, denn sie erzählen eine deutlich tiefgründigere Geschichte.


    Es geht nicht einfach nur um einen Serienmörder, der wahllos Menschen abschlachtet, sondern letztendlich um einen Menschen, der schwer misshandelt wurde und bei dem weggeschaut wurde. Einem Menschen, dem hätte geholfen werden können, dem aber nicht geholfen wurde. Man kann sich nur schwer in die Gefühle anderer Menschen hineinversetzen. Mord scheint niemals eine Lösung zu sein, aber solange man nicht selbst Opfer ist, weiß man nie, wie sehr einen eine Straftat – vor allem im Kindesalter – belasten kann.


    Ich sehe den Täter hier nicht als einen wahllos mordenden, kranken Psychopathen, der eine Gefahr für seine Umwelt darstellt, sondern vielmehr als ein Opfer, für das seine Umwelt die eigentliche Gefahr war und das letztendlich versucht, diese Welt auf seine Weise davon zu „bereinigen“. Vielleicht ist das eine kontroverse Meinung, dennoch denke ich, dass es unglaublich wichtig ist, genauer hinzusehen, bevor man den Täter einfach verteufelt.


    Ich bin gespannt darauf, wie sich die Charaktere Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder in den nächsten sieben Bänden entwickeln werden. Ihre Charaktere stellt Andreas Gruber unglaublich gut dar. Ich werde die Bücher der Reihe zwar nicht direkt hintereinander lesen, aber der Auftakt ist gemacht, und ich bin jetzt schon fast überzeugt davon, dass mir die anderen Teile ebenfalls gefallen werden – vorausgesetzt, sie sind mit derselben Qualität geschrieben wie der erste Band.


    Man sollte Autoren eigentlich nicht miteinander vergleichen, da jeder individuell ist. Trotzdem muss ich sagen, dass Andreas Gruber für mich eher in die Richtung von Andreas Winkelmann geht als in die von Sebastian Fitzek. Für Thrillerfans auf jeden Fall eine absolute Empfehlung.

  15. Cover des Buches Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1) (ISBN: 9783548068374)
    Chris Carter

    Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1)

    (1.571)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    Der Kruzifix-Killer“ ist der Auftakt der Hunter-und-Garcia-Reihe und hat mich direkt von der ersten Seite an gepackt. Im Mittelpunkt steht der Profiler Robert Hunter, der gemeinsam mit seinem neuen Partner Carlos Garcia einen grausamen Serienmörder jagt. Der Killer hinterlässt ein Kreuz als Markenzeichen und scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein.

    Der Thriller ist packend ab der ersten Seite und durchgehend spannend. Die Handlung wird stetig vorangetrieben und entwickelt ein richtig rasantes Tempo. Durch Wendungen, diverse Mini-Cliffhanger an den Kapitelenden und die kurzen, spannenden Abschnitte wollte ich ständig wissen, wie es weitergeht. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Die Auflösung am Schluss kam für mich komplett unerwartet. So liebe ich es!

    Sehr gut gefallen hat mir auch der flüssige und sehr bildhafte Schreibstil. Ich konnte mir die Schauplätze, die Ermittlungen und vor allem die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen. Gleichzeitig lernt man Robert Hunter und Carlos Garcia im Laufe der Geschichte immer besser kennen. Auch Hunters Vergangenheit und seine Persönlichkeit geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

    Was man allerdings mögen muss, sind die sehr detaillierten Beschreibungen der Morde. Carter hält sich dabei definitiv nicht zurück und beschreibt das Grauen äußerst anschaulich und teilweise wirklich brutal. Für mich hat das die beklemmende Atmosphäre des Thrillers noch verstärkt, allerdings ist das wahrscheinlich nicht für Thriller-Neulinge oder Leser mit schwachen Nerven geeignet.

    „Der Kruzifix-Killer“ war mein erstes Buch von Chris Carter – und definitiv nicht mein letztes. Der Auftakt hat mich so überzeugt, dass ich die Hunter-und-Garcia-Reihe auf jeden Fall weiterlesen werde.


    Mein Fazit: Ein rasanter, düsterer und äußerst brutaler Thriller, der mich von Anfang bis Ende fesseln konnte. Für Fans von nervenaufreibenden Thrillern, die mit sehr bildlicher/grausamer Darstellung klarkommen, gibt es von mir eine glasklare Empfehlung!

  16. Cover des Buches Dornenmädchen (ISBN: 9783426516904)
    Karen Rose

    Dornenmädchen

    (299)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    Nachdem die „Tränen“ Trilogie ein Highlight für mich war, war ich optimistisch gestimmt, um mich an die „Dornen“ Reihe zu wagen, die mich bisher aufgrund der extrem dicken Wälzer abgeschreckt hatte.
    „Dornenmädchen“ ist mit 880 in Minischrift bedruckten Seiten definitiv das dickste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Die Stimmen zu diesem Thriller sind überwiegend positiv und ich bin überrascht sagen zu müssen, dass ich „Dornenmädchen“ nur mittelmäßig fand. Es hat viele Seiten und liest sich leider genauso. Sehr langatmig und ausschweifend. Kurios ist auch, dass bis Seite 400 zum Beispiel erst ein Tag in der Zeitrechnung der Handlung vergangen ist.

    Im Zentrum steht Therapeutin Faye, die von einem Stalker aufs Übelste verfolgt wird. Als sie unter neuem Namen einen Neustart wagt, wartet das Grauen bereit auf sie. Zunächst läuft ihr eine verletzte Frau vors Auto und dann werden Leichen in ihrem Haus gefunden.

    Der Fall um die entführten Frauen ist spannend und schockierend brutal. Es gelang der Autorin sehr erfolgreich, die Identität des Täters undurchsichtig zu halten. Ich war mir lange nicht sicher, wer es ist. Nachdem die Identität dann allerdings endgültig gelüftet ist, ging das Buch für meinen Geschmack noch zu lange weiter.

    Bedauerlicherweise war es immer wieder so, dass jedes Mal, wenn ich das Gefühl hatte, die Handlung zieht an, das nächste langatmige Kapitel dazwischen kam.
    Die Liebesgeschichte konnte mich diesmal auch überhaupt nicht überzeugen. Ich fand das Geschmachte zwischen Faye und Gideon eher zum Fremdschämen schwülstig und die Emotionen sind bei mir null angekommen.
    Für mich war „Dornenmädchen“ eher eine Quälerei als ein Genuss und ich war froh, als ich endlich bei der letzten Seite angekommen war.


  17. Cover des Buches Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10) (ISBN: 9783548291918)
    Chris Carter

    Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10)

    (396)
    Aktuelle Rezension von: SBA

    „Jagd auf die Bestie“ knüpft nahtlos an die vorherigen Bände der Reihe an und liefert erneut genau das, was man von Chris Carter erwartet: kompromisslose Spannung, brutale Details und einen konstant hohen Erzählrhythmus. Auch dieser. Carter versteht es wie kaum ein anderer, eine düstere Atmosphäre aufzubauen und seine Figuren in extreme Situationen zu treiben.

    Allerdings merkt man nach mittlerweile zehn Bänden deutlich, dass sich sein Schreibstil und der grundsätzliche Aufbau der Geschichten kaum verändert haben. Für Leserinnen und Leser, die die gesamte Reihe kennen, wirkt die Handlung daher stellenweise vorhersehbar. Die vertrauten Muster – rasantes Tempo, grausame Täterprofile, Cliffhanger – funktionieren zwar weiterhin, überraschen aber weniger als früher.

    Trotz dieser leichten Abnutzung bleibt die Reihe für mich fesselnd. Carter liefert solide Thrillerkost, die zuverlässig unterhält und immer wieder für Gänsehaut sorgt. Auch wenn ich zwischendurch etwas Abwechslung in Form anderer, gerne auch etwas „schräger“ Thriller brauche, werde ich die kommenden Bände definitiv weiterlesen. Die Mischung aus Tempo, Härte und psychologischer Tiefe macht einfach süchtig.

  18. Cover des Buches Das Skript (ISBN: 9783596191031)
    Arno Strobel

    Das Skript

    (548)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Insgesamt ein spannender, leicht unappetitlicher Krimi, dessen Hauptmanko das übliche Klischee, das der direkte Vorgesetzte der Ermittler*innen, ein Arschloch ist, ist.
    Die Geschichte ist bis zum Schluss spannend und hat einige interessante Überraschungen parat. Das das Ermittler*innen Team am Anfang seine Probleme miteinander hat, ist sehr glaubwürdig und es las sich gut wie sich das ändert.

  19. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783442498222)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

    (671)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Das ist das zweite Buch aus der Reihe um Marten S. Sneijder und Sabine Nemez, und ich muss sagen: Ich bin positiv überrascht.


    Am Anfang hatte ich tatsächlich leichte Schwierigkeiten, weil ich die Zusammensetzung der Geschichte nicht ganz verstanden habe. Der Einstieg beginnt mit der Entführung, und man begleitet Martin und Sabine die ganze Zeit durch eine Nebenhandlung – oder man denkt zumindest, es wäre eine. Andreas Gruber schafft es aber auf wirklich clevere Weise, die Stränge miteinander zu verbinden. Das Ergebnis ist ein großartiger Plot-Twist.


    Hut ab dafür. 


    Anfangs fand ich das Buch etwas langatmig, und auch später gibt es Passagen, die sich so anfühlen. Gruber hat für mich keinen reißerischen, spannungsgeladenen Schreibstil, sondern eher einen ruhigen, ergebnisorientierten. Aber das Dranbleiben wurde belohnt. Der Einfallsreichtum ist wirklich beeindruckend – mal abgesehen von der erschreckenden Anzahl der Opfer.


    Allerdings muss man berücksichtigen, dass es sich um einen Serienmörder handelt, der kein Serienmörder im herkömmlichen Sinne ist. Er ist ein Meister der Manipulation, der andere als Täter nutzt, um seine perfiden Gedanken auszuleben. Dabei sieht er sich selbst als eine Art Vollstrecker der Gerechtigkeit. Ohne Schuldeingeständnis natürlich – aber so ist es meistens, besser gesagt immer, bei Psychopathen. Sie leben in ihrer eigenen Welt, und dieses Buch bringt das sehr gut zur Geltung.


    Ich werde langsam warm mit Andreas Gruber und habe noch sechs Bände aus der Reihe vor mir. Wenn sie genauso clevere Elemente enthalten wie Todesurteil oder eine tiefere Botschaft wie Todesfrist, bin ich wahrscheinlich dankbarer dafür, die Reihe geschenkt bekommen zu haben, als ich anfangs dachte.


    Wie in den meisten meiner Rezensionen vermeide ich bewusst Spoiler dazu, wer der Täter war.


    Für mich ist es ein Vier-Sterne-Buch. Da Thriller eigentlich nicht mein Genre sind – zumindest nicht diese Art von Thriller – würde ein Fan der Reihe es wahrscheinlich mit fünf Sternen bewerten. Eine klare Empfehlung.

  20. Cover des Buches Der siebte Tod (ISBN: 9783894804091)
    Paul Cleave

    Der siebte Tod

    (642)
    Aktuelle Rezension von: Xenia_F

    Das Buch entführt in die Welt des vermeintlich behinderten Joes. Einer Reinigungskraft bei der Polizei. Doch was niemand ahnt, ist das Joe ein Doppelleben führt. Er ist ein gesuchter Mörder, der sein Unwesen treibt.

    Man begleitet Joe und seine diversen verkorksten Beziehungen - egal ob zu seiner Mutter, seinen Fischen, seiner Peinigerin oder der armen Sally. Eine Arbeitskollegin die Joe für geistig beeinträchtigt hält. Doch wie er sich hier nur täuschen kann. Manchmal kommt eben doch alles anders als gedacht. Joe erfüllt eben doch alle Kriterien eines Serienkillers.

     Das Buch liest sich gut und ist spannend. Es gruselt darüber nachzudenken wer sich vielleicht noch so alles für jemanden ausgibt, der er oder sie gar nicht ist. Eine Empfehlung für jeden Krimi-Fan. 

  21. Cover des Buches Die Chirurgin (ISBN: 9783734105869)
    Tess Gerritsen

    Die Chirurgin

    (2.026)
    Aktuelle Rezension von: Marigold

    Mit „Die Chirurgin“ hat Tess Gerritsen mich von der ersten Seite an gepackt. Die Geschichte ist spannend, düster und stellenweise nichts für schwache Nerven. Die Morde werden detailliert beschrieben, was die Atmosphäre sehr intensiv macht, ohne dabei die eigentliche Handlung zu überlagern.


    Besonders gut gefallen hat mir die Ermittlungsarbeit. Die Suche nach dem Täter war durchgehend interessant und hat dafür gesorgt, dass ich ständig mitgerätselt habe. Auch die medizinischen Hintergründe wirken authentisch und verleihen der Geschichte zusätzliche Glaubwürdigkeit.


    Für mich war dieses Buch ein rundum gelungener Thriller mit hohem Spannungsfaktor. Nach der letzten Seite stand direkt fest, dass ich die Reihe unbedingt weiterlesen möchte. Wer spannende und eher düstere Thriller mag, sollte diesem Buch eine Chance geben.


  22. Cover des Buches Schneemann (Ein Harry-Hole-Krimi 7) (ISBN: 9783548061900)
    Jo Nesbø

    Schneemann (Ein Harry-Hole-Krimi 7)

    (914)
    Aktuelle Rezension von: ChrisGrimm

    Das Beste am Schneemann ist nicht der Schneemann. Es ist Harry Hole um drei Uhr morgens, eine Flasche Jim Beam tief, der auf sein Telefon starrt und weiß, dass er rangehen muss. Nesbø versteht etwas, das viele Nordic-Noir-Autoren nur behaupten: Der Ermittler ist nicht der Held der Geschichte. Er ist ihr Kollateralschaden. Oslo im Winter tut den Rest. Die Stadt fühlt sich an wie ein Organismus, der langsam einfriert. Wo das Buch schwächelt: der Täter-Reveal, der einen Konstruktionsaufwand braucht, den die Atmosphäre vorher gar nicht nötig hatte. Nesbø traut seiner eigenen Stärke nicht. Die liegt in den stillen Momenten, nicht in den Wendungen. Trotzdem: Wer Hole einmal kennengelernt hat, kommt nicht mehr los. Das ist vielleicht das Unheimlichste an dem Buch.

  23. Cover des Buches Der Knochenbrecher (ISBN: 9783949609039)
    Chris Carter

    Der Knochenbrecher

    (921)
    Aktuelle Rezension von: Storysammlerin

    In ,,Der Knochenbrecher" von Chris Carter bekommt es Detective Robert Hunter erneut mit einem extrem brutalen Serienkiller zu tun, der seine Opfer auf grausame Weise foltert und tötet. Gemeinsam mit Carlos Garcia versucht er, dem Täter auf die Spur zu kommen, bevor weitere Menschen sterben.

    Auch dieser dritte Band konnte mich wieder komplett überzeugen. Die Geschichte startet direkt spannend und hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Der Schreibstil ist, wie gewohnt, sehr flüssig und packend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Besonders gut gefällt mir, dass die Ermittlungen immer komplexer werden und man als Leser selbst ständig miträtselt. Robert Hunter und Carlos Garcia funktionieren als Team einfach sehr gut und wirken inzwischen noch eingespielter als in den vorherigen Teilen.

    Das Buch ist wieder sehr düster und brutal, aber genau das macht die Reihe für mich so besonders und intensiv.

    Ich liebe die Reihe von Chris Carter einfach und freue mich schon auf den nächsten Band.

  24. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442498239)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

    (604)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich muss sagen: Nachdem ich nun den dritten Teil der Todes-Reihe gelesen habe, erkenne ich langsam ein Muster bei Andreas Gruber. Ich weiß natürlich nicht, wie es sich in den anderen fünf Bänden verhält, aber hier bin ich der Sache relativ schnell auf die Schliche gekommen.


    Natürlich tauchen wir wieder tief in die Psychologie des Menschen ein. Wie schon im vorherigen Werk ist der eigentliche Kopf hinter den Morden nicht derjenige, der sich selbst die Hände schmutzig macht, sondern jemand, der seine Lakaien und Anhänger für sich arbeiten lässt. Andreas Gruber zeigt dabei unglaublich gut, wie leicht Menschen zum Bösen verführt werden können. Das Erschreckende an solchen Ideen ist für mich immer, wie nah sie an der Realität sind.


    Was die Geschichte selbst angeht, ist sie durchaus originell aufgebaut. Die Morde werden so inszeniert, dass sie auf der Vergangenheit von Maarten S. Sneijder aufbauen, der in diesem Buch gewissermaßen den Stoff für die Verbrechen liefert. Er und der eigentliche Täter haben eine gemeinsame Vorgeschichte, die den Fall maßgeblich prägt.


    Auch hier lesen wir wieder zwei parallele Handlungsstränge, die am Ende zu einem Ganzen verschmelzen. Dieses Muster konnte ich bereits in Todesurteil erkennen, weshalb ich gespannt bin, ob es sich auch in den übrigen Büchern der Reihe fortsetzt. Gerade aufgrund dieser Erzählstruktur bin ich dem Kern der Geschichte allerdings recht früh auf die Spur gekommen.


    Man muss allerdings sagen, dass es bei Andreas Gruber – zumindest meinem Empfinden nach – nicht immer diese klassische Auflösung gibt, bei der am Ende der Mörder gefasst wird und alles wieder in Ordnung ist. Stattdessen beschäftigt er sich mit deutlich tiefergehenden Aspekten, und genau das schätze ich an ihm als Thrillerautor. Hier geht es nicht einfach nur darum, dass jemand Menschen ermordet und anschließend verhaftet wird. Vielmehr geht es um die menschlichen Abgründe, um die Frage, was Menschen antreibt, welche Einflüsse sie prägen und wie ihr Umfeld sie beeinflusst.


    Auch die Figur Hannah spielt dabei eine interessante Rolle. Obwohl mich Gruber in Bezug auf sie zeitweise etwas auf Glatteis geführt hat, erscheint vieles im Nachhinein doch recht offensichtlich.


    Das ist allerdings wirklich nur als konstruktive Kritik gemeint – nicht, dass mir jetzt noch eingefleischte Andreas-Gruber-Fans aufs Dach steigen.


    Alles in allem ist Todesmärchen für mich ein gelungenes Buch. Immer wieder hört man, wie wichtig es sei, die Reihe in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, da spätere Bände Ereignisse aus den vorherigen aufgreifen und man sich sonst ungewollt spoilern könnte.


    Das fand ich besonders amüsant, weil ich mir tatsächlich das letzte Buch der Reihe bereits selbst gekauft hatte. Als ich davon einem Kollegen erzählte, hat er mich regelrecht ermahnt, die Reihe von Anfang an zu lesen – und tatsächlich so tief in die Tasche gegriffen, dass er mir die sieben vorherigen Bände geschenkt hat. An dieser Stelle also noch einmal vielen Dank, auch wenn er auf dieser Plattform leider nicht vertreten ist.


    Daher empfehle ich das Buch durchaus weiter. Allerdings sollte man meiner Meinung nach den vollen Lesegenuss mitnehmen und wirklich beim ersten Band beginnen.


    Von mir gibt es vier Sterne. Für Fans dieses Genres entspricht das vermutlich eher einer Bewertung von fünf Sternen, da Thriller normalerweise nicht zu meinen bevorzugten Genres gehören.

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