Bücher mit dem Tag "serienmörder"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "serienmörder" gekennzeichnet haben.

916 Bücher

  1. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257073201)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

    (10.272)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Zuallererst, Patrick Süßkind hat es geschafft Jean-Baptiste Grenouille als das größte Ekel der Menschheit darzustellen. Ein wirklich unangenehmer Charakter, in dessen Kopf man nicht stecken möchte. 

    Leider hat sich die Geschichte etwas in den ausschweifenden Details verloren. Auch die Aufzählung sämtlicher Straßennamen aus Paris, haben mich am Anfang sehr gestört. Im Großen und Ganzen gehört "das Parfüm" für mich zu einem der Klassiker, den man nicht unbedingt gelesen haben muss. Ich gehe sogar soweit zu sagen, der Film hat mir das erste Mal besser gefallen, als das Buch.  

  2. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

    (1.736)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    Till Berkhoff ist Zahnarzt, Ehemann, Vater. Sein sechsjähriger Sohn Max kommt eines Tages nicht aus der Schule nach Hause. Verschwunden, spurlos, kein Zeugenaufruf, keine Leiche. Wochen und Monate vergehen, und Till und seine Frau Ricarda zerbrechen jeder auf seine eigene Weise an der Ungewissheit. Dann taucht ein Name auf: Guido Tramnitz, verurteilt wegen des Mordes an zwei anderen Kindern und in die forensische Psychiatrie „Steinklinik“ eingewiesen. Die Ermittler:innen halten ihn auch für Max' Entführer. Aber Tramnitz schweigt. Und Till entwickelt einen Plan, der so wahnsinnig ist, dass ihn eigentlich niemand ernst nehmen dürfte. Er lässt sich selbst in die Steinklinik einweisen. Undercover. Als Insasse. Um Tramnitz das Geständnis abzuringen, das die Polizei nicht bekommen hat.


    Was Fitzek aus dieser Ausgangslage macht, ist einer seiner düstersten und emotional wuchtigsten Romane. Die Grundidee ist psychologisch echt. Fitzek konstruiert kein reines Genre-Gimmick, sondern arbeitet mit einer elterlichen Wahrheit, die in jeder Zeile spürbar bleibt. Till ist kein trainierter Ermittler, kein cooler Rächer, sondern ein Zahnarzt aus Berlin, der schlicht die Kraft verliert, weiterzuleben, ohne zu wissen, was mit seinem Sohn passiert ist. Diese Kraftlosigkeit macht ihn nicht schwach, sondern gefährlich, denn ein Mensch, der nichts mehr zu verlieren hat, ist der unberechenbarste Gegner überhaupt.


    Die Steinklinik selbst ist nicht bloß Kulisse, sondern eine eigene Figur mit eigenen Regeln. Fitzek arbeitet mit allen Sinnen. Man riecht die desinfizierte Luft, hört das Klacken der Schlüssel im Schloss, sieht die spärlich beleuchteten Flure, spürt die Enge der Zellen. Dazu kommt eine doppelte Machtstruktur, offiziell zwischen Personal und Insassen, informell zwischen den Insassen selbst, in der Till sich in beiden Systemen zurechtfinden muss. Ich habe das Buch teilweise mit angezogenen Beinen im Sessel gelesen, weil ich das Gefühl hatte, selbst gleich vom Klinikpersonal kontrolliert zu werden. Für mich gehört die Steinklinik auf eine Stufe mit dem Fährschiff aus „Passagier 23“ oder der Klinik aus „Die Therapie“.


    Und dann die Fitzek-typischen Twists. Wer glaubt, verstanden zu haben, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt, dem wird mindestens einmal, wahrscheinlich mehrmals, der Boden unter den Füßen weggezogen. Die Wendungen sind erzählerisch fair, mit Details gestreut, die man beim ersten Lesen für Belanglosigkeiten hält und die sich später zu einem Bild zusammenschließen, das man nicht kommen sah. Es ist nicht der eine Big Twist am Ende, sondern gestaffelte Enthüllungen, die den Sog konstant hoch halten. Kurze, dichte Kapitel mit kleinen Cliffhangern ziehen einen so mit, dass ich das Buch in zwei Sitzungen verschlungen habe.


    Ehrlich gesagt: „Der Insasse“ ist emotional harte Kost. Das Thema Kindesentführung darf man nicht unterschätzen, und wer sensibel darauf reagiert, sollte gut abwägen. Auch die Darstellung der forensischen Psychiatrie ist erzählerisch überhöht, Realismus-Puristen werden an manchen Stellen die Augenbrauen heben. Beides sind für mich winzige Fußnoten, keine echten Kritikpunkte.


    Für Fitzek-Fans absolute Pflichtlektüre. Für Genre-Einsteiger:innen neben „Die Therapie“ der ideale Startpunkt. Ein Meisterwerk seines Genres.

  3. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.841)
    Aktuelle Rezension von: NicoleK1975

    Emma ist Psychiaterin und hat sich in eine geschlossene Anstalt eingeschlichen, um Versuche an Patienten aufzudecken. Nachdem sie ihren Bericht auf einer Fachtagung präsentiert hatte, begab sie sich in ihr Hotelzimmer. Sie war glücklich mit Philipp verheiratet, der sie unterstützte und hatte vor kurzem erfahren, dass sie endlich schwanger ist. In der Nacht wurde sie geweckt, betäubt, rasiert und vergewaltigt…
    Ein halbes Jahr später klingelt der Postbote und brachte Pakete…

    Der Schreibstil ist sehr detailliert und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Mir fehlte allerdings nach den ersten paar Seiten ein bisschen die durchgehende Spannung. Irgendwie plätscherte es so vor sich hin, dadurch hat mein Lesefluss etwas gelitten. Das wurde erst kurz vor der Hälfte besser.

    Emma war mir sympathisch. Sie litt manchmal immer noch unter den Dämonen ihrer Kindheit. Nach der Vergewaltigung verbarrikadierte sie sich im Haus. Ein halbes Jahr später brachte ihr der Briefträger, der einzige Mensch zu dem sie außer Philipp Kontakt hat, ihre Pakete und bat sie auch um die Annahme für einen Nachbarn. Den sie nicht kannte. Die Panik kam und die Paranoia wurde noch stärker.

    Emma wurde nicht wirklich ernst genommen. Ihre Verletzungen waren da, aber es gab Unstimmigkeiten: ihr Hotelzimmer gab es nicht, sie wusste nicht wie sie zur Bushaltestelle kam wo sie gefunden wurde und der Mann, der als Friseur durch die Presse ging hat nach der Vergewaltigung und Rasur keine der Frauen am Leben gelassen. Seit dem Vorfall verbrachte sie die Tage zu Hause, sie igelte sich ein und wollte zu niemanden Kontakt haben. Ab da wurde das Buch ruhiger, mir fehlte die Spannung beim Lesen. Alles dümpelte vor sich hin.

    Kurz vor der Hälfte bekamen die Vorkommnisse für mich eine erschreckend gefährliche Bedeutung. Ab da hat es mich etwas gefesselt - aber der Nervenkitzel hat gefehlt, für den der Autor so gefeiert wird. Ich hab schon Bücher gelesen, die mir den Schlaf geraubt haben - dieses hier gehört aber nicht dazu.

    Ein interessantes Buch mit Höhen und Tiefen. Am Ende kam dann einiges ans Licht, aber manches blieb für mich auch unklar. Durch eine List wurde der Täter entlarvt. Ich gebe diesem Buch gute 3 Sterne.



  4. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

    (7.428)
    Aktuelle Rezension von: Antonios

    Wo soll ich anfangen? Allein der Titel macht das Buch voll interessant. Es beginnt mit ein paar coole forensische Fakten über tote Körper. Eine Geschichte baut sich dabei auf. Und am Ende wird man einfach so nicht in Ruhe gelassen, sondern schön und wunderbar mit Plot Twists umgehaut. Was will man da mehr? Fließend leserlich, interessant erzählt, Mördersuche und die Tatsache, dass man aus Maden erkennen kann, wann jemand gestorben ist. Auf jeden Fall einer der besten Krimis des Jahres für mich!

  5. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453442030)
    Stieg Larsson

    Verblendung

    (6.244)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, war ich direkt drin. Die Charaktere waren mir sympathisch und die Handlung spannend. Ich war so begeistert, dass ich noch während des Lesens die zwei Nachfolgebände gekauft habe, damit ich nahtlos weiter lesen kann, wenn ich mit dem ersten Teil fertig bin.

    Larsson hat mich einfach mit der Geschichte um Harriet Vanger und der düsteren Familienchronik gepackt. Die akribische Recherche von Blomkvist fühlte sich an, wie echte Detektivarbeit. Die Beziehung zwischen Blomkvist und Salander und wie sie zueinander finden, einfach toll beschrieben. Der Schreibstil atmosphärisch und packend.

    Leider war der Schluss, nachdem das Vangersche Familienrätsel gelöst war, ein echter Stilbruch. Sowohl der Schreibstil änderte sich plötzlich massiv und war nur noch ein einziges Heruntergerattere der Geschehnisse, als auch die Geschichte, die sich nun mit dem Wennerström-Rachefeldzug in einen staubtrockenen Wirtschaftskrimi verwandelte. Die Vorgänge die beschrieben wurden waren teilweise kaum nachvollziehbar (vllt lag es auch daran, dass ich mich mit dem Thema nicht wirklich gut auskenne und nur noch wenige Seiten pro Tag gelesen habe, sodass ich die Handlung erst recht nicht mehr nachvollziehen konnte). Aber alles in allem führte es dazu, dass ich für den kleinsten, letzten Teil des Buches mehrere Wochen gebraucht habe, während ich den spannenden Hauptteil in wenigen Tagen verschlungen habe. 

    Die Nachfolgebände sind nun hier und ich werde sie lesen, aber meine Motivation hält sich momentan in Grenzen. Ich hoffe sehr, dass Larsson dort wieder zu seinem "guten" Schreibstil zurück findet!

  6. Cover des Buches Mimik (ISBN: 9783426519486)
    Sebastian Fitzek

    Mimik

    (892)
    Aktuelle Rezension von: jolienxbooks

    ☀️📖 Mein Urlaubsbuch:


    Ich hab Mimik im Urlaub gelesen und... die letzten Kapitel?? 😭 Ich war SO gefesselt, dass meine Familie zwischendurch ein bisschen auf mich verzichten musste, weil ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.


    Ich hab das Buch wirklich geliebt! 🤍 Ein typischer Fitzek eben: spannend, nervenaufreibend und voller Wendungen, bei denen ich ständig dachte: WAS?!


    Meine Nerven wurden wirklich auf eine Probe gestellt und genau dafür liebe ich seine Bücher.


    Und ja... ich glaube, ich hab ein neues Lieblings-Fitzek-Buch gefunden. 🥹


    Für mich eine ganz klare Empfehlung: 10/10!!!

  7. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783942656863)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

    (3.523)
    Aktuelle Rezension von: skloane

    Diesmal ist David Hunter auf einer schottischen Insel, wo er einen grausigen Leichenfund untersucht. Naja eigentlich untersucht er Hände in einem Aschehaufen.  Brutal, detailreich beschrieben und ehrlich mit jeder Menge Plottwist. Krasses Ende wieder mal Cliffhanger....was sonst? Leichenblässe ist dann wohl Teil 3.

  8. Cover des Buches Der Heimweg (ISBN: 9783426519462)
    Sebastian Fitzek

    Der Heimweg

    (1.316)
    Aktuelle Rezension von: Jessi123

    Normalerweise bin ich ein großer Sebastian-Fitzek-Fan und habe bisher alle seine Bücher gelesen. Umso enttäuschter war ich von Der Heimweg. Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht packen. Sie zieht sich meiner Meinung nach sehr in die Länge, und ich hatte große Schwierigkeiten, überhaupt ins Buch hineinzufinden. Die Spannung, die ich sonst von Fitzek gewohnt bin, wollte sich bei mir einfach nicht einstellen. Dieses Buch war leider so gar nicht meins.

  9. Cover des Buches Leichenblässe (ISBN: 9783499268298)
    Simon Beckett

    Leichenblässe

    (2.629)
    Aktuelle Rezension von: Ela0806

    Also mich begeistert die reihe weiterhin. ja...es war etwas ruhiger im Band 3. Aber mal ehrlich...wie kommt man auf solche Storys.

    Ich liebe es so sehr und bleibe bei meinen 5 Sternen. Ich sehe es sogar schon kommen, das ich alle mit 5 Sternen versehen werde.

    Diese unfassbar ruhige Art von David Hunter.... wirklich...ich lieb es!

  10. Cover des Buches Der Seelenbrecher (ISBN: 9783945386422)
    Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher

    (3.448)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: “Der Seelenbrecher” hat bereits drei Opfer gefordert: Diese sind zwar körperlich unversehrt, doch psychisch gebrochen, sodass sie sich nicht mehr bewegen oder artikulieren können. Kurz vor Weihnachten wird er wieder aktiv. Er schleust sich in eine psychiatrische Luxusklinik ein - von der Außenwelt abgeschnitten durch einen Schneesturm, sodass es für die Patienten kein Entkommen gibt…

    Persönliche Meinung: “Der Seelenbrecher” ist ein Psychothriller von Sebastian Fitzek. Erzählt wird er in zwei Handlungssträngen. In einer kurzen Rahmenhandlung, die rätselhaft “viele Jahre nach der Angst” spielt, treffen wir auf einen namenlosen Professor, der mit einer Handvoll Studenten ein Experiment durchführt (der genaue Zweck des Experiments bleibt lange Zeit offen, wodurch eine latente Spannung entsteht). Inhalt des Experiments ist die Lektüre einer Patientenakte, wobei deren Herkunft zunächst vage ist. Diese Patientenakte, die in Abschnitten auch von uns Lesenden gelesen wird, bildet die Binnenerzählung, den eigentlichen Kern von “Der Seelenbrecher” (sie spielt einige Zeit “vor der Angst”). Wir begegnen hier Caspar, einem Patienten der psychiatrischen Luxusklinik. Capar ist, kurz bevor der Seelenbrecher aktiv wird, in die Klinik eingeliefert worden, da er unter Amnesie leidet. Durch diesen Umstand zieht sich permanent eine hohe Spannungskurve durch den Thriller: Man weiß nie so genau, inwiefern man Caspar überhaupt trauen kann (das gilt übrigens auch in Bezug auf die meisten anderen Personen in der Klinik, die alle wenig vertrauenswürdig sind). Zusätzlich dazu findet sich auch eine schaurige Horroratmosphäre innerhalb der Handlung: Die Klinik ist altertümlich eingerichtet und größtenteils verlassen, mehrfach huscht der Seelenbrecher umher, sucht sich seine Opfer und hinterlässt mysteriöse Botschaften. Auch die Auflösung hat mir sehr gefallen, da sie eine überraschende Wendung besitzt, die ich hier natürlich nicht verraten werde. Der Erzählstil von Fitzek ist anschaulich und fesselnd, was besonders an den vielen Cliffhangern am Ende der Kapitel liegt. Insgesamt ist “Der Seelenbrecher” ein fesselnder Psychothriller mit Horrorelementen, der mit den Erwartungen der Lesenden spielt.

  11. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

    (4.598)
    Aktuelle Rezension von: Rosalinda

    „Die Blutlinie“ von Cody McFadyen ist ein äußerst spannender und packender Thriller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der Autor schafft es, sofort eine düstere und beklemmende Atmosphäre aufzubauen, wodurch man direkt in die Geschichte hineingezogen wird.

    Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere, allen voran Smoky Barrett und ihr Team. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, sodass man gerne mit ihnen mitfiebert und sie auf ihrer gefährlichen Jagd nach dem Täter begleitet. Die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Teams verleihen der Geschichte zusätzlich Tiefe.

    Die Handlung bleibt bis zum Ende spannend und überrascht immer wieder mit neuen Entwicklungen und Wendungen. Dadurch entsteht kaum ein Moment der Langeweile. Allerdings enthält das Buch auch einige sehr brutale und verstörende Szenen, die teilweise schwer zu lesen sind. Gerade diese schonungslose Darstellung trägt jedoch zur intensiven und bedrückenden Stimmung des Romans bei.

    Insgesamt ist „Die Blutlinie“ ein hervorragend geschriebener Thriller mit einer fesselnden Handlung, interessanten Charakteren und einem hohen Spannungsniveau. Wer düstere und psychologisch anspruchsvolle Thriller mag, wird an diesem Buch sicherlich viel Freude haben.

  12. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

    (2.508)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: Der Anwalt Robert Stern soll einen besonderen Mandanten vertreten: Simon Sachs, 10 Jahre alt und todkrank, gibt an, er sei ein wiedergeborener Serienmörder. Um dies zu beweisen, will er Robert Stern an einen alten Tatort führen. Und tatsächlich: Stern stößt dort auf eine Leiche. Abends erhält Stern zudem einen mysteriösen Anruf: Eine Person behauptet, Sterns kurz nach der Geburt verstorbene Sohn sei in Wahrheit am Leben. Doch dessen Aufenthaltsort will er nur verraten, wenn Stern ihm alles über Simon offenbart…

    Persönliche Meinung: “Das Kind” ist ein Psychothriller von Sebastian Fitzek. Erzählt wird er hauptsächlich aus der personalen Perspektive von Robert Stern, zwischendurch finden sich aber noch weitere Perspektiven wie z. B diejenigen von polizeilichen Ermittlerfiguren oder von Sterns ehemaliger Frau. Die Spannungskurve der Handlung ist sehr hoch: Das liegt einerseits an den eher kurzen, rasant erzählten Kapiteln, die meist mit einem Cliffhanger enden. Andererseits an den vergleichsweise vielen offenen Fragen, deren Zustand lange vage bleibt und nach deren Antworten man lechzt. Um nur ein paar dieser Fragen zu nennen: Wieso weiß Simon von Morden, die vor seiner Geburt geschahen? Wer sind die Toten (es wird nicht bei einem bleiben)? Wenn Simon nicht der Mörder ist: Wer dann? Welche Rolle spielt der anonyme Anrufer im Ganzen? Und: Ist Sterns Sohn nun tot oder nicht? Beantwortet werden die Fragen in einem großen, dramatischen Finale, das zudem mit mehreren Wendungen auftrumpft. Was mir ebenfalls gefallen hat, ist der Umgang mit der Erkrankung von Simon (Simon hat einen Hirntumor). Natürlich ist ein Thriller nicht das geeignete Genre, diese in ihrer Tiefe zu thematisieren. Aber trotzdem: Fitzek geht mit dem Tumor von Simon empathisch um, lässt Simon seinen Raum und seine eigene Stimme. Der Schreibstil von Fitzek ist anschaulich und fesselnd, sodass man durch die Seiten des Thrillers fliegt. Insgesamt ist “Das Kind” ein hochspannender, fesselnder Thriller mit mehreren überraschenden Wendungen.

  13. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783644220416)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

    (2.846)
    Aktuelle Rezension von: PrettyDark

    Der Albtraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment in Miami. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet …

    Du kommst nach Hause, alles wirkt normal… bis es das eben nicht mehr ist. Genau so beginnt dieser Thriller und zog mich direkt in einen Albtraum. Zwölf Jahre nach einer brutalen Vergewaltigung ist C.J. Townsend inzwischen erfolgreiche Staatsanwältin in Florida. Als der Serienkiller „Cupido“ sein Unwesen treibt und ein Verdächtiger vor Gericht landet, erkennt C.J., dass es der Mann ist, der ihr eigenes Leben fast zerstört hätte. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Gerechtigkeit, sondern um eine persönliche Abrechnung.

    🔪 extrem packender, brutaler Einstieg mit Sogwirkung

    🔪 der Täter ist relativ früh klar, der Fokus liegt auf dem Gerichtsdrama

    🔪 viele juristische Details statt klassischem Nervenkitzel

    🔪 kurze Kapitel sorgen für schnellen Lesefluss

    🔪 moralisch fragwürdige Entscheidungen der Protagonistin

    Was hier wirklich funktioniert, ist der emotionale Konflikt. Die Frage, wie weit man gehen darf, um Gerechtigkeit zu erzwingen, hat echtes Potenzial und sorgt für einige spannende Momente im Gerichtssaal. Der Einstieg beginnt mit einem ordentlichen Knall und macht klar, dass dies nichts für Zartbesaitete wird. Aber danach zieht sich die Story leider und statt Thrill gibt es Zuständigkeitsgerangel, FBI-Ego-Kämpfe und gefühlt ein halbes Jurastudium. C.J. selbst ist dabei auch schwierig. Zwischen Selbstjustiz-Fantasien und fragwürdigen Entscheidungen fragt man sich öfter, ob sie wirklich auf der richtigen Seite steht. Der Twist am Ende war ziemlich konstruiert und ein Stück weit vorhersehbar. Schade, denn da wäre mehr drin gewesen.

    Ein Thriller mit starkem Anfang und spannendem moralischen Kern, der sich aber im Mittelteil verzettelt und am Ende zu bequem löst. Gute Idee, durchwachsene Umsetzung.

  14. Cover des Buches Der Todeskünstler (ISBN: 9783404169375)
    Cody McFadyen

    Der Todeskünstler

    (2.137)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Band 2 der "Smoky Barrett"-Reihe übertrifft seinen Vorgänger in so ziemlich allem. Er ist noch blutiger, noch brutaler und noch gewalttätiger und bedient dabei mindestens genauso viele Klischees wie der erste Teil der Reihe. Dennoch ist auch "Der Todeskünstler" unheimlich spannend und fesselt den Leser bis zur letzten Seite.

  15. Cover des Buches Krähenmädchen (ISBN: 9783442484942)
    Erik Axl Sund

    Krähenmädchen

    (889)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Das Buch beginnt als ein hochinteressanter Thriller, geht dann aber zunehmend in ein Beziehungsdrama über. - die Geschichte über die Beziehung von Jeanette und ihrem Mann ist vollkommen überflüssig. Dazu das Klischee, die Ermittlerin ist die einzige Frau im Team und der Chef natürlich ein Arsch. 
    Dazu kommt die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit der Autoren direkt ihr allererstes Buch mit einem Cliffhanger zu beenden. 
    Allem die Krone auf, setzt das folgende Zitat.:
    "Wir sehen uns dann in ein paar Wochen", sagt sie, ohne zu ahnen, das sie sich schon in weniger als zweiundsiebzig Stunden wieder sehen werden. 
    Zu diesem Zeitpunkt wird ihr Sohn seit fast vierundzwanzig Stunden verschwunden sein. " (s. 447)
    Die letzten elf Seiten des Buches habe ich mir daraufhin geschenkt. Und 2 von 5 Sternen sind wirklich großzügig bewertet. 

  16. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

    (1.270)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext / Zusammenfassung:

    Ein rätselhafter Fund stellt Carl Mørck und sein Team vom Sonderdezernat Q vor eine erschütternde Aufgabe: In einer alten, verstaubten Flaschenpost, die vor über 15 Jahren angeschwemmt wurde, entdecken sie eine mit Blut geschriebene, kaum noch lesbare Botschaft – ein stummer Hilferuf zweier Jungen, die offenbar entführt wurden. Doch das mutmaßliche Verbrechen scheint nie angezeigt worden zu sein. Warum hat niemand diese Kinder vermisst?

    Die Ermittlungen führen das Team in ein Milieu aus religiösem Fanatismus, abgeschotteten Gemeinschaften und einem Netz aus Angst und Schweigen. Mit zunehmender Intensität verfolgt das Sonderdezernat Spuren, durchleuchtet Familienstrukturen, ideologische Abgründe und sektenähnliche Organisationen – bis es zu einem dramatischen und beklemmenden Höhepunkt kommt.

    Meinung:

    Für mich ist Erlösung bisher der spannendste Band der Reihe. Jussi Adler-Olsen gelingt mit dem dritten Fall für das Sonderdezernat Q ein düsterer, atmosphärisch dichter Thriller, der sich tief in psychologische Abgründe und das Thema manipulativer Machtstrukturen vorwagt. Die Geschichte bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld aus persönlichem Trauma und religiösen Dogmen.

    Die Handlung wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Die Ermittlungen in der Gegenwart werden ergänzt durch Einblicke in das Leben des Täters sowie Rückblenden in dessen Vergangenheit. Diese Erzählstruktur ist anspruchsvoll und erfordert Konzentration – verleiht dem Roman jedoch Tiefe und einen vielschichtigen Spannungsbogen.

    Adler-Olsen setzt nicht auf schnelle Action, sondern auf eine stetig wachsende Spannung, die sich manchmal zwar nur schleichend, aber unaufhaltsam verdichtet. Kleine Hinweise, scheinbar nebensächliche Details und psychologisch präzise gesetzte Szenen entfalten nach und nach ein erschütterndes Gesamtbild. Zwar ist der Aufbau stellenweise recht langsam – besonders dann, wenn sich die Ermittlungen festfahren –, doch gerade das wirkt authentisch und realitätsnah. Man braucht zu Beginn etwas Geduld, wird aber später mit einer dichten und intensiv erzählten Geschichte belohnt.

    Die Figuren sind – wie in den vorigen Bänden – vielschichtig und glaubwürdig. Carl Mørck bleibt ein ambivalenter Protagonist mit Ecken, Kanten und einem trockenen Humor, der ihn sympathisch macht, ohne ihn zu idealisieren. Assad ist nicht nur für sprachliche und kulturelle Reibungspunkte zuständig, sondern auch ein cleverer, aufmerksamer Beobachter, dessen Rolle im Team zunehmend an Bedeutung gewinnt. Doch seine Herkunft wirft immer mehr Fragen auf – wer ist er wirklich? Rose bringt mit ihrer kratzbürstigen, aber eigenständigen Art frischen Wind ins Team und offenbart neue Facetten ihrer Persönlichkeit.

    Besonders eindrucksvoll gelingt Adler-Olsen die Darstellung des Täters. Er wirkt über weite Strecken beinahe übermächtig – hochintelligent, manipulativ, mit einem perfekt ausgearbeiteten Plan und erschreckender psychologischer Kontrolle. Trotz (oder gerade wegen) dieser Überhöhung bleibt seine Figur fesselnd, weil ihre Beweggründe glaubwürdig aus einer gewalttätigen Kindheit und einem ideologisch geprägten Umfeld erwachsen.

    Der Schreibstil ist klar und hochgradig atmosphärisch. Adler-Olsen versteht es, Spannung aufzubauen, ohne in übertriebene Effekthascherei zu verfallen. Die Schauplätze sind greifbar, die Stimmung ist durchgehend beklemmend – und genau das verleiht dem Roman seine Wirkung.

    Fazit:

    Erlösung ist ein vielschichtiger, psychologisch intensiver Thriller, der durch seine durchdachte Konstruktion, seine beklemmende Atmosphäre und seine klug gezeichneten Figuren überzeugt. Jussi Adler-Olsen erzählt eine verstörende Geschichte über Schuld, Verdrängung und zerstörerische Machtverhältnisse – leise, aber nachhaltig. Wer Krimis mit Substanz, Tiefe und emotionaler Wucht schätzt, findet hier einen der stärksten Bände der Reihe.

  17. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

    (1.242)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Wer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war. 

    Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.

  18. Cover des Buches Playlist (ISBN: 9783426519479)
    Sebastian Fitzek

    Playlist

    (823)
    Aktuelle Rezension von: Chiara_Maria_Beermann

    Playlist hat mich einfach komplett aus meinem Leben geworfen. Es war das erste Buch bei dem ich wirklich mitweinen musste, schon die ersten Seiten waren Emotional wirklich hart und dieses Gefühl erstreckt sich über das ganze Buch. Für mich bisher das beste Buch von Fitzek. Ich war emotional gefangen und habe gute Lieder kennengelernt! :D

  19. Cover des Buches Das Böse in uns/Ausgelöscht (ISBN: 9783404173334)
    Cody McFadyen

    Das Böse in uns/Ausgelöscht

    (2.013)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Ich habe Beides :

    442 Seiten

    Hörbuch / Laufzeit Laufzeit 6:30h Gelesen von Franziska Pigulla (tolle Stimme, sehr gefühlvoll)

    *   *   *

    Auf dem Seziertisch liegt die Leiche einer jungen Frau (Lisa Reid) , die als Dexter (Mann) geboren wurde.Er war das Kind eines hohen Politikers, der kurz vor einer wichtigen Kandidatur  steht. Deshalb werden die FBI'ler (das Team von Smoky Barrett, die seit 12 Jahren Serienkiller jagen) zu absoluter Diskretion verdonnert. Unter Dexters Haut wird ein daumenlanges Kruzifix gefunden mit der Zahl 143. Die laufenden Ermittlungen bringen zu Tage, dass dieser Serienkillert seit Jahren unter dem Radar schwimmt und tatsächlich fast 150 Menschen ermordet hat. Aber wo sind die Leichen ?

    *   *   *

    Bis hierhin fand ich es sehr spannend. Nun aber meldet sich der Mörder viral mit Videoclips in den sozialen Medien. Jedes Opfer ein Video. Und mir wird langweilig. Er kündigt an, ein Kind zu töten (es geht immer um Geheimnisse / Schuld) + auf dem Video ist eine 10jährige zu sehen, die bereits um die 10 Katzen tötete + nun schon ihrem Killerinstinkt freien Lauf lässt + das Tun als Erwachsene plant. Hier war ich dann raus. Es werden viele Rückblicke zu dem vorherigen Band erklärt, wie Smökoy ihre Narben bekam und und und.

    Und noch etwas hat mir nicht gefallen :

    Annie, Bonnie, Smoky, Tommy, Kirby, Callie, Stacy. Merkt ihr was ? Das sind die Namen der Romanfiguren. Da hätte ich mir etwas mehr Abwechsung gewünscht, was die Endung betrifft.

    3/5 Sterne

  20. Cover des Buches Die Stille vor dem Tod (ISBN: 9783404175895)
    Cody McFadyen

    Die Stille vor dem Tod

    (641)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Die meiste Zeit versucht der Autor in plastischen Beschreibungen von Gräueltaten zu eskalieren, was das Geschriebene meistens an einen Punkt bringt, bei dem man das Gefühl hat, er hätte sich verlaufen und suchte zwanghaft einen Weg zurück zur Story. Das Buch selbst ist in Präsens geschrieben und trieft vor Rückblenden und „Erinnerungen“ und „Albträumen“, die in seitenlange Ergüsse über noch mehr Folter und Mord enden. Allesamt wenig kreativ ausgeführt. Bedeutungsschwangere, aber im Endeffekt eher nur bedeutungslose Dialoge dominieren den Mittelteil. Die eigentliche Arbeit der Kriminalermittler beginnt erst gegen Ende. Leider hat den Autor da die Phantasie schon verlassen. In einem langen Aufrollen und gekünstelten Herstellen von Verbindungen von „normalen“ Verbrecher der letzten Dekaden (ein paar davon scheinen real gewesen zu sein) ist’s dann eine Randnotiz, die den Hinweis gibt. Also wieder 60 Seiten umsonst gelesen. Die Vergangenheiten und Lebensläufe der Teammitglieder wirken eher lieblos. Sie werden in diesem Band zum fünften Mal erklärt und scheinbar hat auch der Autor keine Lust mehr darauf. Die Interaktion, die er ihnen angedeihen lässt, hat nichts Amikales an sich, wie es unter Kollegen üblich ist, die sich lange kennen. Eher gleiten „seriöse“ Besprechungen in gelegentlichen Infantilismus ab. Selbstredend, dass alle Leute in diesem Buch – egal ob Ermittler oder Verbrecher – die klügsten sind, mit dem besten Gedächtnis, dem schärfsten und wachsten Verstand, die jeden wichtigen Menschen kennen, … und so weiter und so fort. Die Übersetzung ist OK, schätze ich. Was mir sauer Aufstößt sind diese unnötigen Anglizismen, die in der deutschsprachigen und von den USA geprägten Popkultur als „cool“ gelten sollen, aber alle eine vernünftige Entsprechung in der Zielsprache hätten. Und warum reden Eltern immer von sich als Mommy oder Daddy und das auch noch in der dritten Person? Zwischen den ersten vier Bänden und dem fünften lag für mich als Leser eine lange Zeit. Zu lange scheinbar. Die ehemalige Faszination für das Aufklären von Serienmorden konnte das Buch nicht halten. Im Gegenteil: Hätte ich die alten als so schlecht geschrieben in Erinnerung gehabt, hätte ich Band fünf nicht gekauft.

  21. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

    (1.647)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    3. Rezension

    Eine Hochzeit. Ein festlicher Moment. Und dann ein SMS-Signal, das alles verändert. „Ich habe ein Geschenk für dich, Special Agent Barrett.“ Ein Lieferwagen hält vor der Kirche. Die Tür öffnet sich. Und eine Frau taumelt heraus, für die der Tod eine Erlösung wäre, so grausam wurde sie zerstört. Cody McFadyen liefert mit „Ausgelöscht“, Band 4 der Smoky-Barrett-Reihe, einen seiner intensivsten Fälle.

    Wichtig vorab: Die Reihe muss von Band 1 an gelesen werden. Smokys Trauma-Geschichte baut auf den Vorgängern auf. In „Ausgelöscht“ ermittelt sie in einem Fall, der über jede Vorstellung hinausgeht. Der Täter tötet seine Opfer nicht. Er hat verstanden, dass es für Menschen Schlimmeres gibt als den Tod. Er führt Lobotomien durch, mit chirurgischer Präzision, und macht Frauen zu leblosen Hüllen. Eines seiner Opfer war sieben Jahre in seinem Besitz. Weitere Opfer werden folgen, und Smoky steht ganz oben auf seiner Liste.

    Der schockierende Auftakt ist einer der stärksten der modernen Thriller-Literatur. McFadyen nutzt die Ironie der Szenerie meisterhaft. Eine Hochzeit als Ritual des Neuanfangs und Glücks, und in diesen Moment platzt das Grauen nicht als abstrakte Bedrohung, sondern als körperliches, unaushaltbares Bild. Wir sehen die verstummte Stille in der Kirche vor uns, spüren die Verzweiflung der Gäste und verstehen: Für Smoky Barrett ist auch dieses Leben nicht sicher. Der Täter kann sie überall erreichen.

    Das „Schlimmer als der Tod“-Konzept bohrt sich tief in die Psyche. Die Lobotomie war historisch eine echte medizinische Praxis, die Menschen zu Schatten ihrer selbst machte. Diese Realität macht das fiktionale Verbrechen umso beklemmender. McFadyen stellt fundamentale Fragen: Was macht uns aus? Was ist die Grundlage unserer Person? Können wir überleben, wenn unser Bewusstsein zerstört ist? Diese existenziellen Dimensionen heben das Buch weit über einen bloßen brutalen Thriller hinaus.

    Smoky Barrett ist eine der bemerkenswertesten weiblichen Ermittlerinnen im modernen Serienkiller-Thriller. Keine perfekte, unversehrte Ermittlerin, sondern eine schwer traumatisierte, sichtbar verletzte, aber unbeugsam entschlossene Frau. Sie ist gebrochen und stark zugleich, verletzt und entschlossen, traumatisiert und funktional. Diese Ambivalenz macht sie glaubwürdig. Die Präsens-Ich-Perspektive verstärkt die Intensität enorm. Wir sind in ihrem Kopf, spüren jede Trauma-Reaktion, jeden Flashback, jeden Moment professionellen Fokus. McFadyens Sprache ist dabei bemerkenswert präzise, mit poetischen Momenten inmitten des Grauens. Er ist kein rein reißerischer Genre-Autor, sondern schreibt mit echter literarischer Sensibilität.

    Warum trotzdem nur vier statt fünf Sterne? Der Mittelteil hat Längen. Nach dem furiosen Auftakt hat McFadyen Mühe, die Spannung durchgehend zu halten, einige Ermittlungspassagen wirken redundant. Der finale Twist ist gut, aber nicht überragend, wer viele Thriller liest, wird einiges ahnen. Der Täter selbst ist psychologisch weniger komplex gezeichnet als andere McFadyen-Antagonisten, er wirkt mehr böse als tiefgründig. Auch Smokys Trauma-Ebene wird weniger intensiv aufgegriffen als in den Vorgängern, und Adoptivtochter Bonnie hat weniger Präsenz. Innerhalb der Reihe ist Band 4 nicht der stärkste, „Die Blutlinie“ und „Der Todeskünstler“ übertreffen ihn.

    Ganz wichtig ist die dringende Warnung. „Ausgelöscht“ gehört zu den brutalsten Büchern der Reihe. Verstümmelung, sadistische Gewalt, systematische Zerstörung menschlicher Identität. Wer bei extremen Themen schnell an Grenzen kommt, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Selbstfürsorge ist wichtiger als Genre-Prestige. Bei Belastung: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, anonym und rund um die Uhr erreichbar.

    Ein kurzer Nachruf-Gedanke sei erlaubt: Cody McFadyen ist 2023 mit nur 55 Jahren verstorben. Die fünf Smoky-Barrett-Bände sind sein literarisches Vermächtnis. Auch die Franziska-Pigulla-Hörbücher, die zu deutschen Kult-Interpretationen wurden, sind unbedingt eine Empfehlung.

  22. Cover des Buches Totenfang (ISBN: 9783499275319)
    Simon Beckett

    Totenfang

    (783)
    Aktuelle Rezension von: Ela0806

    Warum muss ich mich immer wiederholen ;-) , ich liebe die Reihe weiterhin. Ja... es zieht sich was diesemal, aber eher, weil so viel passiert und man gewisse Kenntnisse einfach haben muss. Um sich eigentlich beirren zu lassen, damit man einfach nicht drauf kommt, wer es ist!


    Die Personen, sind alle so gut beschrieben. Auch denen Storys .Klasse.

    Das ende, ahhhh....verdammt. Ich habe mir sofort Band 6 geschnappt um kurz rein zu schnuppern. Und was soll ich sagen....ich lese es dann jetzt auch. Beim reinschnuppern bleibt es nicht um zu sehen wie es weiter geht.

    Mir ist David Hunter so ans Herz gewachsen. 


  23. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783365005408)
    Karin Slaughter

    Belladonna

    (1.686)
    Aktuelle Rezension von: Phillippe_Quinter

    Eine Collegeprofessorin wird brutal aufgeschlitzt in der Toilette eines Restaurants gefunden. Für die junge Frau kommt jede Hilfe zu spät, und die einst so friedliche Kleinstadt Heartsdale steht unter Schock. Die Gerichtsmedizinerin Sara Linton übernimmt den Fall und entdeckt bald: Das wahre Grauen begann lange vor dem eigentlichen Mord. Schritt für Schritt offenbart sich der perfide Plan eines sadistischen Psychopathen – und schließlich eine erschreckende Erkenntnis. Ein Geheimnis aus Saras eigener Vergangenheit könnte den Killer entlarven … oder sie selbst in tödliche Gefahr bringen.

    „Belladonna“ ist der erste Fall für Sara Linton und zugleich der spannende Auftakt der Grant-County-Reihe, die insgesamt sechs Bände umfasst. Sara arbeitet in Heartsdale als Kinderärztin und Rechtsmedizinerin, ihr Ehemann Jeffrey Tolliver ist der örtliche Polizeichef. Gemeinsam geraten sie immer tiefer in einen Fall, der persönlicher wird, als ihnen lieb ist.

    Für mich war „Belladonna“ die erste Begegnung mit der Autorin Karin Slaughter. Anfangs hatte ich etwas Mühe, mich an ihren Schreibstil zu gewöhnen, doch spätestens nach dem ersten Viertel des Buches hatte ich den Einstieg geschafft und fühlte mich sehr gut unterhalten. Die Geschichte ist düster, spannend und stellenweise wirklich beklemmend.

    Warum es am Ende nicht ganz für fünf Sterne gereicht hat, kann ich gar nicht genau benennen irgendetwas hat mir gefehlt, um vollkommen vom Hocker gehauen zu werden. Dennoch ist „Belladonna“ ein packender Thriller und ein gelungener Serienauftakt, der Lust auf die weiteren Bände macht.

  24. Cover des Buches Der Outsider (ISBN: 9783453439849)
    Stephen King

    Der Outsider

    (309)
    Aktuelle Rezension von: schnegge1998

    Dies war das erste Buch was ich von Stephen King gelesen habe. Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht und auch die ersten Seiten waren sehr interessant. Anfangs dachte ich, ich kann gar nicht aufhören zu lesen. Ab der Buchmitte war es etwas langatmig, dennoch habe ich weiterhin an die spannung geglaubt. Man denkt es ist ein skrupelloser Killer, der sich sehr gut zu tarnen weiß. Dass er sich von dem Grauen der Opfer ernährt, ist sehr krank aber es hat das Buch spannend gemacht. Aber als es dann mit dem Verwandeln in andere Personn anfing und diese  übernatürlichen Geschehen passiert sind, war ich echt raus. Als die Auflösung sich in Richtung Jack zu schlagen drohte, habe ich gedacht es wird doch noch richtig spannend. Dass es dann doch anders kam mit dieser Kreatur in der Höhle, war ich echt enttäuscht. Ich musste mich leider sehr durch die letzten Seiten quälen.

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